Indiana Tribüne, Volume 6, Number 205, Indianapolis, Marion County, 13 April 1883 — Page 3
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.P m gegen alle Blutkrankhetten. Gegen Leb erleiden. (Zezen Magcnlcidcn. Tie Flasche bamturger Tropfen tost 50 Geai, oder fünf flafcfcfn it.oo : in allen polhetcn zu psdtii ttr werdru bei Zsluungkn von si.uo kostnfri I v:?andk durch The Charle! A. Vogeler 'o.. z:chw:gr van öl. -ogklr Jk tf.) Baltimore, Md. MWÄKoeW ,, 'Vl-X'K -. -i t nt,'V ; t;v't v 3'"- , ''Vv '. m ' J?.rK ir i - -- alle knlttkhcitcn i:r EÄNi.VM P der - SRMgeNp dv'Z Kehle. ?r. kli,zust ttaiiig'J vamdnrnrr Prvsttbkk wird nur in Original -Uackct,!l. rfi 'IS v."cit, oder fünf Pactt Jfi.oi, ivvLunt; in alten tvctdkken tu haben, oder k'irs . n.i.b öinufaiu tti BtraaZ frei ilU alle. TdUen dr l'cif i.iiatu ctaat ver, fata. aer?i'i.k,' " Tlie CharkV A. Vogeler COaVer ton St. iiciler A Co.) Baltimore. Md. Das todte Haus. Roman von (jci! Görlitz. (J0r seNlll a ) Tiejcim siäfiicu Lf f.' h lenken Xont gesprochencn Wort? uberraichten Dorotkca derart, dav sie wie oeificinert flehen blieb und ihre 5)errin. die ihr gaii) veründer! vorkam, stilmm anstarrte. . Tie Stube, die neben Teinem Zimuier liegt und die zum Plätten gebraucht wird. ist doch noch mövtlrt 5" sragle ,vrau Treß ler weiter. .Ja wohl aurloortete Torotkea. deren lLrstauuen von lUiimite zu Minute aröker wurde. Tiwirst ein juuaeZ Mädcken vom Bahnhose bljolciV suhr gran Tttßler sort, ,das in der an Tcin Zimmer grenzenden Plattstiche wotzuen soll" .Ein junges ?.'iädchen i" stotterte Dorothea, die den Vodeu unter ihren jußen weichen fühlte. Ja, VaroueZ; Angelika von Bartenstein, die Tochter meine? älteren dessen Paul.Dorothea konnte einen leisen Schrei nicht unterdrücken. Sie wankte und wäre beina?)e in den Lehnsessel ihrer Gebieterin gesunken, mit welcher sie vollständig die Äolle getauscht zu haben schien.denn wüh rend Iran Drehler kräftig und befehlend vor ihr stand, wurde ihr so schwach, daß sie mit einer ?lnwandlung .von Ohnmacht zu kämpferr hatte. 1 " Ich übertrage Dir die Aufsicht und die Sorge für die junge Dame ; Dn hast c über so einzurichten, dafc sie mir nie vor Augen kommt,' denn am keinen PreiZ in der Weltnöchte ich jemals mit der Tochter einer Schauspielerin in persönliche Berübrung treten. , Iran Treßler sprach diese leßten Worte mit einem solchen 'Ausdruck von Verachtung, daß der unangenehme Ein, druck, den die unerhörte !cuigkeit auf Dorothea machte, ein wenig dadurch geinildert wurde und sie eZ wagte, eine Frage an ihre Gebieterin zu richten, die gewissermaßen auch einen guten Rath ent ilielt. . Sind denn die gnädige Frau durchaus verpflichtet, das Fräulein zu sich ins 5au3 zu nehmen? -fragte sie mit einer Miene die es deutlich verrieth, wie wenig der erhaltene Auftrag ihren Wünschen ent sprach. Was soll ich denn dieser Ueberrum
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pelung gegenüber machen?'' entgegnete'
Fr,nl Dreßler sehr verdrießlich. Stt hat keine Eltern mehr, ist ganz verlassen und träzt doch nun einmal den N'amen meiner Familie, und ihre nahe Verwandtschaft ntit mir ist ja nicht wegzuleugnen ! Auch ist sie bereits nach hier unterwegs und müssen wir für den Augenblick gute Mie ne zum bösen Spiel machen. Später wird sich schon Gelegenheit finden, sie irgendwo passend unterzubringen. Vor Allem sor ge, daß diese unangenehme Sache ohne jedes Aussehen geordnet wird. Du wirst sie gleich erkennen, denn ein sechszehnjah riges Mädchen, das allein aus der Eisenbahn ankommt, ist ja etwas so Ausfallendes. daß Du nicht irren kannst. Also de eile Dich, daß Du nach dem Bahnhose kommst, und verschone mich mit allen weiteren Fragen und späteren Mittheilun aen: ich aebe Dir in Bezug auf Angelika von Bartenstein unumschränkttVollmacht, I damit ich nur nichts mehr, von ihr zu hö-! ren brauche. Unser Haus ist Zum Glück , groß genug;, daß wenn auch ein halbes ' l..4...v minttAint. m-r rt rt n X ,1 r t Tl JUillV UIIJIMVIV -yitlVittU VU4III Aufnahme finden Zollte ich in meinen Gewohnheiten nicht genirt zu werden brauche." Dorothea wollte noch etwas sagen, aber ein kurzes Adieu ihrer Herrin schnitt ihr jede weitere Rede ab. Ihr blieb nichts übria, als das Zimmer zu verlassen.' Zu nächst durchlief sie das ganze 5)aus. um Jordan zu finden und ihn von vem Vor gefallenen zn benachrichtigen. Ader uerr Jordan war noch immer nicht vom Jupizrath Löbell zurückgekehrt, und so blieb Dorothea 'nichts übrig, als Hut und Tnch zu holen .und nach dem Bahnhöfe hinaus zu sayren. ohne von ihrem Berather und Freunde Jordan Anweisung erhalten zu haben, wie sie sich bei einer so wichtigen Gelegenheit betragen sollte. Die Betrachtungen, die ne wahrend der Droschkenfahrt anstellte,beruhigten sie inl r f . o - t vr. oeijfii zlemlia) uoer oie vtgen, oie oieier Vorfall haben konnte. Frau Dreßler hatte ihr gejagt, der Vater sei todt, und das Leben des Barons Paul schien ihr gesährlicher, als es je das Dasein eines aus der Grenze der Kindheit stehenden jungen Mädchens werden konnte, das noch dazu ihr übergeben wurde. Sie verließ sich auf ihre Gefchicklichkeit, und als die Droschke vor dem Bahnhossgebaude anhielt, murmelte Dorothea im AuSsteigen für sich im Stillen: Unser Hans sott für sie zum Gefingniß werden !" Darauf begab sie sich nach dem Perron. wo sie hörte, daß der Morgenzug aus der Residenz erst nach einer halben Stnndc eintreffen würde. Sie hatte also noch hinlänglich Zeit,., um weiter zu überlegen, wie sie den zu-erwartenden, verhaßten Ankömmling empfangen und später behandeln würde, um ihn für Jordan's Plane im Hanse nnschadlich zu machen. In ähnlicher Aufregung wie Dorothea befand sich auch Frau Dreßler. UnauZ gesetzt ging die Dame, von der jede Spur von Schwäche gewichen zu sein schien, in ihrem Zimmer auf und ab. Die briefliche Nachricht von Angelika'S Ankunft hatle mit einem Male in ihren Gedanken die ganze Vergangenheit, die sie längst begraden wähnte, wieder auftauchen lassen. erinnerte sich der alten Zuneigung, die sie einst für ihren schönen' und vielvcrsprechenden Neffen Paul gehabt, und wie diese Zuneigung in Haß und Entrüstung übergegangen war, als er jene Mißheirath mit einer Komödiantin geschlossen hatte. Und die Tochter dieser von ihr zwar nie gekannten, aber ihresStandeS wegen nicht geachteten Fra sollte sie nun als Hausgenosiin aufnehmen und mit ihr unter einem Dache wohnen! Dieser Gedanke empörte sie immer wiederon Neuem, ver knüpfte aber gleichzeitig, 'ohne'dad ste es ahnte, ihr Jnterefse mit Gegenwart und Außenwelt, wofür sie so länge Zeit abgestarben gewesen war. Ein Klopfen an der Thürentriß sie endlich ihren auf sie einstiirmenden Gedanken. Ans ihr herein !" erschien Jordan vor ihr. Demselben gingen so viel Pläne und Berechnungen im Kopse. herum, daß eS ihm im ersten.Augenblick garnicht auffiel, die bisher so leidende Gebieterin mitten im Zimmer kraftig aufgerichtet vor sich zu sehen. WaS bringen Sie, Jordan?" fragte sie ihn rasch und kurz. Er verneigte sich so tief, daß sein vor üra Dreßler stets gekrümmter Rucken er ne förmliche Bogenlinie beschrieb ; er that um so unterthäniger, je sicherer er sich dunkle. .Ich gestatte mir ergebenst zu melden antwortete er mit sanfter und halblauter Stimme, wie es stets.geschah, um das zer rüttele Nervensystem seiner leidenden Her ritt zu schonen, daß Herr Justizrath Lo bett heute Nachmittag zu befohlener Stun de hier sein wird." Justizrath Löbell?- sagte sie, sich besin ncnd, den hatte ich in der Aufregung be reits aanz vergessen !" Jordan stutzte und sah seine Herrin groß an; ihre gane Sprechweise war eine so veränderte geworden, daß ihm diese Ver änderung nun doch endlich aufsiel. Sein erstes Erstaunen gmg aber m völlige Ver wirrung über, als Frau Dreßler sehr be stimmt hinzusetzte : Lassen Sie dem Justizrath für seine Bereitwilligkeit danken, aber heute werde ich seinen Beluch nicht empfangen. Jordan glaubte nicht recht gehört zu haben. Wie?!" Spater, später suhr sie sort, heute bin ich wenig aufgelegt, mich mit andern Dingen zu oeschaftigen . Es ging Jordan jetzt genau so, wie vor her Dorothea; er war überFran Dreßler's ganzes Auftreten nnd über lhre Worte völlig starr. . Ätit andern Dingen?" kam es müh sam über seine Lippen.' Ach ja," sprach Frau Dreßler weiter, Sie können ja noch nicht wissen, waS sich hier inzwischen zugetragen hat. Jordan überflog trotz seiner Selbftbe herrschung ein.Zittern. Lesen Sie!" sagte Frau Dreßler und
reichte ihm den empfanglnen Brief der
Pensionsvorsteherin. Jordan trat mit dem Schreiben an das Fenster und laS eS durch. Als er mit dem Lesen geendet halte, mußte er sich mit der Hand aus das Jensterbrett stützen, denn die Füße versagten ihm den Dienst. So dicht vor dem erhofften Ziele traf ihn die Nachricht von Angelika's Ankunft wie ein Blitz au? heiterem Himmel. .Und," fragte er mit vor Erregung zitternder Stimme, was beschließen die gnädige Frau?" .Blieb mir denn eine Wahl ?" fuhr die Dame zornig auf. Dorothea ist bereits nach dem Bahnhof, um um Baroneß Angelika abznhoten und in mein 5auS zu führen !" Herr Jordan verlor die letzte Spur von Selbstbeherrfchung, seinen Lippen entfloh trotz Fran Dreßler's Gegenwart ein Fluch. .Notiren Sie nck die Adresse dieser bochmüthigen Pensionsvorsteherin," gebot ftnm Dreier, und senden Sie ibr so gleich dreihundert Mark für die rückstänhin tsipminn 9TnnTifri'a imS attiiimirt Mark für deren Reii'ebillett. Eine Baro neß von Bartenstein soll von einer Pensionövorsteherin nicht aus Barmherzigkeit" aufgenommen und geduldet worden 5i V m a inm f iu, wir, wie guic uuic in tyicui vii(t an mich schreibt." Serr Jordan Zcklua. aan aur uck. (g w ' w 1 v die Hände in einander. Dann ging er mit unsicheren Schritten hinaus, indem er vergay, vor Frau Dreier sich zu verneigen. Draußen blieb er vor der .hur stehen und richtete sich zu seiner ganzenHöhe aus. ;rr .if.i.f: x. . oi..oi j.: . ..e c: vr in eniießttllzcr Ausorn ciiicn in nem bleichen Gesichte. Er war zum Kampfe bereit. Hartnäckig und ausdauernd wie die holländische Wafferpest,schlau berechnend, unterthänig gegen Höherstehende, unverschämt bis zur üußerstenFrechheit gegen Menschen, denen er zu befchlen hatte, und rucklichtslos gegen eocn, der wie hier die ahnungslose arme Angelika der Ausführung seiner Pläne in den Weg trat, war Jordan fest entr je . , . . . iv .. 1 Unionen, kvpviv jinii uuiuriiuciucii der Frau Dreßler zu machen und dadurch sich selbst den zehnten Theil der Deßler'jchen Million zu sichern, sollte der Weg zu diesemZiele auch über geschädigte, entehrte und ruinirte ExistenZen Hinwege gehen. Dorothea hatte, als ne auf dem BahnHofe anlangte, um Angelika dort in Empfang zu nehmen, sich selbst gelobt, daß die junge Waise im todten Hause ein Gesangniß finden sollte. Jordan ging viel weiter. 5ndem er in sein Zimmer ;urückkclirte. ballte er dieHände und sagte zn sich selbst: Wehe ihr, wenn sie als Rivalin bei der Erbschaft auftreten sollte, dann findet sie ocl nn? iyr wrao : Dorothea war auf dem, Perron des Bahnhofes auf und ab gegangen, bis der schrille und durchdringende Ton einer Glocke sie ihrem Sinnen entriß. Es war da? Zeichen, dan der erwartete ug, der Angelika bringen sollte, in den Bahnhof suhr. Alle GlaSthuren, welche auf den Perron führten, öffneten sich, Eisenbahnbeamte, vom Bahnhofsvorsteher bis zum einfachen Gepäckträger hinab, Herren nnd Damen, welche ankommende Reisende erwarteten, müssige Flaneurs eilten heraus. und Dorothea ?ay uch plötzlich voii einer drängenden, stoßenden, schwatzenden und lärmenden Menge umfluthet, die ne hm und her schob. Lärm und Wirrwarr nahmen noch zu. als der einfahrende Zug anhielt, die Thüren seiner Eoupes sich öffneten und denselben die zahlreichen ankommenden Reisenden . entstiegen. Dorothea verfuhr ganz klug, daß sie sich wenn auch mit großer Anstrengung bis an die Wand des BahnhofgedändeS zurückzog und eine . abwartende Stellung ein nakm. Die Kräftigsten des Reisepubli kii'.nS drängten sich rücksichtlos di? an die Schranke durch, wo das Gepäck aus lev'ti und reichten inre namerirten Ge? :.tfjchfi:ie den erped'! d?:: Beamten hin. jo.rr . nie in Z'i,U !'' G.fiu?, 2 i? irijeii j.i. i:'.'. :) r..ei::c Hände voll bät e !" lFortfetzung folgt.) totntföe Lokal Nackrichten. Tete r o w. (Mecklenbura) 22.MS. Zn Aelid erschien iünast eine FrauSauer auS Dessau mit einem Gefährt und raubte das vjlährlge Zlehlmd der ktlhaltersfrau Hansen. . Frau Sauer, die da? Kind früher, als sie hier wohnte, in Kost und Pflege gehabt hatte und sehr an demselben hing, wurde bald darauf m Dessau unter der Anklage des Kindeöraubes verhaftet und an das Güstro- , - CW j 1 - - C ? Q .C 1. wer AMlsgerluzlögefangniö aogmccri. DaS Mädcden. das Kind eines verstor benen Dienstmädchens, wurde nach Belitz zurückgebracht. Reutlinaen. 23. März. Am 73. GeburtStaae des aroßen Menschen freundes Gust. Werner, der kürzlich gefeiert wurde, fand du Emwelhung des von W. aestikteten neuen KinderbauseS statt. Der Gemeinderath beschloß bei dieser Gelegenheit, dak die am Haus vorbeifahrende Straße fernerbin den Na men Wernerstraße" führen solle. Müller Letpert m Bronnen, dessen Müh lenanwesen fast ganz abgebrannt ist wurde sammt seinem ältesten Sohne we gen Verdachts der Brandstiftung in Hast genommen. Se ed o r s,2Z.März. Der kürzlich hier verstorbene Pfarrer Bernhard Baig bat in seinem Testament eine Reihe von Legaten im Gesammtbetrag von über 5000 M. sur kirchllche und Wohlthätig leitözwecke ausgeworfen. Heumaden, Württemberg, 21. März. Zu den im Laufe der letzten Jahre m Landoezlrr Stuttgart auSge führten Straßinbauten lommr nunmehr
wohl die schwierigste und kostspieligste, die Cörrektion deS sog. LedcrbergS zwi schen Heumaden und Hedelfingcn.O.-A. Cannstatt. Vom Zollbcrg bei Eßlingen bis zur neuen Weinsteige von Stuttgart nach Degerloch ist dies der einzige Aufgang vom Neckarthal aus die Filderebene. Die ganze Baulast fällt hiesigem Orte zu, welcher sich nun zu einem gänzlichen Neubau des Wegs mit einer Steigung von 6,5 pCt. und einem KostenVoranschlag von 3,000 M. entschlossen hat. Straßburg, 26. März. Die Dante-Bibliothek des verstorbenen Prof. Dr. Karl Witte, die reichste ihrer Art, geht infolge eines, schon im Jahre 1873 abgeschlossenen Abkommens, in denBesitz der Universität Straßburg über; des gleichen sämmtliche von Witte hinterlas. senen Manuscripte, soweit dieselben aus seine Dante-Studien Bezug haben. K a r l s r u h e, 25. März. DaS Lan-deS-Unterstützungscomite für die durch Hochwasser beschädigten Bewohner Badens hat bis zum 21. d. M. die Summe von 579,448 Mark eingenommen, davon 414.299 M. zu Beihilfen für beschädigte
Private uno M. zu Beihilfen für bedürftige Gemeinden verausgabt. mit den summen, die der dem Comite noch eingehen werden (aus Sammlungen, deren crgedmu der Präsident des Reichstags, serner ein aus Reichstagsabgeordneten gebildeter Ausickuk nock in Verwahrung haben, und aus den noch mcht abgelieserten Restbetragen der im Lande selbst veranstalteten Sammlungen), wird es möglich werden, auch den Ansprüchen zu genügen, die nach Vollendung der Haupt-Liquidationsarbeit noch der dem anoes unterstuhungscomite geltend gemacht werden. Durch die aroßartiae Wohlthätigkeit, der die ae. nannten großen Summen u verdanken sind, ist eS möglich geworden, den ärmsten unter den Bejchadtgten den erlittenen Schaden aan; ,u erseken. den wen!. ger Bedürftigen Beihilfen in der Höhe von 0030 pCt. der nachgewiesenen Beschädigung zu gewähren und - wie erwähnt auch armen Gemeinden Mittel zur Wiederherstellung zerstürterWege, Brücken, Dämme u. s. w. zuzuweisen. An einigen Orten ist es möglich geworden, durch zweamalge Vervendung der gewährten Mittel die Verlegung seither regelmäßig de? Ueberschwemmung ausaesedter Wohnungen an VläKe. die vor dem Hochwasser sicher sind, zu bemerk stelltgen. V rünn, 25. März. In Weymislitz wurde der Pfarrer Ludwig. Swoboda ermordet. Pfarrer Swoboda war bereitS mehrere Jahre in Weymislitz und war em ausgelprocyener sonoerllng. So hatte er beispielsweise die Marotte, selbst im strengsten Winter ein Bad aus zusuchen, welches er sich selbst etwa eine Stunde Weges von Weymislitz bei Kroman errichtet hatte. Einen solchen Spaziergang hatte sich der Mörder ausgewählt, um die That zu verüben. Pfarrer Swoboda ging am 21. März, Nach mittags gegen 2 Uhr, zu seinem Bade und wurde bereits um 5 Uhr todt, aber noch warm aufgefunden. Eine GerichtsCommission hat den Befund und die Obduktion der Leiche vorgenommen und konstatirt, daß der Ermordete offenbar zuerst einen Gewehrschuß mit einer Schrotladung bekommen und daß er später durch zahlreiche Stiche getödtet ,wucde. Drei dieser Stichwunden, wovon die eine durch'S Ohr in'Z Gehlrn ging, waren absolut tödtlich. Der trotz seiner nahezu 70 Jahre sehr rüstigeGreis muß sich verzweifelt gewehrt haben, denn dessen Stock, Uhr und Kette lagen zerstreut auf dem Felde. Geld hatle der Pfarrer nicht bei sich. Da ein Raubmord ausgeschlossen schemt, gewinnt die Ansicht an Wahrscheinlichkeit, daß der Mord aus Rache verübt wurde. R o s e n b e r g, 24. März. Der Besitzer der hiesigen Dampfmühle, Hr. Kilian, welcher dieselbe erst vor wenigen Tagen käuflich erworben hatte, hat aus Verzweiflung darüber, daß er um den größten Therl seines Vermögen betrogen worden ist, seinem Leben durch Genuß von Etrychnin ein Ende gemacht. Vor Kurzem war er nachBerlin gezogen. Dort hatte er eine Hypothek über 40.000 M. an einen Rosenberger für 25,000 M. verkauft' und die Rofenberger Dampf-wühle,-die bisher für 5000 M. ausge. boten worden war, mit 20,000 M. in Zahlung genommen. Hierauf hatte er noch 8000 M. Kosten zu bezahlen. Sein Gesammtvermögen. hat er seiner Vaterstadt Nürnberg vermacht. B ? e m c n, 25. März. Für den biesizen Bürgkrpzrl, das Lieblingskind dcr B?emcr. den s!; in wcn'gen Jahren geschaffen iMbn, richtete der Vorstand unlängst die Bitte , an das Pub:ik::?n, es" möge ihm die zur Vollendung d sä'.önen Parks noch fch lendkn 8!).0i.'0 Di. spcn5cn. Einige ein ftußreiche Männer nahmen die Sammlnngkn in die Hand, und in wenigen Tagen schon wr jene .Summe nicht allein einaebracht, sondern 'dieselbe noch um circa 00.000 ..überschritten. Jedenfalls ein Beweis für den echten Bnr gersinn dcr Bremer. Snnnpfj-Trt sfcürinafn 23. März. Die Vlüthezeit der Jahrmärkte -i .. . , . rt ist fast überall dahin, (so wtu man auch bier dieselben aufgeben und an de ren Stelle jährlich zwei Messen halten laen. A u a s h ii r n. 9tt Mär,. Ein oro ßer Diebstahlsprozeß wurde hier zuEnde t . ' . 1 - . rr geiulzrk. Wie Angeklagten, weicyk lcu fast ausschließlich auf die Beraubung öffentlicher Kassen beschränken, traten im Gerichtssaal äußerst elegant gekleidet auf (sie trugen alleGlacehandschuhe) und zeichneten sich durch eine Frechheit und Ungenirtheit aus, die ihre? Gleichen sucht. Jakob Siefert erhielt 14 Jahre. Franz Hierle 6 Jahre, Eduard Högg 3 Jahre und Jos. Mannhardt 2 Jahre Zuchthaus; sämmtlichen wurden aus je 10 Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. Jakob Siefert hat, obwohl erst 45 Jahre alt. schon mehr als 20 Jahre im Gefängniß und Zuchthaus zu-gebracht.
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OU kiiosi ..rt J) V 93 4 P , ' täglich 13.00 ffjw I 1 vj au. Ätcaulg. eountabt ... 4.10 n v a ö Ii (f.-tftgUch I d.. 5.15 Calon iteouig So.l'.tag 5.. 5 ct ionatag .. 5.45 Wut 1) V tt 1 4 tägl'ch iü.85 Xia ?atoi( 6; aul. I Sonntag, 10. 35 Um Chicago Route via Kokomo. jicago schneit, iiia tsla 1 15 flm Zttd'I & Lsu. Schnellzug... 8. 0 C Jndxi'g Zu. IFI 4lÄZm Chazsiiixrej.li.", 9:rn trnt Haute, Dandalia & St.Lonui Stsendatz. Kai! r,arn .... 7.Z0V Lag Qtv, V 12 2)3lm Zerre Haut Act. 4.uO m Paeifte i ll.m m Schnellzug 4.08 üXatl undce...lo.Ott vR, Zaa (in) 4 äjs all undiftec... 3Ava Eincinnati, Indianapolis, Et. Louis n. Chicago tzenvayn. .innnnali Vrviston. lLoutlv.L. 4ifrn Jndianep Vss.. 100 m SL'vtu. r x. i. M WeYern 1.... b.vl Si c et b & ineinnat! cc. 4.:iO m PC. Z..45 5! INC. CC II. UO ?lM . . 7."0 ?im täglich f u cc.11.05.91a . Lafahette Didision. IbtcoflO Mail 9. '.2.00 9im täglich c c u I..' 3 35 Dn eftern ( 5.i0m , Lafavene ec .Ao.ll hm A Hutl ffr. .05 I thie Pnii 2 S täglich s L Katl xe.. SMKm rc 11.35 5km tncinnati . .0 Jessersonville, Madison und Jndionopokit vistndahu. ad r tag. .. 4.1S v Jdadatt.iov n 8 ad fttc... 7.40 m 'Znd5kble?itsail.(U tim 5nd ad tttl 4 21 m 1 St V St 4. BJMKn önip tag. toJJ Hm 6 2 s4ag 10.45 a Wabafh, St. Loui ä? Pacifie. Detr die Mail 'ö vm 4I3i 2.' Skm 8519 rtäa 2 D0 toi tW j..lUWa Tel u 1h atl. 55 loi u ret Sr... 10.20 hiMichr e C&l 6.33 Nm btÄXol rtäflli.JS 9lm Indiana, Vloomingtön nndWeftern Eisenbahn, Jae r Wtl .. 7.45 vm andrer ff.. 1.30 mm rasordo.ke. 3.50 51m 0u st f ti fl 11.15 92m Eaftern S (fr. täglrch 4.10 Um me Exee 10.50 tlanhcÄjA. 6.30 fim St. Louis Dibikion. sreftkld... .Zu m , vachr x 4.10 B an xag.:, 8.20 m vim u rag 3r. 5.4S acht tlf 11.1 m lrkild Acc. . Indianapolis und St. Loyis SiseniahV. rag rxreß, kk. taa täglich .: 7.25 Cm oft u et L tt. 7.00 N S u Lt k täglich u cc. 11.10 Ha ec... 4.15 e LokaiPaffenaer.10.55 Da, rc ctigl. 6.459101 rmcinuati,HamiltonLkIndiaapolit?isnbai. Jnd, LtLomg 4.15 Cm I onner,tllecc 8.45 fSm onnfuoiuf cc a m au It.lA Km Jndpll u St. L. 6.55 !k Jndx 0 LouiZ 10.45 Indianapolis nnd Vincennes iseniaiu. all Caita , 70 1 Ctacennel See.. 10 5o em Otncinnf 1 See . i.lO IS atl t zu, . iAQ Um Läge mit r. c. ihns,ffar. mit chiasSagan. U v. Plar mUs..Hear C3IS PAPER miy bo fnon4 o II li at Qso. Boweli. & Lky Newspaper Adrertlelng Bureui 10 Svraom Btrceu,Trnere aaver 1 fJHl7Ve.T.L tlslnie contract rnay vo uiskilo 10 r tt tu
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