Indiana Tribüne, Volume 6, Number 316, Indianapolis, Marion County, 3 August 1883 — Page 2

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Zndiana Hriöüne. Jägliche- ud Sonntagsansgaöe. Office: I20O.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 3. August 1683. Nübenzuker Die RunlelrübenzuS - Fabrikation oder Gewinnung des Zuckers aus der Zuckerrübe, einer durch die Cultur gebildeten Abart der Runkelrübe, ist in den Ver. Staaten vielfach, am längsten im Staate Maine, versucht worden. Ein einziges Betrieböjahr hat dort ein leidliches Resultat ergeben, die-Gründe. auS denen ein dauernder Ausschwung nicht raöglich war, ergeben sich aus dem soeben erschienenen Berichte des Secre tärs der Forest City Rübenzucker.Fabrik in Portland. Die Fabrikation in größerem Maß stabe zu betreiben, r?aren wir nur in den Jahren 1879 und 1880 im Stande ; der Betrieb im herbst 1878 ging über die Grenzen eines Versuchs nicht hinaus. Unsere Maschinen sind gut, nur war die Waschmaschine dem Bedürfnisse nicht ttllig entsprechend. 1879 haben wir 1.200,000 und 1880 1,000,000 Pfund Zucker gewonnen. Unser GesammterlöS für Zucker und Sirup betrug das VersuchZjahr Inbegriffen 5200,000. Wir gewannen aus den durch Waschen gereinigten Rüben 7 Procent ihres Ge wichtS an Zucker, der bis auf 92 Grad polarisirt war, mit andern Worten, bei dem das PolarisationS-Saccharimete: den angegebenen Rohzuckergehalt nachwie, und 3 Procent an Sirup,w2hrend der Zuckergehalt der Rübe in Deutschland durchschnittlich 11 Procent beträgt. Der Rohzucker wurde von den Rasftne rien in Boston, New Pork. und Phila delphia um 1j Procent pro Pfund niedriger bezahlt als Rohrzucker von dersel den Polarisation. Dieser Preisunter schied zu Ungunften des Rübenzuckers ist durch einen geringen Rückstand an Pot asche m dem letzteren und durch den schwachen Rübengeruch desselben bedingt. Der Sirup brachte 28 Cents .für die Gallone, oder, da eine solche 18 Pfund enthalt, 1j Cent für das Pfund. Die Ursache unseres Mißerfolgs ist lediglich darin begründet, daß wir die Rüden entweder nicht billig genug, oder aber nicht in so großen. Quantitäten kaufen konnten, daß sich trotz des Prei ses die Fabrikation bezahlt hatte. Diese Schwierigkeiten wurden mit jedem Jahre größer. Im ersten Jahre zahlten wir $4 für die Tonne Rüben, wenn wir solche von der Bahn abholten, und $5, wenn solche in die Fabrik abgeliefert wurden, im' zweiten $5 resp. 6, und im dritten $5.50 .fp. 6.50. Regelmäßig haben die Farmer nur einen Versuch mit dem Anbau der Rüben gemacht und ihren Nachbarn abgeredet, ebenfalls den Anbau zu versuchen. Wir haben stets bei Ablieferung der Rüben baar bezahlt, aber die Farmer versicherten, der höchste Ertrag, den sie erzielen könnten, betrage $20 vom Acker und dies stehe zu der aufgewandten Arbeit in lemem Verhalt nisse. Im Versuchsjahre dauerte die Campagne die Zeit, die wir nach Maßgabe unserer Rübenvorräthe auf die Fabrikation verwenden konnten, 30, im zweiten 60 und in dritten 45 Tage, während solche mindestens 120 Tage andauern muß, wenn von einem vor theilhasten Betriebe -die Rede sein soll. Im Versuchsjahre kamen wir' auf die Kosten, im zweiten Jare verdienten wir $10.000 netto" und ,m dritten Jahre fetz ten wir $6.000 zu. Unsere Maschinerie hat $60,000 gekostet und wir finden für dieselbe reuten Käufer zu leidlich annebmbarem Ärtfo. Kö.muß jedoch noch hinzugefügtWren, daß uns der Staat Maine für Ms.'.Pfund Zucker 1 Cent bis zur Suinme 'von $7,000 gewährte, die in keinemZahr'e überschritten werden durste. Ohn diese Zuschüsse, die in allen drei Jahren $15,875 betrugen. wurden wir, abgesehen von der Entwer thung der Gebäude und Maschinen, mindestens $20,000 verloren haben. Unter diesen'Umständen mußten wir das Geschäft namentlich au? demGrunde aufgeben, weil wir in den Neu'England Staaten nicht genug Zuckerrüben erlan gen konnten. Wenn in irgend einem Theile der Ver. Staaten der Anbau der Zuckerrübe einen solchen Umsana an nimmt, daß eine Fabrik jährlich auf 12 bis 15,000 Tonnen Rüben, zu $5 pro Tonne in die Fobrik geliefert, rechnen kann, so kann sie bei einem Anlage und Vetrieböcapitale von $150.000 aus 'eine Jahresdlvidende von 20 Procent nii Zuversicht rechnen. Der Farmer kann den Ertrag des AckerS durch Anwendung künstlicher Düngmittel. in iiner Weife erhöhen, daß er trotz der - größeren gi turkosten bedeutender ist, als gegenwär tia, und er wird fernerseinen gcmzen Wirthschastsbetrieb dadurch ' wesentlich sördern, daß er als Rückfracht für jede Tonne Rüben eine Tonn? Rückstände oder Melasse zurücknimmt, die ihm .zu $1 pro Tonne in der Fabrik abgelösten werden kann. Eine Tonne Melasse, welche übrigens auch zurSdirltuSaewin nung verwendet werden kann, hat mehr Futterwerth, als eme. Tonne Rüben. Bei Milchkühen erhöht Melasse, mit j einem Drittel Heu gemischt, den Milch ertrag um 20 Procent und auch alsMast r.A v r.. cn.?v I 1 lleieri oiei.eioe, in neroinouiig ml! an derem Futter, außerordentlich günstige esullaie. Anoere vtaalen werden vor aussichtlich Rüben von besserer Qualitä ergeben als Maine, und höchst 'wabr scheinlich sind in Iowa. Minnesota, Da kata oder Wisconsin die Bodenverbält niste der Zuckerrüben-Cultur günstiger an in luiamz. granzost-und doH nySfliy, Wenn an aus den Berichten framö .sische Zeitungen Schüsse ziehen darf, so hat das .höflichste Volk der.Erde-.diese seine Eigenschaft entweder in bedenklichen

1 Maße abgelegt, oder bringt dieselbe we-!

Tcincm P?äi?dinren gegenüoer nicht in Anwendung. Der reaktionäre DeputirteEstancalin sollte angeblich we gen einer Rede gerichtlich verfolgt werden, die er in Dieppe bei der Preisvertheiluna einer landwirlhschastlichen Ausstellung gehalten hat und die allerdings Nicht gerade von Ehrsucht gegen den Pra sident der Republik überfließt. Da er als einziger Redner auftrat, so sagte er, daß es seine Pflicht sei, zuerst auf den Präsidenten der Republik zu trinken. .Ich darf aber", fo fuhr er fort, .nicht von den staatsmännischen Eigenschaften reden, die das Haupt deS Staates zwei felöohne belitzt, da man mich sonst mit i . . v. rr ecyl annagen rouroe, vier Pvittii zu treiben. Das ist mir, wie Sie wissen, untersagt. Es bleibt also nichts übrig, als von seinen Verdiensten um den Ackerbau zu reden, und da komme ich noch mehr in Verlegenheit, denn ich habe vergeblich gesucht. Er hat viel versprochen, aber die Versprechungen sind bis jetzt nicht er füllt worden. Ich muß aber doch etwas sagen. Ich erinnere mich nun, in den Zeitungen gelesen zu Habens daß er jeden Morgen die Enten, welche die Teiche in nes Pakasteö bevölkern, eigenhändig zu füttern pflegt. Die Fürsorge sur du Enten steh: offenbar mtt lanowmy cha t ichen Fragen im. Zusammenhange, und li) kann deshalb ohne Gefahr den Pra sidenten der Republik wegen dieser nütz lichen Anwendung seiner Muße loben. Ich trinke also auf die Gesundheit deö Präsidenten der Republik, des Entenzüchters !" Herr Grevy hat sich übrigens nicht nur in Allgemeinen, sondern auch wegen seiner Lieblingsenterichs schon mehr gefallen lassen, als daß man gericht liches Einschreiten m die em Falle für wahrscheinlich halten sollte. Bkßrogtne OÄttvvürger. Wenn etwa jemand meint, daö nur hienulalide bei den Wahlen selbstsüchtige Interessen in'SSpiel kommen,: Beut ch land dagegen ausschließlich die Ansichten und Ueberzeugungen der Bürger.so kann er sehr leicht eines Besseren belehrt werden. Freilich haben sie drüben" keine Millionen für Flußverbesserungen und öffentliche Bauten übrig, mit denen sich ganze Gemeinden ködern lassen, aber Lockmittel haben sie auch, wie u. A. die nachfolgende lustige Geschichte vewern : Schildau, auch wohl Schild genannt. genießt bekanntlich seit Jahrhunderten eines wenig beneidenswerthen Rufes. Das in der Provinz Sachsen gelegene Stadtchen, die yelmath der Schudbur ger, soll der Schauplatz einer Menge von Thaten und Unternehmungen gewesen sein, die ihre Urheber keineswegs in den Geruch absonderlicher' Weisheit setzten. Wie die Schildbürger in ihr fensterloses neues Rathhaus Licht in Säcken schaffen wollten; die mühsam emen Berg herun ter geschleppten Stämme wieder hinauftruaen. damit dieselben diesmal bergab rollen sollten, diese und ahn liche Erzählungen sind wohl jedem Deut schen bekannt. In der Neuzeit hat man wenig von Schildau gehört, bis eö durch einen Sensationsproceß die öffentliche Aufmerksamkeit abermals erweckte. Die ser Proceß ist von dem obersten aller-le benden Schildbürger, dem Herrn 93 ür germeister, angestrengt worden, der den kriegerischen Namen Martell trägt. ES scheint indessen, als ob der moderne Martell keine solche Lorbeeren erringen werde, wie sein Namensvetter imKampfe gegen die Ungläubigen. Schildau hat durch die Einführung des neuen Gerichtsverfahrens seine KreiSgerichtö'Commission verloren, ein Amtsgericht aber nicht erhalten. Da eS nun die guten Bürger wurmte, daß die Gerechtigkeit ganz auS ihrer Mitte ae flohen war, so konnte man sich gar nicht beliebter bei ihnen machen, als wenn man ihnen ein Amtsgericht versprach. Dieses thaten vor der Wahl des Jahres 1881 die Conservativen, bezüglich ihr RelchstagScandldat, und die uderzku gungstreuen Schildbürger opferten der Aussicht auf das geliebte Amtsgericht ausnahmsweise ihre Ueberzeugung. Sie stimmten für den Conservativen, aber wie das so zu gehen pflegt, n a ch der Wahl war von den vorher gemachten Versprechungen nicht mehr die Rede. Das Amtsgericht schwebte nicht einmal mehr als Fata Morgana dem Schild, bürgern vor, sie merkten wohl,daß sie ei nen ihrer historischen Streiche verübt hatten und beschlossen, aus Rache, dies mal liberal zu wählen. Da aber raunte man ihnen zu : .Wenn ihr das thut.ver liert ihr auch noch d:e Gerichtstage." ES ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß sie aus ölest Drohung gtraoe lo ymtmgtfallen wären, wie vorher auf daS Ver sprechen. Ein zungengewandter Advokat, der Rechtsanwalt Wölfel, erschien nun .mit ten unter den Schildbürgern und machte sie auf das Spielchen aufmerksam, das man mit ihnen treibe.- Die Zuhörer lachten, der Herr Bürgermeister Martell aber glaubte, daß die Angriffe aus die conservativen Schlauköpfe sich auf ihn bezögen, und da er . es als oberster Schildbürger nicht auf sich sitzen lassen kann, daß man ihn für einen gefcheidten Kerl hält, so wurde er natürlich wegen Beleidigung klagbar. Schildau mag 'uil liberal oder conservativ vShlen,seine geschichtliche Ehre ist jedenfalls durch den Bürgermeister Martell gerettet. Wohlhabende Dichter. . Longfellow'S Nachlaß wird amtlich auf $350,000 abgeschätzt, und wenn daS auch heutzutage und besonders hierzulande nicht gerade als großes Vermögen an gesehen werden kann, so ist es doch recht viel für einen Dichter. 'Zwar bekleidete Longfellow auch eine Professorenstelle, die. ihm ein anständiges - Einkommen brachte, sein Vermögen hat er sich in dessen thatsächlich zusammengeschrieben. r war Um Geme, sein gewaltlger, seu riger Dichter, wie vyakweare oder Goe the, Byron oder Heine, aber in seiner rjL!Ji . . V r. f " lujllazien, correcien zuzelir jpracj er zu .' herben des Volkes, und seine JSttU

wurden viel gekaust. was jenes Pu blikum sicherte ihm ein reichliches AuS kommen, er hatte eS nicht nöthta, wie Horaz, wie noch die Dichter im sieden zehnten und achtzehnten Jahrhundert, reiche und vornehme Herrschaften spei chelleckerisch anzusingen, um ihre Gunst und ihr Gold zu gewinnen. Abgesehen von den sogenannten ver kannte Genies, d. h. von den Leuten, die den Mangel an Anerkennung nicht ihrer eigenen Untüchtigkeit, sondern tm Unverstände der Jetztzeit beimesser', qs ben gegenwärtig alle einigermaßen hervorragenden Dichter und Schriftsteller ein reichliches Einkommen. Die Dampf presse macht ihre Bücher , billiger, aber gerade deshalb finden die letzteren eine so große Verbreitung, solchen Eingang bei der Masse des Volkes, daß die materiel len Vortheile für den Verfasser nicht ausbleiben. Mancher seichte Literat ist besonders glücklich", insofern er vor übergehend ganz erstaunlich populär und jede seiner Zeilen mit Gold ausgewogen wird ; andere, wie Macaulay, Dickens, HSckel u. f. w. finden für ihre wirklich bedeutenden und dauerhaften Arbeiten nicht erst bei der Nachwelt Anerkennung, sondern schon bet Lebzeiten . außeror dentlich gut zahlende Verleger; die nrn sten Schriftsteller, mittelmaßige und sehr gute, originelle und alltägliche brauchen, wenigstens keine Noth zu leiden. Die Zeiten, da Schriftstellern und Hungerleiden gleichbedeutend waren, sind zum Glück vorüber. Immer lesebedürftiger wird daS Volk, immer zahlreicher w:rden die Zeitungen. Zeitschriften. Magazine u. s. w., die tüchtigen Federbelden stetige Beschäftigung gewähren. Vielleicht ist daS nicht romantisch, aber es ist jeden falls angenehmer für die Ritter vom Geiste. Noch einmal Capt. Webd. Gegen die von mehreren Zeitungen ausgesprochene Ansicht, der berühmte englische Schwlmmkünstle? habe den Versuch, über , den Niagara zu schwim men, nur m der Absicht unternommen. Selbstmord zu begehen, wird von Herrn Fred Kyle, Webb'S Geschäftsführer, dermalen in Boston, eine geharnischte Erklärung veröffentlicht. .Diese An sicht ist, gelinde ausgedrückt, lächerlich. Der Capitän war am 24. v. MtS. so munter und gute? Dlnge.wu immer, ja sogar so siegeSgewiß, daß er ein besonderS reichliches Diner bestellt hatte, wel ches nach seiner Ruckkehr eingenommen werden sollte. Ich war unter RSbeling'S Brücke gefahren und wartete, bis ich des Bootes Mit Webd ansichtig werden würde. Endlich erblickte ich dasselbe ; sls es m der Mitte des Stromes ange kommen war, stand Webb auf und that den verhängnißvollen Sprung. Ich jagte, was die Pferde laufen konnten, an die Stelle des Ufers, welche sich dem Wirbel gegenüber befindet; in der Nahe hatte ich zwei Manner aufgestellt, welche den Schwimmer zu beobachten hatten. Einer derselben rief mir zu : e5 geht alles gut, er hat die Stromschnellen passirt.- Er hatte den Schwimmer kurz vor dem Wirbel biS an die Husten sich auS dem Wasser heben und nach beiden Ufern blicken sehen, dann war derselbe verschwunden. Webb hatte mich schon bei seiner Untersuchung des Stromes im Juni d. I. daraus asmerksam gemacht, daß eine Stelle unmittelbar oberhalb des Wirbels besonders gefährlich sei. Dort ist die Strömung noch Nicht wir belsörmig, aber ungeheuer reißend und zackige Felsspitzen erstrecken sich bis nahe unter die Oberfläche des Wassers. Webb sagte Mir wiederholt, diese Stelle müsse er vermeiden. Ich. bin überzeugt, daß seine Kraft durch das Schwimmen in den Stromschnellen m höherem Grade ge schwächt wurde, als er vorausgesetzt hatte, daß er in Folge dessen die er wähnte Strömung nicht zu überwinden vermochte u. an denFelsen zerschellt wur de, ehe er den eigentlichenWirbel erreichte. Was sollte einen Mann wie Webb zum Selbstmord getrieben haben? Einen Mann so urgesund, so lebensfroh, mit guten Aussichten für die Zukunft, den Gatten eines heißgeliebten und vortun liehen Weibes, den Vater zweier reizender Kinder? Vermögend war Webb nicht, hoffte es aber zu werden; an Capital vermögen hat er 1,300 hinterlassen, die in London so angelegt sind, daß das ..- .. n c tzapua! unier auen umsianoen jcincn beiden Kindern verbleibt und bei erreich ter Volljährigkeit in deren Besitz über geht.' Seine Wittwe ist eine ebenso gebildete, als energische Frau, der es vermöge des Erlöses aus dem übrigen Nachlasse und der Unterstützung ihrer Freunde gewiß gelingen wird,' sich eine auslommllcht Stellung im eben zu er ringen, tzsle liebte ihren Gatten leiven schaftllch und hielt nichts für unmöglich, was dieser selbst als ausführbar erachtete. Ich muß bei dieser Gelegenheit noch ei nen Irrthum, berichtigen. Webb soll wenige Tage vor seinem Tode gegen einen Freund geäußert haben, eS handle sich bei dem Schwimmen durch die Stromschnellen und den Wirbel sür ihn auch um die Summe von 510,000. Dies muß auf einem Mißverständniß be ruhen, denn bei jener verhängnißvollen Tour stand auch nicht ein Cent auf dem Spiele. Webb ging dem Unternehmen mit Zuversicht entgegen und wollte seine Berühmtheit vermehren ; er war vom 1. August ab für eine Reihe Vorstellungen in Nantaöket sür die Summe von tzl600 engagirt. Er hat zver Erfindungen für eine verbesserte Construction derSchrau bendampfer gemacht, von deren Patentirung er jtä) günstige pecuniäre Resul tate versvraö: Zeichnungen oder Mo delle dieser Erfindungen sind nicht . . .. v. o w nv ; i v ac voryanoen, oic oeen jinu ciu ori uy nen Schwimmer untergegangen." ' Chiromantie In Boston erregt gegenwärtig ein Frauenzimmer, .da? aus den Linien der Hcnd ahrfagt. durch''rinige angeblich eingetrostene Prophezeiungen einiges Aussehen. Die Chiromantie ist ebenso wie die Astronomie -eine Tochter der ur alten Sterndeuterkunft oder Astrologie. ES. gut m Folae der neuesten Forschun

gen für ausgemacht, daß die 'erst nach

dem Tode ihrer Erbauer zugespitzten und al Grabmäler benutzten Pyramiden zu Lebzeiten ihrer Gründer als Observato ren nicht sür astronomische, sondern für astrologische Zwecke benutzt wurden, oder vielmehr benutzt werden sollten, und daß dieGelehrten, indem sie dieKönige indem Wahne ließ:n, sie läsen deren Zu kunft aus den Sternen, durch ihre wis senschaftlichen Beobachtungen den Grund zu der wunoervaren Zlenicyalt ver Astronomie legten. Aehnllch alten Ursprungs ist die Chiromantie, die schon Aristoteles in die graue Vergangenheit verlegt, welche das Mittelalter zugleich mit der Sterndeutern weiter ausbildete, die aber bald ihr wissenschastliches An sehen verlor, nur noch von denZigeunern geübt wurde und in neuerer Zeit durch die bekannte Lenormand wieder vorüber gehende Bedeutung erhielt. Die Bostonerm scheint gerleben genug zu sein, um dem Humbug wieder ein wenig mehr auf die Beine helfen zu kön nen ; sie behauptet natürlich, .daß durch die Züge, welche in die Hände der Men schen gezeichnet sind, deren Neigungen und Begierden, Fehler und Tugenden, Liebe und Haß bestimmt sind.Z Die Hand'Wemagekunst unterschei det zunächst gewisse Grundverschieden heiten in der Form der Hände: , solche Mit breiter Handflache, palnia , svatelsörmige, kegelförmige, viereckige, knotige oder knorrige, zugespitzte, und gemischte oder solche Hände, die von mehreren oder allen Formen etwaS an sich haben. Der Daumen ist der wich tigste unter den Fingern und verkündet die größere oder geringere Intelligenz seines Besitzers. Die von der Daumen Wurzel 'über die Handfläche nach rechts, resp, links verlaufende Linie giebt je nach ihrer Länge und Stärke einen Maßstab zur Beurtheilung der Willenskraft. Idioten tragen die Daumen ein geschlagen und bedecken solche mit den übrigen Fingern. Leute mit kleinen Daumen nehmen das Gefühl, mit gro ßen den Verstand zur Richtschnur ihrer Handlungen. Personen, deren" Finger bei ausgereckter Hand an den Spitzen nach hin ten geneigt find, sind scharstnnig, neugierig und surrandt; unregelmäßig gegen einander gestellte Finger bedeuten schlechte Naturanlagen; wenn Hände und Finger, gegen das .Licht gehalten, nicht an manchen Stellen durchscheinend sind, fo läßt daS auf vorherrschenden Geiz der Inhaber schließen; kurze und dicke Fmger sind grausamen Menschen eigenthümlich ; lange und zugespitzte Finger lassen auf in der Regel zu sehr ausgebildeten und in der Wahl der Mittel nicht scrupulö en Erwerbssinn schließen; breite, abgeplattete Finger verrathen Geschwätzigkeit undMangel an Dlöcretion u. f. w. Kurze, platte Nägel sprechen von nie deren, gemeinen Lebensgewohnheiten, lange, schmale und gewölbte dagegen VonSinn sur daS Noble und Vornehme. Kleine weiße Punkte in den Nägeln stel len frohe, schwarze dagegen trübe Erna nisse in Aussicht, und wer eS nicht alaubt, zahlt einen Dollar. . . Vom Inlanve. Auch feine komischen Sei ten hat der gegenwärtige Sinke" der Telegraphisten. So wird von Wash mgton berichiet. wie don vor wenigen Abenden der Telegraphist eines ZeitungödureauS, das seme Privatdrähte bat. nach gethaner Arbeit an seinem Instrumente saß. als eine Reihe von Privatdepeschcn über den Draht herein kamen, die nach Cb'caqo bestimmt wa ren. Ueber eine Weile fragte er an, wer aus seinem Drahte Privatdepeschen sende, und die Antwort ersolgte prompt, es sei New York-, daS sie sende Dar auf bemerkte der Telearaphist demPlug" m der New Norker Osnce, er bennde sich am fzlschen Drabt, und seine Depeschen liefen statt nach Chicago nach Waihing ton. Daraus wurde der New vlorre? Western Union Plug" sehr erbost und beschuldigte den Telegraphisten in Wash lnaton, der Union anzugehören -uns ihm in seine Arbeit pfuschen zu wollen. Der Telegraphist aber würdigte den Plug" gar keiner Antwort, und als er später seine Ossice schloß,kamen die Chicagoer Depeschen immer noch von New Nork herein und liefen m Washington durch die abgedrehte Verbindung in den Boden. Der .Plug" in der New Nor ker Office aber war natürlich der Mei nung, daß alle feine Depeschen fehlerfrei in Chicago angelangt seien und freute sich der so erfolgreich gethanen Arbeit. GelegentlichihreSAufent Haltes in den Seebädern haben sich zahlreiche amerikanisch? ,Damen zu tüchtigen Schwimmerinnen ausgebildet und viele derselben haben die erlangte Fer tigkeit schon zur Rettung von'Menschen leben angewendet. Erst kürzlich-wieder hat eine Tochter des vormaligen MarineministerS Borie auf Cap May zwei Kinder vom Tode durch Ertrinken ge rettet. Auf Long Island . holte ein Fräulein Laury zwei Herren aus dem Wasser, d'e sich, ohne schwimmen zu kön nen, zu weit vorgewagt hatten. Fäul. Fanny Reigel holte drei Kinder glücklich auS dem Delaware; in diesem Falle war schnelle Hilfe so dringend nothwendig, daß die junge Dame in ihren gewöhnli chen Kleidern in'S Wasser sprang. Der 23jährig Tauch erJohn! Frey hat kürzlich bei Reading, Pa., ein bemerkenSwertheS Stück Arbeit geliefert.. Nachdem er sein volles Tagewerk voll bracht ia!te,ersch!en er Abends 7 Uhr in Begleitung seines Trainers am Flusse, ließ zwei eiserne Gewichte von einundzwanzig Pfund an sich befestigen, schritt dreißig Fuß in den Fluß hinein, und tauchte unter. Ein anderer Tau cher stand in seiner Nähe und langte ihm hartgesottene Eier zu. die Fry unter dem Wasser verzehrte. Dasselbe that er mit einigen Brezeln ; beides . nahm 2 Minuten in Anspruch; hierauf trank er immer unter dem. Wasser in 40 Secunden eine Flasche Birnenwein aus und tauchte erst nach 3 Min. 40 See. wieder emprr. 1 : . Die Nachrichten, über die iu erwartenden ErnteMSge varenw

TtLii kter Woche in Folge des Telegraphis. tenStrikeS sehr sparsam ; indessen läßt t sich schon jetzt sagen, daß die Weizen ernte, ovgielcy oer rirag uiu außerordentlich großer sein mag, doch nur wenig hinter dem auögezeichnetenErtrage von 1882 zurückstehen dürste. In Cali formen wird der Ertrag aus 53,000,000 Bushel geschätzt und die Pioneer Preßin St. Paul berechnet 35,000,000 Bushel sür Minnesota. Beide Schätzungen mögen etwas hoch fein, aber in Verbin ung mit Nachrichten aus Iowa, Ken tucky, Wisconsin und anderen Staaten, bestätigen sie die Annahme, daß der Ernteertrag sowohl in Weizen und Rog gen als auch in Mais :c. ein sehr großer sein wird, obgleich die Berichte auS an deren Staaten, z. B. Ohio, nicht so günstig lauten. Soweit die durch den Telegraphisten-Strike gehinderte Spe culation schließen läßt, hat man an den Produktenbörsen auch schon auf die zu erwartende gute Ernte Rücksicht genommen. In . Chicago werden die Theater am Sonntage offen gehalten. McVicker, der Schwiegervater Edvin Booth's, versuchte es, sein Theater Sonntags zu .schließen, wurde aber ge nöthigt, das aufzugeben. Das haben die Deutschen fertig gebracht. In Elmira,N.N.,fand die ser Tage ein Polizist einen kleinen Kos ser in einer Gasse stehen. Als er denselben eröffnete, starrten ihm die Leichen zweier kleiner Kinder, denen die Köpfe und einzelne Glieder von den Leibern geschnitten wären, entgegen. Der An blick war so entsetzlich, daß der Beamte ohnmächtig wurde und erst nach gerau mer Zeit wieder in'5 Bewußtsein zurückgerusen werden konnte. Unter den Tropsstein.h öh len des Yosemit-ThaleS befindet sich eine, welche giftige Gase aushaucht. Bö gel, die nahe an derselben vorüberflie gen, stürzen todt zu Boden und andere Thiere, die in die Nähe kommen, werden bewußtlos und sterben, wenn sie nicht rasch auS der Nachbarschaft ent fernt werden. Die Höhle wird der Styx- genannt und enthält prachtvolle, smaragdgrüne Krystalle. Aspinwall hatte vor we nigen Jahren noch 800 und hat jetzt über 8000 Einwohner. Die Arbeiten am Kanal schreiten jetzt schnell vor wärtö. Die zahlreichen, neu errichteten Wohnhäuser bringen fabelhafte Miethpreise, dabei ist aber Aspinwall noch der schmutzigste und kothigste Platz auf der ganzen Erde. Während eines Barbecue öffentlichen Bratens ganzer Thiere bei Sartatia, Vazoo Co., Miss., kam ein gewisser Warrmgton mit seinem Vater Über das Schlachten eines Schafes in Streit und schlitzte ihm mit seinem Schlachtmesser den Leib dergestalt auf, daß der Alte nach wenigen Stunden starb. Der Mörder hat sich seiner Ver hastung durch die Flucht entzogen. . . In Fort Maja ve in Arizo na stieg das Thermometer vom 22. zum 23. Juli um Mitternacht auf 112 Grad. B ei W av erley, LowndeöCo., Miss., geben 150 Acker, die mit Pfeffer münze bestellt sind, fehr hohe Erträge. Der behufs noch erfolgreicherer Bearbeitung der 180 Minen in Giljin County, Cal., projectirte Tunnel wird nach seiner Vollendung einer der großartigsten Bauten der Welt sein. Die Minen liefern alljährlich für 2,000.000 Gold und haben seit ihrer Entdeckung im Jahre 1859 eÄe Ausbeute von 537.000,000 in Gold und tz3,500,0L0 in Silber ergeben. Capitän A. Larco hat un weit der Insel San Miguel eine bisher auf den Seekarten nicht verzeichnete kleine Insel entdeckt, deren Oberfläche drei Acker umfaßt; ihre felsigen Abhänge fallen steil nach dem Meere zu ab und sie ist nur von einer Seite aus,und auch da blos bei anz ruhiger See zugänglich. Die ganze Oberfläche war so mit den Eiern von Seevögeln bedeckt, daß man keinen Schritt machen konnte, ohne m;h rere Eier zu zertreten. Der Capitän hat mehrere Säcke Eier mit nach San Iran ciöco gebracht. Die Fischer an den fünf großen Sem an unserer nördlichen Grenze beklagen sich, daß der Fischreichthum in denselben erstaunlich abgenom men habe. Man schiebt dies gewöhnlich auf die Dampfschiffe ; aber wahrschri lich ist es, daß die Raubwirthschast zu tta betrieben worden ist. DeutlSe Local NLchrichteu. 'Aus Thüringen, im Juli. Bei Äelegtnheit der Nenovirunz des Hotelt, ..fcobe Linie" in Cifurt bat der Besitzer I " O y - w - , V . dieses uralten Gebäudes zwei Gedenk I 1 C - V r. iuCin uuer- oem .yormege anoringen laff:n. Diese enthalten: Tafel 1: .Hier wohnten 1341 Herzog Christian von Vraunfchmeia. Erzdischos von Aremen. 1541 Landgraf Philipp von Hessen. 1543 Herzog Moriz von Sachsen. Tafel 2 : .Hier wohnten 1543; Dr. Martin Luther. 1631 Gnstav Adolph, König von Schweden. 1817 am 18. September Friedrich Wilhelm, König von Preußen. Löknitz. 11. Juli. Hier brannten vier Wohnhäuser nieder, wobei fünf Menschen in den Flammen umkamen ; dieBedauernswerthen.hattenihreSchlas' räume im Dachraum des zurrst vom Brande ergriffenen Austel'schen Wohn hauseS. - Ihr Leben verloren der Weber Pöhler und seine hochschwangere Frau, beide im 47. LeienSsahre. ihr IZjähriger Sohn, ihre 82iährige Schwiegermutter und ein ISjährigeö Mädchen, Tochter des Hausbesitzers. Stuttgart,12.Juli. Vorgestern starb dahierOSerbauratd Julius v.Abel, der bedeutendste Ingenieur deö württ. Eisenbahnwesens. Er ist der Erbauer der schwierigsten Linien' des württemb. VahnneßeS, deS Stuttgarter und Heil bronner Bahnhofs. W ü rz b u r g, IZ.Juli. Gestern fand im Guttenberger Walde ein Pistolen duell mit tödtlichemAuSgang statt. Von den beiden Contrabenten erbielt der

, StudiosuS.Moschel.von Corps. Lle.

ncnrn" (früher bei den Heidelberger .Rhenanen") einen Schuß in den Unterleib, der seinen Tod nach wenigenStun den herbeiführte. Die Kugel war aus der rechten Seite eingedrungen (Moschel stand mit Halbsront) und kam auf der linken Seile zum Vorschein. Der Geg r.er, Angehöriger dcs Corps Bavaria-, ein Amerikaner, ging flüchtig. Belga'rd, 11. Juli. Am 6. d. M. starb in Netzin. hiesigen Kreises, der Handelsmann Michaelis im Alter von 106 Jahren am Schlagfluö. Trotz sei nes .hohen Alters war derselbe, wenn auch seines Augenlichts zum Theil be raubt, noch sehr rüstig und bei gutem Appetit. , , A s ch e r s l e b e n, 12. Juli. DaS Schützenfest der hiesigen Schützengesellschaft hat heute sein Ende erreicht. . Als bester Schütze und demzufolge Schützen könig wurde der Besitzer eines Herren? garderobe-GeschäftS, Hannika, vrocla '

mirt. Der Gärtner Böhme. feierte dies Jahr fein sojährizes JubUSumalS Mitglied der Gesellschaft. . Erwähnt seiendlich, daß der erste Schützenditner Brinsch- sein 2öjährigeö Jubiläum. be ina. yttifrtf'nrtHnn hr nftfltn Dienste erhielt er von der Schützengesell schaft ein Sparkassenbuch, eine neueUni form mit Goldtressen und ein Ehrenzei chen. Im Dorfe HederLleben warenArbeiter mit dem AuSaersen von- Thon t.PT.9fl I Jk . W. v.uuttyi, UI9 jjmij UIIIVUil(i IUJ ciiic Schicht ablöste und den Arbeiter Ober-, mann verschüttete. Man befreite. den selben zwar so schnell als möglich doch , t. . ' i . ieloer vergevlicu, oenn als man ihn der auSgegraben, athmete er noch einigeMale und starb alsdann.-, R a statt (Baden), 13. Juli. Bei einem Neubau in der Poststraße siel 'der Zimmermeifler Franz Mais aus der Vorstadt Rheinau vom Dachgerüst aus'S Pflaster. Er war sofort todt. T h i e n g e n (Baden), 13.Jnli. Der Gemeinderechner Konrad Glunz . von Oberbaldigen ist plötzlich verschwunden. So weit bis jetzt festgestellt werden konnte, hat derselbe 2000 3000 M. der ihm anvertrauten Gelder mit sich genom men, jedoch seine Frau und sechs Kinder in der bittersten Noth zurückgelassen. tn rfrsnitArinrtrt ift hr 9slrtftrVitJ v w j v tor a. D. Jckob Württemberger in sei ner Scheune vom Gebälke auf die Tenne -..t-i v . r . c . . j. . . geuurzi uno wax dvii ivoi. Neuenbur g, 14. Juli. Dem ge feierten Patrioten Nationalrath JuleS Philippin soll ein Denkmal gesetzt wer . Bte ' oen. Iu oem Jwecr yar man eine vuo scription etöffnet. In ChauxefondS wird die Subfcription von HauS zu Haus vorgenommen. Schemberg (Provinz Sachsen), 11. Juli. Ein entsetzlicher Raubmord hat hier stattgesunden. In voriger ilcacht drangen in das an der Haupt straße belegene HauS des GastwirthS und Fuhrunternehmers Herrn Weinlig zwei vermummte Männer, schlichen sich in die Kammer, in welcher Weinlig mit seiner Frau und einem Kinde schlief, und hier schlug der eine mit einer auS H.M. CÄftTiflrtss X.s t . s! ihIhammi. . uiui juijiiuuk via cuiiiMiH ciuuuuittii nen Axt denselben dermaßen vor den Kops, daß Weinlig ans der Stelle todt war, während gleichzeitig der andere der Frau den Mund zuhielt und dann, von seinem Genoffen unterstützt, ' derselben Hände und Füße, zusammenband und ihr einen Knebel in den Mund steckte. Hierauf machten sie Licht, brachen Schränke und Commoden auf, nahmen Alles, was sie an Geld und Werthpa hitvin taAtfnht nn ftiJf iinK ta.T!.C stillt VUlUltUlil, Utt lUf UtIU Ulttllplll dann durch die Küche, durch welche sie eingedrungen waren, das HauS wieder. Die Frau wälzte sich au; dem Bette zu dem Lager ihres KindeS, ermunterte dasselbe und gab ihm durch Zeichen zu verstehen, eS möchte ihr den Knekel aus dem Munde nehmen. Nachdem dies gc schehen, rief, sie um Hilfe. Als diese jedoch herbeikam,, waren die Verbrecher längst verschwunden, und die sofort an gelttllle Verfolgung itesert: rem ixt sultat. Düsseldorf, 14. Juli. Zwei Brüder, die bekannten Maler Fritz und Ernst Röber von hier, sind bei der Con currenz sür die.AuSschmückung deS Trep penhauses der Kunsthalle und der Log gia unseres neuen AkademiegebZudeS mit Preise ausgezeichnet worden. Fritz Röber hat den ersten Preis (die AuSsüh rung) in der Concurrenz um das Mo faikblld der Loggia, und Ernst Röber ei nen Preis von 2500 M. um ' die Ausfchmückung des Treppenhauses, mit Wandmalereien erhalten. . Borbeck, 14. Juli. In wahrhaft kannibalischer UnmenschlZchkeit hat hier Maschinenwärter Frensemeier aus Bo chold seiner Krau, an deren Treue er trotz 16jähriger glücklicher Ehe glaubte zweifeln zu muffen, mittelst einer Grabschuppe den Kopf abgehauen. Der Mörder wurde festgenommen. BreSläu, 13. Juli. Der Chef Redakteur der- .Breslauer Zeitung Dr. Julius Stein, begmg gestern seinen siebzigsten Geburtstag, der von Seiten der Bürgerschaft, auf besten locale und politische Geschichte der Jubilar einen tiefgehenden Einfluß ausgeübt hat. durch ein Bankett,und von Seiten des Vereins Breslauer Puffe" durch verschiedene Ovationen gestiert wurde. Stein war in den Jahren 1843-49 Mitglied der preußischen Nationalversammlung und später der zweiten preukischen Kammer. Lindau (Bayern), IQ. Juli. Sei Baden im See ist der Schneider Ferdinand Gebhard von Jlleninen der. des Schwimmers unkundig, sich zu weithin, auögewagt hatte, ertrunken. Mindelh e im (Bayern), 15. Juli. Der in der ganzen Gegend bekannte und wohlgeliltene Fuhrbote und Comlnissio när Ulrich Laux von Pfaffe? Hausen ist aus der Heimfahrt von hier, wahfchein lich im Schlafe, so unglücklich von sei nem schwerbeladenen Wagen gestürzt, dak die Nader desselben über !k gingen und ihm die Brust zerquetschten. Er wurde, . bewacht von seinem treuen Hunde, n nächsten Morsen todt aukae'künden.

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