Indiana Tribüne, Volume 6, Number 234, Indianapolis, Marion County, 12 May 1883 — Page 2

nbiana Hrlöuttö.

Fögliö?' Nd Aovtagsansgtt?e. &i$cs: AT. DelawareSt?. Indianapolis, Ind., 12 Mai 1883. Das NkÄt des BefltzfS. Dieser Tage berührte Jay Gould auf seiner Tour nach dem Westen die kleine Station GouldZboro in den Pocona Bergen, unweit Scranton, Pa. An einer Anhöhe über GouldZboro befinden ! sich die weitläufigen Gebäude einer Ger Um, deren einst blühender Betrieb jetzt darnttderlttgt. Dieselbe war der Schauplatz des ersten 3iege", den der jetzige EisenbahN'Magnat errungen hat. 1859 befand sich die Gerberei in dem gemein schastlichen Betriebe von Gould und Charles Leupp von New Bork. Der letztere hatte das Capital zur Etablirung des Geschäfts hergegeben, wurde durch seine anderweiten Geschäfte in New Jork festgehalten, und die Leitung der Gerberei war daher Gould ausschließlich über tragen. Leupp beging Selbstmord. Ein Freund und früherer Compagnon des selben. Namens Lee, wurde zum VerWalter des Nachlasses ernannt, als dessen Erben Leupp seine zwei Töchter hinter lassen hatte. Nach Bezahlung der Schulden blieb für die Erben nur die Gerberei übrig. Urkunden, aus denen hervor ging, in welchem Verhältnisse Leupp und Gould zu der Gerberei standen, waren iui Nachlasse nicht aufgefunden worden, und Lee, der wußte, daß da Geschäst lediglich mit Leupp's Gelde gegründet worden, suchte sich zunächst in den factischen Besitz der Gerberei zu setzen und wollte es dann Gould überlassen, seine Ansprüche im Proceßwege geltend zu machen. Er kam nach scranton, orga nisirte mit Hilfe des Advokaten Willard ein sogenanntes Posse", drang jn der Nacht in die Gerberei ein, vertrieb die Arbeiter und setzte sich in solcher fest. Gould war in Geschäften in New tyoxt abwesend, eilte ebenfalls nach Scranton und überblickte sofort, daß er, falls Lee im Besitze bliebe, einen Jahre langen Proceß vor sich haben würde. Er wandte sich daher an den Deputy Sheriff Fred Füller und ersuchte diesen um Bildung einer Mannschaft, um mit tels derselben die Eindringlinge aus der Gerberei zu vertreiben. Gould selbst en gagirte ungefähr 150 Bummler aus der ganzen Umgegend, die Leute wurden mit alten Schießeisen, Knüppeln, Aexten, Heugabeln bewaffnet und zogen in der Nacht vor die Gerberei. Diese warver barrikadirt, aber ein mächtiger Ansturm zertrümmerte den Thorweg, und es kam im Innern der Gerberei zum Schießen und zumHandgemenge. Eine Menge, und zum Theil sogar schwere Verwun düngen kamen vor. Schließlich mußten sich Lee und seine Leute vor der Ueber macht in den Wald und die Berge zu rückziehen, und Gould war wiederum im Besitze der Gerberei. Derselbe rief seine Leute zurück und suchte am nächsten Morgen Lee in dem Hotel in GouldZboro auf. Er begrüßte denselben auf das freundlichste und fragte ihn, ob er ge neigt sei, die Angelegenheit gütlich mit ihm zu arrangiren. Ich sehe ein, sagte Lee, daß Sie im Besitze sind und behalte mir alle weiteren Schritte vor; mehrer Ihrer Leute sind aber, wie ich Köre, noch in der Verfolgung meines, Freundes Neiber begriffen, und ich bitte, dieselben zurückzurufen, damit weiteres nutzloses Blutvergießen vermieden wird Gould that dies, und nach mehreren Stunden kehrten Neiber und seine Ver solger. aus's äußerste abgehetzt, jedoch unverwundet, zurück. Lee erhob Klage auf Herausgabe der Gerberei, der Pro ceß dauerte mehrere Jahre und endete mit einem für Gould günstigen Vergleiche. .Sei im Besitze und Du bist im Rechte !" Das wußte Gould auch da mals fchon, und .die rücksichtslose Ver solgunq der von ihm eingeschlagenen Politik wegen einer im Verhältnisse zu seinem späteren Besitze unbedeutenden Gerberei hat ihm seine Millionen ma chen" und mehren geholfen. Livreen in Amerika. Ein großer Theil der neuesten ameri kanischen Geldaristokratie ist innerlich so beschränkt, so gebunden, daß die einzige Freiheit, die sie besitzt, in der LoLlösung von allen Grundsätzen besteht. Von die .ser ihrer charakteristischen Freiheit brau- . chen die Leute äußerlich kein Zeugniß abzulegen, wohl aber thun sie gut, ihreBe schränkthut luch äußerlich mit einer Eti kette, einem Hundezeichen, einem Brand mal zu versehen. Dies bringt Frau W. H. Vanderbilt in New York dadurch fertig, daß sie ihre gesummte Diener schabt in Livreen gesteckt hat, welche eine alte, aber von der Geburtsaristokratie Europa's wenigstens mit einemAnscheine von Berechtigung und meist mit Geschick geübte Unsitte genau so ungeschickt ka rikiren, nie unsere Geldprozzen persön lich die Manieren der europäischen Ari stokraten nachzuäffen verstehen. Die genannte Dame spielt in den Kreisen der Metropolis, die absolut weder etwas sein noch etwas haben würden, wenn sie kein Geld hätten, die erste Violine, und auch ihre neueste Geschmacksverirrung findet zahlreiche Nachfolger. Amerikaner, die sich der kurzen Geschichte der großen Republik und der Grundsätze bewußt sind, welche die Größe der letzteren her deigesührt haben, erblicken in der Livree nicht nur eine Schmach für den Bedien ten, sondern auch für die Herrschast, einen Insult gegen die heilige Arbeit, eine Verletzung des von den Gründern der Republik heilig gehaltenen Princips der gleichen Menschenrechte. Lakaien, Kutscher, Taseldecker, Kammerdiener wurden bisher in den Ver. Staaten als Arbeiter betrachtet, und geachtet, da durch, daß sie der geist und herzlose Emporkömmling in dicLivree steckt, wür digt er die Arbeiter zu Knechten, sich selbst zum Narren seudallMscher Jnstl

lutionen herab, die in Europa wenig stenö aus der guten alten Zeit" her übergenommen wurden und mit äußer lichem Anstand und Geschick bis auf weiteres aufrecht erhalten werden. Alle Verstandigen in New tyoxt lachen über die täglich mehr in die Moize kom menden Livreen, was kümmert aber die HohlkSpfe der Plutokratie der Spott der Verstandiaen, so lange nur etwaige An gehörige blaublütiger europäischerAdclö familicn so freundlich sind, den Lach lrampf zu unterdrücken, zu dem der An blick der ßrotesk-ungeschickten Nach üffung einer europäischen Unsitte sie reizt ! Die Republik wußte, waWk ttat. als si.e den Adel und die Titel ab-

schaffte, und mit ihrer Beseitigung sielen die Livreen, Wappen und sonstigen Schnurrpseifereien und blieben so lange den Anschauungen und Sitten der Amcrikaner, auch der reichsten und mächtig sten fern, als dieselben noch nicht im Geldbesitze den emzlgen,letzten und hoch sten Endzweck des Lebens erblickten. Die Leidenschaft der Wappenspielerei hat sich schon früher in Amerika dann und wann breit gemacht, doch auch in dieser Beziehung aebührt den reichen Leuten in New York, deren einziger Werth in Millionen liegt, das Verdienst, Methode in die Sache gebracht zu haben. Frau W. H. Vanderbilt hat sich, wie New Yorker Zeitungen berichten, über die Wahl eines Wappenthiers oder son stigen heraldischen Emblems noch nicht entschieden. Sie braucht nicht in die Weite zu schweifen. Ihr Schwiegerva ter war Cassirer auf einem Fährboot! und ihre Schwiegermutter beugte früher den aristokratischen Buckel über den Waschzuber. Fähre und Waschwanne würden gute Embleme und an dem gan zen Wappenschwindtt das einzige Reelle Um. Frankreichs magere Jahre. Unmittelbar nach dem deutsch-franzö fischen Kriege standen die Finanzen des geschlagenen Landes so vorzüglich, daß man meinte, eS hätte mit Leichtigkeit noch fünf Milliarden mehr bezahlen können. So hoch die Regierung auch die Einnahmen bei der Vorausberechnung des Staats Haushalts veranschlagen mochte, fie waren in Wirklichkeit stets noch größer. Da machte man dieselbe Erfahrung, die wir in den Ver. Staate seit mehreren Jahren gehabt haben : Dii Ueberschüsse reizten zur Verschwendung. Immer größer wurden die Ausgaben für das Heer- und Flottenwesen, bis sie im Jahre 1882 die ungeheure Summe von 726,745,888 Francs erreichten, von den sogenannten außerordentlichen Bewilligungen'ganz zu schweigen. Frcycinet plante ferner eine Anzahl großartiger Bauten, darunter namentlich ein staatli ches Netz von schmalspurigen Bahnen, welche die Punkte im Innern mit den großen Stammlinien der PrivatBahngesellschasten in Verbindung setzen soll ten. 1882 wurden allein für diesen Zweck über 300 Millionen Francs ausgeworfen und für alle öffentlichen Bauten zusammen 462 Millionen. Dazu kamen dann noch die wirklich nothwen digen Ausgaben für die Neugestaltung des Schulwesens und die Zinsen auf d.ie Staatsschuld. Letztere beläust sich aus ungefähr 21 Milliarden, darunter nahe zu 7000 Millionen sünfprocentiger Anleihe, aus die jährlich 316 Millionen Zinsen zu bezahlen sind. -Insgesammt hat das Land jährlich über 743 Millio nen an Zinsen anzubringen, während die Ver. Staaten im Jahre 1882 für denselben Zmeck nur 356 Millionen Francs zu verausgaben hatten. Und um sich populär zu machen, benutzte die republikanische Regierung die vorüber gehend günstige Fmanzlage dazu, einige Steuern herabzusetzen. Die Ueber schüsse hörten dann sofort aus, bald sie len auch die Einnahmen, die man zu hoch veranschlagt hatte, und jetzt endlich steht man vor einem unleugbaren Den cit. Die Regierung sucht diese Thatsache noch zu bemäntely. Sie sagt, daß sie die Unmöglichkeit eingesehen habe, die Sccundärbahnen selbst zu bauen. Deshalb wolle sie die Vollendung derselben den Privatgesellschaften übertragen und letztere von ihrer Verpflichtung befreien, 35 Millionen Garantievorschüffe an den Staat zurückzuzahlen. Diese 35 Mil lionen nun müßten anderweitig gedeckt werden, und aus diesem Grunde angeb lich schlagt das Ministerium, wie seiner zeit das Kabel meldete, die Umwandlung der sünsprocentigen Bonds in 4zprocentlge vor. Daß die Zinsenherabsetzung an sich eine vollkommen gerechtsertigte Mußre gel wäre, unterliegt keinem Zweifel. Frankreich hat allerdings keinen solchen Credit, wie die Ver. Staaten, denn während die dreiprocentigen BondS der letzteren noch über Pari stehen, werden die dreiprocentigen französischen Renten nur mit 80 notirt, aber 4procentige Bonds würden jedenfalls zum vollen Nennwerthe unterzubringen sein, und damit sollten ihre Inhaber zufrieden sein. Diese haben für die 5procentigen Schuldscheine nur 32 bis S4 Procent ausgegeben, als das Vaterland in Noth war und die fünf Milliarden anDeutsch land liesern mußte. Ihre Papiere ste hen jetzt auf 113, und somit sind sie wohl für ihren Patriotismus hinreichend belohnt worden. Doch ist die Rentner klaffe in Frankreich durch die Regierung so verwöhnt worden, daß sie sich einbil det, das Volk müsse für ihren Unter halt sorgen. Sie erhebt daher Ein spruch gegen die Herabsetzung der Zin sen, sest nur um ein halbes Procent, während die Arbeiter eine solche' für viel zu geringfügig halten. Jn Folge dessen ist die Regierung zwischen zwei Feuern, und über kurz oder lang werden die Flammen über ihr zusammenschlagen. Ein anderes Cabinet wird freilich auch keine Abhilfe schaffen können. Was die Sachlage in Frankreich be sonders schwierig macht, das ist nicht das jetzige Deficit, sondern der wachsende Rothstand unter der industriellen Bevöl kerung. Die eigenthümlich französischen Jndustrieproduktenerlieren nicht nur in

ricis nergenoem Grade lyre vioiaijquci len im ÄuZlnde, sondern werden foaar schon im heimischen Markte durch billi

gere ' srcmde Erzeugnisse verdrängt. Durch duecte hohe Besteuerung und durch die in Folge des Steuerdruckes und der Geldentwerthung nothwendig werdenden Lohnerhöhungen wurde die Industrie doppelt benachtheiligt. Auch hat sie mit dem Auslande nicht Schritt gehalten und sieht sich jetzt in einer ge fahrlichen Lage. Viele Fabriken 'sind geschlossen, tausende von Arbeitern brodloö, und natürlich hat das seine RückWirkung auf die Staatsverhältnisje. Nicht nur verliert die Regierung Steuern, sondern sie sieht sich auch genöthigt, für dieArbeitslosen etwas zu thun. Unter diesen Umständen dürste der Fehlbetrag eher zunehmen als verschwinden. Das einzige Mittel, welches wirkliche Abhilfe verspricht, ist eine Verminderung des siehenden Heeres. Frankreich wird voi: keiner Macht bedroht und braucht keine halbeMillionSoldaten zumSchutze. Dagegen kann es die Verschlechterung und Verkürzung seiner Arbeitskräfte durch den langen militärischen Dienst ebenso wenig auf die Dauer vertragen, als die ungeheuren Ausgaben, die mit diesem Spielzeug verbunden sind. Von diesem Standpunkte aus ist es vielleicht wünschenswerth, daß die Franzosen von ihren finanziellen Schwierigkeiten nicht bald befreit werden, damit sie zur Erkenntniß dessen kommen, was ihnen wirk lich noth thut. Sobald sie' sich aber da-, von überzeugt haben, daß durch das große Heer ihr Land nicht geschützt, son dern ruinirt wird, brauchen sie auch aus keine starke" Regierung Rücksicht zu nehmen, wie ihre Nachbarn. Sie können den Militarismus leicht beseitigen, und wohl mit Rücksicht darauf läßt Bismarck verkündigen,daß Frankreich e j! dann den öffentlichenFrieden bedrohen könne,wenn es wieder Monarchie geworden sei. Os senbar glaubt er nicht, daß Bürger, die das Selbstbestimmungsrecht haben sich fortdauernd freiwillig und unnütz belasten werden Der neue Themse'Tunnel. Das Unternehmen, mit deffen Aus führung die Charing Croß & Waterloo Electric Railway Co." in London de schäftigt ist, zieht die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich und ist bestimmt, zu beweisen, daß die Elektricität nicht nur als Motor für den Eisenbahnbetrieb im großartigsten Maßstabe benutzt, son dern daß der Betrieb einer derartigen Bahn auch rentabel gemacht werden kann. Der Themse-Tunnel hatte zur Zeit seiner Vollendung ein ungemein großes, aber praktisch doch nur Iocales Interesse. Der jetzt geplante Tunnel ist für alle großen Städte, die über kurz oder lang an die Herstellung unterirdischer Verkehrsstraßen denken müssen, von eminenter Bedeutung. Brunnel's Werk hat einen Kostenaufwand von 468,000 verursacht und zu seiner Vollendung die achtzehn Jahre von 1825 bis 1844 in Anspruch genommen, der Charing Croß Tunnel soll nach den genauesten Voran schläaen nicht über 80,000 kosten und in längstens achtzehn Monaten sertiggestellt werden. Letzterer wird nicht so breit werden, wie der ersterwähnte, wel cyer aus zwei parallelen Gewölben von 14 Fuß Breite und 16 FußHöhe besteht, die Länge deffelben aber bis aus wenige Nards erreichen. Die Innenwände des Tunnels bestehen aus eisernen Behältern Caissons , welche rmgs von Mauerwerk umge ben sind. Auf den Grund der Caissons werden hölzerne Längsschwellen und auf diese die Stahlschienen gelegt ; eine Mittelschiene auf dem Geleise dient als Leitung der elektrischen Kraft. Die Waggons gehen einzeln in bestimmten Zwischenräumen ab, also ähnlich wie die Wagen der Straßenbahnen und Omul buslinien: dieselben Uno ledianch aus Holz und Stahl hergestellt, die Verwen dung von ledernen und wollenen oder sonstigen Stoffen wird vollständig ver mieden: die Waggons haben das Aussehen der offenen Sommerwagen auf den Straßenbahnen, in der Mitte besindet r? je n.. a. . . V Y c , M ver pparar, roeicyer ourcy oie ciei irische Kraft, die ihm von der LeitungS schiene zugeführt wird, in Bewegung ae setzt wird, und links und rechts hiervon sind Coupee's erster und zweiter Classe angebracht, die durch sarblge, durch elek irische Glühlichter erhellte Laternen un terschieden sind. Der ganZe Tunnel wird ebenfalls durch elektrische Lampen nach dem Glühlicht-Systeme beleuchtet. Der Boden des Waggons befindet sich , .. fr- f rt . nur y Jvu uoer oen luweuen. Die Vortheile der Benutzung der Elettrlcttät als Äiotor peciell mTunneln liegen aus der Hand. Der Rauch und die schweseligen Gase und Dünste, welche mit dem Betriebe durch Wampsmaschi neu verbunden find, fallen weg, ebenso das Geräusch und die Unregelmäßigkeit der Bewegung, bei welcher Stöße und Püffe nie ganz vermieden werden kön nen. Anders steht es mit der voraus sichtlichen Rentabilität des Tunnels und der Bahn. So großen Werth alle bisher einge führten elektrischen Eisenbahnen als Be lege sür die Richtigkeit wissenschastlicher Forschungen uno yeorleen haben, so wenig yai ncy vlsyer ver eirlev Derlei r . it . r. ven als aucy pecumar oiiouigau er wiesen. Es giebt eine einzige Ausnah me von dieser Regel: die elektrische Bahn, welche wahrend der letzten Welt , v a ? . rvi ausneuung in Paris in Velrleo war, daß aber zu diesem günstigen Ergebnisse Factoren mitwirkten, die anderswo nicht v v e. . v r? i IN giklcyem Tiüh" voryanoen nno, de darf keiner besonderen Begründung. Die Herren Siemens, welche denBetrieb der Londoner Bahn überwachen werden, sind von deren Einträglichkeit überzeugt. Diese Männer, die gründlichsten Kenne? alle? einschlagenden Verhältniffe, haben folgende Berechnung aufgestellt: Die Anschaffung des gesammten Betriebs Materials selbstverständlich außer Tun nel, Bahn. Zugängen und Elevatoren wird nicht über 12,000, die eigentlichen Betriebskosten werden nicht über 5,000 jährlich, und ein Fünftel des jährlichen cetto'MNlommens dklragen, sofern sol es 20,000 übersteigt. Man dars

ttüt Sicherheit erwarten, daß der achte I Theil des Personenverkehrs, welcher zur Zeit die Themse mittels der Westmin ster-, der Eharing Eroß- und derWatcr- I loo-Brücke kreuzt, sich der neuen Tun ' nelbahn zuwenden wird. Nach wieder j holten und sorgfältigen Beobachtungen und Zühlungen wird dieses Achtel sich aus täglich 12,000 Passagiere belaufen. ' Von ihnen werden 4.000 für die Beför-! derung in 1. Classe 2 Pence und 8,000 für die 2. Classe l Penny zu bezahlen haben, was im Jahre eine Einnahme ' von 24,000 und nach Abzug aller Be ; triebskosten eine Verzinsung des Anlage ' capitals zu 18 Procent ergeben würde.! Der Schacht, welcher in den Tunnel durch Stufen und Elevatoren hinab führt, wird jedenfalls in der Nghe des National Liberal Club, derjenige am Ende der Bahn in der Nähe der Sta . tion Waterloo angebracht werden. Die beschriebenen Wagen werden ihre Fahr ten in 3i Minuten zurücklegen. '

Nördliche uns südliche Handels bezlkhungen. Während der Handel mit Gartenfrüchten aus den südöstlichen Staaten bisher fast ausschließlich' auf New Jork beschränkt war, beginnt er jetzt, sich di rect dem Westen und Rordmesten zuzuwenden. Die Süd Carolina-Eisenbahn hat mit einer Resrigator Car"-G:sell schast einen fünfjährigen Contract gemacht, demzufolge sie Svccialiüae mit Früh'Erdbeeren, Spargeln u. f. w. binnen 76 Stunden von Atlanta nach Chicago befördern will. Schon jetzt ist der Bedarf an diesen Leckereien, die im Nor den erst meh"ere Monate später wachsen. sehr grov, doch läßt sich der Absatz ge radezu in'S Ungemessene steigern, wenn die Transportbequemlichkeiten vorhanden sind. Da nun der betressende Zug auer Chicago noch Cinannati, Louis ville, Indianapolis und eine Menge anderer Städte berühren soll, so dürste die Landwirthschaft in den beiden Caroli ria's und in Georgia sich sehr bald in großartigem Maßstabe dem Anbau so genannter Kleinsrucht zuwenden. Schon jetzt existiren - große Erdbeer-Farmen u. s. w. im Südosten, die sich sehr gut bezahlen, und es bedarf nur einer kräftigen Anregung von Außen, um die Baumwolle aus ihrerAUes überschattenden Stellung zu verdrängen. Findet der südliche Farmer einen großen Markt für Gartenfrüchte, so wird er natürlich diesen mehr Ausmerlsamkeit schenken, zumal namentlich Beeren noch aus Län dereien qezoqen werden können, die sur andere Zwecke unbrauchbar sind. Der Norden kann seine Produkte in 'nstausch geben. Mit denselben R.srigatorS, welche die südlichen Früchte .taa) Chicago bringen, soll von dort aus frisches Fleisch nach dem Suden geschasst werden. Richmond in Virginien scheint derjenige Ort zu sein, wo es die meisten vermögenden Farbigen gibt. Jn einer einzigen. Ward werden daselbst mehr als hundert Farbige aufgezählt, welche von $2,500 bis 55.000 Vermögen haben, und eine ganze Anzahl anderer, welche bis zu $20.000 besitzen. Es gibt darunter Grocer, Färber und andere Geschästslcnie. dreißig farbige Lehrer und zwö!f dergleichen Geistliche. Sem Anlande. Die alte politische Hauptstadt Maryland's, Annapolis, ist jetzt unter der Fuchtel der Vrohibitlonlsten. Sie bat das Unglück, zugleich Hauptort des County Anne Arund'el zu sein, und dieses County hat sich auf Gründ des Local-Option-Gesetzes für Prohibition entschieden. Um Mitternacht bei Ve ginn des ersten Mai trat die Prohibition !n Annapolis in Kraft. Die 40 Wirths Häuser hatten am 30. April noch glän zende Geschäfte mit dem Verkaufe geistiger Getränke gemacht, und noch vor Mitternacht war der letzte Tropfen getrunken. Aber um Mitternacht schlössen sich alle Wirthschaften, ohne daß Unordnungen vorsielen. Ein großer Theil derselbenl wurde am Vormittag wieder geöffnet, doch nur um Sodawasser,GingerAle und derartige Getränke, sowie Cigarren zu verlausen. Jn Mercer Cb., West.Virg.. wüthen arg die Blattern. NahePrince ton liegen allein 40 Menschen darnieder, und 12 sind bereits gestorben. EZ herrscht darob große Ausregung und die Behörden haben in aller Elle nach Wär tern und Lymphe telegrapbirt. Ein Tramp", Namens Blankinship, sctf die Krankheit eingeschleppt haben und ist auch daran' gestorben. Eine Menge Menschen wohnte dem Leichenbegängniß bei und dadurch wurde die Krankheit schnell verbreitet. Der gescheidte" Arzt, der B. behandelte, hatte das Volk durch die Erklärung, daß B. nur an Hühner Pocken litk, irre geführt. Jetzt liegt er selbst an den Blattern darnieder. W m. H. Vanderbilt ließ durch die Chemical-Bank" von New York eine Quantität Werthpapiere im Betrage von einer Million Dollars ver kaufen, um Reisegeld für seine am Samstage angetretene Vergnügungstour durch Europa zu erhalten. Auch von Deutschen zu To peka in Kansas ist jetzt eine Deutsche Gesellschaft zum Schutze der deutschen Einwanderer" gegründet. Jn ihren Statuten heißt es : Der Zweck der Ge fellfchaft soll darin bestehen, den in To peka ankommenden deutschen Einwände rern in jeder Beziehung hilflreich zur Hand zu gehen, namentlich ihnen Rath und Auskunft zu ertheilen, sie durch moralischen Einfluß und nöthigensalls auf gesetzlichem Wege gegen Mißhand lungen, Uebervortheilungen und Prelle reien zu schützen, ihnen zur Erlangung von Arbeit oder zur Weiterreise behils lich zu sein, verloren gegangenes Gepäck ihnen wieder zu verschaffen. Mittellosen und Nothleidenden eine, Up Kräften der Gesellschaft entsprechende materielle öilfc ZU aewäbren. Unter deutschen Einwanderern sollen nicht b!oS die aus

Deutschland kommenden, sondern alle Einwandere? von deutscher Abstammung verstanden werden."

Für Diezenigen, welche ein mal in die Gefahr kommen sollten, welehe ein amerikanischer Wirbelsturm(Tor nado) oder Orkan mit sich bringt, mag es zur Lebensrettung dienen, zu wissen, was Mr. B. F. Jones von Beauregard, Miff., that, als er den jüngsten Tornado kommen sah, welcher über 100 Menschenleben vernichtet hat. Er rief mit großer Geistesgegenwart seine Frau und seinen Sohn zu sich, warf sich mit ihnen im Hofraum zu Boden, gebot ihnen, sich an Sträuchern festzuhalten und glattgestreckt still zu liegen, und während er feine Frau mit einer Hand festhielt.packte er mit der andern einen jungen Baum. Heran brauste der Wirbel und erschüt terte ihn; er hörte den Krach seines ein stürzenden Hauses. Im Nu war Alles vorüber. Seine Frau war in Ohn, macht gefallen, sein Sohn blutete und hatte Brauschen bekommen. Aber seine, Geistesgegenwart hat alle drei gerettet.' Jn Dresden, Obercanada ist der Neger Nev. Josiah Henson in' seinem 94. Jahre verstorben. Er hat! seine Lebensbeschreibung selbst versaßt und der Frau Harriet Bcecher Stowe viel von dem Material zu ihrem berühm ten Romane Onkel Tom's HülU geliefert. Als Sklave geborenen Mary land, rettete er seines bankerotten Eigen thümers Vermögen, soweit es in Sklaven bestand, indem er sie 1000 Meilen weit nach Kentucky führte. Später von dem selben schurkischen Herrn betrogen, der ihm $450 für den Freikauf abnahm und dann weitere $500 verlangte, rettete er sich und feine Familie durch die Flucht nach Canada, wurde hier ein Prediger und betrieb zugleich eme unterirdische Eisenbahn", auf welcher er Hunderte von flüchtigen Sklaven nach Canada in Si cherheit brachte. Oft war er vuf seinem Wege nach und von Sentucky in höchster Lebensgefahr; aber fein Muth und seine Erfindungsgabe retteten ihn und seine Schützlinge jedesmal. Er starb wohl habend, da er von seiner Selbstbiogra phie in England allein 40,000 Abzüge verkaust hatte. Ein gemüthlicher und wohl wollinder Geschäftsmann in Portland Me., erhält seit zwei Monaten wöchent lich zweimal den Besuch eines armselig gekleideten Mannes, der sich entschuldigt, schon wieder um eine Gabe - bitten zu müssen, da er seit zwei Tagen keinen Bissen gegessen habe. Der Alte giebt dem.Hu:igrigen stets 25 Cents, schlich ihm dieser Tage aber nach, um wenig stens zu sehen, mit welchem Hunger der Mann seine Mahlzeit verzehren würde. Der ging in einen Schnapsladen, warf den Quarter auf den Tisch, forderte 2 whisky straiglits" und sagte zu dem ihn erwartenden Kumpane : Heute trinken wir ans das Wohl des Alten mit dem weißen Kopse, morgen aus das des Dicken mit dem rothen Gesichte-. Der Alte meinte, es habe ihm noch keine ihm ausgebrachte Gesundheit so wenig Freude bereitet, wie diese. Ein eigenthümlicher Vor fall in Centreville, Md., macht viel von sich reden. Ein angesehener Neger, Th. Spencer, verlor seine Gattin und schickte sofort einen Boten an seinen unweit wohnenden Bruder, um diesen von dem Trauerfalle zu benachrichtigen. Unter megs aber traf der Bote einen solchen des Bruders, deffen Frau ebenfalls so eben verstorben war, und der Th. Spen cer in gleicher Weise davon in Kenntniß setzen sollte. Die beiden Schwägerinnen waren also und zwar ganz plötzlich zur selben Stunde gestorben. Der (Kapitän eines Wal fahrers hat in der Nähe der Bänke von Neufundland neulich eine Riesen Schildkröte beobachtet. Jn einer Länge von über 70 ' und einer Breite von ungefähr 12 Fuß lag die Niesenkröte auf dem Wasser, so daß ihr Panzer kaum einen Zoll über solches herausragte. Zungens, ich sage Euch, meinte der Capitän, als er in St. Johns die Geschichte seinen alten Freunden erzählte, wenn das beste Schiff aus solch' eine Schildkröte auffährt, so scheitert eS so gewiß, als ob es mit den Scilly-Jnseln in tödtliche Berührung gekommen wäre." Das glaube ich auch, versicherte ein anderer Seebär, - aber, sage mir,was ist eigentlich Dein LieblingSgetränk ?" Dummes Zeug, Du weißt es ja, ein guter steifer Grog von Rum ohne Waffer. Willst Du et wa einschenken laffen V Später ; ich weiß aber aus Erfahrung, daß man nach ;u vielem alten klaren"mitunterFliegen, Ratten und Schlangen sieht, und da wollte ich gerne wiffen, was man trinken müffe, um solche große Schildkröten zu sehen." Vom Auslande. Die ungewöhnlich eAuöZeichnung eines Ehrensäbels wurde dieser Tage dem englischen Scharfrichter, Mr. Marwood, zu Theil. Ein Gentleman in Brighton übersandte ihm ein prachtvoll gearbeitetes Schwert mit der Widmung für geleistete .gute Dienste. Ob sich der Geber sür ihm persönlich ge leistete Henkersdienste zu bedanken hatte oder Ursache zu haben ermattet, wird nicht gesagt. . Die Neger in den sranzösischen Colonien wurden, mit Aus nähme von Hayti, nicht als ebenbürtig betrachtet und hatten keinen Zutritt in die Gesellschaft". Aus der Nähe der Gouverneure wurden sie sogar ganz ver bannt. Der neue Gouverneur von Martinique, M. Alleare. hat nun diese i durch Schwarz und Weiß gezogenen Schranken durchbrochen, er W rne Creme" der schwarzen Gesellschaft zu seinem letzten ossiciellen Ball eingeladen, selbst mit den Negerdamen getanzt und seine Absicht bekannt gegeben, daß er fortan keinen Unterschied zwischen der weißen und farbigen Bevölkerung machen und gelten, laffen werde. '. Ein' unerhörtes Ereig niß erregte am 20. April Nachmittags '4 Uhr in Paris aus dem Boulevard des

Italiens das arönte Ausseben. Der Zöjährige Börfencoulissier Ältschüler, ein geborener Hamburger, doch seit zehn Jahren naturalisirter Spanier, stürzte mit einem Revolver aus der Paffage de I'Opcra und schoß auss Gerathewohl in die dichte Menschenmenge. Er verwun dete einen Bankbeamten tödtlich in der Lunge, einen Weinwirth schwer in der Hüfte und eine Schneiderin unbedenklich in der Schulter. Die Men ge stürzte sich auf den Attentäter, ent waffnete ihn und hätte ihn zerriffen, wenn ihn nicht Polizisten geschützt, hät ten. Aus's. Polizei - Commissariat ge bracht, wurde er als irrsinnig erkannt. Er hatte schon vor drei Jahren im Bois de Boulogne in's Publikum geschaffen, war in eine Irrenanstalt gebracht, jedoch als angeblich geheilt entlasten worden. Republique sranaise" beeilt sich mitzu theilen, Altschüler sei ein Franzosensresser und habe oft geäußert, er müsse eini gen Franzosen den GarauS machen. Fürst Bismarck'Z Schlager, den er einst in Göttingen benutzte, hat sich irr GcZlar wieder gesunden. Man schreibt darüber aus genannter Stadt : Einer unserer Mitbürger ist im Besitze eines Schlägers und der dazu ge hörigen Reserveklinge des einstigen Göt tinger Corpsstudenten Otto v. Bismarck Schönhausen. Der Korb des Schlägers ist ungemein groß und rund und trägt die Farbe des Corps der Hannoveraner: rothblaugoldgelb. Die Klingen stecken in Lederscheiden. Der Korbrand hat eine Drahtumwirkung, der Griff ist von Haisischleder überzogen. DaS Innere des Korbes zeigt noch Spuren eines wei ßen Leders, auf dem die Zahl 1835 und die Namen der Duellanten zu lesen wa ren. Nachweislich sind Schläge? und Reserveklinge ein Geschenk des einstigen Corpsstudenten Otto v. Bismarck an seinen damaligen Freund R.; Letzterer lebt gegenwärtig ars Obersörster a. D.

in D. Endlich ist inFrankreich die seit 8 Jahren in Aussicht genommene Neuuniformirung der Infanterie, wenig stens sür die Ossiciere und Adjutanten, zu einem Abschluß gelangt. Jn der Uniformirung und Bewaffnung der Ossiciere,. Adjutanten, Chefs und Sous Chefs der Musik der Infanterie treten folgende Veränderungen ein : Der Was fenrock und die Epauletten werden durch einen Dolman ersetzt und die Beinklei der derOsnciere mit einem breitenStrei ,fen aus blauem Tuch versehen. Der I ori. ;uiKt . s? ßnhi. -CllUlU UUU UUtytUJUJly U13 )VVfVfcdeckung sür den großen und lleinenDienst dient nur das Käppi, das anstatt mit breiten Tressen, wie bisher,nur mitLitzen besetzt ist. An Stelle der Halsbinde . wird eine Cravatte aus schwarzer Seide, . wie sie bereits bei den Ossicieren der I Zuaven und algerischen TirailleurS ein ! Geführt ist, getragen. Der bisherige Dienstsäbel wird durch eine leichtere, bester zu führende Waffe ersetzt, anstatt des Goldkoppels ein solches aus Leder, mit nur einem Schleppriemen imfe unter demDolman zu tragen,vorschristsmößig. Der Dolmon, aus dunkelblauem Tuch gefertigt und mit schwarzen Treffen ver sehen, wird auf der Brust durch sieben Schnüre verschaffen. Aus den inSchlin gen endigenden Theilen deffelben sind Uniformknöpse nach der jetzigen Probe angebracht. Der Dolman enthält vorn vier, inwendig zwei Taschen, welche zur Ausnahme von Karten :c. dienen sollen. Die Gradabzeichen für Officiere sind (statt wie bisher am Kragen) aus jedem Aermel, au3 Streifen und einer Ver zierung in Kleeblattform, aus Goldtres fen bestehend, angebracht. Bei den Ad jutantmajors. den Majors und Oberst lieutenants ist dieTrcste mit. Silberfäden durchwirkt. Aus Petersburg ird gemeldet, daß große' politische Alte mit der Krönungsseierlichkeit nicht verbunden sein dürsten. Neben Gnadenverleihun gen ist auch eine Anzahl von Begnadi gungen in Aussicht genommen, wie aus eingeforderten Berichten und Gutachten geschlossen wird, ebenso soll eine Anzahl von Steuernachläffen erfolgen. Die Be gnadigungSfrage wird durch das im Pe trrsburger-Nihilistenvroceß gesällte Ur theil aktuell. Das Urtheil lautete auf Tooesstrase durch den Strang für Grat schewsky. Bogdanowitsch, Slatopolöki, Buzemitsch, Felalow, Klinenko ; auf le benslängliche Zwangsarbeit für Stefa nowitfch und Jwanowskaja; für die übrigen ebenfalls auf Zwangsarbeit, de ren Dauer zwischen 15 und 20 Jahren schwankt. Milderungsgründe wurden nur betreffs Frau Pribilem, Juschkova'S und Boreischa's zugelaffen ; das Gericht wird um Milderung ihrer Strafe nach suchen, und zwar für Frau Pribilew auf vier, für die beiden Anderen auf zehn jährige Verschickung. Man hegt in Pe tersburg Zweifel, ob in diesem Falle be deutendere Begnadigungen ersolgen wer . den. Wie aus London gemel det wird, hat in Indien eine genaue Volkszählung stattgksunden, welche überraschende Resultate ergab. Die englischen Besitzungen Indiens ohne Kaschmir. Munipur und Ceylon, in ei ner Ausdehnung von 1,372,533 engli schen Quadratmeilen, besitzen eine Be völkerung ' von 253,801.821 Seelen. Europa's Bevölkerung schätzt man aus 310,000.000. Indien zählt somit bei' nahe so viel Seelen, als Europa ohne Rußland. Noch 1861 gab der englische. Geograph William HugheS die Bevöl' kerung aus , 165 Millionen an ; 1867 zählte man 101 Millionen in diesem anglo'indischen Kaiserreich. Diese bei nahe 254 Millionen Menschen leben in: mehr als 43z Millionen Wohngebäuden, vom Köniasvalast bis zur öütte des halbwilden, welche, wo sie nicht im .Dschungel oder Wald zerstreut sind, 1 714.707 Städte und Dörfer bilden. ZZach dem Geschlecht vertheilen sie sich m 129,941.851 männliche und 123.949.. rr . '(i. r". c r: tr jiv weioiluzc lliiovyncl. -yict aio erscheint keineswegs der in europäischen Ländern so ungewöhnlich vorkommende, kleine Ueberschuß des weiblichen Elemen tes, sondern in sehr hohem Maße das Gegentheil.