Indiana Tribüne, Volume 7, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1883 — Page 4

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Indianapolis, Ind., 10. Oktober 1833.

LoLsles.

DieStaötwahl. Ob es etwas nützt oder nicht, über den Aussall einerWahl zu philosophiren, wis sen wir nicht, aber eZ ist einmal Gebrauch und so woll wir ebenfalls einige Worte sagen und die Schlüsse aus den Zahlen ziehen, welche nach unserer Ansicht sich daraus ziehen lassen. ' Jedenfalls ist das Ergebnib ein reinerer Ausdruck des Volkswillens, als ds früherer Wahlen, dlnn der sonst von der Polizei geübte Einfluß fehlte. In dieser Hinsicht erwies sich die Metropolitan Polizei als ein ganz vortreffliches Institut, dessen Aufrechterhaltung und Aus dehnung aus andere Städte sehr wün schenswerth erscheint. Zu tadeln ist bei der ganzen Wahl Nie mand, als Herr Schmuck und der Tele graph." Durch die Unmännlichkeit des Herrn Schmuck, dadurch, daß er sich dem Diktate des Telegraph unterwarf, und vielleicht gegen seine bessere Ueberzeugung sich nicht als offener, muthiger Mann zeigte, der ohne Rücksicht .auf Vortheil oder Nachtheil Farbe bekennt, wandte sich ein Theil des liberalen Votums von ihm ab den er sonst wahrscheinlich bekam men hätte, und mit dessen Hilfe er auch sicher gewählt worden wäre. Hätte Herr Schmuck den Muth gehabt, ein Mann zu sein, wäre er heute der erwählte Mayor von Indianapolis, hätte der Telegraph- ihm erlaubt, ein Mann zu sein, dann hätte er keine Niederlage zu bedauern. Daß es gerade der Deutsche ist, welcher Zweideutigkeit haßt, beweist der Umstand, daß Herr Schmuck in den südlichen WardS am Meisten verlor. Niemand beklagt mehr, als wir, daß ein Deutscher sich im rechten Augenblicke nicht als Mann zeigte und den Deutschen Ehre gemacht hat. Für unS wäre es eine größere Befried!gung gewesen, wenn Herr Schmuck einen festeren Charakter und weniger Parteiunterthänigkeit, wenn er sich als würd! gen Vertreter des Liberalismus gezeigt hätte und als solcher gewählt worden wäre. Hätte Herr Schmuck gehandelt, wie wir e3 erwarteten, wäre er ganz sicher gewählt worden. Daß die Monopolscage eine große Nolle spielte, zeigt sich daran, daß Dowling in der 16. Ward, welche demokrati sche Mehrheiten von 250-280 abgiebt, eine Majorität von nur 25 Stimmen be kam, und hätten die Johnsons nicht einen so gewaltigen Einfluß ausgeübt, wäre die Niederlage noch größer geworden. Und zu verwundern ist das nicht. Wer, wie Schreiber die?, es mit angesehen hat, wie der Straßenbahnbesider Johnson bei jeder Stadtrathssitzung anwesend war und seine Creaturen, Demokraten und Republikaner beobachtete und bearbeitete, wie Dowling vertraulich mit ihm im Corridor herumspazierte, der mußte mit Ab scheu und Ekel von diesem Treiben erfüllt werden. Daß in dem nächsten Board of Coun cilmen keine Partei eine große Mehrheit hat, ist erfreulich. Die Demokraten haben 12, die Republikaner haben 12 Stimmen und wer nun die 4. Ward bei der Nachwahl gewinnt, der hat 1 Stimme Majorität. Das ist ganz gut so, und unS macht es keinen Unterschied, welche Partei gewinnt, ja vielleicht wäre es ganz gut, da das Monopl so wie so geschlagen ist, wenn die Demokraten durch

einen Sieg in der 4. Ward eine kleine Mehrheit im Stadtrathe und dadurch eine Chance bekämen, sich Freunde zu machen. Der gestrige Sieg ist kein republikani scher Sieg. Er ist ein Sieg der Libera sen, derjenigen Deutschen, welche ohne Rücksicht auf Personen und Parteien nach jeder Richtung hin liberal sind. Das Wahl-Ncsultat. Mayor.

Wsrd und Precinkt.

I.Ward, 1. m 1. 2. 2. ,

3. 3. 4. 4. b. 5. 6. 6. 7. 7. 7. 8. 8. 9. 9. lv. ll. II. 11. 11. 12. 12. 13. 13. 14. 14. 15. 15. 16.

16.

l. 17. 17. 18. 18. y. 19. 19. 0.

20.

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21. 22. 22. 28. 23. 24. 24.

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280 335

240

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127 172 180 216 257 244

163

171

92 102 147 143 180 154

156 137 152 Hl 179 202

219

235 126

301

88

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5 159 95

117 12 77 94 4 209 224 218 203 140 136 116 1 137 100 .76 74 83

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183858W ... 1370

Die Stadtbeamten.

McMaster 8,656

Schmuck.. 8.886

McMaster's Majorität 270

Breuniug 8,92? Deerh 8,210

Breuning's Majorität 812

SaulceY ... ; M93

TYler 8,364

Saulch'ö Majorität. 829

Pattison 8,532

Geiger 8,509

Pattison's Majorität 25 Alderman.

1. Distrikt : Prior (R) 2173, Endy 2192, Koller (D) 1243, Bruntr (D) 1277. Prior und Endy gewählt. 2. Distrikt: Pritchard 1745, Cox 1779. Bunte 1694. Crosby 1G36. Peitchard und Cox gewählt. 3. Distrikt : Rorison 186, Codb 1865. Featherstone 1226, Clark 1219. Rorison und Cobb gewählt. - 4. Distrikt: Talentire 1657. Tucker 1344, King 1824, Reasener 1554. Talen. tire und King gewählt. ö. Distrikt : Pugh 1212, .Egger 1199, Bernhamer 2501, McHugh 2547. Bern hamer und McHugh gewählt. Dernächste Stadtrath. Der nächste Stadtrath wird wie folgt zusammengesetzt sein : A l d e r m e n. Demokraten: King, Bernhamer und McHugh. Republikaner : Endley. Prior, Pritch. ard, Cox, Rorison, Cobb und Tallentire. C o u n c i l m e n. Demokraten: Edenharttr, Haugh, Sheppard, Doyle, Dowling. Moran, Coy, Reinecke, Wolf, Mack, Curry und Downey. Republikaner: Reynold, Spahr, Wharton, Rewcomb, Pearson, McClel land, Th'alman, Reeö, Ccwie, Benja min, Gallahue und TruSler. In der 4. Ward muk noch eine Nach, wähl stattfinden. Co unci lmen.

1. Ward 1. Pr. : Smith 88, Reynold 134; 2. Pr.: Smith 85, Reynold 158;

3.Pr. : Smith 103, Reynold 93. Rey nold's (R.) Majorität 109.

2. Ward Spahr (R.) 272 im 1. und

325 im 2. Pr. Keine Opposition.

3. Ward 1. Pr.5 McCormick 123,

Wharton 132, Mason 47; 2. Pr. : Mc

Cormick 106. Wharton 161. Mason 89 Wharton'ö (R.) Majorität 64.

4. Ward 1. Pr. : Lather 133.

Smither 120; 2. Pr.: Lather 152.

Smither 165.- Beide Candidaten erhiel ten je 285 Stimmen. Keine Wahl.

6. Ward -7- Pearson (R.) erhielt im 1. Pr. 183 und im 2. Pr. 228 Stimmen.

Total 416; keine Opposition.

6. Ward 1. Pr. : Newcomb 247,

JoneS 63 ; 2. Pr. : Newcomb 245, JoneS

73. Newcomb'S (R.) Majorität 356.

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7. Ward 1. Pr. : McClelland 160,

Walter 86; 2. Pr.: McClelland 162, Walker 107; 3.Pr.: McClelland 100,

Walker 132. McClelland'Z (R.) Mehr. heit97.

8. Ward 1. Pr.: Edenharter 208,

RuckelöhauS 77; 2. Pr.: Edenharter

216, RuSelShauS 133. Edenharter'S

(D.) Mehrheit 214.

9. Ward 1. Pr.: Downey 180,

Reichwein 146; 2. Pr. : Downey 186,

Reichwein 207. Downey'S Mehrheit 13.

10. Ward 1. Pr. : Haugh 186,

French 112; 2. Pr. : Haugh 110, French 126. Haugh'S (D.) Mehrheit 58.

11. Ward 1. Pr.: Thalman136,

Delzell72 ; 2. Pr. : Thalman 171, Del zell 62 ; 3. Pr. : Thalman 118, Delzell 52. Thalman'S (R.) Mehrheit 239.

12. Ward 1. Prec. 89 für Reed. 173 ür ReeS. 2. Pre. 141 für Reed, 211 für

ReeS. Reeö' (R.) Majorität 154.

13. Ward-1. Pre. Cowie 200, AyerS

250. 2. Prec. Cowie 214, AyerS 94.

Cowie'S (R.) Mehrheit 70.

14. Ward-1. Pre. KerrS71, Shep.

pard260. 2. Pre. KerrS 289. Shep. 143. Sheppard's (D-) Mehrheit 43.

15. Ward-1. Pre. ParsonS 105,

Doyle 203. 2. Pre. ParsonS 81, Doyle

309. Doyle'S (D.) Mehrheit 328.

16. Ward 1. Pre. McGroarty 74,

Dowling 91. 2. Pre. McGroarty 145. Dowling 119. 3. Pre. McGroarty 103, Dowling 137. Dowling'S (D.) Mehr.

heit 25.

17. Ward 1. Pre. Benjamin 175,

HiSlin 109. 2. Pre. Benjamin 106, HiSIin 150, Stroble 2. Benjamin's (R.)

Mehrheit 22.

13. Ward 1. Pre. CoZZman 110, Coy

152. 2. Pre. Cosfman 117, Coy 185. Coy'S (D.) Mehrheit 110.

19. . Ward 1. Prec. : Kline. 106, !

Moran 136; 2.Pr.: Kline 92, Moran

151; 3. Pr.: Kline 69, Woran 132.

Moran'S (D) Mehrheit 152. i . .

20. Ward-1. Prkc. : Gallahue 188,

Laut 156 ; 2. Prec. : Gallahue 209, Laut 150. Gallahue'S (R) Mehrheit 91.

21. Ward 1. Prec.: TruSler 192,

Clark 214; 2. Prec.: TruSler 209,

Clark 115. TruSler'S (R) Mehrheit 72.

22. Ward 1. Prec.: Clinton 153,

ReineSe 184; 2. Prec.: Clinton 177,

ReineSe 229. ReineSe'S (D) Mehrheit

78.

23. Watd-1. Prec. : Ward 118, Wolf

24; 2. Prec.: Ward 178, Wolf 247. Wolf'S (D) Mehrheit 191.

24. Ward 1. Prec. : Knodel 160. MaS

163; 2. Prec.: Knodel 123, Mack238.

Mack'S (D) Mehrheit 118. . .

5. Ward-1. Prec.: Herig 136, Curry

162; 2. Prec. : Herig 133, Curry 179 ; 3. Prec. : Herig 140, Curry 135. Cur.

rv'S (D) Mehrheit 62.

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Wm. Dyer, ein Farbiger, welcher an geklagt war, den Versuch gemacht zu ha. ben, in der 12. Ward zu stimmen, ohne dazu berechtigt zu sein, wurde freigespro chen. da es sich herausstellte, daß der Mann im Rechte war. Thom. Wood und I. Walter Thomp. son wurden wegen einer Keilerei bestrast. ThomaS Cray, Louis Hillmann, JameS Miller, Louella Murphy und B. D. Rice wurden wegen GetränkeverkaufS am Wahltage bestraft. BauoermttS.

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