Indiana Tribüne, Volume 7, Number 30, Indianapolis, Marion County, 19 October 1883 — Page 2
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JJ? llULIJLiS.il 1,9,1? JA hvuvh crW4f FägNHe und Sonntagsansgaöe. Osstce: 120O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 19 . Oktober 1833. ,FeuerbesJädla." Nächst New Jork treiben Handel unl Wandel in Chicago im Guten und iu Schlechten ihre üppigsten Blüthen. Wu senken für diesmal nicht an seine be rügtig!e,Getreide- und Produktenbörse, sondern vollen vielmehr eines scheinbar komischen Vorgangs im Geschästsleber gedenken, der indeß seine sehr ernste Be deutung hat.und allgemeine Berückstch tigung im gegebenen Falle finden mag. In einem Kleidergeschäste an der Madi sonstrae war kürzlich ein Feuer auSae Krochen, aber gelöscht worden, ehe eS bedeutenden Schaden anrichten konnte, Zwei Tag später kündete der Besitzer einen großartigen Ausverkauf von Waa ren an, die durch das Feuer oder Waffe, unbedeutend beschädigt worden seien. Große Plakete erschienen an den Mau ern, aus denen zu lesen war: Feuer! Feuer! Feuer! Waaren im Werthe von über 510,000, die bei dem kürzlichen iFeuer ganz leicht beschädigt worden sind, müssen so schnell als möglich und zu je ;fcern Preise ausverkauft werden , Die Zeitungen brachten ähnliche Anzeigen und mehrere .phantastisch aufgeputzte Wagen mit riesengroßen Ankündigun gen desselben Inhalt fuhren unker rau schender Musikbegleitung durch dieStraßen der Stadt. In dem Laden, in wel chem das Feuer stattgehabt haite,drängte sich alsbald das kauflustige Publikum und die benachbarten Kleidergeschäste standen leer und verlassen. Da ent. schloß sich der nächste Nachbar, Wasser und Feuer seinen GeschästSinteresien ebenfalls dienstbar zu machen und auch er kündigte einen riesigen Ausverkauf von feuerbeschädigten Waaren an, wäh rend dessen die Waaren zu wahrhaft lächerlichen Spottpreisen verkaust wüu den. Auch sein Geschäft füllte sich mi' Kunden, ihm folgten zwei Geschäfte fo der Nachbarschaft, indem sie dasselbe Verfahren einschlugen und jene lebhastf Straße machte fast den Eindruck, als ob in ihr überhaupt nur noch feuerbefchädigte Artikel verkauft würden. Da ver schaffte sich der erste Unternehmer deö geschäftlichen Kniffes ein Zeugniß des Feuerdepartements, laut dessen eS in seinem Geschäfte wirklich gebrannt hatt? .und Waaren wirklich beschädigt.woren waren und die VeröffenUichungHdessel. ben sicherte ihm vorüdergebend wiederum den Vorrang voeseinen Mitbewerbern. Nun kommt es ja-.vor,idaß Waare? durch Feuer und Waffer beschädigt und demgemäß zu angemessen herabgesetzten Preisen verkaust werden, in welcher Aus dehnung und Vollendung aberderartigl Verkäufe als Schwindel , betrieben wer. den, dürfte nicht allgemein bekannt-sein-' In Chicago giebt es einige dreißig Kleider, und Schuhgeschäfte, in denen Jahraus Jahrein keine anderen als an. geblich feuerbefchädigte Waaren verkauf werden und in ihnen sind über 100 Ver, käufer beschäftigt. Ein ganz kleiner Theil der Waaren rührt von Auctionö. Verkäufen her, und diese sind in derThtf durch Feuer oder Wasser leicht beschäm digt und werden zu Preisen verkauft, die in Ansehung der Qualität der.Artlkel als billig bezeichnet werden , können. Diese Waaren bilden die Lockvögel. Allen übrigen in den Geschäften vor' handenen Waaren wird,, künstlich der Anschein negeben. als seien sie von Feuer oder Wasser beschädigt ;)sie werden .in Fabriken hergestellt,, die.nchtsanderes als beinahe werthlofe'Stosse zu diesem speciellen Zwecke fabriciren. 'Sa liefet.' eine Fabrik in Lov ell,'? Mass., einen Schund von Kqttunuaaren, die in anderer Form, als feuerbeschädigt absolut nicht verkäuflich sein würden. Ein ge radezu großartiges Geschäft macht in diesem Zweige eine Fabrik in Boston und dasselbe gilt von zwei Schuhfabri ken in Massachusetts. Den Artikeln wird schon in der Fabrik künstlich der Anschein gegeben, als seien sie leicht be schädigt, häusig aber reicht dies nicht aus und der Kleinhändler, der sie be zieht, muß nachhelfen, um sie an den Mann bringen zu können. Die Leute sehen natürlich, daß die unbedeutende Beschädigung den Werth der Stoffe so gut wie gar mcht beeinträchtigt und neh. men die Gelegenheit wahr, sür wenig Geld Schund zu kaufen, den sie, wäre er nicht feuerbeschädlgt, gar nicht anst, hen würden. Daß dle Verkäufer eS sehr wohl verstehen, lhre-Kunden in die. ser Ansicht zu bestärken, -leuchtet ein. Dle Leute, welche, diesem Betrüge zum Opser fallen sind natürlich meist solche, die den Schaden, den sie erleiden, am i-f.Afün. r.it.w.. . v v? empsinoiiqiien iugien uno oie oei lyren Einkäufen sich nur an Geschäfte wenden sollten, d'ren Solidität sie gegen die Gefahr sichert, far-ihr.sauer verdientes Geld we'.'thlof Zeug einzutauschen. ' Will der Schwindel an der Stelle, an welcher sich das Geschäft besindet, nicht mehr recht ziehen, so macht der betreffende Geschäftsmann eme andere- Straße oder auch eme andere Stadtzum Schauplatz seiner Thätigkeit. Leider Md eö-na mentlich die Frauen(der Arbeiter, welche aus diesen Schwindel .hineinfallen und sich glucklich schätzen, werthlofeS..Zeug, für welches sie mcht einmal Verwendung haben, eingekauft zu haben, wenn eS nur echt billiger. . Inttrs?anter Fund In der Nachbarschaft von Sandwich in T)tr vAtcxUOian ittnt an oer j nun mm w m . . . . von England befand sich bereits feitJah v v T -4. " II "W ' I I ren im Bette des Flusses Stour und zwar gerade da, wo dieser sich in das Meer ergießt, ein Hinderniß sür die Schiffahrt, welches bereits früher bei niedrigem. Wasserflande die Beschädi Mg einzelner Süiffe von ungewöhnli
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mem Ateiaanne oeiuiiami r;ai. cri ... . rw-sr. . fix. .t.Mi G"i3 üaue wa" luijug raiaiiaq toraefommen und die Hafenbehörde! I. . . a ' . . m I hatte ein genaue Untersuchung deZFlub betteS durch Taucher angeordnet. Diese hat zu einer hochinteressanten Ent deckung geführt. Halb in den Schlamm eingesunken hat man ein Schmuggel schiff gefunden, welches schon vor Jahr Hunderten dort gesunken sein muß. Die? ergiebt sich unter Anderem daraus, daß da? Eichenholz bereits im Zustande thettwelfer Versteinerung begriffen lfl. Die Bestimmung des 40 Tonnen hal tenden Fahrzeuges zum Schmuggel schiffe erglebt sich aus der Ladung und den im Schiffsräume vorhandenen,höchst sinnreich angebrachten Abtheilungen, welche geeignet sind, bei einer etwaigen Durchsuchung deS Schiffes nach Con trabande der Ausmerlsamkeit der-Zoll' Wächter zu entgehen. Die Ladung be steht aus Ballen verrotteten Tabaksund einer Anzahl weitbauchiger, sorgfältig verkorkter und versiegelter Krüge. Ei ner der lekteren wurde geöffnet und in solchem eine dunkelbraune Flüssigkeit vorgefunden, die den Geschmack starken und unangenehm scharfen Likörs hat. Die Kruge wurden einem Chemiker beHufs Feststellung deSJnbaltS übergeben, DaS Schicksals des Schiffes erzahlt eine 14pfündige, eiserne Kanonenkugel, wel che eine SchissSwand ourchvoyrt uno in dem gegenüberliegenden Holzwerke stek ken geblieben ist. Die Kugel' wurde wahrscheinlich aus einer Küstenbatterie oder von tinm Zollkreuzer abgefeuert. Man erwartet weitere Funde von archä ologischem Interesse. Doch in Fschritt. ; , Wer heutzutage einem Geschworenen, vrocee ln den Wer. Staaten beiwohnt, mit seinen endlosenFSrmlichkeilen,Kreuz. verhören, Anrufungen des Richters, Ad. vokatenzänkereien und widersprechenden .SachverstSndigen.Aussagen; wer da sieht, wie viele Verbrecher der Strafe entgehen und wie schwer es andererseits einem armen Manne wird, zu fernem Rechte' zu kommen; wer. mit emem Worte, die ganze Jämmerlichkeit unse rer sogenannten Rechtspflege kennt, der glaubt sicherlich, daß es etwas Schlech. teres schon gar nicht mehr geben könne. Und dennoch ist die heutige Rechtspflege noch Gold im Vergleich zu derienlgen, die vor fünfzig Jahren geübt wurde, Auch auf diesem Gebiete sind gewaltige Fortschritte gemacht worden, wie un. glaublich auch das scheinen mag. Vor einigen Tagen hielt der aus fei nem Amte zurücktretende oberste Richter von Maine, Hr. John Appleton, aus einem ihm zu Ehren veranstaltetenGast. mahl eine Rede über diesen Gegenstand, Der würdige Greis blickt auf eine lange und ehrenvolle Laufbahn zurück. Er wurde im Jahre 1826 zur Advokaten Praxis zugelassen, als es noch keine Ei sendahnen, Telegraphen und Dampsma schiyen gab und die Nation sich vorwie. gend mit Landwirthfchaft beschäftigte, Damals, erzählte er, bestand die Haupt: aufgäbe der Advokaten m dem Versuche, Schulden 'be,zutriben, die überhaupt 9 nicht beizutreiben waren. Hunderte von Processen wurden gegen Milizfol. baten angestrengt, die sich mcht gestellt hatten. Es kamen sunsmal mehr Fülle vor Geruht, als heutzutage, obwohl doch damals die Bevölkerung sehr klein war, und die geringste Streitig, wurde bis vor'S Obergencht gebracht. DaS ws ren d,e goldenen Zeiten für zunge .RechtSgelehrte". Der Beredtsamkeit derAdvokaten wa' ren keine Schranken gezogen. Sie konn. ten reden, fo lange sie wollten und brauchten sich weder Unterbrechungen noch Ordnungsrufe gefallen zu lassen. Unter keinen Umständen durften sie, wie letzt zuweilen, aus eine Stunde Redezeit beschränkt werden. Doch die nothwen' digste Reform war die Aenderung der Gesetze über das vor Gericht abzuleaende Zeugniß. Mögen die Gesetze noch, so gutsein. wenn die Regeln über die Zeugenschast die Beibringung der Be weise' geradezu ausschließen, so bleiben die Statuten unausgeführt, die Strafen' unvollstreckbar. Besagte Regeln nun waren vor fünfzig Jahren derart, daß die gewitztesten Verbrecher nach sorgsäl tigster Berathung einen besseren Schutz nicht hätten ausfindig machen können. . Man darf dreist behaupten, daß ei.' gentlich Niemand Zeugniß ablegen durf.. te, der von dem Falle irgend etwas wuß. te. Ausgeschlossen vom Zeugenstande waren: Die Parteien zum Processe selbst; der Contractmacher und derCon. tractbrecher, der eine, weil er betheiligt war, der andere, weil er wußte, warum der Contract gemacht, wie er ausgeführt und wesbalb er ebrocken wurde: der Uebelthäter und der Geschädigte; irgend! Jemand, der ein Geldinteresse in dem! Falle hatte, denn daS Gemeine Recht! legt mehr Gewicht auf das Geldintereffe, w - . - . . w als auf verwandtschaftliche oder freund schaftliche Beziehungen ; der Gatte oder hie Gattin jeder von beiden Parteien öder deren Anwalt ; Jedermann, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr Kenntniß von dem Falle hätte, erlangen können ; der überführte Verbrecher, wenn er nicht begnadigt war oder sich als Staatszeuge anbot und somit außer einem Verbrecher auch noch ein Verrüther war; alle die. jenlgen, die nicht an die anerkannte Theologie glaubten, und schließlich der Beklagte im Criminalprocesse, der ' zwar bis zurUeberführung für unschuldig galt, ain seine Unschuld nicht bezeugen durfte, DaS Gesetz ginS augenscheinlich von der Ansicht aus, daß die Menschen sammt und sonders Lügner und die Richter oder Geschworenen Esel, sind, die sich hinsichtlich der Glaubwürdigkeit eines Zeugen nicht daö geringste Urtheil bil IW 17 L. ocn luniuu. Als diese lächerlichen und verderblichen Regeln, die bereits 1820 von dem be rühmten englischen Juristen Brougham angegriffen wurden, -in England 1842 wenigstens theilweise beseitigt wurden. blickten, wie Herr Appleton sagt, Rich ter uZd Advokaten in diesem, Lande er
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- ... -. t . v . .. Tj . rr jt i . qtoaen uno mi ooacrocuücicai vejiwic -t ?. m.cits s:.r N?. auf oic :piuuuum wi" b. Ein Brief, den Appleton an den nach- .. 'm 1 .. fr 1 maliaen Bundes - Senator Charles r V ! . i je umner icyrieo, uno in rocicqtni er auSsührte, daß die Rechtsgleichheit auch die Zulassung von Sklaven als Zeugen . . i i i 1 1 bedinge, wuroe in Amerika gar niaji abgedruckt, obwohl ihn in England die hervorragendste juristische Zeitschrift ver öffentlichte. Doch nicht allein die prac II . w . w n ticirenoen ecyisgeieyrien iirauvien ncy gegen die Aenderung. Ein Artikel Appleton's, ln oem euselnanoer.letzt war, daß jede zurechnungsfähige Person sollte Zeugniß ablegen dürfen, wurde von dem Redacteur der North Ameri can Review", einem gelehrten Professor der damals bedeutendsten Universität des Lande?, als gefährlich und aufrei zend zurückgeschickt. Besagter Professor fügte der Ablehnung noch hinzu, daß er lieber einen Bullen in einem Glswaaren'Laden loslassen, a3 solche Ketzereien verbreiten würde. Endlich fand sich ein Redacteur, der weniger furchtsam war und den Artikel zum Abdruck brachte. Letztere stieß allerdings vielfach auf Widerspruch, beeinflußte aber später die mit der Zusammenstellung der New tyox ker Staatsgesehe betrauten Juristen. So thöricht früher die Gesetze über die Zeugenschast waren, so unvcrnünslig sind . . m . ri ? ..- v . nocy gerne oic oeiummungrn uver oic Auswahl der Geschworenen. Sollen dieselben dem Buchstaben nach befolgt werden, so können nur ganz unwissende und dumme, oder aber ganz gewissen ose Menschen auf die Geschworenendank kommen. Die von Applelon erwähnte ' , w . .. Reform ist sicherlich groß, zumal wenn man bedenkt, wie tief der Uebelstand wurzelte und wie lange er bestanden batte. iedoch wird es noch sehr vttlc: Schritte bedürfen, ehe man jage kann. daß wir uns .auf der Bahn gesunder Rechtsanschauunaen bcnnden. Die Sisux und die Crowö. Der dem nächsten Congresse zu unter breitende Bericht der Senatoren DaweS. Logan und Cameron über die viel be syrochene Jndianer-Reservation in Da kota vird als Beilagen die Abschriften verienigen Zeugenaussagen und sonm gen Urkunden enthalten, welche daS Co mite während seines Aufenthaltes unter den Sioux und den Krähen Indianern gesammelt hat. Auf diese Urkunden. welche 500 Druckseiten sü?en werden, stützt sich der Bericht des Comites. Nach Allem, was jetzt darüber verlautet, wird man einen gründlicheren Einblick in die einschlagenden Verhältnisse erhalten, als aus allen früheren Verhandlungen, na mentlich auch denjenigen, die vor einem Jahre zwischen der aus dem Ex Gou verneur Edmunds von Dakota, dem Ex Oberrichter Sherman daselbst und Srn iJameS H. Teller bestehenden Commis' .sion und einzelnen Indianerhäuptlingen 'gepflogen worden sind. Letztere Comnttjflon hatte bekanntlich em Abkommen Mit ewigen Häuptlingen der Slour und CrowS abgeschlossen u. dieses ist bereits von dem Repräsentantenhaus geneh Migt worden. DaS Senatscomite wird dieses Abkommen einer sehr herben Kri ttk unterziehen und dem Senate angele gentlichst empfehlen, dasselbe unter allen Umständen n i ch t zu genehmigen. In emem ganz eigenthümlichen Lichte er schemt allerdings das Verfahren der yerren Comunos, -Sherman und I. y. Teller, wenn man folgende Thatsachen ui3 Auge saßt: Die Mitglieder des SenatScomiteS haben in Betreff mehrerer Punkte der Jndlanerfrage sehr von einander abwel chende Anstchten, in der Verurthei lung jenes Abkommens aber stim men dieselben vollständig überein. Dasselbe regelt bekanntlich die Ab tretung eines Theils der sog. Siour Reservation an die Ver. Staaten, damit der abgetretene Theil der allgemeinen Ansiedelung zugänglich gemacht werden kann. -Für diese Abtretung von 11 Millionen Ackern besten Landes erhalten die Indianer 25,000 Kühe und 1,000 Stiere; schlage man die Kosten sür An fchaffung dieser Thiere durch den Bund so hoch als irgend möglich an,so beträgt da? Aequivalent, welches die Indianer für den Acker Land erhalten, höchstens 9 Cents. Fast alle Agenten auf der Re servation und die Indianer ohne Aus nähme - sprachen sich gegen den Vertrag aus und die Yäuvtlinge. welche denAer trag unterzeichnet haben, betheuern, daß t durch Drohungen und falsche Dar pellungen- förmlich zur Unterzeichnung gezwungen worden, sind. Diese Aer sicherungen werden durch zahlreicheZeug nine bestätigt. Es wurde den HSupt lingen bei jeder Gelegenheit gesagt, die Commi non sei Mit der Machtvoukom menheit ausgerüstet, den Indianern ihr Land mit Gewalt und ohne Entschädi gung wegzunehmen, sie zu zwingen, daS Land zu verlassen und könnte ieden Au gendlick die gesammteArmee herbeirufen. eine derartige Maßregel durchzuführen.' . rwf w wer gropie z.ym ver Agenten yarre Angst vor einer gründlichen Unters .chung der Verhältnisse durcZ.die Com misfion und erging sich, um ihr den Ab schluß eines .glänzenden Vertrags zu V yf m ' ermöglichen uno yierourq ryre Vuni.r zu gewinnen, den Indianern gegenüber in den läckerliösien Uebertreibunnkn der der Commission von der BundeSregie ,rung ertheilten Vollmachten. Aus der Vine Mdae Agentur sagten mehrere einflußretcZr Häuptlinge aus : .Uns ist gejagt worden, daß man unsere Häuser ervrennen unvunsere Felder verwüsten flürde, wenn wir den Vertrag. nicht un terzeichneten." .Könnt Ihr daS be weisen?". fragte Herr DaweS. der Vorsitzende des SenatScomiteS, und 7 .Ja, lautete die Antwort, hier. ist ein Brief von' Parkhurst, ' der damals Agent war, les't ihn selber In dem Briefe steht mit dürren, klaren Worten. dak die Häuser der Indianer verbrannt,' 'alle ihr Habe zerstört werden würden,wenn sie mcht auf den von der Commls sion gewünschten Vertrag eingingen. Wleser Vries und viele ähnliche Urrun den. werden ebenfalls Beilagen zu dem Berichte des Comites bilden, und den
Herren DaweS, Logan und Cameron gebührt das unbestrittene Verdienst, ent hüllt und bewiesen zu haben, daß die Herren Edmunds, Shannon und James H. Teller (Bruder des SecretörS deS Innern,) in ihren Verhandlungen mit den Indianern die Ehre und Würde der
amerikanischen Nation ebenso mit Füßen getreten haben, wie dies den Indianern gegenüber bisher Negel gewesen ist. Das Comite wird hervorheben, dcfc drei Viertel aller in Frage kommenden erwachsenen Indianer den Vertrag nicht unterzeichnet haben, daß die Unterschrift ten der Häuptlinge fast sämmtlich durch Betrug und Bedrohung erlangt worden sind, daß die Indianer, nachdem ihnex reiner Wein eingeschenkt worden, ein stimmig , gegen die Durchführung deS Vertrags sind, und daß es daher die unzweideutige Pflicht deS Senats sei. emem Abkommen seine Genehmigung zu versagen, dessen Billigung von einem Theile der Indianer aus die unwürdigste V .f i!Jt. , !ft 2i5eie ericgnajen looroen Entspricht der Senat dieser Emvfehlung seines Comites, so wird das letztere weiter befürworten daß zwei Unter comiteS beauftragt werden, im nächsten Jahre eine billige Vereinbarung mit den Siou? und CrowS über Abtretung eines Theils ihrer Reservation herbeizusühren. Diese Reservation ist mehr als doppelt so groß alS der tzstaat Massachusetts, einen Theil derselben der Ansiedelung zu öffnen, ist vünschenswerth, daS Land aber um und für 9 CentS-pro Acker der Mündeln der NaNon abzuschwindeln. wäre esne Schande.-. i Bevorstehende Erdbeben. Herr Bertrand in Paris, der lebenS' längliche Secretär der Französischen Academie der Wissenschaften erinnert daran, daß der französische Astronom M. Delauney in einem der Akademie 1831 unterbreiteten Berichte vorherge sagt hat, dab am 2. August 1883 ein verheerendes Erdbeben auf Java statt finden werde. Wie leZte Katastrophe fand dort bekanntlich am 28. Juli d. I. statt. Das Eintreffen der VorauLfa gung mit einer Abweichung. von nicht ganz 60 Stunden ist ein Zufall, aber jedenfalls ein interessanter. Derselbe Gelehrte sagt sür 1886 ein Erdbeben l.AC OIaU A teAfAt.9 AAAAM MTJ9 Va( uu ouuu wumua, wuujc uus heurige nur ein Vorspiel gewesen sein soll. Würde Delaunay seme Prophe zeiungen auf eine wirklich Wissenschaftllche Grundlage bastren, so müßte die ganze Welt den unglücklichen Javanen zurufen: Tresst Vorbereitungen, Eure Heimalh zu verlassen, ehe es zu spät ist Delaunay leitete und leitet aber seine Prophezeiungen von den Stellungen der Erde zum Jupiter ab, und dak dleSterne die Vorgänge auf unserem Sterne nicht beeinflussen, wird seit Jahren von der Wissenschaft mit Bestimmtheit behauptet. Rudolf Falb hat laut einer Depesche aus Neapel für die zweite Hälfte de Oktober ein erneuertes Erdbeben auf Jöchia in Auösich! gestellt. Falb ist be kanntlich der Begründer einer neuen Erdbeben'Theorle, die in der Hauptsache dahin gebt, daö die flüssige Lava im Innern der Erde denselben Gesetzen de, Anziehung durch Mond und Sonne un. terworfen ist, wie die Oceare auf bei Oberfläche. Vom Inlanve. Ein Geschäftsmann inSakramento hät soeben ein altes Dampf boot ln eine schwimmende SchnittP!a terial und Eisenmaarenhandlung um gewandelt, und will die Anwohner des Strome mit den Waaren verborgen. deren sie bedürfen und gleichzeitig deren Producte eintauschen. Dieser Tage langten in St. Paul von der Jndiancraentur z Standing Rock drechia Jndianerknaben und Jünglinge im Alter von 10 bis 20 Jahren an. Sie standen unter Obhui des Pater Stillem von der katholischen Missionsschule und emeö lungen Jndla nerS Namens Nelson, der als Dolmct scher fungirte. Man geleitete sie m dle KathedralSchule, wo em Frühstück be reitet war. über welches die jungen Ta pferen mit der ganzen Bravour ihres Stammes verfügten. Das ist die zweite Sendung iunger Indianer, welche in jüngster Zeit der AuöbildungSanstalt übergeben wurden; die erste bestand aus 11 Knaben von der DevilS Lake Agen tur. Die jungen Leute bleiben drei Jahre in der Anstalt, wo sie aus Kosten der Regierung, die 5167 jährlich sür je den der Jünglingebezahlt, erhalten wer den. Die am Sonnabend angelangte Gesellschaft waren fast sämmtlich Sioux, und nur etliche Bastarde, UnkpapaS und Blackfeet waren dabei. Zu den Nota biliiäten gehören Wallybe, ein S.ohn Sitting Bull'ö, auf .civilisirt.christ lich .LouiS genannt, und em tzsohn des berühmten HäuplingS Blackhawk. .LouiS-. oder j,Sitting Bull" junior ist em muskulös gebauter Bursche von 20 Sommern, von ganz intelligentem AuS sehen und lebhalt in . seinen Bewegun rr - . ? (TS-If gen. r roar IN emem oraunrn Zv Uch'Anzug gekleidet, trug.Mocassia' an den Füden und auf dem Kopse einen ic - r rt c C-V-0)iavpqui mir eriiqen Avierieoern. Frau Thomas Er 0 ch, d i e Gattin des Pulvermühlen - Besitzers in PottSville, Pa., war kürzlich in ihrer Wohnung amKochheerde beschäftigt, als ihre Kleider plötzlich in Brand geriethen. Die BeklägenSwerthi) war so entsetzlich verbrannt, daß an eine Rettung nicht zu denken war, aber eine wohlthätige Ohn macht hals ,hr über die mit ihrem Zustande verbundenen Schmerzen hinweg. AIS sie erwachte, galt 'ihr'erster Gedanke ihrer Tochter, deren Hochzeit aus den 25. dS. MtS ftstgefetzt .ar. Sie bestand darauf, daß ein Geistlicher ersucht. würde, die Trauung , sofort, an ihrem SamerzenSlaaer vorzunehmen : dies efchah und die sorgsame Mutter hatte kaum den -Neuvermählten ihren Segen ertheilt, als der Tod sie von ihren Leiden erlöste, - ' - - ' - ' DaS Obergerich tde öS ta a teö Californien hat soeben da? Todes urtheil gegen den berüchtigten Gewobn ZheitSspieler George A. Meelerletztln
stanzlich bestätigt." Der Mörder hatte
am 19. Okt. 1880 seine Schwägerin Julia Tielson, eine Schwester seiner Frau, mit der er ein mormonisches Ver HSltnik unterhielt, in der kaltblütiasten Weise erwürgt und war am 20. Febr. 1881 zum Tode verurtheilt. Dieses rf r 1 - . - rrennrnis wuroe am 13. Sept. 1832 in zweiter Instanz und dieser Tage end- . n V 1 1 m r- m - . m . gllllg euallgr. Wer Vlusentbalt in vem etüngm e ,n dem Verbrecher blöher gut bekommen, als er dasselbe betrat, wog er 140 Pfund, jetzt wiegt - er 220 Pfund. - ? In North Juan, Cal.. wurde neulich, wie. wir bereits berichteten, ein Chinese gestraft, well er die Füße seines TöchtcrchenS in der in China üblichen Weise zuerkrüppeln suchte, wie dies in vhlna für schön gilt. In aanzCalifornien schreien jetzt die ZopftrSger, Amerika sei mchtS weniger als ein freies Land, eS fei ein unerträglicher Eingriff in die per fönliche Freiheit, den Eltern zu verwehren, die Füße ihrer Töchter so zu gestal ten, wie sie dies nun einmal sür schön halten. DaS ist auch eine schöne Auffassung der persönlichen Freiheit, welche vergißt, daß daS amerikanische Gesetz auch die Kinder gegen grausame Be Handlung schützt. Mit demselben Rechte könnte man daS Verfahren der Englän der, welche gegen die Wittwenvefdrennungen in Indien einschreiten, oder daS Verfahren amerikanischer Gesellschaften, welche nicht culden, daß verwahrloste ältern rhre Töchter in ProstitutionS Häuser verlausen, Eingriffe in die perfönliche Freiheit nennen. Der chinesische R eftaura. teur Sam Lee in New Vork wird der chinesische - Delmonico .der Metropole genannt. Sein Speisehaus wird auch von anderen Menschenkindern als denen aus dem Reiche der Mitte vielfach besucht. Den Ersteren werden neben den Eßstäbchen TheelöNel verabreicht. Ein vollständiges Mittagsmahl kostet 60 Cts. Ein sehr beliebtes Menue ist: Erster Gang Reis, der so gekocht ist, daß jedes Korn feine Facon behält, und eine Sauce aus Curry, jenem ostmdlschen Gewürzpulver,' das aus den Blättern verschiedener Pflanzen bereitet wird; zweiter Gang gebratene Ente, in dünne Scheiben zerschnitten und mit Senfsauce und eingemachtem Ingwer servirt; dritter Gang sechs verschiedene Sorten sehr schmackhafter Gelees und. ein zarter, ätherischer Pudding, der mit Nüßkernen gesüZt ist. Den Schluß bildet eine kleine Tasse aromatischen TheeZ ohne Zucker und Milch und eine dustende Cigärette. Ein Farmer in Louisiana lzat ein zweijähriges, im Uebrigen völlig normal gestaltetes Pferd, auS dessen Stirn, zwei Zoll über den Augen, zwei 15 Zoll lange- Hörner hervorgewachsen sind,' die mit den Hörnern einer in den Felsengebirgen lebenden Antilopenart große Aehnlichleit haben. Obgleich wir dieReise von Liverpool nach Bosten auf demDampfer Britannia in der. unglaublich kurzen Zeit von 17 Tagen zurückgelegt haben, werden wir die Rückfahrt doch auf ei nem Segelschiffe machen. DaS Dampf schiff birgt der Gefahren zu viele und groke." So ungefähr schrieb Charles Dickens im Mai 1842 von New York an seinen Freund John Forster in London. Aus dem von den Schiffsbauern John Elder & Co. in der Nähe von Liverpool für die Guion Compagnie gebauten und kürzlich vollendeten Dampfer JOregon" war zur Feier der Vollendung ein Fest essen veranstaltet worden, und im Ver laufe desselben erklärte der technische Director des. genannten Geschäfts: die von , ihm. vertretene Firma halte ihre Ausgabe nicht sür gelöst, wenn de?O gon" auch nur eine Stunde länger brauchen würde, den Ocean zu kreuzen, als süns Tage." Die Ausstellung in Boston widerlegt die Annahme, daß Frauen wenig Talent sür neue Efirdunzen be sitzen. Folgende neue Apparate und Geräihe rühren von weiblichen AuSstel lern her : Ein Tisch, der in eine Bettstelle verwandelt werden kann, drei zwei sitzige Clavierstühle,' ein Zaum neuer Construction, ein verbesserter Kamin, ein Lebensretter, eine Ventilations-Vorrich tung, eine sprechende und einem Kinde sprechend ähnliche Puppe, Apparat zum schnellen und gründlichen Rciniaen der Teppiche, Mittel gegen Nieren.Etkcan kung, Vorrichtung zur Regulirung des Feuers in Heiz und Kochöfen, Album für ' Photographien, Apparat zum gleichmäßigen Einfetten' der Backpfan nen, diebessicheres Schlotz, Vorrichtung, Cisternen vor hineingewehtenBlättern jui schützen. .- . - Vom Auslande. Ueber die Judenhetze tt NowomoSkowLk lauten folgende Ein zelheiten : Vor ewigen Tagen war eim der Kirchen zu NowomoökowSk in frech Weife beraubt worden. Allerlei Kir chengeräthdie Einfassung eines Heilt genbildes u. dgl. war gestohlen, ohnl daß es bis jetzt gelungen wäre, den Die hen auf.die Spur zu kommen. Da mar nichts Besseres wute, so . begann mar die Juden dieses Kirchenraubes zu ver dächtigen.' Gestern Morgen (15.Sept.J brachte ein Mädchen ein Stück - Gold, fransen zum Verkauf aus den Markt. Einer der Vorübergehenden warf du Worte hin : Da? ist von einem gestob lenen Priestergewande!" . Gleich vurdl das Mädchen . von einem Haufen Ein wohner umringt; dazu gesellten (14 Bauern der Umgegend die zu Markt gekommen waren. 'Aus Befragen sagte daS Mädchen aus, daß eS bei eine jüdischen Goldarbeiter diene. Sofor, wandte sich der Volkshausen der Woh nung . dieses . Meisters, zu und , begann. dort eine. Haussuchung vorzunehmen. Ma fand die Krone zu emer Gesetze? rolle (Thora), die dem Meister von de .Synagoge , zur: Reparatur Übergeber, war.". Einer auS dem Haufen hielt diefl Krone hoch empor und fchrle : .Auch da ist auS unserer Kirche r DaS genügte DaS Unheil begann. Gewaltthat unX Verwüstung nahmen ihren aus früheren ähnlichen Vorgängen bekanntenVerlauf,
In der ganzen Siadt blieben nur dru Judenhäuscr und die Synagoge ver schont. Gegen 200 Familien sind den. Elend preisgegeben. Die leider ver spätet eintreffenden Kosaken machten vor ihren Kardätschen (Peitschen) Gebrauch und binnen einer Stunde war der Räu berei Einhalt gethan. Gegen 30 Per. sonen wurden verhaftet. Vier bik sün! der Uebelthäter büßten mit ihrem Leben. Einer derselben lag noch heute Morger entseelt in einem Keller, wo er sich über, voll getrunken hatte und von der Meng, erdrückt worden war; einAndereran' im Flusse Samara. Ueber die Beziehungen des Prinzen von Wales zur schöne? Amerikanerin Miß Chamberlayne schreibt ein gut unterrichteter Correspondent im O v.u. IQf.nii - mn r
xonooncc ociciuis-Vlaii : mwij Chamberlayne steht noch immer in -der Gunst deS Prinzen und auch, so wird positiv versichert, in sehr freundschsstll chen Beziehungen zu der Prinzessin. Be kannte der Familie sagen, daß entweder der Vater oder die Mutter oder Beide im Zimmer sind, so oft der Prinz vor spricht. Er steht aus dembesten Fuj mit ihnen und scheint die ganze Familie zu lieben. Er bewundert Miß Cham' berlayne über Alles und sagt ihren An gehörigen, sie hätte alg Herzogin zur Welt kommen sollen daß ihre Ma ,nieren, ihr Auftreten sür die höchste Dame passen. AlS man im letzten Winter 'behauptete, er sei nach Cannes gegangen, um Mr. Gladstone zu shen, wardaS.bloS eine Finte: er ging, um Miß Chamberlayne zu sehen. So oft er in derselben Stadt ist, wo sie sich auf' hält, dinirl er mit ihr. Wenn er in'S Zimmer.'lritt, erheben sich Vater,Mutter und Tochter und machen eine tiefe Ver beugung. Dannlwirst man die Cere monie in den Winkel und er ist wie ein gewöhnlicherMensch. . Der Prinz soll einer der einnehmendsten Männer Eu ropaS .sein und seine Aufmerksamkeit sür eine junge Dame, sei sie noch so s:h, republikanisch und amerikanischmuß ihr den Kops verdrehen. Man sagt, sie sehe in ihm nichts weite? als einen Freund, und daS mag währ sein. Auch bei an deren Gliedern ? der königlichen Familie scheint sie beliebt'zu sein : sie hat kürzlich dem Herzog und der Herzogin von A! bany einen langen Besuch abgestattet. Die ChamberlayneS sind ermögliche Leute auS Cleveland, und die Ausmerk samkeit eines Prinzen schmeichelt ihnen augenscheinlich. Vater und Mutter sprechen von dem Prinzen ganz enthu siastisch und sagen, er sei der einfachst und liebenswürdigste Mann, den sie zi angetroffen. Ueber die französischen Manöver erhält die Londoner Times einen langen Bericht, dessen Vcrsasser er zählt, daß die deutschen Ossiziere mit sehr feindlichen Augen angesehen worden seien, und zwar sowohl von Civilisten wie von Soldaten, Jedermann habe bit ter von ihnen gesprochen und ihre Ge genwart habe das größte Mißbehagen verursacht. Dann berichtet der Verfas. ser wörtlich : Ich habe sagen hören, aber ich glaube die Geschichte nicht daß die Personen, bei denen sie einquar tirt waren, sie aufzunehmen sich weiger ten. Nachstehendes dagegen halte ich für völlig wahrheitsgemäß. Einer dei preußischen Ossiziere fragte einen So! däten, was er in seinem Sack lütte. Der Soldat gab keine Antwort, und dei Frager ritt weislich mit einem Lichelv d von. Ein Anderer fragte Abends biim Schluß der Uebungen einen Sol daten, wie weit er heute marfchirt sei. Der Soldat nannte die entsprechend, Zahl von Stunden. .Da müssen Stt wohl sehr müde sein"', sagte der preußi sche OZsizier. Nein", war die energi sche Erwiderung, .und ich würde gern, noch einmal so weit marfchiren, wenn tl an die Wiedergewinnung von Elsaß un Lothringen ginge." Der Vreße hiel! es nicht für gerathen, die Unterhaltung 'fortzusetzen." ES ist sehr glaublich, daj diese Angaben wahr sind. Die Erbitte rung gegen die Deutschen ist seit Mo naten im Volke systematisch genährt worden und nachgerade so tief m all Schichten gedrungen, daß alle Rücksich ten der Höflichkeit außer Acht gelasse werden. . UeberditSchadenersStze. welche aus Anlaß deS Bombardementi von Alexandrien von den Ausländer erheben und von der Ersatzcommifsio? zugestanden-worden, gehen der .Pall Mall Gazette" Mittheilungen zu, die als deutlicher' Beweis der Nothwendig seit einer europäischen Controle ir Egypten betrachtet werden müssen. ' Die verlangten . Schadenersätze mußten zumeist aus die Hälfte herabgemindert werden. So wurden in einem 'Fall, für geforderte 23.000 Lstrl. nur 11.500 Lstrl. zuerkannt. Ein besorgZer Ehe gatte verlanp.te 6 Lstrl. für den verloren gegangenen falschen Zopf seiner besseren Halste ; ein sentimentaler Levantiner er klärtet daß ihn nur die Zahlung'von 480 Lstrl. sür den Verlust einer Haar locke .seiner ..verstorbenen Großmutter' trösten könne. Die Unmöglichfeit : der. Feststellung deö Werthes zerstörterWaa renlager, Einrichtungsstücke ?c. bot Ver anlassung zu ausgesprochen betrügeri schen Forderungen. DaS französtschi GeneralkonsulatSgebäude mar keine 14, 000 Lstrl. werth ; der französische Dele girte verstand eS jedoch, einen Erfaj, von 28.000 Lstrl. zu erlangen. Um sei nen Ersahanspruch zu rechtfertigen, rech, nete er zum Bauwcrthe alle Reparaturen hinzu, 'die seit der Zeit Mehemet Ali's aus daS Gebäude verwendet worden wa ren ! , Der britische Delegirte nahm na türlich au? die französische Empfindlich, keit gebührende Rücksicht und fo erhielt die sranzösifche Regierung, was sie ver' langte. . ' . Passau, 26. Sept. In. Kaspar, bach wurde der verheiratete Ziemer mann Bauer, der mit der AuLbeerung eines Brunnens beschäftigt war. ver' schüttet; die Leiche konnte erst nach vier' Tagen herausgebracht werden. Mucho'S Cigarrenladen befindet ssck ' in No. 209 Ost Washington Straße.
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-GLfcr.tt läccxr 11:23
