Indiana Tribüne, Volume 6, Number 257, Indianapolis, Marion County, 4 June 1883 — Page 2
II
x .-. ... 12.1,.'
L V i 9. . . I
kVtAtTitlT v"lMTrH1lftlJ I 'llUUVtlU IVWHVi ZLgNche- nud SosntsgsansgaSe. Lfflee: 120O.Mar!)landstr Indianapolis, Ind., 4. Juni 1883. Sie lehte Frühlingsblume. Im New Yolker Centralparke werden lm Frühjahre zahlreiche Rabatten mit CrocuS, Schneeglöckchen, Tulpen und ähnlichen Blumen bepflanzt. Seit ei niger Zeit bemerkten die Beamten des Parkes. ..daß diese Beete häufig, und . zwar in' früher Morgenstunde, ihreö Blumenschmuckes beraubt wurden. Ein kleines, sechs- oder siebenjährigeZ Mäd chen wurde um diese Zeit häufig im Parke bemerkt, verließ aber denselben stets wieder mit leeren Händen. Kürzlich ging der Obergärtner dem Kinde nach und bemerkte, hinter einem Busche ver steckt, daß dasselbe sich an einem.Beete schnell bückte, ein Stück Schiefer aus der Tasche zog,mit solchem ein paarBlumen stocke aushob, solche, in seinem altmodi schen Hute verbarg und dann den Hut wieder aufsekte und unter, dem Kinne festband. Der Gärtner trat auf da? Kind zu, dieses sank auf die Knie und rief schluchzend : .StrasenSie mich nicht, eö sind nur ein paar Blumen, die ich für meine kranke Mutter hole." Ja, ja, ich kenne das. Deine Mutter schicktDich aus, die Blumen zu stehlen und dann macht Ihr Bouquets aus solchen und verlaust sie in den Straßen." So sagte der Gärtner und führte das Kind nach der Polizeistation im Parke. Unterwegs ließ er sich die Geschichte von der kranken Mutter erzählen und wurde nachdenklich. .Ich möchte Sie bitten, sprach er zu dem Polizeibeamten das Kind vor läufig nur für kurze Zeit in Ihrer Ob Hut behalten zu wollen; ich muß dasselbe eigentlich zur Anzeige bringen, seine Erzählung macht jedoch den Eindruck der Wahrheit und, wenn jch dies noch weiter bestätigt finde, möchte ich der Kleinen die Folgen ihres Fehltrittes ersparen." Jhrem Ersuchen steht nicht daöMindeste im Wege, jagte der Beamte ' und Du, Kleine, setze Dich dort in die Ecke und höre auf zu weinen! Wenn Dudem Herrn die Wahrheit gesagt hcst, wird Dir wahrscheinlich nichts UebleS passtren." , Der Gärtner fuhr in einen der Bansten Theile der reichen Stadt und fand in einem elenden Gäßchen die ihm von dem Kinde bezeichnete Wohnung. Eine schwache Frauenstimme rief auf fein An klopfen herein",und er-sah sich in einem unsäglich öden und traurigen Raume. In dem dürstigen, aber sauberen Bette lag eine kranke und bleiche Frau, die mit der Hand nach einem alten Stuhle deu tete. Ueber das Bett war ein Brett gelcgt,und auf diesem standen in zerbroche . nen Scherben und Austernkannen blü hende CrocuS und Schneeglöckchen. Ich bin r eröffnete der Gärtner daö Gespräch der Agent einer wohlthätigen Gesellschaft und habegehört.daßJH r.en in Ihrer gegenwärtigen Lage ein wenig Nachhilse noththut.- ' Lieber Herr, . ich habe noch nie um Unterstützung gebeten, - aber ich bin sür Ihre Theilnahme herzlich dankbar. Sie sind außer meinen beiden Kindern der einzige Mensch, der seit meinerKrankheit nach mir sieht." 'Erzählen Sie mir Ihre Verhält niste .Gern, und wenn der Husten mich unterbrichtwerden Sie mich entschuld! gen. Mein Mann ist seit vorigem Ok tober im Gesängnisse; er ist nicht schlecht, aber er war ohne Arbeit und die Noth ließ ihn sich an fremdem Eigen thum ' vergreifen. Ich wusch für pie Leute und wurde krank. Meine Töchter im Alter von sechs und sieben Jahren verdienen unsern Unterhalt damit, daß sie Zündhölzchen auf der Straße verkau t." .Sie haben da schöne Blumen, aber sind die nicht ein wenig theuer um die jetzige Zeit?" ., .Theuer ja Geld kosten sie nicht, aber meine Jüngste, meine Kitty, steht schon vor Tagesanbruch auf, läuft weit hinaus vor die Stadt und holt mir die Blumen. Um 7 Uhr ist sie zurück, da - mit sie keine Zeit sür den Verkauf in den Straßen verliert. Ich habe sie gebeten, keine Blumen mehr zu holen, aber daö ist der einzige Punkt, in dem mein Engel mir nicht gehorsam ist.' Als es Früh ling wurde, und auH in dieses Zimmer manchmal ein bischen Sonne schien, da ergriff mich eine Sehnsucht nach Grün und Blumen und es war mir zu Muthe, als ob ihr Anblick mich gesund machen müßte. Ich redete zu meinen Kindern hiervon und am nächsten Morgen brachte meine Kitty die ersten Schneeglöckchen. In diesem dumpfen Raume welken die Blumen schnell, und ich habe schon gedacht, es sei Unrecht, hier herein über Haupt Blumen zu bringen, aber Kitty lacht mich aus und sagt, draußen auf der großen Wiese wüchsen so viele Blumen, daß es keine Sünde sei, wenn sie mir ein paar davon bringe. Das gute Kind ist den ganzen Tag aus den Beinen und . 1 . f &. m , enlney! lieg aucn noq oen &auak, um mir eine Freude zu machen." .Liebe Frau, ich werde wieder vor sprechen und ich hoffe, daß Sie alsdann eine wohlgemeinte Unterstützung nicht . r m zurückweisen. . Der Gärtner bat Wort gehalten. Zu - nächst setzte er Kittn tn Freiheit. Als er am nächsten Tage wieder in die ärm liche Wohnung kam, war die Frau todt. Dem Gärtner ist es gelungen, die beiden Kinder in einer Anstalt unterzubringen. in welcher für lhre Erziehung in wirklich (vn . ? ? . v yumaner 2uelje geiorgr wiro. Der Mercur. - Unmittelbar nach Sonnenuntergang ist zur Zeit eme höchst seltene und unge wöhnlich' .prächtige nstellationam
memicnen mmmei ttmioar uno uic ücicl 1
i a i ' r.rti. v u:xn.. t. .rr... nrd.v : uuuu uui uuiyjiui giucii auuiu uuiui zen, ncy oen Anoucr zu vergaffen. Durch den orangesarbenen Glanz, den iffe P Tm die scheidende Sonne noch . über den Himmel zurückstrahlt, leuchtet der präch tige Mercur dicht über oem Horizont hervor und gewinnt höher steigend an Helligkeit, je mehr das Zwielicht der Dunkelheit Platz macht. Fünfzehn Grad östlich von ihm erglänzt der stolze Jupi ter und mitten über beidenchPlaneten steht die Captlla, jener Stern erster Größe im Sternbilde gleichen Namens. Diese drei Himmelskörper, welche die Spitzen eines Dreiecks bilden, herrschen allem am nordwestlichen Hinnnel, denn vor ihrem Glänze verblassen die übrigen Sterne. Der Goldglsnz des Jupiter, der rosige Schein des Mercur und das weiße Licht der Capella . bilden gleichzei tig eine - prachtvolle Farbenzusammen ftellung. Das Schauspiel währt nur kurze Zeit. Der schnellfüßige Mercur enteilt zuerst unserm Sehfelde, die übri gen Steri.e treten deutlicher hervor, aber sie alle stehen an eigenthümlicher Schön heit hinter der feltenen Constellation zu rück. Der Planet nähert sich rasch sei ner größten Sonnennähe und aus die sem Grunde nimmt seine Fortbewegung im Weltenraume rasch an Geschwindig I keit zu. In seinem gegenwärtigen Glänze wird er nur noch bis zum 6. d. l'c. steht bar sein, dann scheint er nur noch mit chwachem Glänze durch die Abenddam merung hindurch, und ist, wenn die Dun elhett wachst, bereits unter dem von zonte verschwunden. Es bedarf nicht des bewaffnetenAuges, um die Constellation zur angegebenen Zeit und an der bezeichneten Stelle leicht zu finden, und die Schönheit des An blicks wird durch den Gebrauch (im? Fernrohrs nicht erhöht. Nord ud Cüd Auf dem Jahreöbanket eines Studen tenvereins der VanderbiltUniversität in Nashville, Tenn., hielt vor einigen Ta gen Henry Watterson eine Rede über die todt chlägerische Seite des südlichen Le benL", die für daS Verständniß einiger i . . rv. p. nn . Dir wlQiionen itraaen von orov.sr mi deutung ist. Watterson ist ein kchter Südländer, giebt aber eini Zeitung in der ganz und gar vom Norden beein flußten Stadt Louiöville, Ky.. heraus. sodatz er gewissermaßen als Vermittler zwischen den Bewohnern beider Landes theile gelten kann. Er hält es für boS hast, daß man den Südländern eine be sondere Neigung zum Todtschlag vor wirst und ihnen die vielen Fälle vorhält. in denen Mörder freigesprochen wurden. Ebenso viele Morde, meint er, kommen im Norden vor, und ebenso ost bleiben sie daselbst unbestraft. DaS mag keine Vertheidigung sem, aber es ist eine Ab wehr. .Jede? Gemeinwesen hat seine Eigenthümlichkeiten, und eS wird alle Hände voll zu thun haben, wenn eS sich um die Verbrecher in seiner eigenen Mitte kümmert Die fast gleichzeitig erfol gende Freisprechung des mörderischen Abgeordneten Thompson in HarrodS bürg, Ky., und des Mordbuben Jeu Dunn m Chicago verleiht diesen Wor ten Watterson'S einen passenden Hinter gründ. Doch ehe der Redner auf die Elaen thümZichkM-deS Südens überging, die zu tadeln er sich vorgenommen hatte. suchte er die Ansicht zu widerlegen, daß Süd und Nordländer von einander ve sentlich verschieden seien. .ES giebt da thatsächlich keine Rassenunterschiede, und wenn eme einzige Generation von Ban keeKnaben im Süden, und eine gleiche Anzahl südlicher Burschen im Norden erzogen würde, so würde die Einbildung über diesen Gegenstand sehr schnell be lacht werden. Wir sind ein vollkommen gleichartiges Volk, von Natur aus lieben, nicht hassen wir uns 'gegenseitig, und wenn nur die Sticheleien aufhören woll ten, fo wuroen dieBezeichnungen Norden und. Süden lediglich geographische Be griffe sem. Möge daher zede der beiden Sektionen ihr eigenes Haus bestellen. möge jede ihre eigenen Fehler berucksich tigen : Nirgends m unserm Lande wer den Vergehungen gegen das Leben an gemessen bestrast. Im Osten, wie im Westen, im Süden, wie im Norden hat der Todtschläger, der mit vielen Freun oen uno weio vor man rommr, zum mindesten eine gleiche Chance bei den Geschworenen. Und nun wandte sich Watterson dem eigentlich südlichen Uebel zu, dem Duell. Diese? tadelte er mit den schärssten Aus drücken als ein Uederbleibsel der Barba rei, als ein Erzeugniß falscher Scham. Er wieg daraus hin, daß die gewerbS mäßigen Duellanten während des Krie rgeS allgemein als die feigsten, aroßmäu llgtten uns schlechtesten Soldaten galten. Heutzutage- sei der Zweikampf auch im uoen schon m solche Mißachtung ge rathen, daß kein gebildeter und charak tersester Mann eine Herausforderung senden oder annehmen wolle. Diejeni gen aber, die ohne Zeugen ihreStreitig leiten mit den Waffen schlichteten, stän den gewöhnlich unter dem Einflüsse be rauschender Getränke. Vorfälle dieser Art würden bald aufhören, wenn die Unsitte außer Gebrauch käme, tödtliche Waffen bei sich zu tragen. Dieses Laster aber muffe energisch bekämpft werden, von der Kirche, der Schule und der Preffe. ttriege ohne NrlegSerklürttng. Die Verhandlungen über die Tongkingvorlage, schreibt die .Köln. Ztg." vom'15. Mai, haben dem Wunsche der Regierung entsprechend geendigt. Bin nen Kurzem also wird eine Komödie be ginnen, deren Einführung in daSStaatg recht der neuesten Zeit vorbehalten.blieb. Frankreich wird den König Tüdüc mit Krieg überziehen, ohne eine KriegSerklä rung zu erlaffen, die Kanonen werden sprechen und Menschen werden getödtet werden, ohne daß Frankreich aushört, mit allen Mächten, Anam nicht auSge nommen, .die freundschaftlichsten Bezie hungen zu unterhalten! Die Tongking
Crveottlon m aeuau nacd dem MuNer
der. tunesischen zugeschnitten: man will le Schutzderrschaft. d. h. die verbüllte Einverleibung eines Landes, und wie man sich in Tunis der Krumus bediente, so schafft man iefet die -Pavillon? noirs", gegen die man den armen Tüdüc beschützen will. Den Kriea erklärt man aber. n,cht. weil dses Wort zur Zeit in r-w r v . ranireiq einen zaziecylen lang hat; man begnügt sich mit einer .Expedition", der man, ohne etwas an der Sache zu ändern und um ihren eigentlichen Cha racter noch mehr zu verhüllen, auch ganz gut oa Beiwort ,NMnschas!llch" geben könnte, wie daS ja auch am Congo ge schiebt. Während man nun aber heute m Palais Äourbon darüber berathen äßt,' ob man am Tsnakina eine Sre. dition- unternehmen soll, hat der Krieg oa unten bereits begonnen und das, was vielen die. Sache bedenklich crschei nen läßt, ist bereits eingetreten, d. h. die französische Flagge ist militärisch enga girt". Nun besagt freilich eine Vor schritt der Verfassung, dak ein Kriea nur nach vorheriger Genehmigung dcjr par lameniariiqen orperjchasten erklärt werden darf, aber ebenso wie in Tunis hat das Ministerium sich wenig um die seö Stück Papier gekümmert und braucht sich darüber auch wenig Sorge zu ma cyen, va e ver nachträglichen Zustlm mung der Kammer m Form von Ere ditbewilliauna sicher sein kann. (Die Bewilligung ist inzwischen einstim mlg erfolgt, da die Franzosen den Tod des Cap. Riviere röchen zu wollen er klarten.) Elaentllck bat Oesterreich bei der bosnischen Expedition (auch in schlechtem Deutsch .Expiditionsseldzuggenannt) oen Zeigen dieser sonderbaren Kriege eröffnet, odaleich da die Sacken immer noch etwas anders lagen; dann folgte Frankreich in Tunis nach und England zögerte nicht, in Ägypten da? Beispiel eines Krieges ohne Krieg nach zuahmm. Nun kommt der vom Co chinchinesen Blancsube in so glänzenden Farben geschilderte Zug nach Tongking re cn v . ms uicuet IM unvr. Vom Itllanve. Eine geheimnisvolle Mord affaire ereignete sich am Montag in Nor wich, Eonn. Der 21 Jahre alte Fred. Bromley hatte an jenem Abende Fräul. Minie Walch besucht und verllch daS HauS der jungen Dame gegen 9 Uhr; um seine Wohnung zu erreichen, mußte Bromley eine Brücke Passiren. Kurz, bevor er dieselbe betrat, scherzte er noch frisch und munter mit einigen Bekannten. Wenige Minuten spater erfolgten m ra scher Aufeinanderfolge zwei Schusse, und der verzweiflungsvolle Schrei .Hülfe, Hülfe, Mörder!" erschallte durch die stille Nacht. Die Nachbarschaft war sofort alarmirt, m kurzer Zeit hatte sich eine nach Hunderten zählende Menschen menge aus der Unglücksstätte eingesun den. Bromley lag in seinem Blute; er verschied, ohne ein Wort zu sprechen und noch einmal zur Besinnung gekommen zu sem, vor der Ankunft der Aerzte. Eine erschütternde Scene ereignete -sich. als Mutter und Schwester des Todten dessen Leiche erblickten, eme Scene, wel che alle Zeugen zu Thränen rührte. Gleich, nachdem die Schüsse .gefallen waren, jagte ein leichtes Geführt über die Brücke. Nur mit Muhe gelang e3 dem Kutscher, W. C. Whaley, daS Pferd zu-bändlgen, welches, durch has Auf blitzen der Schüsse erschreckt, durchgegan gen war. Herr Whaley gab an. Nie manden aus der Brücke zur Zeit der That erblickt zu haben. Dasselbe bestä tigen auch die anderen zuerst auf der Unglücksstätte erschienenen Personen. Die Möglichkeit, daß ein Selbstmord vorgelegen haben könn?, ist von vorher ein schon dadurch ausgeschlossen, daß die Kleider des Todten, welchen die Schüsse m daS Herz getrosten hatten, mcht em mal versengt waren, was unfehlbar ge schehen sein würde, wenn Bromley sel ber Hand an sich gelegt hätte. In der Stadt herrscht die größte Ausregung über den mysteriösen Vorsall. Auf eine Engländerin, die mxla besucht, kommen 100 Amerika nerinnen, auf eine Französin, die da? selbe thut, mindestens 500 inländische LadttS, die England resp. Frankreich be besuchen. Der junge William Kitt son. ein Sohn des Commodore Kittson m Wlnnipkg, Man., war an ven Blat tern erkrankt und vor vierzehn Taaen in einem Fieberansalle aus seinem Bette und dem Hause entkommen. Die um fassendsten Nachforschungen blieben ohne allen Erfolg. Ende vor. Woche theilte em Milchmann, der von inner 7 Meilen entfernten Farm täglich früh die Milch zur Stadt bringt, mit, er habe 5 Meuen von der Stadt emen weinen Ge genstand liegen sehen, der möglicher Wet e Die Leiche des M chwundenen sein könne. ois Kittson, ein Bruder des Williams, machte sich mit anderen Verwandten und Freunden auf den Weg; sie mußten durch unwegsame Waldstrecken und Theile überschwemmten PramelandeS vordringen, ehe sie die be zeichnete Stelle erreichten. Endlich er blickten auch sie einen weißen Gegen stand: indem sie sich mit Vorsicht und der Richtung des Windes folgend, näherten, schwang sich ein AaSgeier krächzend in die Lust. Der Körper war schwarz und daS Gesicht so zerflei cht, datz eme Re coanition nur durch daS weiße Nacht' Hemd das einzige Kleidungsstück, mit dem der Todte bekleidet war, möglich wurde. Wie der Kranke in kalter Nacht im Stande war. einen schwierigen Weg von 5 Meilen Lange zurückzulegen, ehe er sich zum letzten Schlaf niederlegte. mutz als em wahres Nathjet erscheinen DieJuvelenhändlerClapp und DavieZ in Chicago bemerkten seit längerer Zeit, daß sie wiederholt, und zwar aus unerklärliche Weise, bestohlen wurden. Sie- beaustragten Detektives mit der Überwachung der in ihrem Ge schäste angestellten 25 Commis, un.d diese haben jetzt entdeckt, daß die Diebstähle von einem jungen Manne verübt wur den, der den höchsten Gehalt bezog und eine Vertrauensstellung in dem Geschäfte bekleidete. Der Unglückliche ist mit der
reizenden Tochter einer sehr angesehenen Familie der Gartenstadt verlobt. Die Ausgaben der v e r st o rbenen Frau Lydia Pinkham sür Anzei flen werden nur durch diejenigen des Dr. r rt . , lf v c i er .
youoiosy invlivvli uverirossen, oer ncy das Annonciren jährlich $950.000 kosten läßt und in Folge dessen horrende Ge schäste macht. DerLordOberrickter Kale. ridge wird im Juli eine Reise nach den Ber. Staaten antreten uno längere Zeit in denselben verweilen. Begleitet wird derselbe von dem Advokaten, C. Russell, der durch seine Vertheidigung Labou ch'tt's oeruymr wuroe und als ber stärkste Schnupfer Englands bekannt ist. Der Wertb unserer Aus. -fuhr in den Jahren 187? bis '82 über sta den der Einkubr um $ll-2si .927 707, d. 0. beinahe um die Hälfte der ganzen chuio oer Union. Wie fchwe ren Wunden, welche das Jahr 1873 un serem Handel ge'chlagen hatte, heilten in vielen zayren. -vas ietzkoergangene 5lavr war das am Weniasten oünstiae sein Ueberschuß des Exports über den Import betrug nur $25 902.683 oder ein Aebntel des UedersckusieS von der sich aus $259,712 718 belief. Die . CV 1s . . t r rn großartige nacyirage nacy unseren Brod' flössen erlöste uns nicht allein von bedeu tenden Schulden im Auslande, sondern schuf dort auch eine bubsche Bilanz zu unseren Gunsten. Die Berichte über Aus und Einsubr in den ersten neun Äkonaten ccs tausenoen Mialmhres und sehr ermuthigend Der Export belaust sich schon aus $00.000.000 aeaen $592000.000 in den gleichen Monaten des Vorjahres. Dazu werden m den übri gen drei Monaten wahrscheinlich noch $170 -$200,000.000 kommen. Elsüöt r f r? , & stcy viee yossnung, ,o wuroe unjere AuSsubr im fXabrt keinak. ht Höhe der von 1881 erreichen, die sich aus lla yV r. f. AA ' r" m yu.uuj.uuu oezlsserie. Die Arb :it e n an dem Ea nale, welcher die Seen Washington und Union mit dem Puget Sund, Or., ver binden soll, werden in den nächsten Ta gen in Angriff genommen werden. Ein öandschubbändler'in Chicago stellt in seinem Geschäfte nur Mädchen als Verkäuferinnen an. die mindestens Handschuhe No. 8 ttaaen : u sagt : .Wenn die Damen sehen, daß cw k? ? ? r . V m vie erravserm em gropere yano yal, als sie selber, so werden sie hierdurch in aute Laune versedt und kaufen, während ste der Anblick, einer kleinen, zierlichen Hand verstimmen würde.- 1 873 Velocipedisten hielten dieser Tage in New Z)ork eine Parade ab, die einen prächtigen Anblick gewährt haben soll. Unter den Fahrern besän den sich einige Männer mit schneeweißem Haupt und Barthaar, deren Leistungen hmter denienlgen der. Jugend mcht zu rückstanden. Em paar ausgerenkte Arme vermochten die Begeisterung der Theilnehmer an dem Sport nicht zu dämpfen und ernstere Verlegungen ka men nicht vor. In Wash ington ist seit ei nigen Tagen die Frage der Legalität der Whlskey'Berschlssungen nach dem Auslande, um der hiesigen Steuerab gäbe zu entgehen, aus's Tapet gebracht worden. Die Frage wird wohl bis zur nächsten Congreßsttzung unentschieden bleiben. Bom NuSlanvt. D e r Präsident der fran zösischen Republik hat dem Senat der freien Stadt jdambura als Dank für die freundliche Aufnabme. welche, die Dele guten der franzö,ischen Regierung m Sambura' fanden, als sie im vorigen Jahre sich dort aushielten, um die mari Nmen Emnchtunaen des arökten van delsbasens in Deutschland zu-'studlren. eme prachtvolle groke BaZe au? ver ve eübmten VornUan-Manusaktur M ve vres zum Geschenke gemacht. Dieselbe wird im HamburgischenGewelbemueum ausgestellt werden. A m 10. Mai sand in Lon don die feierliche Eröffnung deS neuen Central Fisch Markts in Smithfield, Farrington, statt, der eine Fortsetzung der großen Markthallen bildet, die dort errichtet Neben und eme der arokten se henswürdigkeiten Londons bilden. Der schmarkt bedeckt eme ttlacve von 44, 00 Quadrat.Fub. Die CentralHalle tt von emer 70 ffud bolzen, ö uv vre: ten Kavvel überdeckt und bildet den Stand der ändler. Nach ver vtra Kenleite ,u befinden sich 33 aroke Ver lauisgriootve. hjm uuüuh vcuum $2.175 010. Seit dem Jahre 1849 hat r , . '1 tt. - C0...n tataiinlH Vit Ci!yCorporation zur Errichtung von Markthallen eine Summe von $14,715, 000 verausgabt. Von dem Elend der schottischen .Crosterö- (Pächter) und fcot terö" (Tagelöhner) erfährt die Außep weit selten etwas. Ausnahmsweise ein mal brinat die Glasgow Mail, den Bericht emeS Augenzeugen, der dieeute . . von Lockmvar besucht dat. Wir uver aeben die Beschreibung der Wohnungen, welche aus Feldsteinen und Lehm zusam mengesugt und mit Stroh geoeat MD und nur eine .Ibure. lern Nenner, ton dern statt eines Schornsteins ein Loch im Dacke im Abma des Rauches vom Tors'Feuer haben, zugleich aber auch einer Kuh zum Ausenthalte dienen. Die armen Menschen haben eine schlechte Ernte gehabt, und der Fischsang, ihr lttzterÄothanker.ift mlrathen. Den noch ist die Rente von den LandlordS eingetrieben worden, und dak M die letzten Hilfsmittel der Armen erfqoptt. Jbr Credit im Store ist längst überzo gen und ohne diettartoffeln, welche ihnen 4. st t t nr n . M l
oer anotorp auf Borg vornrear, mug ten sie verhungern. Er loxfi her Aar toffeln nur denjenigen, welche ihre Rente bezahlt haben, und er rechnet sie ihnen zu?2.S0 das Barrel an, zum Vierfa chen des gewöhnlichen Preises. Das bringt dem Landlord dreifachen .Vor theil : er erlangt den Ruf eines milden Herrn, er bekommt seine Rente und er macht 300 Procent an den Kartoffeln. . i Uunitonat Uxi&
tet: Die Thatsache, woher selbst beim j ...:&Tt&n. dXvtnnn N Sw snvftnv
Kiuyiiuy titt wvuiity uu vti ! kommt, der Jahr ein Jahr aus von hier versandt wird, wird in nächster Zeit ein hie? zu führender Prozeß wegen Nah rungSmittelfälschung aufklären. Es ist durch einen beeidigten . Chemiker in Frankfurt am. M. eme von einem hiesigen Versandtgeschäft, gelieferte Caviar sendung untersucht und festgestellt wor den, daß die kleinen Fischeier eisterhast auS Buchdruaermalzenmaste" darge stellt sind. Die Nachahmung soll so vollkommen sein, daß nur die Neagen tten deS Chemikers die Entdeckung her beiführen konnten. Oberbürgermeister Brü ning von Osnabrück machte in dem dor tigen BezirkSverem gegen den Miß brauch geistiger. Getränke" die überra schende Mittheilung, daß in Osnabrück aus jede einzelne Person der Bevölke rung ein Durchschnittskonsum von jähr Uch 12 Liter Branntwein und 56 Liter Bier treffe : außerdem wird dort kür rund 140,000 M. Qein pro Jahr kon sumlrt. Diesen Zahlen gegenüber, und besonders im Hinblick auf den mästen hasten Genuß von Branntwein ist eS mebr als scheinbeilia. wenn die Nord deutschen aus den Oierkonsum in Süd deutschland als etvas Exorbitantes hm weisen. Die mil täriscken Kreise in Berlin sind in Entrüstung und Be stürzung versetzt durch die Thatsacht, daß drei kostbare Uniformen deS verstorbenen Prinzen Karl, Bruder des Kaisers und Vater des .Rothen Prinzen (Feldmar schalls Prinz Friedrich Karl), aus den Trödelmarkt gekommen sind. Sie pa radiren vor dem 'Laden des Trödlers SvieaellNo. 6 Unterm Müblendamm in trautem Verein mit alten Kafferolen, verbogenen Krmolmen, abgetragenen Schasspelzen u. s. w. AuS dem Nach laste des Prinzen Karl sind nämlich 21 kostbare Uniformen verkaust worden. Drei derselben, eine preußische Feld zeugmemer, eme russische und eme österreichische GeneralSunisorm, haben ibren Wea in aenanntt Trödelbude ae funden, wo sie als Schaustück hängen bleiben, bis der glückliche Besitzer die schweren Goldborten und Goldstickereien ablösen wird, um sie einzeln zu verwer then, da sich für. die Gala Uniformen im Ganzen schwerlich ein Käufer finden wird. Vor einigen Monaten wurde dem Turiner Gericht ein Bandit. Namens Luigi Roffano, eingeliefert, der die Umgebungen von Aosta in bedeuten dem Maße unsicher gemacht und daselbst sogar Reisende auf der Hochstraße aus geraubt hatte. Roffano, der 2Z Jabre alt ist. behauptete, tr sei Napoleon IV.. von dem die Journale und die sranzöst schen Republikaner, fälschlicherweise be richtet hätten, daß er im Zululande ge starben sei. Er sei nach Italien gekom men, um mit Hilfe besten Volkes den Thron der Napoleoniden zurückzuerlan' gen. Das Gutachten der GerichtSSrzte lautete dahin, daß der Wahn Roffano'S ein fingirter sei. Bei der am 7. Mai erfolgten Schlußverhandlung wurde die ser .vierte Napoleon" zu 21jähriger Zuchthausstrafe verurtheilt. Die Starue des .älteren Dumas', das hinterlassene Werk des so jung verstorbenen Gustav Dore, ist die ser Tage auf dem Sockel inmitten des Platzes MaleSherdiö in Paris aufge stellt - worden. Vorläufig ist der Tag der feierlichen Enthüllung der 24. Juli, der Geburtstag Dumas', in Aussicht ge nommen. Vor dem Petersburger Gerichtshose begann am 7.' Mai der Prszeß gegen die Direktoren und Ver waltungSräthe der.-Kronstädter' Com mercial Bank. Angeklagt stnd - der Kaufmannssohn Woldema? Schönjan, der Kleinbürger Wilhelm Langwagen, der erbl. Ehrenbürger Michael Ssineb? juchow, der persönliche Ehrenbürger 5iwan Ssutugin, der Baron Boris Vie. tinghoff, der Edelmann Robert Lang, der persönliche Ehrenbürger Emil Brei), me, der Kleinbürger Alexander Jemel janow, der Fürst DimitriObolensti und der persönliche Ehrenbürstkr Iwan SsuSoalzew. Angeklagt fmu sie, als Direktoren jener Bank in den Jahren 18711879 fingirte. d. h. durch nichts gedeckte Depositenscheine im Betrage von übe? sieben Milliöne". Rubel ausgegeben zu haben, von denen nur vier Millionen retournirt sind,' während der Rest sich noch in Eirculation befiadet. Außerdem wurden noch die Bücher gesälscht. Diese Schwindeleien wurden hauptsächlich in Verbindung mit dem Bau der Borowit schi'Eisenbahn uno Zwiebacklieserungen deS Fürsten Obolenski und SchönjanS in letzten Kriege auFgesührt. DeutsiSt Loral-Naorioeen.' NüngLdorf, 10. Mai. Em sehr seltene? Fest würd, gestern Hierselbst ge feiert; DaS diamanten, (60jährige) Priesterjubiläum deS von allen Gemein demitgliedern ohne Unterschied deS Ve kenntniffeS hochverehrten PsarrerS Jo hann Peter Efferz. Der 92 Jahre alte Jubilar, welcher erst mit 33 Jahren zum Priester geseiht vurde und der hiesigen Gemeinde seit nunmehr 40 Jahren vor steht, fühlt zwa, auch die Beschwerden des Greisenalters, kann aber seinen Amtspflichten, noch immer nachkommen. Mühlhausen. 10. Mai. Heute wurde hier. die. Kunst und Industrie Ausstellung eröffnet. Eine breite Stein treppe führt uns auS dem Vestibül zum ersten Stockwerk, von wo sich rechts und links etwas schmalere Steintreppen in das oberste Stockwerk abzweigen, dak erste Stockwerk enthält sechs, das obere vier große Söle. Wenden wir uns zu näch in das erste Stockwerk, so treten wir zur Rechten in den großen Saal, der die Industrie in Verbindung mit der Kunst umsaßt ; hieran schließt sich der im Fond die halbe Breite des Gebäude einnehmende Saal, welcher die Baukunst und decorative Kunst enthält. Von hier gelangt manzurück in die Säle, die dak historische Museum von Mühlhausen aufnehmen, es folgt der Saal, der daö archäologische Mujeum enthält von dem
aus man 'wieder in den Vorsaal kommt. Rasch ist das Ganze durchschritten und mit Staunen und Verwunderung sieht man all' die Kunstschätze, die sich hier in harmonischem Gesüge aneinanderreihen. Wohl sieht man auch im Luxembourg in PanS u. s. w. schöne, alte, geschnitzte Möbel, doch das ist im Vergleich mit den vielen Kunstschötzen, die man hier ver einigt findet, verschwindend. Auch in dem großen Britischen Museum in Lon don sehlt dergleichen. Hier aber entfal ten sich KunstschStze undKostbarkeiten, die Familien und Gemeinschaften im Laufe vieler Jahrhunderte ausgesammelt haben, in einer solchen Meng.e, daß man kaum weiß, wo anzusangen, um nur einiger maßen ein Bild zu geben. AuS Thüringen, 12. Mai. In Folge eines Sturzes in seinem Zimmer verstarb zu Bad Salzungen im 77. Le bensjahre Chr. Ludwig Wucke, durch seine Sammlung der .Sagen der mitt leren Werra nebst den angrenzenden Ab bängen des Thüringer Waldes und der Rhön in weiteren Kreisen bekannt. Der 'Verstorbene, der seit dem Jahre 1835 erblindet war, hatte ein bewegtes Leben hinter sich. Gebürtig aus Salzungen, wo sein Vater Arzt war, besuchte er daS damalige Lyceum in Meiningen, begab sich dann nach Jena, wo er die Recht? Wissenschaft studiren sollte und in den Vorstand der Burschenschaft kam, ging 1831 in holländischen Militärdienst, in welchem er eS zum Osficieraspiranten brachte, aber bevor er Offtcier wurde, in den Sümpfen Südhollands von !nem in völlige Erblindung übergehenden Au genleiden ergriffen wurde. In diesem Zustande 1837. nach Salzungen zurück gekehrt, wo er bis u seinem Tode von der niederländischenRegierung eine jähr liche Pension von 120 Fl. bezog, wandte er sich der Dichtkunst zu und versuchte sich anfangs in ernsten und lyrischen Weisen, während er später Humorist wurde. AuS dem Kreise Quer fürt, i2. Mai. Vor einigen Tagen wurde der pensionirte Telegraphenbote F.Fah nert von Nebra in der sogenannten Die sau erschoffen ausgesunden. F. war von dem Landgericht in Naumburg a. d.S. wegen roher Mißhandlung ' zweie? seiner Kinder zu 10 Wochen Gefängniß verur theilt worden und hat sich wahrscheinlich mS diesem .Grunde -das Leben genom ten. Er hinterläßt eine Wittwe und er noch unerzogene Kiyder. BeiGroß na vurde der frühere Polier Glaser, achdem derselbe -seit etwa 14 Tagen vergeblich gesucht worden, als Leiche auS 'er Unstrut gezogen. Aus den bei ihm orgesundenen Papieren geht unzweisel jast hervor, daß derselbe freiwillig den Tod im Waffer gesucht hat. Kandel (Pfalz), 11. Mau . Der älteste protestantische Pfarrer der Pfalz. I. G. Seyler.wurde hier heute zu Grabe getragen. Geboren am 17. April 1796, erreichte er daö seltene Alter von87Jah ren und 17 Tagen. 59 Jahre lang war Inhaber derselben Pfarrstelle. Bei der Abstimmung über die zu gründende Union hat er die Stimmen in Kandel gesammelt. In allen Stürmen, welche die pfälzische Union heimsuchten, hat er stets treu zu ihr gehalten und war ge tragen von dem Vertrauen, welches er in seiner Gemeinde genoß. - - Dürkhe im, 9. Mai. Heute vor 50 Jahren wurden die Eheleute Johann Jacob Laube?, Stadtdiener, und Elisa betha Kruppenbacher von hier ehelich verbunden. Herr Lauber ist 77. seine Frau 75 Jahre alt. AuS Anlaß der Feier der' goldenen Hochzeit waren es besonders Kinder und Bekannte aus Amerika, die dem 50jährigen Bestand der Ehe ihre Glückwünsche mit verschie denen Angebinden pietätvoll widmeten. Bern, 12. Mai. Laut Bericht deS eidgenössischen Justiz und Polizeide partcmentS haben sich im Jahre 1832 die AuSlieserungsangelegenheiten gegen daS Vorjahr vermindert : die von der Schweiz bei auswärtigen Staaten nach
gesuchten Auslieferungen sind von 130 im Jahre 1881 auf 96 im Jahre 1882 zurückgegangen und die von auswättiffen Staaten der Schweiz gestellten von 182 im Jahre 1881 auf 150 im Jahre 1882 (1880 205, 1879 179). Diese Vermin, derung betrifft hauptsächlich die Auslie serungSbegehren von sciten Italien?, von wo bloß 18 einkamen gegen 37 im Vor jähre. Die Zahl der von Deutschland gestellten beläust sich aus 77, darunter 3 wegen Raubmord, der von Frankreich auf 50, darunter 1 wegen Mord, der von Italien, wie bereits erwähnt, aus 1& darunter 6 weaen Mord und Mordder such, der von Oesterreich auf 1, der von Rußland aus 2 und der van Belgien aus 2. Von andern Staats gingen keine ein. Die, meisten Falle betrasen Unter schlagung und Betrug. In einem Falle wurde die AuSIieserung von der Schmij abgelehnt. Wien. 14. Mai. Auf eme merk würdige Weise hat hier der 56jährige Hausbesorger Peter Waöner, Kruger straße No. 16. seinem Leben ein Ende gemacht.. Des Morgens früh vernäh men die HauSleutt eine laute Detonation, die auS dem Keller zukommen schien ; man eilte hinab und fand an den untersten Absätzen der Kellerstiege den Hausmeister Wallner mit durchschossener Brust. Das Mordinstrument, mit dem er sich qus' dem Leben .geschafft, lag neben ihm auf der Erde: es war ein mäßig große? Stück eines alten GaSleitungSrohreS, welches an einem Ende plattgeschlagen und dann mit ei nm Zündloch versehen worden war. In dieses Zündloch steckte Wallner eine alte Militär.patrone, wie sie vsr vielen Iah ren gebraucht wurden, als er noch beim Militär diente, und süllte dann den obe' ren Theil des RohreS mit Bleistücken. Durch ein brennendes Zündhölzchen brachte der LebenSüberdrüssige die Pa trone zur Explosion, einige Bleistücke drargen ihm in die linke Seite der Brust und nach wenigen Augenblicken vr er todt Reben seiner Leiche wurde tint mit' alten Patronen ' gtsüllte Schacht! zefunden. Nahrungssorgen haben den Mann zu der verzweiselten That &tiiit i:a.
