Indiana Tribüne, Volume 6, Number 308, Indianapolis, Marion County, 26 July 1883 — Page 2

Dndiana Hribüne.

FSglZHe und Sonntagsansgaöe. Offlce: 120O.Marylandstr Indianapolis, Ind., 2(3. Juli 1833. (AuS dem Cleveland Anzeiger." ?ZUS uns uver Derttn. Berlin, Anfang Juli '3. Von den viettausend bemerkenswerthen Dingen, milche sich dem Beschauer in dieser inmitten der sog. märkischen Wüste wie hingezaubertenWeltstadt dar. bieten, will ich nur einige wenige herauLgreisen, welche speciell das Interesse des Amerikaner fesseln müssen. Von den großartigen Einrichtungen, die Berlin als Haupt und Residenzstadt aufzu weisen hat. von den gewaltigen Sammlungen auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft, von all den Dingen, welche Resultate der älteren Kultur sind, von den Schlössern, den Denkmälern, der Universität, den Theatern, den Museen :c. :c. darf ich hier kaum Andeutungen geben, weil mich das zu weit führen würde, fondern ich muß mich ausschließlich auf Sachen beschränken, in denen .wir fortschrittlichen, praktischen und energischen Amerikaner den schwersälligen Europäern weit überlegen zu sein glauben; so z. B. die praktische Aus Nutzung des Terrains, gerade schöne e schästsstraßen, Erleichterungen für den Lerkehr. bequeme, billige und zeitfparende Beförderungsmittel, Feuerwehr, großartige und moderne Eeschastögebaude u. f. w. Da Berlin in ganz ähnlicher Weise gemachsm ist und sich zur Weltstadt entwickelt hat, wie unsere amerikanischenGroßstadle, so ist der Ver gleich ein um so dankbarerer. Er fällt jedoch durchaus zu Gunstm Berlins aus. Außerordentlich gut gepflasterte und mit wahrhast peinlicher Sorgfalt rein gehaltene Straßen trifft man jeht zmar in allen Hauptstädten Deutschlands, in Berlin jedoch ganz besonders. Die Straßen werden häusig und systematisch besprengt, so daß sich die lagiaenStaubwölken nicht bilden können, welche bei der dürftigen und unregelmäßigen öira ßeneinrichtung so lästig sind. Die Ge schSstshäuser sind weit solider 'gebaut, als unsere amerikanischen Blocks mit ihren schmucklosen Facaden und ihren große Säle einschließenden nackten vier Wanden. Hier ist eine geschickt' und sachkundig operirende Baupolizei zur Stelle, welche zwar den Bauunterneh mern manche Schererei bereiten maa, jedoch ganz unerbittlich dafür sorgt, dak die baulichen Verordnungen pünktlich durchgeführt werden. Jndustriekasernen, wie sie jede amerikanische Großstadt fo viele ausweist, leichtgebante Menschen fallen mit ungenügenden Ausgängen können hier deshalb nicht errichtet roerdm. Ueberall tritt das Bestreben her vor, nicht allein praktisch, solide und lichterzielend zu bauen, sondern auch das & AM lsevauoe in entjoreazenoer yuti)t zu schmucken. Die Bemerunaen aus gal vanisirtem Eisenblech, welche drüben so sehr emaesuhrt werden, und welche sich bei der so leichten Bauart vieler mächtiger Geschästsblocks dort wohl sehr em pfehlen werden, trisst man hier fast gar nicht an. Hier schmückt der Steinmeh die Front und da Gesimse, und zwar in fo kunstvoller Welse, daß viele at wöhnliche Geschastshänser das Aussehen prunkvoller Palaste erhalten. Aller dings macht sich in neuester Zeit in ame rikanischen Großstädten ein ähnliches Bestreben geltend, aber hier ist es so all gemein, daß man stundenlang in den Straßen umherwandeln und stets schöne und originelle Ausführungen dieser Art erblicken kann. Bonden Wohnhäusern in den neuen VillenStadttheilen gilt das noch in weit höherem Grade. Die Berliner Architekten sind große Künstler, das erzählen uns ihre Werke auf Schritt und Tritt. Die neuen Stadttheile sind großartig schön elbaut worden und in so vielen 5)auptverkehrsstraßen der alten Stadt begrüßen uns so viele Neubauten, daß man auch hier aus eine ganz neue Anlage schließen könnte. Etnen beson der? wohlthuenden Eindruck macht es ferner, daß die Hauptstraßen nicht von dichten cetzverken. von Telegraphen und Telephondrähten überspannt sind, da die Drähte meistentheilZ unterirdisch gelegt morden und. Die Besörderungsmiüel innerhalb der Stadt und die besten der Welt. Zuerst ist da die Berliner Stadtbahn zu erwäh. ikn, welche in einem Gürtel die Stadt umjpannt und sie außerdem ziemlich in der Mitte durchschneidet. ES ist darüber so viel auch in Amerika gelesen worden, daß ich nur zu erwähnen brauche, daß die Beförderung eine rasche und außeror dentlich billige is, allerdings keine so be aueme, wie aus der New Borker Hoch bahn, denn es exlstiren immer noch die alten Coupee'Waggons mit ihren zellen artigen Abtheilungen. Die Bahn läuft bekanntlich nicht aus Stelzen über den Straßen, sondern fährt über eme unun terbrochene Kette mächtiger aus Backstein ausgeführter Bogen, von denen viele zu Geschästszwecken vermiethet sind, so daß eine TerralN'Bergeuoung möLllchst vttmieden wird. So befindet sich z. B. un ter-sechv Bogen der Stadtbahn eine der schönsten der modernen Restaurationen BerlmS. Die Stadtbahn ist von der Regierung vollendet worden, nachdem eine Attlengezellcyasl an dem Unterneh men zu Grunde gegangen war. Nach allen Richtungen hin wird die Stadt von Straeneisenbahnen durchschnitten. Die Waggons sind durchweg reinlich und sehr bequem. Sie sind praktischer eingerichtet, Heller, besser ventilirt und mit mehr Schutzmitteln gegen Sonne und Regen versehen, als irgend welche amerikanische welche ich gesehen babe. Em Zusammenpokeln der Pas sagiere innerhalb des Wagens wird nicht aeftattet. Zvanzig Sitzplätze im Innern des Wagens und je sechs Stehplätze auf den Platformen, bei manchen Wagen noch eine Anzahl Sitzplätze auf dem - . - ( . -T C P tfDache sind voryanoen, oie,e ourien oe Mwerdtn. aber nicht mehr. Die über

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UU liUUUUUilll WUjUpilutb wttuui den Conducteur zur Anzeige oringen. welcher den Wagen überladen wollte. Es sind stets Reservewagen. vorhanden, um einem größeren Verkehr zu genügen. Die Wagen haben Halteplätze, auf be qucmen Stationen. Dies ermöglicht schnellen Verkehr und. verhindert viel Aufenthalt unterwegs. Zwar muß sich der Passagier nach den Haltestellen 13?-' mühen, wird aber für diesen Zeitverlust, durch raschere Beförderung genügend entschädigt. Auch spürt man aus den Berliner vtrasenvaynen viel wenigir lÄeravvel und Geholper, wie auf den amerikanischen. Der Preis richtet sich nach den Entfernungen und ist so billig, daß man für 5 amerikanische Cents eben so weit fahren kann, als in Amerika, während kürzere Strecken nur 10 und 15 Pfennige, 35 und 4 Cents ko sten. JÄ fuhr verschiedentlich strecken von 20 Minuten nnd nur für 10 Psen nige. Seit mehreren Jahren 1 t des Jnzmui der Omnibusse neben den Siraßenbah nen wieder stark in Aufnahme gekommen und derartig ausgedehnt worden, daß man auf vielen Straßen zwischen Om nibuZ und Straßenbahn wählen kann und stets aewiß ist. rasch und billig und auf einem Sitzplatze befördert zu werden. w. , m fi l a V ! i. Als weiteres Vesoro.erungÄMlllez vlenl die Droschke, eine Einrichtung, welche der Amerikaner am meisten zu würdigen weiß, der die unter dem Namen llack-drivers"-bekannten Räuberbanden kennt. Wenn zwei Personen zusammen sind, ist es bei kleineren Entfernungen meistens noch bequemer und fast eben so billig, eine Droschke zu benutzen, anstatt der Straßenbahn oder des Omnibus. Jede Uebersorderung kostet dem Kutscher die Licenz und der Schubmann paßt aus Deshalb werd der Tar,x ttreng lnnege halten, die Droschken sind reinlich, fahren rasch und vermeiden allen unnützen Auf enthalt. In belebten Berkeyrsflraßen bittet der Kutscher schon kurz vor Ende der Fahrt um sein Geld, damit dtt Jett, welche das Bezahlen rn Anspruch nimmt. nach dem Aussteigen vermieden wird. Time is money, da8 gilt hier wie in n Oi t v:.r. Nierila. izcq rann oujc ueuuemen, uu ligen und raschen Beförderungsmittel gar nicht genug loben. Sie ermöglichen es dem Fremden, alles Sehensmerthe ohne Zeitverlust zu genießen und sind für den Geschästöverkehr der Weltstadt von ungeheurem Werth. Die praktt fchen Amerikarer könnten von den Ber linern in dieser Beziehung viel lernen. Besonders imponirt hat mir in Berlln der riesige Verkehr aus den ganz au ßerordentlich grobartig angelegtenBahn hösen. Da herrscht auch unter der ewig ab und zuströmenden großen Schaar der Fremden kein unnützes Hin und Herrennen, Nachfragen sind kaumnöthig. denn mächtige Maueranschlage wetten genau an, wohin man zu gehen hat, und eS ist wunderbar, wie rasch und ge ordnet der große Schwärm von Fremden die richtige Direction findet und rasch und sicher ab und uiströmt. Du Feu erwehr scheint mir nach amerikanischem Muster eingerichtet zu sein. Ich sah sie in ähnlicher Weise und in ähnlicher Aus rüstung einer Brandstätte zujagen, wie drüben, doch schien mir diese wilde Jagd durch die Straßen gesahrloser als bei uns zu sein, denn mehrere berittene Schutzleute waren zuc Stelle und sorg ten dafür, daß die Straßen vor den Spritzen frei waren. Diese Anordnung ging selbst aus der ungeheuer belebten FriedrlchSstrae mit wirklich rmponrren der Schnelligkeit und Ruhe von Etat ten. Der größte ParkBerlinS ist derThier garten. Er ist in mancher Beziehung vergleichbar mit dem New Porker (Eintralpark, insofern als er einen ähnlichen Umfang besitzt und leicht von den am meisten bevölkerten Stadtthenen zu er reichen ist. Doch tragt der Centralpark mehr den Charakter eines großen uns! gartenS. während der Thiergarten ei gentlich nichts als ein echter, schöne? Wald ist und deshalb fernem Zeae,den abgehetzten Großstädtern im Sommer Kühlung und Erholung zu bieten, weit mehr entspricht. Es herrschte während meines Aufenthalts in Berlin die echte amerikanische 4. JuliHitze. Zwar ist dieselbe ,n diesem prächtigen Klima im mer erträglicher als in unseren amerika nischen Großstädten, denn in den Stun den von 4 bis 9 Uhr Abends tritt sehr bedeutendeAbkühlung ein und man kann auch rn der allerheipesten Zert die wun derbar schönen deutschen DämmerungS und Abendstunden wie ein wirkliches Labsal empsinden. In den schattigen Laubgängen des Thiergartens jedoch merkte man auch in den Mittagsstunden nichts von den Beschwerden, die eine Temperatur von 8 blS 90 Grad Fah rcnheit mit sich bringt. Direkt aus dem Gewoge der glühend heißen Großstadt fährt oder geht man in diesen tiesen stillen Waldesschatten, der ausgedehnt genug ist, um Tausende von Spazier aänaern und Legionen von Kindern und KindSmädchen aufzunehmen u.ihnen nicht allein Kühle und Schatten zu gewähren, sondern auch, trok de ungeheuren Zu dränge?, genügende Ruhepläe. Hier ist das Paradies, der Berliner Nmder welt. In langen Zügen fahren Mor gens die Kinderwagen, umschwärmt von den etwas alteren Geschwistern der In sassen, dem Thiergarten zu, und in den späteren Nachmittagsstunden sieht man diese Carawanen jugendlicher Berliner erfrischt wieder heimkehren. FurTrmr Wasser ist genügend gesorgt. AuchMlü wagen fahren durch die Hauptalleen, um die Klemen mlt Nahrung zu versorgen und an geeigneten Punkten findet man Restaurationen, wo man sich, bei civilen Preisen, stärken kann. WaS sind die meist mit ungeheuren Kosten angelegten amerikanischen ParkS mit ihren in der Regel vollständig schattenlosen staubigen Wegen gegen diesen mitten in der Stadt gelegenen prächtigen Wald, der em wirk licher Erholungöplak für die Mas f c n ist ? Und wie leicht wäre eS in den meisten amerikanischen Städten gewesen, etwas AehnlicheZ mit wenig Kosten zu schaben, wenn man d:e sinnlose Absor stung wenigstens an einzelnen für Park

zwecke reserdirtenPlahen in den Städtei l

vermieden hatte. Wie manche von de, Summer ComplatNt dahingeraffte Kind wäre dann woyr oem .ooe enirien worden! Berlin besikt ohne Zweifel nicht allein die prunkvollsten, bcq'iemstcn und schönsten, sondern auch ou tiiligsien ergnugungslokale der Welt. Etwas Groß, artigeres wie das Ki-sll'sche Etabliise ment im Thiergarten läßt sich kaum den ken. Hir hat man einen Kunstgarten von riesiger Ausdehnung, mächtige Ei chen und Buchen geben Schatten und Kühlung,dazwlschen die reizendsten Gar tenanlagen. Teppichgärlnerei iu der ge schmackvollsten Weise, Blumenbeete, die den Eindruck machen, a'.L werde jede einzelne beständig von einem ttunstgürt' ner uverwacnr, pracyivou geyaiiene Lauiengänge von so großer. Ausdeh uung, daß man darin leicht irre geht, überall sprudelnde Fontainen und plät schernde CaScaden.dic Grenzen des Gar auS Spiegelscheiben bestehend so daß, wenn am Abend die wunderbare Beleuchtung stattfindet, der Beschauer den Eindruck erhält, als hzbe das Ding absolut kein Ende. Und nun erst die Beleuchtung ! Im Belle Alliance Gr ten, der nur etwa halb so groß, wie der Kroll'sche, und durchaus nicht so vornehm ist. brennen 19.000 Gasflammen! Da. 1 - r OTfttfV . t nach rann man a) em '-ono von oer Kroll'schen Beleuchtung machen. Die selbe ist einfach feenhaft. Jedes Blu menbeet ist eingefaßt von perlenartig aneinander gereihten Glühlichtern, in künstlichen Tulpen brennen Gasflämm -f m is IVl chen, yoye ogen ounisaroiger flammen . -r . I (Wff 1 (W A legen ia) unier oen Aueen ym, im vui a SifsfYfiriirtt vttt ' Ittnfi - - 9 t..U lVl UWHViWM . von SSuleNg . rfrn,rf sttsn,. . n .fiv.i. wv v it j , ' voll gedlldttem v. an welchem dann zaizUoe zassiammen angebracht sind, durchschneidet kreuzsörmig den Garten und in der Mitte des selben erhebt sich eine aus uver tausend Flammen gebildete Krone, von rsthem Glühlicht seltsam beleuchtete Grotten dienen den Seitengängen als Thore und die schon erwähnten Laubengänge wer den von buntfarbigen Ampeln mutlerleuchtet. Der Eintrittspreis in dieses vornehmste aller Berliner Vergnü' gungslocale beträgt eine Mark 24 Cents und dafür erhalt man mcht allein den Genuß'eines Doppelconcerts, aus geführt von zwei je über 40 Mann star ken Kapellen, welche im Musiciren mit einander abwechseln, so daß daS Concert keine Pausen bietet sondern auch dtt Berechtigung zum Besuch des Kroll'schen Schau pielhaufeS, m welchem wahrend des Sommers meistens Opern gegeben werden. So wohnte ich dort einer ganz auS'ge zeichneten Aufführung von Lorzing'Z Wlldichutz" bei, wofür ich, um einen der besseren Plötze zu erlangen, allerdings eine Mark extra zu .zahlen hatte. türlich ist mit dem Etablissement eine Hochseine Restauration verbunden, in welcher Alles zu haben ist, was man zur Erfrischung wünschen mag und zwar zu nur ganz wenig höheren, als den ge ähnlichen Berliner Preisen. Man de kommt z. B. ein ehrliches Glas gutes dairischeö Bicr, elwa zwei von den ln Amerika üblichen Glajern enthaltend. für 30 Pfennige, Cent, für 1 Mark erhält man eine Portion Beefsteak oder eine G.tsiiltllt mit Salat, ßartoffeln und Brod, gut und schmackhaft bereitet, eine I , ff r.! Vf.V-fT- V . ooullus juc ein noenoenen genügen? Portion, welche nebenbei durchaus den Ansprüchen einet guten Tafel gernäk servirt wird. Im BelleAlliance Gar ten, der nicht auf ein so vornemheZ Pu blikum zahlt wie Kroll, jedoch ebenfalls hochelegant eingerichtet ist. hat man bei einem Entree von 75 Pfennige --16 Cents folgendes Programm: Theater, welches um 9 Uhr geschlossen wird,Dop pel-Concert von zwei Kapellen, eine gute Tvrolcr Gesellschaft, einen vortreff lichen Bariton'Sänger, zwei berühmte WienerKomiker, eine ZigeunerKapelle und zwei schwedische Liedersängerinnen, also ein Programm, welches an Reich haltigkeit und den Bedürfnissen einer Sommerabendunterhaltung entsprechend nichts zu wünschen übrig lassen kann. dabei Speisen und Getränke zu entspre chend billigeren Preisen als bei Kroll. Ich verweile bei diesen Dingen viel leicht länger als nothwendig, doch es geschieht zu dem Zwecke um meinen amerikanischenLesern zu zeigen, waö er in amerikanischen Großstädten, mit Berlin verglichen, in dieser Beziehung entbehrt. Ein Familienvater, der mit den Seinen sich am Abend in einer amerikanischen Großstadt erholen will, wird leicht be rechnen können, was ihm drüben und hüben in dieser Hinsicht geboten wird, und wie sich hier und dort die Kosten stellen. Ich hab? hier nur zwei aus Fremdenverkehr hauptsächlich angewie sene vornehme Lokale genannt, der Ber liner besucht anspruchslosere aber ebenfalls, prachtvoll eingerichtete und nur halb fo theure EtablisiementS, wo das Bier 10 oder 15 Pfennige kostet und wo man eine gute Mahlzeit für 75 Pf. oder 1 Mark höchstens einnehmen kann. Aehnliche Einrichtungen habe ich auch in den kleineren Städten Deutschlands ge funden. Conzectgärten sind im Abon nement geradezu fabelhaft billig. Ein Billtt für eine Familie von drei bis vier Personen kostet . B. in Göttingen für die Saison 10 Mark-N.50. üeberall findet man sehr gute Conzerte, zumal die ganz prächtigen der Militärkapellen, welche fast in jeder Stadt von nur ein! ger Bedeutung sich hören lassen. Es herrscht in Folge desien ein viel größerer geselliger Verkehr, ohne dafc der Geld beute! besonders in Anspruch genommen würde. Ich habe nirgends einen Be trunkenen, nicht einmal einen Angetrun kenen gesehen und selbst dort, wo sich die leichte Berliner Damenwelt später am Abend unter die Gesellschast mischt, geht es durchweg anständig zu. Das in jeder Großstadt befindliche Element der Knoten und RowdieZ kann absolut nicht auskommen und wird deshalb gar nicht bemerkt und die - in Amerika eigenthüm liche Species der.Geiitleinen Loaser" listirt hier nicht: Die Polizei ist hier thatsäch allgegenwärtig und die kostbar sten. Gartenanlagen bleiben unversehrt.

Mst wenn die Lokale überfüllt sind uns I

eine genaue Überwachung kaum möglich ist. Ich sprach mit einem früher in Ein cinnati ansässigen Herrn, der seit einigen Jahren in Berlin wohnt, und die dort!" gen, wie die, amerikanischen Verhältnisse genauer kennt darüber, ob eS nicht mög" lich wäre, ähnliche-Etablissements in amerikanischen Großstädten anzulegen. Zwar sind derartige Versuche soi ge macht worden, doch liefen sie in Amerika fast stetS auf den Bau riesiger Trlnthäl len hmauS. . Mein nreund meinte, das. selbst wenn z. B.'.ein deutschamerikanischer Bierbrauer - Millionär Unterneh mungsgeist undauch Geschmack genug besitzen sollte, um Gartenanlagen. , zu schaffen, wie sie in Berlin zünden ganz gewöhnlichen ..DingengehSren.dec.aWerikanische Loaser der- Herrlichkeit bald durch sein . Verwüstungstalent. ein Ende bereiten würde. "'Ich wollte die Behauptung nicht gelten lassen, übrigens wird sich dieselbe ja nie erweisen lassen. Berlin ist eine sehr, billigt Stadt. Selbst in den großartigerrhotelS Unter den Linden kann sich der an amerikani sche Preise Gewöhnte durchaus nicht be k. . ' r f. f" -. klagen, uno oiec yoiels bieten,. aus genommen den Mangel an Gasbeleüch tung in den Zimmern, an' Cöm fort und Luxus "jetzt Alles, was die besten amerikanischen Hotels-ausweisen können. Wit Jimmer sind .bequemer und gemüthlicher . eingerichtet, als in amerikanischen Hotels gleichen Ranges, der befrackte Berliner Kellner ist, verglichen mit unserem schwarzen Hotelwaiter, ein Muster von Höflichkeit, Gischeutheit und auch Bescheidenieit,: ein geringes Trinkgeld stellt ihn ganz zur Disposition deZ GastkS und er ist lmmer zuverlässig, flink und aufmerksam. In den weniger sashionabeln und nicht so von Wen Fremden überlaufenen HotelS' ist der Aufenthalt, sehr billig und man entbehrt hier, verglichen mit den Hotels erste? Klasse, eigentlich, nur. die Vortheile der besseren Lage, welche jene Steten. Diese Vortheile spielen jedoch bei der Billig keit. und Bequemlichkeit derBejörde rnngsmittel gat keine Rolle.' " ' Man kann in Berlin für 2Mark'(50 Cts.) recht gut und für -3 Mark sogar sehr elegant .logiren; man-.' kann fiir'1 Mark in gute Restaurationen ein durch aus befriedigendes bürgerliches Mittag'. essen einnehmen und für, 2 Mark ein ele, ganteS Diner,und überall bekommt man ausgezeichnetes dairischeS Vier und zwar ein solches, ein halbes Litern haltendes Glas für 25 Pfennige, 6 'Cents. einheimische gute Biere sür 15 Pf.,. Das sind so einige' der Dinge, von .denen 'ich glaube, daß sie für' amerikanische Leser Interesse haben.' Wer -Berlin besucht, sollte mindestens eine Woche' -Zeit'..-. sich dazu gönnen und zwei Tage' allein aus Potsdam verwenden." Ich gehe davon ab, über Berliner Sehenswürdigkeiten zu fernen, es sind deren sö 'vlele'daß ich nicht müßte, wo ich anfangen oder wo ich aushören sollte. Berlin -ist ohne Zweifel eine der interessantesten . Städte der Welt, vielleicht interessanter selbst als da? vielgerühmte Paris, und wer .eine Vergnügungsreise nach Deutschland un ternimmt, ohne diese Hauptstadt zu be rühren, der war in der That in Rom, ohne den Papst gesehen zu haben. Wm. ausmann. rafcrc NaHvarn. Aon Quebec au? schreibt Joauin Miller mi: dichterischem Enthusiasmus : .Ich babe hier ein Land entdcckt.das den Amerikanern weniger bekannt ist. als der entlegenste Theil Europas, und zu ihrer Schande sei eS gesagt. HundertMeilen unterhalb von diesem edelsten aller Ströme (dem St. Lawrence) !iea?n die Ruinen dkö ersten Stein und Mörtel bause. das je von weißen Männern in Amerika gebaut wurde. Während ich hie? schreibe, blicke ich auf die bescheidene kleine Notre Dame, eine Kirche, die ein halbes Jahrhundert vor dem berühmten alten Süden Boston's errichtet wurde. Wie wenig wir von diesem wahrhaft großen Lande wissen ! Canada, oder Kanata", ein indiani scheS Wort, welches ein Dorf ausHütten bezeichnet, ist buchstäblich . ein Wasserland. Ich finde hier -tausende von Seen, die auf keiner Karte verzeichnet sind, lange, tiefe, kühle und klare Seen, die zwischen ihren waldgekröntett Usern unzählige Fische bergen. Ich sindeSeen, die an Länge, Klarheit und Reinheit Flüssen gleichen, und Flüsse, die sich in Bezug auf Gröke und Stärke wie Seen ausnehmen. Dies ist thatsächlich ein Land der Ausdehnung, ein Land, das sich mit der Zeit mit Leuten ansüllen muß. Aus Gründen, die ich hier anzu geben nicht Raum habe, halte ich es für vielfach begehrenswerther, als Mexico, wohin neuerdings Amerikaner ihreVlicke gewendet haben. Ich bin seit zwei Wo chen fleißig in Canada cus und nieder gewandert und muß als eines der allge meinen Ergebnisse meiner Forschungen die Beobachtung verzeichnen, daß eS auf die Quadratmeile mehr solides Glück in Canada giebt, als in den Ver. Staaten. Diese kräftigen Canadier, scheint eö mir, haben gelesen und wohlverstanden, dafc der Cchöpser dieser Erde sechs volle Tage brauchtc,'um sie zu vollenden. und am siebenten, zufrieden mit seinerArbeit, auSrubte. Und deshalb ist der ehrliche und fleißige Canadier nicht besonders ehrgeizig, seinen Schöpfer an Anstren gung zu übertreffen. ' Hätte man dage gen dem DurchschnittS'New Yorker die Schöpfung überlassen können.' so hätte er nicht nur die. Erde, sondern das ganze Planetensystem in fünfTagen geschaffen, am sechsten seinem Nachbar ein Actien geschält ausgehalst und ihm 'die Knöpfe von Rocke gerissen, und schließlich wäre er am siebenten nach Coney Island oder Long Branch gegangen, um an beiden Plätzen ein ChampagnerDiner" einzu nehmen.' Hinterher wäre er dann wahr scheinlich noch unzufrieden gewesen und hätte geklagt, daß er nicht viel gethan habe. . Während aber d?r Canadier et waS langsam ist, so bedenke man, daß er sicher ist. UeberdieS baut' er gerade eine Eisenbahn nach den Nordwesten mit

einer Schnelligkeit, ' die Alles, was wir

bis jetzt in dieser Hinsicht geleistet haben, . A. PFM.Jä . weil uoerirlnr. - Eine aufregende ccrnc; In CohoeS, N. N.. bat normen Sonntag ein tumultuariscker Auftritt in der St. Bernardö Kirche ungeheures Aussehen erregt. John Rafferty ist der Ä0yn armer, aber hochgeachteter Eltern, der seinen Lebensunterhalt als Schrei' ber des städtischen Anwaltes H. H. Sprang erwirbt. Da eS sowohl sein als seiner Eltern sehnlicher Wunsch ist. daher sich dun geistlichenSlande widmen könne, fo hat er schon seit Jahren alle seine freie Zeit aus das Studium der Theologie verwendetund ,oft. ganze Nächte hindurch über dln'Äuchern geses len. .Am vorigen. Freitag sollte., der St. VernardSirche ein feierliches Hoch amt celebrirt werden. Als der Saciistan die Kirche, öffnete, wartete Rafferty be reits vor derselben, trat ein, zog ein Crucirix aus der Tasche und hing sich solches ans. einem breiten, rothen und blauen -Bande ' um den Hals Hierauf schritt er mit gefalteten Sünden vor dem Hochaltare .auf und ab, ab und zu Kniebeugungen gegen denselben machend. Die- Kirche füllte sich rasch, den' Leuten.fiel das Benehmen des Rafferln auf. es dachte aber,? da derselbe wohlbekannt und allgemein geachtet ist, Niemand da. ran, ihn zu stören. Da trat der Prie ster im Ornate aus der Saciistei und schritt, ein Buch in der Hand, nach dem Hochaltar zu. Rafferty trat ihm entge Kkn uno rtt : .M vm embökttttNrie. ster als Du.böber selbst als der Bttckok und der Cardinal, ich stehe unmittelbar unter dem Paplte und.befeble Dir, mir Deine priesterlichen Gewänder zu über geben und mich die Messe lesen m sa? fen." Gleichzeitig ' versuchte Rafferty, n-:.n... v tn..a ? . vcul Pilger oas Vucy,oas olejer in oen Händen hielt) zu entreißen. Der Prie ler, Aaterrwln. dlett das Buck seii untx im Hin und Herziehen zerriß daS selbe und dxc tlnzelnen Theile sielen zu Boden, Der Sacristan eilte dem Prie ster zu Hilfe und viele Frauen verließen schreiend die Kirche. ' . Hierdurch wurde ein? Polizist herbeigezogen,.dem es unter dem Beistande des SacristanS und mehrerer anderer Män ner gelang. Rafferty, dessen Zustand in jörmliche Raserei übergegangen war, zu überwältigen und zu binden. ' Er wurde nach der' Polizeistation " gebracht' 'und roürde hier bald wieder ruhig, so daß er sogar übee den Vorgang ganz vernünf tig sprach, denselben bedauerte und ver sicheete, eS sei aus eine ihm selbst uner. klärNche Weise der Gedanke über ihn gekommen, daß er Messe lesen müsse. Der unglückliche Mann ist zunächst ."unter Aussicht gestellt worden und wird 'von den Aerzten beobachtet, um festzustellen, ob eS nothwendig ist denselben in einer Jrren-Anstalt unterzubringen ; ihm'und seinen Eltern wird die allgemejnsteSym pathie entgegengebracht. . ' -r r , - , ' ' . - - .! ' : v ' , . , Won Jnranve. s m graph von Venezuela ward vorige Woche t i am IT. rm t" 1 pi9 zur grenze von uoiumvia eronner und mit den von dieser Republik errich teten Telegraphenlinien verbunden, so dak wir jetzt , directe Verbindung mit Venezuela via Galvestön, Tex, haben. Verschiedenen klein e n Städtchen, die durch den stolzen 'Zusatz City ihren Mangel an Ausdehnung und Einwohnerzahl ersetzenwollen, hat der Postmeister einen dicken Strich durch die Rechiung gemacht. - ES ist nämlich eine Verordnung erlösten worden, dafc hm fort PolkCily, Volga-City und ühn liche.CitieS" im Poflverrkehr einfach nur Polk, ZLolga ?c. heißen sollen. In vhamberöburgh, Pa.,wird der Base.Ball'Plal) mit elektrischem Lichte beleuchtet, um in Zukunft die Spiele am Abend abhalten zu können. ' 5000Alligator. Häute wur. den kürzlich von Orange, Texa, v:r fM. ' Die. Frau eines Farmers bei Northampton, Mast., leistet geradezu Unglaubliches.. Seit Jahren ist ihr Mann bettlägerig und sie. pflegt denfel ben auf das sorgfältigste, besorgt dabei die ganze Wirthschaft, sorgt für fünf unerzogene . Kinder und gewinnt aus ihrem großen Gemüsegarten sowie aus der von ihr betriebenen Geflügelzucht die Mitkel zum Unterhalte der ganzen Fa milie. ' - In der Nähe des alten Fort Harder bei Schuylerville, N. Y., ist eine spanische Goldmünze aus dem Jshre 1747 gefunden worden, welche die Infchriften : .Ferdinand VI." und daS Motto: Ng plas ultra tragt. Dieses, spanische Geldstück wurde wahr scheinlich während der dem Unabhängig keitskriege vorausgehenden Kämpfe zwi fchsn den Franzosen, und Indianern verloren. . Eine verrück te Gesellschaft, die . sie- sich : selbst Evangelisten" nennt und in dem Wigwam an der Sköadgk. in Philadelphia ihre geistlichen E;er eitlen veranstaltet, besteht aus Man. nein und Frauen, welche die Zu Hörer, die, .sich in dem Wigwam einsinden, " anbrüllen und ausfor dern Buße zu thun und 'sich 'zu bekehren. Sie versichern allen Ernstes, daß ihre Ermahnungen uni so - frästiger seien, je lauter sie dieselben vortrügen. Zwischen den . Einzelvorträgen schreit die ganze Gesellschast ununterbrochen : JD Lord !" Eine auö sechs Weißen und sechs Farbigen bestehende Räuberbande macht gegenwärtig , die Umgegend von Armenia, S. C., unsicher. Sie statten den einzeln geleenenFarmen am hellen, lichten Tage ihre Besuche ab, erheben förmliche Contributionen von den Be wohnern unll lassen sich, wenn diese er legt sind, austragen,, was an Speisen und Getränken im Hause vorhanden ist. Zn eiqzelntn Fällen, in denen die Leute Geld'izder.Werthgegensiände nichts be

saßen, haben sie dielöewohner abscheulich mißhandelt. Die Bewohner der Gegend fangen endlich an, Vigilanz comites zu bilden, stoßen aber hierbei auf den passiven Widerstand der Farbigen, die vor Furcht und Schrecken ganz außer Nand und Band sind. Der Farmer Erncst beiLe noir, N.E., fand auf seinen Feldern eine Statuette, welche auZ Serpentin ge schnitten, l Zoll lang und 4 Zoll breit ist und die Figur eines Menschen mit übereinandergeschlagencn Armen sehr treu darstellt. . Die Beine sind, leider abgebrochen. Dr.Spainhour, ein Kenner indianischer Alterthümer, erklärt-den Fund für die sehr alte Arbeit von In dianern und Ernest hat auf Empfehlung desselben die Figur , an Prof. .Spencer F. Baird in Washington geschickt. Ein bisher noch kaum be siedelt Theil des Ostens das Thal des oberen Shenandoah und des oberen JameSflusieS in Virginien hat neuerdings bedeutenden Aufschwung gefunden'. Der Reichthum an Eisenerzen, Kalk, Kohlen, Holz und der noch jungfräuliche Boden hat größere Capitalien zur An läge hingezogen, und außer vielen Lohn arbeitern haben sich auch Farmer auS dem Norden und Westen dort nieder

gelassen. William H.V anderbilt ha die berühmte Gemäldksammlung ' des Sir Philipp MileS von Lehigh Eourt, England, zum Preise von 5550,000 käuflich erworben. - f . i j .. - Herr Sherman Adams von Lake Woronoko, Fla., hat aus Samen, den er aus Japan erhalten hat, Fruchte gezogen, die in Japan den Namen ttLußa" führen. Dieselben sind gurken förmig gestaltet, werden über einen Fuß lang und liesern ein sehr schmackhaftes, zwischen Gurke und Kürbis stehendes Fleisch ; sie bilden in Japan und - China ein sehr geschätzteZ Nahrungsmittel - In Kitlaning,Pa., ist ein alter Mann mit der Frau seines SohneS durchgibrann ', . " I n N r i n c e t o n, . K y, . h a t ein Schwein das Gewicht von' 800 Pfd. erreicht. . ' " 1 . ,Die Deutschen in Corp'u 5 Christi, TexaS, haben eine Kasino Ge fellschaft gegründet. 'Ueber e i n e T r a u il n a u f einer Brücke über den Potomac.mird. auS Baltimore berichtet: '(Serade war ein schweres Gewitter über Harper's Ferry hinweg gegangen, als ein kleiner Zug die Brück betrat, welche die Staa' ten Maryland und West-Virginia ver bindet. Er kam von der Virginier Seite, bestand auS einem noch sehr jugendlichen Männlein ' und ditto . Fräulein, ' auS einrm Geistlichen mit grauen Haaren und einem Trauzeugen, denn eine Trau ung war es, welche rn aller Form aus demjenigen Theile der Brücke welcher der Marylander Jurisdiktion untervo? fen ist, vollzogen wurde, fand zwar war es die alte Geschichte, die, wie der Dich ter sagt, ewig neu bleibt, die aber ver muthlich dem Pärchen selbst, wenn sie erst einige Jahre deS ehelichen Krieges. . r . . . ylnier ncy uaoen meroen, ziemiicy aii backen vorkommen wird. Der Backfisch' war die Tochter reicher Eltern, und der -kaum 10jährige jungeMann besaß nicht? mehr, als ein Paar prächtiger Augen, aus denen freilich eine Welt vor: Liebe blickte, als er mit seiner zierlichen Ge sährtin die glückverheißende Brücke betrat. Das Rauschen der Wellen lieferte eine herrliche Hochzeitsmusik, und, als der Geistliche den Segen über, das junge Paar sprach, ermangelte die Scene, trotz der Formlosigkeit der Trauung, doch nicht einer gewissenFeiertlchkeit. . Auf dem nahen Bahnhose befanden sich gerade'' zahlreiche Baltimore?, welche auf den nächsten Zug warteten, und aus diese Weise Zeugen der seltsamen Scene wur den. Mancher von ihnen trat, als die Neuvermählten die Brücke verließen, auf sie zu, um den tief Efröthenden einen Glückwunsch mit aus -den Lebensweg zu geben. Dabei erfuhren sie denn auch, daß die jungen Virginier nach dem Ge sehe ihres Staates das Kreuz der Ehe nicht hätten auf sich nehmen können und deshalb den liberalen Bestimmungen des Marylander Gesetzes ihr Glück zu ver danken gezwungen würden. Deutfe Lokal-NsÄrichten. S t r a ß b u r q, 9. Juli. An die ml dicinische Facul:ät ist de? bisherige Pri valdceent Dr. C. E. Fische? als außer ordentlicher Professor, an die mathema tisch'naturwissenschafiliche der ordentliche Professor der Mineralogie in Göttingen Br. lz..!clein diruken worden. : Lauterbura. 5 Naödem " die Tabaktnaaufaklur s$o.i seit Mona ten den Betrieb in den vier au!i badischem Territorium liegenden Fabrikstlinlen in Durchlach. Friesenhnm, Kurzell und NingSheim eingestellt hat, ficht sie sich nun.gezwungen, auch die lrpe, auf el sässischen Boden gelegene Filiale, näm lich die in hiesiger Stadt, oufjugeben. Der Fiskus vkkpachtet das Gebäude an die hiesigeStdtgemeinde,und"diefe wird ihrerseits wieder mit einem Privatun ternehme? einen Poch!vkrtrag abschlie ben, so daß die Fttbrk ' unserer - Stadt erhalten bleibt. Schwetzin gen,2.Juli. Für die Hochwasserbeschädigten gingen nach dem eben veröffentlichten Rechenschaftsberichte deö BezirksunterstützungS Ausschusses 5333 M. 83 Ps. ein außer den Natural. gaben,, tlche theils an den HilsSau' jchuk in LudwigShüsen ebgescndkt,theilS in den Gemeinden Alt- und Neulußhei vertheilt wurden. .Gemeinderechnex Konrad Glunz von Oberbaldingen,' A. Donaueschinen, ist seit 26. v. M. ver schwunden. Derselbe soll 23000 M. der jhm anvertrauten Gelder mitgenom' men haben. Seine Frau und 6 Kinder aber hat er in bitterster Noth zurückge lassen. Laut Rechnungsabschluß hat die Stadt Eberbach ous 1.. Januar d. I. ein reines Vermögen von 1,518,630. , Zicarr.