Indiana Tribüne, Volume 6, Number 200, Indianapolis, Marion County, 8 April 1883 — Page 2

5Zach uns dir SKndflnth. Homan von Gttl tXugnft tfönlfi.

(IC. Fortsetzung.) Aber der alte Herr war damit to$niodi nicht zufrieden, er wollte sich volle ewiß. Ictt cenchstueii, und 10 bezchwr er nach v c '.. V-stUs. V m-rt I Imim Nachdenken, m der btfr der Villa lUljll'l'Ul ,V I 2oHti UctIicii mute it nach seinem J 1 " Besuche bei Sem Hehler mem 5)aus zu. , i-s, t. I ' ie lrae, an oe? ctt ina war , ?. . ot w I u 'beiden Seiten mit "Bäumen bepflanzt, hinter diesen Bäumn: lonnte der Doktor leicht ein Versteck finden, m dem tm Vorübergehender ihn nicht entdeckte. Er brauchte nicbi.scbr lanae tu warten, schon nach einer halben Stunde schritten 51)?3tnir istrn A KnrWivt , j U r w ijct üiuiiubi ui. uii v u K v k . viuwii 1 und der alte Lcberecht. Den Vollbttt hatte Earlsen jetzt abge Z I nommen, das 'Kinn war wieder frei, nur! htr lanae arriie Backenbart beschattete Ulk luiityv, iwuv -wuuuivuu Wuy vi4V4v s,: fmnfrrfi (pnrfif v'"7 : 7 . . . . I 4. Sie Beiden Ivrachen leise miteinander I ror der Villa blieben sie stehen 'in der nächsten Minute ging Earlsen hinein und der alte Leberecht trat bald darauf den M.v v " v "V . I lisfmesl n (fr fsliint den sllipn 9plifrfriit der I . . Mann war ihm noch immer dankbar da- ' I für, daß er ihm in schwerer Krankheit das Leben erhalten hatte, er sollte ihm nun beichten , y Nasch entschlossen schlua er den Weg zum Hau konnte eine offene ' Ai gung dachte der Doktor nicht. Die Hausthür war geschlossen, der alte Herr zog die Glocke, und wie er es er - I 1 i"i - TT 1 . V . " I. wartet hatte, öffnete der Hehler selbst die bur. l Leberecht stutzte, als er den Doktor er kannte, er biitte onenbar ndern N??,,, nc erwartet. r i II 1 I Sie sind es. Serr Doktor?" kraate er nkdebnt. ninv ei ibn, es ist Niemand ' krank in diesem 5nse ' . 7 ' " I" lt. avverment. e n Ärzt m rd dock nc?. odl oesnnde 9enie besen Wirfm. r I ' ii- j . . widerte der Doktor scherend, indem er an I.'J' I dem alten Mann vorbei rasch in das aus m flr I trat. .siennen Sie den reißen Ameriknner der vor Kurzem die Villa Hagedorn anaekaust bat?" fraate er ' l J rajcht hatte. Sapperment, ich bin Ihnen doch vor hin mit ihm begegnet " Das muß ein Irrthum sein erwi derte er spöttisch, wie soll ich dazu kom men, mit diesem Millionär zu verkehren? .Nicht doch, ich habe ihn deutlich er kannt, Sie begleiteten Earlsen. den ich in seine Villa hineingehen sah. Wollen Sie auch jetzt noch leugnen ? .lxiiu il'ciiii im rri iiinrnrii mn :rr nnr 1t S. . Ijs. . 3 fYl.-V 1 ortete er, .wohlaemertt. 5)err Doktor ' - j-j"-.- . enn irfi tt nnssif mn!i mrit,r 2" .Na, dann möchte ich Sie fragen, wel- ' ' " " " ..... . , che Geschäfte Sie mit ihm machen?" .Ich erwidere Ihnen noch einmal, daß der Mann, der mich begleitete, nicht der Nmif.7,'.p GnrKen ,rr cr)'r der vorhin bei mir war, heißt Rubinstein das ist Alles, was ich Ihnen sagen kann I ' ' I O I -.w .Und dieser Rubinstein ging in die 2öiUa EarlienZ 5" svottete der Doktor . f . I .ka - - . . Sie müßten doch einsehen, das ich zuviel uti ?! entdeckt habe, um mich von hnen irrefuh' i l ren zu lasien und daß .Was Sie auch nach Ihrer Meinung

xuaicy, ") Y w 5" f ÜU51 Gesicht sagen, daß er mit fcem DiebeSheh. ich

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i9n aua; in u iu v. V . Icr o6ert in Verbindung stehe, er wird bau, diese Zwt ren alle Zueile! gehooen, b wohl micht mehr wagen, zu leug. ihn usüben j Jr- r. . v. cyi Tt - f - y m . .

Ze des ueblers ein- schaden frliigenv, .ein ,airelliiqes ungiuci, oie voynung, aoer aus verschieoenen zcgen veryungcrl, uis oas m) ic nreisgcgeoen o'V' ... I I I v - ri k. ... r Ir.-jt...- - - , -V (.;u. i.i.si . V r. . v . v jr.

Anfrage ja nicht, denn an eine g"uoig?.rau i vem euerroerr zu naye ucyien wir Äroeii. icse 'rvell zu un yune. eiv,i von vem ivive, ons oura)

iklage und gerichtliche Verfol gekommen den, gelang Keinem von uns. ich griff end unehrenhafte Mittel erworben war, wollte

cur von Ansehen, erwiderte Lebe- "vm, iÜUf, ve.e.vigi gqugn yaoen. es mioernreoie mir aucy, lym gegenüber rrrrvcn ivlin.c. urn, vup vyn na; recht lakonisch, aber der lauernde Blick, Set Doktor blieb lange im Kranken- die Rolle eines Spions zu spielen. Im dieser Bande angehören könne, hätte ich der diese Worte begleitete, ließ nur zu Zimmer, als er es wiederverließ, war seine Uebrigen lebten wir in unserer einfachen im Traume nicht gedacht, nun aber, nach deutlich erkennen, dafc die Ämne ihn nber. Miene noch ernster gesorden ; Hertha bc-" und bescheidenen Weise weiter. 5lonatban den Enthüllungen des Doktors, zweifle ich

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entdeckt haben mögen, ich sage Ihnen die ihn, er wohnt bei seiner Mutter, die Sie schüttern. Am letzten Abend sollte ich endWahrheit und Sie werden nicht mehr von l ebenfalls behandeln." lich in seine Geheimnisse eingeweiht wer-

mir erfahren Würden Sie au ch dem Staatsanwalt diese Antwort aeben ?" Was ich mit ,v .i.tvv. r-wwj I meinen eigenen Augen gesehen habe, das lasse ich mir nicht absteiten, und wenn Sie aufrichtig sein wollten, so wurden Sie es bestätigen müssen." lr nabm seinen vut vom Tuche und stürmte binau?. Lebereckt fclate ibm mit svöttiscker Miene. - Im Kabinet seines Sohnes brannte noch '.. i Licht, der Doktor hatte das erwartet. Eu gen liebte er, bis rn die Nacht hir.ctn seine Akten zu studiren, es war in diesen Stun ' ' . . 1 den vor.zeder Störung gesichert. Ist das Fest schon beendet? fragte ugen. v. vvm . i. V. rv i I schwerlich, erwioerie oer ollor ,Es muß wohl eine Fügung der Börse hung gewesen sein, daß ich ahgerusen wurde," fuhr er fort, denn ich erhielt da durch Gelegenheit, eine höchst seltsame Entdeckung zu machen. Eine Entdeckung, i. oi . . I oie uns oen unwioenegoaren beweis nefert, daß meine Anklage gegen den Vater Ellen's begründet ist. .Und dieser Beweis?" .Kennst du den alten Leberecht?' .Er ist ein berüchtigter Dlebeshehler Mit diesem Manne steht Earlien in Verbindung." .Unmöglich rief Eugen bestürzt. .Jetzt noch ? Der Millionär V .Ja, letzt noch, nickte der Doktor, .ich Zah thn in das yaus des Hehlers htnemge hen. Er trug einen schlechten Anzug und inen falschen Bart, aber ich erkannte ihn Irizkdem." ,ks l t unmöglich, Vater, ich rann es nicht glauben !" .Und ich sage dir, em Irrthum ist nicht denkbar ! Spater sah ich ihn noch einmal in demselben Anzug, aber den falschen Bart hatte er abgenommen, und der alte Leberecht begleitete ihn, er ging in seine eigene Villa ... 4 r r ... . I ,Mit demeyier r nei laugen ihm iirs ork. .Nein. Leberecht blieb draußen. fdi sagte mir auch, eZ könne nicht möglich sein, und um mir volle Gewißheit zu verschaffen. aina ich zu dem Hehler. Der alte ' r . ... .-.r ... - . I dachte mir, er werde sich nun erkenntlich j

ruhig, indem er seinen Hut aus den Tisch erhoben hatte, sie äußerte aberm als die weiier nichl veichreiven, ou wirzt mirglau- &agen jUlnal sein Vater Euer Hausarzt legte und sich in einen Sessel niederließ. Vermuthung, daß hier eine Verwechslung ben, wenn ich dir sage, daß in jener Nacht war. Ich bin glücklicherweise abgerufen wor- der Person vorliegen müsse, da es nicht die ganze Menschheit mich anekelte. Ich cn cjnr c0 orofsen Stadt will das den, so hatte ich einen willkommenen Vsr- wohl denkbar sei, daß der Doktor die athmete auf, als ich mich endlich mit Jona- nicht viel bedeuten," sagte Earlsen. .Uewand, um, mich zurückziehen zu können. Anklage ans der Luft gegriffen habe. than allein auf dem Heimwege befand. Ich berdies mr er iünaer uls wir. ick erinnere

Bursche slon immer uoer von anloariell, ler. .aj oin ja in oen 'äugen oe oi- schmachvolle zuerirrung, uno mein Bru ich hatte ihn früher einmal in einer schwe- tors nur durch mein Verbrechen reich gc- der, der sich seines Unrechts wohl bewußt ren Krankheit behandelt und sein nichts worden ! .Und beim Tode meines Va- sein mochte, verschanzte sich hinter seinem nuKiaeS Leben glücklich durchgebracht, ich ters war mein Bruder ebensowohl ein Trotz und fühlte sich durch meine Vor-

;e.5.gen, aber darin sah ich mich getäuscht. Anfangs gab er zu, dak sein Begleiter der

reiche Amerikaner Carlse gewesen sei, dann aber leugnete er, und als ich drin gender wurde, sprach er von (eschästsge hcirnnifien, die er nicht verrathen dürfe." Willst du von demer neuen Enldeaung gebrauch machen ? c .l,.,, ?" antwortete 5er DoNor cntschlos x)W uuiwuiiiu uu u uiiv - c'r op- Run t 'm TOCllC " - I " 1timi hnh h -r in Tinhtiilrii tonn 1ir crtrSu ,rs. mnr.n s.-.s, nA if.n :tr ,,d Zbm in. - . , llcn 7 J ' M tti wenn er e dennoÄ tbäte? .Ra 'dann müssen wir ib.l seinem (S&vSidl überlassen, der StaatZanwalt schaft -hznuncire ich ihn nicht. Aber er lnii: dann, dan er uns keinen blauen Dunst mehr'vormachen kann und daß ihm nichts WfVf2 yn stftf nlS fn firtlS irn mnrtm I r I I 4i;via uvtuj vivivi v wutw ivw vvj- 1 lich -abzureisen." rv . - m . ...... c . P . . n -... 1 oiesem 'lomenl wuroe so ungenum n oer ausgioae gerissen, oan oie oeioen Herren erschreckt zusammenfuhren. o -fN . ... . a r. . ; .as qui mir, laqic oer jouor, in üeni cc l11 rryvv, yciuc ii wicucrcinmui 1 . r.i. tt :n :.s. : t I klner von den Tagen, an denen sich Alles verschworen yat, um mir leine Ruhe zu gönnen." . . r ry.!..! ... v rr . . . . c . r icnrm ginaus uuo onneie oie aus lyur, icin ;oua nci aui einen wiener oes r . ' V, e -v -Bankiers Schlichter, und im ersten Mo pi ! sw ienl sneg oie '.'tynungln ihm aus, daszman lhn zu dem Fest zurückholen wolle. .le müssen sogiciq millommen, uerr , -ir w w I nor, sagie oer wiener, nacy Ätyem Rprfiriuin t 2 fr(.iil Vti k? st. I stürzt. vuvtMiiiti i iuuiv vvv I .Sie stand in hellen lammen, em Gast sie noch gerettet, aber die Verletzungen lÜUC" .cyt icyroi icwi. un n-i utiv(, iui. Der alte Herr eilte in das Zimmer sei:s Sohnes zurück, hastig zog er seinen t. . j v . 1 .- v ueoerroa an, oann verlien er mil oem f - ... I Diener das Haus. . U.er Bankier und in einem der Prur. ux romc, . Lager der Mutter. r. - Zwei Aerzte waren bereits an dem fr - j r r . , . I mrrzcnsiager geiveien, ne oalien ei--pk. - f C 4 mT 0 r mt . 1 Inas ocrjairicoen uno oann all)ieizuaeno sich wieder ent ernt, der Bankier äußerte, ';e wuroen woyt Durch cie Bemerkung, dop der alte Hausarzt die .Behandlung überr.. r?j. r. - .. p.t gleitete ihn. .Nun r fragte Schlichter voll banger Erwartung. .Ich verhehle Ihnen nicht, daß es ein ernster Fall ist," erwiderte der Doktor, ,aoer icy prccve zugleich aucy oie yonnuna 'irr . - i aus, da es mir gelingen wird, das Leben zu erhalten. Was von Seiten meiner Kollegen geschehen ist, kann ich nur billi71. .L-zz . - I gen, die Anordungen, die sie getroffen haf.it. H1U...H 1 1 1. I . r(i - C .1 Pf l- im.mVxi. . . I ivtii, mniii yu-.iuu; ciiuui luciucil, UHU v. . , rr: ...r 0a5u eyvrl vor anen Gingen eine ersayn . . xtxit Wärterin." f . I ama wuroe woyi nicht meyr unter evenoen cin, wenn err euver "icht so rasch und entschlossen das Netlungswert unternommen yatle," sagte Herlha, in deren Augen es aufleuch- . . . ' I '"e. Mi stand neben mir, als wir den entschlichen Hülferuf vernahmen, er besann T T ? LY , C XÜ m1 lsln3Cs 101 jai l)?uz er oen racl .kAWA-k. . A Au . ... " --l.... I uusgczvcu, um uem er jcyoji im naajjitn V!. 04 ri'i. rv viugeiiou uic flammen er illlie. cy r.'r.-f'ivr.r.. n.f . i w. . i. I Soll morgen geschehen," nickte der alte Herr, indem er seinen Hut nahm, ich habe meine rcuoe an olchen thatkra tltm...fi;... v:. : v. r . . r cjcii uic uiunct ven ops 00CN behalten und an sich selbst zuletzt denken." Der Bankier begleitete ihn hinaus, sie stiegen langsam die mit Teppichen belegte und mit üppigen Gewach, en geichmuckte treppe yinunier. ViertesKapitel. ' ve,sck,ollener ruser. An demselben Abend, an dem der Ban . - . . . t lier Schlichter das Gartenfest gab, das so traurig enden sollte, hatte John Earlsen mit seiner Tochter eine ernste Unterredung. uen tam noch einmal aus vie Anklage . ...k r i . ii . . :i iti zurua, oie oer oiior gegen uzren nier in ihren Bemühungen, die Lösung diese ein .r- r waipieiä zu iiicnen. .Dle Lösung ist sehr einfach, der Ver breche? in New'Vorkwar mein Zwillings bruder." Gütiger Gott, und das sagst du erst V"". ' . rTiiTirt m vvi.s. r. ? Si1 v ' t o lclQ)r' meinen Bruder anzuklagen ?" erwiderte er vorwurssvoll. .Wenn du nur beweisen kannst, daß ie ner Bruder lebt " Wein, das kann ich nicht, denn er ist seit Jahren verschollen, und tch glaube so gar, daß er sein Leben im Gefängniß ge endet hat..Nun wohl, so wirst du doch beweisen können, daß er geievt yat, sagte Ellen mit wachsender Erregung, indeß ihr Blick voll steberyaste? rwariung aus seinem Antlitz ruhte, Vlkser Bemeis wäre vielleicht zu sui ren," nickte er, .der alte Blumbach mute ja die Existenz dieses Zwillingsbruders r ft. bezeugen, es leven woyl auch noch anoere -v . . t reute, oie mir 0iei.es Zeuginn geven ronnii ii i r V . . :r.ij. v j...f.:j. icn. Äver oeweize icy oamii aunz zugicia), daö nicht ich, sonderu mein Bruder der Verbrecher war V Diese Zweifel werden schwinden Sage das nicht," unterbrach er sie bit rv y. x. . . ct braver und ehrlicher Mensch wie.ich. Nie-1

Otto emnnaen ihn vlöklich Geld, er schasste sich neue Klei- m Pelzen machte, ich kannte dleien Artikel

kgemächer, die alle noch dunasstücke an, versah uns in reichem genau, in Folge dessen wurde ich engagirt.

, Hertha weilte am Maße mit Lebensmittel und befahl mir Meine Einnahme reichte gerade hin, meine

yave iyn i.eu oiejer -ii)ai nicyl wieocr ge- versuchen wollten. Jonathan lehnte den icy seinen vi

fehen, man jagt, auch er sei verletzt, ich Vorschlag, mich zu begleiten ab. ja. er bot Verbrechen ang

bitte Sie, Herr Doktor, besuchen Sie auch Alles mit, mit meinen Eu

' John Earlsen hatte, in seinem Schau- machte ihm ernste Vorwürfe, ich bat und mick Zckt. ih damals u aeseben ;u ba.

kklsessel zurückgelehnt, ihr schweigend zu- bejchwor ihn, von diesem unehrenhaften ben"

. gehört, ne sah, daß seine Miene sich mehr Erwerb abzulassen, ich sagte ihm, da ich Nb.r Km Qn'umn ist ia so einkack

rmwolkte, aber sie- wollte nicht nachlassen mehr Achtung vor einem Straßenkehrer, h stnrT;Ä hnv. k,bir ihr mauhm

mand lor.nte isirn etwzS ScülimmeS nach

sagen. Wie will ich nun beweisen, das; nicht tch, sondern er derjenige war. der ' V . . . . f wattc ans die Bahn des Beivresticns oe Xttfotn ist ? Wenn anch Eugen nur lau freu wollte, er thäte eS doch nur, um dich jein nennen zn dürsen,und später würden die Äweikel wieder erwachen." Ellen hatte ihren Ses el dem Baternayer ' . I aerückt. sie lcate ibre Öanb auf seinen Arm. . ' ' V UNO stT' UirCtl DUNIikN YlUnen liraiHIC nnA imnirr die Freude darüber, dan die Lüsuna aefunden war. V - , . I wollte schon darüber sorgen. . . 1 ilsel kelnen tzmslllb meyr aus sollten." saate sie in zuver ' ' . .. . l lich sosehr" .Wie ein Wasserköpfen dem andern, liebes Kind, wir sind in unserer Kindheit nd auch später ost miteinander verwechselt worden. Dieselbe Figur, dasselbe Ge TtAf Snihtnn I ffr ftb rtttn I w Um V a w VJ i than, ichJohann, drüben nannten wir beide uns oyn. uno wir ymgen mn ireuer, s Ot t. I inniger leoe an emanoer, oer viue oes Einen, war auch der AJille des Andern, f.-ii.- . . n... i i ?i , ine gaucn wir einen cniucn lreil, kleine cm.: o. r jr v r. .:i . .fjc I iciuuuguc(uicucniciicii waren iuu 1 ausgeglichen. So war's, als wir nach oes Katers Zoot gemeinsam den Ent schlug faxten, die Heimath zu verlassen v v -1 ... r. r.r- - v uno oruoen un er lua zu ver ucyen. i;cu l:rs.; jr. -, 1 . f 1 m . I roiu i)ier noai crroaqncn, von oie .;oee Mil dem Pfeil auf dem Petschast nicht von mir, Ipl - tonoern von ihm ausgegangen war, wir ließen Beide uns ein solches Petschast sie a;en. vus wir oruven angekommen wa . . . . - I ren, vezogcn wir eine gemeinschisttlche Us ,,,, 1Z .?, imX k. . S.. ..m I hui uiii -sJvlVil UilU ItUll. Vlt VilUtiClI. UU1 1 nur trockenes Brod zu erwerben. 3u sol cher Arbeit wollte Jonathan sich nicht der stehen, er spottete über mich, ich ließ ihn iiuiuii uiiu iyiuic lllClil llDUCllia -OCUU mit ihm. So verstrichen einige Monate, dann trat plöklich eine Aenderung ein, "--.. 11 .- j. tt, r - - . zponen uno lyciiie mein iroaenes -oroo uver oeren ur acye icy Mir Ansanas nicht . - . . I klar werden konnte. Mein Bruder hatte . - , ' I die Niedrigen Arbeiten Nicht mehr zu ver. richten. Meinen Fragen, woher er das m . - I zeio yave, wiaz er aus, vaio sprach er 9 . . -. - I von einem vorlyeilyaslen anoel, oen er zufällig gemacht haben wollte, bald saate er, eine reiche Dame Snerstutze ihn, kurz, ich konnte nicht klug daraus werden, und . . - ging seine eigenen Weae. auf denen er meine Begleitung nicht zu wünschen schien' und als ich bald darauf eine Ansielluna als Kellner erhielt, sahen wir uns nur noch selten. Ich wohnte nun in dem Hotel, , . . . wo ich angettellt war, dann und wann besuchte mich mein Bruder, um ein Glas Wein mit mir zu trinken, und er gab mir dann auch in der Regel etwas Geld, womit n.ia '.jr.ns. . e.r. ver stets reichlich versehen war. Wie er V!.r.a it) V ..UV!. 1. r . . . . " t r I I. - . ' . ' '! UICIC9 V2KIU ÜCIUICNIC, CrillUr ICQ Nie, ICu I t . . - . c . ' " fand auch leine Zeit, danach zu fragen. Das Kellnerleben bebaute mir auf die . . . . I matter auch, nicht, ich mußte mir ja ein vermögen erwerben, wenn ich die mir gestellte Aufgabe erfüllen und die Schmach von dem 'iamen meines Balers tilgen wollte. Und das konnte ick auf diesem . . ' I I I Wege Nicht. Sobald ich mir etwas ersparrt hatte, rüstete ich mich als Jäger - . uno auensleuer aus, um mich einer Geneu ajcin iinicrnenmiingsiiiinqcr Vlcentcu I r c nnt i. ... I . II I . E 1 . I . I . rl X . I rer anziliMilenen, 0le im weiten Ibr iLlua . . . I ltschluß zu erden, er lud mich ein, eine Flasche Wein mit ihm zu trinken, und er führte mich in eme Gesell,chast em, in der ich mich von I. o--. . . ' . . 1 I oer erien 'jyilNlllC an Nlchl woyl suhlte, Ich sah mich in einem Kreise junger', leichtfertiger Lebemänner, für die das Geld keinen Werth hatte, Menschen ohne jeden sittlichen alt, die nur dem Genun lebten. nen anderen Raum, der mit rafsinirtem , , . . . lixu ausgeslallet war. ch erkante sogleich, dan ich Mich in einem Spielzimmer t 9 k. U- tstr m. . vesano, uno aumayucy wuroe es mir klar, daß mein Bruder und seine Freunde vom vazaro,piei icoien. on oiesen geheimen Spielhöllen halle ich ost geHort, zetzt solltet lch ne au eigener An,azauung kennen lerimam mt aiai. & M . s I ? v w "cn. u uy uuu uicuic, ioui icy oir m kikAB .M . & r . ala oi einem icicr yuoe, uuo oau er . . : f- : . f f. . . . . ?us e er ayn mil oem uerangrnn elanniiasi m.qen weroe -er 'achte mich aus. Ich machte ihn aufmerksam auf die I,kv w i A.ti.iii i. .ti. ; jr. iiu U"wc, uit iun. un ui um IIUIUU, im warf ihm vor, daß er unseren Namen mit I ÄA-S- ..V nii s.:. ..u u uic A t ik 4,1,, . i , t t . t . .-. c. . I mV Uver meine Besorgnisse und Warnungen. .Er finde nichts Entehrendes darin, die Taschen Derjenigen zu plündern, die so dumm seien, sich plündern zu lassen, erwiderte er mir, die Reichen hätten ja auch ihre Schätze den Armen gestohlen und davor, daß er mit den Gesetzen in Eonslikt komme, werde er sich hüten. . Wenn t. . i . g ich vor einem Stranendragoner mehr Ach tung yave, alZ vorMizm, so sei oas ja nici ne Sache, und über solche Ansichten lasie Uch nicht streuen, er aver möge mit dem Proletarier nicht tauschen, der trotz seiner nrenyailigleli am yungeriucy nage. .Dann machte er mir den Vorschlag. seiner Gesellschaft beizutreten, er stellte , . - I mir Wohlleben -und Reichthum in nahe I . . . . . m . . . . , ' Ansicht und zuckte die Achseln, als ich dies rr -i mit nlru lung zuruamie. Das war der erste Streit, der Zwi schen uns ausbrach und nls wir von einander schieden, siel kein versöhnendes Wort vor. Ich war zu sehr entrüstet über diese würfe belridigt.

. ms Y . . V Iß tl " "T " O am ftlAm IaT . V V I ' ' ' '

In tiercc ?Öctni6ntü verlien ich New

Vjori, eveo arm. wie ich fortgegangen war, kehrte ich nach mehreren Jahren zu rw r 4 - r rucr. mcwie ycirnienr irnin in icue Jeil ge satten tan, m der der Doktor Ladenburg m New'Vork weilte. Die Erkundigungen, die ich über meinen Bruder einzog, bewie. sen mir, daß er noch auf derselben Bahn wandelte, ttr verlehrle in oen vefien w . j-m r "1 T elticha tcn, lebte auf großem rfnn, uno Ai.' . , . r..',. .1 C . XU nabm. Ich suchte ibn auf : die Näu yilCinilllü lüUKlC, UHU Kl ci uic jimti uume, die er bewohnte, waren elegant und m,r auem omsvrl ausgenanel, er . -i. . .. r . . r.,, kL, ram mir ln oer scieloung klnes vorneumer: Stutzers entgegen. Ich müßte lügen. r e . f 1 Gegentheil, er bat mich in der ersten Stnn de schon, überAlleS, was er besitze, zn der fügen. Er bot mir neue Kleidungsstücke und eme volle Börse an. nur wünschte er. daß ich nicht mew'Vork bleiben möge, da t& dort lAmerfiA snhllPnh 9srsifif finhfrt - . . , I -v .. .. ... würde. Im Laufe unserer Unterredung cilturir w ui ouue ey,, onu er noo im tf1l. ..." f, .tt v . .-. x. ! mcr vom piel icoe, uno enncuie mia) in herrischem Tone, ihn mit Moralpredigten , fj; V' . v zu m ujuj.cn, uie vqneain niaii vcn irna x.n. c:Mv..jf c :... x v... viiuuiuu uu um imiujcn luuiucii. Wenn lch seiner Gesellichaft zetzt noch bei treten wollte, so sei q willkommen, wenn ich einer Unterstützung bedürfe, mogeich : x. ;... . . . r . y . mi nur an iun rocnoen, aver ici iouc :x t.-.i jf. -! 01 v r . r. ""iv yuicn, naa; einer orrniinoicnaii uver ihn zu streben, die er niemals anerkennen r r 1 weroe. ch wule genug, der Bruder war für mich verloren, denn so arm ich auaz em mocyre, meine yre galt mir v n r , is oas yocyne zul, uno never wäre icy ieh tl.i!2 r. cs.iiit 5A Tsitit Si Ittt tavflüt "V iviy.t.vti, iiu ituuit, viv t-.il tvi int zung.die mein Brnder mir nbot, ab. Ich habe ihn seitdem nicht wiedergesehen, ich ging nicht mehr zu ihm und er wußte nicht. tuv -K iui uiiuii, .3 iuiu uuu; m ser. das wir auseinander blieben, denn wir verstanden einander nicht mehr. Ich r v s.. .0.: crn.Tf -: 'vv miu) uwzn aoihuc, wai nuu) uc r i- . nt n ino aeraoe oama eine nn neuung ln ei nem Handclshauie, das grove Geschäfte i 9 m . . . - . Äedur Nlsie zu beitreiten, lch konnte also um so eher auf die Unterstützung Seitens t3 V a : it... I meine oruven verölen, um jene Jen C . . j f r . r!k a murve viu von uns iunjcujt.jicu 'eocsbände gesprochen, die sich durch verwegene Einbrüche anszelchnele uno von ver Poll zei trotz aller Bemühungen nicht erwischt . c rf v . " rv -1 . r. nicht daran, daß es der Fall gewesen ist. Das yandelshauZ, in das ich eingetreten war, sallirte und zwar in Folge eines Einbruchs zener Bande. Der Einbruch geschah in einer Nacht, m der eine sehr T" rr .iw . - f. ? rr groue umme eioes na) in oer zcanc oe fand, er gelang, die Schurken raubten Al les, Wechsel, die am nächsten Tage fällig waren, konnten nicht eingelöst werden. das h)aus mußte seine Zahlungen emstel f.. t n S AXt1in Vtft.t SiAlftm A f a . tu "uu vunu xiyiuyc üi ,.:.v... cv j. -c:.il : ...i,.? ...-- rvt -.. . W wleoer. ernten meine vrimoj sung, durch das Zerwur NlN Mit meinem iv, .... w . . -- . . -. .f. ... v ... st r . ,t . rnoer war mir oyneym oer '.'iiiseniyail ln ccw'orr vericlocr,ia) zog wicoer von dannen, nach Kalifornien, und von diesem Jellpuniie an iaa)eue mir oas vsiucr, oa mir sortan treu blieb. - . . . Und du hast auch seitdem nichts mehr von ihm gehört ?" fragte sie. CT ' T . L a . ? . " I . . . V .'llcyis ules,oa,,eioe,roas paler aua) m aMI 'alakAA uk&l. ..... auuuur uuiu; uic ocuuiiycn ccnyrcn t .1 ü 1 . . . . J". CV f. unnoorlele rr. yuiaj .nyrcii in ? r. r O" o , lamen in einer JUlung, vieler iklagt, saß er im Gesang niß, und wenn alle diese Anklagen gegen ihn bewiesen wurden, dann war ihm das Todesurtheil sicher. Ich konnte nichts sür ihn thun, ich schrieb an einen Advokaten in Neio-Jork, erhielt aber leine Antwort. omtt darf ich woyi mit lcheryelt an- .. v , .-. ..zj.l f. - i. v . I . ttrlttrn, vup mui uityi uuui uc c benden ist.". .Wenn du das Alles Eugen berichtest. so mug er dir ja Glauben schenken." tors Ladenbura habe ich nun aenüaend -.." " kennen gcletnt. Er wird verlangen, dan ich ihm diesen Bruder vorstelle, damit er - " - . sich überzeugen kann, und wate Mir das möglich V Müßte derDoktoradenbura sich nich uck deines .millinasbruders erinnern? fragte sie. , Er hat doch auch hier seine " - ' Kindheit verlebt, da muß er Euch aekann ' . schenken muß," bat Ellen. ' Und wenn sie es nicht thun? un, dann will ich entsagen und zu vergesien suchen," seuszte sie mit bebender i ' ' i Cf mm nun 'ns, nrts .. wn r v-.Mv.. ' , ,r i0a rte nn t nc JÖruft undfubrnii der Hand leicht Über ihr Haar. ' - o , ' " , - , .Deinetwegen will ich den Versuch machen," sagte er leise, .lass' mich nun überlegen, wie es geschehen kann, ohne daS wir uns etwas vergeben. Geh' zur Ruhe, mem gutes Kind, lch will in meinem Zlm mer darüber nachsinnen, und morgen solls du meine Entscheidung hören." Earlsen saß vor seinem Schreibtisch und blickte in finsterem Brüten vor sich hm und er hatte eben die Feder ergriffen, um einige Zeilen an den Doktor zu schreiben und ihn um seinen Besuch zu bltten, als Bob ihm in sichtbarer Aufregung mel detk, es sei ein Herr draußen, der dringend um eine Unterredung bitte uno sich nich abweisen lassen wolle. Bob hatte diese Meldung noch nicht be endet, als der Fremde durch die halb offei gebliebene Thür eintrat, mit einem AuS ruf der Bestürzung sprang John Earlsen von seinem Sessel auf, er sah sich seinem verschollenen Bruder gegenüber. Langsam fuhr er mit der Hand über Stirn und Augen, dann hestete sein Blick sich prüfend auf das scharfmarkirte Gesicht der fchabig gekleideten Gestalt. Ein Blick befahl dem schwarzen Dieser,

das Gemach zu verlassen, ein zweiter Wink

orderte Jonathan aus. Platz zu nehmen. Ein schöner Empfang nach lner dreißigsährigen Trennung," spottete der letz ere, der inzwischen sich in d;m hocheleganen Nanm umgeschaut halte. .Da darf ch wohl nicht erwarten, daß mir ein Kalb geschlachtet wird? Wahrhastig, John, ch hatte mir das Wiedersehen anders gedacht." .Wie konntest du das V erwiderte sein Bruder mit gepreßter Stimme. .Hattest du schon vergessen, welche Schande du auf unfern Namen gebracht hast?" .Schande? Doch, wenn ich so reich geworden wäre, wie du, würdest du nicht daran denken, mir diesen Vorwurf zu machen !" .Ich habe auf ehrenhaftem Wege mcinen Reichthum erworben," sagte John mit scharser Betonung. .Wer sragt danach letzt noch ? Wäre ich nicht als Vagabund zurückgekehrt, so würde man auch vor mir denHut abnehmen der Ersczlg ist die Hauptsache, wer ihn zur Seite hat, der kann Allem die Stirne die tcn." In den Augen John's blitzte eö zornig auf. .Zweifelst du daran, daß ich ein ehrli cher Mann geblieben bin V fragte er, .er inncrst du dich nicht mehr der Worte, die ich dir sagte, als wir in New Vßoxl Ab schied von einander nahmen? Lieber ver hungern, als die Bahn der Unehre betre te ? Du dachtest darüber anders,- du wolltest auf meine Warnungen und ern sten Vorstellungen nicht hören " .Und wie gesagt, wenn ich wie du em Krösus geworden wäre, dann würde an diese Warnungen heute Niemand mehr denken," spottete sein Bruder. .Was habe ich denn Schlimmes verbrochen ? fuhr er mit einem stechenden Blick fort. daß ich vom Spiel gelebt habe ?" Rechtfertige dich nicht!" rief John. Ich kenne nur wenig von deiner Ver gangenheit, aber dieses Wenige genügt, daß ich blutige Thränen über dich weinen möchte. Warst du nicht emst Mitglied jener Verbrecherbande, die durch Einbruch und Raub New'Aork in Schrecken ver setzte V Betroffen blickte Jonathan auf, er schien aus diese Anklage nicht vorbereitet gewe sen zu sein. .Wer hat dir das gesagt?" fragte er rauh. .Du hörst, das ick) es weiß ! Hast du nicht m New-Aork im Gefängnis; geses fen ? Bist du nicht dort zu einer entehrenden Strafe vernrtheilt worden? Die Zeitungen berichteten öffentlich unter Nen nung deines Namens darüber, und nun willst du mir noch das Recht bestreiten, dir aus dieser Schande einen Vorwurf zu machen r Jonathan fuhr mit der Hand über sein dünnes graues Haar, ein herber Zug um zuckte seine Mundwinkel. .Jeder kann Unglück haben," sagte er spöttisch, und ein verächtliches Achselzu cken begleitete diese Antwort. .Ich war nicht geschaffen, um die Arbeiten ei ues Handlangers zu verrichten und dabei trotzdem am Hungertuche zu nagen, ich ge hörte zu denen, die der Gesellschaft den Krieg erklärten. Es kann ja sein, daß dn nach demenBearrnen demenRelchthum ehr lich erworben hast, ich will darüber nicht urtheilen, wer im Besitz ist, der ist auch im Recht, und dem Reichen macht man Ansehen und Achtung nicht streitig. Und es ist recht schlau von dir, dan du nun die alten Gläubiger unseres Vaters aussuchst, um sie zu besriedigen, damit beugt man allen neugierigen Fragen vor und streut den Leuten Sand in die Augen. - - .Und Das wagst du mir zu sagen ? fuhr John Earlsen zornig auf. .Wes halb verließen wir denn nach unseres Va ters Tode die Heimath? Hatten wir nicht schon damals uns die Aufgabe ge stellt, jene Schulden zu tilgen, um alle Schmach und Unehre von dem Andenken unseres Vaters zu nehmen? War es nicht derzeit auch dein Wunsch, daß dies so bald wie möglich geschehen könne ? Und nun, nachdem ich es so weit gebracht habe, daß ich diese Ausgabe losen kann. willst du mir selbstsuchtige Absichten vor werfen?" Ein heiseres Lachen Jonathäns war die Antwort, er ließ erkennen, wie tief er ge funken war, und wie wenig Verständniß er noch für die Forderungen der Ehre be saßJohn Earlsen's Stimmung wurde wei cher und versöhnlicher, der Mann, der da vor ihm saß, war ja doch sein Bruder, er war ein Unglücklicher, mit dem man Mit leid haben mußte. Er blieb vor ihm stehen, sein Blick ruhte jetzt voll herzlicher Theilnahme auf ihm. .Was kaun ich dir in diesem Augenblicke anbieten?" fragteer, .hast du.fchonzu Wacht gegktten r .Ja, aber ein Glas Wein und eine gute Cigarre wuroe icy gerne anneymen, er widerte Jonathan. John Earlsen zog die Glocke und be austragte Bob, eine Flasche Wein zu brin gen, dann bot er dem Bruder eine Cigarre . i. r e an, oer lich m lemem messet zurualeynte und mit sichtbarem Behagen die blauen Rauchwollchen vor sich hmblteS. .Und was führt dich Hieher?" .Die Nachricht, daß du wieder hier und ein reicher Mann seiest. Ich emvnna sie durch einen gewissen Leberecht, der hier wohnt, der alle Schuft hat sie mir ae schickt, in der Voraussetzung, daß wir ihn r." v f. crni.v jur uiqc vieververemigung reich oeioy nen werden." .Ich kam heute an. Lebe recht führte mich gleich zu dir." .Und nun ! Was soll nun mit dir werden?" fragte John. .Goddam, weiß ich es?" spottete sein Bruder, während er , den Rest aus der Flasche in sein Glas goß. .Ich würde es wissen, wenn ich dein Vermögen besäße, aber ich bin nider so weit heruntergekommen, daß ich nicht weiß, wo ich mein müdes Haupt niederlegen soll." ' ' . . ,91 denn, du übernachtest bei mir, und morgen wollen wir weiter berathen," erwiderte John entschlossen, indem er eine Kerze, die auf seinem Schreibtisch stand. anzündete. .Ich werde dich m dem Zim mer führen und ich stelle dir nur die Be dingung, daß du e3 nicht verlosten darfst, bis ich dich rufen lasse." Jonathan folgte ohne Widerrede, sein Bruder führte ihn in ein Schlafgemach, das mit allem Eomfort ausgestattet war und kehrte dann in sein Kabinet-zurück, um hier noch lange aus und nieder zu

wandern, ehe er sich selüsl zur Ruhe be

gav. Fünftes Kapitel. Tnrch NaZit,u Lich'. Die Riick'ehr des verschollenen Onkels konnte sür Ellen kein Gebeimnin bleiben. John Earlsen selbst unterrichtete am nächn... nv t ' r. , . . . . neu morgen ieme rochier Davon. Ueber die Hoffnungen, die Ellen sogleich daraus r i . n . . - . ' 7 vauie, ging er fluchtig hinweg ; er erwiderte darauf nur, daß es ihm peinlich sei, den fo tief gefunkenen Bruder dem Dok tor vorstellen zu müsse::. Ellen selbst sollte den Onkel erst später sehen, wenn Earlsen über seine Zukunft mit ihm berathen r.nd dicfe Angelegenheit vollständig geordnet hatte. ma rruu lucr war oem ia l im - - fv r n r Schlafzimmer aufgetischt worden: auch ijcrne uarijen lyn von Stopf bis zu tfss f. II T ms Wl m m . m umgekleidet, so erschien Jonathan als em neuer Mensch im Kabmet seines Bruder als dieser ihn im Laufe des Vormittags rufen nen. Das Haupt hoch erhoben, mit der bren enden Eigarre im Munde, trat er ein mit der sicheren Aussicht auf eine sorgen freie Zukunft schien auch sein Trotz zurück gekehrt zu sein. .Du bist wie ein Fürst eingerichtet. sagte er, .man muß sich behaglich fühlen tn oeinem yause. .Willst du damit andeuten, daß du hier zu bleiben wünschest ?" fragte John, und es lag ein herber Klang in seiner Stimme. .e nun, ich wurde dagegen Nichtsein zuwenden haben !" ..Aber es kann nicht sein, und glaube mir, das ich das herzlich bedauere. Du darfst nicht in diefer Stadt bleiben, waren unsere Wege bisher getrennt, müssen r. c " sie es aucy lerner oieiocit. John Earlzen nahm das vergilbte Schriftstück vom Tische, das der Doktor ihm übergeben hatte. .Lies das !" Jonathan kam dieser Ansforderuna mi einem spöttischen Lächeln nach, aber seine Miene wurde ernster und finsterer, t län ger er las. .Was soll das ?" fragte, er endlich rauh. .Beruht dieser Bericht auf Wahrheit V m. . t , . r ' cn t. ' ' aniworieie em zruoer ernt. .Ich könnte es leugnen." .Nein, dn kannst es nicht, der Doktor Ladenburg lebt noch, er wohnt hier, und mich hat er dieser Schuld angeklagt." .Der Narr!" spottete Jonathan achsel zuckend. Was bezweckt er mit dieser An klage ? Er hat damals, für feine Bemü hungen ein großes Honorar erhalten, und überdies ist die Sache veriährt." .Gleichwohl hat seine Anklage auch heute noch Die übelsten Folgen. Sem Sohn war mit meiner Tochter, meinem einzigen Kinde, verlobt und diese Verlo bung machte die Beiden unsagbar glücklich, NUN wird sie durch die Anklage aufgehoben, der Mann von Ehre will nicht das Kind des Verbrechers seine Schwiegertochter nennen. Wenn daö Ehrgefühl nicht ganz in dir erloschen ist, so wirst du das verstehen. Wenn auch dein eigenes Leben ein verlorenes war, berechtigt dich das, auch das Leben Anderer zu vergistkn ? Sei verstandig, Jonathan, bedenke, daß ich durch deine eigenen Sünden gezwun gen bin, dir diese Vorschriften zu machen." .Hier ist meine Heimath, aus der mich Niemand vertreiben soll !" sagte sein Bruder trotzig. .Vertrieb deine eigene Schuld dich nicht daraus, ich würde es sicherlich nicht thun ! Wa3 aber hast du hier? Deine Vergangenheit wird hier bald ruchbar werden, ich sage dir noch einmal, vertraue nicht auf die Verschwiegenheit eines Hehlers ! Und bedenke ferner, daß du hier auch noch anderen Personen begegnen könntest, die dich drüben schon gekannt haben, sie würden sicherlich keine. Rücksicht ans dich nehmen. Du kannst nichts Bestens thun, als nach Amerika zurückzukehren " .Nach New-York! . Nimmermehr!" .Ich spreche nicht von New-Z)ork, sondern von Amerika. Es gibt dort auch im Süden Städte, in denen man angenehm leben kann. Mann kennt dich dort nicht, dn bist mit der Sprache und den Sitten des Landes vertraut und ein sorgenfreies Leben will ich dir zusichern. Ich lasse dir monatlich hundert Dollars auszahlen, damit kannst du ausreichen, und sür den Fall ich vor dir sterben sollte, werde ich dir testamentarisch diese Einnahme bis zu deinem Tode sicherstellen. .Hundert Dollars den Monat, das ist wenig !" warf Jonathan ein. .Ein Kapital von dreißigtaufend Dollars würde mir lieber fein." .Und wie lange würde dieses Kapital dir bleiben? Ich bin überzeugt, das Hazardspiel würde es sehr bald verschlungen haben, deshalb ziehe ich es vor, dir monatlich eine bestimmte Summe auszahlen zu lassen." .Herr Doktor Ladcnburg!" meldete Bob in diesem Augenblick. John Earlsen blickte befremdet auf ; er halte seine Absicht an den Doktor zu schreiben, noch nicht ausgeführt, er mußte vermuthen, daß dieser Herr nun aus eigenem Antrieb komme, um noch einmal den Versuch zu machen, den Liebenden die Bahn zu ihrem Glücke zu ebnen. .Laß mich mit dem Herrn allein," wandte er sich zu seinem Bruder. .Du kannst dort iVs Nebenzimmer treten und der Unterredung beiwohnen, ich will dir den Beweis liesern, daß ich dir die Wahrheit gesagt habe." Jonathan kam der Aufforderung schwel gend nach, gleich daraus trat der Doktor ein. Seine ernste Miene deutete nicht aus versöhnliche Absichten, John Earlsen erkannte das sofort. (Fortsetzung folgt.) Eigenthümlicher S. i o ß s e u s Ztr. .Ach Gott, wenn ma au koin Minut a ruhige Viertelstund hau sann!" Vergebliche Fassung. .Ja, Nachbar, am Sonndag war se recht schlecht, mei Frau. Wie der Dok tor von er eweg iö gange, hat er mir vor der Dihr gesagt : .Mache Se sich ge. saßt, Herr Knöpfe! ! Ro. da hawn,' ich mich denn auch gefaßt. Wie er awwe? am Mondag Widder iS komme, da hat er gesagt: .Ich gradelire, Herr Knöpsel hat er gesagt, .Ihr Frau iö ejereddV Ro, vor was ha' ich mich jetzt ae-faßt?!"

Der MarquiS von Salamanca.

Eine der wunderlichsten Persönlichkelten, der Monte.Ehristo unserer Zeit, ist unlängst in Msdrid gestorben. ES ist dies der MarquiS von Salamanea. Der Marquis war eine der popuiarilen oiguren Spaniens, ejcentnica uno mx fchwenderisch über die Maßen, aben- ' - '7 . w ri ... r!ii.urD teuerllch. stets voll Hjicjeiic, uiuniu und trotz alledem ein wichtiger Faktor für den Auffchwung semeS B iterianoes. In seinem langen, bizarren Leben war er jr. c t e r i. UV. nacy einanoer luno aucy ouillzeinunv Advokat, Richter. Senator, Bankier Minister. Ingenieur. Landwirth, Grün der, Impresario, Künstler, Modestutzer ; Graf, Marquis, Grad von Spanien; Jungaeselle, Ehemann. Wittwer, Bettler und Millionär. Er baute Eisenbahnen in Spanien (die erste unter allen sparn ' schen Linien), in Portugal, Italien und Nordamerika. Er erweiterte und ver fchönerte Madrid, das ihm eine Statue errichten wird. Ee lauste die Kunstwerke Europas massenweise zusammen und füllte damit seine Paläste, denen nur die königlichen überlegen blieben. Seine tollen Einfälle und barockenGeniestreiche werden sprichwörtlich bleiben. Unter dem Ministerium Naivaez erklärte er einmal der Börse den Krieg, indem er. aller Welt entgegen, a la Hauste spielte. Alle Welt verlor. Eine sehr hohe amtliche Persönlichkeit u. A. büßte trotz ihrer machtigen Stellung im Staate 375,000 Francs ein, die sie nicht bezahlen konnte. Sie sandte einen Vertrauten zum Marquis, um eine Stundung zu erlangen. Aber der Marquis wollte keinen Ausschub gewähren er nahm einfach die betreffenden Papiere und warf sie ins- Feuer. Dann ging er an die Börse und rief : .Allgemeine Amnestie!" Keine seiner Schuldner brauchte ihm seine Differenzen zu bezahlen. veine Launen waren unbegrenzt und er hatte die Mittel, sie zu befried! gen. Eines Abends, als er eben das Theater verließ, siel ihm ein, es wäre jetzt gut in Paris zu sein; er nahm sofort einen Extrazug und fuhr nach Paris. Ein andermal war das Theater ausverkaust, so daß er keinen Platz mehr bekam; das ärgerte ihn und augenblicklich verschrieb er sich zu seinem Privatgebrauch eine Operntrupp: aus Italien, die ein kleines Vermögen verschlang. Oftmals kursirten Gerüchte, er sei niinirt. Ein mal, als dies eben wieder der Fall war, begab er sich auf einen eleganten Eostüm ball, a Ia Buckingham gekleidet, d. h. das WammS mit Schnüren von Perlen und Diamanten geschmückt, und in dem Augenblicke, als Aller Augen auf ihn ge richtet waren, zerriß er die Schnüre, so daß ein ganzer Regen von Edelgestein von ihm niederrieselte, zur freien Beute Denjenigen, die seinen Bankerott kolponirt hatten. m m m Morgendlicher Weltschmerz. O süßen Trunkes bittrer Lohn ! Wie thut mir Bart und Haupthaar wehe ! Wie bin ich selber mir zum Hohn, Wie' ich das All so aschgrau sehe ! Wie hat nur solche Wüste Platz In meine? Hirnes enger Kammer? Die Welt ist eine große Katz'. Und ich trag ihren ganzen Jammer ! DaS reinlichsteDorf in der Welt ist ohne Zweifel das Dorf Brock in Holland. In diejeS Dorf nämlich hat, so wird behauptet, noch nie malS ein Pserd oder ein Wagen kom men dürfen. Die Reinlichkcitsliebe der Bewohner dieses Ortes ist wahrhast peinlicher Art; denn vieke der letzteren verlangen sogar von J:dermann, der die Schwelle ihres resp. Hauses übertritt, daß er die Schuhe auf dem Flur auszieht, bevor er bei ihnen in die Stube kommt. Diesem Brauche mußte s. Z. auch Peter der Große sich b?quemen, wenn erdicht hätte riskiern wollen, allen Umgang seinerseits mit den Leuten abgebrochen zu sehen. Fiat j8titia, pereat mundus! .Den Herrn Doctor können Sie heut' nicht sprechen, es sind schon drei Partheien drin." .Ich möchte nur wisten, lieber Herr Schncckenbcrger, vies mit meiner Sache steht es rührt sich auch gar nichts und ich muß mich in der That wundern" .Wie lange ist denn die Geschichte her?" .Ueber sechs Monate ' .Sechs Monate ! ?" und da wundern Sie sich? in sechs Jahren könnend anfangen, sich zu wundern aber sechs Monate " nein, hören Sie das ist wahrhastig lächerlich !" D er Nachtwächter. .Ja, Frau Dollmatzen, wo fahren Sie denn Ihren Mann hin?" .Ach Gott, ich bin ein unglückliche Weib; da sehen Sie nur hin. der Kerl ist so besoffen, daß er kein Bein mehr rühren kann; was will ich also machen? ich fahr' ihn herum, damit er die Stunden abrufen kann, sonst verliert er den Dienst." Liebespoesie. .Da stell' sie sich her, Urfi, da hab' ich wieder ein Gedicht gemacht an meinen zukünftigen Gegenstand, sie weiß schon, an daS schöne Frauenzimmer, wo sie die Bouquetten immer hinträgt; aeb' sie Acht: Herz krach' und brich nicht, Donner schlag und triff nicht Triff nur falfche Herzen ; Triff auch das rneink. Wenn es falsch soll feine!!" Auch ein Maßstab an die Kunst. Vater: Ich sage Dir zum ketztenMak, Du bekommst Deinen LandschastSmaler nicht. Wenn er noch ein ordentlicher Künstler wäre! Tochter: Wie, Papa, Alsred wäre lein Künstler ? Vater : Nein, sage ich Dir. Habe ich doch Erkundigungen über ihn eingezogen, und Lehört, daß er noch nie seine Miethe schuldig geblieben ist. Was ist mir denn daS sür ein Künstler! ' '."