Indiana Tribüne, Volume 6, Number 358, Indianapolis, Marion County, 14 September 1883 — Page 2
Dndiana Hnbüne. FSgliche nnd Sonntagsansgaöe. Osslee: Marhlandgr. JndianapoUS, Ind., 14 September '63.
Zum Erdbeden auf JSchia. 5 . Der große Gelehrte Palmieri bat, wie wir bereits erwähnten, die Ansicht auS' gesprochen, daß die Katastrophe durch den Einsturz der'von den Thermen auS gewaschenen Thonschichten veranlagt worden sei. - Prof. M.-- S.de Rossi, Direktor des Observatoriums "füc Geo dynarnik oder Lehre von den - wirkenden Kräften der Erde und eine Auto rität in vulkanischen Fragen, tritt dieser Ansicht trotz seiner hohen -Anerkennung sür Pallnieri in der Land.-Tia." ent gegen. Er glaubt, daß daö Erdbeben ein langsam vorbereitetes, weit verzweig teS gewesen sei und dann hätte voraus gesagt werden können, wenn aye Phä nomene, die demselben vorausgingen, beobachtet und an eine Centralstelle be richtet worden wären. Als derartige Anzeigen, welche de.Rosii bei seinen gründlichen Untersuchungen auf JZchia constatirt. hat, bezeichnet derselbe, daß die Temperatur der Badequellen Bereits 8 Tage vor dem AuSbruche zu stei gen begonnen hat, daß sich die Kraft der DampfAuöströmungen erhöhte.daß das Wasser in den Brunnen sank, daß zahl reiche schwache Erderschütterungen und unterirdische .Geräusche wahrgenommen wurden und daß aus anderen Theilen der Insel ähnliche Erscheinungen beob achtet worden sind. Ferner fand cm 25. Juli ein Erdbeben in Calabricn statt, am 27. zeigten die seismischen' Jnstru' mente die von Cacciatore,in Paler mo erfundenen Erdbebenmtsier' in Pesaro und am Abend desselben TageS im Vesuv-Observatorium verstärkte Le wegungen, und am 28. Juli waren die ciminischen Vulkane zu Perugia, Fermö und Pesaro in Thätigkeit. Alle diese Erschütterungen zeigten, wie diejenigen in Casamicciola, erst die Richtung von Nord nach Süd und dann von Ost nach West. Am Morgen! M 28. uurde in den Aquae Albalae bei Tivoli eine 93 Minderung der Wassermenge und eine Steigerung der Kohlensäure Auöströ rnung wahrgenommen. De Rossi schließt auf einen Zusammenhang aller dieser Erscheinungen unter einander und ver langt eine Vermehrung und bessere Or ganisirung der Beobachtungöstationen, sowie schleunigste Verständigung unter denselben, damit es möglich merde,dyna mische Katastrophen im Erdinnern vorherzusagen. Prof. Sueß, welcher kurzlich die S!t. zungen der geologischen Section der Schweizerischen naturforschen'oen Gesell schaft als Ehren. Präsident leitete und JSchia aus eigener Anschauung und ge nauem Studium kennt, schließt sich De sffsk WnRfi ?4 mArmvt ftrtifn. w w w . w m - 0 m sionen von überhitztem Wasserdampse, Versuche einer Eruption, wie sie imAet na häusig vorkommen. Nicht weit von JSchia entstand 1533 ein ganz neuer Vulcan, der Monte Nuovo". Dec Epomeo auf JSchia war nie ein Vulcan; die kraterförmige Oeffnung desselben rührt von einem riesigen Erdrutsch her. Am Fuße deS Berges dagegen, liegen Vuleane, und da Casamicciola aus einer Fortsetzung der deSfallsigen Felsgebilde steht, so kann stch bald da, bald dort eine JtTrf"Jtf Xtt1tmt H M ' . 9P jjf MMpVl 4 Im Anschlüsse an vorstehende Bemer kungen über die Vorzeichen-, die Art der Entstehung ' und die Natur der Katastrophe auf JSchia bringen wir . im Auszüge den Brief einer Dame aus Boston an ihre daselbst lebenden Kinder, der uns aus dem Grunde von besonde rem Interesse "erschien. 'weil sich 'die Schreiberin die ganze Nacht hindurch in den Ruinen von Casamicciola und in mitten der entsetzlichsten Scenen besun den hat. .Paris, den 12. Aug. Endlich habe - ich ' den fürchtbaren Eindruck insoweit überwunden, daß ich Euch wenigstens etwas mehr mittheilen kann, als - die kurze Nachricht durch den Telegraphen m Neapel. Am 23. Juli, Abend.waren Papa - und ich in Casamicciola ange kommen; am 23. früh, einem Samstage, erwachten wir mit hestigem Kopsweh. Nach dem Abendessen ging ich wieder holt vor dem Hotel aus und ab, aus dem ; freien Platze war Concert,' in dem lusti gen Speisesaale des stark besetzlenHotelö wurde getanzt. .Ich kehrte bald in unser Zlmmer zurück und wollte zu Bette ae hen. .Versuche es, noch ein Stündchen ' auszubleiben, sagte Papa, du kannst sonst in der Nacht nicht schlafen, wir wollen eme Partie Tr:a:rack spielen.! Papa hatte seine Uhr auf den Tisch ge legt, es war Punkt halb zehn Uhr.' Da schwankteder Boden, ein Tosen und Krachen zusammenstürzender Häuser er süllte dieLust.. wir - flüchteten - uns 'auf einen rneongen Fenflerstock, ans den wir unS stellten. In demselben Augenblicke schmetterte die Decke unseres . Zimmers herab, wir waren unverletzt, - konnten aber vor .Staub, kaum athmen. Von der Straße -.drangen CchmerzenZschreie und Wehegeheul zu uns herauf. .Wir . waren im Finstern; Papa erinnerte stch. dak auf emer Etagere an der Wand ein Feuerzeug mit Streichhölzchen stand. "ES gelang' ihm dieselben zu erreichen. bei lhrem Schein sahen wir den Fubo den unseres Zimmers zum Theil durch geschlagrn, aber Balken desselben und der Decke mochten es möglichen, darü ber hinwegzuklettern. DieWandschüt , terle. über die Straße. herüber leuchtete Feuerschein. .Wir gelangten in unser ' Schlafzimmer; da5 Fenster in demselben -führte in den Hof, der ein volles Stock werk höher es?. als die Straße.- Der Papa nahm mit wunderbarer Geistes oeaensart ein Packet Wachskerzen auS dem Koffer und steckte veld zu stch. Die TodeSschreie, daS Jammern, die Hilferufe tönten immer gräßlicher. Beim Scheine einer Kerze gelangten
wir in den yos; m vttsen war der gt
qenuberllegenbe Fluge! des Hotels ge 'türzt. 'Em ChaoS von Mauerwerkund Balken starrte uns entgegen. .Rettet mich, ich sterbe dräng ein Schrei an mein Ohr. i John sagte ich, erkennst Du die Stimme, es ist unsere Freundin, Fräulein van Allen.- Wir drangen in der Richtung, auS der die Stimme kam, vor, aber ein Balken, den wir betreten hatten, gab nach undwu .rolltenaus einem Hügel von Schutt in den zweiten Hos hmab, der eme Etage tiefer stch be fand. Schmerzhaft verletzt, riefen wir I .'it. -. - . ... IX . um jut, uorr von zm y lüiuc Gewirr gräßlicher Stimmend in derRähe war-Niemand. Wir haben später, ge hört, daß Frl. van Allen halbverkohlt ausgesunden orten -ist, em-Stu Mauer hatte sie bis über die Hüften hin auf zermalmt. Wir kauerten im Schutze der Teraste nieder, welche den zweiten Hof ttuz, aber bald erriZfen die Fläm a .: .2? ..' v . en mm oc5 yoijr: Lncen uinen uns stürzend; trtses :ni rollend kamen wir in dem unteren tadttheili an. Die Flam men aus der oberen' "Stadt beleuchteten unbeschreibliche Scenen der Verwüstung und Verzweiflung. ' Eine - Frau lief wahnsinnig aus und ab, sie hatte ihren . , v. " matten uno ltcocn moer, in oic rum mer ihres Hauses eingeklemmt, um Hilfe rufen hören, bis eine Stimme .nach der anderen rm Tode verstummte. S:e hatte an den Balken gerissen, daß , ihr da Flelsch von den Händen herab hmg, aber diesem ChaoS gegenüber hätte die Krast emeöHerculeS nlchtS ausgerichtet. Todte, Sterbende,-Berstümmelte, nrendt Müt ter und Kinder überall. Niemand ver mag das unsägliche Elend zu schildern. Nach Sonnenaufgsng gelangten wir an den Hasen und mtt dem ersten Boote erreichten wir Neapel. Tnkucr bezahltes WaHStyunl. .In New. Bork übersteigt bekanntlich die .Zahl 'der Todesfälle diejenige der Geburten - ganz reaelmSkig. Je nach den Jahreszeiten wird .dieses Mißver hältniß größer oder geringer, aber es ist yetS zu verzeichnen, und wenn es an hielte, würde New Vrk ohne Zuwanderung von Außen sehr schnell entvölkert werden. Selbst die erste Woche im Ja nu'ar 1883, eine der pesundheillich gün' stigflkn im ganzen Jahre, wieg 618 To dessälle gegen nur 595Geburten auf, die zweite Januarwoche sogar 683 Todesfälle gegen 546 Geburten, sodaß also in dieser einen Woche 137 Menschen mehr starben als geboren wurden. Noch schlimmer wird die Sache im Sommer, wenn die große Kindersterblichkeit in den Tenementhäusern herrscht und viele Er wachsene vom Hitzschlage betrogen oder sonst durch die übermäßig hohe Tempe ratur niedergebrochen werden. Während des ganzen Jahres kamen m der Mtropolis 37.931 Todesfälle und nur 27,321 Geburten vor. Das Mikverhaltnik zwischen der Zahl der gestorbenen und derjenigen der geborenen Menscren be lief sich also aus mehr alS 10,000,. oder nahezu 39 Prottnt.. ES ist somit ganz klar, daß New- Jork ein natürliches Wachsthum nicht hat. Man könnte einwenden und hat in der That häusig behauptet, daß das angege bene Mißverhültniß nur eine .Folge schlechter Statistik ist. Die TodessZlle wurden regelmäk'g anaezeigt, die Ge burten aber nicht, und- aus diesem Grünte könnten die angesührten Zahlen keinen Anspruch auf Glaubwürdigkeit er heben. Nun ist gewiß nicht zu bezwei feln, daß die Aerzte und Hebammen, denen die Anmeldung der Geburten ob liegt, m New York diese Pflicht. ebenso ost verbummeln mögen, wie anderSvo. Warum sie es öfter thun sollten, ist aber gar nicht einzusehen. Mit Bestimmtheit laßt sich sagen, daß in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen gemacht wurden, -die Lebenistatistik zu verbessern, und als Ergebniß dieser Be muhungen hat sich nicht eme Abnahme, sondern umgekehrt eine Vergrößerung des Mißverhältnisses zwischen Geburten und Sterbesällen herausgestellt. Sind vielleicht die gesundheitlichen Verhältnisse New-Yorks so schlecht, daß hierin der Lrund für den besprochenen Uebelstand zu suchen .ist? -Nun, voll kommen ist NevYork nicht, und diePresse der Metropole selbst legt täglich Zeuaniß ' dafür ab, daß letztere weder allzu reinlich gehalten noch allzu sorgfältig canalistrt ist. .Dazu kommt daS Zulannendrängen m thurmhohen, schlecht ventilirten MiethSkasernen und die häu sig - gänzlich ungenüaende - Ernährung namentlich der Jrifcheingevanderten, die noch keine Arbeit gesunden haben. " Alle dlese Factoren geben .New Aorr nicht gerade eine der günstigsten -Stellen aus der allgemeinen SterblichkeitStabelle, aber im Verhältniß zur Einwohnerzahl und zu anderen Städten ist die Sterb liükeit durchaus nicht übermäßig hoch. Sie erklärt jedenfalls den Mangel eines natürlichen Wach:thumS nicht. .Dagegen dürfte ein Blick auf die Erwerbsserhältniste der größten amerikani schen Stadt die Erklärung liefern. New York ist nicht nur die erste Handel, sondern auch die erste Jabrilstadt des ContinentS. In den Läden und Fabri ken aber . werden , viele taufknde von Männern und Mädchen befCri, die ihr ganzes Leben lang zur Llc.zkeit verurtheilt sind. Nirgends giebt es im Verhältniß zur Gesammtzahl der Man Ker so viele Junggesellen wie in New m ; v t . r yvxi, nirgcno auq 9 viele ogenankle alle Jungfrauen. Unter diesen unver heiratheten Leute räumt der Tod na türlich auch auf, aber cstc hinterlassen Mr flinYtr N Umif i n.iXffJ IllHVklfl WMfcl Vtk rungSzahl nur um sich selbst.-' DaS Ue berhandnehmen . dieser Classen ist ohne' orage ver.yauptgrund sue calMißm! . k trt m. t. . - yailnly zwmen eourls uno vlerve sauen. v i T: .,. :.JuyTii . ' Theuer bezahlt ist da,Qa:thum der Städte,' velkS von iel;n 5:5Zeichtn der herrlichen Entwicklung, de) Landes mit' Jubel ' begrüßt wird.', 'yi. den anve uno m ven llemen Oiiw.en die Ehelosigkeit Ausnahme, inNev Jork v -v . . uno raeyr ooer eniger auq n oen an deren Großstädten wird ste bei einer ge
wissen Classe der Bevölkerung zur Regel. ! K. . - I MV . M .
er zunge ausmann, novoiar, rzr u. s. v.x'von ,den Arbeitern vorläufig noch zu schweigen, mag noch so beschei dene Ansprüche machen, sein Auskommen reicht in den meisten Fällen höchstens hin, ihm ein einigermaßen anständiges Leben zu gestatten. ES giebt viele Tau sende, die intelligent, fleißig, wirthschaft lich sind, die Streben und Ehrgeiz desttzen . und doch nich. vorwärts kommen. Freilich wird solchen Leuten täglich vor gehalten, wie - hierzulande, noch Jeder mann emporsteigen könnet ' wie -schon Mancher im Handumdrehen vom Clerk zum Millionär geworden seZ,"äber leider helsen .ihnen, solche schöne und nützliche Erzählungennicht vorwärts' Sie ver dienen nicht genüge um eine Familie er nähren zu können und können m Folge dessen nicht heirathen. Das macht denn natürNch eben so viele .tausend Mädchen zu alten Jungfern. In den Läden und Fabriken .mögen, dann -. diese - Mädchen Ersatz- für'. daS, verlorene Familienglück suchen. däZ' getäde dieselben Läden und Fabriken zerstört haben. ES ist dec Trl umph der sogenannten wirthschasttichen Emancipation deS WelbeS, emeS Sys temS, daS die Frau .besrett", indem eS sie aus einer Sattin : und Mutter : zur Ladendienerln ; und. Fabrikarbeiterin macht. Und immer größer wird das Heer dneser Abhängigen. Ale m der I Grokstadt gezahlten Löhne erscheinen, ' in Geld ausgedrückt, jungen Leuten auf -dem Lande sehr verlockend. Immer neue Schaaren strömen" hoffnungsvoll herbei, um nach wenigen Jahren ent , täuscht und häufig genug auch schon aller Energie beraubt m den Hasen der Ehe lostgkeit, Patt in den des Familienglücks einzulaufen. Und die Arbeiter vollends. denen die S i ch e r h e i t des Erwerbes em unbekannter Begrm ist, die durch jede Krisis ihr Brot verlieren können. find in stets wachsender Zahl zur W lostgkeit verurtheilt. Mit der Zerstörung der Familie wird das Wachsthum der Städte erkauft. Vsston'S Ausstellung. lm 3. September 1783 wurde der Frieden mit Großbritannien abgeschlos sen urd am 3. Sept. -1883 verkündeten 100 Kanonenschüsse die Eröffnung der Ausstellung in Boston, dieselbe ist sonach ebenfalls ine Centennial Ausstellung. Sie ist insofern von allen biShmgea Ausstellungen verschieden, als sie einer itltS nur auf die Produkte fremder Län der, andererseits auf die- Erzeugnisse der Stadt Boston stch beschränkt, die in emer abgesonderten Halle untergebracht sind. Die Ausstellung ist sonach als eine Ein ladung an das Ausland zu betrachten, seinen Markt in Boston zu etabliren und in der Ausstellung der letzteren Stadt, als des Centrums der großartigen Fa brik.Jnduflrie der Neu'England'Staaten, sich diejenigen Güter auszuwählen. welche ihm zum Austausche für seme Producte erwünscht sind. Dieser, gewissermaßen lokale, Handelözmeck der Unternehmung ist nicht verwerflich. Die Ausstellung ist, obgleich sie nicht die Ackerbau und Jndustrie-Jnteressen des ganzen Landes umfaßt, in hohem Grade belehrend über die ausländische Jndu strie. Dieser geschäftliche Standpunkt der Unternehmer ist ausdrücklich in den Einladungen zur Betheiligung an der Ausstellung hervorgehoben worden; in dieser ist ausdrücklich daraus hingewiesen, daß das Ausland sich durch Einsendung seiner besten Erzeugnisse einen guten Markt in unsermLande verschaffen könne. Die Ausstellung zerfällt sonach in .einen großen Aazar . ausländischer . Waaren, neben welchem ein anderer von inländi schen Waaren eines bestimmten Bezirks etablirt ist. Die ausländischen Güter lagern selbstverständlich zollfrei und werden erst bei ihrem Verkaufe in das In land versteuert. Die Haupthalle bedeckt eine Bohenfläche von 30.000 Quadrat fuß, ist aber zu klein für die Masse der eingeschickten Güter. ' . Am stärksten sind Japan, England, Frankreich, Deutschland und Italien in der Ausstellung vertreten. ' China, die Türkei, Holland, Belgien, Oesterreich,' Dänemark, Spanien und Irland haben sich weniger stark betheiligt. ' Canada und die Republiken von Südamerika nehmen bedeutenden Raum in Anspruch. Deutschland und Holland machen sich namentlich durch Weine und gebrannte Wasser bemerklich, Italien 'glänzt im Fache der Kunst durch -Gemälde und Sculpturen, die vielfach mehr dem Kunst Handwerke, als der eigentlichenKunft an gehören. Eine besondere Abtheilung der Ausstellung .'wird 'durch Kunstwerke aus vergangenen. Jahrhunderten gebil det, von denen voraussichtlich viele ihren Weg in die hiesigen Kunst Museen sin den werden. Auf hervorragende Ein zelheiten kommen wir später zurück. . ? Der inzis wahre Stammvater. Mögen sich die Angehörigen der a teinischen . Rasse mit Unmüth daran gewöhnen müssen, in dem- gewöhnlichen Affen ihren Stammvater zu erblicken, v rei . . ' v t. ? et . oic lngeooreneil urncnias uno cic mji wohner des -nördlichen 'Europa - können mit Genugthuung auf einen, würdigeren Urahnen : zurüblicke?.' Yrof. Gherke vom Williams. College in Massachusetts hat entdeckt : und mit überzeugenden Gründen nachgewiesen, daß die Jndia ner de? neuen Welt, sowie die Deutschen) Skandinavier, - Russen und Engländer der alten Welt nicht aus den läppischen) zu allerhand Thorheiten geneigten As sen, sondern 'aus den verständigen und energischen EiS oder Polar-Bären ihren Stammbaum ' zurückzusühren - - haben. Herr Gherke eist nach, daß die Eis bären aus der Rächbarschast deS RordpolS auf Eisbergen -bis an die Küsten von Amerika und Asien gefahren stnd. Herunter ginz die Reise leicht, aber wie der hinaus sssnnttä .sie: ihrer plumpen Z)-h?;:uge nicht: steuern, da' sie weder Segtl,.schOampsmaschinen und Räder oder Schrauben zur Verfügung hatten, welche die Steigung hätten überwinden können. So blieben sie in der neuen
Heimath, einer verhältnißmäJig ge mäßigten Zone. Heißer brannte ihnen hier die Sonne auf den Pelz und sie sa hen sich bald, genöthigt, den letzteren mit dem Winter-, später mit demFeühiahrs-, schließlich sogar mit dem SommerUeberzieher zu vertauschen. Noch bildeten die an der Küste angetriebenen Eisberge einen natürlichen Schuh gegen Stürme und Winde und gegen das tieser und tiefer in da? Land eindringende Wasser. Aber die Eisberge schmolzen und so suchten"sich, unsere Vorsahren Höhlen zum Schutze gegen den Wind, wurden aber, da sie häufig auszugehen gezwungen waren, die nassen Füße nicht mehr los. Um dieses unangenehme Gefühl wenig stenS von zweien derselben sern zu halten, gewöhnten sie sich daran, ausrecht zu gehen. Vorderbeine und süße an delten sich in Hände um und in ein paar Millionen Jahren wurde im Laufe der natürlick)tn Entwickelung auS dem EiZbärder Mensch der Steinzeit. Prof. Gherke behauptet nicht, daß seine Entdeckung bereits über jeden Zweifel erhaben sei, doch sprechen die gewichtigsten Gründe sür dieselbe. ES läßt sich nicht läugnen, daß charakteristi sche Eigenschaften der Eisbären aus die Menschen übergegangen stnd und selbst unS noch anhasten, unS, die wir eS doch so herrlich weit in der menschlichen Voll kommenheit gebracht haben. Die EiS bären besitzen eine große Zärtlichkeit sür WhlSky und diese wird selbst von den Mupermenschen getheilt, die wir Tem peeenzler nennen. Der Eisbär liebt die Eisbärin innig und auch dies kommt unter den Menschen mitunter vor. Der breite Plattfuß des Eisbären hat sich auf die schönen Bewohnerinnender Gartenstadt übertragen, und wenn sich der Eisbär, lebhaft erregt von einer großen
und guten Idee, auf den Hinterbeinen erhebt und mit den Vordertatzen lebhaft gegiculirt, so haben wir den politischen Stumpredner oder den Prediger in La gerversammlungen vor uns, wie er im Buche steht.. Geht im Familien oder auch im gesellschasilichen Leben der Menschen nicht, alles nach Wunsch, so brummen sie, daS thun auch die Eis bären, während die Affen auf die Bau erklettern, Grimassen schneiden und ihre Geaner mitCocoSnüssen und Baum ästen bombardiren. Endlich betrachte man einen Faustkämpfer, der, in unge gerbte Menschenhaut und Tricot gekleivet,seine herauSsorderndsteStellung ein nimmt, und man wird mit Nothwendig keit an einen Eisbären erinnert werden. htt aufrechtstehend den Feind erwartet; daß der Bär den gemeinen, thieri schen Ausdruck nicht im Gesichte trägt, mit dem die saustkämpfenden Helden der Menschheit in der Regel ausgestattet !ind, kann die Ähnlichkeit nicht verwi chen. ES bleibt eine Frage, deren Lösung Schwierigkeiten verursacht : warum sind nicht alle Eisbären Menschen geworden? Aber giebt eS denn keine Assen mehr, stnd etwa alle Affen Menschen geworden? Ist es nicht eine Wohlthat, daß noch Stammväter vorhanden stnd, aus denen stch wieder eine frische und unverdorbene Menschheit entwickeln kann? Die Natur braucht sich nicht aus die Eisbären zu be schränken, aus den Grizzlybären, dem unverschämtesten und frechsten Raubge sindel kann sie Tammany, auS den Waschbären die Reihen der Temperen;' izt ergänzen. Vom JNlaNVt. .Bei der groben Nednrei ,er Villard'schen Gesellschaft zu Bis narck in Dakota erwiesen fick alS die besten Redner : Cürl Schurz und Sit äng Bull. Erittrer sprach engmch, ttK kerer bediente sich der weit vohlklingen zenderen Dakota-Sprache. Daß Sit !ing Bull ein betriebsamer Mann ist, iewieS er auch bei dieser Gelegenheit. Lr verlauste an die deutschen, englischen md sonstigen Gäste seine Photographie bst seine? Handschrist (einem Kreuz ?) ju anderthalb Dollars das Stück. Seine Waare fand reißendenden Absatz und er :rzielte ein hübsches Geldsümmchcn. Einen ungeheuren Ritt hat letzt John M.Davidson, ein Hirte (cowboy) zurückgelegt. Am 20. Mai ritt er äsn Holbrook im County Apache im öst' lichen Arizona ab, und am 4.September kam er aus demselben Pferde zu Newark in New Jersey an. Er hat die riesige Strecke von 2.L00 Meilen ganz zu Vferde zurückgelegt. Freöno County, Cal., legt einen Canal, 100 Fuß breit, an, um mit dem Wasser deS KingS.FlusseS 30.000. 000 Acker dürrer und werthloser Wüste u befruchten. Wir fürchten, daß ein Druckfehler vorliegt. ES mögen drei Nullen zuviel sein und auch daS wäre schon ein verdienstliches Werk. ' Die Liebe hat eS d iefer Tage fertig gebracht, daß ein junger Mann von einem in schneller Fahrt ve kindlichen Eisenbahnzuge gesprungen ist,' ohne sich zu beschädigen. Ein Farmer vagen fuhr auf dem Bahnhose inParker, Dak.. vor, ein stattlicher Bursche sprang herab und half einer reizenden- Land Pomeranze vom Wagen,. ; Der Zug brauste heran. Noch ein langer Kuß; .lebe wohl" .komme bald zurück",.gleich nach der Maisernte". Der junge Mann sprang auf die'Platsorm und der Zug setzte sich in Bewegung. Tücher schwenken, Kußhände. Plötzlich rief der junge Mann, der neben dem Dr. Well mann aus Mitchell, Minn. stand: . .Ich kann nicht, eS geht nicht und sprang von dem Zuge, der bereits mit großer Geschwindigkeit dahinfuhr. Er fiel in den aufgewühlten Lehmboden deS Bahn dammeS. sprang auf und lief nach sei nem Schatze zurück. Dieser stürzte, als er den Geliebten erblickte ans ihn zu und schloß ihn, obgleich er aussah wie eine gebrannte Mandel, in die Arme. Das Paar ließ sich bei einem Friedensrichter trauen, fuhr nach der Farn der Eltern der jungen Frau zurück und am nächsten nach der Farn des jungen Ehemannes in Iowa. DieBaumwollenerntedeS. Südens wird, wie man befürchtet, im;
besten Bezirke," im Mississippithäle, um I
25 Procent hinter dem Durchschnitte zurückbleiben,und in den meisten anderen Theilen des Südens den Durchschnitt nicht erreichen. ; Der.Sommer war zu seucht und kühl,' und seit Wochen viel zu trocken. Da die Preise niedrig sind und die Nachfrage gering, so ist das ein dop pelter Aussall an Einnahmen. Großes Aufsehen erregt in Boston ein Knäblein.daS ohne(?)Ge Hirn geboren wurde. In zwanzig Iah ren wird das dann zum jungen Manne herangereifte Kindlein in irgend einem fashionablen Badeorte als .Dude" wahrscheinlich noch weit größeres Auf sehen verursachen. Die fetten Männer des Staates Connecticut haben vorige W.o che während des von ihnen veranstalte ten Banquets zwei tausend Kolben süßen Maises. 600 Pfund Hummern. 00 Pfund Fisch. 1.000 Hühner, unzahlige Äustern uifo Muscheln, 2 Fässer Süß und 2 Fasser irische Kartoffeln, 2 'riesige PlumpuddingS, die in großen Waschzu bern servirt wurden, und 150 Wasser melonen verzehrt.' Jn den Ver. Staaten gibt es jetzt über 11.000.000 Pferde, unge fähr eines auf jeden Kopf der Bevölke rung. Die meisten Pferde haben IM noiS mit 1.023 082. Ohio mit 736.478, New Bork mit 610.358, Pennsylnanien mit 533.587. Michigan mit 378.783. Kentuckn mit 372.613 Stück. Zwei Drittel sind ArdeitS,ein Drittel LuxuS Pferde. Der 45jührig e Frederia Gibson, jetzt gäetor inAppleton'S Buch binderei in Boston, kam als 12jähriger Knabe mit seinem Vatcr nach Amerika. Dieser hatte seine Ehefrau heimlich ver lassen und verheirathete sich inBrooklyn, N. I., anderweit. Fred verzehrte sich in Sehnsucht nach seiner Mutter, aber sein Vater verweigerte ihm jede AuS kunst; er ging als junger Mann nach London, stellte persönlich Nachforschung gen an, oberohne Erfolg. Nach einem bewegten Leben kam Fred 'nach Boston, fand hier eine gute Anstellung, sein Va ter starb, und in dessen Nachlaß fand er Briese und sonstige Papiere, die sich auf seine Mutter bezogen, aber viele Jahre alt waren. Mit einem Freunde, der in demselben Geschäft arbeitet, sprach Fred ost von seiner Mutter und von einem Gefühle, daS ihm sage, er werde dieselbe noch wiedersehen. Der Freund ging vor zwei Monaten nach London, fand dort Arbeit in einer großen Buchbinderei und machte die Bekanntschaft einer alten Frau, die Ieichke Arbeit in dem Geschäfte verrichtete. Viele Gespräche weckten in dem Freunde die Ueberzeugung, daß er Fred's Mutter vor stch habe, ein ange knüpster-5".iefmechsel bestätigte dieselbe, Fred schickte Reisegeld und die Mutter ist jetzt nach Boston un'terwtgS. - Dieser Tage war der Far mer M. A. Swinson in Swinson'ö Cut, N. C. an der Wilmington. Columbia & Augufla Eisendahn bcschästigt, eineAuS besserung an der steinernen Einfassung seines zu diesem Zwecke aufgedeckten Brunnens vorzunehmen, als sich ein un bekannter Farbiger zu ihm gesellte und ihn um Aukunst über den Weg fragte. Swinson gab Auskunst und erhielt plötzlich von dem Nigger einen surchtba ren Stos'., daß er kopfüber einige 40 Fuß in den Brunnen stürzte. Das in demselben vorhandene 'Wasser milderte die Gewalt des Falles und es gelang Swinson, den Kops über das Wasser zu erheben. Er sah, wie der Farbige über die Brunnenössnung gebeugt nach ihm hinabblickte, er verhielt sich ganz ruhig, daß der Kerl glauben sollte, er sei todt. Er hörte nun, wie der Nigger in da unmittelbar neben demBrunnen stehende Haus ging, die Thüre zur Postossice Swinson ist Postmeister erbrach und sich fluchend in dem Hause zu schaffen machte, in dem sich zufällig Niemand befand. Dann kam der Schurke zurück, und schmetterte einen langen schweren Balken, so wie große Steine und Holz klötze in denBrunnen. DerBalken bohrte stch in die Seitenwand des Brunnen schachteö, daß er sich quer über solchen legte und die nachfolgenden Wurfge schösse von Swinson ablenkte. AlZdie ser eS nicht mehr im. IVasser aushalten konnte, gelang eS ihm mittels des Bal kenS und eines MeiselS und Hammers, die vor ihm in den Brunnen gefallen waren, aus solchem zu klemmern. Im Hause war alles durcheinander geworfen und ein guter Anzug, eine Doppelflinte, sowie der Betrag von 48 Cents, die sich in der Postkasse befunden hatten, gestoh len. Die Errettung des Swinson aus so unmittelbarer und mehrfacher TodeS gtsahr muß als ein halbes Wunder an gesehen werden. Oon VluSiauyk. Im a b g e l a u f e n e n S ch u l -ahre haben fünf Frauen ihre Diplome: llS Doktoren der Heilkunde in PanZ erlangt. Es sind Frau Waise und Frau Hering. Amerikanerinnen; Jräul. Wich niSky. Nujsin; die Schweizerin Fräul. LourchieS und eine Französin, Fräul. Lenoit. Ä m Sonnla g, d e n 19.' A u zust, gegen Mitternacht, spielte sich in Kiew folgende schrecklichettatastrophe ab; Zlm Ufer des Dnievr, woselbst anSonn :nd Feiertagen Volköseste stattsiad nd ein große? Theil deö Publikums c uf Booten den -.Dniepr durchsegelt, fano auch am Sonntaa, den 19. August, .ein derartiges Fest statt, welches, vom Herr lichsten Wetter begünstigt war. Gegen Mitternacht nahm das Wetter jedoch ei nen plötzlichen Umschlag; eS erhob sich ein orkanartiger Sturm, welcher unter der Menge eine große Verwirrung, ver ursachte. - Die auf vier Booten besind lichen Personen (etwa 60 bis 70), welche ziemlich weit vom Ufer entfernt na ren, erhoben ein fürchterliches Sefchrei, da die Fahrzeuge jeden' Augenblick um zuschlagen drohten, und auch die am User Stehenden, meist Verwandte und Angehörige der Ersteren, rannten schrei end an Ufer auf und ab. ES dauerte auch nicht lange , und alle vier Boote
schlugen um. .Einigen schvimmkundi-
gen Personen gelang eS, mit Ausgebot aller Kraste sich anS User zu retten, während alle übrigen im Wasser ihren Tod fanden. Ueber die kürzlichen D e monstrati?nen in Triest wird gemeldet : Die Beteranen-Aereme hatten am 17. August, am Vorabende deS Geburtöta geS des Kaiser, eine festliche Serenade mit Zapfenstreich 'veranstaltet. Die loyale Kundgebung erlief unter zahl reichster Theilnahme ver Bevölkerung in höchst glänzender Weise und ohne jegli che Störung bis auf eine Petarden Exploston, die glücklicherweise Nieman den verletzte und nur die Balustrade des Vorgartens zertrümmerte, in welchen sie gelegt worden. Erbittert uäer dielen . Bubenstreich zog die Menge, nachdem der . feftliche'Zug vorüber war, zur italieni fchen Turnhalle, erstieg den Hochgelege nen Garten, erbrach Thüren und Jen ster und demolirte Alles, was nicht niet und nagelfest war. 1 Eine Truppe von einigen hundert Menschen durchzog die Stadt und rief : Fuori coIi Italia ni Fuöri forestieri E vviva l'Austria!" Vor dem RedactionS Locale des Jndependence", wiederholte sich die Demonstration. Am 19. Abends fanden neue Excesse statt, und zwar durch die rredentisten, welche für den Sturm auf die italienische Turnhalle Revanche nehmen wollten. Etwa 150 italienischelTurner fanden sich in der der Turnhalle gegenüber liegenden Osten ein. Die Polizei erschien sofort, con steckte mehrere Stöcke und einen Revolver. Die Ez-cedenten sammelten sich dann noch in dem Cafe Ferrari, mißhandelten mehrere Veteranen und zer streuten sich erst, nachdem das Cafe po lizeilich geschlossen war. - Die Vevölke rung betheitigte sich weder an diesen Excessen, noch an denRuheflörungen, welche in der Nacht vom 17. vörgekom men, bei denen der Redacteur Brehmer deS .Triester Tageblattes" gemißhandelt und ein Wachtmann verwundet wurde In Mej hat eine Hauö suchung bei' dem ReichLabgeordneten Antoine stattgefunden. Verschiedene Papiere vuroen in Beschlag genommen. Eine Untersuchung wegen LandeSver rgjhS ist gegen ihn ejgeleitet. DaS wäre denn also das Ende von. dem deutschfeindlichen Liede, welches Herr Antoine angestimmt. Bisher ist er wohl allgemein nur sür einen wüthenden Schreier gehalten worden, und einstwei len könn:n wir wirklich kaum glauben, daö er in ernstlicher Weise gegen Deutschland conspirirt hat. L?ute, die dergleichen im Schilde führen, Pflegen stch doch nicht auf den Markt zu stellen und ihre Gesinnungen öffentlich auszu posaunen. Hätte , aber die Regierung thatsächlich die Beweise sür eine hochver rätherische Thätigkeit des Metzer Thier arztcs in Handen, so würde man sie zu ihrem entscheidenden Eingreifen nur be glückwünschen können. ' . Ueber das Nationalge' tränk der FidschiJnsulaner entnehmen wir dem Londoner Practioner folgende interessante Mittheilung, auS welcher hervorgeht, daß auch diese urwüchsigen Eingeborenen zu kneipen" verstehen. Ihr Getränk heißt flc-wa" und wird auS den trockenen Wurzeln der Ban igonaPflanze bereitet. Die Methode des .BrauenS" besteht im Kauen der Wurzel, so daß ein Brei entsteht, der nachher in einer hölzernen Schale mit Wastee zerrieben und durch ein Filter von HibiecuS'Fasern durchgeseiht wird. DaS also entstandene Gebräu- hat ein - trübes, braunes Aussehen und ist zu sofortigem Genusse fertig. Es ist ange nebm erfrischend, löscht schnell den Durst und stärkt den Körper nach ermüdenden Anstrengungen. Die Annahme, daß Kowa eine berauschende oder betäubende Wirkung babe, ist ungenau. Ihre erste Wirkung ist stimulirend wie Kaffee, aber nicht berauschend, vielme?-? macht sie den Kopf klar und stärkt die Geisteskräfte. Wenn man dagegen eine Nacht hindurch ttowa gekneipt hat, wie es bei den Fid schi'Jnsulanern häusig vorkommt, dann wird die Fähigkeit zum Gehen beein trächtigtund man kann dort den kurio sen Anblick von Leuten haben, die in den Beinen vollständig betrunken sind, wäh rend der Kopf ganz klar ist; sie find nicht im Stande, die Bewegung der Leine zu lenken und sind sich dieser Un fähigkcit wohl bewußt.' Ist diese Wir kung verschwunden, dann bleiben keine Nachwehen zurück. . , . - . t " Die LsfentlicheAufm'erk samkeit wird soeben in hobem Maße dem Zuchthause des Kantons Freiburg zuge lenkt. In diesem Zuchihzuse hatte der Director einen angkpflockttn schwächlichen Sträfling, der imRausche skandalirteund einen Wärter mit einen M'fser verletzte, niedergeschossen. Die Affaire lenkte die öffentliche Aufmerksamke l auf dieZucht bauSzustände selbst. Es stellte sich he? -auS, daß dem Direltor die Beköstigung der. Sträflinge gegen 60 CtS. pro Tag übertragen war, daß ihm alle Lieserun gen übertragen waren und daß er dabei an den Gefangenen über 100 Prozent verdient hatte. Er unterhält im Zucht Hause ein . vollständiges. Magazin auS allen nur ' möglichen ' Waaren und ein Branntweinlager, woraus 'die Sträflinge zu j?der Zeit, d. h. wenn ste es bezahlen konnten Branntwein erhielten. Was ste verdienten, ging in Branntwein darauf. Man. scheint im Kanton Freiburg diese ZuchlhauSzu stände als durchaus normal zu halten, wenigstens verlautet über eine Untersu chung noch nicht?. ' i AüS dem Kreise Fraustadt, 23. August. Am Montage fand in der Nähe von Lissa ein Pistolenduell zwi schen dem Rittmeister v. Keudell, oggre girt dem 2. Leib.husaren-Aegiment, und dem Hauptmann v. Jagwitz vom 4. Niederschles. JnsanterieNegiment statt. "Dasselbe nahm insosern' einen unglücklichen Verlauf, daö Hauptmann v. Jazw'ch einen. Schuß in den Unter leib erhielt. Wie wir erfahren, soll der selbe heute den Folaen der Berwundüna erlegen sein. v. Jzgi ist der älteste j Sohn einer im Glogau?? Kreise begü terten, sehr angesehenen Familie. -.
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