Indiana Tribüne, Volume 6, Number 297, Indianapolis, Marion County, 15 July 1883 — Page 3

Wilöury und Tilömy. Ein einakter mit einem Vorspiel. (Nach dem Englischen.) Mr. Thomas Bilöury ist der jüngere Partner der bedeutenden Firma Bilbury, Blackthsrne & Co.. Tbeehändler in Ca'.cutta und London. Der ältere Partner ist Mr. Joseph Bilbnry, sein Vater, der ein prächtiges HauS in Kem besitzt; bis vor zwei oder drei Jahren existirte noch ein drittes Mitglied der

Firma in der Person von Thomas On Vubbwgton Blackthorneer r t" V II Lw so viele Englander in Indien, trank Iei &-fl." WhlZkey und Bach Ale, aß zu vlel Curry v , o- f rr.L. . V v : . i und Miete Bombay-Enten und die ffolae davon war. dan ,m Alter von sünfundsünfng Jahren Blackthorne's Lebr ihre Dienste versagte und zwar so plötzlich, daß dem Eigenthümer dieser Leber kaum Zeit blieb, seinen Partnern c- 1 v . f fn.uCX. ... S',t w enßlanb eine fu Pf eju föif. Jen, baft es rasch t)rn zu 6n begi ng Diese beunruh-gende Depesche traf zu einer sehr unaünst'gen Zeit ein; Tho mas Bildury hatte grade am Tage vor her ein junges reizendes Mädchen, Lydia Lappler, geheirathet und die Nachricht von dem bevorstehenden Tode des On kels, machte es nothwendig, daß der junge Ehemann, der. nebenbei bemerkt. seine junge Frau erst sechs Wochen vor der Hochzeit kennen gelernt sofort den , r. . . I SÄfi ftÄ jeder Ausschub von Seiten der englischen Partner konnte sür die ganzeZukunft des Hauses verhängmßvoll werden. S IEn2 schrleb Joseph BUburY an s men Sohn. der sich auf der Insel Wtght besang .und sende deme Frau . zu . Ich werde lhr behllfllch sein , n Eurer neuen ,Reise sofort ab, mein lieber Junge, nus lY w wÄ?5 WÄ ihnKrllen, Vt if, tt . gio auj ceinc oji. m:...'; ' ".rr';.T V X.i Xr. ,, tfi , tntt U?r I er reisen mußte und so packte er seine Sachen ein, suchte seine weinende junge jliu u y uiiiv uv iiuti gu yui vtu, vup C V. ,VhfÄ? S ?ÄÄ Z&l $Z n;. nach London ,ayrenden Zug, em letzter Kuß, ein letztes Winken mit dem weißen, tfnnfAi.n rnMHtitA htnn P SSn S S cr.. ooer. rr . r, . riS ntln Xl Z fiSw0'Ü?S!! ?.Ä?ÄV. an stimm in Cl utt lräch die ttl TrnJZ Ordnung, schrleo an seinen Vater trockene Geschäftsberichte und an seine Frau begeistert und sehnsuchtsvolle Liebtgbrteff olS0ilCsC. Zwei Jahre vergingen, ehe er wieder nach England zurückkehren konnte und zufälliger Weise machte es sich so, daß seine Rückreise eine ebenso plötzliche war. wie seine Hinreise ; völlig unerwartete Ereignisse ermöglichten ihm, sofort ab zureisen und da er .keinen Tag verlieren wollte, nahm er den ersten abfahrenden Dampfer und da traf es sich, daß mit demselben Dampfer auch ein Brief nach Nichmond Hill abging, den Tom drei Tage vorher geschrieben und worin er seiner Frau Mitgetheilt hatte, dav sich seme Hoffnungen, schon bald zuruckzukeh n. wieder mtolaoen bätten und er lei. rn " . ' mt natC ' Zur einigen Zeit tra's der Dampfer in Dover ein, spät am Abend kam Tom nach London und ohne Lydia vorher von t Jw , f " V semer Ankunst zu benachrichtigen, eilte er am nächsten Morgen nach Richmond c:f? m.Jii . ; i 7r;. Hill. Weshalb er nicht vorher gefchrlt ,wnh;rf iUi. ,nn.n den oder telegraphirt hatte, können wir nicht sagen; vielleicht dachte er, daß ein plötzliches, unerwartetes Erscheinen eine angenehme Überraschung sür seineFrau sein würde, vielleicht aber auch war er so aufgeregt, baß er an gar nichts bachte; bftA-hn mn im W toi Zti tr;. rä '."v.. ' :c.r:7' hatte ..... ttVf tVik I EZ war ein prächtig leuchtender, etwas frischer Sommermorgen. ThomaS Bil bury kannte fein Haus, das er kurz vor seiner Heirath in aller Eile gekauft,kaum und als er eiligen Schrittes ben gewun m.v v..w wwtttiva uvi uiiuuil I UnmXmn. h 11, w,mb J V.. Kj-t I rr hinaufführte, hinanflleg, bemerkte er aus blickend an einem Fenster des wU n Stockes eine schöne, in einen duftigen TOnrsrpnrnsf nfftifc?tP h? Mvipt. .v.a...- g. ........ mittelst einer zierlichen Gießkanne bie Blumen aus dem Fensterbrett begoß. Ys'.k ,nt,n Mlfff erkannt r in K,r Figur sein geliebtes Weib unb gerabe " . 1 1 . rt:x. wouie er lyr emen sloylicyen, yerziicyen Wruk ,urufen. als er aewaor wurde, oak sie ihn allerdings gesehen, aber nicht er tj ' W ' " - " ' h kannt hatte, denn sobald die weiße Ge palt gesehen, baß ber Fremde zu ,hr aus geblickt, hatte sie sich sittsamltch zuruckge zogen. Eine plötzliche Jbee ging ihm durch den Kopf allerdings eine recht thörichte, aber, wenn man'Z genau nimmt, doch ganz natürliche. Er wollte sein Jncognito bewahren, vorgeben, er sei Jemand anders, vielleicht einFreund, ein Bekannter ihres-Mannes und unter diesem Vorwand wollte er sich bei ihr einsühren. Natürlich mußte sie ihn - t v ' . ciicicj an ntr oiimm ?7,NON nntr nit Ueberraschung und die Freude mußte vann ja um so größer sein, wenn es ihm aelunaen war. sie ,u täuscken. Kr sollte und theilte der öffnenden Dienerin mit, daß er gerade von Indien zurückgekehrt t.l ..-V cm n on:.... r r , , zu machen wünsche. Einen Namen gab r . , 0 in uuu jjLiv. xjiiDuin lrine üiuimariuna er niqi ao, aoer er wuroe oos vorae wm . . . O lassen und von der Dienerin in das Em pfangszimmer geleitet, wo er, doch ein! germaßen aufgeregt, auf daS Erscheinen deS geliebten Wesens wartete, das er seit zwei Jahren nicht gesehen und von der er in so grausam plozlicher Weise ge trennt worden war.

.u.a.; r"i'' ,r i.. V.. 7c... am umwandle, denn er wurde tt sich WgeAch n.ch Calculla begeben muß, . m,m' Uat ab seine Ner1 me'F"" ?" "V-Ä Ä s 'ine Enlschuldigung sei. lnger lhn Td mVt d Geschastk gehobel, zu sein, .ich meine jedoch. lN bie größte Consusion bringen und mr a I ,

Ich vermuthe, dak sie mich doch gleich

erkennen wird sagte er, als er sich, und zwar mit dem Rücken gegen ein Fenster gelehnt, hinstkllte, .allerdings habe ich mir seit memer Abreue einen machtrnen Vollbart stehen lassen und mein Teint iit leidlich braun geworden, aber so ein Bart macht doch keinen großen Unter schied und ich glaube sicher, daß sie mich erkennen wurde, wenn lch tn Hemdsärmeln vor ihr erschiene oder wenn mir beide Beine über dem Knie abgeschnit ten worden wären; anderseits kann sie nicht ahnen, daß ich hier bin, denn heute Morgen muß sie meinen Brief erhalten haben, doch hoffe ich nicht, daß mein üchschnen'sie ü sehr &e" cken wird, jedenfalls muß ich vorsichtig rc-n m x 1 - p 1 0 Seine Gedanken wurden durch das vMttn .:. vitinuuivu utuu wv w es abgelenkt und als die Thür sich abgelenkt und als die Thür sich öffnete, drehte er sich hastig um, blickte ln den Garten hlnauS und fing an zu husten. Wollen Sie nicht Platz nehmen? Ich fürchte, daß das offene Fenster Ihnen iuju, vutj uu9 v tue u" 0uu n,$ Mfa melodische Stimme hinter sich. Q .... . ffl , htL " ant. O bttte. bttte. im Geaentbtll ant wortete er, indem er sich umdrehte, einen Moment lang seine Frau anschaute und dann wieder in den Garten hinaus schaute. Mrs. Bilbury hatte ihren Gemahl nicht erkannt. .Vielleicht ist es Ihnen lud, wenn lch baS Feuer anzunben lasse, eS ist etwas frisch hier meinte sie. m ' 4i b l i I , IVltl, Uilt III Ufcfc MJt nicht ruf Tom aus. als sich lang. O nem, nein, um Alles m ber Welt Mrö. .Meine Name ist Mrö. Bilbury !" .Ah ja, danke Ihnen, ja wohl, die Thatsache ist, MrS. Bilbury, daß ich mich och nicht an dieses abscheuliche englische Klima gewöhnt habe, um- üh-das mi ß für einen Mann, der in tropischen Waldern gelebt hat-der-äh Curry und Reis gelebt-äh äh in einem Lande, wo der Thermometer Ti& $ T Ä'5"' S,e .SstnstanMn.'ftni MnSfi. ftrr 7 v-"a V" W " Ich s'aubt Nicht, daß ich bereiiz daSBer gnügen hatte, Ihren werthen Namen zu yoren k I0U v(P( lu VHUil UUUJIC JJXK, Bilbury bei sich. .Mein Name ist", saste er dann nach einer kurzen Pause- ' arta :n 7: Ä3 Aehnllchkttt , sagte Mrs. Bllbury. .Ja Ja, wle httße lch denn?" dachte Mr. 'tZt; ich finde es ehr be. greifllch, daß Leute, die m Jndten at i.tt ,.f. rtr: r.rtfi " uuvhi, uiiict vituiu, iiiuu ui uui met N'rlräglich sind. Müssen ! Mr. Bilkur, schreibt mir. dab die szije in Ealcutta' geradezu ents.klich sei Ich Tilbury dab ÄiÄrÄ ,1:... r.:., ,.:.?. ... ' fmfn Ä s tlltxt' h?l l?.5CuU .0ötn ."lt, schemt sich lelder Nicht m emer be 5ftr,hrÄ frHthirtfn l?ZfZ?in,i,n iit ffirt."V ' 0 - den. ,DaS ist genügend", dachte Bil bury bei sich, .die zweijährige Trennung hat also ihrer Liebe zu mir keinen Ab bruch gethan." .Ja wohl, sagte er laut, .ich kann Ihnen einige Nachrichten von ihm brin gen ; vor einem Monat war ich noch m Ealcutta." .In der That ! 0 daS ist hübsch, aber bitte, nehmen Sie doch Platz, Mr. Til bury; es ist mir sehr angenehm. Jemanben begrüßen zu können, ber meinen W 0 H'V sZl . rt rf- i n. fuvil. O . 4 Atdidin hat, venn aus Ihren dorten vermuthe ich, daß Sie meinen Gemahl vor Ihrer besucht haben. Wie ging es , :ss... .5,. Mii llbury wutzte zetzt Nicht recht, was er machen ssllte: einerseits trua er Bedenken, semer Frau schlechte Nachrlch ten über sich Mitzutheilen, aus Furcht, ... Vj ... " ..r.:, sle zu sehr zu erschrecken, anderseits machte ihm die Lage, in die er sich hin eingebracht, Vergnügen und er beschloß, sein Jncoanito noch für einige Zeit zu wahren. ' iZZVcrZZ S, iiwn? etwas zögernder Stimme, .den Umstan Er besanb sich," sagte er baher Mit den aemük ziemlich wohl. .Den Umständen nach ?" erwiderte Mrs. Bilbury offenbar erschreckt. Sie wollen damit doch nicht sagen, baß er krank war?" Krank? nun nicht gerabe krank. meinte Tom langsam, der noch immer zu kemem festen Entschlüsse gekommen . Ti T r , , . r " r wot, u et Die Gkschlchte weiter uhren s u"v . - . . "Aber, mein Herr, ich verstehe Sie Nicht, bitte sagen Sie Mir, ist ihm etwas zugeflogen cv 0 11 .ii a m?. -7?." letzt ! dachte Mr. Tilbury, .eigentlich wäre es mir Ueb, WMN UlklNc tslU Mich letzt ttttNNkNUNd nem Freudenschrei mir um ben 5als sallen wnrbe ? b.i wI? mtr fnt ' , - u'i"" .Die Geschichte ist nicht besonders ge sährlich," sagte er schließlich. .Ich ver muthe,daß Mr. Bilbury Ihnen geschrie den, daß er i der letzten Zeit ein außer ordentliches Vergnügen an Tigerjag den findet?" .Tigerjogden ? ! 0 bitte, erzählen Sie mir, cr. llvury. Nun. hören Sie; e'meS Tages ging wie gewöhnlich, auf bie Jagd unb Zwar war er nur von einem einzigen Diener begleitet. Sie drangen in ein Dschungle, so nennt man die Gebüsche rt , Stifm 1 1 rtirUiJ i lo i.(il.f!X i wv nuiumi, im, diuuiilu. ohne jegliche Warnung, ein colossaler gcr , . oy vscmaqi iosiprang uno lhn zu Boden warf. Der Diener floh und holte aus dem benachbarten Dorfe Hilfe herbei und als diese-ankam, fand ntrttt nnS 4ihFr rtnnrnSmftrt tinrn T)fiti. I fi wu viuVerlust, den rechten Arm ausgerissen, daS I T! f. Of.. .sll.i ..V VS. t V . a "" uuu a!41 uu ulc vuui vrs I m , v je P-r... llNlen eines ourq vle arsen rauen des wüthenden Ungeheuers abgestreift! .Du liebe Güte, das ist ja schrecklich !" rief MrS. Bilbury, aber dieser Ausruf schien so wenig zu der schrecklichen Un glückSbotschast zu passen, daß Mr. TU bury doch ein wenig enttäuscht war.

.Ja, da kann ich mir allerdings schon I

erklären-, fuhr Lydia fort, .weshalb er - . m I nicht besonders erS gut gelaunt M; fem . " . " ,. ' I reckter Arm also ist .Ja wohl, vollständig aus oer tzscym ter gerissen ; er hat in Folge dessen lernen müssen, mit der linken yano zu schreiben. .Das ist aber wirklich schrecklich und das linke Auge ist ganz zerstört?" Ja wohl, total, der : arme Buriqe trägt jetzt ein Glasauge." Das muß aber seyr unangeneym sein . i. . . 1 . (D.:..R :n unh h front des linken Beines ist durch die scharfen Krallen des wmyen den Ungeheuers abgestreift ? Das muß t r r w ' r . m - n ! . .f F.Sm . m. I ja eme lQjeujjiicye Veiilr gcroijc 1. Doch, apropos, Mr. Tilbury. wie befand w . o (mi.w . er tiky, ais Vle iyn verließen ? zouvamit dem Leben davonkommen?Ein neuer Gedanke tauchte in Mr. Bilbury'S Kopf auf. War es seiner Frau vielleicht lieb, wenn er starb? ganz sicher war er jetzt seiner Sache durchaus nicht. - ' . ... w . I .Das läßt sich unmöglich NM Jöc stimmtheit sagen-, meinte - er zögernd, .aber hoffen Sie das Beste. Doch wenn eine schlimme Wendung eintreten sollte, so seien Sie stark und trösten Sie sich in Ihren trüben Stunden." .Oh, was das anbetrifft, Mr. Til. bury, so haben Sie keine Sorge, ich sehe nicht ein, weshalb ich betrübt sein und mich grämen sollte; sehen Sie, wir ha ben hier in Richmond eine ganz reizende Gesellschaft und wissen Sie, im Meer gibt es noch mehr Fische als wie die, die schon herausgezogen sind." Tom's schlimmste Befürchtungen hatten sich nur zu sehr bestätigt. Dieses elende. berUose Weib!" fluchte er in sich hinein, also so gleichgültig nimmt sie die Nachricht auf, daß ich verwundet und verstümmelt bin!" Aber er gab noch nicht alle 5)offnung auf und suhr er laut fort : .Der arme Freund, aber ich versichere Sie, in seinen Fieberdelirien kam Ihr Name beständig über seine Lippen." .In der That ! Dann hat er mich also doch nicht ganz vergessen .Sie vergessen?" rief Tom und er stand schon im Begriff, aufzuspringen, oh, ganz gewiß nicht; ich glaube kaum, daß es viele Frauen gibt, die sich eines Mannes rühmen können, der ihnen so treu ergeben ist." .Und wenige Männer, die eine Frau haben, die" .So reizend ist," vollendete Mr. Bil bury den Satz. .Aber, Mr. Tilbury! Doch entschul digen Sie mich einen Augenblick; selbstverständlich bleiben Sie zum Lunch hier, Bitte, ja, thuen Sie mir den Gefallen; Sie wissen ja, eine Frau haßt dasAllein sein wie die Blattern. Nur einen Au genblick, ich will nur eben in der Küche meine Orders geben, ich stehe gleich wle der zu Ihrer Disposition." Mit die sen Worten stand Mrs. Bilbury auf und verließ mit einem reizenden Lächeln daS Zimmer. Ader das ist d schändlich !" rief der arme Tom aus, als er allein war. .Sie hat mich nicht erkannt und scheint auch gar nllyis um muu zu geoen uc meint .v ..je . r . .. I also, daß es im Meere noch mehr Fische gibt, wie die, die schon herausgezogen sind das kann doch offenbar nur mei nen, bah sie, wenn ich ihr nur den Ge fallen thun will, zu sterben, baß sie bann sich gleich emen andern Fisch angeln will. In ber That, cm schönes Exempel eiblicher Treulosigkeit ! Vielleicht ist es besser, wenn lch zetzt gleich gehe und sie eS niemals ahnen lasse, daß ich hier war; aber das kann ich Nicht, ich nebe sie za noch immer und ich furchte sogar, r je rt. je - r - - . ' - r .".i oap icg uc noo) gcip.cr iicoc, roic Iiuyer. Nein, ichwill den Kelch bis aus den letz' ten Tropfen leeren ; ich will hier bleiben und wenn ich aus finde, daß sie mir un treu ist 1 bann Er konnte die fürchterliche Drohung nicht aussprechen, benn in biesem Mo ment trat seine Frau wiebe? ein. .So, Mr. Tilbury sagte sie lächelnd, .ich habe ben Lunch bestellt und bis da hin müssen wir sehen, daß wir uns so gut es gehen will, die Zeit vertreiben, denn außer den Dienern wohnt Nie mand hier im Hause. Dieser Ton der Unterhaltung machte Tom übermüthig und so erzählte er sei ner Frau von emem imaginären amusanten Mondschem.Piknlk in Aben unb ließ durchblicken, daß er bei der Gelegen heit einem halben Dutzend reizender Mädchen das Herz gebrochen habe, und er gestand sogar zu, daß er do etgent Iich recht schlecht an ben armen Mädchen gehandelt habe. .Ach, bas muß recht mzenb gewe sen sein", sagte Mrs. Bilbury, .ich wollte, ich wäre mit dabei gewesen. Auch wir haben hier häufig ganz hübsche Unterhaltungen ; natürlich bin ich in der CYX JLt ..f i .ri L . V !X ganzen ihoücuui oeianni uno als verhelrathete Frau, kann mir emla den. wen ich will. Sie müssen mich mal nächstens am Abend besuchen. Mr. Til- ' v 1 ? c ix. r-.--. CC oury, unu yicc Ivuilk, TU, uyc ovc da werden Sie sich amustren.Aber der arme Tom wurde 'beinahe wahnsinnig. .Ich fürchte nur, daß ich nicht lange mehr hier bleiben werde," m ! X f V ? lagte er onier, .icg wetoc roicocr aoici sen, ich finde doch nirgends Ruhe." rrr : rms tnlfrtm a Aitff (Z . .vic iuw uiiaiuunu, v ist wv . . r cm q m :rt v etwas, lag 'ils. iioury, uno ua sühle Mitleid Mit Ihnen." .Ja, Sie haben Recht. Familienun etnnr1mMlitri bittere knltäusckun v....... r7 " , ' aen wissen Sie" .Enttäuschungen ? ' Sie sinaber doch noch lung uno . -. zeiyen eine ?Vüä i Vs Srln ben Sie doch Ihr herz an eme ber jun gen Damen von Aden verloren." 0 0 nm nS itm, MJ llfctli, UlltUVttllli V, MUIM" . x:. m,f.it , s,n i ,,,?s, daran, ob üwwp. ein W.ib üc das man stch .'N'.WN ..tt.. SSf,? " "jsriw;. rv"' .un wu, ; w. - Ulll VVU ii xj kUUVlli .Nun, ich verlange Theilnahme, Treue und Achtung", sagte Mr. Bilbury ernst. .Vielleicht dürfte man sich bei Ihnen erkundmen, ob Sie auch selbst diese Tu genden üben; ach, diese Männer sind ja meistens selbst so unbeständig ; übrigens hoffe ich nicht, daß Sie alle Frauen für so chlechtLalten."

.Nun, ich habe eS leider zu meinem

eigenen Nachtheile auSgesunoen, vad 1 m V m V 5 mge grauen itno ; zawoyi, einige 5 . ...- v t .a n r :t tu . ylniergeyen uns oeirugen ivgariyrrVyr Männer. .Ich denke mir,, daß in solchen Fällen die Ehemänner ebenfalls nichts taugen und schuld daran sind." .Der Meinung bm lch Nicht, sagte Tom kurz abgebrochen. .Aber Sle sind ja so ausgeregt, trotz dem Sie sich Mühe geben, ruhig und gleichgültig zu scheinen. Was sehlt Jh. nen V .cir ,eoirn k ar nlqi ,ey mix 1 rief Mr. Bilbury mit scharfer Stimme ahP trt jti (.cn I uu. .Es freut mich sehr, das zu hören er vm.s.vI. c.!m rt:Ai miin frtsl itfi wiuim iun ijmu, ,v Haupt das Leben nicht verbittern lassen ; das ist auch meine Maxime Landpar tien intime Soupers" .Und der voraussichtliche Tod Ihres Gatten," warf Tom giftig dazwischen. Nun, ,H nehme das pyilolopyijcy. ?" , ?-. cm . 0- t .. '. r. r.ti. 1l eyen ie, cr. iivury, icy ievir mn meinem Gatten nur zwei Tage zusam men; wir hatten uns erst cin paar Wochen vorher kennen gelernt was bin ich ihm ? was ist er mir ? Ah bah, ich bin noch jung und das Leben liegt noch vor mir." .Das ist deutlich genug," dachte Tom bei sich, .es sollte mich nicht wundern, ob ich nicht eine kleine Liebschaft mit ihr anfangen kann, will doch mal den Versuch machen." .Ach," sagte er laut, .in Ihrer Hand liegt allerdings das Glück und Sie können auch einen Andern glücklich machen, Nicht jedem Manne wird das Glück zu Theil, eine Frau gleich Ihnen zutreffen; ich für meine Person muß bekennen, daß ich keine so glückliche Erfahrung gemacht habe; doch wenn ich ahnen, hoffen könnte, daß Sie mir Ihre Theilnahme zuwenden könnten." .Ganz gewiß, Mr. Tilbury, eö.wäre unweiblich von mir, das zu verweigern." Tom schob seinen Stuhl näher an seine Frau heran. .O, wenn ich auf Ihre Theilnahme hoffen, auf Ihr Mit leid rechnen könnte, meine theuere Mrs. Bilbmy, so würde das Leben, daö mir jetzt gleichgültig erscheint, ja eine Last ist, mir in einem neuen, freudigeren Lichte erscheinen. Lassen Sie mich offen reden, Können, wollen Sie mich glücklich ma chen, wollen Sie Ihre Sympathie, Ihr Mitleid, Ihre Liebe einem Unglücklichen schenken, der solche Gaben nach ihrem wahren Werthe zu schätzen versteht ?" Mrs. Bilbury sprang auf, allem Anscheine nach auf's Aeußerste erregt. .In der That," rief sie bewegt aus, .auf alles Dieses war ich nicht vorbereitet; ich weiß eS, mein Herz bedarf der Liebe, der ech ten, wahren Liebe, wie Sie sie zeigen, aber dabei begrub sie ihr Antlitz in ihre Hände und fiel auf den Divan zu rück. ,Das also," dachte Mr. Bilbury, .ist mein treues und ergebenes Weib aber er konnte Nicht anders, er war von ihrem Zauber und ihrer Schönheit bestrickt und so ließ er sich neben Lydia nieder, schlang seinen Arm um ihre Taille und flüsterte: nenne ryeure ners. livuro, icu ueoe v nrv er? ?jr F Sie leidenschaftlich. Können S:e, wol len Sie mich wleber lieben? Leise aber doch deutlich nickte sie, die yänoe noch immer vor dem Gesicht hal tenb. Mit bem Kops; bas aber war für Tom zuviel ; bie Treulosigkeit seines Welbeö war jetzt offenbar und m seiner Wuth sprang er aus und rief: .MrS. Bilbury, was wurde Ihr Mann dazu sagen ? Sie haben ihn ent ehrt f Sie blickte auf und hielt flehend die . yanoe empor. .Sie sind ein elendes, pflichtvergeffe neS Weib 1" rief er erbarmungslos. .Aber, weshalb haben Sie mich denn um meine Liebe gebeten r frug sie zö gernb. .Weil, ja weil," Tom war einiger Maßen in Verlegenheit, enblich kam ihm aber boch ber rettenbe Gebanke m ben Sinn .weil weil ich an die Tugend der Weiber nicht glaube, weil Ihr edler Gatte Sie mir gegenüber als Muster bild aufgestellt hat und weil ich mich selbst überzeugen wollte, daß er auch hm tergangen ist! Ich Sie lieben! Nein! nein ! und abermals nein ! Ich ver achte Sie.' Ach, wenn Sie nur ein gu teö Weib wären !" Er näherte sich ihr und griff ihre Hand; eine Weile standen sie sich so gegenüber, dann hdb er ihre Hand auf und küßte sie und schließlich küßte er sie auf die Wange. .Wollen Sie gehen, Mr. Tilbury.? frug sie. Ja, eS ist besser, baß ich gehe ; bas ist ber einzige Weg, wir könnten ja doch nicht glücklich sein; leben Sie wohl!" Noch einmal küßte er sie, dann wandte er sich langsam ab und schritt auf die Thüre . . . r v v m zu; oori oreyle er nm wleoer um uno blickte sie schmerzbewegt an. .Wünsche Ihnen ein alückliche Reise und viel Vergnügen," sagte sie spöttisch I . r . . ... . 1 r . ' ' I uno svgie vann in einem ganz anoeren Tone hinzu: Leb' wohl, Tom !" .Tom !" wiederholte Mr. Bilbury starr vor Erstaunen und wechselte die Farbe. .Wer hat Ihnen gesagt, daß I w 0 W14JF r icg om yeikSe f Du selbst, du dummer, lieber Kerl, . : r. i v .. v :xi t . . 1 mciKi vu im 3 iiiuji Hicui; nur wei 2da I .. 11 u i-V ten i .Und du hast mich erkannt, Lydia V rief er aus und war im Nu an ihrer & iinX Vit A s.: w,:.v. I Hnwj wnuttct kannt?w'lcht gleich: aber als du mir die Geschichte von dem fürchterlichen Tiger txl bsl m ich gleichdaß du es r und w k tvrhnH,n p , . ; ' . Was dtc Beiden jetzt noch saaten. da I , . . y . ' ' rüder können wir nichts berichten, sie umamlt sich und lüßl.n sich so st, daß di 59men e id.r,!i.n; Nq zum Schwsjt b'Mttken. 6a& ,S I(it Uvx in glücklicher Paar aus Richmond Hill gab. Würdigung de Verdien steS. EinKranker zählt die vor geschriebe nen Trovfen aus's Pünktlichste. Da klopft ihm der Arzt auf die Schulter und sagt zu ihm : .Sie sind werth, krank zu sein.-

Der archäologische Jund.

Von . Wer. Der Mathematiker und Professor Paul Motlee am Gymnasium zu ' war ein großer Archäologe vor dem Herrn ; jede Stunde, die ihm nicht seine Berusö Geschäfte raubten, widmete er seinen AlterthumSSammlungen, den Fach Zeitschriften oder seinen eigenen Manu scripten ; jedes Mal aber, wenn die Fe rien begannen, war er für einige Wochen verfchwund'en, um sich, mit Plänen und Büchern beladen, an den Fundstätten seiner Reliquien herumzutreiben. Man konnte ihm keine größere Freude machen. alö ihn auf archäologische Gespräche zu bringen und dann geduldig seiner stun denlangen Ausführung zuzuhören ; fei ne harmlose Beschäftigung bätte gewiß Niemand gestört, nur seine Frau fühlte sich mehr und mehr von ihrem antiken Gatten vernachlässigt, und seine Freun de verloren mehr und mehr in ihm einen guten Gesellschafter, wenn er nur des Langen und Breiten von seinen , meist vergeblichen oder projektirten AuSgra bungen sprach. Auch ärgerte es viele Leserinnen deS kleinen Lokalblattes, daß alle Augenblicke das tägliche Feuilleton durch langweilige Aufsätze auS der Feder des Professors Mortler unterbrochen wurde, von dem man zudem munkelte, daß er oft sehr große Böcke in diesen Ar tikeln mache. Am schlimmsten aber nah men eS doch seine Freunde auf, die alltäglich im .rothen Ochsen" mit ihm zu sammen waren und die der alte Profes sor in schließlich unerträglicher Weise mit seinen Ausgrabungen langweilte. ES war Feiertag und der darauf fol gendc Taa ein Sonnabend, an welchen der Herr Professor gewohnheits und programmgemäß keinen Unterricht erthel!te,so daß sich mit dem darauf folgen den Sonntage sür den geplagten Mathe matiker drei freie Tage zufammengesun den hatten. Man saß am ersten Tage wie gewöhn sich zum Frühschoppen am Stammtisch zum rothen Ochsen beisammen und der Herr Professor Mortler bedauerte ge rade, daß man zwar in dr Umgegend eme gute Ausbeute an ' fränkischen und frühmittelalterlichen Funden gemacht. aber noch niemals etwas Römliches ent deckt habe, und es fei doch gar nicht so unmöglich, daß die Römer auf ihren ger manischen Streiszugen, die sich bis in bas Terrain bes Herrn Professors erstreckten, auch auf biesem etwa wie Münzen und Waffen verloren oder von sich geworfen haben könnten, als der Assessor Sp'ch hereintrat und zur Verwunderung des Professors mit emem großen Halloh empfangen wurde. .Die:. Die Münze!- so nesen die Stammgäste unisono. .Was für eine Münze?!" frug der Professor und seine Augen leuchteten. .Ach, Herr Professor," so begrübe ihn jetzt erst der Eintretende, .ich bedauerte schon, Sie gestern nicht hier getroffen zu haben, ich wollte Sie von emem äugen scheinlich wichtigen Fund in Kenntniß setzen." .Von einem Fund ?" .Jawohl, Herr Professor, und zwar von emem ganz m der Nähe !" Nun war das Erstaunen des Herrn Professors grenzenlos ; ein Fund ganz in der Nähe und er der Professor Mortler wußte noch nichts davon ! Aber sein Erstaunen wuchs noch die Münze war eme römische ohne Zweifel ein römisches As. .?ib:r woher haben Sie diest Nach richt, Herr Assessor und diese Münze ? So reden Sie doch r .Ganz einsach, Herr Professor; Sie wissen, mem Schwager hat draußen am Tannenwäldchen sechs Stunden von der Stadt ein kleines Gut ; in der Nähe will er nun sür die Schase eine Tränke haben und hat dort graben lassen da hat man denn dieMünze gefunden ; übrigens muß noch emige Fuß tiefer gegraben werden und vielleicht kommt dabei noch mehr zum Vorscheine." Nun war der gute Professor nicht mehr zu halten. .Wer will mit?" so rief er in großer Aufregung. .Gut gut, Sie, Herr Assessor und Sie Herr Doktor ich eile nur schnell nach Hause und bestelle das Mittagessen ab, hole ei nige Bücher und bin gleich wieder bei Ihnen. Die lustige Gesellschaft machte sich denn auch bald aus den Weg und nach einer heiteren Fahrt 'kam man an das Ziel der tiefsten Herzenswünsche des Herrn Professor Mortler. Trotzdem es fchcn spät am Nachmittage war, ließ sich der Ungeduldige mit Schaufel und Ha cke bewaffnen und an die bewußte Fund stelle sühren, und während die Anderen vergnügt auf dem benachbarten Gut bei einer Flasche Rheinwein saßen, grud der Herr Professor im Schweiße seines An gesichts, bis ihn die Dunkelheit de, Abends zuZseinenFreunden trieb. Mm muthig wollte er wieder den Heimweg T. rk c 1 , , c v . IN oie &iaoi anlreien, aver oas Äeripre chen Aller, morgen mit graben zu helfen ytttl lyn zurück. Aber schon w.2r auch der zweite Tag sast ganz verstrichen, ohne daß irgend ein kjullLl zu verzeichnen geweien wäre, und ärgerlich über den Mißerfolg wollte der inzwischen auch Mudegewordene die Forschung einstellen, als ihn wie zufäl lig der anweseude Gutskutscher auf eine Stelle aufmerksam machte, wo er selbst vor einigen Jahren gegraben und einen angebrannten Knochen gefunden habe. Mensch Mensch !" rief der erhitzte Professor, .warum sagten Sie das nicht gleich !" unb sofort lies er, um an ber bezeichneten Stelle seine Nachsuchungen fortzusetzen. Aber eö dauerte eine lange Weile, ehe er den steinigen Boden aufgeschlagen hatte und zur weichen Erde gelangte dann aber dauerte eS nicht lange und er stieß einen Freudenschrei ausweinen Schrei, wie ihn Jkaru? gethan haben mochte, als er mit künstlichen Flügeln in da Licht der Freiheit flog ! Alle liefen'hinzu und guckten neugie rig in die Grabstclle hinein da lag eine schwere steinerne Tafel, um sie her um eine Menge Knochen, und als man sie aushob, da blickte unter ihr ein wohl erhaltener Menschenschädel hervor, der nur. wie sich bei nähererBestchtigung her ausstellte, vollständig verkalkt war, so daß die Augenhöhlen und die Hinter

kopssöffnuna, Nase nnd Mund voll

ständig verschlossen waren. Der Professor war ganz auer sich, er schrie und tommandirte wie ein Unter offizier und kam nicht eher zur Ruhe, als bis Alles auf seinem Zimmer lag. und nun gab er sich daran die In schrist auf berTafelzu studiren; es mach te ihm viele Mühe unb zu seinen An strengungen blickte und lächelte der alte -jtw. 4. . . ?t ci ' cyaoei, oer neuen turn iuiv, u-u in yri ler Schadenfreude. Endlich versuchte der Assessor Spitz den guten. Mathematiker durch Aussicht c irr .t.i.x : v v uui einen umiuiuicu uueuec in ueu I Kreis semer Freunde zu locken, aber der Professor schien wenig Appetit zu haben und sich desto mehr mit e'.:'.?r Abschrist feiner Tafel zu beschäftigen. .Sehen Sie," fagte er, mdem er die Kopie dem Assessor reichte, .der Ansang ist ganz leicht!", . ... Ml lt ... r . . ... . . r uno oer Ai.iki.ior Ii!lieiie oen ops und las : Pro- P- Ro- Fess- OreMort- Lae-' R- Paullus- XXVHab- Ann- Anritt- L- Sorte. ' .Mit sehr unverständlich, Herr Proseffor," sagte er schließlich. .Gar nicht zu verkennen, Herr Asses sor erwiderte der Professor lebhast. .Bedenken Sie nur. daß wir eme Grab stelle entdeckt haben; die Inschrift wird also einige Grabuorte enthalten, und . wie mir iqeini, nlcyr sur eme ganze Truppe, sondern nur sür einen vielleicht besonders tapferen SoldaNn, dessen Vmaoei wir gesunoen. riw r i;o diese Fragmente heißen offenbar nichts Anderes, als pro patria Romanoram. was einem geübten Forscher gar nicht zweifelhaft sein kann ; die beiden solgen den Defekte sind mir allerdings unklar, und ich fürchte, daß man sie wegen ihrer argen Verstümmelung nie mit Sicher heit ergänzen, vielleicht jedoch ihrenSinn aus dem Zusammenhanz errathen kann; dagegen ist das . MORT wieder eine prächtige Bestätigung meiner Vermu thung, es heißt offenbar mortern oder rriortS und verkündet den Tod deö tap feren Kriegers und zwar des Lälius R. (womöglichjRufus) Paullus. Wie Herrlich, mein lieber Assessor, daß wir noch nach Tausenden von Jahren die Namen jener tapferen Männer lesen können ! Offenbar war es ein junger-Mann; denn die folgenden drei Hieroglyphen , , . ' sind zu ergänzen zu üabet annos er war 25 Jahre alt ; nun ver muthe ich, daß die folgenden Worte ganz verwischt sind und das A2I1TT, wel r . ..j i 'j" cyes woyl amittic ooer amiueDat tx verlor) heißt, läßt mich glauben, daß i ,m . x n .Yiiam eoen) vorauegegangen in; das solgende L ist wegen seiner Stellung auffällig, als Zahl möchte ich es nicht auffassen es lieber alLlegionariii3 oder 1egatii3 deuten (Legionssoldat oder Unierfeldherr) und am Schlüsse das SORTE" spricht wieder von dem un glücklichen LooS des jungen Helden. .Bravo ! Bravo !" riefen die aufmerksamen Zuhörer höchst angeregt durch solche scharfsinnige Deutung. .Schade" suhr derProsessor fort, .daß die Tafel nicht ganz vollständig ist, viel leicht hätte sie neue Fingerzeige sür die Klassiker womöglich einen Tacitus ge?,e ben oder Deine Heldenthaten Lälius RusuS Paulus" und bei diesen Worten nahm er den Schädel in die Hand .uns vollständiger denn jetzt erzählen.Gerade als der Professor den Schädel etwas pathetisch und theatralisch in die Höhe hob, brachte die Köchin den sehnlich erwarteten Sauerbratenund stieß mit der Schüssel gegen den Arm des enthusiastischen Archäologen, der unglücklicher Weise den Stoß nicht aushalten konnte und den Schädel fallen ließ. Aber nun entfuhr seinem Munde ein Entrüstungsschrei, einSchrn,wie der deö Ikarus, als er mit seinem wächsernen Flügeln der Sonne zu nahe gekommen war und in die Tiese des Meeres stürzte denn lustig rollten aus der Höhlung des Schädels, dessen Verkalkung durch den Fall auf denBoden gesprungen war, eine Anzahl wohlgedrehter Cigarren ! Die Entrüstungsrufe des unglückli chen Professors wurden erstickt durch ein homerisches Gelächter aller Anwesenden. .Jnsam ! Perdsie !" Das waren die einzigen Worte, die man aus dem Mna de des geprellten Archäologen vernahm ; V?JT. , . T4 m endlich horte man ihn unter dem.G:läch ter der Anderen rufen : .Aber die In schrist : Die Inschrift ! Sie ist echt ! Oder und dabei richtete er sich drohend in die Höhe. Aber schon hatte der Assessor die Ab schrist in die Hand genommen und las wie folgt ; .foo Prosessore Mortler (Paulus) XXV Ilabanna Mittel Sorte. Der Herr Professor war einer Ohnmacht nahe ; noch bei Nacht und Nebel ließ er sich in die Stadt zurückfahren, aber bald hatte er den .dummen Streich vergessen, kam wieder wie gewöhnlich und zwar Anfangs stets mit Freicigarren in den .rothenOchsen" und sprach Über Alles undIedes mit, uur nicht riehr über archäologische Funde. Was dem Leipziger seine Gose, Was dem Liebchen das Getose, -Was dem Wanderbursch sein Ränzel, WaS dem Skat der Eichenwenzel, Was dem Jäger seine Flinte, Was dem Schreiber seine Tinte, Was dem Hasen seine Beine, WaS dem Kutscher seine Leine, WaS dem Bauer seine Felder, Was dem Förster seine Wäl der, Was dem Potsdamer die Rose. Was dem Schnupfer seine Dose, WaS dem Kranken sind die Bäder, WaS dem Wagen sind die Räder. Was dem Vo. gel fein Gefieder, WaS dem SSnger seine Lieder, Was dem Himmel seine Engel, Was dem Kind der Zuckersten gel, Was ein Trunk dem Sterbensmatten, Das sei eine Frau dem Gat ien ! Lohnerhöhung. Edel mann : .Hier hast du daö Ding geld, aber ich muß noch etwas erwähnen. Es ist in meinem Hause Gebrauch, daß sich Abends sämmtliche Hausgenossen zu einer Andacht v'rsammeln. Dagegen hast Du wohl nichts einzuwenden V Knecht : .Einzuwenden nichts, aber ich hoffe, der gnädige Herr werden das bei dem Lohne berücksichtigen .Hernieder dann zu wiaterhaften .Auen sagte der Sonntagsreiter. Da siel er vom Pferde in den Schnee.

oer,,Wezr,, er, un

natürlich m der Panfer, curjirt loi gende Anecdote : Vor H Jahren, also kurz nach dem Krach, heirathete ein noch junger Bankier eine Demoiselle, die durchaus lem Anrecht mehr beav. Mit bem Haupte z;um Altar zu wanbern. Die .Chronique scandaleuse" dagegen wußte von Fräulein M. F. manches n . !?! !tf ort- v:. Aravournullikin u erzählen, aun uic Braut erfreute sich der Gunst einer sehr hohen Gönnerin, und die Heirath half dem Banqier über die Klippe einer sehr ..... n v -1 : T.:iv.. (. -1 icywlerigen üiquiüur.un. 9cuucui yui sich das Vermögen deS Ehepaares so seh? retabilirt, daß Herr und Madame F. ihre Bekannten zur feierlicher.Einwei bung ihres prunkvoll eingerichteten Hotels einluden. Die Gesellschaft aus Börsengrößen und Tlubiers beste hend, war sehr lustig, und räch dem opu J ' . ' ' ' . m. . r . rt lenten Dmer organi Ntt Nch von tx ein kleiner Ball. Die Hausfrau, sehr umworben, tanzte mit den schmucksten Eavallercn, aerieth dadurch Keuer und zwar so stark, daß sie, ihre gegen wärtlze Größe vergessend, sich an ihre einstigen Heldenthaten erinnerte und mitten in einer Quadrille ihren Gästen das Schauspiel cme mit der ganzen Virtuosität emer Stammgastin von Mabille" ausaesührten Cancans zum Besten gab. Die Freunde des Ban kiers, die ihre Frauen mitgenommen, beeilten sich, davonzuschleich: abcr die Junggesellen und Strohwittuer riefen da capo und trugen die Hauösrau im Triumph durch den Salon, während der Hausherr schmunzelnd und seinen hüb schen Schnurrbart drehend zusah. Einer Göttin ein Auge ausbrechen ist jedenfalls ein sonderbares Delikt, und doch hat es ein Franzose in Indien begangen. Freilich war dies Auge em ziemlich werthvolleS, nämlich' ein colossaler Saphir. In dem vor nehmsten buddhistischen Tempel zu Be nares befindet sich nämlich eine Statue der Gottin Rali, deren einziges Auge eben auS jenem ungewöhnlich großen Saphir bestand. Der Werth dieses Steines wird auf zwei Millionen Iran ken geschätzt. Am 8. Februar ds. IS. gewahrten die Bronzen deS Tempels, daß dies kostbare Auge während der m . r v . . fr. IV r V 'Jisti vericywunoen war. ;ic Veyor den wurden sofort benachrichtigt, und alle Erhebungen der Polizer ließen jeyr bald mit Sicherheit darauf schließen, daß e " r- r . tr-?f...v.- ! -1 k. : ein iranzl'niazer yiciienoer oer äjicu mn müsse. Derselbe hatte sich mehrere Ta 1 -..:.. v je. i ..cr im cm v.ge omourq m uuiauigrr m Umgebung deö Tempels zu Waffen ge macht. Em Emgedorener, og.'cah, fand auch bald die Spur deö plötzlich verschwundenen Franzosen.der inzwischen nach Europa abgereist war. Vog'Mah kam nun in Begleitung der Polizisten ?)ess und Halpherfon ebenfalls nach Eu ropa. In London erfuhren sie, daß ein Individuum, dessen Signalement voll ständig auf den verdächtigen, Rozier ge heißen, paßt, bei den Herren Soundy und Hill, bei den großen Juwelenhänd lern in der Vondstreet, den Saphir zum Kaufe angeboten hatte; die Händler hatten jedoch den geforderten Preis zu hoch befunden. Die drei Polizisten brachten dann weiter heraus, daß der Dieb sich nach Paris begeben hatte, wo hin sie ihm unverweilt folgten. Sie haben sich fofort mit der dortigen Poli zei in Verbindung gefetzt, und wenn nicht ein Irrthum vorliegt, so befindet sich Rozier in diesem Augenblicke beriits w. sicherm Gewahrsam. Wandernde V f! , , , Zusammen mit den Auswanderern,. die alljährlich die europäien Länder, und nicht zum geringsten Theil Deutschland verlassen und in ferne Gegenden ziehen, gehen als blinde Passagiere, gänzlich unbeachtet und ohne jeden Paß, auch allerlei auswandernde Pflanzen forfV Als unscheinbare Samenkornchen bean spruchen sie wenig Platz, sie drängen sich vorwitzig selbst in die Koffer und Taschen der Nel)enden, und wenn sie .drüben" im fernen Welttheil gelandet sind.harren sie einer aünsiiaen (fttltciinhtit. nm frft zu werden und sich seßhaft zu machen j Die Jankees in Amerika klagen oft dar- , über, daß sie von den Deutschen ver . . 1 ' drängt werden ; es kebt Gegenden, wo der amerikanische Farmer vor dem deutschen Bauer völlig das Feld geräumt hat. Auch die Pflanzen sühren einen solchen Kampf um die Existenz, und manches deutsche. Gewächs hat bereits einen siegreichen Eroberungskrieg gegen die fremde Vegetation eingeleitet. Die Mariendistel und die Artischocke baben in der Vanda oriental nach Professor Cohn Caktus und Ananas aus meilen weiten Strecken siegreich bezwungen, in Virginien hat unsere gemeine Natterzunge sich so mafsenhast verbreitet, daß der ganze Horizont zr Zeit ihrcrBlüthe gleich einem blauen Teppich leuchtet. Das gelbe Leinkraut ist nachweislich erst 1814 in die Neuenglandstaaten gckom wen, und jetzt ist es dort bereits eine unvertilgbare Pizge geworden. Seit zweihundertdreißig Jahren haben sich zweihundertfechzig europäische Pflanzen in Amerika eingebürgert ; in Australien finden sich deren bereits fünfzig. Unsere Erdbeere wurde in vorigen Jahrhundert im Kaffernlande angepflanzt; seitdem hat sie sich dort so vermehrt, daß zurZeit ihrer Reise weite Ebenen von den rothen Früchten schimmern. Aus St. Helena endlich haben die zu Schiff von Europa her eingewanderten Gewächse die der einfamenFelfeninsel originellenPflanzen, deren Zahl sich auf einundsechzig deläust, fast ganz und gar ausgerottet. Eine musikalische Blöße. Tochter: .Vater, geb' Obacht, jetzt kommt das wunderschöne Adagio !" Vater: .Wo denn?" Schmeichelhafte E i n l a dung. Director (eines ProvinztheaterS zu feinem Personal) : .Morgen also ist die erste Probe des neuen AuLstattungS stückeS. Vielleicht wollen einige Ihrer Verwandten oder Bekannten dabei mitwirken. Je mehr, desto besser, dieStra ßenscenen erfordern enorm viel Pöbel." AuSnützung. (In der Luft kur.Pension). Vater: .Frau! Kinder! Ich sage Euch : schnausi's von der Lust ein so viel Ihr könnt ich hab' heut' die erste Wochenrechnung bezahlt, sie ist schauderhast theuer !