Indiana Tribüne, Volume 6, Number 313, Indianapolis, Marion County, 31 July 1883 — Page 2

Sndiana Hribüne.

JLglilZe- und Sonntagsansgaöe. OfNce: 120Q.Morhlandstr. Indianapolis, Ind., 31. Juli 1883. Auf Earollnen-Eilans. Die Ergebnisse der Beobachtungen der Sonnen Finsterniß von G. Mai fassen wir auf Grund ' eines vorläufigen Be richte? des Dr. C. Hastings, Professors der John HopkmS-Universität in Baltirnore in Folgendem zusammen. Diesel den müssen als ein glänzender Erfolg für die Wissenschaft bezeichnet werden. - Die französische Expedition langte zmei Tage nach .der amerikanischen auf der Insel an : .sie war in. der. öosfaung, vor den Amerikanern ankommen , zu Können, dU rect 'von Panama nach de'r Insel gesteuert und bestand aus. den Herren M. Jansen, M.' Trouvelet, vormals . Pro fessor der Astronomie in Cambridge, M. Tarchini. den Nachfolger des berühmten Pater Secchi und selbst durch seine spec troscopischen Untersuchungen berühmt, Rollise, dem Director.der Sternwarte in Wien, der nach PeterZ die meisten Aste roiden die kleinen, dem unbewaffne ten Auge unsichtbaren Planeten zwischen Mars und Jupiter entdeckt hat, einem Photographen und 17 Seeleuten. Am Morgen deö C. Mai regnete es, doch klärte sich das Wetter rechtzeitig auf und blieb für die Beobachtungen außer ordentlich'günstig. Die Photographen nahmen zunächst die Zeit der. englischen und französischen Astronomen in An spruch. Prof. Holdon und Dr. Dickson übernahmen speziell die Forschung nach den innerhalb der Mercur-Bahn vermu theten ' Planeten. 'Preston notirte : die Zeit nzch .dem 'Eintritt der, einzelnen Phasen der Versinsterung. Dr. HastingS und Rockwell widmeten ihre Ausmerk samkeit den speciroscophischen Beobach tungen an der Corona. Daß eS nicht gelungen ist, zwischen der Sonne lieb dem MercurPlaneten zu entdecken, ha ben wir bereit berichtet. Von besonderem Interesse ist,' waS Dr. HastingS über die Corona vorläufig mittheilt. -Er kommt zu btn Schlüsse tag die Lichts Erscheinungen welche während einer io talen.Versinsterüng der Sonne beobach tet werden, nicht'von einer unsern Fix stern einschließenden Lichthülle ausgehen, sondern das Resultat einer Strahlen drechung sind.. Schon , wahrend' der Sonnensinsterniß .'des Jahres 1878, welche HssimgS von. Central City aus beobachtete, kam er auf denselben Ge danken; theoretische Studien befestigten ihn in dieser Ueberzeugung und zwar aus folgenden Gründen: Unter Co rona versteht man bekanntlich bis jetzt die Strählenkron welche bei vollstandigen Sonnenfinsternissen, erscheint, und bisher als erleuchtete Sonnen Atmo sphäre gedacht wird, die natürlich, so lange die Sonne nicht verfinstert ist, durch deren helleren Glanz überstrahlt und daher nicht sichtbar ist. - Die Um risse dieser Strahlenkrone sind höchst unregelmäßig und wurden bei verschie denen Finsternissen in verschiedener Ge staltung beobachtet. Dieser Umstand spricht-zunächst gegen die Annahme, daß wir in der Corona die auf Millionen von Meilui erleuchtete Sonnen Atmo sphäre vor uns haben. . . ; ' Wenn irgend welche in welleusörmi ger Bewegung befindliche Massen gegen einen'Gegenftand, der ihnen im Wege steht, branden, so werden dieselben von letzterem in Richtungen abgeleitet oder gebrochen werden, welche zu der nach diesem Gegenstande eingeschlagenenRich tung in rechten Winkeln stehen. Diese rechtwinkelig abgeleiteten Theile der in wellenförmiger Bewegung befindlichen Massen müssen dem Beobachtn an einem dritten Punkte als über daS die Abvel chung verursachende Obiekt hinaus sich erstrebend erscheinen. 'Nehmen wir nun an, die in Bewegung befindlichen Massen seien Lichtsirahlen oder Lichtwellen, ihr Ausgangspunkt sei die Sonne, der Punkt,.-- an den sie anprallen, seider Mond-'sö' muß die Netzhaut des Beob achter am dritten Punkte den Eindruck erhalten, als gingen die von demMonde rechtwinkelig gebrochenen Lichtwellen dl ?ekt von der Sonne aus. Der Mond bedeckt während einer totalen Finsterniß die Sonnfnscherbe und einen kleinen Theil ihrer Umgebung, . mit anderen Worten :' er t sur unser Auge et was größer, als die Scheibe, die er bedeckt, so daß er in Versolgun I seiner Bahn die Sonnenscheibe volle sün Minuten gänzlich bedeckt. Wükde nun die Corona durch die erleuchteteSonnen Atmosphäre verursacht, so könnte sie ihre Form, während der Mond an derSonne vorüberzieht, dieselbe unsermAuge völlig verbergend,' nicht Ändern. Wird dagegen die Corona durch die von dem Monde zurückgeworsenen Strahlen gebildet, so muß jede Veränderung in der Stellung des Mondes zur vonne eme Verände rung der Form der Corona bedingen. Diese Veränderungen hat nun Dr. HastingS nicht nur durch das TeleScop auf'S deutlichste wahrgenommen und die selben sind nicht nur auch von Anderen reaelmäßia beobachtet worden, sondern derselbe hat auch durch -spectroscopische Untersuchung der Corona festgestellt, daß . nr ' . ' deren ourq oas Prisma zerlegtes rtqt bild in 'der Verlängerung und V erkür ,ung der einzelnen Linien namentlich der grünen Erscheinungen zeigt, welche nicht erklärlich sein würden, wenn die Corona durch die Atmosphäre der Sonne gebildet würde,', welche aber durch die Annahme sofort erklärt j ist, daß dieselbe durch die von. dem Monde .rechtwinkelig gebrochenen Sonnenstrahlen geviloe wird. .ES sprechen übrigens noch andere Gründe gegen die Annahme, daß die Sonne von einer Atmosphäre umgeben sei. Alle.'aus der Sonne beobachteten Erscheinungen sprechen Dafür, oajj du selbe aus einer gaslörmigey Substan von geringer Dichtigkeit und Schwere besteht; eine Atmojpätt abtt Me

i rtn ftt-rmit unverelndaren urucr aeaer inenqiennii unoereinoaren xrua gegen die Oberfläche der Sonne ausüben und zwar um so mehr, als ja die AnziehungS kraft Schwttlcast auf der Sonne viel mächtiger sein muß. als auf der Erde. Dem Gesetze der Schwerkraft entsprechend müßte die Atmosphäre gleichmäßig um die Sonne vertheilt sein, was aber, wie die Corona bewein, nicht der Fall sein wurde, wenn wirklich eine Atmosphäre der Sonne vorhanden wäre. Die Velse'ter. des Vorhandenseins einer Sonne, Aimusphäre nehmen an, daß sich diese.de Millionen von Meilen von der Sonne in den Welienraum er streckt; nun hat sich aber der letztebe obachtete Komet oer Sonne dis"aus 200,000 Meilen genähert und seine Bhn hat nicht die geringste Abweichung oder Störung erfahren. -Dies hätte unter allen Umständen der Fall sein müssen, wenn ihn die Bahn durch eine auch noch so . dünne Substanz gesührt hätte. Photographien, . die von der Corona genommen wuroen, zeigen, vatz die letztere um so grö&er war,' je länger sie den Platten ausgesetzt war. Dieö beweist, daß die Corona 'ihr Aussehen verändert und zwar im Einklänge mit dem Gesetze über die Strahlenbrechung verändert. Die Theorie, ? daß' die Sonne keine Atmosphäre habe, widerspricht den bis herlgen Annahmen der Astronomen über die physische Beschaffenheit deö Sonnen örvers. Den Urtheilen europäischer Astronomen über die Haftingsche Theo rie sind wir noch nicht begegnet. Als fernere Resultate der Beobachtun gen vom 6. Mai sind noch zu berichten, die Entdeckung 16 neuer Doppelsterne durch Dr. HastingS und einer gleichen An,abl durm Wrok. fioldeiL ' - - j 7 " w I " 1 ' -4 Der angkdtttye LeitJeufchmuggel. (Xul der .Brl. Tolttzeitunz".) ES wird keinen unserer Leser Wunder nehmen, daß , wir unS bisher mit dem Prszeß in Ungarn wenlg beschäftigt ha ben, der die Aufmerksamkeit der ganzen vilisirten Welt in Anspruch mmmt. ES st leider Nicht viel daran-zu betrachten, als die Wiederholung mittelalterlicher. anatlscherSchandthaten, die endlich ein mal in ihrer ganzen Schauerlichkeit und Niederträchtigkeit durs.eme öffentliche Verhandlung aufgedeckt werden wird. Wir wünschen heute nur diejenigen im serer Leser, die vielleicht glauben, daß der zweite Theil der gegenwärtigen VerHandlung, der über den sogenannten Leichenschmuggel kem besondere? In eresse m sittlicher. Beziehung .newäbre. darauf hinzuweisen, daß in- Wahrheit diese Verhandlung die Aufgabe hat, eine viel schändlichere Nie derträchtigkeit zu enthüllen, als der erste Theil des Prozesses. Der vorgebliche .Leichenschmuggel hat nämlich in sittlicher Beziehung einen viel sinsteren Hintergrund. ulS. der vor gebliche .rituelle MordV der den Inhalt des HauptprozesieS ausmacht. . rett . p r.-v er Vlauoe, cav oiz izuoen lur lyr Osterfest Christenblut brauchen, war im celotifchen Pöbel des Mittelalters sehr verbreitet. Er stammt auS den Zeiten der VerfolgungSfucht heidnischer Priester gegen daS Christenthum her, m dessen Abendmahl angeblich daS Blut Christi genossen wurde. Die ersten Christen gemeinden in Rom wurden stets Juden genannt, und man schrieb ihnen die schändlichsten .Gebräuche in ihren rellgiö sen helmlichen Versammlungen zu, vor unter auch der Blutgenuß besonders flo nrte. In einer merkwürdigen Wendung der Geschichte übertrug sich mit der Macht der Heiden aus die Christen auch der Wahn des HeldenpobelS auf den christ lichen Pöbel, der die Juden solcher Ver brechen anklagte, um derentwillen man einst die gläubigsten Christengemeinden verfolgte. - . Betrachten wir nun emmal daS trub selige Drama in Ungarn ! Die Blutbe schuldigung ist daS dürfen wir wohl letzt als ausgemacht ansehen vollstän big unbegründet ; aber wenn sie einmal geglaubt und für wahr gehalten wird, so kann man es begrenen, baß ne einen Fanatismus wachruft und in diesem Fa natismuS auch zu thatsächlichen Schand thaten wie Tortur, falschen ZeugenauS sagen und Corruptiön der Untersuchun gen verleitet. Wir nehmen daher gern an,-da,ß die schändlichen Judenhetzereien doch bei einem großen Theile auS dem Wahnglauben entsprungen sind, daß die Blutbeschuldlgung an sich eme begrün detesei. Anders, aber auch viel uiederträchtiaer uno iqanoiiqer neyl es um oern angev " m V f X. V! JC n.(l . m. . v "r ncyrn eicyenqmuggei. ' Der angeblich rituelle Mord soll An fangS April geschehen sein. Da war eS zwar auffallend, daß man die Leiche des Mädchens nicht auffinden konnte, aber der Fanatismus ging darSöer hinweg und nahm an, daß sie von den Mördern und ihren Genossen bei Seite geschafft sei. Mehrere Wochen daraus findet sich . . . MX.. ' aoer vle xcicge eines ertrunkenen Mao chenö, die man natürlich als die - der längst vermißten angeblich Ermordeten annahm. Die Ankläger hatten indessen bereit? einen so wilden, fanatischen Sturm gegen die angeblichen Mörder wachgerufen, daß die Auffindung der Leiche einen schrecklichen Schlag gegen ihre falsche Anschuldigung bildete ; denn an der Leiche fand nan keine Svur eines g ewa ltsanr,en Tod es,der yals,ver durchschnitten sem sollte, war unverletzt, und wenn auch noch Zweisel möglich gewesen, ob die deuitS stark m Verwesung übergangene Leiche l, ! - V . m ' v m. . - . . - oic ves- ungluciiiqen Maoczens sei, t sprach doch die Kleidung stark dasür. welche der der Vermißten so weit ähnlich var, wie dieS nach so langer Lagerung im Waffer der Fall sein konnte. " Da trat man denn mit einer neuen frecheren Anklage auf, die nicht im her. gebrachten Fanatismus wurzelte und keine Spur eines denkbar sittlichen Ur. Sprungs yalle,onv:rn geradezu im Voll l.b...l.f.:. ' ,..?rV... bewußtseit! einer, verireerischen !Zzl drrekt erfunden wurde, um den ttregien . Fanatismus sortspinnen zu können. ES wurde das Märchen hm I den. daß, die Iudm irgend vober .stö

eine Leiche vertqarft. vler vle leiser j ,....'7 '' ' v n v

der Gemordeten angezogen und sie den Flößern Übergeben hatten, ste anffm den zu laffen! Ob eS gelingen wird, biete Schand hat aufzudecken, wissen wir nicht ; aber wenn die ungarische Regierung den Wunsch hegt, ihren .Rechtsinstitutionen Achtung in den Augen der gebildeten Welt zu verscharren, so sollte sie sich nicht damit begnügen, durch ein öffentliches RechtSverfahren den ..Unglücklichen, die des Mordes angeklagt warcn,als schuld öS die Freiheit wieder zu geben, sondern daS sittlich verworfene 'Treiben .der Fa natiker offen darzulegen: Ten Wahn elbst austilgen, daS erwarten wir von hr nicht. Lebt er einmal wieder auf, so. X er zwar ein Zeichen der Unkultur, die man bekämpfen muß: doch wird solch ein Kamps immer lange Jahre dauern. Aber die offenkundige Ausbeute dieses Wahnes und die tiefe sittliche' Verwor fenheit, mit welcher zur Unterhaltung des Wahnes ein neues Verbrechen er unden wurde diese Schmach darf der Staat nicht ungestraft lassen, wenn er seines sittlichen Werthes Nicht' als baar und ledig angesehen sein will. - D' e r h a f e n v o n W i l m i n . ton, Cal., scheint immer mehr an Bedeutung zu gewinnen, denn während gegenwärtig dort ein englisches Kriegs schiff vor Anker liegt, welches lm Aus trage der britischen Regierung Erkund! gungen über die Verhältnisse des Hafens einziehen soll, hat auch daS. deutsche Consulat in San Francisco Schritte gethan, um sich über die in Wilmington bestehenden Regulahonen für die Schiff fahrt zu insormiren. Schon der letzte Bericht des HasencollectorS zeigte, daß Wilmington einen größeren SchiffZoer kehr auszuvttsen hatte, als irgend ein anderer Hafen Süd CalifornienS, und wenn alle Aussichten nicht trügen, so wird dieser Verkehr n naher Zukunst noch bedeutend zunehmen. ine schwierige ffrage. DaviS Kearney hat gegenwärtig Ge legenheit, daSRäthsel zu lösen,auf welche Weise sein geflügeltes Wort: Der Chi nese muß gehen-, durchgeführt werden soll. Ah Chung arbeitete aus einer von Manila nach Europa bestimmten Barke dlS Schisfszimmermann. -Das Schiff landete unterwegs in Boston und hier desernrte Ah Chung ln Folge emeö Streites mit dem Steuermann von dem Schiffe. Als Zimmermann gehört Ah Chung ganz sicher zu denzenigen geschul ten oder ungeschulten Arbeitern, deren Einführung m die Ver. Staaten das Gesetz verbietet. Er wurde daher zu nächst verhaftet und im Gefängnisse un tergebracht. Hierauf wurde das Ver fahren gegen den Capitän de? Schiffes, welches den Chinesen nach Boston ge bracht hatte, eingeleitet. Dieser begab sich zunächst in daS Gesänanik-und ver suchte, durch Drohungen, Bitten und Versprechungen Ah Chung zu bewegen. daß er sich auf da? Schiff zurückbegebe. Der Chinese war hierzu nichts weniger als bereit und meinte, auf dem Schiffe werde er wahrscheinlich todt geschlagen und im Gefängnisse gefalle es ihm ganz gut, und wenn er bis zu seinem seligen Ende darin verbleiben müsse. Nun wandte sich aber der Capitän an den Bundeöcommissär mit dem Ersuchen, Ah Chung mit Gewalt aus daö Schiff brm gen zu laffen, dieser aber erklärte ein solches Verfahren für einen nicht gerechtfertigten Eingriff in die perfönlicheFrei heit des Mongolen. Nun entsteht die Frage : was kann ge schehen, um einer flagranten Verletzung des Gesetzes, welches die Einsuhr chine sischer Arbeiter verbietet, vorzubeugen. Dem Capitän deS Schiffes kann kein Vorwurf daraus gemacht werden, daß er den Chinesen auf seinem Schisse hatte und daß derselbe in Boston desertirte. Nur, wenn er sich weigerte, den Chinesen wieder mit hinwegzunehmen, würde er sich einer Gesetzesübertretung schuldig machen und strafbar sein. Er weigert sich aber dessen nicht, sondern hat so gar beantragt, daß der Chinese mit Ge walt aus das Schiff gebracht werde. Der Bundeöcommissär hält sich nicht sür berechtigt, eine derartige Versüqung zu er laffen, und so sieht Ah Chung dem Verlaufe der Dinge in größter Seelen ruhe entgegen. So lange das Schiff im Hafen liegt, hat sich der Capitän desselben einer Ge setzeöübertretung nicht schuldig gemacht, segelt eS aber ab, ohne den Chinesen mitzunehmen, so ist eine solche vollendet. Das Gesetz verbietet da? Verbleiben des Chinesen im Lande, das Gesetz zwingt den Capitän, den Chinesen wieder mit hinwegzunehmen, aber das Gesetz schützt auch den letzteren gegen Vergewaltl gung; der Capitän darf nicht absegeln ohne .Ah Chung. aber weder, er selbst, noch die ganze Macht der Ver. Staaten kann ihm denselben an Bord schaffen und so wird der Chinese bleiben trotz aU len Gesetzen m Folge der Gesetze. Der Fall wird nicht allzu häusig vorkommen, es wäre aber für alle Fälle Lut, wenn Dennis Kearney einen Ausweg wüßte. Ohufeldi als Diplomat. Der Engländer Clayson, welcher sich zur Zeit zu seiner Erholung an denNia gara.FSllen aushält, ist seit 14 Iahren als Steuercommissär in der Hasenstadt Canton im Dienste der chinesischen Re' gierung. Nach den von ihm bei seiner Anstellung gestellten und ihm zugestan denen Bedingungen hat er daS Recht, alle 7 Jahre einen 2)Shrigen .Urlaub zu nehmen, er macht von demselben jedoch gegenwärtig zum ersten Male Gebrauch. Ueber die Verlegenheiten, in denen sich die chinesische Regierung Frankreich ge genüber befindet, spricht sich Herr Clay' son sehr offen auS ; & Betreff der Ton . . (W , . M auinAffak nfniifct tr titrfit. dak SVrnnf reich ernstlich die Absicht hege, seinen po Mischen. und commerciellen Einfluß zu vergrößern, und daß eS vielmehr seine auswärtigen Verwickelungen . nur dazu benube. die Aukmerksamkeit von seinen

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inneren Verlegenheiten, die ihm namens t; k;. wu.h, lich durch die kommunistische Agitation bereitet werden, abzulenken. Kriegerisch in Tonquin vorzugehen, nur- um seine dortige Herrschast zu vergrößern, könne für Frankreich sehr leicht verhängnißvoll werden, und selbst ein vollständiger Sieg würde, auf die Dauer wenigstens, nen nenöwerthe Vortheile nicht bringen. Die ganze Angelegenheit wird nach Clayson'S Ansicht zuversichtlich auf diplomatischem Wege zum Austrage gebracht werden. Ueber daS Verhältniß der chinesischen Regierung zu den Ver. Staaten äußerte Herr Clayson, daß die erstere da? Gesetz, welches die Einsuhr chinesischer Arbeiter in die Ver. Staaten verbietet, billige, aber ihrerseits auch erwarte, daß ebenso die Amerikaner China möglichst fern bleiben würden. Zur Geheimgeschichte des Abschluss des Handelsvertrages zwischen den Ver. Staaten und Corea, erzählt der chinesi sche Beamte eine Anecdote, welche bisher hier nicht bekannt war. Als Shuseldt sich vor ungefähr einem Jahre in China aushielt, um den erwähnten Vertrag zu Stande zubringen, schrieb er an seinen Freund, den Sena tor Sargent von Californien, einen Brief, in dem unter verschiedenen Noti zen über die Verhältnisse m China auch die Bemerkung vorkam, die Kaiserin von China sei ein notorisch aus chwttsendes Weib. Dieser Brief wurde in einer in San Francisco erscheinenden Zeitung abgedruckt und einer derhöchsten chinesischen Beamten in Canton erhielt hier von bri,sllche Nachricht, ehe die Zeitun gen selbjt dort ankamen. Dieter Brief ries einen Sturm von Entrüstung unter den höheren Beamten hervor, und viel sach wurde die Aeußerung gehört : Wie kann dieser Amerikaner etwas über die Lebensweise der hohen Frau wiffen. während selbst zu den, dem Throne zu nächststehenden Unterthanen feint Kunde aus der Abgeschiedenheit derKaiserin gedrungen ! Verflucht sei derGedanke, daß deiser Ausländer irgend etwas aus dem Leben am Hose erfahren haben könne". Der Commödore wurde ersucht, vor dem Lice-König zu erscheinen und dieser legte ihm in höflicher Form, aber mit eisiger Kälte, die Frage vor : .Haben Sie in einem Briese an einen Freund in Ame rika die Bemerkung gemacht, Ihre Ma jestät, die Kaiserin von China, sei noto risch ausschmeisend?- .Nein, das that ich nicht, ganz entschieden nicht, ant wortede der Commödore aber daS ist einer jener Kniffe, durch welche meine Gegner den Abschluß des Vertrages hm zuhalten velsuchen." Und nun ent wickilte Shusel)t in seinen Verhandlun gen mit den Vertretern der Regierungen von China und Corea eine Rastlosigkeit, daß er in Folge seiner Drohung mit oder ohne Vertrag abzureisen, noch an demselben Tage in den Besitz des unter schriftlich vollzogenen Vertrages kam. Der Commödore beschleunigte seine. Ab reise auS guten Gründen und äußerte noch vorher: DaS war hoffentlich meine letzte diplomatische Mission, eS sei denn, daß ich befehligt werde, den rann cittcn Vertrag zurückzubringen, waS ich nicht hoffe." Am nächsten Tage schon kam ein Exemplar der Zeitung, die Shuseld'S Bries enthielt, in den Besitz des VicekönigS. Wäre dasselbe 24 Stunden srüher angelangt, so wäre der Vertrag Nie vollzogen worden. Vom Znlanve. Die AI ta Cal'ifornia" von San Frarcisco theilt ein Veizeichniß der Großfarmen im i?ounty San LuiS Op'lSbo mit. Dort ist der Großgrund besitz zur größten Verderblichkeit ausge bildet. &rne Farm hat 50 000 Acker ; 4 baben mehr als 40.(X)0 : 2 über 30. 050; 4 Zwischen 20, und 30.000. und neun zwischen l0,- und 20.000 Acker. .In einigen unserer Nachbar-Counties-, sagt die dortige .Tribune-, giebt es Schastristen von 100.000 Ackern, auf denen die Hirten in Hütten, acht bis zehn Fuß groß, wohnen, ohne Buch oder Zeitung, wenig gebildeter als dieSchafe. Es gikbt vielleicht ein Nest von Kindern, aber gewiß nicht mehr... welche in der Einsamkeit und Unwissenheit ausmach sen. fern von aller Gesellschaft und allen wahrhast menschlichen Einflüssen. Kein SchulhauS, keine Kirche, kein Frucht bäum, nicht einmal eine Blume bezeichnen die weite Einöde." Vom Januar bis Ende Mai d.'J. betrug die deutsche Einwan derung 80.813 Seelen, gegen 102.304 in derselben Zeit des Vorjahres. Man schreibt dies der zu erwartenden reichen Ernte zu. A. D. May o von Boston ist km tüchtiger und eifriger Pädagog. Ihm mag man also glauben, wenn er ein Aufleben des Volksschulwesens in den Südstaaten, besonders in den beiden Virginien und beiden CarolinaS, berich tet. Seit mehreren Jahren bereist er auf feine eigenen Kosten den ganzenSü den, hält Vortrüge zu Gunsten des Er ziehungSwefenö, besucht die Schulen, giebt guten Rath und Anstoß' zur Ver befferung derselben und erweckt -das In tereffe dasür im Norden. Er hält es sür ein besonders günstiges Zeichen, daß funge L:ute im Süden selbst sich in den höheren Lehranstalten dort zu Volksleh rern ausbilden, während vorher die gankeeö die meisten Lehrer lieferten; aber mit scheelen Augen angesehen wur den. , .; Deputysheriff Be van von Duba County, Cal., hylte sich , kürzlich 5900 von Sacramento, eine Belohnung, die vom Staat für die gelungene Ver Haftung von drei Straßenräubern auS gesetzt worden war. tz800 brachte er mit nach seinem Hause in Wheatland, als er aber am nächsten Morgen er wachte, fand er, daß Einbrecher ihn über Nacht besucht und daS Geld mitgenom men hatten. Vom. Septembe'r ab wird in Mexico das Briesporto von 25 aus 10 CentS herabgesetzt. .In der betr. Ve kanntmachung ist eine bäldige weitere Reduktion in Aussicht gestellt. Der muckerische General O. O. Hovard uM auch als Befehls

baber . des ' Militärdepartements des Platte seine tyrannischen Schrullen gel tend. An einem der letzten Sonntage

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bemerkte er in seinem Hauptquartier, oem Fort Omaha, mit Entsetzen, daß einige seiner Stabsossiciere ihre Postsachen zur Kirchenzeit im Hauptquartier öffneten. Am nächsten Morgen erließ er einen Tagesbesehl, welcher alle-Atbei-ten am Sonntag verbietet und den Stabsossicieren die Benutzung einesZim mers des Hauptquartier-Gebäudes zur kameradschaftlichen Unterhaltung an diesem Tage untersag:. . Der Befehl fuhr wie eine Bombe zwischen die Ossiciere und wird von denselben als. eine ganz unnütze Schulmeistere! betrachtet. Die Omaha Bee sagt ,n Bezug hierauf : In General . Pope's -Hauptquartier zu Leavenworth KS., findet 'allsonntäglich zur bestimmten Stunde im Zimmer des befehlshabenden Generals eine kamerad schaftliche Unterhaltung statt, wie das in allen Militärstationen Sitte ist um be sonders über Armee - Angelegenheiten Meinungen auszutauschen. jen.Howard bringt es leider durch solche alberne Besehle, tot das Verbot solcher Ver sammlungen, überall fertig, sich verhaßt zumachen. Da die Ordre indeß nicht als ein Generalbefehl vom Departe mentS Hauptquartier ausgegangen ist, so wird Generallieutenant Sheridan kaum Gelegenheit finden, den Befehl aufzuheben, wie er es mit dem Howard'schen Verbot der Wachtparaden am Sonntag im Departement des Platte gethan." Derselbe edle Howard hält übrigens auch von Zeit zu Zeit Sonn-tagszwangs-und Temperenzpredigten. F.Kühnle ausVetaluma, ein bekannter calisornischer Schütze, der kürzlich Nach Europa gereist , st, hat eS verstanden, den brillanten Rus zu wah ren, den die kalifornischen Schützen im alten Vaterlande besitzen. .Bei dem Cantonal-Schießen in Zürich, das unlängst abgehalten worden ist, wurde Hr. Kühnle Schützenkönig. Di (Bevölkerung eines Fleckens in Georgia wandte sich bei Gelegenheit der Einrichtung' einer Post station daselbst mit der Bitte an den Generalpastmeister, den Flecken und. resp, die Station .Hatton- zu benennen.' DieS wurde abgeschlagen, weil schon ein Hatten in Georgia existirt. Die Aewohner schlugen hierauf Hat off .tben" vor und das Städtchen wurde Hat-ofs" (Hut ab) genannt.. . D'a s D e.n km a l, welches z.ü Ehren des General George Custer. der 1876 im Kampfe mit Sitting Bull's Bande fiel, errichtet werden soll, ist nach Montana unterwegs. Es wurde in Schottland hergestellt. ' In Virginia City,Nevada welches 7000 Fuß über dem Meeresspiegel liegt, klagen die geschätzten. Haus srauen sehr darüber, daß es dort nicht nur zeitraubend ist, ein schmackhaftes Essen herzustellen, sondern daß die auch bei manchen Speisen nicht in demselben Grade gelingt, wie in tiefer gelegenen Localitäten. Das ist sehr natürlich, denn der geringere atmosphärische Druck läßt das Wasser schon bei einer Verhältniß mäßig geringen Temperatur in Dampf form übergehen, und während daher Fleisch und Gemüse länger .brauchen, um gar zu werden, besitzt das bei dieser nieorigen Temperatur kochendeWasser seine auflösende und ausziehende Eigenschaft nicht, in .demselben Grade, wie das erst bei höherer Temperatur kochende. Abge sehen von dem papinianischen Topfe, dessen Gebrauch sich .für Frauen nicht empfiehlt, da er dieselbe vorsichtige BeHandlung erfördert, wie ein Dampskessel, läßt sich auf hohen Bergen das Kochen schon dadurch sehr erleichtern.- daß man gut schließende Deckel der Kochgefäß' benutzt und diese- mit Gewichten beschwert, die natürlih -nicht so schwer sein dürsen, daß die 'eingeschlossenen Dämpfe die Kochgefäße zer trümmern oder den Deckel mitsammt einem Theile des Inhalts d r Gesäße emporschleuderu würden. Dies erinnert an die Frage, in welchen Höhen Men schen ohne Nachtheil ifüc die Gesundheit säuernd oder wenigstens vorübergehend sich aufhalten rönnen. In Südamerika liegt das Städtchen Potosi in gleicher Höhe mit dem Gipfel des Mont Blanc. Die Leute befinden sich wohl. DaS Buddhisten.Kloster Hanie in Thibet liegt 16.000 Fuß hoch, i ihm leben 21 Priester ebenso fromm als fidel.' Die Brüder Schlagintweit haben auf dem Jbe Gemin 21,000 Fuß hoch eine Nacht zugebracht, während P:o'f. Tyndal sich schon aus dem Mont Blanc ziemlich unbehaglich gcsühlt hat. . Der höchste Gipset der Erde ist der 29.003 Fuß hohe Everest im Himalaya, aber es sind Condorö beobachtet worden, deren Cchwin' gen sie noch 500 Fuß höher trugen. Dom Auslande. Wie. verlautet.' ist die Erhebung tiner Statistik der Gewohnheitstrinker in Deutschland, soweit solchein den Krankenanstalten zur Behandlung gelangen, - als im öffentlichen Interesse gebolei n Aussicht genommen vordem Die Verwendung besonderer Zählkarten ist nicht sür nothwendig erachtet worden; es ist vielmehr als .genügend anerkannt worden,' die Aufmerksamkeit der Aerzte an den Kranken- und Irrenhäusern aus das Bedürfniß einer Trinkerstatistik zu lenken und auf diesem Wege einher werthbareö, fortlaufendes statistisches Material zu erlangen. ' Als . ein geeig netes Mittel hierzu ist die Verwerthung der MörbiditätSstatistlk in den Kranken anstalten anzusehen,, und eS soll in Zu-'' kunft zur Kennzeichnung der Gewöhn heltStrinker aus den Zählkarten derMor biditätS und .JrrenanstallS . Statistik iein dezüglichkö Zeichen angebracht werden. , " Die Dienstzeit der 1870 in Deutschland in das Heer eingetreten nen Mannschasten erreicht im nächsten Jahre ihr Ende. Von jenem Zeitpunkte ab wird daher die deutsche Armee die lejten Gemenle aus ihren Weihen scheiden sehen,welche den Krieg auSeiaener praktischer' Erfahrung' kennen. Dafür ist inzwischen mit der militärischen AuS-

oildung der früher zu aktivem Wiensie bekanntlich nicht herangezogenen Ersatzrelerviflen begonr.en und dieselbe bereit? j?tzt so weit gefördert worden, um die Frage der zwecksienlichsten Verwendung dieser. Truppentheile von Jnteresieerscheinen zu lassen. An competenterStelle sollen die Absichten bezüglich der Ersatz-' reserve, welche, nach Ausbildung sämmtticher Jahrgänge ca. 300.000 Mann in ihren Reih?n . zählen wird, nicht dahin gehen, diese Kategorie von allem Ansang-. an.der Feldarmee zu überweisen, .son- . dern es soll die Ersatzreserve, wie dies ja auch ihr Name besagt,, vorzugsweise zu Ersatzzwecken disponibel bleiben. Den Grundstock der activen Armee bilden nach wie vor die voll ausgebildeten Mannschaften, deren Kriegsbrauchbarkeit i sie immer in erster Linie destgniren wird, die ersten entscheidenden Schläge künstigen kriegerischen Vorgehens zu sühren. Die Gleichmäßigkeit det Armee in allen Stücken, also 'namentlich auch in Hinsicht des Menschenmaterials, ist eben ein zu werthvoller Vorzug der deutschen ArmeeOrganisation, als daß die Heeresleitung sich, wie ssiciöS geschrieben wird, ohne zwingendste Nothwendigkeit zur Preisgebung derselben herbeilassen sollte.

Seit einigen Jahren schmuggeln sich in Süd Frankreich die verbotenen Stiergesechte wieder ein und die verfallenen Arenen in Toulouse, . Narbo'nne, NimeS, BezierS werden zu diesem Behufe neu aufgebaut. Während einiger Jeit hatte man sich noch damit begnügt, die Stiere zu necken und die Trocadoreö ihren Ruhm darin gesucht, sich ihren Verfolgungen durch flinke Sprünge zu entziehen; doch fehlte c8 : bei diesen gewagten Spielen auch .'nicht an Unsällen und erst vor Kurzem wurde der Tod' eines solchen WaghalseS auS Bordeaux' gemeldet. In BezierS war man mit dieser französischen Abart des Stiergefechts nicht mehr zufrieden, man . r. y er . wollte es oen panlzen Aaazoarn gtkimthun und veranstalte! eine Ccrrida de toreros, .von der man hoffte, sie sollte blutig ablaufen. Die. aus-' erwav ten suere waren aoer murnfcher oder allzu sanfter, Gemüthsart und statt sich in Zorn jagen zu lasten, drehten sie den Hidalgos, die ihretwegen die Pyrenäen überschritten hatten, ge ringschätzig den Rücken. Nun wurde statt .der gehörnten Wiederkäuer das. Publikum wild; es schrie -und' tobte wie' wfrnnwr um M "fitr srtiü rtiü 11 w " rjr r w -r reizen, und als das nicht gelang, schleuderte es Stöcke, Stühle, Bänke, Alles, was ihm unter die Hände kam in die Arena hinunter. Dadurch fühlten sich lUUUlllllllllUi U11L ULW - L UU UJ 1IU Lxj jevoo) vle hitzigen., lÄuoianoer .noq, . nicht abgekühlt, und um sich für ihre, ge-. fiitTÄt f?rnnrf nnn 11t rfin flfiri 1 . 9 1 M. 'f vw 1 2) 0 Q ten sie auf die Straßen und die Plätze ,tih arf(flnn rtNV 9lnrfirtfim.-n WIIV QV. 1 MM vvtviiniiii zum Nationalfeste. Kein Wunder, daß die 'Regierung von allen Seiten dringend aufgefordert wird, keiu Stiergefechte mehr zu erlauben, sondern "das Umsichgreifen des spanischen Unfug? lm mittäglichen Frankreich, welches die Grausamkeit und die Blutgier begünstigt, durch strenge Verbote zu verhindern. . ' ' Eine aufregend e Jagdscene, in welcher Prinz Leopold von . Bayern dem Flügeladjutanten des österr. Kronprinzen Rudolph, Major Grasen Mittrowsky, das Leben rettete, macht in Jägerkreisen viel von sich sprechen. Am 10. Juli begaben sich Krönhrini Rudanb und Vrin," SVrtttnTV hnn Bayern m Begleitung des Flügeladjut(infn l'srniin Ms tttrntarh iinn fi inrt : Jagdgefolee nach der Lobau zur Hirsch-" jagd. Dort waren mittlerweile die ent'. sprechenden Vorbereitungen getroffen, und als die Jäger ihren Stand eingenommen hatten, begann der Trieb. Ein unglücklicher Zufall, wollte es, daß ein starker Hirsch in der Nähe des StandPlatzes des Grasen Mittrowöky die Linie durchbrach, und ehe der hierdurch ganz verblüffte Jäger noch einen Schuß abgeben konnte, hatte ihn der Hirsch zu Boden geworfen. Aber nur einige Sekünden dauerte der Kampf zwischen dem Grafen und dem Hirschen, denn ein Schuß krachte und zu Tode getroffen stürzte der Hirsch nieder. Prinz Leopold hatte im richtigen Moment denselben abgefeuert. , - ' : ' Die ü b l e G e w 0 h n h e it, sich als Zahnstocher eines Zündhölzchens zu bedienen, bat einem Nagelfchmiedmei--ster in Butljlüvt (Thüringen) beinahe" das Leben gekostet. Dem Manne, der hierbei wissentlich gar keinen Phosphor an die -Zähne gebracht haben will, mußte bei der Operation die vergiftete Partie der Kinnlade herausgesügt werden, da ihm andernfalls durch die.weitergreifende. Geschwulst der Hungertod bevorstand. D e r H a ß d e S PS b e l S g t gen die englischen Gutsherren äußert' ich nach irischem Vorbilde jetzt auch in England in gemeinen Bubenstreichen. So wurden kürzlich aus einem Gute in Ceshlre dem Besitzer jeinc Fasanen und Rebhühner vergiftet. Der Hüter derselben ließ das für die Thiere bestimmte Futter eine Zeitlang stehen ; als er zurückkam und es vertheilte, starben bald darauf 174 Fasanen und 40 Rebhühner. Eine Untersuchung rgab,'daß 'man Strychnin unter daS gutter gemischt, ha te. E i f r i g i st Japan bemüht, die kulturellen Errungenschasten. EurovaS Nck aniueianen. Wenn es aber hieß, daß die ostanatlsche Macht gerade an dem deutschen Parlamentarismus sich besönvers begeistert habe und sein Par-' lament nach deutschem Nüster einrichten wolle, kann man versichern, daß die Ja panesen es'Nicht sowohl aus das deutsche parlamentarische System, sondern aus i vaö vollkommene und bewundernöwerthe preußische Verwaltungssystem abgesehen haben, welch'S ohne Zweifel weit mehr zu den deutschen Siegen beigetragen, nl5 . h firilfiti PjshiismetRfr. nfr VW vnij(y,7"'"",t""' r absiötige die zapanestsche Regierung, sich der Dienste einiger, preußischer CivUbe. amten zu' versichern.' Man sieht, die Japanesen besitzen ein ganz gesundes politisches Urtheil.