Indiana Tribüne, Volume 6, Number 282, Indianapolis, Marion County, 29 June 1883 — Page 2
Sndiana Hriöüne. FSgliHe- und Sonutagsansgave. Ofssc 12O.Marhlandstr. Indianapolis, Ind., 20. Juni 1833.
DaSVroöeHauö". ' Die Cassa Grande oder das große HauS bildet gewissermaßen den MittelPunkt, von dem auS sich zahlreiche andere Ruinen über Arizona verbreiten und nach Colorado, New Mexico und Mexico hin ein erstrecken. & ist bis jetzt nicht gelungen, die Zeit, in welcher die Städte, von denen diese Ruinen Zeugniß adle gen, blühten, auch nur annähernd fest zustellen. Der Umstand, daß sich über und neben jenen Ruinen mitunter Trum vier vorfinden, die augenscheinlich eine? späteren Entvickelungkperiode angehören, scheint anzudeuten, daß zwischen der Existenz jener uralten Städte und der Ankunst der Spanier im Lande ein qanzes Zeitalter selbstständiger Cultur.EntWickelung mitten inne liegt. Die Cassa Grande liegt unterhalb Tucson, Ar., und sechs Meilen von der südlichen Pacificbabn entfernt. Die Umgebung derselben besteht in weitem Umkreise aus der sterilsten Einöde, die man sich denken kann, sogar die Cacteen kommen hier nur spärlich vor. Hat man sich dem Großen Hause bis aus zwei Meilen genähert, so zeigen sich die Spu ren zersallener Adobehäuser und diese werden immer häusiger, je näher man der großen Ruine kommt. Unter diese Spuren mischen sich Scherben und Bruchstücke von Gesäßen au gebranntem Thon und beweisen, daß das Volks, daS einst hier gewohnt hat, nicht blos in der Architektur bewandert, sondern auch in der Anfertigung und im Schmucke von Gegenständen des Haushalts ersabren war. Endlich erscheinen zahlreiche Rui nen und in der Mitte derselben das Große Haus. Der spanische Pater Uiza war im 10. Jahrhundert unter den Indianern und Mexikanern als Mis sionär thätig ; in seinen noch Vorhändenen Auszeichnungen beschreibt er die Ruine, wie sie damals sich darstellte. Sie hatte in jener Zeit noch die Höhe, von ungefähr sieben Stockwerken, war also höher wie jetzt, wo sich die höchsten Bruchstücke derselben zu einer Höhe von nicht ganz vierzig Fuß erheben. Das Material, au dem die Mauern hergestellt sind, ist ein cementähnliches Gemenge aus kleinen Steinen, Kalk, Sand und Thon, hat mit Adobe nicht die entfernteste Aehnlichkeit und ist in hohem Grade verwittert, sodaß die Rui nen an Umfang abnehmen und wahrscheinlich seit der Ankunft der Spanier schon bedeutend kleiner geworden sind. Eine positive Angabe über die Ausdeh nung der Ruinen ist in sämmtlichen spa nischen Aufzeichnungen nicht vorhanden. Die Stärke der Marn beträgt fünf Fuß. An der innerenSeite derselben sind noch die Reste einer Politur ersichtlich, welche die dortigen Indianer noch heute mittels einer harzigen Substanz herstellen, die sie aus dem Safte mancher Cactus'Arten gewinnen. Das Gebäu de ist auf einer BodenErhebung errich tet und war von einer Mauer umgeben, deren Grundmauer noch vorhanden ist. In einer Mauerecke befinden sich noch die Ueberreste eines Thurmes, welcher das Große Haus"überragt zu haben scheint. Die Stärke der Mauern und die Umsassungsbauten deuten an, daß die Cassa Grande dereinst als Castell einer großen Stadt gedient hat, die sich von hier aus meist nach Süden ausdehnte. Jeden falls übertrafen die Bewohner der Stadt die nördlicher wohnenden Volksstämme an Civilisation und hatten die ihnen drohenden Angriffe von Norden het zu erwarten. Südlich von dem .Großen Hause" erstrecken sich die Ruinen von Häusern in solcher Anzahl, daß die Einwohnerzahl der Stadt auf 200.000 bis 300,000 geschätzt werden muß. Wie eine solche Menge von Menschen aus einer so öden und absolut unfruchtbaren Strecke leben konnte, wird au der noch ln einigen Ueberresten vorhandenenWas serleitung erklärlich. Diese scheint die Hauptleitung sür ein über die ganze Gegend ' verzweigtes Bewässerungssystem gewesen zu sein, schasste das Wasser aus dem mehrere Meilen entfernten Flusse Gila herbei und dieses verwandelte da malS die trostlose Einöde in ein frucht bares, aus Gärten und Getreidefeldern bestehendes Land. Welches Vzlk nun hier gewohnt hat, ob die Tolteken, oder deren Nachfolger die Azteken, oder ein von beiden ver schieden TypuS, dafür sind irgend welche Anzeichen bisher nicht entdeckt worden. Aehnliche Ruinen, wie dieje nigen in Arizona, werden nördlich bis Colorado und südlich bis Mexico qefun den, sind aber unter sich so ausfallend verschieden, daß sie augenscheinlich zwei weit von einander entfernten Cultur Perioden angehören, in deren jüngerer wir wahrscheinlich die Urväter der heuti gen PuebloS zu suchen haben. Unter den letzteren berichtet eine alte Ueber lieserung, daß die Apachen in das Land gekommen seien und die Wohnsitze der alten PuebloS zerstört haben. In den PuebloS sehen wir den civilisirtesten. in den Apachen noch, heute den wildesten JndianerTypuS vor unS, und eS mag wohl sein, daß die Cultur der alten PuebloS in den fortwährenden Kämpfen mit den Apachen bis auf wenige Ueber bleibsel untergegangen ist. Ueber etwaige Beziehungen der Tolteken und Azteken zu den alten PuebloS sehlt jeder Anhalt. VtrbreSknö.Ttaliflik. Nur wenige unter den Staaten , der Union haben eine Statistik der Verbre chen und Uebertretungen was sehr zu bedauern ist. Im Staate New J:rsey aber ist sie durch ein Gesetz vom 23. März 1882 verordnet und c3 liegt der erste Bericht darüber vor, der ein halbes Jahr umfaßt. In diesen 6 Monaten wurden 7533 Verurtheilungen zu
fstnanin ausaesvrcüen. bezw. Gefangene !
' 4 f- LJ I I , W f in den ZuchthSuskrn übernommen. DlkS gibt im ganzen Jahre 15.000 Verurtheilungen, unter einer Bevölkerunq von nahezu soviel Seelen, als die Stadt New Bork zählt, in welcher doppelt ss viel Verurtheilungeii vorzukommen pflegen. Der Erklärungsgrund ist einfach der, daß etwas über die Hölfte der Be wohner des Staates New Jerfry nicht !n Städten, sondern aus dem Lande wohnt. .Die rein ländlichen unter den 21 Eounties liesern nicht viel über ein Zehntel der Verurteilungen. Die bei weitem größleZahl der bestras ten Uebertretungen betrifft Männer über 16 Jabr alt, nämlich 5851. Es wurden blos 1230 Frauen und 321 Kinder unter 16 Jghren bestraft, aber (o milde be straft, daß in den Gefängnissen durchweg noch kein Zehntel von weiblichen Sträf. lingen vorhanden find und sast gar keine Kinder. ' Enthaltsame von geistigen Getränken gab es 1231 und mäßige Trinker 1903, unmäßige aber 10)7, endlich Trunken bolde GG3. Von- etwa' 800 ist nichts angegeben. Auch da5 6cpälic.t nicht die oft gehörte Behauptung der Temperenz ler, daß die ungeheure Mehrzahl der Vergehen im Trunke oder von Trunken bolden begangen wird. itt. . !u.n,k,n fmh rp.i ffn.;; f Itililfc VI -l 44 U Hit VtW. Vip und 406 Farbige. Von den Bestraften waren 3516 in den Ver. Staaten, 3390 im Auslande geboren. Die eingewan derte Bevölkerung beträgt noch kein Fünftel der Eingeborenen und liefert mithin einen unverhältnißmäßig großen Antheil zu den Verbrechen und Ver gehen, die irische Einwanderung den relativ größten. Farmer stellten das kleinste, Tagelöhner und Leute ohne Bttus" das größte Contingent. französische Wktber Politik. In den ministeriellen streifen Frank reich? ist man von dem Gambettistischen Treiben des Ministers deS Aeußern Challemel'Lacour nicht sehr erbaut. JuleS Grevy war von Herzen gegen das neue Abenteuer in Annam, Ferry auch nur mit halbem Herzen dabei, Waldeck Rousseau aber, obwohl Gambetta ihn entdeckt und ihm die große Laufbahn erschlossen hat. giebt seinen sür das an namitifche Geschäft schwärmenden Col legen einen Stoß, der wohl berechnet sein , muß, weil das Tonkinggeschäst und jene, die es betreiben dadurch grell beleuchtet werden. Die dem Minister naheflehende .Re forme" bringt einenBricfmechsel zwischen einer bekannten Dame der PariftrHalb welt und Gambetta, der allerdings schon vor sechs Monaten in einem Pariser Blatte aufgetaucht und auch autogra vbirt war. der aber jetzt in Waldeck's Blatte wieder in Erinnerung gebracht wird, und zwar sicher nicht ohne Absicht. Es wurde schon damals ironisch ange ratben, diese.Dama-in außerordentlicher Mission nach Hue zu schicken, um Tüdüc durch die Macht ihrer Beredsamkeit zu aewinnen, wie sie Gambetta sür ihren Plan gewonnen batte. Die Franzosen pflegen bei verdächtigen Vorfällen,. Cri minalprozessen u. s. . zu fragen : 2Öo ist die Frau V Nun, in der Tonkingangelegenheit ist die Fnxu" nach der Beschreibung der .Reforme" eine .Pariserin von Paris", der das leichte Leben Millionen und ein Prachtbotel eingebracht, der die Natur einen liebenswürdigen und guten Chä rakter, eine angenehmeHülle undFluthen goldener Haare mitgegeben hat; sie nennt sich Valtesse Madame Valteffe de la Bigne, wenn Sie ihr ein Vergnü aen machen wollen; man hat ihr den Beinamen .Goldstrahl" verliehen, und dieser Bemame gefallt tQr. Frau Äal tesse ist in die Angelegenheiten vonon kina bineinaeoaen worden dazumal, als Gambetta Präsident war, im August 1880. Aus dem Weiteren der .Reforme" er hellt, daß dit.Dame",die in Cochinchina einen Freund" hat, eines schönenTageö aus den Einfall, lam, oa& in Annam .Alles 3iii aewinnen sei. wenn Frankreich seine Schutzhobeit über Tüdücs Reich ausbreite. Jt bat Gambetta um eine Zusammenkunft, und dieser emvfina sie und trug ihr auf, ihm einen Bericht auf fc. 4 t- 9 Grund ihrer persönlichen Altenfluae, vie sie von ibrem freunde batte. abzufassen. Sie schrieb denselben ' und ließ ihn in suns Exemplaren abziehen. Aus diesem Berickte aiebt die .Re forme" Proben, die. ein fades, frivoles Gescbwän entbalten. wie man das Reick Anam in den Sack stecken könne, wenn man Tüdüc unter die französischeSchutz Herrschaft stelle : um dies zu erreichen, brauche man den geizigen und eitlen Tüdüc nur gegen China und Spanien aufzuhetzen,venn möglich einen Einfalls versuch der Chinesen von Vünnan in Tongking zu veranlassen, Tüdüc dann den französischen Schutz anzubieten und ihm so die Schutzhoheit aufzuerlegen. Gambetta bedankte sich durch Brief vom U. September 1880 für diese Mit theilung, von der er sagt : Ich halte dieselbe für ausgezeichnet in Form und Inhalt, und Sie sollten dieselbe veröf fentlichen lassen, wenn Sie nicht vor ziehen, daß ich selber sie veröffentlichen lasse." , Der Berichterstatter der .Reforme", der von der .Dame" über ihren Plan unterrichtet wurde, schließt mit den Wor ten : ' ;Jd) füge hinzu, daß es gut war, diese Angelegenheit in Erinnerung zu bringen, in welcher man einen großen Staatsmann schaut, der mit einer Frau gleich zu gleich verhandelt. So wahr ist es, daß die Höchstständen' der Menschheit stets Unterthan einer Köni gin sind, .die noch erhabener ist als sie, der Schönheit." Dieser Schluß ist ent weder eine frivole Gemeinheit oder bei ßender Hohn.'. Zur. Ehre des Blattes, in welchem derselbe veröffentlicht wird, wollen wir daS letztere annehmen. Die .France" bemerkt zu der Enthül lung über Gambetta? Verhältniß zu der Dame aus der Halbwelt und beider zu der anamitischen Angelegenheit: .Es ist bekannt, welchen beklaaenSwertben l Einstutz die opportunistische Politik auf
die Tonkmg'Angelegenheiten ausgeübt j
tat. Aber es war uns bekannt, daß Herr Gambetta zu dem militärischen Einschreiten in Tönung von einer Öcldm Zolas, einer Frau von angenehmen Sitten und bonavartistiscben Anücbten. von Frau Valtesse angeregt worden war. Die anmuthlge Vertraute des ehemall gen Kammerpräsidenten hatte auch Freunde" lnEochrnchlna; sie interes strte sich sür ihre Geschäfte ; sie faßte den Entsazlun, sich an den Allmächtigen lener Zeit zu wenden; sie besuchte ihn, ge wan.: ihn durch ihre Berichte, und des halb laufen wir beute Gefahr, mit China m ttrieg zu gerathen. Der .Telegraphe hebt hervor, dak gerade die .Ncsorme" diese Geschichte in' Publikum bringt : .Die Neforme ist em yaibamtllches Blatt, das, sagt man, einen Minister zum Inspirator hat, und zwar nicht den unbedeutendsten; man traut seinen Augen nickt." Der .Jntranngeant" theilt über daS Vcrhältnlk mit: .Nicht blos Element Laurier, sondern auch Fräulein Valtesse hatte ihr yanochen im Tontmgaeschafte. Fräulein Valtesse. die Bonapartistin ist. gab weiland em Feuerwerk am Geburtö tage des kaiserlichen Prinzen. Einem schönen Frauenzimmer verzeiht man selbst seine Feuerwerke. Gambctta ging weiter ; in feiner Eigenschaft als Land Hausnachbar hielt er es nicht sür unter seiner Wurde, mit ihr an der Ausdeh nung unserer Colonialmacht zu arbeiten. Hütte der Tod ihren Gedankenaustausch über Tonking nicht plötzlich abgeschnit ten, so wurde Antonlus schließlich wahr scheinlich den Thron von Annam dieser Cleopatra angeboten haben." ..... Und'daS ist die Politik der .gro ßen Nation", welche an der Spitze der Civilisation zu marschiren wünscht ! Schneller Wechsel. Zu Sioux Falls, Dak., hatten sie in der Nacht vom Freitag v. W. (15. Juni) Frost und am folgenden Samstag 90 Glad im Schatten. D:r Westen. Wir haben seither die Entwickelung des Westens und Nordwestens an einzel nen Staaten und Territorien nachzuwei fen versucht und wollen jetzt an der Hand des Census und neuerer, ergänzender Berichte ein kurzes Gesammtbild vor Augen führen. Vor 50 Jahren waren selbst die Staaten Qhio, Michigan und Jndiana verhältnißmäßig wenig, die Staaten und Territorien Wisconsin, Californien, KanfaS, Oregon, Monta na, Iowa, Nevada und viele andere noch gar nicht bekannt. Damals hatte Chi cago 29 stimmberechtigte Wähler, stand von St. Paul noch nicht ein einziges HauS, war St. Francisco eine mexica nische Ansiedelung, die cs nicht zu irgend welchem Aufschwünge bringen konnte, war Milwaukee noch auf keiner Land karte zu finden, empfand selbst Buffalo kaum eine Ahnung davon, daß es durch die Vollendung des ErieCanals beru fen sei, bald eine bedeutende Rolle im Handel unseres Landes zu spielen. Fas sen wir dagegen im Westen die Fort schritte der letzten zehn Jahre in'S Auge. Oregon mit seinem Flächengehalte von 95.274 Quadratmeilen hatte im Jahre 1870 eine Bevölkerung von 90,923. 1880 eine solche von 174.000 Seelen, während sich die Zahl der Einwohner seiner größten Stadt, Portland, ver dreifacht hat. Im vorigen Jahre wur den in dem Staate 12.673.000 Bushel Weizen geerntet, gegen 3,127,000 Bushet im Jahre 1873, so daß sich der Ertrag in 10 Jahren vervierfacht hat. Die Lachsfischerei ist in ähnlicher Proportion gewachsen. DaS Territorium Washington, wel che früher ein Theil von Oregon war, entwickelt sich in ähnlichem Verhältnisse. Neben der Vortrefflichkelt des Klimas und der Fruchtbarkeit des Bodens wird dieses Territorium durch seine Wälder begünstigt. Tannen, Fichten, Eichen und Cedern von ausgezeichneter Quall tät sind noch in scheinbar unerschöpfli chen Beständen im Distrikte des Puget Sundes vorhanden. In einer Säge mühle werden dort täglich 180,000 lausende -Fuß Bretter geschnitten, und ein anderes Etablissement, da? täglich 250.000 Fuß liefern wird, geht seiner Vollendung entgegen. Der Vorrats an Holz in diesem Dlstricte wird auf Iß, 000,000,000 Fuß geschätzt. Die Holz preise und die Arbeitslöhne steigen. Montana hat einen Flachengehalt von 143.776 Quadratmeilen, lst mtthm un gefähr dreimal so groß, wie der Staat New Bork. Dort hat sich die Viehzucht in wunderbarer Weise entwickelt und wird, in Kurzem noch dadurch einen wei teren Aufschwung erhalten, daß das Schlachtvieh an Ort undStelle gefchlach tet und in Wagen - mit Kühlapparaten nach dem Osten versandt wird. In Dakota, dem größten aller nordwestlichen Territorien, gewinnt der Getreidebau täglich an Ausdehnung. In dem Thale des Red River des Nordens kommen Maschinen bei dem Anbau und der Ernte des Weizens m noch großartlgeremzlcaß stabe in Verwendung, als selbst in den älteren Ackerbaustaaten, Der District Jellowstone wird schon in nächster Zeit durch die Eisenbahn einer zahlreichen Ansiedelung zugänglich gemacht werden. In Nebraöka wurden im vorigen Jahre 15.000.000 Bushel Weuen geern tet, viermal so viel, als 10 Jahre vorher. Ein ähnlicher Aufschwung lst ln Callfor nien und den übrigen Gebieten am Stil len Meere zu verzeichnen, kurz, die rasche Entwickelung des gefammten Westens ip . . m r. c r p ' oyne Velfptt! ln oer ciqiqie. fflorida im Sommer. Das Land, welches alljährlich Tau sende aussuchen, um den Unbilden des Winters in anderen Landestheilen zu entgehen, oder in seinem milden Clima Genesung zu suchen, gilt im Sommer für unerträglich heiß und ungesund. In vielen Theilen deöStaateö ist dies aller dingS richtig, aber Florida'S sogenannte Stt'Reaion. welche die Mitte des Staa
teS bildetbietet auch im SoMMtk 'einen so angenehmen und gesunden Anfent balt. wie wenig Gegenden der Welt. Diese Negion wird von den fünf große ren und unter sich verbundenen Seen
EustlS, Dora, Harris, Apopka und Grifsin gebildet, welche ihr Wasser dem Fluste Ocklawaba zufübren, einem Pa rallelflusse deS St.Johns', in den er sich 25 Meilen oberhalb Palatka ergießt. Noch vor wenigen Jahren besnhr nur ein Dampsboot diese Seen und brauchte z. B. zur Fahrt au dem südlichsten See bis in den St. Johns' volle drei Tage. Jetzt verbindet eine 30 Meilen lange Elsendayn den St. Johns. u:tt dem, Städchcn EustiS an dem See gleichen Namens und die Dampsschiff'Verbin düngen auf den Seen stnd so vortrest lich, oaß die Reis von irgend einem Punkte an den Seen nach Jacksonville nur ungefähr 24 Stunden und nachNew York 43 Stunden dauert. Diese Eisenbahn und Dampsschrnverbmdung hat die Ansiedelung der ganzen Gegend außerordentlich beschleunigt, so daß z. B. in unuiitlelbarer Nähe der kurzen Eisen bahn allein über 500 Familien sich an sasstg gemacht und glückliche Hnmathen gesunden Haber. An sämmtlichen Seen sind kleine Städte entstanden, deren be deutendste, TavareS, Leesburg und Ja laya, sich n ähnlicher Weije entwickeln, wie manche Niederlassungen im Westen. Von der erwähntenBahn werden Zweig bahnen nach TavareS und dem östlichen Ufer deS See Harris erbaut. Die Temperatur steigt hier um Mit tag nicht über 80 Grad und eine unun terbrochen wehende kühle Brise erhält die Luft frisch und rein ; sie ist die Folge der ungeheuren Verdunstung, welche von den Seen aus ununterbrochen stattsindet. Die Üuft giebt das Wasser, we! ches sie in Dunstform aufnimmt, in täg lichen befruchtenden Regen zurück und diese bewirken die unvergleichllcheFrucht barkelt, die üppige Vegetation dieses Theils von Florida, der außerdem eine unfruchtbare Sandwüste sein würde. Freilich verdanken diesen Regen auch Myriaden von MosqultoS ihre Entstebung, doch diese Feinde der Menschen schlafen bekanntlich am Tage und m der Nacht muß man sich durch Gazefenster vor ihnen schützen. DaS Land ist an den Seen seiner Fruchtbarkeit entsprechend theuer, der Acker nicht cultnurten Landes kostet $40 bis $100, und Für men von 60 Acker Land mit einemWohnHause und ein paar hundert Oranaen bäumen werden Mit $8.000 d,s $15,C00 bezahlt. In Mayn ard. Mass.. ist türz lich eine Bibliothek eröffnet worden, in welcher nicht nur ein Lesezimmer Allen ü)tn steht, fondern auch Bucher unent geldlich auSgeliehen werden. Die Ver waltung der Bibliothek wird von den Gründern ebenfalls unentgeldlich ge ührt. Gleich am ersten Tag. nach der ErSssnung bat eine Wame den Nechtsan walt Rand, der an diesem Tage, als Bi bliothekar fungirte, um ein bestimmtes Buch und erhielt zur Antwort, dasselbe sei nicht in der Bibliothek vorhanden. Die Dame schien sehr heißblütiger Na tur zu sein, denn sie entgegnete ohne Weiteres : .Sie sind ein Lügner und nur zu faul, das Buch zu suchen !" Hier bei kam es sogar zu Thätlichkeiten un) der Bibliothekar wurde verhaftet. i Born Jn.LNve. ine Bande .Pfeudo.Zi geuner" macht die NeuenglandStaatttt unsicher. Die Leute besteben aus abae dankten CirkuS'ttünstlern. die sich für Zigeuner ausgeben. In einem großen Zelte, das früher ebenfalls u einem ClrcuS gehört hat, geben ste Vorstellun zen, die ihre Hauptanziehung durch ei nen Akrobaten, einen .Messerwerfer und einen .Feuerfresier erhalten. Die Frauenzimmer suchen die Farmer aus und erbieten tick um Wabrsaaen. Die Zigeuner-KSnigin ist eben so hübsch als unfcrupulSS und lm Stehlen stehen die falschen Zigeuner den echten nicht nach JnVersolauna eines StiereZ. der von der Heerde losgebrochen. sturUen am letzten Dienstag m der Nach barschast von LittleFrenchmanRange, Neb., Chas. Hughitt, Wm. Thompson und John Green einen beinahe 100 Fuß hohen Abhang mltsammt ihren Pserden hinab. Alle Drei erlitten Verlltz mgen. an denen sie seither gestorben sind. Californien hofft dieses Jahr, obwohl der Regen ungewöhnlich spät eintrat, eine Million Tonnen Wei zen (37 Mill. Bushel) zu ernten. Um sie nach Europa zu schassen, werden 500 Schiffe von durchschnittlich 1400 Tonnen Last nöthig sein. Und diese Ernte wird mehr einbringen, als alle Goldberg rrke. Japane fische und chinesi sche Studenten haben in den letzten Jahren die Abgangsprüfungen von amerika Nischen Collegien und Academien wieder holt mit besondererAuSzeichnung bestan den. Am vorigen Donnerstag hat auch ein Burmane, Akyahuzo Myattway. den ersten Preis auf der MadisonUniverst tät in Hamilton, N. Y., davongetragen. Der junge Mann hat gerade dieses Col lege besucht, weil dasselbe zu derselben ttirchengemeinschast gehört, deren Mitglitd der bekannte Missionär Adoniram Judson in Burmab ist. Col. Tom Ochiltrkk, der he kannte Congreß'Repräsentant fürTezaS, hält sich zur Zeit in England auf und ist über die Gewohnheiten und Eigen thümlichkeiten seiner englischen Vettern nichts weniger als entzückt. Er sagt z. B.. die Engländer hielten beimCinsteigen in Omnibusse oder Straßenbahnwagen geflissentlich ihreRegenschirme urdStöcke so unter den Armen, daß ste hierdurch die übrigen Passagiere verletzen müßten. Diese Unsttte will Tom resormiren. Neulich fuhr er .am Strande" in einem Omnibus, ls ein Engländer in denfel den mit einer Süffisance trat, als ob er zu dem Directorium der OmnibuS'Linie gehöre. Derselbe stieß Tom mit seinem Regenschirme richtig in den Nacken und dafür fuhr ihm Tom'S Faust mit solcher Gewalt zwischen die Augen.dak der. Eng.
länder zu Äöden fiel und 'seinen Hut u. j
tnt Bnlle verlor.- Tom setzte ,yn hier aus von seinen ResormBestrebungen in Kenntniß und wurde ein .amirikanisckeS Schwein" genannt. Tom räth allen texanischen Viehzüchtern, die nach Lon don kommen; sich seinen Neform-Bestre-bung.cn anzuschließen. Sechstausend junge Alligatoren werden jährlich in Florida ihrer Häute, Zähne und OelS wegen verkaust. Der Preis ist $25 das Hunlert. in Retail 75 Cents bis $1 das Stück. Zweijährige lebende Alligatoren bringen dem Fänger 50 Cents und dem Hä?.dler $2 bi? 55 p?r Stück, je nachdem dieZahl der Reisenden im Abnehmen oder Zu nehmen begriffen ist. Ein 10 Fuß lan ge Exemplar ist für den Fänger HO und ein 14 Fuß langes $25 werth, wäh rend die Händler zwei und dreimal so viel dafür berechnen. Die Eier bringen dem Finder 50 Cents per Dutzend und dem Händler 50 Cents das Stück ein. Einer der erfahrensten AlligatorenFänger gibt folgende Beispiele einer erfolgreichen Jagd: Einmal verdiente er in . drei Tagen 539.75; in 6 Tagen $20.10 und in 8 Tagen $40.25. Sehr Viele haben schon AlligatorSteak auS Neugierde gegessen, um den Geschmack desselben kennen zu lernen, aber Manche essen eS der Billigkeit wegen, oder weil sie kein anderes bekommen können. Wenn eS geschmort oder gebraten wird, schmeckt eS wie Beefsteak mit Fischsauce, während die Vorderbeine, wenn sie ge braten werden, einer Mischung von Hühnerfleisch und Fisch zu vergleichen sind. Das, vaS in Amerika für die größte und verdienstlichste Kunst und Wissenschaft gilt, der Schwindel der Geldmacherei, kann also auch von Frauen in großer Vollkommenheit gelernt wer den. DaS neueste Beispiel davon hat eine Madame CarliSle gegeben, welche ohne einen Cent nach Montreal, Canada, kam, aber nach einem Monat mit $10, 000 elschmindeltem Gelde hinausging. Sie gab vor, eine Hochschule ersten Ranges für Frauen errichten zu wollen, veröffentlichte ein prahlerisches Pro gramm der Anstalt, nahm zahlreiche Schülerinnen an, welche vorausbezahlen mußten, miethete ein Haus der präch'ig
sten Art, Alles auf Credit, und bewog zwei Geschäftsleute, ihre Wechsel im Betrage obiger Summe zu unterzeichn nen, welche sie bei den Banken verkaufte. Noch hat man ihre Spur nicht entdeckt. Arme Canadier, die noch EuropenZ übertünchte Höflichkeit nicht kannten " Der ant Freitag i n N e w Vork eingetroffene Hamburger Dampfer Rugia" begegnete am 20. d. Mtsauf daher See dem britischen DampferBel gravia," dessen Maschine zerbrochen war. Der von der Nugia- ungebotene Bei stand ward abgelehnt. Die neueste .Erfindung", die namentlich ThealerUnternehmern, Vorlesern und Festrednern zur Anmen dung empfohlen wird, besteht darin, daß die Lust in den Auditorien mit Lachgas in verdünnter Form imprägnirt wird. Hierdurch soll daö Publikum in eine so heitere und empfänglich? Stimmung versetzt werden, daß es den Leistungen, die ihm geboten werden, viel dankbarer entgegenkommt, wie in gewöhnlicher Atmosphäre. Teutsche Lokal Nachrichten. Charlottenburq, 7.Juni. Der Jäger Krause aus Bornstedt, der seiner Zeit den Wilddieb Bellin aus Nothwehr erschoß, hat sür die bei der Gelegenheit bewiesene Energie einen Ehrenhirschsän zer erhalten. Frankfurt a. )., 7. Juni. Der Besitzer der größten hiesigen Cigarren fabrik, Georg Kaumann, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und die ler geselliger und WohlthätigkeitZver eine, wurde bei der Rückfahrt von Reit ein, wohin er mit feiner Familie einen Ausflug gemncht hatte, von einem Schlagansall betroffen und war sofort todt. Kosten (Posen), 8. Juni. Im 75. Lebensjahr ist hier der Rechtsanwalt, Justizrath Brachvogel, ein in unserer ganzen Provinz und besonders auch un t:r den ärmeren Volksschichten bekannter und beliebter Anwalt, nach längerer Krankheit gestorben. Obornik (Posen). 8. Juni. Ge. legentlich einer vor Kurzem hier abge haltenen Versammlung des landwirth schastlichen KreiöyereinS haben die Ver einkmitglieder sich verpflichtet, bei der Annahme von Arbeitern zu bedingen, daß dieselben an den in die Bestell und Erntezeit fallenden katholischen Feier tagen arbeiten. Ferner soll bei der KreiSsynode beantragt werden, daß auch der Büß- und Bettag in eine sür die Landwirthschast geeignete Zeit, z. B. in den Winter verlegt werde. Pleschen (Posen), iZ. Juni, In dem Zeitraum von einem Jahr sind im hiesigen Kreise sünf größere Rittergüter mit einem Gesammtareal von ca. 13.000 Nergen in anderen Besitz übergegangen, davon vier Güter, und zwar Czermin mit 592 Hektar. Kuckaw-mit 533 Hek tar, Wieczyn mit 639 Hcktar und Zako wice, mit 288 Hektar Areal, auS polni fchen in . deutsche Hände. Das letzte Gut, Lenartowice, mit 1266 Hektar Areal, war in deutschem Besitz und ist auch wiederum an einen Deutschen (Hrn. v. Bogen) verkauft worden. G e i s a, 6. Juni. Die durch ihren WohlthätigkeitSsinn bekannte Familie v. Eichel'Streiber in Eisensch hat zur Ver theilung an die hiesigen Abgebrannten 1700 M. hergegeben. Herr Eduard v. Eichel'Streiber gab die Anregung zu dieser Sammlung in seiner Familie und schenkte zu dem wohlthätigen Zwecke 1000 M. ' - ' Jena, 6. Juni. Der Besuch der hiesigen Universität ist in diesem Jahr ein recht bedeutender. Die Zähl der immatrikulirten Studenten, also auö schließlich der sog. Hörer, beträgt über 620. V Meiningen, 6. Juni. Nach dem Jahresbericht des herzogl. BergamteS in Saalfeld für 1882 ist den Aufschwung
des SchleferarmelaeschästS ein bedau
ernöwerther Rückaana aefolat. und eine rechte Besserung auch gegenwärtig noch nityi eingetreten, gine in vlyem Grade Gedeihen verbeinende Ausuckt knukkt sich sür die Montanindustrie, ebenso wie für andere Proouctlvgewerbe der jcrelje Saalfeld und Sonnebera an die??ertia stellung der nunmehr im Bau begriffenen ijenvaynllNle lchlchttzstoahelm. C a l a u, 6. Juni. Die Leiche der in der Reudener Haid.e ermordet Gefun denen tst jetzt als die der lungen Frau des Töpfers Gründler aus Mühlbach bei W t . ..M. m xicuEiau loenllNZlrt woroen. Dieselbe stand mit dem Dachdecker Fr. hier in intimem Verkehr und war von diefem bei einem neulichen Besuch eine Strecke Wegs nach Saßleben zu begleitet wor den. Der Verdacht, die Gndler ermordet zu haben, lastet aber nicht auf ibm, sondern auf dem Chaustcegeld Einnehmer Noack aus Reuden, der auf Befehl des Staatsanwalts in Untersu chungshaft genommen worden ist. .Aus Anhalt, 6. Juni. Von sämmtlichen 21 anhallischen Städten ist Oranienbaum die jüngste, und dennoch feiert eS am 8. Juni den Tag deS 200 jährigen Bestehens. Geschichtliche Merk Würdigkeiten hat die-Stadt nicht aus zuweisen, ebenso wenig ist das geistige Leben oder die wirthschaftliche Ent Wicklung von Bedeutuug. Bemerkens werth sind die näheren Verhältnisse der Begründung der Stadt. Sie ist an der Stelle des Dorfes Nischwitz entstan den, das im 16. Jahrhundert wüst war, und im 17. Jahrhundert wieder aufge baut zu sein scheint. Die Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von An Halt-Tessau fand die Lage des OrteZ so anziehend, daß sie dort ein Schloß zu haden wünschte. Dieser Wunsch wurd ihr erfüllt, indem der Fürst im Jahre 1863 das noch jetzt vorhan dene herzogliche Schloß erbauen ließ, der Fürstin Henriette Katharine von Oranien zum Geschenk mochte und zu Ehren derselben den Ort Oranienbaum nannte. Fürst Johann Gecrg starb am 7. August 1693, seinem Soh.ie, dem Prinzen Leopold, fiel die Regierung zu. Da er jedoch beim Tode des Vaters noch minderjährig war.sührte an seiner Stelle die Fürstin Henriette Katharine die Re gierung. Mit großer Sorgfalt und. Einsicht unterzog sie sich der Erziehung ihres Sohnes, der spater nicht blos die Negierung des Landes übernehmen soll te. sondern auch noch sür andere große Zwecke bestimmt war. In Oranien bäum verlebte Fürst Leopold, bekannt unter dem Namen d alte Dessauer," einen Theil seiner Kinderzeit. Pad erbo rn, 6. Juni. Hier steht sür den 1. Juli ein seltenes Jubiläum bevor. Herr ttreisgerichtsrath a. D. Consbruch wohnt nämlich seit dem 1. Juli 1833 bei dem Herrn Juwelier Nie. meyer daselbst in ungetrübter Freund schaft und Nachbarlichkeit mit demselben und hat die Wohnung unausgesetzt bis heute inne gehabt. Jngolstadt, (Bayern) 8. Juni. Als des . Mordes an dem Ausschläger Mühleisen von Eitensheim verdächtig stnd der Gütler Spüth, der Schanz arbeiter König und der Gütlerssohn Maier, sämmtlich von Gnmerheim, ver hastet worden. Kausb euren, (Bayern) 8. Juni. Zum Scheibenjubiläum der hiesigen Feuerschützengesellschaft hat auch Prinz Lullpolo eine prächtige Ehrengabe ge sandt, und zwar eine prachtvoll gearbei tete colossale Meerschaum-Cigarrcnspitze, eine Episode auS der Bauernschlacht von Sendling darstellend, ein Meisterstück der Meerfchaumschneiderei von hohem künstlerischen und pecuniärem Werthe. Waadt, 8. Juni. .Anden Bettü. gereien des verschwundenen 'Bezirksein nehmerS Mallet von Aron soll auch des sen Sohn, Großrath Alfred Mallet, be theiligt sein. Deiselbe war seineSVaters erster Angkst.'llter und konnte in Ouchy ' ve-.hoftet werden. Vom Vater hat man indeß noch keine Spur. Ein Berner Namens Charpier hat der Stadt Vevey, wo er kürzlich starb.L6.000 Fr. zuWohl, thätigkeitszwecken hinterlassen. Dinkelsbühl (Bayern), 8.Juni. In dem nahen Wilburastetten stürzte der Bahnaspirant Wiede:na.in, Sohn des Bürgermeisters undLaivrathe? W. von Wörnihhosen, von einem im Lause be, sindlichen Rollwagen, wabel ihm der rechte Fuß abgefahren wurde. Die Yer etzung ist eine fa schwere, daß an Miede ckta.lNS Auskommen gezweifelt wird. Erlangen (Bayern), 8. Juni. Die Sefammtzahl der gegenwärtig an hiesi tt Universität immatrikulirten Stud! enden betragt 640, ein: ZisZer welche .loch ,'. erreicht wurde. Y e i d e l b e r o, 0. Juni. Der 7. Verbandstag deutscher Conditoren. mit' welchem eine Fachausstellung in den Räumen der Turnhalle verbunden ist, wurde heute eröffnet. Es zeigt dieselbe u. A. wahrhast künstlerisch ausgeführte Productionen des ConditoreigewerbeS : große Aufsähe von Chokolade mit Blu menvasen, BouquetS von Zücker, Blu men von. seltener Schönheit, Jagdstücke. Bonbons, Eonsituren, .Marzipan- und andere Torten, Liqueure u. f. w. . Des Weiteren sind aber auch die Hilfsäppa ' rate jeder Art, Eismaschinen, Backöfen. Formen in einer besonderen Abtheilung ' zu? Schau gestellt. An Festlichkeiten ist für einen der nächsten Abende eine Be lkuchtung der Schloßruine, in Ausftcht genommen, ein Schauspiel, welches schon sejt Jahrzehnten Tausende von Gästen an? Nah und Fern bei unS vereinigt. ES sind etwa 150 deutsche Conditoren hier anwesend, außerdem noch Fach genossen aus Frankreich, der' Schweiz, Italien, England und selbst aus Rord. amerika ; weitere Besucher sind für die nächsten Tage noch angemeldet. 'Die Ausstellung ist von 150 Firmen beschickt. Berlin. 6. Juni. Eduard Daege, ein früherer beliebter Historienmaler, Mitglied des Senats der Berliner Aka demie der Künste, ist heute früh gestor ' ben. Er war in Berlin 1805 geboren, Schüler der Aiademie und von 33a.-;..
und malte zahlreiche Bilder für Kirchen, sowie in's Romantische streifende Hista rien- und Genrebilder.
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