Indiana Tribüne, Volume 6, Number 284, Indianapolis, Marion County, 1 July 1883 — Page 2
Zwei Elcmn Woith
S. ewe Novele vsn Ernst Pasque. (4. Fortsetzung.) WZ ist's ml dem S3,!i vonSnmann? fragte Paula ralch und von in Mutter ablassend. Ich habe heute früh einen Bries von ihm erhalten, der mich ganz außer Jassung gebracht hat. Wir dürfen nicht länger schweigen, müssen deine Verlobung bekannt mächen, dem Vater Hermanns sie euie nocn anzeigen. cy ; , c y 'rr r i ' I Nimmermehr ! 5sc5 roilTes mit ! rief fll.vtft ....s. m,:' VMutu, vtim sllUUilC UUU JilU ClUtUl Blitze gleich Hervorschossen'. Ich habe dein Wort, Mama . und das Her uianns und halte daran fest.. Nur.einen CTTV 11 rt ' rrv- .. - Sinter lang will ich meine Madchenjrelheit gemepen 3ch rnerne ooch, das roarc uccc ane eravreouna einer itarniucn w . Verbindung kenntund deine bereits erfolgte heimliche Verlobung mit seinem ältesten Sohne Hermann nicht kennt, so sendet er nur seinen jungem Sohn Werner. um " . . . Um mich zu freien und zu. heirathen ! V.1hr ' tn.4in ff..f fc.tY ..k ,.X k.,. - w y." "i b1""1 dann wie ein übermütbiaes tolles Kind in dem Gemach umher zu tanzen, dabei vor Freude in die Hände schlagend. Das ist ja göttlich köstlich unbezahlbar! Nun habe ich zwei Feier ohne die andern, welche sich gewiß noch einbinden werden und kann den einen, den rechten naai eiieven ell.er,uchlig machen uno leme f l A.MAt. Cr a l!A V T i I rn . . , I iuüch. -uu.wuu uiiuhüüu werden, und zeht verzichte ich erst recht mcht auf euer mir gegebenes Wort. Aber um des Himmels willen, was )oll ich denn dem alten Herrn antworten, wie weinen oyn empfangen 5 Acy, was werde ich froh sein, wenn dieser Winter an mir vorübergegangen sein wird. 'Dem Vater schreibst du einfach: es wäre gut, sein Sohn solle dein schönes, liebenswürdiges geistreiches, aller Tugenoen, doch auch allen Schabernacks vol
..... u..vt,u,uuuut .uuuoj i st recht ein höchsthrenha !er ei. Frau mir wa der Vater Hermanns dir ge Seehof arbeite auch für sie, die Wirthin,' Uneben hat ! r und ihre Familie und könne in jeder HinSem lungeret Sohn Werner ist von aU ebcit j0 geschickt wie hoch anstänPari heimgekehrt, und da der Vater nur llnv .:, ' N.rtrauens wertn
les ocht:rchen,ei:iePerle ihres Geflechts licheZwiesprache,die ziemlich lange währte, zum ehelichen Weibe haben.' Und du während der die Mienen der Fra Seesagst keine Lüge damit, haha ! Und den hgf sich nach und nach wieder aufzuklären zugendllchen Herrn Werner empfängst du begannen. ' Schließlich lächelte, sie sogar freundlich, doch auch, als ob du von nichts und blickte daSei recht theilnchmcnd auf von gar Nichts ioutest gerade wie den jungen vornehmen sperrn, der sie eiich es machen werde. , . ... nes solcken vollen Nertrauen aewürdit
u bist unverbesserlich-, Paula," sprach ,!, w .(.x fT- V I die Gräsin, welche trotz ihrer Sorge und Unruhe über das Gebaren und die Worte 191er oa)ler lacgern munre. uno Doch hast du auch wieder recht. Was du so 1TaU.vii.iu 0..... 1. . n v .c : jc I ia luviimuu) Ö,uai yu,l, uai thun, und wird mir auch wohl nichts an deres übrig bleiben. Aus dem. Briefe kennst du indessen auch ersehen, wie treu Hermann scm .Wort'gehalten und sogar seinem Vater gegenüber von unserer Abmachung geschwiegen hat.; ; 0 '' Ich habe es auch nicht anders von, ihm erwartet! entgsgnete, Paula mit Stolz. Und errathen konnte es sein Vater auch nicht, fuhr die Gräsin fort, denn von im screr Reise nach Westfalen, zu demGrafen von Wenrode, wo Hermann dich kennen lernte, wußte er nichts, von unserer Ue d b oocy meyr oelnem ieroen,cyaflllc:)en zran--r r . mm.
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. . , I Vfc vuvi-tvjlvt. UIIUIIUIIUI, ?p .f i"Wunsch erfolgte was zögerte er schon wieder, und nach kurzem !ö aus das Wortchen SSurnch", da lch Kamkke 'dritter vorüber- M'rnvi,r
vv.uvvtttiiti iiuui v. twi.wwiii nuL 1 npi ncTi nn nprn nun ? I.
gen nachgab, auch der Wahrheit nahe und setzte seinen Weg nach dem Hause 3A M L C C J (M4i V j MAasSkAulM.. m a V '
ivmiiu. uu) nun uticuc viuj uur, ucn mm m r. m m mtmm mm m mm a f (t il 4fc T juuyviii uicityciiu yuiuuu, vcuicn zukünftigen Herrn Schwager zu emp fangen, der nach dem Briefe seines Vaters jeden Augenblick gemeldet werden kann. Ich überlade dir alles und wasche meine Hände in Unschuld. Dabei solltest du auch ein wenia an deine I'ttilette dknkpn fhfTV rnnmun , , . , 1 - . , wunU iliitll Irt m . r thm AylmiJrt OS. . ..wv j.a-lluiu, .v.ttt.v uw.m - iitvut v.:ttuyt(i cheln, denn in deinen Morgenrock willst im meinen neuen Freier doch wohl nicht -empfangen ? Ich bin gerüstet und war te ihn. r r . cn arme rau lann gar nicht gegen dich auskommen, denn auch hierin hast du wieder recht, entgegnete die ekers niamnn tin n nTTitn r. h t rt - . (T - t Trrt , 'r . r x -V r? 0 w jw" hob sie sich, ihrer Kammerfrau zu klm. gern, uno öctiic uiu üicjct vas vvyn gemach. Die Gräsin Mutter besorgte die Toi XeUt mih Paula nabm ein Buch, den an . . y 1. . . or .... gekündigtenBruder ihres Verlobten zu erwarten. Doch der Freiherr von Halbott kam nicht. Schon längst war er an der nrnri sfn TOsthnunn fioruberslei(finttpn. u. -. . ? 1 v ' . nit einem ganz onoern Vliac velchasligr. als dem der Tochter des anen reunoes . , , f V semes Vaters. Herr Charles Meunier hatte das Hollbergsche Palais als ein ganz anderer verYr7.. ? yittrotlill Ull IfndHuift iaiicn, wie -i.i"wnuü ren Gönnermiene und kaum rnerkllchen Neiaen des Hauptes grünte. Wieder in seiner nichts weniger als noblen Equi ' v n..ir. ... .f.M.. i pag?, yem zu : 2i und langn " - , , . rw , f.-. m Trab. Nach einem Augenblick Beim, t,t Sr fc-S TOnntnta Tif 1 A - r X -1 sr. vnrn rrtn ' WrtS ftrnhl Sirrtit Dann wandte er sich abermals demFiaker zu und seine frühere Weisung ändernd, rief er : Direct nach Hause ! IV.Wie Herr Charles Meu. nie r, verändere, seine lrbeitbeginnt. Treiber? Werner von halbott war ,'n dem Gasthofe angelangt, der ihn seit sei -i p . . -"i . . uer gestern ersolglen Ankunft in ,oer Äe. sidenz beherbergte. Er setzte den Herrn Oberkellner in nicht geringes Erstaunen, aT3 r ntift-H rinoa iMfiinorä hrfni. 449 v V4t vtv v w.v4v zu der Frau des Hauses gesührt zu werden. Nachdem oer eigentliche BeHerr, scher des großen Hauswesens wieder zu sich gekommen war, geleitete erden distin . a, r ... t aiiirten Fremden in die Jamilienräume des Wirthes, wo die Haussrau Herrn Werner mit freundlicher Zuvorkommen heit entgegentrat. Nach kurzer Einlei- . CV . . ... jf. tung theilte der Freiherr ihr vertraulich , . -.7 rc -r. r.L- s.:l CIN ÄNliegen um. vt wuniajis wie
er yoch wie ein Sieger, uno oicmai roar Deme erste Arbeiterin, Frau Seehof e, die alles verkläre, die bis zu den spä er es, der den Lakaien unh den martiali- ist hier gewesen, hat uns allen schöne Klei- testen Herbsttagen, wie schon von dem er. scheu Portier herablaend, mit einer wah- der angemessen und der I-nnt.-s,. en rüblinasmond an. den alücklicken
Adresse einer Tarnen Schneiderin, die eben so geschickt und geschmackvoll zu ar beiten verstände, wie sie durchaus anstänbig und vertrauenerweckend sein müsse. Die Hausfrau lächelte 'und meinte, daß sie IC p, .. r... ' ..t.ts...
' V '".T."' '!-. X lym 111 1 eine loiqje uarne empjcijieH 5 " KTkS, ten Verhältnissen pelebt, jedoch durch die Verschwendungssucht ihres Mannes ihr ganzes. Venuögen und. das ihrer Kinder verloren habe und dadurch gezwungen worden wäre, ihren Unterhalt sich durch Arbeit zu verschaffen, was sie übrigens mit voger Hingabe an die erwählte Thä tigkeit und somit auch mit Lust thue. Sie pmu uuuj um u. lyui. w R..7r:.x. rJu AtüUU 4tm w mu , i" dem arbeite nur für einen bestimmten Kreis von bürgerlichen Familien., Von dem Adel halte sie sich so vkl alS 'nur mnnftrfi (r nim fii .... X . Xn 5 1 T muyilUf Itl, UU3 llllliU VJlUliUl um j) enthüllen sie, die Hausfrau, sich nicht für berechtigt halte, der .jedoch, nur - nein pmnsnksp inrSt Das war es, was Herr von Halbott suchZ te Er dankte der Dame des Hauses für 0ie gewünschte Auskunft, ließ sich die ge llQUe Adresse der so vortrefflich Empföhle nen geben und eine halbe Stunde später hte ihn ein Miethwagen vor der Woh- - , . . , . . nuna oer itrau seenol aone enl. . Werner fand in einfachem, doch: mit Geschmack ausgestattetem Raume eine ältere Frau, die ihn gemessen, mit den Manieren einer Dame von Stand empfinge Sie wurde freundlicher, als er ihr von der Wirthin seines Gasthofes sprach, auf deren Empfehlung er , hieher gekommen fei. " w... Doch als ' er nun in unbefangener Weise . ' lem elgentllches Anliegen auseinandezu. setzen begann, da wurde Frau Seehof immn ernster und zurückhaltender und erklärte endlich höflich, doch auch sehr fcc stimmt, daß sie bedaure, einen solchen Auf tnig. nicht ausführen zu können. Herr von Hallbott stutzte, er erkannte wobl erst jetzt das Gewagte feines Beginnens, doch wurde dadurch sein Elser nicht gehemmt, sondern nur noch mehr, angefeuert, und nun begann zwischen beiden eine ernste und von Zeiten des Jrecherrn sehr vertrau hatte. Das Gespräch endete damit, daß - , . . ' " Frau Seehof nun doch einwilligte, zu thun, was.Herr von Halbott von ihr ver ianatt. nb in 5ase d?z WnftmHtnn?. Fräulein Eonstantia von Hollberg'in de- . . . ren Wohnung m der Wilhelmstraße anszusuchen versprach. Noch mancherlei wurde zwischen beiden verabredet, wenn eS Herrn Werner auch nur nach anhaltendem Drängen undBitten gelang, seine welternWünsche durchzusetzen. Dann schied er, zufrieden mit dem Erreichten und sich'nicht wenig aus die Fortsetzung seines hübschen Abenteuers freuend. ..,,. , ... :. Am andern Vormittag trat er wieder? um seinen Weg nach der Wilhelmstraße an. Er hatte sich vorgenommen, diesmal der Gräfin von Hollberg und deren Toch a er r r m . icr jpauia seinen cjuca zu machen, doch r v . r - ttt. ? r c . - ick kinaeken. oan, bestimmt. st, r Hrf j0rt das er faiiö, ohne es auch nur mit I m.-. . - ' iNeM -ÜIlCIC ZU WeN. Die Damen waren daheim, dock' auck die hübsche kleine Zofe, welche ihn wiederum erwartet haben mußte. Diesmal sollte er jedoch von deren Liebenswürdig- . rx 1 t . - 1 iciien veriqonl oieioen, oenn aus oen yei Xen Hntir des (ÜlMihenS bntfo fiA 1, I I v: oer.- Y3 x...;i..c . -r;..i I Mir nur urr !u nunr npnnnPT lfnn i I 7 " V I 11 v. iv ... f...n.i!.. r . Fräulein Eonstantia war auf der Schwelle er chienen. auch le Herrn Ebarles Meunier erwartet hatte ? Auf alle Fälle r. v m . r c :c rc - . I Iilupl? uct ksuu ii) 1 .ur angeneym lein, r.. :. i r 1. . I denn sie empsing ihn mit sreundlichem förirn und Q.a&eln ntih ntUlMP größten Aerger der sich schmollend zurück. ziehenden Zose diesmal selbst, und zwar .. , ' . 1 '. . Nichl in oen lauen ööion, vndern dlrect m die viel freundlichere Wohnstube. l " " - " - 1 - --'7 m, vii uuvv 1 ijizi uuu yzzi ferner ole junge srail c v on v : -.. I von Goldner an deren aewobntem Nlak mit Handarbeiten beschäftigt und die klein! Lucie spielte an ihren Füßen. Erstere be1 Uvlv ivicilv iiii lUlCil iTUKril. irriirr np grüßte den Eintretenden kreundl ick. s.st ie einen Bekannten nn ,, wenige Worte. Dock die Kl7ine xZ I t-zuv,x ... t . Ir; ; ? i i""u, au yiii ijciun uno iqr zulraullcvcs Plaudern bestätigte den Gedanken Wer. I r I J -" N vvm4V m,m. ' ners, dan etwas ihm Günstiges in der l.F ' ' r. IOv kleinen Familie vorgegangen sein müsse, r batte kaim einkae btnrUiL. n ji. vorgebracht, als die kleine Lucie ibm auck rt r ' nchonzugeriitcii: , gefanen wie du, und auch r;f ., Still. Lncie ? rief Straulein rrriinrtn:rt - v Ituilliu rt;v 't . i -. . LZ X iu wiv ijhvviiiiiiui UlUllLlllllUUJl oder vielmebr httehrt I.n. I v , - . u m lcu neuen wahrhaft eleaanten Ge. I r . nt r. '7. ' V3U""M durch mein Aeu. neres keine Unebre rnack,?,, hr tnin r- - - y V . i rr . ' . ' I wle oem reaieur lürer To lette
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' --w. putzt hatte; auch das graumelirte Haar war vollständig unter dem Spitzenhäub chen verschwunden. Sollte sie auch dies lym zu yren gelyan yaben? Frau von Goldner bemerkte da Schauen und Staunen ihres Gastes, und I ... t . tf t . L iyn von semen eoanlen abzuziehen ver. suchend, sagte sie in ihrer gewohnten still, y. w.. ,v..,v. vvvMUtvtl UVAUllllilll VH" sreundlichen Weise : ' 'T4Vhrtnfn htipn für hio r-f K. wwtv w" j i vftv uuyv V süllung unserer Wünsche. Frau Seehos verdient unser ganzes Vertrauen, sie scheint I r . . .f A! Ji. eiise eben so geschickte wie kcnntnipreiche Arbeiterin x sein. Sie ist mehr als eine Arbeiterin, Marie, rief Tante Eonstantia mit einem Eiser, der nahe an Enthusiasmus aremte. Wie Sie, Herr Meunier, fo hataüch Frau I C -.- . r . . Seehof mich in größtes Erstaunen versetzt. I cn:x.4. J.: jf..r. . ' . , ' . 7 . i yntyi wie vsiajneiocrin, eine Wtocuc
Jetzt erst bemerkte Herr von Halbott, und ihrer Bewohner berührte er nicht, nur daß das alte Fräulein sich reckt berausae in ihrem sonnigen Glänze bewegte er sich, . i 01. , i !
ritt hat sie sich benommen, nein, nein, wie eine fein gebildete Frau mit den besten Manieren. Sie müssen wirklich Ihr Geschüft in einer ganz andern Weise betreiben, als man dies bisher dahier gewohnt gewesen. Es ist, als ob man mit seinesgleichen verkehrte und nicht mit Aber, Tante! unterbrach Frau von Goldner lebhaft und beforgt denRedefluß der alten Dame. Doch diefe ließ sich nicht einschüchtern, nur wählte sie ein anderes Wort und redete weiter : Und mit Arbeitern ! Obgeilch ich meiner Nichte vollständig beipflichte, wenn sielagt, daß jede Arbeit, sobald sie nur gewiszenhaft und würdig betrieben werde, hoch zu achten sei; - daß in Ihren ' Augen ein .solcher. Arbeiter dem Künstler gleich stehe, sie ihn aber auf alle Fälle höher achte, als einen reichen vornehmen Nichts thuer. - . . Ich bitte dich, Tante bat die junge Frau, die immer verlegener geworden war und nun lebhaft erröthete. T 4 ',5 Ja, ja, Herr Charles Meunier, das
hat ue gesagt, fuhr Fräulein Eonstantia unbeirrt fort, als wir' von Ihnen prachen, und Sie wie Ihre erste Arbeiterin dürfen.stolz auf dieses Urtheil sein dem ich mich natürlich mit voller Ueberzeugung und mit freudigem Herzen anschließe. Es war' ein Glück für den Freiherrn, l c r l '.1. Ti: oan oie Zunge rau emng mil,iyrer nckerei beschäitiat zu , sein .schien und das Äuge nicht aufschlugt denn es wäre schwer . 1 . . ' 's..:' . . . . '. v I zu enlicyeloen geweien, wer von oelvrii ui diesem . Augenblick am verlegensten gewesen wäre. Herr Werner hatte die Worte des alten Fräuleins wie emen tief schwer zenden Stich empfunden, und vielleicht sagte er sich jetzt schon unwillkürlich, daß diejenige, welche sie ausgesprochen, recht habe Er biß die Lippen aufeinander, w r r v r v . I .? oocy saie er ncy vaw roieoer, uno mn ci ner leichten Verbeugung gegen die Da men sagte .er so ruhig, als ihm dies nur möglich wurde : ' ' .Es freut mich, daß Frau Seehof sich Ihren Beifall und Ihr Vertrauen erwor ben hat, die Damen dürfen somit über den Fortgang der Arbeiten beruhigt sem. ' Das sind wir, nahm Fräulein Eonstan tia,.dle unaemein lebendig war, wieder das Wört, und 'überlassen unsere Toilet ten getrost der Sorge Ihrer Frau , See Hof, jowie dem wirksamenSchutze desMei sters. Deshalb dürfen wir auch jetzt von anderm reden, die Gelegenheit benutzen. welche die Anwesenheit Herrn Meunlers uns bietet, um uns von ihm einiges über Paris erzählen zu lassen. Neues zu ersah ren und Irrthümer aufzuklären, iu denen . . . ' - . ' wir bis letzt befangen aewesen voraus gesetzt, daß die lausenden Tagesgeschäfte Herrn Meunier gestatten werden, uns einige Augenblicke seiner kostbaren Zeit zu opfern. 'Ich bin glücklicherweise für einigeStunden frei, entgegnete Herr Werner, ordentlich freudig aufathmend, und wüßte sie nicht besser und anqenehmer zu verwenden, als in Gesellschaft des gnädigen Fräuleins.. , Und wenn' Frau von Goldner ebenfalls damit einverstanden ist, so will ich, Jhnen'gern von.memen Pariser Erfahrungen erzählen..' ' Es wird mir eine Freude gewähren, Ihnen zuzuhören, antwortete Frau Marie, wieder unbefangen auf ihren Besuch blickend Doch blieb sie auf ihrem Stuhl am ' Fenster vor ihrem 'Arbeitstischchen sitzen, nahm auch ihre Tapisserie wieder auf, um diese jedoch bald darauf mit den Händen in ihrcmSchooße ruhen zu lassen und zuzuhören. Da Herr von Halbott sich in der Nähe Sfr i.. rmt nimn f.rtH ..s nur ,.N, mithiinn itrtrfi 5r.?s-: sTn... stantia hin machte, die wiederum mitten auf dem Sopha thronte, so blieb dieser ' ' I .., v -..ivMtv. iium I1IHHIVIII iVH nichts anderes übrig, als ihren ife ia verlas en und einen Sessel in der Näbe der Hauptgruppe zu wählen, was sie denn auck mit bestem L)umor tbat. ?ie klin. (..; htv rin X. s.:sf.-: t.. sprächs entgangen sein mochte, so scharf - ' xJ - Cu.Xa ...L f.!u r er. uvtw, v. uu visu.iiutii v-uc yane ue au geyorchi, wenn ue vas 0)chörte wohl auch kaum begriffen, schmieg. - C4. ...irnTIA Vs cv: t - l n"" "t uiciycnu UN. k?:k st. f.., v:. Dieser legte seine Arme um die Kleine und bob sie scklienlicb im Lauke seines l5r. zShlens aus seine Kniee, ihren zarten KörPer leicht an sich drückend, was der Mut. j. ' . ttr ein anmlllylgcv acuein aonvlylgie. Herr Werner von Halbott hatte auf. "iiuu uuuj et vrrvirnle ,7. 'D,.. x . njc. . s.: c er " V -- olche auch, venn 01c yecoe tlon leicht und in fesielnder Form von seinen Lippen. Das Thema, welches er abhandelte, war i mnwi wniu3 uutiuuvvtii. tuui ihm eben so geläufig wie sympathisch, und er fand ein wirkliches Veranüaen daran. es vor der hingen Frau in seiner ganzen k..f.HtiN lM.fit m iH((itin yuiiiu",üi" v s i1 seinen anaeblicken aroßen Meist und was mit diezem zujammenh I ? , , V Mi . ( II - 1 er geschickt hinweg und erzählte den Wundern des schönen Vari Boulevards, in den prächtigen ö l m t. Tt v Parls uno Marien ; von oer mnoen on Pariser Men chenkindern, die schöne freie Natur ZU eiaen aebe. sie mit Blumen und V " - I . c . ri . ! T."!.. r j . rr einem au ewigen viiuu tuinuac. vir irfildertf die beitere Wrackt d?r aläste. I ' i v , r T 4 tfYl ' . . A 1 m : dPr fMnnaftMt Maaaiine. die siimftirfiahp UUVMII - " w..!..... AMrrtn itnn -isrinninnnifii. oen iisPiminiim v" "V"l"" -'"ö j "' " der Museen, sodann die varadiemcke Um. 7 ' 5 ' . c -.-..... r I V gegeno, uno wie oie,e q)errllchleiien oer I ? u , . r -m - m selbst ihren ärmsten Be le volen, Dte man anoer warts, das uduche Italien Vielleicht aus - m mm - - m m.. , u m . aenommen. veraebens suchen würde. Die I f ' y. - I1...P . - c . n Vcoaiien elicn oer verioaenoen ulella I . . . 1 . . . von iqni nen er na) oegeiuern, uno to frtMHU A P XaMM sfy 4 AilP(tft(AM k aU .im seine ZuHörerinnen bis auf das Kind her luiinit tu vtiui iiiujt uuuiciutu, uub ab entzückte, mit sich sortrilz und zur Be wunderung des Geschilderten wie auch des Erzählers zwang. , I (Mv VlTliiwia ohh)iii Vm -V es die I ". r - . p v ij"u" leme, weiche zueen WStte rano : mup . m oen - warqenouqern liegen, IslsllC llC, DOn ücnni Mir. -JldM i j , 's . . . . oft erzahlt hat, die ich erhalten ich fleißig bin uno werde lejen I f . .. . UTam . Vnt ip pristMcn ia wie ein Buü. Öerr Meunier, meinte die Taute ein wenig verwirrt, ch entdecke an Ihnen immer neue, mml . W lb ,1" -J--- JI ' CT seltene Talente, die ich nimmer vermuthet hätte bei einem bei Ihnen zu finden. ' . M . fl r ft. mm P C Wir sind Ihnen dankbar sür diese Schilderungen, die gewiß zutreffend ein I. v. rl er . rr? ts. ' : iccrocn, a&iz nun uiw-u vvn vuiuuet mvi
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einer ernsten Freundlichkeit, und Sie ha-
ben recht gethan, sie durch keine Flecken zu trüben, die sich leider auch in Ihrem schonen Sstnrtfi hiirfton rtifnn Tnn s?S ist gewiß kein Unrecht, sich auch einmal an dem vollen Sonnenschein zu erfreuen, den jene seltene Stätte mit den lebensfrohen Bewohnern ausstrahlt. Sie müssenübri- . genö Paris ganz besonders lieben, und da fürchte ich fast, daß es Ihnen bei uns in dem kältern Norden nickt allm sebr ae fallen wird. Ich will eS Ihnen nicht verhehlen, gnadige Frau, warf der Freiherr fast träu- ! T j. . 1. f . m . t. 1 merizu) qin, oaß ia) mll zorlleve oorl geweilt und die Stadt ungern verlassen habe. Ich bin ein geborener Rheinländer, und diese hat es von le mehr nach der schönen Seinestadt gezogen als nach der nordlichen Residenz. Ich möchte fast fa gen, Paris war für uns, wenn vielleicht auch nicht cne echte, doch lmmernm eine Fee Lorelei, welche durch ihren Sirenengesang uns lockte und nach Westen zog, wo denn auch mancher in ihren Lebensfluthen seinen Untergang gefunden haben w r r mag. AZoyt oem, oer neven lyrer chon heit auch den Schuppenleib der Zauberin erkannte und sich wirksam gegen ihren da monischenReiz zu wappnen verstand. Mir ist es, fuhr er, sich wieder hoch aufrichtend und den Blick voll auf Frau von Goldner ruhen lassend, fort, als ob es auch für mich Zeit gewesen wäre, die Verlockende zu fliehen, als ob ich in der Heimath Schöneres und auch Edleres finden würde. r- , , ... l v. r Tante mit ihrem freundlich salbungsvollen Ton, indeß Frau Marie erröthend tief auf ihre Arbeit niederschaute. . Erstere hatte der Rede des vermeintlichen Damenschneiders mit offenem Munde zugehört und seinen letzten Worten die zunächstliegcnde Deutung gegeben. Einem Manne wie Sie, fuhr sie fort, der neben seiner Kunst auch unbestreitbar eine nicht gewöhnlicke Bilduna benkt. kann es nickt fehlen, in unsern gebildeten Kreisen sein Glück zu machen. Äh ein Gedanke ! rief sie jetzt plötzlich mit heller Freude und die leuchtenden Aucien aus den reiberrn aericktet. um' dann sofort bedauernd hinzuzusüaen : Dock sckade. iammerlckade. dan Ihre kostbare Zeit Ihnen wohl nicht erlauben wird, ikn ausulsübren. Reden Sie immerhin, mein anädiqes . I Fräulein, erwiderte Werner, der sich bei der frühern Rede der Tante mehrfach und . . 1 lächelnd verbeugt hatte. Wer wem, ob meine kostbare Zeit es wirklich verdient, ' .' . ! IYI Ihre gewiß gut gemeinten Vorschläge zurückzuweisen. Sie sprechen ganz bestimmt auch ein correctcS Französisch ? . Ich habe mich stets bestrebt, dies zu thun inwiefern es mir gelungen sein dürste, vermag ich selber nicht zu bcurtheilen. Dann könnten Sie ja auch unserer kleinen Lucie Unterricht im Franzöjischen geden. Tante, ich bitte dich ! rief Fran Marie, hastig und erschrocken zu der alten Dame aufschauend. Dein Wunsch ist, verzeihe mir den Ausdruck, indiscrer. Wie kannst du nur glauben, daß Herr Meunier seine vielen Geschäste eines Kindes halber unterbrechen und . vernachlässigen würde ? Und dann muß Lucie doch erst ihre Muttersprache wnlZl, bevor sie an eine fremde Spracht denken darf. Verzei hen Sie, Herr Meunier, wandte sie sich nun bittend an den Freiherrn, verzeihen I . . , . . . . . VT .,.. " v le meiner guten ante diese nur etwas nbckt anfirtfshmApn. umntsittn.-, (Sclhft infttn dar,,? exnnehen fnnn. I --'-- " " 1 ten, würde ich darauf verzichten müssen, Herr Werner hatte den Vorschlag des .?. ... . .'..' gräulein trou tetner cltiarnrctt onfana mtt einem recht freudigem fächeln begrüßt, dann aber den Blick sinnend auf Frau von Goldner gerichtet. Nach einer Pause wandteer sich an Fraulem von Hollberg und sprach mit einem Tone, der einen bestimmten Entschluß kündete : Gestatten Sie mir, Ihnen vorerst zu ich trotz meiner gewohnten täglichen Be. .s.;,. imm.r nnA -Im fr-!- (Crf1tMseriiaren, mein . .... !". . r anädiaes Fräulein, dak zu erübrigen vermag, und daß ich diese auch nicht angenehmer verbringen könnte, als ' . . . u ... ' .. m einer Familie, Die einen AM an Mlt so freundlichem Wohlwollen beehrt: zu. , . , , , .v .... ? , V vw v v v;r-v v w j 0 gleich auch Nicht Nttilcher, inoem Ich Mich mit e nem so beruaen lieben Kinde, wie ?ihre kleine Lucie. beschästiate. Doch verzeihen Sie, mein gnädiges Fräulein, wenn l ifiiicil vjLl. IllClIl UIIUU111C9 tTLUUlLlll. IUCIIII ick bttüalich des Unterrichtsstoffes den Wnfirf ten ran nan Mnldner beinklicki- - uer,'t muü es bei dem Kinde der Muttervl. n.r v rrx..:t Lehrer um so raschere Fortschritte ma chen. Sle reden a wie ein wirklicher Lehrer wie em jtfroie or uno Pen nonsvor V 0 mm . (-.1 mr stand und nicht wie ein Fräulein Eon Nanti kam nickt weiter, das verbänanin 1 1." , ' ' iJ - f I " , . r. r . . jti t. r jf. volle iu50ri ipraaz ie nicyl aus, oenn a)on Kreifrr 9uet umfaßt, ihr i 4wftv J''V '" " " 1" Mr ! .-- C C V i irtviVrtn ait um nfnni nr iinn nur nip in sllUU UJVII AI MMI II mmmvm, W m-m m, -m- --m . ;um .rmnrhi Qhht für das lnlbicke Kind viivuHf iv" l - I ' 'st, ,nend. svrack er mit einem alück. ' ".. . I chen Lächeln, Mit yeuem reuoenion zu I . . dem Kinde Willst du mit mir in schönen Buchern I s lesen lernen, meine liebe Lucie k Nck ' das wäre berrlick ! iubelte die l W " m ' w i. rw f jf. : . eine, im an oen reloerin cumic gend. Und recht folgsam will ich tem, dir Freude machen, und dann- sollst du . - . m ri!..... 1- ' . . . . uaNH lOUll UU ir einen schönen alle Tage muß Mamamnkda. auch zeoes vjcai von mir I äm m. . . u OT lmm S t i AciiK DClüniUlCIU Ul du kommen, und die liebe Mama muß da bei sein und mit uns lernen. " v V Sie sehen, sagte Herr Werner lacheno, zu den beiden Damen gewandt, daß nun von keiner Seite wider prochen werden . . . . . , darf. ' Die Schülerin hat nicht allem ih Eonstantia zögernd I 1 1 . , . -mw auf ihre Nichte, aber ich weiß Nicht, ob wir dieses Opfer wirklich annehmen dürfen. m . mm 's ä ' k . Waj! der unlerrichl leln uw von mir verlangt, sonderi. mir ein doppeltes Ver C ! 1 1 . L . jm mm Sl m WAtAM gnügen bereitet, entgegnete der Freiherr rä ch und hetter wie vorym, giauve ich I cvc.- SX.- ..s. ,1, fcnfipti fflnn i guciMwi vuhh a -w.
als ie mir zu vielen im sianoe gemein, vvu yuwvu, un iu( ijicia; jzau von um uujuc ein gewiß jcyr cyones, . Sie werden gewiß bei uns Ihre Rech- Goldner erhoben hatte, mit einer edeln doch auch' stilles häusliche? Leben, sogar nuna finden. Herr Meunier, sprach die Begeisterung die Hand der jungen Frau ein Leben der Arbeit einzutauschen? Die-
n. iitwsi ivracue. vriu en u,,v vsiuiciücii uciic , v," j v- wsa'" c :x. ot..c .. :..
er 93.(16 ist Hierin in gui.r Grund gefegt, sind die et weiter ch zu einem Schnleister. W" ; r' 5? Jfi
.n?. ging nö.higen Jr.schr e gemacht worden, ,u dem ehrcr ..nes mdez geworden, - -
oa,nr n um er,tdur,en ,,r an as w!-.z,qe ,,, m n auergnticn $(tmm ttieict ju langen 5. van oen nben nh werden alsdann anck. Mit et I äzeranugen uvcrnommen : Uno dann li , M . , .y r . . ,
kienttichen maS Liebe zum Lernen und - dem welche Wr.e Hatte er n Goldner Hören ? ,u r
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a iujoh v iction oieiunoen Mil amml oemonorar ""U" i : a..--.,. t . :
foll, wenn bestimmt. Ausdruck geben und zauchzend ru en muß- 7" ? können. D.kMch schön, Meinte Tante ten: Jch licbe! Zum ersten Mal ist die-
elf Uhr bis Mittag bin ich frei und werde mein neues Amtgleich morgen beginnen, nur muß ichdabei um Nachsicht bitten an Lust und Liebe zur Sache und zu meiner kleinen Schülerin soll es jedoch fehlen, dessen dürfen Sie sich versichert halten. Doch wa3 sagt die Mutter da--zu? Hoffentlich willigt auch sie in den m . - . , c P Wunsch lyresötlnoes, oer zugleich oer unt" rige ist, ein. Zögernd, mit bescheidenem ceoelon
hatte er sich an Frau von Goldner ge- oes Paris vesano, oer zur Zelt ganz unwandt, die bis iekt still daaeicssen und ei- gewöhnlich belebt war. Die überaus
nen sichtlichen Kamps mit ihrer Mutterfrcude und einem peinlichen Zögern gekämpft hatte. Nun aber hob sie langsam
das Haupt, richtete ihre schonen Augen ten die vornehme Welt der Residenz wohl voll auf den Freiherr und fprach mit der noch einmal zu den gewohnten Spazierihr eigenen innigen Unbefangenheit : fahrten hinausgelockt. Vor ihm fuhren
Ich wein nicht, Herr Meunier, welchen Zauber Sie anwenden, unser Denken und Handeln in so erfolgreicher Weise zu beeinflussen und auch zu bestimmen. . Wir sehen Sie heute zum zweiten Male und Sie haben bereits unser, aller Vertrauen in einem solchen Grade gewonnen, daß ich und meine zweite Mutter hier nicht zogern, das Liebste, was wir auf der Welt besitzen, unsere Lucie, Ihrer Leitung anzuvertrauen. Ich will es als einen sreundlichen Zufall, nein, als eine Fügung betrachten, die Sie uns zugeführt hat, und somit machte ich mich einer Sünde gegen mein Kind schuldig, wollte ich Ihren Vorschlag zurückweisen. Ich danke Ihnen, gnädige Frau ! rief C c... C. . 1 1. 1 1 V flJk - 1 " jf. O- . ergreifend und ehrfurchtsvoll an seine Lippen führend. Ich danke Ihnen und werde Ihr mich ehrendes und zugleich beglückendes Vertrauen zu verdieilen wissen. So werde ich denn von nun an jeden Morgen um die bestimmte Stunde die Ehr: haben, mich Ihnen in meiner Eigenschast als Lehrer nähern zu dürfen. , Nun dankte auch Fräulein Eonstantia m etwas verwirrter Weise für die aar freundliche Erfüllung ihres Wunsches, Herrn Meunier dabei mit einigem Zögern die Hand reichend, die dieser in seiner Erreatbeit ebenfalls leickt mit seinen Livven berührte. Dann griss er nach seinem Hut, seine Zeit sei um. meinte er. wenn es ihn auch aus ganz anderer Ursache hinaus und ins Freie drängte. ; ; .amm. m - . . m . I ' Wiesmai begleitete ihn das alte Fräu . - 1 t lern mtt Lucie bis aus oen Vorplatz, und unter dem offenen Eingang des Wohnzimmers blieben beide stehen, bis die Glasthür sich kinter Herrn Meunier geschlossen hatte. .. Die arme Zofe war abermals um eine Gelegenheit betrogen worden; ihrem Herzen Lu t zu machen und dem sckönen eleganten Damcn-Confectioneur ihre ragen vorzulegen, die sie von Stunde zu Stunde mehr beschäftigen und auch grausam quälen mußten. . Als Fräulein Eonstantia in das Wohnzimmer zurückgekehrt war, rief sie die An Wesenheit Lucies nicht beachtend, sich jetzt ihrem Enthusiasmus ungehindert überlas send: Ein ausgezeichneter ganz ausgezeichneter Mensch, nur Schade, - jammerschade, daß er noch so jung und nur ein Schneider ist ! Das eine, was du an ihm auszusetzen hast, liebe Tante, , entgegnete Frau von Goldner lächelnd, doch ohne von ihrer Arbeit, die sie wieder aufgenommen hatte. auszublicken, dürste Herrn Meunier wenig I '.. .y Kummer machen, und das andere beweiit I CY , r " m- i nur 01c wicgiigieu meiner sruyern ceoe, die du ein wenia indiscret Qerrn Meunier verrietbest. Äualeick fostst du c5 NUN Tel ' ..:. der erprobt, da auch em Arbeiter oder Schneider, wie du ihn immer tituliren r n , W . r ' , . ueDsi, ein geouocicr cann ciu rann. Der unsere voue cuiung, un,er rnroue rn demselben Grade verdient, als ob er un seresgleichen wäre. V. Die Versuchn na, und o;as Sckmer.en .tnas böjrnerjen. Diesmal dachte Herr Werner von Hai I Ul' li c; -.. TT bott aar nicht daran, der Gräfin von Soll. berg und ihrer Tochter den doch dringend notkwendiaen Besuch zu mack?,,. ,3 tr?h ihn hinaus ins Freie, einsamen Spaziergängen zu, denn Ruhe und Sammlung . . t rr...xi cm l lyal lym nvly. Nlicgenere Ävege oes Parks suchte' auf; in ihnen erging er I r.j. v..vj;s.t;A sXi-:n. jr. ... I 1 1 " w vu.tv ,5. iwaj killlliut ein 311 lammen em Mit Den beiden Damen. Was war während der .wenigen Stunden semes Weilcns in der HauptI viuiiun' innw vniuia in vu juuwtstadt mit ihm geworden? Die Rolle eines Pariser Eonfectioneurs batte er im Scherz übernommen und bereits in vollem . x..,,.s.-,x. s. s ,. müssen?! Zwar hatte ihm sein Vater bei der letzten Unterredung aus dem lauchi gen Balcon des heimathlichen Herrenhau ses dasselbe gesagt, daß Arbeit ehrenvollcr sei als Nichtsthun, und er hatte mitlei dig darüber gelächelt. Nun war ihm dieselirw . . oy I f w I (-STst4it rttet nmMI;iiiin Tr iiinniHUfiiii i m" "i",","wv wi.AiÖvMu kund geworden, und fekt hatten die WorI -w i rr . I i. mmm y A- 1 1 rt AtrrtnAf 4tl f tf IM i ic iuii muu im muiviiui, ujauiu uuu ' - " ' . ' . . ibre Richtigkeit sah er ein., Mit einem i . . . , . , Mal war es hell m ihm geworden, sem .s.. .t. ! s: vr.iL" .""""" 1"" u"' I J,.s,?,t ?? k n nweclio laien : leine ,euoen uno Genüsse, alles, was er bis jetzt als begeh renswerth erstrebt, erschien ihm schal und verwerflich. Wa5 hatte dies bewirkt was war mit ihm geschehen ? Frau von Goldner hatte von einem Zauber aesprochen, den der Verkehr mit ihm in der kleiujv, wi vfc -uvik; ..... V. uinen Familie bewirkt haben sollte. Nein, nein, es war anders, umgekehrt der Fall aewesen ! Er selbst war einem .Zauber gewei.en selbst war einem Zauber unieriegen, igm war ern unoer geiche I .-. V 9 m IVMtHA Mtilti t-A Uil . " . , , rrn v. r oen, vav iu, mui 4yua, leicht gar sich schämte anzuerkennen. Doch lange bannten solche Gedanken sem Emv . . Y. i . f.:.. r-- .tt... .rf V pnnoen mcyr; uy loar uoeroou, uno Sie, die ich bisher verkannte und mißach tete, hat sich mir nun in ihrer - ganzen Herrlichkeit offenbart und ' dies beseligende Wunder an mir vollbracht ! Owie ich liellebe unsagbar! ' Mit allen Fieoern memes Vkrze. mil inemem ganzen I PPttl rtnn Iffl tlslm ihr. öl- tm ihrptn mis .. a- , , ...
und mit einem Blick reine, leu che leoe cei Mir eingezogen -
den Blick und Lächeln in leuchlenoer Schöne immerdar vor mir sieht. Ich muß hin zu ihr, ihr alles sagen, was ich
bin und was in mir vorgeht, damit lyre Achtung, ihre Gegenliebe mir werden kann ! Em Zögern wäre Sunde an mir an ihr! Er wandte den Schritt. In seinr ..I t .11. V.?. . 'Xl f. L-L u,regung yane er oep mqi geaa)iei uno erkannte nun zu seiner Überraschung, daß er 1.1a) ganz in oer naye oes yauplweges milde SerbMuft. der klare Qimmel und warme Sonnenschein, wohl die Grüße der entschwindenden schönern Jahreszeit, hatm langen, sich kreuzenden Doppelreihen die eleganten Wagen der GeburtS- und Geldaristokratie, von .Reitern begleitet ooer geltreist, die meistens dem Militärstände angehörten und in ihren verschiedenartigen bunten Uniformen das belebte Bild erst recht zu einem farbenprächtigen und schönen gestalteten. Dieser Anblick, der unserm Träumer ganz unerwartet geworden, hatte ihn nicht allein vollständig aufgeweckt, sondern begann auch sofort ernüchternd auf ihn einzuwirken. Dorthin, in, die Reihen der Reiter und Iahrenden gehörte er, dort war auch bis heute sein Platz gewesen und nun sollte er die Aussicht, je wieder an diesem Vcrgnügen der vornehmen Welt theilzunehmen, i(nt.M SC.1.. -!.. ft serGedanke bemächtigte sich mit einer über rächenden Schnelligkeit seiner, mit der Gewalt eines mächtigen Dämons und Feindes seiner jungen Liebe, vor dem diese sich schüchtern bis in den entferntesten Winkel seines Herzens zurückzog. Langsam, doch immer mehr näherte er sich dem Wege und blickte starr mit sinster zusammengezogenen Brauen auf das verlockende Bild, unjchlmng, ober fliehen oder bleiben sollte, unzufrieden mit sich selbst. Jetzt . hatte er den Theil der breiten Allee erreicht, der, .von mächtigen Waldbäumen eingesäumt, den Fungängern eine sichere und angenehme Promenade bot. Hier wandelten und standen Leute aus allen Classen der bürgerlichen Gesellschaft, erfreuten nch an der Pracht der Equipagen, oen reicyen Toiletten ihrer Jnjajien, C V . . - A. m m.m ' ooer an oer Vcuonyeli oer Pseroe oer melter. Auch begleiteten sie die Vorbeiziehendcn mit allerlei entweder bewundernden oder witzigen und hämischen Redens- . ... rr- . t t . ' t rir v t ri harten. In der Nähe einer solchen plaudernd'en Gruppe war Herr von Halbott angelangt und unwillkürlich stehen geblie den. '-Wort fahrt totxt Äaron von Schmelzheim, sagte einer der Herren Seht nur die prächtige funkelnagelneue Equipage, die goldstrotzenden Livreen die herrlichen Traber ! Man merkt wohl, daß er an der Börse bei der Hausse ein paar Millionen gewonnen hat die an dere bezahlen können ! Laß ihn fahren ! sagte ein zweites Er konnte die Millionen ebenso gut verlieren. was eines Tages auch ganz bestimmt der Fall sein wird. - Doch paßt auf ! Dort, m dem Waaen kommt eine neue Bewoh nenn unserer Residenz. Unermeßlich reich muß sie sein, doch halt sie Mlt ihrem Gel de nicht zurück, sondern läßt es unter den Leuten circuluen. Die Grastn yollberg mit ihrer Tochter ist's ; sie hat ihr neues Palaisvom Kellner bis zum Speicher aufs . n. ... .rr. .'n, auerpraqllge uniiajien lauen, mcgis war I IC- ... Csi -. mm JO . -, w w 1 "7:"" vYl Herr von Halbott horte nichts mehr Er war schon auf dem Punkte aewesen. I v C TI . . . . .lt . . ( V. . sich von oer MM zu eisernen, ms oer Name der Gräfin an ,em Ohr schlug und !.. ...k.k-l. ,?.t. wl iv 5umiucuyitii mu ; ui. uu voi uuu jmuu, u Bw henden Blick auf eine hochelegante Equi page mit gepudertem Kutscher und Lakai gerichtet, in deren weichen weldenpolstern eine ältere und eine jüngere Dame mehr ruhten als saßen. Letztere war in ihrer reichen Toilette mit dem strahlenden, le .T S? ....oe t . -.. a . : rr. car:. lYttM scheinen wuroe Uverall klN lUI me5 .e n,r,n w Hrtfrta 52 S nntt slii em Mkiculnum UNQ Oer leiienen w. TnUrn ZWe ajua i i u vyiu ui -uuuiu uuu uutu - , s. , . ntpn rittNevn , '"V; ::" C y.:!1.!. m!r 5jlj "n" S" u lT T.Z S5" ? La. l. ' r v . r. ?QLU: n o a.ocii ui.juiuucu . wanoxe utig auac rocg unu cuic oaoon. tia aewesen und hatte nur zu willig Ein gang gefunden bei dem Manne, der bisheran gewohnt gewesen, nur dem zu hul digen, was sich ihm jetzt im blendendsten Glänze gezeigt hatte. - - Ich werde der Gräsin morgen meinen Besuch machen, sagte er sich schließlich, um die Gattin des alten Freundes meines Vaters und ihre selten schöne Tochter end lich kennen zu lernen. Und warum auch nicht ? Ein Besuch verpflichtet ja nichts. Im übrigen will ich dem alten französi. schen Sprichwort vertrauen, das da lau tet ; La rniit porte Conseil. Als Her? von Halbott am andern Vormittag seinen Gasthof verließ, sagte er sich zuvor noch immer dasselbe, setzte aber jetzd auch noch hinzu : Doch zuerst zu meiner kleinen Lucie, dann in das Hall i . rr , berglche Palais , . . JaK sranzomche Sprichwort mußte auch azs deutschen Boden seine Kraft be wahrt haben. (Fortsetzung folgt.) Sächsischer Kasse. Mann : Aber beute ist der Kaffe wie. Im O chsencoupe. .1 1 1. OchS : .Du, san uia fror), daß ma Ochs'n san! 2. Ochs: .Warum denn? 1. Ochs : Siehst denn net, wie sich d' Menschen beim Einsteigen plag'n müst'n
. "QJi .
Uter den Lappen. öerüöme Reisende du Ehaillu er.Lblt manckerle Interessantes von sei
nm Reisen in dem hohen Norden. Einen Besuch in dem Zei.'e einer lappischen Familie in Lapp.arke schildert er : rei uncz Weiber 'nd em Mann. die Bewohner deö Lagers, befanden sich vor dem Zelte, verschwandet jedoch .im Innern desselben, sobald fie uns eroucr. en. Die Frauen legten det unserem Eintreffen gerade noch die letzte 5'and an i .C.ft!. ' yre Ä-0lleiic, oie eine oricniglc chönen, silbernen Gürtel um ibre Taille, die zweite ordnete ihr Kleid, während die dritte die Schuhe anzog. Ihre bis zu den Knöcheln reichenden Röcke, aus sehr dickem blauem Wollenzeug, Vuolpo genannt, am unteren Rande mit rothen und aelben Streuen besetzt, ließen ein gleichfalls wollenes Untergemand sihen, dessen Halsausschnitt sehr hübsche, bunt . arbige Stickerei umgab. Wen )auplchmuck bilden indessen Gürtel, die häu- - fig sehr kostbar sind, nur eine dieser Frauen trug ttdoch emen mit vllver verzierten, die beiden anderen bestanden aus Kupferblattchen und waren die etwa 2,5 Eentimeter breiten Metallzierrathen dicht nebeneinander auf dem Zeug befestigt, daß sie dasselbe vollständig deckten; hübsche Schnallen vermittelten den Schluß und an der Seite hingen je ein kleines Messer, sowie eine Scheere herab. Sehr eng anliegende Beinlan gen von blauer Farbe vervollständigten das Eostum, auch hatte eine der Frauen , neue ommmcyuye aus geaeroiem Rennthierleder an, die beiden anderen jedoch waren barfuß,, was mir Gelegen- - hett gab, - die außerordentliche Kleinheit, schöne Form und große Sauberkeit ihrer Füße zu bemerken. Ebenso waren die Gesichter der Frauen rein yewascken und ihre Haare, sorgfältig gekämmt, unter wirklich zierliche Mutzen gestrichen. Zwei von ihnen waren überdies sehr hübsch. mit blonden, etwas röthlich schimmern den Haaren, blauen Augen, kleinen Händen und rosiger Gesichtsfarbe. An denienigen Stellen, welche von der mn Wirkung der Luft geschützt sind, zeigte die Haut eme wahrhast blendende Wele., Der Mann dagegen war durch Wind und Wetter vollständig gebräunt. Sein Rock (Kapte), kurzer denn deriemge der Frauen, reichte nur wenig über die Kniee und war am unteren Rande mit einem bunten Streifen verziert,, dessen lebhaste Farbe sich vortheilhaft von dem dunklen Blau abhob. Der Kragen des Unterjemandes war gleichfalls bunt gestickt, während der Schlitz der Kapte eine reich mit Silberzierrathen befete Weste sichtbar werden ließ. Den Gürtel aus Le der meist sind dieselben 57 Centi meter breit schmückten Bahrenzahne, zum Zeichen, daß der Träger auch glücklicher Jäger gewesen. Frei von aller Schüchternheit hießen uns die Leute willkommen. Der Kaffeekessel wurde über das Feuer gehängt, der bereits , geröstete Kaffee gemahlen, gekocht und ; mir in einer kleinen silbernen Tasse von sehr merkwürdiger Form dargereicht. Diese Tasse, welche meine Bewunderung erregte, war, wiex man mir sagte, ein Familienerbflück und schon etwa hundert Jahre alt. auch die Form des silbernen Löffels, gleichfalls ein Erb stück und noch älter denn die Tasse, var sehr zierlich. Derselbe, nicht ganz rein, zeigte die Spuren von Rennlhiermilch und es blieb mir vorbehalten, eine neue Art des Spülens kennen zu lernen. Wasser war gerade nicht zur Stelle, die eine der Frauen oder Mädchen fuhr deshalb ohne Weiteres mit ihrer kleinen, rothen Zunge so lange über denselben, bis er ganz sauber geworden, dann, als ob sich das ganz von selbst verstünde. füllte sie ihn mit Milch aus der Schale, rührte den Kaffee damit um und reichte mir bie Tasse. Es wäre Unwahrheit, behaupten zu wollen, daß diese neue Art des Spülens meinen Beifall gehabt, zum Glück waren die Zähne der erfinderischen Lappin gleich weißen Perlen und ihre Lippen roth wie Kirschen ;. groß ist die Zahl ihrer Stammesgenossinnen, welche ich seither gesehen, aber noch heute meine ich, sie sei die schönste unter ihnen Allen gewesen Wahrend die Männer sich dem Genusse ihrer Pseisen Hingaben, widmeten sich die Frauen dem Geschäfte des Ko-. chens, abgerahmte Milch, vermittelst eines hölzernen Löffels Zu Wasser gerührt, gab eine ebenso wohlschmeckende wie nahrhafte Suppe.' Jede der anwesenden Personen führte eine kleine. Tasche mit einem Löffel dann bei sich, aber auch in diesem Falle mußte die Zunge die Stelle von Waffer und Handtuch vertreten, während die Teller so lange mit den Fingern bearbeite! wurden, bis jede Spur der Suppe verschwunden war. Die Löffel besitzen übrigens die gleiche Form, wie die bei den Bauern Schwedens und Norwegens im Gebrauch befindlichen ; häufig sind sie, wie auch die sonstigen Slldergerathe, von hohem AI. ter, Gabeln findet man dagegen nicht bei den Lappen. Zur ilitärischen Finanz . . Wiss ens ch ust. Fähnrich : .Grenadier Eisenbeißer, können Sie mir sagen, wie viel Löhnung der Soldat täglich bei uns erhält?" Grenadier : .6 1J10 Kreuzer per Tag.Fähnrich : .Was het nun der Soldat dasür anzuschaffen V Er hat damit sein Putzzeug anzuschaffen : verschiedene Bürsten, als : Glanz, - Auf. trag, Putz-, Zchn, Gewehr-, Haarbürsten. PutzstöZe, Lack, Wichse. Stearin Gewehröhl, Kalk Schweinesett, Seife. Kämme. Svieael.. ...4" Fähnrich : .Gut, außerdem muß er seine Wäsche damit bezahlen und schließlich kann er davon noch sein Abendeffen be zahlen, das heißt : er kann sich ein Stück Backsteinkäse kaufen, von seinem Comiß dazu effen nach Belieben, und l?enn er Durst hat,' steht in tltm Zimmer ei großer Wafferkrug. Nach der Box sehnst soll er jedoch seineLöhnung so tn theilen, daß er per Tag nicht mehr als seinem täglichen LöhnungSantheil. verbraucht. Außerdem soll er ein ordentliches Leben sühren und keine Schulden machen.-
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