Indiana Tribüne, Volume 6, Number 258, Indianapolis, Marion County, 5 June 1883 — Page 2

Zndiana Hribüne.

FSgkicZe und Sonutagsausgaöe. Ofssce: ILO O.Marhlandstr. Indianapolis, Ind., 5. Juni 1833. - DaS Todestkai. liin uomtponocnt oes an tjran cisco Chron." tritt der bekannten Er zählung entgegen, welche von dem grau envollen Ende einer EinwanderungS Expedition im Winter 1849 berichtet und das blutigste Capitel in der Ge schichte der californischen Einwanderung bildet. ' Derselbe hat die letzten Monate zum Aufenthalte an den in Frage kom inenden Plätzen verwendet, hat einzelne Theilnihmer jener Expedition noch le bend angetroffen und in Betreff vieler Anderer zuverlässige Angaben darüber gesammelt, daß dieselben nicht im To desthale" umgekommen, sondern viel später gestorben oder verschollen sind. Der Eorrespondent behauptet, daß der von ihm ermittelte und veröffentlichte Bericht, obgleich er fast 34 Jahre jünger ist, als das angebliche Erelgmk, das er detrigt,der einzig wahre und zuverlässige ist. Im Jahre 1849 war daS Goldfieber. das die Einwanderer nach Ealisornien zog, so heftig, daß die Argonauten ihre Hkimathen, Frauen und Kinder nur nach kurzer Vorbereitung für die Reise und in der festen Ueberzeugung verließen, in Kurzem als gemachte Leute zurückkehren zu können. Die meisten Einwanderer waren jedoch junge und unverheirathete Lwte. . Bis Ende September 1349 Tiaren un gemein zahlreiche' Glücksjäger in Salt Lake 'züjamNengeströmt und die meisten ' 1 t rtrfrf W CtXX ' - uuin uiu uvuiuyiiU4iyt vt vvnen; zur Winterzeit in die Sierra Ne ' Daoa - vorzudringen, um so eher Gehör, als sie in der Umgebung von Salt Lake Gelegenheit fanden, sich durch Arbeit wenigstens den Lebensunterhalt während deöWinterS zu verdienen. Andere jedoch konnten ihre Ungeduld, das Wunder land zu erreichen, nicht bemeistern und entwarfen die mannichfachsten ' Pläne, eine "'südliche- Route nach Ealisornien einzuschlagen. . Keiner jedoch wußte daS Mindeste über die südlichen Gebiete und den durch solche zu verfolgenden Weg. Da erboMZKMormöne,. derMa. j or" HMt.MMMüWinen ; Zug Packthtere? ailNÄsudlichen Wege nach CalisornMgefWt hatte, dieLeitun'g der Expedition- zu übernehmen, wenn ihm sür jeden Wagen, der - sich anschließen würde, der Betrag von $10 bezahlt würde. 290 Personen erklärten sich bereit, den forderten Preis für die Füh rungzubtzahKvündttatettnnI03Wagen die Reise-an. Eapt. Baxter voMichi gan wurde zum Befehlshaber .des gan zen ZugeS erwählt und .letzterer'' außer dem in sieben Sektionen getheilt,' denen ebenfalls erwählte AbtheilungSEhess vorstanden. Major Hunt ritt voraus und der Zug erreichte den Fluß Be'aver im südlichen Utah ohne Unfall. Hier traf er mit Eapt. O. R. Smith zusam v. :. cii . -c r m . . nr- tn nrtnt. nww i rnrmn. ihcii, na um c.iici nzul pauiicic V05 St. LomS eintraf. Smith war ebenfalls schon einmal durch den Süden nach Ealisornien vorgedrungen und zwar auf einem alten spanischen Pfade", der, wie er sagte, um mehr als hun dert Meilen kürzer war, als der von Hunt in'5 Auge gefaßte Weg. Der ganze unter 'Hunt's Führung stehenke Zug bis auf den Führer selbst und 7 Wagen schloß sich Smith an. Auch Hunt und die ihm treu Gebliebenen verfolgten zunächst, den von Smith einge schlagenen Weg, bis sie an den kreuz und quer, .rückwärts und vorwärts führenden Wagenspuren wahrnahmen, daß Smith den Weg verloren ' haben- mußte und kurz daraus daraus wieder mit diesem und seinen ..Mannschaften zusammentrafen. Der wieder vereinigte Zug bezog ein Lager und .schickte Streif corpö aus, um . einen passirbaren AegzU' suchen'.- Diese kehrten nach zwei Tagen zurück, und belichteten, daß es ihnen.nicht gelungen sei, einen Paß zu entdecken. -Nur der Geistliche Brierley, der sich mit zwei jungen Männern eben sallS aufgemacht hatte, einen Weg zu entdecken,.fehste noch, doch trafen auch diefe am.Bounittage des nächsten Tages ebenfalls ein, während , die hunt'sche . Mannschaft mit dem Begräbnisse eine? in der,Nacht zuvor gestorbenen Kamera den beschäftigt -war. Brierley theilte. mit, daß er einen Paß entdeckt habe, der sich in südwestlicher Richtung erstrecke. Der Zug theilte sich aus'S Neue, C5Wa gen folgten Brierley, und der Nest trat unter Hunt den Rückmez an, um den von diesem ursprünglich in's Auge gefaßten Weg emzuschlagen. ' Die Expedition unter Brierley gelangte m das Todes thal, der Proviant und da Futter wur den aufgezehrt, oft fehlte eS an Wasser und die Zugthiere waren bald nicht mehr lm Stande.' nch aus den Beinen zu hal ten. Die Thiere sielen, aber boten kaum irgend welche Nahrung, sie. waren nicht nur von. Fleisch entblößt, sondern die Knochen enthielten, kaum Mark. Die noch ubrrgen 'Thttre wurden auSae spannt, die Wagen im Stiche gelassen. aber trotzdem starben duThure rasch da : hin. Die Leute zerstreuten sich und setz ten die Reise in kleinen Trupps fort und erreichten wunderbarer Weise sammt lich diese oder jene Niederlassung durch die Patte Moyave, Haion, San Fer nando, Tehachegai, und andere: Zwei Männer, Bennetf und Arlane blieben mit ihren Familien bei den verlassenen Wagen zurück und ihnen brachten zwei - verwandle, tue glücklich .Los AnoeloS erreichten, von dort aus am 27. März . im Äugendncie oer yöcyjlen Noth die er ..sehnte Rettung. ;v r - Die Einwanderer unter Hunt hatten ebenfalls unsägliche Strapazen zu beste hen, verloren den größten Theil ihrer Zugthrere, kamen aber sämmtlich und zwar die letzten Nachzügler am 12. Ja nuar lebend auf der Chino-Ranch in

Cal'ifornien an und brachten sogar noch I

elnrge naagen mit oayin, die . ersten, welche von Utah aus durch de? Süden in Kalifornien 'angekommen sind. Dieser Bericht wird dadurch bestätigt, daß noch heute im TodesThale die Ueberreste von 65 Wagen, wie sie die californischen . Einwanderer jener Tage benutzten, und die gebleichten Gerippe zahlreicher Zug und Packthiere vorhan den sind, daß man aber trotz der in letz ter Zeit vorgenommenen, sorgfältigsten Nachforschungen kkin einzige? menschli ches Gerippe, oder auch nur die Evur eines solchen aufgesunden hat. Der Einwand, daß die Uebcrl:benden dieGe storbenen beerdigt haben, beseitigt diesen Beweis .-nicht, denn dann müßten doch wenigstens noch die Spuren von denjenigen vorhanden sein, die zuletzt dem Tode erlagen. Auch würden wilde Thiere die begrabenen Leichen aus der Erde gescharrt haben und die Knochen derselben müßten sich finden. Bon der ganzen Schauergeschichte bleibt sonach,' was den massenhaften Untergang von Menschenleben anlangt, nichts übrig, und wag die unsäglichen Leiden betrifft, die dort von Menschen erduldet wurden, so gab eS in früheren Jahren keinen Weg nach Ealisornien, der nicht Zeuge ähnlichen Elends gewesen wäre. Das TodeSthal wird jetzt von zahlreichen Prospectoren durchforscht,-und auch diese vrechen Die An Ich! aus, oak das elbe ein Massengrab sür Menschen nichr sein önne. Der Abtheilung unter Smith hatten sich am Beaver Creek neun frei ere Einwanderer angeschlossen und 1111 er diesen befand sich der bekannte 'Will Walker, der später durch seine Expedi ion gegen den mericanischen Staat Sonora und durch seine Feldzüge in der centralamerikanischen Republik Nicara xa Aussehen erregte. Norddeutsche Bauern. Da die deutschen Einwanderer nach den Ber. Staaten in den letzten Jahren zu einem ungewöhnlich großen Theile aus Bauern bestanden, die sich sofort auf Farmen niederließen, so hat sich hierzu ande die Ansicht verbreitet, dak es dem deutschen Bauernstande sehr schlecht gehen müsse. " Denn' daß Leute, dre vor allen Dingen ihre Scholle lieben, ohne Noth dem Vaterlande den Nucken kehren und ich nach gänzlich unbekannten Gegenden wenden sollten, erschien nicht recht glaubich. Indessen scheint es, als ob der Wunsch nach freierer Bewegung, mehr Land und .größerem Wohlstand eher maßgebend für die Auswanderung der Bauern gewesen sei, als eme wirkliche Nothlaae. Nach einem Berichte des Vereins für Soualpolrnl wenigstens ist eine solche keineswegs vorhanden. Der betreuende Bericht bildet den zweiten Theil eines Sammelwerkes über Bäuerliche Zustände m Deutschland und beschäftigt sich mit der Lage des Klein-GruKdbeptzes in Westfalen, Ol denburg, SchleSwig'Holstein. Braun schwelg,, lm ehemaligen Furstenthum alberstadt, im Königreich Sachsen und in der Provinz Preußen. Wenn man die mehr oder weniger gewundenenPhra sen der verschiedenen Berichterstatter auf ihren thatsächlichen Inhalt untersucht. so kommt man zu dem einfachen und durchaus nicht überraschenden Ergebnisse: Der deutsche Bauer beansprucht jetzt auch schon den ihm gebührenden Theil an den Lebensgenüssen. Er ist nicht mehr mit emer höchst bescheidenen Abfütterung und sehr vlelAroelt zufrieden, sondern meint. daß ihm die großartigen Errungenschas ten der Neuzeit aus allen Gebieten zu einer besseren Lebenshaltung verhelfen sollten. Wer rncht, m rnt Berichte? statter, bei der Untersuchung gewisse ge setzgeberische Fragen im Auge behält, die gegenwärtig Deutschland in Folge der sottalpolUischen Pläne deZ Kanzler be scholligen, wer sich unbefangen vorstellt, daß diese Pläne. dem Bauern im Grunde genommen sehr glelchglltlg sind und t denfallS auf sein Verhalten keine Wir kung ausüben, der wird aus allen seinen Klagen und Beschwerden nichts weiter herauslesen, als das durchaus berechtigte und vom Standpunkte der Civilisation aus sogar lobenSwerthe Streben nach einer besseren Lebenshaltung. , Er wird auch begreifen, warum die deutschen Bauern sich in den Ver. Staaten so schnell heimisch fühlen und mit stolzem Selbstbewußtsem auftreten. Der westfälische Bauernverem las durch seinen Vicepräsidenten den offen bar gehässigen Beucht erstatten, daß im Regierungsbezirk ArnSbergdre Bau in reme numgen Capitalien mebr da ben, weil sie von den liberalen Grün dein" mit werthlosen Actien betrogen worden sind. ' Wenn die dortigen Bau erkein an der Börse gespielt haben, um schnell reich zu werden, so müssen sie eS sich auch gefallen lassen, daß sie ae schoren"' worden find. Im .Uebrigen muß eS ihnen aber immer noch recht gu gehen, denn der Herr Vicepräsident mel det nicht, daß ihnen die liberalen Grün der" noch auf andere Weise geschadet haben. Sie können sich nur nicht mehr den Luxus der Börsenspielerei gestattend Dagegen treiben die Bauern in der 0 l denburgischen Marsch einen anderen Luxus, der kaum minder kostspie liy ist.' .Nicht nur sollen ihre Söhne als. Einjährig Freiwillige dienen, sondern dieselben müssen sogar bei der Caval lerie eintreten. Dieser Spaß kostet aber bekanntlich sehr viel Geld, und außer dem haben die eleganten jungen Herren nach ihrem Austritt aus dem Regimente keine blondere Vorliebe mebr jürj.die Mistgabel. AehnlicheS wissen Unsere Farmer von ihren Söhnen euch zu mel den. . In der old enburgisch en Ge est sind die Verhältnisse sehr günstig. Die Ernährung aller Classen der Geestbevöl kerung ist eine gute und gesunde. .Außer krüstigem Schwarzbrots Mehl und Milchspeisen fehlt dem gewöhnlichen Landbewohner die tägliche Fleischnah rung nicht auf dem Tische, während die Gesammternährung der wohlhabenden Bauern ihrem Gehalte nach als vortreff llch gelten kann." Gut sind auch die Verhältnisse in Braunschweig, wo sogar von einem wesentlichen Fortschritt U

richtet wird ; im Königreich Sachsen ist

von einem Nothstand unter den Bauern eine Rede, in Weflpreußen dagegen teht es recht klaglich. Da in Ostpreu ßen, trotz des viel rauheren Klimas, die andllche Bevölkerung eher vorwärts ommt, als rückwärts geht, so wird man wohl nicht seblgreisen. wenn man die Nothlage in Westpreußen uns die in ih renFolgen noch immer nicht überwundene hemalige Leibeigenschaft der meist sla vischcn Bewohner zurückführt. Wenig tens findet man denselben' Jammer im polnischen Oberschlesien und in der Pro vmz Posen. Rlenger Grov-Grundbe itz und erbärmlich bezahlte ländliche Taglöhner. Der wichtigste Theil des ganzen Wer eS ist eigentlich der Bericht des land wirthschajtlichcn Centralvereins von Schleswlg'HolstelN. Darnach geht es allen denjenigen Bauern sehr gut, die durch Erbgang in den Besitz ihrer Stel en gekommen sind, nur den Ertraq.der selben .zum Makstab ibrer Werth chäkung nehmen und ihren Verbrauch danach bemessen. Diejenigen dagegen, die ihre Stellen durch Kauf erworben und unter dem Einflusie der .neuen Aera" meist zuviel dafür befahlt haben. önnen kaum die Zinsen erschwingen. Ferner berechnen viele Bauern ihr Ver mögen und ihren Verbrauch nicht nach dem Ertrage des Bodens, sondern nach den Zinsen des Capitals, welches ihrer Meinung nach durch das Land dargestellt wird. Steigt nun letzteres im Markt preise, so lassen sie sich ost zur Ausnahme großer Hypotheken verleiten, die später sehr drückend sür sie sind. Diese Er scheinung kann man überall beobachten, selbst bei uns schon, und gerade sie legt Zeugniß dafür ab, daß der Bauer, wenn auch auf unrichtigem Wege, semeLebenö Haltung zu verbessern und Fortschritte zu machen bestrebt ist. Er mu& selbstverständlich erst durch die Erfahrung ler nen, auf welcheWeise das Ziel am bester, zu erreichen ist,und daß er jetzt nochMiß' griffe m5.cht, ist nicht zu verwundern. Augengläser. Von allen Leuten, welche euier künst lichen Unterstützung und Verstärkung der Sehkraft bedürfen, tragen letzt vier un ter süns Augengläser Pincenez oder Nasenquetscher, und erst der fünfte trägt eine Brille. Dies ist so, obgleich von hundert Personen, die über den Zustand ihrer Augen einen Augenarzt oder tüch tlgen Optiker consurnren, neunund neunzig die Anweisung erhalten, sich einer Brille zu bedienen. Die thatsäch liche Veranlassung zu dieser Verkehrtheit ist die Mode ; derVorwand, mit dem die Modenarren ihre Thorheit beschönigen, lautet : das Augenglas W besser und ist handlicher, als irgend eine Brille. Für gesunde und fehlerfreie Augen ist der Gebrauch irgend welcher Gläser v:r werflich, und die Mc-ung, daß daS Auge durch den Gebrauch von solchen länger conservirt werden könne, ist schon längst als irrig nachgewiesen. Für den Bedürftigen dagegen wird eine passend gewählte Brille zur wirklichen Conjer vationSbrille. denn sie bewahrt daS Auge vor Ueberanstrengung und erhalt es da durch gesund. Der Weitsichtige soll sich einer Brille bedienen, wenn er bemerkt, daß er am Tage Druckschrift nicht mehr so bcauem und in solcher Entfernung zu lesen vermag, als früher, und daß der Druck zeitweise zu verschwimmen scheint. Kurzsichtige, welche gewöhnlichen Druck in 1220 Zoll Entfernung lesen, aber aus Zimmerlänge nicht mehr deutlich sehen können, bedürsen blos einer Brille sür die Ferne. Die sogenannte Ueber sichtigkeit ist ein angeborener Fehler, den nur der Arzt zu erkennen und zu oeur theilen vermag. Das Augenglas, wel cheS die wohlthatige Brille verdrängt hat. ist der Nachfolger des Monocle,deSSeh glases sür nur ein Auge, welches dem Gestchte des Trägers den bekannten vor nehm-einsältigen Ausdruck verlieh, und wirkt beinahe ebenso nachtheilig wie sein Vorganger. Mögen die Gläser die besten und mit Sachverstand sür die Augen ausgewählt sem, für die sie be stimmt. sind,so wechseln dieselben doch ihre Stellung zum Auge so unaufhörlich, daß ihr forlae euer Gedrauch Diesem kost barsten Organe unter allen Umständen schadet. Aber selbst Damen, die . einer Brille bedürfen, ziehen das einfältige Pincenez vor, weil sie glauben, dasselbe verleihe ihnen ein diftinguirtes Aussehen, um so mehr, da sie Gelegenbett haben, es mit tels feiner goldener Kette an einer ele ganten Busennadel zu befestigen und alsdann mit vollendeter Grane von dem seinen Nüschen herabfallen zu lassen. Brillen werden nur noch von älteren Personen und von Kindern getragen'; das Alter macht denn doch mitunter, gc scheidt und vernünftig, und Kinder fol aen der besseren Einsicht des Arztes und der Eltern gezwungen oder freiwillig Hat da5 Kind eine gewisse Selbstständig. seit langt so folgt es in den meisten tfStf A IM k. tfüUtn dem 'elipieie anverer zunger Leute. und vertauscht die Brille ebenfalls mit. dem Bmocle. Noch viel größer ,fl die Anzahl derjenigen, welche Pince-nez tragen, blos weil eS Mode ist, ohne daß sie derselben wirklich bedürfen ; diese le aen ganz sicher den Grund zu Gesichts schwäche und Augenleiden, die mit den kommenden Jahren zuverlässig ' nich ausbleiben werden. Vor ungefähr . 60 Jahren war die Lorgnette, scherzhast Taschenauae" genannt, allgemein in der Mode und. es ist sehr erfreulich, daß dieselbe wieder anzangr, vas Plncenez zu verorüngen Bei dem Gebrauche der Lorgnette häl man die Gläser unwillkürlich ,n geeig neter Weise vor die Augen und gleich zeitig schlicht dletelve oen übertriebenen Gebrauch aus. Lorgnetten, deren Stie elegant aus Schildvatt hergestellt sind, sind bei den New Jorker Optikern Ar. tikel häufiger Nachfrage und hoffentlich gewinnt diese vernünftige Mode schnell wette Verbreitung. Die Vrücken'Katastrophe. , Das entsetzliche Unglück, das sich'i au der New Bock und BrooklZn verbinden

den Hängebrücke ereignet hat, veranlaßt die .N. i): Zeitung- vom 31. Mai zu sslgenden Bemerkungen: ' '2115 wir vor einigen Tagen die Brücke passirten, glitt an derselben Stelle, 0 m. fr MM m

sich gestern das syreaillye Unglück zu rüg, eme Frau, die ihr icind auf dem Arme trug, auf dem sichtenen Fußboden aus und stürzte die in der Nähe der New Jorker Verankerung befindlichen Stufen hinab. Wir sagten uns damals, daß es eicht zu einer Katastrophe hätte kommen önnen, wenn eine drängende, stoßende Menschenmenge der Fallenden aus dem Fuße gefolgt wäre. WaS damals ver hütet wurdk, an eil der Verkehr gerade ein starker war, trat gestern ein, als man weit mehr Menschen auf die Brücke hatte gehen lassen, als auf derselben Platz zum Gehen finden können. Fast eine Stunde lang konnte aus dem engen Fußsteige Niemand vorwärts oder rückwärts kommen, weshalb man schließ.'ch einen Theil deSGeländerS wegnahm, um Fußgänger auf den Fahrweg getan zen zu laen. a tuo$itaz glitt ein Frauenzimmer auf dem glattenFußboden aus und yel die Stufen hinab. Tausende drängten auf die vorn stehen Gebliebenen und ein Menschenknäuel türzte durch die durch Wegnehmen des Geländer? entstandene Oeffnung auf den Fahrweg, während 'Andere die Stufen hinunterfielen. Die Katastroph: in im der Brückenbe hörde lehren, daß man nicht mehr Men fchen aus die lustige Verkehrsader gehen lassen da's, als auf dem JuWerge Platz haben, und daß der glatte fichtene Fuß boden nichts weniger als zweckentspre hend ist. Bci einer grundlichen Untersuchung, die das Publikum mit aller Entschieden beit fordern wird, dürste sich auch her ausstellen, od der Brückenrath sich ver brechcrichen Lerchtunns schuldig machte. als er dw bekanntermaßen noch unfertige Brücke dem. Verkehr übergab, obne für eine genügend starke und fähige Polizei macht zu sorgen, welche im Stande ge Wesen wäre, die MenschenmasZen in un unterbrochener Bewegung zu halten. New Vork und Brooklyn werden sür die Sunden des BruckenrathS wahrscheinlich schwer zu büßen haben, denn unzählige Schadenersaj,prozejje werden eine der Folgen der Katastrophe sein. Freilich können durch all' die Summen, welche die Hinterbliebenen der umS Leben Ge kommenen und die Verletzten erlangen dürften, d:e. Wunden nicht geheilt wer den, welche grenzenloser Leichtsinn ge schlagen. Honentlich entgeht kem Schul diger der verdienten Strafe." In New York wurde diesei Tage ein dunkelfarbiger - Mann mit straffem, glänzend schwarzem Haar einem Polizelrichter vorgeführt. Er war der öffentlichen Ruhestörung angeklagt. nannte sich Charles Nehm und behaup tete, ein Brahmine zu sein. Als er ver eibigt werden sollte, wies er mit Kummer Geberde die ihm vorgehaltene Bibel zu rück und sagte: Ich bin Brahmine. ,(it glauben als vohl nicht an dv Bibel?- frug der Richter. .Nein sagte der Brahmine, .ich glaube wohl an einen Gott, aber nicht an daS christ liche Bibelbncd .Sie können gehen.erwiderte der N'chter, weil Sie der erste Brahmine sind, der mir vorgeführt wor den ist aber thun Sie es Nicht wie der!" Ter Brahl.lne verduzie' stch würdevoll und ve:jch'.vund. vom Auslande. D ie Jntoleranzund r e ligiöse Beschränktheit in London erfochHn im englischen Oberhause einen Sieg. Anlaß hierzu bot der Antrag VON' l'oto Dunraven, die Museen und National Gallerien, welche vom Staate unterhal ten werden, an Sonntagen Nachmittags zu öffnen. Die Frommen und Tempe renzier, an deren Spitze Lord ShasteS bury, bekämpften denAntrag, in welchem sie eine SabbathfchZndung sehen,, aus das Heftigste. Sie führten den Schein gründ an, daß durch die Eröffnung der Museen und Gemälde Gallerien am Sonntage eine Anzahl von Angestellten und Dienern dieser Anstalten zu arbeiten genöthigt sein würde, und daß man aus diese Weise den continentalenSonntag in dem frommen England einzufüh ren trachtete. Das Argument, ist ge radezu lächerlich ; denn die paar Beamte und Diener, welche an SonntagenNach mittags in den Museen anwesend sein müßten, können abgewechselt werden und kommen gar nicht in Betrachts im Ver gleiche zu den Millionen, welchen durch die Annahme des Antrages ein Vergnü gen und ein unschuldiger Genuß gebö ten würde. Unbegreiflich ist ferner der Widerstand der Temperenzler. Sie beklagen sich, daß die Arbeiter den Sonn tag in den Kneipen zubringen; wenn jedoch ein Ausweg vorgeschlagen wird. Um den GiN'Palästen eine Concurrenz zu machen, so wollen sie von der Neue rung nicht wissen. Am Pfingstmontag fand in Angouleme das alljährliche französt fche Turnfest statt. Der Minister des Innern, Waldeck Rouffeau, war einge laden, und sämmtliche Vereine desilirten, von der Menge enthusiastisch begrüßt. Abends fand ein Banket statt, wobei der famose Deutschenfresser Deroulede im Namen der Pitriotenligaeine Rede aus die. Turnvereine, als die eigentliche Liga der Patrioten hielt. Erschloß mit ei nem Trinkspruch auf die .Hoffnung!Außer ihm sprachen noch mehrere andere Redner. Schließlich ergriff der Minister selbst das Wort zu längerer Rede ' über die . innere Politik des CabinetS : Der Tag werde kommen, so führte Herr Waldeck'Rouffe? auS, wo alle Franzo sen Repüblikauer sein werden. Der Wunsch des Landes ser, eine so feste Ordnung zu begründen, daß die repu blikanische Regierung sich endlich mit den Arbeiten der inneren Reorganisation be schästigen könne. Ueber alle Sonder Interessen müsse man das . Vaterland setzen. Ein Vorredner habe an den da hing'gangenen großen Patrioten erin ert. Unsere Hoffnungen haben wir nicht mit ' ihln eingesargt. Ich schließe mit dem Worte, daß die Devise seines

Vaterlandes war : .Für Frankreich und l

vie epudlik r : Viel klüger werden die Herren Turner durch diesen ministeriell len Orakelspruch auch nicht geworden sein. Der Nestor der Pariser Gelehrtenvelt ist Professor Chevreul,der nicht weniger als siebenundneunzigJahre zählt und sich, trotzdem einer geradezu jugendlichen Rüstigkeit erfreut ; da sich v!..-... ..n.V.ir! rr n yieiju nuuMiut uuij"vlvel!lllqze iani cität des Geistes gesellt, so hat der fast hundertjährige 'Greis die Genugthuung, zu sehen, daß - seine Vorlesungen über organische Chemie in naturgeschichtlichen Museum von der studirenden Jugend sehr stark und eifrig besucht werden. Die phänomenale, Gedächtnißstärke des grei sen Professors ist in den UniversitSts kreisen fast sprichwörtlich. Unliwgst,als Chevreul bei einer seiner Vorlesunaen auf ein btstiramtes Symptom gewisser chemischer Äetwandelungsprozesse zu sprechen kam, . sagte er : .Ein analoger Fall ist . mit im Jahre 1807 signalisirt worden von tiktim Leipziger Studenten Namens Cchamberger oder vielmehr Schombergtr, nein, ich glaube doch Schambetger ich erinnere mich nicht mehr ganz genklU sieh, sieh,ich fange, wie eZ scheint,. an, mein Namengedächt nißu vetlietin!" Kann es wohl einen hübscheren und charakteristischeren Zug geben, als daß Staunen dieses greisen Gelehrten, .der sich verwundert, nach bei? nahe achtzig Jahren einen, seinem Ohr gewiß barbarisch klingenden Namen nicht mehr ganz gegenwärtig zu haben ? -r- SDit;Äml2. Mai eröffnete internationale Fifcherei-AuSstellung in London soll hauptsächlich dazu die nen, die bisherige Tyrannei des dorti gen FischNärkteS in BillingSgste zu dre chen. Bott diesem Fischmarkte gehen im Allgemeinen die Preisbestimmungen der eßbaren Fische aus, und diese Preisbestimmungen sind so willkürlich und den Gesetzen von Angebot und Nachfrage so wenig entsprechend, daß bis jetzt in der großen Hafenstadt des ringöumstossenen Englands der Fisch theurer war, 15 das Fleisch. Um dieser Tyrannei entgegen zuwirken, wird die Fischerei-Ausstellung in Kensington zunächst während ihrer ganzen Dauer em aus glich und Ge müse bestehendes Mittagessen- zum Preise von 6 Penct auftischen. Sie wird serner alle Fische so wie sie direct vom Meere kommer, ohne Zwischenhändler an daS Publikum verkaufen, um dadurch einen Maßstab zu erhalten für den Ver dienst der bisherigen Fischhändler und die Niederlegung eines Tarifs für den zukünftigen Verkauf. Drittens soll im ÄuSstellungS'Gebäude eme besondere Schule sür die Fischkochkunst errichtet werden, um den in ihrer Einfachheit und UnzweckmÜßigkeit betrübenden Grund sähen der englischen Küche entgegenzu wirken. DU ganze Ausstellung aber in ihrer Allgemeinheit soll dazu beitragen, dem Volke den Glauben einzupfropfen, daß das Meer nicht, wie Homer es nennt, ein ,SdeS und unfruchtbares" ist. fon dern unendliche, unerschöpfliche HülfS quellen an gesundem Nahrungsstoff be sitzt, von velchim die 6000 Millionen Heringe, die alljährlich der Nordsei ab gefangen werden, nur ein verschwindender Theil sind. Des Münchener GlaS Palast wird, wie man von dort schreibt, bei der bevorstehenden internationalen Kunstausstellung ein ganz anderes Bild zeigen, als bei-der des Jahres 1879. Auf den Vestibül folgt eine von zwölf Säulen getragene reich bemalte Vor halle, die nach oben mit einerKuppel ab schließt. Hinter derselben tritt man in einen kreislömigen,im Barockstyl gehal' tenen Garten, mit einer Caöcade als Mittelpunkt und geschmückt mit zahlrei chen plastischen Werken. AuS diesem Garten führe drei stattliche Portale in die besonderen Abtheilungen der nach Nationalitäten- geordneten Ausstellung und zwar links (nach Osten) zur deut schen Kunst, die in 40 bis 5) Sälen und Kabinetten untergebracht wird und den ganzen Flügel einnimmt. Durch daS dem Eingang gegenüber befindliche Por tal gelangt man in die französische Ab theilung im südlich? Tizeii de? Tran septS. Hier werden vielleicht auch noch die Engländer Platz finden. z DaS dritte Portal, rechts vom Eingange, führt zum westlichen Flügel mit der österreichischen, spanischen, belgischen, holländischen und italienischen Abtheilung in den größeren Sälen und mit der russischen, dänischen, schwedischen, norwegischen, .amerikani schen Künst in kleineren Seitenlokalen. Freising (Bayern),. 14. Mai. Im Gasthaus zum Stiegelbrüu". wurde der ledige. AlyiS Seel von hiervon dem gefürchteten Raufbold Simon Niedmeier erftcchen.'.. ' m - SeutsSe Loeal-aÄridee. 'Kassel, 13. Mai. In seiner in der' holländischen Straße belege nen Wohnurg hat sich der Privatier, frühere Hotelbesitzer Simon, ein Greis von 72 Jalren erschossen. ' Verzweis lung in Folge langjähriger, unheilbarer Krankheit hat ihn zum Selbstmord ge trieben. Der al originelle Person lichkeit bekannte hiesige Droschkenbesitzer Ferdinand Rauschelbach . hatte das Un glück, von seinem eigenen Fuhrwerk der art überfahren zu werden, daß' er in Folge der erhaltenen Verletzungen starb. Bocken heim,- (Hessen) 13. Mai. Der vor einigen- Monaten von .hier durchgebrannte Bäcker Maurer, befindet sich seit einigen Tagen im Gefängniß in Frankfurt a. M., nachdem er in .GlaS gow festgenommen und ' auf Veranlas sung feinet Gläubiges, zurückgeliefert wurde" . : i ' " ' Straubing, Bayern) ' 13. .Mai.' crn.. o iT rrC'- . ' -s ' X. hjk uurerswillwe oer von ' :nu ceuth und ihr Liebhaber Galler von VilSsatiling, die wegen Ermordung deS Ehemanns der Eder. zum Tode verur theilt waren, find zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. Tölz, (Bayern) 13. Mai. Dem Dienstknecht Lettinger hier, welcher dem deutschen Kaiser zu dessen Geburtgfest einen Strauß von Edelweiß . gewidmet

hatte, wurde eine goldene Uhr" sammt im Witflrrtn N5 OnHr& ,,,.

ivttb 111t nuwy v ? :vuivJ9 QUillUl. B a s e l. 13. Mai. Die Verhastung des Untersuchungsrichter? Dr. Kelter born bildet hier das Stadtgespräch. Dasselbe erfolgte wegen Verbrechen ge gen die Sittlichkeit männlicher Gesänge ner, die jedoch nicht 'den gewöhnlichen scheußlichen Charakter solcher Verirrun gen haben sollen. Kelterdort, ein Mann, für dessen Ehrenhaftigkeit Viele mifih rem Kopfe gebürgt hätten, stand im Be griff, sich mit einer reichen und fchönen Arauerin aus vornehmer .Familie zu verheiraten. Ueckermünde.15.Mai. Die durch den Tod des Professors Dr. Gellhorn freigewordene Stelle des'DirektorS der. hiesigen Provinzial.Jrren und Pflege anstatt ist dem Dr. Friedrich Siemen aus Erwitte in Westfalen überttageo worden. , Köölin, 15. Mai. Das GutSschloj . zu Wogenthin, eines der schönsten Ge bäude in hiesiger Gegend, ist bis auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Da! Schloß war vor zwei Jahren der Schau platz eines Verbrechens, da der Bruder des jetzigen Besitzers, des Rittmeister! holz, du,rch die Kugel des Eigenthümer Haß ermordet wurde. ES geht daS Ge rücht, daß dieser Brand noch mit jenem Morde in gewissem Zusammenhange stehe. G r e i f S w a ld. 15. Mai. Die Be fchädigungen, welche die an derKüste deS hiesigen Kreises wohnenden Fischer durch die letzten Stürme an ihren Fischereige räthen erlitten haben, beträgt nach amt lichen Ermittlungen in Lubmin 6000 M., Vierow 4000 M.. Wieck 2000 M., Freest 2000 M., EröSlin 1000 M., zu lammen 16.000 M. Fürth (Bayern). 12. Mai.'. Hier ist der Landgerichtsrath Karl Wollner, Gründer der Erlanaer Bursckensckast .Germonia-, im kräftigsten ManneSalter gestorben. .... W ür zb ur g, 13. Mai. 'Hier sand dieser Tage im Platz'schen Garten die Hochzeit der Tochter deS israelitischen HopsenhändlerS Reinemann von hier mit einem Frankfurter Bankier statt. Der Vater der Braut erhielt, nachdem die Trauung beendet, die angenehme telegraphische Nachricht, daß ihm ein österreichisches Loos mit 300,000 Gul den gezogen worden sei. Bern. 14. Mai. Der Notar Mo ser von Biglen beging in einem Gasthof zu Kleinbasel mißlicher Spekulationen halber Selbstmord durch Erschießen. A arg au, 14. Mai. Leo Wirth, Schuster von Wohlenschwyl, welcher den Brand bei- Gebrüder Hünerwadel in Lenzburg angestistet .hatte, wurde zu 9 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Die Lust, in's Zuchthaus zu kommen, die ihn zu der That getrieben, hat er während der Nntersuchungshast verloren. 'Baselstadt, 14. Mai. Letztwilli, ger Verfügung gemäß ist der gesammtr Bücherschatz des um die Kartographie so hochverdienten unb kürzlich verstorbenen Dr. Hiealer von Wintertbur in htn N, sZK der Balkk MmntrfaMzKhVtnKpl ' I - y " - " - - Mvvvfi übergegangen. ' . y Berlin, 14. Mai. 'Der nach Mel dung des Kabels weg?n' hochverrätheri scher Umtriebe zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilte wissenschaftliche Hilfsarbei ter an der lönigl. Bibliothek in Berlin ist der Candidat der Rechte und Staats Wissenschaften Johann Gottfried Hugo Schmidt. Er, soll einen Arbeiterkate ckiSmuS. worin - der Unnebnrfnrn ntntn das Socialistengesetz gepredigt wird, verser.det, sowie verschiedene Lehrer zur socialdemokratischen Agitation. aufgejoi dert haben. Die Verhandlungen wur den unter Ausschluß der Oessentlichkeit geführt. Hannover, 12. Mai. Der Wirth Karl Timean von hier wurde unter der Anklage, einen Füstlier zur Desertion verleitet zu haben und demselben dabei behilflich gewesen zu sein, von derStraf kammer zu einer Gesängnißstrase von G Monattn verurthettt. Der Vorsitzende des hiesigen Gesangvereins .Härmonia . ist vor einigen Tagen plötzlich verschwun den nnd mit ihm auch die .Vereinskaste im.Betrage von gegen 1000 M. Unzweifelhast. sehr disharmonisch! . , -,Ba ss u m (Hannover), 12, Mai. Der Färber BrunS war mit feinem erwachsenen Sohne beim Kochen einer gif tigen im Färberkidetrieb iiel angewen h,tn (Sftitr ftt'i'firtf in . ,, (n... vvtt . " 1 1 f . 5) .. -w v t vttii "kj m üben, daö Ueberkochen r Masse zu verhindern, athmeten die Unglücklichen soviel von dem giftigen Dampsekjn daß der Vater gleiß. nachher eine LeicheX war, während der Sohn nach wenigen-. stunden eoentausttarv. ' ' . Rippoldsau. 11. !!)Zai. Ausfehen erregt die erfolgte'Verhsstung deS Bür germeisterS' Keb'le - von RippvldSau. Gebele war Redner:, des Kirchensonds Rippoldsau und ihm wird in dieser El' genschst-eine -Unterschlagung von ö0, 000 M. zur Last gelegt. Man wundert sich, wie unter.dkn Augen der Aufsichts beöörde eine, solche , bedeutende Unter rs,, n RrT Jf . Tlrt W H f( :.'fmimm . I UIUUIILJ . r((H . fi(tc Stellung als.Vürgermeister soll er d'az, benutzt haben, "sich in - unrechtmäßiger Weise mit Geldern der Eemeindekasse, . allerdings, .in"' klein e re m B etta ge, befaßt zu haben. -:;' ri--' - L ü ch 0 12. Äai Der'KKling Johann HeinrichLcnge und dessen, Ehe frau 'zu.Vokzekbolf'irchkpltl , Pridöhl. feiern am' heU'tien'-TaLe'.das Fest ihrer goldenen Hochzeit Von deA Kaiser, ifi dem Jubelpaare in-Betracht der 23m digkeit' und .Dürftigkeit deöfelben ein Gnadengeschenk, von 3Ö Mark bewilligt wprden. ' - - - .Cellc. 14. Mai.' Am. Dienstag brach im nahegelegenen Dsrke Garßen Feuer auö, welches daS dem Brannt weinbrenner Schmidt Hierselbst gehörige leerstehende Wohnhaus zum Theil und das Nachbargebäude des August Hustedt nebst Stall vollständig rstörte.' Al der That verdächtig ist jetzt hier, eine be rüchtigte Persönlichkeit, der logenanntt .rothe Dierks", Haft fitnopj!

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