Indiana Tribüne, Volume 6, Number 221, Indianapolis, Marion County, 29 April 1883 — Page 7
Aie Kultur der Flröewoyner Amerika's. i ii-tk!senerÄukstz ton irtfl4 Qt&tt.
II. Begleiten Sie mich nun aus dem &Jange durch die Hauptstadt des Äeichcs. Vergterasse um BergterraZse haben wir uun erstiegen auS der Gluth und üppigen Vegetation der Tropen sind wir 6000 Fuß über dem Meere in der gemäßigten Zone ange langt. Bon dem letzten HSHenkranz schauen wir hinab aus die wellige Hoch ebene, umgeben von Bergriesen. Schnee Häuptern und Vulkanen. Von dem waldigen Hintergründe und dem frischen Drün heben sich der glatte Spiegel des Sees und die Stadt mit ihren 60.000 Häusern und 300.000 E. prachtvoll ab. Meilensteine zeigen uns und den Läufern in ihrer besonderen Tracht (welche einen geregelten Postverkehr vermitteln) die Entfernungen an. , Wie Silber glänzen die weißge tünchten und mit prächtigem Stucco be kleideten Häuser, Paläste und hohen Tempelpuramiden im hellen Sonnen schein, die aus Holz. Schils mit in der Sonne getrockneten Backsteinen gefertig ten, mit Palm- und AloeBlättern oder Schilfrohr gedeckten Wohnungen deö ärmeren Volke, die von der Höhe gesehen, sich wie Schwalbennester auSneh men. Zahlreiche PlrcqueS durcheilen den See, an den ChinampaS, den 2sS Ä schwimmenden Galten vorüber, welche Zh rftfiii mit V,m eXttpnii; Hu"e m t dem Schattenbaum . u r:" .Vu-a",'wlBlBlin" ?.""Ubc der prächtigsten Blumen. Breite ge '."f .n-i. ?i.r . I rfr... ,V.- t.T.i - r i Aä S I lT en, weiqe regelmäßig gerernlat, gekehrt X V. r--.Z. Z-a . . I UNO wle heule btt uns des Sommers dt' sprengt werden, und Dämme, deren j-v,, ,,-K CXmUm M: C:-:..;.. ttS ?. "M"? Ä 5 'md' b .bi n dem s'T,b MrfM&r .mSiiZhfüM ,, . v . . . ... . t . 7 e 1 yvM.vu.a.v.. oni i ii ii 1 1 p ii j ii 'in ii i i i w in rr v n n i. vr tti : c... : cvv:, irr : . Vlr rlT " 2"2 ?- icuiiui ocuci P rrv, nvll) ller, nvll) s.s ,. k?.tt..s,:.. t M Vlk IlUUlVbljtVyk tUAiU liaui5muuiu( uui-iucii liuv C immif PaaaihSih ( JimaiVih H c: tt -2 cn- . j Steinen in M CkMkk ,n, oder i..r and.r.n Art Aspbal, SÄÄS flach'" ?f welchen di. bunt.n Hoch über alle Gebäude ragen aber dle gewaltigen Teiz-pelpyramioen, die Tecolis. ost bis ,u 180 Xuk emvor. aus tntltn die mibrhaififlen r?tmtAnthXn ?elqen oe meyrnoalgenempelgevauoe
.( V.v. , 01) .It. rr c- -w...Mv owwilfclvyv ibh' vuj v., ,,, V ,, r - -1 -vi - - r I " k! s?..-. t:! ? Wild. Ein sehr beliebtes Opfer für die Richter nach diesen Urkunden. Die Mitte gewölbt, eine Rinne zur Aussas. !? Götter sind die Quails. Die Priester Verhandlungen schrieb ein Gerichts- sung deS BluteS ist eingehauen. Aus !!??J? 5 wissen, was gut ist. 5ier hängin sein schreib in Malschrist nieder und die der erhöhten Rundung deS Opfersteines
7:r : : gegerbte Lederwaaren nebst Thiersellen Urtheile
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Rlumen und nunderlin M,w,s niZt " . " b11 wup, vu en.lvpue von ujuoccn, dienen, . . i . ' . . r ' ' ' lowfatt S Hieb und Stich des Bogens, der Lanze, Bogen und Schwertern steht ein Todten legt die eme Hand us die gespannte Äffi gegen die Pfeile mit Spitzen aus Kupf-r. schädel. Diesir ist bedeckt mit einem emporragende Brust des Od ers. Mit und JVtv m Xn ieVbS Flmt. Obsidian oder Knochen und gegen Hauptschmuck!. Ein großer Smaragd, dem scharfen, schwarzen, zweischneidigen Take, b das krumme Schwert aus Holz mit der gefaßt in einen Golwif. von dem ein Opsermesser aus Obsid.an trennt er Mit e Muse" sie eingelegten Schneide aus Stein. Obsi. Federschmuck herniederwallt -ein Sym- L. Schnitte die Bänder der d.e yauser, xt gleichen ven zujuliS der dian oder Metall schützen soll. ' Da lieat dk keine Mackt und Nrat sik? Brust, äbrt mit der Hand in die wcit-
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knnt meist ciirlflrolh nnnefir rfin in -iir- " -ww. ui.v tgciiii et uua iiuuui üciiunüci, icgi it-mt J T . j -o;d-- vS S S i Schlinge angebracht ist, um ihn wieder er die Hand aus den Todtenschädel. Das der rechten Hand ägt dieser den Bo. .n an sich zu reißen, wenn er geworfen wor. auSaesertiate TodeSurtbiil ttiat ein ge'.mder linken den goldenen Psell.
: . " a1"Von dort herab werden die Stunden. lesonders der Rächt verkündet. Dort wird auch die mächtige Sturmtrommel, aus Schlangenhaut, bewahrt, deren rol lender dumpfer Ton, meilenweit hörbar, da Volk sammelt auf deS Kaisers Befehl, oder der Priester Ruf in Zeiten der Gefahr, der Sorge, oder zu hoher Fr.er. liiuuuw v.i uvtu;. vuii iu uuuii 1TI.1. I Die Stadt ist'in Quak.iere' gtth.ilt. f..,. : ?,... V1!"" III- "l" oupttheilk. das Volk nach Stämmen zusammen wohnend. Wie bei den Anzur ryanunz oer zrsnuna uno oes Ötieber.3 ei BitantDotlliajt sSoigiftk. . v.. ..nt. L...j'v1(1 UUl, UCtlUll lUUiUC. ÜJCIIII 1CI ren emrer nur zeyn iialleoern der . r rtnr . Herrscherfamilie anvkrtraut wurden Ueber jede der vier Provinzen war ein Vice Köiiig gesetzt. Anf unserem Gange durch die Stadt pasflrten wir Häukchen, in welchen die Beamten den Zoll oder die Abgaben von den Händlern, Kauf und Marktleuten erheben, und vor uns liegt ein großer, viereckiger Platz. Es ist heute der sünste. der letzte Tag der Woche, der Msrktag. u de Plaz ,i.hm sich SSukngäng.. tieu -.h wi -wwua, muiuu. i 0,1 hIn, i.dezn.b.st,mm,kn Platze. die verschiedenen Gewerbe feil, nur für Bauho'z. Steine. Kalk. Cement sind ' ' ' . ' seitwärts gelegene Platze oder Höfe bestimmt. Es lecken unS die glitzernden Juwe licrläden an. mit ihrem Gold-, Juwe len und Perlenschmucke, Armbandern, Spangen, Fingerringen, Ohrringen und den schweren goldenen und silbernen Halsketten. Wie eigenthümlich sieht die Kette mithren in Gold gesaßten Schaa len und ischeeren von iseelreb en aus. Da find auch die goldenen Scheiben mit dem astronomischen Kalender, er weist c:ni,ls-n- cva,,, hn .k, A,..A..ZAAAA..A,K.., jHtynsjmni, vvi 2-f.;rfr;S lin M. st.. ttA in mmr U I M0V kunstvoller Arbeit. Da sind die Brust. platten Monde Ta J's,i,?stiltn. Nliini? Tih nfsni US Gold und Silber. Links von kier nd die vielalstaltiaen Tövkerwaaren vonEbolula. schwär, und roth mit Aeick. den deS ttleiderbandlerS. Welche . . - " A ttarbenvrackt der Baumwoll- und Wol erstoNe, oer eppicye uno canen. . . v oi ii c v:. O!.t. . , A, nm . . rr versteyl Q 0lCt5 5011 aus oic moc Tunfl gründlich. Mit der Pu-vurfarbe U . .. ' . . . ' der Cochenille wetteisern die Pflanzen karben aller Schattirunqen. Reiche Gürtel und Mantel mit Federpickerei blenden das Auge. Hier wird
MisselbSter nicht erreicht werden konnte.
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mit Bildern der Sonne, des YlerarA, Ulv.vtt, vori,ler rlkgsyerr Anayuac vlS Peru vernicylet weroen. h" "" 1...., . I fc. . ! r - Cd . V. A . I , mm m . . . .- . . I , . Z .mm mmm m f ?.44 V IJfMA AmVltAMA
und der Gestirne : Pokale oer a.irr. war oamalö wie ,n UN- Statt uns ,n die oft dunkle Mythologie -" iuucc . ". '
selgerathe und Nippsachen. VSael und leren agen, man verlegte die Truppen oder Götterlehre dieser Völker zu ver- v' '
nunaen, gleich den etruri ch:n Ge äßen, uano ooeuun 11 uiiyc ic ooeisien ,n Klduacoyuall vle uvele, ln enlcoll ..n ... .... ost von wunderlichster, roteZkester Besehlshaber waren aus der Familie die Ceres, in Toratricli und Metzle Master besprengt und .schloß du Ce. vbantastischer Form. Tiger, Vögel. Acw deö Herrschers, die Offiziere dem Adel Apollo und Diana, in Xcuteuclli den "0n" w'! folgendem Gebet : .Run vhibien. Assei?. Insekten darstellend, des Landes entnommen. Alles schon Vulkan, in Mictlen den Pluto, in u "nb jl ttiebcrßiboren, nun ist c Und rechts neben dlm Händler mit roher dagewesen ! huitzopochtli den MarS u. s. w., nach Aubett und . nun wng es J-fT . ..A.5 WiiStjlAntinft'n nnm 9srf nrr Or,h,a1,rt nnltft. tfl (derfinben. N. nje Mutlff, Ösls ld50er, V0N IttUkM
HauSaerSthe feilaedalten. dort dreist der
tzstuhlmacher sein reiches Schnikwerk an. V er., je. v - r rn - I oct vuo)' uno ipapicrganoier leine lau i er und Schreibmaterialien. Pavier aus Aloeblättern und anderen Pflanzen gem ... . . 1 . - . I fertigt, lerne Pergamente und seine Schiefertafeln. Und der Schreiber und Maler, Bildhauer und Steinmetz bleiben nicht zurück. Wie glänzen die Kupfer geräthe und Waaren des MetallwaarenHändlers gleich rothem Golde! Eine merkwürdige Thatsache ist die, daß sie . r i v n. . . . oem upser ourcy eine JUlyal von jcie seistaub die Härte des Stahls verleihen, tr"t . .. v , r Eisen oagezen oearoeiien t Nlcyr. In den au? dem schwarzen Vulkan glase, dem Obüdian. gefertigten und den polirten Metallspiegeln betrachtet sich verstohlen die Schöne mit den dunkeln. schmachtenden Augen ihres Volkes. Ihre rabenschwarzen, glänzenden, langen Flechten sind außer dem Netze mit Blunun. bunten Bändern. Metallaalben und anderem Schmuck verziert, und selbstgefällig schaut sie aus das kurze buntgestickte Röckchen und die zierlichen Sandalen, oder brinat das weite, faltiae. bis ZU den Füßen reichende Obergewand in reizende Ordnuna. Sie sind lckön. diese indianischen Mädchen mit den kleinen, zierlichen Handchen und Füßchen, dem Erbtheil ihres Volkes. D'rum rollt auch heute noch ihr Blut in den Adern der edelsten Geschlechter des schö nen Spanien. Der Arzenei- und Kkäulerhändler dietet uns umsonst seine heilkräftigen Heil Mittel an. Wir treten in die Barbierstllbe. Mit schärferen Messern au? Obsldian bedient uns der Barbier. Wohl, st c ,ur Verkuauna und neuaieria schauen wir wäbrend der Qve. " .: lUllüII unv Vl"uu VU9 UUUIC -ilClUUl. Da werden wildes und zahmes Geflügel, an;,,.,., c: xf.x. l Vl C. :(... I U'l"!' 'ötSiWIt, WUJUUUV ss. cz...-..i. i... z ' x:. m. rn9 (t)n A.n ). I m X ! m : f . Ol C C . I Ttl, UUl UlUUyiC Ull ÜIC UHU' I m en - r nipp? . I -"'i""" ul itiuiuill ujc t lt., Cacao, Vanille, Mais, Bsbn.n. Palmwn. Bumk.üch.e. Nsi. Obst all.r f ;"rn6 ,.8jI" t?ticn' at fen und dergleichen feilgehalten. kctr,. r.,.k. w. OUMvuviviv luiunvii vu ... . . Papageien. Sie und hundert andere rni.j s..s, ji o-tx ,.x Q.:,... .og liefern, mit Gold, und Silber sc;n e-9., srJ. v.. a..:r.- v.- , L A '! iuiwuitii un. vyuuii uu, ucc ? ''' L'?i?'i C? . " sen, die Helme, grauliche Thier und Un . r ' . . r r A. rr I S gÄg Äj?!?. le auch der wuchtige Streitkolben und die furchtbare Maq'lahitl, die Streitaxt mit AIh!ii - ß(iu.H V I . TT,11 "llü V1' 0lC urcyilnge uno oer m,,.,,. mt mjhfrfinf n den. Die Panzer der Großen sind mit Schuppen und Platten aus Gold und Silber prächtig verziert. Da brodelts und dampsts und backtS. es v or im . I eine vunne ouen aus 'calsmeyi. gebackene Bananen, Fleischfpelfen und Tt i. . t . . m. Pt . . A. I neoamp .es. Baciwerl uno suklaieilen, und vor Ällem lyocvlaoe mit vanille - . v . nm . n m. ,rx. ' .xenge n gewonnen, reizend verlockend, ferner U, - ,;. nSfcr.nV. MX .t..'?,. 'Va . M "'7. . V ir t n o r " V.. ttf""1 bWB 8aW!' Ettenac Otbnunn bandb Strenge Ordnung handhabt die nvi ... , . . . . . w ... A" V." ro!Ä.5! Tribunalen von 12 Marktr.chtern lle Streitigkeiten ge. Serkehr war zunächst . .c,...- v...i schnell schlichtet. Der Verkeh ein sehr lebhafter Tauschverkebr durcb . . - . eine Münze in dieser Form T und be saßen merkwürdigerweise nur Maß, aber kein Gewicht, wahrend die Peruaner sol cheö, abcr keinerlei Metallmünze be saen. cnri cm.-.-., :n : " U"'"" K.7 " "l?'. A"! mnn VI iifiimi n rtfi 'I1itruhrrf.r ..-V X.-. h..tfx...XV.X.. 7- " V." - x v- T;.. ? ; ' ten. obwohl ber Stille Ocean b.e Kaste
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im iuk iivvul' uu ujuiiu ÜUICU ,m Q-.f,is,mmiMfrti sCs,-;rsa
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1 43UUUJCH, iuc uc uiuimic anjagi acao l ,:.. ,,. c.-.x. ..s ÄlÄ. )i u.u utunn u- ivmZ .n,f.s,.d .fr T.nz. Nilch hier zu weit fuhren und eme lange Vlfhfm N,., n,r llntrriAt 1 in
:r.;:;r:: zr::. "rrr.: Abhandlung erfordern, die Gründe der ct;.c,m &z z ; ri
SlEliÄ auch artizkeit religiö. "Schrift und Wü. öi.
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des Reichs bespülte, und die beute noch Art Abendmahl mit blutbesorenatem senden, der Ohrenbeichte und Absoluin Gebrauch befindlichen Balsa's. Flöße n.. wf,rn,fiJ;,a cvf. tion vermehrten sie ihre Macht über daS
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die Gesahr und Wagniß seemännischen BerusS wecken und stärken Freiheit und UnabhängigkelSgefühl, daS Alles uü".m uu' v"z"" iv.., ZI A O Kl QC VINIIhtAM V A r Vk A I 1 M mm i ICfllKUIiB. I , C C" V. f , . y!" 'ö "1 wcicgr roar welchen fie ausgelzoven worden. Das war besonders mtt solchen aus neu eroberten Provinzen der Fall 'DaS Heer I . . A, . SA denSdekoraNonen velodnlen die ikrieger. Die Tracht, besonders der Führer, war I , r r V w-Xi!- T : . O . . malerizcu unv rulAg. puppen I i sr..A.A I cq .i'.fl.. a- o rrv 1 aren in V'S, in -oammum vvn ow und kleine Abtheilungen von 3400 I , , m t . rrrk r-. .. 5 iicann emgeiyeill. zizre qtjcn yaeen wir oben beschrieben. Mit furchtbar gellendem Geschrei und markdurchdrin aendem Pseisen und dem wildenLärm der
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Kesseltrommeln. Tromveten und Mu
schelhörnern stürzten sie m den ttamps. auic im jcricgc vpciaucntn gingen cm in , t n, sti r rt ? i I bre Wohnung der Sonnengotthtlt. Brandpfeile und rothglühende Steine. ' . . . . w. I gewickelt in mit Erdöl gelranlle icaum wolle, setzten die Gebäude der feindlichen Stadt in Brand. Die gewirkte und gestickte NcichZfahne, mit dem Adler in Anahuac, mit dem Regenbogen in Peru, überragte und übertraf die Pracht der Standarten der Lehenssürflen und der . . ?s..ii einzelnen yeereslykiie. saonenstllcyl und Ungehorsam wurden mit dem Tode lL.nei . r .... . - rnrf... I oenrasl. Voipilaier ran arziilcuer viugc sorgten sür die Verwundeten, und sür die Krüppel Jnvalidenhäuser. Waffen' Übungen fanden in FriedenSzelten 23 Mal lm Monat statt. Weniger grausam und blutdürstig als die Azteken, schonten die Peruaner möglichst das Leben der Besiegten : .Wir muffen sie schonen lautete die StaatSmarime der JncaS, .denn sie und dsS ihrige gehöre zu unS". Darum lieg man auch den er oberten Ländern möglichst ihre Sitten und Einrichtungen, allein nur wer der Sprache des herrschenden Volkes machtia wurde, konnte ein Amt erlangen. Garnisonen aus den alten Neichslanden und Militärkolonien assimilirten Be sigte und Sieger, und die Bekehrung zur Landesreligion, dem Sonnendienste in Peru, wurde ohne Dragonaden all mäliq bewerkstelligt. Die Gesetze waren einfach und streng Gewohnheitssäufer wurden bestraft, allein Temverenzgefeke aav eS nicht, Streitigkeiten mußten in ö Tagen erledigt werden. Von Advokaten spricht uns keineUeberlieferuna. Zur Förderung. der Justi,. und um sie verderblichen Einrsnilj tniniM ,,,,k4. mitftf.n tl I u ui wuiuu uitvjmnui, mupilll Vfcl den Azteken die Richter ihre Mahlzeiten r i. m.:,..?. Itt inilaHv vniiiiwmi. vifc- I s.ttt. m.st... ...x. tyVllUUIIU UVV UHU J(t(UUIIlf lUUiUt.ll I o- v . c.n r. r v n i I lyit vtrn y lu " v ü' len mmden auf Grund der Landes. m.ssungsu.kund.n, u, w.lch.n die L!n. m i f .n 9"aX tflvn(( Otnri!t!nfi. dereien genau gezeichnet und gemalt wa ren, leicht entschieden, und lang' nach der wurden ausbewahrt. m kaiserlichen Palaste zu Tez befanden sich zwei Gerichtshallen. In der Halle für Entscheidung der wich' tigsten Falle, rnöbesondere der todes oanaen. In ker,ich.m Zuge.,, begibt sich der iUderr.ch.er) m, 12 Richtern. Großen deS Reichs, in vollem Ornate '. . nmH, Äni! hungSsaale und läßt sich aus dem nieder. Bor ibm auf einer ntam die Agmackt de tttuhtx der linken Hand hält der kaiserliche Rich. ! . i. mr i ... n. r I r einen goloenen Pseli, aiö Äe.cyen, daß ger ch et werde über Leben und Tod, ..-v ' . ....-. Narträt des SZeruribeilten. .lck ein Strich mit einem Pfeile auerüber gezogen ist. Ein anderer Saal des Valasses ist für . . . . ' " die Sitzungen einer Akademie der Wis senschaflen bestimmt, in welchem Ge ' ' .' f. ' lebrte und Dickter ibre Werke vortru en und VreiSricbter über deren Wertb ' - und ie!ch-m theatrn,.. scke Vorilillunaen aeaeben wurden, abn .V .... . . . . .' V .christlichen Mönche, welche die iitiS CTit ftitfi trnn9rip ft vnnrtn tnit ,.,, r.;t fc5 mt;t. uu .iiuiuiih iviwi ivaaiu. ca muni.u St. Thomas und Bc,r.hlmSuz g.mesl s .üd das Q j"n U6 bet iffi n Z'i. Sp el.virhöhnte und verzerrte daSWkrk fer Myly üiiiicuuu, luuuituy iviu AM t ßfs V A A ! IIMlf Am4Taw4am Völkern zu erörtern. ES genügt, hier . ' vorzufinden, Noah mit seinem Weibe Xch'qu,ha. dieArch.. M 7 Familien V)'11'" wv.. -vvv., Ovnu bringt, und der 40tägigen Fluth ; den Vyramidenbau von Cholula. der zum 7 . . . T . . 0 vlmmel reichen ollte, von den erzürn en Gottern zerstört wurde, uns oem die Sprachverwirrung folgte; eine Kindtu rihrpnf.Atiiii?MAT,.r.it ' v ' Qaekal n,k,nr,n,n ttrSt ftm o.fir. ... rorr. X.. F. mHUH mhw wiius, u HU" Vollendung seiner Mission zurückkehrte nnifi hfrn sflinen lslttslflnn nhr s seinem Reicke. von wannen er oekom.' men. und der erst wiederkehren werde m SüsituiAM hrt ben diesen christlichen Anklängen die g.nze römische und griechische Mytholo -gie von Tlaloc. dem Jupiter Pluviu, I - , , . ? , mm . aebens ucvle ccuco-s ausgellarler 'yl losoph und Kaiser, vergebens der Jnca 1 ?- . . I S. : . T. C.: sC:MM..;k..M. V . n Tavenaui. dieser bei Einmeiduna des großen Sonnentempels, an die Stelle der ViklaStterei ben Dienst .deS großen unbekannten Gottes, die Ursache aller UrZachen, den Schöpser aller Dinge, die Seele der Welt, den Einen endlosen. allmächtigen, unsichtbaren Gott, voll
i irrn nrrnnn nnm rrrrirni.nrrT nip iiinnii rn.rv i iiiiiiiif v. juiri iirin iint viiiiifc 111 in iirr
rr c - irx- v v r. r r. i t vv..4..M ci.bi.:i in z v.
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kommen in Vollendung und Einheit.
emzusuyren. Wurde ichnen auch mm W..t CT t i . a V. t :rit t vmuv onmi-t ucc vsiiiocacr, v war vocy lyr Vemuhen vergeblich. Wc Volk konnte sich, dle Priester wollten flch V . ? T . rf mcoi zu oie,er zottesvereyrung eryeven. .'uzayr.icy, viele Götter, die ,hr an betet, wa? sind sie anders Götzen auS Holz und Stein ohne Sprache und Ge fühl. Sie können die Schönheit des Himmels, sie können Sonne, Mond und die Gestirne, die das Firmament zieren V o:Xi r.V- .it i:. rr v . Ullv u.iyi icnvrn uoer oic roe, rnu luren zavuojen Quellen, Strömen und Ge n rr .... 03 x... m :( v wum,, uuumen. Pi.anzen und vieigr ftaltigeu Bewohnern nicht geschaffen ha ben. ES muß sein ein unsichtbarer, un bcfannter Gott, Schöpfer aller Dinge. Er allem kann mich trösten in der Trüb fal und von mir nehmen alle meine Sor gen Vergebens. Ehe 100 Jahre verflossen waren, vamp te auf den Ovfersteinen deS Tempels von Pachacamac Menschen blut, wie in dem O Stockwerke hohen Tempel des unbekannten Gottes, dem Tempel des unbekannten Gottessohnes und MesnaS Qukhalcoyott, welchen Kaiser Mezohualcoyott errichtet hatte. Wahrend bei den Völkern des Reiches von Peru Menschenopfer nur seltene Ausnahmen waren, wie bei den gebilde teren Tolteken, sinden wir sie bei den grausamen kriegerischen Azteken noch in grakllHem lor. In feierlichem Zuge begaben sich die Priester mit dem geschmückten Opfer zu oer yoyen empel'Pyramloen (Teo calli, wörtl. Gottes Haus) und die drei ten glänzenden Stu Wege, die fünf 2 sen, in gewundenem iuii 4C(((ucii yinuui ui fr? a mm am j TZ AM tfaAaC m m mm Fläche der Pyramide. Dort ssehen die tll! rt hrt tt n tritt htt ('ttt m.fir.v v)vVMVk um uui vvvmu mittut Stockwerke hoch. Weithin sichtbar ist ki nrrtrnnn Mr frrh " rJM"-" I w.i... vvi.wv uuU mt :, iic,. k -vv.t. iw wtiupill Vfc VtUVi M M . f tt a fL u u u a konverguen zum Tempel. Dort brennt das ewige Lkcht, brennen die heiligen Feuer, dort stehen die Urnen mit der Asche der Kaiser, dort wird die suicht bare Sturmtrommel aufbewahrt. Der ruht der Rücken des Opfers. Ein joch artiger hölzerner Ring zieht dessen Haupt abwärts, zwei Priester halten dasHaupt, vier andere Arme und Beine und ziehen sie abwärts. Ihr langes, schwarzes Haar hängt in Flechten wild über Racken riemen umwickelt, auS silbernen und gol enen aucyzeiasen .sleigl oer uampf c v n . . r oJlriea) noer yarze. m blutrothen Mantel, das Haupt lV.Jl k.. O-I . . V!. IC f ü0n B' u"" gcmüwuucn, na, klaffende Wunde, reißt mit gewaltigem Nucke das Herz heraus, hält es empor 1111 rttttt itttS rtnf rtrtlSnrn Tlte :r""nLt?ll i"" "oiiez rr.. man es vzm sckeu! ckkn Rilke de 5?r UnSnoHts. in um einen im Schmucke von Gold, Perlen und Edelsteinen . glänzenden Leib windet sich die gräuliche Schlange, um den Hals trägt es die schwere goldene Kette und den linken Fuö ziert eine in Diamantenpracht glänzende Kugel aus Kolibrisedern. Mit newaltiaem Fußtritte wird der Leichnam de Opfer? die glatten steilen Wände der Tempelpyramlde hinabge schleudert. Am Fuße harren die, welche den Leib in Empfang nehmen zum scheußlichen Mahle, oder zum Fraße der wilden Bestien des Thierzwingers. Das Auto-cla-se ist zu Ende. Alles zur größeren Ehre Gottes ! Die Prltsterkaste war machllg und zahlreich. Im Haupttempel, der gegen G00 Altäre zählte, und in dessen TM' pelhof 20 Teocalli standen, wohnten al Vlhof 20 Teocalli standen, n lein 5000 Priester mit ihrer Sie waren mächtig im Rathe; w SAS, im wrtnr ren Famrnen. der Ober Priester der nächste im Range nach dem sekten die zahlreichen Götterseste an und V r1in;i,n 1tt.r.rt nd dS ,1 XV eremo i i r i iivii 'n iimu - 1 1 r iriirirri III nlell, den Ritus; sie leiteten die Ge len den Kalender, beobachteten die Sterne: sie waren nickt nur Astrono men, sondern auch Astrologen ; stellten i v. sxA.Ai..u miH Nil.i,A nni 7änkn räulerkund.ge. CCNomA CQ.a. cvÄn,M sli , , s , 1 5"'. c-?. örateUn st ben eriidt) ber Heiligkeit um sich. Mittelst Almo en. 1 m ... . ...v v . t ...r.v. : -tfC v.I v.l, uno oa Ji.auinoc iiuuiyuiu uci
. . . , r . :
-itmunrunrnc oienien, iu uuiuucn ein ' I v... or ü. iv..ci I T : n . : f i . ACinc ven Perocy.azvlenii 1 iuiiniitn . r . A. A. V . 1 aunervaid. Jiemve auler uno Sie uvitz I - . A. A. V . . A n.- r.M l.- v. muoigen lorgicn umty .'halt. Zum großen Erstaunen der Mönche Wd sich bei all diesen Völkern die Was sertsluse not. Sie wurde an bem neu weqnkhmen die Sünde, welche bestand vor Erschasiuig der Welt und uner de ren Mackt wir Alle stehend Hieraus aus die Welt." Hieraus erhielt da stini, einen Namen, gewöhnlich den eines 1""" 9ncn Der Stand der Kaufleute bildete eine besondere Kaste mit vielen Privilegien. Sie halten das Recht, bewafsaete? Ge leite zu halten, zum Schuke ihrer Kara wanen, und stellten bei Kriegen ihre Handelsarmee dem Staate zu Diensten.
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Wie heute konnten sich reiche Kaufleute den Adel erkaufen, , mußten sich dann abcr neu taufen und ienamen lassen. Mehrfach habe ich im Lause dieses VortragS der astronomisch, Kenntnisse, deS Kalenders, der Zeitrechnung, sowie deS UmstandeS gedacht, dak wie in Indien, Persien, Egypten, Cbaldä und bei den EtruSkern, ja in Griechenland und Rom, die Priesterschast die Träge ein, Bemahrerin und Fortbilderin dieser Wifsenfchasten war. Man herrscht über die Menschen mittelst der Majestät des Gebeimnißvollen und geheimnisvoller Wissenschaft, und mit Recht sagt ein großer Schriftsteller, daß der Ursprung aller Religionen in der Furcht und Scheu vordem Unbekannten liege. ES setzt eine vielhundert, ja tausendjährige Kultur voraus, daß die Priester von Meridian, von Tenschtillan und Cuzco mittelst ihrer Instrumente bestimmten.
daß er den Besten der damaligen, aller Me't. würdia tut Seite stand. Auck sie hatten für die Himmelszeichen ihre 1 . 1 " . - . . - I eigenen Benennungen .und ylroglyphen, und bei der Beobachtung der Gestirne, welcke ibr Kalender uns dessätiat. ist ib. nen das Verrücken ber Nacktgleichen fo wenia entaanaen als dem großen Grie. t- . - . V ' ' I cken L:vvarck. Allen omerikan eben k?,,str.Sililk,rn mnr der NniersckZed d?6 Sonnen- und des MondiahreS bekannt, und sie suckten. sie beide in Einklana ivi seken. Das alte Kulturvolk der Tolte. ken erscheint uns als der älteste, urkund. lich beglaubigte Träger dieserKenntnisse. ' ' I allein die Denkmale von Pallenque, Ux " I mnl I,nd feesondere Cvslhar.5 sckkinen mir dar.utbun. dan lanae vor der Tolteken. ,eit ein bockaebildetes Volk. ,eitaenösnfck mit den advtern.Cbaldäern und Etrus. kern, ja vielleicht vor ihnen, den Schatz der Himmelskunde besaß. Die wilden, rrieaer,schen Volker der merikanr chen Hochebene von Anahuac halten ihre Nenntnifse von den Tolteken überkam men, und Wir besitzen in der Maja, . . ' . . . . Chronologie in Verbindung mit der Az tekiscken und Weruaniscken ein reicbes Material. DaS Jahr war eingetheilt . r ' ' . . ' t in 13 Monate, der Monat in 20 Taae, oder in 4 Wocben ,u 5 Taaen. Um daS 5kabr von 365 Taaen vollmmacken. - i fcj sügte man 5 Schalttage. Memoteni. bei, welche als nutzlose oder Unglückstage galten. Diese Wocheneintheilung hatte den Vortheil, daß der letzte Wochentag der 73 Wochen zugleich auch der letzte Taa im Jahre war. Eheverria berichtet uns. daß sie, wie ' . . Julius Cäsar und Greaor aetban. ,ur ereiniauna der 5ieitrecbnuna einen Astconomen.Congreb beriefen. Weil nun aber daS tropische Jahr fast sechs T JZ. y 7 1 1 . Stunden mehr alZ 265 Tage ausweist, wag alle vier Jahre einen Schalttag. und in einer Evocke von 52 5labren 13 Schalttage ergiebt, so setzten sie dehufö . T- - ' . . der Aeitrecbnuna einen CvcluS von 52 Jahren im Halljahr fest, das mit großen Cte',.rC4str, fnnnntn tniirS tnh i?!U vtvi vo4Uo sack an daS mosaiscke 5)alliabr und die römische Sacularfeier erinnerte. Die Toltekiscben Ma aS batten iür bre 5Zeit. recknuna und Keickickte nock einen Cn -WM- m W V i -r clus der NatuS von 2mal 52 oder 1OL und den großen Ratus, 13mal 24 oder ?M - - . 6mal 52 aleicb 312 Jahren. Die Prie mr aoer nanen neoen oer ourc.er.imen Pi . . , m- t Zeitrechnung noch eine zweite geheime zu a lroioal men .'iweclen. zur e limv .. . . muna derlei taae und anderen VrieNer. thtmnKtn. iele ?kakr bestand 0118 13tna 20 0 0) 260 Taaen. denen sie " . ' --7 1 105 durft 5iiroa!vvben btteickncte Taae
' j '? z ' " zu nnoen geiucyk. Allcken mir auf daezdler ioraetraaene. 0 stüen Wir das Walten eines ewigen msekes. Wie aus kleinen Samen die Baumriesen entkeimen, wachsen und sich entfalten, und Pracht und Herrlichkeit und Mannigfaltigkeit bedingt sind durch Klima und Bodenverhältnisse, und wie n: adnedmen, sauen und mooerno am Boden liegen; so daZ Leben der Ratio nen. AuS halbtbierischen Horden, Jä gern, Kriegern, Hirten orzanisiren sie sich in allmällger Entfaltung zu Staats gesellschasten. reich ausgestattet mit Geist und Gut. Sie erfüllen die Welt Mit Ruhm und Pracht und Macht, fallen in Trümmer und nur diese erzählen sagen hast, daß sie gewesen, die Namenlosen. In der Sandwüste-, wo einst Barbaren ein kümmerlickes Dasein durckkämvsten. prangt die Kaiserstadt des deuischen Reiches, neben den Palästen die Bretter. ' 9 . barocken deS Proletariers. Wo einst im Siegesjubel der Macedonier Alexander in Babylon zechte, schwärmt der raube risch: Beduine über die spärlich bewach, 1 ' . ' . senen Hügel, unter denen Bruchstücke der Wunderstädte des Alterthums begraben liegen. Wo die Lehmhütten gallischer Fischer am Sump.se standen, ragt die übermüthige Lutetia l'arisiorum. 2öo i . . aber deö Adenalhus und der Zenodia Palmyra stnd und die reichen Handels ' . ' . AT . karawanen rasteten, tni d?r Schakal bei schmutzigen Hütten und gebrochenen Säulenschästen. " " - Ein guter Grund. Mein Herr. Sie müssen sich mit mir schlagen : Ich bedaure, Ihnen nicht tzsatlStak tion geben zu könnei ; aber ich habe ei nen guten Grund !" lind der wäre !" ES möchte Sie beleidigen, wenn ich ?kbnen denselben mittheilte !" 3ch gebe Ihnen mein Wort. Sie werden mich nicht damit beleidigen Nun gut! Sehen Sie, wenn ich mich mit Ihnen schlüge, so wurde rchsie aller Wakrscdelnllchkelt nach tödten und dann wäre ich der unglücklichste Mensch m Lande " Und warum das?" .Weil ich dann der-häßlichste wäre !" ftfnirstfiif - oT-- i ti'rx w S. "6 M d' ,usrr."B;s :i r:ri&lwu -nr.' LA".. ,m .rV.'" v" UYMh : ial lrU unb cri . r n rrs. . zwar von Rechtswegen, Du hast einen Schatz gesunden, somit gebührt dem Staat der Pflichtantheil daran. Gute Beleuchtung. .Kellner, bringen Sie mir ein Licht, daß ich sehe, was hier sür eine Beleuch' tung tst l"
beifügten. Zu dieser Geheimlehre bat uno wir ivnnen emen soiqcn mqi einman vergebens bis heute den Schlüssel sperren, während so viele Lumpen frei R. ftAWlMf Alt(lH " Ct A IWXM CAI .
Pariser Ltevesprozefse. Paris. 10. April. Die unglaublichen Wahrsprüche der Pariser Geschworenen fangen endlich an, die öffentliche Meinung zu beunruhige, denn eS läßt sich gar nicht leugnen, daß durch sie auf gewisse Verbrechen gradezu eine Prämie gesetzt worden ist. Wenn aber Verbrechen verübt werden können, ohne daß der Verbrecher dabei Bestrasung zu befürchten hat, so nehmen eS die betrcffenden Herren oder Damen eben nicht mehr genau, und eS kommt ihnen auf einen Dolchstich oder Revolverfchuß auch nicht im mindesten sn. Natürlich handelt eS sich hierbei um die fogenann ten Liebesdramen, bei denen ganz regel mäßig Freisprechung derMörder erfolgt. Alle bisherigen Liebesprozesse gleichen einander wie ein Ei dem andern, und erst dem allerletzten blieb eS vorbehalten.
die GefcblQte oleler Äerorecven um eme neue und dabei sehr folgerichtigeSpecia lität zu bereichern. Der Sachverhalt die. e. ey.ft.m in t -1 v . CV m . ies graues in ioigcnu : einer van ier yausyairung yerr,cyie oer argne un friede, weil der Gatte sich über daS mo m f r o , ramcye eryarren ferner rau Verlagen zu müssen glaubte. Die lärmendsten Scenen aeyorttn zu oen 'Utaglicyketten, und es fcdelnt, dak der Galle- es davel an einer gewissen Rohheit nicht feh len Ilkk. Eines TageS NUN scheint er seiner Frau be onderS heftige Vorwurfe ge v . a r t. fi macyl zu yaven, woraus oie,e, aulzers. ausgeregr uno gereizr, ,or uio aueein . m . U. 9 4. rtn anderrm und itZM vle aus oer ru l rn einem Medaillon befindliche Photogra phie dekjenigen zeigte,, mit dem strüfli chen Umgang gehabt zu haben sie sich jetzt laut rühmte. Der Mann ergriff ein Messer, stieß es seiner Frau in die ru,i, ivuroe njcgcn lorors angenagt uno von ven Msazwolenen-ttelgespro cyen. öo rocir wäre ote toaoje panz einfach und regelrecht verlausen. Nun i v rn...!j. - is m . aoer rommr oxt üsciraiaaung : :a;.c va riser Geschworenen hatten den Galten . . m k. . - , v r.v. e. moroer leoer cyuiZ ieoig ge,proazen uno oer ureigen w.eoergegeoen, orees fenllichkeit war zufriedengestellt, ungluck . . Ncherwei'.e oder nicht der Bruder der Ge tödteten. Dieser hatte sich geschworen. 1" vcywener zu raen, uno verivigie mit großer.Geduld sein Ziel. Obwohl er anoere, nicyis guies ayneno, lym vorsichtig überall auswich, konnte er ihm eines TageS doch nicht entgehen, wurde w r n . w . im r von rym angesauen uno mir emem vit ser Niedergestochen Der Rächer semer Schwester wurde verhaftet und sitzt heute hinter Schloß und Riegel in der Erwartung, daß die rrt.rx. rr jc x. i. r . -r y fiajroorencn ,iaj aua;mil inncni üojia Il vefas,en weroen. vas nun gefcye hen wird, ist mit Leichtigkeit vorauszu lr .w;.f- cm ? .. ri . sagen : vle,er neue moroer i m sei nem Äervrecyen von remem eyrenruyrl gen Beweggrunde geleitet worden, ja. I MllN IslNN IN tttNet 3111(1 1 s00ar tlTlt Gt ? wisse Ritterlichkeit finden. Welche Ge legenheit sür den Adoocaten, der ihn 1 v mm-m ST-m oerlyeloigen wlro : wstnn oer nun we m MM m mordete unter dem Borwande der belel diäten Gattenehre freigesprochen wurde. so wird man hier die brüderliche Liebe ! (V.ri. r"( V . r rns ijeio suyren, man wiro oen senn I MUtttAlin Vl hilf k Vif 4 A AM fl ft l A P -z .,.t iiuinuuiuui uuv beuten, Familienliebe und Famillenstolz wiuw" i . rr t. r . , . , . ? weroen um agen: wäre oocu will lich schade, wenn man einen so braven . - otr ?. srt r- -r langen cann ins e angniö qmen sollte: er ist im Grunde ein Ehre.-.mann 1 A. . ? i r - . ... ijuuuuutn. m w iy. iprrllzcn. Ich weiß, daß in diesem Rzisonne' mcnt eme aewl ieaver nur Mildernd: Berechtigung liegt, möcht: die Sache aber noch von einem andern Standpunkt oeieucylen. er moroer feiner wmm wurde von deren Bruder getödtet. weil die Geschworenen sich geweigert hatten, ihm sür seine That eine Buße auszulegen. Deshalb wurde er vom Bruder hingerichtet und war somit gewisser manen ein Zepter der Viaa iät des Gerichts. Nehmen wir nun den Fall an, daß der Gatte auch einen ähnlich be anlagten Verwandten besitzt, der empört über die erfolgende Freisprechung des Mörders seines Verwandlen nun gleichfalls den kühnen Plan faßt, seinem Verwandten Rache zu ver schaffen x wenn dieser nun seinerseits als .Rächer seines Verwandten" dem .Rä. S t e M mm 4. . cyer oer yre einer cyweuer' oas gleiche anthut, wie dieser dem Gatten, mörder, wüsten dann die Geschworenen diesen, dritten Mörder nicht auch freir r n . a. f . . . r r . sprecyen ? geoe zu, oan eine sviaze Vendetta nicht sehr wahrscheinlich ist. aber sie ist durchaus möglich. Wäre ich Franzose und Verwandter deö zweiten Mörders, so würde ich mich über die 'r r i. . v i... mit i. . rei,prequng oes orliren oroers vier leicht ties gekränkt sühlen und mich mit " , . um ,o größerer LeiWrigreii als vierrer Mörder conMulren als ich ucyer tin I . T. ? im r r könnte, daß mir kein Mensch etwas an haben könnte und ich höchstens eine kurze Untersuchungshast zu verbuken halte. Wo. soll das aber hinaus? Wäre es bei derartirzer Rechtsprechung nicht gleich bester, einfach dem Richter Lynch ein sur allemal die Wabrung der Rechtspflege anzuvertrauen? Das Faustrecht ist that sächlich in .Liebesdramen" bereits in vollster Anwendung und wenn die eine der liebenden Partelen stch uder dle an. dere ärxert, so begicßt sie diese einfach mit Vitriol oder eröffnet ein Schnellster mit dem Revolver. Was dabei aber verloren geht, das ist nicht nur die Ge sundheit des einzelnen angegriffenen Theiles, sondern überhaupt die Achtung vor oem men cyllqen zeoen ,m Auge meinen und ein Vasall der Achtung vor dem Gesetze, daS ungestraft überschritten werden darf. Die kindischen Freist,?,. chunaen der Pariser Gerichte haben in VwiL chn viel Unheil w . w 3n db die 5 entle Müunz sich regle, m Unsuge 'w Ziel , Zehen. I Wenn wir unsern Geist auf KleinlicheS richten, werden wir Größeres untauglich. Ich Habs einmal einen Mann gekannt, der durch ein einziges Streichen mit der Handmehr Fliegen sangen kosn te, aber er war auch zu nichts Sitöttcfl zu gebrauchen.
Eine oft gebrauchte tdenkart, bei deren Äuöspruch selten arr bie Tragweite berselben gedacht ird bat dieser Tage einem Kausmann in ttreuzburg eine verhSltnißmößia ansehnliche Summe Geldes gekostet. Der Kausmann stand, wie man der .Schleft schen Zeitung" schreibt, seit längere? Zelt mit einem Maler in geschäftlichen Beziehungen? letzteter kaufte bei ersterem seinen Bedarf an Farben, Pinseln u. s. v. und bezahlte stets nach gewisser Zeit das, was er erstanden hatte. Nur der Betrag ber legten Rechnung in Höhe von etwa 150 Mark wollte partout nicht eingehen. Der Kaufmann mahnte wieverholt, boch Alles war vergeblich, so baß ihm nichts Anbereö übrig blieb, a!5 ben säumigen Schulbner vor Gericht zu forbern. Wunderbarer Weise erhob der Verklagte Widerspruch,, weöhalb Termin zur mündlichen Verhandlung angesetzt wurde. Bei diesem sragte der Richter ben verklagten Maler, od bie beregte Forderung deS Kaufmanns anerkenne oder bestreike. Der Maler erklärte, die Summe dem Kläger wohl zu schulden, doch suhle er sich nicht verpflichtet, jetzt zu bezahlen. Das bedenkliche Schütteln des Kopfes deS Richters konnte den Far benkünstler nicht irritiren. Er fuhr ge-
I lassen in seinen Aussührungen sort, indem er aussagte, der ttausmann yaoe ihm, als er die betreffenden Waaren kaufte, ausdrücklich aus seine Zahlung? bedenken erwidert, .er könne ja zahlen wenn eS ihm paßt und jetzt gerade paffe ihm die Zahlung ganz und gar nicht. Der Kläg5r konnte nicht bestreiten. das; er die lanbläusige Redensart .Zahlen Sie, wenn eS Ihnen paßt, gebraucht hat. Was war bas Ende ber Affaire T ec Kaufmann würbe kostenpflichtig mit seiner Anklage abgewiesen und muß NUN auf sein Geld alten, bis es dem Herrn Maler .paßt-. Der letzteRachkomme beS berühmten Seefahrers Maghellan erschien neulich vor einem P.'lizeirichter in Paris, unb ersucht, seinen vollen Na men anzugeben, entschuldigte er sich, daft er die kostbare Zeit des Kadi so lange dadurch in Ansprnch nehme und antwor tete: .Jeromino Eollao de MaghalaenS da Gama Monez VellaSco Sarmento. Alarcao BulhoeS de San de Maria Sa lema.- Das geht noch über die Gesand ten von Madagaskar! D a s Lebender Pari' ser Boheme, förderte vor Kurzem wieder einmal ein Pariser Genrebildchen zu Tage, welches berWledererzählunq werth scheint.' Ein junger Journalist. Namens F., gebörte längere Zeit der Redaktion eines Blattes an, welches in seinem Be streben, alle anderen Conkurrenz.Jour nale zu Grunde zu richten, in erster Linie sich selbst ruinirte. Der junge, talent volle Mann, der mit einigen gelunge nen Feuilletons ?u Gunsten der Asyl Häuser die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte, sah sehr bald seine Ersparnisse ausgebracht und sich selbst in der bittersten Verlegenheit. Seine Noth wurde nach und nach so groß, daß er sich als Obdachloser in einem Asyl melden mußte. Im Entree der Anstalt fragte ihn der Direktor, wie jeden An deren, um seinen Namen. Der junge Schriftsteller wies seine Karte vor. .Wie?" rief der Direktor entzückt. Sie sind es, unser Wohlthäter, der uns mit seinem Besuche reglückt?- Der Direktor nahm ben jungen Feuilletonisten unter den Arm, führte ihn durch alle Räum llchkelten, drang darauf, das der Hung , rige die Suppe koste und geleitete ihn. schließlich, ehrfurchisvoll den Hut abneh mend, bis ' bie Thüre. Und ber me Teufel befand sich wieber hungernd, frierend auf de" Straße, weil er sür die Verb:sserung deö Looses der Obdachlo sen beredt eingetreten war. ... Ein Arzt verordnete ti nem kranken Dorffchenkwirt? ein Narko ticum gegen ein altes inneres Leiden und. empfahl, es rn llemen Prisen zunehmen. Als cr am andern Tage den Kranken be suchte, fand er ihn mit hochgerötheter, dickgeschwollener Nase. Um GotteS Willen, waS haben Sie denn gemacht? fragte der Arzt bestürzt. Der Schmerz lm Leibe ist weg durch das viele Niesen,antwortete der Schenkwirlh, .aber die Prisen waren etwas kitzelig." Er hatte die Arznei durch die Nase genommen. MatratzenauöTorfstreu. Nachdem die niederländische Zeitschrist sür .Turf und Steen.Jndustrie- vor ei nigen Monaten gemeldet hatte, da Franzosen in den Niederlanden prapa rirtes .Tursvlock" wahrscheinlich die Ueberreste von Wollgras ankauften, um Pferdedecken, Buckskin u. s. w. dar au? anzufertigin, meldet sie jetzt die Er zeugung von Matratzen sür Betten auS Torsstreu. Diese we.den. in Ter Apel (Provinz Groningen) in der Nähe des ne?len Fehncanals Haren.Rütenbrock in einzr Fabrik gemacht. Der Bericht ent. hält günstige Urtheile über die Anven dung dieser Matratz:n in zwei Kranken, bäusern und de? Gesangenenanstalt zu Leer? auch wurden sie daselbst in der Wohnung deS Bauraths Clauditz in Kinderbetten mit Erfolg benutzt. Die betreffenden Zeugnisse stimmen darin üb?rein, daß diese Torsmatratzen als be! quemcs Lagerden beflenSeegraSmatrat zen vorgezogen werden, sie verursachen! keinen Staub und bleiben selbst in Kran kenhäusern und Kinderbetten geruchlos, was bei der desinsicirendenWirkung von Tors erklärlich ist. Baurath Clauditz h?bt hervor. daS diese Matratzen nicht gewendet und gelr.st't zu werden brauchen .md dabei doch frisch und geruchlos blei. oen. Auch sind sie sehr haltbar besun Un; eine Matratze, welche seit sieben Monaten gebraucht wird, ist noch so gut wie neu. Selbst im Winter gewähren sie ein warmes und elastifcheS Lagern Nach unserer Ansicht bemerkt hierzu der Nordd. Landwirth ließe sich die Zahl der Toisindustrie' Erzeugnisse noch wesentlich vermehrrn und dadurch vielleicht eine Hausindustrie sür di: im Win ter fast gar nicht beschästigten Moorco, lonisten schaffen. Man würde z. B. Torfmatratzen auch al' svußdrckn in den Wohnungen der SrmernVolksklassen und. )en Elsenbabczupes der drlllcn undj vierten Classe verwendzn können. Äuch, sind Scheiben aus Moostorf sehr zwecl maßig in den Kisten der JnselleLialr.N'i hing u. s. w. zu benutzen. 4
