Indiana Tribüne, Volume 6, Number 205, Indianapolis, Marion County, 13 April 1883 — Page 2

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FSgliche und KonnlagsausgaS,. Ofsice: 2S. DelawareStr. Indianapolis, Ind., 1 April 188:3. Tteinsalzlager in Loltistana. Petit Anse, yM auch Avery's Eiland genannt, ist eine 'von den fünf Inseln an der Küste von Louisiana, welche wahrscheinlich vulkanischen Bodenerhe-, düngen ihre Enistehung verdanken. Von den übrigen, die den Namen Jefferson'Z Eiland, Grand Coteau, Col. Blanche und Belle JZle führen, ist indessen auch nur die letztere eine Insel im strengen Sinne deZ WoiteS; Petit Anst und die anderen sind nicht von Wasser, sondern von morastigen Niederungen umgeben, die nm zum Theile unter Wasser stehen. Petit Anse enthält in Areal von 2300 Ackern, welche theils unter Cultur, theil von Wald bedeckt sind. Vor langen Jahren schon waren die Salzquellen bekannt, welche auf Hern Eilande entsprin gen, und die Sole wurde durch Eindamvfen in Salz verwandelt, dessen geringe Quantität jedoch lediglich dem örtlichen Verbrauch diente. Während des 9ie dellionskriegkS entstand' in mehreren Cüdstaaten in Folge der Blockade aller Häfen Mangel an Salz, und die Leute kamen mit Kesseln nach Petit Anse, um dort einen Vorrath an Salz zu gewinnen. Die Sole, welche die Quellen lieferten, reichte für den Bedarf nicht au und John M. Avery, auf dessen Grund und Boden mehrere Quellen entsprangen, lies: dieselben in der Hoffnung verliefen, hierdurch einen reichli cheren Zufluß von Sole zu erhalten. Während Avery die. Arbeiten beaussich tigte, rief ihm ein auf dem Boden der Grube beschäftigter Arbeiter zu, er sei aus einen Felsen gekommen, der allen Angrissen der Spitzhacke widerstehe. Nach und nach gelang es doch, ein Stück abzusprengen, und dieses entpuppte sich als ungewöhnlich hartes, völlig reines Steinsalz. Nunmehr wurde ein Schacht abgeteuft und mehrere Jahre hindurch wurde Steinsalz auf durchaus primitive Art gegaben. ' Kurz nach Beendigung des Krieges bildete sich eine Actiengesellschast, welche da Salzlager in rationellerer Weise auszubeuten versuchte. Der Compag nie fehlte e3 aber an ausreichendem Ca vitale und erfahrenen Ingenieuren, ves lzalb sie die Arbeiten bald wieder ein hellte. Auch eint zweite Gesellschaft 'vermochte nicht, einen wirklich bergmän Nischen Betrieb einzuführen, und so war es erst der aus New Yorker Eapitalisten bestehenden Compagnie vorbehalten, welche gegenwärtig daS Lager besitzt und ausbeutet, eines der großartigsten Salz werke der Welt zu schaffen. Die Jämt rican Salt Co. os New Vork" fand nichts vor, als ein tiefes Lod), aus welchem bisher die Salzblöcke herausgearbeitet worden waren ; die von ihr angestellten Bohrungen ergaben zuverlässige Resul täte über die Mächtigkeit des Lagers, und sie ließ Schachte mit. Stollen und ArbeitS'Gallerieen anlegen. Bisher hat die Compagnie 60,000 Tonnen Salz gewonnen und gegenwärtig, ist sie im Stande, täglich 20 J Tonnen zu fördern. Der Hauptschacht hat eine Tiefe von 140 Fuß und führt -2Ö Fuß durch v:r schiedene Formationen und von da ab durch solides Salz. 50 bis G0 Fuß des letzteren hat man als massive Decke stehen lassen, und erst in einer Tiefe von 85 Fuß erstrecken sich die Gallerieen in ver schiedenen Etagen unter einander in daS Salz hinein.' Dieselben sind 30 Fuß breit und 8 Fuß hoch und dringen in der Weise vor, daß schmale Gänge in das Steinsalz gearbeitet und sodann Maffen de? letzteren durch Dynamit abgesprengt werden. Die Arbeit geschieh: in der Weise, daß stets lange Strecken so vor bereitet werden, daß es nur der Spren gung bedarf, um auch den für die größ len Bestellungen erforderlichen Salzvor rath in kürzester Frist liesern zu können. Ueber dem Salze sind acht regelmäßige, scharf abgegrenzte und sich deutlich von einander unterscheidende geologische For mationen gelagert. Unmittelbar auf dem Salze besinden sich dunkler, grobkörniger Sand' und Gerolle, letzteres aus Stücken von der Größeiner Haselnuß bis zu der einer Mannesfaust bestehend;animalischeUcber reste wurden in dieser Schlcht zahlreich gefunden. Ueber letztere ist gelber, mit Lehm untermischter Sand und hierüber grauer, feinkörniger Sand ohne Gerölle gelagert. Die folgende wachöartiae und schwärze Schicht hat sich jedenfalls aus Dammerde, die sie früher war, gebildet; in ihr wurden höchst interessante Gefäße aus gebranntem Lehm und Thon oesun den. Dieselben sind theils einfach und schmucklos, zum Theil aber auch mit Arabesken kunfllerrsch verzier!; dleAußen wände einzelner Gesäße waren so bear beitet, daß sie den letzteren das Aussehen gaben, als seien sie auö Weidengeflecht hergestellt. Eine Lage Sand und mi! solchem gemischter Erde formt den Ue bergang zu dem die Oberfläche bildenden Triebfande. Der Jörderstuhl wird , durch eine kräftige Dampfmaschine in Bewegung gesetzt. Im Innern der Werke brechen sich die Strahlen der . (Zrubenlichter m Tausenden von Sah krystallen, ist die ganze Atmosphäre mit Salz ge chwangert. Der letzter: Um stand scheint auf die Gesundheit der Ar deiter einen sehr vortheilhasten Einfluß auszuüben, die Leute' sehen nicht nur blühend aus, .sondern es tu auch sei Jahren kein ernstlicher Krankheitsfall unter denselben vorgekommen. DaS Werk wird gegenwärtig in strena bera männischer Weise betrieben. Durch die schon erwähnten Bohrungen ist ermtttel worden, daß der Umfang deS SalzlagerS 1ö0 Acker betragt; Tues ergrebt bei de - bis jetzt erreichten Tiefe eine Mächtigkei deSSalzlagerS von 15,000.000 Tonnen einen Vorrath, der ausreicht, den ge

sammten Salzbedarf der Ver. Staaten auf Jahre hinaus zu befriedigen.

Ersatz für Pferdedahnen. WU haben wiederholt darauf hinge wiesen, daß es die Tendenz der Gegen wart zu sein scheint, daS Pferd aus den Städten zu verbannen. Die sogenann ten Kabelbahnen finden immer auSge dehntere Verbreitung, und in London ist kürzlich ein höchst erfolgreicher Versuch gemacht worden, StraßenbahnWagen mittels Elektricität zu treiben Dem nächst wird das Londoner System auch in Newark versucht werden. Der die elektrische Triebkrast enthaltende Accu mulatar, der weniger als einen Kubikfuß Aaum einnimmt, nur 80 Pfund wiegt und einen Wagen 7 Stunden lang mit einer Schnelligkeit von 0 Meilen in der Stunde in Betrieb erhält, soll mit dem vierten Theile der Kosten gespeist wer! den, die der Unterhalt der Pferde verur sacht. Mit dem 5kabelsystem ist man in San Francisco und Chicago so zusrieden, daß eA auch in Philadelphia ringe führt worden ist. DaZ dortige .endlose" Zkabel, au? biegsamem fetarjl ocueyeno, ist 9200 Fuß lang und wird durch zwei Maschinen von je 100 Pferdekrästen in beständiger Bewegung erhalten. Unter dem Waaen durchlaufend, bewegt es denselben, wenn e? von einer eisernen Hand ergnnen und festgehalten wird. Soll der Wagen zum Stillstand gebrach! werden, so öffnet der Jnaenieur die Hand durch einen Druck ; soll er wieder weiter gehen, so greift vie yano oas immer weiter laufende Kabel wieder aus. Das Kabelsustem bewährt sich nur aus ganz geraden Linien, aber wo es nicht anwendbar ist, dürsten in kurzer Zeit andere Motoren die Gäule ersetzen. DaS Pferd wird immer kostspieliger, da das Futter beständig im Preise steigt. LluSsterdende Rasse. Aus den Hawaii oder Sandwich'Jn sein im Stillen Ocean vollzieht sich vor den Augen der lebenden Generation ein Zerstörungsproceß, der da? Verschwinden mancher vorgeschichtlichen Rasze zu erklären geeignet sein dürste. Außer den Na tonen, die durch fremde Eroberer unter jocht wurden, sich mit ihnen vermischten und neue Nationen Mit aeNitchtenSpra' chen bilden halsen, hat es ganze Völker stämme gegeben, die geradezu spurlos von der Erde verschwunden find. Ein elne Denkmäler zeugen wohl von ihrer Existenz, aber plökllch bricht der Faden ad, und weder Sage noch Geschichte giebt Kunde von den Schtckialen, welche die Erbauer jener Denkmäler betroffen ha ben. AuZ den erwähnten Inseln nun stirbt in dcr Gegenwart die eingeborene Nasse so schnell auö, daß ihr Verschwln den gleichfalls spurlos sein würde, wenn nicht fremde Forscher eS beobachteten. Wie der amerikanische Ministerresident n Honolulu, Herr Comley, mittheilt. giebt eS auf dem ganzen Archipelagus höchstens noch 45,000 PavuaS oder Ka naken, von denen mehr als 700 alSAuSsätzlge auf der Insel Molekr abgesperrt sind. Man schätzt, daß sich auf den an deren Inseln über 3000 Aussätzige ver borgen halten, um dem schrecklichen Schicksal der Abschlreßung zu entgehen. und daß es somit nicht viel mehr als 40,000 Kanälen giebt, die von der schrecklichen Zcrankhett noch verschont und. Letztere greift, trotz aller Vorsichtömaß regeln der Negierung und der Missionäre immer weiter um sich, und außerdem erklären die tüchtigsten Aerzte, daß von den auSsatzlosen Kanälen vier Fünftel in ZIut und nochen durch SyphrnS corrumvirt find. Die Nachkommen dieser Menschen find selbstverständlich skropyulöS und sterben spätestens m der zweiten Generation aus, während viele überhaupt kerne Nachksmmenscha t ha ben. Die Nasse der alten Kanaka". saai Herr Eomley, ist auf diese melancholi fche Hendvoll zusammengeschrumpft. Einige sind immer noch von edlem Aus fehen, alle find ' von liebenswürdigem Charakter, aber nur zu viele sind le bende Merkzeichen einer aussterbenden Rasse. Sie sind an Person. Sitten und Vermögen gleich verkrüppelt, an Geist, Körper und Befik. ES siebt sein kauf männisches oder Fabrikgeschöst im stö nZgreiche,' daS 'einem reinblütigen Einge' vorenen geyort oder von ihm verwaltetwird." Selbst im königlichen Hause ist es mit der Erbfolae.so scklecbt bestellt. daß Kalakaua vermuthlich nicht nur der erste, sondern auch der letzte KSrng sein wird. Er hat keine Söhne,, solche sind überhaupt in der 'Rasse nicht vorhanden, anö welcher der König bervoraeben tnufe. nnd die einzige erbberechtigte Person vieler Via)t l ein Madchen von schwächlicher Gesundhttt, dessen Vater noch dazu ein Amerikaner ist. Cö ist eine ffräae.' welcbe schon dieallernächste Zukunft wird lösen müssen.! wer von den Inseln Besitz greisen soll.' Augenblicklich geben sich namentlich am. rikanische .Capitalisten alle Mühe, sie mit Mongolen zu bevölkern, weil diese am. billigsten arbeiten. Schon jetzt besteht die Bevölkerung der Mehrzahl nach aus Chinesen und da das aeaen dieselben' gerichtete Einfuhrverbot wieder aufgeho c. . v r . r ..- . .. ven woroen , u ouzn oie Jopslrager. schiffsladungungsweise nach Honolulu geschleppt werden. Wenn die Bereinig; ten Staaten jemals Handelsbedeutuna! aus dem Stillen Ocean erlangen wollen,. so kann es ihnen nicht gle:chgtttig fern, ob-die als Zwischenstation ungemein wichtigen Inseln von Weißen oder von Mongolen besetzt werden. Ebenso wenig ist eö den Engländern -gleichgiltig, wer die Gruppe beherrscht. ES ist nicht un möglich.daß sich, nach dem Tode Kala kaua'Z interessante" Verwicklungen er geben. Nach dem Nordweslen. Nie zuvor hat die Wanderung nach den sogenannten nordwestlichen Staaten und Territorien diesseits des Felsengt birgeö. d. h. nach Minnesota, Dakota und Manitoba so früh begonnen und einen solchen Umsanz ayLenommen, wie

in diesem Jahre. Alle Eisenbahnen, die nach jener Gegend führen, haben voll j aus zu thun, und die Frachthöse und Seitengeleise sind mit Mobilien ange füllt, die den Zuwandernden gehören. Die in St. Paul einmündenden Eisen bahnen haben täglich mit Schwierigkeiten zu kämpsen, um die nothwendigen Passsgier und Frachtwagen zu stellen. Eine so starke fluctuirende" Bevölkerung hat-St. Paul noch nie gesehen. Es werden augenblicklicd wahrscheinlich nicht weniger als 10,000 Personen wöchentlich von jener Stadt aus auf die verschiede nen Bahnen vertheilt. Aus der Northtrn Pacisic und der ManitobaAahn war der Verkehr vorige Woche so groß, daß sich nichtWagen genug austreiben ließen. ES waren zunächst meist Ansiedler, wie man die au? anderen Theilen der Ver. Staaten kommenden Zuwandere? im Gegensatze zu den eurovaischen Einwan derern nennt, die sich früher als gewöhn lich und in größerer Zahl in St. Paul einstellten. Diese Leute kommen auö allen Gegenden des Landes, von Maine bis Virginien und von Pennsylvanien biS Utah, von den Canadiern ganz zu schweigen, die ihren Weg nach Manitoda nehmen. Aber auch Ausländer find siton eingetroffen, darunter namentlich viele Deutsche, die nach Dakota gehen, um Farmen zu kaufen. Die Northern Pacific und die ManitobaAgenturen, die vor einigen Monaten von trüben Aussichten sprachen, haben jetzt Nachricht erhalten, daß sie sich auf dieBeförderung von nicht weniger als 5000 Einwände rern wöchentlich gesaßt machen müssen. DieS würde' ungesähr L0.000 Personen im Laufe des Sommers ergeben, und rechnet man dazu die Ansiedln" aus den östlichen Staaten, so ist wohl die Schützung nicht übertrieben,daßSt.Paul von 125.000 Fremden berührt werden wird. Wie lange daö .Fieber" anhalten wird, ist freilich eine andere Frage. Gar viele Ansiedler werden zu der Ueberzeu gung kommen, diß sie besser daran ge lhan hätten.' sich ein weniger holzaroxS und lal:t Lad on?;usuchc.

Vom Küssen. Dem preußischen Feldmarschall Wran gel mißt die Weltgeschichte außer man chen Tugenden auch die schwache Seite wenn eS überhaupt eine solche ist bei, daß er bis in sein hohes Heldenalter hinein ein großer Freund des Küssens gewesen sei. Die Weltgeschichte liebt eö bekanntlich, sich zu wiederholen. Auch von dem verdienstvollen Chef, unserer glorreichen Armee erzählt nicht etwa bloß die Fama, fondern berichtet und belegt mit. Zahlen die Statistik, daß er, der General Tecumseh Sherman, seine Mu ßestunden mit Küssen auszufüllen liebe. Eine KußSammlung läßt sich nicht so leicht anlegen, wie eine Briefmarken Sammlung, denn Küsse sind bekanntlich Kinde? des Augenblicks, noch flüchtiger und vergänglicher selbst, als Schmetter linge, weshalb man wohl die letzteren, nicht aber die ersteren, wohl etlkettirt unter Glas und Rahmen halten kann. Wäre ei anders, jp würde unseres Ge neralö KüsseSammlung zu den interes sankest der Welt gehören. Der Chef seine Generalstabes hat dem General nicht etwa nachgerechnet oder nachgezählt, wie er sich räuSpert und wie er spuckt, wie dies großen Männern gegenüber ge meiniglich geschieht, sondern er hat seit Jahren mit militärischer Pünktlichkeit reglstrrrt, wie er kußt. Die deSfallfigen Aufzeichnungen erae ven pro Monat eine durchschnittliche Anzahl von 1806 Küssen und sonach pro Jahr ungefähr 22',000 Bethätigungen der allgemeinen Menschenliebe ; hierbei ist jedoch nur dasjenige Mundspltzen in Anschlag gebracht, welches dem jüngeren Theile des schönen Geschlechts zu Gute kommt; den BableS gewidmete Kuß tribute sind ebenso außer Ansatz gelassen. wie Küsse deS Respects, der ehelichen Gewohnheit und der Freundschaft. : WaS ein Häkchen werden will. lrümmt sich bei Zelten", und so pasfirte rti unserm General schorißalS blutjungem Lleutenant, daß ihm im Jahre 1831 in Dünemark der liebliche Brauch eines GesellichastSspielS das Recht verschaffte, einer reizenden Dänin holden Mund zu lu en. r lyal es, und zwar Mit ame rikanischer Energie, denn kaum hatte er sich semer suken Aufgabe entledigt, so trat ein wettergebräunter Seecapitän aus lya iu und sagte : .Sie sollten Tau cher werden, mein junger Freund, ich .habe noch nie einen Mann gesehen, der :ben Athem so lange anhalten kann, wie Sie." Der alte Seebär vermochte nicht, 'durch seinen Rath unser Landfeines ausgezeichneten Soldaten und Feldherrn zu berauben und lhm dafür emen aus gezeichneten Taucher zu schenken, aber der General hat noch der seinem letzten Ausenthalte in San Francisco bewiesen. van er eZ auch heute noa versteht, den Athem anzuhalten. . Damals gab die bekannte Schauspielerin, Fräulein Alice yarrlson, lhre Abschiedsvorstellung. In einem Zumchenacte hatte sich der Gene ral aus die' Bühne begeben, um der ttünstlerm seine Anerkennung auözu sprechen. Er stand unmittelbar am Vorhänge und die erfreute Künstlerin ihm, gegenüber. Ein väterlicher Kuß lieg sich zu längerem Aufenthalte auf den Lippen der letzteren nieder, da rauschte der Vorhang empor, die Walze kam mit dem UnnormSrocke des Generals m Be rührung und hob den letzteren einiaeFuß über die Bretter, welche die Wett bedeu ten. empor. Der Jnfpcient gewahrte. das Eretam, der Vorhang ank und das lachende Auditorium hatte zwar die Beine des Generals nur von hinten ae sehen, aber doch den Besitzer derselben richtig errathen. Tacoma. Bereits im Jahre 1873 wurde die neu gegründete Stadt Tacoma im Territo,ium Washington als Endpunkt der nördlichen Pacificbahn auöersehen und in den Karten deS Ministeriums des In nern eingetragen. Die Vortrefflichkeit deS Hafens, an dem Tacoma liegt, em jahl dasselbe in erster Linie, für diesen

Zweck. Dieser Hasen ist durch einen

von der Natur geschassenen Wau gegen Stürme völlig gesichert und bietet dabei ein Fahrwasser, daß selbst der Great Lastern" unmittelbar am Lande vor An ker gehen könnte und doch noch mehrere Jaden Wasser unter seinem Kiele haben haben würde. Noch andere natürliche Vortheile werden jedoch in kurzer Frist Tacoma zum San Francisco der Nord wtstKüste von Nordamerika machen. Es bildet den Ausgangspunkt des Puy allup-Thales, welches trotz seiner gerin aen Bestedelung schon jetzt einen Aus suhrhandel von Bedeutung betreibt. SechSzig Farmer k haben unter Ande rem im vorigen Jahre über 1,000,000 Pfund Hopfen exportirt und hierfür eine Einnahme von $400,000 erzielt. Die für die Weizen Production außeror dentlich geeigneten Thäler der Flüsse Stuck und Whlte besitzen m Tacoma ebenfalls ihren Stape!platz,und das Ge treibe kann dort direct aus Elevatoren auf die Seeschiffe verladen werden. Das Land ist ferner, soweit es sich in den Thälern nicht vorzüglich für den Getrei debau eignet, mit werthvollen Holzbe ständen bedeckt und zahlreiche isage Mühlen sind jetzt schon an der Arbeit, daS für den Handel vorbereitete Holz nach allen Theilen der Welt zu versenden. Zehn Meilen von der Stadt beginnen die ergiebigsten Lager bltuminöserKohle, die bis jetzt westlich von den Felsenge birgen entdeckt worden sind. Einzelne Kohlengruben sind bereit im Betriebt und die Central Pacificbahn, welche einen Theil des reichsten Kohlenlandes eignet, läßt eine kleine Flotte von Dam psern erbauen, die speciell für den Transport der ttohlen nach Californien bestimmt sind. Während seine Lage an der See und sein Hasen Tacoma einen riesigen Verkehr verbürgen, ist dasselbe durch die Eisenbahn mit Oregon und dem Territorium Washington verbun den. Die ergiebigsten Weizenländereien der Westküste befinden sich in diesenLan destheilen, die in ihren gebirgigen Di stricten nicht nur unerschöpfliche Kohlen und Anthracit'Lager, sondern auch Sil der, Gold und Eisen-Minen von vor auSsichtlich großer. Bedeutung enthalten. Das Klima der Stadt ist imSommer und Winter in hohem Grade angenehm: Die niedrigste Temperatur zeigte im Februar vorigen Jahres daö Thermo meter mit 22 Grad, die höchste im Juni mit 78 Grad. Schnee fiel im Januar, Februar und März desselbe Jahres elsmal, derselbe blieb jedoch niemal 24 Stunden hindurch liegen. Im April kamen 5, im Mai 2 Fröste vor. Der Aegenfall des Jahres betrug 44j Zoll. Die Stadt erhebt sich von der Werft, an der die größte Schiffe anlegen können. amphitheatrallsch zu einer Höhe von 300 Fuß und bietet hierdurch die Gelegenheit zu vortrenllcher.Canallstrung. Die Bevölkerung beträgt zur Zeit etwas über 4,000 Seelen und erfreut fich bereits aller modernen Verbesserungen, wie Wasserwerke, einer GasAnstalt und gut eingerichteter Schulen. Im Parlament der Do minion hielt der Finanzminifler eine Nede des SlnneS, daß Canada daS Recht haben sollte, seine Handelsverträge auch ohne Genehmigung deS Mutter lande? abzuschließen, und ein, großer Theil der Presse gibt ihm Recht. DaS Mutterland wird wohl oder übel diesem Wunsche nachgeben. Vom 2nZav. Zwei Tramps w u r d e n v o rigeWoche unter demVerdachte inJoneS ville. Mich., verhastet,, den Mordanfall gegen Andrew Malloy. einen Nacht Wächter in den Werkstätten der Lake Shore Bahn in Adrian begangen zu haben. Ueber hundert Bürger begleiteten die Beamten und die Gefangenen nach Adrian, die sich gegenseitig ver pflichtet hatten, die Tramps zu lynchen, falls sie von dem verwundeten Mallou identisicict werden -würden. Der let) tere erklärte jedoch mit Bestimmtheit.daß die beiden Gefangenen sich nicht unter seinen Angreifern befunden hatten; die Tramps wurden sjceigelassen und von den Leuten, die bereit gewesen waren, dieselben auszuhängen, mit einer durch sofortige Sammlung aufgebrachten Geldsumme unterstützt. Ein für denSherif in Dunn Eounty, Wi5., bestimmter gerichtliche? Besehl wurde auö Versehen an denShe rif in Dana County befördert. In dem Befehle war die Beschlagnahme desVer mögens des Schnitthändlers ChaS.Hud son in Waneka, Dunn Co., angeordnet. Der Sherif in Dana t&o. btlt$tt daS Vermögen des SchnitthSndlerS Charles Hudson in Waunakea. Dana Co.. mi Beschlag. Der letztere wurde natürlich sofort wieder aufZkhoben, und Hudson m Waunakea hat außerdem aus qa denersatz geklagt, jedenfalls aber ist es ein eigenthümliches Zusammentreffen, daß zwei Schnittbündler CharlesHudfon in Städten und CountieS mit so ähnlich klingenden Namen wohnen. ES gibt in Connecticut ein Gesetz, welches em strafbares Ber gehen dsrauS macht, Kinder über 58 Stunden die Woche in Fabriken zu be schuftigen. Bei einer nculichen Zeugen Vernehmung aber vor einem Legislatur Comite, in der nur Fabrikanten auö sagten, ergab sich'S, daß in Baumwoll und Wollensadriken Männer, Frauen und Kinder" gleicherweise 11 bis 11j Stunden jeden Tag arbeiten müssen, also 06 bis 69 Stunden die Woche!! Die Zeitung, welche dieses mittheilt, setzt hinzu: EZ wurden leine Arbeiter ver nommen, d man wußte, baß solche, wenn sie vor der Legislatur erscheinen wollten, vorher ihre . Siebensachen zu sammenpacken müßten, um in einem an deren Staate Arbeit zu suchen." - DerStaat Ter'aS hat ein schlechte GeschSsl aetdächt. ' Vor - etwa einem Jahre machte er einen Contract mit Charles B. Farrell und anderen Chicagoer Capitalisten, wonach diese dem Staate TexaS in Austin ein Capital das tz1,ö00.000 kosten soll, bauen und dasür 5000 Quadratmeilen Land jvi

I logenannten .Panhandle" im westlichen

TexaS erhalten sollen. Die Cbicaaoer haben daS Land nun einer enaliscben Compagnie für $10,000.000 verkauft. Ein schöner Prosit ! DerStavellausderDamvf Nacht, welche Jay Gould sich für seine beabsichtigte Reise um die Welt in Phi ladelpJla bauen läßt, hat am Samstag stattgesunden. Der Mayor von Vbila delphia und andere Prominente hatten iS) eingestellt, um Jay Gould zu be grüßen, und der ganzenGesellschast stan den die Freudcnträhnen in den Augen, ! Jay Gould'S Töchterchen in dem Momente, da die Jacht iu das Wasser glitt, an dem Bug derselben eine Flasche Champagner zerbrach und mit lauter Stimme verkündete": Ich taufe dich Atalanta?" DaS Schiff wird, wenn vollständig ausgerüstet, circa $400,000 gekostet haben. Der Stapellaus der 7)ackt Hai schon deshalb allgemeine In lerere erregt, well es wohl reinen Mann, keine Frau und kein Kind in den Ver. Staaten giebt,welche nicht indirekt zu den Kosten des Schiffsbaues etwas beigetra gen haben. Da diese allgerneine Bei fteuer aber gerne geschehen, nimmt man auch an der Freude über den glücklichen Stapellauf allgemeinen AntheU. D ie brit ische G esells ch ast zur Beorderung der Wissenschasl wird ihre GeneralVersammlung im nächsten Jahre in Montreal abhalten und beab sichtigt, die Mitglieder der amerikani scheu, dieselben Zwecke verfolgenden Ge sellschast zur Theilnahme einzuladen. DaS letzt i n N e w H o r k er scheinende plattdeutsche Wochenblatt Plattdütsche Post" macht den platt deutschen Grocern. Schützenbrüdern :c. zunächst in New ork folgendes Com pliment: Kern man sick een beteren Corner Grocerie Keeper denken, as'n Plattdütschen ? Ne ! Versteiht eenMinsch mit solche Würde achter de Bar to stöhn. Beer und Liquor to verkoopen, to trea ten, sick treaten to lohten, klog to snacken UN nie den Gentleman to vergehten, uter'n Plattdütschen ? Ne ! Ligt ich dat ganze seute CandyBusiniß in de hän'n vun de Plattdütschen ? Jo ! Be herrschen nich de Plattdütschen de gan zen QuarterS in Greenwich un Wash ington'Street ? Jo! Eier un Bodder wo kann man't better kriegen, aö bie'n Plattdütschen? Delikatesten, vun de lütt, sten, zorten Kieler Sprott bit tum gro ten, fetten Smutt'Aal nur de Platt dütsche kann se un? verschaffen, un wenn no de Schew schoten wart, denn heimst de Plattdütsche de besten Priese in ; hei dropt ümmer in't Swarte, dat -mohkt, hei hett den sicheren Blick un vonwegen dat bequeme, große Fußzeug" ohk de faste, stramme Haltung."" Herr C h a S. d e L e s s e p s. d e r Sohn des großen sranzdsischen Inge nieurö, langte dorige Woche mit dem Dampfer 1,010- von jpir.tr au zu vuxo yoü an. 15? spricht sich über du Fortschritte, die der Kanalbau auf dem Isthmus in letzter Zeit gemacht hat, sehr befriedigt aus. . Capitän Fast er von der he!lSArmee in Brooklyn hatte in sei nem mannhasten Kampfe, aeaen die Tücken deS Satan ausgefunden, daß es sich zu Zweien viel erfolgreicher aeaen die Sünde kämpfen latzt, als vereinzelt und hatte sich daher den zugendlichen und wohlgenährten Feldwebel ver Compag nie, Fräul. Annie Wade, als Kampfge noffen zugesellt. Das verrückte Paar kämpfte so wacker, daß der Teufel wahr scheinlich eine bedenkliche Schlappe erlit ten haben würde, wenn nicht die Frau deS CapitänS die GefechtSmaxime der Beiden anstößig gefunden hatte. Diese lauerte dem'Paare auf, als dasselbe von einem Patrouillengange zurückkehrte, der Capitän ließ den Feldwebel im. Stiche und lief davon, und die Frau Capitänin riß dem letzteren den Uniformsrock vom Leibe und zerkratzte nnd zerblaute ihm den Rücken dergestalt, daß er jammerlich um Hilfe schrie. Vorübergehende trennten die Furien und weder der Capitän, noch der Feldwebel haben durch den Vorgang an Achtung bei der verrückten HeilsArmee eingebüßt. Wahrscheinlich bjx älteste Mann im Lande ist Robert Gibson in Macon Co.. Jll., der kürzlich seinen 11. Geburtstag gefeiert hüt. Derselbe ist noch geistig und körperlich rüstig, 5 Fuß 2 Zoll hoch, Mt sich stramm auf recht und wiegt 145 Pfund. Sein äU tester Sohn ist 81 Jahre, sein Baby, bei dem er wohnt, 44 Jahre alt. Gibson erinnert sich noch deutlich einiger Vor göngt aus dem UnabhSngigkeitSkampfe und hat Washington häusig gesehen. Er war zweimal verheirathet und .'hat 16 Kinder, von denen noch 13 leben ; einer seiner Söhne hat 20 Kinder am Leben. Seine directen Abkömmlinge bilden in fünf Generationen die stattliche Zahl von ziemlich 400 m Bom uelanve. Eine Dame au 8 H a nn o ver, daö bekanntlich auf fein Hochdeutsch nicht wenig stolz ist hatte in Wien ein Dienstmädchen ausgenommen, welches als Ur.Wienerin nur deutsch sprach. Aber diese beiden Deutschen auö Han nover und Wien konnten in ihrer Welt spräche sich nur schwer verständigen, wag zwischen ihnen täglich zu den komischsten Mißverständnissen Veranlassung ' gab. Eines derselben, daö verbürgte Thalsa ehe ist, wollen wir hier zur Erheiterung unserer Leser zum Besten geben : Eines Morgens beauftragte die deutsche Dame auS Hannover ihr deutsche Dienstmäd chen auS der .urdeutschen" Stadt Wien folgende Dinge einzuholen: Meerrettig, Pf.aumenmus, Papierdüten Blumen kohl weiße . Bohnen und Bindfaden. Mit größtem Erstaunen hatte daS Dienstmädchen die Aufträge feiner Her rin vernommen, um schließlich- mit den Worten, herauszuplatzen: Aba gnä' Frau, von, den Sachen hob' imeiLebtog nix g'hsrt,'ds giebt'S gor nöt in Wian.", D'e ftrau. die mit'ibrer Wiener deut' fchen Landsmännin sich durchaus 'nicht! verständigen konnte, wurde schließlich! ungeduldig und begab sich persönlich auf di? Suche nach den Dingen, die eö an:' Mich in der .Weltstadt" Wien .gari nicht geben sollte". Und da erfuhr denn i

die Dame nicht ohne längere Schwierig keiten und sprachliche Auseinanderset)un gen, daß Meerrettia. Pflaumenmus, Düten, Blumenkohl, Bohnen und Bind saden in Wien wirklich unbekannte Dinge seien, weil sie dort allgemein Kren, Powidl, Skarnihel, Carfiol, Fiso len und Spagat heißen ! Nein", rief

die hannoversche ame, mlteqt em pört, und diese Leute, die so quatschen, wollen Deutsche sein!" Wir bemerken noch dazu, da& Kren, Powidl und Slar nitzel, wie jeder Slave weiß, verball hörnte slavische Bezeichnungen sind,wäh rend Fisolen. Carfiol und Spagat aus . r r n vei ilailenismen Kämmen. I m alten Pharaonen lande, an den Usern des Nil, wird unter dem Titel .Deutsck.eavvtiscke Vreiie' eine deutsche Zeitung herausgegeben, die vorerst zweimal . wöchentlich erscheint. Das Unternehmen deutet an, welche Verbreitung die deutsche Sprache am Mittelmeer erlangt und welchen Emstuk das deutsche Element am Nil zu gewin nen im Begriffe ist. Ein Hottentotten Carl. Der gegenwärtige Carl os Stamford (so wird in der Londoner .Truth" mitge theilt) soll sich selbst mit seine? IrauGe mahlin, einer hottentottenDame, ver heirathet haben. . Der Carl, Harro Grey, ist nämlich ein Hochwürden der anglikanischen Kirche, und da der Ge genstand seiner Liede ihn mit einem kohn und Erben beschenkt hat. erreat die Eontroverse, ob.seine Ehe vor dem Gesetz giltig ist, selbstredend viel Aus merkjamkeit. Kann ein englischer Pfarrer sich selbst verheirathen?" Als man diese Frage an einen witzigen Bi schof stellte, entgegnete dieser: .Ja, wenn er sich selbst begraben kann." Allein eine witzige - Antwort löst keinen gesetzlichen Knoten auf. Den kann nur ein kompetentes Gericht lösen, und im vorliegenden Falle würde ein gerichtli cheS Urtheil ohne Zweisel zu Gunsten des Geistlichen auSsallen. der seine ei gene HeirathSceremonie abliest, und dem gemäß seine Nachkommenschaft legalist ren. DaS Gesetz gibt dem anglikani schen Geistlichen das Recht der Eheschlie ßung ; zwei Ausnahmen sind blos speci ficirt: eine Ehe kann vor dem Civilbe amten, oder in der Dissenter Kapelle abgeschlossen werden, allein einem angli kanischen Geistlichen ist nicht ausdrücklich, verboten, sich selbst zu verheirathen enjo ist es erlaubt. Da der alte, kür lich verstorbene Carl of Stamford die Familiengüter als striktes Fideikommiß (sie werfen Z0,000 per Jahr ab) dem Träger des Grafentitels vermacht hat, so kann man sich mit der Zeit auf eine causs celedrs gefaßt machen, über die Frage, ob der jugendliche Hottentot ein ehelicher Sohn und berechtigt ist. in dem stolzen Haus der Lords seinen Sitz ein zunehmen. AuöBayreuth verlautet, daß die Absicht bestehe, das GrabRichard Wagner'S zum Nationaleigenthum zu machen. Bekanntlich ruht der .Meister" im Garten von Wahnsried-. Dieser Garten stößt an den Schloßpark von Bsyreuth. Es soll nun im Einverstand niß mit Frau Cosima Wagner das Ter rain, auf welchem sich da? Grab befindet, vom Privatbesitz der Familie Wagner's abgetrennt und durch eine Allee im Schloßpark dem Publikum zugänglich gemacht werden. Wie aus Rom g efchrie ben wird, beabsichtigt der Papst allen Ernstes, beim Vatikan eine kleine Stadt anzulegen, und zwar wollte er die hinter dem Vatikan zwischen der Kirche Santa Martha und Palazzo Moneta gelegenen Besitzungen ankausen und dieselben den vatikanischen Gründen einverleiben. DaS würde ein Territorium ergeben, groß ge nug. um eine kleine Stadt anzulegen, welche einen sehr mäßigen Ersatz für das ersehnte leoninische Viertel" bieten würde. Aber eS könnte eine Schwierig keit nicht behoben werden, nämlich die Requisition von zwei öffentlichen Stra ßen, die daSTerrain durchschneiden. DaS Projekt ist übrigen noch nicht vollstän big aufgegeben worden. - Die Miniatur.'kalli. graphie kommt neuestens wieder in die fflOrt Wnfrtfc hniii finfn h? sTnrr spondenz'Karten, indem man sich gegen seitig darin zu überbieten suchte, mög lichst lange Gedichte, z. B' Schiller's .Glocke", und dgl. aus dem Aaume einer solchen Karte leserlich zu schreiben. Eine viel merkwürdigere Leistung dieser ttlein kunst ist der Wiener N. Fr. Presse aus Rimnitz Sarat zugekommen. ES ist dies ein auf einer Nadel aufgespießtes und in einem GlüSröHrchen verwahrtes Weizenkorn, auf welches eine Stelle auö Victor Tissot'S Werk über Wien, welche 309 Worte enthält, mit einer Feder so fein und dabei so deutlich geschrieben ist. daß man die meisten Worte mit freiem Auge lesen kann. Der Urheber dieses graphischen Kunstwerkes . ist ein gewiÄer I. Soser, der. die Zeit, dieser im füdi schen Bethause zugebracht hatte, dazu benutzte, um sich eine solche Fertigkeit in der Miniaturschrift anzueignen. . Nebst Weizenkörnern benützt er auch die. kaum messerrückenbreiten Kanten von Visiten karten zur Ausübung seiner Kunst. Vom König lsarol hat er für dieselbe die Me daille 1&ne nierenti" erhalten. DieJapanesensind i r. der Ersindung neuer Tafelgenüsse viel leicht daS phantasiereichste, aber auch das grausamste Volk, wie folgendes japani schr Küchenrecept zur Bereitung von Schildkröten beweist : Zgan stellt sie in einem Topf mit Master über daS Jeuer; in dem Deckel des TopseS besindet sich ein Loch, groß genug, um der Schild kröte zu gestatten, ihren Kopf hin durch zu stecken. So wie das Waffer heiß wird, hat die Schildkröte nkchtS eiligeres zu thun, als ihren Kopf heraus zustecken, um kältere-Luft einzuathmen, bei welcher Geleqenhkit sie mit gewürz tem Wein und Teig gefüttert wird, wel chen si5bereitw:llig trinkt, um die Hitze weniger zu fühlen. Dies geht so lange sort, als das Thier no.ch Kraft hat, sei nen Kops herauszustecken, und da be kanntlich die Schildkröte ein sehr zäheK Leben hat, hört sie selten aus, sich voll zustopfen, bis sie ganz gekocht ist. AJL vül uinun VMIU VVM VI V V