Indiana Tribüne, Volume 6, Number 262, Indianapolis, Marion County, 9 June 1883 — Page 2

ndiana Hribüne.

FSgNcZe- und Sonntagsansgaöe. Ofstce: 120.Marylandstr. Indianapolis, Ind., 9. Juni 1833. Vor vierzig Jahren. Der französische Diplomat De Ba court, der langjährige Ches-SecretSr Talleyrand'S, kam im Sommer 1840 als Gesandter nach Washington. Von dort aus hat er einen lebhasten Briefwechsel, mit mehreren Männern unterhatten, und dieser ist kürzlich in Paris herausgegeben worden. Die .London Times" bringt interessante Auszüge auS dem Buche. De Bacourt befolgt in seinen Briefen daS Wort feines Meisters : .Die Sprache wurde uns gegeben, im sere Sedanken zu verbergen'' nicht ent feint, sondern plaudert mit einer bei ei nem Diplomaten überraschenden Offen Herzigkeit. Sein Urtheil ist daher für einen Amerikaner oft nichts weniger als schmeichelhaft, in Betreff der Entwickelung un sereZ Westens aberhöchstbemerkenöwerth. und auch fönst nicht ohne Interne. r 1 ' . m ' ? . . , Mir n.ben u den Briefen einttlne Stellen hervor: Du erste Eindruck, den New York auf den Fremden macht, ist durchaus nicht günstig. Die Häuser sind unschön, sämmtlich aus Backsteinen erbaut und erinnern an den englischen Baustyl, ohne dessen Schönheit zu erreichen. Die Trottoirö sind mit Platten belegt, aber die Straßen sind mit unbehauenen Stei nen gepflastert, daß es eine Marter ist, auf denselben zu fahren. In vielen Straßen sind Bäume angepflanzt und dies giebt der Stadt das Aussehen einer großen englischen Landstadt von theil weise holländischem Character, in welcher aber gleichzeitig eine rastlose Ge schästlgkeit thalig ist. Der Broadway, in dem sich alle aroßen Geschäfte befinden, hat einzelne hübsche Häuser und in ihm herrscht ein bewegtes Leben i. es, - r v . r T. re" i.. . t uno -tieiocn, oas cywacy an on ily vs London erinnert. Die Bewohner find alle sauber und in einer Weise gekleidet, die nicht verräth, ob dieselben reich oder arm sind ; nur die Neger und Negerin nen sind schmutzig. Unter den Frauen bin ich auffallend vielenRothköpsen, auch nur einer einzigen der berühmten ameri kanischen Schönheiten bin ich noch nicht beaeanet." c ;nm fHftf.r . wf O vwtv. fu"" jfc w" mhiner letzten Reise habe ich ein gutes Stück von dem Lande kennen gelernt. Boston ist in Rtht in hfr ,s ffin-n im bei. if v v m w 99w M , ßen Sommer eiskalt im figürlichen Sinne - überläuft; New York ist zu einseitig geschästig und von Abenteurern überlausen, die schnell reich werden wol. len, oder sich anderswo nicht sehen las. sen dürfen; Baltimore ist düster und still, wie ein Grab ; Philadelphia ist ich blos eine äußerst saubere, sondern eine wirklich vornehme Stadt, auch seine Be. wohner machen einen höchst vortheilhaf. ten Eindruck; Washington ist ein Con. glomerat zusammengewürfelter Gebäude in reizloser Umgebung und der Aufent. halt daselbst ist unerträglich. Je mehr man die Amerikaner kennen lernt, desto schwerer wird es, dieselben zu beurthei len, namentlich in Folge der Mannich. faltigkeit von Typen, aus denen sich die ses Volk zusammensetzt. Der nördliche Amerikaner, der Yankee, ist halb Eng. länder, halb Jude, eine Mischung von Stolz, Kälte und britischer SNisheit mit jüdischer Geschäftigkeit. Verschlagenheit und Geschicklichkeit. Die YankeeS sind trotz der Geringschätzung, mit der sie von den Engländern angesehen werden, in ihrem Herzen Engländer. Nach England gehen sie, um sich auszubilden, englisch sind ihre Sitten, Gewohnheiten. Manie ren, Moden, ja selbst ihre Abneigung gegen die Franzosen. Höher civilisirt als ihre südlichen Mitbürger, haben sie mehr Vorliebe als Geschick für aristokra. tische Einrichtungen und würden engli. sche GesellschaftS.Unterschiede, ja selbst die englische RegierungSsorm nicht un. gern adoptiren. In den Südstaaten herrscht französisches Element vor. ich muß aber leider gestehen, daß die Leute dort tief unter d:n Bewohnern deö Nor. denS stehen. Auch unsere revolutionä. ren Neigungen und Mucken hat daS Volk im Süden angenommen, welches den ihm überlegenen Norden haßt und durch Verfolgung ultra.demokratischer Principien in jeder Weife zu schädigen versucht. Zu diesen beiden, unter sich mit Jrländern und Deutschen gemischten Bevölkerungselementen, gesellt sich ein dritte?, welches südlich und westlich von den Alleghenies an den Ufern des Ohio, Mississippi und Missouri daS Land be völkert und langsam aber widersteh, . 1

lich nach dem Westen weiter vordringt, nkswegs vounanvlg er,esr. vle nno Dasselbe ist aus Auswanderern aus dem uch nur denjenigen Classen zu Gute ge. Norden und Süden, Deutschen und Jr kommen, die emen sicheren Lebenöerwerb ländern zusammengesetzt und, meiner haben und Niemals zu borgen brauchen.Ueberzeugung nach, bestimmt und im Ihr Wirkungskreis mußte sehr bedeutend Stande, in nicht ferner Zeit die Füh. erweitert werden, ehe sie auf den Namen rung der beiden anderen Elemente zu gemeinnütziger Anstalten in vollem Um. übernehmen - fange Anspruch erheben könnten. Eine Mit Daniel Webster war ich wieder, derartige Erweiterung, eine Ausdehnung holt inGesellschast; er berührt mich durch ihre? Wirkens auf die Lohnarbeiter, die fein hochtrabendes und bombastisches zahlreichste Classe von allen, mag durch Wesen unangenehm. Gestern fand bei den genossenschaftlichen FabrikationSbc. dem Präsident Tyler ein diplomatisches trieb, Ackerbau u. f. w. angebahnt wer. Diner statt; ich saß zwischen den Herren den. Kommt dieser zu solcher Blüthe, Spencer und Webster. DaS Diner de. mt der CooperztiS'Verkauf, dann ließe gann 5 Uhr Nachmittags ; Damen er stch möglicherweise m direkter Verkehr schienen erst nach Beendigung desselben, zwischen den Erzeugern und den Verzeh. Der Speisesaal ist geräumig .und ge rn aller Waaren anbahnen, d. h. ein schmackvoll ausgestattet, die Tafel war unmittelbarer Austausch. Das kann nicht prächtig, aber hübsch angeordnet aber noch sehr lange dauern. und die Speisen waren vortrefflich; der Präsident hat einen französischen Koch. - Neiqe Neger. Gegen Ende der Tafel ergriff WZebster, der dem ausgezeichneten Madeira fehr Wenn man auch unsere farbigen Mit stark zugesprochen hatte, meinen Arm, bürger, soweit sie nicht aus den Pflan. drückte , und schüttelte ihn herzlich, aber zungen. im Süden arbeiten, meist nur so hestig, daß er mir wirklich wehe that, als Tüncher, Stieselputzer, Barbiere und und sagte mit .einer Stimme, die' noch Kellner zu sehen gewöhnt ist. so giebt es außerhalb des Saale gehört werden doch unter ihnen sehr reiche Leute.. Der mußte : .Mein lieber Bacourt, eö freut reichste von allen .Negern" ist wahr mch$::;!!3. Sie zu sehen und Ihnen- s scheinlich Herr Aristide Marie in New

. iii sagen, oa wir vttunoe ueroen rnu 1 '. i r, r je : je. i

n. iscg njsiß nicgi nrnmm, uuet o) war bisher nicht freundschaftlich genug gegen Sie ; aber wir, müssen, wenn'S Ihnen recht ist, Freunde werden, und Siesollen dann schon sehen, daß ,ch em guter Kerl Un. Besuchen Sie mich, täglich, wenn es Ihnen recht ijt, und ohne alle Umstände, ich werde mich im mer freuen, Sie bei mir zu sehen, denn, mein lieber Bacourt, Sie sind ein präch tiger Mensch." Ich sprach meinenDank aus, sagte meinem ziemlich bekneipten Nachbar ebenfalls einige Artigkeiten und der ganze Vorgang wurde von den Ame rikanern als durchaus nicht auffällig be trachtet, obwohl derselbe im Beisein des Oberhauptes der Nation und der Re prüsentanten der gesammten europäischen Diplomatie sich abspielte. Der sranzö sische Koch, dessen ich erwähnte.war schon während der Präsidentschaft des Herrn Martin van Buren Koch im Weißen Hause. Derselbe hat meinem Kammer diener eine Geschichte erzählt, die sür daö Leben in de? Bundeshauptstadt charak teristischist. Monate lang verderbe vorstehenden Neuwahl, auS welcher Herr Tyler als Präsident hervorging, war das Weiße HauS die ganze Zeit hindurch der Aufenthalt von Politikern, .die sich in demselben benahmen, als seien sie in ihren eigenen Wohnungen. Sie bestell ten sich zu jeder Tageszeit Mahlzeiten, schickten das Essen häufig, als nicht ih rem Geschmacke zusagend, in die Küche zurück und bestellten andere Gerichte, so daß das Küchenpersonal oft kaum im Stande war. diesen unverschämt Ansprüchen zu genügen. Unter diesen Gästen befanden sich ganz unbedeutende, ja verächtliche Gesellen, derPrüsident wagte aber nicht, dem Treiben derselbenEmhalt zu thun, um nicht die Stimmen und den Einfluß dieses GelichterS zu verlieren j (ZenossensHaftSwefen. Aus dem fünfzehnten JahreScongresse de? Cooperativgesellschasten ven Großbritannien und Irland, der kürzlich in Eomburgy abgehalten wurde, waren ungefähr tausend Vereine vertreten. Den eingelaufenen Berichten zusolge wurden in England allein im vorigen rv - . . r .t .c - nr rrr frr Ofst - - jagic iuc racot uiö qo,vvv,vvv iuzua ren in Cooperativläden verkauft. In Schottland belief sich der Umsatz wäh rend der letzten zehn Jahre auf $125, 000,000, der Reingewinn auf $10,000,000, und es konnte an die Theilnehmer eine jährlicheDividende von 6,5 Procent vertheilt werden. Jntereffanter aber, als dieses Ergebniß, ist die Mittheilung, daß nicht mehr allein derBerkauf,sondern auch schon die Erzeugung von Waaren , ' crx r n i v rr . ? großem Maßstabe nach dem Coopera. tiv- oder Genoffenschastsplane betrieben wird. Daneben finden Verewigungen . ff m - tdt deö Ackerbaues und der Gartencultur statt. Aus Italien z. B. wurde gemeldet, daß sich Vereine bilden, m die Fischerei, Meierei, Obstzucht und Cteigewinnung zu betreiben. Nebst England und Italien haben die Genoss Lasten m Deutschland die weiteste Verbreitung, Dank namentlich den An. 5"n9u"3C!L Hermann Schulze's aus Delitsch. Außerhalb Europa'S haben sie Australien Fuß gesaßt, m den er. Staaten dagegen sind sie nahezu von der Bildflache verschwunden. du Genoffenschasten das Miß. Verhältniß zwischen' Unternehmergevinn nd .Arbeitslohn ausgleichen, wird we Nlgstenö bezüglich derjenigen nicht be hauptet, die sich lediglich mit dem Ver. kaufe von Waaren be chästlgen. Auch diese haben rndeffen für eme gewisse Classe sehr bedeutende Vortheile. Da Alle nur gegen Baar gekaust und ver. kauft ird, so bedarf eS kemer großen Buchführung . und .die Gefährmß. die be, Privatgeschäften die Preise steigert, fällt vollständig fort. ESsind ferner keme glänzenden Läden, kostspieligen Schau, kästen und prahlerischen Anzeigen noth, vendlg. Die Waaren sind aus schließ, llch sogenannte Stapelartlkel, die nicht Z L!ommvc& f0w6wtj unverkäuflich bleibt und Verluste nach Richtung hm vermieden werden. AuS allen diesen Gründen können die Genos. senschften billiger verkaufen, als die emzelnen GelchästSleute. also ihren Mit. gliedern Ehrlich nicht unbedeutende Summen sparen. Der Gewinn, den sonst ver .Hftndl 'Jwßt, sttet fast un verkürzt n ht Taschen der Verzehre?, eil der Verem unmittelbar von den Etzeugern kauft. Auf der andern Seite wurde unzweiselhast bet allg emei. ner Einsührung der GenossenschastS. lüden der Verbrauch abnehmen, weil Atere sich nicht bemühen, den Absatz zu steigern. Sie empfehlen keme Waären, locken keme Kunden an und würden na. entlich im Erzeugnisse schwer in den Markt bringen. Bisher haben sie denn auch nur, wie erwähnt. Artikel des allgemeinen, täglichen Gebrauchs ge. handhabt, daS Privatgeschäst also sei- . . . nt-k.. r -j t i i

Orleans. Er war vor dem Kriege Skla j

vendefltzcr und bezieht aus seinem Besitzkhum in New Orleans ein JahreSein kommen von nicht weniger IS $10.000. Außerdem -besitzt er ein großes persönli chS Vermögen. Er hat auf den besten Schulen Frankreichs eine glänzende Ec ziehung genossen und lebt viel im Aus lande. B. F. Joubert von Louisiara, ebenfalls ein früherer Sklavenhalter, ist fast ebenso reich als Marie, aber nahezu weiß, während Marie bräunlich gefärbt ist. Gouverneur Pmchvack ist etwa i Million .werth-, und außerdem giebt es in New Orleans noch sechs Farbige, die von 5100.000 bis $200.0C0 besitzen. In New ?)ork giebt es wenigstens ein Dutzend Farbige, die $100,000 bis $500,000 Ha5en, .darunter zwei Aerzte, deren Einkommen sich aus $25.000 jähr llch beläuft. Ern farbiger Barbier in Williamsdurg, N. Y , starb kürzlich mit Hinterlassung einer halben Million. Henry Thomas, langjähriger Oberkell ner im Grand Hotel zu Saratoga und im Metrovolitan Hottl zu New yotl, wird auf $150,000 geschätzt. Dr. McDonald in New York gilt sür den'Besit zer von $200.000, und die sarbige Frau Gloster in Brooklyn ist sogar Millionärin. Ihr zunächst kommt John Tenrycke mit einem Vermögen von $500.000. Der reichst: sarbige Pflanzer Amerika's starb vor nahezu zwei Jahren. Er hieß Ben Montgomery und begann seine Lausbahn als Kammerdiener eines BruderL von Jefferson Davis. Später ge hörte ihm das. Hurricane-Gut in Claiborne County, Mississippi, welches einst Besitzthum der Gebrüder Joseph und Jefferson Davis gewesen war. Er lauste es ihnen im Jahre 1863 ab und zahlte $300.000, lauste aber wohlweislich die Sklaven nicht mit. Der frühere Senator Bruce, jetziger Registrator im Schatzamte, hat zwei sehr werthvolle Pflanzungen in den Counties Coahoma und Bolivar in Mississippi. Er hat keine Schulden und ein Vermögen von wenigstens $200,000. Doch bei alledem sind wohlhabende LZeger selten. Bom Inianve. . Die Kriegsschaluppe .Banixt", welche kürzlich mit anderen Bun deöfahrzeugen von Norfolk nach New Jork kam, um die Feier der Eröffnung der großen Hängebrücke mitverherrlichen zu helfen, liegt jetzt in der Navy Z)ard zu Brooklyn, um zu einer Expedition nach dem Nordpool ausgerüstet zu werden, wohin sie den Walsischsahrer ProteuS" geleiten soll, welcher nach dem Smith Sunde abgeschickt wird, um der Expedi tion unter Lieutenant Greeley Beistand zu leisten. Erfahrene Seeleute sprechen die Befürchtung aus, daß die .Zjantic sich zu einer Fahrt durch das Eis nicht eigene und Gefahr lause, von solchem er druckt zu werden. Der ProteuS dagegen ist durch seine Bauart geeignet. direct rn's Eis einzudringen ; eS ist der Vorschlag gemacht, die .Vantic an der Wasserlinie mit starken Stahlplatten belegen zulassen, was geschehen kann. ohne dak man dieselbe in em Troaenooa bringt. DaS Fahrzeug trägt 412 Ton nen Last und hat eine Besatzung von 150 Mann an Bord. Der Präsident der univer sellen Friedens Convention, welche so eben in,New York tagte, hieß Love" (Liede) und kam von der Stadt derBru derliebe ; der Secretär hieß .Clubb" (Knüppel), der Schatzmeister .Eleaver (Spalter, Holzart), und noch ein Mitglied kam von .Battle-Creek" (Schlach. ten-Bach). Wliat. is in a name ? DemBerichtede Direktors der Münzen, Hrn.Burchard, zufolge, ha ben die Minen der Ver. Staaten im Jahre 1882 $3'i,500,000 in Gold und $46,800,000 in Silber ergeben, also $2,200,000 Gold weniger und $3,800, 000 Silber mehr als im Vorjahre. In Colorada wurden du meistenEdelmetalle gesördert und Calisornia lieferte die nächst größte Quantität. Gleichlautend sind vorralleu Plätzen am Potomac die Nachrichten über den Ertrag der heurigen Fischereien. Keine einnae günstige Nachricht l t da runter, sondern nt Klagen und es wird von alten Fischern einmüthig behauptet, daß der Fischerei-Ertrag noch m keinem Frübiahre so schlecht war wie m diesem. ES sind zwar schon seit einer Reihe von Jahren jedes Jahr weniger Fische gefangen worden, aber so schlecht wie in diesem Jahre sind besonders oer syad fana und der Seriasfang noch nie gewe sen. Obgleich die Fische in Folge dessen theurer waren und sind wie sonst, so hat der höhere VreiS die Fi cher doch lemeS weg? für den schlechten Fang entschädigt mm a w t 9 Y A. 1 und ie klagen oesyatv, nillZl im Vlanoe ... r.'. , 01 .!it:x.:4. .jc... zu lein, iyren OClBininuyicmH UUUZU kommen. Es kann indessen nicht ge leuanet werden, daß der Fischsang raub mäßig betrieben worden und dies der r- " . r - . - r t r.Xi.u cv:rx. auvtaruno ?ur oen iwiumii, ajcrciertrag ist. Wenn Shad, Hering und vndere nickt aanz aus dem Flusse ver schwinden sollen, müssen strenge Gesetze zum Schutze der Fische erlassen und durchgesuhrt werden. a lucertio in immer enaere Beziehung zu den Ver. Staaten .tritt, . , ' i. 1 r.. o .! 1 cv regnei es jegi in unictcii oettungenel seberichte von dort, welche zum Thei grobe Unrichtigkeiten verbreiten. Eine solche ist es, daß daö reme spanische Blu mehr im Süden als im Norden deSLan des vertreten sei. ES verhält sich gerade umgekehrt. Abgesehen von der Haupt stadt Mexiko und Vera Cruz, wo natür lich spanisches Blut mehr vertreten ist, ht der ganze Süden eine fast rein in dianische Bev?lkerunng (Maya, welche Reste einer uralten Cultur bewahren und schöne Menschen sind, wo irgend daö Klima es"erlaubt) und der Norden ha die meisten ungemischt spanischen Ele mente, während die dortigen Indianer emer weniger cultursahlgen Viasse ange hören. Ueber die zuerst von der N. Z). Sun" gebrachte, später in Zwei sel gezogene, schlieblich aber durch eine Depe che an den J, VI. yerald" best tigte Nachricht, daß der Papst imBegriffe stehe, ein. Concil der katholischen Kirche

in Amerika einzuberufen,' äußern sich hervorragende Geistliche dahin, daß die Berufung eines solchen Plenarconcils

chon lange erwartet wurde. Cardinal McCloskey soll bereits nähere Jnstruc ionen empfangen haben, weigert sich edoch. vor der Hand nähere AuZkunst zu geben. , Der Zollkutter .Thomas Erwin- ist in San Francisco verpro vianlirt worden und jetzt bereit, avf eine echSmonaillche Expedition nach dem nördlichen Eismeere abzugehen. Dtr Kutter nimmt die Geschenke für die Tschuck'schen Indianer sür ihre der Mannschaft des verbrannten Dampfer? Rodgerö" geleistete Hilse mit sich. Die Geschenke bestehen auS Mehl, Spring sield.Büchsen zc. und besitzen einen Werth von ungksähr $3000. Seidenraupen werden in Memphis, Tenn.. in diesem Jahre schon n bedeutend gröberen Mengen aezoaen. wie früher. Dieselben gedeihen vor resftlch und ind mancherorts schn im Coconspinnen begriffen. Die Waisen häuscr haben sich mit Eifer und Erfolg rr .. ' vieles rwerozweiges oemacyllgt. Ein tragisches. Ende fanden am Freitag in der Nahe von Shelf Point. Fla , drei Personen, welche im Begriff wren, an den Dampser Em len" heranzusahren. Das Boot erhielt em ea. tuute tcv mit Wa ser und versank binnen wenigen Minuten. Die drei Insassen, Richker Baldwin. Simon Colton und der Neger Preston fanden in in den Fluthen ihr Grab. In einem Parke nahe New Bork fand man am Freitage den Ex Polizeisergeanten Armstrong. DerMann war seit dem Brückenunfalle verschwun den, und es stellt sich nun heraus, daß er ob des schrecklichen Ereignisses, dessen Augenz?uge er war, verrückt geworden st. A m Vh a ck a m a s F l u s s e in Oregon haben Ansiedler unter sich einen Wols'Club gebildet, um ihre Schas. heerden vor den dort zahlreich Vorhände nen Wölfen zu schützen. . Bei der Fabri kation von Ackerbaugeräthschasten in Chicago wer den jährlich 20.000.000 Fuß Holz ver braucht. Für Calisornien wird sich voraussi.cht'ich das lausende Jahr zu einem der günstigsten gestalten, welche das Gold, Weizen und Weinland jemal? erlebt yat. Vle Wenen-Ernte wird aus einen Ertrag von 1.200,000 Tonnen und einen Werth von 536.000, 000, die Ausbeute der Bergwerke aus 520.000.000. der WollErtrag aus 42.000.000 Psund im Werthe von N0.200.000, die Wein und ObstErnte aus 5l0.000.000. der Ertrag der Rinderzucht auf $4.000.000. der Schafzucht, soweit daS Fleisch in Be tracht kommt, aus 5l.200.000, der Milchwirthschaft aus 5700,000. derSeide und Baumwolle auf 5200,000 abge schätzt. Dies ergiebt zusammen mit den Abwürfen der Ziegenhaar und Cicho rien Industrie ein Gesammterträgniß von 532,000.000. Die Landwirthschast wird von nicht mehr als 150,000 betrie ben, und es giebt jedenfalls kein Land der Welt, welches auf diese Anzahl einen so enormen Ertrag dttseö ZwelgeS der VolkSwirthschast vertheilt. Der Acker ergiebt in Calisornien an Weizen jähr lich 515, im Thale des Mississippi jähr lich 510. am i -mm vom Auslande. Da der Krieasdienst in Cnaland immer weniger beliebt wird, so letzt sich die britische Armee auS immer schlechteren Elementen zusammen, und die 5Zabl der militärischen Disclplmar trafen wächst. Im Jahre 1882 kamen ius 90.000 Mann Unterosstciere und Gemeine 8219 Kriegsgerichte und 131. 134 aermaere Strafen, also im Durch' schnitt auf jeden Mann fast anderthalb vestrasungen jährlich. In Frankreich sind nicht nur die Svarkassen fast ausschließlich in der Verwaltung des Staates, sondern auch die Leihhauser sind es ganz und gar, private sind verboten. ES gibt aber in drei Vierteln der DevartementS gar keine, und die 42 bestehenden befinden stch zu vier Fünfteln m den sechs grötzlen Städten, Paris, Lyon, Bordeaux, kar seille, Lille und Rouen. Letztes Jahr wnrden darin 3.012.571 Artikel ver vsändet und 52,995.943 Francs darauf geliehen. . Die durchschnittliche Höhe des DarlehnS ist in Paris 20 Francs, in den anderen Städten 14. - In Sardinien, d e m i t a maischen Irland, triumphirt das Ninal initbum immer bedenklicher. Allerorts. iesonderL aus dem Lande, herrscht völlige . r cm vic it.i.l:rr. CT1."1 anarcoic. loroiyaien, ucociaur,pun)erungen und Brandschatzungen ganzer Dörfer sind an der Tagesordnung. Die z'ardinifchenMondfcheinler liefern denCarabinieri förmliche Schlachten, bei denen die Letzteren meistens unterliegen. Die Bergregion ist vom Brigantenthum der maßen verpestet, daß ihm selbst die ehr ichen Elemente der Bevölkerung, aus Furcht allen nur erdenklichen Vorschub leisten. Kinder, Greise und Frauen be soraen Svionaaedienste, um aute Raub gelegenheiten auszukundschaften und die Lolittioraane u überwachen. Letztere wurden im April wiederholt in ihren Kasernen von den Räubern belagert! Nach sechs Uhr Abends wagt sich kein Mensch mehr auf die S um nicht erariffen oder niederaeschossen m werden. Viele Verkehrswege sind deswegen völlig aeiverrt. Die Brillanten bau en schum mer als eine feindliche Soldateska. Die Grundbesiker werden durch Erpresiunaen aller Art systematisch gebrandschatzt. Und dabei ist die Zahl der Carabinieri bei Weitem mcht ausreichend, um den Tramps mit den Banditen aufnehmen zu können. Ganze Districte sind sich selbst überlas sen. Sardinien besitzt wie Siellien eine Verbrecherliga, die unter dem Namen .mano frstern (die Bruderhand) ähnlich eingerichtet ist, wie die ranno nera in Spanien. In Girgenti vur den ungefähr hundert Briganten festge nommen.

AuS Sibirien weroenl

folgende zwer Fälle, mitgetheilt, über welche man unwillkürlich die Hände zu sammenschlagen muß. Im Jahre 1882 wurde in dem Tomsker Gouvernements gericht ein Urtheil ausgefertigt, laut welchem der frühere Polizeideamte Tsch. sür verschiedene Verbrechen zu drei Mo naten Gefängniß verurtheilt war. Das Urtheil ging in die Kreisstadt Kam, wo Tsch. seine Verbrechen begangen hatte.Hier konnte man dasselbe nicht vollstrecken, weil Tsch. unterdessen ' in der Gouvernementsstadt, also m Tomsk selbst, Polizeimeister geworden war, weö halb man sich damit begnügte, die vor schristsmäßlgen Ermittelungen durch Rundschreiben zu erlassen, um dann nach TomSk berichten zu können, daß Tsch. im Kain'schen Kreise nicht ausgesunden worden. DaS andere Vorkommniß ist noch besser : In einer Stadt des östli chen Sibiriens wurde ein Quartalauf feher in flagranti bei einem Einbruchs diebstahl ertappt und nur deshalb nicht bestraft, fondern einfach m Verdacht ent lassen, weil von 17 Zeugen des Verbre chenö 16 bereits ihrer persönlichen Rechte verlustig gegangen waren und der Sieb zehnte, als Einzelner, nicht weiter in Be tracht kam. Damit jedoch nicht genug. Einige Zelt spater avanarte dleserQuar talausseher in derselben Stadt zum Se cretär des Bezirksgerichts, ein Posten, der m Sibirien von großer Bedeuturg ist. Seit dieser Zelt vt auch ein voll ständiger Stillstand in der Geschäftssührung des Bezirksgericht eingetreten. Alles faulenzt und bringt nur Bacchus Opfer, während die Häftlinge, ohne ver hört zu werden, oft über ein Jahr im Gesängnisse sitzen. Ein S trike q anz eigen thümlicher Art ist in Valladolid ausge brachen. Dort besteht nämlich ein königlich spanisches Zuchthaus und die Jnsasien dieser Anstalt elshundert an der Zahl haben nach gemeinschaftlicher Verabredung plötzlich die Arbeit einge stellt. Sie verlangen Verkürzung des Normalarbeitstages, kräftigere Kost und Entfernung einiger mißliebiger Ausseher. Die Verhandlungen zwischen der Direc jion und den Strikenden sind imGange. Eine Ausstellung von Stöcken wird in Paris von einem aus den Mitgliedern' der ersten Clubs und Circles gebildeten Comite .vorbereitet. Die mannigfaltig5ten Stockmodelle von der Zeit des MittttalterS an bis auf den heutigen Tag weden in dieser Ausstel lung figuriren. In ihrer im engeren Sinne historischen Abtheilung wird man die Stöcke von VillerS, Croqui, Richelieu, de la Popeliniere, Samuel. Bernard, Voltaire, Washington, Balzac :c. bewundern können. Ein ganz beson dereS Curiosum wird aber derjenige Stock bilden, mit welchem Mademoiselle de Montpensier das Signal zum Feuer auf die Armee Turenne's gegeben hat. Ein eigenes 'Compartiment wird den Degen, Angel, Dolchstöcken u.s.w., so wie den Stöcken der v:rschiedenen In nun gen und Gewerke und den Tam bourmajorstäben der verschiedenen Mili tär'Epochen Frankreichs gewidmet sein. JnB erlin i st VerHerauö geber deS Berliner Montagöblatt",Richard SchmidtCabaniS, wegen Gotteslästerung zu einer Woche Gesängniß verurtheilt morden. - W i e man auS Berlin schreibt, ist , das Engagementsverhältniß deS MajorSFreiherrn von der Goltz nach derTürkei ein noch günstigeres,als seiner Zeit dasjenige der anderen deutschenOf fiziere. Herr von der Goltz erhält gleich den letzteren Ossizieren 40,000 Francs jährliches Gehalt,hat jedoch eine specielle Abmachung dahin getroffen, daß er nach drei Monaten seine Entscheidung über einen eventuellenUebertritt nehmen kann. Die 40,000 Franc?, von denen er Hin und Herreise bezahlen muß, verbleiben ihm sür diese Probezeit, der Urlaub des Majors von der Goltz lautet aus GMo näte. Nach der Zeit von drei Monaten kehrt Herr von derGoltz entweder zurück, um seine Familie abzuholen oder imVer bände der preußischen Armee zu verblei ben, wohin ihm wohl auch im ersteren Falle innerhalb dreier Jahre der Rück tritt offen gehalten werden dürste. I m Berliner Zypern hause spielte sick dieser Tage ein kleines erschütterndes Drama ab. Mitten im dritten Acte wurde der Violoncellist R. von Tobsucht befallen, lä?:nle, ruf .nach dem GeneralJntendanten v. Hülsen und konnte nur mit Mühe aus dem Orchesterraume entfernt werden. Der rasch herbeigeholte Theaterarzl brauchte eine längere Zeit, den Unglücklichen zu beru higen,.den dann seine inzwischen herbei geeilte Frau nach Hause brachte. Der Kaiser war Zeuge der ganzen, , beängsti genden Scene und ließ sich Taas daraus über den Vorfall, wie über das Befinden deS Kranken Berickt erstatten. . .. i i Deutsche Lokal Nachrichten. Hamburg. 23. Pcai Der Her. uögeber des Lokalblattes .Reform-, der ehemalige Reichstagsabgeordnete Dr. E. Banks, hat sich durch einen Revolver fchuß getödtet.- Dr. Banks hatte ein bewegtes Leben hinter sich. In frühen Jünglingsjahren nach Amerika gegan gen, hatte er dort, um seinen Unterhalt zu verdienen, die schwersten Arbeiten verrichtet und war dann nach Deutschland zurückgekehrt, um seine Universitätsstu dien fortzusetzen. Viele Umstände wirk ten zusammen, um .seinem Wesen eine eigenthümliche Außenseite zu verleihen, vermöge deren er in seinem Privatleben ziemlich isolirt dastand. Ein besonders herbes Geschick betraf ihn dadurch, daß seine junge blühende Frau wenige Jahre nach der Verheiratung dem Wahnsinn verfiel. Der anhaltende Druck, den dieserUmstand insgeheim auf feineStim mung ausübte, verbunden mit nervös erregender geistiger Anstrengung, mag die Schuld getragen haben, daß Dr. BankS'sich zu Anfang dieses JahreL so erschöpft fühlte, daß er nach eigenem Ent schluß eine Irrenanstalt am Rhein aus suchte. - Er kehrte nach 4 Monaten, an fcheinend gesünder denn je, zurück, und noch vor einigen Tagen legte er in der Bürgerschaft, in einer verwickelten juri

dachen Angelegenheit, die klarsten rörti.rungen dar. P e st, 22. Mai. Der Strassenat des obersten EerichtZhofes verhandelte heute über einen Straffall, der seinerzeit große Sensation im Lande erregt hatte. Bar nabas Mokry. Sicherheits-Kommissär im borsoder Komitate, war angeklagt, daß er den des Diebstahls bezichtigten Paul Pogany an einen Pfahl binden ließ, den Kovf des Beschuldigten an .einen Thürpfosten schlug und ihn mit einem Ochsenziemer und einerHehpeitsche traktirte. Diese Tortur dauerte von 9 Uhr Vormittags bis 3Uhr Nachmittags. Um 5 Uhr Nachmittag? sand man den unglücklichen 18jährigen Burschen er henkt. Nach einfacher Leichenschau wurde ein Selbstmord konstatirt und der Leich nam begraben. Spater crsolgte die Anzeige des Falles, in Folge desien dieLeiche ausgegraben wurde. DerGerichtsarzt gab sein Gutachten dahin ab. daß Pagany auch in Folge der empfangenen Wun den gestorben sein könnte. Während der Untersuchung gestand Mokry die' von ihm angewendeten Torturen ein. Bei der Schlußverhandlung widerries er jedoch seine Aussage, indem er behauptete, daß er nur unter der Pression der Un tersuchung Eeständniffe abgelegt habe. Im Zusammenhange mit diesem Falle langte eine ganze Reihe von Anzeigen über von Mokry auch, an anderen Per sonen verübte Torturen ein. . Diese Anzeige, welche gegen Mokry und seine Panduren, soVie gegen den genzesenen Vize-Stuhlrichler Geza KiZzely gerich tet waren, bieten ein abschreckendes Bild von der Art und Weise, wie in der Pro vinz mit den UntersuchungsHästlingen verfahren wird. Der Angeklagte wurde zu 24 Jahren Kerkers verurtheilt. Kiel. 22. Mai. Hier circulirt das Gerücht, daß ein in New Z)ork verstor bener Mann, der mit dem s. Z. beim 9. Bataillon der sch!c?Wig-ho!steinischen Ärmee 1S48J51 gewesenen Major v. Hacke identisicirt wird, sein räch vielen Millionen zählendes Vermögen den schleöwiq holsteinischen Kampsgenoffen von 1S48151 vermacht habe. Derselbe soll zuerst in den Goldminen Califor niens ein ansehnliches Vermögen erwor ben haben und dann durch Bauübernah men an der Pacisicbahn und im Kriege gegen die Südstaaten in den Besitz noch größerer Reichthümer gelangt sein. Seine Familie ist vor ihm verstorben, so daß laut Testament seine ganzeErbschast im Betrage von ca. 45 Millionen auf die erwähnte Kampfgenossenschast übergehen soll. (Natürlich eine E.ite. D. Red.) Kassel, 23. Mai. Gestern hat der Eisenbahnbremser A. Bachmann seine Frau und dann sich selbst erschossen. Als Beweggrund zu der schrecklichen That nimmt man Eisersucht an. Dresden, 21. Mai. Im Prozeß gegen die Ehegattin deö Theaterdirec tors Ludwig Hartmann wegen thatsäch licher Jnsultirunz des Kammermusikers Meyer verurtheilte die zweite Slraskam mer des Landgerichts die Angeklagte wegen Körperverletzung und hinterlisti gen Uebcrsalls in Zusammenhang mit thätlicher und wörtlicher Beleidigung zu fünsmonat!ich?m Gesängniß. In der von Frau Hartmann gegenMeyer erho benen Wiederklage wurde der Beklagte kostenlos freigesprochen. , Aus der Pfalz, 21. Mai. Die aus dem 14. Jahrhundert stammendeSt. rr rr.of'x.. r . v . t . v r

VMM Ms V . iM w VI V M V) V ft fc V fctll einer gründlichen Wiederherstellung un terworsen. Der Grundstock zur Erbau ung der Retscherlirche in Speier ist bis jetzt aus 300,000 M. angewachsen. Im merhin sehlt noch eine ganz teträchtliche' Summe. Man hofft dieselbe wie bisher durch einzelne Beitrüge und demnächst durch Beisteuern in den englischen Lan deslirchen auszubringen. Zur. Ausar beituk'.g vcn Plänen soll demnächst ge schritten werden. . . .23 i e n , 24. Mai. Hcute wurde im Duell ein bervorragerdcr GenerolstabZ Osstjicr, Obcrst-Licutenant Schlayer, Commandant des neuorganisirten Eisen bahnreginlents,'ein geborener Württem berger, vom Oderlieutenant Palmer. Redakteur dc: Mililörzeitschrift .Vedette-, erschossen. Die DueLursache bildete ein Wortwechsel über militärische Fragen. Der Sieger des Dcrbyrennens (Preis 10,000 fl.) ist der Tartar' deö Grasen Henkel Donner-marck. S o n n e n b u r g. 22. Mai. Ein vielfacher Kir.desinord' wird aus dem' Dorse Bcanlieu bei Sonnenburg gemel det. Die Fmu eines dort wohnenden Eigenthümers Fritz Plathcn war um ei ner Gerinofügigkeit willen wit ihrem Mann in emen Streit gerathen, der schließlich zu Thätlichkeiten überging und der die Frau veranlaßte, mit ihren vier Kindsrn im lltrr ttkin 7" 51 n c iwn i&nr t p in i 1 pnn rn n rn pnrn Jahre die 23chnung zu verlassen, angeblich um nicht wiedcrz'Lkehren. Am Abend kehrte sie jedoch zurück, wurde aber nun von i!.rcm Manne nicht aufge' nommcn. In ihrer Aerzviflung begab sich die Frau nun, die schon früher Spu ren von Ticssinn gezeigt hatte, wieder, fort und sitzte sich, wie jetzt festgestellt morden, mit .den Kindern ermüde;,- an den R ind eines kleinen bei dem Orte vorbeifließenden Gewässers, Nach ihrr später zu Protokoll gegebenen Angabe will sie die Kinder, die ermüdet einge schlasen, einzeln in das Wasser gewsr fen und fo ertränkt haben. Nach ein! ger Zeit erwachte die Reue bei ihr und will sie nun die Leichen der Kinder in dem seichten Wasser aufgesucht und an das User gelegt haben, woraus sie sich freiwilliz d.r Behörde stellte. Gelsenkirchen, 23. Mai. Am. gestrigen Tage begingen die hier wohn haften Eheliute Herz Wolss daS seltene Fest ihrer diamantenen Hochzeit. Die Kinder des Jubelpaares, acht Knaben und drei Mädchen, 6G Enkel und drei Urenkel, brachten schon am Vormittage ihre -Glück und Segenswünsche dar. fön. V.m 4.:.f. rr ,r . ex.. v.. wicicii )cm:nicn, iveilyr würdigen Jubilar erfreuten, bezeichnete derselbe ein ihm von der Firma Bönin ger in Duisburg gewidmetes Packet Tabak von emer Sorte, welche er bereits seit sechzig -Jahren rauche, als das .liebstes Der Diamant Bräutigam' ist 8 Jahre, die Diamant. Braut 1 Jahre alt.