Indiana Tribüne, Volume 6, Number 198, Indianapolis, Marion County, 6 April 1883 — Page 2
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t ZöflZSe- uud SsaagsauSA. Ofnce: Z2G. DelüwarcTtr. Jditt2pc''.s, Ind., n. April 1883. vluf de?HochzeiZsreise. Vcrige Woche fuhren gegen 9 Uhr Voraiitflgs ein Herr und eine Dame vor dem ersten Hotel einer zwischen St. Paul und Milwaukee an der Bahn gelegenen Statt in den: Omnibus des letzteren vor. Der junge Mann geleitete zunächst seine Begleiterin nach dem Damenzimmer und wandte sich sodann an den Clerk mit der Frage : Fann ich ein gutes Zimmer erhalten, in dem ich vor jeder Störung sich bin ?" ,Eewiß, Niemand wirs Sie stören, selbst die Mahlzeiten können Sie ouf Ihrem Zimmer einnehmen." .Sind Geschäftsreisende im Hause?" .Zur Zeit nicht; aber, was fehlt Ihnen, ist Ihnen unterwegs ein Unfall zugestoßn? Unfall ? Mehr als das, das war die schrecklichste Nacht meines e fcens. Aber lassen Sie sich kurz erzählen, Sie werden dann um so mehr ein sehen, da ich und meine Frau der Ruhe t-cdürfsn. Wir sind gestern in meiner Heimath zwischen St. Paul und Still vatv getraut rsorden und befinden uns auf der Hochzeit-Zreife nach den NiagaraFällen. Die Hochzeit fand im Haus? meiner Schwiegereltern statt, und der Bruder meiner Frau fuhr uns nach St. Paul. Hier nahmen wir noch in Ee sellschast meines Schwagers das Abend" cjjen ein. In dem Speisezimmer befand sich eine große Anzahl Geschäftsreisende, die ein paar Tage dort zurückgehalten waren, weil die Bahn versckneit war. In der Nacht sollte der erste Zug wieder in östlicher Richtung abgehen. Mein Schwager fuhr aleich nach dem Essen zurück und meine Frau und ich begaben uns, da sich die Geschäftsreisenden über uns lustig zu machen schienen, auf unser Zimmer.- Das Jeuer war am Ausgehen und kein Holz im Zimmer ; ich klin gelte, bestellte Holz, und kurz darauf erschien der Hausknecht, der sich über eine Viertelstunde am Ofen zu thun machte und dabei die einfältigsten Fragen cn mich oder meine Frau richtete. Ich sagte ihm, er solle Wasser heraufschicken, und gleich darauf kam ein anderer Hausknecht mit einem Kruge Wasjer, der sich ebenfalls allerhand im Zimmer zu thun -machte. Kaum war der Mensch fort, so entdeckte meine Frau, daß keine Hand tücher in Zimmer waren, und ich klingelte nach dem Zimmermädchen. Bei dem Auspacken oes Handkoffers bemerkte meine Frau, daß sie ihre Morgenschuhe aus Versehen in ihren großen lkoffer gepackt hatte und bat mich, ihr solche zu holen. Während ich das Zimmer verließ, kam gerade das Zimmermädchen herein. Es nahm mir viel Zeit, bis ich in dem großen Koffer unter allen den dielen Kleidern die Schuhe meiner Frau endlich gesunden hatte. Alch ich mit denselben in der Hand ach unserem Zimmer zurückkehren wollte, bemerkte ich, wie das Zimmermädchen in einen Verschlag schlüpfte und horte dasselbe sagen: Hier, Bejste, habenSie Ihr Kleid wieder und hier sind die der sprochenen $3. Das war ein herrlicher Spa." In demselben Augenblicke trat ein Geschäftsreisender, den ich schon im Speisezimmer eschen hatte, aus dem Verschlage, ein blutjunges Kerlchen. Als iH in uuzer Zimmer lam, lag meine Frau bereits im Bette. Ich fragte sie. ob daö Zimmermädchen dagewesen sei und sie bemerkte : Jawohl, es ist ein charmantes Mädchen ; sie ist mir bei dem Aufhesteln meines Kleides behilflich ge wesen und sagte, ich sei die hübscheste junge Frau, die sie noch gesehen. Wie ich im Bette lag, sagte sie, ich solle ihr einen Kuß geben, sie hätte mich so lieb, als ob wir seitJahrenFreundinnen seien." Und das hast Du gethan?" Wa rum denn nicht, laZ Mädchen war so freundlich und zutraulich." Ich rannte wieder die Treppe hinunter, fragte nach dem Zimmer des jungen Geschästsrei senden, und erfuhr, das Haus fei in Folge der Schneeblokade so beseN, daß
4 Herren in einem Zimmer schliefen. Mit jetzigen Culturvölker noch als Halbwilde Vieren wollte ich doch nicht ansangen umherschweiften, der giebt nicht gern zu, und kehrte in unserZimmer zurück. End-! daß seiner Rasse die Fähigkeit sehlj, lich lag auch ich im Bette. Da donnert .Naturgesetze zu ergründen und sich die cs an die Thüre : Ich bin der Haus-'. Naturlräste dienstbar zu machen. Es ist knecht und habe vcrgeffen, Ihnen den ' indessen wohl so ziemlich erwiesen, daß Rettungs-Apparat zu zeigen ; ich muß , die chinesische Cultur keine Rückschritte dies nachholen, sonst werde ich morgen , machte, sondern nur stillstand und zwar aus dem Dienste gejagt." Ich nahm . deshalb stillstand, weil sie lediglich auf mir nicht die Zeit, mich erst wieder anzu-1 mechanischer Geschicklichkeit beruhte. Der kleiden, öffnete die Thüre und folgte dem Chinese bat eö zu großer Gewandtheit Hausknechte bis zu einem Fenster am und selbst bis zur Philosophie gebracht, Ende des Corridor ; da mußte ich mich aber nie zur Naturforschung. Da er nie in die sürchterliche Kälte hinausbeugcn in die Geheimniffe de3 Weltalls einzuund sah, daß eine eiserne Leiter neben dringen versuchte, war er schon vorJahr-
dem Fenster an der Wand entlang lief. Da hörte ich meine Frau rufen : Mein ivarlie, mein varne, rette miaz, nimm y mich mit Dir.- Ich lief ihr entgegen. sie war ebenfalls in ihren Nachtkleidern und theilte mir mit, kaum hätte ich das Zrmmer verlaffen, so habe es wieder ge slkinst itnh int Ptitnm hnhp rrns.'i, T ' f tU V k 11 VII Retten Sie sich, das Hotel steht in Flammen.- "Die Stimme war verschwunden und der Hausknecht, der mir den Rettungsapparat gezeigt hatte, auch. Wir kehrten in unser Zimmer zurück. Gleich daraus klopste es wieder und ein Kellner rief: Ich bringe das Frühstück, in einer halben Stunde geht der Wagen nach dem Bahnhose ab." In dem Kell ner glaubte ich wieder einen der Ge schästsreisenden zu erkennen, war aber meiner Sache doch.nicht ganz sicher. Wir waren froh, au dem Hotel fortzukom men, kleideten uns an und fuhren nach dem Bahnhofe. Im Schlafmagen ge lang es mir, ein unteres Bett zu erhal ten. Bonden Geschäftsreisenden merkte ich nichts und dachte, die würden mit ei uem späteren Zuge fahren. Kaum aber war ich in meinem Bette, da bemerkte ich, daß dieselben doch aus dem Zuge sein mußten.
Die Betttücher waren mit zerbröckelten Crackers bestreut, daß ich dachte, ich läge in einem Ameisen Haufen. Plötzlich schrie meine Frau auf und eine Stimme sagfe: Entschuldigen Sie, ich suche nur die Stiefelchen von Madame, um diese! den zu putzen." Der Vorhang vor rneinem Bette wurde geöffnet und ein Mann suchte hereinzukriechen. Besetzt", rief ich und : .Entschuldigen Sie, ich bin an das falsche Vett gekommen," wurde ge antwortet. Meine Frau klagte mir leise, daß ihr die Zudecke weggezogen würde, ich sah aus dem Bette, aber Niemand war im Wagen zu sehen. Kaum hatte .ich den Vorhang fallen lassen, so flog die Bettdecke heraus, ich ries nach dem Porier und dieser fand, daß an der Decke dünne Bindfäden befestigt waren. Von welchemBette aus dieselben dirigirt wor den waren, konnten wir nicht ermitteln. Endlich hieß es : .In fünfzehn
Minuten wlrd das Frühstück servirt." Meine Frau klagte, sie könne ihren Zopf nicht finden, den sie in ihrem Hute neben dem Bette aufgehängt hatte. Ich bat ste.sich nichts merken zu lassen und sich zu beeilen. Während wir beim Früh stück saßen, nahm ein ältlicherGeistlicher, ein sehr würdiger Herr, neben uns Platz. Derselbe hatte einenDamenzops in. seiner Hand und sagte,, er habe denselben in seinem Bette gefunden, da sei ein sehr schlechter Witz, namentlich in Anbetracht feines totanccs. iL'ceine fixau wuroe dlutroth, sagte aber nichts. Die Ge schästsreisenden frühstückten an anderen Tischen und sahen so harmlos aus,' als ob sie kein Wässerchen trüben könnten. Endlich konnten wir den Zug verlassen und nun werden Sie wohl zugeben, daß meine Frau und ich nach solchen Reise Erfahrungen einige Stunden der Ruhe bedürfen.Chln.sischc VÄttosophen. o den Vcr. Staaten ist man gkwöhnt, in den Chinesen nicht viel mehr zu suchen, als lebendige Arbeitsmaschinen, die zu ihrer Speisung außerordent lich wenig erfordern. Daß diese Ge schöpfe wahrscheinlich nachdenken und Vergleiche anstellen, fällt wohl den Meistcn gar nicht ein. Doch hin und wieder läßt ein gebildeter Mann aus dem Reiche der Mitte seine Wahrnehmungen im Westen" veröffentlichen, und da einige dieser Herren ganz gut englisch schreiben, so erfahren auch die Europäer und Ame rikaner, welchen Eindruck ste und ihre Einrichtungen auf die fremden Besucher gemacht haben. Zwei chinesische Gesandte in London, Liu Ta Jen und Tseng Hou eh, haben ganz besonders beachtenswerthe Tagebücher geschrieben. Beiden ist-der Gedanke gemeinsam, daß die abendländische Cultur eigentlich aus China stammt und nur im Laufe der Zeit ein anderes Gepräge bekommen hat. Aber während Liu behauptet, daß die Europaer, bezüglich Amerikaner nur insofern den Chinesen überlegen sind, als sie die Geschicklichkeit besitzen, Ma. schinen herzustellen, während er der Mei nung ist, daß im Uebrigen die chinesische Civilisation durch ihre Gerechtigkeit und Menschlichkeit hoch über der ärgerlichen Nebenbuhlerschaft und der unersättlichen Gier" steht, welche die unsrige charakte risiren, giebt seinNachfolger Tseng weh müthig zu, daß die chinesische Cultur im Verfall, die abendländische im Aufblühen begriffen ist. Der Mann erinnert durch folgenden Ausspruch an den National ökonomen Malthus: Durch einen Blick aus das, was Europa jetzt ist, können wir erfahren, was Chlna einst war ; in dem wir erkennen, was China jetzt ist, ! mögen wir den Schluß ziehen, was 6ir ropa werden wird. Der Tag wird kommen, da die westliche Arbeitsleistung, jetzt so geschickt, vollkommen ungeschickt werden und der westliche Ersindungsgeist kindlicher Einfachheit weichen wird. Denn da die Producte der Erde be schränkt und nicht ausreichend sind, um die mannichfaltigen Bedürfnisse ihrer zahllosen Bewohner zu befriedigen, so ist der Versall ein Naturgesetz." Tseng ist der Ansicht, daß selbst alle Maschinen, deren sich die Weißen jetzt bedienen, den Mongolen schon vor Jahrtausenden bekannt waren, dieselben aber faul mach ten und schließlich ganz in Vergeffenheit geriethen. Wer auf eine Vieltausendjährige Geschichte hinweisen kann, wessen 'Volk schon hoch civilisirt war, als die , taufenden so weit fortgeschritten, als er überhaupt konnte. Tseng macht in seinem Buche eine !sehr gute Bemerkung, die sich alle 1 Staatsmänner einprägen sollten. Nach , dem er sich darüber beklagt hat, daß die Ween mit dem Lande zu sparsam um gehen und thurmhohe Wohnhäuser er richten, um keinen Fuß drei: zu ver schwenden, lobt er die öffentlichen Parks. Hier zeigen sie keine Neigung, mit dem Boden zu sparen und sie scheuen keine Mühe, diese Plätze anziehend zu machen. Sie halten sich hierbei an den Satz des Mencius: Wenn man das Volk an der Lebensfreude theilnehmen läßt, wird es sicherlich das Gefühl der Unzufriedenheit nicht hegen." Der Chinese Mencius war offenbar gescheiter,als die amerikanischen Prohibitionisten und Sonntagssanatiker. Wichtiger Gedenktag Am 4. Juli 187 feierten die Ver. Staaten mit großem Glänze den hun dcrtflcn Jahrestag der Unabhängigkeitö irklärung, der 19. April 1883 ober scheint spurlos vorübergehen zu sollen. Und doch ist das Ereignis welches vor
100 Jahren auf jenen Tag siel, bei Weitem wichtiger für die Nation, als die Unabhängigkeit? - Erklärung. George Washington kündigte am 19. April 1783 den Eontinentaltruppen an, daß ihre Kämpfe endlich durch einen Frieden mit England zum Abschlüsse gebracht worden seien, der die Unabhängigkeit der Colonien unwiderruflich anerkenne. Jetzt erst fühlten sich die wackeren Männer von dem Alpdruck befreit, der aus ihnen auch
dann noch gelastet hatte, als stch dorn walliS in orktoton den vereinigten Franzosen und Amerikanern ergab. Denn die Gefangennahme dieses Häufleins englischer Truppen, so wichtig stc auch war, hatte doch immerhin England nicht derartig geschwächt, daß es den Kamps nicht hätte fortsetzen können. Und aus mehr als einem Grunde liegt die Annahme nahe, daß eine Weiterführung des Krieges mit 50,000 Mann sri scher Truppen mit der Niederlage der Unadhängigkeitskämpscr gleichbedeutend gewesen wäre. Zum Glück saß damals am englischen Staalsruder Lord North. ein unbedeutender und schwacher Mann, der die ihm zu Gebote stehenden Hilfs mittel vollkommen unterschätzte. Wenige Jahre später zeigten die Briten in In dien, wie stark sie waren, und als der jüngere Pitt Minister wurde, leistete England in Spanien dem großen und unbezwinglichen Napoleon erfolgreichen Widerstand. Das Eontinentalheer wußte nur zu gut, daß auf die Gefangennahme der Armee Burgoyne's in Saratoga und aus das Bündniß mit den Franzosen die trübsten Tage des Kampfes gefolgt waren, und sie bildeten sich daher auch nicht ein. daß das Ereignis; vonorktown dem rlcge ein po: mauzen rvcror. tfur ,ic war daher jene Ankündigung Washing ton's von ganz anderer Bedeutung, als die UnabhängigkeitLerklärung. Am 4. Juli 1776 beschlossen sie nur, den Kampf zu vagen, am 19. AM 178Z wußten sie, daß sie erfolgreich gewesen waren. Von jenem Tage an war die Freiheit der Colonien gesichert. Tcv Nttdau vzn ftc; fräsen. Im vorigen Jayre wuroen in ven 4. C T I Ver. Staaten 832.715 BMhel Äohnen aus Deutschland. Frankreich und Jtauen, mithin aus anocrn emgeiuyrl. m . , r r i w welchenNahrungZMlltel verhaltnipmaLig theuer sind. Der Anbau dieser Frucht wird hier zur Zeit noch in einer Weise vernachlässigt, die durch die Verhält- - -1 TV fX V I ni)e Nicht zu cmaren ist. üeiovoyne geociyr rn zeoem unierer Viaaien und Territorien vortrefflich. Wo der Sommer zu kurz oder das Klima zu kalt ist, um Mais anbauen zu können, oder wo im Süden andauernde Trockenheit die Cultur dieser Pflanze sowie der Kartosfel verbietet, gedeiht die Bohne, und ihr Anbau ist namentlich für solche Farmer vortheilhaft, denen zahlreiche Maschinen für die Bearbeitung des Bodens nicht zur Verfügung stehen. Während n unseren wichtigst? Ackerraustaaten der Getreidebau okne kostspielige landwirthschaftlicheMafchinen kaum mehr mit Vortheil betrüben werden kann, liefert die Cultur der Bohne bei Handarbeit vortreffliche Resultate. Der Ertrag derselben pro Acker kommt- demjenigen des Weizens oeleich und schwankt zwischen 8 und 2.') Busheis pro Jahr. In den letzten Jahren war der Vrels der Boh nen annähernd doppelt o hoch, wie derjenlge des Weizens. Die Landarbeit, welche der Anbau der ersteren Frucht er fordert, ist allerdings größer als die von dem Weizen beanspruchte, aber Nicht anS.L.m.Si W.i.u.11 C .-Ar. ....V V Ä."nÄ 5 ? d ai""'. "?."''10"liuiuji iiumumiuj ueu jqihuu iiiiüuci; Farmen bessere Erfolge als der Weizenbau. rvt 4. , . m. r c rvi X er oer uswayi oer mu oynen zu bestellenden Landereien ist nur zu beachten, daß sich reiches Marschland und feuchte Aecker nicht für die Cultur eia nen; auf solchen schießt die Frucht üppig 9 t V (ft ftli 4 . "! ö Tlu 1 JX lm$mztS S$ÄP Itr Öinn'ÄeAm68 iLJinJf. ?.na,n Z "V? W aW: V?.15" nenstrahle gleichmäßig auSgesekt sind. fr v x. ... V V 'X. . cv7 -p S".'durch nd d.e rieitytuigc fe der Stuchle und banttf tat vrthe,lhs,e Z" v:u T. ww B"ncatnc f mm in nmupi a twt Erträge D,e Feldes dürsen mcht sru. her mit Bohnen bestellt werden, als lis v o cm. ti f f das Wetlerschon z, mich mrm ger. ir&&A&yXt . iiiiw. hhw vivi 1 v Vk l vililiujVi. Vortheil für d7en Farmer, da derselbe bei Nemnn de rnkZakttS Un 1 Thätigkeit der Bestellung des Bns .wiiunit v w vv utuutiu u u Ulll? mit Mais und Kartoffeln widmen kann. Die Ernte der Bohnen hat zu beginnen 7 . Ü wenn d e Nnnken und N atter hurr werden anfangen ; das Mähen kann fötnnM Mnln-N nia i,,.sö &L ...... v n 4. ,v V f V 4f M I VM IllVHi As V v 1111 r. t..:3ft ..-v (.-.. v.o cw .o lii utuniu uiciucii, unu in uua AUS dreschen sind die gewöhnlichen Dresch. ..7. ..kr:. ... IZ. stij Ui.yL UIS 4VUIUV4k4ktl f ui pfehlen. Eine berühmte Operation. : CP.u, flU.im -Kor Kurzem starb m ew vlork Pro Mnr TOnn N?N her ist..: . or -üslN -OUteN, oer eineneit eine der j allgemein bekannt g macht hat. Im Hospitale au Ward's Island hatte em nrniir Ikl,? nnhon nnn 'Tnh r . yj"o0ifc-k x? legen, langsam an emerKrankheit dahin. siechend, die man seither als mit dem Aussatz verwandt erkannt hat. Seine Glieder waren mit Eiterflecken bedeckt. seine Finger und Zehen beinahe aufge fressen,' und außerdem war der linke Lungenflüge! auch noch von der Tuber culose angegriffen. Da.der Mann im günfligstenFalle nur noch wenigeWochen zu leben hatte, so entschloß sich Proseffor Howe, zum ersten Male bei dieserKrank heit einen Versuch mit der Blutüber tragung zu machen. Er spritzte dem Kranken zuerst sechs Unzen unsiltrirten Blutes mit etwas Ammonia ein und erzielte eine wunderbare Wirkung. Die Eiterslecken begannen nach kurzer Zeit zu heilen und es trat eine. so. allgemeine
Nessernna ein. dau der Aersu mema!!udstäd!en, die im Kleinbetriebe ihres
mr htrhnit wurde. Sckliekl 5, knnnt. Wrof. Van Buren diesen Mann seiner Kir im iirtmr.n srrtrw w Yorker Universität als Beweis für die Dichtigkeit einer vollständig neuen chirurgischen Methode vorführen. Seitdem widmete der Professor sein Aufmerksam keit vorwiegend der Blutübertraquna,die er nicht allein inFällen von Erschöpfung, sondern auch bei schleichenden Krankheit ten empfahl. In Europa wurden die Versuche der amerikanischenAerzte selbstverständlich beachtet, und selbst Tait und Langenbeck bestätigen die Vortrefflichkeit der neuen Methode. NilsknnarryeZt. Wo die Narrheit ihre Grenzen hat, ist .och keinem Sterblichen bekannt gewor den. ihre schönste Vollendung aber erreicht ste wohl unter den Sammlern". Da werden nicht nur Dinge von dem zweifelhaftesten historischen Interesse ausgegraben und sorgfältig aufbewahrt, alte Scherben zum Zimmerschmuck verwen det, die geradezu abschreckend häßlich sind und Reliquien" erworben, an be ren Unechtheit gar nicht zu zweifeln ist, sondern es wiro überhaupt Alles geschätzt, was selten" geworden ist. So wurde z. B. im Jahre 1S4C verschiede nen Postmeistern des Landes gestattet, selbst Briefmarken drucken zu lassen, bis sie wieder neue vom Postdepartement bekämen. Unter anderen wurden 800 Stück gedruckt, die man Brattleboro nennt, und -100 davon wurden verbrannt. Da fiel es kürzlich einem Sammler ein, den Graveur der selbstverständlich selten gewordenen Marke aufzusuchen nnd ihn zu fragen, od er vielleicht noch einige von den anderen 400 übrig habe. Der Graveur, der in Springsield, Mass., wohnt, hatte noch 7 Stück und verkaufte sie zu jc7o Cent. Cin Handler horte davon und bot dem Käufer $1 für das Stück, zahlte aber schließlich sogar 30 für fechs stuck. Die siebente Marke, die deshalb besonders werthvoll war, weil sie den Namen des Graveurs trug, behielt der ursvrünalicke Käufer, bis er einen ?!arren " ' " Ian0j der war &on zwei Brattledora Marien hatte, aber f5? fcfcfc .$100 zahlte, Welches historische oder sonstige Interesse ' ' die es Stück Papier hat. dürfte der Sammler wohl schwerlich anzugeben wis sen, aber er hat die unendliche Genug thnuna. der einnae Vrivatmann auf lZr den zu sein, der drei Brattleboro-Markcn U I ' besitzt. EineRotteStraßenbengel erzwäng sich vorigen Sonntag gegen Abend von der New Yorker Seite her den Zugang zu der East Niver-Brücke, überschütt dieselbe unter infernalischem Geschrei und Gejohle und bewarf, aus der Broollyer Seite angekommen, meh r:re Italiener mit Steinen. Diese seu erten auf die Jungen mehrere Revolver Ichune av. ohne ieooch jemanden zu treuen. Von dem Statlonshauje m Brooklyn wurde ein Polizist abgesandt. um die Bande oder deren Nadclsfuhre zu verhaften. Derselbe drang bis zum ersten Bruckcnthurme vor, traf dort Mit New Yorker Polizisten zusammen und diese theilten ihm mit, daß sie die Kerle verjagt hätten, j:dcch nicht im Stande gewesen seien, einen derielden zu ver tzaften. Dentsözc oca!-'!ac:,rttcn. L e i v Z i q, 15. März Die hiesige fllUII ilHUDVIllil Ijll l'UIUI VU3 iutiuu d,s XUw 'SBiOiaa Olioaft- Ilse tien ItoeienBeriun imSrttertoneflteii Kunstakademie hat durch das Ableben r fchwerenVerlust imLbrercollcqium erlitten. Der Verewigte, im Jahre stehend, wirkte seit dem Jahre l7tt an jenem Kllnstinstitut und galt namentlich in der Abtheilung sür Kuvfcrftichkunst als eine ausaeicichnete 5krast. Homburg, 1U. März. Der Sergeant Wagner von der 12. Compagnie des hier aarnisonirenden 3. Bataillons des 8,'. Regime,!,?, von Gebm, ElsSjser. 'am aus dik Slube und glaubte zü U''ken. d der Füsilier ar.el, ein Ellüsl". welcher der deulsch.n Sprache M mächlia ist, nicht rasch genug sich f.: ' &:i'rf,2 , 'JL.V' VUU IllUlUl WIOI IlUVV JJ . vuub wvir Mtn an b , unb schilderte ,hn einm Schrank und drückte dem Unglücklichen den Kiblkopi ein. Bartel lit?, fritbB im hiesigen Lazareth an K,ps,zSdunq I benSgesährlich er. V.?.s.. es8..; ... iiuttii vuiuifcuv. wkiuiunt vum M3 tüU oij b( Dienst, doch ist d.?Br,a'll höheren Q.ts gemeldet. M - , (VYl O, r Zu ringen. 21. Marz. Auf dem Lande besteht rn Thurlngen noch , HnÄtte'. Wichent t r n r- - . und 'KS! l" P""1"" "b" vaw II,,ss nii P1. Uotttlnr -um "y h" "T l l A 6"poc Landrath Zlller hat nnnmchi ein i c . ri s. f:.i . Wer L v 4 lebr emdrinalickie Ermahnung an die i-s .a k. .. v i a ca . , . . Ortsvorstande seines Bezirks gerichtet, auf die Abstellung diese? unwürdigen f die Abstellung die , Gebrauchs hinzuwirken. Eßlinen, 21. März. Den 7 Gemeinden Aichschieß, Altbach, Deizisau, Köngzn, Pfauhausen, Ploching?n, SYkl nVTtnrtM RtiX Vt Cs mSSc AsTni-4 üuiwiiuii viiu vuu uimisvuuiui, ictzi. ,Ul 'V" yvüuvuöni yuaiiuiuuiy . 00n Wnrt jnn.miffrn rnrh.n Erben der verstorbenen Frau Fabrikant Merkel haben der hiesigen Diakoniffen antaIt 2000M. und dem Dienstboten ' ' Krankenhaus 10,000 M. als Sti tung uintmenLt gewcnoek. ..... u s w e a i e n v n x g, u. 'carz. Obgleich die sehr günstigen Folgen der außerordentlich reich gejegneten rnle des Jahres 1882 sich im Handel und Gewerbe Äceciienourgs ,eyr oemeruim machen und z. B. die Zahl der wegen Bettelei verhafteten Personen in den Monaten Januar und Februar um 30 Procent gegen den gleichen Zeitraum des vorigen JahreS abgenommen hat, so verringert sich die Auswanderung nach Nordamerika doch nicht und wird desonders zu Ostern, wo der halbjährige Wohnung? und DienstverlässungS Termin ist, wieder sehr stark sein. Auch viele kleine Handwerksmeister aus den
.werdes nicht mehr gegen die Groß
Iustrle ankommen können, verlaffcn ölt 0llc yelmaly. alt alle AuLwan derer haben Einladungsbriefe von ihren schon früher ausgewanderten Verwand ten und Freunden aus den Weststaaten, namentlich aus Wisconsin, wo ganze Distrikte größtcntheils von ehemaligen Mecklenburgern bewohnt sind, viele auch Geldanweisungen und freie Fahrbillette von Hamburg bis in die amerikanischen Binnenorte erhalten. Potsdam, 21. März. Gegenwär. tig verbüßt in dem hiesigen Landgerichtsgefangniß Frau LandgerichtSpräsi dent Zaucke aus Eonitz, welche wegen Briefunfugs zu vier Vconaten Eefäng niß verurtheilt ist, ihre Strafe. Frau Zauae wird durchaus mcht wie eine gc wohnliche Gefangene behandelt. Di: Zelle, welche sie bezogen hat, ist eine recht geräumige und helle und ward extra mit MabagonZmöbeln, die von einem hiesigen Möbelhändler entlehnt wurden, aus möblirtso daß Frau Zaucke die angenehme Häuslichkeit kaum vermissen wird. Während andere Gefangene sich aus einem Strohfack Abends zur Ruhe legen, genießt Frau Zaucke die Wohlthat, ein Bett zu haben ; während andere Gesan gene, mit Ausnahme der Untersuchungs gefangenen, die Gesängnißkost (in der Woche einmal Fleisch) verzehren müssen, kann Frau Zaucke ihres Leibes Nahrung aus einem Restaurant erhalten.' Besuche zu empfangen, ist der Frau Präsident gleichsalls gestattet worden, und sie hat hiervon bereits ausgiebig Gebrauch gemacht. Den Gesangenaussehern ist eine ganz besondere Höflichkeit anbefohlen worden, so dab diese selber nicht mehr wissen, ob sie die Aufseher oder die Die ner der Frau Zaucke sind. Wir freuen uns aufrichtig über diese Vergünstiggen, die Frau Zaucke genießt ; man wird künftighin dieselben doch, wahrscheinlich auch denjenigen Gefangenen gewähren, die wegen politischer und Preßvergehen eine Strafe zu verbüßen haben. Bayreuth, 18. März. Dieser Tage stellte sich ein qcwiffer Teusel aus Oberwaiz. früher Bäckerlehrling bei Bäckermeister Schott, dem Gericht und gestand, daß bei der Brodvergistungs Affaire von 18G5 (eines Tages war dem Schottischen Frühbrod eine Quantität Arsenik zugesetzt worden) er den auf seine eidlich: Aussage hin bestraften Qberge r (Pal S m m l jenen sallchllH velchulolgt habe ; er jei ielbst der Thäter gewesen. Wegen Verjährung bleibt der Geständige straffrei. Der frühere Notar Drejcher vonWkismain, der in der letzten Schwurgerichts sitzung wegen zahlreicher Unterschlag gen zu 7jähriger Zuchthausstrafe ver urtheilt worden war und diese Strafe im Zuchthause St. Georgen verbüßte, hat sich dort erhängt. Berlin, 1. März. Noch nicht 42 Jahre alt, ist hier der unter dem Namen Segmeu bekannte Siegbert Meyer ge starben. Geboren am 28. Juli 1841 in Berlin als Sohn einesCommerzienraths, trat er nach absolvlrterGymnastalblldung in das Geschäft seines Vaters, eines Seidenwaaren Fabrikanten, und hielt sich späterhin behuss kommerzieller Aus bildung in Lyon und Paris auf. Hier jedoch trat ihn Apollo bald näher als Mercur, er gab nach dem Tode seines Vaters das Geschäft auf und widmete sich ausschließlich der Literatur, insbe sondere der Satyre- und der Travestie. Auf bieten Gebieten hat er in den Iah ren 187580 eine wahrhast fieberhaste Thätigkeit entwickelt, ohne es jedoch zu einem mehr als flüchtigen Erfolge zu drmqen. Der Gram über sem erfolglo ses Streben hat jedenfalls meist dazu beigetragen, seinen Lcbensfaden zu lur zen. , A u s B a y e r n, 20. März. Vorige Woche starben im Zuchthause der Mun chener Vorstadt Au 2 Sträflinge, welche m Bezug auf ihre vorausgegangene Ge burts und Lebensstellung, sowie der von ihnen verübten Strafthaten seiner Zeit die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Graf Friedrich von Holnsteln, einstiger Ossi zier und wegen seiner Schwindeleien wohlbekannt, starb plötzlich, nachdem er nur noch 4 Wochen Strafzeit zu verbü ßen gehabt hätte. Ferner starb John Buttler, welcher vom hiesigen Schwur gerichte wegen großartiger Banknotenfälschungen zu 5 Jahren Zuchthaus ver urtheilt war und davlm bereit 4 Jahre überstanden hatte. Nach Psälzer Blät tern wird seit einigen. Tagen ein WeinHändler, L. Dreysuß aus London vermißt, der im Auftrage französischer Firmen größere Partien Wein gekaust u.nd die von ihm vereinnahmten Beträge den Verkäufern vorenthalten haben soll. Die auf diese Weise unterschlagenen Posten jsollen sich auf 1;J,000 Vt , nach Anderen aus 4'.',1jU! M. belaufen p rn Auslande. D i e Berathungen vo ?vf.n,H,tt sZmmtlicker deutschen Bur schenickakten. welche in den letzten Wo vv - 7 ' - . . r w f .1.1 am CYT) - chen in Berlin stattgesunden haben über die Frage, ob in dem heutigen burschen schastlichen Leben Mißstände hervorgetre ten, und mit welchen Mitteln dieselben zu bekämpfen seien, haben insofern ein Ergebniß erzielt, als man sich dahln ge einigt hat, dem zu Pfingsten dieses Iah res in Eisenach stattfindenden allgemei nen burschenschaftlichen Deputirtencon vent einen geeigneten Antrag zu unterbreiten. Während in den daS innere Leben betreffenden Punkten eine Reform, den einzelnen Burschenschaften überlasten werden mußte, hat sich die Delegirten Versammlung in der für das deutsche Studentenleben so wichtigen Duell und Mensurfrage über einige wirksame und praktisch durchführbare Reformvorschläge geeinigt. Die grundlegende Ueberzeu gung aller Theilnehmer an den Berathungen war' die, daß die SchlSgerme sur an und sür sich eine sür die Fortexistcnz eines gefunden, freien deutschen Studentenlebens höchst Vortheil haste, ja unerläßliche Institution sei. Es komme nur daraus an, die Anwendung der Schlägermensur zu regeln. Als die Hauptaufgabe der Schlägermensur wird die. anständige Austragung der Streitig
leiten zwischen Studenten angesehen! Daraus folgt, daß die Burschenschafte'' danach streben muffen, mit allen andere?' satisfaktionzebendcn studentischen Kor porationen in ein gcrcgeltcsKontrahagePaukverhältniß zu treten. Natürlich wird ein solches nur auf der Grundlage völliger Gleichberechtigung beider Theile abgeschlossen werden können. Jede For derung aus schwere Waffen, an der ein Burschenschafter betheiligt ist, wird zu nächst einem Ehrengericht unterliegen, dessen burschenschaftliche Mitglieder ver pflichtet sind, wenn irgend thunlich, auf
einfache Schlägermensur, eventuell bis zui Absuhr zu erkennen. Andere Vor chlage vezweaen die höchst wunfchcns werthe Einschränkung der I'. ?.Sniten (BestlmmungsMenjuren.) -Ueber das Wachsthum Londons giebt ein soeben veröffentlichter Bericht des bauvtstädtlschen Bauamtes Ausschluß. Während der legten Jahre (1850-1882) vermehrte sich die Länge der Straßen im Weichbilde der Stadt von 825 aus. 1607 Meilen, die Zahl der Häuser stieg von 27i$,000 aus 420,000. Für Canalbauten, Pflaste ungen :c. wurden in den 38 Psarrbe zirken, in welche London eingetheilt ist. in die er Periode 11,513,505 und außerdem für 920 Meilen Samme! lanale 2.310,890 angelegt. Zur Straßenbeleuchtung wurden neue Gaslaternen errichtet. Der italienische Natur forscher Cazzuola empfiehlt den Stech apfel als Tabakpfla.nze. Es ist da? be kanntlich eine Giftpflanze, aber nicht gif tige? als die Tabakpflanze, milderen Blättern die des Stechapfels oroße Ähnlichkeit und dieselbe Wirkung auf die Speicheldrüsen gemein haben. Durch lange sortgesetzte Eultur würden diese Blätter sich ebenlo grci; als die Tabakblätter ziehen lassen, große Vortbeile vor ihnen voraushaben und einen noch sei neren Geschmack. Eine eigenthümliche Er scheinung in Gera.sind die Kreuzbruder tische. Sind die alten Zeiten der Kreuz zöge neu erstanden? ode? die halbmn chischen Bruderorden des Mittelalters ? Oder sind es geheimnißvolle .Verschwö rungen? Nichts von alledem; e5 sind gemüthliche Stammtischgesellschasten in mehreren Restaurationen, die kein Glas Bier innken, ohne für die Armen, z. B. zrme Konfirmanden, etwas zu sammeln und welche mit dieser aemelnnükiaen Opferfreudigkeit fchon rkcht Erfreuliches geleistet haben. Gegen die ungeheure Bierversälschung in England ist ein Ge setzentwurf eingebracht worden, welcher dem Unsug ein Ende machen soll. Aus diesem Anlaste bringt die St. James Gazette" folgenden Artikel: Die schlim me Verfälschung der vielen verschiedenen Mischungen, die als Bitt- verlaust werden, ist allbekannt. Vitriol wird in Bier ausgelöst, um ihm jenen scharfen Geschmack zu geben, wegen besten Bier aus einer Zinnkanue getrunken bester schmecken soll, als au? einem Glase. Auch Schnupftabak wird häufig in Wirthshäusern in das Bier gethan, um den Trinker durstiger zu machen. Die Zahl der Verfälschungen ist Legion ; da? neue Gesetz wird,, wenn es angenommen wird, den meisten derselben ein Ende machen. Die Bill verlangt, daß Jedermann, der Bier verkauft, welches andere Ingredienzien als Hopsen und Malz enthalten den Schanktisch oder an einer anderen sichtbaren Stelle eine Bekannt muchung anschlagen müsse, welche diese anderen Ingredienzen namhaft macht; die Uebertretung dieserBestimmung wird dem Schuldigen eine Strafe von 20 beim ersten Male und von 50 beim zweiten Male zuziehen ; diefe Strafen werden zur Hälfte Jedem, der den Fall zur Anzeige dringt, ausgezahlt werden. Ein an und sür s i ch unbe deutender Gerichtßfall erregte unlängst ' in London durch die begleitenden Um stände Aufsehen. Mario Jessup stand unttr der Anklage, dem Ah'Ehing, einem Porzellanhändler aus China, eine Uhr gestohlen zu haben. Die Dolmet scher James Woodford und Ah-Beang verdolmetschten dieAngabcn Ah-Ehing's und der von ibm geführten, bei ihm be diensteten chinesischen Zeugen. Ah-Ching sprick't jedoch den Quantung.Dialekt, und i.incr der Zeugen, Ah-Lu, den Sha mungDialekt, weshalb zwei verschiedene Dolmetscher zur Verhandlung nöthig waren ; nebenbei wurde constatiri, daß in China 300 verschiedene Dialekte ge sprachen werden. Der Kläger und seine chinesischen Zeugen wurden beeidet, in dem sie eine Schüssel in ihren Händen hielten und die Worte nzchsvrachen: Ich werde die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit sagen, und so wie die Schüssel bricht, so mögen mein Herz und meine Seele brechen, wenn ich es nicht thue hieraus liefen die Eidesleiste? ein lautes Ah !" und warfen die Schuf feln auf den Boden, welche in tausend Scherben zerbrachen. Der Angeklagte wurde übrigens freigesprochen. R u d o l st a d t, 21. März. Gegen über der Mittheilung, daß in den Wald ortschasten der sondershäustschen Ober Herrschast Altenseld, Wafferberg. Neu stadt und Oelze wieder ein Nothstand zu Tage getreten sei, der zu seiner Abwehr dle Anrufung der öffentlichen Mildthä tigkeit nöthig mache, wird der hiesigen Lc.ndeSztg." vom Walde gemeldet, daß in den rudolstädtifchen Walddörfern sich keiner!'.! bedenkliche Symptome gezeigt haben. Die wenigen selbstgebauten Kartoffeln seien wohl aufgezehrt, aber so lange die Landbevölkerung Arbeit habe, fehle es auch nicht an Brod. Und Ar beit fei genug vorhanden. Wenn auch das Glasgefchäft nicht mehr lohnende Beschäftigung böte, so gingerdafür die Porzellansabrikcn desto slotter. Neu hau, Scheibe, Lichte, Katzhütte seien in vollem Betriebe und schczfften reichlichen Verdienst. H eilb r o n n. 21. März Hr. Hap pel feierte sein 25jähriges Jubiläum als Gemeinderaib. Ihm wurde aus diesrm Anlaß da Rltiirllkuz de J:iedrichs ordens verliehen.
