Indiana Tribüne, Volume 6, Number 204, Indianapolis, Marion County, 12 April 1883 — Page 2
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V W W V w-w JägNche- und SonnjsgsansgaSs. Ofstce: 2S. DelawareTtr. Indianapolis, Ind., 12. April 18S3. Der sandige Südeu. Dem Reisenden, der durch die Staaten Mississippi und Alabama -nach Florida kommt, dann. der atlantischen Küste entlang die unteren Theile der Staaten Ge orgia, Süd und Nord Carolina be rührt und über Richmond, Va.. und Washington in sein: nördliche Heimath! ' t.. I -1 zurückkehrt, erregen die ungeheuren, auf eine Lange von nahezu 700 Metten sich erstreckenden Sandsteppen einen trauri gen und düsteren Eindruck. Nur Kiesernwälder und im Sommer dürstige Baumwollfelder mildern denselben etwa?. Verfallene Blockhäuser, ärmliche, magere Rinder, langschnauzige, dürstig ge nährte Schweine und eine träge, unge fund aussehende, auö Weißen und Farbigen gemischte Bevölkerung bilden die Physiognomie dieser unwnthlichen Ebe nen. Diese Qede, dieser Mangel an allem die Erde bedeckenden Grün fällt um so mehr in dieAugen, alS in den von Flüssen und Strömen durchschnittenen Thälern eine üppige Vegetation aus den schlammigen Niederschlägen gedeiht, wel che diese Wasserlause beehren von Zeit zu Zeit wiederkehrenden Ueberschwem mungen auf dem unfruchtbaren Sand boden zurücklassen. Diese Sandflächen bedecken mit Ausschluß der in den Flußthälern vorhandenen Oasen in den Staaten Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Süd und NordCarolina und Virginien die ungeheure Fläche von 106,000 Quadratmeilen, mithin soviel, als das gesammte Areal der Staaten JlllnolS und Jndmna beträgt. Dieses ganze Land war ohne Zweifel dereinst vom Meere bedeckt. Durch die Ablage - - - I . ?It-fl! """ rungr ver mannlqillillgrn erlyicrr rftnfv Xi Ki. WaXdi tu? .nnAHi fc5. s erhob sich der Boden des Oceans, dieKo i rallenthiere errichteten Dämme undWälle uno in lqnen lagerre NQ oer Iano ao, . v: (m....Di. - : n x c .. c 1 V tf fr . l . den die Meereswogen mir sich führten. So bildete sich rm Laufe der Jahr Hunderte da? trockene Land, das nur we nig über den Meeresspiegel hervorragt und langsam nach dem Innern zu über den letzteren sich erhebt. Gräbt man nur wenige Fuß in den sandigen Boden, so stößt man auf Muschelschaalen und Korallenbildungen. Im Lause fort schreitender Entwicklung trug der Boden, was einzig er zu tragen im Stande war: dürftige Kiefern und Zirbelbäume. Werden diese Holzbestände verbrannt und mit dem Boden umgebrochen und mit der Asche gemischt, so trägt das Land gute Ernten an Baumwolle und Mais, aber die Ergiebigkeit desselben nimmt rasch ab, bis bald der Boden den Anbau nicht mehr lohnt. Dann müsien neue Flächen urbar gemacht werden. Künstliche Dungmittel erhöhen die Fruchtbarkeit des Landes, beschleuniaen aber gleichzeitig dessen völlige Erschöp sung. Gegen 2,500,000 Menschen, meist Weiße, ringen diesem Boden ihren kärglichen Lebensunterhalt ab. Sie müssen hart arbeiten, um nur den Hun ger von ihren Thüren fernzuhalten. Der völlige Mangel an Wiesenwuchs und Futterkräutern läßt die HauSthiere nur eine dürftige Existenz fristen, die Kühe geben nur wenig und schlechte Milch und daS Fleisch des Schlachtviehes ist zähe und von geringem Nahrungswerthe. Eine bessere Zukunst steht diesen Ebenen und dem ganzen zur Zeit spärlich bewohnten Lande bevor, wenn die Be wohner oder neue Ansiedler nur daran gehen wollen, ein Verfahren durchzufüh ren, welches die Wisienschast andieHattd giebt und das sich bei Versuchen im kleinen Maßstabe außerordentlich und aus nahmslos bewährt hat. Ueberall wo Baumwolle gedeiht, gedeiht auch Mais. Um Futter im Ueberflusie und von bester Qualität zu erhalten, braucht man das and nur umzubrechen und in dasselbe nicht MäiZ zu pflanzen, sondern zu säen und zwar so dicht, daß da-selbe nicht in Stengeln emporschießen oder gar Kolben ansetzen kann, sondern ähnlich wie Haser hervorwächst und auf diese Weise ein vortreffliches Grün und Dürrsutter ge währt. Das Land muß ganz in derselben Weise gepflügt werden, als ob es nach dem bisherigen Verfahren zur AnPflanzung von Mais oder Baumwolle benutzt werden sollte, dann wird guter Maissamen in der Weise in dasselbe ge sät, daß aus den Acker fünf Peck Sa men verwendet werden, der Samen wird mittels Eggen und Cultivatoren mit Erde bedeckt und mit leichten hölzernen Walzen wiederholt Übergängen. Das Säen muß so frühzeitig, als es die Wit terung irgend gestattet, vorgenommen werden. In Zwischenräumen von zehn zu vierzehn Tagen können die Farmer wei tere Strecken in der angegebenen Weise behandeln, bis die Fürsorge sür die Baumwolle und die gewöhnliche Mais Anpflanzung ihre Arbeitskräfte in An svruch nimmt. DaS Säen des Maises kann dann bis in den Herbst hinein fort gesetzt werden. Lange bevor der Pflug feine Furchen durch den letzten sür diefe Cultur bestimmten .'Acker zieht, wird der junge Mais das Feld mit feinen zarten, saftigen, süßen und nahrhaften Sten geln und Blättern bedecken. Hat die Saat eine solche Höhe erreicht, daß sie leicht abgemäht werden kann, so bietet sie den Hausthieren das beste Futter das eristirt, und reichlich mit demselben ver sehen, werden die vorher mageren Thiere Nch zuiehknds entwickeln, Milch im Ue berflusse und vortreffliches, fettes und gesundes Fleisch liesern, während sich die Arbeitskraft der Pferde und Maulthiere verdoppelt, das Wollkleid des Schafes an Werth gewinnt. Sehr wenig Land im Süden ist so arm, daß der Acker bei diesir Behandlung nicht fünf bis sechs Tonnen Grün oder eine b:Z zwei Ton nen Trocken'Futter ergäbe. Die für Wrnterfutter .bestimmten Maispflanzen
,sind mittels Band IN junou ju IWnfiren, dann im Selbe zu trocknen und
in kleine Feimen in der Weise zu brin gen, daß die Lust von allen Seiten Zutritt zu solchem hat. DaS Verfahren bei der Aufbewahrung deS- Futters für den Winter ist die einzige Arbeit, welche gro &e (Sorgfalt und ein gewisses Geschick erfordert. Aus die angegebene Weise kann sich jeder Farmer auf den sandigen'Ebenen des Südens einen vortrefflichen Ersatz für GraZ und Heu verschaffen. Die Aecker. die in der Zeit .von März bis Juli besät wurden, liefern für 6 Monate Grünfutter, die spater bestellten Felder für den Rest des Jahres das Trocken, sulter. Ein Acker mit Mais bestellt, liefert einen viel böberen Ertrag, als dasselbe Areal des besten Gras- oder ffstiSsrtS itnn d, ylrnii nt rikr 4WIVVUIVW - V G V - erstere erfordert, vertheilt sich über die ganze langeZett des füoitcven sommers. Die Arbeit des südlichen Farmers ist 'leichter und weniger von ungünstigen i w a. üsi:rr. t. 2 : ü ZUZllierungsoeryuttnzncn uuyuiinig, ui diejenige des nördlichen Landwirthes, und sie kann, wenn erst die beschriebene Methode allgemein in Anwendung kom men wird,mindestens ebenso ergiebig gemacht werden. Dozu kommt, daß die im Frühjahre mit den Stoppeln umgebrochenen 'Felder reichere Erträge . an Baumwolle und Maiskorn ergeben, als die Felder, die blos von derNachwirkung der Asche und dem Neste der geringen Fruchtbarkeit des jungfräulichen Bodens zehren. Saftig grünende Fluren, glätt zendeViehheerden und wohnliche Häuser, in denen gesunde und glückliche Men schen'leben, werden die sandigen Ebenen des SüdenZ bedlck:n. wenn erst die neue Eulturmethode ihren Kampf gegen Gersohnheit und Schlendrian siegreich t,i r .,- I !1 . .4 l k I ?,a'. folgen der Kriege. Wenn man in Deutschland oder in den Ver. Staaten von den Manchester leuten spricht, so stellt man sich darunter herzlos berechnende Seelen vor, die den em. . r r. tt . rw rt T t. rri.Fl .zcampf Aller gegen Alle UZ Die O)0nuc rrrr. . : :itrjc.tit:jt o Erscheinung im wicthschaftlichen Le halten. Diese Ansicht ist aber durch Leben auö . ' . . n.m m. lttlg, denn gerade unter venMancyejter . . 1. . leuten findet man viele echte Philanthro pen. JohN Bright ist einer der hervor! ragenksten unter diesen Männern, und an seinen Namen knüpft sich nicht nur der Gedanke an die Abschaffung der volksbedrückenden Getreidezölle. sondern auch die Idee des ewigen Weltfrieden. Der edle Greis wurde im vorigen Mo nat zum Lord Rtctor der Universität Glasgow erhoben und dielt' bei dieser Gelegenheit eine wunderbare Rede über die schrecklichen Folgen der Kriegs und Eroberungspolitik. Wir heben einzelne besonders markante Stellen hervor, die seinen Gedankengang zeigen. Wenn Sie alle die Ausgaben zusam menählen wollten, die seit Beginn die seS Jahrhunderts in England für Kriege gemacht worden sind, einschließlich der Kriegsschulden und der Ausgaben für Militär und Flottenzwecke, was, glau ben Sie wohl, würde es ausmachen ? Sie könnten es nicht errathen, und sagte ich's Ihnen auch, so wären Sie darum nicht klüger. Es beläust sich aus die Summe von 522,070.000,000 Steuern. Werden Sie daraus klug Wir wissen kaum genau, was 1 Million ist ; aber oaö sind 20 und 100 und 1000 und was rnd aar ziweiundzwanna taufend Mil ionen ? Es ist. gerade, als ob man von den großen astronomischen Entfernungen spräche, von denen wir so viel in Vor esungen hören und doch so wenig wis en. Wenn nun aber die militärischen AuSpaben auf 22,000,000,000 ange wachsen sind, wie viel hat wohl die ei gentliche Regierung, die bürgerliche Ver waltung des Lande in derselben Zeit gekostet ? Sie hat nur N,048,000,000 gekostet. Weniger als ein Fünftel der Gcsammtkosten entfiel auf die Civilregte rung. Selbst in diesem Jahre werden die militärischen Ausgaben nicht viel wem ger als .00,000,000 betragen. Ich srage nun irgend welche Versammlung vernünftiger Menschen, mögen sie auch so ung ftm, wie diese Studenten, ob es nothwendig ist, oav öer.Wohlstand, die Arbeit, die Existenzmittel der Com fort und das Glück, der 5 Millionen Bewohner dieser Inseln zu dem unge heuerlichen und unfaßlichen Betrage be steuert werdenden ich eben genannt habe. Dann fraae ich Sie. .was baben die Millionen armer und elender Menschen zu bedeuten, dieFamilien, deren Heim ein einziges Zimmer ist? Wie Noth wieder um Noth gebiert so erzeugen Armuth und Elend wiederum Armuth undElend, und darum steigt in allen unseren großen und sogar schon in den kleinen Städten der entsetzliche Jammer. Für mich ist em Blick aus die Veraanaenbeit lebr melancholisch. Vieles was ich da sehe, erregt in mir nicht allein Verwunderung, onoern schrecken. Vor. meinen Augen ziehen Millionen von Familien vorüber, nicht Individuen, sondern Familien, Väter, Mütter. Kinder, geisterhaft. r r . ' -r . : 1orgcn,qwer zieyen ne voruver, in eno loser Protession von der Wiege zum Grabe. Soll die Zukunst nicht beffer sein, als die Vergangenheit?' Gehen : rr r . mir -inner, orderen Jeir entgegen k Ich sreilich werde sie nicht mehr erleben, aber selbst wenn der Sand aus der Zeit uhr sast abgelaufen ist, mag es Pflicht sein, und sei es auch im geringsten Grade, sie zu besörden. Ich bitte Sie, daß Sie um sich blicken, die Vergangen heit betrachten und die Gegenwart und dann beschließen, unserer nationalen Po litik in Zukunst einen befferen und Höhe ren Ton zu geben. . Die Zubörer nahmen diese Worte in einer Weise auf, die wenigstens hoffen läßt, daß sie die Mahnung nicht bald vergessen werden. England ist freilich das reichste und mächtigste Land der Erde, der wahre Erbe der alten Römer. Ja es hat sogar Colonien in zwei Welt theilen, die dem .Alterthume gar nicht bekannt waren und beherrscht mittels seiner Kriegs und Handelsflotte daS Meer. London ist das Herz des ganzen modernen HandeZs, das Riesenreservoir,
jn dem die Produkte der ganzen Erde
zusammenströmen und von dem aus sie wieder vertheilt werden. Die Reich thümer des CrösuZ und Lucullus sind nichtssagend im Vergleiche zu denSchät zen, die dort aufgestapelt sind, nicht mit Gewalt zusammengeraubt, wie das Ver mögen der edlen" NSmer, sondern durch streng gesetzmäßige Ausbeutung gewon nen. Ader wie im alten Rom die Krie ger, welche die Schlachten geschlagen und die Länder erobert hatten, rncht nur so arm blieben wie zuvor, sondern sogar zu Proletarirern herabsanken, so sind auch im modernen Rom die Arbeiter, welche alle Tauschwerthe lieferten, durch die das Nationalvermögen" so ungeheukr ge steigert werden konnte, von Generation zu Generation elender geworden. Schon in der Jugend durch Jadrikarbeit verkcüppe!!, in einer Atmosphäre des durch Noth erzeugten Lasters aufwachsend, wurden diese Armen zum verzweifelten Widerstande zu stumpf. Sie ließen AlleS über sich ergehen : den Hunger, das Ar menhaus, die Dkportation. Was Pest artige Krankheiten und ungenügende Er nährung noch nicht vollbrachten, das that schließlich der Schnaps. Ju lausenden wurden die ohnehin untergrabenen Na turen alljährlich durch den Susf vernich tet. Männer, Frauen und Kinder. Und während diese Entwicklung'' sich vollzog, gab das Vaterland dieser Elenden 22 lausend Millionen Dollars für Kriege aus, deren Erfolg höchstens die Reichen noch reicher machen konnte ! John Bright hat die geisterhaften Procefsionen an sich vorüberziehen sehen und schaudert, wenn er daran zurückoenkt. Aber es machen sich doch schon Zeichen der Besserung bc merklich. Die Arbeiterorganisationen haben zwar das Proletariat nicht zu de Zeitigen vermocht, aber doch verhindert, daß der Verfklavungsproceß fortgesetzt wurde. Sie haben viele Errungenschaf ten auszuweisen, und als schönste vor allen die stetige und großartige Abnahm' der Trunksucht in Folge der verbefztct. Lebenshaltung. 35 naht en!shd,n ci.e dksjkre Jeu. Schwämme Die besten Schwämme werden im mittelländischen Meer, die meisten in der Nähe der britischen Bahama 'Inseln ge funden. Während die ersteren im Welt markte mit einem Preise bis zu N00 das Pfund bezahlt werden, kosten die letzteren zwischen N.50 bis 50 CtS. per Pfund.' Die Bahamas erstrecken sich von dem südlichen Theile der Ostküste von Flö' rida in südöstlicher Richtung bis in die Nähe von St. Domingo, bestehen aus 14 größeren und ungefähr 500 kleineren Inseln, Eilanden und Felsen, weichen in ihrer Beschaffenheit gänzlich von den An! tillen ab und sind im Allgemeinen nie drige und flache Kalkfelsen, die.zumTheil mit fruchtbarer Dammerde bedeckt und meist nicht ohne Waffer sind. Den we sentlichsten Nah ungSzweig derBewohner bildet die Schwamm Fischerei. Die Schwämme sind noch nicht völlig er kannte Organismen, welche an Felsen, Steinen oder auch Muscheln sestsitzen und meist als formlose Klumpen von fa! serig'silziger, sowie gallertartiger Maffe erscheinen und nur selten unter einer be stimmten Form auftreten. Man hat sie lange Zeit sür Pflanzen, hierauf für Geschöpfe gehalten, die zwischen den Pflanzen und Thieren stehen, bis die Forschungen der Neuzeit und namentlich des großen Jäckel, ihre Thiernatur außer allen Zweifel gestellt haben. Jäckel bezeichnet die Schwämme als Thiercolonien ; ihre schleimig'HSutige Masse besteht aus einer unendlichen Menge kleiner Zellen, deren Jnnenwan, dung mit schwingenden Wimpern besetzt ist, welche fortwährend ein Ein und Ausströmen des WafferS durch die in den Zellenwänden befindlichen kleinen. Oessnungen unterhalten. Außer diesen' mikroskopischen LScherchen kommen in der. Maffe des SchwammeS auch groeLöcher vor, welche mit den Canülen und Ab zugSröhren der Städte zu vergleichen und von eigenthümlichen, kieselcrdigen Gebilden von höchst zierlicher Gestaltung Nadeln, Stäbchen, Sternen, Kugeln, Rädchen durchdrungen sind. Die Schwämme wachsen im Meere und zwar meist im seichten Waffer der Ufer und Klippen. DaS Leben der farbiaen SchwammFischer auf den Bahama's ist so reich anStrapazen undEntbehrungen, daß ihnen nur das wunderbar schöne und gesunde Klima die Existenz ermöglicht. Die von ihnen auf niedrigen, gebrech lichen Fahrzeuge veranstalteten Fahrten dauern durchschnittlich sechs Wochen. . Die Korallen-Betten an der Insel Eleuthora gewähren zur Zelt noch die reichste Auebeute; die früher gefürchtete Erschöpfung der Jagdgründe hat durch die Entdeckung ihre Bedeutung verloren. daß man die Schwämme in ähnlicher Weise künstlich zückten und vermehren kann, wie die Austern und sonstige Pro ducte der See. Man kann frisch ge fangene Schwämme in unendlich viele Theile zerschneiden und jeder der letzte ren bildet, an eine Klippe pehestet, eine neue Schwammcolonie. Die Fischer haben von ihren Fahrzeugen aus- da Waffer bis zu einer Tiefe von dreißig Fuß an erforschen, die roerthvollen Schwammbildungen von den werthlosen zu unterscheiden, und die ersteren durch geschickte Manipulationen mittels der an langen Leinen befestigten Haken in das Boot zu ziehen. Hier beginnt dann der erste der Proceffe, durch welche die Schwämme für den Markt hergerichtet werden. Auf dem Verdeck ausgebreitet, oder an Schnüren, die zwischen dem Bord ünd der Spitze des Mastes aus - . . 4 at nannt ttnd. au gevangr, weroen oic selben trocknet und entwickeln in Folge der Verwesung der von ihnen umschlos r i'- -r. tjt!ftk MiC.t. icnen iqieriicyen ujiowuc mn liehen Gestank. Dieses Verfahren wird am Lande in der Weise sortgesetzt, daß man die Schwämme an Stellen des Ufers befestigt, die zur Zeit der Fluth von Wasser bedeckt sind. Hierdurch und in Folge weiteren Auöwaschens mit der Hand, sowie durch die erst neuerdings eingeführte Anwendung von schwachen Säuren nehmen die Schwämme nach
und nach den nicht unangenehmen Äiee res'Geruch an, den wir an ihnen kennen.
Elephanten im Cireuö. Ohne eine große Elephantenhevde kann heutzutage kein Eircus mehr zie hen", und es ist daher allgemein üblich, eine möglichst öffentliche Ausstellung der Coloffe zu veranstalten, indem man sie bei der Straßenprocession mitsührt. Hierdurch.und durch die Art des Austre tenS der Elephanten im Circus und in den zoologischen Garten hat sich allge mein der Glaube verbreitet, daß die berüffelten Ungeheuer nicht allein die klügsten, sondern auch die zahmsten und liebenswürdigsten Thiere sind. Natür lich treten die Circusbesitzer diesem Glauben nicht entgegen, denn eS liegt nicht in ihrem Interesse, daS Publikum zu ängstigen. Dennoch ist es erwiesen, daß der vollständig ausgewachsene Ele phant die blutdürstigste und gejährlichste Bestie ist, die es überhaupt giebt. Ee kann nur mittels eiserner Stachel oder durch Hunger, sder Waffe? gebändigt werden und lauert dabei stets auf die Gelegenheit, seinen Wärter umzubrin gen. Hat er denselben einmal verletzt, so bleibt demManne iichtS weiter übrig, als dem Thiere stets weit aus dem Wege zu gehen, denn der Elephant ruht nicht, bis er den verhaßten Menschen umge bracht hat.' So lange, als er Einen nicht verletzt hat," sagt ein französischer Elephantenwärter von langjähriger Er fahrung, ist gute Aussicht vorhanden, daß er eS nie thun wird, aber sobald er einen Mann angegriffen hat, ist des Letzteren Todesurtbeil geschrieben." Die Richtigkeit dieses Satzes ist erst 'neuer dings wieder bestätigt worden, indem der wild gewordene Elephant Pilotnach vielen vergeblichen Versuchen, ihn wieder zur Vernunft zurückzubringen, getödtet werden mußte. UebrigenS. ist das das Schicksal fast aller Elephanten, die nicht vorzeitig eines natürlichen To des sterben, denn der langjährige Um gang mit dem Menschen hat wunderba rer Weise nicht die Wirkung, sie mit der Gefangenschaft auszusöhnen. Es ist aber nicht gerade angenehm, über die Folgen nachzudenken, die so ein unvermutheter Rappel" eines Elephanten mitten m ei nem von Tanzenden besetzten vircuS haben könnte. Eine Ei s e n g i e ß e re i re i in Plttöburg hatte eine große Anzahl Bomben gekaust; dieselben waren nicht geladen, mußten aber, um emgeschmol z:n zu weroen, zerlcylagen weroen. Zahlreiche Arbeiter plagten sich Wochen lang Mit schweren Schmiedehämmern ab. Da fragte ein Yankee in dem Etablis sement nach Arbeit und wurde ebenfalls mit dem Zerschlagen von Bomben beschäftigt. Er fragte, 'ob er nicht die Zerkleinerung der sämmtlichen noch vor handenen Bomben in Accord nehmen könne und ein solcher wurde ihm dann auch zum Preise von sechs e:n Vier tel Cents pro Stück bewilligt. Der SÄlaumeier legte sämmtliche noch vorhandene Bomben im Hofe der Fabrik mit der Mündung nach oben in Reihen und füllte sie mit Wasser auf. In der folgenden, bitter kalten Nacht gesror das Waffer und sprengte jede einzelne Bombe in mindestens zwölf Stucke auseinander. Der Yankee hatte ein schönes Stück Geld mit sehr wenig Arbeit verdient. Vom In!ade. In Californienherrschten zroße Besorgniffe in Betreff der Felder, eil so lange kein Regen kam. Doch noch ehe' die Angst vor einer Dürre in Erfüllung ging, trat der ersehnte Regen ein, und zwar so ziemlich im ganzen Staate und in reichem Maße. Zwischen dem 1. November und dem 1. Februar war etwas über sechs Zoll wenige? als die gewöhnliche Regenmenge gefallen, und dieses Desizit" hat im Februar bis uf zehn Zoll zugenommen. Aber der Zttederschlaa m der vorletzten Marzwocye scheint Alles so ziemlich wieder gut ge macht zu machen; wenigstens wuroe durch ihn die Gefahr befeitigt, .von wel cher die Weizcnfaat unmittelbar bedroht war. Dieser Tage wurde in Wash ington ein angesehener junger Mann beerdigt, an delZen egravne staz oie Mitglieder derjenigen drei Logen be theiligten, zu denen der Verstorbene ge hört hatte. Der Geistliche war so tact loS, die Grabrede mit einer Philippika gegen den Fluch irgend welcher Geheim bünde zu eröffnen. Ein VorstandLmitglied ersuchte den Eiferer zu schweigen und hielt an Stelle desselben eine allge mein ansprechende Grabrede. - Au2 Omaha, N e b r., w ird Folgendes über einen neuen Schwindel berichtet : Viele Leute in den östlichen und mittleren Staaten waren vor Kur zem nicht wenig überrascht,durch die Post Aktienscheine sür die Carbonate Gold und Silberminen und MühleN'Com pagnie von Colorado" zu erhalten, von einer höflichen Anzeige begleitet, in wel cher erklärt wurde, daß die Aktienscheine eine Belohnung für die dem Journal os Commerce" erwiesenen Dienste seien. Keiner der Empfänger hatte je etwas von Diesem Blatte gehört, aber viele derfelben behielten nichtsdestoweniger die Ak tienscheine und zeigten deren Empsang in einigen höflichen Worten an. Kurze Zeit nach diesem wurden die unsreiwilligen Aktionäre mit einer zweiten Mit theilung überrascht, in welcher auöein andergeseht wurde, daß. die Compagnie auf eine reiche Ader" gestoßen sei, daß aber ein gewifsesKapital erfordert werde, um dieselbe auszubeuten, und' daß man 'ineEinzahlung von so und. so viel Bou. per Aktie angeordnet habe. Um die in Aussicht gestellten fetten Dividenden nicht zu verlieren, wurde von vielen Aktio nären" die geforderte Einzahlung ge leistet. .Die an die Administration ver schiedener Minen in Denver gerichteten ,ablreicken Anfraaen über die .Carbo nate Compagnie" führten endlich dazu, die Aufmerksamkeit der,Postautoritäten in W afhington auf die Sache' zu lenken
und Jnfpector Furay wurde beauftragt, eine Untersuchung anzustellen. Dieselbe ergab, daß die Carbonate Mine" in Colorado nirgends vorhanden ist, - daß daS Hauptquartier- der Gesellschaft" nicht in Denver, sondern in Omaha sich befindet, und daß die Postsendungen durch einen gewissen Psttee gemacht wurden, der vor einiger Zeit von einer Grand Jury wegen Haltens einer Lot terie in Verbindung mit einem Winkel blsttchen, dem Journal of Commerce" angeklagt worden war. Die Aktien scheine sind sür die Compagnie" von einem D. Pratt als Präsident und Samuel Clarke als Sekretär unterzeich net. - Die unverschämte Förde rung deS Advokaten Bigelow, welcher der Gattin und dem Baby des Ser
geanten Mason $3,500 sür die von ihm dem Mason geleisteten Dienste berechnet hat, erinnert den Boston Herald" an eine Anecdote aus der Praxis ves viel beschäftigten Advokaten RusuS Choate in Boston. Ein in deffen Bureau be schästlgter . ansehender RecytSgeleyrter hatte für einen Clienten eine vtecytsan gelegenyett Zelbststanvla, erledigt, tzyoale fragte seinen AmmanuenfiS, wie viel er an Kosten berechnet yade. .zjvei Wol lars lautete die Antwort. Wie lön W P tf nFi - M Ntn Sie aver oas Ve mall 10 yerunier bringen V fragte Choate, und der ange hende Ulpian antwortete: Jrh gebe Ihnen mein Ehrenwort, eS war alles, was der Mann hatte und auftreiben konnte." Wenn es so ist, versetzte
Choate feierlich dann haben Sie die'schutzherrliche Stellung vor neuen Auf.
Ehre des Standes gewahrt und ich muß Ihnen meine Hochachtung bezeugen." ZuNewVork überfuhr vo rige Woche ein äußerst schnell fahrender Wagen die 12jährige Adelheid Stein seid. Dem armen Kinde wurden beide Arme gebrochen. Als die jammernd herzu eilende Mutter den Kutscher zur Rede stellte, hieb'ihr der elende Bursche mit der Peitsche. über das Gesicht und jagte dann davon. Die Polizei hofft, den Unmenschen, dem sicherlich eine schwere Strafe gebührt erwischen zu können, da sie eine genaue Beschreibung von ihm bat. Frau Delia HartingS von New Bork wollte vorige Woche einen Besuch in Brooklyri machen. Sie trug ihr 18 Monate altesKind auf demArme. Seit längerer Zeit schon leidet sie an ei neui Zahngeschwür,das ihr ost so furcht bare Schmerzen bereitet,daß sie Minuten lang ohnmächtig wird. Das widerfuhr ihr auch in Brooklyn,- und ein braver Polizist brachte sie nach dem nächsten Stationshause und ließ sie wegen Trunkenheit einsperren ! Jetzt ist ihr Gatte und das Ehepaar ist ein sehr respectables gegen den Polizisten we gen ungesetzlicher Freiheitsberaubung klagbar geworden. Rev. David Lathr o p Hunn in Buffalo, 93 Jahre alt, ist der älteste noch lebende ehemalige Student des ale College. Unsere P o l l a 1 1 e n to t r den IN Holuoke Man., sabricirt. 40 Arbeiter stellen dort täglich eine Million fertig. Dre durch Einführung der Post karten eingetretene ermmoerung im Gebrauche .von- Briefpapier wird aus jährlich $12 15,000.000 veranichlagt JnNankton,Dakoka, setzt, der Tadakshändler FerdinandHirschstein. dem es in letzter Zeit nicht nach Wunsch gmg. sem Haus in Brand und zagte sich sodann zwei Kugeln in die Brust. Tickets!" Das war der Ruf, der am Donnerstag unserem Herrn BundeSPrästdenten etwas unangenehm wurde. Hr. Arthur sauste, vom Dampf roß gezogen, dem schönen Florida zu, hatte soeben Ream'S Station in Nord Carolina passtrt, und Sekretär Chand ler machte ihn auf Naturschönheiten auf merksam, als ein griesgramiger alter Conducteur in ..den Waflgon trat und Tickets!" verlangte. Da. der Präsi dent Gast der Bahngesellschaft war, fand er die Aufforderung' deS ConducteurS überraschend. Haben Sie Frelpässe ?" fragte dieser grimmig weiter. Auch nicht? Nun, dann müssen Sie. die Fahrt von Petersburg bis Weldon bezahlen $47 für die Gesellschaft, da sie den gan zen Wagen benutzt !" Und er blieb da bei, der alte Beamte, was ihm auch der Privatsekretär des Präsidenten, Herr Phillips, zuflüstern mochte wer keine Pässe hat, muß blech, n". Herr Phillips würde bezahlt haben, wenn er nicht be fürchtet(?) hätte, damit dieBahncoWpag nie,derenGäste dieGesellschast war, zu be leidigen. Schließlich ließ sich der Con ducteur dazu bewegen, mit dem Eintrei ben seiner . Forderung zu warten, bis man Weldon erreicht hatte,' und hier ! wurden seine GewiffenSskrupel durch ein Telegramm von seinen Vorgesetzten, daS ihn zu Petersburg nicht mehr erreicht hatte, glücklich beseitigt. . Bom Auslande. D i e S t ät est! k der f rr n jösischen Kriminalgerichte weist nach, daß auf je 25.000 Seelen nur fünf zu Ver brechern .werden, welche gar nicht lesen und schreiben können, nur sechs, welche nolhdürstig das konnten, aber sünszehn, welche eine höhere Erziehung genoffen hatten. Unter den mehrfach Bestraftenwaren die höher Gebildeten sogar auf fällig stark vertreten. In Rouba ix. Frankreich, wurde am 18. März bei einer .Kommu ne Feier ein Arbeiter verhastet. .Welchen Ruf haben Sie auSgestoßen ?" fragte der Gerichts-Präsident. " Er antwortete: Die Polizei'Agenten Haben.mich miß, handelt. Da rief ich : eS lebe die so ziale Republik .WaS nennen Sie soziale. Republik?" Der Bürger (Pau, lain ist sein Name) antwortet: Arbei tend leben." Man verurtheiltehn zu vier Monaten Gesängniß. . DerStand Punkt, welchen die preußische Regierung den Polen ge genüber einnimmt,- hat neulich der Cul' tuöminister. v. Goßler im .preußischen' Abgeordnetenbause ausführlich ent wickelt., Jetzt , secundirt ihm die halbamtliche .ProvinziälCorrespondenz" in einem. bemerkenswerthen Artikel, in rrel-. chem'eS unter Anderm heißt.. eS sei un
widersvrechlich, daß von jedem vreutzt. fchen Unterthan polnische? Abkunft daS Verständniß der deutschen Svraüe ae
j fordert werden müffe, denn da? Groß berzogthumPosen sei staatsrechtlich durch feine gemischte Bevölkerung, durch die politische Nothwendigkeit nicht etwa ein selbflstanolglS Kronwnd Mit eigener Versasiung oder auch nur mit besonderen staatsrechtlichen Privilegien, sondern in jeder Beziehung eine preußische Provinz. Die katholische Geistlichkeit in Posen t:.i. rrsfr.o ...e - . ... uoii ihcic urs aus, jcccn xaigoiiien von deutscher Herkunst und Bildung in das polnische Sprach und Volköthum hineinzuziehen. Die katholische See! sorge in deutscher Sprache werde sichtbar und absichtlich vernachlässigt. So sehe sich die Staatsregierung in der Lage.mit jedem Zugeständniffe, das sie der katho tischen Seelsorge machen möchte, der Propaganda für das polnische Volks thum unter der deutschen Bevölkerung eine Waffe in die Hand zu geben. In letzterem Punkte wird wohl der Schlüssel zum Vergändniffe der Haltung liegen, ivelche man in Berlin dem Grasen Ledo chowski gegenüber beobachtet. Diesem ill man um keinen Preis durch. Begna sigung die Rückkehr auf den erzbischös lichen Stuhl in Posen ermöglichen. D er französische Kriegs minister Thibaudin betreibt die schnelle Einrichtung der Calonialarmee, um den oon Frankreich mit fremden Potentaten abgeschlossenen Verträgen Geltung zu verschaffen. ES handelt sich dabei z nächst um Tunisien, wo Frankreichs standen zu wahren ist, sodann um Auö sührung der mit dem Kaiser von Anam aber Tonkinz abgeschlossenen Verträge, endlich um die Pläne wegen der Erwer bungen am Congo. Der National" findet, daß das jetzige Eeziehungsfystem wenig geeignet sei, Männer zu bilden. welche dem franzönfchen Einfluß als Bahnbrecher im Auslande dienen könn ten; auf allen Punkten der Außenwell, wo etwas zu leisten und zu erwerben fei, finde man Engländer und Deutsche, nir gendö aber Franzosen ; das komme da her, daß die' . französischen Schulen mehr abrichteten und schablonenmäßige Köpse bildeten, als eigenartige, selbst ständige Charaktere. Nur so sei eö er klärlich, daß die französischenBankhäuser ihre Commis auS Deutschland kommen ließen und daß in den französischen See häsen dre größten Ausfuhrgeschäste in den Händen von Fremden seien, und daß, wo sich ein neues Absatzgebiet er öffne, sofort Engländer und Deutsche sich deffelben bemächtigten. Der Na tional" empsiehlt deshalb die Gründung von Handelsschulen, die Umgestaltung der vorhandenen Erziehungsanstalten zu praktischen Zwecken und empfiehlt .ic. mentlich die Erlernung von fremden Sprachen, der Handelsgeographie, des Verkehrswesens und der Colonialge schichte. . Die Besorgnisse vor einer. Erneuerung des unerledigten Con flittes zwischen der Schweiz und dem Vatikan anläßlich der Ernennung des Bischoss Mermillod vonFreiburgGens Lausanne haben sich vermindert, da der Bischof an die Bundesregierung eine Anzeige von seiner Ernennung hat ge langen lasten, in der er zugleich die Ver sicherung . seiner patriotischen Loyalität abgiebt. Zugleich hat der Kardinal Staatssekretär auch erklärt, daß die Funktion eines bischöflichen VikarS, de ren Einrichtung in der Schweiz den Anlaß zu dem ganzen Conflict gegeben hat, aufgehoben worden ist. Der Bundes rath ist damit zufrieden gewesen und hat da Exil Mermillods aufgehoben. In deffen weigert sich noch die Genfer Kan tonsregierung, den Bischof als solchen anzuerkennen. Wie die Jndependance belge" mittheilt, fand im Palais du Midi zu Brüffel eine seltsame Vorfiel lung statt. Der Löwenbändiger Bibel zeigte an, daß die Marquise von Haute feuille an seine? Stelle den Löwenkäfig durchschreiten werde. Da? Publikum glaubte an eine Täuschung. Am Abend jedoch, als Bidel die gewohnte Vorfiel lung vollendet hatte, führte er eineDame in sehr, eleganter schwarze: Toilette in den Käsig ein. Dieselbe trat furchtlos unter die wilden Bestien, und Bidel ließ die sieben Löwen zweimal vzr ihr über den Stock springen. Die Marquise durchschritt den Käfig und verließ densel ben dann an der Seite Bidel'S wieder bleich aber vollkommen ruhg. DaS Publikum solgte dem kühnenErperlmente .i großer Aufregung und begrüßte Die Dame, als sie den Käsig verlassen, mit lautem Beifall. ' Trotzdem Der italienische Minister des Aeußern in einer gro ßen CtaatSrede über die auswärtige Politik Italiens letzthin in entschieden stem Tone , gegen , die Verdächtigung Verwahrung eingelegt hat. datz die Jta liener in Tripolis auf Abenteuer auS gingen und die geheime Absicht hätten, diese Provinz den Türken eineS schönen Tages zu entreißen, sind letztere immer nsch sehr mißtrauisch gegen die italieni sche Politik un können sich nicht recht zu einer unbefangenen Auffassung ent schließen. DaS türkische .Journal El Dschewaib", welches vom Yildiz. KioSk inspirirt ist. bringt einen langen Artikel mit der Ausschrlst Italienische Intriguen in Nordasrika", worin eS summarisch die Umstände snsührt, welche die Okkupation von Tunis durch die Franzosen herbeigesührt haben und da mit schließt, daß dieses Resultat eine Folge italienischer Intriguen, in diese? Provinz gewesen sei. Es warnt in ziemlich hochfahrendem Tone die Italic ner, diese Politik inTripoliS zu erneuern, und sagt, sie sollen sich nach anderen Gegenden umsehen, wo ihr Geschmack an politischen Intriguen mit weniger Ge fahren für sie realisirt werden könne, in dem es sie erinnert,. daß der Sultan 30,000 Mann regulärer. Truppen in der Provinz Tripolis sieben habe und 20,000 Gewehre zur Vertheilung an die arabi ,'chen Stämme bereit liegen, welche sich auf das Signal des Khalifen beeilen oürden, zur Vertheidigung von Tripolis gegen fremde Angriffe herbeizuströmen.
