Indiana Tribüne, Volume 6, Number 269, Indianapolis, Marion County, 16 June 1883 — Page 2
Zndimm Wbüne. FäglilZe- und Sonntagsausgaöe. mmmm,mmmmmmmm'm Ofsice: 120 O. Marylandstr. Indianapolis, Ind., 16. Juni 1833. Wie man den Lnthcrtag stiern soll. (ZluS der .VerlinkrLelkS-kttung) Die am 2 Mai in Berlin versa. Hielte Pastoral Conserenz hat auf An trag des Herrn Hofprediger Stöcke? solvente Resolution einstimmig angenommen: Die Conserenz spricht ihr Bedauern darüber aus, daß der Liberalismus den Versuch macht, Dr. Martin Luther an seinem vierhundertjährigen Geburtstage Oohl als Mann der freien Forschung, Sprachreiniger und Schulmann, aber nicht als gläubigen Reformator der Kir che zu feiern, und daß der Magistrat der Stadt Berlin diesen Versuch in einer amtlichen Vorlage zu unterstützen scheint. Sie dekennt sich zu dem Reformator alö dem Glaubenshelden und Kirchenerneue rer und fordert die deutschen Evangeli schen auf, gegen jenes unevangelische Untersangen zu protestiren als eine Versündigung an der protestantischen Frei heit und der geschichtlichen Wahrheit." Diesem Conserenzbeschluk gegenüber, erlauben wir uns unsere Freude auszu sprechen, daß die berliner Bevölkerung nicht gesonnen ist, das Lutherfest im Geiste hinter uns liegender theologischer RcligionZkämpfe zu begehen, die genug Menschenhaß im deutschen Vaterlande verbreitet und um die mehr Menschen blut vergossen worden, ist, als für die segensvollsten Interessen der Nation. Ganz besonders freuen wir uns, daß der Magistrat der Stadt Berlin, die eine beträchtliche Einwohnerzahl t a i t) b lisch en Bekenntnisses in ihrer Mitte zählt, den Wunsch hegt, das Fest in dem Geiste zu begehen, der daS religiöse Ge fühl der bürgerlichen Eintracht und der humanen Toleranz unverletzt erhält. Wir sprechen nicht blos unser Bedauern darüber aus, daß man dieses sittliche Gebot in der Pastoralconferenz unbe achtet läßt, sondern erklären die Auffor derung zu einem Protest der deutschen Evangelischen hiergegen als eine Ver. sündigung an der protestantischen Freiheit und als eine schwere Benennung des Geistes unserer Zeit, w e l ch e r d i e Religionshetzereien früherer Jahrhunderte von sich abweist. Dr. Martin Luther war ein gläubiger Kirchenreformator. Wollte man deutigen Tages seine Gläubigkeit zum Muster nehmen, so müßte man alle Sternwarten niederreißen und die Astro nomen aus dem Lande jagen. Nachfol aer seiner Gläubiakeit haben in den Herenprocessen an mörderischenUrtheils sprächen mit den schlimmsten Richtern katholischer Richtung gewetteter:. Er war ein Reformator der Kirche. Das wein ihm auch die GkgenwartDank. Er war es nicht blos durch die Stiftung der protestantischen Kirche, sondern wirkte auch durch seine Opposition gegen die herrschende Hierarchie und deren sittliche Verwahrlosung aus eine nicht unwesent liche Reinigung der katholischen Kirche. Die Welt verdankt seiner kräftigen OpPosition die nach und nach eingetretene Abschaffung der Ketzer Verfolgungen, die Beseitigung der Scheiterhausen, die Erlösung aus den Torturen der Jnquisition. Aber wodurch feierte er dieseErfolge, an die er selber keineswegs ge- . dacht? Nicht durch seine Bibelgläubig keit, welche die Herren Pastoren als sein Hauptverdienst wollen gelten lassen, son dern gerade durch das, was man in Berlinund wie wir hoffen dürfen, in der gebildeten Welt allenthalben als seines AnaedenkenS werth und hoch schätzt. Die Verehrung Luther'S als .Sprachreiniger" ist eine besondere Würdigung seines Wirkens, für daö gerade unser deutsches Vaterland ihm hohen Dank schuldet. Durch die Sprache, in wel . cher er die Bibel übersetzte und seine Schriften veröffentlichte, ist der gebildete Theil der deutschen Nation zu einer Einheit im Geiste geworden. ' - Höher aber als Alles steht der Ruhm Luthers als .Schulmann". Die Schulen sind ein Ergebniß seines einflußreichenWirkens und gehören zu der folgenreichsten Errungenschaft der Resorma tion. In der Verehrung Luther'S als .Schulmann" liegt die vorzüglichste An erkennung des Resormationswerkes. Daß auch dies den Herren Pastoren nicht recht ist. dürfen wir als ein charakteristisches Merkmal des in ihnen herrschenden Geistes betrachten. . Die Resolution der. frommen Herren Pastoren schließt mit einer agitatorischen Aufforderung an die Deutschen Evangelischen-, einen Protest zu erlassen ge gen das unevangelische Untersangen Berlins und seines Magistrats ! DaS ist Stöcker, wie er leibt und lebt ! Hoffentlich hören wir auch bald von dieser Agitation und ihrer näherenBeleuchtung, mit einigen Witzen und Heiterkeiten ausgestattet, im Kreise seines christlich. socia len Vereins. Berlin aber wird wohl thun, auch daran sich so wenig zu kehren, wie an alle Agitationskünste dieses .zweiten Luther". Es wird dem Geiste Luther's huldigen, ohne seinen katolischen Mitbürgern ein Abbild der r e l igiösen Intoleranz darzubieten. Neber einer HSY5. Ende voriger Woche ist in Knoxville, Tenn., ein Theil des Bodens des ReserooirS in den Wasserwerken und mit ihm sind natürlich die 500,000 Gallonen Wasser spurlos in die Tiese verschwunden, welche daS Reservoir zu jener Zeit enthielt. In der südöstlichen Ecke des Reservoirs gähnt ein Spalt, dessen Tiefe man noch nicht zu ermitteln vermocht bat. Der Spalt erstreckt sich. in. ein ffalksteinlager und die Ingenieure ver sichern, daß das Reservoir in kurzer Zeit und mit verhältnißmäßig geringem Kos tmausloande nieder hergestellt werden
könne. Am Moraen des folgenden Ta I - ' .V
ses entdeckte man m der Entfernung et i net halben Meile von dem Reservoir eine Quelle, die vorher dort Nicht vor banden war und auS welcher schmutziges . . . . . Wasser hervorsprudelte, man giauvi, dasi die Bilduna dieser Quelle mit dem Svalte und den ver awunoenen üuu, . m l m n.n I 000 Gallonen Wasser zusammenhänge, Ganz Knoxville ist anscheinend über einer colossalen Sohle, oder einem aroßen Systeme von Höhlen und unterirdi schen Schluchten erbaut. Die Ausdehnung derselben ist unbekannt, muß aber nach den verschiedenen Anzeichen, die bisher zu Tage getreten sind, sehr fce trächtlich sein und vielfach wird die Be fürchtung ausgesprochen, daß die ganze Stadt, oder dock der nördliche Theil derselben jeden Augenblick vom Erdboden verickwinden könne. Während dek letzten Krieges soll sich ein Deserteur mebrere Taae lang m den Höhlen unter der Stadt aufgehalten und dieselben nack verschiedenen Richtungen hm mel-
lenweit verfolgt haben. Daß sich Spal- wußtsein einer edlen That nicht genügt, rw'n tr.i' V fc.ll!. !i V.-t.fC.. X. CfiC V" . ,
ten iN den lMiernen onoeicn, oiuty welche das Wasser abfloß, ist schon wie derholt und in verschiedenen Stadttheilen beobachtet worden, alle diese Erscheinungen haben aber nicht annähernd einen so alarmirenden Eindruck gemacht, i? der breite und scheinbar unergrundlicke Svalt in dem Reservoir und das Verschwinden der 600,000 Gallonen 1- I Wasser. InRorwich, Conn., traf die ser Tage der Blitz ein Pferd tödtlich, setzte eine Scheune in Brand und zerstörte die Leitungen des telegraphischen Feueralarm-Apparates in einem Grade, daß kein Signal gegeben werden konnte, 4. i ct r ' . .0 . Gegen oerarilge zorsauc glevi zuli eit nöÄ leine Schutz-Vorrichtungen. 1 Verpfändete Ptnsionöpapicre. Vor einiaen Taaen wurde in Vbila delphia ein Gesetz zum ersten Male in Krast gesetzt, welches der Congre zum Schutze verschuldeter Pensionäre am 2. Februar d s. Javres erllen. ES ve stimmt, .daß alle V e r p s ä n d u n g e n oder Hypotheken. Verkäufe oder Ueber lragungen von 'eazien, n,prucqen oder Interessen an einer e n 1 1 o n, iücic wuiuui worden sind oder erlangt oder vollzogen werden mögen, u n g i l g uno wir kungslos fein sollen. Und Jeder, der ,oiqeea)ie, niprucqe uno nierren tq m(.uv..iHniHk rrTuitt 4iuuyB vl,4U"u. Ul11 lateralsicherhett annimmt für irgend eine Schuld oder ein Zahlungsversprechen, solleiner Uebertretung schuldig sein und z . C TT W C tm. M M - - u A m I im traue oeruevtt,uylung um nii mcyt als 100 und die ttosten geslrasl weroen. rgeno emano, o er. tlgten aus Berlangen a u s z u Y a n o la e n. soll einer Uebertretung schuldig . . w - l sein und im Ueberführungsfalle nicht mehr als und die Kosten zu bezahlen yaoen. General Sickel, der Vorsteher des Pensionsamtes in Philadelphia, beauf traate die Gehelmpolmsten Gray und MillS, sämmtliche Psandleiher-Geschäste der Stadt nach PensionScertificaten zu durchsuchen und dieselben in jedem Falle , mit Beschlag zu belegen. Die heimgesuchten Pfandleiher waren selbflver ständlich sehr überrascht. Anfänglich weigerten sie sich, den Befehlen zu ge horchen. Als man ihnen das Gesetz vorlas, behaupteten sie einfach, keine Eertisicate zu besitzen. Daraufhin verlangten die DetectivS die Vorlegung ih rer Bücher, und da in letztere die Certi ficate meist pflichtschuldigst eingetragen waren, so mußten sie wohl oder übel ausgeliefert werden. Unter Weinen, Wehklagen und yändermgen erfolgte allerdings die Uebergabe. Die Papiere waren die einzige Sicherheit, welche die Pension beziehenden Veteranen oder de ren Wittwen den Manichäern gegeben hatten, und eS muß leider gesagt wer den, daß nicht alle Vaterlandsretter sür ehrlich genug gelten, auch ohne äußeren Zwang ihre Schulden zu bezahlen. Doch die Beamten kümmerten sich nicht um die besorgte Frage der gepsändeten Pfandonkel, wer ihnen nun ihr Geld geben werde. Wie der erste Schreiber des Pennonsamtes in Philadelphia mittheilt, giebt es im östlichen Bezirke von Pennsylva nien die erstaunliche Anzahl von 20.000 Pensionären, wovon allein 7000 in Phi. ladelphia leben. Die Verpfändung der Eertisicate geschieht so allgemein und häufig zu solchen Zwecken, daß eS noch fraglich ist, ob das angesührte Gesetz mehr Nutzen, als Schaden bringen wird, Denn während dasselbe allerdings die Beschlagnahme der Papiere bei Perso i .i'ii . v cv nen ermogiiqi, von oenen vie kleranen in ' wirklichen Bedürfnißsällen etwas Geld borgen können, läßt es viele andere .Geschäfte-ganz unberührt, tn denen die Pensionäre ihr Geld sofort nach Emp fang durchbringen.. ES müßte denn jeder SchnapShöhlen'Besitzer u.s.w. aus gespürt werden, der Eertisicate als Sicherheit für Sausschulden annimmt, und dann müßten sich die Beamten am Zahltage fortwährend aus die Lauer legen, um das Papier im richtigen Augenblicke zu beschlagnahmen. Ein in Noth gerathener Pensionär wird also von den gewarnten Psandleihern aus sein Eertisicat nichts erhalten können, aber die Liederliche unter den Veteranen werden nach wie vor ihre Pension ver schleudern. Es ist bezeichnend, daß viele der in Philadelphia beschlagnahmten Papiere W it tw e n gehörten, die sie höchst wahrscheinlich nur aus dringender Noth verpfändet hatten. NettungsmevaiNen. Als der LebensrettungSD!enst unter feinem gegenwärtigen Vorsteher,Sumner I. Kimball. umgestaltet wurde, führte du: Congreß die Anerkennung der Ret tungöthaten durch Denkmünzen ein. Er schuf goldene und silberne Medaillen und nannte dieselben bezüglich erster und
linear eines Peniivnurs ui uueiui bestellt und geben reiche Erträge, sie selhält und sich weigert, dasielbe dem Pen. Ut aber sind bei denEingeborenen nichts sionscommissär oder semen Bevollmäch- weniaer als beliebt. 3n l?kZlenen
zweiter vlasse, beging' aber damit einen j --- - r r . cr .
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Ätmann. enn als z. ?. eine junge Dame, die ein Menschenleben gerettet hatte, die Medaille zweiter Classe erhielt, weil da? Wasser zur Zeit ruhig und daS .1 r r nellungswerr niaz! ieyr geiayriiq gewe sen war, so sandte sie das Zeichen selbst s, , V ' L W ver uanoiim zurucr. einer ;msieica nung zweiter Classe, einer .secondhändi gen". sozusagen, wollte ,:e und wollten viele andere sich nicht zufrieden aeben. Der verhangnißvolle Name wurde daher wieder abgeschafft, und gerade wie bei der Thierschau. giebt eS nur noch goldene und silberne Medaillen. Beide werden nicht nur dann ertheilt, wenn das Nettungswerk mit Lebensgefahr verbunden war, sondern z. B. schon dann, wenn ein Ech'.lfkcapilün die Mannschaft eines anderen Schiffes mit Ausopferung von Zelt und Geld und mit große? Aniiren gung gerettet hat. Dech ist Kimball nicht gerade freigebig Mit den Denkzel chen. Es gehen genug Bewerbingen von eitlen Leuten ein, denen das Be uu mi ueiciucn umy utnunoig inauien wollen. Die Herren Volksvertreter na mentlich schlagen mit Vorliebe ihre .Constituenten" sür die Anerkennung vor, besonders wenn die Lebensretter eitel und einflußreich sind, aber trotzdem werden lahrlich höchstens 20, manchmal aber nur vier bis funs Medaillen verge ben. Sämmtliche Gesuche, die durch r c . . r t : . . ii - icnrijiuaje oe,azworene aussagen unier siuRi sein rnuuen, gegen an einen Aus r"iir t . w r A fchuß, der aus den drei Herren an der Spitze des Lebensrettungs-Dienstes, der Schifffahrtsabtheilung im Schatzamte und der Dampsboot'Jnspection besteht. Diese Herren sind streng wie ein Gerichtöhof und lassen sich von keinem Reh.J!?MltMtan .4m0 hAfyM (7. M Z . Usrnluiiii kik,u vitlvril. vmu ic aber einmal überzeugt, so schlagen sie v ri f i . n m 005 iLksucy oem izlnanzmmister zur Berücksichtigung vor, und dieser begleitet die Medaillensendung mit einemAnerkennungsschreiben. Die Denkmünzen sind sehr schön. Deutse tn tjtli. ? mr rST.r Pr,f . im nhrp m$ auS Hamburg, vom Rheine und au8 dem Schwarzwalde nack Chili ka en und sich dort niederlußen, haben sich, einer Correspondenz an den .Boston yerald" zufolge, zu einer stattlichen Co xont entwickelt. Die Provinz Llanqui hua, namentlich die bedeutendstenStädte derselben :' Osorno, Calbuco und Port Monte haben zum großen Theile deut . ,.7 . 0 m 7 slyes Gepräge angenommen und man $5rl die deutsche Sprache fast ebenso bsufia wie die fnnnif, ,i,Ncken hgn sehr wesentlich zur aedeihlichen W Entwicklung der genannten Städte und ihrer Umgebunzen beigetragen, ihre Farmen sind ohne Ausnahme aus's best I O - mangelt zu sehr die Intelligenz ' und Eneraie. um auck nur annabrend in der. sben Weise vorwärts zu kommen, wie die Deutscken und die lekteren kalten i . ' stcy von tönen abae Slotten. Die Eb: lenen arbeiten o wenig wie möglich, nie längere Zeit hintereinander und ziehen den Bergbau der Landwlrthschaft vor. In der Provinz Llanquihua giebt es zahlreiche, beinahe undurchdringliche Wälder, der Verkehr wird aber durch ein sormliches Netz von Flüssen und Land seen außerordentlich erleichtert. Diese Gewässer erhalten aus den Anden ihre regelmäßigen . Zuflüsse und sind daher das ganze Jahr hindurch schiffbar, fobofc die Farmer ihre Producte unfcbwer nach dem Markte bringen können. Der kürz lich entdeckte Paß, welcher den südlichen Rand der Provinz Valdivia durchschneidet und emen kurzen und bequemen Weg nach Patagonien bildet, wird zur Ent Wicklung Chili's und der argentinischen vtepublik ebenfalls wesentlich beitragen. Den Farmern droht von Seiten der araucanischen Indianer, deren Anzahl auf 40,000 geschätzt wird, jeder Zeit Ge' fahr. Diese bewohnen Land, daS sich für denAckerbau außerordentlich gut eignet, bebauen dasselbe aber nur zum kleinsten Theile und sind zu Ausständen und Räubereien stets geneigt. Die Indianer verkaufen ihrLand gern und würden namentlich in der Nähe der deutschen Ansiedlungen Käufer finden. wenn sie m der Lage wären, völlig zuverlajnge und unanfechtbare Kaufbriefe auszustellen. Dem steht ein eigentbüm liches, aus der patriarchalischen Herr schast der Kaziken beruhendesHerkommen im Wege; obgleich nämlich das. Land Privatbesitz.der einzelnen Indianer ist, so ist eine Veräußerung desselben nur I rechtsgütig und unwiderruflich, wenn sie ausdrücklich vo? dem betr. Kaziken ae nemtgt und bestätigt worden ist und diese begünstigen die Landverkäüfe nicht. In Folge dessen bleiben die Deutschen u ! jC i. r?jt r v. - nur uni:r iai, fonoern aucy auf einen verhältnißmänia kleinen lacken. laum ociqjranir. ie viiven einen Staat im Staate, und die Chilenen fürchten, daß sie Verw'ck,lung:n mit dem deutschen Reiche herbeisühren könnten, um sich von demselben .annectiren- zu lassen. Da sonach die von der Regierung ur sprünglich begünstigte deutsche Einnan derung sich für die Einwanderer selbst allerdings sehr günstig gestaltet, aber den von der Regierung erwarteten Vortheil yaften Einfluß auf das ganze Land nicht gehabt hat, so wird die Regierung fortan versuchen, dänische, schwedische und nor wegijche Einwanderer in da Land zu ziehen. yrttqe Tyeilyaversiyaft. Vor drei Jahren verlieb ein junger Mann seine Vaterstadt Philadelphia, um sein Glück im fernen Westen zu ver wchen. Er hatte eine sehr gute Schul bildung genossen, Talent für die Feder, wandte sich zunächst nach Colorado und erwarb seinen Unterhalt durch Carres. pondenzen - für Chicagoer Zeitungen. Aus einem semer Ausflüge machte er die Bekanntschaft eines schon ältlichen Pro. spectors, der in England und Deutsch' land Aergwirthschast studirt hat und auch bereits in döberen Stellungen im
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Bergbau thätig gewesen ist. Beide fan c st r . rr .
den Gefallen aneinander, reisten zufamwen, die Kenntnisse des Bergmannes kamen den Correspondenzen zuGute, ul d der Mann der Feder ging mit dem neuen Freunde nach Neu-MexZco.' Zuerst betkzeiligte sich der junge Mann am .Pro spccten". fand jedoch, daß er hierzu tot der Kraft noch Gefchick besaß und nahm eine ihm sich bietende Stelle als Rcdac eur der in Las Vegas erscheinenden .Gazelle' n. Jeden Dollar, Dessen er er nicht für sich selbst dringend beourste. schickte er einem Freunde, der hierdurch in die Lage versetzt wurde, seine Aus rüstung von Zeit zu Zeit vervollständi gen und erneuern und jeine Zelt lediglich ccr Auljuqung werlyvoller . irnabern widmen zu können. Vor mebreren Wochen erhielt der junge Journalist von (ItltV W TC? ,in SWnrfjt ,t : vsmoer ,iiy, -ji. -jjt., ein Paael un) ln solchem die Urkunden, durch welche ihm der Besitz der Hälfte von sieben Minen übertragen wurde. Begleitet waren die Besitztitel von einem Briefe, in welchem der Prospicloc schrieb, er habe ihr Ver hä'.tniß immer als kinEompagniegeschäst ausgefit, habe daher al.'es Gel, das ihm der Journalist geschickt, unbedenklich angenommen und überweise diesem. nachdem er endlich ein gutes Geschäft gemacht, den ihm zukommenden Antbeil. Für den letzteren sind dem Journalisten m n i rfv r r. f . oereiis $o,uuu oaar geoolen worden, die er indeß ausgefchsggen hat. Ein Sturm in Skew Mexico. Als die Trupp: unter dem siegreichen General Crook sich noch auf dem Vormarsche in New Mexico befand, waren vier weiße Soldaten und zwölf indianische Kundschafter commandirt worden, durch eine Recognoöcirung Cemmheit darüber zu verfchafsen. ob sich fzindliche Apachen in der Nahe befänden. Zu ihnen gehörte der Soldat Willi: A. Vogel von Mmphis, Tenn., der in nem kürzlich eingetroffenen Briefe seine Ellern den Sturm, von dem ei an die Mannschast übeisallen wurde, wie folgt beschreibt : Das Wetter war warm, der Himmel hell, als wir Nachmittags gegen 4 Uhr Plötzlich ein donnerartiges Gebrüll vernahmen, welches nicht an das Geheul eines Sturmes, sondern eher an Geschützdonner erinnerte. Die Kund schaster erklärten, daß in kürzester Frist ein Tornado uns erreichen würde. Wir sprangen von den Pferden und banden diese fest, und fast in demselben Augen blicke riefen die Kundschafter, wir sollten uns auf den Boden wer fen und an Wurzeln festklammern. Wir befanden uns mitten unter Salbeisträuchern. deren Wurzeln sehr zäh sind und tief in den Boden hinabreichen. Kaum hatten niir der Aufforderung Folge geleistet, als der Sturm über uns hereinbrach, uns hoch mit Sand bedeckte und eine solche Gewalt aus uns ausübte, dak wir uns nur durch krampfhaftesFest halten an den Wurzeln davor schützen konnten, von dem Winde davongeführt zu weiden. Der Anprall des Tornados dauerte kaum eine Minute, hatte urjS aber, obgleich wir ihm möglichst wenig Fläche boten, so zugerichtet, daß wir erst nach Stunden im Stande waren, unsere Glieder zu gebrauchen. Unsere Pferde fanden wir erst am nächstenTage wieder; dieselben waren schwer verletzt, eins derselben in dem Grade, daß wir eS erschießen mußten." Bom Inlanoe. Am SonntagAbend drang ein Hund mit allen Anzeicken der Toll hett in die Wohnung von Theo ü Vai ley in New ?)ork und duröiuf, da die Thüren offen standen, die Zimmer, dabei alle im Haus Besindlichen in größten Schrecken versetzend. Fle). Bailky. ein junger Mann erhäschte einen günstigen Moment, warf sich mit voller Gewalt auf den Hund und packte ibn so f:st im Nacken, da er von den Zähnen des Hundes nicht erreicht werden konnte. Er ließ sich eine Pistole reichen und todtete die Restie durck einen Sckun in den Kopf. Vo-n unseren F lottenb aw Höfen sind eine Anzahl höchst überflüssig. Der von New London in Connecticut und der vdn Pensacola in Florida sind es, weit da seit lange nichts gebaut wird oder vortbeilbast aebaut werden könnte; der von Porlsmouth in New Hampshire . . . tY 1 - und der von Leaaue Island vel Poua delvbia sindes. weil sie, gegen heutige Eisenvanttrscbiffe nicht vertheidigt wer den können. Ueber die .Beibehaltung derer von Chaklestown bei Boston, Nrnklnn und Mare Island sind die Sachverständigen uneinig. Die Unter, baltuna dieser Bauhöse kostet sehr viel. und doch bauen sie entweder nichts, oder ' . . was ste bauen, taugl mazr via. Auf Staren Island ließen sich vorigen Sonntag zwanzig oder mehr junge New Yorker, die Bafe Ball ge. vielt batten. von einigen Constablern festnehmen und so lange h'.rumsühren, bis es schließlich gelang, einen Richter zu sinken. Dieser soll angeblich in emer Kneipe gesessen uno Porer gcipicn Gaben. Die Baseball'Spieler mischten sich in der Wirthschaft losort unler ore uor, aen Käste, so daß die Constabler nur i mieder zu erkennen vermochten. Diese mußten im Gericht je 52 bezahlen, worauf der Richter angeblich sich von Neuem zum Poker niedersetzte. Ein 5!ünalina von 8lSora mern wurde in Adrian, Mich., unter der Anklaae verbaster. sich seiner vaushal terin. einer Iunafcau von - Sö Wintern gegenüber ungehörige Freiheiten erlaubt zu haben. Boston trauert, nrni ein berühmtester Sobn, der PreisfaustkSm vfer Sullivan, feine Frau thätlich ange. arMen bat. Sullivan, nach dem die Polizei feit einigen Tagen vergeblich sucht, wollte wahrscheinlich durch seinen Angriff auf ein Weib beweisen, wie veredelnd die Ausübung seines Handwerks auf ihn gewirkt hat. Reuben Fletcher und Frau in Lee Co., Ky., erfreuen sich des Se gens 20 lebendiger Kinder.von denen 17 dem männlichen und 3 dem weiblichen Geschlechte angehören. . Das Babu steht
iui uuu u & wtitit bixLüeii uns von v rv sä . , M I M1II... V 4- A. N. ocn jungen- mißi reiner unter 6 ütifc. Beide Eltern sind noch äußerst kräftige Leute. ' DemStaatNewHainpshire haben die Prämien für das Tödten schädlicher Naubthiere, Vögel und Insecten im vorigen Jahre $3,021.90 gekostet. In dem Ch in es en Viertel in San Francisco haben jetzt die bekann ten sechs Compagnien Anschläge anbrin gen lassen, in welchen die Chinesen ge warnt werden, irgend welchen weißen Männer oder Frauen das Opiumrauchen in ihren Häusern zu gestatten. Im Hebrigen wird auch von San Francisco in derselben Weise wie von New Dork berichtet, daß bisher nur ganz herunterge kommmene Weiße regelmäßige Besucher der Opiumhöhlen gewesen sind und daß der den Chinesen gemachte Vorwurf, daß dieselben Frauen und Mädchen zum Opiumgenusse zu verführen suchen, nicht begründet ist. Eine junge New Jorkerin, die sich bei Verwandten in Paris aufhält, gewann die Zuneigung zweier tüchtiger und wohlhabender Männer, die beide um ihretzand anhielten. Sie hatte beide gern und schrieb an ihre Mutter um Rath, welchen von den Beiden sie nehmen solle. Warte, bis Dein Herz sich sür den Einen oder den Andern entscheidet" würde jedenfalls eine deut sche Mutter geantwortet haben. Die Amerikanerin telegraphirte : .Halte Beide hin, bis ich komme," reiste mit ihrer zweiten Tochter, die nur um ein Jahr jünger ist, nach Paris und kürzlich hat sich die ältere Tochter mit dem älteren ihrer Verehrer, die jüngere mit dem jüngeren derselben verheirathet. Die Soldaten-Heimath bei Washington umsaßt ein Areal von 502 Ackern; dort befinden sich jetzt 590 Ve. teranen,derenUnterhalt jäbrlichZ160,000 kostet. Zum Besten der Anstalt werden monatlich 12z Cents von dem Solde der Soldaten und Ossiciere der Armee erhoben. In Lawrenceville, Ga., hat man neuerdings einen wesentlichen Fortschritt rn der Celebnrung öffentlicher Hinrichtungen gemacht. Der Sheriff hatte ein Orchester engagirt, das für diesen Zweck noch besonders verstärkt wor den war. Dem armen Sünder hatte MV M mm man die ayt oes i&tuaes uoeria)en, das in dem Augenblicke, in dem die Klappe fiel, angestimmt werden sollte. Mit feiner Ironie hatte derselbe die Melodie : Ich steig' hinauf die gold'nen Stufen" gewählt. Die Hinrichtung mit Musik machte einen brillanten Eindruck; an den gefesselten Händen des Delin quenten konnte man noch in ihren letzten Zuckungen erkennen, daß derselbe zu tactiren versuchte. Die Neuerung wird wahrscheinlich im ganzen Süden Nachahmung finden. Prof. Mary K r o m, die Hauptlehrerin an der Bergakademie zuDenver, ist die einzige praktische Erz - Analystin in den Ver. Staaten. Dem Cigarre nschmuagel. welcher auf manchen Schissen fystematisch betrieben zu werden scheint, versuchen jetzt die Zollbeamten lm Hafen von New Bork durch ebenso systematischeVerfolgung der Schmuggler ein Ende zu machen. Als dieser Tage die Brigg Carrie Brothers" von Mantanzas angekommen und an einem Pier aus der JerseySeite vor Anker gegangen war, begab sich der Specialagent des SchatzamtS, Capitän Brackett, mit einer Anzahl feiner Unterbeamten an Bord des Schiffes, um nach geschmuggiiten Waa ren zu suchen. Anfänglich entdeckte man nichts Verdächtiges und schon wollten die Zollbeamten, ärgerlich darüber, daß sie den Weg umsonst gemacht, daSFahrzeug wieder verlassen, als einer von ihnen, ein erst kürzlich Angestellter, noch rechtzeitig em Faß bemerkte, welches mit .Piloten Brod" bezeichnet war; da er gern wissen wollte, was sür eine Art Brod dies fei, nahm er den Faß deckel ab und fand statt . des erwarteten Brodes 4250 Cigarren. Nun begann man nochmals die Nachsuchung und fand im Ganzen 78sl) Cigarren, die in Thel len des Schiffes versteckt waren, in denen man eher alles Andere, als Cigarren suchte. So fand man m dem auöge höhlten mm eines SchrelbepulteS m der Kajüte. 150 Cigarren. Der Steuer mann Michael K. Simonson und der Matrose Charles Prince wurden verhaf tet und kürzlich d BundeScommiffar Mmrhead in Jmey-Clty vorgeführt. der sie unter BürgfÄaft für ein Verhör stellte. Der Capitän behauptet, keine Kenntniß von der Schmuggelei gehabt 1 haben. DeutfSe Lokal-NachriSten. Neuenkirchen bei Melle.26.Mai. Zu dem Brande, von welchem unser Ort so furchtbar heimgesucht worden.berlchtet noch der Hann.Cour. : .Der dreizehnjährige Junge des Küfers Redecker, in besten HauS das Feuer entstand, hat,wie er in seinem Geständniß angegeben haben soll, auf Geheig des Vaters daS elterliche Haus in Brand gesteckt. Der Bursche wurde unter Verwünschungen der Obdachlosen verhaftet abgeführt." Köln, Tl. Mal DaS Schöffengericht hat hier zu einem lustigen Gastmahl ein Dessert von recht bitterem Nachge schmuck geliefert. Ein Mann aus Kalk hatte im Januar d. I. einen Spitz gefangen, schlachtete ihn und bereitete ein leckere Hunderagout für feine Freunde, di: der Einladung. Folge gade und weidlich aßen. Für die rechtswidrige Aneignung und Verwendung des Hundes. welcher dem Eigenthümer nicht für 100 M. war, wurde der Hundefchlächter mit 1 Monat Gefängniß belegt. D l t t ! g h e i m (Baden), 26. Mal Von hier aus wurde heute' folgender Ausruf erlassen. .Ein entsehlicheö Un'glück bat die hiesige Gemeinde am 24. Mi heimgesucht. Zn inem Zeitraun von 1& Stunde wurde durch eine furcht bare Feuersbrunst fast dieHälfte unseres Dorfes in Asche gelegt. 38 Familien haben das nackte Leben davon aebracht
und sind obdachlos ; 60 bis 70 Gebäude sind niedergebrannt. Das Elend ist entsetzlich. Vertrauensvoll wenden wir uns an edle Menschenfreunde um milde Gaben für unsere schrecklich heimgesuchte Gemeinde." Stuttgart, 28.Mai. Heute wurde der. durch einen Heizschlaa vlöklich aus dem Leben gerusene Rechnungsrath W. v. Baldinger. früher Postmeister,auf dem Fanaelsdachfriedbose beerdigt. Gestern starb hier Schullehrer undLehrer am onjervatorlum V. aurozch, öl Jahre alt. Hersfeld, 28. Mai. Der seitherige Vicebürgermeifler Hersfelds. Herr Litzenbauer, hat in verflossener Nacht feinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. L., der in den besten Verhältnissen und ' - VY ! t v 1 1 lli allgemeiner nqlung leoie, illl an emer icvmerzdaiten und lanawlerraen Krankheit. Mannheim, 29. Mai. Seit einioen Tagen wird hier der Kafsirer des Bankhauses Köster k Co., Namens Fürst, vermißt. Derselbe war verheirathet und lebte in vollständig geordneten Verhältnissen, auch ist in der von ihm seither verwalteten Kasse keine Ordnungswidrigkeit zu konstatiren. Leipzig, 27. Mai. Aus Anlaß deS gestern gefeierten 50jShrigen AmtsjubiläumS des Reichsgerichtspräsidenten Wirkl. Geh. Rath Dr. Simson und zu, Ehren desselben hat der hiesige Magistrat der Straße, an welcher der für den Neubau des Reichsgerichtsgebäudes erworbene Platz liegt, den Namen Srnisonstraße gegeben. Marburg (Hessen), 23. Mai. Eine aus ca. 40 Personen bestehende Zigeunerbande demolirte bei dem WirthFreude in Berleberg nach vo?a.igegangenem Streite alle Fenster und aö Mobiliar und zog eiligst davon. Von dem Wirth und inzwischen hinzugekommenen Leuten aus Birkelbach und Erndtebrück verfolgt, feuerten die Zigeuner ihre Gewehre auf die Verfolger ab, wodurch der Landwirth Grebe aus Birkelbach getödtet wurde. Der größte Theil der Bande ist verhastet. US Thüringen, 26. Mai. An dem Leichnam einer Frau Kciehme aus Berlin wurde die 119. Feuerbestattung in Gotha vollzogen. Im dortigen Columbarium sind bis jetzt 30 Urnen mit Asche verbrannter Leichen ausgestellt. HannoverschMünd e n. 25. Mai. Ueber das im Walde unweit der Station Kragenhos, jedoch auf hessischem Gebiet, dicht an der Grenze, zwischen zwei Forstakademikern aus HannoverschMünden stattgefundene Duell aus krumme Säbel erfahren wir von einem Augenzeugen das Folgende: Etwa 15 Forstakademiker ' aus HannoverschMünden trafen per Wegen in der auf hessischem Grenzgebiet, .dicht an der Fulda gelegenen Restauration Zum rothen Kater" ein und .wollten hier den Saal zur Abhaltung der Paukern" miethen, nachdem die in aller Frühe geplante AuLsechtung derselben auf hannoverschem 'Waldgebiete infolge, der Dazwischenkunst eines AufsichtöorganeS vereitelt worden war. Zu gleicher Zeit trafen auS der Richtung von Kassel drei Aerzte per Wagen ein. Der Inhaber der Restauration verweigerte jedoch die Hergabe feiner Räume, worauf die Herren sich in geringer Ent fernung im Walde ein passendesTerrain aussuchten. Nachdem nach allen vier Windrichtungen hin die üblichen Posten vorgeschoben waren, um vor einerUeberrumpelung sicher zu sein.wurde derZweikämpf (zwischen einemHannoveraner und einem Ausländer, vermuthlich einem Schweden) in regelrechter Weise zum Austrag gebracht. Es ging seh? scharf her und Blut floß auf beiden Seiten, reichlich. Wie man mittheilt, wurde daS Dmll erst nach dem achten Gan ge für beendigt erklärt. Der anscheinend körperlich kräftigere Hannoveraner hatte den kleinen untersetztenAusländer furchtbar zugerichtet. Die Aerzte hatten vollauf mit Flicken und Verbinden zu thun. Dann nahm die Gesellschaft noch einen gemeinsamen Abschiedstrunk und rasch ging eö über die Fulda hinüber auf hannoverfches Gebiet. Nur der Schwede konnte nicht mit, er wurde per Schiff nach Kcagenhof gebracht und ist dann mit der Bahn weitertransportirt wor den. Ueber die Veranlassung zu dem Duell ist nichts bekannt geworden. Düsseldorf, 21. Mai. Auf Grund des Sozialistengesetzeö ist der hiesige Verein Vereinigte Sachsen" verboten worden. Protector des Vereins war bis zum vorigen Jahre der König von Sachsen, seitdem Hr. August B: bei. Da? erklärt Alles. Frankfurt, 28. Mai. Gesterv Abend ging ein aus 45G Personen beste hender Auswandererzug von hier ab. Der größte Theil dieser Europamüden kam aus Württemberg, Obersranlen und Baden. Auch aus Frankfurt und der Umgebung hatten sich mehrere der Gesellschaft angeschlossen. Bern, 28. Mai. Das Begräbniß des Professors Valentin gestaltete sich zu einer großartigen, nahezu zwei Stun den in Anspruch nehmendenKundgebung der Hochachtung und Liebe zu dem Ver florbenen. Im Trauerhause richtete Professor Dr. Forster einige Worte an die engere, Versammlung, während auf dem Friedhofe Professor Dr. Grützner eine schwungvoll ergreifende Rede an daö große Leichengcleite hiek, woraus noch Professor Dr. Schiff auS Genf über die wissenschaftliche Bedeutung des Verstorbenen lm Gegensatze zur älteren deutschen Physiologie sich verbreitete. L e o b s ch ü tz. (Schlesien) 20. Mai. Im nahen Peterwitz hat der Schwieger vater deS Häuslers Jauernig, ein 76 jähriger Greis, die Besitzung seines SchviegersoineZ in Brand , gestkckt und dabei selbst in den Flammen den Tod gesucht und gesunden. ML pras Iq sonna liO WK I.T. A. tJO' at Gex. P. VTrsnaTj Advertl?in!r T?iiwn in St ing Bureai :pruca rinn verirr wö4,Xor it t JL-l j . U Lr-w,la
