Indiana Tribüne, Volume 6, Number 344, Indianapolis, Marion County, 31 August 1883 — Page 2

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Snmana rroune. FLglilZe und SoRnlagsansgaöe. Osstce: 120O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 31. August 1833.! WayrsSieinliSz ein SeWnfce! Jene angeblich uralten Manuscripte aus Moab, welche M. W. Shapira, ein Antiquar und Buchhändler in Jerusa lern, nach London brachte, dem britischen Museum zur Prüfung übergab und für eiche er einen Preis von $5,000,000 fordert, sind höchst wahrscheinlich nichts anderes, als von Shapira mit ziemli chem Geschick ausgeführte Fälschungen. Die in denselben angewendeten Schrift zeichen haben, wie wir bereits berichte ten, Aehnlichkeit rnit denen 'des Moabi tersteinZ und der Silvara - Inschrift. Shapira will die Manuscripte bereits 1878 von dem Beduinen Sheik Mahmud Orakat erhalten haben, welcher dieselben in Gestalt alter. geschwärzterBün del in einem felsigen Abhänge, eine We gestünde östlich von Aroar, entdeckt habe. Beim Oefsnen der Bündel.babe der Beduine statt deö erwarteten Geldes Leder streifen gefunden, die mit Schriftzeichen bedeckt waren. Prof. T. H. Hall in Philadelphia, der bedeutendste Orientalist Amerika's,kennt r . , rst f ! j syaplra iu oem Jayre mit pertonncy und macht über denselben, sowie über die Echtheit der Manuscripte, folgende Mittheilungen: .Shapira ist ein ge lauster Jude und jetzt ein Glied der pro testantischen EpiScopalkirche. Er wurde in den Ver. Staaten durch die Entdeckung des Moabiter-Steincs in 1868 bekannt. Er hält in Jerusalem einen kleinen Laden,- handelt mit allerhand Antiquitäten und CuciosttSten, ist ein schlauer und unternehmender Geschäfts mann und besitzt eine anerkennenswerthe Fertigkeit im Entziffern alter Jnschrif ten. Schon Anfang der siebenziger Jahre verkaufte er an zwei Amerikaner kleine Streifen mit angeblich moabiti schen Inschriften. Diese Streifen er hält man, indem man angefeuchte teS Papier gegen einen Stein preßt, der die Jnfchriy enthält. Die Amerikaner liefen Lithographien dieserStreifen anfertigen, schickten solche verschiedenen Orientalisten zu und diese entdeckten die Fälschungen auf den ersten Blick. Shapira hatte für diese Alt thümer" die Schriftzeichen deö alten phönicischen Alphabets gebraucht und die Uebersetzung des Inhalts ergab of fenbaren Unsinn. Ein paar Jahre fpä ter verübte' Shapira eine anderweite Fälschung, die etwas weniger plump ausgeführt ist. Eine Partie uralter Handschriften" der letztern Art befindet sich im Berliner Museum. Jcb selbst habe andere Theile derselben in Shapi ra'S Laden in Jerusalem gesehen und nach eingehender Prüfung alS Fälichun gen erkannt. Einige deutsche Gelehrte, bie nch weniger lange im Oriente aufge halten, haben sich täuschen lassen. Der französische Orientalist Clermont Gan eau hat den Laden, oder richtiger die Fabrik Shapira's ebenfalls wiederholt besucht und erklärt gleichfalls unverhohlen, daß dort die betrügerische Herfiel lung von Antiquitäten in großartigem Maßstabe betrieben wird. Auf Grund dieser meiner Kenntniß der Geschäfts marimen des Jerusalemer Antiquars stehe ich nicht an, die Geschichte von der HäMchrift des fünften Buches MosiS, die IG Jahrhunderte alter fern soll. alS irgend ein anderes authentisches Manuscript irgend eines Theils -des alten Testaments als höchst' zweifelhaft und verdächtig zu bezeichnen. So lange icj das ' angebliche Manufcript nicht selbst gesehen habe, werde ich natürlich ein noch bestimmteres Urtheil nicht aussprechen. aber zu den Gründen, die ich aus der ttandlungSwelse Shaplra's schöpfe, Ire ten solche, die ich dem Vorgange bei kntocaung des Manuskripts entnehme. hinzu. DaS letztere soll au? Ist Stücken gut erhaltenen Vchafleoers olmyen und in einer Höhle von einem ungebildeten Br duinen aufgefunden worden sein. Es ist unwavrschelnlich, -daß oa-nloe dort den Einflüssen von mehr als 3000 Wintern widerstanden baben, daß eS trotz der vielen kriegerischen Vorgänge in jenem Lande nicht früher ausgesunden, und daß eS von dem Beduinen sorgsam ausbe wahrt worden fein fvll. Die Beduinen wissen, daß Steine oder Stücke irden Gefäße mit irgend welchen Zeichen dar auf von den Europäern mitunter gut bezahlt werden, und heben solche daher uf. Davon, daß altes Leder oder p?er einen gewissen Werth haben könne. hben sie leinen Begriff und verwenden solche Materialien, wenn sie dergleichen sinden, als FeuerungSstoff. Die Schrift pichen endlich haben Aehnlichkeit mit denen des MoabiterSteines, die Worte - aber gehören ganz gewiß einerneueren Periode an ; hierdurch muß sich der Be trug am leichtesten nachweisen lasten.' t Kaliforniens NiestnvÄume. Die RolhholzBäüme, welche eine Ei genthümlichkeit deö Staates Californien bilden, kommen in ausgedehnten Be ständen nur an den Küsten vor, welche die Bai von'San Francisco umschließen; sie beginnen 30 Meilen südlich von der genannten Stadt tunk erstrecken sich von da in Gebirgsschluchten bis SantaCruz. Ihre Ausdehnung nach Norden reicht diS nahe an Neowooo Ulty in oemThale Santa Clara im County San Mateo, 32 Meilen nördlich von San Jose. Das genannte Thal ist der eigentliche Garten ewwe r er-.... . von anjornicn; jcm oooen lZi WUN. derbor fruchtbar, sein Klima ist das schönste auf der Erde und die Natur schönheiten, die eö bietet, sind unerreicht. Früher waren alle Bergabhänge und Schluchten mit. Rothholz.Bäumen bedeckt, die Art - des Holzfällers, und das Feuer haben jedoch uch unter ihnen nur tu sehr. aufaerSut. ' Das fioli der

Äaüme wird fast ausschließlich zu Dach

schindeln verarbeitet, und 187 wurde die erste Sägemühle an dem ZZlüßchen Purissirna errichtet. Mit der coloffalen Einwanderung, die sich von 1849 an über Californien ergoß, strömten auch zahlreiche Zlnsiedler in jene Gegenden. die mit der Anfertigung von Schindeln vi:l Geld verdienten; die letzteren ur den damals auf den Rücken von Pack thiiren in die Minendistrikte befördert. Zahlreiche Sägemühlen wurden errlch tet und schließlich wurde die Fabrikation der Schindeln durch Dampfmaschinen betrieben. So zahlreich und massig wa ren die Bäume, daß ein Etabliffement für fünf Jahre das Holz, besten es be durfte, in seiner Umgebung fand, dann wurden die Gebäude abgebrochen und mitten im Walde an einer anderenStelle errichtet. Die Bäume setzen erst in einer Höhe von hundert Fuß Aeste. und Zweige an und bilden dann, wundervolle Kronen. kürzlich wurde einer dieser Baumriesen qefallt, der 5 Fuß über dem Boden 55 Fuß Umfang hatte und dessen yolz 600,000 Schindeln liefern wird. Ein anderer Baum am Bache'TunitaS hat einen Durchmesser von-22 Fuß.. 430, 000 Schindeln bilden da? durchschnitt liche Crträgniß eines Baumes. Die Bäume wachsen schnell und haben ein merkwürdig zähes Leben; man. steht häusig Stämme, die zu zwei Drittheilen vom Feuer verzehrt, deren Ueberreste aber lebendig find und den Kronen so reichlich Saft zuführen, baß dieselben im frischestzn Gcün prangen. Die Rohholz'Baume wachsen nie einzeln, sondern in Gruppen, welche meist mtt Tannen, Eichen und Madronen untermischt sind ; letztere Holzart ist ebenfalls eine Specia lität Calisorniens. M I M ; 1 ' Paupers für Amerika. Aus Loughrea, im irischen County Galvay, schreibt ein Amerikaner über die in jener Gegend schwungvoll betrie bene Verschickung von Paupers nach den Ver. Staaten. . Dreißig Familien gin gen in einem Tage nach der Hafen stadt Galway ab, von wo aus sie. mit einem Dampfer der Allan-Linie nach Boston befördert werden sollten. Sir waren sämmtlich von den Armenpfkegern Loughrea's ausgewählt worden und buchstäblich Paupers. Nur zwei arbettsfähige Männer befanden sich in der ganzen Schaar, von denen jedoch' der Eine fein Vermögen vollständig verfoffen und der Andere seit Jabren nicht mehr gearbeitet hatte. Der sie begleitende Agent gab selbst zu, daß außer den noch sehr jugendlichen Kindern nicht ein Mensch m der ganzen Schaar jemals von Vortheil für die Ver. Staaten sein könnte. Sie waren daheim nutzlos uns wurden fortgeschafft. Jede Familie erhielt eine Anweisung, die sie bei der Ankunst in Boston zur Entgegennahme von $5 aus den Kopf berechtigt. Die Passage beträgt durchschnittlich $16. worin der klsenbahnTran5port nach Städten im Innern Amerika'S lingeschlössen ist. Was die Compagnie für diesen Preis bietet, der Transport von Vieh ist bei Weitem theurer, kann man sich leicht ausmalen. ES wird behauptet und durch zahlreiche Beweise belegt, daß die Regierung nicht allem PauperS für Amerika aus sucht, fondern auch Leuten, die sich hier zulande gut ernähren könnten, jede Bei Hilfe zur Auswanderung geradezu ab schlägt. So wird angeführt, daß ein dem Trunk ergebenes Frauenzimmer mit zwei tllegitlmen inndem hmuberge schafft und als Wittwe gebucht wurde, damit die amerikanische Regierung sie nicht zurücksende, während ein junges. kräftiges und arbeitswilliges Mädchen, das sich noch immer selbst ernährte, nur deshalb zurückgewiesen wurde, weil eS - i- . ? je . ," v ' . . m . ein uneyeliqes ms yaue. oen Altersangaben wird von den Beamten wissentlicher Betrug geübt. Die un terstühten" Emigranten wissen genau, daß sie sich jugendlich zu machen haben und geben ihr Alter stetS diel Nlednaer an als eS in Wahrheit ist. Zum Glück sind jetzt die Fonds fu? du AuSwande rung erschöpft, zum Glück für Amerika, helßt das, denn Irland hat tentschleden nur gewonnen. C Geradezu rührend waren die Scenen beim Abschiede. Das Unglück. Noth und Elend, 'gewaltsame Austreibungen und gerichtliche Verfolgungen haben die Leute so zusammengeschweißt, daßdie Bauern aus dem ganzen County zusam menströmten und bei der Abreise der ihnen doch ganz fernstehenden Leute in Kammern und Wehklagen uöbrachen. Männer umarmten und küßten sogar die Scheidenden, was sonst in Irland gar nicht Sitte ist. Die Zurückgeblie denen bekundeten Alle Sehnsucht., nach Amerika zu gehen. Von Canada und Australien haben sie wohl gehört, . aber die Ver. Staaten sind sur sie em Para dies, der emnge Zufluchtsort, von dem sie sprechen und träumen. Ein Geistli cher fragte den Correspondenten in vol lem Ernste, wie lange wohl ein Delegat aus dem WashingtonTerritorium zum Congreß nach Washington zu reisen. yave. tztwa 10 Tage", erwiderte der Amerikaner. Und von Irland äuö ist es nur 7 Tage", meinte der Geistliche. .Irland könnte also recht, gut zu den Ver. Staaten gehören." Daß dieser k.x. :.. .n.M. rn. . e v ... vcirnuic in uucui &inic uu ucr grünen Insel gehegt wird, unterliegt gar keinem rt ?e . . racifei, aoer von auen anoeren m wänden abgesehen, dürste sich das ame rikanische Volk doch entschieden sür die sen GebictSzuvachS bedanken. Ueber Mangel an irischen Stimrngebern und Politikern ist hierzulande nie geklagt worden. .; Wie'S eemaSt vird. . Selbst Börsenblätter gestehen zu, daß die'.Methoden, die jetzt in Wallstreet und an anderen .amerikantschen Börsen, ge bräuchlich sind, nicht nur das Actienge fchäft zu einem Spiel zwischen Yroses sionellen gemacht haben, -sondern auch ein allgemeines Mißtrauen gegen Eifen vaan-Papttre vervorrufen m u k : e n. i

Wie vvllt'ommen berechtigt die Annahme ist, daß man alle Bahnactien für schwin delhaft halten muß, bis das Gegentheil erwiesen ist, zeigt unter tausend anderen das Beispiel der Denver & Rio Grande. ES ist das eine schmalspurige Bahn, die sich von Denver aus in die. GebirgSge gend Colorado'S erstreckt und Abzwei gungen nach Salt Lake City und der mexicanischen Grenze hat. 1879 hatte diese Bahn 337 Meilen in Betrieb. 511,. 000.000 Actiencapital und tz7.423.000 hypothekenschuld. Die NettoEinnah men beliefen sich auf $3&).152. Im Jahre 1881 waren 786 Meilen in Be-. trieb, das Actiencapital war aber schon auf nahezu tz30.000.000 und die Hypo thekenfchuld auf über tz27.l00.000 ge stiegen, sodaß die Bahn im Ganzen durch $56,278. WX) in Papier repräsentirt war, d. h. durch dreimal so viel als sie wirk lich gekostet hatte. Als die Actien im Jahre 1880 zuerst auf der N:m Yorker Börse erschienen, wurden sie mit 62 bis C7 notirt. Trotz der nachfolgenden colostalen Verwäsierung aber wurden sie bis zum Juni 1881 auf 113J getrieben. Eine auf tz100 lautende Actie also, die ein bereits verpfändetes Eigenthum darstellte und somit n ich t ein e n C ent werth war, galt an der Börse $113.25. Wer sie für diesen Preis erhandelte, er

hielt nicht etwa einen Anteilschein an der Denver & Rio Grande Bahn, denn etztere war ja über ihren Werth hinaus chon Mit Hypotheken belastet, sondern er hatte nichts weiter als ein Stück schön bedrucktes Papier. Die Schwindler aber zahlten mit geborgtem Gelde vierteljährliche D!idenden von 6 Procent und lockten hierdurch Gimpel an., Als. dann Garsield erschossen wurde, platzte die Seisenblase. Jezt wird Denver für 21 angeboten, aber da daS Papier höchstens 25 Cents werth ist, so findet eS selbst zu obigem Preise keine Käufer. Börsen, die derartige Papiere überhaupt aus den Markt kommen lassen, sind osenbar keine lcgitimenuavdelSelnrichtun gen, sondern Svielbldkn. Qint surHtdäre Fahrt. Die Nord-Pacificbahn wird die Was. serscheide der Felsengebirge mittels des sogenannten Müllen Tunnels durch schneidender sich 14 Meilen von Helena. Mont., befindet. Dieser Tunnel ist jetzt noch nicht vollendet, und' um inzwischen die Bahn befahren und namentlich zur Beschaffung von Baumaterial benutzen zu können, wurde eine provisorischeBahn über den Berg gebaut. Diese, die so genannte O verhead Line, ist ihrer vorübergehenden Bestimmung ent pre chend, möglichst billig hergestellt und darf nur mit größter Vorsicht befahren werden. Die Curven sind sehr eng und die Steigungen außerordentlich steil, so oak nur die stärksten Locomotiven be nutzt werden können und trotzdem die Züge an vielen Stellen getheilt und nach und nach blö auf höher gelegene Punkte befördert werden muffen. DaS Gebirge erhebt sich da, uo die Bahn dasselbe überschreitet, über 7,000 Fuß über den Meeressrneael. Trotz der ungememen Gefährlichkeit der Fahrt haben doch die am Bahnbau beschäftigten Ingenieure mitunter Vergnügungsfahrten nach dem Gipfel veranstaltet und dieselben waren wegen der unbeschreiblich schönen AuS sicht, welche die Höhe bietet, außeror deutlich beliebt. An einer solchen Fahrt batten in voriger Woche auch Pros. R H. Howay mit Frau und Kindern unt drei befreundete Familien auS Helenl theilgenommen. . Dieselben befanden sich in derKabuse welche den letzten Wagen deS kurzer Zuges bildete. Die. Auffahrt war gluck lich von Statten gegangen; aus der Rückfahrt hatte dieLocomotive dieWagen emzeln die stärkste Steigung hinab t zu einer verhältnismäßig ebenen Strecke gebracht; die .Ausdehnung ver stellen Stelle betragt neun Metten. ,Mtt . fest geschlossenen Bremsen stand die Kabuse. Wie Insassen waren aus das Dach der selben geklettert, um die Aussicht bester genießen zu können. Plötzlich bemerkten ne, wie um emen Felsvorfpruna herum em Mann schreiend und heftig aestlcull rend aus sie zusprang. . Die Passagiere begaben n$ in das Innere bt? Wagens und Prof. vowav ama auf die Plat form, um mit dem Manne sprechen zu können. Letzterer war ein Schwede und verstand kein Wort englisch. Er sprang aus oen Wagen und suchte die Bremsen auszudrehen, diese waren jedoch so fest angeorebt, oatz ihm dies mcht gleich ge lang. Da hörte Howay, der erst ge glaubt hatte, er habe einen Verrückten sich gegenüber, das Donnern eine hm ter ihm auf demselben Geleise heran sausenden Zuges. Er half dem Schve den und der Wagen fuhr schneller und schneller die steile Bahn hinab,' hinter ihm drein elnConstructionSzua mit meh reren mit Schienen beladenen Wagen, der trotz der wahnsinnlgen'Geschvlndla keit, mit welcher die Kabuse zu Thale suyr, oertelven immer naher kam. Die Frauen und Kinder schrien und konnten von den Männern nur mit dem Ausgebote aller Kraste daran gehindert werven, oap ne -aus dem Wagen fpran gen: letzteres hätte sicheren Tod bedeu tet. Die gefährlichsten Eurven passtrte Die avuse oyne Unfall, erreichte glück , j . m 11(9 OIC kbene Bahn und wurde zum halten gebracht, nachdem der Schwede sich davon überzeugt hatte. auü der Hintere Zug langsamer fuhr,' sich mithin wiederum unter Controle des Locomo tivführers befand. Dieser brave Mann war aus seinem Posten geblieben, ob. gleich er unmittelbar, nachdem fein Zu' den Gipsel passirt hatte, bemerkte, daL daS Gewicht desselben den Zug trotz. al, ler Bremsen und Contredampf hinübreißen mußte und obgleich ermAnfange' bei der noch geringen GeschvindiM deS seiner Herrschaft nicht mehr uater worfenen Zuges sich durch einen Sprung hätte retten können, was auch der Feuerraann auf seinen Rath czethan hatten DieLocomotive deS CönstructionSzugeS war der .Mogul", eine der. schwersten Maschinen, im ganzen Lande, welche 80, 000 Psund wiegt. Kaun .stand die Kabuse, als auch die zu ihre? Abholung

bestimmte Locomotive herandampsle. Einer größeren Gefahr ist uiohl ein arm

eliaer Wagen mit seinen Menschenleben nie entgangen: die eigene Geschwindig keit auf steiler, sich vielfach windender und krümmender Bahn, ein herannahender Coloß im Rücken, eine Locomotive auf demselben Geleise entgegen ommend Der Schwede war ein am Bahnbau beschästigter Arbeiter, der den Banzug früher gesehen hatte, als die Passagiere auf der Kabuse, denen ein vorspringender Abhang den Zug ver-' barg. DaS Bicycle-ieber. Schon als vor mehreren Jahren , die Velocipede aufkamen, bildeten sich in den größeren Städten deö Landes Clubs, welche dem neuen Sport mit Eifer hul' digten. DaS damalige .Gefährt so? . i i r t CT .-t. n 1 1 . ' rr oerte zeoocu im eryalinine zu meinen Leistungen zu große Krastanstrengung und stellte an die Geschicklichkeit deS Führers keine so hohen Ansprüche, daß eS ein dauerndes Interesse hätte erregen können. Dazukam, daß einzelne ClubS Uniformen wählten, welche ebenso kost spielig, alS unzweckmäßig und geckenhaft varen. So trugen die Mitglieder eines ClubS in New Bork, der bald einaina. rothe Aermelwesten, weiße Beinkleider und seidene Strümpse von derselben Farbe. Das Bicycle ist leistungsfähiger, erfordert größere Geschicklichkeit deL NeiterS und Verdenerungen desselben wurden in rascher Folge eingeführt. Dies weckte die erloschene Vorliebe wie. der, es bildeten sich neue Clubs, die füc Locale und Unterricht sorgten und die Herstellung von Bicycles wurde zu einem förmlichen Fabrikationszveige. In New Nork haben seit dem Frühling dies. I. 2,700 Männer an dem 'in' den Sälen und Garten der lluvs eridtiiten Unter richte im Bicycle-Fahren Theil genommen und iu dem Centralparke, dessen Benutzung unter gewissen Beschränkun gen gestattet ist, sowie in den benachba? ten Straßen liegen täolich Hunderte der gesunden und vortrefflichen Uebung ob. Leute unter 20 Jahren befinden sich nur wenige unter ihnen, die Meisten stehen in oen Dreißigern, aber auch ältere Män aer und selbst Sechziger stnd nicht selten. Die LSwen der Gesellschaft-, dieModeaarren, die DudeS" belhklllgen stch nicht an diesem Vergnügen, für sie ,,t eö nicht aristokratisch genug, zu gesährlich. zu schwer zu erlernen uno zu mulam. Welche Ausdehnung der tzspolt allem in New Bk gewonnen hat, ergiebt lich auS dem Umstände, daß ein einziger Agent in dieser Stadt seit. Beginn deö Frühjahres täglich zwei BicycleS durch fchniltlich verkauft und daß eine Fabrik in derselben Zeit 4000 Stück hergestellt hat. In den Ver. Staaten und in Canadä existiren zur Zeit Z5.000 der zwei räderigen Wagen und von den besseren Sorten kostet das Stück.S100. An Ver. änderungen und Verbesterungen wird fortwährend gearbeitet und nach Ver sicherung gründlicher Kenner der Kunst lst das unter dem Namen rncfcei pia Uu bekannte amerikanische Bicycle zur Zeit das beste, übertrifft namentlich auch alle Arten aus England. Natürlich haben sich auch wieder zabl reiche Clubs gebildet und überall wird die Beobachtung gemacht, daß die Uni formen, die jetzt getragen werden, ebenso kleidsam als praktisch stnd. Vom Jnlande. Der Häuptling der nördlichen CheyenneS und. ArapahoeS in Colorado: heißt Hog. Seine Tochter gilt für die schönste Indianerin im gan un Staate; die Denver Tribune" be stätigt dies, weint aber, die'junge Dame sollte nicht Miß og; sondern Miß Pig heißen. . St eu e r c o m m rss'ä rEvanö erklärt eS sür geradezu unmöglich, die Mondschein-Brennereien in den gebir gigen. Theilen der Staaten Nord'Caro lina und Tennestee völlig zu unterdrük ken. : . D a k e s bei Stürmen und Gewittern kleinFische regnete", ist eine häufig vorkommendeund.. genügend er klärte Ntturerscheinung, neulich ist aber bei MontemoreloS in Mexico während eines Gewitters ein fünf Fuß langer Fisch auS den Wolken gefallen. . Da'S Städtchen .Sylve. nia. Ga.. wurde vor 30Jabren gegrün det und hat jetzt über 300 Einwohner. Seit dieser Zeit sind .mehrejmännliche Einwohner in ihren Stiefels ist aber noch kein Einziger eines natürlichen To des gestorben. Ein biederer Texaner, der kürzlich in LouiSville. Ky., auf demAuS stellungsplatze eine Fahrt auf der eleckrischen Bahn mitgemacht hat, äußerte nach deren Vollendung : Ich wollte lieber, ich hätte mich an der Fahrt nicht betheiligt, wenn ich nach TexaS zurückkomme und erzähle, daß ich in einer Ei, senbahn ohne Feuer und Dampf gefah ren bin, so nennt mich olle, Welt einen Lügner und ich komme auS den Streitigkeiten gar nicht mehr heräuS.1 New Orleans muß unter seiner Polizei aan, ertra-aemeine Hal I htnlin Wti( ' tnnrhen st die I olizisUn giftete SSutstchen untheiit. um damit überflüfsiae. in den Straßen herumlaufende Hunde aus dem Wege zu schaffen. Nichtnur mißbrauchten sie die Polizisten, dazu üm in Häusern undHS fen werthvolle Hunde. 'zu vergiften, fon dern in zwei Jälenvbaben sie auch datr.it Hunde, welche Blinden zu Führern dienten, um'S Leben gebracht. E i n C o m i t e d e s G e f u n dheitSräthtS in Philadelphia hat dem letz-' tered die Errichtung eines 6rematoriunzS empfohlen, in dem die Verbrennung aller KleidungS und Bettstücke zu erfol? gen hat, deren sich Kranke bedienten, während sie an. einer ansteckenden Krank hm litten: Ein Urzt derselben Stadt macht daraus ausmerksam, daß der Ösen so eingerichtet werden müsse, daß keine Spür von Nauch demselben entströmt; im andern Falle würde die Verbrennung zur Verbreitung von KrankZeitea bei

tragen, statt solche zu verhindern. Er :

i sührt ein Beispiel an, daß ein altes Haus abgebrannt wurde, in dem die Blattern gehaust hatten; in dem Theile der Stadt, über welchen der Rauch ge weht wurde, kamen zahlreiche Erkran kungen an den Blattern vor, in den übrigen Stadttheilen keine einzige. Eine Fahrt, wie sie diese l be wohl schwerlich je wieder machen wird machte vor einigen Tagen ein achtzebi jähriges Mädchen in Columbus, Oh'.o. DaS Mädchen, die Tochter emes Herrn JustuS Palmer, hatte es eilig und ver suchte, em Euevbahngelelse noch vor ei nem herankommenden , Zuge zu überschreiten. Sie hatte sich aber verrechnet. Der Kuhfänger saßte sie; doch mit sei tener Geistesgegenwart warf . das Mäd chen stch darüber bin und klammerte sich an den eisernen Stäben fest. So fuhr sie mit, bis der Zug mehrere Meilen weiter zum Stillstände kam. Der Lo komotlvfuhrer ahnte Nichts von ihrer Anwesenheit .auf dem Kuhfänger; sie wurde mit dem Abendzuge nach Hause zurückgeschickt. Ihre Eltery'hatten nichts von ihrer gefährlichen Fahrt erfahren. Durch den Bundessteuer einnehmer in Oregon ist beim Ober steueramte in Washington auch einBier bericht von Alaska eingelaufen. Da nach besteht in jenem Territorium wirk lich eine Bierbrauerei, aber sie hat nach ihrem eidlichen Berichte im letzten Jahre nur dreißig Faß Bier gebraut.' Nicht gut ist es den V eran - staltern der Grand Army Reunion in Denver. Col., ergangen, da sich die Un kosten für das Lager allein auf 526,000 beliefen unv ihnen jetzt ein Dksistt von üt $19,000 entgegenstarrt. Mittler weile verlangen die Ardeiter und die Lieferanten nach ihrem Gelde und das unglückliche, mittellose Comite hat stch vor ihnen in die Gebirge geflüchtet. Unter den unbezahlten Rechnungen findet sich alles Denkbare und Undenkbare, Nothwendigkeit nd L xnS, in buntem Durcheinander. ' Der Nev. Overton in McNutl. Ga., hat eS kürzlich für eine Todsünde erklärt an einem Sonntage um dieHand einer Dame anzuhalten. Houston, T e i , mit seinei, 20,000 Einwohnern hatte bisher nur K Polizisten ; die Force ist kürzlich auf 8 erhöht woröln. D i e N o r d Pacific - Bah n ist, wie der Telegraph auS Helena,Mont., melvet, vollendet. Von den öst lichen Endpunkten Duluth od:r St. Paul laust die Bahn zumeist durch hügeliges Waldland, dann über die wei ten Ebenen der Prairie, über den Red River und Mistouri bei BiSmarck bis zum sogenannten Pyramidenpark, von wo derSchienenweg sich denBellomStoneFlus; entlang dem Felsengebirge entgegen windet. Der erste Ausläufer des !etzteren,der Bald Range, wird nahe der Stadt Bozeman, Mont., mittels eines 3,500 Fuß. langen Tunnels paf strt; jenseits von Helena durchbohrt ein zweiter, gleich langer Tunnel denHaupt mg des Felftngebirgeö,von wo dieBahn m das fruchtbare, wegen seiner Weizen selber berühmteC?iumbiaThal einbiegt, welches sich bis Portland, Or., erstreckt. DieLandschast längs der ganzen Strecke wird als wunderbar schön und großartig geschildert. In Chicago ist man entschlössen, dem Kriege gegen daS ameri konische Fleisch die Spitze abzusprechen. Der bekannte Dr. H. I. Detmers ist abermals aus ein Iah? zum amtlichen Fleischbeschauer ernannt worden. In oer Instruktion, welche Dr. DetmerS von.Washington zugesandt erhielt, wer den ihm auch eingebende Vorschriften über die Art und Weise in' welcher er seines AmteS zu walten hat, gegeben. Vor Allem wird, ihm anbefohlen, mit den Inhabern aller Schlachthäuser -ein Abkommen dahm zu treffen, daß ihm dieselben den Zutritt zu ollen Orten, in .welchen die' zum Schlachten be stimmten Schweine aufbewahrt werden, gestatten und ihm in ihrem eigenen In teresse . in . jeder Art entgegen kommen möchten. : Ueber die Erhebungen, welche er in Bezug auf das Vorhandensein von TrichZnosiS machen werde, soll der Com Mlffär Buch sühren und zur Ermittelung der Ursachen einer bei ausfallend vie len Thiere, die auS derselben Ge. gend kommen, austretenden Krankheit eine Reise nach dein .Ort. roo jene gezüchtet worden sind, nicht scheuen.' Auch soll er die Beschaffenheit der' vor handenen Trichinen - in seinen Büchern beschreiben.- Einmal innerhalb zwkier ZPochen hat er einen Bericht nachWäsh ington zu schicken. Diese Berichte wird die amerikanische Regierung wahrschein lich als Waffe gegen die AntUSchaeinepolitik des deutschen Reiches benutzen. Vorn Auslande. Wie man sich erinnert, wurden , vor einigen Mcnaten drei in der Vorstadt Montrouge in Paris vor mehreren Jahren geschlossene Ehen von dem Pariser Civilgerichte sür ungiltig erklärt, weil der Moire statt seinem Ad iuncten, mit den er verseindet war, einem Mitgliede des Gemeinderaths die Voll macht, in feiner Abwesenheit Trauungen vorzunehmen, übertragen hatte. Einige Zeit darauf tauchte in der .Provinz ein ähnlicher Fall auf und lautete derSpruch des Gerichts auf die Giltigkeit der be treffenden Ehe, weil beide Theile guten Glaubens gewesen wären. Auf dieses Urtheil gestützt, kam der General Pro curator beim Cassationshos um die Auf Hebung 1)es Entscheids des Pariser Civil gerichtS ein und die oberste Instanz willfahrte ihm nach zweitägiger Berathung. Dii ist.befonderS für die aus den drei Ehen-von Montrouge entsprossenen Kin der, welche eine Haarspalterei zu Bastarden gemacht hatte, von Wichtigkeit. ' . D ie, berufsmäßigen Gähnet bilden, wie aus Paris gemeldet wird, den neuesten Segensatz zu den Cla queurö, den bezahlten Schluchzern und Lachern. Diese' neueste wundersame Spezies ist zuerst in einem Pariser Vor stadttheater anläßlich der Premiere eine Trauerspiels .aufgetaucht. Ein wohl

meinender .College diS Autors Ehalte im Parquet mit einer Anzahl Jndivi duen Platz genommen, die bei gewissen Stellen auf ein gegebentS Zeichen laut und demonstrativ zu gähnen ansiijgen. Nun wohnt aber dem Gähnen bekannt lich eine fatale Ansteckungskraft inne. Es währte nicht zehn Minuten, und.das ganzeParquet gähnte; von dort pflanzte sich das Gähnen zu den Logen, dem ersten und zweiten Rang fort und stieg bis zum Amphitheater empor. Schließ lich gerieth auch die Bühne.indenBann kreis deSGähnens, der Souffleur gähnte aus Leibeskräften und die Künstler könnten vor Gähnen kein Wort mehr hervor bringen: Ja. auch der unglückliche Autor,

welcher angstvoll in den Coulissen das. Schicksal seines - Dramas abwartete, sträubte stch vergeblich gegen einen Gähnkrampf und schließlich bemerkte man sogar im Theater eine gähnende Leere. DaS Alles . aber hatte nur 'der wohlmeinende College"' mit iciner in fernalischen Intrigue herbeigeführt und schadenfroh sich die Hände reibend, schritt er gähnend aus dem Theater. Am 6. Juli kam in d a S Spital Kronprinz Rudolf Stiftungzu Radautz in der Bukowina ein sieben zehnjähriges Mädchen äuö dem Dorfe Obervikow und bat, eS von einem zwei ten menschlichen Wesen, welches an dem Rücken deS Mädchens angewachsen war, zu befreien. Dieses angewachsene We sen war im Wachsthum zurück, mißgear tet, sah einem unförmlichen, ovalen, über doppelt kindskopfgroßen Jleifchklumpen ähnlich, hatte Haare am Kopfe, unyoll kommene Lippenbildung, Stock und Schneidezähne, Verkümmerte Finger mit vollkommen entwickeltem Zeagelgued, Knochen u. f. w., und war- fähig, den Harn abzusondern, v DaS siebenzehn jährige Mädchen war dagegen vollkom men normal ausgebildet und gesund. Der Czernowitzer Arzt Dr. Zoloziecki nahm hierauf unter Assistenz der Aerzte Professor Dr. Kleinwächter, Dr. Marer und Dr. Offner die Operation vor, wel che auch glücklich gelang. , Die Pariser Theater directoren entwickeln der Pariser Presse gegenüber eine Liebenswürdigkeit, die auf immer neue Beweise ' sinnt. So werden im . Renaissancetheater von der nächsten Saison ab zwei sehr comforta bel eingerichtete Arbeitszimmer, für die Journalisten eingerichtet werden,, wo sie ihre Kritiken und Notizen gleich Abends fertigstellen können. Außerdem ? werden den Herren von'der Presse zwei Auöläu , fer und zwei Wagen zur Verfügung ge -stellt, durch welche das Manufcript direct. nach den verschiedenen Redacttonsbu reaux befördert werden kann. Vielleicht kommen wir in Amerika auch noch so weit. Zwei f ra nz ö fische Luft scbiner so wird aus London schrieben . liltiUC IU JllUlUC9 UUUltyCU UHU gegen Paris zufahren wollten, sind in Woodgreen bei London gelandet ! Sie stiegen zu einer beträchtlichen Höhe, wur-.' den vzn einer Luftströmung erfaßt und' zuerst gegen Westen getrieben, wo sie sich endlich über den Pyrenäen fanden.' Die Heimath Atta Troll'S schien ihnen we iM.fill. M Oft .f. ! IT. A.lCl.A.M ..mV nig iniaucnu juui yucuciiicu '.ic vc schlössen daher, sich weiter nach demLande I).a1.U.a& . zu treiben zu lassen, xoo die Citronen blühen der Wind wechselte aber, und sie befänden sich bald über' dem Meere. So flogen sie die ganze Nachtsort. Gegen Morgen begann der Ballon plötzlich zu sinken", und sie. retteten sich nur. durch das Ueberbordwersen alles Ballastes und aller Instrumente :c. Der Ballon er firtfc fÄ rTJAtrf n?Si lit sin tfvr lv itniuf litt g tt.v namhaften Höbe und gegen Mittag er blickten die beiden Luftschiffer Land. Um 3 Uhr flogen sie schon über , eine Stadt. ve'g-waykscheinlich Portömouth und einige irrnoeri Sparer roaren tin zon don. Die Herren gedenken wieder mit ihrem Ballon nach Frankreich zurückzu reifen. . Die Pikeffe in Japan sieht sich in neuerer Zeit wiederholten Maß regelungen seitens der Behörden auSge fetzt. So wurden vor Kurzem der Ei genthümer uno der Chefredacteur der Zeitung DfchiyU'Schimbun" in Tokio Eksterer zu-6 Monaten Gefängniß und 60 Yen Dollars Pön. Letzterer zu einiähriaer Hast und 100 Jen Strafgeld verurtheilt, lediglich weil sie auS dem in Schanghai erscheinenden Blatte .Schen Poo" einen Artikel abgedruckt hatten. betitelt : DaS RecrutirungSsystem der sapanesischen Armee." Darin war im Auszüge Folgendes gesagt : Die japa nesische Armee recrulirt sich wie die fran zösische. Jedes Jahr losen die jungen Leute, welche ihre Mündigkeit erlangt' haben, und diejenlgen,welche eine schlechte Nummer ziehen, werden eingestellt. Die Japaner wollen aber mit .Soldaten sein und suchen sich deöbalb durch alle möglichen Mittel dem Militärdienst zu entziehen,' wie 'eS folgendes Beispiel b weist: Jüngst sollte dtt Sohn eines wohlhabenden Landwirlhs als Recrut eingezogen werden. Er flehte seinen Vater an, derRegteruna dle ersorderliche Summe 270 Yen (l. Yen Mark) zu bezahlen, um ihn lo, zulaufen; dieser jedoch weigerte sich, das Opfer einer so dedeutendenSumme zu bringen, und der junge Mann, durch diese Weigerung er. bittert, versuchte seinen Vater zu tödten. Die Organisation deS japanischen Hee reSlst mangelhaft und sollte.umgestaltet werden. Freiwillige, geben - natürlich bessere Soldaten ad als Leute, die man gewaltsam zwingt, in die' Reihen der Armee einzutreten."-7-ES ist . schwer,' in obige Artikel eine Beleidigung . der Obrigkeit zu entdecke;, nran begreift nicht, wie wegen besten. Wiedergabe Ei genthümer und Chefredacteur einer Ze! tung fo hart gestraft werden ' -konnten. Daß auch Japan in der Cultur schon so weit vorgeschritten ist, hätten wir kaum gedacht. Eberswalde, 11. August. Für ein hier zu gründendes Waisenhaus, für Söhne von Forstbeamten aus dem gan zen deutschen Reiche stnd bis jetzt 28,000 M.'gesammelt worden. Der Nronprjnz hat auS der zu seiner silbernen Hochzeit gesammelten .ttronprinzenspende" einen namhaften Beitrag in u!stcht gestellt. ' . .

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