Indiana Tribüne, Volume 6, Number 229, Indianapolis, Marion County, 7 May 1883 — Page 2
Zndimm Hriöi'me.
FSglilZe- und SonntagsausgaSk. ctfß: DelawareStr. JndmnapolZs, Ind., 7 Mai 1883. Sie Begräbnisstätte der Thavnee'S. Nicht die größte, wohl aber die mit würdigste Höhle auf dem ganzen Conti nente liegt sieben Meilen südöstlich von dem Städtchen Equality in Gallatin Co., Illinois. Die weite Umgebung besteht auZ wellensörmgen, fruchtbarem und ohlangebautem Prairielande, in welche zahlreiche kleine Waldbestände wohlthuende Abwechselung bringen. Au? demselben erhebt sich ein einzelner Hü gel 500 Fuß hoch über seine Umgebung, an dessen FuKe fünf Quellen stark schwe selhaltigen Wassers entspringen. Dort sind ein Kramladen, ein ländliches Gastyaus und ein Oekonomiegebaude errichtet, um welche sich im Sommer die zahlreichen Zelte solcher Gäste aus nah und fern gruppiren, die von dem inner lichen und äußerlichen Gebrauche des Schweselwassers Heilung von allerhand Leiden erwarten. Steigt man von die sem Bade" auf steilem und engem Pfade den Hügel hinan, so gelangt man ungesähr 250 Fuß unter dem Gipfel an den Eingang zur Höhle, der sich inmitten eines niedrigen CedernbestandeS be findet. 'Derselbe ist 3 ffuß hoch und b?? genug jik dtt .:kslm MaW. Neben demselben hat sich ein bejahrt Veteran eine Hütte errichtet, welcher den Besuchern als Führer dient. In dem Gange, den man zunächst betritt, herrscht Sommer und Winter eine eisigkalte Zuglust, während im Inneren der Höhle zu allen ' Jahreszeiten die Temperatur zwischen 50. und 60 Grad schwankt. Nachdem der Weg sich zur Rechten gewendet -umfängt lies: Finsterniß den Besucher. Der Schein der mitgebrach ten Kerzen spiegelt sich in den Tropf steinbildungen deö sich allmälig verbrei ternden Weges und bestrahlt nach ungefähr 40 Schritten eine niedrige Halle, von der aus eine große Anzahl Gänge weiter in das Innere der Erde führt. Alle diese Räume sind mit Stalactiten geschmückt, wie wir solche in den meisten Höhlen, vorsinden. Der Führer versichert, daß er in alle Gänge vorgedrungen sei, daß dieselben theils in große und hohe Räume führen, theils in enge Spalten verlaufen, und daß nur zwei durch Eigenthümlichkeiten ausgezeichnet sind, welche diese Höhle von allen übrigen bekannten unterscheid den. Eirer derselben bringt den Besu cher nach Durchwanderung einer Strecke von 500 Fuß an eine Grotte von 70 Fuß Höhe und Breite, in welcher er die fortschreitende Tropssteinbildung deutlich beobachten kann. Wie man von einem fruchtbaren Frühlingstage zu sagen pflegt, daß man das Gras wachsen sehe, so versichert der Führer, daß er seit Iah ren daS Dickerwerden der auf denBoden gelagerten Tropfsteinschicht beobachtet habe. In diese Grotte verlegt die Tra- , dition die BegräbnißstStte der Shaw neeö. Thatsache ist, daß diese Indianer die dortige. Gegend bewohnt haben und daß sich in derselben irgend welche Grab Hügel nicht vorsinden. Der Umstand, daß man bisher menschliche Gebeine in der Höhle nicht entdeckt hat, ist dadurch erklärlich, daß solche von einer Schicht Tropfstein überdeckt sein mögen. Nächst dieser Grotte ist da? Ende -eines zweiten .Ganges bemerkenswerth. Unterirdi scheö, beim Vorwärtsschreiten an Stärke zunehmendes Gebrüll und Getöse mahnt zur Vorsicht; nach einem Wege von ebenfalls ungefähr 100 Fuß wendet sich der Pfad steil abwärts; ein an einer langen Stange befestigtes Licht zeigt, daß der Gang nach ungefähr 30 Fuß an einem Abgrund endet. Läßt man einen Stein den abwärts führenden Pfad hin unter kollern, so vernimmt man daö hierdurch verursachte Geräusch, dann ist 30. Secunden lang alles still und dann dringt ein von hundertfältigem Echo viederholtes Getöse auS der Tiefe, wel . cheS ankündigt, daß d:r Stein nach lern gem Falle auf eine Wasserstäche ausge schlagen ist. Ein dritter Gang führt zu einem engen Strome, dessen Tiefe das Loth auf einige dreißig Fuß ermittelt hat. Gin satanisches Weiv. Die Stadt Boston befindet sich in Folge der Entdeckung einer ganzen Reihe von Verbrechen in sieierhaster Ausre &unn. Schon feit geraumer Zeit war den Lehrern und Lekerinnen der öffentlichen und sonstigen Schulen ein geheim nißvolles Treiben unter einem Theile der weiblichen Zöglinge ausgefallen. ' Man hatte Zettel und Briefe entdeckt, durch welche sich Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren nach dem Haufe einer gewissen Mary Walcott bestellten, die als spiritualistisches Medium und Hellseherin bekannt ist. Die Polizei wußte, daß in deren elegant eingerichtetemHause an der Pleasantstr. die gemeinsten Orgien gefeiert wurden, aber so oft auch daö Frauenzimmer verhaftet wurde, stellte es Bürgschaft in beliebiger Höhe und eS gelang nie, durch Zeugen das verdammungswürdige Treiben im Hause desselben zu enthüllen. Am vorigen Samstage war wiederum die genaue, aber geheime Ueberwachung des Hauses an Pleasantstraße angeordnet worden; dasselbe schien verlassen und.unbewohnt, und am Abend wurde ein 14jähriges Mädchen aufgegriffen, das an dem Haufe Einlaß begehrt, aber rncht gesunden hatte. Das Kind machte Mittheilung dahin, daß die gute Frau Walcott wahrscheinlich, wie sie schon früher davon gesprochen, nach ihrer neuen Wohnung in der Oxsordstraße umgezogen sei. Die seS HauS wurde umstellt und die Polizei fand, als sie in dasselbe eindrang, sechs Mädchen im Alter von U bis 16 Iah. ren vor. Dieselben waren die Kinder respectabler Familien ; sie wurden vor läufig vernommen und dann ihren El
tern durch Polizisten zugesuhrt und ge. gen daS Versprechen übergeben, daß diese sich mit ihren Kindern am Montag Vormittag 9 Uhr im Polizeigerichte ein finden würden. Zu dieser Verhandlung wurde noch eine lleitere Anzahl Mädchen desselben Alters bestellt, deren Namen die Behörde durch die sechs verhafteten Kinder ersahren hatte. Die Verhandlung am Montage enthüllte ein so entsetzlich schmaö- , -. , n. k. v ar - r - v .
volles preisen im yauje er jait, daß das im Gerichtssaale versammelte Publikum meinen Aufschrei empörter Wuth ausbrach.daß sich eine Volksmenge vor dem Hause der Canaille Walcott ansammelte und daß eine starke Polizei Mannschaft einschreiten mußte, dieses ge gen Brandlegung und Zerstörung zu schützen. Seit Monaten hat die Walcott Schülerinnen in ihr Haus zu locken verstanden und diese durch Geldgeschenke bewogen, daß sie neue Waare, ihnen be kannte und befreundete Mädchen, der entsetzlichen Lasterhöhle zuführten. Die Kinder fanden sich nach Beendigung des Nachmittagsunterrichts in dem Hause in. wurden dort von alten reichen Ver brechern im Dienste unsäglich gemeiner Wollust gemißbraucht und kehrten zwi schen 8 und 9 Uhr Abends in den Schoß ihrer Familien zurück, die Eltern durch vorgeschützte Besuche bei Freundinnen und ähnliche ihnen eingeprägte Ausre den täuschend, bei welchen letzteren na türlich der Besuch des Abend-GotteS diensteS eine wesentliche Rolle spielte. Die Behörden müssen natürlich dieWalcott, eine wohlhabende und fromme Dame, vor dem Zerrissenwerden schützen, das sie tausendfach verdient hat. Die Eltern der mißbrauchten Kinder haben DetectivS engagirt, um die Entdeckung der elenden Verbrecher, in deren Solde die Walcott stand, herbeizusühren. Tilgung naiisosler Schulden. Seit ihrer Gründung haben die Ver. Staaten stets die Politik verfolgt. Na tionalschulden als ein Uebel zu betrach ten und möglichst schnell abzutragen. Verschiedene europäische Mächte dagegen haben, besonders im lausenden JahrHunderte, ihre Schulden beständig vermehrt und schließlich Vertheidiger dieser Politik gefunden. Eine Nationalschuld wurde unter Umständen als Segen ge priesen, weil sie eine sichereCapitalanlage gewährt. Namentlich fand diese Theorie in England Anhänger, obwohl' freilich nur aus Zweckmühigkeitsgründen, und Frankreich übernahm sogar gewisser maßen formell die Verpflichtung, durch hohe StaatSzinsen für die Classe der Rentner zu sorgen. Seit einigen Jahren hat indessen auch Großbritannien, die financiell stärkste Macht Europa'S, das Beispiel der Ver. Staaten nachzuahmen begonnen. ES bildete einen TilgungSsond, der dem un sengen sehr ähnlich ist. und führte in denselben durchschnittlich $40,0()0,000 im Jahre ab. Da aber die Ver. Staa ten ihre Schuld wesentlich schneller ab zahlen, obwohl sie bedeutend geringer ist, als die englische, so erheben sich auch im Britenreiche gewichtige Stimmen für eine fchnellere Abzahlung. Die Sache ist von allgemeiner Wichtigkeit, und bei der Besprechung der Angelegenheit kom men Punkte zum Vorschein, die eine di rekte Beziehung auf unsere eigenen Ver hältniffe haben. Zunächst ist hervorzuheben, daß die Staatseinnahmen sich in gut verwalte ten und nicht vom Militarismus aufge riebenen Staaten schneller vermehren, als die Ausgaben. Niraends ist das in solchem Maße der Fall, wie in den Ver. Staaten, die jährlich steigende Ueber schösse aufmweisen haben, und aerade hier ist daher die Frage lebhast bespro jfl V . ?en woroen, cd man nicyl lieoer oic Steuern herabsetzen, als die Schulden zu schnell" abtraaen solle. Die Errun genschasten, hieß eS, für die wir uns die Schuld aufgebürdet haben, kommen un seren Nachkommen vielleicht noch mehr zu Gute, als uns. Und da das Land beständig an Einwohnerzahl zunimmt, so wird eS ihm in fünfzig oder hundert Jahren leichter fein, die Bonds einzulöfen. als iekt. Werden daber nur 3 Procent Zinsen aus die Staatöpapiere gezahlt, so t daS mit Rücksicht auf die Sicherheit, die sie für aewilie Anlaaen und besonders für unser Banknoten System bieten, leine empstnoUche Last. ES ist nicht so schwer, die Zinsen aus 100 Millionen zu zahlen, als jedeSJahr 100 Millionen abzustoßen. Daber' sollte die weitere Einlösung der Bonds unterbleiben. Demgegenüber macht nun der Londo ner Spectator- Gründe geltend, du wir, soweit sie sich auf unsere Verhält nisse beziehen, kur, erwähnen wollen. Die Herabsetzung der Steuern, sagt daö Blatt, begünstigt vorneymna) oie yan dettreibende Elaste, die Verminderung der Schuld aber das ganze Volk, denn dieses wird nicht allein auf Grund der Schuld besteuert, sondern ist auch für die Sicherheit derselben verantwortlich. Da nun letztere in Gold bestehen soll und auch die Zinsen in Gold gezahlt werden. welches immer seltener, d. h. theurer wird, so wird die Schuld ihrem inneren Werthe nach g r ö ß e r und die Zinsen last schwerer. Die allmälige Er schöpsung der Hilfsmittel an Land, Wal dern, Minen, Steinbrüchen us s. w. macht ferner die endliche Schuldentilgung schvieriger.und schließlich ist fürEngland die denkbare Verminderung der Volks zahl, für die Ver. Staaten aber dieVer mehrung deö Proletariats in Anschlag zu bringen. Je mehr die Classe der selbständig Erwerbenden abnimmt und die Elaste der Lohnarbeiter sich vermehrt, um so weniger Leistungsfähig" wird na türlich daö Land. Der Hauptgrund für rasche Schulden tilgung ist jedoch nach dem .Spectator" nicht wirthschastlicher, sondern politischer Natur. Wir wünschen den Credit des Staates zu stärken als beste aller Ver sicherungen. Dieser Credit ist thatsäch lich eine gigantische Macht, welche Eng land jetzt schon befäbigt, seine Stellung zu behaupten, ohneRekruten auözubeben, und welche es in Zukunft in den Stand setzen mag, große Pläne nur BesserunL
der inneren Lage auszuführen. Die! UmAi. , .t . t Fähigkeit, ungeheuere Summen schnell 1 gfmst" W bisher schon ihren gu en ) Y., h-i laut Angäbe' seiner Fra'udiese und billig auszutreiben, ist die Damps- p,tt?' die Drah lei ungen m einer für auf das Gemeinste gemißhandelt und mit kraft in unserer Maschine. Wohl lächelt den Verkehr möglichst wemg störenden dem Tode bedroht. Der tugendhafte das Continent über unsere Armee, aber f"f emzurlchten, dadurch bewiesen,, err seinerseits beschuldigt die Ehefrau 9 n Vi 1 A Trr V a it . & lun . i X. - . .
dennoch wagt es nicht, uns zu re zen, weil m "S0'"- "nes inoeriicyen uevenswandelZ. und hat esweiß, daß wir sie im Nothfalle ver- New York, Eleve den Productenhändler Higley in sünsfachen könnten, ohne daß der Scka". nb ""b mtm&tahtU- New York wegen Ehebruchs auf inth,n rrirh 5x,... n:n:.a wahrt hat, so schnell als moallch ein; die Summe !"N $100 000 n!
im! ivwihi vjuiiwvtt JL'tlUlVillU
Pfund Jahr würden uns eine M
das
illio n Mann verschaffen, und h lupioen könnten das säif a5re lan, "ae. Leitungen vermindern die Zahl derer?h forderlichen Drähte, verringern die In
wir den und äroie R.vubl fta ' feine R olle ünb t fl." Ä..1?.',11.' H ( y; cn.. 4 i ?.,k twiiuiv uu WU4 -yU UHW kaum bekämpfen. Aber sie hat ihre Schuld bis aus eine unbedeutende Summe abgezahlt, und Jedermann nmfc, da wenn sie eine Flotte wünschte, um Spa nien vom Meere zu , vülreiben, oder Frankreich oder uns die 5)errschaft über die Wogen streitig zu machen, sie in 12 Monaten eine bauen und kaufen könnte. Die Abzahlung ihrer Schulden ist eine Versicherung nicht nur gegen Nieder! gen. fondern sogar schon gegen An griffe. Dieser Hir.weis aus die Ver. Staaten ist schlagend in jeder Beziehung. Von 6 Procent Zinsen auf Bond, die unter Pari standen, sind wir aus dreiprocentige Bonds gekommen, die mit Prämie ver kaust werden. Und dieser Credit besähigt uns, ohne Heer und ohne Flotte in vollkommener Sicherheit zu leben. An dere Mächte machen die kostspieligsten Experimente, um im Nothsalle eine gute Flotte zu haben, während wir. das E? gebniß ihrer Versuche mit Ruhe abwarttn können. Unterirdische Drahtteilungen. Chicago's städtische Behörden hatten bekanntlich den. Telegraphen und Telephon.Gesellschasten der Stadt eröffnet, daß die Benutzung der bisherigenDrahtleitungen von und nach dem I.Mai dies. I. nicht mehr geduldet und falls sie bis dahin nicht von den Gesellschaften abze Krochen wären, durch von der Stadt an zustellende Arbeiter in Gemaßheit eines von dem Stadtrathe am 18. April 1831 gefaßten Beschlusses beseitigt werden würden. Die durch diese Versügung betroffenen Gesellschaften haben am 1. dies. Mon. bei Gericht um Erlatz von Verfügungen nachgesucht, durch welche der Stadt verboten wird, sich an den Drahtleitungen zu ' vergreifen. Die .Western Union Telegraph Co.- haih ren dessallsigen Antrag bei dem Ver. Staaten Kreisgerichte . Richter Drummond eingereicht. AuS der sehr um fangreichen Begründung heben wir sol gende Momente hervor: Seit dem Jahre 1852 leitet die Compagnie den telegraphischen Verkehr in Chicago, und alle die Leitungen, welche sie zu diesem Behufe in den Straßen und Gassen der Stadt errichtet hat, sind mit deren Er laubniß und aus Grund von dem Stadtrathe gefaßter Beschlüsse errichtet wor den. Derartige Beschlüsse sind auch zur Erleichterung des Geschäftsbetriebs anderer'Compagnieen gefaßt worden, welche in der Western Union Telegraph Co." aufgegangen sind. Die Erlaubnis zur Errichtuna und
einem Extra-Fourpence pro Pfund der Wl D Öian n oiernit .Frauen-Temperenzvereins für christliche Einkommensteuer und mit drei Pence pro Rtebngec W?jten . ?tuch jut ein.. Arbeit". Die .höheren GesellschastsNk.md an? dpni.ck-r..ll ... Ehrung untttlrdljcher Lettunacn ist die süicktlli" der KirSenstadt sind ob des
r. vvw nut mi f t v . ar . n l . . .
Mit jeder' Schuldentilgung wird das Aergernisses eines ihrer frömmsten Paare mehr zur Wahrheit; es ist die kräftigste t und durch die Praxis b?- außer sich, dem nicht eta Juzend und Anwendung des Versicherungsprincips, wahrt n , welches Nieren Bedurfnmen Leidenschaft entschuldigend zur Seite Wir brauchen Äs Geld nicht zu bezab- cn2p?L Abgesehen davon, da stehen, sondern das, seit 32 Jahren verlen, weil wir es zahlen könnten. Sollte dies zur ZeN nicht der Fall Ijt, wäre die heirathet, seine Gemeinheit unter der das irgend Jemand bezweiseln, so blicke 0mpsa9n nÄ??kMSn stu3 m Maske der elendesten 5)euchclei mit Ge- ... ..c s:. ' . ' i f:r. Grunde dsolut Nicht lN der Lage, unter sZk? nerbarakn s,at. Sa sind sie und
Benutzung der gegenwärtigen Telegra- 3M. Henry Morton, der Präsident des phenleitungen wurde der Compagnie Stevens' College in Hoboken, sür eine nicht ohne von diesen übernommene Ge- Unmöglichkeit, das elektrische Licht so zu genleistungen ertheilt ; dieselben bestehen theilen, daß eS zum Hausgebräuche mit in Verpflichtungen, welche die Compag- i mäßigen Kosten verwendbar wäre. Kürznie einerseits der Bundesregierung, an ' lich hat derselbe Herr Morton in einem dererseitS der Stadt Chicago gegenüber Vortrage öffentlich mitgetheilt, daß er
mit Rücksicht ausBenutzung ihrer Drähte, resp, lhrer Psosten für die Drähte des i Feueralarm'Systems übernommen hat. Außerdem befördert die Compagnie die Depeschen der Stadt und ihrer Organe um die Hülste des Normalpreises. i Die Stadt hat die Genehmigung zur Errichtung der gegenwärtigen Leitungen nicht etwa blos bis aus Widerrus ertheilt und die Compagnie hatte auf eine derartige Concession hin gar nicht wagen können, so bedeutende Summen in einem Geschäfte anzulegen, dessen Existenz von der Willkür der Behörden abhing.Ein ferneres Recht zur Benutzung der Lei tungen hat die Compagnie durch 'die am 24. Juli passirte Congreßacte erworben, welche der Bundesregierung die Be Nutzung der Leitungen sür postalische. militärische und sonstige Zwecke sichert und dagegen den Compagnien Schutz im Geschäftsbetriebe verspricht. Obgleich die West. Un. Tel. Co. so nach zum richterlichen Schutze ihres wohlerworbenen Rechts auf Venukung der gegenwärtigen Leitungen vollberech tigt fei, würde sie dennoch den Wünschen der städtischen Behörden gern entgegen kommen, wenn bereits ein System sür die unterirdische Legung der Telegra phendrähte bekannt und durch die Ersahrung bewährt wäre ; dies sei jedoch keineswegö der Fall. Das kürzlich Paten tirte Mackintosh'sche Versahren ist über daS Bersuchsstadium noch nicht hinaus. Die in Europa eingeführten Systeme sind sür unsere Verhältnisse nicht prak tisch, denn sie gestatten eine solche Geschwindigkeit der Besörderung nicht, wie wir sie gewöhnt sind und in Folge unse rer Raumverhältniffe nicht entbehren können. In England verhält sich die Geschwindigkeit der Depeschenbesörderung. mittels unterirdischer Drähte zu derjenigen mittels oberirdischer Leitun gen wie 1 zu 4, und die tüchtigsten Elek triker versichern, daß bei der denkbar vollkommensten Herstellung der unterirdischen Leitungen die Geschwindigkeit der oberirdischen Leitung doch immer i doppelt so, groß ist. Außerdem ist zu 'bedenken, daß in Europa der Betrieb der Telegraphen Sache des Staates ist, und' daß eS diesem bei Einführung der unterIrdischen Leitungen leicht war, Schwie rigkeiten zu überwinden, deren Beseitijgung den hiesigen ompagniecn oft - , r ff , ; außerordentlich schwer fallen wird. Die
führt : die nach diesem System fadrici?' ten, aus Kupser und Stahl bestehznden irdische Leiwngen anzuführen, eil die städtischen Behörde!, noch garnicht daran staatlichen Behörden noch gar nicht gedacht haben, eine Ordinapz darüber zu erlassen, daß 'die Compagnie zu sol cher Legung berechtigt sein soll und in welcher Weise dieselbe zu erfolgen habe. Die Entscheidung über den Antrag aus krlatz eines Befehl?, welcher städti schen Beamten und Angestellten verbie ! tet. sich an den ja der Stadt bestehenden ; Pfosten und Drähten zu vergreisen, .. wurde ausgeschoben. Einfaches Denkmal. In Monieren, hundert Meilen südlich von San Francisco, und zwzr am Fuße der Alvaradostr., wird in diesen Tagen ein hoher und massiver Mast errichtet werden, welcher die Flagge der Staaten zu tragen bestimmt ist. Ver. Die morschen Ueberreste einer Flaggenstange bezeichnen dort den Plah, an welchem Commodore Sloat am 7. Juli 1846 das Sternenbanner auspflanzte. Von dem Fort, das er errichte!?, steht noch das feste Blockhaus, neben dem eine verrostete Kanon: und eine halb im Sande b?grabene Kugel verkünden, daß die Besatzung ves Forts zur Vcrtyeidiguiiq des gelieb ten Banners bereit war. Tn der Näbe und zwar an der Stelle, auf welcher sich jetzt der Leuchtthurm vzn Point Pinos ' 7 erhebt, landete am 3. Juni 1770 der Padre Junipero Scrra mit seinen Gefährten, ein spanischer Missionar, dessen segensreiche Wirksamkeit unter den Indianern noch beute mit dankbarer Verehrung gepriesen wird. Monieren ist landschaftlich einer der schönsten Punkte auf der Erde. Von der Landspitze Labos aus unterscheidet das staunende Auge in dem krystaühllen Wasser eine Mannichsaltigkeit von 'seepflanzen, wie sie großartiger nirgends gefunden wird, auf den pittoresk ge formten Klippen gegenüber sannen sich Robben und Scelöwen, und die blaue Bai ist von den weißen Segeln zahlreicher Fischerboote belebt. Tausende von Schmetterlingen. Yi in den verschiedensten Formen, und Farben prangen, .erfüllen die Luft und die benachbarte Moos-Bai bietet dem Forscher eineAuSwähl von Kcyptogamcn, deren Moose, Schwämme und Pilze nur hier in solcher Mannichsaltigkeit, so, man könnte sagen complet, vorhanden sind. Der ganze Strand erglänzt in dem Farbcnspicie mannigfaltigster Muschelgehäuse und wl:ndc:biZr glatt und rund orsormter Kiesel. WomJnlanse. Vor 4 Iah ren erkl'ärte e S l"0!l U9 "ne eieltrtzcye ncyimaiazine theils angeschafft, theils so eingerichtet habe, daß sie in seinen Wohnräumen das wohlfeilste aller Lichter eben durch Theilung der Elektricität ihm verfchafft habe. Er thut da, indem er eine Faure'sche Batterie, 80 Pfund schwer, in eine unbenutzte Ecke stellt, von welcher aus mehrere Leitungsdrähte in seine Zimmer führen und einer zum Dynamo. Jedes der so erlangten Lichter sei 16 Kerzen stark,' könne, wenn die Batterie einmal geladen sei, drei Monote lang zehn Stunden taglich leuchten, und dann mit blos $ Cents Kosten wieder geladen werden. Die Kosten der Batterie und der zu ihrer Ladung erforderlichen Kraft Maschine seien so außerordentlich gering, daß die Batterie, wenn sie als bewegende Krast gebraucht werde, sast unendlich geringer als die Krast von Pserden zu stehen komme. Was ist heutzutage im Gtbiele der Erfindungen unmöglich ? Die K o h l ö l N a'f f i n e r i e e n bei Bayonne Point aus Staten Island leiten die Schwefelsäure enthaltenden Abfälle in die Bai ab. Die dortigen Fischer beabsichtigen, gerichtlich gegen dieses Verfahren einzuschreiten. Jene Abfälle treiben die Fische aus der Bai und schädigen die Netze in dem Grade, daß solche jetzt kaum sür eine Saison benutzt werden können, während sie frü her sür 4. bis 5 Jahre Dienste leisteten. Die Hamburger Jmpor teure amerikanischen Schweinefleisches wünschen von der New Yorker Handels kammer in ihrem Vestredcn unterstützt zu werden, daß die deutsche Reichsregierung das Verbot des Imports unserer Schweinproducte zurücknehmen möqe. Unser Government könne viel dazu beitragen, wenn es sur den Nachweis lorge, . m - .a..;jc;o ri v
daß unsere Schweine nicht trichinös sind, ordnete Polonyi gab gestern im Club Dermethodistische Bischof und heute im 5ause eineAufklärung da Lowman in Boston rühmt sich, daß er in hin, daß er an die Grazer Sparkasse eilebhastem spiritualistischem Verkehre mit -neu Brics geschrieben habe,' diese möge seiner verstorbenen Tochter stehe. ihm Daten senden, damit er alsAdvokat Zigeuner n,))ieinderUmge- gegen drei BudapesterPolizisten, die angend von Boston sich vagabnndirend gedlich zur Vertuschung deö DicbstahlS umhertreiden, wurde dieser Tage ein bestochen worden seien, austreten könne, zehnjähriger Knabe abg'enommen.den die j Polonyi schloß seine Erörterung mit den Bande vor ungefähr 14 Tagen gestohlen Worten : Ob eine internationale Diebs bat bande in Pest rxistire, wiffe er nicüt. aber y . . . . m 1 r--..r. ... '.mt.r. t..t
D e r i n d e n a ä t v a r n t rr Gesellschaftskreisen lebende, den Tempe renzschwindel mit wahrer Naserei ver ivin mwuiovi un vtyv i." " fechtende Eli Jobnson in Brooklyn. N.
f M m beinabe alle. Der canadische Zoll.Minister hat seine endgiltige Entscheidung dahin abgegeben, daß die Schriften Vollairc'j und Thomas Paine's als unsitt lich in der Dominion nicht eingeführt werden dursen. hri llnmniiksäre der Stadt Washington und des Districts von Columbia haben die städtische Gas ttomvaanie verklagt, dak sie ikren Ner. i 1 J f w traa nicht halte, Gaslicht von der Stärke von 16 Kerzen zu liesern. Viel leicht wird den Bundesbehörden nun mehr Licht ausgehen. Der kürzlich inProvidence, R. I., rstorbene Joseph W. Sweet pflegte sich darüber zu beklagen, daß er behufs der Besteuerung zu hoch abge äht sei. Die Abschätzung lautete auf $6UU0 unbewegliches und $30,000 be wegliches Vermögen. Wie Ermittlung seines Nachlaffes hat herausgestellt, daß der Verstorbene sicb im Besitze eines Vermögens von über $500,000 befand. In dem ersten Hotel einer Stadt in Iowa stieg kürzlich eine bildschöne Frau und mehrere Stunden später ein sideler Geschäftsreisender ab. Der Reisende als solcher stellte er sich wenigstens vor machte rasch die Be kanntschast mehrerer Gsste und das Ge sprach lenkte stch aus d:e schöne Dame, i. v ms . r r , v. -"- die ihr Abendessen imSpeisesaale desHo tel eingenommen hatte. DerNeisende war ganz entzückt und schwor, er müsse dieDame heiralhcn und zwar noch an demselben Abend. Die übrigen Gäste lachten, der Reisende blie6 bei seiner Behauptung und schloß Wetten von hohem Betrage auf die Ausführunz seines Vorhabens ab. Er schickte seine Karte nach dem Zimmer der Dame, wurde angenommen und überraschte kurz darauf seine neuen Bekannten durch die Einladung, seiner Trauung beizuwobnen, die von einem herbeigeholten Geistlichen vollzogen wurde. Die Trauzeugen erlegten den Betrag ihrer Wetten und haben erst später erfahren, daß das Paar längst schon verhcirathet ist und den erzählten Kniff schon wiederholt mit'Erfolg durchgesührt hat. Mexico ist ein viel besserer Kunde amerikanischer Waaren als Brasilien, welches ebensoviel Einwohner zählt. Jenes lauste un5 im letztvergan genen Jahre $15,482,582 Waaren ab gegen $5,553,589 im Jahre 1872, während wir aus Mexico sür $8.461.899 Waaren bezogen gegen $4,002,920 im Jahre 1872. Brasilien aber kaufte von uns 1882 für $9.152,528 Waaren gegen $5.913,783 im Jahre 1872, und verkaufte uns für $18,801,878 Waaren ge gen $30,122.381 im Jahre 1872. Im Monat Mörz d. I. paf sirten 37 Dampfer. 15 Dreimaster, 39 Barken und 50 Schooner Eape Flattery im Territorium Washington. In einer einzigen Woche des vorigen Monats kamen, wie die Lond. Truth" berichtet, sieben Dampfer au den Ver. Staaten in Live:pool an, welche 9.016 frische Ninder Viertel und 1,608 in Amerika geschlachtete Schase an Bord hatten. In derselben Woche brachten sieben weitere Dampser 2.655 lebende Ninder und 2.315 lebend: Schafe nach England. England hangt in Betreff seiner Fleischnahrung jetzt ebenso sehr von Amerika ab, als in Ansehung seines Bedarfs an Baumwolle. Tewfik Pascha, der neue türkische Gesandte, hat seine Ausbildung auf der Militärschule St. Cy? in Ver sailles erhalten und bekleidet in der türtischen Armee den Rang eines Ge neralmajors. In den Jahren 1872 bis 187!) war er Chef der Commission, welche mir der Anschaffung amerikani scher Waffen sür die Türkei beauftragt war; er wohnte damals in Providence, R. I. Im Jahre 1880 war Tewsik Vascha für wenige Monate Jinanzmini stcr. Der Cesandte spricht ein auSgezeichn'c? Englisch. Vor LlttSlandc. München zählt jetzt ein weitere Rarität : einen weidlichen Pro feffor. Die gefeierte Sängerin Frau Johanna Jachmann-Wagner ist vom Ellltusmi7.istcr aus speciellen Wunsch des Königs zum königlProseffor an der Musikschule München" ernannt worden. Frau Jachmann-Wagner ist der erste weibliche Profeffor in Deutschland. Inder Sitzung des. un garischen Abgeordnetenhauses fand am 16. April ein großer Scandal statt. Der Abg. Füzeffery sagte in einer Jnter pellation, es sei in einem Grazer Diebs bandeN-Prozzsse in den Akten eine Liste, in welche? der Name eines ungarischen Abgeordneten vorkomme. Der Abge . ira yauic erure eine ruajioie ugrao schneiderbande. So lange Füzeers seme Insinuation nicht erweise, oder i I 7 ' 1 nachweise, wodurch er veranlaßt worden
eines znaners an Die seiner isgre geschlagenen Wunden verklagt. Die ehrenwerthe Frau Eli Johnson ist seit Jahren die hochgeachtete Präsidentin des
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sei,' diese Verleumdung auszuspre cben, erkläre . er ihn sür einen ehrlosen, niederträchtigen Verleumder. Der Scandal erregt überall Sensation. Der Abgeordnete Polonyi nannte sich in einer Sitzung des Clubs der äußersten Linken als denjenigen, welchen der Abgeordnete Füzeffe.ry in seiner Interpellation meinte. Polonyi sagte, seine Feinde hätten ein niedriges Attentat aus seine Ehre ausgeführt. In Groz wur den vor Monaten aus der Sparkasse 14.000 Gulden gestohlen. Die Grazer Polizei recherchirte ?.uch in Pest und erhielt die Information, die Diebe ge hörten einer in Pest besindlichen internationalen Bande an, aber die Pester Polizei schreite nicht gegen dieselbe ein, weil die meisten Polizeibeamten von der Bande bestochen seien. Polonyi, welcher ein vielbeschäftigter Advokat ist, sollte gegen die bestochenen Beamten klagbar auftreten, verlangte aber erst Beweise. Daraus schloffen Volonv'r'S
Gegner, er selbst gehöre derDiebeSbande an. Am 18. sand nach der NeichStagssitzung eine geheime Sitzung deö Parlam.'.ntes ' statt, welche entscheiden sollte, ob der Abgeordnete Polonzi ein Mitglied der Pester Rauberbande, oder ob der Abgeordnete Füzeffery ein medriger Verleumder sei. Beide Abgeordnete gehören der äußersten Linken an, u. eine s;anze Reihe von Skandalen und Duel len" wird erwartet. I n B e r l i n i st B o c c a ccio's .Decamerone' confiscirt worden. Anläßlich dieses Vorkommnisses rief der Abg. Bamderger den ruqchrlttnch gesinnten Reichstagsmitgliedern folgendes zu : Wir leben im Jahre 1L53, meine , Herren ! Ja, wir leben im Jahre 1883, j und die Polizei sorgt dasür, daß wir uns dieser Thatsache erinnern. DaS Mei sterwerk des florentinischen Novellendichters Boccaccio, das von Soliau übersetzte und von der Verlagshandlung A. Hosmann & Co. seit 30 Jahren in ihrer Bibliothek der Klassiker- vertriebene Decamerone" ist polizeilich mit Beschlag belegt worden. Die vorhandenen Exemplare wurden der Verlagshandlung abgenommen. Von der untergegangen nen Eimbria" ist bei Hissen in Norwe gen ein großer, in der See schwimmender Sack gefunden worden. Derselbe ent hielt mehrere Betten, ein Damenkleid, 2 Stücke neues schwarzes Seidenzeug in der Länge von etwa 31 Ellen, 2 Da mentücher, 4 Dutzend Kämme, 2 silberne Vorlegelöffel, der eine gezeichnet E.; Bremer", ö silberne Eßlöffel, wovon drek gezeichnet mit W. Otto", .Marie" und Luise", 17 silberne Theelöffel mit ge wundenen Stielen, mehrere deutsche und t hebräische Bücher und eine Pappschachtel sin Form eines großen Buches, auf dessen Rucken Meyers Conversatlonslexicon" gedruckt steht und in welcher sich vorsanden : 10 goldene Herren, 13 goldene Damen- und 7 silberne Herrenuhren. Auf dem Sacke steht mit schwarzenBuch staben geschrieben der Name .Simon-. Alle diejenigen, welche Cigenthumsrechte geltend machen wollen, haben sich an Söndre Bergenhus Amt- in Norwegen zu wenden. Die Eisenbahn. Attentäte in Frankteich mehren sich in Schrekken erregender Welse. Eben wird wieder von einem mörderischen Ueberfall gemeldet, welcher in der Nähe von Chinon gegen einen jungen Mann, der in Tours seinen einjährigen FreiwilligenDienst absolvirte, von zwei Räudern verübt worden ist. Die Bösewichter hat ten gesehen, wie der junge Mann an dem Billetschalter ein Bankbillet wechselte. Als nun der Zug einen Tunnel passirte, warfen sie sich auf ihn, bearbeiteten ihn mit Faust-schlägen und entrisien ihm Uhr und Portemonnaie. Der Ueberfallene setzte sich energisch zur Wehr, aber einer der Mörder öffnete die Thür und stürzte den Unglücklichen auf den Eisenbahn dämm hinaus, wo er mit zerschmettertem Schädel nachher aufgefunden wurde. Die Mörder verliken in Tours den Eisenbahnzug und sind seitdem spurlos verschwunden. Wie es he ißt, macht die legitimistische Partei in Frankreich wiederum Anstalten, ihce Cudres zu fam meln und zu einem Feldzuge gegen die Republik zu rüsten. Ein Pariser Blatt meldet, daß kürzlich in Belgien eine Be rathung der Chesv der legitimistische ' Partei stattgefunden habe, wobei ein of sizieller Vertreter deS Grasen Chambord zugegen czewesen sei. Man sei dahin übereingekommen, daß die industrielle Krisis und das Treiben der Anarchisten baldigst einen Zustand schassen werden, welcher der legitimistischen Partei gestatte, in die Periode d Aktion einzu treten. Man habe sodann die Eventu alität der nvclutionüren Bewegung & Betracht gczooen nnd den Plan ein:: royalistisäen Organisation im ganze Lande vorbereitet. Ueber die Vorbereitungen zur Czarenkrönung verlauten aus Moskau neuerdings folgende Eirzelhei ten: Die Arbeiten zr Illumination der Kreml - Mauer und Thürme und des Glockenthurms von Iwan Weliki wäh ' rend der KrönungSseierlichkeiten schreiten rüstig vorwärts. Die Mauer und Thür me des Kreml werden mit Lampchen und bunten Laternen, die Glockenthürme von Iwan Weliki von dn Uspenski-Kathe-drale und d Kirche Filarets dagegen ausschließlich mit Edison'S. elektrischen Glühlämpchm illuminirt werden. Dieser elektrischen Lämpchen werden im Ganzen 3500 Stück erforderlich sein, davon 500 Stück von sechzehn Kerzen und der Rest von acht Kerzen Lichtstärke. Die Lämpchen, deren Brennzeit 800 Stunden bcZ.rägt, werden in Gestalt von Gewinder und Festons angebracht; außerdem werden aus ihnen zwei große Reichswappen und Lorbeerkcanze mit den Jahreszahlen 1883 gebildet. Acht elektrische Sannen mit zel)'., bis vierzig Tausend Kerzen Lichtstärke werden von den vier Kren.lthürmen erstrahlen. Zu dieser elektrischen Beleuchtung werdet erforderlich feim 170.000 Pud Leitung?, draht, 23 Lokomobilen von 2L0 Kräft, und P elektrijchetzMaschinen.
