Indiana Tribüne, Volume 6, Number 211, Indianapolis, Marion County, 19 April 1883 — Page 2
IMmm PriSune.',
SgNche- Vttö SonntagsansgaS,. Office: DcZaware'Vtr. Indianapolis, Ind., U April 1883. Deulsche Temperenzler. Auch in Deutschland ist eine Tempe renzdewegung in der Entstehung begrissen, die zunächst hauptsächlich von Aerz ten, Finanzmännern und Geistlichen auszugehen scheint. Am 29. März fand in Lkassel die constituirende Versamni !ung" des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Gctränle statt, an der sich etwa 200 Personen aus allen Landestheilen betheiligten. Da die amerikanischen Fanatiker von dieser Ve wegung ohne Zweifel in ihrem Sinne Notiz nehmen werden, so dürste es von Wichtigkeit sein, die Ziele der deutschen Temperenzler von vornherein klarzustel len. Es ist das um so leichter, als der Geheime Medicinalrath Professor Nasse aus Bonn sie gleich bei Beginn der Beisammlung schilderte. Für völlige Ververfung deö Genusse? geistiger Getränke einzutreten, wie dies ; die englischen TeetotalerS und amerlka nischen Prohibitionisten thun, hält der deutsche Verein für abgeschmackt. Er stell! sich vielmehr die doppelte Aufgabe, die Trunksucht durch Berufung auf das sittliche Gefühl des Volkes zu vermin dern und gleichzeitig die Volksvertretung in der Weise zu beeinflussen, daß gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Alkohol-Mißbrauchs in's Leben ge rufen erden. Namentlich gilt eS, den Branntwein-Consum durch Be schränkung der Wirthschaften und Ver kaufsstellen herabzusetzen, sowohl die Brennereien, wie die Schankstellen höher zu besteuern und dafür die Einfuhrzölle auf Thee und Kaffee zu ermäßigen. Die bestehenden Gesetze gegen die Trunksucht sollen strenger gehandhabt und notori sche Trunkenbolde zum Zwecke der Besserung in Asylen untergebracht werden. Gute Dienste könnten ferner Gefellschaf,ten leisten, die, wie das in Schweden geschehen ist, die WirthschastSconcefsionen ankaufen und den Betrieb der Wirthschasten zuverlässigen Personen anvertrauen, welche neben gesunden und nahr haften Speisen lediglich leichte alkohölische Getränke verabreichen. Außerdem stelle sich der Verein dieAuf gäbe, der für die Gesundheit höchst nachtheiligen Verfälschung von Spi rituosen und deren Entsuselung seine Aufmerksamkeit zu schenken. Derselbe strebe endlich die Belehrung durch Wort und Schrist, freundliche Beziehungen zu den schon bestehendenVereinen für Volks bildung und Unterstützung aller Bestrebungen an, welche das Wohl der arbeitenden Classen zu fördern geeignet sind. Es ist nicht zu leugnen, daß der Ver' ein in mehrfacher Hinsicht irrthümliche Annahmen hegt. Im Vordergründe derselben fleht die Behauptung, daß der Alkoholismus den Pauperismus geschas sen habe, während nachweislich gerade das Umgekehrte der Fall ist. Auch ist es zum Mindesten zweifelhaft, ob das Go thenburger System zu empfehlen ist. Doch wenn erst der Verein praktisch zu wirken angefangen hat, wird er ohne Zweifel seine Anschauungen hier und da ändern, zumal er offenbar von der Voraussetzung ausgeht, daß aus dem Wege der Zwangsgesetze nichts zu erreichen ist. Sein Versuch, den Branntwein durch leichtere und unverfälschte alkoholische Getränke zu verdrängen, ist entschieden zu loben, doch wird der Verein gerade in dieser Hinsicht auf bedeutende Schwie rigkeiten stoßen, da in vielen Gegenden, namentlich Ostdeutschlands, die Bevöl kerung thatsächlich nur aus Armuth dem Genusse des billigen'Kartosfelfusels hul digt. Landarbeiter, die 15 Cents den Tag verdienen, sind selbstverständlich schlecht genährt, suchen die Blutwärme durch Alkohol künstlich zu steigern und greisen zu dem ihnen allein zugänglichen Kartossclschnap 'S. . o tn Tyier.Hospltal In Boston ist zur Zeit eine Anstalt un Bau begriffen, in welcher ein Hospi tal für erkrankte und beschädigte Haus thiere eingerichtet werden soll. Man hofft, in demselben zahlreiche Thiere am Leben erhalten und wieder gebrauöS sähig machen zu können, welche bisher aus Mangel an geeigneter Pflege getöd tet werden mußten. Mit dem Harvard College ist bereits seit Jahren eine Thier-Arzneischule verbunden und diese beabsichtigt, das fragliche Hospital unter Leitung deS Dr. Charles P. Lyman, früher an der kön. ThierArzneischule in London, nach dem Muster dieser An stalt einzurichten. Das Hospital wird aus dem eigentlichen Krankenhause in der Stadt und aus einer für die rationelle Pflege erkrankte? Thiere speciell einzurichtenden. 5 Meilen von Boston entfernten Farm bestehen. Ersteres ist namentlich für Pferde .und Hunde, letztere für Rinder, Schafe und ' Schweine bestimmt. Das Krankenhaus besteht auS einem Gebäude von 50 Fuß Länge und 50 Fuß Tiefe, drei Stock werken und einem gut erleuchteten und ventilirten Souterrain. Außer den für die erkrankten Thiere bestimmten großen und kleinen Stallungen, den Räumlich leiten zur Aufbewahrung deSFutters und . der Apotheke wird das Gebäude mehrere Hörsäle, die Bibliothek und die Wob nung des Hausverwalters und seiner Unterbeamten enthalten. Mit der An stalt wird eine öffentliche Klinik verbun den, in welcher krankte Thiere unent geltlich, jedoch gegen Erstattung de Selbstkostenpreises der verabreichtenMe dicinen behandelt werden. . Man hofft von dem Institute, daß es nicht blos unmittelbar von Nutzen sein, sondern auch zur Förderung der ThlerArznei künde im Allgemeinen wesentlich deitra gen werde.
Das neue Sprengmittek.
Die bereits früher von uns besprochene Ersmdung, Kohlen, statt mitSchttöPulver oder Dynamit, auf ungefährliche Weise mit Aetzlalk und Wasser zu sprengen, ist trotz ihrer überraschenden Neu bei! und geistreichen Methode in den Kohlengruben der Ver. Staaten noch nirgends, auch, noch nicht einmal versuchsweise, in Anwendung gekommen. Die Engländer Smith und Moore ha ben in neuerer Zeit in Kohlengruben in Derbyshire das neue Verfahren aus eine Stufe der Vollkommenheit gebracht, die allen Anforderungen genügt. Feingepulverter Aetzkalk wird m Cylinder von 2j Zoll Durchmesser gepreßt; die Cylinder entlang laufen Ausbuchtungen, in welche eiserne Röhren von. nicht ganz j Zoll Durchmesser eingeschoben werden, welche mit Löchern versehen sind; letztere sind, um ihre Verstopfung zu verhüten, mit Baumwolle umgeben. Diese Cylinder werden in die Bohrlöcher einge schoben und genau so, wie die die Svrenaladungen enthaltenden Patronen festgerammt, jedoch in der Weise, daßdie Enden der erwähnten eisernenRöhren hervorragen. Letztere können mittels habnverschlüjsen geöffnet und geschlossen werden und sind mit biegsamen Wasser röhren verbunden ; durch diese wird so viel Waffer eingespritzt, als der Aetzkalk Volumen hat. Die Wasserröhren werden sodann abgeschraubt und die Hähne an den Röhrchen geschlossen. Die Hitze, welche der durchnäßte Aetzkalk erzeugt, verwandelt einen Theil des Wassers in Dampf, und ebenfo stark, wie dieser. wirkt die auf den doppelten Raum aus gedehnte Patrone des AetzkalkS. ,5)ie Kohle löst sich hierdurch in großen Stük ken ab, der Vorgang ist völlig ungeHforliA. "7 - Das böse Amerika. . (AuS dem Berliner Tageblatt.) Nachdem man den Schutz geg: .r v.& amerikanische Schweinefleisch und den amerikanischen Speck glücklich erreicht hat, regt sich in agrarischen Kreisen die Hoffnung, auch gegen das amerikanische Getreide eme wirksame Abwehr zu erlangen, und man fordert vorläufig eine Er höhung der Getreidezölle auf das Drei fache der zetzt bestehenden Satze. Man wird versuchen, ob man damit aus komme. Diesen, bei der herrschenden Wirth schastspolitik nicht ganz aussichtslosen und deshalb gefährlichen Bestrebungen gegenüber lohnt es wohl, einen unbefan genen Blick auf die Productionsverhältniffe von Amerika und Europa zu wer fen. Es ist noch viel cultursähiges Land ln der Union und ln Canada unbenutzt. und es wird auch immer noch einigZeit dauern, bis der schon jetzt dem Raubbau unterworfene Boden so auSgesogen sein wird, daß er eine andere Bewirthschaf tung erfordert. Dann aber wird sich der landwirthschastliche Betrieb dem unsri gen nähern und auch in veränderterForm so lange Ueberschüsse an Getreide liesern, als die dünne Bevölkerung zu dem Con fum der eigenen Ernte nicht ausreicht. Vor zwanzig Jahren führte auch Deutschland noch regelmäßig Getreide auS, und bei besserer Wirthschaft und zweckmäßiger Düngung werden die amerikanischen Ernten nicht zurückgehen. Nach der anderen Seite hin ist es aber auch falsch, wenn, gestützt nament lich auf die vorjährige Schmoller'sche Arbeit, behauptet wird, die amerikanische Production laste sich in der jetzigen Art in das Ungemeffene treiben, da der äußerst fruchtbare Boden im Großen mit Maschinen bearbeitet werde, so daß es Weizenfelder von vielen Quadratmeilen gebe. Der Boden sei in seiner 2 bis 3 Fuß mächtigen Ackerkrume von unerschöpflicher Fruchtbarkeit, und so werde es möglich, den. Quarter Weizen, der jejjt in England 45 bis 46 Shilling koste, mit 29 bis 32 Shilling, ein schließlich aller Kosten, nach Liverpool zu liefern. Der in der letzteren Behaup tung liegende Widerspruch zeigt schon die Unrichtigkeit der Rechnung, denn wenn ungemeffen amerikanischer Weizen zu ca. 30 Shillinge nach Liverpool ge liefert werden könnte, würde er dort nicht 15 Shillinge mehr kosten. Augenblick lich kostet der gewöhnliche Weizen inNem York $1.20 per Bufhel und er hat trotz der reichen Ernten von 1879, 80 und 82 überhaupt nur ganz vorübergehend bil liger, in der Regel aber weit böber ae standen. Dieser Preis bedeutet 4041 Sh. per Quarter ode? 180 Mark per Tonne, und der Transport bis Enaland oder Hamburg kostet incl. Affecuranz und sonstiger Spesen reichlich noch 7Sb. per Quarter oder 35 Mark per Tonne, Zdad er ich unter 47 Sb. re v. 215 M. nicht beziehen läßt. Was haben nun theoretische Calculationen für Werth, wenn sie so wenig mit der Wirklichkeit übereinstimmen? Der New Jorker Preis ist jetzt fast so hoch wie der englische und der Berliner, und der Preis, zu welchem Amerika Weizen nach Deutschland liesern kann, würde einschließlich der Steuer nach alter Rechnung 85 Tha . . ?. . irr per arnjpei veiragen und vor zwanzig Jahren hier für sehr lohnend gehalten worden fein. Daö System der Raubbaues im Großen läßt sich nicht iwdas Unendliche ausdehnen. ES sinden dabei Menschen und Zugthiere nur wenige Monate Be schastlgung. denn eme Wmternirtbscbaft verträgt sich nicht mildem Zuschnitt, und oau ein solcher Betrieb nicht Landesregel werden kann, sondern immer Ausnahme bleiben, muß, liegt auf der Hand. Auch in . o V r v-.. ii um ocr auzzeroroenittqen rucy! f-.!t V.o cn o ! i r . . , viunu vrs overns maji o gar well yer, denn 13 biS15Bushel per Acre rechnet man als zufriedenstellenden Durchschnitt ertrag, und das entspricht 5 bis G Scheffel per Morgen, was wir bei uns für eme Mißernte halten würden. Die Wahrheit ist, daß mehr als die Uebermäßigkeit der amerikanischen Ge treideproduktion die U n z u l ä n g l i ch k e l t derselben zu fürchten ist. In Eu ropa bedürfen jetzt Englayh, Deutsch land, Italien, Holland, Belgien. Skan dmavien und die Schweiz auch bei guter
Ernte regelmüßiger Zufuhren vom Aus lande, welche allein in den beiden Arten des Brodgetreides Weizen und Noggen, im Durchschnitt ungefähr 100 Millionen Centner betragen. Deutschland allein hat im vorigen Jahre trotz der reichen i?rnte 25 Miöionen Centner fremden Roggen und Weizen verbraucht. Nord amenka aber ist bisher nicht im Stande gewesen, durchschnittlich die Hülste die ses Bedarses zu decken.
ileiks Veoursnll; nimmt aber wegen des Zuwachses der Bevölkerung jährlich um 4 bis 5 Millionen Centner zu, währ it l reno zu gleicher Zelt auch m den expor tirenden Ländern die Einwobnerabl und damit die eigene Consumtion steigt. In Deutschland selbst sind im Januar 1883 trotz der reichen Ernte 600,000 Eentner Weizen mehr eingeführt worden, als in dem gleichen Monat des Vorjahres. Wenn sich daher die ameiranische Getreideproduction nicht in zunehmender Progression vergrößert, so dürsten wir bald die Sorge um die Ver theuerung der Nahrungsmittel mit der Sorge um die Beschaffung derselben vertauschen müssen, und diese letztere würde schon jetzt sich fühlbar machen, wenn zufällig Europa und Amerika gleichzeitig von einer schlechten Ernte betroffen würden. Was das Verbot des amerikanischen Schweinefleisches anbetrifft, so wird es den Agrariern einen sehr zweifelhasten Vortheil bringen. Zur Schweinemast wird in Amerika hauptsächlich Mais ver wendet, wovon dreimal so viel gcerntet wird, als von Weizen. Soweit diese Verwendung unlohnend wird, wird man den Mais als Sprit ausführen und. in dieser Form auf die europäische Märkte bringen, und er wird dann den vaterländischen Branntweinbrenner ärgern. Mit dem bösen Amerika" wird man auf diese Weise schwerlich zu Stande kommen. W.r sind es, die sich daran gewöhnen müssen, mit dieser noch so jungs'ä'l'chen Productionskraft zu re6zNlN odc unsere fios. 'Konsumtion ütn ,r cMItir Z" belaste Die Einwanderung. Im Jahre 1820 wurde der erste. An sang dieses Monats der letzte ossicielle Bericht über die Einwanderung in die Ver. Staaten veröffentlicht. Sammt Iiche innerhalb dieser Zeit erschienenen Berichte weisen nach, daß vom 1. Jan. 1820 bis zum 31. Mär; 1883 über zwölf Millionen Menschen an den Küsten dieses Landes gelandet sind, um sich hier eine Heimath zu gründen. Diese für die Entwickelung der Ver. Staaten so ungemem wichtige Erscheinung ist von hohem Interesse, mögen wir nun die Höhe der Zahl und dere Schwankungen in verschiedenen Perioden, oder die Nationalitäten, oder die Berussarten, das Geschlecht und die Altersclassen der Einwanderer in's Auge fassen. Im Jabre 1820 betrug die Zabl der Ein Wanderer 8,385. Von diesem Jahre bis 1854 erblicken wir eine andauernde und stetige Zunahme, und in dem letzteren betrug die Anzahl der Immigranten 427,333. Im Jahre 1855 siel die Zahl auf etwas unter die Hälfte dieser 6uw rr.e, und von da ab nahm die Einwar.' derung bis zum Kriege jährlich und in sich vergrößerndem Maßstabe ab. Von 18l bis 1862 wanderten nur 89,000 Menschen ein. Von diesem Jahre ab tritt wiederum eine Zunahme hervor bis zum Jahre 1873, welches mit 459,803 Einwanderern in den Berichten sigurirt. In Betreff der angeführten Zahlen müs sen wir bemerken, daß sich solche bis 1807 aus das Kalenderjahr, von da ab aus das mit dem 30. Juni jedes Jahres en digende Fiskaljahr beziehen. Von 1873 bis 1878 tritt wiederum Ebbe an die Stelle der Fluth, und in letzterem Jahre war die Zahl der Einwanderer auf 138,479 die niedrigste Zahl seit dem Kriege gesunken. 1879 stieg die Immigration auf 177.82. 1880 auf 457,257, 1881 auf 600,431 und 1882 auf 788.992. Es ist schwer, sich einen klaren Begriff von der Bedeutung der letzteren Zahl zu machen, von einer Menschenmenge, die in einem einzigen Jahre in das Land gekommen und so zahlreich ist, wie die Bevölkerungen einer Großstadt wie Chicago und von einer der kleineren Städte wie Eleve land, Pittsburg oder Buffalo zusammen genommen. Und dabei ist es sehr wahrfcheinlich, daß schon in den nächsten Iahren die Zahl der Einwanderer aus eine Million und darüber steigen wird. In den früheren Jahren stellte Irland das zahlreichste Kontingent zur Einwan derung, spater überwog das deutsche Element und im letzten Jahre war das letztere stärker als die Einwanderung aller übrigen Nationalitäten zusammengenommen. Von den 12.009,000 Ein Wanderern haben Deutschland ein Drit tel, Irland annähernd ein Drittel, alle anderen Völkerschaften zusammen den Nest gestellt. Zur Einwanderung des letzten Iahreg stellten Deutschland 250,630, Irland 70,432. England 28.394, Schweden 64.607, Italien 32.077. Norwegen 29.101. Schottland 18.937 und Frankreich 6.003 Seelen. Während der Ueberfahrt starben im Jahre 1882 578 Passagiere, unter ihnen 412 Kinder unter 15 Iah ren. Von den 498,814 Personen männ lichen und 290,178 Personen weiblichen Geschlechts der voriährlgen Einwände rung stellte Irland zu den letzteren den größten, China den kleinsten Prozensatz, ersteres 46 grauen aus 100, letzteres Frau auf 340 Einwanderer. AuS Deutschland kamen 148,46 Männer und 102,164 Frauen. Wem Alter nach waren 171,021 Einwanderer unter 15 Jabren, 540.677 zwischen 15 und 40 Jahren, 77.294 über 40 Jahre alt. Dem Berufe nach hatten 2.992 eine so genannte höhere Ausbildung erworben, unter ihnen 543 Musiker, 479 Lehrer, 418 Geistliche, 264 Aerzte, sowie Journalisten. Bildhauer, Photographen und dgl; 72.664 hatten ein bestimmtes Ge werbe erlernt, unter ihnen 11,900 Zim merleute 6455 Bergleute.4366 Schuh macher. 4279 Maurer, 4099 Husschmie de, 3748 Schneider, 4325 Klempner. Küfer, Gürtler, Sattler u. daj., 2453
Bäcker, 2424 Spinner, 1015 Weber u. s. w.; 310,501 waren Farmer und ländliche Arbeiter, Eisenbahn- und Erdarbeite?, die eine gewisse Geschickttchkeit in diesen Berufen mitbrachten, und zu ihnen sind auch 23,010 Dienstboten ge rechnet ; 10,19 haben in den Einwanderungshäfen gar keinen bestimmten Beruf angegeben und 392,21 waren verheiratete Frauen und Kinder.
Der Werth eines jeden Einwanderers für dasLand ist der Gegenstand der ver schiedenartigsten Berechnungen gewesen, und letztere gehen in ihren Resultaten so weit auseinander, daß Einzelne den durchschnittlichen Zuwachs an Arbeits krast. abzüglich der Unterhaltungskosten, auf $1,5M, Andere auf nur wenige Dollars veranschlagen. Auf soliderer Basis beruht die allgemeineBeobachtung, ..r. v " .. - . l,up uic V5lliioanoerer in neuerer Im außer ihrer Arbeitskrast ein größeres Durchschnittsmaß vonGütern mit in das Land gebracht haben und noch gegen wärtig bringen, als srüher. Daß die Einwanderung, namentlich die künstlich und im Interesse der verschiedenen Monopole herbeigezsgene, auch wenigstens vorübergehend ihre Nachtheile für die Bevölkerung des Landes, resp, einzelner Theile derselben hat, kann nicht geleugnet werden, aber noch sicherer ist es, daß die Immigration zu dem Auffchwunge und Gedeihen des Landes in großartigem Maße beigetragen hat. DieserAufschwung bat bekanntlich in der gesummten Geschichte der Menschheit seines Gleichen nicht. Eine Zunahme der Bevölkerung von 9 Millionen im Jahre 1820 bis zu 50 Millionen imJahre 1880 ist gigantisch, und bei der gegenwärtigen Stärke der Einwanderung, bei der ständigen Zunahme derselben, die wir vorauszusetzen berechtigt sind, entzieht sich die Anzahl der Menschen, welche am Ende desJahrhunderts zwischen dem atlantischen und pacisischen Oceane Nordamerika bewohnen werden, jeder Schätzung. Ein erfreulicher Beweis dafür, daß die Einwanderer mit den Verhältniffen, die sie hier finden und die sie sich selbst im Lause weniger Jahre schaffen, zusrieden sind, muß in der Zunahme der von ih nen hier sür den Transport in Europa zurückgebliebener Angehörigen bezahlten Kosten erblickt werden. .Noch vor 6 bis 10 Jahren betrug die Summe der hier im Lande sür Einwanderer bezahlten Uebersahrts und sonstigen Reisekosten nicht ganz ein Viertel aller sür die Besörderung von Einwanderern ausgege gebenen Transportkosten, im vorigen Jahre betrug dieselbe annähernd die Hälfte. Einwanderer, die aus solche Blllete hm m3 Land kommen, wissen so fort, wohin sie ihre Schritte zu lenken haben und sinden die Stätte,vorbereitet; vom Nordwesten auS wird die Einwanderung auf di: angegebene Weise am meisten gefördert. Lieutenant toarautl W. Very von der Bnndesmarine und Herr Orlando 23. Wheeler, welche denVenus Durchgang lM' Austrage der Bundes regierung von Santa Cruz in Patago nien aus beobachtet haben, sind mit dem Dampfer Patagonia" glücklich inLiver Pool, England, eingetroffen. Beide ha IiimrnU? lfinfn to2 UfiHnntn vn uittii tiuf w -yj uu b ii vfcv yuiivuivii UTiUt den günstigsten Umständen beob achten tonnen und 224 gelungene plzo tographische Ausnahmen veranstalte!. Bom Jnlanve. inoe voriger lUioqt wur den Frl. Maky Grisfith und HerrVivian Neele in Baltimore ehelich verbunden. Die jetzt 21jährige Braut ist ein bemer kenswerthes Beispiel der von manchen Seiten bezweifelten Thatsache, daß auch heute noch selbst Männer der Wissen schast nicht im Stande stnd. Tod und Scheintod zu unterscheiden. Frl. Grif sich war vor drei Jahren eine Treppe hinabgestürzt und in Folge der erlittenen Verletzungen ernstlich erkrankt. Zwei Aerzte erklärten dieselbe für todt, und sie lag volle zwei Tage im Sarge. Das höchst zahlreiche Leichengefolge war versammelt, eine endlose Reihe vonKutschen stand vor dem Hause auf der Straße, und der Sarg sollte geschlossen werden, als sich an der Scheintodten Spuren des zurückkehrenden Lebens zeigten ; dieselbe erholte sich schnell und hat sich seitdem eine? vortrefflichen Gesundheit erfreut. Ein papierener Domsü das astronomische Observatorium von Columbia College" ist kürzlich von Wa ters & Sons in Troy, N.. N., den be kannten Fabrikanten von Papierbooken angefertigt worden. Die? ist der vierte seiner Art. Den ersten besitzt das Troy Polytechnic Institute", den zweiten und größten West Pomt , den dritten das Beloit.College". Das Verfahren zur Präpanrung des Papieres wird geheim gehalten. Jeder Dom besteht aus vier undzwanzig ectionen. Die am einem Holzgestell befestigt werden. DaS Pa pier hat eine Wicke von ungesayr em Zehntel Zoll und ist so steif wie Blech. Die Dome sind so leicht, datz sie mit ei ner Hand gedreht werden können. Der von Columbia College" ist 20 Fuß weit, II Fuß hoch und steht 100 Fuß über der Erde. .Unter den Wirthen in Newark, N.J., herrscht keine geringe Auf regung darüber, daß ihre am letzten Dienstage ausgestellten Licenzen wegen eines Formfehlers sammt und sonders für nichtig erklärt wordcn sind und neue Licenzen vor dem ersten Tage deS nach sten Termins im September dem Gesetze aemäk nickt verabfolat werben rönnen. Wie die Schwierigkeit gelöst werden soll, damit Diejenigen, welche bis dahin Getränke verlaufen, Nlcht auf die Anllage dank kommen, wird ihnen nicht wenig Kopsz?rbrechenmachen. Dak Einer seine Stief mutter heirathet, das kommt wohl nicht öfter vor. In diesem Falle besindet sich ermann Vavtt. der vor einigen xagcn in Columbus, Ohio, seine HeirathsLicenz holte. Befragt, ob seine Braut, Elisabeth Vavst. mit ihm verwandt sei. bekannte er nach einigem Zögern, daß sie seine,Stiefmutter .sei. .Sie .ist übn
genS erst 22 Jahre alt und feit einem Jahre eine Wittwe. Die Licenz wurde , ihm ausgestellt. JeffersonDavis hat sich. neulich dahin geäußert, daß sein Staat, ! Mississippi, so gedeihlich sei wie irgend . ein südlicher. Er sei besonders für Ca pitalisten einladend, welche am Golfe ! große Hotels errichten wollten. Dort ' ,f,4 . ..:rv. r-r. v , nr . r . v
lullu iimuu uuiuc vsuounjiuiijcn, uno t,: OrlXi xrv .... ri-i i r I die Fichtenwälder strömten einen für kranke Lungen heilsamen Dust aus. Die Fischerei sei ausgezeichnet, und die Jagd auf Waffergeflügel ergiebig, ebenso wie die auf wilde Puter und aus Hirsche. Der Staat erzeuge mehr Baumwolle als jeder andere und besitze Baumwoll und andere Fabriken mit' 10,000 Händen-
und $7.000,000 Capital. Orangerie ' TL " TfS;!rVh.. TOini. und Wein-Anbau blühe. Kurz, es sei'se RnrtMriH nnrKAT.hft , stttö Makoff, finde folgend 23c
g. v. Ji New Bork wurde die ucn -ujiut. -uiunsuuJi utucu uic äiuu Palii tttoint Klage BelressZErlanaung ! Bon3000, wlch? bi. Pa.'i , von Wwe. Manzocht gegen die Diva dem nunmehr ventorbenen Gatten der Klägerin für Gesangsunterricht angeb ich schuldete, niedergeschlagen. Wie verlautet, hat übrigens die Patti der Wittwe, die in bedürftigen Verhältnissen ebt, em namhaftes Geldgeschenk ge macht. Während der Confe r e n Z der anti-polygamistischen Mormonen in Ktrtland, O., las der Vorntzende em Antwortschreiben deS Staats-SecretärS Frelmghuysen vor. Derselbe war er ucht worden, sem nach Europa geschick es Rundschreiben, in welchem Auswan derer vor den Mormonen gewarnt wer den, dabm umzuändern, dau die nicht ! der Vielweiberei huldigenden Mormo! nen davon ausgeschlossen wcroen möch ten. Darauf hat Herr Frelinabuvsen erwiedert: Es ist gegen den Brauch unserer Regierung, durch ein Circular irgend eme besondere Glaubenssorm zu dilligen oder gutzuheißen. Dem Gesetze nachkommende Einwanderer sind vor Behelligung gesichert." Die Bundeshauptstadt Washington nimmt neuerdings einen nie vorher erlebten Ausschwung. Jeder einigermaßen bemittelte Senator und Congreß-Reprasentant will sem eignes Haus besitzen, und die reicheren unter ihnen bauen sich Paläste, m deren Pracht sie einander zu überbieten suchen. Die oberen Bundesbeamten wollen ihnen darin nicht. nachstehen, und von den etwa 1,000 mittleren und unteren sind genug, welche in einer längeren Dienstzeit so viel zurückgelegt haben, um ein eige nes Haus erwerben zu können, und wäre es nux auf Theilanzahlungen. Die Zahl der neuenGebäude soll seit kurzem in die vielen Hunderte gestiegen sein, und der Häuserdau auf Spekulation beschäftigt große Kapltallen, welche aus Boston und New Bork fließen. DieArbeiten zurVerbesserung von Hell Gate, lm nördlichen Ein gange des Hafens von New?1ork, leiden. wie alle derartigen öffentlichen Arbeiten hierzulande, an krankhaften VerzögeAI 1s . rungen. maß) aHtiayrlger Arbeit sind blZ zum 31..Januar 1883 20,236 lin. Fuß Tunnel und 19,382 dreizöllige Sprenglöcher in den stehengebliebenen Trägern und im Dache mit einenKosten auswande von $765,515 vollendet wor den. Seitdem ist aber nur wenig geschehen, weil der Congreß die nöthigen Bewilligungen nicht gemacht hat. Wenn jetzt regelmäßig weiter gearbeitet würde, so würde die allgemeine Sprengung mit 200,000 Pfund Dynamit noch im October dieses Jahre vorgenommen werden können, so aber steht dieselbe nicht vor dem Oktober 1885 zu erwarten. Hierdurch findet nicht allein ein Verlust von Zeit, sondern auch von Geld statt, denn um die Stollen vor dem Ersaufen zu be wahren, ist eine continuirlich arbeitende Pumpanlage nöthig, deren Kosten für die zwei Jahre Aufschub aus $30,000 veranschlagt werden. Ein Butterverkäufer in New Z)ork hat sich in seinem Laden einen Kasten, der wie ein Telephon aussieht, anbringen lassen'und suchte seinenKunden einen großartigen Begriff von der Ausdehnung seines Geschästs dadurch beizubringen, daß cr im Beisein derselben wiederholt an den Kasten lief, und große Bestellungen hiueinrief, die von der Niederlage aus besörgt werden sollten. So rief er dieser Tage : Nic, sofort 80 Pfund Prima Butter in French's Hotel schicken." Da sagte eine ältere Dame, sür die gerade zu der Zeit ein halbes Pfund Butter ab gewogen wurde : Jch habe mich schon ost über die vielen und großen Geschäfte gewundert, die Sie durch das Telephon erledigen, aber jetzt sehe ich, daß die ganze Geschichte ein fauler Schwindel ist; French's Hotel, neben dem ich wohne, ist seit zwei Monaten ge ichlossen." . Jonr Auslande. Nach den neuesten Nach richten aus Frankreich scheint eö nunmehr keinem Zweifel mehr zu unterliegen, daß dort die Bewaffnung der gesummten Li nien-Jnfanterie mit einemRepetirgewehr beschlossene Sache ist. Der Köln. Ztg." schreibt man hierzu auS Berlin : Außer der Schweiz war e5 bis jetzt nur noch Frankreich, welches wenigstens bei seiner Marine-Jnfanterie ein Magazingewehr (System Krapotschek) schon seit Jahren eingeführt hatte, und es scheint auch jetzt die ersteGroßmacht sein zu wollen, welche die Masse der Infanterie mit der Repetirwaffe versteht. Einen Vorsprung vor den übrigen Armeen wird Frankreich durch diese Maßregel nicht gewinnen, da Über kurz oder lang die anderen Staaten seinem Beispiel folgen werden oder richtiger folgen müssen, um nicht hinter Frankreich zurückzubleiben. Denn daß das Magazingewehr dem jetzt gebräuch lichen Einlade? aus technischen und tak tischen Gründen überlegen ist,' steht au, ßer Frage, und es war wohl lediglich der Geldpunkt, der die großen Mächte ab hielt, daö Repetirgewehr zur allgemeinen Einführung zu bringen. In Deutschland kann man dem Vorgehen der Iran zosen abgesehen von der finanziellen Frage mit Gleichmuth insofern entae
gensehen, alS schon seit geraumer Zett theoretische und praktische Versuche mit Magazingewehren der verschiedensten Construction angestellt uorden sind, als deren Ergebniß die Annahme des Mo dells Mauser sicher zu sein scheint. Nöthigenfalls ist dann Deutschland in der Lage, seize Infanterie mindestens eben so schnell mit einem Repetirgewehr zu -- . rv je .er if.S
vcwannen wie ttranireiq. vcnitl ' . r . . . .., . fre .5. ..c nimmt aber diese Steeple Chase auf Militär technischem Gebiete bald ein .Ende, denn sie kostet eine Masse Geld, iohne daß eö einem oder dem anderen Concurrenten gelingen wird, vor den übrigen einen nennenswerthenVorsprung zu gewinnen." O - I - CVl Atodii.Atf . nirAt rf rntmftr k den wenigen unbefleckten gerechnet, die UlVtlUiltyWtt . fcU4U, VlH .litlV, g v. ... y, . v. it.S. " ' S5' viv v h y u 3 T i 7 Zaren ein Vertrauensmann war, er schießt sich wegen Unterschlagung, Beste chung. Wie man weiß, war Makosj Vorsitzer der sogenannten Judenkommis sion, welche die msolge der letzten Juden unruhen iV Schwanken geratheneStel'' lung der Juden gesetzlich neu regeln sollte. Die Haltung der Regierung ließ wenig Günstiges für die Juden von die t Commission erwarten. Wenn aber Makoss zum Vorsitzer bestimmt wurde, so lag darin ein besonderes Vertrauen ausgedrückt, weil gegenüber dem Gelde und der Gewandtheit der Juden ein ganz besonderer Grad von unbeugsamer Wi derstandskrast erforderlich ist. Dennoch, heißt es, hat auch Makoff dieser Be stechungsgewalt nicht standgehalten ; die Judenkommission war bereits erkauft,die Juden ihres Sieges sicher. Da drohte Entdeckung und Makoss entleibte sich. Alle Kämpfe gegen die Seuche haben noch nicht einmal vermocht, dieselbe aus der unmittelbaren Nähe de? Zaren zu verscheuchen. Peter I. wollte für jede von Beamten verübte Veruntreüui.z den Galgen einsühren ; sein Minister Ji.u schinski aber fragte : Wollen Ew. Majestät allein im Reiche zurückbleiben? Wir stehlen alle !" Und wenn Alexan der III. mit Galgen und Rad gegen die Seuche vorgehen wollte, wie Peter that, er würde doch nichts ausrichten. Denn ein Dieb hängt den andern nicht gern, und der Mechanismus der Bureaukratie hat weder die Krast noch den Willen.der Seuche entgegenzutreten. Es wird heute so arg gestohlen als nur jemals, und zwar so gut von den staatlichen Beam ten in den Behörden, als von den priva ten Beamten mn Banken, landwirth schastlichen Kreditkasien, Eisenbahnen und anderen Einrichtungen. W i e man ausLemberg meldet, ist auf Initiative des Krakauer ReichsrathsAbgeordneten,RabbiSchrei ber, von 320 gleichgesinnten Rabbinern ein Manifest unterfertigt und veröffer.t licht worden, worin über die Führer der jüdischen Fortschritts.Partei in Galizien Ver Bann verhängt und gleichzeitig den Gläubigen verbaten wird, Resorm-Ju-den in den Gemeinderath, den Landtag, den Zieichsrath und die Handelskammer zu wählen. Die Ober-Staatöanwalt schast hat den hiesigen StaatSanwall angewiesen, Vorerbebungen, eventuell die strasgerichtliche Untersuchung wegen des Verbrechens der Erpressung einleiten zu lassen, zumal in dem erwähnten Ma nifeste die orthodoxen Juden unter An Drohung deS Bannes zum Aufgeben jeglichen Verkehrs mit ihren fortschrittlich gesinnten Glaubensgenossen aufgesor dert, somit im Sinne des StrasgesetzeS zu einer Unterlassung gezwungen wer den. In Folge desien hat bereits in der hiesigen Druckerei des von orthodoxen Juden unter der Aegide deS Abgeordne ten Schreiber herausgegebenen Blattes Machsike Hadas" eineHausdurchsucdung stattgesunden, bei der die ganze Auflage der Nummer 8 der genannten Zeitschrift sammt dem Maniseste der Nabdiner mit f Beschlag belegt wurde. Es wird ange nommen, daß diese Maßregel in ursäch lichem Zusammenhange mit Schreiber's Tode steht, welcher durch Ausregung ver ursacht sein dürste. Schreiber starb am 2G. März, wie es heißt, am Schlagfluß, er war 63 Jahre alt und das Haupt der ortbodoren Juden. yerr von Lesseps ha! seine Inspektionsreise in Algerien been dct und ist nunmehr fest überze,? ', daß die Anlage eines Binnenmeeres lüdlich von Algier und Tunis keine großen Schwierigkeiten bieten würde.- Der Sand ist bis zu einer Tiefe von 73 Me tern gleichmäßig compakt, und er glaubt, daß die nothwendigen Erdaushebungen mit 100 Baggermaschinen, die 100,000., Arbeiter ersetzen würden, vollendet wer den könnten Lesseps wmde von der arabischen Bevölkerung sehr freundlich ausgenommen. ' Das Schicksal einiger junger englischer Mädchen, die in Lon' don angeblich für ein Berliner Theater als Ballettänzerinnen engagirt wurden, erregt allgemeine Theilnahme. Sie reisten nach Berlin, wo ihnen der Agent, ein Herr Steinberg, erklärte, daß er sür . sie in der deutschen Residenz keine Verwendung habe, sondernsi e nachWarschau schicken müsse. Die Mädchen weigerten sich dessen, machten aber schließlich gute Miene zum bösen Spiel. In Warschau nahm sie ein Herr Holtzer in Empsang. Von einem Theater - Engagement war wieder keine Rede. Zwölf Briefe darunter auch Geldbriefe die an die Mädchen von ihren Eltern abgesandt wurden, gelangten nicht in ihre Hände, und sie geriethen in die bitterste Noth. Seit mehreren Wochen sind si: ganz verschollen, und die bekümmerten Eltern baten nun den Polizeimeister .um seinen Rath, den er ihnen jedoch vorläufig, nicht zu ertheilen in der Lage war. Die Sache wird wahrscheinlich sür die bei nicht ganz glatt ablaufen, und wenn Jemanden in diesem .ExportGeschästeeine Schuld trifft, so steht nur zu wün schen, daß ihm eine exemplarische Bestra r .x ri ä. tl.!t jung nicht erspart bleiben möge.
n
