Indiana Tribüne, Volume 6, Number 206, Indianapolis, Marion County, 14 April 1883 — Page 3

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oiroiiei,i5ur rpauuu-guoe noa) ma)l nicht verstand, auch nicht darau achtete, hatten durchdrmflen konnen.und Dorothea denn sie bedauerte laut und lebhast weiter, setzte vorau?, d die kindliche Anaclika dan Ne ibrem ReiseakMrten nickt einmal

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großen enaurattonsiaal, einen langen Korridor und trat auf die Veranda vor dem Bahnhofsgebäude, von der mehrere Stufen auf einen großen Platz hinabsührten, wo Dorothea ihre Droschke hatte bas

ten lassen. In d?m Augenbliöe, als Dorothea zwischeu den Gepäckträgern die breite Stein treppe hinabsteigen wollte, stutzte sie plötzlich und blieb aus der obersten Stufe derselben stehen. Sie hörte daSWsrt Hauptweg" und die Straßennummer deZ Dreßler'fchen Haufes aussprechen. Ha!" rief eine andere Stimme dagegen, das ist ja das todte Hans !" Von diesem Ausrufe höchlichst erstaunt, wandte sich Dorothea nach den Sprechenden um und erblickte einen Herrn und eine Dame. Ich würde," fuhr der . Herr dann fort, ehe sich Dorothea den Zusammenhang recht erklären konnte, Jhnen gern meine weiteren Diensie anbieten. Da aber keine Droschke mehr, da ist, als die bereits refervirte, so werde ich mich dar aus beschränken müssen, einen Dienstmann herbeizurufen, der Ihnen den Koffer nachtragen soll, und ich würde schließlich nur noch um den Vorzug bitten, mich Ihren Namen wissen zu lassen, den ich in meiner Erinnerung gewiß heilig halten werde!" .Ich heiße Angelika von Bartenstein erwiderte die Dame, .und Sie sind Angelika ?" siel Dorothea von der Nennung dieses Namen wie elektrisirt ein, und schnitt dadurch jede weitere Unterhaltung zwtichen den beiden Sprechenden ab. Zugleich faßte sie die Dame näher ins Auge und .sah eine kleine Gestalt im langen grauen' Regenmantel vor sich. Aus dem Kopfe trug die von Dorothea Erwartete und nun endlich Gesundene einen nichts weniger als kleidsamen, großen, schwarzen Strohhut, der ihr Gesicht beschattete. DaS ist mem Name," erwiderte die kleine Verschleierte und wandte sich nach Dorothea um, ist Ihnen derselbe betomrt?" Vollkommen!" entgegnete Dorothea und nahm jetzt eine stolze Haltung an. Ich bin die Kammersrau der Frau Dreßler und habe den Auftrag,. Sie von hier abzuholen mtd in das Haus unserer gnkoigen rau zu suyren. Das junge Mädchen schlug trotz einer großen Reisetasche, die es am Arm trug und die seine Bewegungen hinderte, freu dig die Hände zusammen und rief mit hel ler, fröhlicher Stimme : Wie mich daS freut; es ist zu lieb von meiner Tante, daß sie. mich schon hier am Bahnhofe empfangen läßt." Dorothea kam dadurch, daß Angelika diese ersteBegegnung so ganz anders auffaßte als sie gemeint war, beinahe in Verwirrung. Sie zuckte die Achseln und fragte nur kurz: Wo haben Sie Ihr Gepäck Angelika sah sich um und winkte einen Gepäckträger, der mit einem Koffer in der Nähe stand, herbei. Dorothea gebot diesem, ihnen zu folgen und schritt mit An gelika, der sie kurz sagte, daß die auf dem Platze haltende Droschke für sie reservirt sei, derselben zu. Wenige Minuten darauf rollte das Gefährt mit den beiden Frauen der inneren Stadt zu. Das Alles war so rasch gegangen, daß Angelika erst als sie bereits eine ziemliche Strecke ge sahren waren, wieder recht zur Besinnung kam. Dorothea sprach kein Wort; hochaufgerichtet saß sie im Wagen und verschmähte es sogar, einen Blick aus die junge Person an ihrer Seite zu werfen. Ach !" Auf diesem lauten Ausruf Angelika's wandte Dorothea den Kopf etwas seitwärts.' Nun?" fragte sie. was fehlt Ihnen ? Haben Sie etwas verloren V Ich habe vergeben, ihm für Alles zu danken und ihm Adieu zu sagen !" Wen meinen Sie ?" fragte Dorothea weiter, die sich erst jetzt wieder des Mannes erinnerte, in dessen Gesellschaft sie Angelika aus dem Bahnhofe getroffen, den sie aber gar nicht angesehen ' hatte, da ihre ganze Aufmerksamkeit durch Angelika in Anspruch genommen worden war. Sie wußte nicht einmal, ob der Mann alt oder jung war. Mir siel mein Reisegefährte ein," antwortete Angelika, er ist während der ganzen Fahrt so lieb und gut zu mir gewesen !" Dorothea murmelte etwas von' aleichgiltig und unpassend, was Angelika aber sür seine ihr vielfach bewiesenen Aufmerk samleuen gedankt habe. . Wer war es denn V. fragte Dorothea plötzlich hastig, denn sie erinnerte sich, daß der von ihr nicht weiter bemerkte Fremde Frau Dreßlers Haus als Das todte Haus" bezeichnet hatte. Er mußte also in der Stadt bekannt sein. Ich weiß es leider nicht," bedauerte Angelika, hätte ich ihtudoch nach seinem Namen gefragt il''j Dorothea hatte einenKrengen Verweis auf der Zunge, aber' sie kam nicht dazu, ihn auszusprechen,' denn Angelika setzte wie getröstet hinzu :.. Aber es schadet nichter.weiß ja, wer ich bin und wo ich hfer wohnen werde. Nach seiner mir unterwegldewiesenenTheilnahme dars ich daraus rechnen, daß er mich besuchen und sich nach meinem weiteren Ergehen erkundigen wird, denn ihn haben alle meine Schicksale, die' ich ihm erzahlt, sehr interesjirt !" Das war Dorothea denn doch zu viel. Nicht allein durch dies junaeMädchen sollte die bisherige Ruhe und Abgeschloffenheit oes reertcnen yaujes gestört werden. nein, es wurde jogar noch das Erscheinen eines Unbekannten in demselben in Aussicht gestellt. . Was für alberne Voraussetzungen machen Sie da !" fuhr sie Angelika sehr unsreundlich an, Sie vergessen wohl ganz, -i . a V C w.U. r '7. r- J ll!S was uiw uu iuciuc -wxic lein UN ser Haus kommen?" Aber es ist ja doch mein Reifegefähr te !" versetzte Angelika so naiv rechthabe Mch, als od es gegen lbre An chauuna und . ' ' , SW II . - Erwartung gar reinen ÄZioerzprucy geven

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konnte. Diese in ihrem Ton sehr deutlich ausgeprägte Naivetät konnte einen doppelten Ursprung haben: sie entsprangen!weder aus reiner Kindlichkeit oder ouS vollendeter Koketterie. Mochte der Grund nun sein, welcher er wollte, Dorothea war über Angelika's Wort und Ton so entrüstet, daß sie Haß und Abneigung gegen das junge Mädchen immer mehr in sich wachse sühlte. Jedenfalls hätte sie ihr abermals eine harte Zurechtweisung gegeben, wenn nicht derWagen plötzlich still gehalten; man war vor dem todten Hause angekommen. Der Thorweg desselb:n war nicht wie gewöhnlich fest zugesperrt, sondern geöffnet. Jordan stand in der offenen Thür. Dorothea war seiner schon ansichtig geworden, als der Wagen noch eine Strecke

entfernt gewesen war. Sein unruhiges und bestürztes Gencht brachte Dorothea vollends um den Rest ihrer Faffung. Der Blick, den Jordan auf die ausstel gende Angelika warf, war so unheilverkundend, dav dieie sicherlich lehr erschreckt gewesen wäre, wenn sie ihn bemerkt hätte, aber Angelika sah ihn nicht. Sie, die bis jetzt nur in der Äesidenz qelebt hatte, zuerst wenn auch in der bejcheidenen, doch immerhin - modern elngerlchtete'n Häuslichkeit ihrer Eltern und dann in dem vollständig welistädtischen Pensionat des Fräulein Sorau, war über das alterthümliche Giebelhaus, in dessen dunklen Flur sie jetzt eintrat, so verwundert, daß sie unwillkürlich die altmodische Architektur des Gebäudes mehr betrachtete, als die Menschen, die ihr bet ihrer Ankunft entgegentraten. Auch blieb Jordan zurück und ließ die Frauen vorangehen. denen er erst in angemessener Entfernung folgte. Dorothea führte das junge Madchen über den Hof auf einer Hintertreppe in das Zimmer hinauf, welches Frau Dreßler zum einstweiligen Ausenthalt für die Tochter ihres Neffe bestimmt hatte. Legen Sie hier Hut und Mantel ab. Fräulein," sagte die alte Kammerjungfer, . 1 m . rr . f lw . uno richten ie lich yler naa) eiicoen ein, Ihr Gepäck wird Ihnen sogleich gebracht werden; ich gehe, sür Sie ein Frühstück serviren zu lauen, denn mir ist von der guädigen Frau der Auftrag geworden, für Sie zu sorgen." Angelika war vor einen Spiegel getre ten, der zwischen den beiden Fenstern des Zimmers hing, und loste die Schleife ihres Hutbandes. sollen Sie Mich nicht zuerst zu mei ner Tante sühren V fragte sie, damit ich vor Allem mich ihr zunächst vorstellen und danken kann, daß sie mich durch Sie vom Bahnhof hat abholen lassen? Diese Freundlichkeit beweist mir, daß sie gesonnen ist, mir in ihrem Hause eine Freistatt zu gewähren." Der Gejundheltszustand der gnädigen Frau erlaubt ihr nicht, irgend Jemand zu sprechen." Mit diesen Worten verließ Dorothea das Zimmer ohne einen Blick aus das junge Mädchen zu werfen. Als sie in ihr Zimmer trat, fand sie Jordan bereits dafelbst harrend. Sie beeilte sich, ihm in wenigen Worten die Befehle mitzutheilen, die sie von ihrer Gebieterin empfangen und auch vollzogen hatte, indem . sie mit bedeutungsvollem Tone hinzusetzte, daß Frau Dreßler ihr die Sorge für Angelika von Bartenstein ganz unbedingt anvertraut habe, da die selbe vorläufig im Hause bleiben solle. So aeubt Jordan auch war. die Ein drücke, die irgend etwas aus ihn machken, zu verbergen, so erblaßte er doch bei dieler Mittheilung, und seine Lippen zuckten krampfhaft. Was hat dies Alles zu bedeuten?" fragte er Dorothea, welcher Teufel ist in Madame gefahren, daß sie dies verwünschte Mädchen in unser Haus ausnimmt ?" Sie will die Kleine garnicht sehen," beruhigte ihn Dorothea, und ist willens, sie nur v'orläusig auszunehmen, da sie ihr so plötzlich und schnell übersandt wurde, das eine Absage überhaupt nicht mehr möglich war." Jordan ging, ohne ein Wort zu erwidern, unruhig im Zimmer auf und ab. Die wahnwitzigstenPläne,Angelika so bald wie möglich wieder aus dem 5)ause zu entfernen und sie sür immer unschädlich zu machen, jagten durch fein Gehirn. Der Diener, welcher Angelikas Koffer hinauf gebracht hatte, trat jetzt in Dorothea's Zimmer und fragte, ob für die angekom mene junge Dame noch weiter etwas zu besorgen sei. Er empfing von Dorothea die Weisung, nach der Küche zu gehen und kalten Ausschnitt und eine Tasse Bouillon zu holen. (Fortsetzung folgt.) Deutsche Lokal -Nachrichten. e r 1 1 n, 26. März. Der als titi tfrrnnrdiinö und Neraubuna des Geldbriefträgers Eossäth verdächtig verhaften ' " -..in t. t:: rc.n eoematlge wuraiiciumcruiji mji &rhhr hat Kn seiner ersten Bernebmuna vor dem Untersuchungsrichter sein Äern v . oreazen eingeuanoen. Spaichingen, 27. März. Seitens der Gemeinden Mehingen, EgeSbeim und Nusplingen werden beide Quellarme des BeerafluffeS aus ca. 5 Stunden Länge regulirt werden. Die Kostenvoranschläge beziffern sich auf ca. 70,000 M. Der Staat übernimmt davon 27,000 M. .5 Tübingen, 27. MSrz.' Z-?or einiger Zeit hat der akademische Snat in Verein mit den bürgerlichen llegien eine eingehende Untersuchung der hiesig? Studenten-WohnungSverhältnisie vorgenommen. Jene UntersuchuogSkommisston veröffentlicht nun ihren Bericht. In demselben wird über schwere Uebelstände im Einzelnen geklagt und die Bewohner um deren Abhilfe dringend ges,ten. um keinen'Nückaana der UniversiUätSfrequenz hervorzurufen. Dahin ge- ' V . .t....f9t!i.O.. höre Dtonoer9 ver icocnsgqagrucyc o stand einzelner Treppen in älteren Hausern, die mangelhafte Jlurbeleuchtung. I ' - . . - I V der aesunohtl!Agks.üyr!,a)e Zuziano vieA. . . ii i . . et v v?. ler VlDOnc, in irrn oerrn oic scum misston die wunderbarsten Zustände stel'

lenweise angetroffen hatte, die Adge nüktheit und Unvollständigleit des Mobiliars, endlich Uebelstände in Betreff der Preise :c. Freiburg, 25. März. Im SchulHaus zu Lechelles gerieth während des Unterrichts die Treppe in Brand. Die 50 Schüler mußten vom Lehrer aus dem ersten Stock den unten bereitstehenden Männern zugeworfen werden und es gelang so, sämmtlich: Kinder zu retten. Wien, 2. März. Da hiesige Landesgericht hat im abgelaufenenJahre 232 Ehescheidungen bewilligt. In 54 Füllen war es der Gatte, in 104 Fällen die Gattin, in dem Reste waren es beide Ehehälften, welche um die Scheidung einschritten. Die Scheidung wurde bewilligt durch Urtheil über Verschulden des Gatten in 24 Fällen, der Gattin in 11 Fällen und beider Ehetheile in 11 Füllen ; im Einverständniffe beider Ehetheile wurden die übrigen Ehen gelöst. Der älteste Gatte war 73 Jahre (der j,,ach. 21jähriger Ehe seiner 52jährigen Gattin überdrüssig wurde und wegen unüberwindlicher Abneigung" dieTren nung anstrebte und durchsetzte), der jüngste Ehemann war 24 Jahre alt. Den Aufzeichnungen des Magistrats

zufolge hat sich in Wien die Zahl der Häufer seit dem Jahre 1870 (10.LL1) bis Ende des Jahres 1882 um 2480 vermehrt, und zwar sind zugewachsen in der inneren Stadt 328, Leopoldstadt 03, Landstraße 322, Wieden 32.Margarethen 25. Mariahilf 3, Neubau 25, Josephstadt , Alsergrund185 Häuser. Dortmund, 25. März. Da die maßgebenden Kreise, vor - allem die Großindustriellen, sich bezüglich der Betheiligung an einer im nächsten Jahre hier ins Leben zu rufenden ProvinzialGewerbeausstellung ablehnend verhalten, hat daS AusstellungScomite sich aufge löst; aus der beabsichtigten Ausstellung wird also nichts. Zittau, 25. März. Die Auflösung erst der Fränkel'schen und jetzt der Lebenstein'schen Qrleanssabrik, wodurch der vollständige Niedergang der für Zittau einst so wichtigen Qrleansindu strie dokumentirt wird, ist in allenKreisen Gegenstand lebhafter und ernster Diskussion. Die Lokalzeitungen erachten dadurch die Steuerkraft der Stadt aus's Neue bedroht und imAllgemeinen nimmt man dies als das Gegentheil des versprochenen Segens der neuen Wirth-schasts-und Zollpolitik hin. Frankfurta.M.,25.März. Ein Jüngling, dem es nicht gelingen wollte. sich seinem Ideal" zunähern, wandte sich endlich an eine Frau, betraute sie mit dieser zartenAngelegenheit und versprach ihr zwölf Paar- seine Wiener Gla9eHandschuhe, wenn sie zwischen dem Mäd chen und ihm eine Heirath zu Stande bringe. Die Frau war mit diesem Versprechen um so mehr zufrieden,. als sie keine professionsmäßige HeirathSvermittlerin war und ebensoviel Zuneigung zu den Wiener Glacehandschuhen hatte, wie der Liedende zu dem Mädchen. Sie arbeitete so geschickt, daß sie dem schmachtenden Seladon bald die Nachricht bringen konnte, er sei geliebt und es liege nur an ihm, mit einem Heirathantrage an das Mädchen heranzutreten, um seinen Wunsch inErsüllung gehen zu sehen. Das ließ sich der Liebhaber nicht zweimal sagen, und siehe da, schneller, als man ein Paar Glacehandschuhe verbrauchen ann. war das Mädchen sein Weib. Die Vermittlerin freute sich ihres Erfolges und ersuchte den junaen Ehemann um die zwölf Paar Glaehandschuhe feinster Wiener Sorte. Der aber wollte nichts wissen und wies ihr mit ihrem Anspruch die Thür. Als alle Neclamatlonen nichts halfen, wandte sich die Frau an die Gerichte und klagte die zwölf Paar Handschuhe oder 50.50 Mark ein. Der Fall kam am 15. März zur Verhandlung, in der sich mancher ergötzliche Zwischenfall abspielte. Der Verklagte schien geneigt, mit den zwölf Paaren herauszurücken, aber nun wollte die Klägerin nicht mehr und mit den Worten : Geld ist mir lieber", schnitt lie jede Verhandlung in dieser Äichtung 3b. 50 Mark waren dem Verklagten aber zu viel ; es wurde ein ViSchen ge handelt und auf Zureden des Vorsitzenen gab sich die Vermittlerin mit 20 Nark zufrieden. So billig ist woh! och Niemand zu seiner Frau gekommen. E m d e !i , 27. Marz. Unser Hasen wird jetzt in einer Weise ausgebaut, daß derselbe schon im nächsten Jahre die größten Handelschiffe wird aufnehmen können. Eine große Schifffahrtsfchleuse, bereits der Vollendung nahe, sichert dem Hafen einen beständigen Wafferstand von 22 23 Fuß Tiefe und gestattet Schiffen dieses Tiefganges ungehinderten und bequemen Eingang. Sigmaringen, 27. Marz. Mit Anlegung des Fußweges durch denWald nach der Burg Hohenzollern, welchen der Fürst, um den hagelbeschädigten Gemeinden Stetten und Voll Verdienst zu gewähren, ausführen läßt, ist bereits begonnen worden. Der Kaiser hat für diese Arbeiten 1000 M. aus der Krönsideicommißkaffe beigesteuert. Ferner will die Regierung durch Regulirung der bei Friedlingen in die Donau fallenden Bera eine Verdienstgelegenheit für die dortigen Hagelbeschädigten schaffen. Lahr, (Baden)-27. März. In Mahlburg wurde ein alter Mann von garten Weiberhänden ermordet. Derselbe hatte sich bei 3 ledigen Schwestern verpsündet; diese hatten ihm Kost und Wohnung zu geben, wofür sie nach feinem Tode sein in etwa 3000 M. bestehendes Vermögen erben sollten. Da diesen Jungfrauen der Pflegling zu lange lebte, schlugen sie ihn todt und legten den Leichnam vor' das Bett auf den Boden, vorgebend, derselbe sei aus dem Bett gefallen. Aus die Anzeige des Leichenbeschauers wurde gerichtliche Untersuchung eingeleitet und sollen die Jungsrauen verhastet sein.

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lich vom Union'Depot, Indianapolis ebenso an die Unterzeichneten : T. S ill. Gen'l Snkt.Kt.pani, V? S. A.Ford, Gen'lPass..Agt., Ct.LoniZ,Mo. Chienco, St. ILouis aid Pittstourg- Ralli-oad. 3eitTabelle für durchgehende und Lokal'Zuge. om 1. April 1SS3 an: Zug lafien da? Nnion.Dexot, Jndxl., i, folgt:

5chnllzgostzug. chnUjg 4:35ürn fll :v0 UidNm : . umim 7:i9 . 7:2ü 2:00 . 7:5i 9:15 . 6:20 . 9:zs , U:V6 4:8 . . 10:21 .VIS . io:2ü . 12:01 . 7:aj iv.M . I.'Nm 1:1 m :35 , !:uo 10 ff Sl 3() m 7:30 . :4i . :üCp 2:?0Nm 7:45 5:iüJini :i' . 6:i7 .?:' - 5:20 " '1:13 7:25 . :m 6:20cm

Abg Jndianavl' Ank.tiamd'gElto t 6: 7 .10 -25 H lqmond . Dayton... Piaua... . Urbana ... . Lolumbu. Remark ... Cteubenvill. . Wheeling.... . P,tt,burg... . HarriZburg.. Baltimore .. . Washington. Phlladelrhia . Nem Z)srk... . Boston tänlitb. f TSalich. ausgenommen Sonntag. k.Sft5.1 lltfl? schlaf, und Hot.i.Wug. H.'"Sdukg. Philadelphia uns Rt1! ot,nt lo in Wag.nmechf.l nach Baltimore. Wasdtngton und Bdfton. nwt" nSTw-Jintn nach allen Oestlichen Städten lins in allen üuxt.ahrZarten.Bureau de Westen und ,n dem tadt.Bureau, Ecke der Jllinox uno Washington Ltraöe u,d ,m Union Dexo Bureau. Indianapolis, haben. Schlasmagen.art.n tdn. ?'iVm orauä '54' nierden durch plikation bei den Agenten im Stadt.Bureau oder im Unten Depot ,u Indianapolis, Jd. 5ame , VkcTrea, Manage,. Columbu. Oht, ..Ford, Snl. Passagier, und rlckt..?gent VtttSdurg. ., - Eisenbahn -Zeit -Tabelle. Ankunft und Abgang der Eisendahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn tag. den 21. März 1833. Eledeland, Colnmbrs, Cineinneti und Jndia. napous isenvayn (Bee Line.) Abgang: Ankunft: L st z i tag 55 m Sä .IU.50N Union eeom... Z.tt .. 5 St2 tl , Hin SB8 9Ji I. 4.35 m 6.11 m unlon erom Dsztonck l 5.11.U5 m r.. JAS Htm LJ5 Goshen ExZ.tt Nm 11 V et 10.65 Kn Brightwood Division, C. C.C.und I. Abgang täglich 4.55 m. Ankunft tZgltch 4.00 0rn 6.00 m " täglich. 6.55 8a 100 m 6.15 m 0 0 0 0 m 0 0 11.06 m UM 9im 12.55 Nm 3.55 Nm 6.25 Nm tZgllch. 7.15 Nm 0 m MM m 3.45 Nm laonm täglich. 6.15 Nm täglich. IU.55 fim WVVVW wwfvwwv M WW D G fl Mä m9wJ 0J BMw) Vittburg, Ciucinnati & St. Loutö Eisenbahn 11. U3 NM Z) P W P , Richm ee au. l täglich 4.35 Cm I genom Tonnt. 9.56 Cm D S i auge j NZ) PW $ nommtnSonnt.ll.C0 Vm , Er täglich.... .1Z.( m ?l , rr au,g. I . B x au. Sor.ntaa 4.10 Nm Z) PW 5P i, täglich h.. 5.16 Nm Danton r augg Sonntag 5.15 Bm sonntaa 5.is Htm N Z) P W P tägl'ch 10.35 Km Da ton St au. sonntag 10.35 m Chicago Route via Kokomo. Ehicaao Schnell, Jnd'i Lou. Schnellzug... 8.0Om Jndxl' Lou. lpr.i 4 CI Km ,ug rag II 15Nm Eh,cago öipreS.ll.Uj Nm Terre Haute, Vandatta Se Tt.Loui Eisenbahn, atl rain .... 7.30 8! Tag sp. p U.'2i Sk I Schnellzug 4.05 Brn r,rrzaut cc. 4.uü fim iKatl und cc.lu.m Paeiftr ti 11.00 Nm, lag jp.... S:tL u ' 5'.all und... Z.4 Na Cincinnati, Indianapolis, St. Loui n. Chicago Eisenbahn, mcluuati Division. KLouiSv. F L. S 45 m Cinkinnatt suc. 4.0 im l.4r PC. Z.. Nm Cinc. cc 11 .05 Nm Jndianap :. lO.iO ?m i'tuettip. li.u WkStm j.... a.uim et g 2 täglich c.tlvZRm , 7.00 Nm Lafahette Division. Po url j. 8.05Sm hicago Viail p2.ou 3t rn Western 9t 5 .10 m täglich ic 11.35 Nm hie Lou F L. täglich ecttl.. 2 25 Lafa?kttt rk... 10.451b L Üa,l c. Z ttnnnatt (c..iOlKn Jefferfoudille, Aadisou und Indiopolik lieuoayn. üd r tg. ., L A: IX ab ee... 4.1S m I JdadaU.10. k 7.4U Um Jnd5h,ks,tagll üj Snd AViib IKail 4 2J Nm j N Z) Kl 4S. 6.50 &. dend Öl p täg. 6.3.1 Nm I Ci t SAXlla 10.15 Nu Wabash, Ct.Loui, 6? Paeifie. Dtt öv Shic Maii 8.' 5 m blS R artäa 2.S0N tt I t NM hi & ilch C c c 6.2J9IM SdiftZol rtflaU.45 Nm Tol tWr..n.i, Det u Eh Uail. 5,5 m rolurttk...i0.2o a Jndiana, Blovmington undWeftera Eisenbahn. Vae?u Vail.. 7.45 V anTerFL.. 1.30 Nm ran,surd. tee. 3.50 9tm Saftern S kr.. täglich 4.10 vm tnc Exee 10.5g Nm Äanttcj. 6.30 Nn ttJtSta I lägll.i5Rm St. Loui Division. Vorefield Net... .3v m , acht Hi 4.10 v all u Zag't. 8.30 m IQail u lag Ot. 5.46 R acht li ll.lNmä,rkneld .. 6.25 N Indianapolis und St. Louis Sisevbaha. Zaa Srrret. cx ?(lr tia täglich 7.25 V oft u St L 7. 7.00 N N B u t k r täglich u ee.lMON cc 4.15 vm LoealPassenaer.10.55 R Da? t(C( lägt. .45N Cinlinati,HamiltonZ:JkdianapollkSisenbahn. 2ndp EtLout 4.15 vm I onnerlvtSezlke 8.45 V onervtllee 4.45 m VtaiL 12.15 Jndplu St. L. 6.55 N Jndp O e:Lout,lv.45 Indianapolis und Vineennes isenbai. ati airo f j 7JX) vincenne ..10 5m Hncinnc 8 cc . 1.10 Nm ati Satt 8. 5.10 S Lug mit r. e. Lehnseffel.L.ar. mit .. chlas.Wagen. mit v. Parlr ith., bu.ßax T3IS PflPiIß may be fonod o nn ai ura. f. IlOWELL & L'O'l ftewspajjer Advertlaln Bureau 10 Sprnc Street), where adver. pif"7 ffpr',7J Usw coutractj may I p 1 V II I ( I ( o lüAvlö iur jt iaiJibkJ

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