Indiana Tribüne, Volume 6, Number 334, Indianapolis, Marion County, 21 August 1883 — Page 2
indiana Hribüne.,
i FäglilZe und Sonntagsausgaöe. Osssce: ILV O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., '21. August 1883. Chili und die Ver. Staaten. Ueber te' ge'gensSrtlgen Zustände in' Chili und speciell über unsere Handels' deziehüngen zu diesen Lande entnehmen' wir einer Correspondenz des .Boston Herald- nachstehende Einzelheiten : Valparaiso ist der :. geschastliche und Santiago der-politische Mitkelpunktvon Chili. In Valparaiso'S sichelsörmigev:.' nicht ausgedehnten , aber ..vdllkoe sicheren.Hasen liegen beständig Schige aller seesahrenden Nationen' vor Anke?, seine Wersten mit den vortresslicheu hydraulischen Hebemaschinen sür Verladung der Fracht, seine 'schwimmende Docks, die unabsehbare Reihe von 23aurenhäusern, der stets von Geschästigeu angefüllte Kai und diebeiden Parallel straßen, deren EeschastShä'user sich zwischen dem Hasen . und dem sich mphk theatralisch ausbauenden übrigen Theile der Stadt dahinziehen, sind die charac teuflischen Merkmale der 100,000 Ein wohner zählenden! Stadt. Von'HUr gelangt man in füns Stunden mittels der Eisenbahn 'nach 'Santiago. ' Die Verbindung mit der nördlichen und südlichen Küste wird lediglich durch Schisse aufrecht erhaltenda die Natur des Lan des der.Anlage von Eisenbahnen -zu viele. Schwierigkeiten bietet. Die Dampferder Pacific Steam Navigation Co. und der südamerikanischen SchiffSgesellschast, sowie englisch deutsche, französische und spanische Schisse -vermitteln diesen und den Verkehr mit den europäischen Häfen.. Nachdem die europäischen.Dampser'ihre Ladungen in Valparaiso gelöscht haben, nehknen sie an -der nördlichen Küste Onhf frtfh!?, CZnli ittiS sXurttiri ; kUiti Uif itttjuuiv uijb uuv vyuuiivi an der südlichen Wolle und Getreide als! Rückfracht für Europa em. Volle zwei Drittel des .; gefammten Frachtgeschäfts an der, Westküste von Südaerika werden von Valparaiso vermittelt und volle! elf Dreizehnte! der gesäumten Einsuhr nach'Sudamerika von diesem Hafen.aus t Va9 OaX 4tf4 tv rtK ir UVt vU9 CUi4V UWtiWllt CV'U l4j Chili'Z Handelsflotte, noch wenig ent-j wickelt, und zwar ''noch-in Folge deö'. Krieges mit Spaniens teil Jahre 1864' und der neuerlichen.kämpfe .mit Peru.' Im Jahre 1831 verkehrten m den ver fchiedenen Häfen der Republik2940.: Segel und Dampfschme, und zwar 873 englische Segelschiffe und 899 englische Dampser, 223 resp157!'dtulsche Fahr; zeuge und18 nordamenkanische 6ej gelfchisse uno 14 Dampfer,-von enen t die Hälste aus Canada und die Ver.Staaten kam. . 1 Die Bedeutung, welche Chili'S 6anj bei den.übrigen südamerikanischenStaa; ten gegenüber einnimmt, ist? eine Folge k. . m.i . r v . r ? ver Vkttleoiamlell feiner ewoyner, t: ner reichen Naturschätze und vor Allemseiner geordneten staatlichenVerhältnisse.; Sechzig Jahre Unabhängigkeit haben! eme fast unbekannte spanische Colorne !n eine blühende Republik verwandelt,! deren Segnungen freilich . auch hier' der. Masse des Volkes nur im allerbeschei' densten Maßstabe zu Gute kommen.'. DaZ Land , ist zu zwei Drittheilen im Besitze der HacendadoS oder großen Grundbesitzerund die Leute, die es bear! betten, hahen.emen so germgen Anthetl an den Erträgen, daß sie nicht im Stande lind, ihre Lage zu verbessern." Die bedeutendsten Handelsgeschäfte .sind in; den ! Handen von- Europäern . Valpa; ralso speciell ist eine völlig europäische 'Stadt. ;'"' Chili erstreckt sich bekanntlich über drei r . ? . rn . , ' onen. -ucr yeie noroen virgr Tttver. und Kupfer im Ueberflusse, enthält alle übrigen Metalle einschlieklich Gold und besitzt in seinem salpetersauren Kali und. Guano werthvolle Ausfuhrartikel. - Die frucbtbaren Thäler und Abbänae der at mäßigten Zone liefern Geireide und' Wem und m Süden.dehnen .sich uner schöpfliche Kohlenlager, fette Weidegrün de und Wälder aus, die zu der vorjäh rigen Auspellung in Buenos AyreS uber 200 Sorten der kostbarsten Hölzer ge liefert haben. Früher fand Chili in Peru. Volivia, Ccuador,.an der Westküste von Columbia, in 'der .argentini fchen und der Republik Uruguay willige Märkte für feiste Producte, jetzt hat Calisornien dasselbe in Betreff des' Wei. zenö gänzlich, in Betreff anderer Artikel zum großen Theu von diesen 'Absatzge. bieten verdrängt und Chili muß entsern. tere Märkte suchen. - . . .. Die Verhältnisse, in den Ver. Staa ten sind in Chili zur Zeit noch weniger bekannt," als 'diejenigen irgend' eine? europäischen Landes. Unsere Zeitungen haben noch nicht einmal in die Hasen- , Plätze und .Hauptstädte Eingang .gksunden. ES gilt.' die- Chilenen davon zu überzeugen, däß unsere Fabriken, unsere Industrie Güter schaffen, die den euro päischen an Güte, Mannichfaltigkeit und Billigkeit raindestenZ-gleich stehen. Chili kann ein äußerst lohnender Markt für die Ver. Staaten werden,.aber erst,' wenn unsere Steuergesetzgebung oder nnHan delövertrag die Gegenseitigkeit im Hay del möglich macht. .'Wirüffen in, der Lage sein für die Erzeugnisse der Jnou strie, die wir nach Chili bringen, von. dort chilenische Producte zurückzubrin gen. Die venigen amerikanischenSchiffe, welche jetzt nach Chili kommen,-müssen dort Waaren für Europa einnehmen und von dort unter Ballast in unsere Häfen zurückkehren,!,' -J (V. r' a Bekanntlich' wurde "zwischen Boston und Valparaiso eine Dampferlinie ein, gerichtet, dieselbe- Hai .ab kaum zwe'r Jahre ihr oürstlgeS cheindaseinge, kristet. . . , : t . 'N'J..U q i 'Ohne Losen.' ' Als vorige Woche der große Aksiheti fer wieder in New Bork gelandet war, begegnete .ihm einrttcherWutsch'Lme'
rikaner. dessen Bekanntschaft -.OSear mährend seines ersten Aufenthaltes in Amerika gemächt hatte. - x - " c' Ei Herr Jeses, Herr Wilde, Sie ha
bensich ji Ihnen Ihr Haar abschnei den lassen,!" . Ja, ich that'S zum Staunen u ropaö ; nie vorher hat eme scyeere mein Haupt berührt. Was Sie nicht sagen ! yaven ficy denndie die Leute'dadrüben wirklich, so sehr erstaunt und verwundert ?" ' ' MW V . C Mein Wort oaraus. t lyaien-z uno sie tbun es heute noch." Via, Gotlsiramvacy, warum yaoen Sie sie denn eigentlich'abschneiden' las sen?" ES war im Louvre; da sah ich die Büste eines jugendlichen.römischenLmperators -mit kurzzeschnittenem Haupthaar; eS war, wie mir der Führer sagte: Nero.- ) ' .. f ' .Na. hören Sie, .das war Sie aber der beste- Bruder auch nicht." , . AbVr.eine ästhetisch veranlagte a tur. I Ich nahm emen Friseur mit nacy dem Louvre und dieser hat mich nach Art des jugendlichen- römischen Kaisers fri sirt." e ..... - - - . . 0 1 .Es steht Sie aber niQr yalv fo gur wie die frühere Haärtour." . Was. sragt.der.Aefthetiker darnach ! Zeigen will ich der'Welt, an mir selber zeigen, dak das ewige Gesetz deS Schöttti'.rti . o--. r. x. Xi.c.i nen IN. Xfiiuiuntii uuiuuii iuy uupw und immer sckön bleibt.? -.Na, mir kann'S schon recht sein, aber meine Laura wird Ihnen gar nicht wie der erkennen; Sie werden unS doch be suchen?" , . .' , j Wo könnte der Äesthetiker, derL)lch ter lieber weilen, als unter Menschen, die ihn verstehen!" , ,., .Also auf Wiedersehen !" " .Äus Nevolr!- . . . J ;, , , f 'Wleder ein NngtttderungSplan. . Seitdem die kanadischen Besürworter der Angliederung von ganz Canada an die Ver. Staaten selbst zugestanden ha Ben, dak runter ihren Landsleuten sehr venig .Stimmung sür idiesen Plan zu machen sei, ist es über diesen Gegenstand, ziemlich ruhig geworden. An einenz Krieg mit England um Canada's willen denkt f die. große Republik entschieden nicht, und wenn daher die Canadier nicht selbst herüberkommen wollen, wird sie Niemand holen. Dagegen taucht jetzj die Idee auf, den erst kürzlich zur Do minion hinzugetretenen Theil westlich vom' Oberen See. an das, Nachbarland anzuschließen. ' Dieser Gedanke wird solgendermaLen begründet : , ' .British'Columbia im weiteren Sinne, d. h. der ganze Landestheil westlich vom Oberen See, . gehört naturgemäß zu unserm.nordwestlichen. Gebiete.. Zwi schen . letzterem .und dem Gebietende! -Swan River, SaSkalchewan, Manitoba und dem eigentlichen British'Columbia am Stillen Ocean giebt eS keine söge nannte natürliche Grenze, während de sagte Provinzen von den alten Provin zen der Dominion, speciell von dem unendlich ausgedehnten Ontario durch einen breiten unfruchtbaren, wüsten und felsigen Streifen von 600 bis 800 Mei. len ' Länge - getrennt sind. - Demgemäß hat sich auch zwischen diesey beiden Thei len der Dominion .ein sreundschaftlicheSj Verhältniß nie entwickeln können. Bri! tish Columbia trat der Vereinigung nuv bel, weil der Osten eine Bahn an den Stillen Ocean Zu bauen versprach, also aus reinem Geldintereffe. Die Bahn wird gebaut, aber weit entfernt davon. Freundschaft zu stiften, giebt sie im Ge aentbeile VeranlasZuna vx neuen Strei tigkeiten. Schoirürchtet der Westen, daß der Osten ihn nur ausplündern, ihn gewaltsam mit Jndustrieproducten ver sorgen und vom Weltmarkt abschneiden wolle. Fehlt also 'die natürliche Ver Verbindung gänzlich, so ist die politische so-schwach, daß die .Columbianer -sich mehr den Amerikanern zuneigen, als den Canadiern.- Dazu kommt dann, daß Columbia auf enge Handelsbeziehungen
Mit. den Ver. Staaten geradezu ange.In zur nufgaoe, yrecoens . wiesen ' ist. Seine AuSgangSthore zuat , Wenn dieselbe von irgend.
)tn tu. eine Ausgangslyore zu Wasser- besinden7sichin Dulutb. am Oberen See,- und am PugerSund ' der' Pacisicküste. 'sein Eisen bahn-System ist von dem amerikani schen garnicht zu trennen. AuS natür' lichen,. politischen- und' geschäftlichen Gründen, schließt das Argument, gehöre also' British'Columbia . zu den Ver. Staaten. s Die Rich.iakeit dieser Beweissühruna ! zugestanden, bleibt eö immer noch .frag lich, oo die. Erwerbung, dieses Gebietes für die Republik auch mur wünschenS werth ist. Wenn auch , die Vorstellung sich als unrichtig erwiesen'hat, daß 'da oben- nicht als CiS nnd Schneefelder lägen, so sind' andererseits die -großen Hoffnungen, die man in die Entwicklung namentlich Manitoba's setzt, entschieden lübertrieben.. In noch höherem Grade gut dies von den weiter westlich gelege ven Provinzen, und nördlich , von Ma nitoba und British'Columbia ist sicher lich nichts Ukiter.zu holen, als eine kehr beschränkte Menge Pelzwerk. Alle wirklichen Vortheile, die von dem Nach barlande zu erwarten sind, lassen sich ebensowohl durch einen Handelsvertrag zielen. X il , lZiuk Otitnme der Waykht!t , Laut c dem! brasilianischen AmtSblatte sind in Brasilien-von-1825 biZ-1882, also .in 57 Jahren. au:schließlich der Colonisten 'nur 5300 Ausländer natu ralisirt worden was einem Blatte in 5!io Jänziro Unlaß zu einten sehr der cm emettungenl)tt:t. - us. u ejnr Schande und bittere Schmach, saat es imi Wesentlichen,, daß Jrasilien nicht mehr als 93 Fremde iährlii) der'anlaffen kann, Bürger zu werden. Wührend'der selben Periode sind in die I er. Staaten 11.000.0c0 AuZlä-d ew--d-t,ke mit sehr ßerngcn Uu5;.:V-w -w -r gerrecht erwarben. Auch die englischen Colornen haben in demselben Zeltraume eine bedeutende Einwanderung erhalten. ! Von all' diefttuegevanderten kimo
inen hat Brasilien nur wenig erhalten,
und von denen, die frelwilllg m anderer, Eigenschaft, wie als Kolonisten kamen sind nur 5000 Bürger geworden. In. den Ver. Staaten wird selten Jemand, mehrere Jahre lang ein Geschäft betreiben,v ohne sich naturalisiren zu lasten ; hier, ist das Gegentheil der'Fall, die ausländischen Geschäftsleute bemühen sich selten um die Naturalisation und bleiben fast niemals , im Lande. Für ein so großes, so -reiches und so dümu - '. V c" W v... ri I vestedeites xano ii aver ver V2)troinn neuer Bürger eine Quelle des Wohl stände? und der Macht."und Jeder, der nach kurzem Aufenhalte wieder.fortgeht, ist ein nationaler Verlust. Dabei steht Brasilien nicht etwa, am Anfang seiner Lausbahn,' denn hinsichtlich der Ansiede lung ist es-alleralS die Ver. Staaten, und seine geschichtliche Existenz, während, deren es alle Vortheile des Klimas und Bodens hätte ausnützen können, .'reicht auf 3S0 Jahre zurück. Daß eS nicht vorwärts gekommen ist, fliegt nicht'an dem Mangel- an Zeit und Gelegenheit, sondern an seiner mittelalterlichen PolU tik und seinen unfreien Einrichtungen. Bede'nkt'man ' daß-diese 57 Jahre den größten Theil der Regierung -eine Kai. serS umsasien, den, -die'- civilistrte Welt einen der liberalsten Monarchen zu nen en beliebt bat. daß eS Jahre fast un unterbrochenen Friedens waren, und daß während dieser ganzen Zeit viele AuS ? . r ir länger in yanoet uno nousirie vier tbätia waren, die sich meistens inBürger hätten 'verwandeln lassen " können, so ? ff. .? T . - . u 1 kann man - fiazem - uinc vsenuglyuung empsinden.'' Der Schandfleck der Skla vere!der GrobGrundbesiZ,die religiöse Unduldsamkeit,die Eifersucht ausFremde, die Lasten der Verwaltung. und die räu 0 ' t '4t...V'! . ' k Ct uV( ..mV veritcye uuieroruaung vuu jyuuuu uuu Industrie, alles oas yai oen in andererstrom von Brasilien fern ge halten, und in ' seiner 'jetzigen Schwäche muß .das Land froh sein, die Sprüh trovken ausiusanäen, die .von der rei ßenden Strömung an j seine Küsten ge vorsen werden. , 'c .s i ' Der Äussatz. i". i , i - j - . Dr. George, h: Fox von New Jor! ist soeben" von'Tracadie lnNeüBraun söveig zurückgekehrt, nachdem er in dem ooriigen zzazareiy jur. uuäjagigr incqr I' 1 O f M...IL!.. monatliche Beobachtungen über die Lep rose .und ' deren : Behandlung ' gemacht hat. Derselbe ist als Arzt ,n dem Hos pttale fu? haut und krebsartige Krank heilen in New Nork angestellt und em pstiehlt für dieses Institut die Stiftung emes Bettes für Aussätzige, die nach ser ner. Ansicht dort behandelt erden kön nen, ohne daß man. .Ansteckungsgefahr für die übrigen .Patienten zu befürchten tj Jtii ' ' - - orkuqr. - ZTracadie ist eine unbedeutende Ansie deluna .sraltzösischer. Canadier, an der 'Bai Miramichl. öSLNeilenvon New castle, der nächsten Eisenbahnstation. 24 Kranke sind gegenwärtig in demLazareth 'untergebracht und diese sind nachwelö bar fast sämmtlich die Abkömmlinge Zweier Schwestern, die vor 100 Jahren iin Folge des WaschenS von Kleidern für aussätzige Matrosen angesteckt wurden. Zu Ansang dieses Jahrhunderts gab es in Tracadie und nächster Umgebung über 100 Aussätzige. Damals wurde 'auf der benachbarten Insel Sheldrake ein .Hospital sür dieselben errichtet und Dr. Fox fand m dem gegenwärtigen Lazareth eine Kranke von 80 Jahren, die alsttind jenem Hospitale übergeben worden ist! DaS Letztere wurde 1819 aufgegeben und die Kranken würden in das von dem. Vater Labineau an der Küste bei Traca die gebaute überfuhrt. Die Pflege der Kranken in solchem übernahmen die-Schwestern des Hotel Dieu in Montreal, die in dem Kranken hause in fortwährender Berührung mit ihren Schützlingen wohnen. DieSchwe ster.St. John ist zur Zeit Oberin, eine vortreffliche Dame, die in Paris Medi ein studirt, ungewöhnlich umfassende enntmste und mmsche Erfahrung er worben und die Behandlung der Aus r i w r -Y einer neuen Erkrankung hört, so unter suat ne den Z?all versönllcb und veran laßt den Kranken, falls dieser an wirk licher Leprose leidet, sich der von ihr geleiteten Anstalt anzuvertrauen. Dort darf derselbe die Besuche semer Ver wandten und Freunde empfangen, aber diese Besuche werden von selbst bald sei tener und seltner : die liebevollste Be Handlung' erleichtert daS LpoS der von der unheilbaren Krankheit Befallenen. ' Von sämmtlichen Schwestern, die bis her in dem Lazareth gewohnt haben, ist noch nicht eine einzige angesteckt worden. wohl aber ist dies einem Priester ewiger fahren, der in seinen Eifer, zu beweisen, daß die Krankheit unter allen Umständen nicht anstecke, einem Kranken die Pfeife -ans dem Munde nahm und werter rauchte. '- Manche der Patienten leiden an den schlimmsten Formen der Krankheit, na mentlich der LeontiasiS,. einer knolligen 'Anschwellung der Haut ;m Gesichte, wo durch i dieses ein lövenkopf ähnliches Ansehen gewinnt. i I New Dort werden gfgenvärtig 6 ,or ri.! .' . .f..?i-. 4U9uftgc ici vigapiiq 0piiaic aoge sondert behandelt; eine Absperrung der selben i.n ähnlicher Weise wie die Blat ternkranken scheint in keiner Weise ge boten.' Die - Krankheit ist, 'wie. schon erwähnt wurde, ? unheilbar, unter allen Umständen schrecklich und ' entsekliö: daß manche Leute bei -derselben uralt uerden, ist kein Trost. . Die erwähnte ,80iShrige Frau wurde vor 30 Jahren als geheilt entlassen, aber bald daraus, auf' Neue erkrankt, wieder ! zurückge. bracht ; sie wird voraussichtlich nicht an Au:ssh, sondern lterSschIch: sterben. VerunreiniettS Oeld. Eine Kiräene'eüeindeder ethodigen xn k.ti?zzUüt0lUJO sehnt sich ssn saugst naq emen ohlthönekden vlok. kengeläute für .denurm ihre? Bet f..k. . ? 1 ST mm ' mm uu,rs. zn guies klaute t eine Lieroe für jede Stadt, eine Quelle der i Lreudeür ' alle. ihreVLewohnerohne
Unterschied des BekenntnisieS, merkwür diger Weise aber in den Ver. Siaaten
ziemlich selten.' Hausig, man kann sagen meist, ruft hier nicht der eherne Mund harmonisch gestimmter Glochn ich dem Hause deö Herrn, sondern ein schrilles, monotones, die Ohren unangenehm be rührendes Gebimmel oder eine Art Feu eralarm. Um '.Krem Gotteshause em Geläute, dessen Klänge erheben und an sich schon zur Andacht stimmen, zu ver schaffen, veranstülleten die zungcn'Leute der Gemeinde allwöchentlich eine gesel lige. Zusammenkunst, während deren Beiträge sur den Fond zur Anschaffung der Glocken gesammelt wurden. Ein er kleckliches Sümmchen sollte kürzlich von dem hierzu ernannten Comite demPastor übergeben werden. Da kamen die Leute aber schön an. .Hinweg mit dem Gelde' rief der Hochwohlehrwürdige auf Euren sogenannten geselligen Zusam mettkünften wird auch getanzt, undGeld. daS in solchem Sündenpfuhle gesammelt wurde, ist verunreinigt und soll Nicht sür Glocken verwendet werden, die sür meine Kirche bestimmt sind." . , ; Der yerr Pastor hat hierdurch inner halb seiner' eigenen Gemeinde in ein We pennest gestochcn. Man zriae mir" ries in der nächsten Sitzung des Kirchen ratheS ein frommer und bibelfester Ad vokat. .eine einzige Stelle in der heili gen Schrist, die das Benehmen unseres irr. -o ..XiC' I ev . ' occioigc(d icujqciiiai ; vai niu)l lul Gegentheil der Prophet EliaS. als ihn die Raben in der Wüste mit Fleisch füt terten sich dlefeS schmecken lasten, ob gleich er sehr wohl wußte, daß die'Raben entweder daS Jleich gestohlen oder we nigstens. nicht bezahlt, .resp, jedensalls nicht auf khrilcheWeife erworben hatten? Und sind nicht die Raben an und für sich notorisch höchst verdächtige Charactere ? Trotzdem aß der Prophet daS Fleisch. daS ihm 'seine gesiederten Freunde brachten. . .Das M Zanz richtig stimmte ein frommer Pfandonkel dem Vorredner bei. .Geld ist bloS unrein, wenn es gesälfch: oder beschnitten ist. Wenn ich Geli einnehme, kann ich nicht misten, ob daS' selbe nicht flüher auf .einem Spieltische gewonnen, oder gestohlen oder sür'geif tige Getränke bezahlt wurde. .Als neu lich mein Sohn getraut wurde. s,abe ich unserm Pastor eine Fünsdollarnote ge schickt, wer weiß. wa5 die schon durch. gemacht hat. der.Pastor hat sie aber nicht zurückgewiesen." .Ich muß noch hinzufügen ergänzte ein frommer Hauserspeculant, derSckatz meister der Kirche, .daß ich unserm Pas tor sein Gehalt auch nicht in Geld auS zahle, das direct auS der Münze oder der- Druckerei deö' BundeSschatzamteS kommt und daß derstlbe'noch nie geäu ßert hat, das Geld werde doch nicht ver unreinigt oder durch sündhzste ' Berüh rung beschmutzt sein. Wenn, der Reve rend dem Gelde gegenüber,. daS unsere Söhne und Töchter für einen guten Zweck gesammelt haben, so empfindlich ist, so sollte er es auch - seinem Gehalte gegenüber sem und dlefeS ebenfalls zu rückweisen.- ' Die Versammlung beschloß, die gesel ligen Zusammenkünste und die Samm lungen fortsetzen zu lasten, die Vermal tung des Fonds für den Ankauf der Glocken dem Schatzmeister zu übertragen und zunächst abzuwarten) sb der Pastor gegen daS Aushängen der auS dem Fond zu beschaffenden Glocken Widerspruch erheben wird. vom Inl im. In 8roo.lI5n. JI. ?) , will man einem tiefgefühlten Beduifnisie ab helfen und einen .Orden Xf .Cranks" bilden, derselbe beabsichtigt, sich einem dortigen Abstinenz - Vereine anzuschlie en; das ist wieder eine gefährliche Zersplitterung höchst schätzenSwerthertträste. Der calisornische Minen könig I. W. Mackay ist bekanntlich zum Präsidenten der Postal Telegraph Co erwählt worden. - Hoffentlich gerathen die Monopolmolochs , Mackay und Jay Gould aneinander. Ein derartiger ge genseitiger Vernichtungsproceß würde ein interestanteS' Schauspiel gewähren. Aber nicht lange.- Man wird don ihnen schwerlich sagen können : Jeder dieser Ehrenmänner, wird vom andern abge than",sondern die beiden Ehrenmänner werden über kurz oder lang einen.Pool" bilden. ' Der .große" Sullivan, der Klopffechter, der Weiberprügler, wahrscheinlich demnächst Congreß-ReprSsett" tant. ist dieser Taae i VittSburg, Pa.. von dem Deutschen Langkamp' äußerst " r l r grunolicq veryauen woroen. vogrgrn hat vor Kurzem ein amerikanischer Stu dent in Göttingen drei deutsche Studio sen gleichzeitig so durchgewalkt, daß alle drei kampfunfähig waren. . , Die Gefammtschuldenr Eisendahnen in den Ver. Staaten . be lausen sich aus 6j Billionen Dollars, d. h. amerikanische Billionen. Unter einer solchen verfleht man ebenso wie unter ei ner französischen tausend Millionels.vSHrend man in Deutschland . unter meiner Billion eine. , Million. Millionen, also 1.000.000,000,(X). verfleht und die Kleinigkeit von 1,000,000,000 MilliarQ nennt. -Melken vonWorcester.brachte im Unterhause der Legislatur von MassachusettS einen Gesetzentwurf ein, in welchem bestimmt ist, daß Personen, die gegerbte Menschenhaut in ihrem ' Besitze haben, auf fünf' Jabre in'S 'Zuchthaus geschickt werden sollen.' Gelangt der Gesetzentwurf zu? AnnahkNe, so;kommen die Jungen, denen vom Papa von Zeit zu.Zeit daS Fell, gegerbt ? wird, in eine keineswegs beneidenSwerthe Lage. ,AlS bei Schluß der Sitzung gen des nationalen oder auch internatio nalen Forstvereins ' Canada gehört ebenfalls zu demselben der! übliche Antrag, der Stadt St. Paul, Minn. den Dank der Versammlung für dlevon ihr bewiesene Gastfreundschaft auözn' sprechen, gestellt wurde,, wurde derselbe begeistert niedergestimmt. Die -eigene Presse der genannten Stadt macht dieser den Vorwurf, daß sich dieselbe bei der fraglichen Gelegenheit schäbig benommen
habe. ' ES handelt' sich'nicht darum, daß!
sich St. Paul m irgend welche Unkpsten hätte stecken sollen, sondern darum, daß die Bewohner der Versammlung und den wichtigen und interessanten Ver, Handlungen derselben auch nicht, das mindeste Interesse entgegengebracht ha' ben. Ein kürzlich geborenes Kind des Dave Walters in Norristown hat an jeder Hand sechs Finger; Herr Walters selbst, dessen Vater und Groß vaUr wurden mit sieben Fingern an jeder Hand geboren. Philadelphia ist inBetreff des modernen Geschäftsbetriebes nicht hinter der Zeit zurück. Ein großes Schuhgefchäft daselbst hat über dem Laden ein photographisches Atelier.ein richten klaffen, in. dem Jeder, der ein Paar Schuhes oder Stiefeln kaust, un' .TV li - i-i'l. . V rr" cnigciüiii vlvglupylrl miro. VI IN CigarreNhändler kündigt an : .Ein Bil let zu dem großen Concerte des Män nerchor- und eine' gute Havana für 25 Cents." Em Zahnarzt setzt künstliche Zähne und Gebisse ein und gestattet sei nen unoen, oie elden aus Probe , vx tragen ; er liefert ihnen neue Zähne und Gebisse, biS sie völlig zufriedengestellt sind. Südwestlich vo n Tezonte pec in Mexico sind vor mehreren Tagen zwei Spalte in der Erde entstanden. 600 ?)arvs lang und 3 Zoll breit. Ein Indianer, der in der Nähe war, als die Erde auseinander barst, sagt, daß ein unterirdischer Donner mit der Erschei nung verbunden gewesen sei. Beide Spalte kreuzen einen Bach und das Wasser desselben verschwindet in dem oberen von ihnen 7 ein Senkblei an ei nein Seile von 100 Fuß Länge hat den Grund nicht erreicht : , daß die Spalte sich sö vergrößern, daß sie schließlich ein . s. t -n v . rrv - t nu9cinaiucunncn occuioc vemirien, ist vor der Hand nicht sehr wahrschein lich. .Die Gesammtzahl der auf allen Eisenbahnen der, Ver. Staaten im vorigen Jahre beförderten Passagiere betrug, abzüglich der Passagiere derNew Yorker Hochbahn, 239,190,783, eine Zahl, welche ungefähr das Sechssache der. Zahl,-, der Bevölkerung ausmacht. Reducirt man die Personenbeförderung auf eine Meile, so ergäbe sich, daß in den Ver. Staaten .6,824,043,765 Personen eine Meile weit fuhren. , Die Zahl der aus den Bahnen der Ver. Staaten tranö portirten Tonnen Fracht betrug imJahre 1882' im Ganzen 360.490,376, oder mehr als 7 Tonnen auf den Köpf der Bevölkerung. Auf eine. Meile reducirt erhalten wir 39,302,209,249 Tonnen, welche eine Jrachtgebühr von 1,2 Cents per Meile bezahlten. Der Werth dieser Frachtgegenstände kann auf $22,011, 533,760 geschützt werden. Als dieser Tage-ein Zug der Mount Clair und Greenwood Lake Eisenbahn St. Clair passirte, sah der Lokomotivführer eine Frau auf demGe leise sitzen.- Er' gab ein Pfeifen- und Glockensignal, doch die Frau rührte sich nicht, von der Stelle. Der Zug ging über sie hinweg und schnitt ihr beide Beine ab. Der Zug wurde zum Ste hen gebracht unddie Unglückliche in der Absicht darauf gebracht, dieselbe in das St. Francis .Hospital -in Jersey City zu bringen, bevor aber der Zug daselbst anlangte, war die' arme Frau bereits todt. Man schaffte die Leiche in die Morgue. Die Fraü .mochte, etwa. 60 Jahre alt sein. - In ihren Taschen fand sich nichts, das 'zur Identifikation hätte führen können. Ein st a r k e r S t i e r, d e m F a mer Shackleford bei . Cutpepper, Fla., gehörig,-, wurde'vorige Woche von dem Kuhfänger der Locomotive eines Expreß zuges erfaitauf letzteren geworfen, eine Strecke von. vier Meilen gefahren und sprang, als der Zug hielt, munter und unverletzt herab und lief davon. Gouverneur B t a ck d u r.n e von Kentucky hat wahreiid feiner Amtszeit ntcht weniger als 845 verurtheitte Verbrecher begnadigt. ' Daß ' überhaupt noch Jemand in Kentucky im Zuchthause sitzt, ist wahrscheinlich auf den Umstand zurückzuführen, " daß es' daselbst' auch Sträflinge giebt die weder selbst, um Gnade'. bitten wollen, noch einflußreiche Freunde besitzen, welche eö für sie thun könnten. '"7' ' ' . ;-3)ie Strafgefangenen des StaateSAläbama werden in denKohlen grübm beschäftigt und dort stelltsich daS SterblicbkeitSverbältniß auf 360 Pro mille jährlich. Der Gesundheitsbeamte des Staates , dringt endlich auf eine menschliche Unterbringung. Beköstigung und Behandlung der Gefangenen, . die außerdem in zwei Jahren sämmtlich todt skln würden. ' Vom uusrände. JmGarten der ehemali gen Abtei und jetzigen ProvinzialAr beitSanstalt Brarweiler bei NSln steht ein Maulbeerbaum, der nachgewiesener maßen auS dem 11. Jahrhundert stammt Er wurde kurz nach , der Anlage deS ehemaligen Klosters Brunwilre (Braun. Vetter) gepflanzt (in Jahre 1024), ist jetzt mit einer Einsriedigung versehen, durch starkeBalken gestützt und in diesem Symmer mit den herrlichsten Früchten bedeckt., - : : r , , ; .Alß'man vor Kurz em.d.en Geburtstag de? alten Millionärs Dol fuß.' des bekannten Fabrikbesitzers in Mühlhause'n vx Elsaß, feierte fanden sich an der Tasel netto 299 Gäfte ein, welche sämmtlich Kinder, Schwiegerkin der, Enkel,' Urenkel u. s.w.'deS greisen Geburtstagskindes waren'. Als passende Ueberraschung wurde zum Dessert in ei nem mit Blumen geschmückten l?ori 'ein ganz kleines Dolfüßchen aufgetragen, welches soeben .von .einer. Enkelin deö Familienhauptes zur Welt gebracht wer den 'und.' die Zahl' der Familiengliedti gerade auf 200 vervollständigte. ' .-- In bürgerlichen wie in militärisch? Kreifen Jayerns erregt ti großes Aufsehen, daß der verdienstvolle Commandeur deS 2. FeldartillerieRe giments Oberst v. Will während der
Schießübungen aus dem Lechfelo in Dif
ferenzen mit einem vorgesetzten General . , r . r . i - - gerleiy, losorr oaZ Kommando an Oberstlieutenant Speck abgab und um seine Pensionirung nachsuchte. ES heißt, er soll wegen schlechter Schießresultate seines Regiments hart angelassen wor den sein. Hier ist es noch unvergessen, schreibt man auS Würzburg, wie Oberst v. Will durch hkldenmüthiges Festhalten an den gefaßten Positionen in den hei ßen Schlachttagen um Orleans uefent i : je . rr i -X- . v. v , r rvzlu,. zum lege oer oeuiqen .aynen beitrug und durch geschickte 'und glück liche Leitung eir.es außerordentlich gut dlrigirten FeuergesechteS bei Beaugenzy (8. Dez. 1810) seiner Artillerie.Abthei lung den Namen .Die ei erne Division" erwarb. Für hervorragende Tapferkeit - vor dem emve wurde Will damals die' ' höchste bayerische MilitSrauszeichnung, der Max JosesS Ordens und damit die Erhebung in den Adelstand zu Theil ; ihm verlieh überdies seine He?mathstadt neben dem Ehrenbürgerrecht einen silber nen Lorbeeikranz. . , . I n Böhme n m a ch en : d ie Czechen daS Recht der Majorität geltend und streben eine Abänderung der Wahl ordnung an, um dadurch ihre jetzige zu fällige Majorität zu einer dauernden zu machen. Auf gesetzlichem Wege läßt sich , dieser Plan'aber nicht durchführen, weil die Zahl der deutschen Abgeordneten im Landtag noch immer so groß ist, daß sie durch ihre bloße Absentirung die Kör perschaft beschlußunfähig machen können. Die Czechen denken daher schon daran, . die Wahlreform.'nicht im Parlamentär! schen Wege, sondern durch eine Octroyirung seitens der Krone durchzu. setzen. Es wäre daS ein sehr bedauer licheS, Vorspiel zum Absolutismus, aus welchen die Verhältnisse in Oesterreich immer mehr hindrangen. Herr Pasteur richtet an.. einen Mitarbeiter des .Voltaire, der Vi ihn besuchen wollte, um von ihm nähere Auskunft über die Mission -zu erlangen, : welche in Aegypten die Cholera studiren soll, einen Brief, in dem er entwickelt, daß alle' Krankheiten, die. mit der Ch'o lera verwandt sind,: nach genauen Stu' dien von einem mikroskopischen Wesen verursacht werden, das im Körper der Menschen und Thiere' seinen ' Sitz hat und meist tödtliche Verheerungen an . richtet." Heute handelt es sich darum der Wurzel der Seuche nachzuspüren. f Nach dem gegenwärtigen Stande unserer . Kenntnisse, muß unsere ganze Ausmerk . , samkeit der möglichen Existenz eines ver schwindend kleinen Wesens im Blutes oder' irgend einem Organe zugewandt werden, dessen Beschaffenheit und Eigen schasten wahrscheinlich alle Eigenheiten der Cholera, ihre Symptome sowohl als ihren ansteckenden Charakter.- erklären u würde. Wüte einmal das Dasein die seS winzigen Körpers erwiesen, sa, würde. sich daraus von selbst ergeben, welche Maßregeln gegen das Uebel nach seinem. Ausbruche sowie zu seiner Verhinderung zu treffen war.'n. Ei n in t e r e s s a nte r P r os zeß nimmt gegenwärtig in London sei nen Ansang.' Es handelt , sich darum,-'-wem daS Vermögen einer englischen, Dame, Madome Austin, rechtlich zufalle, die vor einiger Zeit in Frankreich, wo f sie seit langen Jahren lebte, gestorben ist, ohne ein Testament oder eine Fanu lie zu hinterlassen. Die Sache hat be reitS dieranzösischen Tribunale beschäf tigt. Beim Tode Madame Austin'S hat ' ihr VermögenSverwalter, ein gewisser Herr Barre,. Anspruch auf die Hinter lassenschast erhoben und seine Sache in erster Instanz gewonnen; da er aber vom AppellatioaSgericht abgewiesen wurde, , welches dahin erkannte, daß die Hinter. " lassenschaft der Verstorbenen de jure dem französischen Staatsschatz "anheim falle, wandte er sich an die englischen Tribunalk, wo er aber sogleich mit der. englischen . Regierung zu thun bekam, welche' ihrerseits die Hinterlasse'nschast beansprucht. Die .Probate and Di vorce Court"! in London hatte demge r; mäß Montag, den "23. Juli . ein Urteil in der Sache zu sällen gehabt, als der Attorney ,General. ankündigte, daß die sranzösische Regierung, auf die Entschei dung deö Pariser AppellationSgerichtS gestützt, das Begehren stelle, bei derBer , Handlung, vertreten' zu sein, um ihre"" Rechte geltend zu machen. ES entstand . nun die Frage, ob die .Intervention' Frankreichs zugelassen werden dürfe?. Der- Gerichtshof' bejahte dieselbe 'undö wird sich folglich, für einen der drei Prä ' tendenten auf die Hinterlassenschaft Ma dame Austin'S nämlich Herrn Barre, die französische oder du englische Regierung f t auszusvrechen haben. - Das zurückgelas sene Vermögen der genannten Dame beträgt vierzehn bis sü.szebn Millionen ' Francs, wodurch sich die' Wichtigkeit er ' ttXrt Yntlfa i.X. X. V. Ca4i -v n v -UIIIIWI V(k VUI beimißt. ' ' W i e man aus. Berlin schreibt, ist dem ReichskanzlerleiteZ deS 11 landwirthschaftlichen Vereins deSKlnzig " Thales im,Negieru7.gsbkzirl el dle. fr 9nn in ffirinnfi iiinirtonnt V! .jj.-. gt)BM"Hv", I M o. , r .1 v : . t jc . m ium otuBulP lul Ul rgraoige , Verwirrung ablegt, die sich in den Köp feneineS Theilender Landwirthe ''durch die unverstandenen und undust5dlichrk ! Theorien deutfcher WirthschaftSpolitiker neuesten Schlages festgesetzt hat. In einer in Steinau im Kreise Scklückik? abgedaltenen ersammluna liifltt b:: ; .Verein,' sich mit der Bitte an den ieichs " lanzler zu wenden, derselbe möge bewir ken, daß fortan ach beendeterErnte eine Statistik über daS Ertrögniß im Reiche , aufgenommen werde und .nur noch die fehltndenArtikel in entsprechevdkr.Quan ; tltZt eingeführt werden dürften. Bon dem Project einer derartigen behördlichen iRegelung des Getreideverkehrs ist ztU .. licb bis Ziur Idee der Verstaatliöuna des !(ZetreidehandelS nur noch ein Schritt.-i 't..!' c.' v ' i ' r : ri , . oer oen neueuen uuiQiqQiispoim- . ikern auch nicht mehr äußerst schwerfallen ' iitih: " V " ' " Nord Hausen, 29.- Juli. . Zu .(Immern in der Lüneburger haide lebt '.eine alt Jungser, Namens Rosine Rum Otl, diteute das seltene Alter von 113 Jahren erreicht hat. i
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