Indiana Tribüne, Volume 6, Number 280, Indianapolis, Marion County, 27 June 1883 — Page 2

V Ji

Sndiana Hriöime. FSgkZche und Sonntagsansgaöe. Offfce: ISO O.Marylaudstr. Indianapolis, Ind., 27. Juni 1883. ttünstllche Sclzönyk'.t Die altmodische Behauptung, daß nur die natürliche Körperschönheit einen Werth habe, ist schon längst, und zwar nicht blos von dem schönen Geschleckte, in die Rumpelkammer geworfen. Die Kunst, der Schönheit nachzuhelfen, ist von der Kunst, die Schönheit zu machen, überholt worden. Wie die London World" versichert, hat auch die öffentliche Meinung, wenigstens in der jogenannten vornehmen Welt, einen Aufschwung in so fern erfahren, als man die erkünstelte Schönheit nicht mehr bespöttelt oder bemitleidet, sondern sie unter Umständen als recht geschickt gemacht" ansieht und bezeichnet und ihr hierdurch eine gewisse Daseinsberechtigung einräumt. Die genannte Zeitung erzählt von einer im.Uebriaen qanz achtenswer then, reichen Dame in London, die 85 Jahre alt, aber noch sehr rüstig ist und durch nichts in eine so frohe Stimmung versetzt wird, als wenn ihr ein Herr mit dem Anscheine von, Ueberzeugung versichert : Die gnädige Frau sieht wahrhastig noch aus, wie eine Frau von drei big." Kein Wunder : das Haar ist falsch, die Zähne sind falsch, das möchte sein, aber Gesicht und Hals sind nicht etwa blos geschminkt, sondern, um die Runzeln zu verbergen, dick mit Schemlz überzogen, emaillirt; die Schultern sind, um nicht die durch das Alter gebeugte Wirbelsäule zu verrathen, durch eiserne Stäbe gestützt und die Büste ist gemacht". Wenn eine Narrin von 85 Jahren ihren Lebensabend .zu solchen Thorheiten mißbraucht,wcnn sie das ehrvürdigeAntlitz der Greisin durch den erborqten Schein der Jugend prostituirt, so ist dies wenigstens ein Vortheil für ihre Urenkel, denn diese brauchen, um die Börse der Dame zu ihen Gunsten zu öffnen, ihr nur recht keck in' Gesicht zu sagen: Wir haben doch die schönste Urgroßmutter, die es in der ganzen Welt giebt." Bedenklicher wirkt die Sucht, die Schönheit künstlich zu erhöhen, bei der weiblichen Jugend. In London und anderwärts wird in den besseren" Gesellschastökreisen der Genuß von Arsenik, um die Augen sakcinirender" zu machen, immer allgemeiner, verdrängt da3 Erna illiren ziemlich allgemein das'Schminlen. werden die engsten Schnürleibchen auch in der Nacht "nicht abgelegt. Kürzlich hat sogar ein Friseur eine Maschine erfunden, welche die Formen der Nasen vervollkommnet. Jedwede Dame kann hier ihr Stumpsnäschen und wäre es noch so reizend, was diese NSSchen in der That so häusig sind in eine Nase ala Langtry verwandeln. Sie braucht nur über Nacht die Nasenmaschine aufzusetzen und in wenigen Wochen wird sich die gewünschte Umwandlung vollziehen. Es ist ein erhaoencr Gedanke, sich eine hübscke Engländerin vorzustellen, welche den Reiz, den Jugend und Gesundheit dem schlafenden Gesichte verleihen durch die Nasenmaschine verscheucht, und in Folge des nothwendiger Weise zum Athmen geöffneten Mundes schnarcht wie ein betrunkener Jrländer. Doch hiermit noch nicht zufrieden, benutzen die jungenund vornehmen Damen der Weltstadt Streckbetten, um schlanker und länger zu werden. DaS sind Betten mit einer Matratze, an denen sich Apparate befinden, mittels deren der Körper durch Zug an Kopf, Hals, Hüften und Füßen gedehnt wird. Aehnliche Vorrichtungen gebrauchte im ersten Viertel dieses Jahrhunderts die 'Orthopädie, um gewisse Verkrümmungen deSnicht normal entwickelten Körpers auszugleichen. Die Wiffenschast ist längst hiervon zurückgekommen, weil das Streckbett der Gesundheit nachtheilig ist, aber verblen dete Eitelkeit hat dasselbe, in London wenigstens, wiederum eingeführt. Im Mittelalter begegnen wir den Streckbetten in den Folternkammern und der Ersinder desselben ist der RäuberZDamastes m.Attika. Allmälig, nach und nach bemächtigt sich die Sucht, die Schönheit durch Kunst zu erhöhen, des weiblichen Herzens. Auch hierbei fängt man mit Einem und mit Kleinem heimlich an. Nur einen Hauch von Farbe für die Augenbrauen, dann nur eine Spur von Roth auf die Wangen, und fcdann in schneller Folge Emaille. Arsenik, Nasenmaschine und Streckbett und wer weiß, was demnächst noch weiter. Jedes Zeitalter und jedes Land hat seine Modethorheit, die es besonders begünstigt ; wie viele Amerikanerinnen an der Temperenz-, so scheinen viele Engländerinnen an der Verschönerungöseuche zu leiden und das Beispiel einer berühmten Französin zu vergessen, daS allerdings blos in dieser einzigen Beziehung Nachahmung verdient. Die galante Ninon de Lenclos bewahrte sich bekanntlich ihre Körperschönheit bis in ihr hohes Alter und pflegte zu sagen. daß sie dleseS Gluck lediglich dem Um stände, verdanke, daß sie nie andere Schönheitsmittel gebraucht habe, als Waffer und Suse. Eine höchst viHtlge Entscheidung ist soeben von einem Gerichtshöfe im Westen gefällt worden. Einern Paffa gier des Schlafwagens war, währender schlief, sein Geld entwendet worden, ver selbe verklagte die Eisenbahn - Gesell schaft ausErsatz seines Verlustes und hat seinen Proceß gewonnen. DaS Gericht schließt: Wenn eine Compagnie sich dafür, daß sie den Reisenden Gelegenheit bietet, während der Fahrt zu schlafen, bezahlen läßt, so übernimmt sie hierdurch nicht nur die Verpflichtung, ein Bett zu liefern, sondern auch die weitere, die

Reisenden, während sie schlaf? oder zu r r , . i a rrv ... t. . r js : i. i

jcjiajcn occeajugi unu, zu vejuen. Dieser Schutz muß sich auf das Eigenthum der Reisc::dcn so lange erstrecken, als diese nicht in dc? Lage sind, denselben selbst auszuüben. In analoger Anwendung dies?? Rech:Sgrundsatzes komt man zu dem nahe liegenden Schlüsse, daß die Compagnie den Rci senden in der Ausübung dcZ von ihm fcc zahlten Rechtes zu schlafen beschützen muß. denn die Schlafgelcgcnheii ist werihloZ, wenn die Benutzung derselben nicht von dem Verkäufer gewährleistet wird. Hieraus ergiebt sich mit zwingender Noth wendigkeit die Verpflichtung der Gesellschaft, dafür zu sorgen, daß die Nachtruhe der Reisenden nicht durch einen oder mehrere Paffagiere desselben Schlaswagens gestört wird, welche die liebens würdige Angewohnheit haben.im Schlafe zu schnarchen. Würde die Compagnie dies nicht thun, so hätte sie das Schlafgeld unter falschem Vorwande angenommen und wäre aus diesem Grunde zu dessen Rückerstattung verpflichtet. Man hört bis jetzt noch nicht, daß die Eisenbahn. Gesc!lschcstcn oder die Pull-msn-SchlafwagcnCo. schon entsprechende Maßregeln getroffen haben, aber Reisende, die in den Schlafwagen durch Scknarcder am Einschlafen verhindert werden, mögen nur Processe anhängig machen; der angcsuhrte Pracedenzsau bürat dafür, daß sie obsicacn. und dann werden die Compagnien schon daran gehen, das Schnarchen aus dem tocvislT maaen fern au halten. Voraussichtlich werden sie dies zunächst durch Anschläge in den Schlafwagen, dafc alles tochnar cken volitiv verboten ist. au erreichen su chen, doch dürste sich die Einrichtung von Schnarchwagen vielleicht noch mehr ein senken. Scknarcbwaaen sind minde stens ebenso nothwendig wie Rauchwagen. ffranzSstsche Slnsprüche an Mav.? gaökr. Während noch die französische Regie rung und die ihr dienstbaren Zeitungen die verschiedensten Angaben über die llr sachen der .Expedition" nach Madagaskar machten, überreichte bereits Admiral Pierre der Hova-Regierung sein Ultimatum. Nach der Verwerfung desselben sing er einzelne Küstenstädte zu bombar diren an, leitete also den Krieg in der eindringlichsten Form ein. Eine Prüfung dieses Ultimatums und der darin enthaltenen Bedingungen. laßt aber klar und deutlich erkennen, daß das Vorgehen der Franzosen brutal gewaltthätig ist und jedes Scheins von Berechtigung entbehrt. Mit demselben Rechte könn ten sie irgend eine friedliche Nation der Erde angreifen und mit Krieg überziehen. Admiral Pierre forderte nicht nur eine Geldentschädigung und die Erlaubniß für französische Bürger, Grundbesitz auf Madagaskar zu erwerben, sondern auch die .Anerkennuna eines französischen Protektorats über die Nordwest-Küste gemäß der Verträge von 1841." Man sollte daher glauben, daß die Vertrage von 1811 den Franzosen das Recht einräumten, eine Schutzherrschast über jenen Theil der Insel zu beanspruchen, aber daS ,st keineswegs der Fall.. Sie wurden gar nicht mit der HovaNegierung abgeschloffen, sondern crn den Sara-lava-Stämmen an der Nordwest-Küste, die seit 1821 genau so zum HovaReiche gehörten, wie die Bewohner von Sa voyen zu Frankreich. Diese Sakalavas hatten sich 1839 gegen die HovaS aufge lehnt, und der Befehlshaber eines fran zösischenSchiffeS, welches gerade in je.ien Gewässern kreuzte, benutzte die günstige Gelegenheit, um emen Vertrag mit ihnen abzuschließen. Er versprach ihnen fran zösischen Schutz, wogegen sie ihr" Ge biet auf dem Hauptlande und die ab feits gelegene Insel Nosibe abtraten. Letztere wurde von den Franzosen besetzt und behauptet, aber Ansprüche an irgend welchen Theil Madagaskars hat Frank reich auf Grund der Verträge von 1811 bis in die neueste Gegenwart nie geltend gemacht. Der Sakalava Ausruhr wurde schnell ainterdrückt und die Herrschaft der Hovas wieder rn ihrem ganzen Umfange hergestellt. Französische Schiffe bezahlten 40 Jahre lang die von den Hovas im Sakalava Gebiete erhobenen Zölle, und als ein französischer Unterthan, der ohne Er laubnik eme Mme m jenem Theile der Insel zu bearbeiten angefangen hatte, von Hova Truppen getödtet wurde, erhob die französische Regierung leme Beschwerde. Abgesehen von dieser that sächlichen Anerkennung der Hova-Sou veränität fehlt es aber auch nicht an einer formellen, denn durch Verträge, die im Jahre 1861 und 1868 mit der HovaReaieruna avge cylonen wuroen, räum ten die Franzofen dieser ausdrücklich die Oberhoheit über die ganze Insel ein. Wenn jetzt Frankreich zur Begründung seiner Ansprüche auf die Verträge von 1841 zurückfällt, so ist das ern Schwin del, der einer großen Nation ganz und gar, unwürdig ist. Die Madagaffen haben in den letzten Jahren ganz bedeutende Culturfortschritte. gemacht und sich bereit gezeigt, mit der ganzen Welt in Handelsbeziehungen zu treken. Unter sranzösischer Herrschast würden sie nur ausgebeutet werden und Rückschritte machen. Hätten sich die Engländer ttichr in Egypten die Hände gebunden, so würde dieserGewaltstreich den Franzosen wahrscheinlich verleidet werden. WmtxtaxQt Universitäten Bei den letzten Schlußselerlichkeiten der sogenannten Universität von New Vork ereignete sich die Merkwürdigkeit, daß im Ganzen nur sechs Baecalaurei" der Künste und elf Baccalaurei der Wissenschasten aus der Anstalt entlasten wurden. . Außerdem wurden, allerdings noch an 6 Civilingenieure und 15 ange. hende Aerzte Diplome vertheilt, aber die Fachschulen, in denen diese Jünger der Wiffenschast ausgebildet wurden, sind mit. der eigentlichen Universität" seh, lose verbunden. Der Festredner hielt

eö daher sür arae.e'zzn. oas Venc'.'r:, der Anstalt gewinerll'.aen zu entschuldrgen. Er mußte sich sagen, daß das große Publikum derselben bei einer so schwa chen Betheiligung überbaupt leine Existenzberechtlgung zu'zestebcn wurde . und führte daher zu ibrc:n Lobe an, daß sis den prolcsw.ntiichkn K'rchen gespulte Geistliche liefere, mit nhn Athleten und Svortsmänner ausbilde. Dclselbe Zweck läßt sich jedoch, wie das Beispiel Deutschlands zeigt, auf zeder umfliegen Universität gut genug crrclchcn. Das höhere Schulwesen in den Ver. Staaten befindet sich zugcstandenermaßen in eine? der Giöze des Landes unwürdigen und den darauf verwendeten Kosten nicht im Geringsten entsprechen den Verfassung. Mit Ausnahme von höchstens vier oder fünf gediegenen Anstalten stehen sämmtliche Colleges" und UnwersitieL" auf einer klägliche Kiebngen Stuse. Nach dem Grunde dieser Erscheinung braucht man nicht lange zu forschen. Es giebt so viele Schulen, die gleichzeitig vorbereiten und in den FachWissenschaften unterrichten wollen, daß die einzelnen weder zahlreich besucht, noch mit wirklich tüchtigen Professoren versehen sein lönnen. Dazu trat dann noch eine ganze Menge von hwv scliools" und mcdical Colleges", die fortwährend um ihr Bestehen ringen und in Folge dessen nicht selten Diplome verschachern. Auf den paar guten Univer sitäten sinden sich die Söhne der reichsten Leute zusammen, und ein armer Jünglmg, der sich nicht täglich demüthigen lassen oder von der Gesellschaft seiner Studiengenosien abschließen will, ist gezwungen, sich mit einer Ausbildung von höchst zweifelhastem Werthe zubegnügen. Eine vollständige Trennung der Vorbereitungsschulen von den eigentlichen Universitäten ist das erste Ersorderniß. Alsdann würden ganz von selbst diejenigen fachwissenschastlichen Schulen eingehen, die niät lebensfähig sind, und die überlebenden würden wesentlich bester werden Kindermorv. Im Keller des Hauses des Dr. Hata wau in Philadelphia wurden bekanntlich Ende voriaer Wocke Gerivve von Kinderleichen aufgefunden, Knochen, von oenen die yunoe das $ti)q avgesrelsen hatten, eine förmliche SchädelstStte. Sie sind die Zeugen eines Verbrechen?, das heute so alltäglich geworden, daß nicht einmal die Aufdeckung eines solchen Massengrabes gemordeter Kinder einen mehr als vorübergehenden Eindruck macht. Als die Polizei in den Keller eindrang, fand sie zunächst in solchem vergraben eine Partie Knochen und Knöchelchen, welche der Arzt des Coroners untersucht und für Knochen von Babies erklärt hat. In demselben Hause und zwar in einenr Zimmer des dritten Stockes wurden 12 Gläser mit Kräutern und ein Faß gefunden, das mit einem alten Rocke zugedeckt war. Auf dem Rocke lag eine große Familienbibel. In dem Fasse befand sich eine kleine Ledertasche, welche Gläser mit Flüssigkeiten, Säuren und Pulver enthielt, sowie ein Sack aus Kattun mit chirurgischen Instrumenten. In einem anderen Zimmer wurde in einem cisernen Theekesie! das aus Holz und Eisen hergestellte Instrument entdeckt, mit dem der Doktor sein schändliches Gewerbe betrieben hat. Ein Contobuch des Verbrechers enthält die Ramen von ungesähr 200 Frauenzimmern, die dem Doktor $5 bis $30 für seine Dienste bezahlten. Der systematische Kindermord ist heute thatsächlich eine gesellschaftliche Institution. Kann es ein himmelschreienderes Verbrechen geben, als den Mord des Kindes durck seine eiaene Mutter ? Die wilden Bestien des WaldeS schuhen ihre Nachkommenschaft mit der Gefährdung ihres eigenen Lebens, aber unsere verfeinerten Sitten verdecken eine Sitten losigkeit, welche vor dem naturwidrigsten aller Verbrechen nicht zurückbebt. Und das ist das Grauenhafteste dieser Moralzustünde, daß man sich gar nicht mehr entsetzt über Ereigniste, wie das in Frage Ueyende; daß dft Gedanke, sem eigen Fleisch und Blut umiubrinaen. die ent menschten Mütter nicht erschüttert und nur die Angst um die mögliche eigene Gefährdung jene verworsenen Geschöpft vor ver Operation zittern labt. Wie ist das unheimliche Räthsel ,u lösen, das scheinbar unbegreifliche daß ncutter ihren Nachwuchs systematisch vernichten? Das Verbrechen ist nickt auf unverheirathete Personen beschränkt. wo es m der falschen Scham, der gesellschastlichen Verdammung der Gefallenen, eine Erklärung finden könnte. Es ist auch nicht beschränkt auf die ärmeren Bevölkerungsklasien, wo der Kampf um die Existenz desto schwerer, je größer die Familie. Es ist bekannt, daß die brauen der wohlhabenden und reichen Elasten sich keinen großen Kindersegen wünschen Sie finden sich dadurch in ihrem Wohl' leben, in ibrer Suöt nach Vergnügun gen beeinträchtigt. Viele Kinrer sind auq deshalb nicht erwünscht, well das Vermöaen dereinst zu sehr vertheilt luuiuc. üuu uiitiiu yuuiiK 01 .t-v oft r. (n.Hiaio ! n . n . könnt, dak ne dem iwel':nder.S stem" kuldiaen. Was über diele 5bl hinausgeht, wird umgebracht. Der Kindsmord früherer Zeiten geschah fast ausnahmslos zur Verdeckung emes söge nannten .ekltrittes" lediaer brauen zimmer; die Mordepidemie der Gegen wart wurzelt in dem Hange zum Wohl leben und in den wirthschaftlichen 3u ständen. Es ist ein Mord aus kalter Berechnung. Der Colorado. Auf der westlichen oder pacisischen Abdachung unseres Continents ist der Colorado der mächtigste Strom südlich von dem Columbia. Von den mit ewl gem Schnee bedeckten Berggipfeln der Felfengebirge in Montana, Wyoming, Colorado, Utah, Aruona, Nevada und New Mexico gespeist, ergießt er sich bei Port. Jsabe! am Golf von Calisornien

südlich von dem 32. Breitengrade in das j

Stille Meer. Als Spanien noch aus den westlichen Gewässern ausschließlich herrschte, und lange bevor die angelsächstjche Raste nur daran dachte, auch im Westen von Amerika der amerikanlichen Nation Wohnstätten zu bereiten, fuhr eine Flotte von Kri.'schiffen den Strom hinauf, um der crftin spanischen Armee, welche von der Stadt Mexico aus das Continent gekreuzt hat, Mund- und KrikgIvorräthe zu überbringen. Die Schlugt, welche de? Colorado an einer Ausdehnung von 375 Meilen durchläuft und welche die Form eines Hufeisens bildet, ist der tiefste Einschnitt in die Erdrinde, welcher irgendwo aus dem Erdbälle vorhanden ist ; sie erreicht an vielen Stellen eine TZese von 5000 Fuß und enthält landschaftliche cenerien von wunderbarer Großsrt:akeit und Wildheit. Die erste amerikanische Expedition, welche diese Schlucht jemals durchforscht bat, stand unter dem Comm indo des Maior Powell und vollendete bereits vor 14 Jahren ihren Be richt übn die geologische Beschaffenheit dieses Raturwunders. An einer Stelle hat sich der Strom 2800 Fuß tief in eine massive Marmorsormation eingewühlt und dort fuhren stufen, die in den Marmor gehauen sind, auf den Kam des Gebirges. . Diese Stufen gehören zu den Bewelsen, daß in vorgeschichtlicher Z?it eine gewisse Cultur ouch in der Schlucht des Colorado heimisch war, die auch sonstige zahlreiche Spuren in Ruinen und Gräbern zurückzelasjen hat. Nur wenige Distncte in der Schlucht und den in dieselbe einmündenden Thälern bieten der Landwirtbschast günstige Aussichten, ober als Wasterstrüße wird der Colorado bcreir.sl noch eine für dieBerqbaudistricte jener Gebiete bedeutsame Rolle spielen. Zur Ze:t sind Gold und Silbererze, die einen Feingehalt an Metall bis zu $100 pro Tonne ergeben, noch absolut werth los. und in der Schlucht und in deren Nahe sind ganziHügcl vorhanden, welche aus dera:tigrn Erzen bestehen, aber jetzt die Bearbeitung noch nicht lohnen ; da? selbe gilt von unerschöpflichen Lagern an Borax. Thonerde, Alumen, Kupfererzen und sonstigen werthvollen Mineralien. die nur der Ausbeutung und billlgcr Transportmittel harren. Die Z.6anermasie, welche der Colorado dem Meere zuführt, wird derjenigen gleichmachtet, die aus denZ vier oberen Seen mittels des Rlagara dem Ontario zuströmt, der Lauf des Colorado ist aber in seiner ganzen Ausdehnung größeren Behinderungen der Schiffadrt untermorsen, a? dies bei dem Niagara abgesehen von fccrnn Fällen natürlich der Fall ist. Bei mittlerem Wasserstande entspricht der Strom nach Breite uns Tiefe derThemse bei London, demRheme bi'x Mainz und dem Mississippi bei Han nibal. Er ist in der erwähnten Schlucht durchschnittlich 600 Fuß breit und 50 Fuß tief und legt in der Stunde ungefähr 10 Meilen zurück. Im Juli verdoppelt sich seine Wastermaste, imAugust und September nimmt der Wasserstand ab, steigt dann wieder und steht,so lange die Zuflüsse aus den Bergen zugefroren sind, am tiefsten. Eine Regulirung des Flußbettes kann mit verhältnißmäßig geringen Unkosten ausgeführt werden und würde zur Folge haben, daß der Colorado das ganze Jahr hindurch bis 30 M'ilen oberhalb des Einflusses de Virgin für Seeschiffe fahrbar wäre. Vom Inl.:Nve. In ManSfield, Maff., wurden dieser Tage sünf Bettler verhaftet, in deren Taschen Geldmünzen im Betrage von 5500, zwei Revolver und ein registrirter Bries vorgefunden wurden, aus dem hervorgeht, daß dieselben eine bedeutende Summe nach Jerusalem, ihrer Heimath, abgeschickt haben. Ein Mann ausConnecticut ist in Ausführung einer origincllenSpeculation'begriffen. Es ist derselbe, dessen Beraubung in cinerSchnapsspelunke de? Hesterstraße in New Pork vor eini gen Monaten durch die Zeitungen lief. Er hatte damals in der erwäbnten Wirthschaft zur Bezahlung eines 5 Cents kostenden Trunkes einen Zmanzigdollarschein auf den Tisch gelegt. Der Wirth hatte die Note an sich genommen und, als der Fremde ihn an Herausgabe der .$19.95 erinnerte, Stein und Bein qe schmoren, er habe nichts erhalten. Der Fremde hatte schließlich froh sein müsten, mit heiler Haut aus der Kneipe zu entkommen, hatte bei der Polizei Anzeige gemacht und war mit einem Haftbefehl und einem Polizisten zurückgekehrt. Ein betrunkener Bummler, der sich in der Wirthschaft befand, hatte aus den Polizisten gefeuert und die ser hatte den Kerl über den Hausen geschossen. Die Wirthschaft war hier durch fo bekannt geworden, daß sie gute Geschäfte gemacht haben würde, wenn die Polizei nicht vorgezogen hätte, die Bude zu schließen. Jener Fremde laßt, um zunächst zu seinen $19 95 zu kommen, weiterhin aber viel Geld zu verdienen, ein großes Gemälde jener Vorgänge anfertigen und wird damit daS Land durchreifen, mit seinen klärenden Vortrage nicht nur die Erzählungseiner Erlebniste, sondern auch Skizzen über die New Yorker Pohizeiverhältnisse, die Geheimniste der MetropoliS und sonstige piquante Sächelchen verbindend. Der Mar.n hosst. namentlich auf dem Platten Lande, in kleinen Städten und im fernen Westen riesige Geschäfte zu machen. I Chicago haben bisher 3,000 Wirthe um Licenzen in Gemäßheit des neuen GescheS des Staates Illinois nachgesucht. Die Ausstellung der Papiere wird geraume Zeit in Anspruch nehmen. Der Farmer Higgins in Charles County, Maryland, sah dieser Tage in einem seiner Kirschbäume etwa? Schwarzes. Er glaubte, e3 sei eine Krähe und schoß sein mit groben Schroten geladenes Gewehr auf dieselbe ab. ES war die Hand eines Farbigen, der, durch eine Bretterwand verborgen, von demNachbar-Grunustücke au dieKirschen kosten wollte. Man fürchtet, daß die Amvutation der Hand nöthig wird.

Beider Feier des 87. Stis- l tungssestes des .Schildkröten. Clubs- in Hodoken, N. I., hat kürzlich Jeremiah Pengborn 19 große und vollgefüllte Suppenteller Schildkrötensuppe, einen unmittelbar hinter dem andern,verspcist. Unermeßlicher Jubel folgte der Heldenthat, und dem wackeren Frestcr wurde ein riesiges Bouquet überreicht. Wenn es möglich ist, Schildkrötensuppe in solchen QuantitäUn zu verzehren,' sollte dieselbe lieber ganz verboten werden. Wie leicht kann sich durch derartige unMäßigkeit Jemand schaden. Fräulein-öivingston in New Jork, der in ihrem Prozesse gegen Henry Fleming die Summe von .Z75,000 wegen Bruchs eines Eheversprechens zugesprochen war, hat Mit Heinrich auf $15,000 gcfetttir und weigert ,sich jetzt, ihrem Advokaten mehr als die Hälfte der Gebührensorderung desselben zu bezahlen. Zwei junge Närrinnen in St. Joseph, Mich., verschluckten dieser Tage ziemlich eine halbe Unze Arsenik, um den Teint und die sammetartige Weichheit ihres Felles zu erhöhen. Diese Dose ist selbst für ein Pferd zu stark, das ein glänzendes Fell erhalten soll. Frl. Mary Duncan ist todt und Frl. Sänger wurde von den Aerzten mit knapper Noth gerettet, sieht aber so elend aus, daß sie nie wieder Arsenik versuchen wird. Ein Schweizer Uhrmacher in Pennsylvanien hat soeben eine Uhr vollendet, deren Mechanismus noch künstlicher und complicirter sein soll, aVt derjenige der Uhr im Straßburger Münster. Das Werk spielt innerhalb 12 Stunden drei Musikstücke und führt 2,022 selbstständige automatische Bewegungen aus. DiedeutscheRegierilnghat den bekannten Kenner der Landwirth schaft, Prof. Dr. Sering von der Universität Bonn, mit Untersuchung der Aöerdauverhältnisse in den Ver.-Siaa-ten mit speciellem Bezug aus den Wcizenbau beaustragt. Der genannte Gelehrte hat bisher, Calisornien, Qregon, das Territorium Washington, Montana und Theile von Dakota und Minnesota durchreist und einen vorläufigen Bericht über die Ausdehnbarkeit des Weizenbanes in diesen Districten und den zur Ausfuhr zur Verfügung stehen-cn Ueberfchuß über den inländischen Bedarf eingeschickt. Er glaubt, daß der Weizen bau inColifornien einer bedeutendenVergrößecung nicht sähig ist, daß dagegen in Montana und im Territorium Wash' ington noch unermeßliche Strecken der Weizencultur offenstelzen, und daß in Montana der Boden sich besser für Weidezwecke, als für Getreideban eignet. In Minnesota können noch große Flächen mit Weizen bestellt werden. Sering hält trotzdem die Zeit sür nahe bevorstehend, in der die Ver. Staaten in Folge der Zunahme ihrer Bevölkerung nur wenig Weizen werden exportiren können. Die größere Produktion an Weizen während der letzten 15 Jahre ist eine Folge der vergrößerten bebauten Fläche und nicht die Folge verbesterter Bewirthschastung. Die Eisenbahn zwischen Duluth, Wis., und Puget's Sund,Qr., ist bis auf eine Strecke von 118 Meilen vollendet, und diese wird bis Ende August fertig gestellt sein. In Pennsylvanien halten die Farmer die Spatzen nicht einen Schuß Pulver werth, sondern zerstören während der Brutzeit die Nester, Eier und Jungen. Ein französischer Koch in Philadelphia versichert, daß junge Sperlinge eine Delikateste seien. Findet diese Ansicht Anhänger, dann werden die Sperlinge troh ihrer Fruchtbarkeit bald abnehmen. D i e a i l w a y G a z e t t e sagt, daß 100 amerikanische Lokomotiven so viel leisten wie 131 in Deutschland, 139 in der Schweiz und 140 in OesterreichUngarn. Eine Jagdgesellschaft am See Jassup in Florida hat kürzlich in einer einzigen Nacht 30 Alligatoren, 6 bis 12 Fuß lang, erbeutet. In dem Hause des Ab o rtionisten Hathaway in Philadelphia wohnt eine JraL, die angiebt, daß Hathaway Hunderte von Abortionen vorgenommen habe; dieselbe sagte zu den Polizisten, welche die Haussuchung vornahmen; Der Doktor ist nicht mein Mann, da habe ich jetzt erst ausgksunden. Vor acht Jahren gingen wir in ein Haus an der Germantown Avenue, woselbst, wie er sagte, ein Prediger wohnte. Wir wurden getraut, ich habe aber gehört, daß der Mann, der die Ceremonie vornahm, kein Geistlicher, to?." mi i m Pom Auslande. Herr v. Kardgrff e ? Ilärte im Reichstage, daß er auf die Berathung seines Antrages (betreffend Maßregeln zur Wiedereinführung der Doppelwährung) für jetzt verzichte. Mit dieser Resignation hat der bimetallische Führer auch sür die Oefsentlichkest zu erkennen gegeben, daß er die Agitation, an deren Spitze er geht, für eine zur Zeit zwecklose, hält. Wer die ruhige Entwickelung und die Sicherheit unserer Währungsverhältniste nicht durchbrochen zu sehen wünscht, bemerkt das .Berliner Tageblatt", wird mit einerBefriedigung, welche jeden ironischen Beigeschmack ausschließt, davon Akt nehmen können, daß Herr v. Kardorsf sich nach vorhergegan-' gcner Fühlung mit dem verantwortlichen Leiter der Reichsbank über die Absicht, an der Goldwährung nicht rütteln lassen zu woUen, genügend insormirt yal. Kürzlich ereignete sich in der italienischen Deputirtenkammer ein heiteres Intermezzo. Am Worte war eben ein . oppositioneller Redner und donuerti heftig gegen die Regierung. In dieser Noth hatte Gott Morpheus Erbarmen mit dem anwesenden MinisterPräsidenten DepretiS. denn .er schickte einen süßen Schlummer über den Greis und ließ ihn in seinem dornigen Mini

ster-Jauteuil so sanft schlafen, wie in

einem irosvaZerstuhl. Deputirte und Galkrie-Vublikum singen nun zu lachen an, doch Niemand wagte es, den schlummcrndcn Minister zu erwecken. Endlich ergriff der Vräsident Gelegenheit, seine Glocke in Bewegung zu setzen, woraus der MlnZster-Präsidcnt sogleich erwachte und rasch wieder das Staatsruder ergrisf. ExmarschallBazaine läßt wieder einmal etwas von sich hören, und :s ist ein höchst sonderbarer Brief, den er in einem cor.servativen Pariser Blatt veröffentlicht. Bazaine v:rs,:cht wieder einmal sein Verhalten in Mcx'co zu rechtfertigen, wo er den armen 5kaiZcr Max verrieth. Bazaine veröffentlicht iu dem Zwecke aus zwei Handschreiben Napoleon? III. einige Stellen, aus denen er belegt, daß er nur so handelte, wie sein Kaiser es ihm befaU. der ihm unter Paris. 12. April 180. u. A. schrieb : Ich habe nicht nötbig, Ihnen zu sagen, wic glücklich ich mich schätzen werde, Sie wiederzusehen und Ihnen mündlich meine ganze Dankbarkeit sür Ih? Verhalten in Mexico zu Sekunden. Napoleon." Zum Schluß kommt Bazaine auf den gloriosen Gedanken, daß Frankreich augenblicklich wieder in gro ßer'Gesahr schwebe, denn der deutsche Feldmarschall Moltke .schleiche" jetzt an Frankreichs (Irenzcn umher, nicht blos um seinen alternden Körper an der italienischen Sonne zu erwärmen. Nahe sich aber von Neuem Frankreich Gefahr, dann müsse auch Derjenige (nämlichBazaine) die Provinzen wieder erobern, gegen dessen Rath man sie verloren habe. Wolle Frankreich aber in undankbarer Verblendung ihn, Bazaine, nicht wieder zum Feldherrn de? kriegführenden Hee-.-eö erheben, so werde der arme Veteran Bazaine" auch im Range eines gemeinen Soldaten sür sein Vaterland zu sterben wissen ! Diedeutschen Kolonien in Palästina scheinen sast die einzigen zu sein, welche gedeihen. Die frühest begründete in Jaffa, 1872, war eine von Würtembcrgern,- sie betreibt neben dem Ackerbau auch Fabrikation von Ackerbaugerüth und Kutschen und Wagen, welche einen großen Ruf haben. Die von Caipha am Berge Carmel ist größer und zählt 400 Seelen; ihr Ackerbau liefert vier oder fünfmal mehr Erzeugnisse als der der Eingeborenen. Eine dritte Kolonie liegt nahe 'an Jerusalem und betreibt Handel dort und in Cäsarea. Die schleichende serbi sche Krisis ist wieder einmal in örtlichen Reibereien zwischen Polizei und Bürger schaft zum Ausbruch gekommen. Ein Theil des serbischen Volkes ist bekanntlich mit der Oesterreich freundlichen Holtung derRcgierung unzufrieden ; Oestcrreich bedeutet diesen Leuten trofe allem, was im Innern von Habsburgs Reich vorgeht, noch immer Dcutschthum und Katholicismus, zwei Principien., welche an der untern Donau in gleichem Maße verhaßt sind. Ungeachtet alle? Übeln Erfahrungen, welche die Balkanländer mit Nußland gemacht haben, haltendeshalb die serbischen Radicalcn mit zähem Bauerntrotz am Panslavismus fest und. stellen der Negierung des Königs Milan die Wahl zwischen Unterwerfung und Abdankung. Den Anlaß zu den'Ruhcstörungen gab übrigens die polizeiliche Brandmarkung des Viehs; die Radicalen benuhten diese Gelegenheit, um der oppositionellen Bevölkerung einzureden, daß es sich bei dieser Maßregel um die Vorbereitung neuer Stcuerauflagen handle ; sie faßten so den Bauer bei sei. ner empfindlichsten Seite, beim Geld punkte, und hebten ihn so zum Widerstände gegen die Polizei. Der 'in Nom geführte Proceß wegen der irredentistischen Kundgedungen, welche seinerzeit aus Anlaß der Hinrichtung Oberdanl's stattgefun den haben, hat zur Freisprechung der meisten Angek!?g!:n geführt. G?gcdie Fceigcsprockeuen war die Anklage, an statt auf öffentliche Guthcißung verbre cheiischer Handlungen, dahin formulirt worden, daß si! durch feindselige Handlungcn gegen einen Nachbarstaat Kriegs gefahr heraufbeschworen hätten. Eine solche Anklaac konnte wohl zu einerVer urtheilung sühren. da der angezogene Gesehcsparagravh offenbar auf nicht autorisirte Eröffnung von miütärifchen Feindseligkeit? sich bezieht. Diejenigen Theilnehmer an den Demonstrationen, welche der Gaiheißung verbrecherischer Handlungen beschuldigt waren, sind zu Gesängnißstrafen verurtheilt worden. Für die Geschworenen ist. abgesehen von jener nicht von ihnen veranlaßten For mulirung der Anklagen, ach der Umstand ausschlaggebend gewesen, daß ein Theil jener Demonstration: in einem geschlossenen Raume, und ein anderer auf der Straße oder mittels der Presse stattgcsundzn hat. -Der Professor der gtiechischen und. lateinischen Literatur am Lyceum von Palermo. Herr Secondo Bernao, begab sich dieser Tage zur Vorlesung in die zweite Klaffe des Lyceum?. Kaum hatte er den Fuß auf das L?atheder gesetzt, so bemerkte er vier lange Papierrollen. Er ieß sie vom Schuldiener aufheben, aber wie groß war fein Erstaunen, als er fand, daß es Petarden seien. Der Professor ließ sogleich den Direktor verständigen, der mit dem Polizeidirektor undJnspektorcine strerge Untersuchung anstellte, welche sich auch aus das Domizil einiger verdächtiger Zöglinge ausdehnte. Diese hatte zur Folge, daß in der Wohnung des Francesco de Luca. eines neunzehnjährigen jungen Menschen, Reste von Pulver und Explosivstoffen gefunden wurden, worauf derselbe sogleich verhaftet wurde. Man weiß nicht, was den jungen Menschen zu diesem tollen Attentate bewogen habe. Er gehört einer sihr distinguirten Familie au, und sein Vater, der Doctor de Luca, ist ein vollendeter Gentleman. Der Vorfall hat unter den Schülern be deutende Sensation gemacht, und die Kameraden de Luca's haben Herrn Bernao, der von Allen geachtet und ae chrt ist, einen Besuch abgestattet. DieKlaffe ist bis auf Weiteres geschlen vorden.

z