Indiana Tribüne, Volume 6, Number 215, Indianapolis, Marion County, 23 April 1883 — Page 3

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Lebcrleidcn.

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Langsüm entzog sie Angelika ihre Hand und sag:e nur ruhig: Man muß die KranIc v(d)i gut pflegen ! ES wird gewiß geschehen,- erwiderte Angelika sanft, verlassen Sie sich auf mich, gnädige Frau." Ich lehre beruhigt in me'.n Zimmer zurück." War es Absicht oder nicht, jedenfalls lag eine Freundlichkeit der Gesinnung oder doch ein Vertranen zn Angclika'Z Zuverlassigkeit in diesen letzten Worten der Frau Dreßlcr. Sie schritt danach der Thür zu, bis zu welcher Angelika sie begleitete. Indem Frau Dreßlcr die Thür öffnete, siel da helle Zicht der Zlorridorlampe auf Angelila's Gesicht, das Frau Dreßler mit Interesse betrachtete, indem sie sich beim Hinaustreten umwandte und gegen die sich tief verbeugende Tochter ihres Neffen wie jinti Abschiede den Kopf neigte.

bin Wort wurde zwischen Äctden nicht mehr gewechselt. (5s war, als hätte Frau Dreßler Eile, in ihre Gemächer zurückzukehren. Eine Viertelstunde nachher ging ein junge .'caochen, cuie interne mit vren nenoem Licht tragend, die große Treppe im Vorderhanse ljinab und klopfte an die .hür, die in das -ehemalige Ziomptoir, die jekige Wohnung Jordan's, führte. Ter ehemaliae Bilchhaltcr, der, wie itets in der Stille der beginnenden Nacht, wo er nicht mehr die äußeren Vorgänge im yause zu bewachen hatte, bei Fuhrung jemer Bücher sau, um gezchiat leine vielfachen Unterschleife bei der Perwal tnng des Dreßler'schen Vermögens zu verdecken, horchte aus, als er das Klopsen hörte. Nach feiner Ansicht kcnnlc ihn nur der Gärtner Josef so spät noch stören, um ihm vielleicht irgend eine vertrauliche Mittheilung lachen ZU wollen, (kr klappte die Bücher zu, in denen er geschrieben hatte. stand aus und ging nach der Thür, die er yssnetc. Ueberrnzcht erkannte er Äetty, oie vor ihm stand. ?)!ich schickt die gnädige Frau," sagt das Mädchen, sie läut Ihnen lagen, oav in aller Frühe zum Sanitätsrath geschickt werden möchte, damit er Mamsell Doro thea besuche." Jordan murmelte eine unfreundliche Erwiderung, daß eö geschehen würde, und letzte dann ziemlich unwirsch hinzu: l'cich so spät deshalb zu stören! Haben Sie der gnädigen Frau denn Mamsell Dorothea's Zustand als so gefährlich geschildert? Ihr Frauenzimmer gefallt (hich doch immer in Ilebertreibilngen." Nicht ich," enviderteBetty elnppndllch. die Gnädige hat sich selbst davon über zengt und mir befohlen, lehnen dies aus zurichten und mich dann nach den Anord nungen des Jiänleln Angelika weiter zu richten." Nach wessen Anordnungen ?" ichrie Jordan mehr als er fragte. Nach denen des gnädigen Fräuleins." sagte Bettn, indem sie über seine plötzliche veftigleit erschreckt einen Schritt zurück krat, mit Zvclcher die gnädige Fran in Mamsell Dorothea's Zimmer Alles be sprechen hat." Frau Drenler mit Angelika gespro chen ! Diese Nachricht wirkte wie ein Donnei schlag auf Jordan, der in seinem schreck unfähig, sich länger zu beherrschen. dein Mädchen die Thür vor der Nase znwarf. Betty, über solche Unfreundlichkeit brummend und scheltend, stieg wieder die Treppe in das erste Stockwerk hinaus nnd ging nach dem Zimmer Dorothea's, wo si: auf Iran Dreßler's Befehl die Pflege der Kranken mit Angelika theilen sollte. 11. Am nächsten Tage erschien Herr Jordan mit dem Arzte im Krankenzimmer, in dem sie außer der Leidenden Angelika und Betty antrafen. Der Zustand Dorothea's hatte sich im Laufe der Nacht noch verschlimmert ; sie vermochte die Fragen des Arztes kaum mehr zu beantworten. Nachdem derselbe die Kranke scharf beobachtet, und mehrere Vorschriften gegeben hatte, trat er mit Jordan in das ansto ßende Zimmer. Sie ist seh? krank," sagte er hier zu Jordan, sie ist von der Diphtheritis befallen und wir müssen aus das Schlimmste gefaßt sein. Leider ist die Krankheit ansteckend." Jordan machte die Thür, die zum Krankenzimmer führte und noch halb offen stand, rafch zu; er fürchtete sich. Der Ant forderte Papier und Schreibzeug und schrieb, nachdem Jordan Beides herbeigeholt hatte, zwei Rezepte. Dann fragte er, wer die Pflege der Kranken übernehmen würde. Die beiden Mädchen, welche' Sie am Bette der Patientin gefehen haben," ant' wartete Jordan, wir können uns auf ihre pünktliche Besolgung aller Vorlchrlsten nnd Anweisungen verlassen, die Sie ertheilt haben." Der Arzt versprach, gegen Abend seinen Besuch zu wiederholen und wurde dann von Jordan hinab begleitet, der sich ihm erst an der Hausthür empfahl. Jordan wünschte sich nach dem, was er von dem , .. . - . . r c 'rzte qeyort yalle, filier, oan 0ia; gun .... m 9 , tiaer Zufall il)m zu e iam. 'ie Krankheit Dorothea's, die Angelika mit Frau Dreier zusammengeführt hatte. war nach dem Anspruch des Doktors ge fährlich und ansteckend: wie leicht konnte Angelika auch davon ergriffen und da Opfer derselben werden; mit ihrem Tode war leder tem des Anstoßes wieder ent senil. Als (trau 'Lreler an diesem age zu Mittag speiste und Jordan wie gewöhnlich am Fenster des Zimmers, in dem servirt wurde, stand, wandte sich die Dame nach ihm um. Wir haben leider eine Schwer kranke im Hause," sagte sie zu ihm, ich habe gestern Abend, bei der ersten Nach richt darüber, einen rechten Schreck ge habt !" Es ist doppelt bedauerlich," erwiderte Jordan, indem er einige Schritte näher trat, mit heuchlerischer Theilnahme, well auch Sie,. gnädige -rau, darunter zu Iel den haben." Doch nur indirekt," veisetzte sie und

nahm dem soeben eingetretenen Dune eine Schale Erdbeeren ab, die ihr zum Dessert gebracht wurden, ich entbehre zwar die Dienste meiner treuen Dorothea sehr ungern, aber ich werde mich schon an Betty's'Dienstleistungen gewöhnen ; das Mädchen hat wenigstens guten Willen, ' und ich habe mich im Leben ja schon an Vieles gewöhnt, und" sie stockte einige Augenblicke, rührte mit dem silbernen Lösfel in den gezuckerten, mit Wein angefeuchteten Erdbeeren, ohne zu essen, und setzte dann nachdenklich hinzu : und werde mich vielleicht noch an Manches gewohnen, was ich früher nicht sür möglich hielt." Herr Jordan horchte gespannt auf ; er hoffte auf irgend ein Wort von Frau Dreßler, aus dem er entnehmen konnte,' wie sie jetzt über Angelika dachte, seitdem sie dieselbe gesehen und gesprochen hatte. Aber Frau Dreßler verrieth ihre Ge-

danken nicht weiter, höchstens negativ, daß ie mit denselben ganz wo anders weilte, enn sie schüttelte rn ihrer Zerstreuung, rokdem die aromatisch duftenden Beeren hinlänglich gezuckert waren, noch immer mehr Zucker auf die Früchte und chob dann einige davon zwifchen die ip eii. Es freut mich nur." sagte sie nach klei ner Pause, .daß sie sich unter so guter Pflege befindet !" Unter guter Pflege :" Da? war ein deutliches Lob. aber für wen? Für Angelka oder für Betty? Jedenfalls befand sich Frau Dreßler augenscheinlich nicht in chlechter Stimmung. Das gab Jordan .el ZU denken. Bald darauf zog sich Frau Dreßler in hre Gemächer zurück. Das Kranlenzim?er Dorothea's betrat sie nicht wieder. aber sie hatte Betty den Besehl ertheilt, ihr äallch mehrere Male über das Bennden tner alten Knmmerjungfer Bericht abzutatten. Angelika versah den Posten einer Kranenwärteriu bei Dorothea mit großer Aufmerkfamkeit und Sorgfalt. Sie hatte die Kranke noch keinen Augenblick verlassen ind behandelte sie mit um so größerer Liebe, je mehr sie den Reichthum von Liebe in ihrem eigenen herzen wachsen fühle. Bei allen Dienstleistungen so ausnerksam sie dieselben auch der Kranken widmete, vergaß sie doch keine Akinute, velches Glückes sie seit gestern theilhaftig geworden war und welche Seligkeit heute hrer wieder harrte. Der Inbegriff all' hres Denkens war nur E:" und immer wieder .Er!" Die kurze Zeit für das Wiedersehen mit ihm glanbte sie mit gu em Gewissen von ihrem Pflegedlenst kür;en zu tonnen ; mit ooppelter Eingabe oollte sie nachher das Versäumte wieder einbringen. Es schien ihr unmöglich weiter zu leben, oenn sie ihn, dessen Namen sie noch immer nicht kannte und der doch schon die andere Hülste ihres Ich ausmachte, nicht ägllch wiedersehen und mit Entzücken eine liebe Stimme hören solle !" Als die festgesetzte Stunde schlug, sagte sie zu Betty,. daß sie sich kurze Zeit in frischer Lust erholen wollte, und empfahl die Kranke ihrer besonderen Sorgfalt. Dann llte sie mit vor Wonne klopfendem Her -i - 1 ',. v ct ;en, venilgeiken azniies. in ven au hüt ab. Es grünte nnd blühte in ihrem Herzen von Hoffnung und Liebessehnsttcht gerade so berauschend iwid farbenprächtig wie an den Stränchcrn und auf den Rasenjla chi'n. iiu weichen ihr leichter Fuß sie vorbeilrng. In den Baumkronen zwltscherteil die lustiaen Finken und aus dem Fliedcrbusch, dessen prächtige Blülhendolden ihn so dicht bedeckten, dan kein indiskreter Blick in seine duftiac heimlichfeit fallen konnte, tönte das schmelzende Lied der )!achtigall, nxihrnid um die herabhängenden Blumen des Goldre gen oie emsigen Bienen schwärmten, oeren intensives Summen den Gruudbaß zum allgemeinen Vogelkonzert abzugeben schien. Alle diese harmonischen Töne weckten i tr w m ein veiellgenoez wno in '.'Ingenia s seele, siel doch der Frühling in der Natur mit dem Frühling ihres Herzens zusammcn. Die Vogel sangcn sur sie nur Gerhard !" (Fortledung folgt.) Deutsche Lokal -Nachrichten. AuS B ayern. 2. April. Bayern bat in jüngster Zeit zwei ' interessante Bettrage zum Kapitel der Verhaftung und Verurtyettung Unschuldiger gelte fert. In Kempten war der Hausknecht A. Kreuzer wegen Beihilfe und Begun stiguna von, in dem Gaflhofc wo erbe dienstet war) begangenen Diebstählen verhaftet worden. Ende voriger Woche, nachdem Kreuzer suns Monate lang n Untersuchungshaft gesessen, wurde er aus dem Gefängniß entlassen und außer Verfolgung gesetzt. Der diesbezügliche Beschluß des dortigen Landgerichts sagt u. A., daß sich keine genugenden, that sächlichen AnhaltSpunkte" für eine Mit schuld deS inhaftirt gewesenen ergeben haben. Und damit basta! Nun sind auch noch dem armen Teufel, wahrend er unschuldig in Untersuchung saß, auS seiner früher inne gehabten Schlasstätte seine sauren Ersparnisse im Betrage von 300 M. gestohlen worden. Das ist der eme Fall. Der zweite lst weit interes santer und wirft auch auf die Rechtspre chung der Schwurgerichte ein eigenthüm liches Licht. ES handelt sich um die Verurtheilung deS Wintersperger in München wegen Mordes zum Tode; der Älaatsanwatt bat nachträglich so viele Beweise sür die Schuldlosigkeit des 1s. f . C -11 v . rm ciuiycmcu ciyuucn, uuß er Oie ;OJlC derausausnahme des Verfahrens bean tragt hat. Berlin, 4. April. Das heute er folgte Abbrennen deS NationaltheaterS machte einem Institut das Ende, welches im 5kunstleben Berlins zwar nicht in der allerleten Zeit, aber doch manches Jahr hindurch feine Rolle gespielt hatte und dcsien unrühmliche Gegenwart durch eine rühmliche Vergangenheit überstrahl wurde. DaS weite, ungeheure Haus, vaS aus einem Eircus zum Theater um

gewandelt worden war und heute in Schutt daliegt, war ie von selbst für das klassische Repertoire bestimmt, und dieses ist denn auch ausgiebig darin ge pflegt worden, mit wechselndem Erfolge. Nach außen hin trat das Feuer weniger in Erscheinung, nur eine dichte Rauch wölke lagerte über dem Theater. Die Feuerwehr fand wenig oder nichts mehr zu retten ; der ganze aus Holz und Fachwerk bestehende Jnnenraum war bereits vollständig ausgebrannt, ebenso das Dachgebälk. Einige gefährdete HinterHäuser in der Lothringerstraße wurden rechtzeitig durch eine Dampfsprike ge schützt, fo daß weitere Gefahr äusge schlössen erschien. Ueber die Entste hungSursache ist nichts Sicheres zu er Mitteln. Man weiß nur soviel, daß das Feuer auf dem Schnürboden ausgebro chen sein muß; denn von dorther wurde zuerst nach obenhin Rauch und Flamme wahrgenommen, und es stürzte bald da rauf der durchgebrannte Schnürboden auf die Bühne. Von 10 bis liz Uhr war Probe gewesen, und die auf derselben beschäftigten Schauspieler bemerkten nichts Verdächtiges. Es brannte, wie ge wöhnlich nur eine Rampe von fechs mit Drahtgitter umhülltenGasflammen, und nach der Probe wurden diese Flammen

oronungsmasjlg ausgelöscht. Im The ater-Jnnenraum war in dem Augen blicke, da man das Feuer gewahr wurde. Niemand mehr anwesend. Einzelne Künstler und Künstlerinnen saßen noch im Parterre RestaurationZraum und diesen siel plötzlich ein brandiger Geruch auf. Als sie die Thüre zum Jnnenraum des Theaters ausrissen, kam ihnen be reitS erstickender Qualm entgegen, und kaum fünf Minuten später war das ganze Innere deS Theaters ein einziges ct . rr i . m . iTiammcniucci. juic Augenzeugen ver sichern, daß die RapiMtat, mit der das verbeerende Element um fiä Griff. Zeder Beschreibung spottet. Erklärlich genug, denn das Innere des Nationaltbeater bestand ausschließlich auS dürrem Holz, vparren, Machwerk, Lelnewand und an deren leicht brennbaren Stoffen. Die sofort angestellten Bergungsversuche mußten sich auf einiaeS Inventar der Restauration, etwas ' RestaurationSwä m .a jche, einiges Theater Mobiliar und einen Theil der Garderobe der eben an wesenden Theatermitglieder beschränken. W ie n, 4. April. Dem Pester Lloyd geht die interessante Mittheilung zu, daß Georg v. Majlatb schon vor vielen Iah ren mit knapper Noth dem Tode durch Mörderhand entgangen ist. Im Jahre 18Z9 unternahm er als Beamter eine Inspektionsreise im Baranyer Eomitate, um der durch Mißernten und Brände heimgesuchten Bevölkerung hilse zu bringen. Die ihm von der Regierung mitgegebene, in mehreren tausend Gulden bestehende Summe reizte die Habsucht des ihn begleitenden Dieners Koloman Molnar, eme gewesenen Unterossiciers. Äerselbe faßte den Plan, seinen Herrn zu ermorden. . Thatsächlich wurde Maj lath, als er durch ein WaldeSdickicht ritt, von rückwärts angeschossen und stürzte zusammen. Der Diener beraubte ihn und entfloh. Majlath wurde TagS daraus blutüberströmt aufgefunden und m emem Bauerngehöste gepflegt. Zehn Jahre später erhielt Mattath auS Ame rika einen Brief, worin die geraubte Summe enthalten war. Der Brief rührte vom Diener Molnar her, der, auf dem Sterbebette liegend, seine Missethat tief bereute, und seinen einstigen Herrn lnbrunstlgum Verzeihung bat. Maj lath widmete die unverhofft wiederer langte Summe wohlthätigen Zwecken. Qannau. 2. Avril. Die Anti semiten sind durchaus nicht unheilbar; wie sie zu runren sind, zeigt hier ein Vorgang. Die von Herrn Postdirektor v. Bornstädt begründete konservative Yaynauer Jettung" hatte im Anfange zwar versprochen, daß sie die sogenannte udenfraae" rncbt berubren werse.allem der Redacteur des Blattes, yerr lstayl schmidt, welcher früher die konservativ antisemitische Niederschlesische TageS post" in Liegnih redigirt hatte, konnte seine Natur nicht verleugnen und versetzte den Juden fortwährend kleme (suche. Das Blatt litt an der Annoncenlranr beit. denn die meisten bannauer Ge schästsleute, insbesondere die jüdischen. ließen m demselben nicht annoimren. Aus vlelfacbes Quälen liek nun ein jüdi scher Kaufmann. Qerr A. Schwerin, doch einmal ein Inserat los, und am andern Tage stand zum allgemeinen (sauolum der Stadt folgender Artikel in Nr. 34 des konservativen Blattes : Die Ju densrage hat ja ihre Berechtigung, aber man darf sie nicht biS zum extrem tret den. Wenn z. B. alle Christen m yay nau so anständig wären, wie der Jrae lit A. Schwerin hier, so würde über baupt eine Judensrage nicht existiren." Wenn demnach die Juden in antisemiti schen Blättern annonciren, wäre die Judensrage sofort beigelegt. Es geht wirk lich nichts über conservative Gesin nungStüchtigkeit". Rail Road Hat Store. 7! O st W a I d n g t Str.' FrühjahrsHute und Kappen in großer Auswahl sind bereits cnge kommen. Billige Prcisr, Reelle Bedienung, Gute Waare. Dr. Hugo O. Pautzer Ar;t, Wundarzt n. GebnrtS' Helfer, Office : rYt H. Dohuvuro fc. Sprechstunden: 10-11 Uhr Sonn; 3-4 Uhr')!achm. Wohnung: MailisoiiVve., Tr. ar ScheUer'4 früher Ofsir. Sprchflunden: -SUdr Borm.: 1 21lhrachm: 7 Nhr ÄdendS. Telephon?, vinvung.

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