Indiana Tribüne, Volume 6, Number 284, Indianapolis, Marion County, 1 July 1883 — Page 7
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Sonnenfackeln und die Protuberanzen -. sind hiernach in einen ieachtenswerthen Zusammenhang gebracht. . Wir sind bei bc: Wiedergabe dieser Ansichten nicht im Stande, dieselben so ausführlich zu behandeln, wie es von Faye geschieht. Hauptsächlich mutz bier bei aus den Prozeß der chemischen Ver ' bindungen in den Trichtern und die da raus folgenden Zersetzungen derselben ' der wesentlichste Werth gelegt werden, welcher der wissenschaftlichen Unter suchungen unterzogen werden muß. In teressar.t erscheint uns noch die Behaupt tung Faye's, daß die Protuberanzen ' keineswegs wirklich so schnell verschwin 'den, wie die Beobachter angeben, sondern nur ihr Leuchten sich in der Nahe der. Sonne schnell verliert, und sie da durch oft so erscheinen, als ob sie ganz abgelöst von dem Sonnenkörper in den Weltraum hineinfließen. Es laßt sich erwarten, daß die Beobacbttr auf eine Prüfung dieser Ansichten ernstlich eingehen und eine sichere Entscheidung hierüber.herbeisühren erden. So anregend all diese Versuche sind, den Zustand der Sonne näher kennen zu lernen, so ist es doch recht , betrübend, daß man für ein ganz spezielles Räthsel, daS derselbe darbietet, noch keine theo retische Lösung auösindig gemacht bat Es ist dies die ganz unzweifelhafte Pe riodizität dsr sichtbaren Veränderungen. ; Seit einem halben Jahrhundert hat man durch Beobachtungen der Sonne z festgestellt, daß es ganz bestimmte Zeiten f giebt, in welchen Flecken, Fackeln und ' Protuberanzen in großer Masse an der Sonne erscheinen. Sodann aber treten Zeiten ein, in welchen diese Phänomene nach und nach seltener und fast zu Ausnahmen werden.' Die Epoche dieses Wechsels beträgt etwa 10 Jahre und II Monate. Die Erscheinungen haben hiernach ein Maximum. worauf nach circa fünf Jahren ein Minimum folgt. Es herrscht also hierin eine Periodizität. die den ganzen Kreis der Thätigkeit der Sonne umfaßt, und die mit in Betracht gezogen werden muß, wenn man eine befriedigende Theorie ausstellen will. Es kann unmöglich verkannt werden, daß, so lange man diese Periodizität nicht zu erklären vermag, man auch allen Erklärungen der Phänomene, die
aus permanenten Zustand ausgehen. nur mit berechtigten Zweifeln begegnen muß. Ob die Umlausszeit des Pla neten Jupiter, die ungefähr der Periodizität aleichkommt, hieraus Einfluß haben kann, werden wir noch im Verlaufe unsere: Mittheilungen zurSprache bringen. Für heute wollen wir zu diesem Räth sel nur noch thatsächlich bemerken,' wie alle Beobachtungen dann überemstim men. daß dieselbe Periodizität der Son nenthätigkeit auch auf eine Erscheinung r -- v . , . r -v r n rr o I an unserer Erdkugel von Emflub ,st. ES li AiiSntMA 7nfi ritt hurn Mlrivitnnm . ist ausgemacht, daß mit dem Maximum der Sonncnthätigkeit auch die Häufigkeit der Polarlichter der Erde im Zusammen hang steht. Es steigert stch in derselben Periode die Zahl der Nordlichter und der Süd Polarlichter und nimmt dann in den nächsten sünf Jahren in gleicher Regelmäßigkeit ab. Da hiermit wiederum Störungen in dem Magnetismus der Erde im Zusammenhang stehen, die sogar in die Praxis deö TelegraphenDienstes eingreisen, so wird man zuge ben, daß es von hoher Wichtigkeit ist, diese Räthsel gründlich zu lösen. Neu entoeSte Nafael'sche Handzeichnungen. Aus Prag wird geschrieben: Ein kunsthistorischer Fund von großem Interesse ist dieser Tage hier gemacht worden. In dem Besitze der Prager Hos-Kunsthand lung von Nikolaus Lehman befindet sich ein Blatt in Groß'Querfolio mit Hand Zeichnungen, und zwar des Loggienbildes Gott erscheint dem Jsaak" und einer Madonna, welche sowohl von Nagler als auch von Passavant dem Rafael zugeschrieben wurden. Dieses Blatt war bis zetzt aus emer alten Leinwand auf cachirt und das Ganze aus einen Carton geklebt, so daß die Rückseite vollständig zugedeckt war. Eine zufällige Transparenz ließ das Vorhandensein von Zeichnungen auch auf der Rückseite ver muthen. Nach vorsichtiger Ablösung der Leinwand, welche vollständig gelang. bestätigte sich diese Vermuthung auf eine überrascheude Weise. ES kamen drei 1 mit der Feder, theilweise leicht schlaffirte Entwürfe ganzer Figuren und ein mit der Feder in Contour gezeichneter Ent vurf eines Torfo zum Vorschein. Die mittleren zwei Figuren stellen Satyre dar, uud zwar sind es dieselben, welche sich als Basis des Ornaments am Parzenpilaster (Variante oben mit dem päpstlichen Wappen) in den Loggien be finden; nur erscheinen sie in ihren Stand orten gegen einander vertauscht und aus der Handzerchnung noch ohne zene Mo disikationen, welche am ausgesührten Pilaster das Hinzutreten der Arabeske später nothwendig machte. Man zieht daraus den Schluß, daß m diesen Hand Zeichnungen OriginalEntwürse Rasaelö vorliegen, die schon vor der Ausführung der Arabeske angefertigt wurden. Die nackte, nur leicht drapirte weibliche Ge stalt, welche als dritte Handzeichnung in eanur Figur doch ist der linke Arm rudimentär, der rechte gar nicht ange deutet erscheint, ist ebenfalls mit der Feder gezeichnet und leicht schrasfirt Der Kops der Gestalt steht in freier, schöner Verbindung mit dem Halse und ist mit einer graziösen Wendung leich nach Zecbts geneigt. Die Gesichtssormen insbesondere Augen und Mund, die Ausbiegung der 5üste, die Beine, sind von klassischer Schönheit, und dleicher heit des anatomisch richtigen Contourö ist böcbst bemerkenswertb. Die vierte Handzeichnung zeigt den Contour eines Torso und ist em leicht und genial hmge k l (wtifmtttf V Art frtfm mÄnheit wie er ganz wohl dem Formengefühle eines Rasael entspringen konnte. Statt Trinkgeld. . Nrni habe ich Ihnen Alles gezeigt, die Kirche und die Aussicht von dem Thurme." Ja, es war sehr schön. Wd V V . XZ 44 4 VW 1W WU W ft -immmf VM W
nur möchten wir Sie bitten um einen Zehrpfennig, wir sind arme reisenden Landwerksburschen."
ßin weiker Sstkave.
Von OaZentln JttM. I. ES war an einem schönen Herbstabend des Jahres 1621, als in einem ärmlichen, baufälligen Hause an der Stadt mauer zu 5)arlem ein seltsamer Handel abgeschlossen wurde. Das Kausoblekt war namllch emttnave von dreizehn Jahren, em Wmjenlino, Namens Adrian Brauwer. ; Zerlumpt, schmutzig, hohlwangig, scheublickend, em vollkommenes Bild des Elends, so stand der Kleine da zwischen der Verkäuferin und dem Muser. Erstere war des Kmdes Stiefmutter, eine einfältig aussehende Frau, die sich schlecht und recht im Sommer durch den Ertrag aus einem kleinen rautgarten, MVt t -mm. M , . im Wlltter durch plenlloppeln er näbrte. . - Der Käufer war ein Mann von etwa vierzigJahren. hager, bleich und knotig, ! k C Cl fZ . Sim mat uiu cuicui vyiiiui UU9 UCUI jiv Itstiae Aeualem lullten. . Er fay oer Kleidung nach halbwegs wie ein Spießburaer, halbwegs wie em Patrizier aus. In Wirklichkeit aber war er keines von Beiden, sondern einer der angesehensten Künstler seiner Zeit. Er hieß Franz Hals und war gleich berühmt als Portrait wie als Genremaler, dabei aber auch berüchtigt wegen seines Geizes. Zufällig war der Maler auf einem Spaziergange am Stadtwalle in der Nähe des Hauses der Wittwe Brauwer gekommen, als ein klägliches Jammer geschrei seine Aufmerksamkeit erregte. Er schaute hin und gewahrte, wie Frau Brauwer mit einem Besenstiel ihren Stiefsohn durchprügelte und dabei eint gen Nachbarn, größtentheilS alten Weibern, erzählte, daß der Schlingel schon wieder, anstatt Erbsen auSzulesen, wie er gesollt, die geweißten Wände des Hau seS mit Fratzenbildern besudelt habe. Dabei hielt sie einen Augenblick mit dem Prügeln inne und zeigte mit dem Besen stiel auf ein vermittelst schwarzer Kohle und rother Kreide ausgeführtes Gemälde auf der Mauerflache zwischen HauZthüre und Fenster. Man sah da drei keisende alte Weiber dargestellt, unverkennbar die getreuen Portraits von Frau Brauwer selbst und ihren zwei unliedenswürdigsten Nachbarinnen. Davon hatten diese sich auch schon überzeugt, und forderten die Krautgärtnerin aus, den Nichtsnutz tüch tig zu strafen. Die Unterhaltung dieser Megären wurde fo laut geführt, daß Franz Hals jedes Wort verstand. Er trat neugierig näher, um das verbängnißvolle Wand gemälde zu betrachten. ; Da erstaunte er über das wunderbare Talent, welches sich ihm hier offenbarte, so lebenswahr, so kräftig, so charakteristisch waren die ftftViF trnh VftrtTtn hrrn rt rTtTn i . wiw mhl v iw.. v w v t v uttvn - 6et'n'auj tit RMmni hwge,,aubeitn . ' J7 O 11 emem Jungen, oer aussah wie em zerumpter Idiot. Gute Frau, haltet doch einmal ein ! rief er leutselig. Woll! Ihr den Jun gen todtschlagen V Was geht's Euch an, Herr?" schrie das Weib giftig. Am besten freilich wär'S, wenn ich den Jungen so los werden könnte, weil er doch zu nichts nüke ist. Er macht den ganzen Tag nichts alS Fratzenbilder und verfchimpsirt mein HauS damit Ich will Euch von der Sorge befreien, gute Frau. Ueberlaßt mir den Jungen. Ich will in Zukunft für ihn Sorge tragen. .So? Und wer seid Ihr denn ?" .Ich bin der Meister Franz Hals. Maler allhier." Und zu was wollt Ihr den Nichtsnutz brauchen? Zum Diener ? ,So ungesähr, ich kann ihn als Farbenreiber anstellen." Aber wer soll dann meineErbsen auslesen und die Raupen von den Kohlstau oen suchen r J&m habt Ihr ?a in Zukunft selbe: Zeit genug, wenn Ihr Euch nicht mehr V 1a. ..fjtf oamii zu oeicyalligen oraucyr, oen Jungen zu prügeln." DaS ist wohl wahr, aber ich habe viel Muhe und Noth mit ihm gehabt und rann lyn Nicht ganz umsonst wegge ben." Nennt also Eure Forderung." Fünfzehn Gulden könnt Ihr wohl geven. m n ... . as i i zu viel, fagte oer aemae Künstler, indem er sich anstellte, als ob er gehen wolle. .Zehn Gulden will ich aus Barmherzigkeit daran wenden, und mehr nicht." .Es sei!" schrie die Frau. .Her mit den zehn Gulden ! Und dann fort mit dem Nichtsnutz ! Zahlt daS Geld, Herr, und dann könnt Ihr ihn gleich mitnehmen!" , Der Maler nickte. Er trat, gefolgt von der Wittwe Brauwer und den Nach barinnen, in das Haus und zählte zehn blanke Gulden auf den Tisch. '.So, nun ist also das ' Geschäft abgemacht." sagte er dabei. .Der Knabe ist mein !" .ES ist daS erste Mal. daß der Junge mir einigen Vortheil bringt." rief die S!ief- und Rabenmutter, indem sie entzückt die Geldstücke betrachtete. .Für diese zehn Gulden kann ich eine milchgebende Kuh kaufen und mein, Geschäft vergrößern." Die Gevatterinnen beglückwünschten von Herzen die spekulative Krautgärtnerin und schienen die eben vor ihren Augen geschehene Seelenveräuserei ganz in der Ordnung zu sinden. .Komm, Adrian !" sagte der' Maler. In- Zukunft sollst Du nicht mehr Erbsen und Raupen auölesen, sondern nu? mit Farbe und Pinsel zu thun haben. Folge mir !" Ein flüchtiger Freudenblitz glitt über daS Antlitz des zerlumpten Jungen, verschwand aber sofort wieder, als könne dort ein so ungewohntes Gefühl nicht dauernd, hasten. Ohne Abschied von seiner grausamen Stiefmutter und den bösen Nachbarinnen zu nehmen, um de-, renwillen er so oft geprügelt worden war, schlich er barhäuptig und barfüßig hinter dem Künstler her durch die Volksbelebten Gaffen von Harlem. -,:...-.. vi Ii . Franz Hals wohnte in einem stattli
chen Haufe nahe an der Hauptkirche. Er war unverheirathet und sein Hauswesen
wurde von einer eilten Verwandten be sorgt. Der Maler war bereit? em m cher Mann, als Adrian Brauwer zu ihm kam; er besaß ein schd.i eingerichtete? Atelier, wo er mit Anstand vornehme Herrschaften empfangen konnte, die seine Bilder kaufen oder sich von ihm portraitlren lassen wollten. In einem an grenzenden Saale unterrichtete er seine Schüler. . deren er Nets einige hatte. junge, talentvolle Leute aus guten Jamlllen, welche das schwere Lehrgeld zu erschwingen vermochten. Die niederländische Malerschule war damals in ihrem schönsten Ausblühen und Franz HalZ galt als einer ihrer ersten Maler. Der Kunstler suhrte den zerlumpten und unwissenden Adrian Brauwer nicht in die Gesellschast seiner übrigenSchüler, die sich vielleicht dagegen gesträubt ha. ben würden, auch machte er ihn mcht zum Farbenrelber und Bedienten, wie er der Alten gesagt hatte. Er wies ihm eine entlegene Dachkammer zur Wohnung an, gab ihm armselige Kleider, sowie die notbscndiasten Lebensbedürfnisse, und unterrichtete ihn dann ganz in der Stille mit dem' besten Erfolg im Zelcynen uno später in der Malerei. Der unwissende Knabe, der weder lesen noch schreiben konnte, war in der Kunst ein Genie, das instinktiv immer das Richtige traf. Hals , . i . l r jr. v..n.:r!ji -'- kannt und daraukdin eine orausameSve. yalle oa5 um ajcrtin unjiicroiia er culation gebaut. Er wollte daS Genie ausnutzen: Adrian sollte sein Sklave sein ! Für die Stüber, die er an dessen Unterhalt wandte, sollte er ihm schwere Goldstücke einbrinaen. und mirklick täuschte der finstere Maler sich nicht in 1 ' I seiner Bereckuuns. Unter verständiaer Anleitung brackte er , Adrian bald so weit, daß er für den Kunsthandel arbeiten konnte. Es erschienen plötzlich kleine originelle Groteskgemalde im Handel, die großes Aussehen unter den ttennern in Amster dam und Antwerven und in vielen an. deren kunstsinnigen Städten . erregten, Mit solcher kraftvollen Wahrheit in der Charakteristik und Narbenoebuna waren noch niemals Genrestücke aus demVolks r.c .r!.f v o . t .tfi. v I ICUCU UclUICCl IUOIUCU. .ntOUl IcqUC OCN I - - . - ' Gemälden jeder ideale Gehalt, das Sujet war häusig gemein und häßlich, die Ausführung aber allezeit tadellos und meisterhaft, und aerade so liebte man es damals m den lederlauden. Besonders berühmt waren zwei Reihen, folgen von fünf und zwölf kleinen Ge mälden, die fünf Sinne" und die . ... 1 1 C CfY i. v . rw M (. n i rr i jujoii 'iionaie ves Ijayres , oaraeilelll in allegorisch-niedria.komischen Scenen. ischen Scenen, Erhebliche Summen wurden sür diese Gemälde bnafclt. die sämmtlick von . I Franz Hals in den Handel gebracht . w v. w ci , . . a rm t rouroen uno oen carnenszug oes'ceitters .Adrian Brauwer" trugen, den aber -n . M . , I nclemano ranule. Än den Harlemer Künstler und Händler ergingen deshalb viele neugierige Anfragen : aber er hielt es für gut, sein Geheimniß für sich zu behalten. Er lebte, in der Ueberzeugung, daß Brauwer fein rechtmäßig erworbenes Eigenthum ser. Kaum daß er dem vermeintlichenSklaven die nöthigste Ruhe gönnte zum Schlasen und Effen. Der bebauervswerthe Jüngling mußte, wenige Stunden abaerecknet. die er mit Uebun aen im Lesen. Schreiben und Neönen. wozu ihm Hals nothdürftige Anleitung gab, zubringen durste, immerfort malen und arbeiten, um den babaieriaen st zu befriedigen. Auch wurde er aleicdsam -. . . ' . wie ein Gefangener aebalten. Kr lab für gewöhnlich keine anderen Menschen, alS Hals, dessen Haushälterin und eine alte, mürrische Dlenst'maad. welche Lektere er oftmals malte. Seme Dacdkammer wurde soralick vttscklossen n-, halten, wenn er arbeitete; zur einzigen Erholung durste der unglückliche junge Mensch in dem von hohen Mauern umcebenenGarten hinter dem HauseAbends frische Lust schöpfen. Nur selten, meist ebenfalls in der Dunkelheit, führte der Meisser ibn snatteren. hnfl nickt ,tw I ir"j,w""f -mr mr Jf W mp m ms mm aus Mitgefühl, sondern nur, damit der begabte Schüler auch draußen imVolksgewühl oder in einer einsamen Schenke seine Studien mache. , ' .. . wl . . c 2,ros aueoeui roar Äorian in oen einen zayrrn jcintr efangenslya nicht so unzusrieden mit seinem Z cv -n k. m .t r p. prügelt, wie früher von seiner Stief. ...i.. itns fiAitAf ; nehmeHaus und Gartenarbeiten UlUfc UIIV I.UUW4, lUJ WlUV richten, die ihm .stets zuwid m . x. s. : . o . : v. . r jt o,f,,s nh UM hurst rr mnUn hom 'jjtaien laut in uic liciucnirnaii leinen Morgen bis zum Abend ; ja, er wurde x-v-immer dazu angehalten und belobt, wenn y,.;. ,lnn. - - ... o-"-"p- . aT n thrl Aer künstle? kk rr Mm?,m,?merke seines seltsamen Scküle? men auf jedes Gemälde, welches er fertigte, und da er anfangs des Schreibens noch unkundig war, hatte Hals ihm beim ersten Bilde den Namen vorgemalt, den AW Q Tf jl fit fTl 1 Jl C I C Aus solch? Weise g.schah es 'im Verlaus, on'sünk Jhi,ndaß .Adrian m m m m Wrnwfr ein in der . niederlandi den Kunstwett anaesebener Name wurde, um " " - .11 dessen gesuchte Werke sich die Liebhaber und Kunsthändler stritten. Von Jahr , m . . f. t - t. rv r r " . . zu aot eryollie als oie Prelle iur ole 0 v v .'S7. ' . Kunstwerke feines Sklaven' und ver - ' my m mjm mm mehrte dadurch beträchtlich seinen Reich thum. In Harlem war der zerlumpte, vernachlässigte Knabe nur den armen Leuten am Stadtwalle bekannt gewesen und diese erhielten natürlich keine Nach richt von den Ereignissen in der Kunst welt. In den höheren Kreisen der Gesellschast aber ahnte Niemand, daß der unbekannte, nur in seinen Werken sich ttiaende Meister als malender Sklave des Meisters Hals in dessen verborgenster Dachkammer stecke.' ' Doch endlich riß dem zum Jüngling herungereiften Künstler die Geduld. ES gelang ihm, dem strengen Gebieter zu entfliehen. Eines Abends schlich er auS dem Hause nach dem Kanal auf die nach Amsterdam ' fabrende Treckschuyte. Einige Gulden Reisegeld hatte er sich zu verschaffen gewußt. - . in 1U" Um neun Uhr Morgens entdeckte Hals die Flucht seines kostbaren Zöglings, Er
In osern zeigte sich Franz Hals doch rC T l chen würden. Wer lunge Mann wurde wuiyenoen
icher Künstler, . daß er die von Allen mit oer yocyslen Achtung ve' ia,ii es ruuig seines seltsamen SckiZlers Emblemen und gemalten Sprüchen be wandelt, und das mußte ibm aewin nach und nach.
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M.a'' k7ü7dm. W . E, war .die lustige MakrhttS.rge- ,kiüntN. , , ,: . Bkwnluft
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wurde fast wahnsinnia vor Lorn und zerriß wüthend feine Perrücke. Zur selb5n Zeit stieg Brauwer it? Am sterdam an'f Land. Im Nu umgab ihn das brausendes woge der machtigen reichen HandelZstadr, womit verglichm Harlem nur ein stilles Worf war. Der kaum der Sklaverei in einem en gen- Gewahrsam Entronnene fühlte sich in dkfem ungewohnten lärmvollen Tret, ben betäubt und unbehaglich. Er wurde rauh hin und he? gestoßen in dem Gewühl der geschäftigen Menschen, die alle so hurtig dem Mammon nachjagten, alS ob der' Teufel hinter ihnen her Sre. Niemand kümmerte sich um den armen Künstler. Er ging rathlos, ohne eS zu wagen, einen vorbeirennenden Mynherrn mit oragen zu oeiamgen, eme oer engen öa. naiganen ymavs uno gelangte m eme breite yauptprae, wo mehr Lust und Llaum war. . ier athmete er freier auf und betrach. tete mit . künstlerischem Interesse die Prächtigen Gebäude und reich ausgestatr. aoen, uic ßianzenoen aroen mit schönen Damen darm und überhaupt das bunt bewegtireiben aus derStraße, was Alleslym emen ganz neuen und feenhaften Anblick bot. iCit. tntnliTentrt tstt&Tl niil i am (HtHk sischer Eharlatan, der auf einer kleinen uia s,.,,. ..zv ambulanten Bühne stand und seine zwei felhaften Heilmittel dem Volke anpries, erregte besonders des Jünglings Auf. Wirksamkeit. Er verschlang diese fremd. artige Erscheinung gleichsam mit den Augen und prägte leben einzelnen Eha . t .. f .1s f. T . C. 9 jf. "f. rakterzug der elven m em lLeoaazMlv. Dann ging er weiter, bis daS g?oße Schaufenster eines Kunsthändlers feine Blicke fesselte. Denn .da standen m der Mitte desselben auf demEhrenplatze zwei kleine wunderlicheGroteskgemälde, welche Adrian sofort erkannte. Er hatte sie ja selber ein Jahr vorher sür Franz Hals in Harlem gemalt. Da gerieth er auf den Gedanken, in den Laden zu treten und nach dem Preise der Bilder zu fragen, um zu erfahren, tnrt t TsmNfStri Ctn Qf. I mu fcv , P T I . I. Pt V I denen schätze, vann konnte er slcy a dem Kunsthändlern erkennen geben und um Aufträge zur Aussührung von ähn. "cyen vz)ema:oen oinen. Befangen und scheu trat er in das prachtvolle Kausgewölbe. nm . nn rm r uas wiu i u vier, ?pinvuve lwurde er da sogleich von einem ältli. . Aitt MAhlAlttAhi'itti Min AniiJiiii ll,vtgkt.u)in ojm '-vcacv augenollalico, oaft u omaus augenblicklich, oah so u ymausWt AI I rommn. .Ich mochte nur wissen, was die beiden kleinen Bilder in der Mitte bcsgcnlnvff rniTw ita rn m b ts i i nvi avi r t mit wi, pwmuti yunui erschrocken bei einem so unerwarteten t T l .y. Du siehst wohl aus, als ob Du solche lösbare Meisterwerke kaufen könniv iammerliqer agaouno. ,Herr, ich bin. hinaus, Schlingel! .Ich bin ja. ..." Hinaus !' Der Händler packle ihn ungestüm am
Kragen und mit emem Wurf war der lem mit meinem Namen in den Handel Feuerwaffen auf dleses Thier abzuschieunglückliche Adrian auS der Hausthüre gebracht, habe ich gemalt und er hat das ßen, doch nur selten mit Erfolg, denn und stürzte der 'Länge nach auf daS Geld einaetteckt. Denn er bat mick für daS Gefchok kann nur dann tödtlich wir-
Straßenpflaster W m Er raffte sich sogleich auf und schrie in Verzweiflung: . ; Herr, ich bm Adrian Brauwer." Aber der Kunsthändler brach in ein hohnisches Gelächter aus, drohte ihm mit der geballten Faust und verschwand wieder in seinem Laden. Verfolgt von den schadenfrohenSpöttereien einiger Straßenjungen verließ Adrian die Unglücksstätte. .Alfa seine Arbeiten waren kostbare Meisterwerke und er selbst, der Urheber derselben, wurde so schrecklich verkannt und mißhandelt. Das war doch gar zu trostlos. Er fühlte sich grenzenlos unglücklich. ' r;. v:. irr.. UHU 4lllU9UU I VU iV4( V VV üliilV fg hell und freundlich auf die lachenden Bilder des behaglichen Glückes der reichen aroken Stadt und in seinem vereinsamten L)erzen war eö so sinster. so cinamu ysiiui wul w 1 u n imunn I " aufzusuch.. UN dort seinen Hunger ,u nW"1 I UIUC"' . . -s n.c ,n cinc ul , m.Jk k.H iHh m,:..,. . v ,HUU' ?u??rx ianB? unociKijcn an gicrnnciwuac, wo rnele kleine freundliche Hauser stan-
II ar cn4;.-s. a m?:n...'t oers lll rul?, ic !U, vl! t unue-, uuu. " v öoose. LttU. fj, E SÄ troffen. Ich nehme Euer gütiges An, das Thier nicht unter dem Wasser aus.es
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" " ''i Emblemen und gemalten Sprüchen be ??.Nkn Wmyesvan soomeren ver früher selbe? als Maler recht Tüchtiges geleistet, dann aber aus LlebhabemGast. ' . - r. l . n- itf . . m9w -wmw wwmvw Q.H..v m mmmmmj P L ,?etl"fun8'f itim Hl h" Jf- . . . tr A Km. . . i l . I fi m. 1 1 M. m 1 mm. m m. - C T . a;as jaupionu uie einen out einem ffa e igenoen accyus vor, oer lreUicy Ä. mm . v m so dick war wie ein Silen. DaS rebenumrankte Haupt war überdies mit einer Olv(f rniilii ..mV 2t l ripliz vvt, .zv m tum I f. . .(i L ft..sl!ul.' cm -! 11. 1 yano yien oer iraor,iiri? zeingoii cinc I - f m.T Jm m Z mm VM m. m. m. m mm m m. ? mm. m. mm. ungeyeure tjiajc, i unucrcn emen riesigen Pinsel. Dieser Bacchus war das geschmeichelte Selbstportrait des würdigen Wirthes, dessen Gasthaus den gewöhnlichen Rendezvousort der Amsterdamer Maler zweiten und dritten Ranges bildete. Auch pflegten häusig fremde Künstler dort einzukehren. ! Adrian : blieb wie gebannt vor dem Hause stehen. Hier schien allerdings die rechte Herberge sür ihn zu sein. Bor der Thüre ftaud der fidele Wirth van Soomeren mit seinem dicken Bauch und fetten Gesicht, ganz strahlend von Jovialität und Lebenslust. Er trug Pumphosen, ein weites braunes WammS und auf dem Haupt die weiße Zipfelmühe ohne welche ihn niemals ein Stammgast gesehen hatte, wie allgemein behauptet wurde. : . . . ' Nun. junger Fant, was steht Ihr da und aasst meine unsserblickenMeisserwerke an?- rief er fröhlich. .Gehört Ihr zur löblichen Malerzunst V .
vrr setzte Adnan bescheiden. .Scheint nicht, da Ihr mit Pinsel und Palette bisher Erhebliches verdient habt," bemerkte darauf van Soomeren nach einem prüfenden Blick. Ja, ja, die Zeiten lassen zu wünschen übrig, doch kommt herein und setzt Euch an den Tisch. Hatt Ihr, auch nicht viel im Betel, ss schadet das nichts, ich bin- ein billiger Gastwirth." Ich habe Geld und kann wshl melne Zeche bezahlen. .Um so besser. Dann seid Jhrum so herzlicher willkomTn." . - Er führte den Jüngling in'S Gcrsizim mer und wies ihm einen Vlak an ac deckten Tische an, wo bereits fechS MSn ner saßen, die zur Asterdamer Maler : Genossenschaft gehörten. Eswurdeihm eme gute Mahlzelt sorgesetzt, die er schweigend verzehrte, den Gesprächen der Anderen lauschend. "' !ttaq Beendigung der Mahlzelt fetzte er sich an einen 'Tisch am Fenster und liek Nck: einen Krua Vier aeb,n. Ein Stück Kreide lag auf der Fensterbank. vsr nahm es zur uand und begann auf der Tischplatte eine Zeichnung auSzuführen. Mit der unbegreiflichen Si cherhett in der Charakteristik und in seiner eigenartigen Aussassungsweise ..!JCu.l - , . or , , c zrnrir er ein groresies Porirali oes buntscheckigen CharlatanS, den er unter. I wegS gesehen. Als er nach einer halben Stunde bei nahe fertig war. kam der Wirth auf einem Gang durch das Zimmer zufällig hinter den Stuhl des Jünglings und betrachtete die Zeichnung. Er riß die Augen weit aus vor Eriiaunen und winkte die übrigen Gäste berbei. Auck diese gaben pantomimisch ihre Ueberra schung kund. ., .Wahrlich murmelte van Soomeren, dieser Knabe kann mehr als wir Ande. ren alle!" . In diesem Augenblicke machte Adrian den letzten Strich. Herrlich, herrlich ! rief der entzückte c?,t r v AMAc:.M r.i.nf- I Wirth. 'Ihr seid ein großer Künstler, junger Herr. Wie ist Euer Name ?" cx(,.:r,. otv:.x m r..x. I O V(lPl UitUU ViUUUlU, UUU UCl l mm . I W I Jüngling. Van Soomeren nahm ehrerbietig die Zipfelmütze ab und verneinte stö tief. Es herrschte einenAuaenblick Todtenstille im Gemach. AI o Ihr seid das aeheimnißvolle, . - i bisber unbekannt aebl ebeneGenie. dessen Arbeiten seit einigen wahren die aesucb. lj.sl V t. .... w.ift... c. on'c I , .F -v - ti i reen UNS oeuillnoeriuen IN oen 'cieoer I landen sind," sagte er. landen sind," sagte er nachdem er sich " von semem Staunen etwas erholt, .Aber wie ist daS doch möalick ? feid ja noch so jung und sinnlich schaut . . o 1 t i. i t. m. - m, , r j. r: I us. jqt mußici vom reicqcn mx. trage Eurer Werke ja inGlanz undHerrr ' t r 9 m . TV I lichkeit leben können, wie Peter Paul Rubens, der Malerfürst zu Antwerpen. Aber freilich, diese Zeichnung beweist die Wahrheit dessen, was Ihr sagt. Denn Niemand sonst kann eine solche Skizze entwerfen." .Ich bin Adrian Brauwer," wiederholte der Äünalinä. '.Alle die kleinen Gemälde, welche Franz Salö u Sar--mmw " Jl I " -
Herr, ich bin ein Maler
zehn Gulden gekaust und ich war sein ken, wenn es durch das Auge oder hinter Km. " 'll. tm v . . . 1 STi t . I - ? -
Vllave. Und nun erzählte er mit kurzen Worten seine merkwürdigen und traurigen Lebensschicksale und erregte dadurch die r Fi n r. r lebhafteste Theilnahme. Dann rief van Soomeren in schöner Begeisterung: .Heda, Frau, bringe ben edelsten Malvasier aus dem Keller. Heil ist meinem Gastbause widerfabren : Adrian Brauwer, der große Meister, ist mein Gast. In Zukunft . seid Ihr hier Herr und Gebieter, Meister Brauwer. Alles steht Euch zu Befehl, Haus und Hof, Küche und Keller und mein kleines hübscheS Atelier mit zwei niedlichenZimmern dabei. DaS iii vorläussa eine Lassende ' i II Wohnung sür Euch !" Meister van Soomeren," sagte der Jüngling, indem helle Freudenthränen ihm über die bleichen Wangen liesen, f w t..w.. m ' aw inu vmu ajimiu, uuu uu Maler für den Abend einladen, und sie I ' . ... . . . . kamen aue sehr emg aus 0le unde, oaö st. die interessallte Bekanntschaft des ,z.lbemunderten GroteSkenmalerS makan Allen Mit ütt HOCD N AcUtUN ut wandelt, und das mußte ibm aewm Als aber der Kunsthändler aus. der Hauptstraße, der ebenfalls die Neuigkeit fahren hatte, ganz bestürzt herbeieilte, wegen , seines entfetzli JrhumS um zerttilluna zu Villen, oa war Adrian's Triumph vollkommen. Der beschämte dicke Kaufmann bot ihm Gold über Gold als Vorschüsse auf zu liefernd? I . Gemälde. ES wurde aus jede Weise für den Künstler Sorge , getragen, eine schöne V.!V lt.. f.C.!rX.CTl V , ttieioung im iyu Vkivrigriu, I unu um I m - . c- . - 1 -. oa n e ,olgenoen .age, ais er in mueroams I mm f CV - - V . 9 I W. islraßen IN Vegleuung oer neuen Freunde, spazieren ging, da sah er aus, wie ein Cavalier der Kunst, was er ja auch wirklich war. Im Hause deö Wirthes vanSoomeren wohnte er Jahrelang und schuf in des ehemaligen Malers Atelier, welches ihm gänzlich zur Benutzung überlassen wurde, jene ausgezeichneten Meisterwerke,' welche noch heute in den vornehmsten Gemäldegallerien neben den Werken der größten Meister prangen und die Bewunderung der Kenner erregen. ' . ES wurden ihm hohe Preise für seme Arbeüen gezahlt und er hätte em reicher Mann werden können, wenn es ihm möglich gewesen wäre, einen soliden Lebenswandel zu fuhren. Aber dazu war er .nicht im Stande. Nach so langen traurigen Jährender Entbehrung und Sklaverei in Harlem gefiel ihm das upviae Leben mit lockeren Gesellen zu Am sterdam über alle Maßen. Was er so leicht durch seine hohe Kunst verdiente,
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verschwendete er ebenso rasch mit seinen vieler leichtsinnigen Freunden, für die er in der lustigen Malerherberge stets offene Tafel hielt. Die harten Entbehrungen und das Eingesperrtsein in der Jugend hatten seine Gesundheit geschwächt, und der lößliche llebergang-zum üppigen Leber? konnte nur nachtheilig wirken. Der ?T0&e Künstler starb bereits im Jahre IM, kaum zweiunddreißig Jahre alt. Sein frühes Hinscheiden war ein zroßer Vnlust für die Kunst in den Nie verlanden.
Eine HlppopotamNöjagdi Von Kark Bershosin Fesqoda. X Es war eine schöne Maiennacht mit Vollmond, als ich mich aus Fafchoda'a weißen Nil, wo ich von der egyptlschen Regierung zur Verhinderung des Slla venhandelö amtlich angestellt bin, regle! tet von zwe: sudanischen Soldaten, em schiffte, um den nächtlicherweile an'S t'Land eiaenden Nilvserden aufzulauern. Ein. plumpes, aus dem Holze des tzsuntbaumeö gezimmertes Boot von zwei Negern gerudert, führte uns lang sam über die spiegelglatte Fluth. Dumpf klang der monotone, unverständliche Gesang der Bootsührer, hin und wieder rv -" . c flogen seevogel mir mironenoem rn schen au5 dem Schilf, dem wir uns nfr Herren, empor, bis wir endlich nach halb stündiger Fahrt an einer abgelegenen Insel, welche vonNilpferden besucht wird. anlegten Dieselbe erhob sich in einer Breite von circa achtzig und in einer Länge von tausend Schritt kaum einen oder andertbalb über dem Wasser svicael und war mit dickte GraS und hohem Schils bewachsen. In der Mitte der Insel breiteten die Soldaten meinen Teppich aus. auf dem ich mich hinstreckte, Papiercigarren rauchte und träumte, das Erscheinen der gewaltigen Dickhäuter ev wartend. Der Hippopotamus, der überaus Plumpe Dickhäuter fchläst TagS über tief :M v.M im crnrr n.(...s,.u rr xncv! je x. in den im Wasser stehenden SckilsdiSich ten versteckt ; nur manchmal am späten )4tmittiA n ctn j ..t s.. oberen Nil fahrenden Schiffe aus sichtbar. vuumuiuyt i uuut juiu UU UtUi M m m m mm . Wann streckt er den riesigen schwarzen Kopf aus dem Wasser, starrt die fremdartigen Erscheinungen an. die seine Flußeinsamkeit stören, und verschwindet nach einiger Zelt wieder unter der Ober mm. w v r flache, jüoq nacuoem die k?onne m glühendrothem Lichte am westlichen So- - w Ifl ..l nX V.e(n!f rizonl unlergrguiigen iii.regi vaznu p erd m der warmen Fluty. Aus und . m m m untertauchend schwimmt es ,m Wasser umher und steigt zuletzt an einem stillen. sicheren Platze an's Land, sich am saftia tr. 1 1 i js M- i ytu siywiamt ju uuatu. he bewohnter Orte ist der Hippopotamus . f"! l! V. . i. sl C ngemem vorsichtig und kommt erst nach Mitternacht aus dem Wasser, in welches er sich bei jedem leisen Geräusch sofort zurückzieht, denn er kennt und fürchtet seinen einzigen Feind, bin Menschen, der ihm eifrig nachstellt. . Die egyptischen Soldaten, die Reisenden und Kaufleute, welche diese Gegenden besuchen, verfehlen niemals, ihre oem syre in oas seylrn emoringr. le Schillukneger, die eifrigsten Jäger des Nilpserdes, verfolgen es auf leichtem, schwankendem Kahne, zwei Mann rudern, . ' fl.tl C S. n .V..lC ein dritter steht aus dem Vordertheile, eine lange.schwere Harpune in der Hand den Augenblick erwartend, wo das Thier auS dem Wasser hervortaucht, um zu athmen, und wirst ,ym dann Mit krästi gem Arm das scharse Eisen in den Hals. Getroffen taucht das Thier dann sofort unter, mit seinem Blut das Wasser färbend. Von Schmerz gepeinigt sucht es zu entfliehen, doch bleibt es durch ein an der Harpune befestigtes, zähes Seil, das sofort abgewickelt und nachgelassen wird, an eine gewisse Enifernung gebunden. . T m . . , . - fy, Da der 5)lppopotamuS m diesem Falle stets stromabwärts schwimmt, stellen die Ruderer d,. Arbeit em und emem Pfeile gwch fliegt daS Boot, von dem verwunx-. Km rninr "ö" und erhält in diesem Augenblicke eine nen. geht der HippotamuS wieder unter I nn rr-. x.'i j 1.1X.L.O CW1 . .Y. zuzaer, ein' lua .ris mvagyo.z. vaö ln der Naye oes yarpunenenoes cm Seile befestigtest, alle Bewegungen des' I i ' . leres auzelgr. vle Jager ...t,,. ...v. ti '- I anen uuaiuucn miu u(inacn iqui nach und nach noch eine dritte und vierte ahren dann, das vom schöpfte Nilpferd im Schlepptau führend, in seichtes Wasser, wo sie ihm mit der Lanze den Todesstoß geben. ' Ein angegriffenes Flußpferd ist ein fürchterlicher Feind. Mit seinen von mächtigen bis 25 Centimeter langen Zäh nen besetztem Rachen zerbricht es das stärkste Boot oder wirft es mit heftigen Anprall um. Wehe dann dem Menschen, den eS im Wasser erwischt. Aber notz aller Gesahr wird ihm nachgestellt, wo eS sich sehen läßt, da seine Zähre Elfenbein geben, daS, wenn auch durchgängig rissig und wegen der Kleinheit der Stücke weniger geschätzt, doch anderseits auch wieder weißer und härter als das des Elevbanten ist. Der Hauptwerth des Hippopotamus besteht in der Haut, aus der das wichtigste Hilssmittel orientalischer Gerechtigkeitspflege, der im mär chenhaften unen vielgezcywungene jturbasch angefertigt wird. Die Nachsrage nach diesem Artikel ist sehr groß, und eine in Streifen geschnittene Haut hat an Ort und Stelle einen Werth von arca 50 Mark. DaS Fleisch des NilpserdeS, daS trotz seine schlechten Geschmackes in Sudan von den Muhamedanern und Negern allgemein gegessen wird, hat eine besondere Eigenthümlichkeit.' Sein Wassergehalt ist nämlich so groß, daß. wenn man em Stucr davon, ohne Was ser hinzuzusügen,auf daä Feuer setzt.man nach kurzer Zeit das ijitilQ m fernem ei gencn Wasser zujammengeschrumpft, fchwimmend findet. Ich mochte auf der Insel, wo ich mich
gelagert hae, wohl eine Stunde dahingeträömt habn und war nähe daran, einzunicken, ald mich ein lautes Plätschern gleich dem Geräusche, da? ein in daS Wasser fallenterBaumstamm verurfacht, aufschreckte. Vorsichtig erhob ich mich, ergriff meine Le-faucheuxbüchse und ermunterte meine Soldaten, die mit den tresstichenRemingtongeehren der egyp tischen Regierung beivaffnet waren. Dann machte ich einen Kundgang um die Insel. Obwohl ich bis. größte Vorsicht beobachtete, flogen bei jedem Schritte zahllose Schwärme der hier heimischen kleinen SperlingSart zwitschernd auS dem Schilfe empor doch kem Nilpferd war zu sehen nur in der Fern? plät scherte und brüllte es, daß es wohl eine Stnnde im Umkreis zu hören war. Zu rückgekehrt nach meinem Lagerplatz, warf ich mich ärgerlich und ermüdet wieder auf meinen Teppich und fchlief endlich ein. Wie lange ich geschlummert habe weiß ich nicht. Plötzlich schüttelte mich einer der Soldaten am Arm undzugle ich vernahm ich das Schnaubendes Nilpferdes, dem Pusten einer Dampfmaschine nicht unähnlich, in nächster SZähe. Schnell stand ich aus und vorwärts schlichen wir im thaunassen Grase, bis vi? vor unS eine dunkle Masse, wkc-ein Fels auf der Ebene ragend, erblickten. Bi5 auf fünf zehn Schritte näherten- vir uns und er kannten deutlich ein großes weibliche? Nilpferd, das, den Kops uns-zugewendet, unbeweglich dastand und horchte, neben ihm sein Junges von der Größe eines halbjährigenKalbes. .AufdasJmge," flüsterte ich und gab nach Aerabreduna
das Signal zum Feuern.. Drei Schüsse krachten. Nachdem sich der Pulverdampf verzogen, sahen wir das Junge am Bo den liegen, daS alte Thier beroch-eö und stürzte sich dann mit unheilverkündendem Gebrüll auf uns. Nur in schleuniastzr Flucht war Rettung wir verließen uns deßhalb, jeder nach anderer Seile hin, auf die Schnelligkeit unserer Füße. mi !x c i v r . c . . .ua iuj veLirrile, vag es oen einen recyls aifliehenden Soldaten versolgte,blieb ich stehen und sandte ihm den zweiten Schuß meines Gewehres in den Leib. Es war die höchste Zeit, denn schon hatte der wü thende Koloß den vor ihm Fliehenden fast erreicht und würde ihn, wenn ihm das gelang, zermalmt haben. Auch der an dere linksfliehende Soldat hatte wieder geladen und feuerte. Jetzt, als es die Kugeln im Fleisch spürte, ließ da? Thier denn auch von der Verfolgung ab, um sich langsam nach dem Wasser zurückzu. ziehen. Ihm den Weg abschneidend be gannen wir mit unsern Hinterladern ein Schnellfeuer aus nächster Nähe auf den Koloß zu richten 5 nach dem zwölften Schusse fahen wir ihn wanken einen Augenblick noch, dann siel er schwerfällig in den Uferschlamm. Als wir zu ihm traten, war das Un gethüm verendet. Beim Schein einiger Zündhölzer sah ich, daß wir das Thier mit neun Schüssen getroffen hatten, drei davon waren in den Schädel gedrungen. Wir kehrten nun zu unserem Lagerplatz zurück,um die versäumte Nachtruhe nach zuholen ; die Kadaver unsere? Jagdbeute ließen wir an ihrem Platze, sie waren uns sicher. Es dauerte lange, bis ich ein schlief, ich war zu fieberhast erregt. Am anderen Morgen, nachdem wir beiden Thieren die Häute abgestreift hat ten, ließ ich das alte zerstückelt nach de? Stadt schassen. Es wog ohne Haut und Eingeweide 725 Kilogram. DaS Fleisch und die Haute überließ ich den Solda ten und nur Andenken. die Zähne behielt ich als Eine ausgelassene Theater Kritik. Der Pariser .Figa ro- bespricht die erste Aufführung des Stückes La Prostituee", welches, von der Censur des Titels beraubt und un ter der orginellenBezeichnung .La " zur Aufführung gelangte, in folgender amüsanten Weise : Man hat leicht sagen, daß M. Lisbonne, der Direktor des Tbeaters, kein gewöhnlicher sei. Wir glauben sogar, daß er als Anfänger ein .... ist. So hat er Luise Michel auf die Bhne gebracht, um eine zu erzielen. Er hat eben sofort erkannt, daß das einzig Mögliche ist. Jetzt hat er uns gar ein neues Stück ohne Titel bescheert, ein Stück welches einfach heißt: .La. .. Um dasPublikum anzulocken, verschvenden bekanntlich die Direktoren Tau sende an allem möglichen .... M. LiS donne ist bei weitem routinirter. Würde er einDrama zurAufführung bringen, welches etwa den Titel führt: .Der Kiltmord in der Kavelle" oder: Die Stimme desBluteö", so hätte gewiß kein Mensch daran gedacht, sein Theater zu besuchen. Aber einStück, das La. . . . heißt,ist unviederstehlich und ganz Paris C . .f.C T r m itm MUß c vuuctl .xja.... u u derThat ein unbeschreiblich schöneöStück. ES dreht stch um eine...., deren Äater durch getödtet wurde. Um sich zu rächen, wird eine Die Hel bin steht vom ersten Augenblick an im Mittelpunkt deSJnteresses. Sie ist icht eine aus tteberzeugung,.Begier de oder Temperament. Nein. Sie wird zu auSKindeSliebe." Nach emer m diesem avLgelassenen Stile ge haltenen eingehenoen Kritik des Stückes meldet das französische Blatt, daß der bekannte Schriststeller M. G. de La.... der Direktion ein neues Stück diese: neuen Gattung eingereicht habe und daß schon unLaufe der nächstenSai son imBaudevllle em sensatlonelleöDra ma .Vos....." in den Varietes eine Posse Ta , La. . . . im Odeon, und .Los im Theatre Francaise zur Aufführung gelangen werden. Sn einen egyptischen Jinanzinstitute ereignete sich kürzlich fol aende? Zwifchenfall: Em Fellah ver handelte mit dem Director in Geschäfts angelegenheiten, als der letztere durch das bekannte Glockensignal zu dem m seinem Burea?. angebrachten Telephon gerufen wurde. Der Director stand rasch auf und begann ' die telephonische Konversation. Dem Fellah, welcher eine Weile zusah, wurde ganz seltsam zu Muthe; er eilte.bestürzt aus den Bureau und erklärte den im äußersten Zimmer anwesenden Unterbeamten, der Direktor fei plötzlich wahnsinnig aeworden ; er preche beständig in die Wand hmem.
