Indiana Tribüne, Volume 6, Number 203, Indianapolis, Marion County, 11 April 1883 — Page 2
ihm rlv!me. r JäglichL ud Seuntagsausgcö5. Cftfcci SS. DelawavcWir, Indianapolis, Ind., I I. April 188:;. Joseph Smith und BrSgham Aoung. .Bei C. d. Mis. bat in dem Stadtchen Mrtland, Lale Co., O., die Honferenz der Vertreter und Abgeordneten der christlichen" Kirche der Heiligen des jüngsten Tages begonnen. Die Sitzungen werden in dem bereits inx Jahre 1S36 erbauten Tempel abgehalten, rascher seit Gründung der genannten kirch llchen Genossenschast durch Joseph Smith den Aersamrnlungen und Berathungen dc? von diesen gegründeten Kirche gedient hat, nach dem Tode dieses ProPoeten" abcr nicht mehr benuht und der (.Gegenstand eines Streites zwischen der Genannten Kirche, die den Sohn ihre? Propheten", Joseph Smith jnn., als den Nachfolger de ersteren, und jener anderen Partei der Mormonen, welche Vrigham )oung zum Haupte der Kirche -Präsident-ern:ählte,geVo?den ist. Durch Entscheidung desStaatsobergerichts von Ohio ist der christlichen Gemeinde de? Heiligen des jüngsten Tages" das Ei genthum an dem Tempel zugesprochen und die im Besitze des Joseph Smith jun. befindliche' Besitzurkunde als die echte und rechtsgültige anerkannt worden. Die siegreiche Partei hat de Tempel genau so wlederhergestellt, wie er seiner Zeit unter dem Propheten " Joseph Smith aus Grund unmittelba rcr göttlicher Offenbarung und Anweisung" errichtet worden ist. Derselbe ist 80 Fuö lang und 59 Fuk breit, die Mauern sind ü0 ftujj und der Thurm ist 110 Fuß hoch. Das Gebäude enthält übereinander 2 Hzuptbzllen, 50 bei 55 Fuß, und außerdem Zimmer für die Priester, Missionäre, Lehrer, zum Gebrauche sür ComiteSitzungen, Biblio-tbek-und Archivzwecke. Die großen Hallen machen trofc ihrer Einfachheit und Schmucklosigkeit auch aus Besucher, die nicht der Kirche angehören, eine durchaus freundlichen und feierlichen Eindruck. Die - erste Gemeinde der 5)eiligen des jüngsten Tages" wurde am 6 April 1830 im Palmyra, von Jfkp) Smith gegründet. Schon gegen Ende desselben Jahres wendete sich die Gemeinde nach Kirtland, und ihre Macht und ihr Ansehen wuchs bis zu dem Tode de5 Propheten".' Sie. ben Jahre nach letzterem, vom Jahre 1851 an begannen Beamte der Kirche und unter ihnen namentlich Brigham Voung, Neuerungen in der Verfassung der Kirche und in den Saungen derselselben einzuführen, die namentlick) in der Lehre, welche die Vielweiberei zu einem von Gott sanctionirten Institute stempelt, 'und in dem Gebote gipfeln, zum Ruhm der Mormonenkirche Ungläubige bis auf das Blut zu verfolgen und vor deren Ermordung nicht zurückzuschrecZen. Diese beiden Satze unterscheiden die so genannten Brighamiten oderlltah-Mor-uionen am wesentlichsten von den An Hängern otr reinen von Joseph Smith verkündeten Lehre. Als dritter Unterscheidungsgrund tritt noch hinzu, dajj die Utah-Mormonen ihre jeweiligen Präsidenten von den Kirchen'Aeltesten erwählen lassen, während die Bekenner der christlichen Kirche der Heiligen, des jüngsten Tages" die Ernennung ihrer Propheten durch unmittelbare göttliche Berufung erwarten. Brigham H)oung versuchte im Jahre 1852, seinem Dogma der Polygamie dadurch eine Art Sanc tion zu verschaffen, daß er die Abschrift einer. Joseph Smith zu Theil geworde nen göttlichen Offenbarung produzirte, in welcher Gott dem Propeten gebietet, die Vielweiberei unter den Mitgliedern ein- und durchführen. Befragt, was au dem Originale der Offenbarung ge worden sei, erwiderte der Schlaukops : dieselbe sei von derFrauJosephSmitd'S, die nichts vou Polygamie habe wissen wollen, verLrannt worden, sei ihm ?)oung aber gelungen, eine Copie z retten. Die Anhänger der ursvrünglichen Smith'schen Lehre, welche seit der durch floirng httbttZesilhrten Spaltung in der Kirche die Bezeichnunq al Mormonen" ablehnen, nennen )ouna3 Geschichte natürlich einen glaubenschänderischenVe trug, der die UtahMormonen legen vikanntlij ben ourch Q)oun& e'lngesüh? ten Lehren dieselbe Bedeutung wie de.r Emith'schekl'Ojfenblirung bei. Der Zweck de? zur Zeit in Kirtland tagenden Häupter und Mitglieder der christlichen Kirche der Heiligen ds jüngsten Tages- ist zunächst die ossiciklle Einweihung des völlig restaurirten Tem pelö. Ferner protestiren dieselben laut und öffentlich gegen die von Brigham Voung der Smitb'schen Lehre hinzuge fügten und von den Utah-Mormomn adoptirten Glaubenösühe und Vorschrift ten ; dieselben betonen hierbei, daß sie diesen Protest von jeher durch Wort und That aufrecht erhalten haben und allerdings bestätigt die Tagesgeschichte diese Behauptung. Außerdem werden natürlich gottesdienstliche und geschäftliche Versammlungen abgehalten und in fol chen werden die persönlichen oder schristIichen Berichte der Missionäre entgegen genommen und Anordnungen über die Verwaltung der Kirche, namentlich des MissionswesenZ getroffen.. Die Kirche zählt innerhalb der Ver. Staaten ca. 20,000 Anhänger ; die Zahl der im Auslande lebenden Bekenner ist auZ den erwähnten Missionsberichten noch nicht zusammengestellt worden. Eine ziemlich zahlreiche Gemeinde bcsindet sich in Salt Lake City in heftiger Opposition zu den Utah-Mormonen. An der Spitze der .SmithMormonen" steht JosephSmith jun., der jedoch eine Berufung als Pro phet" bisher noch nicht erhalten hat. Ihm stehen die auf die Zahl von zehn zusammengeschmolzenen Apostel" zur Seite.
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ffranzoscn in Senegal. Bekanntlich hat eine französische Cx peditionLabtheilung unter Oberst Bor am Dcsbordes nach lebhaftem Kampfe Bamakere eingenommen und die drei farbige Fahne jenseits des NigerflusseZ ausgepflanzt. Aber nach dieser RuhmeLthat wurde es ihr schwül zu Muthe. DeöbordeZ verständigte den Gouverneur von Senegal, das; man ihm sofort Geld und Proviant schicken müsse, widrigen falls er Vamakere wieder zu räumen haben werde. Indessen ist wenigstens der Gesundheitszustand der Truppen gut und im Uedrigeu machen die Franzosen r . t- i.'i !n. TN m
cencrienssenuc orljqrili?. bei!?:! n der (Eisenbahn am oberen Flusse werden lebhaft fortgefep, und die Negersürsten bereiten keine Hindernisse. Ja, der .fiör.ig' von Cayor kam sogar nachSt. Louis, um den Gouverneur von Senegal zu besuchen und ihn seiner Freundschaft zu versichern, obwohl eS Mitgliedern der königlichen Familie bei TodeSstrase verboten, ist, den Ocean zu sehen. Der König versicherte, daß er die Bedeutung der Eisenbahn verstehe und derselben Vorschub leisten werde. Als ibm der Gouverneur am Schluß der Reden Syrrp und Wasjzr anbot, bemerkte der Monarch, daß er das trennende", da? Heiße" (Brandy) vorziehe, Denn." fügte er hinzu, es ist da, was zu meiner Väter Zeiten den Handel gut machte" (bestätigte).' Mit einem kleinen Treat" aber war Se. Majestät nicht zufrieden. Zwei Kisten Cognac waren erforderlich, um seinen und seiner Be gleiter Durst zu stillen. Dieser Appetit sür Jeuerwnsskl" hat die Indianer so ziemlich au5aerot!et und dürfte sich auch al? die wirkiamste VernichtungSwasst aeqen die am Senegal, Niger und (5 or.c i er r Schiffeeanäle ?lller gegentheiligen Prophezeiungen ungeachtet, wird der PanamaCanal fertiggestellt werden. Im Gegensatz zu Admiral Ammen, der die Ausführung des Unternehmen für unmöglich er klärte, hat Lieutenant Rodgers von der Vundeöflotte nach eingehender Untersuchung das Urtheil gesällt, daß LessepS zwar zu sanguinisch sei, wenn er die Vollendung des Kanals bis zum Jahre 1888 erwarte, daß aber im Uebrigen unüberwindliche Schwierigleiten nicht existiren. Es ist lediglich eine Frage der Zeit und des Geldes, und an letzterem dürste schwerlich Mangel eintreten. Außerdem hat bekanntlich Lesseps soeben Tunis besucht und sich sür die Anlage eines CanalS entschieden, der einen großen Theil der Wüste Sahara unter Wasser sehen und Tinbuktu in den Bereich des europäischen Handel bringen soll. Von nicht ganz so großer, aber immerhin ansehnlicher Wichtigkeit ist der geplante Canal durch du Halbinsel Malacca, der den Weg von Aden und In dien nach Hongkong und Japan um volle tausend Meilen abkürzen würde. Singapore müßte alsdann eingehen, und an seiner Statt würde eine neue Ortschast am westlichen Ende des Canal ausblühen. Dies dürste der erste bedeutende Seehafen sein, der seinen Ver fall einem Schiffscanal zu verdanken hätte. Gute Fortschritte macht ferner der Corinth Canal, der schon im Alterthum geplant wurde, aber wegen dee damals noch höchst unvollkommenen Technik nicht ausgeführt werden konnte. Heutzutage bietet die Strecke keine un überwindbare Schwierigkeiten mehr. Der Canal wird die Route zwischen dem adriatischen Meere und der Levante um 183 Meilen abkürzen und die Vorbeifahrt an einer der gesährlichsten Küsten des mittelländischen Meeres unnöthig machen. Neben den genannten Plänen giebt es noch eine Menge anderer, deren Bedeutung oder Ausführbarkeit indessen weniger klar ist. Da ist zunächst von einem Canal die Rede, der eine verbesserte direkte Verbindung der Ostsee mit der Nordsee herstellen und auch den größten Schiffen die Umstgelung Jüt' lands ersparen soll. Diese Wasserstraße wäre zwar im Kriegsfalle für die deut sche Flotte von großem Werthe, würde sich aber im Uebrigen schwerlich bezahl len. Letzteres gilt auch von dem Canal, der von der Mündung des MerseyflusskS ausgehen und Manchester zur Seestadt machen soll. Bordeaux mit dem mittet IMischkn Mkktt durch einen Men Ca nal in Verbindung zu setzen, der in der ?!ähc der Nhone-Miindung enden soll, ist keineswegs unmöglich, da eine be schränkte Verbindung mittels kleiner Canäle, der Rhone und der Loi.'e be reits besteht, aber das Unternehmen ist äußerst kostspielig und käme denjenigen englischen Schiffen nicht zu Gute, die auch in spanischen und vortugiesischen Häsen anlegen wollen. Noch auSsichtö loser ist der Plan, die Seine und Rhone auszunutzen, um die Nordsee mittels ei nes großen SchissScanalS mit dem mittelländischen Meere zu verbinden, sodaß englische Schiffe von London nach Lyon oier Marseille fahren könnten, ohne das offene Meer zu berühren. Die Rhone enthält so viele Untiefen, dak die Spren gungen wohl ebenso viel kosten würden, als ein vollkommen künstlicher Durchstich von Lyon nach Havre. Nlnderardelt. In verschiedenen Staaten der Union bestehen theils schon Gesetze, welche die Ausbeutung von Kindern in .Fabriken beschränken, oder verbieten, theils wer den Maßregeln dieser Art berathen, aber auch davon gilt der Satz, daß mit der Gesetzmacherei allein nichts zu erreichen ist. Gerade diejenigen Kapitalisten, die am lautesten über die Pflicht des Staa teö schreie. Gesetz und Ordnung zu be schützen, kümmern sich keinen Psifferling um. Statuten, die ihnen irgendwo unangenehm sind. Es ist daher doppelt lodenswcrlh, fcafc . sich die Gesellschaft Zum Schutz der Kinder ln Philadelphia entschlossen !it, die Aussührung des pennfylvanischen Gesetzes gegen Kmder-
arbeit in die Hand zll nehmen. Die Gesellschaft hat 500 Nundschreiben an Fabrikbesitzer in Philadelphia und Um gegend versandt, in welchen sie dieselben
aus das Bervot der Klnderarvelt aus merksam macht und im Falle der ??icht beachtung desselben mit Lerfolgung bedroht. In Folge dessen sind bereit auS den lHriZwold'fchen Kammgarnspinnereien in Darby 21, und auS seiner Wollspinnerei in Philadelphia 15 Kinder entlassen worden, die noch nicht 1? Jahre alt waren. Des gleichen hat die Grißwold'sche Fabrik angeordnet, daß keine saud" mehr als 00 Stunden die Woche arbeiteu soll, weil die längere Arbeitszeit gleichfalls siegen das Gesetz' verstößt. In einer Fabrik zu Philadelphia fanden dieTlgen len der Gefells?haft ein kleines Mädchen, da? von G Uhr Äbends'UZ ! UhrMor gens allnächtlich am Wedstuh'. arbeitete, um seine trunksüchtigen Eltern zu erhalten. Alle in jener Verlrüppelungsanstalt beschäftigten Kinder wurden wäh rend der Nacht so müde und schläfrig, daß die Köpfchen auf die Brust sielen und die Arme die Spulin nicht mehr halten konnten, die ste auf die Maschine zu bringen hatten. Ein von der humanen Auöbeutungsgesellschast angestellter Wächter ging die ganze Nacht umher, um die im Stehen eingeschlafenen Kleinen durch Schütteln oder Stockschlage aufzuwecken und zur Arbeit anzuhalten. Ein kleiner Knabe von böchstens 9 Iahren, dessen Eltern gleichfalls in der Fabrik arbeiteten, hatte die ganze .Nacht hindurch cuf dem Elevator hinauf und herabzusahren. Man muß ein herz von Stein haben, wenn man solchen That fachen gegenüber ungerührt bleiben kann. Die Kinder der schwarzen Skla ven sind nie so unmenschlich beHandelworden, wie die unalücklicken Svröülinge freier Arbeiter im sreiestcn Lande der Erde. Wenn irgend ein Beginnen Lob, kräftige Unterstützung und allsei tige Nachahmung verdient, so ist es des der Kinde?sch'.:tz'Gesellschast von Pyil de!vl-ii fjt Ver. Staaten und Australien. Ein Fabrikant au? Boston, der seit mehreren Monaten in Australien reist, um Mittel und Wege zu entdecken, durch welche der Handelsverkehr zwischen den Vereinigten, speciell den Neu-England Stalten m.d Australien gehoben werden kann, schildert die Verhältniße in dem jüngsten Erdtheile als äußerst günstig und namentlich die Einwanderung dahin ermuthigend. Der Handel und ver schieden Industriezweige sind in schnel lem Ausblühen begriffen und daß die ge sammle Bevölkerung sich hierbei wohl befindet, wird schon dem oberflächlichen Beobachter auS deren gesammter Lebenssührung klar. Die Arbeitszeit ist durch weg auf acht Stunden täglich festgesetzt, und die Löhne, welche die Leute hierbei verdienen, setzen dieselben in die Lage, nicht blos mit der Befriedigung der dringenden Lebensbedürfnisse zufrieden sein zu müssen. Das Leben in den Straßenund in den Umgebungen der Städte am Abend, namentlich aber an Sonn und Feiertagen, ist so fröhlich, so allgemein geselligen Genüssen gewid met und bewegt sich so ausschließlich in der Oeffentlichkeit,daß an solchen Tagen die Straßen der Städte ausgestorben erscheinen und die ganze Bevölkerung sich an schön gelegenen Seeplätzen, in den Park? und in großen Wi:hschaftsgärten zusammendränat. Am Abend der Sonn und Feiertage strömen dann endlose Züge der Ausflügler in die Städte zurück, durch den Aufenthalt in der sonnigen Natur, Speise und Trank erheitert und für die Arbeit der nachfolgenden Werktage gekräftigt. Die Le densbedürfnisse sind in Australien mit allemlger Ausnahme der MiethSprelse wohlfeil und im Durchschnitt billiger als in den Ver. Staaten. Die Miethe be trägt in den meisten Städten , sür eine Wohnung von drei Zimmern' und einer Küche $2.50 bis $3.00 wöchentlich, aber selbst dieser Preis ist nicht allzudrückend für Leute, die der achtstündiger Arbeits zeit mindestens $1.75 täglich und zwar Jahr aus Jahr ein verdienen. Die ColonialreAlerung und die städ tischen Behörden bezahlen sür gewöhn licke, eine gewisse technische Geschilich ?eit nicht erfordernde Handarbeit $1.83 tägllö, die SchGvttlader m Melbourne und Sidney erhalten die gleichen Löhne. Arbeiter, die eine technische Vorbildung besitzen, erden wesentlich besser bezahlt. So erhalten z. B. Maschinisten $80 bis m monatttch.Sch'mSvauer 2 Bi iloö täglich, Kesselschmiede ebensoviel; Grob schmiedt ii; $3, Fomtt bis $2X0 it. s. w. Sowohl in den zahlreichen RegierungStverlstStten, als rn den pri Daten Etablissements und in den ländli chen Barken des Landes ist im Lause deS ganzen vorigen JahreS stets lebhaste Nachfrage nach Arbeitern gewesen ; an i in U ... M..t.Lt--K. -(.. M . oer acylslunoigen Aroeil wiro oyne AUS nähme stritt festgehalten. Unter den verschiedenen Industrien Nlmmt in Folge der Ausdehnung des Eisenbahnnetzes der Wagenbau eine hervorragende Stellung ein, und diese mwlatlon bietet, was elegante und so lide Eisenbahnwagen anlangt, den Ver., speciell den NeuEngland Staaten, eine günstige Gelegenheit, .ihren Fabrikaten eine ergiebige Nbjasquelle zu eröffnen In dieser.Branche industrieller Thätig' keit werden ziur Zeit in Melbourne und Sidney bezahlt: an Schmiede tz20,Rad. macher 520 bis 525. Stellmacher, die nur an den Kasten, nicht an den Rädern der Wagen arbeiten, $15 bis 518 wo ckentlick. 5lm ffache der Bekleidung? kunst werden in Kleidergesü)äften. die nur ordinäre Waare liefern, 25- Cents stündlich an männliche oder weibliche Arbeiter bezahlt, während e5 geschickte v i. cm . r. r::C.. .... i!o
cyneloer zu iwucgcniumiui vun pou, Zuschneider von $30 bringen ; die letzte, ren arbeiten bei dem Stück. Hutmacher und Uhrmacher verdienen ebenfalls be deutend bessere Löhne als in den Ve?. Staaten. Geschickte Arbeiter sind zur Zeit in Australien noch verhältnißmäßig selten; merkwürdiger Weise bringen es tüchtige Gerder nur in einzelnen günstigen Fällen auf höchstens 515 wöchfnt lich. : . ...
Was von den Arbeitern gilt, gilt von den Dienstboten in demselben, von KS chen und Köchinnen in noch höherem Grade. Für junge Mädchen ohne ir gend welche Vorbereitung, für ihren Be ruf beträgt der Jahreslohn $150, für Hausmädchen mit etwaL Erfahrung! $200, für solche, die einigermaßen iva scheu und plätten können, SZ50,sür gute Köchinnen bis zu $S00. Auch in den
lmmer zahlreicher werdenden Wollspin nereien sind die Löhne gut. Alle Ame 'lkaner, welche sich längere Zeit in Au; tralien aufhielten, stimmen im Urtheile über die günstige Entwickelung der Ver bältnisse in diesem Lande überein. und Die lange Zelt hmdurch gehegte Anschau. ung,welche bei den australischenEolonieen' mmer noch an Die ehemallgenVerbrecher Colonieen dachte, ist schon längst ein überwundener Standpunkt. Eine specifisch amerikanische Erscheinung. st W. H. H. Murray. dessen Wechselvolles Leben sür jetzt wieder einmal an einem kritischen Wendepunkte angelangt ist. ' Nach einer glänzenden Carriere' als äußerst beliebter Kanzelredner m Boston, Mass., gründete er dort vor ungefähr zwei Jahren eine freie Gemein de, die rasch an Mltgliederzahl zunahm. Unmittelbar darauf etaburte er emeWa genfabrik, die nicht nur seine Erspar-' Nisse, sondern auch seinen Grundbest in Guusord, lonn., verschlan;;. Mit den Trümmern seines Vermögens hestritt er die Kosten einer längeren Reise, durch Europa.dzgab sich dann nach Texas und gründete hier, nachdem ihm seine unwiderstehllche Beredtfamkclt .Credit verschafft hatte, eine Sägemühle. "Das Geschäft rentirte nicht und er überlief solches seinen Gläubigern. Es aelana ihm, eine Kirchengemeinde um sich zu versammeln, doch diese erfuhr von seinen zum Theil nicht ganz sauberen Anlece dentien in Boston und entließ ihn. Schnell entschloen, wurde Murray ein Holzfäller, verdiente , sein Brod und schien in feinen brannen Overalls'' .der glücklichste Mensch der Welt zu sein. Wieder kam er mit wohlhabenden Leuten in Berührung und diese schössen ihm die Mittel vor, sich Grundbesitz und eine kleine Biehheerde erwerben zu können. Einer der großen Viehzüchter .des Wes tens zu werden, war das Zicl, dem Murray nunmehr nachjagte. serne Gläubiger bemerkten jedoch, daß er aus dem von ihm eingeschlagenen Wege nicht vorwärts kommen konnte, und drangen in ihn, sich mit ihnen zu arrangiren. Während Murray sich den Anschein gab, daß er hierzu bereit sei und wiederholte Besprechungen mit seinen Gläubigern abhielt, machte er unter der Hand, so viel er konnte, zu Gelde, und ist vorige Woche mit einer Freundin", die er sich als Viehzüchter ebenfalls . angeschafft hatte, spurlos verschwunden. Seine Schulden belaufen sich auf 512.000, vertheilen sich jedoch auf zahlreiche Gläubiger, sodaß keiner das Andenken an Murray allzu theuer bezahlt. Bei TituSville, Pa., ertrank am 4. Februar Johann Pierce. Sein Leichnam ist erst jetzt aufgefunden wor den, und zwar auf Weisungen eines Pa stor Hoover von Sunville hin, der den Platz, an dem der Todte lag, in einem Traume gesehen haben will. Vom n:auök. Jm Laufe des Winters grnv der Farmer Brooks eine Meile nördlich von Somerset, Pa., einen Brunnen, stieß in geringer Tiefe auf Wasser, -dasselbe hatte aber einen so widerlichen Geruch, daß man eS nicht gebrauchen .konnte. Kürzlich wollte der Farmer' das Wasser untersuchen lassen, und es stellte sich heraus. daß sich über dem Wasserspiegel 10 Fuß Petroleum angesammelt hatten. Auch noch sonstige Anzeichen lassen Petroleum in jener Gegend voraussetzen, und ein Oilsieber- beginnt sich zu bilden. Der Gouverneur von Louisiana hat durch eine Proclamation vom 1. Mai d. I. ab gegen alle Schiffe aus verschiedenen Hasen in Mexico, Brasilien und aus den westindischen Inseln eine strenge Quarantäne angeordnet. Man fürchtet in Louisiana, daß diese Maßre gel den direkten Verkehr und Handel zwischen New Vork und diesen Häsen zur Folge haden und den Handel mit Kaffee nach Baltimore leiten wird. Es nahm acht. P oligipen in Anspruch, John Nay. den man !n einer Straße von New Vor! betrunken .liegend gesunden hatte, naö dem nächsten Sto tionöhause zu schleppen der kaum 27Mige hoffnungsvolle Jiingling wiegt aber auch schon 400 Pfund I Zu Helena in Arlansas ist eine gane Familie, deren Wohnhaus von den'Waffklfluthen des Mississippi. überschwemmt worden war, an der Lun genentzündung gestorben. Die. Familie bestand au sechs Personen. '. Patriotische Schuljungen von irländischer Abkunst machen den Lehrern in den Schulen von Boston viel zuschaffen. In dl Unterrichte in der Geschichte der englischen Könige werden sogenannte Memorialverse gebraucht, vermöge welcher sich die Schüler die Nei hensolge der Regenten leichter einprägen sollen. Diese Verse beginnen mit den Worten : Erst William, der Normanne, . dann William sein Sohn" und enden .: .Und die Königin Victoria Möge laug noch die letzte sein". Die irisch! Patrioten ändern konsequent die letzte Zeile um in : Möge sie die letzte sein." Ein neuer Schwinde l wird setzt auf den Eisenbahnen in den NeuEngland Staaten häusig mit Erfolg practicirt. Ein Gauner mit einer eleganten Reisetasche in der . Hand nimmt neben einem Reisenden Platz, von dem er'weiß, daß derselbe einen werthvollen Koffer bei sich hat. Während dt? Fährt sucht der Gauner seine Handtasche ' zu. öffnen, dies gelingt ihm nicht und er ersucht seinen Nachdät, ihm seinen-Check zu' leihen, .damit er mit diesem Stück
Metall da der Qeffnuna entaeqenste
hende Hindernis beseitigen könne. Dies gelingt in der That, der Gauner hat aber einen Check über einen werthlosen Koffer in der Hand und händigt diesen dem Reisenden statt de? richtigen ein. Im Verlaufe der Fahrt nimmt alsdann der Gauner den werthvollen Koffer an sich und verschwindet. San Francisco bean sprucht, mehr und bessere Chocolade zu fabriciren, als irgend eine Stadt der Welt. Der verwendete Zucker kommt von den Sandwich - Inseln, der Cacao von Ecuador und die Vanille wird jetzt im südlichen Californien gewonnen. Circa120 französische Canadier sind äuS MsssachusettZ inWinnepeg angekommen, um sich mit ihren Familien in Manitoba anzusiedeln. Am 1 d. M. w ird in W ash. ington dem Astronomen und Director des Smithsonian Institut, Prof. Henry, eine Blldsäule errlchtet werden.' Das Denkmal Martin Luther'S wird am 10. November auch in Washington aus dem Platze, wo däS des . Gen. Thomas steht. errichtet werden." Die californische Q b stgartnerel, welche sich anfangs lo außer ordentlich eintraglich erwies, daß manche Anleger für Baumschulen bis zu $1000 für den Acker zahlten, ist dadurch so arg übersetzt worden, daß derAdsatz sehlt und Verlust entsteht. . Einer, der nichts von den neuen 5 CentS-Stücken, die sich so hübsch t. v rv . v Ä. 5 r' oura) nergoioung rn Volonuae ver wandeln laffen, hören will, ist der Director der Münze von Philadelphia,Gen. Snowden. Er hat gute Gründe, sich griesgrämig zu zeigen, denn derTrubel ist erst im Werden, und unternehmende Leute sind fleißig damit beschäftigt, sür die Landleute, welche Cirkusse und dergleichen besuchen und vor Staunen nicht Zeit haben, sich die Münzen,, die sie auf größere Noten heraus bekommen, näher anzusehen. . prächtige 8Umei-3": herzu stellen. Ja, es heißt sogar, daß neulich ein Mann die gute Quäkerstadt verließ. der. nicht weniger als 5000 Stück der m teresjanten Münzen davon schleppte, und zwar m der löbltchen Absicht, ihre Ctr culation im fernen Westen zu bemerk stelligen. Der Ittjährige John Bow les in Person Hallow, Pa., machte die ser Tage einen unzüchtigen Angriff auf die öiayrlge Tochter einer anderen anae sehenen Familie daselbst. Die Nachbarn traten zusammen und beschlossen, daß der Junge öffentlich ausgepeitscht werden solle. Ver Vater des Letzteren erbot sich, die Züchtigung selbst vorzunehmen, band seinen Sprößling an einen Psoflen und wartete sernes Amtes so nachdrück lich, daß die Nachbarn einschritten und den Vater an der Fortsetzung der Züch tigung hinderten. Ein Farmer, der in der Nähe des Lake Lomse in Manitoba ansässig ist, holte dieser Tage aus einem kleinen Holzbestande in der, Nähe seines Hauses klnen Arm voll dürre Atfte, die er vom Boden auflas ; er legte sie zu Hause un ter den Ofen. Kurz darauf wurden zwei Aeste lebendig und entpuppten sich als ungewöhnlich große MocafsinSchlan gen. ' Bremst er, der Bunde Sanwalt, hat den Proceß gegen General Reynolds, PensionSagentenin Madifon, Wisc., der Pensionen für die Wittwen, welche jahrelang todt waren, weiter erhoben und in seine Tasche gesteckt hatte, eingestellt unter der Bedingung, daß er das Geld wieder herausgebe. DaS ist eine leider zu ost befolgte Gouverne-mentö-Praxis, welche nur zu verdammen ist. Auf diese Art werden die PensionSschwindeleiennie ein Ende nehmen, weil sie fast nie bestraft werden. . Fräulein Mary Diebel in New Haven, Conn.,. wusch sich kürzlich in ihrem Zimmer zog hierbei drei Fingerringe von der Hand und ließ solche im Waschwasser liegen. Ihre altere Schwester goß den. Inhalt deS Waschbeckensaus dem Fenster und zwar in eine von dem Hause ihres Vaters und dem Nachbarhause gebildete Spalte,. die mit 11 Zoll weit ist. -Frl. Nellie Manring, ein gesandtes und schlankes Magdelein von 17 Jahren kam hinzu, sah die Ninge am Boven glizern und kletterte säznell entschlossen aus dem Fenster und in die Spalte hinab. Die teKtere verengt sich aber nach unten. Mitten zwischen dem Fenster im zweiten Stockwerke und dem Boden slak Nellie zwischen bei' ben Häusern fest. Versuche, sie an einem Seile in . die Höhe zu ziehen, gelangen erst, nachdem das Madchen pber eine Stunde lang Angst und chmerz auszcstanden hatte und in iörer Situation v.iii noch von eptleVkschen Krömpsen $ :j llen Wibcif war. ' Vom Auslande. " ' Der Pariser Sieclt jerichttt über einen in seinen Details grauenhaften Unglücksfall, welcher sich vor einigen Tagen zu Grenelle zugetra. gen hat. Ein Stubenmädchen wurde von ihrer Herrschast in den Keller geschickt, um einige Flaschen Bier heraus, zubringen. Kaum war das Mädchen, welches mit einem. Lichte in den Keller ging, einige Minuten , in der Tiefe gehlleben, als der Concierge, Hilsegeschrei auS dem Keller zu Ohren . drang. Ent setzt eilte sit die Kellertreppe hinab. In der Mitte des Weges kam ihr da 3 Stubenmädchen entgegen, über und üker mit Blut bedeckt, welches, aus zahlreichen Wunden an Geficht, Handen und Brust strömte. Nachdem das Mädchen geladt worden war, erzählte eS,' daß es, kaum in den Keller getreten, von einem großen Thiere angefallen worden sei.-In ihrem Schrecken'habe sie die Kerze fallen lassen, lnfltltiv eine Flasche ergriffen und damit auf das schreckliche Thier zugeschlagen, dessen .Augen im Finstern unheimlich leuchtetest und. welches -mit Krallen und Zähnen ihr das Fleisch' von Gesicht und HändenM.Der Zustdnd"deS Mad-' cyenS war thatsächlich ein geradezu graueMregender die Aermste .fiel auS einer Ohnmachr itt die andere' ' Während von einigen Hausgenossen Aerzte herbeige-
holt wurden, unternahmen mehrere be
herzte Männer unter Leitung deS QauS meisters eine Expedition nach dem Keller, ln welchem das unhelmllche, wllde Thler in der That auch vorgesunden wurde. Man erkannte in ihm eine tollaevordene Katze. ?cach einer gefährlichen und lang. wlerlgen Schlacht gelang es den Mannern, die wilde Bestie zu todten. UeberdaS gräflich Raczynski'sche PalaiS in Berlin, an dessen Stelle da neue RelchStagsgebäude ausgesührt werden soll, bezw. dessen freiwillige Ueberlastung an daS Reich, smo die Verhandlungen abgeschlossen und alle entgegenstehenden Hindernisse beseitigt. Wie verlautet, hat sowohl de? eine Agnat der Familie NaczynSki, wie auch daS als Fideicommißgericht sungirendeOberlanoesgencht zu Posen den bisher erhodenen Einspruch gegen den Vertrag deS Reiches mit dem Chef der Familie aufgegeven,uno veruedernahme des Grundstückes, sowie der Entfernung der Baulichkeiten steht nichts mehr im Wege. Das Niederreiten der lekteren dürste oenn auc in oen naqnen Atonalen erfolgen; was aber weiter in Bezug aus den Bau des ReichStags-Gebäudes geschehen wird, darüber weiß man noch nichts. Unter den Architekten besteht durchaus die Meinung, daß das im Neichstagsgebäude .als Modell aufgestellte Project sich nicht mit den vom Brndesrathe beschlossenenAbänderungen werde aufrecht erhalten lassen. ' Am 18. Mau d. I. starb in Lyon ein reicher Junggeselle und hinterlief, seinen ungeduldigen Erben ein Vermözen von vier Millionen Francs. Der Erblasser hatte aber, wie eS scheint, das Bedürfniß, die Freude seiner Angehörigen, die alle mit großen Summen bedacht' waren, durch eine kleine Testamentsclausel abzukühlen, denn am Schlüsse des seh? bedeutsamen Schriftstückes befand sich folgender eigenhändig geschriebener Zusatz: Alle diese Legate dürfen aber nur dann ausbezahlt werden, wenn meine Verwandten sich eidlich folgenden Bedingungen unterwerfen : 1) die Gruft, in welcher ich beerdigt werden soll, muß die Größe meines gegenwärtigen Speisesaaleö haben und alljährlich während der Winterszeit, sowie an kalten Sommertagen geheizt werden. . Die Wahl deS Heizungssystems überlasse ich meinen Neffen, der die Technik absolvirt hat. 2) Am Jahrestage meines Todes haben sich alle. meine Verwandten in der Gruft zu versammeln, welche mit CG Lampen zu erleuchten ist. An einer elliptisch geformten Tafel, welche meinen Sarg um giebt, soll ein kopioses Diner servirt werden, an welchem alle Erden, und Zwar in provencalischer Bauerntracht, theilzunehmen haben. Nach dem Souper hat ein Ball stattzufinden, welcher minbestens vier Stunden dauern muß. 3) Meine Erben sollen in offenen Kaleschen zur Gruft und wieder nach Hause fahren. damit lhre Ausfahrt einem kostumrten Festzuge gleiche." Die Gruft wurde den ganzen Winter hindurch thatsächlich geheizt und wird am 18. März der Schauplatz eines fröhlichen Kostümfestes sein, auf das sich namentlich die jüngegeren Familienmitglieder schon lange sreuen. , Der bekannte O rnith o loge Karl Ruß behandelt in der von Sacher Mas och herausgegebenen Revue .Auf der Höhe- die Farben der Vögel-. Er sagt u. A. : Seit einigen Jahren züchtet man in England Kanarienvögel, deren ganzes G:fieder roth ist. Die Färbung wird dadurch erzielt, daß man die jungen Vögel vor und während deS Federwechsels mit dem bekannten rothen Cayennepseffer (Paprika), fein gepulvert und mit eingeweichtem Weißbrod vermischt, füttert. . Der scharfe Pfeffer schadet den Vögeln nicht?, dagegen geht seine Färb: ihnen in's Blut über und färbt ihr Gefieder roth. Lassen wir nun der Phantasie dieZügel schießen.so dauert es gar nicht lange, da züchten wir nach bestimmten Gesktzen allerlei Vogel und särben sie ganz nach Belieben durch dem Cayennepseffer gleichwirkende Stoffe in allen Farben des Regenbogens.. Abermals e in C lrcu S brand in Rußland. In Nowgorod ist am 12. März Nachts der dortige CircuS abgebrannt. Derselbe befand sich in einer großen Holzbaracke, welche der dort yarnisonirenden 22. Arlilleriebrigade gehörte. Das Feuer brach um 11 Uhr Nachts aus und äscherte daS Dach und die innere Einrichlung vollständig ein. Knapp neben dem abgebrannten Ge bäude besand sich das Magazin der genannten Brigade, in welchem - in jener Nacht an 3000 scharfe Geschoffe und zahlreiche Kisten mit Schitkpulver lagen. Wäre der Brand nicht durch die rechtzei tig btrbeigeeilte Feuerwebr aus das dir cuszebäude localisirt worden, so hätte die Wloston der Keschosse und des SchieZ;pulverS die Häuser deS ganzen Stadtviertels zerstört. Vierundzwanzig Minifter sind seit 20 Jahren neben dw Fürsten ViSmarck verbraucht worden, also durchschnittlich alle Jahre' einer: 1) Minister des Innern: v. Jagow. Graf Eulenburg I., Gras Eulenburg 11. 2) Finanzminsster : v. Bodelschwingb, v. d. Hehdt, Camphausen, yobrecht. Bitter, 3) Justizminister : Graf zur Lippe und Leonhardt. 4) Kultusminister: v. Mühler und Falk. 5) Handelsminister : v. Holzbrinck, Graf Jtzenplitz, Achenbach, G) landwirlhschast. Minister : v.Selchow, Gras Königsmarck, Friedenthat, 7) Kriegsminister : Graf Roon und v.Kameke, 8) Minister ohne Portseuille : v. Bülow, Hosmann. Gras StolbergWernigerode und Delbrück, der freilich nicht Sitz und Stimme im Staatkmini steriüm hatte, aber doch in diesem Zusammenhange nicht gut Übergängen verden kann.. Von den vorgenannten 24 Ministern ist nur ein einziger, Herr v. Büloro, im Amte gestorben, und ein zmeiter,' Herr Leonhardt. ist unzweiselhast aus Gesundheitsrucklichten und berechtigtem Ruhebedürsniß in das Privatleben zurückgetreten. Bei allen andere darf man über die Ätotive ihrer Demission seine eigenen Gedanken haben. . '
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