Indiana Tribüne, Volume 7, Number 9, Indianapolis, Marion County, 27 September 1883 — Page 2

Sndians Hriöime. . FägNHe- NL) Souutagsansgaöe. Office: 1S0O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 27. September '83.

!luS Mz!co. Wir theilten kürzliÄ mit, wie hoff. nungSsrcudig der in der Hauptstadt Mexico erscheinende Monitor Repudlicano" die neuerliche Entwickelung unserer Schwesterrevublik und deren Verhältniß zu den 23er., Staaten beurtheilt. In interessantem Gegensatze hierzu steht die Anschauung der m derselben Stadt herausgegebenen reaktionären Zeitung .El Tiempo" über die Lage derÄinge: Unser StaatLschisf segelt mit demWin de. aber sein Steuer ist nach Norden ge richtet, nach jenem Norden, dessen eiste Winde unsere nördlichen Nachbarn in unser Land eines glücklicheren, südlichen Klimas führen. Die geschäftliche In. vasion ist schon in vollem Gange. Ma chiavelli (soll heißen Philipp von Mace- .. donien) sagt, keine Festung sei stark genug, einem Feinde zu widerstehen, dem es einmal gelungen, einen mit Gold beladenen Esel in ihre Mauern zu bringen. .Das mit Gold beladene Thier befindet sich schon langst in unserenMauern. - Unser einziges Glück ist, daß uns unsere HandelLinteressen noch mit an deren Nationen, den " Franzosen und den Engländern in Virdindung. bringen, möge ihr Einfluß denjenigen unse rer nördlichen Nachbarn aufheben und neutralisirey. Unsere Negicrung .hat das Beste des Landes im Auge, diehöhe der Entwickelung aber, der es zusteuert, ist dem Kamme einer revolutionären Woge zu vergleichen, nicht tem Niveau eines friedlichen Meeres. Wir haben große Eisendahnen, aber auch große Subventionen; unser Handel mit dem Auslande vergrößert sich, aber um den - Preis, daß wir Handels- und Freund-z fchaftZvertrage mit demselben abschlie' ßen ; wir vervielsältigen unsere Trans Portmittel, aber wir denkcn auch daran, unsere Einfuhrzölle herabzusetzen; wir begünstigen Einwanderung und machen hierdurch unsere eigenen Ackerbauer zu Bettlern ; wir sind ungeheuer reich, kön-, nen aber dem Auöbruche sinanziellerKri len nur dadurch voibeugen,daßnnr unse-' ren Credit auf daS Aeußerste anstrengen; wir haben Silber im Ueberflusse, aber! unser Papiergeld ist beinahe, unsere' Nickelmünzen sind völlig werthlos ; wir' genießen der Segnungen des Friedens, aber eines solchen, der der Trägheit ei ner Armee im Winterquartier zu ver-. gleichen ist, Revolutionen drohen und hinter ihnen erhebt sich das Gefpenst des Socialismus. Sir sind freisinnig, sprechen von der Förderung nicht der Kirchlichkeit, son der Sittlichkeit und Trunksucht, Prostitution, Spielsucht und Verschleuderung des Volksvermögens erheben immer frecher das Haupt. Und mitten hinein in diese drohenden und chaotischen Verhält' nisfe sallen die Wahlen neuer D'eputiri ' ter, einiger Gouverneure und des Präsidenten der Republik, mit anderen Worten, der Kampf jener neuerungLsüchtigen Elemente, welche wenigstens durch Com promisse dem Uebel, das sie Fortschritt nennen, die Bahn freier und freier na chen wollen. Das ist die Situation ei nes von der Natur so reich gesegneten Landes, welches nach Außen glänzt und schillert und phosphoreöcirt wie die meerleuchtende See, nach Innen aber sinster und von Elementen durchsetzt ist, die jeden Augenblick die Wogen der ab scheulichsten Revolution über Alle zu ergießen bereit sind, was noch gut und heilig ist. Wir treiben und wissen nicht wohin und vergessen daS Wort, das selbst ein Robespierre im Munde führte : .Nie mand weicht mehr vom rechten Wege ab, als wer nigt weiß, wohin er geht." . Nicht gtsSziSztttcy. Der kürzlich verstorbene Gefängniß aussehe? Avis, der John Brown in dem Gefängnisse zu Charleötown, Va., bis zu dessen Hinrichtung am L. December 1839 zu bewachen hatte, wurde kurz vor seinem Tode befragt, ob es geschichtlich begründet sei, dan sich auf dem Wege nach dem Schaffst eine Sklavin zu Brown hindurch gedrängt und ihm ihren Säugling zum Kusie gereicht habe. Avis verneinte diese F'age und fuhr fort: .Brown bestleg im Hose deS Gefängnisses einen Wagen, in dem er zugleich mit dem, Sheriff, seinen beiden Wächtern und mir nach dem Galgen fuhr. Ich bin am letzten Tage kein Minute von deiner Seite gewichen, bis die Fallthür siel. Während der Fahrt sprach Brown,' der feine Blicke über daS Land schweifen lietz, kein Wort alS: .Welch' schönes Land!" Auf dem Schaffst legte ich ihm die Schlinge um und fragte ihn, ob er noch irgend etwas zu sagen habe. 'Er antwortete blos: Beeilt Euch!- Gleich daraus siel die Fallthür Whittier hat den bisher für wahr gehaltenen Vorgang in einem Gedichte verewigt, dessen erster Vers in der Uebersetzung ungefähr lau tet: John Brown von Ossawatomie, Dich führten sie zumTod', Die'Sklavin ihren Säugling zum Abschiedskuß Dir bot, Und milder strahlt Dein Auge und eine Zähre rinnt Und Deine Lippen küssen der Sklavin.. schwarzes Kind." Manches Lied erinnert noch au ßerdem an Brown, der früher für einen Fanatiker galt,dessenName aber bald zum Schiboleth der nordstaatlichen Kämpfer wurde, welche sangen : John Brown's Körper liegt modernd in dem Grab', Doch sein Geist, marschirt unZ voran!" i VZtlrose'HaUe. tt Mit dem Abbruch des ältesten Ge bäudeS in der Brooklyner Vorstadt Flatbusb ist Anfang dieser Woche be gönnen worden. Die Melrose-Halle ist ihrer Architektur nach jedenfalls das:

eigenthümlichste und querköpfigste Ge bäude im ganzen Lande; sie wurde vor 135 Jahren von dem Col. Axtell, einem reichen Engländer und ausgeprägtem Tory aus massivem Holzwerk erbaut, daS noch heute so gut erhalten ist, daß es einem weiteren Jahrhundert trotzen zu können scheint. Im Gegensatz zu allen andern alten Gebäuden in Brooke lyn. welche nach holländischem Baustyle errichtet sind, zeigt dieses alte Bauwerk, abgesehen von seinen specifischen Son derbarleiten, die Eigenthümlichkeiten der altenglischen Architektur. Im Innern befinden sich finstere Corridore, geheim, nißvolle Wendeltreppen und veitläufige Gemächer, die scheinbar nur von außen und mittels Leitern durch die niedrigen Fenster erreicht werden können. Fallthüren und unterirdische Räume unter solchen erinnern an die Burgen des deutschen MittelalterS. Nachdem man in einen Saal durch die Fenster einge drungen war, wurde erst nach Jahren eine schmale Wendeltreppe innerhalb doppelter Holzwände entdeckt, die nach dem Keller führt und von dort aus durch geheime Zugänge mit dem übrigen Ge bäude in Verbindung steht. Vor dem Auöbruche des UnabhängigkeitSkampfeS lebte Axtell hier daS Leben eines engli schen Lords aus dem vorigen Jahrhun dert, während des Krieges war Melrose Halle daS Hauptquartier der britischen Truppen aus Long Island und in den Wechselfällen deS Krieges hat sie seinem Besitzer oft Wochen lang zum Verstecke gedient. Nach Axtell's Tode hat daS Haus seine Besitzer oft gewechselt, die letzte Besitzerin war Frau Anna Cora Mowatt, die, vormals reich, ihr ge sammtes Vermögen in Spekulationen verlor und auf der Bühne Ansehen und ein neues Vermögen gewann.

Von der Vattay'Hslbinsel. Eine Meldung deS Kabels, daß Ru land ganz aukerordentliche Anstrengungen macht, Truppen an der preußisch'österreichischen Grenze sowohl, als am Schwarzen Meere zusammenzuziehen, ist aus doppelten Gründen beachtenS werth. ES ist nämlich Thatsache, daß die militärischen .Bewegungen" im Czarenreiche nicht eist in der allerjüngsten Zeit Aufmerksamkeit in den Grenzlän dern erregt haben, und eS ist. ferner zu bemerken, daß sich in den DonaU'Fürs' tenthümern kürzlich Dinge zugetragen haben, die dcnUuruhen vor dem russisch' türkischen Kriege sehr ähnlich sind.' Die russischen Intriguen aus der Balkan Halbinsel haben seit der Berliner Gern serenz nie aufgehört. Damals wurde Nußland nach feiner eigenen Ansicht vo Beaconöfield und BiSmarck um die Früchte seines Sieges betrogen. Gleichzeitig wurde den Oesterreichern, die doch gar nichts gethan hatten, Bosnien und die Herzegowina gegeben, sodaß sie aus der Halbinfel festen Fuß fasten konnten. Dann wurde das deutsch österreichische Bahnennetz nach den Do nau-Fürstenthümern ausgedehnt, wäh rend'das russische, daS bekanntlich grö ßcre Schienenweite hat, nach wie vor vereinzelt blieb. Es können also jetzt mit Leichtigkeit binnen kürzester Frist deutsche und österreichische Truppen nach Bulgarien, Rumänien und Serbien ge morsen werden. Bedenkt man aber, daß Deutschland und Oesterreich Verbündete sind, Rußland dagegen absichtlich aus dem Bündnisse herausgehalten wurde, zu dem es früher gehörte, so braucht man kein großer Diplomat zu sein, um den russischen Kummer würdigen zu können. Man begreift in Petersburg sehr wohl, daß .die deutschen Mächte" auf eigene Faust die orientalische Frage lösen wol len, aber nicht nach dem Testamente Pe terö des Großen, sondern im Sinne einer österreichischen -Orientherrschast. Nicht die Russen sollen die Nacksolger der Türken werden, sondern die Oester reicher, nicht Rußland soll slavische Vormacht sein, sondern Oesterreich. Selbstverständlich hat man imCzaren reiche dieser .Entwicklung der Dinge nicht ruhig zugesehen. ES ist, wie gesagt, fortwährend intriguirt worden, aber mit sehr zweifelhaftem Erfolge. Anfänglich freilich waren sämmtliche Lumpen Kö nige und -Fürsten an der unteren Do nau lediglich Vasallen des Czaren. Der Fürst von Bulgarien, obwohl ein Deut scher von Geburt, ließ sich sogar im In teresse des russischen Despotismus zur Vernichtung der freisinnigen bulgarischen Verfassung bewegen. Doch eben derselbe Fürst hat kürzlich Schritte zur Wiederherstellung der Versassung und zur Vertreibung aller russischen Beamten gethan, indem er freie Volkswa'hlen abhalten ließ. Dieselben endeten mit der Erwählung der nämlichen Liberalen, die auf russisches Anstiften seinerzeit ver haftet und, in den Kerker geworfen toor den waren. Daß diese Leute sich mit Eiser an jedem Unternehmen betheiligin werden, das gegen Rußland gerichtet ist, bedarf keines Beweises. Auf der anderen Seite sind die ruf ji schen Agenten in Serbien wenigstens in soweit erfolgreich gewesen, als daselbst die conservative Partei, die dort merk würdiger Weise zugleich die österreichi sche ist, bei denWahlen geschlagen wurde. Ob daS indessen die Untergrabung deS österreichischin Einflusses bedeutet, ist noch eyr fraglich. Wie Nüssen sind in Serbien so anmaßend ausgetteten', daß das ganze Volk sie haßt. . Körna Mi Ian gab nur. der abgemeincn Votköstim mung Ausdruck, als er sich an Oester reich anlehnte. Durch seine Parteinahme wurde indessen die conservative Partei gleichzeitig zur Ssterrelchlschen, und ein Sieg der Liberalen steht daher, im Ge gensatze zu- Bulgarien, wie ein russischer Dteg aus. )och wie die Verhältnisse liegen, 'ist es gar nicht unmöglich, daß Milan eine Vereinigung seiner unmz'tel baren Anhänger mit denjenigen Libera len zu zlanoe vrmgr. Die zwar eine freiheitliche Verfassung wünschen, aber mit Rußland mcht daS Geringste zuthun haben wollen. Den Ausfchlag geben am Ende die materiellen Jnteresien, und die werden durch die Anlehnung an Deutschland'Oesterreich ganz sicher mchr gefordert, als durch den Anschluß an

Rußland. LehiereZ hat nicht einmall

seme eigenen Hllssqueuen zu entwickeln vermocht, wie sollte es da wohl die Cul' tur nach anderen Ländern tragen kön nen? Russische Herrschaft bedeutet Barbarei und Unterdrückung. Bei dieser Sachlage kommt es der österreichischen Regierung sehr ungelegen, daß die Magyaren und die Kroa ten miteinander in Streit gerathen sind. Die Kroaten, sind Slaven, alio Stamm verwandte der interessanten Völkerschaften auf der Ba1kan.5Jlbinsel. Daß sie unter dem Scepter der 5)absbürger nicht genügend gegen die W:lllü? der Hunnenadkömmlinge geschüyt gewesen sind, ist sür besagtes Scepter keine Empseh lung. Indessen nehmen cs die Südsla ven nicht gar so genau, denn sie sind ja noch an die türkisch: Prügel gewöhnt. Auch ist eö ja in Kroatien wieder still ge worden, und die Regierung giebt sich wirklich Mühe, den berechtigten Be schwerden der Bevölkerung Abhilfe an gedeihen zu lasten. Jedenfalls gibt man sich in Rußland durchaus nicht der Hoff nung hin, durch die Popularität des Czarenthums einen moralischen Sieger ringen zu können. Es ist mehr als glaublich, daß man rüstet und der ge waltige Kampf, der sich auf die Dauer doch nicht vermeiden läßt, schon im näch sten Frühjahre ausgcfochten wird. Sollte Rußland zuerst angreifen, dann wäre Deutschland vertragsmäßig zur positiven Theilnahme am Kriege ver pflichtet; wäre Oesterreich der Angre, fer, dann würde Deutschland nur dafür zu sorgen haben, daß sich keine andere Großmacht einmischt. ES wird zwar keinen Weltbrand" geben, aber einen recht ansehnlichen Kampf. D er neueste schlechte Wi? über die großen Füße der schönenDamen der Gartenstadt lautet : Sie steht mit einem Fuße im Grabe, wird aber, so lange der Friedhof nicht vergrößert wor den ist, nicht im Stande sein, den anderen nachzuziehen. Eine Augenoperaion. Anfang ds. Mtö. wurde an dem Marquis de la Röche in Paris eine Augenoperat.lon ausgeführt, die Ausse hen in der ganzen Welt erregt. Dem MarquiS war Schwefelsäure in das Ge sicht gegossen worden und er hatte h'er durch das eine Auge gänzlich eingebüßt; die Sehkraft des anderen wäre zu retten gewesen, der Augapfel wurde aber in Folge feindseliger Behandlung nach und nach ebenfalls zerstört. Der Theil des selben, dessen Nerven todt sind, wurde ausgeschnitten und an seine Stelle der Theil emeS AugeS emgesekt, das man von einem lebenden Hasen genommen hatte.' -Die Gesäße und Nerven dessel ben begannen sich mit dem Reste deS Augapfels des Marquis zu vereinigen und die berühmtesten Augenärzte von Paris, Sichel und Galozowsky, sprechen die Hoffnung aus, daß das operirte Auge seine Sehkraft wieder erlangen werde. Plastische Operationen sind an den Augenlidern schon vielfach, am Aug apfel, wenigstens in einer so tief eingrei senden Weise, noch nicht vorgenommen worden. Bon großem Interesse ist je densalls der Vorganq, der zur Verstüm melung de la Roche'S führte. Eugenie Bricourt wir die Tochter ei neö armen Schuhmachers in Paris, die ex. . ' r o . irqon von iyrem eoenien ayre an iyrr Eltern durch einen Handel mit Blumen douquetS unterstützen mußte. DaS Kind entwickelte sich zu ungewöhnucherSchön heit; die wohlwollende Gräsin P. nahm daS Kmd n semem 13. Jahre zu sich und ließ demselben von den besten Lehrern in den verschiedenen Fächern deS Wissens, sowie in der Musik Unterricht ertheilen, unterstützte auch die Eltern derselben reichlich. In ihrem 18. Le benLjayre fing Eugenie mit einem schmucken Ciaarrenmacher. Namens GraS, eine Liebschaft an. ihre Wohlthä terin entdeckte das Verhältniß, richtete GraS mit einem Auswande von 6000 Francs ein CigarrenaeschZft ein und beide heirätheten. Eugenie's Schönheit erregte in weite ren Kreisen Aussehen, die junge Frau ließ sich von emem Osficler nach Bm cennes entführen, verschwendete mit die fem 60,000 Francs, wurde später von einem Minister Napoleons ausgehalten und lebte alsdann mit einem Millionär aus der Bretagne in Nantes. Nach Paris zurückgekehrt, machte sie die Be kanntschast des Marquis de la Röche, der damals 19 Jahre alt und ungeheuer reich war. Eugenie war in jener Zeit die gefeiertste Courtisane der Weltstadt an der Seme. Während emeS mehr monatlichen Aufenthaltes in seiner Hei math verlobte sich der MarquiS mit einer Cousine, schrieb an Eugenie, daß er sie nicht wieder sehen werde und schickte ihr eine , bedeutende Geldsumme. Eugenie bat ihn schriftlich,, er solle sie nur noch einmal sehen und d:n Maskenball der Großen Oper am 13. Februar 1876 mit ihr besuchen. De la Röche ant wartete zustimmend. ' Eugenie, die damals in der Rue.de Boulogne ein fürstliches Logis bewohnte, hatte die wahnsinnige Leidenschaft eines vermögenslosen EommiS, Namens Gaudry, erregt, der sie mit Liebesbriefen bestürmte. Diesen lud sie am Abend des 13. Februar zu sich ein und versprach ihm, indem sie in-seinem Beisein vor dem Spiegel ihre Toilette vollendete. die Seme werden zu wollen, wenn er am nächsten Morgen früh 4 Uhr demherrn, der sie von dem Wagen bis zur Thüre begleiten werde, den Inhalt eines silber nen JläschenS in'SGesicht schütten würde. Von ihrer Dienerschaft befinde sich Nie mand im Hause und er könne bis früh 4 Uhr rn einem an ihr Boudoir anstoßen den Alcoven verweilen, solle sich um diese Zett geräuschlos an .der Loge des Por tierS vorbeischleichen, die Thüre öffnen und in einem dunkeln Winkel neben der HauSthüre ihre und ihres Begleiters Ankunst erwarten. Gaudry willigte ein. ,ergrm oaS Fläschchen und den SauS fchlüsiel und wollte Eugenie umarmen. mt ihn aber mit den Worten zurückstieß: Keinen Kuk. keine Berührung, bevor

'dietTbataejbanM.5Dielelberechnete

daraus, daß die Entstellung des Marquis. T)vftftstni& ait f?nr 31rmifr TAfrti

und ihn in ihre Pflege und unter ihren IJLIILil .JkbU s Vlbli Einfluß bringen würde. Um 11 Ubr holte der MarquiS Eu aenie va dem Balle ab. Als er dieselbe am nächsten Morgen früh 4j Uhr bis an ihre Hausthür begleitete, löste sich auS dem Schatten eine Fiur ab) sprang auf den Marquis zu und goß ihm d:n IN' halt eines FläschchenS in'S Gesicht. Mit einem Schmerzcnsschrel stürzte De ltt Röche zu Boden, der Mann lief über die trane. Euaenie läutete dem Vortie? und dieser, sowie der Kutscher, der in der Straße gewartet hatte, trugen den MarquiS in das Boudoir der Courti sane. AerUe wurden aebolt. ?in der Nacht hatte es bis gegen 4 Ubr geschneit, die Polizei ermittelte, daß frische Spu ren von der yausthure durch das Gärt cben auf die Äraße führten, keine denselben entsprechenden aber hinein. Au3 den Angaben und der Personalbeschreibung, die der Portier machte, wurde er mittelt. da ein iunaer Mann am Abend zuvor Eugenie in deren Wohnung be2 . t Y-! .IV. Ji. C ! lucyl yaoe ; oie Pviizei rnloeale, oaß dies Gaudry gewesen sei, derselbe wurde verbastet, rn seiner Wohnung wurde ein silbernes Flacon mit Spuren von Schwefelsäure vorgefunden, es konnte ihm aber in Betreff des Verbrechens selbst nichts nachgewiesen werden. Die sonst wegen ihrer Schlauheit berühmte Pariser Polizei hatte eS unterlassen, die erwähnten frischen Fußspuren zu messen und l'ktere waren, als man hieran dachte, längst hinweggetbaut. Seine Anwesenheit m EugenienS Wohnung erklärte Gaudry mit geschäftlichen An aeleaenheiten, die ihn als Commis'in einem Kleidergeschaste dahin geführt hätten; Eugenie hatte in der That in diesem Geschäste wiederholte EinkSch gemacht. Euaenie vlleate den Ma'a.liS mit un ermüdllck;r ffürsorae ; die Aerzte trafen sie stets, entweder die Augen des Krankcn badend, oder, wenn dieser fürAugen blicke schlummerte, vor dem Bild: einer Madonna auf den Knien liegend. Der Zustand des weniger verlcyten Auges verschlimmerte sich indesien, aller ärztli chen Kunst zum Trotze, von Tag zu Tag. rv r , ? V . L. . nr iNN iMleriulvie einer oer Äugenarzie ganz zusallig die verordnete Flüssigkeit, mit welcher die Augen deS Marquis, außer wenn dieser schlief, ununterbrochen benet werden mußten. Er entdeckte, daß dieS nicht die beitsame Medicin, sondern eine schwachgKmde Lösung war, die zur völigen Erblindung führen mußte. Auf seinen Antrag wurde Eu aenie unter den kallatten Proteste de Marquis am Krankenbette verhastet. Em Zufall wu zur kntvkaung oes SchlüffelS zu EugenienS Hausthüre, den Gaudrv in seiner Wohnung velborgen hatte. Beide wurden schließlich von den Geschworenen de? böswilligen orper Verletzung, resp, der Urheherschast an diesem Verbrechen schuldig erkannt und Eugenie wurde zu zehnjähriger. Gaudry zu siebenjähriger harter Arveit m Iieu Caledonien verurtheilt Dort haben sie sich miteinander verheirathet. Jn keinerStadt in Mexico contrastiren die modernen BahnhosSge bäude der mexicanischen Centralbahn so auffällig mit ihrer Umgebung als indem 2L0 Jahre alten Paso del Norte. 2tftn Jtt'.äu)?. In Folge des kühlen und feuchten Juni w'.rd die die'jlhrige Ae pselernte im Thale des Hudson spärlich ausfallen. Während des u n t t r.i r d i schen, donnerähnlichen Geräusches. daS in voriger Woche fast im ganzen westlichen Tex,aS vernehmbar war, haben sich in der Umgebung von Geaytown Spal ten und Ntsie in der Erde gebildet, die bis zu drei Fuß breit und einer halben Meile lang sind. Der schnellste Eisenbahn zuz in Amerika ist derjenige der r.ördli chen Pacisicbahn, welcher Nachmittags die Station Coteau verläßt und die 73.4 Meilen bis Ottawa in I.Stunde 31 Min., mithin ziemlich 50 Meilen in der Stunde zurücklegt. Im nördlichen W vom i n g rüsten sich die Farmer und Viehzüchter zur Verfolgung mehrerer Indianer Banden, welche neuerdings zahlreiche Pferde- und Rinder.Diebftähle in der Gegend ausgeführt haben. Ein Stastitiker hat aus. zerechnet, daß in den Ver. Staaten M.000 Handelsreisende ez'stiren, velche von den durch sie vertretenen Firmen 800 Millionen Dollars jährlich an Salär,und Reisespesen beziehen. ES soll eine neue,um vierzig Meilen kürzere Eisenbahn zwischen New Nork und Boston gebaut werden.

während schon drei Eisenbahn .rnd drei Dampserlinien zwischen beiden Städten vorhanden sind. JnEngland ist man in dem Arrangement der landwirthschaftlichen Ausstellungen in den verschiedenenGraf schafte glücklicher als bei uns in der Veranstaltung der County-FairS. Die Ausstellungen heißen dort BazarS und die Damen nehmen sich deS Verkaufs der Ausstellungsgegenstände an, aus deren Erlöse ein bestimmter Antheil stets für einen gemeinnützigen oder wohlthätigen Zweck verwendet wird. Die Damen erzielen höhere Preise, als männ liche Verkäufer im Stande fein würden. DieFreimaurer-Loge .Fre dericksburg No. 4, in welcher George Washington aufgenommen würde,, die verschiedenen Grade und schließlich die höchste Würde erlangte, wurde im Jahre 1862 von südlichen Truppen besetzt. daS feuerfeste Gemach, in dem sich die Acten, Regalien, Jnsignien und dergleichen be fanden, wurde gesprengt und der In, halt theils geraubt, theils umherge streut. Darunter befand sich ein sil fernes .Richtmaß-, das mit Edelstes nen besetzt, namentlich überfeines Alters wegen von hohem Werthe war. Diese fleliquie.vurdtjoeben vorderSkcretSr

der Jntegrity Lodge No. 158 A. F. und A. M." in Philadelvbia in der

Schatzkammer der letzteren entdeckt: ein an dieselbe gehesteter Papierstreifen be-' sagt, daß sie an die Loge FrederickZbürg No. T zurückgegeben werden solle, wenn der st?at Virginia wieder zum Bunde gehöie'. Letzteres ist dieser Tage unter entsprechenden Feierlichkeiten geschehen. In Kingston, Ont.. erschie nen vorige Woche einige ziemlich an ständig aussehende Zigeuner in der Wohnung eines Geistlichen und ersuch' ten denselben, sich in ihr Lager vor der Stadt zu bemühen und dort eine Trau ung vorzuneymen. ort wurden ihm eine hübsche junge Zigeunerin und ein älterer Mann von demselben Stamme als Brautpaar vorgestellt. Als der Geistliche die Braut fragte, ob sie den Mann an ihrer Seite zu ihrem Gatten nehmen wolle, brach sie in krampshaftes Schluchzen aus, nt : .Nein niemalsnd lief davon. Ihr Vater hatte sie bald'eingeh'olt und bearbeitete sie derartig mit einer Peitsche, daß das Mäd chen rief: .Ich will Ja sagen " Der Geistliche konnte unter den wilden Gesellen nicht gut arders, als die Trauung vornehmen. Er wurde reichlich bezahlt. Das ist auch em Stuck Poesie au dem Leben jener .Naturkinder. Vrof.Seidensticker in Philadelphia schreibt über die deptscheStadt. deren GrünlZung am G. Octbr. geseieri wird, unter Anderem: Um sich vom Heutigeu Germantown eme ungefähre Idee zu machen, stelle man sich eine breite. etwa sechs Meilen lange wtraße vor, die ein wellensörmigeZ Terrain durchzieht und öfters Ausblicke auf die bewaldete Ferne zur Linken gewährt. Diese Straße ist besetzt mit einzelnen altmodischen, aus grauem Gestem erbauten Hausern, die Läden und Thüren sind weiß anzestri chen und vor letzteren sind sich gegenüberstehende Bänke angebracht. Aber diese, an die ersten Ansiedler erinnernden Häuser wechseln öfters ob mit alten Mansions, die, wett von der Straße abliegend, von breiten Park und Garten anlagen umgeben sind ; bald ein alters graues deutsckeS Saus, bald eme sehr moderne Villa mit wohlgepflegten Aa senflächen, bald ein schloßartiger Van inmitten einer Grupp: von hohen Pi nien, oann wleoer cm weitzgianzenoes, behäbiges Wohnhaus, welches seitwärts gebaut, seine gedehnte Front einem gro ßen Garten zukehrt, alles dies gewährt Abwechslung und gibt dem Orte sein eigenthümliches Gepräge. JnMexico giebt es noch heute außer sür Luxusjwecke in den Städten keinen vierrädrigen Wagen oder Omnibus, kein mit Rädern verseheneS landwirthschastliches G-cäth. Der Einfuhrzoll auf derartige Artikel aus dem Auslande beträgt $10 p:r Rad und im Jnlande werden noch heute nur jene plumpen Wagen und Geräthe herze stellt, die schon vor vielen Jahrhunder ten in Egypten in Gebrauch waren. Dies gilt von den Pflügen und den schweren zweiräderigen Karren, deren Gewicht allein die Kraft zweier Zugoch sen erfordert, um nur sortbewegt zu werden. Aus diesem Grunde sind zur Be wegung von Lasten zahlreiche Zugthiere erforderlich und diese werden zu Vieren oder zu Dreien in einer Reihe an Jochen vor den Wagen befestigt, die ebenfalls wieder so schwer sind, daß sie die Nacken der Thiere niederdrücken. '. Ein Farmer bei Thomas ville. Ont., hatte in seinem Hofe nach Waster gebohrt, diese Arbeit aber aufge geben, nachdem das etwa einen Fuß im Durchmesier haltende Bohrloch die Tiefe bon 50 Fuß erreicht hatte. DaS Loch war nicht zugedeckt und vorige Woche siel das 2jährige Söhnchen des Farmers hinein. Die Nachbarn eilten herbei und Alle standen rathlos um das Loch, aus dem das Schreien des Kindes hinauf tönte. Das Bohrloch zu e?ei!ern, bis man zu dem Kinde gelangen konnte, würde Tage in Anspruch genommen ha ben und außerdem war zu befürchten, daß hinabstürzend'eSteine oderErdklumpen daS Kind tödten würden. Da ließ sich ein alter Farbiger eine starke Waschleine geben, bildete aus dem Ende eine Schlinge, hielt solche durch dünne Holzstäbchen auseinander, untersuchte mit Hilfe eines Spiegels die Lage des Kindes, ließ die Leine hinab und befestigte mittels einer langen Stange diechlingd um den Hals des Kindes. Dann zog er dieses rasch herauf; eZ war beinahe erstickt und hatte an mehre:en Stellen deS Körpers Hautschürfungen, war aber in keiner Weise so verletzt, daß nicht seine Saldigste Herstellung zu erhoffen wäre. Der Farbige ist mi: Recht der Held der ganzen Umgegend und daS Bohrloch ist letzt zugedeckt. 3om ZluSlande. Ein b elust i a end eL Schau spiel bietet sich zur Zeit fast täglich den Passanten des Marktes in Güstrow dar, wenn die einquartierten Truppen vom Manöver zurückkehren. Der - ThurmWächter der Pfarrkirche, welcher neben seiner hohen Stellung, die er bekleider, auch noch Eigenthümer ist, hat dem gemäß in diesem Jahre zwei Mann Einquartierung erhalten, dieselben aber nicht in seinem Hause un!ergebracht,son dern xu sich in seine Dienstwohnung aus dem Thurm der Pfarrkirche genommen, um bester und bequemer sür das leibliche Wohl der ihm anvertrauten Vaterlandövertheidiger sorgen zu können. Die engen Treppen, die nach dem lusti aen Quartier der Krieger führen, er .schweren aber ein Hinaussteigen mit dem Gepäck bis zur Unmöglichkeit, und 10 werden einfach die .Affen abgeschnallt, an em von der Höhe des Thurmes he: abhängendes Seil befestigt und fo nach oben gewunden. Diese Procedur geht stets unter dem bellen Jubel der sich zahl reich zu diesem Schauspiel Versammeln den vor sich. Ju oem Wtrertor einer böheren Berliner Lehranstalt kommt eine Frau .aus dem Volke und sagt : Ich " - "V ' i:- -xr:x v:- ra..vi : trr imi miwiiü) uic uuuHi iyuij v., der Ecke und habe eine siebzehniahrige' ?Mer. . Die.hat.nun jeit einem haU

ben Jahre ein Verhältniß mit dem Se kundaner Müller von Ihnen ; und der Müller ist ein netter, junger Mann, und ich würde Nichts dagegen haben, wenn er meine Tochter heirathet. Aber man muß sich als Mutter doch vorsehen, und da komme ich zu Ihnen, um zu sragen : .WaS hat denn so ein Sekundaner bei Ihnen aus's Jahr?" D er an Stelle von Dr. SchulzeDelitzsch zum Anwalt der deut schen Genosienschasten erwählte Rechts anmalt F. Schenck zu Wiesbaden hat lein Amt mit folgender Ansprach: an die Genosienschasten angetreten: Von dem 2-1. allgemeinen Vereinstage zum Anwalt der Deutschen Genosienschasten berufen, zeige ich Ihnen an, daß ich die Geschäste übernommen habe, und be

grüße Sie a?s Ihr Anwalt. Ich bin in das mir übertragene Ehrenamt mit dem ernstlichen Willen eingetreten, den wah ren Jnteresien der deutschen Genossen schatten und deren Mitglieder meine ganze Kraft zu widmen und mir Ihr Vertrauen alle Zeit zu erhalten. Ge währen Sie mir Alle und ein Jeder an seiner Stelle Jhe Unterstützung in meinem redlichen Streben, dann wird uns gelingen, da große deutsche Ge nossenschastswesen zu festigen, sortzuführen und weiter auszubilden zum bleibenden Andenken an unseren großen Meister Dr. Schulze . Delifcsch, zum Wohle der Menschheit und zu Ehrrn und Frommen des Vaterlandes. Die Universität I ürich nimmt seit zehn Jahren ordnungsmäßig auch weibliche Studirende aus. Schon in den 60er Jahren hatten einzelne Damen 'zu den (namentlich medicinischen) Vorlesungen Zutritt gesucht und bewilligt erhalten. Im Herbst 1870 melde, ten sich 22, im Herbst 1871 schon 31 ; im Sommer 1872 waren es bereits G3, im Herbst 110 und im folgenden Som mer 112. Die übergroße Mehrzahl (54, 110 und 112) bestand allerdings aus Russinnen. Als aber diesen von Petersburg der Befehl zukam, vor Iah resschluß heimzukehren, trat daS Frauen studium an der Hochschule sofort in die Grenzen zurück, innerhalb deren eS sür ebenso unbedenklich wie berechtigt gelten kann. Am 13. Mai 1873 ersolate der vom akademischen Senat gewünschteRe gierungserlaßLber die Jmmatriculation und deren Vorbedingungen sür beide T- f m . . , - - mm m ejauccjicr. cgenwarllg zahlt Zürich nur 31 weibliche Studenten (20der Medicin, 10 der Philosophie und 1 der Chemie); davon sind 7 aus Deutschland, und zwar je 2 aus Baden und Schlesien, und ji 1 aus Baiern, Ostpreußen und Sondershausen. Den Doctorgrad ha ben sich bereits 30 Damen erworben, 23 in der medicinischen und 7 in der philo sophischen Facultat (3 für Geschichte, Philosophie und Philologie, 4 für Ma thematik und Naturwissenschaft). Fräulein HubertineAu chert, die hübsche Frauenrechtlerin, ist so wird aus Paris berichtet außer sich über ein Reiseabenteuer, von dem sie mit einiger Befugniß behauptet, eö wäre nur in gankreich möglich: Die Chef-Re dactrice der .Citoyenne" machte kürzlich einen AuSflua an'Z Meer nd htMen in ....... . j - - - "5J Rochefort mit anderen Reisenden einen Omnibus, der sie nach einem Gasthose führte. Hier erhielt sie auf ihr Verlan gen nach einem Ziemer den Bescheid :. .Wir haben keinen Platz für alleinrer sknde Damen." Wohin soll ich denn '.ibtt gehen ?" fragte sie. Das ist Ihre Sache!" lautete der Bescheid. .Wir nehmen keine Damen allein auf." Die übrigen Touristen lachten und gaben dem Hotelbesitzer Recht. Jetzt fordert Frl Hubertine Auchert als ein erstes Recht der Frauen", daß, wie es DamencoupeS giebt, auch Damenhotels errichtet werden. Wenn sie das nächste Mal versuchte, mit einer minder kühnen Kopfbedeckung zu reisen, so würde ihr vielleicht die schnöde Behandlung nicht mehr widerfahren; aber immerhin ist cs für das Land der sprichwörtlichen Galanterie bezeichnend, daß auch solche Dinge vorkommen kön nen. D e r Bauer A. Krupa auS dem Dorfe GrzenSko, bei Przeworsk in Galizien, entsandte vor einigen Tagen folgendes Telegramm nach Wien: Sr. Majestät Franz I. in Wien : - Meine Gattin, Mutter von sechs kleinen Kin dern, wurde zu sechs Tagen Arrest ver urtheilt. Bitte um Begnadigung. Ant wart bezahlt." Die Entsendung dieser originellen DepksÄe hatte zur Folge, daß der Kaiser nach Erhalt des Tele gramms dem Richter von Przeworsk, welche? die Angelegenheit der Frau Krupa leitete., den Austrag ertheilen ließ, unverzüglich eine diesbezügliche Re lation nach Wien einzusenden. Aus Dresden werden ei' nem Prager Blatt nachträglich Einzel heiten übe? die famose Landesverraths Affaire deS polnischen RomandZchterS KraszelJZki bericht?t, aus denen mir daS Nachstehende mittheilen : FraszewSki habe den Vermittler gespielt, als der Mitangeklagte Hauptmann Hentsch eine von ihm gemachte Erfindung einer bes seren FeuerwasZ?, welche ihm die deutsche Regierung nicht abkaufen wollte, weil mittlerweile bei ihrer Erprobung ein preußischer Ossizier das Geheimniß der Waffe abgesehen hatte, einer fremden Macht verkaufen wollte. Diese Machi sei Italien gewesen.- Der Kaufpreis sei Hentsch durch KraZzewskis Vermittlung ausgezahlt werden und die Quittung nebst den daraus bezüglichen Ariesschaf. ten unter den consiZcirten Papieren des Dichters gesunden worden. Armin Ad, ler, der sich d?ch Hentsch auS seiner Vtttrauenssteil'.'-.g bei KraszewSki ver drängt sah. habe diesen verrathen. Un ter seinen Pzpieren sand sich ein diplomatischks Archiv. daS von KraSzewLki'S Verbindung mit allen Malcontenten Deutschlands zeugen soll. Erschwerend iei,daß Kcaszeniskt seit vielen Jahren durch die französische Botschaft in Ber lin Gelder bezog, was aber nur eine Folge seiner Mitarbeiterschast bei Pari ser Regierungsblättern gewesen,die schon ziu Napoleons Zeiten begonnen und m Xl V.kV.tlSW Ajfcl.VI WtUWt 4l I ? ..J, , . P. , . hauptsächlich Attiltt uver oie polnische .. betroffen bätte" ,