Indiana Tribüne, Volume 6, Number 209, Indianapolis, Marion County, 17 April 1883 — Page 2
Indmim HribittZö.'i
Fögktchk und Sonntgssusga),. JÖffiec: DclawZreSj. Indianapolis, Ind., 17. 'April 1:283. ZZossile Pferde. Wie wir bereits erwähnten, sind in der aus gelbem und braunem, groMör nigem Sande und Gerölle bestehenden Schickt über dem Salzlager aus Avery's Eiland in Louistana zahlreiche am malifche Ueberrest: gesunden worden, Die am besten erhaltenen, derselben hat ÄOerr Avtty an Pros. O. C. Marsh am Yale College in New Haven, Conn., den i bedeutendsten lebenden Paläontologen, übersandt und von diesem folgende Zu ' schrift erhalten : Die mir übersandten 1 .r -it. ei m je. t.fr.r,.. Zähne rühren sämmtlich von fossilen Pferden, und zwar solchen her,die bereits in der Quartärperiode, oder letzten, ge genwärtigen Bildungszeit unserer Erde lebten. Es sind ein oberer und zwei im tere Backenzähne und ein Schneidezahn au der oberen Kinnlade. Die fragliche Pferdegattung, welche sich unserem Heutigen Pferde bereits außerordentlich nä herte, führt die Bezeichnung Equns l'ratenius; dieselbe war bereits ausge starben, als die Spanier in das Land kamen. Mit Dank nehme ich die Fossile für das hiesige Museum an, dieselben bilden eine interessante Bereiche rung." Das Pserd'bildet den interessantesten Gegenstand der Wissenschaft von den urweltlichen Geschöpfen und deren fossilen Ueberresten, der Palä ontologie. Versteinerungen desselben werden in allen Theilen der alten und neuen Weltgefunden, und zwar in einer Ausdehnung, daß das Pferd in früheren Epochen in den verschiedensten Zonen exiflirt zu haben scheint. Historisch sän nen wir die Benutzung des Pferdes durch die Menschen bis in das Sagen und Fabel-Zeitalter der Geschichte mittels indirekter Beweise zurückversolgen. Doch in noch viel frühere Zeiten führt uns die Geologie, nicht in Schlüssen und Muthmaßungen,sondern mit Wissenschaftlicher Schärfe und Genauigkeit zurück. Sowohl die Fundorte der fossilen Pferdeüberreste, als die Entwickelung, welche wir an der vorhandenen großen Anzahl solcher Ueberreste studiren können, lassen uns die einzelnen Stadien dieser Entwickelung deutlich erkennen. In der letzteren fehlt kein Mittelglied", wir sehen, wie die Beschaffenheit des Pferdes sich im Lause der Jahrtausende verändert hat, und zwischen der frühesten aus der Mitte der TertiärPeriode auf uns gekommenen Entwickelung bis zu dem Pferde in seiner heutigen Gestalt existirt auch nicht der kleinste Sprung. Aus derjenigen ülterenTertiärformation, welche die Wissenschaft eocän,. d. h. die neue Morgenröthe, nennt, weil sich in ihren Versteinerungen gleichsam erst die Morgenröthe der neuen Schöpfung zeigt, sind fossile Pferde-Ueberreste auf uns gekommen, welche beweisen, daß der Huf des damaligen Pferdes in fünf breite und plumpe Zehen getheilt war, sodaß derselbe mit einem kleinen Ele phantenfuße entfernte Ähnlichkeit gehabt haben mag. In zener Zelt muß die ganze Oberfläche der Erde mit wunder bar reichem Graswuchse bedeckt gewesen sein, denn unbegreiflich wäre eZ sonst, wovon die ungeheuren Heerden gras fressender Thiere, die damals über die! ganze Erde vertheilt waren, sich hätten nähren sollen. Interessant ist es, daß Vcrsteinerun gen au? dieser Epoche bisher nur in Amerika ausgesunden worden sind, un ; daß alle in der alten Welt entdeckten gleichartigen Fossile jüngeren Perioden angehören. Dieser ältesten Pserdesorm hat die Wissenschaft den Namen Eohip pus" Pferd der Morgenrothe beige legt. Die Zehen an den Vordersätzen bleiben unverändert, diejenigen der Hin tersüße schrumpfen aus vier zusammen, oberhalb deren sich die verkümmerte fünfte Zehe befindet. Dieses Pferd, der OrohippuS Bergpferd bildet den Uebergang zu dem Pserde der Miocän oder obermittleren Tertiärperiode, dem MesohippuS oder Mittel.Pferde, mit vier Zehen an den Vorderfüßen, und drei dergl. sowie je einer rudimentären Zehe an den Hinterfüßen. Die ogliocäne oder neuere Tertiärform ist durch den Protohippus daS erste Pserd mit je drei Zehen an den vier Füßen,und durch den Pliohippus das sich der Pferde form noch mehr annähernde Pferd vertreten, bei welchem letzteren sich eine Zehe bereits in den dünnen Knochen des Unterschenkels Wadenbein verwandelt hat und die beiden übrigen Zehen biegsam und nach außen geschweift an den Füßen befestigt sind, also äugenfcheinlich nicht die Bestimmung haben, dem Pserde als Stützpunkte zu dienen, fondern daS Einsinken desselben in Mo ruft und weichen Boden zu verhindern. Auch diese ZehenUeberreste kamen in Wegfall, als sie für die Existenz deS Thieres nicht mehr erforderlich waren,der Huf bildete sich aus und damit steht das Pserd der Quartärperiode, der letz' ten und gegenwärtigen Bildungszeit un serer Erde vor unsern Augen. Von Ge schöpfen dieser Art rühren die auf ' Avery's Eiland über dem Steinsalzlager aufgefundenen Zähne her. Derartige Pferde haben also srüher in Amerika existirt, sind aber ausgestorben, oder ' höchstens vielleicht noch in unerforschten Wildnissen vorhanden. Wie lange aber vor der Ankunft der Spanier die Pferde aus'den bewohnten Theilen von Amerika und aus der Tradition der Bewohner verschwunden gewesen sein müssen, geht aus dem Staunen und Entsetzen hervor, mit dem die Eingeborene., die Pserde der Spamer betrachteten. ttalalaua hat sich bei seinen wiederholten Reisen in den Ver. Staaten und in Eurova den
Ruhm erworben, ein leidlich civilistrter Mensch zu sein, doch scheint seine ganze Cultur nur die Tünche seiner innerlichen Rohheit zu sein. Wenigstens bringen die in Honolulu erscheinenden Zeitungen jetzt nachträglich Einzclnheiten aus den bei der Krönungsfeier stattgesundenen Festlichkeiten, velche entschieden diesen Eindruck hervorrusen. Die größte Fracht wurde in einem öffentlichen Tanze, dem sogenannten Hula Hula", einer Ceremonie heidnischen Ursprungs, entwickelt. Zur Erklärung dcS Tanzes oder Ballet war ein Libretto versagt und im Druck veröffentlicht worden, in
dem der König als Gott gepriesen und namentlich wegen seiner unübertroffenen männlichen Tüchtigkeit verherrlicht wird. Die letztere wurde in dem Ballet bildlich zur Anschauung gebracht und zwar aus eine Weise, daß die Zeitungen in Honolulu versichern, es sei unmöglich, die Schamlosigkeit jener Schaustellungen ......Vz,..,, auch nur annähernd zu schildern; der wil beste Cancan in dem verrufensten Tin geltangel in den Ver. Staaten oder in r r rn v i Europa sei verschämte Prüderie zenen öffentlichen Tanzleistungen gegenüber. Wählend die der Festlichkeit beiwohnen den Amerikaner fast vor .Ekel umkamen, wußten sich der König und sein glänzend costumirter. aber zum großen Theile nicht gewaschener Hofstaat vor Lust und Jubel kaum zu fassen. Nach Beend! gung der Tänze machten zwei amerikanische Missionäre dem Könige Vorstel lungcn über deren Gemeinheit und wie sen darauf hin.'rsaß er durchVerbreitung eS Libretto sich der Verachtung der ganzen civilisirten Welt aussetzen würde; derselbe ordnete hierauf an, daß die bei Beginn der Tänze vertheilten Pro gramme wiederum eingefordert und ver nichtet Würden. Der ganze KrönungS schwinde! hat 529,600 gekostet. Gin att& WltotL Als daS Kabel meldete, daß Bismarö, nachdem der VolksairthschastsRath an dem Widerstand deS Landtags geschei tert sei, den Staats ra th in's Le ben zurückberufen wolle, wußten wohl nur die Wenigsten, was darunter zu verstehen sei. Diese Körperschaft, welche durch eine königliche Verordnung im Jahre 1812 geschaffen wurde, ist auch schon seit 35 Jahren vollständig todt und schien so tief begraben zu sein, daß eben nur ein BiSmarck an ihre Wiedererweckunz denken konnte. Nach jener alten Verordnung war der Staatsrath die höchste b e ra t h e nd e .Behörde. Er hatte keinen Antheil an der Verwa l tun g, sondern gab derselben nur die Grundsätze an, nach denen sie sich richten sollte. Ferner hatte er Streitig leiten über den Wirkungskreis der ein zelnen Ministerien zu schlichten und alle andern Gegenstände zu berathen, die ihm vom König: zugewiesen wurden, darunter auch die Entsetzung von Staatsbeamten. Den Vorsitz sollte der König in wichtigen Fallen selbst führen, sonst siel er dem Kanzler zu. Schon die Zusammensetzung dieses Staatsra thes ergiebt, wie wenig er in den Nah men einer verfassungsmäßigen Regie rung paßt, wie sonderbar sich daS alte Möbel in einem StaatSgebäude aus nehmen würde, in dem es Parlamentär! sche Kammern giebt. Es gehörten näm lich zu ihm die sämmtlichen Prinzen deS königlichen HauseS nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahre?, der Staats kanzler, die Feldmarschälle, die Staats minister, der Ministerial-Staatssecretär, der General-Postmeister, der Chef des Obertribunals, der erste Präsident der Oberrechnungskammer, der Geheime Cabinetsrath des KöniaS. und aukerdemnach, falls es dem Könige gesiel, sämmtliche commandirenden Generäle und die Oberpräsidenten der einzelnen Provinzen. Eine sehr nette, gewählte Gesellschaft, wie man sieht, auf -die daS Gift des Liberalismus nicht einwirken kann. Für einen Herrscher, dessen Wille Gesetz ist, und ein solcher Herrscher war der von Navoleon vertriebene riedrkck Wilhelm III., dem daS Volk die Krone gerettet hatte, konnte es gar leinen des seren Staatsrath gebey. Schon im Jahre 1817. ebe also noch Preußen seine Verfassung erhielt, er schien der Regierung diese Körperschaft f t" l' c . 1 m yi icyc zrligemaiz, uno lm ernen Monate des nächsten Jahres wurde sie bedingungsweise abgeschafft. Der König verfügte nämlich, daß nicht mehr alle Gesetze dem Staatörathe zur Vorbera L- . . . lyung uoergeven weroen follten, sondern nur solche, über die der König ein Gut achten einholen wolle. Ein solches ist aber nie verlangt worden, obwohl daZ Recht zur Zusammenberusung deS Ra thes dem Könige noch immer zusteht. Friedrich Wilhelm IIII. sowohl, als Wilhelm I. nahmen mit Recht an, daß der Landtag sich keinen Pfifferling um die Vorschläge des- Staatsrathes küm mern würde. Sollte derselbe jetzt wieder geschaffen werden, so wäre zwar keine Geldbewilli gung erforderlich, weil die Mitglieder unbesoldet sind, aber das preußische AbgeordnetenhauZ würde ihn ignoriren und auf das deutsche Reich laßt er sich über. Haupt nicht ausdehnen. Es wäre eine Spielerei, die allerdings abermalöZeug niß für die Hartnäckigkeit des Eisernen ablegen, aber die Sache der Reaction nicht im Geringsten fördern würde. . Indtanerzüge. In diesem Jahre sind die Streiszüge der Indianer in New Mexico und Ari zona noch verhältnißmäßig gut abgelau sen, und wenn nicht die feindlichen Apa chen durch ihre Stammesgenoffen von der San Carlos Agentur verstärkt wer den. dürften höchstens vorgeschobene Posten von Minern und Reisenden Ge fahr lausen. Die Generäle Crook und Mackenzie sind geschickte und energische Heerführer, und Col. Forsyth, der die Plünderer vergeblich verfolgt hat, ist als äußerst tapferer und erfahrener Jndia nerkämpfer bekannt. Angesichts dessen und der weiteren Thatsache, daß zehn mal rnehr Truppeninienen Territorien
liegen, als Ju jemals' in's Feld stellen kann, ist der stets sich wiederholende Erfolg der räuberischen Apschen geradezu wunderbar. In Arizona stehen in den Forts Thomas, Grant, Apache, Werde, Bowie, Mojave, Huchachuca, Lowell, McDowell und in den Whipple Ba rocken elf von den zwölf Compagnien des dritten Kavallerieregiments, die zwölf Compagnien des sechsten Cavallerieregiments und neun von den zehn Compag nien des ersten Jnsantericregiments, d. h. 32 Compagnien in diefem Terri torium allein. In New Mexico sind in
den Forts Winaate, Stanton. Craia.
Bayard, Cummings, Marcy, Union und gen, an deren Spitze sogenannte SenioSelben zwölf Compagnien vom vierten ren stehen. Die Missionäre, denen die Cavallerieregiment, die zehn Compag- Verbreitung unserer Lehre übertragen nien deS dreizehnten, sieben Compagnien .ist, sind keine Geistlichen im engeren des dreiundzwanzigsten und eine Com Sinne des Wortes, sondern werden irpagnie dcS einundzwanzigsten Jnfan- gend welchen Berufskreisen entnommen
teriereglments untergebracht, also 29 - , , . ompagmen. vom l::yen :n oen vei UC" .UlUUVilil QUUUtMltii Ul ViUUlVub nicn Cavallerie und Infanterie, die d leromgs nein, oen Lipaqen arer ott . v , ? v . . r r w aber bei Weitem überlesen sind, lind wenn diese nicht sämmtlich ihre Forts verlassen können, so läßt sich Mit Leichtigkeit Ver närlung aus Californie und TcxaS heranziehen. . Aber freilich ist zu ermä gen, dak die Indianer jeder geordneten Kriegsführung spotten. Sie selbst er tragen Hunger und Durst viel bclser, als die weißen Soldaten und kennen alle Schleichwege, auf denen sie sich m unnahbare Gebirge zurückziehen, während ihre Ponies weit ausdauernder sind, als die Pserde unserer Cavallerie. Ihre Bewaffnung ist ganz vorzüglich. Nur Indianer und allenfalls Mischlinge aus Menco werden m:t ihnen sert'.q, und ehe
sie nicht gänzlich ausgerottet sind, dürf und wir würden, wenn wir die Macht ten sich ihre Raubzüge über die Grenze hierzu besaßen, jeden durch unfere poly-in-jedem Frühjahr wiederholen. Sie aamistischen Institutionen nicht aereaek-
bleiben während des Wintcrö in Mexico, weil sie um diese Jahreszeit in den Be gen nicht umherstreifen können, werden verjagt, sobald sie in der Nachbarschast zu plündern anfangen dssn die Ver. StZ2t. und beglücken Handelswtge. Nachdem schon vor längerer Zeit die hirecte Dampferlinie zwischen den Ver. Staaten und Brasilien den Verkehr ein zustellen gezwungen war, hat sich jetzt auch die canadisch-brasilianische Linie mit der. Vorstellung an die Regierung gewendet, daß die ihr bisher gewährte Unterstützung von jährlich $ü0,000 zu ihrer Existenz nicht genügt. Sie wolle auch weiterhin Dampfer nach Brasilien lausen lassen, wenn man ihr außer oblgen $.0,000 noch $50,000 für eine vier zehntägige Linie zwischen Quebek und Frankreich, $24,000 für eine Linie nach Antwerpen und $24.000 für eine solche nach Deutschland gewähre. Andernfalls müsse sie eingehen. Würde sich nun die brasilianische Linie besser bezablen, wenn dieselbeGesellschaft auch nach England, Frankreich, Holland und Deutschland Schiffe sendete? Aus den' ersten Blick möchte man die Frage zu verneinen geneigt sein, aber bei näherer Untersuchung wird man sie unbedingt bejahen. Denn der dirccte Verkehr zwi schen Canada und Brasilien bezahlt sich nur deshalb nicht, weil die Canadier allerdings viel aus Brasilien beziehen, aber wenig dorthin zu senden haben. Sie haben nur Rohproducte in Tausch zu geben, die für da südliche Land zum größten Theile wertylos sind oder selbst dort erzeugt werden. Könnten aber die Dampfer kanadische Producte nach Europa bringen, daselbst solche Erzeugnisse einladen, alsBrasilien gebraucht und auf dem Rückwege brasilianische Güter so wohl in Europa, als auch in Canada ausladen, dann würden sie auf beiden Fahrten Fracht haben, währen sie jetzt auf dem Heimwege in Ballast gehen müssen. Der Handel wählt also in die fem Falle mit vollem Rechte eine bedeu tenden Umweg zwischem dem nördlichen und südlichen Theile desselben Conti nentS. Aus ähnlichen, wenn auch nicht aus ganz denselben Gründen ist auch zwischen den Ver. Staaten und Brasilien ein directer Verkehr nicht möglich. Während des letzten Jahres bezifferte sich unsere Einfuhr aus Brasilien auf $48,000.000, unsere Aussuhr nach jenem Lande dagegen nur auf $9,100.000. Es liegt daher aus der Hand, daß ein aus Brasilien kommendes Schisf, welches eine volle Ladung Kaffee nach New Jork bringt, keine genügende Rückfracht er halten kann. Die Frachtraten für den Kaffee müßten somit hoch genug sein, um fast die ganzen Kosten der der Fahrten zu decken, und das dürfen sie wieder wegen des Mit bewerbs englischer Schiffe nicht sein. Insofern also liegen die Verhältniffe . . r fr V V . H i . hier eoenso wie in llNllv, ver u liier schied aber besteht darin, daß die Cana dier wenia oder nichts an die Brasilia ner zu verkaufen haben, wir dagegen sebr viel. Fast alle Artikel, die Brasi lien aus Europa bezieht, werden hier in aleicker Vollkommenheit fabricirt, aber nicht ebenso billig. Deshalb müffen wir unsere Robvroducte nach Europa icn den. Gold für dieselben eintauschen und mit diesem wieder für den brasilianischen Kaffee bezahlen, den wir andernfalls dt rect. und folglich mit größerem Nutzen intaufchen Zönnten. England erhält einen Theil des Goldes über Brasilien wieder zurück, daS es an uns auszuzah len aewunaen war. Es zieht Gewinn aus unseren Rohstoffen, verdient an der Beförderung brasilianischer Producte nach den Ver. Staaten und profitirt gleichzeitig an den Produkten, die eö an die Brasilianer verlauft. Die tttah. Mormonen. Die Conferenz der ursprünglichen Mormonen" in Kirtland, Lake County, O.,- und die bei dieser (Gelegenheit über die Anhänger Brigham Voung'Z mehr fach gefällten Urtheile haben den Elder John H. Morgan veranlaßt, für die Heiligen des jüngsten Tages", deren Hauptkirche sich in Salt Lake City besin det, eine Lanze zu brechen Morgan ist
tedenfalls der bedeutendste und geijt ! 1 . v 1 i
vollste unter den gegenwärtigen Führern der Mormonen, und.' wir theilen daher die wesentlichsten seiner Ausführungen, zum Theil wörtlich, mit. Wir Mormonen haben von jeher das Missionswerk als eine unserer wichtigsten Aufgaben betrachtet. Das Haupiquzr'Ue: .nserer südlichen Mission, welche zur Zeit 16 Staaten umfaßt, befindet sich in Chattanooga, Tenn. Dieselbe ist in die sogenannten Conferenzen eingetheilt, deren für jeden Staat eine besteht, die von einem Elder geleitet wird. Die Conferenzen zerfallen in Unterabtheilun und nach entsprechender Vorbereitung in . ? ffs-n . w 'i.. oie ignen zugeivlr,en n i:ncw gesanor. Jttfc vtivuuy flitvbll tllUjltU tUUlll dieselben aus eigenen Mitteln aufm-ri--t 1 f onncunj ic giyzn immzx zu nieten an ihr Werk und suchen die Gläubigen auf, wo immer sie dieselben finden, auf der Straße, 'in der Familie, in der Werk statt, in religiösen Versammlungen. Sie predigen die bevorstehende Ankunft des zungsten ageS, fordern zur Neue und Buße auf, taufen, diejenigen, die sich bekehren, und erfüllen dieselben durch Handauflegen mit dem heiligen Geiste. Die Millionäre fuhren ferner ein un tadelhaftes Leben, entbalten sich des Genusjes von Thee, Kaffee, Taback und berauschenden Getränken und zeichnen sich durch unwandelbare Keuschheit aus. Letztere ist überhaupt eine der wesent lichiten Forderungen unseres Glaubens ten gefchlechtlichen Umgang geradeso mit dem Tode bestrasen, wie den Mord.' Convertiten strömen aus allen Kirchengemeinden zu; die zuverlässigsten Be kenner unserer Lehre werden in der Re gel diejenigen, die einem kirchlichen Verbände vorher Nicht angehört haben. Sie sind die Zachäi -unserer Tage, die, obwohl vorher Zöllner und Sünder" nach ihrer Bekebrung der Kirche am eifrigsten dienen. Die AsszisÄxlen, aeaen et chz wir zu kämv gehen led?Av lich aus unbewugle? oder absichtlicher Entstellung unserer Lehren, namentlich l ew j, . . aus oer irrigen Aun.aszung oes JnslitutS der Vielehe, aus dem Neide über unsere Erfolge und aus verlogenen Schilde rungen unserer Propheten, Präsidenten und Führer hervor. Wie der.Elder Jo seph Standing am 21. Juli 1870 ln Whitefield, Ga., von einem Mob er schlagen wurde, wie der 70jährige Ja mes Garison und deffen Weib, der Elder Percy und viele andere um dieselbe Zeit aus Anstiften des Methodistenpredigerö Green mißhandelt worden sind, so haben wir noch heute ähnliche Anfechtungen zu bestehen, ohne daß wir irgend welchen Nechtsschuh finden. Trotzdem kann nichts die Verbreitung unseres Glaubens hin dern, und auch ber Abfall der sogenann ten christlichen Kirche der Heiligen deS jüngsten Tages" ist nicht im Stande, die wahre Mormonenltrche zu schädigen Bei B u t le r i n C h o c i a w 5o., Ala., wurde dieser Tage eine bejahrie wqm'i von herrenlosen yunoen enqt fasten und fo zugerichttt, man ibrer Tl!c cnig?7,?ntebt. Vo! 5? 27a 55 e. r. o i a i m ii n o ic a n m a n n, d K der Präsident des Central - Comiies.der Stadt New ?)oif zur Unterstützung der Nothleidenben am Rhein und seinen Rebenflüffen hat sich über die in einem Briefe des ReichsiagsmitqliedeS Herrn Vollman an die Rew Yorker Volks zeitung" gcbrandmarkte verzögerte Vcr theilung der amerikanifchen Unterstütz ungsgelder wie folgt ausgesprochen: Es ist schmachvoll, das hätte ich doch nicht gedacht! Wir baben kein Recht, den Brief des Herr Abgeordneten von Vollmar zu ignoriern, wie es der Präsi dent des deutschen Reichstags zu-thun beliebt hat. Unsers Absicht war es, den Nothleidenden sofortige Hilfe zu leisten, deßhalb wurden sämmtliche Geldbeträge per Telegraph remittirt, und da unseren Intentionen entgegengehandelt worden ist, werden wir darauf bestehen, daß uns eine Aufklärung gegeben werde; Herr von Levetzow, der Präsident des Reichs tage, wird nicht umhin können, unS eine Antwort auf die Anfrage zu geben. welche ihm jedenfalls fo bald wie mög7 lich uns:rerjells zugehen nrnd. Die Deutschen in d'N Ver. Staaten haben als die Geber der Unterstutzungsgelder, ein Reckt, zu eifabren. was mit dem Gelde geschehen und weßhalb es noch nicht vertheilt wordcn ist." I n K a n s a s hatten s i e, w ä h rend anderswo . noch Schnee lag,' bereits verderbliche Praineseuer. Bei Plum Creek in Vhelps County verbrannte eine Frau I. H. Evans, als sie ihr Haus vor einem solchen Praineseuer retten .wollte. Ferner wurde auf der Farm von C. N: Crocker, 15 Meilen von Arkansas City ein Prairiefeuer durch die Unvorsichtig keit eines Neaers verursacht und es kam dabei eine aroße Schafherde um Die Flammen verbreiteten sich so rasch, daß Crocker eben noch Zeit hatte, die Thiere in eine Schlucht hineinzutreiben; "'dort waren sie nun zwar vor dem Feuer ge schützt, aber in ihrer Angst kletterten die Thiere über einander, fo dak die meisten erstickten. Auch daS Farmhaus eines Herrn hussnlann, 10 Meilen südwestlich " " i v. v c von loncoroia, wuroe ourm ein Pral rieseuer zerstört; sein , Nachbar Elisha Parker hatte zur Klärung der Felder von Kornstoppeln Feuer angelegt, daS dann der Wind durch die Prairie jagte. ' Auch von Elk Horn in Ellsworth County wird über ein Prairiefeuer berichtet. LewiS Westfall verlor dabei feine Scheune und erhielt sehr . schlimme Brandwunden. . Von den amerikanischen nach Europa im letzten Jahre auögeführ
" ? . . 1,1 n T V" Gefilde, die seine Flanken umsäumen. Werth m einem amerikanMn Schige'anLav von Lava, Asche und
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befördert worden. Ueber 1300 europüi r jt. juizz - t.ri v r .
che wchisle besorgten diese Fracht, und über 20 Mill. Dollars gingen unserer . Rhederel verloren. Eine grauenhaste T r aa ö die, die in ihren Einzelheiten an die That uct xjiuu icijuin erinnert, vic im Wahnsinn ihre eigenen Kinder erschoß, hat sich dieser Tage in New York zuge tragen. Der Ingenieur William Bow. irn cr l-...: l ard wohnt mit seiner Frau in demHause r .... . ... i - i . T seines Schwiegervaters, des angesehenen
ArzteS Dr. Rosenheimer. Die Frau! bedroht, denn er ragt amphitheatralisch litt in Folge ihrer kürzlichen Entbindung ' über zwei Lavaströme empor und kann am Kindbettfieber. Dr. Rosenheimer , jedenAugenblick yon ihnen überschwemmt hatte zwei Tage und zwei Nächte am j werden. Dicht dabei verbreiten drei Bette seiner Tochter gewacht, und da erneue Krater Tod und Schrecken. DaS sehr ermüdet war, schlief er aus dem , Gebiet des Monte Roffo, das sich ober Sopha im Zimmer ein. Er hatte kaum ' halb Nicolosi befindet, ist völlig demo wenige Minuten geschlummert, als er lirt und gleicht einem Feuermeer. Neben durch den Rus : 0, mein Kind ist todt ! dem Aschkegel von 1069 erheben sich seit Mein Kind ist todt !" ausgeschreckt dem 23. März mehrere gigantische Asch wurde. Er eilte ans Bett der Kranken j berge, von denen der eine etwa 200 Me und sah, daß diese ihr Kind an derBrust ler hoch ist. Hier war eS, wo 1009 eine fäuate. Er machte seiner Tochter Vor Lavamaffe von mehr als 1 Milliarde
würfe über ihre Hallucinationen und ! sagte zu ihr, wenn sie sich wie ein Kind ausführe, so werde er sie auch wie ein Kind behandeln und sie verlassen. Um anscheinend seine Drohung auszu führen, begab er sich nach der Thüre und trat aus dem Zimmer. In demselben Augenblick sprang seine Tochter aus dem Bette und verschlog die Thüre. Dr. Rosenheimer hörte sodann ein höchst ei genthümliches Geräusch rn. Frau Howard's Zimmer und versuchte die Thüre zu sprengen, was ihm aber nicht gelang. Er eilte nun die Stiege hinab, um seme Familienangehörigen zu holen. In zwischen wurde der Lärm im Zimmer stets ärger; man hörte das Umstürzen von Möbeln und das Klirren von las scheiden, und zwischenhinein ertönte der Rus: Feuer! Feuer !" Eine Frau Mitchel begab sich sodann hinauf und sprengte die Zimmerthüre. Ihren Augen bot sich ein entsetzlicher Anblick dar.' Das Kind lag unter dem umge worfenen Ofen, an dem ihm die Mutter den Kops zerschmettert hatte. Frau H. selbst lag aus dem Fußboden, mit dem Rücken wider einen zerbrochenen und umgestürzten Waschstand gelehnt und mit dem Untertheil ihres Körpers unter einem schweren Koffer. DaS Kind athmete schwer und starb kurz nachher. Die Frau schrie noch immer Feuer ", ihr Gewand hing in Fetzen an ihr und auS Wunden an Armen und yan den, welch: sie bei dem Herumwerfen und Zerschlagen der Sachen, sowie beimVer suche, aus einem Fenster in den Hof zu springen, erlitten hatte, stokBlut. Nach dem man sie aus ihrer Lage befreit hatte, widersetzte sie sich mit der Kraft eines Mannes und man mußte sie bis zu? An kunft des Dr. Ferguson, welcher ihre Wunden verbn, festhalten. Man band fie im Bet seft und trotzdem riß sie sich währcno der Nacht loS und es wäre ihr beinahe gelungen, sich auS dem Fenster zu stürzen. Ihr Zustand ist derart,,daß seine Hoffnung für lhr Auf kommen vorhanden ist. Trauriges Schicksal erne englischen Familie. Vor etwa acht Mo natcn wanderte von ?)orkshir5 in Eng land ein geschickter Messerschmied, Na menS Miller, mit Frau und vier Kindern in Baltimore ein. Er besaß ein kleines Vermögen, das er zu Gelde gemacht und wofür er ein ganzes Lager seiner Mes ser gekaust hatte, womit er hier em guGeschäft zu machen honte. Er ging nach PittSburg, Pa., aber feine Hoffnungen täuschten ihn. Durch den Ver kaus seines UtttterlagerS erzielte er lei nen Gewinn, sondern fristete nur etwa 7 Monate lang sein und der einigen Leben. Dann suchte er Arbeit (sür 50 Cents pro Tag), und als er schließlich seine Miethe nicht mehr zu bezahlen ver mochte und deshalb von einem harther zigen Hauswirthe auf die Straße gesetzt wurde da packte den Unglücklichen (der sein und .namentlich der Seinizen bescheidenes, aber sicheres Glück aufgegeben hatte, um einem Phantome nachzu jagen) die Verzweiflung, und sem letztes V n Me) er erwies iym oen lehren icnjx i Der bedauernSwcrthen Hinterbliebenen nahmen sich hochherzige Menschen frend lich an, ernährten sie nicht nur, sondern besorgten - ihnen auch Billete zur Rück reise nach England. In New Vrk warb eine Kupplerin, Namens Marz. Lome, die ein sog. Stellenvermittelungsbureau" hält, eine Anzahl junger Mädchen für eine JraU Miller in ButtS City, Mon tana, die dort des Weiteren für sie for gen werde. Eines der Mädchen, Bertha Silk, ist soeben zurückgekehrt und erklärt, daß die Lok'e die Mädchen für unsau bere Zwecke angeworben, und die Miller in Butts City nichts anderes, als eine Bordell-Wirthin sei. Die New Yorker Polizei hat grau Lome vor das Gericht zebracht. ' Vom Auslande. Der Bischof der armenischen Provinz Van berichtet nach Con stantinopel über eine schreckliche Kata strophe, welche den Ort Chadague in Oder-Armenien betroffen hat, der zwi schen zwei Bergketten liegt und auS schließlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem es durch sieben Tage ununterbrechen geschneit hatte, stürzten am achjen Tage ungeheure Schneelawinen von der Höhe der Berge und vernichteten Alleö auf ihrem Wege. Mehr als 100 Häuser sind zerstört, 50 Bewohner haben den Tod unter den Ruinen gefunden und 90 sind tödtlich verwundet. Der Rest der Bevölkerung dürste an Kälte und Hunger zu Grunde gehen, wenn nicht baldigst Hilfe kommt. Man fürchtet überdies, daß beim Schmelzen der un geheuren Schneemasfe die ganze Stadt durch die vom Gebirge kommendenGieß bäche zerstört werden würde. . Wie Prof. Silvestri, der bekannte Aetna Observator, berichtet, handelt es sich diesmal bei dem Aetna !usbruch 'um keine theilweise, sondern um eine allgemeine Eruption. DerBerg. der sich an mehr als zwanzig Stellen ge öffnet hat, schleudert auf die fruchtbaren
Schlamm. Der Umstand' das:' derAuZ. . . .
druck durch ein anbaltendeö Erdbeben und ducch ein ohrenbetäubendes unter irdisches Sausen und Getöse begleitet wird, hat die Panik unter der Bevölke rung derM2ßen gesteigert, daß fast alle Communen lhre Behausungen verlassen und. die Flucht ergriffen haben. Von Nicolosi, Patti, Mascalucio undRaccuja wälzt sich eine unabsehbar? Flüchtlings karawane nach Catania z. Der Ort Ricolosi gilt mit Recht als am meisten Quadratmeter 14 Dörfer und Städte mit 26,000 Personen vernichtete. Da malS ergoß sich ein einziger Lavastrom den Abhang hinunter, während heute zwei Ströme gegen Catania vorrücken. Es dedurste mehrerer Jahrhunderte, um . Tt.f!C. ' c . uic verrouneien iscnioc wleoer zu be fruchten, und heute sind sie genau ebenso bedroht wie damals. In der Umgebung von Paterno ist eS weniger die Lava,als glühender Schlamm, welcher den Distrikt verwüstet. Da die Häuser nur sehr leicht gebaut sind, so stürzten sie schon beim Beginn der Katastrophe massenhaft ein. Seitdem campirte die Bevölkerung unter freiemHimmel, waö bei der eisigen Kälte, die eineZeit lang herrschte, wahrlich keine Kleinigkeit war. In England verlangt daS Gesetz, daß der Dynamit.Fabrikant und der Händler mit diesem Sprengstoff sich eine Erlaubniß vom Ministerium des Innern verschaffe und dann sich genau nach der Tasel der Entfernungen- rich te, welche seine Vorrätbe ihrer Menge nach zu gewissen Orten festzuhalten ha ben. Die Vorrathe schwanken zwischen. 50 Pfund und 50 Tonnen und die Ent fernung zwischen 2 und 50 Meilen. Die größte Menge und Entfernung erheischen 50 Tonnen Dynamit in ihrem Verhältnisse zur Wohnung der Königin, deren Erben und Nachkommen. Also muß ein Vorrath von 50 Tonnen Dynamit (100,000 Psund) wenigstens L0Mei len vom Buckingham'Palaste, Schloß Windsor, Osborne, Balmoral und den übrigen Aufenthaltsorten der Königin und ihrer Erben entfernt fein. Daß diese Vorschriften genau beobachtet wer den, ist Sache deS ossiciellen OberAuf seherS der Sprengstoffe. Nichts aber hindert, daß ein Theil des Dynamits auf mannigfache Weife unter das Publikum gelange. In den Bergwerken wird stets ein bedeutender Vorrath auf Lager ge halten und patronenweife an die Berg leute vertheilt, so daß ein einzelner Mann ost ::0 Patronen in seinem Besitze, hat. Er kann wenigsten ein Drittel auf die Seite schaffen, ur.l da viele Iren zu diesen Bergleuten gehören, so scheint das Dynamit auf diese Weife in die Tasche der Verbrecher gelangt zu sein. Es wäre daher wünschenswerth, wenn die Regierung größere Vorsicht beim Verkaufe einschärfte und Dynamit aus gleiche Stiise mit Gift setzte. Eine ?! achricht, welche ohne Zweifel viele Weintrinker in hohe? Erstaunen versetzen wird, geht aus Adrianopel dem Centralverein für Hau delSgeographie zu. Darnach würde ein großer Theil de? BordeauiWeineS, der von Frankreich kommt, auf türkischem Boden gewachsen sein Ein Herr Ri chard nämlich, der sich übrigens zu einer Handelsmacht in Rumelien emporge schwungen haben soll, hat seit einigen Jahren in der Nahe von Adrianopel amerikanische Reben angepflanzt und versendet alljährlich etwa fünf Millionen Flaschen Wein nach Frankreich, wo der selbe mit ungarischem Wein und deut schem Spiritus ausgemischt und dann als Bordeaux'Wein mit großem Gewinn in alle Welt hinaus ezpedirt wird. Eine große Bewegung; Gunsten Krapotkin'S äußert sich in den vornehmsten Gclehrtenkreisen Eng lands. Es wird gegenwärtig eine Peti tion in London unterzeichnet, um die Freilassung des von den Lyoner Richtern verurtheilten K. zu verlangen. An der Spitze derPetenten befindet sich der Dich ter und Philosoph Swinburne. Die betreffende Petition wurde Victor Hugo vorgelegt. Der berühmte Poet schrieb an den Rand des Schriftstücks, welches dem Präsidenten Grevy überreicht wurde : Jede Amnestiesrage erregt meine leb haste Theilnahme, aber ganz besonders, interessire ich mich für die EntHaftung Krapotkin'S. - Victor Hugo." Man hofft auch in Pariser velehrtenkreisen, daß Grevy der Petition entspre ch?nd handeln wird. D ie jüngsten furchtbaren Stürme an den britischen Küsten sind nicht ohne Nachwehen geblieben. Die Eigenthümer von 23. verschollenen Fi fcherbooten auSHull haben alleHoffnung aufgegeben, dieselben wiederzusehen. Der dadurch verursachteVerlust an Men schenleben wird auf 135 Personen ge schätzt. In dem Sturme sechs Wochen früher scheiterten drei Schmücken mit allen Mannschaften an Bord, so daß sich der Gesammtverlust an Huller Fischern auf 150 stellt. Von den Ertrunkenen waren 60 verheiratet und Familien väter. Der österreichische Histo rien und Genremaler Franz SchamS ist. G0 Jahre alt, in Wien gestorben. Man braucht nur an das Bild zu erinnern : .Schiller liest seinen Mitfchülern in der Karlsschule in Stuttgart sein Trauerspiel Die Räuber" vor", welche? in verschiedenartigen Vervielfältigungen bekannt geworden ist, um diese künstle rische Individualität nach ihrer idealen Seite in Erinnerung zu bringen. Seine eigentliche Befähigung lag übrigens auf dem Gebiete des humoristischen Genre bilde und sein glücklicher Blick für die piquanten und komischen Situationen war nnommirt.
