Indiana Tribüne, Volume 6, Number 201, Indianapolis, Marion County, 9 April 1883 — Page 2
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FSgliGe- und onntagsansgKöc. Qfsscc: 02 S. Dclaware Str. Jndlanapolis, Ind., !) April 1880. So gut wle ein Pab Eine junge Dame aus New tyoxt, die nicht nur alZ Lehrerin bereilZ eine angesehene Stellung einnimmt, sondern die auch durch Aufsätze in rvissenschafttichen Zeitschristen und Vorlesungen über Zeit fragen die öffentliche Aufmerksamkeit im besten Sinne deö Wortes auf sich gezo gen hat, erzählt von einem characteristischen Neise-Erlebniß, dessen Mittelpunkt sie im vorigen Sommer war. In Meiringen an der Aare, dem Hauptorte des HaslithaleZ im Canton Bern, standen für die von Jnterlaken kommenden Reisenden, die den Vrüning Paß überschreiten wollten, die bequemen schweizerischen Postkutschen bereit. In einer derselben hatten bereits eine Dame und ein Herr Platz genommen, die Frl. Gray, wie. wir sie nennen wollen, aus den ersten Blick als Amerikaner erkannte. Fräul. Gray wählte ebenfalls dieses Fahrzeug und. gleich darauf stieg ein vierter Paffagier ein, der der Mütze mit den am Hinterkopfe herabhängenden Bändern nicht bedurft hätte, sich durch sein breites, gesundes Gesicht, seine hel len, grauen Augen und schließlich durch seine Aussprache des Englischen als Schotte zu verrathen. Da3 Gefährt rollte, von den kräftigen Gäulen gezo gen. im Anfange rasch dahin und der Schotte, der seinen Alpenstock mit den eingebrannten Namen zahlreicher Berg gipsel sorgfältig zwischen den Beinen dielt, begann in verbindlicher Weise eine Unterhaltung. Sie kommen von Rom, mein Fräultln, wie mir da Umschlage tuch beweist, daö Sie tragen!" Rein, mein Herr, viel weiter." Also von Neapel, da war ich auch." O nein. immer noch viel weiter." Nun. denn. von Constantinopel ?" Viel, viel weiter." Das begreife ich nicht, noch weiter ? Aber das Tuch, das Sie tra gen, ist römisches Fabrikat. Woher kommen Sie. wenn ich fragen darf V Von New Vork, ich bin eine Amerika nerin." O, verzeihen Sie, meinFräu lem, aber das glaubeich denn doch nicht. mm c tote Uno eine Cnglanoerm ooer eine Schottin, Sie können keine Amerika nerin fein, die haben alle so lange Zähne und Sie haben so schöne kleine Zähne, die. ..." Pardon, meinHerr, Sie irren sich. Ich habe nicht die Ehre, den Herrn und die Dame zu kennen, die mit uns den Wagen theilen, aber ich halte dieselben sür Amerikaner. Ich will ihnen eme ganz kleine Geschichte er zählen und bitte dieselben alsdann, meine Nationalität au bestimmen. Wollen Sie sich dem Urtheile der Herrschasten unter werfen ?" Ganz gewiß." Also, es' war ein begüterter Gentleckan 'mit großem Grundbesitz; der fand das größte Vergnügen an dem Gedeihen zahlreicher Bäume, die er selbst gepflanzt hatte. Er hatte eine kleinen Sohn, den er sehr liebte ; ihm hatte er eme Heine Axt ge schenkt Halten Sie ein, mein Fräulein, rief der Amerikaner wir sind Lands leute, Sie haben sich vortrefflich legiti mirt." Aber, in der That, ich begreife nicht, der Anfang Ihrer Geschichte läßt auf einen Engländer oder Schotten schlleken: em (sentleman, oer einen Park besitzt, seinen Sohn lieb hat und z.r., s,.f w frtn Wi nur ein Schotte oder einEngländer sein! UUW UJVli, VW , VVW, Sie irren, mein Herr, die Geschichte, deren erste Worte ich nur zu erwähnen brauchte, betrifft unsern großen George Washington, sie sinket sich in allen unseren Schulbüchern, es giebt kaum irgend eine Erzählung, die den Amerikanern , so geläufig ist, wie, diese." Dürste ich vielleicht um die Fortsetzung bitten?" Nun, die ist kurz, und meine Landsleute werden verzeihen, wenn ich ihnen Bekanntcs wiederhole. Also, der Gentle man, der seinen Sohn und seine Bäume so lieb hatte, war Augusiin Washing ton, ein wohlhabender Pflanzer. Er hatte seinem George, einem aufgeweckten Knsben, in der That eine kleine Axt ge schenkt, und dieser hatte mit solcher einen der schönsten Bäume niedergeschlagen. Wuthentbrannt fragte der jähzornige Vater seinen Sprößling, ob er der UrHeber des Frevels sei. Ja, Vater, antwortete George Du hast mich ge lehrt, nie zu lügen, ich habe mein Hatchet an dem Baume versucht. Der Unwille des Papas war entwaffnet, und der an sich unbedeutende Zug jener Offenheit und Ehrlichkeit, die zu den schönsten Ei genschasten unseres großen Washington gehört, ist allen Amerikanern so bekannt und theuer, daß selbst die leiseste An spielung daraus genügt, die Kinder der Aer. Staaten sich als Angehörige des selben großen Vaterlandes erkennen zu lassen. Ter Neinfall". Wir haben bereits mitgetheilt, daß der Verschwörungsprozeß, den die Wiener Polizei in Verbindung mit einer Raub anklage in Scene setzte, dieselbe nur blarnirte. Deutschländische Blätter schreiben darüber: Von der Existenz einer Eentralleitung, die Verbindungen mit den Nihilisten undAnarchisten unterhalten sollte, konnte kein Beweis geführt werden, und die zwanzig und einige geheimen Clubs der Anklageschrift, deren Vordermänner" und .Hintermänner" unter einander' Fühlung haben sollten und die geheime Correspondenz vermittelten, reduciren sich nach den übereinstimmenden. Ge ständniffen der Angeklagten auf-'Zusum menkünfte der Arbeiter bei den drei Bindern" in der Sandwirthsgaffe, wo es große Portionen von kleinem Gulyaö gab. Socialistische Schriften und Ex, emplare der Freiheit" wurden aller Dings genug gefunden, aber auch Heili genbilder. Die Ergebnisse der Polizei!!
chen Untersuchung brechen insofern zusammen, als einzelne der Angklagten beHäupten, ihre srüheren Geständnisse seien ihnen abgezwungen worden. Sämmtliche Angeklagte, die beiden Räuber nicht ausgenommen, sind consuse und be schränkte Köpse ; so behauptete Pfleger, die sociale Frage müsse durch die Wärme
gelöst werden, die Alles ausdehne ; er sei religiös erzogen worden und habe dem fallenden Merflallingcr im Stillen Inte . . rv ... r eno ancicoeien. m uevrigen j er ein überflüjttgcr" alter Mensch, mit dem geschehen möge, waL wolle. Die Partei - und das erklären auch die anderen IZ;Zlag!en habe von dem Raubatten llil kllll I tlttt ip VlUVt. M- W l f fallt sich in der That als das geistige Werk eines abgefeilten Gauners, d?s Heinrich Hotze heraus, der die social demokratische Maske annahm, um den Pfleger und Engel zu einem Verbrechen zu sanatisircu, das ihm die Mittel zu der beabsichtigten Uebersahrt nach Amerika liesern sollte. Von Berndt nahm er 25 fl. Bürgschaft, damit dieser, der sonst noch allein in das Geheimniß eingeweiht war, nichts verrathe. Hotze ist denn auch mit dem Gelde, das für die heili ge Sache" geraubt wurde, verschwunden. Da er tie Schweu, Deutschland und Frankreich bereist hatte wurde es ihm leicht, die unwissenden und fanatisirten Thoren für feine Zwecke mit großen Phrasen zu begeistern ; sie sehen auch ein, von ihm getäuscht worden zu sein. Vor der Ankunft dieses Gauners begnügten sich die Socialisten, sich beim Bier zu sammenzuthun und ihre Zehnkceuzerbei träge sür die Zukunft- zu leisten; als Hotze anlangte, erklärte er, damit werde nichts ausgerichtet. Die Geschworenen erkannten denn auch, daß nur ein gewöhnlicher Raubsall vorliege. 4 , i?ittw?t ftcr.nrit svii3f lh Gelehrter und Diplomat. Schon seit längerer Zeit unterhält uns das Kabel über ein neuerdings enthülltes deutsch-österreichisch'italienisches Bündniß und die Bedeutung, die dem selben von verschiedenen Parteien beige messen wird. Thatsache ist nur, daß der italienische Minister des Auswärtigen, der Professor des Völkerrechts Mancini, am 13. März in der Kammer erklärte, Italien fei nicht von den Opmächten zu rückgewiesen worden und habe kein Bündniß mit Frankreich gesucht, sondern sich factisch an Oesterreich und Deutsch land angeschlossen. Von einem eigent lichen Vertrage war nicht die Rede. So wichtig nun schon die Meldung ist, daß Oesterreich im Nothfalle dem deut schen Nachbar beispringen könnte, ohne sich vor einem Angriffe Italiens furchten zu müssen, so liegt der eigentliche Vorzug des Anschluss doch darin, daß durch denselben das sogenannte Natio nalitätsprincip zum ersten Male von der italienischen Regierung offen verleugnet wird. Wie die Diplomaten des acht zehnten Jahrhunderts fortmährend vom europäischen Gleichgewicht faselten und die blutigsten Kriege führten, um dasselbe ausrecht zu erhalten, so ist es na mentlich seit Napoleon III. Mode ge worden, die politische Vereinigung aller gleichsprachigen Völker als oberstes Princip hinzustellen. Als das deutsche Reich gegründet wurde, gab es unzufrie dene Großdeutfche, die sofort auch die deutschösterreichischen Provinzen hinzu gezogen wissen wollten, obwohl das osfenbar unmöglich war. Die Slaven träumen jetzt noch von einem alle Sla ven umfassenden Reiche, und für die Italiener namentlich stand es seit der ' Entstehung allen Umstanden fest, dak sie überall - nf . 1 f herrschen müßten, wo italienisch gespro chen wird. Wohl trat die Regierung den extremstenVersechtern dieser Theorie, der Jta lia irredenta" entgegen, aber sie ließ durchblicken, das sie das nur aus Zweck Mäßigkeitsgründen thue, weil Italien noch zu schwach sei, um den Kampf mit Oesterreich aufzunehmen. Mancini aber hat die Nichtigkeit deS NationalitätS Princips überhaupt in Abrede gestellt. Er hat den Anschluß an Oesterreich be werkstelligt, der selbstverständlich nur dann möglich ist, wenn Italien seine Ansprüche" aus Trieft aufgiebt. Zur Vertheidigung seines Standpunktes führte der StaatörechtS-Lehrer an, daß von einem Rechte Italiens auf Trieft keine Rede sein könne, denn dieses an gebliche Recht leite sich nur aus. einer Theorie her, die nicht einmal allgemein anerkannt werde. Nach dieser Theorie müßte Italien nicht nur Trieft beanspruchen, sondern auch den italienischen Theil von Tirol, Nizza und den schwel zwischen Canton Tefstn. ES müßte die LoSreißung der Polen von Preußen be günstigen, die ganze englische Politik bekämpfen, und sich folglich mit allen europäischen Mächten verfeinden. Das Nationalitätsprincip, bis in feine äußer flen Confequenzen verfolgt, würde alle europäischen . Nationen gegeneinander Hetzen und einen Krieg heraufbeschwören, gegen den alle früheren Kinderspiel & ren. Nach Mancini hängt der Bestand der Staaten von der Aufrechterhaltung der Verträge ab, und eine Politik, welche dieselben zu zerreißen trachtet, welche die Gewalt an die Stelle ves echtes jetzt, rstörtt .nothwendig den Weltfrieden. Wiederwilligwar, aber nothgedrungen mußte die Mehrheit der Kammer diese Auseinanderlekuna autbeiken. und der ganze Vorfall hat dazu gedient, die An sichten über daS Nationalitätsprincip in ganz Europa aufzuklären. Der ist lehrte als Diplomat hat den Zünfti gen" Achtung abgerungen. Procek um die Herausgabe von Engeln''. Ein eigeuthümlicher Proceß erhält ganz Boston in Aufregung. Im Jähre 107 vcrnel die IZfädrige Linie Gan non, eme begabte Schülerin, durch den Kummer über den Tod eines Bruders in einen krankhaften Zustand, der sich na mentlich in andauernder Schlaflosigkeit äußerte. Aerzttlche .yilfe wurde erfolg
los angewandt. Eines Tages zeigte Lizzie idrer Mutter zwei pergammtartige Stücke Papier, in denen man, gegen das Licht gehalten, engelähnliche Bilder erblickte. Das Kind war auf unerklärte Weise in den Besitz dieser Blätter gekommen und sagte seiner Mutter : Bruder Charley hat mir die Engel geschickt, ich soll sie immer bei mir tragen, nun werde ich auch wieder schlafen können." In der That fchien eine- Beffcrung in dem Zu-
stände desttinoes einzutreten,oasielde be schästigte sich aber so ausschließlich mit den Engeln , daß die Eltern fürchteten, es könne sich hieraus dauernde Monomanie entwickeln. Dieselben wandten sich, nachdem ibre und der Aerzte Bemühun gen, das Kind wenigstens vorübergehend aus andere Geoanlen zu dringen, nichts gefruchtet hatten, an ihren Beichtvater, den Priester Fleming. Dieser besuchte das Kind wiederholt. und es gelang ihm, dasselbe dazu bewe gen, daß es ihm die Engel" gegen das Versprechen übergab, er wolle ihr solche am anderen Tage zurückbringen, n der folaenden Nackt konnte das Kind nicht schlafen. Der Priester übergab dem Kmde am nächsten Tage zwei an dere Bilder und sagte ihm, es solle sich mit diesen besckSftiaen. sväter werde es die ihm übergebenen Papierstücke zurück erhalten. Wie Schlaflosigkeit des tfi.1 des stellte sich wieder ein, flehentlich bat eS um seine Engel", die Eltern und der Arzt baten, der Priester solle, um schlimmeren Folgen vorzubeugen, dem Kinde seinen Willen thun, aber Herr Fleming erklärte, es gehe gegen sein Gewiffen, einen offenbaren, wenn auch krankhaften, Aberglauben in irgend wel cher Weife zu fördern und zu begünsti gen. Der Erzbischos Williams erklärte, eS stehe ihm nicht zu, die seelsorgerische Tbätiakeit des Herrn Flemina anders. alS durch gütliches Zureden zu beein flusfen. Herr Gannon hat nunmeyr ge aen ßerrn ftlemina aus Qerausaabe der Engel" und gleichzeitig auf $5000, Er. r j i". rtif. Vt 'i f ' 0- - X ag sur oen oer qunuycu uuu v er zugefügten Schaden Klage, erhoben. Aus dem Sokd!flricte. Jener Theil der pennfylvanischen Koh lenregion, in welchem die Kohlen sofort. nachdem sie der Tiefe abgewonnen wur den, m &oke verwandelt und als solches der Industrie dienstbar gemacht werden. erstreckt sich 12 Meuen judnch und eben so weit nördlich von Connelsville. Nur ungesähr einen Steinwurf von einander entfernt befinden sich hier die verschiede nen Etablissements, ausaedeunte und kleine, welche zusammen über tt0O0 bie nenkorbähnliche Cokcöfen umfassen, die m ununterbrochenem Betriebe am Taae die ganze Gegend mit schwarzen, dichten Rauchwolken bedecken, zur Nachtzeit diese ÄZoikkN in rotbem und gelbem ffeuer glänze erstrahlen lassen. Ueber zehn tausend Arbeiter sind in diesen Werken über und unter dem Boden beschäftigt. Gegenwältig bestehen di:se Arbeiter der Mehrzahl nach aus den Angehörigen europäischer Nationen. Noch vor zehn Jahren herrschte das amerikanische Ele ment unter den Arbeitern vor. Die Amerikaner waren ausgezeichnete Arbei ter, forderten aber auch ihren Leistungen entsprechende Löhne, und die Gnibenbe sitzer haben daher an Stelle derselben Ungarn, Polen und Schweden lmvor tirt. Arbeitseinstellungen kamen bisher in dem Bezirke von Connellsville nur verhältnißmäßig wenige vor. .Dle Ar beitgeber sind durchschnittlich bemüht, den fforderunaen der Arbeiter nack leid lichen Löhnen zu entsprechen, und die letzteren sind so unmittelbar von ihrem Bervlenste abhängig, oaß sie nur im äu kersten NotMalle die Werk,euae aus der yano legen, die ihnen die Existenzmittel gewahren. Die Arbeiter sind, unähnlich ibren Kameraden in anderen Kohlcnbezirken, nicht oraanisirt. Ein Versuch, dieselben zum Beitritte zu der Organisation in vem Antyracitdezirle zu veranlassen, wurde vor einem Jahre gemacht, hatte aber keinen Erfolg. Der Nachtheil, welcher für die Arbeiter bierin lieot. wird einigermaßen dadurch aufgewogen, daß v.: oft .:i..c. .9 (.:.. .c e . . uic aiucuijcuu uiaiyu cuuiUU3 NlCuI vermocht haben, sich zu einer Union zu vereinigen. Eine derartige Verbindung war ebenfalls vor ungefähr einem Jahre gegründet worden und die Mitglieder hatten in Betreff der Preise der Kohlen, der Arbeitslöhne und der Arbeitszeit .unverbrüchliche" Beilimmunaen verern. bart. ES stellte sich schnell heraus, dak . f.T.:x.. (inuTi.v.. v -: if H Ijuyuciiye iuuiymui uct uuiun lykiiS ZU niedrigeren Preisen verkauften, theils höhere Arbeitslöhne bezahlten, und d! ganze Vereinigung explodlrte in einer stürmischen Generalversammlung. Monate hindurch hat bekanntlich die 1 rcx.-tA .". . . V . a tx.rt-r.tr r uiiicynycii uoer oas luzllepilcye Versah ren des CongresseS in der Tarisangele genheit vielfach eine Stockung des Be triebs der Fabriken in verschiedenen Branchen der Industrie zur Folge gehabt und die Rückwirkung derselben zeigte sich sehr auffällig in der Abnabm. der Kohlenförderung und Bearbeitung 1 C RN!n..i. X..1 sC sfo. n in ucui ijuiiic uu uuuiuuäDlUC ; von 900 Wagenladungen täglich war dieselbe aus nicht ganz 400 Ladungen aelunken. Gegenwärtig beträgt die Förderung w . . r OTi'X c ö wleoer uoer -tuu -uzagenlaoungen pro Taa. Zur Zeit , der arökten Stockun haben die Arbeiter nur ungefähr ein Drittel der durchschnittlichen Wochen löhne verdient. Die letzteren betragen sür die Arbeiter in den Gruben 30 Cents für die Ma. genladung, welche eigentlich 33s Bufhel enthalten soll, thatsächlich aber m vielen Fällen bis. zu 40 BufhelS enthält. Unter günstigen Umständen kann ein geschickter und krüftiaer Arbeiter bis 8 Waoenl, düngen täglich sördern, doch müssen schon 7 dgl. als eine gute DurchschnittsleiS tung betrachtet werden. Dies entspricht einem Tagelohn von 52.10, wovon der Arbeiter jedoch die Kosten sür Reparatur und Schärfen seiner Werkzeuge, sowie das Oel für die Grubenlampe zu bestrei ten hat. Die an den Oesen beschäftigten Arbeiter verdienen ebenfalls durchschnitt Iichtz2.r0.
Die Wohnungen der Arbeiter wurden I
ohne Ausnahme von. den Besitzern der Kohlengruben errichtet und der von den Arbeitern zu entrichtende Miethspreis beträgt monatlich zwischen $4 und $7. Zwei Zimmer und eine Küche bilden in der Regel eine Wohnung, und vier der letzteren sind fast immer in einem 5)ause vereinigt. Gröhe und Lage ßber Wohnungen bestimmen deren Preis, da die innere Einrichtung derselben nicht ver r je v . in r&.n rtv v... . . licucu cicuct iny in oer oorllgen Gegend völlig unbekannt. Alle Häuser werden mit einem billigen braunen An strich versehen; dies ist wegen der Unmasse des stets über der Gegend hängen den Rauches nothwendig, giebt aber den Häusern und Strafen ein unbeschreiblich einförmiges und düsteres Aussehen. Für die unverheiratheten Arbeiter ünd ein zelne noch schlechtere Wohnhäuser vorHanden, in denen einzelne Zimmer ver miethet werden. Die innere Beschaf fenheit der Wohnungen hängt natürlich lediglich von den Eigenthümlichkeiten ihrer Bewohner ab und hier macht sich je nach deren Nationalitäten eine große Berschledenartlgkelt bemerkbar. Die Engländer sind mnter allen Um standen die besten Kohlengräber und halten auch ihre Wohnungen am nette sten und saubersten. Sie verdienen .0 bis 560 per Monat, verbrauchen aber auch ebenso viel, da sie recht wohl wissen, daß die Tüchtigkeit ihrer Leistungen in hohem Grade von ihrer Lebensweise ab hängt. Die Jrländer arbeiten meist an den Cokeöfen und verdienen bei dieser wesentlich ungesünderen Arbeit ebenso viel, wie die Engländer; sie verbrauchen ebenfalls eden lent, den sie verdienen, kennen aber keine Ausgaben sür eine möglichst hübsche Hauseinrichtung, für welche die Engländer verhZltnißmäßig viel ausgeben. Deutsche sind in jener Gegend selten, aber die wenigenArbelter dieser Nationalität verdienen ebenso viel, wie die Engländer und Jrländer, sind beliebt und zeichnen sich vor ersteren durch vernünftige Sparsamkeit aus. Die Ungarn bilden das schlechteste Element unter der ganzen Arbeiterbe völkerung. Diese eigenthümliche Er schemung erklärt sich dadurch, dan die von den Grubenbesitzern importirten Ar beiter, welche die tüchtigen,aber zu selbstständigen amerikanischen Arbeiter ersetzen und verdrängen sollten, meist Un garn waren, und zwar den Auswurf ihrer Nation bildeten. Dieselben sind nicht nur schmutzig bis zum Exceß, sondern behandeln auch ihre Frauen und Töchter in einer Weise, die ihnen die Verachtung der übrigen Arbeiter zuge zogen hat. Die Weiber müssen häuftg den Männern bei der Arbeit helfen, er zielen aber hierdurch nicht etwa einen Extra-Verdlenst, sondern, während die Jrauen'sich mit der ihre Kräfte uberstel genden Arbeit schinden und Plagen, liegen die Männer mit den Pseifen im Munde in der Nähe und sehen zu. Die Arbeiter gehen früh zwischen 4 und G Uhr an die Arbeit und schassen mit kurzer Unterbrechung bis Nachmit tagS 2 Uhr. Dre Arbeit an den Oesen beginnt zwischen 3 und öUhr und dauert bis Mittag. Es scheint dies eine ver hältnißmäßig kurze Arbeitszeit zu sein. ist aber doch eine sehr erschöpfende Lei stung. Selbst der kräftigste Arbeiter ist aus die Dauer nicht im Stande, die au ßerordentlich anstrengendeArbeit sür eine längere Zar, als die angegebene, zu ver richten. Vom Jnlanve. 5! neiner dieser Taae von oem bekannten Congreß'Repräsentanten S. S. Cox in New ?)orf zum Besten! der Heimath sür bedürftige Frauen-, gehaltenen Borlesung bemerkte der Neo ner: Der bekannte Mutterwitz der Farbigen ist so ursprünglich und von jeder Reflexion entfernt, daß man densel ben nichl Witz, kaum Humor nennen kann, sondern meist als Naivität, eine Art.naturllcher Einfalt- bezeichnen muß. Ein Farbiger, der kürzlich in Kentucky von den Baptisten getauft wurde, rief. als er aus dem Wasser kam : Glory, Glory, Halleluja; hole es der.Teusel, daS Master ist verd kalt.- Ich gab kürzlich einem Freunde in Washington ein kleines Glas Whisly und bemerkte ihm. der Stoff sei 25 Jahre alt. Das ist das kleinste Kind sür sein Alter, das ich jemals sah-, sagte mein Freund. Ein Farbiger war wegen seines ziemlich lockeren Lebens von einer BaptistenGemeinde zurückgewiesen, von einer MethodistenGemeinde aber, in der Hoffnung, daß er sich besiern werde, ausge nommen worden. .Die Baptisten,-be merkte er, .wollen alles baar haben. aber die Methodisten geben doch wenig stens sechs Monate Credit.- Nach der Erwählung des Gen. Butter schlosz em farbiger Redner seine Ansprache mit den Worten: -Bm bat eine weiße Haut. aber Gott segne ihn, meine Brüder, er hat em schwarzes Herz.Die Leute sind am 1. Avril so mißtrauisch, daß es heutzutage schwer ist, ein ganzes großes Publikum aus einen Avrilscke dinein fallen u lassen. Ein Spaßvogel in Philadelphia hat dies am vorigen Sonntag durch die Ankündigung fertig gebracht, daß der Rev. G. W. Tinlmill von London am Nachmittag einen Vortrag m der Kapelle des Glr ard'Colleae halten werde. Herr Tink mill ist ein renommirter Kanzelr'edner . 4V M fl - V M. unv vielen euren IN .oer ualkrslaor war es nicht bekannt, dgß Stephan Girard in seinem Testamente bestimmt hat, daß me em Geistlicher irgend wet cher Confession in dem von ihm gegrün deten College eine Rede halten dürft. Das Governement der Pro vinz Ontario in der Dominion hat einen Gesetzentwurf m Betracht, welcher vie Schonung des Baumwuchfes vezweak. cm 1 x r je 2.1.1, v. : . r . on.c;..f inian oenii lajyii icki an uicic obwohl die Provinz noch 120 Millionen Acker Waldland enthält. Es tollen zo Cents für jeden angepflanzten Baum an den ffarmarenzen und Straßenrändern als Belohnung gezahlt werden. Das ist wenia. maa aber immerbin die Far mir sür ihre Mühe noch weiter entschädi gen, als es der Baumwuchs selbst thut. Uebrigens sorgt auch die Regierung fast
jeder Provinz der Dominion dafür," dch
mcht alles Waldland ganz entblößt wer de, indem sie es nicht in großen Strecken verkaust, und indem sie solches Land, wo der Wald stehen bleiben sollte, überhaupt nicht in den Markt bringt. Jameö W. Howarth. ein an gesehener Geschäftsmann in Boston, litt teil längerer Zeit an Asthma und ließ sich durch seine Frau überreden, sich ei nem überspannten Frauenzimmer Na mens Anna Morse, welche durch ihre Euren durch den Glauben- ein gewisses Aussehen erregt, anzuvertrauen. Die Morse machte dem Kranken am Sam stage, Abends 8 Uhr, ihren ersten Besuch, ersuchte die Familie desselben, sich aus dem Krankenzimmer u enfernen, und setzte dem Patienten von 8 bis 1 Uhr mit eifrigem Beten zu. Um letztere Stunde gelang eS dem Kranken, dessen Pein un ter dem HocuspocuS des Frauenzimmers unerträglich geworden war, um Hilfe zu rufen. Der Hausarzt, Dr. Talbot, wurde geholt, die Morse verließ indig nirt das Haus und nach einer , halben Stunde war Howarth, trotz der, zu spät kommenden, rationellen Behandlung des Arztes, eine Leiche. Der letztere erklärt, daß lediglich das verrückte Gebühren der fanatischen Person den Tod herbeige fuhrt habe. Bei Verausgabung der neuen ttuntenls'stuae yane man wohl daran gedacht, daß dieselben ein zelnenSchurken Gelegenheit Kben möch ten, die vergoldeten Münzen grünen Einwanderern als wirkliche Goldstücke aufzuhängen. Die bei dem Schatzamte m Washington icooch seither emgegan genen Berichte der Geheimpolizisten wei sen nach, daß in Californien, Plttsburg, Chicago, Loumana, Nashville, New ZZork, Boston, KansaS City, Dubuque und anderen Plätzen em förmliches Ge schüft mit den vergoldeten Nickels getrie ben wird. Die Anfertigung dieser Mün zen stellt sich sonach als ein grober Miß grch heraus und dieselben sollten fo schnell als möglich dem Verkehre entzo gen werden. Ein interessanter Proceß wird zur Zeit m New York verhandelt Adeline Pattt genoß von 1856, m wel. chem Jahre sie 13 Jahre alt war, bis 1860 den Musikunterricht deö GesanglehrerS Manzocchl, des intimen Freun des ihres Vaters. . Manzocchl und Patti starben 1869. Jetzt hat Sophie verw. Manzoccht die, Sängerin auf Stunden geld im Betrage von $2,600 sammt Zinsen daraus seit 1860 verklagt. Die Beklagte wendet ein. daß sie zur Zeit, als sie den Unterricht genoß, lediglich der Anweisung ihres Vaters gefolgt sei, einen das Honorar betr. Vertrag als Minderjährige nicht habe abschließen können und daß ihr ihr Vater nie die mindeste Andeutung gemacht habe, daß dem Slgn. Manzoccht irgend welcheFor derung an ihn zustehe. 5ln New N ork sollen dem nächst Versuche mit einer ganz neuen Art der Anwenduna der elektrlsckenKratt aemackt werden. Der Anstoß - bierw geht von Br. Gmdrach m Australien aus, der einen Apparat ersunoen haben t n v . et . m:v ; 'e 0U, Mlileis oecn ganze liver IN groß ter Schärft und Genauigkeit auf weite Entfernungen vermittels der Telegra phendrähte übertragen werden können. Dieser Apparat soll angeblich die Lichtschwingungen, die ein Bild in die Erscheinung treten lassen, in sich ausneh men, durch die Drähte auf beliebigeEnt fernungen fortleiten und auf der End station in 'der Weise zur Anschauung bringen, daß diese Schwingungen auf eine Metalltafel' oder matte Glastafel ausstrahlen . und dort das Ursprung liche 'Bild ähnlich wie ' in. einer oamera odseura, jede Veränderung im Bilde wiederspiegelnd reproduciren. Die bis jetzt vorliegenden Notizen' sind so dürstig. daß sie eine auch nur ober flächliche Befchreibungder Construction des Apparates nicht gestatten, wohl aber sollen in Melbourne verschiedene. Seenen eines , in Flemington . einem mehrere Meilen von dieser Stadt entfernten Dorfe, stattsindenden Wett rennenS mit. minutiöser Genauigkeit be obachtet worden sein. Der Beschauer hat die Augen mit einem doppeltenRohre in Form eines Opernglases oder Feld stecherS zu bewaffnen. Hoffentlich kön nen wir bald Näheres über diese in der That wunderbar klingende Erfindung berichten. ' 4 , : In Mower Co., Minn., sind im vergangenen Winter.über 25 Prozent Schweine der Kälte erlegen, w?il die Farmer unterlaffen haben, warme Stal lungen für dieselben zu errichten. Auö dem.südUchenJndiana wird berichtet, daß dort sehr viel falsches Papiergeld circulirt. Vom Auslande. In französischen Blüt tern sindet sich ein Brief des deutschen Reichstagsabgeordneten Antoine an ei nen Freund in Lille, der ihm ewen Bet trag für die Ueberschwemmten in Elsaß Lothringen übersandt hatte. In diesem Schreiben heißt eö: ' Empfangen Sie meinen Dank für den Ausdruck der Ge fühle, die Sie sür meine . unglücklichen Landsleute hegen. Obwohl die Gren zen in brutaler Weise gezogen 'wurden und unsere Ueberwinder unsere Lag? als unabänderlich darstellen, halten wie doch stets den Blick auf uns;?. Vaterland ge richtet. ES eilt uns zu Hilfe in unserer. Noth, es wird unS wohl auch einst wie dergewinnen, können. . Der Edelmüth unserer Brüder. M.Frankreich ist mir hie sür Bürge." 'Der Brief trägt die Un. terschrift,: '.'Antoine, Depute do Metz au Reichstag." Zum Verständnisse der täglich schärfer Hervortretenden Gtgui sätze unter den Südsladen in Oesterreich liefert ein Brief deS unlängst von seinem Posten zurückgetretenen kroatischen Ju stizchess Derencsin an die Agramer Zei tung einen werthvollen Beitrag. .Die Kroaten sagt thr sruhererJustizches vernachlässigen ihre Nächstliegenden In teresien und Ausgaben, um - einerseits politisch-nationalen Utopien und groß
kroatischen Zielen nachzujagen und an
dererseitS, um ihre Krast auf einen ver verblichen Bruderkrieg mit den Serben xu concentruen. Ber den Landtags roahlen sind es nicht Grundfätze, nach welchen das Land reorganistrt werden soll, welche Wahler und Candldaten be schästigen ; man fragt nur, ob der Abge ordnetencandidat ein Serbe oder Kroat sei, denn man hat keinen andern Zweck, als dem kroatischen Landtag em serbi sches oder kroatisches Gepräge auszudrücken. ES handelte sich dabei um einen Kampf zwischen Serben und Kroaten, das politische Primat im Süden zu er ringen, ein Kampf, der wohl Waffen stillstand zu verzeichnen habe, aber nie t, j rs .f ourq einen ürieocn oei'.egeir woroen sei. ' Ueber d ie Ermordung des Staatsraths Frhr. von Wangen heim in Gotha wird genauer gemeldet : Zwischen 10 und 11 Uhr Vormittags (am 20. März) ging Staatsrath Frhr. v. Wangenheim mit noch drei Herren den Promenadenweg entlang auf'den südlichen Eingang des Schlosses Frie denstein au. Bor und hinter ihnen gin gen gleichzeitig Damen und Herren. Kaum hatte auch einPolizist denStaatö rath gegrüßt, da trat ein Mann hinter einer Säule hervor, zwei Terzerolschüsie krachten und sast gleichzeitig stürzten Frhr. v. Wangenheim und der Mörder todt nieder ; beide waren durch den Kopf geschossen. Der Mörder war vor eini ger Zeit wegen einer kleinen Unterschlagung, deren er sich als ZuchthausAus seher in Jchtershausen schuldig gemacht, entlassen worden und hat öffentlich viel auf seine ehemaligen Vorgesetzten ge schimpft, namentlich aus den nun gemor deten Chef. Wie man hört, warmer übrigens wieder zum Wegewärter desig nirt. Sein Name ist Hans. Sein Leu münd als ehemaliger Unterossicier war Weingüter.". E i n o r i g i n e l l e r, vielleicht national czechischer Wiederbelebungsversuch ist jüngst bei Königgrätz vorge nommen worden. Passanten auf der Straße gegen Rothfloß fanden einen Erhenkten auf einem Baumchen, das kaum.einen Zoll Durchmesser hatte. Der Erhenkte wurde, als, ein Häusler, aus Oberllpka recögnoScirt und .bei der Sri tion der Leiche wurden an letzterer Cpuren von Gewaltthätigkeiten vorgefunden. Als des Todtschlages verdachtig, wurden fünf junge Leute .aus Oberlipka verhaf tet, die. gesehen wurden, als sie denLeich nam aufhängten. Dieselben gaben bei ihrem Verhöre jedoch an, sie hätten den Selbstmörder am Nachhausewege bereits in erhenktem Zustande angetroffen und nach einer, in ihrem Dorfe allgemein gel tenden Regel, den Erhenkten abgeschnit ten und mit ihren Gehstöcken durchge prügelt, um ihn hierdurch ins Leben zurückzurufen. Nachdem jedoch die Wiederbelebungsversuche ohne- Erfolg geblieben, hätten sie den Todten wieder aufgehängt. .Die Jnhaftirten wurden, da die Wahrheit dieser Angaben sich her ausstellte, wieder freigelassen. Abnorme, noch n ie dage wesene WitterungSverhältniffe werden aus Italien berichtet. Seit etlichen Wochen, so schreibt man u. A. aus Nea pel, haben wir hier vollständiges Win terwetter. Regen und Schnee, Hagel und Gewitter lösen einander ab. Der Vesuv ist von einem weißen Schneeman tel eingehüllt, der bis zu jenen gelegneten Gefilden reicht, wo der feurige La crimä Christi Wein gedeiht. Einen wunderbaren Eindruck macht es, wie mitten in dem weißen Schneefeld gleich einer schwarzen Riesenschlange die bald erstarrte Lava niederrinnt. Ueberväl tigend ist daS Schauspiel am Abend, wo die rothglühende Lavamasse mitten h Eis und. Schnee erscheint. Daß die Neapolitaner. schwer unter diesem Wct ter zu leiden haben, weiß der am besten, der unter ihnen weilt. Die Häuser bie ten keinen Schutz gegen die Kälte, keine Thür, kein Fenster schließt richtig ; Dop pelfenster sind eine Mythe, an den Häu fern der ärmeren Klaffen fehlen oft die einfachen ; Oefen sind unbekannte Mö bel. Die Glieder der Familie sitzen den ganzen Tag um eine Gluthpfanne her um, und während dieFüße erwärmt wer den, friert der Rücken. DaS schlechte Wette? sordert viele Opfer unter den Einheimischen. Selbst die. Nordländer müsien sich kleiden, wie sie eö in der Heimath nur mitten im Winter zu thun pflegten, da man gegm solche Gegensätze der Temperatur hier sehr empfindlich wird. Selbstverständlich haben auch die Orangen und Citronengärten durch oas rauhe Wetter viel gelitten. Glücklicher weise war die Zeit der Hanptaussuhr de reits vorüber, als der Umschlag der Wit terung eintrat und so trifft der Schaden, der immerhin noch groß genug bleibt, nur diejenigen Früchte, welche im Lande bleiben. In der BierbrauereiRue St. Marc in Paris, wo der deutsche Turnverein und die Teutonia ihren Sitz hatten, hielten am 13. März die Revi stonisten eine Versammlung ab, um über den Feldzug betreffs der Umgestaltung der französischen Verfassung zu berathen. Den Journalisten, die sich in der Ver sammlung einsanken, ging es schlecht. Auf den Antrag Clemenceaus wurden nämlich die Berichterstatter solcher Blüt ter, die, wie TempS, Siecle u.f.w., nicht für die sofortige Revision sind, vor die Thür gesetzt. ES entstand ein erheblicher Lärm, und man hätte beinahe glauben können, der deutsche Turnverein säße noch in diesem Saale und Derouled: wäre mit- seiner Schaar eingedrungekk, um denselben zu verjagen. Zwei Dt putirte, die zugleich Journalisten sind, Lefevre.(vom Rappel) und de Lanessan (Marseillaise) bekämpften Clemenceau'S Vorschlag und verließen mit den Journalisten den Saal.. Die Versammlung faßte folgende Befchlüsie : , .1) ES wird ein republikanischer Bund lür die Revi sion der Veisasiung gegründet, der als Zweck hat, die Republik aus dem Princip der Souveränität des allgemeinen Stimmrechts zu gründen. 2) Der Bund wlrv kemen Wahlcharakter haben :c.
