Indiana Tribüne, Volume 6, Number 260, Indianapolis, Marion County, 7 June 1883 — Page 2
Dndmna Hriöüne.
FLgNHe und Sonntagsausgaöe. Ofstce: ISV O.Marhlandstr. JndZanapoiiS, Juni 1883! Höllinmafchitten. Der Legislatur des Staates 'Pennsylvanien liegt ein Gesttzvorschlag zur Verhandlung vor, welcher die Anfertigung von sogenannten Höllenmaschinen verbietet und mit Strafe bedroht. Ein Mechaniker, velcher die Herstellung .JbK artiger Apparate fabrikmäßig betreibt, antwortete dieser Tage aus die 'Frage, was er thun werde, wenn jener Vor schlag zum Gesetze erhoben würde, daß es einfach nicht möglich sei, da? Geschäft zu unterdrücken. In der That hat der ErsindungsgeiK auch auf diesem Gebiete so mannichfache und scheinbar harmlose Formen ersonnen, dafc die Fabrikanten der Apparate gegen Entdeckung so ziem lich gesichert sind. Manche derselben vflegen aus den Einwurf, daß sie durch ihr Geschllst dem Verbrechen Vorschub leisten, zu erwidern, daß sie nach dem Zwecke, zu welchem ihre Fabrikate ver wendet würden, so wenig zu fragen brauchen, als dies der Fabrikant und Verkäufer irgend welcher Waffen thut, obgleich ja mit letzteren auch Verbrechen ausgeführt werden könnten und täglich ausgeführt würden.. Das Dumme die seö Vormundes liegt aus der Hand, da allerdings jedes Werkzeug ausnahmö weile auch mißbraucht werden kann, die Höllenmaschinen aber einzig und allein zu dem Zwecke angefertigt werden, dem Verbrechen zu .dienen. Das .schändliche Gewerbe ihrer Anfertigung bat in den Städten Philadelphia und New York große Ausdehnung gewonnen, und in nerhalb der letzten zwölf Monate wurden derartige Maschinen allwöchentlich nach Europa verschifft. Mitunter wird eine derartige Maschine an Bord eines segel fertigen Schiffes entdeckt, weil sie durch fahrlässige Verpackung die Ausmerksam keit der Zollbeamten au sich ziehtV im Allgemeinen aber sind' dieselben so con struirt, daß sie in irgend welchen Fässern oder Kisten, in 'trockenen oder flüssigen Waaren, verborgen, versandt werden können. Die meisten befinden sich in Kannen aus galvanisirtem, IJIGZoll starkem Eisen, die einen Fuß hoch und je vier Zoll breit und tief sind ; sie sind mit einem in Philadelphia erfundenen und hergestellten dunkelbraunen Explosivstoffe angefüllt, der da? Aussehen von grobkörnigem, krystallinischem Geschützpulver hat und die Explosivkraft deS letzteren zweihundertfach übertrifft. Eine derartige Kanne wirkt, indem sie explodirt, o zerstörend, wie 900 Pfund Schießpulver. Die Explosion wird durch ein Uhrwerk verursacht, das auf ein in der Ex plosivmasfe. befindliches Zündhütchen einen Schlag ausübt und so gestellt wer den kann, daß es' wenige Augenblicke, bis 36 Stunden nach dem Aufziehen des. Werkes wirkt. Werke, die erst nach län. gerer Zeit die Explosion verursachen, werden nur auf besondere Bestellung an gefertigt. Diese Art Maschinen können ohne jede Befürchtung vor vorzeitiger Explosion gehandhabt werden. Eine andere der gewöhnlichen Constructionen bewirkt das Zerbrechen einer aus dün nem. Glase angefertigten, eine scharfe Säure enthaltenden Phiole, welche durch ihre Berührung mit den sie umgebenden Chemikalien die Explosion herbeiführt. Das Geräusch, welches das aufgezogene Uhrwerk verursacht, ist schwach, wenn man die Maschine an das Ohr hält, in der Entfernung von einigen Fuß aber absolut nicht vernehmbar. Die stärkste, kürzlich in Philadelphia angefertigte Höllenmaschine war 14 Zoll hoch, hatte in der Grundfläche 0 Quadratzoll und enthielt ein Uhrwerk, welches die Explo sion bis zu acht Tagen nach dem Auf ziehen bewirkte, sowie Sprengstoff von der Wirkung von 3,000 Pfund Pulver. Diese Maschine kann volle acht Tage in Wasser .oder sonstigen Flüssigkeiten liegen, ohne daß hierdurch der Lauf des Uhrwerkes, oder ihre zerstörende Wir kung beeinträchtigt wird. Gewöhnliche gläserne Flaschen,. die ein Pint halten und mit einem Gummikorke verschlossen sind, enthalten ebenfalls Höllenmaschi nen von colossaler Wirkung und wurden kürzlich ln Phuadelphta an ein Comite der Fenier in großer Anzahl geliefert; dieselben wiegen pro Stück nur 16 Un zen und enthalten die Explosivkraft von - 80 Pfund Pulver. Die bekannten Hüte, welche, aus den Boden geworfen, explo diren. wurden ebenfalls in Philadelphia angefertigt. Außer auf engmche, rufst sche und italienische Bestellung wurden . in den letzten Monaten auch zahlreiche Maschinen für Mexico, Süd'Amerika, San Domlngo und Hayti angefertigt Crackers. DaS Wort .Cracker" entspricht dem franzonschen BiScuit" und dem deut schen .Zmieback- zweimal gebacken nur entfernt und umsaßt eine große Menge von . Artikeln der Bäckerei, die nur in England und in Amerika bekannt sind; andere Sprachen haben daher sei nen Ausdruck, der den Begriff vollstän dig deckt.' Am höchsten entwickelt ist die Fabrikation der Crackers in Boston. Boston versorgt nicht nur dasJnland mit diesem Erzeugniffe, sondern dasselbe bil bet dort auch einen sehr bedeutendenAuö fuhrartikel. Einige siebenzig verschiedene Sorten von Crackers werden in Boston hergestellt, und einzelne derselben haben in der Form eine so große Ähnlichkeit mit versteinerten Backwaaren, die in Herkulanum und Pompeji aufgefunden worden sind, daß Dies einen entdeckungS wüthigM Archäologen veranlassen könn te, den Ursprung der Cracker-Bäckerei im grauen Alterthume zu suchen. Fast sv . K . aue Bo uoner raaers aeyen aus nur zwölf Etablissements hervor, von. denen aber einzelne Hunderte von Faffern Meh allwöchentlich verarbeiten und ihre Ver
s.ndung.n i Australien.
Afrika ausdehnen. Der Bedarf an Cracker wächst im Verhältnis zum Wachsthum des Landes; die Anfertigung derselben ist zu einer Kunst geworden, die Maschinerie, welche hierbei verwendet wird, ist außerordentlich man nichfaltig intb complicirt und einzelne Fabrikanten rühmen sich, im Besitz eines Geheimnisses in Betreff der Herstellung einzelner Sorten zu sein.' Der Umfang des Versandts ist so bedeutend, daß den Bostoner Fabrikanten besondere Ver günstigungen von Seiten der Eisenbah' nen gemährt werden. Auf die Verpackung der Crackers wird große Sorg fält verwendet und die Anfertigung der Kisten aus Holz oder Blech, sowie der mannichsachen Etiketten, mit denen diese beklebt sind, beschäftigt ebenfalls aus gedehnte gewerbliche Etablissements. Die Crackers nehmen eine Stell im Welthandel und gleichzeitig in höherem Grade, als andere Waaren einen her vorragenden Platz im Hausirhandel ein Der amerikanische Beitrag zur Londoner Ausstellung ist rechtzeitig und in vortrefflichem Zustande angekom men und macht den Ver. Staaten alle Ehre. Die Austeinindustrle z. B. zeigt die locale LZertheilung der Weichthiere 0 SMPI P - an unseren uuen, lammuicge oei ihrem Fang; angewendeten Apparate v 4. , !c cn . a m. UNO Sie 'anen lyres joerpaucns, zui machen und Versenden. Daran schlit tert sich Karten, Exemplare und das Mo . r L r ..rx c neu einer ameriraniiqen ziujicrnoani. Auf die nämliche Weise sind alle unsere Departements vertreten, durch ypsad aüffe, Photographien, Modelle ?c. ES ist leicht möglich, dak unsere Republik v nxn cn.:o c.i v:. . i : roleoer uzn o,ouiun xcia uc uic nanu naleCollectiv'Ausstellung empfängt, wie in Berlin. SettversSlichuneen. Eine nicht geringe Aufregung wurde vor emigen Tagen in Chicago dadurch hervorgerufen, daß Peter McGeoch 7000 Tiegel Schweineschmalz, die ihm von der Firma Fowler Bros, geliefert wurden, als verfälscht zurückwies. Die betref sende Firma hat nämlich zur Zeit nicht weniger als 30,000 Tiegel Schmalz im Werthe von $1,000,000 im Markte und i ilt für da? größte Geschäftshaus dieser rt m der ganzenWelt. Sollte sich alsoldle Anschuldigung McGeochs vor dem In spectoren-AuSschuffe und später vor dem BörseN'SchiedSgerichte erweisen lassen, so wäre auf einen großen amerikanischen Industriezweig ein eigenthümliches Licht geworfen. Dennoch ist es eher zu verwundern, daß die offenbare Verfälschung des Schweineschmalzes nicht schon früher aufgedeckt worden ist. Ganz abgesehen von chemischen Prüfunaen, beweisen schon allgemein bekannte Thatsachen, daß ein sehr erheblicher Theil des söge nannten Nierensetteö (leaf lard) aus unseren Märkten weder von den Nieren, noch überhaupt vom Schweine stammt. ES besteht häusig aus Talg und Baum wolleN'Oel. Letzteres kommt in immer größeren Mengen aus unseren Südstaa ten, und obwohl 'ein kleiner Theil als Salat oder Olivenöl verkauft, ein anderer in die .Butter" oder den .Rahmgemischt .wird, so bleiben immer noch ganz bedeutende Quantitäten für andere Zwecke übrig. Wie diese aber verwendet werden, ist viöher em Räthsel gewesen, und fast ebenso räthselhast ist die Ber Wendung des Talges. Die Produktion desselben hat in-oen letzten Jahren sehr stark zugenommen, weil einerseits viel rv 1 m - m meor Nlnoer und tomaie ae,oaen. anne-i rerseits diese Thiere viel fetter gemacht werden, als früher ; gleichzeitig hat der Verbrauch gerade in denjenigen Zweigen abgenommen, in denen er früher am stärksten war. Petroleum hat sast überall die Takglichter verdrängt, und in der vel enfadmatlon wird der Talg durch Harze und ' billige Oele ersetzt. Somit sollte das Angebot eiaentlich größer ae worden sein, als die Nachfrage und auch erheblich gröker, als vor fünf oder zehn Jahren,. aber merkwürdigerweise ist das Gegentheil der Fall. Während früher Chicago ein großer Talgmarkt war und die -Bericht ,uber Talgverkäufe einen wesentlichen Theil des allgemeinen Marktberichts' -bildeten. 'ist jetzt' aller, dings noch von-Landtalg in kleinen LotS" die Rede, selten aber von den gro ßen Lote", die von Recht? wegen aus den städtischen Schlachthäusern kommen müßten. Der allerbeste Talg wird be kanntlich. zu Oleomargarin verarbeitet und nachher unter den verlockenden Na men Maibutter" oder Rahmbutter" verkaust, aber wag wird aus den mitt leren und geringeren Sorten ? Die Antwort besteht darin, daß Talg in großem Maßstabe zu Schmalz verar beitet wird, weil die diricte Nachfrage nach letzterem in demselben Grade ge stiegen, wie die nach Talg gefallen ist. Nicht allein hat sich die Bevölkerung stark vermehrt, sondern in vielen Gegen den hat sich auch die Lebensweise sehr verbessert, eö wird mehr Butter gegessen und mehr Schmalz zum Kochen verwen det. Wieder künstliche Schmalz hergestellt wird, ist zur Zeit noch Geheimniß der Fabrikanten, doch ist es höchst wahr scheinlich, daß der im Verhältniß zu gro ße Stearingehalt - des Rinds und SchafSFetteS durch einen Zusatz von Schweinefett und BaumwollSamenöl verringert wird. Diese Verfälschungen sind chemisch schwer nachzuweisen, weil daS Verhältniß der Stearinmenge auch im Schweineschmalz nicht immer das selbe ist und rasfinirteö Oel aus Baumwoll Samen in Mischungen nicht so leicht zu finden ist als rohes. Unsere Millionäre England hat im Verhältniß zu seiner Größe immer als das reichste Land ge gölten, und wenn man von den reichsten Leuten Londons sprach, so meinte man die reichsten Leute - der Welt. Durch Geschlechter und Jahrhunderte hindurch haben sich, daselbst Reichthümer vererbt und angehäuft, dieauS allenWeltthei
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ElN Handel und eine Industrie, die ohne Gleichen in derGeschichte dastehen, brachten das sogenannte Nationalvermögen auf eine fabelhafte Höhe, während bei der Vertheilung dieser Schätze die Nation, oder die Aolksmasscn sehr kurz kamen. Trotz alledem vollzieht sich die Anhäufung von Reichthümern in den Händen Weniger in Großbritannien bei Weitem nicht so schnell als in den Ver. Staaten. Vor zehn Jahren bewies eine Londoner Zeitung aus den Listen des ProbatgerichteS, daß in ganz Groß britannien während der vorhergehenden zehn Jahre nur zehn P:rsonen mehr als 5.000,000 hinterlassen halten, und nur 53 Personen mehr als $2.500,000. Jetzt hat dasselbe Blatt feine Untersuchungen wiederholt, in der Erwartung natürlich, daß während der letzten zehn Jahre die Zahl der vielfachen Millionäre sich wesentlich vermehrt haben würde. Diese .Voraussetzung erwies sich als unrichtig. Die Zahl derer, die zwischen $500,000 und $1,000,000 besitzen, ist allerdings gestiegen, aber mit Ausnahme eines Rothschild, dessen Vermögen besonderer Art ist, giebt es keinen zweifachen Mil lionär in der Liste und keinen einzigen Mann, dem die reichen Amerikaner und die kosmopolitischen jüdischen Millionäre, die ihren Finger in jedem Kuchen haben, ein Vermögen erster Klasse zugestehen würden. Nicht Einer reicht auch nur entfernt an den Reichthum eines Gould oder Banderbill heran." Ferner erklärtdas Blatt, daß die verstorbenen englischen Millionäre, weil sie ihr Ver. mögen meist ererbt hatten, fast gänzlich unbekannt waren. Man erwartete da her auch nicht von ihnen, daß sie einen Theil ihres Geldes öffentlichen Zwecken zuwenden sollten. Doch abgesehen da von, bleibt es jedenfalls Thatsache, oaß durch eine Reihe von Umständen einzelne Amerikaner binnen ganz kurzer Zeit zu Reichthümern gelangt sind, die selbst in England in vielen Generationen nicht erworben werden konnten. LandwlrthsÄafttlcheS.. Nebenbeschäftigungen für den Farmer. Wie die kleinen, aber bäusiz und regelmäßig vorkommenden Ausgaben die Einnahmen sicherer und schneller aufzehren, als solche von Höherem Betrage, die nur selten vorkommen, so tragen auch kleinere, in kurzen Zwi schenräumen sich wiederholende Einnah men außerordentlich viel zur Bestreitung der Kosten eines Haushaltes, ja zur sicheren Vermehrung des Vermögens bei. Für die amerikanische Landwirthschast ist es charakteristisch, daß die Farmer ihre ganze Arbeit und ihr ganzes Strebender Erzeugung einer einzigen Fruchtgattung widmen, ,m Westen dem Anoau von Weizen oder Mai, in den entfernteren Theilen desselben der Zucht von Rindern oder Schafen, im Süden der Production von Baumvolle. Zucker, Nels oder Ta bat, irnd nur im Norden u. Osten hat die größere Dichtigkeit der Bevölkerung auch im Betriebe der Landwirthschast zu einer gewissen Vielseitigkeit geführt. Diese Einseitiakeit wird aufgegeben werden müssen,- sobald die natürliche und ur sprüngliche Fruchtbarkeit des Bodens nach und nach abnimmt, hat aber auch jetzt schon gewisse Nachtheile im Gefolge. Der Farmer, der blos eine Frucht er zielt, muß vieles lausen, was er mit gennger Arbeit selbst aus semem Boden bauen könnte und ist auf die eine Em nähme des ganzen Jahres angewiesen, welche ihm der Verlaus der Ernte bringt. Fällt diese nun nicht sehr günstig aus. so kommt er in die Lage, blZ zur nächsten Ernte reou in ANjprucq neymen zu müssen, und auf 'diese Weise kommen viele Farmer trotz aller ihrer Thätigkeit häufig nicht recht vorwärts. Bei einem MißwachS bricht daS Unglück vollends m &. . uver lyn verein, uno er in man lm Stande, dasselbe durch die kleinen Ein nahmen erträglicher zu machen, die ihm nicht fehlen wurden, wenn er rm Be triebe seiner Ländereien nicht allzu ein seitig gewesen wäre. Auch im Westen empfiehlt es sich daher schon jetzt, größere Mannichsaltigkeit in den Farmbetrieb zu bringen. Wie dies geschehen kann und welchen Erfolg es hat, zeigt ein Blick auf die Wirthschastsverhältnisse im ysten. In den Neu'Enaland'Staaten baut der Landwirth in der Regel nur so viel Ge treibe,- als er für den Haushalt und als Futter.' resp. Mast für seine Hausthiere braucht. Geflügelzucht, theils um die jungen Hühner, theils um die Eier zu verlauten, die Anlegung von Bienen stöcken, Gartenbau und die Fischzucht in naturlichen oder künstlich angelegten Teichen bezahlen sich gut und eben sichere Einnahmen. Die Arbeit, welche k.' .r . -. v. n v. . ' itr r. 1 oieie Jwelge oer anowirlyiaiasl.ersor dert, kann theils vorgenommen werden wenn die Beneuungsarkeiten und di? Ernte nicht alle vorhandenen Arbeits kräfte beanspruchen, theils kann sie auch von solcken Versonen auSaelübrt mtr den, sür welche die eigenkliche Feldarbeit zu schwer ist. . Die landliche Bevölke rungFrankreichS ersreut sich durchschnitt lich sehr gunstiger Zustande und dies hat sie namentlich dem Umstände zu ver danken, daß sie eine große Anzahl von Aevenvelchalligungen mn dem eiaent lichen Ackerbau verbindet. Die Hübner und Taubenzucht steht in Frankreich auf einer hohen Stuse der Vollkommenheil, selbst die Züchtung der Kaninchen ode!, Seidenhasen, die wenig Ausgaben tu fordert, wirst hübsche Einnahmen ab: Höhlen, ' Steinbrüche, tteller und Souterrains werden zum Anbau von Champignons verwendet, der Garten liefert eine großeMattnichfaltigkeit feiner 'und daher theuer bezahlter Gemüse, die Pflege der Bienen und die Fischzuöt sind die Quellen regelmäßiger Einnahmen. Btt. emem derartigen WirthschastSbe triebe bringt jede einzelne Woche Geld in' Haus. Selbstverständlich wäre es ein verfehltes Begmnen.wenn dieFarmer im Westen sofort ihr WirthschaftSsvstern demjenigen im Osten oder. in Frankreich anpassen wollten, mit der Einführung emzeinerAevenve qalligungen aver rann nicht bald, genug der Anfang gemacht
werden. Das Princip, welches der kluge i
Speculant und selbst der kaltblutige Spieler zu seinem Nutzen verfolgt: Nie Alles auf t n e staitt zu setzenempsiehlt sich auch für die ehrliche Arbeit zur Be aruiung. tfur oicjcnigcn Farmer im Westen, welche zuerst daran gehen, neben i cv . v:.l !- cv . dem Weizen oder Maisbau das Land noch für andere Zwecke zu benutzen, wird der Prosit um so größer sein, alS sie sür den Ansang einen schr geringen Milbe werd und somit guten Absatz und gute Preise erwarten können. Gemüse, Bee ren, Früchte, Honig und Fische werden selbst in den llkinsten Ortschaften aern gekauft und deren finden die Farmer überall in nicht allzu großer Entfernung. Butter. Inder Herstellung von Butter und Käse hat sich in den letzten Jahren ein wesentlicher Umschwung voll zogen. Oleomargarin Butter und SchwelneschmalZ'Käse sind Mitbewerber sür diese Erzeugnisse der Milchwirth' schaft geworden. Im Staate New ZZork wurden im vorigen Jahre über 20.000, 000 Pfand Kunstbutterund über 2.000. 010 Pfund Schweinekäse sabricirt, diese Dfi im((tn dVa 4 V ! 1 ? my in uuiuin nuuuy uut Diejenigen Quantitäten, welche unter den ihnen zukommenden Namen verkaust worden sind, wie viel als wirtliche Butter ver kauft oder mit wirklicher Butter ver mischt worden ist, entzieht sich jeder Be rechnung. An Stelle der Herstellung oer Butter durch die Farmer, welche dik Milch gewinnen, ist die Erzeugung gro ßer 'Quantitäten in Meiereien und But telsadriken getreten. Diese arbeiten un ter günstigeren Bedingungen und mit größerer iZrsparniv an Kapital und Ar bcilslcasl, als der einzelne Farmer. Für hie Landwirthe empfiehlt es sich da der. die auf ihren Farmen gewonnene Milch in einem g?meinfchaftlichen Eta blisscment verarbeiten zu lassen. Da, wo Gelegenheit hierzu nicht vorhanden ist. kann der einzelne Farmer öie Her stellung von Butter nur dann mit Nutzen betreiben, wenn die Kühe während der Wintermonate die meiste Milch ge be, und derselbe hat daher seine Vieh zucht hiernach zu regeln. Die Kühe ge den zwar unter sonst gleichen Ver haltnissen im Winter etwas weniger und auch weniger gute Milch uiT im Sommer, doch kann man diesen Nach. theil durch gute, warme Stallungen, reichliches und gutes . Futter völlig ver meiden. - Gute, frische Butter bringt im Winter meist doppelt so hohe Prei e als im Sommer, kann in ersterer Jahreszeit ohne kostspielige Verpackung, versandt werden und zu ihrer Herstellung ist hm längliche Zett vorhanden, - während an derentheils kostspielig Kühlräume nicht erforderlich find. m m - w M , In cosrau wurve in diesem Frühjahr wiederholt die Beob achtuug gemacht,daß sich unter den aus der vtrake zum Berkaut auSgebotenen Apfelsinen besonders viele sogenannte Forolki", d. h. Apfelsinen mit rothem Fleisch und Saft befinden, und eö lag die Vermuthung nahe, daß man es mit erner strafwürdigen Fälschung von Ge nußmitteln zu thun habe. Dem Ssovr. JSw." meldet man nun, daß dieser Tage rn einem dortigen avoratormm . eine solche Apfelsine untersucht und darin Anilin gefunden worden sei, daS behufs Färbung des Innern der Apfelsine durch die Schale hindurch eingespritzt worden war. vom uianVk. "in h p m k?tt,ckkkause in Trenton. N. I . hat vorige Woche Bisckof O'st?arrell ein 5)ochamt celebrirt. an dem 3G0 Gefangene Theil nahmen. Es war dies die erste derartige Feier, die jemals in jener Anstalt stattgefunden hat. Der Hochaltar, der benutzt wurde, !v ( a . : t.i:..a fi..MrimAf d . lüllU Ulö CUl UlUlllUt 4lUllllVl VI c ..:.(.,. m c . k, , luyiuucu. i u ciutycuufiti, p i j sammenaeleat und. ohne viel Raum ein ,unebmen. sür Zälle wiederholter Be " ' ' . . i Nutzung ausbemaort werden kann uno oas Werk eines StrillnaS. der weaen Er morduna seiner beiden Kinder zu vierzig , o .. .av4f.:st tt )uy ich ouuytVuus vciuiiuc ! Die Folgen eine S E r d v e fmm & - - - - - Iork angelangte norwegische Bark Ol hn3. r.n hi Inh h.-inr 9 (flAt in VlttD jen' am 14. evruar au weiten noro melttick von der ?kntl Euaano lSuma trslV versnürt. Da Wasser schäumte in weitem Umkreise und stieg zu einer be. trüchtNchen yoye empor, wayreno oas Wetter völlig ruhig war. ' D,rNnndtsckul dA usw eis für den verflossenen Monat verzeichnet eine Verminderung der Gesammtschuld im Betrage von 4,890.476, die ganz ansehnlich genannt werden kann, wenn man berücksichtigt, dab sür Pensionen allein über 12 Millionen Dollars , auö gegeben wurden. Freilich waren auch Xi sCinMAm.n im $T17 n V tt ti n Yn Hf TlTt rfl UH ülUllUUtill IUI lUl UUktVVyiltlMf nrtt in stntrt S N,?knss hnn neuen Steuerstempeln. Von der verzinslichen Schuld sind die ca. 10 Millionen abqe setzt, welche am 1. Mai sür gekündigte m i n i Bonos noch zu zahlen waren, uno in oa her dieser Theil der Schuld auf $1,338 ?S9 or.O ducirt. wäbrend die Gesammt schuld nach Abzug der Baarbestände sich c $1 nr.Q 1 80 lOS fiMih'irt. 4 M Tj; j lVV wv, M.W ys k hr ffnflon ll 1 h Easton'Pferde - Eisenbahn" zu Easton,' m b. ft Aft . Penn., fuhr Wonnerstag nur em '-wagen, w p ar r oa iai aiit Pseroe an einem xgcnic htr erkrankt sind. Mekrere der erkrank ten Pferde werden wahrscheinlich sterben. Auck die Vserde in den Leibstüllen sind von derselben Krankbeit befallen. Bon den kranken Pferden sind etliche in. den letzten Tagen gestorben. Die' Thiere husten stark und werden, enn man nicht 7 J ' - - - - m n sofort hilst. so schwach. Da& sie kaum sie hen können. - In der k ürz lich adg eyal tenen Jahresversammlung der QuäkerGemeinden deS SiaateS New York hat es sich herausgestellt, daß im Lauf des verflossenen JahreS nur zwei Quäker ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind, und das ist mehr, als sich zum Ruhme von sonstigen Chri sten, Juden oder Heiden sagen läßt. Die Quäker sind von je her durch ihreWohl habenheit und Ehrlichkeit in Geldsachen.
voriheUhast bekannt; es fragt sich nur, j
ob dies das specielle Verdienst ihrer Religion ist, oder ob der Grund hierfür vielleicht in, der Thatsache zu suchen ist, daß ein armer Quäker von seiner Ee meinde als solcher nicht mehr anerkannt wird. Die N am e n der Staaten sollen künstig auf Briefadressen der Postbeamten nicht mehr abgekürzt wer den. So verfügt der Chef des Eifen bahn'PostdiensteS im - Generalpostmei steramte. Die Verfügung, welche zu Nächst nur für die. Untergebenen des ElsenbaynPostdiensteS gut.ruyrt daher. weil in Folg der Abkürzungen so oft Verwechslungen vorkommen, z. B. Mo. für Me. oder Md.; . Miss, sür Mass.; Jdaho Terr., für Indian Terr.; Ja. (Jndiana).für Ja. (Iowa); Tenn. für Penn.; Col. für Cal. zc. Wer vorsichtig ist, der befolge daher auch für seine G schäftS und Privat'Correfpondenz das Beispiel .der Eisenbahnpostbeamten. Dem Postbeamten, der die Briefe zu vertheilen hat, fehlt es an Zeit, über die Deutung , dtt ost nicht ganz deutlichen Abkürzungen nachzugrübeln. Er ent scheidet in Moment und wir t den Brief in einen Postsäck, der ihn in die entge gengesetzit Richtung seiner Bestimmung trägt und eine lange Irrfahrt durch das Land machen läßt. - Eine Nüstern Brutmaschine. Prof. 903. R. Brooks von der Jobns hopkinö' Unidkrsitar in Baltimore berichtet als Präsident der Austern -Unter fuchungscommifsiok über das Resultat der Experimente, die er mit der Austern zucht aus Austereiern zu Hampton, Ba., gemacht, daß eS ihm zwar gelungen ist, die junge Brüt aus den Eiern zu ent wickeln, daß dieselbe aber, wenngleich schon neun Tage alt, noch nicht gewach sen ist; doch glaubt er, daS dem bisher kalten und ungünstigen Wetter zuschrei ben zu müssen .und erhofft besseren Er folg vom weiteren Verlause der Experi mente. Eine jchne lle Fahrt hat der Ende voriger Woche von Liverpool und Queenstown in New ?)ork ange langte Dampfer City of Rome" ge macht, indem er die Strecke in 7 Tagen und 13 Stunden zurücklegte, trotzdem rr mehrere Tage lang Gegenwind hatte und durch Nebel 12 Stunden lang auf gehalten wurde. Ein Korrespondent be schreibt Qst'Tennessee als das Land der Verheißung. Da es noch dünn bevöl kert ist, so giebt eS da noch viel jung fräulicheS Land. Da eS im Durchschnitt 2000 Fuß hoch über der MeereLfläche liegt, ist eS zur Zeit der Sklaverei den Sklavenhaltern nichts werth geweseu, und sie haben eS nicht besiedelt, also auch seine meisten Getirgswälder richt nie dergeschlagen, seine Bodenfruchtbarkeit nicht erschöpft ; und die armen Weißen, welche eS fast ausschließlich bewohnten, haben nur kleine Strecken urbar gemacht, da eS keine großen Handelsstraßen hatte. Der Boden ist also noch wohlseil, aber, wie daS meiste . Gebirgsland, nicht sehr reich. DaS Klima ist ausnehmend ge sund, da die große Meereshöhe die Hitze der südlichen Lage mildert; . die Winter sind mild.' Wegen des Verlustes eines Zahnes während deS Krieges hat ein Mann in Philadelphia um Pension nachgesucht. Dazu bemerkt ein Phila delphiaer Blatt, der Umstand, daß der Mann bloß einen einzigen Zahn verlo ren habe, beweise, daß er wenig in den harten Soldaten-Zwieback gebissen, also wahrscheinlich auch wenig vom . Kriege gesehen habe. Am letzten Tage des ver gangenen Monats kamen in den Ver. Staaten nicht weniger als sieben Morde resp. Mordversuche vor. Eine der wohlhabendsten deutschen Bevölkerungen in den Ver. Staaten ist die von San Antonio in TexaS. Obgleich sie nur etwa 10.000 Einwohner unter einer Gesammteinwoh nerschast von etwa 30.0(0 ausmacht, so ist doch beinahe die Hälfte des Grund eigenthumS in ihren Händen. Auch beherrschen sie den Handel in Ellenwaa ?en, Groceries. Glas und Kurzwaaren. Aus dem geistigen Gebiete sind sie unce wohnlich rührig. Die deutsch-englische Schule, welche im Mi 1853 gegründet wurde,- zählt nämlich sechs Klaffen mit sechs Lehrern, von denen drei Deutsche und drei Amerikaner sind. Beide Spra chen, die deutsche und die englische, sind hier gleichberechtigt. Außerdem wird Unterricht im Spanischen ertheilt. An dere Lehrgegenstände sind Lesen, Schrei ben. Rechnen, AnschauungSUnter?icht, Geographie, Geschichte, Mathematik, Algebra, englische und deutsche Litera turgeschichte. Naturgeschichte, Physik, Zeichnen, Ringen und Turnen. SttttsQe Lotal-aSklSttu. Heilbronn, 14. Mai. Die ver storbenen Kausmann G. Pilgerfchen Eheleute haben 8000 fl. zu Stipendien und 2000 fl. zur Verschönerung des alten FriedhosS hinterlaffen. Dem löjähn gen Jos. Gförer von, Erlenbach, dem Lehrling des Kaffenfabrikanten Täschner hier, wurde von einem sich neigenden Schrank, als derselbe auf Rollen, beför dert wurde, derHinterkopf zerschmettert. Wien, 16. .Mai. In mehreren czechischen Bezirken macht sich eine antisemitische Bewegung bemerkbar. Einige (israelitische?) Gemeinden beabsichtigen. eine Deputation an den Kaiser abzusen den. Die serbische.Attentäterin, 6e lene Markovic, wurde zu 20 Jahren Ge sängniß begnadigt. G r e i f e n h a g e n (Pommern), 16. Mai. Diese? Tage wurde hier ein drei saches Familienfest gefeiert. DaSSchnei der Müller'fche Ehepaar feierte feine gol dene Hochzeit und mit ihm zugleich die in Berlin wohnende, aber zur Fegfeier mit ihrem Manne hier anwesende Toch ter das Fest der silbernen Hochzeit. Der Sohn des alten Jubelpaares wollte doch auch sein Scherftein zur Erhöhung der Festseier beitragen und lief, sein fünfzehntes Kind taufen. Au der Schweiz, 15. Mai. Nach Vorbildern in England und Skan
dinavien ist zur Bekämpfung des Alko holismus nun auch in Außersihl bei Zü rich eine Kaffeehalle errichtet worden, in der Arbeiter zu mäßigsten Preisen Kaf
fee, Thee, Chokolade und Fleischbrühe erhalten. Der Bankcroüs-ur und Wech. selfälschcr Bünzli'Sallenbach. ist in Melbourne, Australien, verhaftet war den Die Fabndungökosten werden dem Kanton Zürich aus etwa 10,000 FrcS. zu stehen kommen. Zur Flucht des Di rektois der UnsallocrsichcrungSgesellschast in Winterthur sagt die .Schweizerische Handelszeitung-: In unserer Mappe befinden sich noch drei , bis vier solcher Zukunftsnotizen ! Der kürzlich ver storbene Rentier Nieter hat der Wirthin deS Gasthauses zum .Adler" in Winter thur, deren Pensionär er war, ein Drittel seines aus etwa 300,000 FrcS. geschätzten Vermögens vermacht. Die Verwandten deS TestatorS wollen dieses Vermächtnis anfechten. Beuthen, 16. Mai. Der Commerzienrath Dr. Otto FriedlSnder,deffen kürzlich ausgebroch'ener ConcurS so gro' veS Aufsehen erregte, war unter der Be - schuldigung. Mündelgelder unterschlagen zu haben, gefänglich eingezogen worden. Gegen Hinterlegung einer Caution von 20,000 M.. welche von befreundeter Seite gestellt wurde, ist Friedlander wieder aus der Untersuchungshaft ent lasten worden. Reichenbach i. Schl., 15. MaiGroßes Aufsehen erregt dasVerschwinden des Pohl'jchen Ehepaares, welches wahrscheinlich den Weg nach Amerika genom men hat. Der Ehemann, ein Kürsch nermelster und Besitzer zweier Häuser am Ringe, wär als besonders sromm be kannt." Sein eifriges Kirchengehen und seine Frömmelei haben ihm bei eifrigen Glaudengenoffen Vertrauen und Credit verschalst, den er kur, vor seiner Abre.se' durch Ausnahme größerer und kleinererDarlehen, deren Begleichung wohl kaum' je zu erwarten steht, ausgebeutet hat. Unter den Darleihern'besinden sich auch einigt, die selbst weniger bemittelt, sauer Erspartes dem nun Entflohenen anver traut haben. Aus Baden. 15. Mai. Redac teur Zahn vom Mannheimer Anzeigerist vom Schwurgericht Mannheim wegen durch die Preffe verübter' Beleidigung des großh. Bahn.Jnspectorö Meik in Basel zu 350 Mark Geldbuße verurtheilt worden. Ellwangen. (Württ.) 10. .Mai. Zu den Veteranen des Ulanenregi mentS König Karl gehört auch der 92 jährige in den Ruhestand versetzteStadt accisor Baumann hier. Der König be schenkte ihn an 3 Anlaß des Regiments jubiläums mit einer silbernen Dose. G a i s b u r g. (Württ.) 16. Mai. Der Metzger Joh. Jak. Velterle, der hier in einer Wirthschaft eine Frau die Treppe hinabgeworfen hatte, so daß die selbe starb, war aus der Arrestzelle deS. Katharinen - Hospitals auSgebrochen. Der Flüchtling kam indeß', nicht weit, denn zu Schwieberdingen fiel er demPo lizeidiener in die Hände. Gerabronn, (Württ.) 16. Mai. Angesichts des vortheilhasten Geschäftsbetriebs der hiesigen Molkerei besteht nun auch in Kirchberg und Schrozberg die Absickt ur Krricktuna äknlier Anslal, I u 0 ten. S o l o t h u r n, 17. Die schweizeri sche Schelmenchronik wird fort und fort bereichert. Jetzt ist der Bürger Thomas Propst von Mümliswyl verduftet. DaS von demselben hinterlassene Deficit ist ein großartiges und die BetrugsStras klagen werden nach Dutzenden zählen. Leider sind die Geprellten meistens är mere Leute. Friedberg, 16 Mai. Ein Ei sendahnunsall mit glücklichem Ausgang trug sich am 1 Pftngstfeiertag aus dem von hier nach Dorlweil fahrenden Zug zu. Es brach nämlich während der " cn - v . izayri in einem Waggon oer 4. Kiat der Boden ein und siel durch die entstan dene Oeffnung ein Kind von 3 Jahren direkt auf die Erde ohne beschädigt zu werden.. Der übrige Theil des ZügeS brauste r.un über da Kind hin, daS je doch wunderbarer Weise, ohne auch da von irgend welchen Schaden zu erhalt:, unversehrt' gesunden wurde. M a n n h e i m, 16. Mai. In dem benachbarten überrheinischen Orte Mun denheim gerieth gestern Abend bei der Tanzmusik ein iunges Mädchen, Namens Hemmer mit seinem Geliebten, einem Arbeiter der Aniljn und' Soda-Fabrik. Namens Samstag, in Streit. Heute Vormittag wurde nun das Mädchen, welch:? sich in gesegneten Umständen be finden soll, als Leiche aus dem Altrhein gezogen. Die an der Leiche wahrge nommenen' -Verl'tzungen lassen daraus schließen, daß die Hemmer ermordet und alsdann in das Wasser gevorsen wor den ist.-. Als der That dringend ver dächtig wurde Samstag sofort in Hast genommen. ' W ürz bur g, 17. Mai. Ja der ge Rrnn ' fotfciirm hr frnf tnmtntr hrfi G P - . 7' W V Landgerichts Schweinsurt wurde der (Z rn (T)rMaAifitr rr t n tinri Knetzgau wegen Verbrechens wider die Sittkichkut zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Verlust der bürgerlichenEhren rechle vtturtheilt. C o lma r. (Eis.) 15. Mai. Notar N. PeZetdemange, der zur Besriedigung sei ner Spiellust nach und nach Mill. M. unterschlagen hatte, wurde zu öjähriger Gesängnißstrase verurtheilt. Ueber da Vermögen des Angeklagten ist ConcurS eröffnet, die Passiven belausen sich aus 8V0.0O0M., die Activen aus M. NeuenburgSchweij), 18. Mai. In Neuenburg war große VolkSver sammlung, um gegen das Treiben der Heilsarmee, die immer frecher auftritt, zu protestiren. Erlaubt die Verfassung nicht, gegen die eiligen einzuschreiten, so soll der betreffende Artikel revidirt werden. DaS Volk sängt bereit? an, sich in roher Weise selbst zu helfen. Jüngst wurden Miß Booth und Miß Patrick von der Heilsarmee, als sie heimkehrten, von jungen Lümmeln angefallen und mit StockschlSgen und Ohrfeigen trat tut w. uuiaii . jijnuuiiiiuiu ftuuia&fti& wit
