Indiana Tribüne, Volume 7, Number 4, Indianapolis, Marion County, 22 September 1883 — Page 2

Indians Hriöüne.

FSgNiS und Sonutsgsansgave. Offlcet ISOQ.Marhlandstr. Indianapolis, Ind.. 22 September '83. Moderne Wellbumler. Schon jene Touristen, die mit bliß Ähnlicher GesSvindigkeit in 14 Tagen Europz durchflogen, sich zwei Taqe in Paris, einen Tag in Rom, sechs Stun den in Venedig aufbielten und sich dann mit ihrer genauen Kcnnlniß de ganzen Crdtheil?, der Sitten undAnschauungen seiner Völker brüsteten, waren unausstehliche Menschen. Harmlos und förrnlich liebenswürdig sind dieselben den Narren gegenüber, welche jetzt eine Reise urn die Erde in möglichst kurzer Zeit bewerkstelligen. Seit Eröffnung der Pacificbahn und des Canalö von Suez haden sich NeiseUntecnehmer", ie z. B. die Herren Cook etablirt, welche ihre Opfer um die ganze Erde herumhchen. Jules Verne erzählt die Geschichte eines Engländers, der die Reise um die Welt in achtzig Tagen gemacht hat und seit dem ist es den Reisebureaux gelungen, die Zeit der Reisen aus 79 Tage, ja sogar auf 78 Tage und 12 Stunden zu beschränken. Weltreisenie dieser Art pflegen Ja pan fünf Tage, China und um auch die Linie pasnrt zu haben, Java je einen Tag, Ostindien und Umgebung eine Woche. Eaypten sechs Stunden und Italien, Frankreich und England je drei Tage zu widmen. Als Ausbeute, als Frucht ihrer Reise bringen sie eine verwirrte Erinnerung an javanische Pyra miden, Hindu-Tempel in China, japa nesische Badeanstalten in Ostindien und italienische Vulkane in Japan heim. Richt wie das GänLchen, das über den Rhein'zog und als Gänserich wieder heim kam, sondern siebenmal bornirter kehrt der Weltumsegler zurück, alö er ausgezogen. Damals wußte er nichts von sremdcn Ländern, jetzt weiß er nichts als Falsches über dieselben. Die erhabene Ruhe des Orients wird am empfindlichsten durch diese Weltreisenden gestört. Aus der ganzen Strecke zwischen Japan und Egypten findet der Mann, der mit Vernunft reist, jene Menschen, die die Welt im Fluge durchrasen, die weiße Kappe des Beduinen aus dem Kops, in gelben Nangking ge kleidet, den riesigen Sonnenschirm und den Murray unter dem Arme. Sie sehen nichts von den Wundern, die sie umgeben, denn ihr ganzes Sinnen und T,aHten ist nur darauf gerichtet,auf den vom Reisebillet vorgeschrieben Stationen rechtzeitig einzutreffen. Wohin der Weltbummler kommt, bringt er eine Atmosphäre von Rastlosigkeit mit sich. Für den selbstständigen Reisenden ist es geradezu eine Pein, vorübergehend einen Menschen zum Gefährten zu erhalten, der die Uhr in der Hand und übergahrPläne gebeugt, jeden Augenblick die Be sürchtung ausspricht, die Abfahrt deZ nächsten Dampfers oder Eisenbahnzu aes zu versäumen. Die würdevollen Orientalen und die Ausländer, die sehen, lernen und genießen wollen, dringt er zur Verzweiflung. Er paßt in die ruhige und stabile Großartigkeit des Orients genau so hinein, wie die gellende Dampfpfeife de'S Damdfschiffes in die Stille der Canäle von Venedig. Die Ratur selbst scheint gegen das Vordringen dieses Weltrcifenden zu protestiren. Die Cholera in Egypten war der erste Versuch, ihn au dem Oriente fern zu hatten. Die Jerstötung auf Java und die Versperrung de: sunda-Meerenge durch vulkanische 5!uSdrüche waren nicht mißzuverstehende Warnungen, Java mit seinem Besuche zu verschonen, und der Krieg zwischen China und Frankreich, der leicht zur Riedermetzelung allerAuZländer inChina führen kann, wird ihm China sicherer verschlossen halten, als die chinesische Mauer, wenn dieses würdige Institut noch in seiner ganzen Vollständigkeit bestände. 5lmeriranis6)eS Leder. Die Gerberei, der bekannte wichtige Industriezweig unseres Landes, verlegt' ihre Werkstätten und Fabriken mehr und mehr nach dem Westen. Die Eichen und Hemlocktannen'Bestände des Ostens sind so zusammengeschmolzen, daß eS nöthig wurde, die Gerbereien in der Nätz: solcher Wälder zu errichten, die den erforderlichen Gerbstoff, die tanninhaltige Lohe noch in qenügenderAus beute liefern. In Massachusetts, Con necticut und Ohio bestchen noch bedeutende Gerbereien, welche , die Rinden theils aus Maine, theils aus Canada zum Theil aber auch den aus den Rin den gewonnenen Ctract beziehen. Die, Adirondacks enthalten noch Eichen und Hemlocktannen in scheinbar unerschöpfli chen Vorräten, sind aber noü wenig zugänglich. In den Gerbereien werden jetzt ebenfalls kostspielige Maschinen in ausgedehntem Maße verwendet, so daß der vorlheilhaste Betrieb der Gerbern sich mehr und mehr auf großartige EtabliffementS beschränkt. In diesen wird das Leder bedeutend schneller her gestellt, als dies früher möglich war, im Großen und Ganzen aber ist der Gerbe Proceß noch derselbe, wie vor langen Jahren. Die größere Schnelligkeit wird dadurch erreicht, daß j'tzt die verschiede nen Brühen und Stoffe,- die zur An Wendung kommen, in warmem Zustande verwendet werden, während dies frü her für unzweckmäßig und der Qualität des Leders ..schädlich erachtet wurde. 5Xn Betreff der Lohbrühe oder der verdünnten Loh,x!racte ist jedoch zu be achten, daß die Temperatur derselben die thierische Wärme nicht übersteigt. . WaS Sohlleder anlangt,, so steht das ainexi kanische Product hinter keinem anderen der ganzen Welt zurück. In hochfeinem Kalbleder sind Frankreich und einzelne Theile Deutschlands der amerikanischen

! Waare voraus. Auch daZ russische Juch-

n oder richtiger Juften wird jetzt bei 7,s in gleicher Güte fabricirt wie in Rußland. Dieses rothgare Leder zeich net sich bekanntlich durch Stärke. Geschmeidigkeit, seine Widerstandsfähigkeit gegen Waffer und Feuchtigkeit und einen eigenthümlichen Geruch aus. Das beste Justen kam früher ausschließlich aus der G?gcnd von Nowgorod und aus Süd rußland, wo es in Brühen von Weiden rinde gegerbt und von der Fleischseite aus mit Birken'heeröl behandelt wird. Die künstliche Narbe in der Gestalt ge gitterte? Linien, mit der es versehen ist, ist völlig nebensächlich. Daß der Geruch deZ Juftenleders nicht von der er wähnten Behandlung desselben herrührt, sondern demselben künstlich mitgetheilt wird,' hat der amerikanische Gesandte in St. Petersburg, Herr Jemell, ein Bru der des Herrn Pliny Jewell von der Firma Jewell & SonS, früher in Win ehester, N. Y., jetzt bei Hartford, Conn.. durch Zusall entdeckt. Derselbe steckte bei dem Besuche einer der größten Ger bercien in St. Petersburg den Finger in s; Faß, das eine ihm in der väter tickn Gerberei nicht bekannt gewordene Flüssigkeit enthielt. Durch den Geruch entdeckte er sofort, daß die letzter: rine schwache Lösung von Asa fbetida Asant, Stinkasant, TeufelLdreck, war, jenes verhärteten Milchsastes der Wurzel eines in den südrussischen Steppen einheimischen Doldengewacyses ierula asa soetida , der in der Medicin vielfach verwendet wird und den Haupt bestandtheil der bekannten Worcester shire.Tafelsauce bildet. Dieser Stoff giebt dem russischen Justen seinen eigen thümlichen Geruch und derartiges Leder wird gegenwärtig zu B. bei Nemark, N. I., sc vortresflich hergestellt, wie irgendco in Rußland. CnglanV u::d Frankreich im Oste. Wie die Franzosen durch ihren Feld zug in Tonkin eigentlich nur für die Engländer die Kastanien aus dem Feuer holen, geht aus einem Briefe aus Hong kong an den London Standard- her vor. Augenblicklich, heißt cs darin, wird der Handel in Hongkong sowohl, als in Mauritius durch das Vorgehen der Franzofen schwer geschädigt, in letzterem Falle duzch den Angriff aus Madagas kar. Die Bedeutung der beiden kleinen Inseln wird häusig unterschätzt, ist aber größer, als diejenige irgend welcher französischen Colonie, Algier und Tunis nicht ausgenommen. In Hongkong liefen im vorigen Jahre so viele Schiffe :in und aus, wie zur Zeit der Thronde steigung der Königin Victoria in Lon don. und Mauritius hat einen jahrlichen llrnfifc von C Millionen Pfund. Beide Platz: haben durch die französischen Abenteuer so gelitten, daß das Geschäs: auf 23 Procent des Durchschnitts herunt'rgksunken ist. Was indessen den Ivateren Ein fluß auf die britischen Handelsinteresjen anbetrifft, so ist zwischen dem Feldzug in Tonkin und dem in Madagaskar ein großer Unterschied. Letzterer kann Nie mandem etwas nützen, Mauritius hingegen schädigen, ersterer kann, wenn er erfolgreich durchgeführt wird, den Kauf leuten in Hongkong einen wahren HandelSstrom bringen. Selbst in Saigon, der cochinchinesischen Hauötniederlassung der Franzosen, wird das Geschäft größ--tenthtils von chinesischen Häusern gC' führt, die ihre eigentliche Niederlage in Hongkong haben. Im vorigen Jahre wurden Waaren im Werthe von $9, 000,000 nach Saigon eingeführt, toovon nur 1,000,000 auf französische Waaren .entfiel. Und da von dieser Million noch dazu mehr als die Hälfte aus Wein und Spiriluosen kam, so ist klar ersichtlich, wie geringe Handelsvor theile Frankreich aus seiner Besitzung in Cochin China zieht. Auf der anderen Seite ist der Verkehr zwischen Hongkong und Haiphong, dem tonkinesiecben Ha fen, fortwährend gestiegen. Ehe die Blokade eintrat, genügten zweiDampfer die Woche kaum, den Verkehr zu bewäl tigen, und unter französischer Herrschaft dürste sich der Handel mit Tonlin eher heben, als vermindern. In Hongkong bestehen bereits Banken, Märkte, Lager Häuser und alle die Bequemlichkeiten des modernen Handels, die in Tonkin noch nicht geschaffen werden können. Außerdem kommen dorthin täalick von der einen Seite die großen Ocean dampfe? aus Japan und Amerika, von der andern die von Australien und Europa. Tausende unter nehmungZlustiger chinesischer Kaufleute haben sich daselbst unter der britischen Flagge niedergelaffen, die ihnen mehr Schutz gewährt, als die chi nesische Negierung. Hongkong ist that sächlich das geworden, was es nach der Absicht'der weitblickenden Leute werden sollte, die zuerst aus der öden Insel die britische 'Flagge aufzogen: der große Handc!3Knotenpunkt in den chinesischen Gewöffcrn. Folglich werden die fron zöjisdjen Soldaten, die etwa in Tonkin Garnison beziehen mögen, lediglich einen Handel beschützen, der sich aus ganz na türlichem Wege nach Hongkong zieht. Haiphong mag in Folge seiner günsti gen Lage an einem mächtizcn, in daS Innere von China hineinführenden Flusse mit der Zeit einmal der Neben buhler Hongkong's werden, aber sür jetzt und die absehbare Zukunst kann durch einen französischen Triumph nur die englische Niederloffung gewinnen. In Hongkong selbst ist oder war beim Auöbruch der Feindseligkeiten diese Ueberzeugung so allgemein, daß alle ausländischen, selbst die britischen Kaufleute mit Frankreich s y m p a t h i s i r t en. An einen offenen Krieg mit China glaubt man nicht, weil die iin Reiche der MiUe selbst weilenden Briten von dessen militärischer Tüchtigkeit weit weniger überzeugt sind, als die Zeitungsschreiber daheim. Das - freilich bcflritt man nicht, daß die frän'zösischen.Truppkn in Tcntin mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben und, im Anfange nicht vicl ausrichten würden, aber man hoffte und wünschte, daß sie wenigstens keine

entscheidende Niederlage zu erleiden hät-1 a Tv . ' c. t- . rr-r 1

ic 11. x;enn oie grop ai;cg oie VSljer süöteleien unter den Angehörigen der verschiedenen europäischen Naiionalitä ten sind, am Ende haben alle Euro päee im Osten gemeinschaftliche Inte reffen und gemeinsame Gefahren. Die Demüthigung irgend einer europäischen Macht bedeutet den Verlust des Ein fluff.s für alle anderen. Man war daher geradezu erfreut übe? die Nachricht, daß die französische Regie rung den Kampf mit allem Eifer auf nehmen werde, urn den Tod Riviere's zu rächen und Tonkin zu unterwerfen. Viele Engländer sprschen sopar laut den Wunsch auS, daß Frankreich Krieg ! mit China ansangen möge, um den Chinesen eine Lection zu geben". Indes sen. meint der Corre'pondznt, vergessen diese Herren doch wohl, daß Frankreich schwerlich britische Kaufleute mittels einer Panzerflotte schützen würde, wenn eö gegen China zu kämpfen hatte. Was nun auch das Ende derGeschichte sein mag, jedenfalls ist nicht einzusehen, welche Vortheile Frankreich zu erringen hofft. Selbst wenn der Krieg mit China vermieden wird, ist ein langer Feldzug in Tonkin unvermeidlich, was jetzt noch deutlicher erkennbar ist, als zur Zeit, da der Correspondent schrieb, und in sranzönschen Handen kann Ha, phong nur ein zweites Saigon werden, oder ein werthvoller Hilfshafen für Hongkong. Wollten die französischen Staatsmänner' einmal die Colonien Großbritanniens und Frankreichs per fönlich besichtigen und beide miteinander vergleichen, so würden sie finden, daß durch die militärische Besetzung eines Landes noch nichts gewonnen wird. Was sür eine Nation eine Quelle des Gewinns ist, bedeutet für die andere nutzlose Erschöpfung ihrer Hilssmittel. Die französischen Kaufleute haben weder das Capital, noch die Kenntnisse und den Unternehmungsgeist, um der Flagge ihres Vaterlandes zu folgen und Handels Unternehmungen nach Art der britischen zu gründen, die überall von selbst ent stehen, wo die britische Fahne w'ht. Eine furchtbare Nacyt Herr William Batterson von Buffako, N. Y.. besitzt in dem Oeldistrikte des County McKean, Pa., werthvolle Oel quellen und in der unter dem Namen Kinzua Wildrnß" bekannten Ansiedlung eine malerisch gelegene Farm: Howard Hill, auf welcher er in diesem Sommer mehrere Wochen mit seiner Familie zu gebracht hat. Vorige Woche hatte er mit seiner Frau und feinen beiden Km dern Bradsord, Pa.. einen Besuch abge stattet und machte sich gegen Abend auf den Heimweg. Die Stkaße tritt schon in der Nahe des Dorfes Alton in einen sörmlichen Urwald ein und ist wenig befahren. Nachdem Batterson seinen Weg mehrere Stunden lang sortgeseZt hatte, fand er. dak er die Strafe aän,lick ver. loren hatte, und jeder Versuch, dieselbe wieder zu gewinnen, erwles sich als ver aeblich. Die Nacbt war völlia dunkel und ungemein kalt, so daß man schon der Kinder wegen nicht daran denken durfte, im Freien zu übernachten. Batterson halte elne Laterne, wie sie die Conduc teure der Eisenbabnen benuken. in sei nem Wagen und versuchte, bei dem Scheine derselben, die Straße wieder zu finden. Nachdem er in verschiedenen Richtungen Erfolglos durch den Wald vorgedrungm war, kam er an eine & senbahn, neben der ein schmaler ftadr weg hinlief. Er glaubte auf letzterem am ersten zu einer Station oder irgend einer menschlichen Wohnung gelangen zu können, holte Pserd und Wagen und verfolgte den Fahrweg. Nach einer kurzen Strecke hörte die Straße vor einer Schlucht aus. die Babn war iedock stwl sehen den Schwellen so ausgefüllt, daß der Wagen Dieselbe ohne allm schnm meS Rütteln und Stoßen pasiren konnte. Nach unaesäbr 100 Schritten gelangte der Wagen aus eine Brücke und zwar, wle Batterson der dem Scheine seiner Laterne erkannte, den Kinma Viaduct, die höchste Eisenbahnbrücke der Welt, die in einer Höhe von 203 Fuß Die Schlucht überspannt, durch velche sich das Flükcken Kirnu feinen Wea Ge bahnt hat. Der Viaduct ist so schmal, daß an ein Umlenken des Wagens nicht zu denken war. Batterson ließ Frau und Kinder aussteiaen und fübrte das Pferd so über den Viaduct, daß zwei Naoer aus einer Holzplanke neben den Geleisen liefen, wäbrend die beiden an deren über die Schwellen innerhalb der Geleise dahingeschleppt wurden. Unmittelbar hinter der Brücke tritt die Bayn in nen durch Die Felsen ge fprengten Durchstich, der so eng lst, da kein Mensch sich so dickt an die Fels b wand drücken könnte, daß er nicht von einem den Einschnitt passirend'en Zuge zermalmt werden müßte. Ein hestiger Windstoß löschte die Laterne, und alle Versuche, dieselbe wieder anuünden. waren vergeblich. So schnell es die Finsterniß gestattete, ging es über die Schwellen vorwärts, die Mutter trug ein Kind, der Vater das andere und schleppte das keuchende Pferd am Zügel hinter sich her. Da tauchte das Licht einer Locomotive, allerdings noch in veiter Ferne vor den entsetzten Blicken der Wanderer auf; vorwärts eilten die selben, so schnell eS ihre Krast erlaubte. Der Schein des Lichtes schien deutlicher zu werden und sich zu nähern; das Ge rausch eines sich nähernden Zuges war noch nicht vernehmbar, aber in den Zweigen der Bäume über ihnen rauschte der Sturm. Vorwärts ging es. dem Zuge entgegen. Da war das Ende des Durchstichs erreicht, in sürchterlicherNSHe schon tönte daS Schnauben der Locomo tive, das Rasseln der Räder, da beschien die Laterne der Locomotive eine Fa.hrstraße, welche dort die Bahn kreuztet Noch eine letzte Anstrengung. Menschen, Thier und Wagen erreichten diese Straße und der Zug donnerte vorüber.' Frau Batterson brach wie leblos zusammen, ihr Gatte holte von der nahen Station .Palen'S Switch" Beistand herbei und bald waren Alle, so gut eS die Umstände .gestatteten, untergebracht. Ihre Erret-

tung auS dieser suichlbaren Gefahr hat,

ten sie nur dem Umstände zu versanken, daß an dem Zuge, der an ihnen vorüber fuhr, eine Axe alühend geworden war, und daß dies auf der genannten Station einen Ausenthalt von zehn Minuten her beisührte. Ohne den letzteren hätte der Zug in dem beschriebenen Durchstiche die ganze Familie, sowie Pferd und Wagen zermalmt und wäre wahrscheinlich selbst in sein Verderben gerannt. Eyestneivunzen. Im Districte Columbia werden all jährlich so viele Eben geschieden,' daß, wenn diesis Geschäft in den ganzen Ver. Staaten im Vethöltnisie zur Bevölke rung in derselben Weife blühen würde, in solchen alljährlich 0.000 Scheidungen ausgesprochen werden müßten. Frau Belva Lockwood in Washington, welche die Advolatenpraxlö daselbst betreibt, ist speciell in EbescheidunzSAngelegen Huten viel beschästigt und versichert, daß die Häufigkeit der wchewungen nicht so wohl in den Bestimmungen der dortigen Gesetze, als in dem Verfahren der Ge richte und Anwälte begründet sei. Wäh rend nämlich anderwärts die Beweisaufnähme über die den Proceßfchriften zu Grunde liegenden Tyatsachen in östent licher Verhandlung erfolgt, werden die zur Entscheidung ersorderlichen Unterlaaen n Washington den erichten meist in Form beschvorener Assiöavits über reicht. Gerade der Ebezwifligkeiten hält die Scheu vorder Oeffentlichkeit so manches Ehepaar von dem Betreten des Proceßweges zurück. Früher war es häung der Fall, daß Personen nach ganz kurzem Ausenthalte im Distrikte Ehe scheidungsklagen anhängig machten und Scheidungen erzielten, fetzt setzt die Klaaerhebung einen Ausenthalt von minbestens zwei Jahren im Districte vor auS, wenlastens auf dem Papiere. In Jndiana, Utah und Connecticut sind jetzt Scheidungen leichter zu erhalten, als in Washington. Die Gesetze der einzel nen Staaten sind in Betreff der Ehescheidungsgrunde außerordentlich verschieden. New Noik bezeichnet als solche : Gewalt oder Täuschung bei Eingehung der Ehe, Wahnsinn, den Nachweis, daß eines der Eheleute bei Einge hung der Ehe bereits verheirathet war und daß der andere Ehegatte noch lebt. Unfähigkeit, die Zwecke der Ehe zu er füllen, Eingehung der Ehe vor erreich tem gesetzlichen Alter. Ji dem Prohibitionsst'aate Maine kann man ebenss leicht Schnaps erlangen, so viel man will, als geschieden werden. Das dortige Gesetz stellt die Scheidung gänzlich dem Ermessen des Richters anheim. Dasselbe ist in NordEarolina der Fall. I , Virginien ist die Frau, in West. Virginien der Mann zur Scheidung be rechtigt, salls nach Eingehen der Ehe schlechte und früher unbekannte Eigen schas:en am anderen Theile hervortreten. In Connecticut kann ein Gatte geschie den werden, wenn der andere durch sei? Verhalten ein glückliches Zusammenleben unmöglich macht. In Alabama ist auch die Frau zu dem Antrage aus Scheidung berechtigt, wenn sie dem Manne nachweist, daß er vor seinerVerheirathung nicht streng moralisch gelebt var. In Kentucky giebt eö die meisten Ebescheidu.igsgründe. BomIntanv. Anfang voriger W och: g i n' gen bei dem Bundesschatzamte in Wash' ington zwei Pakete verstümmelten Va piergeldeS ein. Das eine enthielt $450 in Eindollar Noten. Zwei Brüder in Montana bearbeiten gemeinschaftlich eine Silbererzader ; der eine derselben hatte sich, ohne daß eS der andere wußte, die N50 gespart und solche in Papier ein gewickelt in einem alten Ofen der Hütte verfleckt, der nicht gebraucht wurde. Neulich, als es auZ dem Kamin unerträglich rauchte, machte der andere Bru der in dem Ofen Feuer an. AlS der Besitzer der Summe hinzukam, konnteer nur noch die halbverkohlten Ueberreste feines Schatzes aus dem Feuer reißen. DaS andere Paket'entbielt die Ueberreste mehrerer Einhundert'Dollarnoten. Ein Farmer hatte solche von einem ViehHändler fürSchlachtvieh auf seiner Wiese ausgezahlt erhalten und statt sie in die Tasche zu stecken, aus Versehen auf den Boden fallen lassen. Dort hatte sie ein Kalb gesresien. Letzteres wurde geschlachtet und im Magen fand man auch die Ueberreste vor. Sämmtliche Ueber reste sind geprüft und an ihnen sind so viele zuverlässige Merkmale der Echtbeit entd:ckt worden, daß sie gegen neue No ten eingewechselt wurden. Der farbige Pastor Cren shaw in TrenSdale Co., Tenn., unter hielt bereits seit längerer Zeit ein ehebrecherisches Verhältniß mit der Ehefrau eines weißen Farmers und setzte dasselbe tron vielfacher Warnunaen fort.' AlS er neulich zur Nachtzeit wieder die Farm verließ, faßte ihn eine Anzahl Weißer ab, schleppte ihn unter einen Baum und schickte sich an, denselben zu hängen. Der Sheriff hatte von dem Vorhaben Kenntniß erhalten , und eilte mit einer HilsZmannfchast herbei.' Im Handgemenge zwischen dieser und dem Mob gelang eö dem Herrn Pastor, der bereits die Schlinge um den Hals ge habt hatte, zu entkommen. Die Besitzer sämmtlicher SommerhotelS in der Umgebung von Boston haben in der ablausenden Sai son in Folge des kalten Wetters -Geld zugesetzt. In H e l e n a. M o n t., ist alles theuer, auch die Almosen, eine Bettlerin soll eS dort mitunter auf 530 täglich bringen. ' Louis G. Maquiza in der Hauptstadt Mexico ist kürzlich im Alter von 125 Jahren gestorben. Ein 16 jähriger Knabe in EnniS, Tex., hat kürzlich 608 Psund Baumwolle in einem Tage gepflückt.Am 1. Oktober d. I. v i r d. in Canada die erste Hochschule süc das Studium der Medicin sür Frauen und zwar in Toronto öffnet.

er. . er . . i - . e- ....... r t !

rrlle von Pecannuz sen ist in diesem Jahre in Texas reicher wie je zuvor. Sogar die Indianer wer den jetzt anspruchsvoll. Früher begnügte sich eine Nothhaut, mit rothen Sr-cken und Kautabak, vor iinigen Tagen aber schrieb der Kleine Chef" vom Stamme der Cheyennes an Secretär Teller und verlangte, daß die Regierung ihm einen lnzug nach der neuesten Mode anferti pen losten und ihm einen grauen hohen Hut kaufen solle. Louisiana verliert einen Theil seiner Baumwollernte, die von anderen Landplagen noch verschont war, durch Raupenfraß. Die niedrigen Baumwollpreise werden deshalb wohl kaum steigen, weil die Vorrälhe noch groß sind, und der Absatz baumwollener Waaren ernstlich stockt. ,E i n Unglück kommt selten allein." In welchem Verwandtschaftlichen Verhältnisse befanden sich zehn Personen, die kürzlich in Palermo,. OS wego Co., N. I., ein Familienfest feierten und folgende Verwandtschaftsgrade repräsentirten: 2 Großväter,2 Großmüt ter, 6 Kinder. 1 Bruder, 3 Schwestern, 1 Onkel, 2 Tanten, 5 Cousins, 3 Nich. en, 1 Sohn. 4 Töchter, 3 Väter, 3 Mütter, 2 Schwiegerväter, 3 Schwie germütter? Die Familie des altenFarmers Wil-y Marn in South - Washing jton, Pendar Co., N. C., vergrößert sich durchschnittlich um 3 Personen in der Woche. Am 15. d. Mlö. hatte er 281 Kinder, Enkel, Urenkel und Ur-urenkel. E x-G ouverneur Blackburn von Kentucky hat zur Rechtfertigung sei ner Vielsachen' Begnadigungen eine Er klärung erlassen, in der eS unter Anderem heißt: Kurz nach Antritt meines Amtes unterwarf ich daS Zuchthaus des Staates einer gründlichen Besichtigung und fand empörende Zustände vor. Da Gebäude starrte vor Schmutz und war eine Brutstätte für tödtliche Krankheiten. Je zu Zweien waren über dreihundert unglückliche Gefangene in Zellen eingeschlossen, die 6 Fuß 8 Zoll lang. 3 Fuß 9 Zoll breit und 6 Fuß 3 Zoll hoch waren. Es war nicht möglich, diese entsetzlichen Zustände sofort zu än dern und ich nahm mir vor, behufs Befferung derselben so viel als möglich Gnade walten zu lassen. Alle diese Leute hatten nicht die Strafen zu verbüßen, die ihnen zuerkannt waren, sondern Martern auszustehen, die kein Mensch dem andern zufügen darf." In Chicago betrat dieser Tage ein kräftiger, gebräunter Farmer einen Straßenbahnmagen, eine große Wassermelone vorstchtig auf . seinem Schooße zurechtlegend. Ihm gegenüber nahm gleich darauf ein haqereS Frauenzimmer Platz, der graue Korkzieherlocken über die gelben Wangen sie len, und die einen mächtigen Stoß Tractätchen auf dem Arme trug. Eine dieser heilsamen Schriften reichte sie dem Far mer, der dieselbe höflich in Empfang nahm und äußerte : Es ist doch hos sentlich etwas zu lachen?- Rein, gar nichts zu lachen, schnarrte die Alte mit einer Fistelstimme, die durch daS Singen und Kreischen auf denStra ßen einen unangenehm scharfenTon ange nommen hatte diese Schrist wirdEuch zur Furcht des Herrn leiten und vor Allem dahin bringen, daß Ihr so ver flachte Flaschen, wie da eine auS Eurer Rocktasche herausschaut, wie höllisches Feuer von Euch erst Berfluchte Flaschen?, na Madamchen, da sehen Sie sie erst näher an ; ich habe die Flasche soeben gekaust, weil meine Frau unsern Jüngsten, der 8 Monate alt ist, entwöhnen will." Dabei hielt der Farmer der Alten eine Sauaflasche unter die Nase. Sämmtliche Passagiere brachen in ein unauslöschliches Gelächter aus und die fromme Dame verließ mit Würde den Wagen. Der Farbige Manuel Man, tano in Rorwich, Conn., wurde kürzlich von einem Polizisten mit einem Revolver Kaliber 32 in die Brust geschossen ; die Kugel durchbohrte den linken Lungenflügel, die Leber und wandte sich dann nach unten ; sie konnte nicht gesunden werden. Die Aerzte hielten den Mann sür absolut tödtlich verwundet; derselbe war nicht ganz 14 Tage bett lägerig und lauft jetzt wieder über Stock und Stein, als ob nichts -pafsirt wäre. Der farbigeRiese von Ame rika ist Timothy ShieldS in Baltimore. Das Männchen mißt 6 Fuß 8 Zoll und wiegt 220 Pfund. Pon feinen drei Söhnen mißt keiner weniger als 6 Fuß t Zoll und dieselben wiegen 218, 230 and 24S Pfund. Deutsche Loca! achrlSten. P e st, 30. Aug. Trotz des Stand rechts haben sich die Unruhen in Zala wiederholt. Nachts brachen 400 Mann in Sokjtor plündernd ein. Die JudenHäuser in Szepetk, einem Orte bei Egerözeg,. wurden gestern geplündert. Ein Judenhaus wurde angezündet; das Feuer griff um sich und äscherte fünfzig Häuser ein. Die Cxcedenten wollten die Juden ins Feuer weifen, velche nur nach großen Anstrengungen Rettung fanden. Laut Meldung des StaatSan valtS in Egerszeg an den OberstaatS anwalt in Pest wenden sich nunmehr die Tumultuanten auch gegen die .nichtjüdi fche besitzende Klaffe. Kassel, 23. Aug. Der Chorsänger Baumann wurde heute durch Erkennt niß deS Schöffengerichts wegen Miß Handlung und Beleidigung des Regis seurS Martersteig dahier zu zwei Wochen Gesängniß verurtheilt. Bei einer Probe des Shakespeare'schen Stückes .Maß für Maß.wies Martersteig dem Angeklag ten einen andern Platz für den von ihm gewählten an, wobei er ihn an demAusschlage seines Rockes faßte, um ihn da hin ju sühren, wohin er ibn zu postiren wünschte. Dies , nahm Baumann sehr krumm und protestlrte mit den-Worten dagegen: .Martersteig habe ihn nicht anzufassen." Die Aufforderung Mar tersteig'S, sich ruhig zu verhalten und zu thun, was er ihn. geheißen, beantwortete

Baumann darauf mit einer Fluth von

scyimplmorten und einem heftigen Schlag: in'ö Gesicht. Natürlich hatte dies Verhalten B.'S dessen sofortige Entlassung zur Folge, zu der nun noü das Nachspiel an Gerichtsstelle hinzu ram. Kiel. 23. Aus. Graf EduzrkBau. difsin ist in Lübeck gestorben. Graf Baudlisin war e,n alte? Schleswig Holsteiner, der für die Unabhängigkeit feines Landes gekämpft und stch an der politischen Bewegung der sechziger und siebenziger Jahre lebhasl betheiligt hat. Er war ein Schwager von Richard v. Neergard, dessen politischer Führung er sich bereitwillig unterordnete. Noch der Aneklion vertrat er den dritten schl,Swiaholstkinifchen Wahlkreis lCckern sörde-SchleSwig) im Reichstag und wurde dann em Führer. der Landesvartei und Herausgeber ihres Organs, der Schleswia - volitemlschen Landcs,e! tuna". Mitte -der., siebennaer -Stobre. siedelte er nach Lübeck über und seitdem hat ?r einen politischen Einfluß nicht mehr ausgeübt, aber er hat bis an sein Ende allen politischen Dinaen ein leb hasteS Interesse bewahrt. Basel, 23, Aug. Die schweizerische Bierproduktion hat sich in den legten Jahrzehnten in so großartiger Weise qualillv unö quantitiv geHoden, daß sie nunmehr in der Reihe der Großindustrie eine bemerkenSwerlhe Rolle spielt und selbst in der Ausfuhr hübsche Anfänge' auswellt. WSYrend im Jahre 1867 blos 280,000Sektoliter gebraut wurden, bat daS abgelaufene Jahr 1832 ein Qantum von 920,000 Hektoliter zu ver zeichnen. Die Ausfuhr, die früher so zu sagen aleiü Null war. belauft sZck ae. genwärtig auf 10,000 Hektoliter. Trotz der ungeheuren Fabrikation im Lande hat dieEinfuhr n cht ab , sondern bedeu tend zugenommen, sie betragt 05,000 Hektoliter. Erfreulich sür den Volks . ? . A f. ft . . m w . wiria iji namenillH Die Thatsache, daß die Schnapspest wohl durch keine gesetzliche Bestimmung wirksamer verdrängt wird, als dadurch, da?; allenthalben.. rntif in nfsnTiptt . yv.i vykyniuni, VlVilUlB IN oer romanischen Schweiz em trinkba reö Bier um billigen Preis zu finden ist. Aachen. 27. Auaust. Der Keuthe Tag beim Musikfest begann mit einem seyr lnieressanten ampfe. Es handelte sich nämlich darum, eine funkelnagelneue Komposition vom' Blatte . zu - singen.' V r r n-rt w . 4Zroiesior . Zenlgmann hatte das Manufcript geliefert. Fünf Vereine wagten sich in die Feuerprobe. Der Sieg schwankte bedeutend zwischen dem einer sangerlrel5 und dem Circle fll ! .m n . ! . o O.l.i vuunuiys uua ociuiei. z,cHlerein wurde mit sieben gegen zwei Stimmen der erste Preis zuerkannt (Verdienst, medaille des Herzcg von SachsenCobürg,, sodann Äzse. Geschenk der Kaise rin, und PrachtAlbum. Geschenk des Kronprinzen und der Kronprinzessin), die Kölner erhielten den zweiten Preis (händel.Medaille. der Frau Mnnie. Px V . ftTl ... tt rc : t . r er vfc -"nnjy vtiii uconucrcc dritter Preis wurde für die Reunion Ly rique aus St. GilleS geschaffen. Nachmittag? siegte in der fünften Abtheilung, wozu sich nur ausländische Vereine ge meldet halten, La Concorde auS Chenee mit dem ersten, Cercle Vieutemps aus VervierS mit dem zweiten und Societe Royale Neunion Lyrique aus MalineZ mit dem dritten Preise. Abends endlich im Theater fand der 5auptkampf statt zwisazen vereinen höchsten Ranges mit höchsten Preisen. Dort standen sich zu nächst, die. zwei, berühmtesten Vereine Belgiens geqenüber : La Legia auS Lüt tich und L'.Orpheon aus Brüssel. Mit fünf gegen vier Stimmen wurde der öe gia der erste Preis zuerkannt (die Vase oeö Kaisers, goldene Medaille des Groß Herzogs von Baden und 1800 M.); ein stimmig erhielt dann L'OrpZeon den zweiten Preis (qoldene Medaille beS Kaisers und. L00 M.) Dem Verein LAmitie aus Pturages. der Vorzugs weise aukGrubenarbcitern besteht, wurde ein besondecer dritter Breis zuerkannt. ui o e AsrZyaZ. L. Au. Äm'veraanaenen Samstaa wurde LohrLdorfcrKopfe abermals .einRcblauS Herd entdeckt ; es ist diisks der vierte im laufenden Jahre. Der neue Infektion? Herd ist klein und umfaßt nur ca. sechs Stöcke, scheint also eine junge Ansiede' lung zu sein, wahrscheinlich voll geftü gelten Rkbläusen herrührend. Mit den Desinfektionsarbeiten, besteherd im Ue berbrausen mit Petroleum und Cinbrin gen von Schwefelkohlenstoff, wird sofort begönnen, während die eigentlichen Ver nichtungsarbeiten erst mit Beginn der kühleren Jahreszeit vorgenommen ver den. Die Untersuchung des- ganzen WeinberggeländeS im Ahrthal wird seh? eisrig und genau betrieben. Mannheim, 27. August. Ein in seiner Art wohl einzig dastehender 11. glücksfall hat heute eine arme Wittwe in schweren, Kummer versrjt. Dieselbe wollte aus dem Markt einige Einkäufe besorgen und ließ ihr forn ttjähriges Kind allein in dem verschlossenen Zim mer zurück. Zum Trocknen von Wäsche befand sich in der Nähe des Ofens ein schlaff aufgehängtes Seil, mit dem das Kind gespielt haben mag, wobei eS mit f . . ACk m mm m . , iklnem wem um m !ein feien erwiesn und als die Mutter zurückkehrte, fand sie zu ihrem Schrecken ihr einziges Kind im wahren Sinne des Wortes erhängt vor. Alle sofort angewendeten Wiederbele bungLversuche blieben erfolglos, da daS dünne Seil durch Strangulation den Todtes Kindes wohl sehr rasch herbei gesührthat. Posen, 25. Aug. Magistrat und Stadtverordnete hatten sich im öffentli chen Verkehrsinteresie 'dafür auögefpro chen, daß auf den Straßenschildern un serer Stadt die Namen in deutscher und polnischer Sprache angebracht werden; doch sind die beiden städtischen Körper schasten damit in allen Instanzen abge wiesen. worden, und sind danach aus Grund des Amtssprachengesetzes nur Straßenschilder in deutscher Sprache zulässig; doch können die alten Schilder mit Ausschristen in beiden Sprachen so lange beibehalten werden, bis neue Schilde? erforderlich sind.