Indiana Tribüne, Volume 6, Number 196, Indianapolis, Marion County, 4 April 1883 — Page 2
Indiana Triöi'lne.i
ZügliSt- nud SoÄntsgsaszaS. Ofsicc: l?2 S. DelawareStr. Indianapolis, Ind., 1 April 18S3. Die S3äsjtß?dt iu E:,slal'.5. Der cssicielle Bericht der englischen Regierung an da Parlament, welcher die Erträgnisse der Steuern von berau schcnden Getränken betritt und das ver ßonßene Jahr umfaßt, weist auch für das letztere eine Abnahme dieser Steuern und somit des Verbrauchs berauschender Getränke nach. Die Steuer vom Viere brachte im vorigen Jahre volle CO,000 weniger ein, als im Jahre 1881. Vom Jahre 18C7 bis 1878 war derErtrag der in. Frage stehenden Steuer von dreiund zwanzig aus einunddreißig Millionen Pfund Sterling gestiegen. Seit dem Jahre 1880 ist dieselbe aus achtundzwanzig Millionen zurückgegan g e n. Die Abgaben von Wein sind in demselben Verhältnisse gefallen. Du Zeiten sind Gott sei Tank vorüber, rief während der Debatte über den 33c richt ein Mitglied des Parlaments da der Kanzler des Schatzamtes die Ein fünfte des Staates einfach dadurch um acht oder zehn.Millionen Pfund erhöhen 9 1 X a "?( l.AyVAVtit. iu.iuc,uuis u nuc oiaüuuyvC y dem Conzum der fcerau$2nt)en Öctrönr hob. Humoristisch nannte em ande. rer Redner den Ausfall ,n den Emnah. men oe laaie oas iiincii :jiiixitat einer um nch greifenden Mäßigkeit.'' , ftoch vor sechs Jahren betrug die Sum ins, die von der Bevölkerung deZ Ver. Königreichs '.sür berauschende Getränke jäbrllch ausgegeben wurde, sechs Pfund auf den Kops, und auf die ärmsten (Stos se n entfiel der verhältnißmüßig größte Csnsum. Diese Summe pro Kopf hat tun veienlliQ verrlnaer!,uno zwar rn ei &,pUt rrFriifi rnW.ninrt fxnt fi I
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i.T m.JZTZV ..I. . , ann vorzikhk. uenn d estlbt kaum dkli wWÄÄ S ll,rn,hdürs,igsten Lebmsuntirh,, abuZliä i wirst. I. diese Tendenz scheint in EuX i-ll 1 . W sg stärker hervorzu len, als in ?Ä. 3 j 4 "ch',dm Ver. Staate, wo dem Yandarbei. aan uca-j. L ifü.v .. .x, ....
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t,irW. V. Tnl n LjhV.? w5 gegengebracht wird. Ein Herr in Lon vollzogen, ohne dak ein einziger directer.Z" v,, f- f.A . .7.
oder indirccter aesedaeberischer Act auch nur im allerentserr.testen versucht hätte, die persönliche Freiheit zu beschränken, um hierdurch die Sache der Mäßigkeit zu fördern. Da? Parlament hat sich nicht herabgewürdigt, an den Erlaß von Temperenzgesetzen auch nur zu denken, und bei keiner einzigen Wahl wurde die TemperenZ'Heuchelei zum ParteiSchi boleth gemacht.. -Auch in England be stehen nicht nur Mäßigkeits'Vereine,wie in Deutschland, sondern auch Gesell schasten, die ihren Mitaliedern vclliae Enthaltsamkeit zur Pflicht machen. Vluch j diese suchenAnhanger zu gewinnen, aber, weil sie aus ehrlicher Ueberzeugung han deln, nicht durch angestrebten Zwang, Heuchelei und Lüge, sondern durch Bei spiel, Wort und Schrist. Die größere Mäßigkeit, deren sich alle Elasten der englischen Gesellschaft deflei ßigen, ist die Frucht der veränderten Anschauunz, die sich im und auö dem Volke heraus vollzogen hat. Die Gesellschaft wendet sich von dem Gewohnheitstrinker ab. Wenn früher in England Damen an sestlichenMahlzeiten Theil nahmen, so erschienen keine geistigenGetränke ausden Tafeln, aber wenn die Damen stch au rückgezogen hatten, flössen Portwein, C V V f crr J vgcnij uns anoere jcgnjeie iijciiie in Strömen. Jetzt wird von Beginn der Mahlzeiten anWem getrunken aber leichte s.,s ,s,. r..,:.. 3 JL Cr, ?! T 'V und dem Gaste auch dann berechnet wurde, wenn er dieselbe nicht ..runken lyui.i. viiic , i UUUClümuiCIi . . m i r m i u s:4f :n uno oer ein rommr nur noq aus Be stellung aus den Tische. lLisittöahnwagzn für Nustraiien. In Trcy, N. Z)., sis.d zur Zeit zwei sür Australien bestimmte Eisenbahnwa gen ausgestellt, welche nicht nur alsBor laufer eines mit diesem ErdtheNe sich entwickelnden Verkehrs in dieser Kate gori? von Producten Interesse, sondern auch durch ihre Eigenthümlichkeit und Neuheit die Bewunderung der zzhlrei chen Eisenbahnbeamten und Wagensa brikanten erregen, die nach Troy ge'om men sind, um diese neuesten und originellen Erzeugnisse amerikanischer Jndu strie zu besichtigen. Die kürzlich vollendete Eisenbahn zwi schen Sidney und Melbourne ist 350 Meilen lang und besördert sahrplanmä' ßig täglich einen Eilzug vonSidney nach Melbourne und in der Nacht zurück. Um auf dieser Bahn und speciell sür diese Züge die bisher in Australien un bekannten Palast und Schlafwagen einzuführen, bedürfte man solcher Fahr zeuge, die am Tage als Palast oder Gesellschasts und in der Nacht als Schlafwagen benutzt werden können. Die herstellung jeder Sorte von diesen Wagen ist an sich kostspielig, für Austra lien ist sie dies ganz besonders, weil die Wagen behufs des Transport? so ein. gerichtet sein müssen, daß sie hier aus einander genommen, in Kisten vervackt und alsdann'in Australien wiederznsam mengesetzt werden können, ohne daß ihre Festigkeit, Sicherheit und Dauerhastig. keit hierunter leidet. Die Eolonial Regierung van Australien hatte daher zwei Commissäre beauftragt, sämmtliche in den Ver. Staaten bei dem Bau sol cher Wagen zur Anwendung kommenden Systeme zu prüfen und die Anfertigung von vorläufig zei Wagen contractlich zu vergeben. Diese Commissäre haben sich für ein System entschieden, welches erst kürzlich dem PassagierAgenten G. Leve in New York patentirt worden ist und die Be Nutzung eines und desselben Wagens als GesellschastS und Schlafwagen gestattet.
rin T V Ö -u X T j wttd, woher stammt dann d e Scheu ge s in England ebenso mtin Deutsch. rabe' vor derjenigen Arbeit, dlisichtbare i Werthe schasst und gleichzeitig den Kör
i-nnTTPn mfrntn rrrninnon nhi hia . .
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Zu Ehren der Gattinnen dks General Gouverneurs und EisenbahnCommis sär von Australien führen die fertig ge stellten Wagen die Namen: Lady Parkes" und Lady Robertson". Dieselben ruhen auf zwei Combinationen von Rädern, deren jede au drei Räder paaren bcsteht. Sie sind äußerlich glänzend decorirt, und venn man sie am Tage betritt, kann auch der erfahrenste Eisenbahnreisende keine Spur davon entdecken, daß das Innere zur Nachtzeit in einen Schlafwagen umgewandelt wer den kann. Zur Nachtzeit erinnert nichts an die Bestimmung, welcher die Car am' Tage dient. Zwanzig rafstnirt bequem eingerichtete, mit Schaukelvorrichtungen versehene Lehnstühle bilden die Sitzplätze. Für die Nacht gestaltet der Porter das Innere des Wagens innerhalb zehn Mi nuten in einen Schlafwagen um und die Lelinstühle verschwinden in geheimnißvoller Weise. Hinter den eleganten Wänden zwischen den Fensterndesinden stch eine Alt Wandschränke. Die Wände drehen sich in Scharnieren und
! bilden die. Seitenwände der Bettstellen. Hieraus entnimmt der Porter dem Verschlage zwei kreuzförmige, hölzerne Gestelle, befestigt solche am Kops und ftufonde des herzustellenden Bette und , legt auf dieselben die ein vortresflicheö Lager b'.ldendenStahlsederMatratzen. die mit den erforderlichen Bettdecken eben sallS in d?m Verschlage verwahrt sind. AuS letzterem dreht sich ferner ein prakti scher ttleldervalen deraus. An einem g be Wagens sind Kopskiffen, Bett -- , " ji ch. und die die einzelnen Schla ,tel Unl abschließenden Vorhänge verwahrt, ie Lehnstühle können in sinnreicher . :usammenaeleat werden und jinden innerhalb der Verschlägt ,tn ,,,, Ta(t. und Nacktheit für entgezeichnete Ventilation gesorgt ist. AttstäudlSS Qtschäftiauttg. Nicht nur hierzulande, sondern überall wird darüber geklagt, daß die heran wachsende Generation eine wahre Scheu vor gewöhnlicher" Arbeit empsindet und eine .an tandlae" Beicdättlauna aucd "k -"M?"- uo"'. iufuiiu ii51 MlttSr aIh avXTiava CYT I VVO I H W w IH UIW I VH , IkklUllUVIl einen Elerk und Buchhalter für $15 die Woche und empfing an einem Tage eintausend neunhundert und fünfzig Be Werbungen. Es werden viele Gründe für diese eigenthümliche Erscheinung angesührt, von denen jedoch die-meisten höchst ober flächlich sind. Ein großer Theil der Schuld wird z. B. von englischameri konischen Blättern auf die jetzt übliche Ausbildung in den Volksschulen und in den öffentlichen höheren Lehranstalten geschoben. Die Kinder schwer arbeiten der Eltern wollen sich über den Stand der letzteren erheben, wenn sie Bildung besitzen, sie wollen nicht mehr Axt und Hammer schwingen, wenn sie Lateinisch, Französisch und Mathematik gelernt ha den. Zum grgßen Theile mag diese Beschwerde berechtigt sein, aber sie stellt doch höchstens eine Thatsache fest und liesert keine Erklärung. Im Mittelalter galt mancherStand als verhältnißmäßig unedel, der heute zu den geartetsten zählt ; Arbeit irgend welcher Art war im Alterthum überhaupt nahezu eine Schande, wie sie das noch heute bei den Indianern ist. Wenn nun die Neuzeit t!f.(l...Sf. s(!X ..nTi.i t .1 I IU blllt-UCUU C UUIHUOJ uuinc uuuci UUl. wenn die bewußte Arbeit, welche einst als nothwendiges Uebel oder gar als Fluch betrachtet wurde, jetzt als ein Vorzug des menschlichen Geschlecktes' anerkannt Muyu.a vcwuytt cui fri nr ??s?skk d.iA(t. 1 fimi .Mensch wird behaupten wollen, daß d e kttk k..nk.V.;.?. KWZr? X " X f,,n UUl Grade wachsen sollte, wie diejenige ixfiHHVtllt iiu i n WUI der anderen Stände, kein Vernünstiger wenigstens wird wünschen, daß die pro duckenden Classen ewig gleich dumm bleiben und nur einige Bevorzugte den Umkreis menschlichen WistenS erweitern.' Denn je größer die Zahl der denkenden Menschen ist, desto mehr sogenannte Genies tauchen selbstverständlich aus, d. h. Köpfe, welche auS der Summe bis herizer Erfahrungen neue weittragende Schlüsse zu ziehen vermögen. Unter 10,000 Leuten, denen die bisherigen Er rungenfchaften menschlichen Geistes all gemein bekannt sind, werden sich be stimmt mehr neuschöpferifche Geister sin den, als unter 100. Und diejenigen ferner, die .praktisch" arbeiten, aber durch geistige Ausbildung besähigt sind, keine blos mechanische Thätigkeit zu ent wickeln, werden sicherlich eher Ersindungen auf ihrem Gebiete machen, als ge lehrte Theoretiker, die von praktischen Erfordernisten keine Ahnung haben. emgemäk ollte die bessere SSulbildung die Jugend keineswegs von der gewerblichen Thätigkeit abwenden, son dern letztere höchstens fruchtbrinaender machen. Wenn sie trotzdem unleugbar v: :t- . .t jt.'t , v uic gugcajiuocnc verieyrie uirrung ausübt, so muß d a f ü r ein Grund vor Handen sein. Die bessere Schulbildung ist nicht die Ursache der herrschenden Ab, neigung gegen gewerbliche Arbeit, son dern man kann höchstens sagen, daß sie noch nicht in hinreichendem Maße nutz bar gemacht wird. Sie geht zum gro ßen Theil verloren, wril die Gesellschaft es nicht versteht, sie dienstbar zu machen.' ES würde zu .weit führen, auf die Veränderungen im Allgemeinen einzu gehen, welche, die Einführung der Dampfmaschine und der Unmasse selbst thätig wirkender Apparate innerhalb der Gesellschaft hervorgerufen hat. Nur daL fei bemerkt, daß in Folge des plötzlichen UebergewichtS der Maschinen die indu strielle Thätigkeit des Menschen vor' übergehend zu einer rein mechanischen, geisttötenden, abstumpsenden gemacht wurde. Die Art der Waaren selbst wur de nicht sehr verändert, wohl aber die Art der Herstellung. Diese hatte und hat größtentbeilS noch immer nichts
Verlockendes. Sie erfordert keine gei I
stig'. hochentwickelten Menschen, .fondern nur Leute, die entweder sehr geschwind sind, oder sehr geringe Bedürfnisse ba ben. Deshalb sind z. B. aus den Fa briken in den Neu Englandstaaten die intelligenten .Eingeborenen verdrängt und durch Canadier oder gänzlich un wissende Jrländer ersetzt worden. Die Verwendung solcher Kräfte aber läßt die betreffende Arbeit nothwendig als etwsS erscheinen, waS eme? bester ausgeblldeten Menschen unwürdig ist. ES ist nicht schön, aber sehr natürlich, daß die ge ringe Achtung vor der Mehrzahl der StandeLmitglieder sich auf den Stand selbst übertrügt, dieser also bald als un edel gilt. Andererseits kann eine solche verkehrte Anschauung sich nicht lange behaupten. I: allgemeiner auch die höhere Schulbildung wird, desto gerin ger natürlich die Zahl der Unwissenden im Verhältniß zu Denen, die etwa ge lernt" haben. Schließlich sind erstere allein nicht mehr im Stande, den indu striellen Betrieb zu besorgen. EZ müs sen die Gebildeten" herangezogen und durch Abstellung derjenigen Mißstände angelockt werden, durch die sie früher abgeschreckt wurden. Die Vorbereitungen zu diesem Umschwünge lassen sich schon jetzt beobachten. Es hat sich be reit? ein besserer Geschmack entwickelt, der Waaren verlangt, die durch bloße Maschinenarbeit nicht hergestellt werden können. Die Maschine wird allmälich wieder zum Hilsöwerkzeug des Menschen, statt ihn völlig zu beherrschen. Der menschliche Geist hat sich den veründer ten Verhältnissen bereits angepaßt und fängt an, sich über dieselben zu erhe den. Sobald aber zum gewerblichen Betriebe wieder mehr gehört als rein mechanische Muskelthätigkeit, sobald er individueller Geschicklichkeit und hervor ragendem Geschmack wieder Gelegenheit zur Bethätigung giebt, wird auch die. Arbeit aus diesem Vediett wieder als fl .anständig" gelten, wie nur je in den mittelalterlichen Städten. crkcs's In Folge der Annäherung an de Ver. Staaten macht sich in Merilo da? B streben geltend, es so viel wie möglich den civilisicten Ländern nachzuihun. Auch genaue statistisch: Ausnahmen wer den für unerläßlich gehalten, um der Au ßenwelt zu zeigen, was Mexico eigentlich ist. Allerdings wurde schon im Jahre 1873 eine nominelle VermögenSschäur.g vorgenommen, da aber dieselbe den gesammten Äeichthum des Landes auf nur $310,791, 4 0.'! bezifferte, während sich die Bevölkerung auf !) Millionen See len beläust, so ergiebt sich ihre Unzuver lassigkeit ganz von selbst. In diesem Jahre nun wurde eine wirklich ernsthaste Abschätzung vorgenommen, die nicht zuverlässtge? sein mag. wie derartige stati stische Ausnahmen in ar.dcren Ländern, wohl aber dasselbe Vertrauen beanspru chen darf, wie unser eigener Censu. Diese Einschätzung beziffert den Werth deS beweglichen und unbeweglichen Ver mögen? in Mexico aus .?::.071.MiZ.000, d. h. etwaS mehr als durcdschn-.tllich .200 auf den Kovf der Bevölkerung. Be denkt man, daß in keinem unserer Süd staaten das durchschnittliche Vermögen der Bevölkerung diese he erreicht, so wird man Mexico mit etwa? anderen Augen ansehen als bisher. Die - Vertheilung diese? Vermögens ist jedoch eine außerordentliche. Da Mexico nur wenige große Städte und keine nennenswerthe Jndustrie-Entwick lung hat, so würde die Annahme nahe liegen, daß seine Reichthümer vormie gend in ländlichen Besitztümern beste hen. Das Gegentheil ist aber d?r Fall, wie solgende Zahlen zeigen : Städtische Vesizungen ländliche m m Aeglkru.'gtkizkillh.m :'.!. i:u;.o .. 773.tHM,tM . 3M,UU0,IM1 $ i,l7.0oti,U0 . Der scheinbare Widerspruch in diesen Zahlen erklärt sich indessen leicht durch die Erwägung, daß der Ackerbau in Me xico noch sehr roh betrieben wird und der gewöhnlich: Bauer sich mit dem amerikanischen Farmer gar nicht vergleichen kann. Da die Verkehrswege noch sehr mangelhast sind, so hat daS weitab von den Städten gelegene Grundeigenthum einen äußerst geringen Werth, und die auf denselben befindlichen Gebäulichkei ten und sonstigen Verbesserungen" zäh len kaum mit. Eigenthümlich muthet die Auszählung einiger besonderen Arten städtischen Ei genthumS an. Da giebt eS : 46 Theater ? 5,600.000. 2 Stltrkimvf.PlZde (J2.MKW. VS Hahnenktmpf.Rmge 116,00". 17 aroie KlrHe M,00ouo. 1200tlctneic lrchen... 27,000,000. Von den Häusern haben 34,U$ einen Werth von je $24,5M), können somit nach mexikanischen Begriffen als Paläste bezeichnet werden. .Bürgerliche" HSu ser im durchschnittlichen Werthe von $3, 200 giebt es199,81,besteht aber die über auS größte Mehrzahl allerWohngcbäude, nämlich .1.411,031 auS sogenannten Adoden, die auS sonngetrocknetem Lehm hergestellt sind und durchschnittlich we niger alS t300 kosten, hierin sind selbst verständlich die ländlichen Wohnungen mit einbegriffen, und rechnet man, daß vx Durchschnitt jedeS HauS von einer Familie von sänf Köpfen bewohnt wird, so eraiebt sich, daß mehr als 7 Millio ien Menschen, od,r nahezu 80 Procent der ganzen Bevölkung m Adoben hausen. Hieraus sowohl, wie au mehreren anderen Angaben läßt sich schließen, daß der CensuS daS Vermögen Mexicos nicht überschätzt. Den Werth der großarti. gen Waldungen z. B. beziffert er nur ans 534,000,000, den der unbebauten Ländereien, die Hunderte von Millionen Acres umfassen, auf nur tzS6,000.000. Wenn trotzdem 5300 auf den Kopf der Bevölkerung entfallen, so bestätigt daS die Annahme, daß Mexico ein von Na tur auS sehr reiches Land ist. Kommt es endlich zu Ruhe und werden durch ausländische? Capital und Eisenbahnen die natürlichen HilsSquellen entwickelt, die jetzt fast gar nicht ausgebeutet wer eu, so dürfte die Nachbarrepublik gar bald eine, hervorragende Stelle einneh men. DaßZ ihre industrielle Entwicke lung amerikanische? G.'präge .erhält.
wird ihr sicherlich nicht zum Schaden ct reichen. 2410 wieder : Billiges GaS" In der neuen und alten Äclt mehren sich die Erfindungen, das GaS so billig herzustellen, daß man glauben müßte, man würde dasselbe in Zulunst nicht nur unentgeltlich erhalten, sondern schließlich noch etwas dazu bekommen. wenn man eS nur überhaupt benutzen will. Kürzlich hatten wir von einem dem Herrn T. G. Springer in Chicago patentirten Versahren zu berichten, wel cheö der Kohle statt der bisherigen 15 bis höchstens 20 Prscent ihrer Leucht und Heizkcast, mindestens !10 Procent derselben entzieht. Die Fabrikgebäude und Apparate, in denen dieses Versah-, ren im Großen ausgebeutet werden soll sind vollendet, und in den nächsten Ta gen wird zunächst für die Westseite von Chicago daS Gas so billig geliefert werden, daß, abgesehen von der selbst' verständlichen Beleuchtung, alle Haus Haltungen, Kochhcerde, Dampfkessel nur noch einzig und allein mit Gas werden geheizt werden. Hoffentlich bewähren sich die Erwartungen, die man an die neue Gassabrik mit ihren CupolQefen und ihrer Zersetzung überhitztenDampfes in Sauerstost und Wasserstoff lnüpst. Aber übertroffen bereits ist dieses Ver fahren durch eine Methode, welche einem Chemiker in Ehester in England ihre Entdeckung verdankt und sich laut Ver sicherung de London Globe" bei den damit angestellten Versuchen glänzend bewährt hat. Nach ihr erzeugt ein GaS osen neuer Construction nicht nur statt den bikhe? durchschnittlich gewonnenen 10,W)U Cubilsuß Gas auS der Tonne ordinärer Kohlen 15,000 Cubikfuß bcs seren und reinerenGaseS, sondern auch so viele Ncdenproducte, daß der Erlös aus solchen die ÄnschaffunaLkosten der Koh len, die Albeil. die Zinsen deS Anlage Capitals und die Abnutzung de? Gebäude und Apparate reichlich bezahlt. Wie 15,J00 CubitsuMksten Gases sind so ! mit rein geschenkt und mögen wie Lust oder Wasser beliebig verwendet werden. Diese Nebenprodukte bestehen in Theer, Coaks und Ammoniak, und bei dem der maligen Marktpreise derselben ergiebt eine Tonne Kohlen sür acht Schillinge Coaks und sür fünf Schillinge Theer und Ammoniak oder so viel, als zur Be streitung der vorher erwähntenGesammt Produktionskosten des Gas:- erforderlich ist. Der englische Schilling ist gleich 21 Cents und es erhellt sonach auö der Mittheilung des .G!obe", daß die Tonne Kohlen in Chester bedeutend weniger als $3.12 kosten muß. Dies wird gleichfalls zutreffen, aber trotzdem ist bei der ganzen Rechnung und bei der durch solche deducirten Spottbilligkeit des Ga seS der Umstand nicht berücksichtigt, daß bei der.maffenhaftcn und wohlseilen Ge winnung von Coaks, Theerund Ammo niak der Preis dieser Artikel so fallen muß, daß dieselben aushören, werthvolle Nebenproducte zu sein. Nimmt man indeß an, daß die letzteren gar keinen Werth hätten, so würden immerhin die Herstellungskosten von 10O0 Cubikfuß GaS mit nicht ganz 21 Cents immer noch außerordentlich niedrig sein. Als wei t:rer Vorzug des neuen Verfahrens in Chester wird endlich noch angesührt, daß bei demselben eine vollständige Rauch Verbrennung staüsindetVom ulanse. U u s f e nt l i chen Schulen cn Chicago waren in diesem Jahre zur.r ersten Male am Charsreituge gefchlns sen. N ach der Detroit F r e e Preß- hat ein LzZegelagercr in Kalifornien in seinem iöerufc all Slrjciuäuber H 581 und ein solch:? an den Nia-gara-Jöllen in seinem Bcruse alöDrosch kenlutscher :,2Gj verdient. Frau B o w e r s in Calisor nien ist nicht volle 3 Fuß hoch, bildet aber mit ihrem attrn und ihren drei Töchtern, die sämmtlich von durchschnitt licher Größe sind, eine. sehr glückliche Familie. Da k eme Weibchen führt das Regiment mit straffer Hand, der Mann steht gerade nicht unter dem Pantoffel, aber die wohlerzogenen Töchter pariren aus den leisesten Wink. Auch Präsident Porter vom ?)a!e College hat dieser Tage einem Temperen Comite erklärt, daß er sich von irgend welchen Temperenzaesetzen nicht den mindesten Einfluß aus Besürderung der Mäßigkeit verspreche. Dr. F r a n c i S in N e w p o r t. R. I., sagt, daß der gesunde Herzschlag jambisch kurz, lang ist und daß ein trochäischer tang kurz , pyrrhisher kurz, kurz, sponduischer, lang, lang, Rythmus des Pulses andeutet, daß etwas am Herzen nicht ganz in Ord nung ist. Vorstehende Herzbewegungen beziehen sich auf die Blutcirculation, während daS wie ein Doctylus lang, kurz, kurz pulsircr.de Organ ein see lisch asstcirteS Herz andeutet. D r. P o st in O S c e o l a m u ß t t kürzlich, als er sich aus dem Wege zu einem Patienten in der Umgegend be fand, wegen des hohen .Schnees seinen Wagen verlassen und den Weg zu Fuße fortsetzen. Piöklich blieb er mit dem Fuße an etwas 'hängen und entdeckte, daß er sich in einen Telegraphendraht verwickelt hatte. - Dies: Drähte befinden sich an jener Stelle 15 Fuß über dem Boden und man kann hieraus die Höhe des Schnees ermessen. In Camillu?,N.Z),herrscht große Aufregung,. weil dieser Tage die Leiche eines geachteten Bürgers, Edwin N. Hermon, am Tage nach ihrer Beer ; V ' r- ' r . . vlgung in oem occiraaie oes meoicini schen College in Cyracuse entdeckt wor den ist. . Ein sarbiger Schulcommissär in Chattanooga, Tenn., inspi cirte kürzlich auch die Schulen der Wei ßen in seinem Bezirke; die? hat solche Aufregung unter der weisen Bevölke rung hervorgerufen, daß der Farbige fein Amt niedergelegt hat. Viele Geschäftsleute in
Europa fürchten' sich förmlich, Gehilfen ' :44.f mw!. ... e..jL. . . .. - ' i
miucii üzeigei! zu lucyen, rokli lt er fahrungsmäßig mit Briefen über schwemmt werden. Doch auch hier ist der Zudrang zu diesen Stellen so unge Heuer, daß sie gerade deshalb nichts mehr einbringen. Männliche und weibliche Ladengehilsen, Abschreiber und derglei chen sind zu allen Zeiten in beliebiger Anzahl zu haben. Als kürzlich ein Witzbold" in New tyoxt drei Damen zum Copiren verlangte, um zu sehen, wie viele sich melden würden, war der An drang in der bezeichneten Halle so groß, daß sie gewaltsam geräumt werden mußte. DaS neue Gesetz zur Rege lung des Schulbesuchs in Nhode Island schreibt vor, daß jedes Kind im Alter zwischen 7 und 15 Jahren mindestens 16 Wochen im Jahre die Schule besuchen muß, sowie daß kein Kind unter 12 Iah' ren und keines unter 14 Jahren, das nicht mindestens seinen Namen schreiben und einen Abschnitt der Constitution richtig lesen kann, in Fabriken beschäftigt werden darf. In Boston wurden kürz lich von dem Agenten derMnderschutzge sellschas! in einem ganz verfallenenHause drei Kinder entdeckt, welche, seit sie vor zwei Jahren ihre Eltern verloren, dieses ihr Haus bewohnen. Keines der Kinder hat jemals gebettelt ; der älteste Knabe unterhält sich und die Geschwister mit seinem Verdienste als Schuhputzer, aber Mangel an Kleidung und der elendeZu stand deS Hause machten schließlich daS Cingreisen der genannten Gesellschaft nöthig. . Gelegentlich der Vermäh lung des Senators David Davis wurde die Erinnerung an einen Scherz wieder aufgefrischt, der sich in derBundeshaupt stadt abspielte, als HayeS Präsident und EoartS Staatssecretär war. Der letz tere und Davis wohnten einem opulen ten Souper bei. Als das Dessert auf getragen wurde, begannen beide, sich ge genseitig zu necken. Bei Ihrer Leibes sülle sagte Evarts würde ich den Sommer nirgends anders als aufWran gell-Land verleben." Das werde ich mir überlegen, äußerte D. zu seinemFreundr. der bekanntlich außerordentlich mager ist. aber, wann haben Sie denn eigentlich Ihren Schatten zum letzten Male ge sehen ?" schließlich meinte Davis : .Obgleich ich vielleicht 100mal so viel wiege, wie Sie, bin ich doch schneller und gewandter.- Ich wett: mit Ihnen, daß Sie mir in einem Dauerlause auf einer Strecke von 100ArdS nicht vorkommen, wenn Sie mir 5 ards Vorsprung ge statten." Die Wetle würd? abgeschlossen und sollte sosort auf dem Heimwege zur En:scheidung gebracht werden. Der Morgen brach an, als die lustige Gesell schast das gastliche Haus verließ. AIS dieselbe an einer seh? schmalen Allen vorbeikam, rief DaviS : Jetzt passen Sie auf, Evarts," schritt in dieAlley fünf Schritte hinein und commandirte: Nun vorwärts' Er füllte die Allen fast voll ständig aus, stemmte auch noch, soweit dies ging, die Arme in die Seite, und Evarts gab unter allgemeinem Gelächter ff ine Wette verloren. Am Samstag wurde im Cramp'schen Schiffsbauhose zu Phila delphia oer Monitor Terror", an dem seit 1874 gebaut worden ist, glücklich vom Stapel gelassen,' doch wurde dabei Talg im Werthe von' $1000 verschmiert. G a l v e st o n erfreute sich die ser Tage bei einem Gewitter eines Schmefelregens". Alle Gewässer waren mit gelber Schweselblüthe bedeckt, und die Naturforscher" der Glatt waren voll Entzückens. Leider verdarb das Mikroskop die Freude, denn unter ihm entpuppte sich dcrSchwefel als Blüthen staub der Blumen, die der Sturm auö den nahen Wäldern mitgebracht hatte. Ähnlicher Natur sind alle Schwefel, Blut, Frosch, Fisch u. s. w. Regen, von welchen wunderbare Historien Kunde geben. DaS unablässige G e s a s e l über den mythischen irischen Verschwörer .Nr. 1" hat glücklich schon zur Folge ge habt, daß ein New Yorker. John Mea ney, verrückt geworden ist. Er bildet sich ein, besagte .Nr. V zu sein, und wähnt, von englischen Polizisten aus Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Der große neue Dampfer des Norddeutschen Lloyd, die Fulda", brauchte von den Nadeln" bei South ampton bis zum New Borker Hafen nur acht Tage und drei Stunden, obgleich er heftige Stürme zu bestehen hatte und an gewaltigen Eisbergen vorbeikam. Die neuen Bremer Dampfer Fulda" und Werra" sind um zehn Fuß längerund in demselben Verhältnisse stärker, als der ebenfalls noch neue Bremer Dampfer .Elbe". V .m Auslande. In A n n o n a y, südlich von Lyon, Frankreich, wird am o. Juni, dem bundertjährigen Geburtstage des ersten Luftballons, ein Denkmal für die Brü der Montaolster. die Erfinder, gesetzt werden. Viel Nutzen bat die Erfindung der Welt noch nicht gebracht, und viel ttird sie auch nach allen zukünftigen Verbesserungen schwerlich stisten. Dennoch würde das lenkbare Lustschiff oder eine brachbare Flugmaschine sür Eine Per son einer der größten Triumphe deö Menschengeistes sein. Das imsranzösischen Se nate eingebrachte Gesetz gegen das Duell wurde am 10. März verworsen. Dieses Resultat war hauptsächlich dem Eingrei sen deZ Justizministers Martin Feuilee zu verdanken, der sich sehr entschieden gegen das Gesetz aussprach. Er gab zu, daß das Duell eine barbarische Ge wohnheit sei und der heutigen Civilisa tion nicht entspreche. Doch lasse sich nicht verkennen, daß die Sitten und An schauungen sich dagegen auflehnten, daS Duell kurzweg als ein Verbrechen zu be trachten, und so habe letzteres denn bis ber noch immer über alle VersuZze der dagegen auszurichten
Unterdrückung lriumphtrt. Das Dneu sei noch zu tief cingewurze'.:. als daß die Gesekzlduna mit radica!m Verbote
desselben ctwaö
vermöge; ja die militärische JuriSpru denz lasse sogar das Duell a!S obliga torisch zu, und man dürfe nicht vergessen, daß heute Jedermann in Frankreich Soldat sein müsse. Im Uebrizen hat ten die Fortschritte der Bildung der Sitten und Anschauungen daö Vorur theil des Duells doch schon mchr und mehr zurückgedrängt und abgeschwächt und es sei daher richtiger und weiser, vorerst noch der Zeit und einem allmäli gen Umschwünge der Ideen in dieser Hinsicht das Weitere zu überlassen. Dem Senat leuchtete dies ein, und so verwarf er denn mit übawältigender Majorität das Gesetz gegen das Duell. Die Gährung unter den Arbeitern Lyon's in Frankreich dauert
fort. Als die Hauptursache der Unzu friedenheit der dortigen Arbeiter ist das enorme Sinken der Löhne in der Sei denindustrie zu betrachten, welches feit Jahren stetig ist. Der Durcbschnitts lohn, sonst $0-$8, beträgt nu; .loch $1 $3. Dieses Sinken wird veranlaßt theils durch die Abnahme deS Seiden absatzes, theils durch Abnahme derNach frage nach französischer Seide, Zeidem in den Ver. Etaalen eine uiächtige Seiden industrie entstanden ist, die von Jahr zu Jahr wächst und Frankreichs fast ganz vom amerikanischen Markte verdrängt hat. Außerdem dars aber ein wichtiger it n w r i es m w umiiano niql auyer ','icyr geladen wer den. In Lyon vollzicbt siÄ aeaenwär liZ der Todeskamps des Handbetrie v nn.f.: : . i m 40 Jahren gab eS in Lyo.i 00.000hand stähle, in seiner Umgebung keine. Heute gibt eS in der Stadt Lyon nur noch 20, 000 Handstühle ; außerhalb der Stadt aber sind eine Reihe großer Anlagen mit 125,(00 Maschinenstühlen entstanden. Wer das Elend der Handweber in Deutschland und Oesterreich kennt, weiß, was solch' ein Tode5?amps z bedeuten hat. I n Oesterreich b e s ch ä f tigt sich die czechische Presse schon seit einiger Zeit mit der Ärmeesprache. Selbstverständlich richtet sich der Angriff vor Allem dagegen, daß die deutsche Sprache die Verkehrssprache derOssiziere unter einander bilde. Allein ein jung czechisches Blatt hat jetzt einen so subli men Einfall, daß er wohl verzeichnet zu werden verdient. Narodni L'stY führen nämlich auS, nach Recht und Billigkeit sollte eigentlich eine fremde, beispiels weise die französische, in Oesterreich die Armeesprache sein, damit alle Nationa litäten gleichberechtigt seien. Da aber die Verhältnisse die deutsche zur Armee sprche gemacht hätten, müsse diese blos -die Csmmando und Dienstsprache blei ben. Das Verlangen nach der deutschen ArmeeConversationS Sprache würde das Eindringen eine unösterreichischen kj W S acarn ucn riaiajincnociiico. Kiot , Geistes in die Ruhen der Armee bedeu ! ten." Kann man sich eine größere Con fusion der BegriZe denken,als die, welche in der VerföhnungSAera stattgefunden hat ? Ueber d ieOrg anisalion der socialistischen Bewegung in Südspa nien bringt 'du Madrider Bericht der TempS interessante Einzelheiten. Der Arbeiterbund spanischer Legion" ist mit eine? bis ins einzelne gehenden bureau kratischen Genauigkeit gegliedert. Die Mitglieder sind in Sektionen, je nach Geschlecht. Alterund Beschäftigung, ein getheilt und selbst j'.ne besonders ge nannt, welche des Leben? und Schreibens kundig sind. Die territoriale Eintheilnng ist ebenso durchgeführt wie die b:rufsmä ßize, und jede Section hat ihre Leiter und Opcrationspunkte, die voneinander unabhängig und einander unbekannt sind. In Andalusien sowie den Grenz Provinzen Estremadnra und Murcia gibt es 130 Föderationen, Zd'0 Sectionen u. 42,000 Mitglieder auf dem flachen Lan de, welche den Zweck und den Bereich der Äeheimgerichte de Bundes nicht kennen. Die Propaganda des Bundes bedient sich ihrer besondern Blätter : Sociale Revue", Chronik der Arbeiter", Auto nomie" u. s. w., welche unter den Arbei tern der orößtenStädte vertheilt werden. Auch die Verbreitung von Flugschristen wird gesördert, und sür lS3o besteht ein Revolution-Kalender", in welchem der" 13. März als allgemeine und allezeit ruhmreicyks Fest dcs Proletariats" dezeichnet wird. I n einem kleinen Dorfe Siebenbürgens, Esik Si.entDumokos, leben die dortigen Insassen seit dem Jahr 15'.'9, also' bereiis 283 Jabre un ler der Last deS aroßen Bannfluches. Papst Clemens VIII. strafte das Dorf dafür, weil in dessen Bereiche, der 5kar dinal Bartholy ermsidct wurde, welcher , damals in gai'z Siebenbürgen di: geistige und welniche Macht ausübte, bis ein Ausstand derselben ein Ende machte. In Folge des päpstlichen Bannfluches waren die Einnobner von Estk'Szent DvmokoZ überall velsolgt. Von der durch Hunger und Elend dezimirten Bevölkerung wanderte ein Theil aus, frei lich nur, um anderwärts mit demselben Hasse verfolgt zu werden. Im Jahre 1007 wendete sich die erschöpfte Gemeinte mit der Bitte um Aufhebung deS Bannfluches nach Rom, wo die dortige Kurie ihr ein hundertjähriges Fasten als Buße auferlegte, und zwar mit der Be dingung, daß, wenn einer von den In fassen de OrteS nur einmal dies Fssten brechen sollte, die Buße und Nachsicht sür Alle ungiltig wäre. Die Gemeinde nahm diese Buße nicht an und sür die Sünden der Väter lastet aus ihr noch heute, im Jahre 1885, der große Bann fluch, der sich übrigens heute leichter tra gen läßt, als in der Zeit, in der er ver hängt wurde. D i e verändertePraxiS der englischen' Aerzte hat nicht we nig zur Verringerung deS Ver brauchs von Spirituosen beigetragen; diese verschrieben früher als Stärkun?z Mittel mit Vorliebe schwere Weine, wah rend sie jetzt zwar recht wohl wissen, daß der Wein die Milch der Greise ist, aber im Allgemeinen vorziehen, behufs der Stärkung Bouillon, Eier,Fleischextracte und dergl. zu verordnen. Die größere Mäßigkeit in England bildet einen wohlthuendenGegensatz zu unserem Hirn wüthigen Temperenzschwindel.
