Indiana Tribüne, Volume 6, Number 210, Indianapolis, Marion County, 18 April 1883 — Page 3

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tcr große morzenstillor bcilt NhenkNlltismus, Ni'lcteuschmrrzen, Berrrukuttgen, KopsZchmerzen, Zahnschmerzen, Gliederreißen, Jiciiraftjiu, ? Vll )t t C 1 1 1 C ! I , Ih'ül'umqcn, Gclcjttvull't. iccVcnl'dui)), BilZttdüinnden, Schttittlvnnden, Berstanchnngen, Onetschttttgen, Hiistenleiden, merzen. !ahob$ Oel dcüt ati Zmtr?n. wtl&t tin äiiiciiiif4 " Mittel bci'.ötl'i.ieu. Farmer und Biehzüchtcr fintn in büt 2 t. afi'tv 0 l einunübettntfUi j;cilnuttfl gegen di Ivebre k? icMtanl t. lcr aUIH Zt. ZkkadZ Cct ist eine genaue l?k-br.ind'-.litii'tr'.finui in teiitfd'er, enaliicher, sranzösi, iAr, )VMiiifvt)r. ji!'U'oiKtr, froUaneiKixr, fcänififrer, l'ob!!iinr, pvrlttgisischer iiiiö iwlicnifa Sprache l-ciae-Vben. " fc-itw AUtt ct. 7slfot4 Ccl tostet f.o Cent (fünf aJ.u'Jch für !.'.''" iit in jftcr Slwtbet ;u haben et?r wiro bei tfcuiliiiucn tuvt nitt weniger aU J".ii irei na. tiiWii ibeiUn tir Vereiingleil Staaten ocvfantt. iWin Vcreiürt: TIi ';:arl'S A. Voselor r;,iif"'c.l.,,r von .1. i'o.uler A Co.) Baltimore, Md. Daö todte Hmls. ttonian von (Sari Qd: sefutnu ) Tie alte .t?ür.::iicrjuna,fcr lentc die 5yeekanne so heftig aus den Tisch, daß da? ganze crvice klirrte. Geben Sie sich doch nicht so albernen Erwartttagen hin,- schalt sie in beinahe keifendem Tone, Ihre Iran Grohiante war direkt empört, von mir zu erfah ren, daß sie mit einem Manne auf der Eisenbahn gesprochen haben, und wenn der Mensch es wögen sollte, sich vor unserer Thür schcn zu lassen, würden ihm gemiu sehr unsanft lie Wege gezeigt wer den.Wober wlssen ie denn, bap es ein guter Mensch war ? M,m lächelte Angelika, mit dein Ausdruck vollster Ueberzeugung, das lag ja schon in seinen ÄUAkn." D orolhc schlug jet-.t d!c Hcindc zu 'ammen. .Lassen i&'.e doch Ihre VorauZset'.un gen," silhr sie W: jllllgc Mdchen hitzig n, .die noch alberner und unpassender sind wie Ihre Erwartungen. Gehorchen Eie einfach dem, wa? ich Ihnen sage, damit Sie nicht mit Schimpf und Schan de wieder aus dem Hause gejagt wer-den.-Tiescr harte Ausdruck war Angelika denn doch zu arg. Sie glaubte, eine solche Behandlung nicht zu verdienen. Stolz lichtete sie sich ans und erwiderte mit großer Bestimmtheit, der cs trol; ihrer Jugend nicht an Würde fehlte: Ich glaube, daß Sie zu weit gel,en. und daß meine Tante Ihnen wohl erlaubt haben mag, mich zu beaussichtigen, aber nicht, mich zu beleidigen. Im schlimmsten Zalle würde ich schon den Weg zu ihr finden und mich über Sie feefh gen." Dorothea worüber diesen Widerspurch und diese Drohung Angelika's starr ; sie zitterte vor Wuth und vermochte im ersten Äugenblick gar keine Erwiderung zu sinden. Da öffnete sich die Thür und Jordan trat ein. Es ist gut," rief Dorothea dem Eintretenden entgegen, daß Sie kommen, 5)err Jordan! Denken Sie nur, daß Frau-, lein Angelika sich in offener Widersetzlichkeil amen meine Anordnungen auflehnt

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Gelenksch

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und mir droht, gegen den eigenen Befehl

der gnädigen rau, dieselbe in ihrer Zurückge;ogenhe:'t aussuchen zu wollen. Bestätigen Sie doch als Verwalter und stellvertretender Herr des Hauses der wiederspenstigen jungen Dame.das; ich die Wahrheit sprach." Jordan näherte sich langsam dem Theetische, ohne daß man das Geräusch seiner Schritte auf dem weichen. Teppich hörte. Lautlos wie eine Schlange, die ihr Opfer sucht, glitt er herbei und richtete den Blick seiner grauen Raubthieraugen durchdringend auf Angelika. Die Zuversicht, mit welcher die junge Dame gegen Dorothea gesprochen, und die sich aus ihrem Gesicht ausgedrückt hatte, verschwand sogleich, als ihr Blick dem Blicke Jordan's begegnete. Sie fühlte sich unter dem Bann dieser scharf auf sie gerichteten Augen förmlich gelähmt, gerade wie der Vogel vom Blick der Schlange gebannt wird. - Ich kann nur bestätigen," sagte er zu Angelika trocken, .daß die gnädige Frau jeden Besuch, auch den Ihrigen verad scheut." Mein Gott," erwiderte Angelika schüchtern, denn sie verlor in Jordan's Gegenwart ihre ursprüngliche Munterkeit immer mehr, .sie kennt mich ja noch gar nicht, wie kann sie denn gegen mich eingenommen sein m .Sie haßt aber Ihren Vater und Ihre Mutter," entgegnete er scharf, indem er sich an den Tisch setzte und von Dorothea eine Tasse Thee 'empsing, .und hat uns streng verboten, ihr überhaupt nur von Ihnen zu sprechen." Als Angelika ihre Eltern erwähnen hörte, brach sie in Thränen ans. Jordan's Gegenwart war ihr so unheimlich, daß sie, als er am Tische Platz nahm, zurückrückte. Sie brauchen sich nicht zu fürchten," sagte Dorothea in etwas sanfterem Tone wie bisher, .und Sie werden eine Zeit lang ruhig hier bleiben können, wenn Sie sich keinen Ungehorsam gegen die Besehle der gnädigen Iran zu Schulden kommen lassen." Vielleicht hätte sie noch freundlichere Worte gesagt, aber ein Blick, den ihr Herr Jordan zuwarf, ließ sie verstummen. Die alte Jungfer war nicht schlecht, sie stand nur ganz unter Jordan's Einfluß. Ich werde Ihnen gehorsam sein," flüsterte Angelika, den Blick nach Dorothea gewendet, da sie sich nicht überwinden konnte, Jordan noch einmal anzusehen, sagen Sie mir nur, was ich thun soll, es wird gewiß geschehen." Da ist Ihnen auch zu rathen," ant ortete Jordan für Dorothea, es würde auch sonst umSie geschehen sein und wenn Sie der gnädigen Frau nur einmal in den Wurf kämen, fo würde sie Sie nicht einen Tag länger im Hause dulden. Um sich vor diesem Unglück zu sichern, dürfen Sie Ihr Zimmcr nie verlassen, die Stunden ausgenommen, wo Sie im Garten spazieren gehen." Was stets des NachmittzzZ grs&h wird," fügte Dorothea hinu, die Morgenstunden bat sick dj au&i Rrau reierviri.' Der G:danke, sich wie eine Gefangene behandelt zu fehen, betrübte Angelika, allein sie fand die Befolgung aller dieser Befehle doch noch leicht im Vergleich zu der Gefahr, verstoßen zu wetden. Sie hatte in der Pension, seitdem dort die Zahlung des Gtldes für sie ausgeblieben war, schon bittere Erfahrungen genug gemacht, um nicht die. Wohlthat des freien Aufenthalts in dem Hause ihrer Großtante schätzen zu können. Aber ihr frischer Jugendmuth, mit dem sie hierher gereist war, schwand mit jedem Augenblicke mehr und mehr, je länger sie die jede freie Regung erstickende Lust des todten HaufeS athmete. Angelika war in ihrer Resignation, alle ihre Erwartungen hier so getäuscht zu sehen, so lieblich und so fügsam, daß es für Dorothea der ganzen Gewalt bedürfte, welche das Andenken an Jordan und dessen Pläne über fie hatte, um nicht durch den Zauber erweicht zu werden, der in jeder Miene und jeder Bewegung des jungen Mädchens lag. Der Thee und die ihr vorgesetzten Speisen wurden kaum von Angelika berührt. Sie stand bald auf und bat, sich in ihr Zimmer zurückziehen zu dürfen. So sinster dasselbe auch war, schien es ihr doch ein Paradies zu sein im Vergleich zu dem Aufenthalt am Thcctisch, der ihr durch Jordan's Gegenwart unheimlich gemacht wurde. Sobald sie hinausgegangen war, machte Dorothea Jordan Vorwürsk, daß er gegen das arme Kind zu hart gewesen war. .Glauben Sie ?" Wenn Sie wüßten, was bereits gefchehen ist, würden Sie anders sprechen, ich vergesse leinen Augenblick, was durch diese schwarze Kreatur für uns aus dem Spiele sieht.Was meinen Sie V Der Marder schleicht bereits um den Taubenschlag." antwortete er grinsend, aber wir wollen ihm schon so scharfe Fuchseisen legen, daß er draußen bleiben soll." .Aengstigen Sie mich nicht durch räthselhafte Worte," bat Dorothea und legte ihre Hand auf feinen Arm, um ihn aus seinem Platz festzuhalten, von dem er sich erheben wollte. Er stieß ihre Hand ziemlich unsanft zurück und stand nun wirklich auf. Lassen Sie mich sagte er dab:i. Sie sollen zugleich erfahren, weshalb ich eigentlicy zu Ihnen gekommen bin Dorothea blickte ihn neugierig an. Er ging nach der Thür, trat hinaus und, kam sogleich wieder in daZ Zimmer zu-. rück. ' .Deswegen kam ich." Bei diesenWorten hielt er ihr ein pracht-z volles Tellerbouquet von weißen Azalien! entgegen, in dessen Mitte ein Tuff dunkelrother Rosen eingefügt war. Dorothea sprang mit verklärtem Gesicht auf und wollte das schöne Bouquet neh-' men. ' ., . ; 0, mein Freund, wie galant und !le-' benswürdig sind Sie." Er lächelte hohnisch und zog den Blumenstraun zurück.

Ich behalte mir vor, treue Freundin,

sobald die Verhältnisse es gestatten, Sie mit MKenblüthen zn schmucken, aber diese Blumen sind nicht für Sie." .Nicht?!' kam es enttäuscht und sehr gedehnt über ihre Lippen, indem zu den gewöhnlichen Runzln auf ihrer Stirn noch mehrere hinzutraten, ,.sür wen haben Sie diese Blumen denn re-sorgt?-Er zuckte die Achseln. .Ich", belehrte cr sie, habe diese Blumen nicht besorgt, sondern sie vorher an der Hausthür nur in Empsang genommen. (?'in Gart'erbursche zog die Hansglocke und ich kabr, wie Sie wissen, die Gewohnheit zu öss,n. Da erhielt ich das Bouquet nebst diesem beifolgenden Zettel." Er hielt ihr ein kleines Papier hin, das er aus seiner Westentasche zog. Dorothea las : Willkommen in unserer Stadt! Der Reise geführte." Dann kehrte Herr Jordan das Papier um. Sie las auf der anderen Seite : DerBaronep Angelika von Bartenstein." Dorothea stieß einen Ruf zorniger Ueberraschung aus und streckte drohend die Hand nach der Thür, durch welche Angelika vorher hinausgegangen war. Als ich Sie mit dem Mädchen sprechen hörte," fuhr er fort, hatte ich das Bonquet vorläufig draußen verborgen, da sie natürlich niemals erfahren darf, daß dieser galante Ritter, weitere Annäherung an sie zu snchen wagte." Niemals, niemals," warsdic alte Kam mcrjungfer ein. Es kommt also Alles." sprach Jordan weiter, .ioie ich dachte, heule die Blumen, morgen der unbekannte Verehrer selbst." Man muß ihn abweisen'eiferte Dorolhea. .Es ist wohl nöthig," spottete er, daß Sie mich darauf erst aufmerksam machen müssen. Ich würde hiernach auch schon viel strengere Maßregel ergreisen, um die Ruhe in unserem Hause zu bewahren, wenn ich von Ihnen nicht schon wüßte,daß die gnädige Frau der gefährlichen Kleinen nickt tebr aewogen ist." lFortsktzung folgt.) Dcutsclic Lokal - Nackricbtctt. M a i n z, 23. März. Ein jüngst vor der riesigen Strafkammer verhandelter Prozeß in einer Anklage wegen Verbrechenö gegen die Sittlichkeit, bei welcher Gelegenheit mehrere schulpflichtiaeMädchen als Zeuginnen einen unbefchreiblichen Grad'von sittlicher Verkommenheil dokumentirten, gab dem Stadtverordne ten Rucke in der heutigen Stadtvcrord netensitzung Anlaß zu dem Antrag : Die Stadtverordneten wollten beschließen, den vorgesetzten Schulbehörden den Wunsch und die sichere Hoffnung auszusprechen, daß derartige unsaubere Ele mente aus unseren Volksschulen ausgeschlössen werden. Oberbürgermeister Dumont begrüßte den Antrag und versprach seinerseits das Möglichste im In. teresse unserer Volksschulen zu thun. Aus Thüringen, 30. März. Der wegen Unterschlagung amtlich ander trauter Gelder flüchtig gewordene Bürgermeister Marbach, welcher sich vor einiger Zeit, als der Gerichtsvollzieher die Futtervorräthe verkaufen wollte, unter dem Heu hervorkroch und sich seinenVerfolgern durch die Flucht in den Watt entzog, ist, einer Nachricht aus GehauS zufolge, nach Amerika entkommen. Ein von ihm aus Rotterdam an seine Frau gerichteter Brief, welcher seitens derPost Verwaltung aufgefangen und dem Amts gerichte zu Lensseld übergeben wurde, hat sein Verbleiben verrathen. Daö Landrathsamt und der Stadtrath zu Gera haben Legitimationskarten auöge füllt, deren Inhaber autorisirt sind, bei vorkommenden Thierquälereien, sowie auch bei Vogelstellern als Vertreter da beiden genannten Behörden einzufchrei ten. Kiel, 29. März. Der bisherig, KreiS Kiel soll durch Ausscheidung de, Stadt aus dem Kreise zum 1. April d. I. in zwei Theile getheilt werden. De, neue Stadtkreis Kiel wird im Augenblick seiner Errichtung etwa 46,000 Seele umfassen. Der verbleibende Landkreis Kiel wird 42,000 Seelen zählen und 92 Kommunen umfassen, darunter die Stadl Neumünster, 73 Landgemeinden und 12 adelige Güter. Berlin, 28. März. Ueber die Per sönlichkeit des Mörder Sobbe, welche, den Briefträger Kefsäth ermordete, witt auS Gernrode berichtet : Ernst Sobb, ist der jüngste Sohn des auch in weite ren Kreisen bekannten sküheren Wirthes des StubendergeS, Heinrich Sobbe. de: im hohen Alter im verflossenen Herbst gestorben, nachdem er Wochen vor feinem Tode geistig umnachtet war. Von Ernst Sobbe leben gegenwärtig noch 5 Schwestern und zwei Brüder. Zwei der Schwestern sind hier an sehr angesehene Männer verheirathet. Von den drei anderen Schwestern ist eine in Halberstadt, die andere in Langenweddingen, die dritte in Magdeburg verheirathet. Von den Brüdern ist nur einer verhei rathet.' Nach der Confirmation kam Sobbe zu dem Kaufmann L. in Quedlinburg, in die Lehre, wo er aber nicht auslernte, sondern von feinem Principal wegen Unregelmäßigkeiten in der Kasse entlassen wurde. Lange hielt er es dann nirgends mehr aus und überall verbrauchte er viel Geld. Das kleine Capital, welches er von seinem Vater ererbte und wovon er noch 500 M. auf die hiesige Sparkasse gegeben, die er sich aber Anfangs März schicken ließ, 'hat er sehr rasch aufgebraucht. Sobbe machte einen nicht unangenehmen, ja einen gutmüthigen Eindruck und es hat ihn woil keiner seiner Altersgenossen einer solch' scheußlichen That für sähig gehalten. Arbeitsscheu und Leichtsinn haben ihn auf die Verbrecherbahn geführt. Dresden, 30. März. Der Bild, haue Professor Schilling hat hier das

große Relief, welche die Front des Na

tionaldenkmals auf dem Niederwald zu schmücken bestimmt ist, ausgestellt. Die Hauptfiguren desselben haben Lebensgröße und treten, zum Theil in voller Rundung, aus der Fläche heraus. Es stellt die Wacht am Rhein dar. Selbstverstandlich ist dem König Wilhelm, als dem Bundesfeldherrn, der Hauptplatz angewiesen, während sich um ihn die regierenden Fürsten schaaren und dicht vor ihm die Repräsentanten des Heeres mit dem Bundeskanzler Bismarck und dem Generalstabschef Moltke an der Spitze angebracht sind. Das masstve Relief wird auf dem Denkmal beinahe den ganzen Raum zwischen den geflügelten Eolossalgestalten Krieg und Frieden einnehmen. AuS Württemberg, 29. März. Wie der Staatsanzeiger für Württemberg" meldet, werden vom April ab die sich innerhalb des Reichsgebiets bewegenden Postkarten, welche nicht die Marke des Aufgabegebiets, sondern die jenige einer andern deutschen Verwal tung tragen, gegen Erhebung von 5 Pf. Porto und 5 Pf. Zuschlaggebühr bcsör dert. Unrichtig verwendete Postwerthzeichen des Bestimmungsgebietes werden demEmpfänger gutgerechnet. (Dieselbe Bestimmung gilt selbstverständlich auch für Baicrn. Bekanntlich haben Baiern und Württemberg in dieser Angelegen heit hier mit der Reichspostverwaltung erhandelt.) Köln, 24. März. Herr Baron Sarter in Paris, der Erbauer des großartigen Schlosses aus dem Drachensels hat den Nothleidenden der Eifel eine hochherzige Ostergabe zugewandt. Er theilt heute mit, daß er mit Rücksicht auf den in der Eifel herrschenden Mangel an Saatfrucht und mit Rücksicht auf die jetzt so günstige Gelegenheit, für eine gründliche Besserung der Kartosfelaussaat in der Eifel dauernd zu sorgen, sich bereit erkläre, den allerärmsten Landleuten dkr fo hart betroffenen Eifeler Gegend Saatkartoffeln der allerbesten Qualität bis zu 200,070 Pfund an irgend einem Eisenbahn - Eentralpunkt der ärmsten eifeler Gegend unentgeltlich zur Verfügung zustellen. Mannheim, 24. März. Gestern und vorgestern stattete der Reichstags abgeordnete Herr. v. Vollmar seinen hiesigen Freunden und Parteigenossen' einen Besuch ab und erfreute sich bei die ser Gelegenheit der zartesten Aufmerksamkeit der Polizeiorgane, die ihn überall hin begleiteten. Die Letzteren haben nun gestern bei dieser Veranlassung einen Irrthum beganqen, der größe Heiterkeit hervorgerufen hat. Die Ehefrau eines hiesigen Schneiders, Louise Schaub, welche in früheren Jahren Erzieherin in der Familie v. Vollmar's war und ihren früheren Zögling, den jetzigen Reichstagsabgeordneten, seit einer Reihe von Jahren nicht gesehen hatte, besuchte denselben in seinem Hotel und blieb längere Zeit im Gastzimmer mit ihm zusammen. Ob nun ein hinhorchender Schutzmann aus dem vertraulichen Namen Louise" Verdacht geschöpft hat, oder welche Verdachtsmomente sonst vorgelegen haben mögen, kurz, als Frau Schaub das Hotel verließ, wurde sie auf der Straße verhastet und trotz der sofortigen Angabe ihres Namens nach dem Polizeibureau verbracht. Dort sagte man ihr aus den Kopf zu, sie sei Louise Michel aus Paris, man brachte sie in das AmtSgefängniß, untersuchte sie auf das Gründlichste, ohne auf ihre Protestationen zu hören, und erst nachdem man sie nochmals auf das Polizeidureau geführt hatte, wurde sie entlassen. Leipzig, 28. März. An- Stelle des einfachen, unscheinbaren Gedenksteinö, welcher zur Erinnerung an die einzige Lutherstätte im engeren Sinne innerhalb des Königreichs Sachsen im Jahre 1817 errichtet wurde,soll aus Anlaß der 4!)0jährigen Geburtstagsfeier Dr. Martin Luther's ein würdigesDenkmal errichtet werden. Diese Lutherstätte befindet sich in ZölLdors (zwischen den Städten Borna und Pegan, unweit der Eisenbahnstation Kiwitzsch), woselbst Luther im Jahre 1540 seiner Hausfrau Katharina v. Bora ein kleines Landgut sür 010 Gulden lauste, welches er ihr zum Lcibgedinge überwies. Mit der Herstellung eines würdigen Denkmals soll eine Katharinenstiftung als weiteres bleibendes Andenken zur Unterstützung nothleidender Wittwen und Waisen von evangelischen Geistlichen und. Lehrern aus der Diaspora verbunden werden ; bereits ist ein öffentlicher Aufruf an die protestantische Bevölkerung des Landes zur Förderung dieses Unternehmens er lassen worden. Duisburg (Westfalen). 2i.'..M,'rz. Aus dem Wege von Heißen nach Holthausen, in dem sogenannten Essener Hohlwege, ist die 28jährige Tochter Anna des Ackerers Priester von einem Unbekannten überfallen worden. Auf dem sogenannten honscheid" in einem etwa 2'?0 Schritt langen Hohlwege begegnete ihr ein anstandig gekleideter Mann, .der ihr Guten Tag" wünschte und anscheinend weiter ging. Kaum war derselbe aber an dem Mädchen vorbei, als dasselbe sich bereits angegriffen fühlte und zu Boden geworfen wurde. Etwa 80 Schritte, vom Thatorte liegt das Wohnhaus des Kötters H., welches jedoch, da hier der Weg eine Biegung macht, nicht gesehen werden kann. Das Mädchen rief fofort um Hilfe, ihre Rufe konnten jedoch wegen des starken entgegen kommenden Windes nicht bis zudem hause gelangen. Die Uebersallene setzte sich energisch zur Wehr, der Verbrecher soll ihr jedoch gedroht haben, sie zu er stechen, hat ihr auch thatsächlich mehrere Schnittwunden an den Händen beigebracht. Arg zugerichtet, mit blutenden Händen und zerrissenen Kleidern, schleppte sie sich nach dem Hause des H.. vor dem sie bewußtlos zusammensank k.. , . ... i. uno ylnemgelragen meroen mule. lacy einiger Erholung vermochte sie den Hergang kurz zu berichten, woraus sie wieder ohnmächtig wurde. Später wurde sie zu ihren Eltern gefahren und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen.

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