Indiana Tribüne, Volume 6, Number 197, Indianapolis, Marion County, 5 April 1883 — Page 2
n f w ts s SßgRdJf tftthgogatagsaaggagf, Ofncc: Z2S. DelawareStr. JndlanapoliZ, Ind., April 188:). Vrnch veö E-icv.'rspreGcttS. Von England ans ist die merlmürdie Bestimmung in die amerilanischenGesetzbuche? übergegangen, daß man auf Schmetterst für gebrochene Herzen klagen kann, und es ist daher wijsenswerth, daß die betreffenden Gesetze demnächst in England abgeschafft werden dürsten. Eine Bill dieses Sinnes ist im Parlainente eingebracht worden und wird höchst wahrscheinlich angenommen wer den. Sie soll avx 1. Januar in Kraft treten und verfügt, daß enttäuschte Hei rath'candidaten nur auf Vergütung der wirklichen Auslagen klagen können, die ihnen durch das Verhältniß" erwachsen sind, nicht aber auf eine Entschädigung für d:n Schmerz, den sie erlitten und die Zeit, die sie verloren haben, Hojfentlich wird dieses Beispiel in den Ver. Staaten sofort nachgeahmt. Es giebt kein; größeren Häsinn, als daß der Stasi zwischen entzweite Liebesleute tritt und dem einen Theil gebietet, den anderen bei Vermeidung von Strafe zu heirathen. Denn ein: solche Zwangs ehe ist-doch wahrlich kein befriedigende? Abschluß und führt in den meisten Jällen nur zu baldiger Scheidung. Daß zwisF)?n Verlöbniß und Heirath ein, Unterschied ist, selbst ein juristischer, wird im Ernste nicht bestritten werden. Die Verlobung soll den Zweck haben, hat ihn wohl auch noch außerhalb der Ver. Staaten, eine größere Annähe rung der beiden Parteien zu ermöglichen, ihnen zu gestatten, sich besser kennen zu lernen, a!s dies unter der Herrschaft der Etikette Personen verschiedenen Geschlechts sonst möglich ist. Wenn nun dir eine Theil noch rechtzeitig zu der Ueberzeugung kommt, daß er einen Irrtyum zu begehen im Legrisse stand, soll er dann nicht zurücktreten dürfen, soll er gezwungen fein, sich in eine voraussichtiia unglückliche Ehe zu stürzen ? Kein gesittetes Mädchen, Männer strengen ja ohnedies solche Klagen nicht an, keine in ihren schönsten Gefühlen verletzte Frau wird ihre innersten Privatangelegenhciten einer spottenden Menge durch einen Proceß preisgeben. Die Damen", die auf Erfüllung eines Eheverfprcchens klagen, sind die allerletzten, die an gebrochenem Herzen sterben. Man sollte ihnen gestatten, eine Kostenrechuung über die Schminke, Bouquets und sonstige Dinge einzureichen, die sie vergeblich angeschajjt haben, um den Liebjzaber zu fesseln. Auch die Ausstattung, wenn sie eine haben, sollten sie allenfalls noch in Anrechnung bringen dürfen. Und damit sie beweisen können, wie viel das Verhältniß sie gekostet hat, sollten sie Buch führen 'von dem Tage an, da er" iint ersten Male seine Begleitung anbot, biZ zu der verhängnißvollen Stunde, wo er die bekannte Mit Bedauern u. s. to." Note schickte. Nachtheile der Drainkrunz. Die Entwässerung des Bodens ver. mittels unterirdische? Canäle muß bekanntlich al3 die wichtigste landwirtschaftliche Verbesserung der Neuzeit bezeichnet werden. Dieselbe wird mittels Gebrannter T.onrö5.rcn voraenommen. welche in den di: Aecker durchziehenden i ...... ... . . . ' J ' . I
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Gräben dicht an einander gelegt werden, ! lyre geringen oynan,pruc?e Die liapiiaohne daß jedoch die einzelnen Röhren i listen, Spinnereien und Webereien zu -fest mit einander verbunden zu werden ' errichten. Ueberall tauchen die Fabriken brauchen. Diese Röhren ziehen daö empor, vornehmlich in Georgia, und wo uoerslüsstge Wasscr an und führen es im sie noch nicht erbaut oder im Bau begris ... . ' ' .. ' ' . . r r v v v c--n
iDc aae wette?. ')as TZrainiren verperatur des Bodens, erlaubt größere Mannichsaltigkeit des Anbaues, crleichtert die Bodenbearbeitung, liefert bessere Ernten an Qualität und Quantität, verhütet Pslanzenkrankheiten und gestattet endlich Verwendung schädlicher Wassermengcn zu nükzlichen Zwecken. Von England aus bat sich die Drainirung über das europäische Eontinent verbreitet und auch in den Ver. Staaten bereits bedeutende Ausdehnung gewonnen. Im O . ifii . . I...!id . ff . ! ... oayie 100 KJUIJKII I Staate IUinoiS 4.5 Röhren fabricirt und v stieg bereits im folgenden Jahre auf
wandelt unfruchtbare Streckm m ergie- gungen gemacht, o?.s nöthige Kapital bige Landereien, aestattct zeitigere Be- aufzutreiben. Es ist übrigens bemerstelluna im Frühjahr, erhöht die Tem- kenswerth, daß die neue Industrie so viel ' ' ' . . t.PMi.t sv.t. r
14.000.000 und seit 1870 bis vorigen Lohnsummen ankommt, als auf den BeQerüst sind über 110.000.000 solcher trag der Leistung. . Es wurde nachge Äöhrcn in JllinoiZ gelegt worden. Nach wiesen, daß trotz höherer Lohnsummen denr soeben erschienenen Berichte der die Weber in New England thatsächlich Aclttbaudchürde deZ genannten Staa.es weniger erhalten als die englischen, weil würden die in demselben den Boden sie für dasselbe Geld mehr leisten. Diedurchgehenden Nöhren, an einander ge. selbe Erfahrung wird man wohl auch im legt. elneLinie von 50.000 Meilen Länge , Süden machen, abgesehen davon, fcafc bilden. Eine ähnliche Verbreitung hat die größere Nachfrage nach ArbeitZkräf. das Drainir-Berfahren in den Staaten ten höhere Löhne zur Folge Haien muß. Qhro und Jndiana gefunden, und die Immerhin dienen, wie gesagt, die gevorhin ausgksührten Bortheile haben sich fingen Ansprüche der weißen Arbeiter im überall bewährt. üden, denn Schwarze werden in den Im Zusammenhange hiermit steht eine 'Fabriken gar nicht beschäftigt, als Zrag?. die von allen Landmirthen, land- j Anreizung für die Eapitalisten. und sind wirtschaftlichen Vereinen, Ackerbaube- die Fabriken erst eingerichtet, so werden Hürden und landwirthschastlichen Lehr-!sie den nördlichen besonders dadurch geanstaltcn auf das sorgfältigste erwogen fährlich, daß sie sich das ganze Jahr werden sollte. Auf allen Ebenen, in simdnnft d?r knslZnen Wasserkraft k,e.
allen Thälern hat du Natur Wasserreservoirs in Form von Teichen, Lachen, Sümpsen angelegt, in welche das als Negen auf die Erde fallende Wasser all mälich und langsam siäert, welche wie derurn zur gleichmäßigen Speisung von Rinnsalen, Bächen und zum Theil von Quellen beitragen und so das Wasier vermittels der Flüsse und Ströme langsam den Oceanen zuführen. Durch die Drainage wird der Proceß des Wasserabslusscs so beschleunigt.daß in stark und allgemein drainirten Gegenden in dem Bruchtheile eines Tages den Flüssen mehr Wasser zugeführt wird, als früher in einer WoLie. Dieser Umstand muß das Eintreten verheerenderUeberschwcmmungen wesentlich begünstigen, und die lchte Uebcrschwemmung des Dhio ist z '!
verlassia der Drainage ebenso sehr zuzuschreiven,, als dirn Mangel derjenigen Vegetation auf den Bergen und an den Abhängen, welche früher dasRegen- und Schneewasser aussaugte und nur allmä lich den Bächen zuführte. Auf der anderen Seite ist zu fürchten, daß die durch die Drainage schnell entleerten natürlichcn Reservoirs in Zeiten der Trockenhat den Waijermangel in vielen Gegenden noch wesentlich fühlbarer machen werden, als dies früher der Fall war. Dicse Lage der Dinge führt naturgemäß zu der Frage, ob nicht die Drainirung in einer Weise ausgeführt werden könne, welche die hohen Vortheile derselben ge währt, aber gleichzeitig den jetzt mit ihr verbundenen Nachtheilen vorbeugt.
Äerftelncrtkr Wald. Ealifornien hat man neulich einen versteinerten Wald entdeckt, worüber der Demokrat" in San Francisco Folgendes mittheilt: Von Sonoma Eounty trifft die Nachricht von der Entdcckung eines neuen versteinerten Waldes ein, der den berühmten Versteinerungen bei Ealistoga vollständig ebenbürtig sein, wenn nicht dieselben übertreffen soll. Die entdeckten Versteinerungen befinden sich auf der, Farm des Herrn W. T. Hudson. Ein Nefse des Herrn Hudson befand sich dort vor einiger Zeit auf der Jagd und setzte sich ermüdet auf einen alten Baumstumpf, den er bei näherer Untersuchung gänzlich versteinert fand. Dieser Baumstumpf gehörte dem Nadelholzgeschlechte an, war 3 Fuß im Durch messer, 4 Fuß hoch und hatte in seiner äußeren Eischeinung nichts vom Charak ter der Nadelhölzer eingebüßt. Weitere Untersuchungen ergaben, daß die ganze Urzzfgcnd dicht. mit versteinerten Baumstämmen, Zweigen u. s. w. bestreut war. Südliche VausLTplnnere!e4 Wiederholt ist der Thatsache Erwäh. nung geschehen, daß sich in den Baumwoll'Gegenden des Südens ein bemer kensweriher wirthschaftlicher Umschwung vollzieht. Es galt vor dem Bürgerkriege und noch lange nach demselben als eine Art von Evangelium, daß der Süden lediglich das Rohmaterial für die Spinnereien in England' und den Vankeestaaten zu erzeugen habe und sich selbst mit der Verarbeitung nicht abgeben dürfe. Zum großen Theile lag das selbstverständlich daran, daß die einzigen Capitalien im Süden, die Pflanzer, mit Verachtung auf die Handelsleute" herabblickten, zu denen sie auch die Fabrikanten rechneten. Theilweise lag es aber auch an dem Stand des ArbeitsMarktes, dem die Sklaverei das Gepräge aufgedrückt hatte. Um mit Sklaven in Mitbewcrb treten zu können, hätten die weißen Arbeiter sich mit Löhnen begnügen müssen, die sie aus gleiche Stufe mit Zuch'thaussträstingen gestellt hatten. Sie blieben daher aus ihren Ländereien, die freilich auch nur einen sehr dürftigen Ertrag abwarfen, und beschäftigten sich ausschließlich mit der Erzeugung von Rohmaterial. Diese armen Weiße,:, die verachteten Crackers, sind aber durch den Krieg völlig verarmt und können als Feldarbeiter gegen die jetzt freien" Neger nicht aufkommen, die an eine viel schlechtere Lebenshaltung gewöhnt sind. Zur Auswanderung fehlen ihnen meist dieMittel, und sie sind daher gezwungen, sich gegen außerordentlich niedrigen Ent gelt als Fabrikarbeiter zu verdingen. In der NadelholZ'Gegend strömen sie den Sägemühlen zu und werden noch schlechter bezahlt, als die Skandinavier und Canadier im hohen Norden; in der Baumwoll-Gegend verlocken sie duich . . n . r ..... r. in nno, oa weroen menigiiens njiren wie mogucy nm luouqem kapital ausgebaut werden soll. Die Vortheile der Südländer bestehen neben den geringen Kosten für den Transport des Rohmaterials anscheinend in den erwähnten niedrigen Löhnen. Im Jahre 1880 arbeiteten im Süden 15,27 Personen in den Spinnereien, die zusammen $2,017,347 Lohn erhielten, oder durchschnittlich $169 auf den Kopf, Während desselben Jahres betrug der v f r f ' 1 1 r n jir evt denken, daß es nicht so sehrauf die dienen können. Die fflüsse. aus be waldeten Gebirgszügen kommend, sind stets wasserreich und frieren nicht zu. In vielen Fällen werden sie noch durch Canäle gespeist, die der Staat durch Sträflinge anlegen laßt. Die südlichen Fabrikanten also können die Baumwolle aus erster Hand, oft sogar vom Wagen des Pflanzers herunter kaufen; sie sparen über einen Cent am Pfund, weil das Pressen und Verschissen der Baumwolle wegfällt und sür ihren heimischen Markt fällt die Rückfracht auf die fertige Waare fort; ferner haben sie billige Arbeitskräfte und billige Betriebskraft. Offenbar ist die neue Industrie nicht zu unteischätzen, und dieseThatsache ist auch den nördlichen Fabrikanten schon derartig zum Bewußtsein gekommen, daß sie
uemii) umiii im ura)icynülsioyn nacy nanutjCQtn AN00.000 Drainir- ! gaben in MasiackusettS 259 und in
erkaust. Die Zahl Maine $251. Doch ist hier wohl zu be.
an die Bahnen appellirt haben, sie durch billige Fracht zu retten.
Papier aus Pakmenblättkrtt. Die Palm Paper Co." in Washing. ton, D. C.. wird in Fernandina oder Jacksonville, Fla., in diesem Frühjahr eine großartige Fabrik errichten, in welcher die Fasern der Blätter und Stiele der in Florida wild wachsenden und im Ueberflusse vorhandenen Zwerg- und Kohlpalmen in Papierbrei verwandelt werden. Die genannte Gesellschast betreibt schon jetzt ein Etablissement in Fernandina, in welchen die erwähnten Blätter und Stiele in Ballen gepreßt und dann in die Fabrik in Washington verschickt werden. Hier werden dieselben in Papierbrei und dann unter Zusatz von Brei aus Lumpen in Papier verwandelt. Das von der Fabrik aus diese Weise hergestellte Papier ist von so ausgezeichneter Qualität, daß es für künstleriske Werke derStahl- oder Kupferstecherei,ZeichnenPapier und zur Herstellung des Papiergelbes und der Bonds der Ver. Staaten verwendet wird. Langjährigelnd kostspielige Experimente haben zu dem Resultate geführt, daß aus Brei, der lediglich aus den Blättern und Stielen der Palmen besteht, noch besseres Papier hergestellt werden kann, als wenn man demselben Brei der gewöhnlichen Art zusetzt. Dieser Brei soll daher, in dem neuen Etablissement in großem Maßstabe hergestellt und von dort an die Papierfabrik der Compagnie in Washington, sowie an sonstige Papierfabriken geliefert werden. Das Material ist, wie schon ermahnt, in Florida im Ueberflusse vor Handen, zur Zeit werthlos und seine Einsammlung ist mit verhältnißmäßig unbedeutenden Kosten verbunden. Es ist zu hoffen, daß das neue Verfahren der Knappheit an Stoffen, aus denen Papier hergestellt wird, einigermaßen abhelfen und so auch der Allgemeinheit zum Vortheile gereichen wird. Onkel Sa.;'ö Gcldkasten. -iv iiivuuavi uiiui vi3 ii 1 1 jf e nr Vtt!nnn Schatzamtes der Ver. Staaten an den neuen Schatzmeister, Herrn Wyman, hat, wie der Telegraph berichtet hat, stattge funden, und die Zählung der Bestände wird unter der Leitung der hierzu von dem Schatzamts - Secretär ernannten Commission einige Woche in Anspruch nehmen. Die Uebergabe der Bestände war in den letzten Fällen von AmtsWechsel ohne Nachzählung des Inhalts der einzelnen, als richtig bezeichneten Packete und Fässer erfolgt und Herr Wyman war erdötig, auch seinerseits jene Bestände in derselben Weise von seinem Amtsvorgänger Herrn Gitsillan zu übernehmen, der Schatzamtssecretäc hat es jedoch für angemessen erachtet, daß wieder einmal eine detaillirte Prüfunz erfolge. Bei dieser Gelegenheit ist die allgemeine Aufmerksamkeit auf den Geschäftsbetrieb im Schatzamte gelenkt worden und Herr Gitsillan hat einige interessante Mittheilungen gemacht. In den Gewölben des Schatzamtes befinden sich durchschnittlich $70,01)0,000 an baarem ß:'. und zwar in v:rstegelPackete... bn Inhalt sorgst:! gezählt, aus ltr Außenseiten der Säcke angegeben und attestirt ist. In Betreff dieser Packete findet ein fortwährender Ab- und Zufluß statt. Jede Gcldsendung aus den Werkstätten, in denen das Papiergeld hergestellt wird, ist von einer Bescheinigung des desfallsigen Oberbeamten versehen und versiegelt. Sofort bei Eingang wird dieselbe entsiegelt, durchgezählt und, wenn richtig befunden, in Säcke vertheilt, die mit dem Certifi cate des Schatzamts versehen, mit dessen Siegel verschlossen und dann in den Gewölben aufbewahrt werden. Die täglichenAuszahlungen imSchatz. amte belaufen sich aus $400,000 bis $500,000. Allein die monatlichen GeHaltszahlungen betragen $800,000 und vertheilen sich auf die Congreß-Abge-ordneten, die Washingtoner Angestellten der verschiedenen Regierungszweige, der Armee, der Flotte undder Verwaltung des Districts. Täglich', gehen ungefähr 1,5(0 Wechsel , und Anweisungen ein; diese müssen auf das sorgfältigste geprüft werden und dieser Theil des Geschäfts setzt besonders geübte Beamte voraus. Jeden Abend wird unmittelbar nach dem Schlüsse , der Geschäftsstunden der tägliche Abschluß gemacht; jeder Ksssirer macht seinen speciellen Abschluß,übcrgiebt solchen dem Haupt-Buchhalter und dieser stellt hieraus den Gesammt-Abschluß zusammen. Kein Beamter der verschiedenen Kassen dars die Bureaux vorPolllendung des Hauptabschlusses verlassen. Zeigt der letztere ein Zuviel oder ein Manko, so wird dasselbe festgestellt und vorgemerkt. Fehlbeträge kommen fast nie, unoeoeulenoe Mehrbeträge ziemlich häusig vor. Während die ersteren fast stets rechnerisch nachgewiesen und berich tiat werden können, haben die letzteren darin ihren Grund, daß die von Banken in attestirten und versiegelten CouvertS eingehenden Geldbetröge mitunter etwas mehr als dle Summe enthalten, zu wel cher sie markirt sind. Diese Erfahrung ist eine so allgemeine, daß eine besondere Controle der Beamten aus dieselbe ba sirt ist. Ueber alle Eingänge von Geldsen düngen seitens derjenigen Banken, mit denen das Schatzamt in regelmäßigem Geschäftsverkehr steht, wird Buch, und zwar für jede einzelne Bank ein gesondertes Conto geführt. In diesem werden alle in Betreff desJnhalts der Geld sendungen vorkommenden Irrthümer eingetragen; dlese Einträge weisen seit Jahren nach, daß unbedeutende Zuviel Zahlungen dann und wann, Mann dagegen fast nie vorkommen. Wenn nun in den Berichten eines der mit der Geldzählung beauftrajten Beamten wiederholt ein Manko und nie oder selten ein Zuviel erscheint, so ist dieser Beamte verdächtig. Die Differenzen belaufen sich auch bei den größten Zahlungen fast nie auf mehr als $1, höchstens $2, doch kommt es hierbei aus die Größe der Summen selbstverständlich viel weniger
als auf die Gewißheit an, daß alle Ve-1
amte mtt der scrupulösesten Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit arbeiten. Einem verdächtigen Beamten werden nun Pakkete zur Zählung übergeben, welche in einer nur den Qberbeamten bekannten Weise markirt sind und kleine Ueber schösse enthalten. Erscheinen die lehteren in den Berichten des betreffenden Beamten nicht, so wird diesem der Betrag derselben von seinem Gehalte abgezogen und er wird entlassen. Derartige Fälle sind unter Herrn Gilfillan nur äußerst selten vorgekommen. Was die Kassenbestände der einzelnen Kassirer an langt, so werden dieselben in folgender Weise controlirt: Jeder Kassenbeamte hat eine eiserne 5kasse in den Gewölben des Schatzamtes, in welche er seinen Kassenbestand nachSchluß der Geschäftsstunden verschließt. Von Zeit zu' Zeit, mitunter wiederholt in einer Woche, nie aber seltener als einmal im Monat, wird den betreffenden Beamten mitgetheilt, dal irgend ein anderer Kassirer seinen Kassenbestand zu zählen habe. Ein Vergleich des desfallsigeu Befundes mit dem Abschlüsse desKassirers muß jee etwaige Ordnungswidrigkeit herausstellen und es kann daher eine fortgesetzte Veruntreuung selbst ganz unbedeutender Beträge nicht stattfinden. Außerdem müssen die täglichen Abschlüsse jedesmal fertig gestellt und dem Haupt-Buchhalter übergeben werden, ehe derselbe an die Zählung des Bestandes seiner Kasse gehen kann. Die Summe der von den National banken deponirten Ver. Staaten-Bonds beträgt durchschnittlich ' $400,000,000. Diese werden in großen, attestirten und versiegelten Packcten in den Gewölben des Schatzamtes verwahrt, in jedem Jahre mindestens einmal nachgezählt und dann wiederum verpackt uud versiegelt. Das Datum der letzten Nachzählung wird auf den Packeten vorgemerkt. Die vorher erwähnte Führung eines Buches über die Mehr- oder Minderbeträge ist eine Specialität des Schatzamtes und eine Einrichtung, die auch in den größten Banken des Landes nicht existirt. Dieselbe ermöglicht nicht nur die beschriebene Controle über die'eiqencn Beamten, sondern ist auch unter Umständen den Banken gegenüber von wirklichem Nutzen. Kürzlich kam es n ner Bank in Washington gegenüber ausnahmsweise vor, daß ein von dersel ben attestirtes Geldpacket $5 00 zu wenig enthielt. Der hiervon rn Kcnntnizz ge setzte Director der Bank erklärte es zu nächst sür absolut unmöglich, daß ein solches Versehen vorgekommen sein könne. Als ihm jedoch aus dem Buche nachgewiesen wurde, daß rn früheren Fällen wiederholt je ein Dollar zu viel in den Packeten vorgefunden und zurück erstattet worden sei, ordnete der Direktor sofort die Nachzahlung der $5.00 an. W i n d s h e i m, (Bayern) 18. März. Von hier sind im vorigen Herbste ca. 76 Personen nach Brasilien ausgewandert und durch Agenten an Pflanzer förmlich verschachert worden. Dieselben mußten um geringen Lohn auf Kaffeefeldern ar beiten und ihr Loos gestaltete sich zur Unerträglichkeit, indem die Hälfte des Ernteertragnisses den Pflanzern und dit Hälfte den Arbeitern gehörte. Clnzel nen Arbeitern gelang es zu entfliehe und von diesen gelangten warnende ür.qe in die Helmatb. Äom 3Klltl0" teSUrttslltiiürt hf .1 ?t.?',tS, Zuchthauses von Georgia hat kürzlich die Jvhpifr irt'i 1knfl (U.f rtn'!fiii rtn irr.o'i v w V' l'11 Q V tzonlracloren ans em ayr vermictyet, welche sich verpflichtet haben, die Leute mtf au-,re:cyenocr Nahrung uno lei dung zu versehen, in gesunden Baracken unterzubringen und dieselben nicht länger als 10 vtunocn täglich zu velchastlgen. Außerdem bezahlen die Contractoren $20 für jeden Gefangenen. Der Staat hat bei diesem Contracte ein Ge fckäit von unaefäbr 2'.000 gemacht. aber die Berichte über abscheuliche BeHandlung der Gefangenen werden voraussichtlich nicht lange auf sich, warten lassen. NobertHardin, der alteste Fallensteller in Montana wurde dorige Woche bei Mcdina von einem Zug? überfahren und gctödtet. Der Mann war hoch in die Slebcnzig, lag aber scinem strapaziösen Berufe noch mit volle Nüstiokelt ob. DerAuSsatz scheint auf den SandwlchS-Jnseln immer noch größere Dimensionen anzunehmen. Behnss Entleerung des Hospitals in Molokai wurden 50 Kranke auf dem Dampscr Mokolii nach einem entfernteren Hospirale gebracht, welches die Ungleichen nichi wieder lebendiq verlassen werden. Der Secretär der Gesundheitsbehörde über' wachte den Transport und der Präsident derselben rief den Kranken noch im lelen Augenblicke ein 'viloW 2cvc wohl nach. Die Patienten benabmen sich musterhaft, nicht stlliNpj gleuhgültig, sondern bewußt rengnnt. In M o n t a n a, u n d zwar zwischen den Flüssen Big und Little Porcupine wurde vor Kurzem einZndia-ner-Häupiling von einem Weisen in Folge des Streites um ein Pferd erschössen. Die Indianer haben in diesem Falle große Mäßigung an den Tag gelegt ; sie haben den Mörder nur gefangen genommen und, ohne ihn im Geringsten zu mißhandeln, nach Fort Custer behufs seiner Processirung abgeliefert. Jn NeinYorkhat ein Kätzchen mit 8 Beinen das Licht der Welt erblickt. Das in Buffalo errichtete Hospital, in dem die Leute blos durch Gebet curirt werden füllten, ist laut Mittheilung der Philadelphia Medical News" aus Mangel an Geldmitteln wieder eingegangen. Der Farmer A. C. Hawkinö bei Lancaster, Mass., ist einer der bedeutendsten Geflügelzüchter im ganzenLande. Er hat über 2000 Leg-Hühner und 200 Hähne. In den letzten Jabren hat er
durchschnittlich 8,000, Hühner jährlich
ausbrüten lassen. Die5iozten, welche der Unterhalt cmer Henne erfordert, ricyten sich nach dem Geireidevreise, im vorigen Jahre betrug derselbe $1.50. Er futtert früh gequellte kleine Kartoffeln, gekochte Nüben und Fleischabgänge. Zu Mittag läjjt er Hafer verabreichen ; am Abend Mais, Gerste und Weizen. Nohe Nüben und Spätklee werden nebenbei gefüttert. Frisches Wasser und zerkleinerte Äusternschalen sind in den HühnerHäusern stets vorräthig. Die Ge bäude und das den Hühnern ausschließlich eingeräumte Land umfasien 15Acker. Das Land ist mit Gras bestanden und Theile desselben werden alljährlich umgebrochen und mit Grassamen und Hafer bestellt. Die Gebäude bestehen' aus 4 Hausern, ze 120fofe lang und I2j Fuß breit. 2 Häusern je 80 Fußlang und 12 Fuß breit; dieselben stehen mit den Frönten nach Süd. Auf dem Lande befinden sich besondere umzäunte Abtheif , i n Hingen sur Die allen yuyner mu ryren Küchlein. Eine italienische Lump c nSammlerin wurde in )!ewark vorige Woche von einem Wagen überfahren und bewußtlos in eine benachbarte Apotheke gebracht. Der untersuchende Arzt konnte einen Knochenbruch oder eine außere Verlegung nicht wahrnehmen, telephonirte aber, da er fürchtete, daß die Frau eine Gehirnerschütterung erlitten habe, nach der Ambulanz des Hospitals. Der Kutscher desWagens, der den Unfall verursacht hatte, stand dabei und bat den Arzt, alles auszubieten, daß die Frau nicht einen bleibenden Nachtheil davontrage ; er habe nur einen Dollar bei sich, werde aber alle Kosten gern bezahlen. Er hielt dem Arzt seinen Silber-Dollar hin, aber die Frau glaubte, derselbe sei für sie bestimmt, riß ihn dem Kutscher aus der Hand, rief r Danke, Danke, nix wehe thue, sprang aus, ergriff ihren Lumpensack und lief aus der Apotheke. Kürzlich kamen. ein biede rcr Farmer und sein Weib in dasAtelier eines Photographen in Hamilton, Qnt. Der lehtere war beschäftigt und die Besucher, benutzten die Zeit, die mit einer hellen Flüssigkeit gesüllte Schüssel zu einer flüchtigen Abwaschung zu benutzen. Sie waren an das aus der bekannten Lösung von salpetersaurzm Silber bestehende Bad" gekommen und haben die Erfahrung gemacht, daß es , leichter ist, einen Weißen fchwarz zu wafchen, als einen Schwarzen weiß. Fräulein Beemer, eine junge Dame in South Lima, O., empfing am Sonntag Abend den Befvch ihres Bräutigams. Das glückliche Paar saß vor dem Kamine und ihre Unterhaltung war so lebhast, daß sie beide einschliefen. Das Kleid der Braut fing Feuer, beide erwachten aber erst, nachdem dasfelbe fo völlig in Flammen stand, daß das Feuer kaum gelöscht werden konnte und Beide schlimme Brandwunden davon trugen. Die LehrerinFräul. Emma Bond im County Christian, Jll., an der in ihrem einsamen Schulhause bekanntlich ein scheußliches Verbrechen verübt wurde und für die sich im ganzen Lande die herzlichste Theilnahme kundgab, kündigt in den Zeitungen an, daß ihr Bild gegen iz::lenoung von $1.01) von lyr zu beziehen sei. Das iit jedenfalls so ziemlich der schamloseste Handel, von dem Wir je gelesen haben. Dlese Gier, aus dem Aufsehen, das em ab scheulicheö Verbrechen erregt hat, Geld zu machen, ist um so befremdlicher, al das betr. ffrauenummer Nicht etwa arm ist, sondern sehr wohlhabende Angehsrige hat. DaS Benehmen der Ladymuß die ihr entgegengebrachte Sympathie in Verachtung verwandeln. Ein texanischer Zeitungs Herausgeber kam, um die Circulation seines Blattes zu vermehren, auf die Idee, die LebenL - Beschreibungen feiner Abonnenten zu veröffentlichen und er machte damit ein gutes Geschäft. Manche, die sich dadurch geschmeichelt fühlten, kauften Hunderte vonExemplarcn, um sie unter ihre Verwandten zu vertheilen; die Meisten jedoch zahlten zwanzig Dollars, um die Veröffentlichung zu hintertreiben, da sie, ehe sie nach- Texas kamen, in anderen Staaten unter Anklagen wegen begangener Verbrechen gestanden hatten. . Im Staate 9i e w ) o r k wird in diesem Jahre eine größere Strecke Land für den Hopfenbau verwendet werden, als jemals zuvor. Tausende voz Hopfenstangen werden zur Zeit aus Canada dort eingeführt; unter denselben sind Stangen von solchen Dimensionen, daß sie sehr wohl als Telegraphenpfosten verwendet werden können. Die ganz ungewöhnlich hohen Preise de5 vorigen Jahres haben die Au-dkhnung dieses JlIeiges der Landwirthschaft ?it an'.uBl. Oorn uz;?s lande. . DieserTage fand in P a ris. in Tbi'edaut'Mkwei, der Elch von Morice'S Statue der VZepublik statt, die aus dem öbeauo'cauPlal) ansgestelll wird. ZehntausendKilogramm flüssiger Bronze gelangten aus einmal in die Form. Es ist dies einer der größten Bronzegüsje des Jahrhunderts. AnsangsJanuar wurden Peking und das nördliche China von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht. Kaiser Kuang-fu begab sich daher mit seinem Hofstaate nach dem Tempel des Drachengottes, um dort zu opfern und bei den Priestern anzusagen, warum denn dieser Gott (nach der Ansicht der Chinesen erzeugt der Drachengott das Erdbeben) jetzt gar so gewaltig zürne. Die Antwort der Priester war, daß dieser Gott keinessalls dem Kaiser, sondern nur desien Beamten grolle, die fortwährend reformiren und so die Sitten und Gebrauche der Fremden immer mehr verbreiten. Schon zwei Tage nachher erschien in der Pekinger Staatszeitung ine kaiserliche Proklamation, in welcher die Beamten ermahnt wurden, ja behüt' sam mit den Reformen vorzugehen und sie keineswegs mit Gewalt zu verbreiten, .damit die Götter nicht ferner grollen und unser Reich abermals in seinen Grundfesten erschüttern möaen. Denket
dabei auch," schließt das sinnreiche Ma rufest, .an das Wohl eurer Familien Man hat auch schon in anderenLändern, die geistig durch eine chinesische Mauer abgesperrt sind, bei großen Elementar Ereignissen die Fortschrittsreunde ver antwortlich gemacht. Eine hygienische Au, stellung von Kleidern, sanitärischen Vorrichtungen und häuslichen Einrichtungen und Dekorationen wvd in der Zeit vom 2. bis Itt. Juni in Humphrcy's Hall in London veranstaltet werden.- Die Ausstellung wird alle wichtigeren, auf dem Gebiete der Hygiene bekannten Ersin düngen und Einrichtungen umfassen. AlexanderDumas, trotz seiner neunundfünfzig Jahre noch im-
mer der Jüngere genannt, läßt gegenwärtig eine neue Ausgabe seiner dramatischen Werke auf feine Kosten erscheinen. Prächtiges Papier, stolzes Format, ein Druck, der sür den Bücherfreund eine Augenweide ist. Alles aus eigener Tasche bezahlt, gerade als wäre der Herausge der nicht ein berühmter Schriftsteller und Dramatiker, dem man jede Zeile mit Gold aufwiegt, fondern einer jener reichen Schöngeister, die sich um jeden Preis gedruckt sehen wollen ! Dumas hat aber des Ruhmes schon zu viel genossen, als daß er nach dem Schaufenster deö Buchhändlers ein dilettantisches Verlangen trüge. Die neue Prachtausgäbe wird nicht verkauft, wird nur in IM) Exemplaren gedruckt, um an die intimeren Freunde des Dichters vertheilt zu werden, an diejenigen zumil, welche an der Aufführung der einzelnen Stocke den meisten Antheil, gehabt, an die Schauspieler. Ueber eine stürmische Bal lonfahrt von Paris nach der Schweiz vernimmt daö Aarg. Tagbl. Folgendes: Graf Dion mit seinen zwei Begleitern, sämmtlich Meteorologen, beabsichtigten, den angekündigten Sturm zu beobachten. Unbehelligt kam der Ballon, der nicht wie gewöhnlich nur sür 12, sondern sür 24 Stunden Fahrzeit berechnet war, über die Vogesen. Von hier an gerieth er plötzlich in den Bereich des Schneest?:rmrs. Als die Gesahr größer wurde, ließen die Insassen das 150 rn lange Kabel sinken, da sie sahen, daß in Folge dtt Last des Schnees, der das Fahrzeug belastete, und trotz Auswersens des Baliastes ein Steigen nicht mehr möglich war. Weite Strecken hin war von nun an der Ballon nahe der Erde, sodaß von oben die Furchen im Schnee, die das Kabel zog, deutlich sichtbar waren. Gegen 9 Uhr Abends sodann wollen die Lustschisser über Basel, das sie in seinem Lichtschimmer gesehen haben, gefahren sein. Nun trieb der Schneesturm bei Nacht und Graus den Ballon dem Jura zu, wo der ganz abgelöste Anker zum ersten Mal auf der Wasserfluth aufWiderstand durch Bäume stieß, sodaß dort ein Theil des Ankers, der dann auch nachher oberhalb des Hard gefunden wurde, liegen blieb. Mit furchtbarer Schnelligkeit wurde der Ballon nach diesem Ruck über daö Thal an den andern Berg, an den untern Stockmatthubel, getrieben, wo ihm der dortige Föhrenwald glück lichcrmeise energisch Widerstand leistete. Der Ballon verwickelte sich in den Aesten und Zweigen der Bäume, das Gas ging aus und der Tragkorb mit Passagieren, Maschinen und Instrumenten siel zu Boden. In einer Sitzung des Wiener medicinischen Doctoren-Colle-giums hielt Prof. v. Mosetig einenVortrag: Ueber chirurgische Operationen bei künstlicher Beleuchtung-. Das In-' teresse des Vortrage concentrirte sich in der Demonstration eines transportablen -Apparates zur Erzeugung intensiven elektrischen Glühlichtes. Professor Mosetig illustrirte die Vortheile der ausrei chenden künstlichen Beleuchtung bei Ope rationen namentlich unter Hinweis aus die Erforschung sungcser Knochenprocesse. Trotz sorgfältiger- Entfernung l lcs Krankhaften mit dem fcharfen Lössel bleiben oft kleine, oft nur stecknadelkopf große sun'öse Wucherungen zurück, die auch durch das Tastgefüh! mit dem Jinger nicht entdeckt werden können. Die intensive Beleuchtung durch da Glühl'.cht lasse aber solche Lt'siduen erkennen und sichere damit den bleibenden Erfolg der Operation. Das Verfahren eigne sich namentlich auch für die Operationen in den Körpcrhöhlcn für plötzlich in spä ter Nachtstunde nothwendig werdende operative Eingriffe, wie Tracheotomien, 5erniotomien u. s. w. Durch das in der kleinen Glaölapsel eingeschlossene Glühlicht werde überdies manchen Unzu kömmlichkeiten vorgebeugt. Paris verbraucht täglich für 100,0(,0 Francs Naturblumen. Die jetzt modernste und fasbionabelste ist die Gardenia, von der eine Blüthe mit 5 Francs bezahlt wird ; ferner die Maidlume, von der ein Tops 10 Francs lostet ; die Königs- und die Purp'.ir.Röse, die spanische Nelke und das Veilchen. Die meisten Veilchen kommen auZ Nizza, sollen aber nicht den Dust der um Paris wachsenden Veilchen erreichen. Die einst so hoch im Preise gkhaltene Eamelie ist nun gänzlich aus der Mode. In den Garten der französischen Aristokratie ist jüngst eine neue Mode eingeführt worden. In den vor einem Schlosse oder Landhause angelegten Beeten biiden die Gärtner aus Blumen eine Zeichnung, die das Wappen oder Monogramm des Hauseigenthümers vorstellt. Magdeburg, 18. März. Als Blumenthal-Schwarzhofs - HafselbachStiftung sür den Kreis Magdeburg" ist von einer Anzahl Kameraden, Bürger, ehemaliger Soldaten und Krieger aus den Feldzügen 18G4, CG und 7071 eine Stistung in'S Leben gerusen wor den. welche den Zweck hat, ehemalige hilfsbedürftige Soldaten, rcfp. deren hilfsbedürftige Hinterbliebene zu unter stützen. Der in allen Kreisen unserer Einwohnerschaft, namentlich unter den ärmeren Klassen rühmlichst bekannte Arzt Dr. Nabetge feierte dieser Tage sein 50 jabriges Dienstjubiläum. Anläßlich desselben war ihm vom König der Kronenorden verliehen worden. Die medizinische Gesellschast ernannte ihn zum Ehrenmitglied.
