Indiana Tribüne, Volume 7, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1883 — Page 4

.naffwuL0

rt,

mm m

IM "fibA

AV IvfiKVi? Ist daZ beste Heilmittel gegen die derschiedenen Leiden der Lunge und Kehle, wie Husten. Heiserkeit, Bräune, Erkält ung. Engbrüstigkeit. Influenza. Luströhren Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Schwindsucht und zur Erleichterung schwindsüchtiger Kranken, wenn die Krankheit schon tiefe Ein schritte gemacht hat. Preis. 25 Cents. . Geo. F. Borst, Deutsche Apotheke. Recepte verden nach Vorschrift gefertigt. Chemikalien, Arzneien, Parsümerie-Waaren, Farben, Cigarren, und alle in' Apothtkerfach einschlagende Artikel, zu den billigster; Preisen. 440 Süd Meribkan Straße. Indianapolis, Ind., 9. Oktober 1833. Lokales. CivllstandSregifler. Geburten. (lt angesät Name sind lit Ul tiUil oder er ixuuci..) 21. M. Landen, Knabe. 7. Oktober. I. H. Miller. Mädchen. 8. Oktober. John Gibson, Knabe, 8. Oktober. Thomas Cudle. Mädchen. 0. Oktober. A. ?!emhouse, Knabe, 4. Oktober, ffred. Lockman. Knabe, 5. Oktober. James Dietz. Mädchen. 4. Oktober. Stewart. Knabe. 5. Oktober. Christ. Pohler, Knabe. 7. Oktober. I. Fischer, Mädchen. 3. Oktober. veiratden. Allen 99. Robinson mit Katie Wachstetter. Mar Iobn mit Anna Qlndllna. James F. English mit Margaretb Hiöey. Charles ff. Woran mit xula E. Eaton. Wm. P. Caldttell rnit Lillie Wilson. John Dierdorf mit Katie Miller. TodeZsüll. Lena Cohen. 42 Jahre. G. Oktober. Samuel Brown. 75 Jahre, G. Oktober. Die einseitige Clique, der Telegraph" und die deutsche Feier. Der .Telegraph" von heute enthält eine Bemerkung oe3 Redakteurs des Blattes, in Bezug auf die Rede des Herrn Rappaport, worin er sagt, daß Stellen, welche Änstok erregten, nickt zum Abdruck gebracht wurden, und dafe Terr Rappaport un Verlaufe seiner Rede, Carl Schurz, Frid Hecker und andere prominente deutsche Männer verdächtigte. Dasselbe Blatt enthält auch eine Einsen, dung des Herrn Jacob Fritz, der sagte, die Anspielung, daß die Deutschen sich jetzt sögen sollten, habe ihn so sehr aus. geregi. Dabei erscheint uns bloß wunderbar. oaö Herr mitz sich über Etwas ausgeregt hat, waö Herr Rappaport gar nicht gesagt bat. und dak Herr Schurz so viele beaei sterte Freunde in Indianapolis hat. daß v:.r.c. r , (v . r, 1 uieieioen neuer eine oeunaze eler uoren. als etwas Nachtheiliges über Herrn Bil. lard's, des Präsidenten dr Northern Pa. cific Eisenbahn, Schreibeknecht. . sagen lassen. Daß Herr Rappaport Nachthei' ligeS über Hecker u. A. sagte, ist wiederum nicht wahr und so muß man sich wohl wundern, daß ein Krakehl entstehen konnte über Dinge, welche gar nicht gesagt wurden. Älso nickt in dem Theil, den die .Tr,. dune' veröffentlichte, sondern in dem vor. hergehenden Theil der Rede, lag nach Telegraph" und Fritz die Ursache zur Störung. Gut. so wollen wir denn die sen Theil der Rede ebenfalls veröffentli' chen. vom Anfang an bis zu der Stelle, an der wir gestern anfingen, wodurch dann die ganze Rede den Lesern vorliegt. .Also hier folgt die Rede. Ich danke vor Allem für die liebenswürdige Bereitwilligkeit, mit welcher daö Comite und speziell dessen Vorsitzer dem dringenden Verlan. gen rneineZ Vorrednett nachkam, das schon fest gesetzte Programm zu ändern, und mir die Schluß, und Yauptrede zuzuweisen. Ich dauke fär diesen Beweis deö Vertrauens. Wenn ich unbescheiden Ware, könnte ich eS dem Gebrauche Zuschreiben, sich für daS Fest den Hanptessekt biS zuletzt aufzusparen, so aber schreibe ich eS lediglich der Bescheidenheit meincZ Vorredners zu. ' Ich gleuie kaum, daß eö mir möglich sein wird, der an mich gestellten Aufgabe, wie ich eS gerne möchte, gerecht zu werden. Die Zeit, welche mir zur Vorbereitung gegönnt war, eine einzige Woche, Kar dazu zu kurz. Es ist leicht, eine Reihe historischer Thatsachen aufzustellen, besonders wenn man im Besitze der nöthigen Quellen ist, aber ihre kul!urelle und pfycholo. gifche Wirkung, ihre historische Nothwendigkeit, ibreSntstehung und Entwicklung, ihre iutellektu. ellen Ursachen zu erkennen und zu beschreiben, tst eine Ausgabe von der größten Schwierigkeit, welche eines Meisters Hand bedarf und Fleiß und Studium erfordert. Daß Erste bin ich nicht und das Zweite konnte ich in der kurzen!

y y

W V

Wer von unS seinen Bedarf bezlebt-, bremcht nicht für rxtragroße Anstrengungen und Ausgabe n befahlen. Gute Kleider für Herren und Knciben und vfvn omil'eSe GefchaftS-

fübrung ist unser Motto. No. ?traße. Feste Preise. . mmm

Frist, welche mir dergönnt war. nicht genügend zur Anwendung bringen. Ich bin mir daher wohl bewußt, daß meine Rede keine der Bedeu tung dieser Feier entsprechende sein wird, und bitte daher um Ihre gütige Nachsicht. Die Deutschen sind ein merkwürdiges Volk. Wohl schwerlich ist ein Volk auf der Erde zu finden, bei. welchem der FreiheitSgedänke sich höher entwickelt hat, all bei den Deutschen und wo im Vergleiche zu dem weitreichenden

Gedanken die Frieheitithat so weit zuruckgeblie ben ist. Dem ungeheuren Drang nach Frei heit gab er Anödrnck in Rede und Gesang, er verstand ei allezeit für Freiheit zu schwärmen, aber er verstand tl nie die Freiheit zu erringen. So schmachtet dak Volk, dessen Dichter die Freiheit in glühenden Versen besungen haben. daZ auf dem (Miete der erlösenden und be. freienden Wissenschaft alle andern Völker weit überragt, in den Fesseln der Reaktion, so kommt tl. daß der Deutsche in andere Ländern die Freiheit sucht, welche ihm zu Haufe nur als ein ideales Traumgebilde erscheint. So sind sie herübergekommen zu Hunderten, zu Tausenden, kohl zunächst don dem Wunsche veranlagt, ihr materielles Wohlbesinden zu bes sern, aber kohl auch mit der Sehnsucht im Her ;en, den heimathlichen Heerd in einem Lande aufzuschlagen, in welchem der Mann noch Etwas gilt, wo das Gefühl der Menschenwürde Allen gestattet ist. Es ist deshalb wohl gar nicht sehr wunder bar, daß der erste Protest gegen das Institut der Sklaverei schon vor nicht viel weniger als 200 Jahren aus jener ersten deutschen Ansied lung kam, deren Jahrestag wir' heute feiern, es ist deshalb gar nicht wunderbar, daß wir unter den Helden der Revolution Deutsche finden, es war deshalb gar nichts besonders Merkwürdiges, daß wir die Deutschen zu Taufenden an einem Kriege Theil nehmen sahen, dessen Resultat das Ende der fluchwürdigen Sklaverei war. Hatte der deutsche Geist schon von jeher sich in freiheitlicher Richtung in unserer Union gel tend gemacht, so geschah dies in wahrhaft großartiger Weise, als gegen das Ende der Vierziger Jahre in unserem alten Vaterlande die Reaktion kühner als je ihr Haupt erhob und die deutschen - Freiheitskämpfer über's Meer nach England und Amerika trieb. Damals kamen sie in Schaaren. die bestek Ssbue Deutschlands, begabt mit Geist und Kenntnisse, die Brust erfüllt von großen freiheitlichen Ideen. Was sie dem Lande waren, das zeigte sich um wenig mehr als ein Jahrzehnt spater, als sie an der Spitze dou Regimentern uud Brigade in den todbringenden. Kampf zogen, oder mit der Krft der Rede und Schrift für die Freiheit Begeisterung schufen. Leider haben nicht Alle, welche an die Oberfläche gelangten, der in Amerika gleichsam in der Luft liegenden korrumpirenden Jagd nach Wohlstand und Aemtern dauernd Widerstand leisten können. Einer, dem es gelaug, die höchste Stuf: zu erklimmen, welche dem Ausländer zugänglich ist, und welcher jedem deutschen Her zen theuer war, Carl Schurz hat sogar dem Mammon und dem Monopol Leib und Seele verkauft, aber Einzelne ragen groß nnfr rein empor und werden immer unvergeßlich bleibe. Kein Flecken haftet an dem tapfern Friedrich Hecker und ist Karl Heinzen auch mit seineu Ideen hinter der vorwärts stürmende Jugend zurückgübluben, so war er dich einer der größte Geister und einer der reinsten Charaktere unter den Deutschen diese LaudeS. Daß die Einwanderung Millionen Deutscher auch in anderer Beziehung eine tief eiugreifende Wirkung gehabt hat, läßt sich denku. Zwischen dem früheren Jankee, der entweder das Gesicht ganz glatt trug, oder dasselbe mit einem Barte unterhalb des Kmnes umrahmte und dem mo dernen Amerikaner mit Schnurr- und Voll bart ist ein himmelweiter Unterschied. Es ist chwer, den Einfluß des deutschen Charaktere, deutscher Sitten und deutscher Lebensweise durch alle Kanäle zu verfolgen, aber die Wirkung dieses Einflüsse läßt sich in allen Verhältnissen erkennen. In den Städten eiat er fick aan. besonders durch Zunahme de Geschmackes der Amerikaner für deutsches Wesen und deutsche Geselligkeit, und daß diese- Zunahme nicht rascher vor sich geht, ist lediglich dem Einflüsse der Geistlichkeit und de schlimmen'Leidenschaf. en andern Rationalitäten, als der deutschen und der amerikanischen zuzuschreiben. Es ist nicht Mangel an gutem Willen, der uns hier entgegenrUt, sondern die Herrschsucht der Kirche und ein durch die Größe des Lasters auf freiheitsfein'oliche Wege gelenkter Drang zur Ueberdrückür,g desselben. Mit diesen beien Elementen liegt die deutsche Anschauungs weise im Karnj ife, .dessen Erbitterung wohl oft unser Urtheil tr übt, und unS zuweilen hart und ungerecht darin fein läßt, aber so gewiß, wie Amerika oa fr eieste Land auf Erden ist, so ge wiß wird in ! liesem Punkte die freiere deutsche Auffassung d en endlichen Sieg davontragen und ihre Fei ide für immer zum Schweigen bringen Der wohlth tige Einfluß, welchen die deutsche Einwanderun'Z auf die Industrie geübt, ist un ermeßlich. Unsere geschicktesten Handwerker ind Deutsche. Der großartige materielle Auf chwung dieses Landes, die beispiellose Entwick ung unserer. Jdu?ne ,st gewiß mqk zum kleinsten Theile dem streismen Deutschthum zu verdanke n, aber t9 toäre -gewiß verfehlt auf diesem Gel ,iete den wflfofm Uuteruehmuugs geist de A mecikaners zu unterschätzen. Dagege schreibe ich die landwirthschaftliche Entwicklrmg unseres Land fast ausschließlich denDeut scheu zu. DieRaftlosigkeit dil Amerika, vers häle ohne den Einfluß des deutschen Land. Wirthes vielleicht sf jon jetzt da Land zur Ein öde gemacht. Der deutsche Bauer klebt an der Scho'ile, er lernt s,:in Grundstück liebe, er hegt und pflegt es, er vergrößert seine Ertragsfähig eil, rr verwandelt e irr 'einen blühenden Gar ten. Der ame rikaniscke armer betrachtete und betrachtet -zum Theil heute noch seinm 3 und 7 West: Washington um.

AUGUST Alleiniger

j.

7lTF(n)Tfg&

Lager-, Export- und Flaschen-Bier!

Office und Depot:

No. 220 u. 222 Süd Dclalvarc Straße.

CHRISTIAN KCEPPER. CHRISTIAN "WATERMAN. IKLceppeii1 & Watfeirmam, (Nachfolger dou Hohl & Köpper.) Engroshandlerin Whiskies i Weinen, No. 33 st Maryland Straße, Xnclin.iiLiolijs, Xix1. Wir erlauben uns dem Publikum mitzutheilen, daß wir in Folge des Ablebens von Ehrt stoph Hohl, das uuter dem Namen Hohl & Koevper wohlbekannte Engros Liqour-Geschaft ge. meiuschastlich übernommen habe und eö am alten Platz weiterführen werden. Gleichzeitig bitten wir die Kunden und Gönner der alten Firma und Händler im Allgemeinen ihre Kund schaft und Gnnftbezeugung auf uns zu übertragen unter Zusicherung reeller nnd freundlicher Bedienung. ,

HöVVM - KllöiSV - öschM

LS- Wir machen cu unsere groke Ausroahl von S? Knabe? - Anzügen, Unterzeug, wollenen Jacken und fertigen Kleidern im Allgemeinen aufmerksam. Anzüge nach Maß werden auf 's Schönste gefertigt. ?. Gramling and Son, Wo. 35 Ost Washington Straße.

Grund lediglich als ein Stuck Waare, das man benutzt, so lange eS etwaS taugt, dann alt werthloS wegwirft, und ein anderes dafür eim tauscht. Der amerikanische Farmer bebaute sein Land, ohne ihm die entzogene Kraft wieder zugeben, und als eS erschöpft war, zog er West wärtS. Wenn das heute nicht mehr so-schlimm ist, so ist diese Wendung zum Bessern dem Deutschen zu verdanken. Von ihm hat der Amerikaner rationelle Landwirthschaft, don ihm die Liebe zum Boden, don ihm daS Gefühl fiir die Heimath gelernt. Der Trieb nach Erwerb besteht -wohl bei allen Menschen, aber wahrend der Deutsche langsam und stetig den Ertrag seines Fleißes zusammen legt und aus diese Weise zu solidem Wohlstaude gelangt, jagt der Amerikaner mit wilder Hast aus der Bahn spekulativer Unternehmungen ach Reichthum. Gewiß hat auch hier deutsche Sitte schon einen wohlthätigen Einfluß geübt. Nun fragen wir den Leser, ob darin Etwaö ist, da? Veranlassung zu einer Störung geben konnte. Nun denn, e? gehört qicht viel dazu, einem Andern Taktlosigkeit vorzuwerfen, eS gehört auch nicht viel dazu, mit Wor ten, Lüge infame Lüge" um sich zu werfen, das ÄlleS aber ändert an den wirklichen Thatsachen Nichts. Wir sind fest überzeugt, dab weder Herr Kühn noch Herr Frid von einem Complott Etwas wukten. dak aber darum dieses Complott doch bestand, daß cS von Angehörigen des .Telearavh- geschmiedet war, und dab ieder Einzelne davon wußte. rn 91 "L . . ! r . u V f. f w JÜ5XZ rönnen Dcurnicn, vllk Illivli uui Samstag von der Sache gesprochen wurde, wir können beweisen, daß der Lärm saon udnuuy begonnen wuroe, ehe Herr Rappaport noch zwei Worte ge sprachen hatte, wir können beweisen, daß den Leuten noch ehe Herr Rappaport be gönnen yatte, abgeratyen wuroe, io ung zu maqen, wir oaven es aus oem Munde von Leuten, welche dem L,ele gravh- so nahe stehen, als etwa der Sohn des Herrn Rappaport der Tribüne," daß der erste Lärm von Angestellten des Telearavd- auSgtna. und dak sogar Mehrere mit Eiern, welche natürlich. um verzehrt zu weroen,- mugeoraazi wor den waren, versehen waren, und nock EinS. trokdem Herr k)eldenttmer die Beweiskicast des Umstandes in Abrede stellen wird. Man wird zugeben, dafc wenn man bei einer Versammlung im Sinterarunde em Lärm entstebt, Jeoer mann sicb ganz umwillkürlich umwendet. In der Tbat stogen denn au onniag Abend, alS der Lärm entstand, plötzlich alle Kövfe oerum. Kls aus zwei, emer davon war der deS Herrn Seidensticker. Das erscheint uns zum mindesten sonderbar. Den besten BewelS. daß ein Eomviott vorbanden war, liefert aber die Rede selhst, denn der unbefangene Leser wm zngeben, dak gleichviel, ob man mit den darin ausgesprochenen Ansichten überein stimmt, oder nicht, dieselbe adsolut Nichts enthielt. waS zu eine? Demonstration Veranlassung geben konnte. Daß Herr Ravpaport jederzeit seine Ansichten offen und ebrlich ausspricht. ohne Rücksicht dar auf, ob sie gefallen, oder nicht, ist bekannt und wer daS nicht , ertragen kann, dem steht eS ja frei, ihn nicht zu Kören. Und nun noch ein Wort über den Vor wurf der Taktlosigkeit den der Tele mratotV Herrn Ravoaport wegen der Emleituna iu seiner Rede macht. Wir wol len doch sehen, wo die Taktlosigkeit sitzt. AlS daS von dem Pionierverein er nannte Comite eine Einladung an die deutschen Vereine erließ, beging dasselbe (Herr Seldenmaer war MUaiuo oes . . . m . . SW Comites) du Taltlongrett. vle mmavung nicht in ver Tribüne, sondern bloß im Telearavd' verSffentllchen. als Herr Seidensticker als Vorsitzer der Versamm lung daS Comite ernannte, beging er die r. n f. - -Tl XaillOltslieil jur eine gione allgemeine deutsche ffeier seinen Angestellten, einen verhältnißmäßig unbekannten jungen Mann zum Vorsitzer des Arrangements Comites zu ernennen, der Vorsitzer des Comite besaß Takt genug, die Ebre mit dem Geschäfte zu verbinden und sämmt liche Drucksachen, uie Eintrittskarten, Programme, BadgeS, Bierchecks u. s. w. beim Telegraph- zu bestellen und be ging ferner die größte Taktlosikeit von allen bereits begangenen Taktlosigkeiten, zum Nachtbeile des Herrn Ravvadort das Programm zu andern. Letzteres will zwar Herr Sitboldt jetzt Herrn Schmale

ERBRICH, Agent für

y in dieSchuhe schieben, aber Herr Schmale bat sich noch am Samstag Abend Herrn Rappaport gegenüber, gegen eine solche Taktlosigkeit verwahrt. Herr Rappaport hat schon oft Reden gehalten, hat nie Etwas dagegen einge wandt, wenn er der Letzte war, dazu war er sich jederzeit seines Werthes zu wohl bewußt, und es wäre ihm außerdem zu kleinlich und zu kindisch. Wenn aber, nachdem das Programm einmal festgesetzt lst, sich Jemand zu groß dünkt, um nach Herrn Rappaport zu sprechen, wenn der Vorsitzende dann willkürlich das schon veroffentllchte Programm ändert, dann ist das eben eine Beleidigung, deren ein anständiger, vernünftiger Mensch nicht sähig ist. Aber, es wäre jedenfalls stö render gewesen, wenn eine Demonstration gegen Herrn Rappaport zu früh stattge funden hatte. Einseitiu" und taktlos, ist die ganze Angelegenheit vom Ansang an gehan habt worden, so einseitig- und taktlos, wie nur gewisse Leute handeln können. So weit hatten wir diesen Artikel ge schrieben, als uns, um die bereits begangenen Taktlosigkeiten voll zu machen, sol gende Erklärung zugeschickt wurde. Erklärung. Herrn Phil. Rappaport. Sie haben in Ihrer Montags'Zeitung Gelegenheit genommen, das unterzeich nete Comite dem Publikum gegenüber in ein schiefes Licht zu stellen, indem Sie angaben, daß dasselbe ein vorher verein barteS Programm, bezüglich der Reihen folge der Redner willkürlich geändert habe. Sie haben damit wissentlich eine Unwahr beit gesagt, denn am vergangenen Sam stag wurden Sie rechtzeitig von der Aen derung in Kenntniß gesetzt und erklärten sich damit einverstanden. Die in der Schlußbemerkung Ihres er wähnten Artikels erhobene Beschuldi gung, daß der Vorsitzende des Comite'S Herr Siebold in 'irgend welcher Verbindung mit einer gegen Sie gerichteten Demonstration stehe, weisen wir mit Entrüstung zurück und bitten wir Sie dieser unsrer Erklärung in Ihrem Blatte Aufnahme zu gewähren. Paul Schmale, Christian Off. Peter Spltzfaden. Fr. Hergt, Jacob Botz. tfr Schrader; Comite. Indianapolis, 9. Okt. 1833. Die Herren vom Comite haben sich hier von ihrem'Vorsitzenden zu einer Erklä rung verleiten lassen, welche nicht nur taktlos, sondern geradezu unverschämt ist. Die Tribüne- vom Montag sagte nicht, dab daS Comite, sondern oaß dessen Vorsitzer das Programm geändert babe. Die Thatsache, daß man Herrn Ravvavort in Kenntniß setzte, ändert Nichts an. der willkürlichen Aenderung, und die Behauptung, daß Herr Rappa vort eingewilligt habe, ist eine wissent liche Unwahrheit" von Seiten des Comi teö. AlS Herr Hergt Herrn Rappaport um seine Einwilligung bat, wurde ihm erklärt, daß Herr Emmerich sich selbst an Herrn Rappapo.'t wenden möge. Als Herr Schmale am Samstag Abend ihm nochmals Mittheilung von der Aende rung machte, sagte ihm Herr Rappaport. daß er nun gar nicht sprechen werde, und als Herr Schmale von der Ossice der .Tribüne" nach der Ossice des Tele graph" ging, um eine Abschrist der Marschordnung zu holen, ca kam er zu rück und drückte sein Erstaunen darüber auö, daß das geänderte Programm schon gedruckt war. Die Entrüstung, mit welcher - daS Co mite dieBeschuldigung. daß Herr Sieboldt in Verbindung mit der Demonstration stand, zurückweist, ist wahrhaft komisch. Wie können die Mitglieder des Comites wissen, was ihr Vorsitzer in dieser Bezieh ung gethan bat oder nicht? Jedenfalls hat er sich, als Vorsitzer der Versamm lung in der Mozarthalle noch nicht von seinem Stuhle gerührt. Wir glauben nicht, daß einer von den Unterzeichnern obiger Erklärung selbst wissentlich etwasUnrechtS thun wollke.aber wer mit dem .Telegraph" oder irgend einem seiner Leute irgendwie in Beruh rung kommt, der kann Zehn gegen EinS wetten, daß er in Unannebmlichkeiten verwickelt und zu Handlungen veraulM wird, die lymjonst nicht einfallen wurden. Alle Geschästsvläne sind mehr oder weniger von Ungewißheit begleitet, jedoch der uliiae Gebrauch von Dr' Bull'S Hufien Svruv hat immer dasselbe Resultat Preis 25 Cents.

- Ale öefte asch - Maschine,

s welche bis jetzt im Markte ist. tsr Alls Probezeit Zlt baken. Tapeten, Borhöllgc, Oeltuche, in großer Auswahl und zu billigen Prei sen bei Aark Wötter, .

IÖ1 Washington StrM

-Aü"qh "oii DoHQ-Cso;2, Großhändler in Kentucky Whiskies und Weinen, Anderson & Nelson Co. ..Sonr Mash" WhlSk'.es e!ne Spezialität. Nv. 231 Main Straße, . . LouiSvllle, Kh. Sroovgo Bosdorser, Agent, Olive Straße Jndianadolik, Jndiana

BUBI &

Groß'Händler in

Whi6keys,LiquorsundstinenWeinen. Mo. 8 West Washington Straße, IIlnnxc11, I1.

w

MWeVMstöw, MsHmM? Materialien für Zeichner und Maler, Albums, Stcrcoscopcn, Stereoscopischc Bilder, ta sns&rt Äuimahl und ,u billigen Preisen in der Knnfthandlung don Lieber K Go., 2 Q. Washington Otr.

CITY M g ö V M

Meter Lieöer & So., 5IADIS0N AVENÜE, Indianapolis, Ind. Braun von Lager- und deö rühmlichst bekannten Tafel-BierS. kroFvIo & Whitsott, Leichen-Bestatter, 7"? NORD DELAWARE 8TRA88K. E2T Wir verkaufen Särge billiger, als irgend eine andere Firma der Vtadt. 0" Wir erkalten Leichen in gutem Zustande, ohne CU zu gebrauten. Die felttgen Waaren, die in unserer Branche gemacht werden.

F. W. Männer, o. "3ohN'HoMM0tvN, N.Jinoisstr. Leichenbeftatter. ' Ttltphon. utschtn üt alle Zwecke.

fl 1 ISA qMw'

ist der Preis für

-rinv

ECDMECTlLn Ms

Bankerott - ZLerkauf. WeWjche ! Durch den Ankauf vort L. W. Cl & To.'S Bankerottlger find wie in den Stand gesetzt T.p ?'.che ,u den folgenden Preisen ,u verkaufen : Brüssel, Border..... 75: Gute Tvo.Plh 65c Gute halbwollene Jngrain 3Cc Ganz wollene Carpets : - 2s c Feine Oeltuche : 22c Hemp Carpetö !2c Bodh Brüssel 65c - Rouleaux und Zubehör L0c Cpitzen.Vorbange werth $2.50. . . . $1.00 Spißen.Vorhänge....'. werth 6.0?.... ' 3.00 Spitzen.Borhänge werth 10.00. . . . ö.00 Matten zn halbem Preise. Cocoa uud Napier-Matten zu halbem Preise. H. BIARTENS, No. 40 Süd Meridian Straße.

?

Ij1S6I6 S VTMögVOyMett.

W Vance

i. lj i - a , ' : i WOiH s'!''; lxPm cDMÄ ii mm? h'mK 4 ) . AWW -'!!r WmMWWW' GKMMwAWKM Mz MMMKMzzz . f SgSg tzWPWOWMi W-fm MMUWUHM m I tZTlKm 'll jj 'M -MMe-- J-s - h V -f ' '-Z7ri-..-!-.k

r -r -. , t - r-s.-' 7 . . r-' - -- j M' !,'

tyUmlp

EIS KI,

ll ö V einen guten Anzug seine ölocH:.