Indiana Tribüne, Volume 6, Number 201, Indianapolis, Marion County, 9 April 1883 — Page 3
TM todte Hans.
Noman v7l Carl Gö:l'tz (Joc.fe&ung ) Zwei stcchcndc Augen sunkelten bal;in ter .hervor. war die Jordan', der anfgcpaßt hatte, um zu erspähen, wclchen Besuch Frau Drcß'.cr empfangen hatte, während ih? Gatte aus der Bors ß ar. Teufel.- murmelte Jordan für sich, ist daS nicht Baron Paul? Ja, er ist'L! Was hat das zu bedeuten ?" Die Falte der grünen Gardine schob sich vor daS Fenster, die raubthicrartigcn Augen Jordans waren miedcr vcrschwun den. . -Eine Stunde später wurde in dem nach der Hofseite gelegenen Speiscsaal im er slen,Stock das Diner servirt. Da die ho hen Speicher dem Tageslicht nur loeni. gen Eingang in die nach dem Hofe zu gelegenen Räume gestattete und rothseidene Fenstervorhänge im Speisesaal dies Son ncnlicht noch mehr dämpften, so fand in demselben, wenn servirt wurde, stets eine künstliche Beleuchtung statt. Von der Seele, hing eineGlaskrone herab, deren m acht Krystallschalen brennende Flammen den Raum glänzend erhellten, umsomehr als sich dn Schein dieser acht Flammen in einem riesigen Goldrahmenspiegel verdoppelte. Die Tafel war reich mit Silberzeug und Blumen besetzt. Dreßler liebte den Luxus in seinem Hause und stimmte hierin, wie in Vielem, mit der 9!eigung seiner Frau überein, die in dem Hause ihres aristokra tischen Vaters an großes (Zeremoniell ge wohnt gewesen war. Dreßler saß mit seinem kleinen Sohne aus der Seite derTafel,wo sieden großen Spiegel im Rücken hatten, während Frau Dreßler und ihr zum Gesuche anwesender Nesse Leopold ihnen gegenüber Platz ge nommen hatten. Die Suppenteller waren soeben abge nomxnen und der aufwartende Diener hatte den Saal verlassen, um die Schüssel mit dem Zwijchengericht aus der Küche zu holen. Dreßler scherzte mit seinem harmlos plaudernden Knaben und Leopold warf ab und zu, XDixrn auch stets mit einer gewis sen Reserve, die seine objektive Selbstbe herrschung verrieth, eine Bemerkung in die heitere Unterhaltung feines Onkels und Vetters. Frau Dreßler sprach nicht; sie hatte sich in Ihren Sessel zurückgelehnt, und in glückliches Anschauen ihres gegenübersitzenden Gatten und Sohnes versunken, dachte sie mit Genugthuung daran, daß Niemand von den Ihrigen jenen Ver wandten gesehen hatte, der durch seine Mißheirath, wenigstens in ihren Augen, entehrt war. Sie war mit sich selbst zu frieden, daß sie Paul so kalt und schroff empfangen hatte, denn es ließ sich annehmen, daß er nach der heute ibm geworde nen Behandlung niemals wieder in ihr Haus zurückkehren würde. Trotz ihrer vielen guten Eigen schaftenlag doch etwas von jenem PharisZerthum in dieser Frau, das,sich innerlich stolz brüstend in falscher Demuth sprechen kann : .Herr Gott, ich danke Dir, daß ich nicht bin wie jene da!" In höchster Selbstzufriedenheit, daß sie jedes geringere Element, das ihr nicht be hagte,aus ihrem glänzenden Hause fern zu halten verstanden hatte, weidete sie ihre Äugen an ihrem herrlichen Mann, an ih rem hoffnungsvollen Knaben. Ein Strahl warmer Zuneigung siel auS ihrem schonen Auge auch auf den an ihrer Seite sitzenden Neffen, der in jeder Hinsicht sich ihren. Anschauungen akkom rnodirte. Ihm war, da er mit seinem älteren Bruder in derselben Residenz lebre jede Verbindung mit Jenem verböten, doch hätte es diezes Verbotes nicht fce durst; Leopold war trotz seiner Jugend viel zu hochmüthig. um sich nicht seines Bruders direkt zu schämen, da er ihm eine Schwägerin gegeben hatte, die in gesell fchaftlicher Hinsicht so tief unter ihm stand. Auch hütete, er sich aus Eigennutz vor jeder Annäherung an semen Bruder; wie leicht konnte eine solche diesen wieder in das Dreßler'sche Haus führen, und er hätte dann vielleicht die reichen Zuschösse rnit Paul theilen müssen, die er jetzt allem von feinen Verwandten bezog. Da öffnete sich die Seitenthür, der Die ner kam zurück. Aus der länglichen Schuf sei, die er trug, lag ein blau gesottener ,. Er prasentirte die Schüssel zuerst der Dame des Hauses. In dem Augenb!ick,als diese den, silber nen Löffel ergriff und ihn in die Seite des Fisches senken wollte, , donnerte, ein so furchtbarer eU)loponsartiger Knall durch V i v - e ' yri v oas yaus, oaß oaeioe in innen vsruno vesten zu erbeben schien. Frau Dreßler verlor für einen Au genblick fast die Besinnung, sie ließ vor Schreck den fo eben gefaßten Löffel fallen. Der Diener schwankte zurück und hielt nur mit Mühe die Schüssel jest. . Der Kadett sprang auf. Gleich darauf fuhr auch Frau Dreßler von ihrem Seffel in die Höhe. Sie warf einen erschreckten Blick um sich, dann sheß sie einen markerschütternden Schrei aus,'em'grausiges Bild bot sich ihren Augen dar. Das Mauerwerk des Jahrhunderte aU ten Hauses war vom Zahne der Zeit angefressen und morsch geworden; es hatte den eisernen Haken, an welchem der moderne hohe Goldrahmspiegel hing, in seinen Fugen nicht mehr festhalten fön nen; der zentnerschwere Riesenspiegel war von der Wand gestürzt und zwar so unglücklich, daß die obere Kante des ver goldeten, aus hartem Eichenholz geschn'ch tm- Rahmens . Dreßler und den kleinen Willibald mit vollster, Wucht getroffen hatte. .Frau Dreßler sah Mann und Sohn, deren lebensvoller frischer Anblick noch wenige Sekunden. vher ihr Herz.mit Glück und Freude erfüllt, hatte,- mit zer .schmetterten Köpfen vor sich liegen. Jh. re lieben, schonen Gesichter waren total unkenntlich, ihre Köpfe nur noch, eine
formlose, blutige, von Gehirn überspritzt Maffe. Frau Dreßler's Augen traten starr aus ihren Höhlen, sie stand einige Augenblicke wie gelähmt, dann gellte ein schauriges Lachen aus ihrem Munde,- der plötzliche schroffe Uebergang vom stolzesten Glück zum fürchterlichsten Elend hatte ihren Verstand verwirrt; es war eine-Aur Wirklichleit gewordene Unmöglichkeit, sie konnte, was sie vor sich sah, nicht .fassen, es war eine augenblickliche Geistesstörung eingetreten. -.. Das donnerühnliche Krachen des her-
abstürzenden RiesenspiegelS, dessen einzige .Scheibe jetzt in zahllosen. GlaSsplittern den Teppich deS Fußbodens bedeckte, war im ganzenyause geHort worden. 'Ärfcyreat eilte die Dtenerschaft herein. Dorothea kam gerade zur rechten Zeit, um ihre be wußtlos zusammensinkendetzerrin in ihren Armen aufzufangen. - Der Letzte, der in, den ungluasfaal trat, war Jordan. Er drängte sich durch die laut jammernde Dienerschaft, welche rathlos und von dem geschehenen grausigen Unglück wie gelähmt die beiden Leichen umstand.. Er . stlnlmze.. nicht, m den allgemeinen Jammer ein, aber sein farbloses Gesicht nahm eine erdfahleFärbung an; er war er fchüttert wie alle Uebrigen, aber seine Er regung blieb mehr eine innerliche; er verlor feinen Augenblick selne' Selbstbeherr schung. Niemand konnte ermeffen, was in seiner Seele vorging. Dorothea trug mit Hilfe eines Dieners ihre bewußtlose Herrin aus . dem Saal. Als Jordan, sich von dem ersten Ein drucke des . schaurigen Emgmffes etwas erholt hatte, ordnete er an, daß Jemand von der Dienerschaft einen Arzt herbei holen sollte; wenn auch ärztliche Kunst hier nichts mehr ausrichten konnte, so mußte doch die furchtbare 'Thatsache im Sinne des Gesetzes objektiv festgestellt werden, und dazu gehörte vor Allem eine ärztlicheBescheinigung der blutigen Katastrophe. i Ein Diener ging unsicher, an allen Glie dern zitternd,hinauS, um dem Befehl Jor dans nachzukommen. So kalt und gesaßt der Buchhalter auch äußerlich erschien, wandte er sich doch langsam ab, als ob er den entsetzlichen Anblick nicht länger ertragen konnte. Dabei fiel sein Äuge auf Leopold. Der.junge Kadett stand stumm und bebend noch auf derselben ' Stelle, wo er beim Eintritt der Katastrophe aufgesprungerrwarz er stutzte, sich mit krampfhaft geschloffen Hand auf die Lehne seines Sesiels, den er im . ersten Schreck von der Mittagstafel etwas zurückgefcho den hatte. Herr Jordan ama auf Leopold iu und verneigte sich in tiefer Devotion vor demselben, während er ihn vor zwei Stunden lm Park gar nicht bemerkt hatte. Wollen der Herr "fdätoti," sagte er untertänig, mir gestatten, daß ich.Sie aus Ihr Zimmer geletten darf.' Der traurige Anblick taugt nicht für. Ihre jungen Au gen. Diese Anrede löste . den Bann, unter welckem Leovold in Z?olae de3 arauenvollen Unglücks bis jetzt gestanden hatte. rr 1.4. cm & r v . c muioumic um xuou, jonucni neigie nur unwillkürlich den Kopf und wandle um oen glanzenoen (öpeijejaal, der zur Leichenkammer geworden war, zu ver lasten. Jordan eute an ihm vorbei, öffnete die Saalthür und blieb 'mit tief gekrümm tem Rücken an derselben stehen, bis der iunae Mann binausaesckritten war. ' $)et Buchhalter hatte trotz aller Schreien . die V. O . . l fTv r.r r je. ' e. vrrunvrllr ugr ,m wKßiiTiqcn yaue schnell überschaut. Für ihn war Leo pold plötzlich die wichtigste Person gewor den, denn er'war nur der einzige Erbe der Frau Dreßler, der künstige Erbe einer Million. " 3. Zehn Jahre waren vergangen. Das Dreßler'sche Haus am Haupt weg- der alten ehemaligen sreien Reichs stadt stand zwar in seinen äußeren Kon turen noch immer unversehrt da aber doch auch äußerlich und innerlich verändert. Das große Hausthor war jetzt immer ge schloffen und öffnete sich nur höchst selten, und zwar stets nur in. früher Morgen oder später Abendstunde,, um einen der wenigen Dienstleüte aus und ' einzulassen, der nur ausging, um die nothwen digsten Einkäuse zu machen, die ehe mals glänzenden rosafarbenen Fenster scheiden waren erblindet, .von außen mit Spinngeweben dicht überzogen, von innen mit Vorhangen fest verhüllt. . DaS kauf jnännische Geschäft war gleich nach 'dem zähen Tode des letzten Erben dis Dreß ler'schen Namens abgewickelt und gänzlich aufgelöst worden, elnzelne ''Buchstaben aus- der Firma Willibald Dreßler," die ehemals über dem großen Thorwege prangte, waren im Laufe der Zeit her abgefallen, die dadurch entstandenenLücken' liefen oen sruyer so augeieyenen Flamen nicht mehr erkennen, die 'Fahnenstange auf dem Giebel. war langst . durch einen Sturm zerbrochen und 'herabgeschleudert worden. Im Volksmunde hiep der Dreßler'sche, Giebelbau nur noch das todte Haus." Niemand hatte -Kundedavon, nie es kn demselbe'n aussah ; es hatte, auch.. Kei ner'em Jnieressettaenn'se vor einem Jahrzehnt nach dem Begräb niß der beiden Dreßler feine Tbüren vor der Außeüwelt für immer geschloffen, war eine neue 'Generatiön herangewachsen, die mit ihren Kindermärchen auch die Un glücksgeschichte veraeffen hatte, die sich einst im todten Hause- zugetragen hatte, und über die nun längst GraS gewachsen war. . , - , In dem Hause selbst yernghm man nie malS emen Laut, eS schien entweder gar nicht oder nur von Geistern bewohnt zu sein, und ddch.war es noch immer eine Stätte, die einzelnen. Lebenden zum Auf enthalt diente, freilich schlichen sie wie un heimliche Geister durch die dunklen Räume des alten Hauses. . Draußea war ein heiterer Frühlings tag und voller Sonnenschein traf das Giebeldach deS todten Hauses gerade so . ? . . . . . . O Cl wie vorzeynuyren,ais vie unsere cyla
salsgöttin das glänzende Kaufmannshaus zu einer Stätte des Todes geweiht hatte. Doch kein Strahl der Frühlingssonne fand Eingang in das kleine Zimmer, in welchem ein Diener den Tlsch deckte. ?!ur ein Couvert befand sich auf demsclben. Ein ältlicher Mann, in dem wir sogleich d n äußerlich nur wenig veränderten Jordan wiedererkennen, beobachtete den Diener bei seiner Beschäftigung. 'Als derselbe mit dem Auftragen eines einzigen Gerichts fertig war, gab ihm Jordan ein stilles Zeichen mit derHand, das Gemach zu vcrlassen. Als der Diener hinauSacüangen war, öffnete der ehemalige Buchhalter, der unter dem Namen und im Amte eines HausHofmeisters der verwittwctcn kinderlosen Frau Dreßler j?tzt der eigentliche Herr des Hauses war, eine Thür, durchschritt einer: laugen Korridor und trat nun in ?ln Zimmer, deffen Fenstervorhänge so dicht zugezogen waren, daß das Tageslicht so gut wie garnicht in dasselbe zu dringen vermochte, und verkündete dann mit leiser und ehrfurchtsvoller Stimme der in dem Zimmer befindlichen Frau Dreßler, daß für sie das Mittagsessen aufgetragen sei. Jordan verrichtete bei der reichen Kauf mannswittwe fast alle Dienste, "so w:it diese von einem Manne ausgeführt werden konnten, nicht etwa aus Anhänglichkeit und treuer Fürsorge für seine verwittwete Gebieterin, sondern nur, um so wenig wie möglich einen Andern in ihre Nähe kommen zu lassender ihm möglicherweise die Herrschast über die durch Gram und Kummer gänzlich gebrochene Frau hätte entreißen können. Nur Dorothea bediente und beeinflußte außer ihm die schwach gewordene Wittwe und die alte Kammerjungfer war seine intimste Verbündete; das Netz, das der schlaue Mann um sie geschlungen hat te, war mit den Jahren unzerreißbar geworden. (Fortfetzung folgt.)
Deutsche Lokal -Nachrichtcn Kalkenthal, (Württemberg), 21. März. Wie aus auf der Brandstätte! des Götz'schen Häuschens gefundenen Vriefresten hervorgeht, hatte der Mörder GStz die Absicht, sich zu seinem Bruder nach Amerika zu begeben. Erst kürzlich traf, wie württembergische Blätter zu er zählen wissen, von jenem Bruder, der gleich nach dem räthselhasten Verschwin den des Werthheimer von hier abgereist war und der von der Aufdeckung des Verbrechens noch keine Ahnung haben konnte, ein Brief aus Amerika hier ein. Der Brief kam sofort zu den Gerichts akten. i Hamburg, 19. März. Im vor! gen Sommer wurde wegen BetruqS und Urkundenfälschung der diesige Rechts anwalt Dr. Gloy zu 3 Jahren Zuckt h'äuS verurtheilt. Um sich von dieser Strafe zu befreien, hat Dr. Gloy Ma nipulationen vorgenommen, welche zu einer neuerlichen Anklage wegen Anstiftung zum Meineid führten und auch die Verhaftung seiner Frau und desRentiers Sievers zur Folge hatten. DaS heute pudlicirte Urtheil spricht Dr. Gloy der fraglichen Anstiftung schuldig und ver urtheilt ihn zu 1 Jahr und 0 Monaten Zuchthaus, seine Frau zu 3 Monaten Gefängniß wegen Begünstigung, und SieverS zu 5 Monaten Gefängniß. Berlin, 20. März. Im Gaflhof zum braunen Roß in der Köpnicklrstraße kehrten am Sonnabend ein Herr und eine Dame, beide im Alter von ca. 25 26 Jahren, ein und trugen sich in das Fremdenbuch .Büchsenmacher Tietz und Frau geb. Dietz aus Potzdam" ein. Am Sonntag früh fand man Uxoz todt aus dem Sopha, während ein zum Theil ab geschossener Revolver auf der Erde lag. Bei einer genaueren Besichtigung wurde festgestellt, daß die Dame einen Schuß in die recht Schläfe erhalten, während bei dem Manne die Stirn durchbohrt war. Aus zwei auf dem Tische liegen den Briefen, .von denen der eine an den Büchsenmacher Triebel, der andere an Kanzlelraty From tn Potsdam, an Hei n'end die Eltern des Paares, adressirt war, ging hervor, daß beide den Tod ge - ' Cijt .r..jti inciniqaiiiicQ gciuaji. C o b l e n z, 20. März. Gegen Mit ternackt ist der Generalsuperintendent der Rheinprovinz. Dr.' Friedrich Rieden, der in letzter Zeit lange mit schweren Leiden gekämpst hat, in seinem 71. Le benSzahre entschlafen. Wte gefammte evangelische rheinische Kirche hat mit diesem Todesfälle einen schweren Verlust erlitten. Rieden war in der Nähe von Mettmann geboren, besuchte das Gymnasium in Elberseld, wurde Pfarrer in FnemerSheim bei MörS, als Präses der Provincialsynode zum Generalsuperintendenten der Rheinprovinz und bei der Errichtung des Gerichtshofes für kirchliche Angelegenheiten zum Mitgliede KJelben' ernannt. otha, 20. März. Zum 2)eoro Wangenheim'S wird Folgendes berichtet: Der Mörder hieß Hanf, war von Pro fession ein Tüncher, wurde dann Post schaffner : und zuletzt Ausseher in der LandeSstrasanstalt ' zu Jchtershausen. Wegen Betrügerei vor zwei Jahren sei ilts Amtes als Gefangenaufseher entho ben, petitionirte Hanf, wiederholt ver gedlich um Wiederanstellung imStaatS Dienste, und, da Herr v. Wangenheim hierüber als Vorsteher der betreffenden Abtheilung im herzoglichen Staatsmini terium'allerdiflgS zu entscheiden hatte, o richteten sich auf ihn Hanf's Rachege zanken, welche endlich zu so grauenhas ter That führten.' ' Der Mörder wartete sein Opfer unterhalb der Nordseite des Schlosses Friedenstein zwischen den beiden (die Schloßbrücken durchbrechen den) Windthoren" zu der"Stnde, in welcher Hr. v. Wangenheim sich in die l0 Uhr. beginnende Landtagösijung be geben und' jenen Platz "passiren mußte. Hr. v. Wangenhelmltürzte in die Stirn getroffen, sofort todt zu Boden ; ebenso hatte Hanf'S Selbstmord den Tod aus
der Stelle zur Folge. Hanf n,ird als ein unverträglicher Mensch geschildert, der sich keiner Sympathieen erfreute; bedauernswerth sind seine Hinterbliebenen, eine Wittwe mit sechs Kindern. Hamburg, 21. März. ' Zum Be weise, daß das Wrack der Cimbria" immer mehr von den Wellen zertrümmert und der Inhalt dem Meere preisgegeben wird, mag die Mittheilung aus Aalesund an der norwegischen Küste dienen, daß dort kürzlich eine Commode aufge sischt wurde, welche Frauenessekten enthielt und nach Ausweis der vorgefundenen Papiere gehörten diese Sachen einem 27jahrigen Fräulein Jda Michel aus Dresden. Wie die Verlustliste der .Cimbria" crgiebt, ist eine Passagierin gleichen Namens auch mit dem Dampfer untergegangen. An einer anderen Stelle der norwegischen Küste trieb ein Pack mit Bettsedern und Daunen an, in dem sich, in einem Bücherpacket versteckt, 30 meist goldene Herren und Damen uhren befanden. Vermuthlich stammen auch diese Gegenstände von der .Cim bria". Auch von der jütländischen Küste ist wiederholt gemeldet, daß dort leich tere Sachen, namentlich Briefe und Lchnungen angetrieben sind, die deutlich mit dem Namen des Schiffes be zeichnet waren, oder deren Inhalt doch auf einen großen deutschen Dampfer hindeutete. Hannover, 23. März. In der RheinWeserElbe Canalangelegenheit fand hier im Concerthause an der Goe thebrücke unter Vorsitz des Geh. Raths v. Alten Linden eine große allgemeine Versammlung statt, in welcher nächste hende Resolution zur Annahme gelangte: .Der dem Landtage vorgelegte Gefetz entwurf, betreffend den Bau eine? Schifffahrtscanals von Dortmund über Hen richenburg nach Münster, Bevergern,
euoorpen. von oa nach der unteren EmS ur Verbinduna des weNfäüscken Kohlengebiets mit denEmshäfen erscheint Jfc 1. AM V. hu uuiuymuui, wenn uic gieiaizelilge Ausführung der seit länaeren ?labren projectirten Linie Bevergern Minden vannover Wollmlrfledt gesichert ist." Das Comite wurde beauftragt, in Form einer Petition an das Abgeordnetenhaus das Binnenlandcanalvroiect als das m bevorzugende zu erweisen. Tr?rn A.SEBlECKEJr.. aI ...Xlfil aivpLijutv ßInkassg-VeschiisM Ei it OlE&oiiiuciLi. VeMtnachtett nach 1fut!4lrib, Otflenti und Ut 24o)tu geskrttgt. Constt!rische h jlaut'.gungn besorgr. Erbschaften u. '. w. ternrt und sich:? einka'sirt. Wechsrkurid ostanszatZlungkn Tlan wnde sich in JndianaxoNZ an : Philip Rappapsrt, Zlddokat, Sto 61 Hüt Delamare Straße. v'ra' ' 'Vr- ,j Jolmston & Bonnot, 2 Ost Wasvinawn Str. ArgandVliscVurukrM. Wir haben eine große Auswahl dieser Oefln. Große Oefen für Lagerräume, Hallen u. f. w. Ferner haben wir ' Kochösen, Ranges, M.intelS , und (Sraicö," in rcker Äuswahl. sowie rk"iArttiK tiri. ma Otfn werden in kurjer'Zei! reparirt bei Jvbttson S? Bennctt, o. ü2 Ost Washington Streit. Bon ff t M t U ii u b NViMKySl 4,20. Gebrüder FrenzeZ, Ec?eW',sbing:on Strafe und Virginia . Ävcnue. iVanee'Block.) Store. 2O.WaIhiikWr, (Ecke New Jrrleh Strabl.) ' 13" Ttlephon'Verbinkunq.
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sen, ein Ezcurf.LnSbillet öder irgend eine Sorte .,,enoaynvtuele wouen, kommen Sie, oder schreiben Sie an Iobt. Krnmett, Distrikt Passagier.Vgent. Office : Vandalia.G'bSude. ein Kr, w-st. lich dom Union-Depot, Indianapolis ebenso an die Unterzeichneten: S. ö ill. Ken'l Sndt. Kt.pani, M E. A. F g r d, Gen'l Pass..Agt., St. Loui, Mo. Paii Handle Route. Pittaburg, Cincinnati St. Louia ßailwaj. Zeit'Tabelle für durchgehende und LokalZuge. om l. Sani 1832 cn: Lüge Verlagen bat Union.Dexöt, JndxU., vi folgt:
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Ada 51ndiaavl' nk.liaulv'gElt? 6:8 7:20 9:15 4:26 10:21 12:01 H.IQH 4:13. :t0. m Rlchmond .i. m Dayton 0 Piqu Urbana Solumbul... . Remark 2:55Nm . Cteubenville. 5:35 . 4:10 7: . ::bLm 7:45 :l.s 7-0 . 11:15 . 8:ooKrn m Wheettng Ptttburg , öarrtSburg... Baltimore ... m Washington.. hitadetrhia . Nem Aort.... . Boston ; äalich. -i- TSalia,. aua,nommen Sonntaa. d?ZKA!''"'. Schlaf, und botel.vag.n KS,? AVn"W 7. fr .7 ,r"'"' viq ein aiaaentDemiel nach Baltimore. Waftzmgton und Boston. . " " tt Fak)'kar:en nach allen Oeftlichea Städten lind ltt allen Sauvt(3ltihTtitYt0M-M... ... un. , --r. ,,.7,..,.Vmluu, e) ucucni und in dem vtadt.Bureau, 9tt er Jlltnoi lui Wafhn gton Straße und Im Union Depot Bureau. 5nd,nnnnli !t r . '. ' l -sag'a'anen Mn nen norauä gesichert rverden durch pxllkatto bei den Sla,t, t-t J , r'" - (, . .. . -w.uv. -vm.cui. VW. 1 QI unun Dexot ,u Indianapolis, Jad. 5ame MeVrea, Manager. Columbu. Odi . . I 0 r d, Senk. Paisagier. und rtket..Vaen t Ptttlburg. . Q Eisenbahn it-Ta. Ankunft und Abgang der öisenbahnzüge in Indianapolis, an und nach Sonn tag, den 21. März 1883. Clevcland, Colnmbus, Ciocwneti und Jndia. uapou liendaya (Bee Line.) Abgang: Ankunft: L 6t 2 i tag 6.ib Brn M 5 I x. .100 Nnion ei.. 3.11 x., 3 eta 2i &rt I.. 4.35 Brn önlon eeom . . . .15 m oton l i.ll.üi m 8WI.. 7s v, 2 3 Goshen Ex5.ö5 Nm vrr.iiL5 m Brightwood Division, k. C.C.nnd I. Sbgang glich 4.25 m. Ankunft täglich. 4.WB 6.15 sin 11.05 m li.Ob 9lm 125 NM '. 3.55 9irn 6.25 m täglich. 7.15 m .... coocrn täglich. V.', 10. fürn UüiHm US m 51 t glich. 6.t5 rn W w M U 1 V V M4MH Htttburg, Cincinnati & St. Loni isenbahn .11.05 Nm 10g1tc5.1u.WRa xj)1)!8!p I Rtchm ee aI. tZglich 4.3Ö Brn (jenorn Lourt. 9.5S Lm nommcneBount.ll.OU Bn . Ost tfloii , ugr lyiyyas & D See aulg. i D kr aul. WI 12.00 Bm Ottrttaa 4.10 m BBWödP ; täglich h.. 5.ik m Danton r auög AG ZI PW ' . ltZgl'ch.....iv.WZ?m Danton 9t au. Sonntag 10.35 ttm Lon ntaa I ik . vounrag, Chicago Route dia Aokomo. Sbicaao Scknell Jnd' Lou. Schnellzug... 8.'.0 m Jndpi'g 4t üou. kpttS cs N ,ug rag ii 15 m hicago pjpreS.ll.OJ m Teere Haute, Vandatta St.Lout Sisendahn. attkrat .... T.30Om rag 9tv, p U2 N kerre Haute i. 4.)Nm Vactftk i 11.00 rn chnell,ug 1.01 Ba Vtail und ck...lu, Xaa disreft hAmtrm Vtaxl und... 1tU Eineianati, Jndianapolik, St. Loni n. Cbieäao r fc. ( : ; . w " icuouyu. indanail Vtvit0N. - . Louio.L. 3 4'iBrn Indiana? cc 10.: o m S'vtUlp. H.4U m Wevern 9i .01 L, A-. H5t V. O . - Cincinnati cc. 4.30 vm . I PC. Z..45 N tnc. cc 11.05 m 7.i15!m l .täglich u cc.ilOirn asahette Division. Jeo url r. .05vm dicago Mail p.:2.O0 9Cin kbie Lou F täglich e u.. 3?5 Lusuyktt ..10.45 Ü Mari b e K .t i jenem r sv m S täglich re 11.36 m incinnatt re. t iQHn Jeffersonville, Madtson nnd Jodinapolle 1itmLt ijiuvuyn. cüb r tag. II Kuh rr 4.15 m I Jdchadatl. 10.00 r 7.4l ism ' anDictagli 05 (n .! 1 Ui j. n . . "T mt ... v 0..Vv. 4UUI 1 Uj KW 9n.ftaMail 4 2J !Km Ü j Fz B Wm athm ir n tüff. Ii -XI 9lm I lt tt j trw. n ,w - Wabash, St. Loui pacisie. T ' " ' " m wy iv,10 m Det5lzitail 8.: 5 m C X t 2.'J Rm iiAuacööi c c tei 6.2j Nm diTolrtall.45Si l&UU 91 ffrtfla 2 90 tol Wr .ii.i,, Det u h Kai!. 55 Xolu tftCc 100 Ha t Indiana, Bloomivgton undWeftern Siseubahu. ?aerUil..7.45 EasternS?. andrer JL.. lJUSIn - täglich 4.10 B rawsordo. See. 3.50 Rm ,ne Spee loe 83u I i täatl.15 Nm tl.ntie Iu. S.50 Et. Loui Division. ... . HTtfttHt9.ee li.ll Itrn I KmA i(. " . . . ...... cn atl ag.j SM Bm 4ll U rag c. 5 45 1 4nttt IMr 11 MiUmlnuB.K Z, . . "--- RH IU) Indianapolis und St. Lonis eiseniabn.' ,ag rxrrg, er. täglich 7.25 Bm Ss u St L ffr. 7.uu :r tSM (i. ........ 4.15 Fm oetl Paffenger.105 3tm Da,r e e tägl. 6.45 g u Lt Sv Er täglich u CC. 11.10 lwcwuati,HamiltonL:Illdianapolit?lseubahn. ändp etoui 4.15 Brn onk-.!lvillkkk 8.45 Brn onerlvillelk 4. Rm Mail..... ..V...!MJ Zndpli uSt. Ü. 6.55 m l Jnd, u etouUlÜ.45Ka Jndianapoli und Pwccnuek SisckbsiH. . all Cairo j 73) 1 Oineenn! ..10 5u Bin, cc . 1.10 rn I na Et ,V 5.10 Lüze mit r. c. Lehnsessel,?. - v mit I.. Echlaf.Qagen. mit v. tprU tJ Mit h., tpwrtax WBvmii rnay be sound o 3i3 ai . ubo. kr. IOWEli, & Jo' KtWibttoer' Adrerüf in UareAu . 1fr. finnu Street), wbere adver. p-w fialngconiractaniay I 1L1 . 7lL. i ( '
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