Indiana Tribüne, Volume 6, Number 194, Indianapolis, Marion County, 2 April 1883 — Page 2
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OVmt' C, -w ZögliSe- nud SoautagsausgaSe-. Ofilcc: Z2G. DelawareStr. Jndlan7.poliö, Ind., 2 April 1883. !e fAnfie Paelf!cöa!zn. Der Eisenbahn'Jngenicu? Alöert K. Owen hat in Boston eine Eisenbahn Compagnie organisirt, welche nach den Gesetzen des Staates Massachusetts incorporirt worden ist. Die von derselben zu erbauende Eisenbahn führt den 5ia um Texas, Topolsbampo & Pacistc Bahn, und Senator 23. Wind cm von Minnesota ist zur Zeit Präsident Derselben. Diese Bahn ist die fünfte, welche den directen Verkehr mit der pacistschen Küste und hierdurch den Handel mit tihina, Japan, Ostindien, Australien nd den Inseln im pacisischen, sowie im kdischen Ocean vermitteln soll. Die veue Linie ist kürzer als irgend eine der e&r bestehenden oder im Bau begriffenen und roird durch dasjenige Gebiet von Mexico laufen, welches sich Voraussicht llch am schnellsten und glänzendsten ent wickeln wird. Topolobarnpo ist ein zur Zeit unbedeutende? Hafenplah an der Westküste von Mexico, der aber die größ ten natürlichen Vortheile für einenhafen ersten Ranges bietet. Sowohl' von Prestdio del Rorte am Rio Grande, al von Eagle Pzß in der Nähe von San Antonio, soll eine Linie nach Parnal, einem Städtchen im nördlichen Mexico geführt werden und von hic? aus werden deideLinien. zu einer Bahn vereinigt, die pacifische Küste bei Topolobampoerreichen. Laut eines mit der mexicanischcn Regierung am 13. Juni vor. I. abgeschlössen Vertrages ist der Compagnie das Recht ertheilt, die Bahn zu bauen und für eine Reihe von 1)9 Jahren ausschließlich in Betrieb zu setzen, nach Ab lauf dieser Zeit geht die Bahn mit allen Zweigbahnen und sonstigem Zubehör in den Besitz der Regierung von Mexico über und diese hat den Actionären eine Entschädigung zu gewähren, deren Höhe von Schiedsrichtern, die von beiden Theilen ernannt werden, festgesetzt wird. Außerdem verpflichtet sich die Regierung, zu den Baukosten $3,0G4 pro Meile beizutragen, das erforderliche Land, soweit sich solches ausRegierungsländereien besindet, unentgeltlich abzutreten, die unentgeltliche Benutzung und Ausbeutung der auf Regierungslände reien befindlichen Waldbestände und sonstigen Baumaterialien zu gestatten, und bedingt sich dagegen das Recht aus, die zu errichtenden Telegraphenpfosten für die Leitung zweier ihr der Regierung gehörigen Drähte zu benutzen. Alles von der Bahn berührte Regie rungöland wird in einer Breite von 227 Fuß und das für Stationen, Bahnhofe, gerhäuser zc. erforderliche Terrain ebenfalls unentgeltlich abgetreten. Die projectirte Linie ist die kürzeste Verbin dung irgend eines atlantischen Hasen Platzes zwischrn Maine und Florida, irgend eines Seeplatzes am Golf von M:rco von Florida bis zum Rio Gran de, und irgend einer Stadt im Thale des Mississippi westlich von Omaha und südlich von Wisconsin mit dem pacisischen Oceane. Die Entfernung zwischen Rew Zork und dem Endpunkte der nördlichen Vacisicbahn beträgt über Duwth 3,310 Meilen, zwischen dem ge nannten Hafen und dem Endpunkte de? Eentral-Pacincöahn :;,.,30 Meilen, zwischen demselben und dem Endpunkte der südlichen Pacisicbahn 2,9-10 Meilen und Zwischen New ZZork imd Topolobampo blos 2,511; Meilen. Von letzterein Hasen sind auch die Entfernungen nach den bedeutendsten Scehandels Plätzen in Asien, Australien und auf den Inseln de5 indischen Oceans kürzer, als von ir gend einem andern Punkte an der Westlöste. Viele der bedeutendsten und u'nternehmungslustigsten Eaptalisten der Ver. Staaten sind an dem Unternehmen detheiligt und voraussichtlich wird schon zeitig im Frühjahre an die 'Durchsührung geschritten werden. Der Eisen bahnbau wird hierdurch einen neuen und bedeutsamen -Ausschwung erhalten und den bestehenden Pacisicbahnen hossentlich ein wirkliche? Mitbewerb erwachsen. Madagaöcar's Dtplomztktt in Brooklyn. Der übliche Gottesdi?nst in der Pln mzuth-Kirche inBrookiyn wurde vorigen Sonntag durch den Besuch der Gesandt schaft von Madagascar und eine kurze Ansprache des Gesandten Rovoninahi triniariva in seiner Landessprache belebt. Die Mitglieder der Gesandtschaft saßen links vom Mittelgange und zogen die Aufmerksamkeit der versammelten Men schenmenge auf sich. Henry W. Beecher zollte den Gästen Tribut, ehe er seine Predigt begann. Er sagte, daS amerikanische Volk kenne nur wenig von der Geschichte und dem jktzigen Zustande der interessanten Insel, deren Vertrete? die Gäste sind. Die Bewohner bildeten ein interessantes Volk.wenn sie auch in ihren Gewohnheiten und in ihrer Lebensweise einfach sind. De? Fortschritt mache sich in der Errichtung besserer Wohnhäuser, im Bedütsnie besserer Gewandung. dnd in einer Verstärkung des Jndustriesy stems bemerkbar. Madagascar habe sich dem Marsche der Nationen ange schlössen. Gegenwärtig drohe der Insel die Intervention und die Oberhoheit Frankreichs. Ein solches Einschreiten würde der französischen Republik und ihrer gerühmten Civilisation unwürdig sein. Die Regierungen der christlichen Welt würden von den Gesandten Ma däga'cars um Hilse zur Verhütung jener "Dokumentation christlicher Barbarei gebeten. Die amerikanische Republik könne ihren starken Arm zwar nicht über den Ocean strecken, um ihren Willen geltend zu machen, aber nichts-hindere die christ. liche Bevölkerung Amerika's, Protest zu erheben. Es wäre eine Freude, zu sehen, wie sich die Plymouth-ttirche erhebt, um
einem schwachen und bedrohten Volke ihre moralische Unterstützung zu leihen. 5?ach der Predigt lud Vastor Beecher die Gesandten auf die Platform, wo Kaooninahitriniariva solgendeAnsprache hielt, die der Dolmetscher der Versammlung verdeutlichte. Der Gesandte sagte : Ich bin außerordentlich erfreut, theure Freunde, mit Ihnen in einem Gottes Hause zusammenzukommen, denn wir sind hierhergekommen,' um die Sympathie der großen amerikanischen Nation her vorzurufen. Unsere Nation ist weit von hier entfernt, strebt indeß aus der Leiter der Civilisation emporzukommen.' Wir baben Washington besucht,' wo wir dem Präsidenten vorgestellt wurden und waren auch in Philadelphia. Jetzt sind wir in Eurer Mitte, in New?)ork undVrook lyn und bemerken, daß Eure Civilisation und Euer Christenthum dieselben sind, die wir empfangen und unter un zur Geltung bringen wollen. Wir wünschen, daß Eure Gebete erhört und Frankreichs Absichten vereitelt werden, damit der uns von Gott gegebene Friede auf unserer Insel herrsche Veisallsklatschen erhob sich amSchlusse der Ansprache und auf Antrag des Pa stors nahm die Gemeinde folgende Be schlösse an : Die cdristlicbe Versammlung reicht
ihren Brüdern, den Gesandten au5 Ma dagaskar, dte Freundes und velyeu ert ihre warme Sympathie mit dem Souverän und den Bürgern Madagaö car'S in ihrem Kampfe für Freiheit und Unabhängigkeit auszudrücken. Wir protestiren im Namen GotteS, der Freibeit und des RevublikanismuS gegen die Einmischung irgend eines christlichen Staates und besonders eines den Titel ..Republik- beanspruchenden Staates in die inneren Angelegenheiten der Insel Madagascar." LluSgezelchntte Stechtöpflege. Bekanntlich führte in Wien die Er ordung eines gewissen Marstallinsek zu der Verhaftung einer ganzen Schaar Socialisten und zu einem großen Raub mord und Hochverrathsprocesse. Die Polizei behauptete nämlich, daß sie einer Bande auf die Spur gekommen sei, die nur zu dem Zwecke raubte und mordete, um Beiträge für eine internationale politische Verschwörung aufzubrin" jm. Letztere erwies sich als Fabel. EZ wurden allerdings einige Angeklagte verurtheilt, die sich Socialisten nannten, aber es wurde auch bewiesen, daß dieselben den Ertrag ihrer Räubereien in ihrem eigenen Nutzen verwendet hatten. Die Verurtheilten waren, mit anderen Worten, nicht weiter als gemeine Verbreche?. Hatte sich nun schon die Polizei durch ihre Verschwörungsriecherei gründlich blamirt, so warf der Proceß einen noch tieferen Schatten auf die österreichische Rechtspflege. Vorsitzender des Gerichts. Hofes war der Graf Lamezan, früher Staatsanwalt, jetzt Vizepräsident des Wiener Landgerichtes, also eine hervor ragende richterliche Persönlichkeit. Nach sestländischemBrauche hat der Vorsitzende das Verhör zu führen, welches in Eng land und den Ver. Staaten von den Anwälten der beiden Parteien vcrge nommen wird, und selbstverständlich hat dieses Verhör keinen anderen Zweck, als die Erforschung der Wahrheit. Da. ! sogenannte Kreuzverhör wird von humanenJurchen gerade deshalb bekämpft, weil die Fragen der interessirten Anwälte nicht so fehr die Feststellung der Thatsache, als 'die Verwirrung der Zeugen bezwecken) weil die Anwälte der Verthei digung sowohl als der Anklage nur daö .herauszubringen suchen, waS ihnen in den Kram paßt. Dagegen nimmt man an, daß der unparteiische Richter weder der Anklage, noch der Vertheidigung zu helfen und nur die volle, reine Wahrheit zu erforschen bemüht sein wird. Im All gemeinen entspricht auch die Wirklichkeit dieser Theorie, und den Zeugen werden viele Beschimpfungen erspart, denen sie im Kreuzverhör fast immer ausgesetzt sind. Doch der edle Graf Lamezan, der in Oesterreich in dieser Beziehung nicht vereinzelt dastehen soll, faßt seinen richten lichen Beruf ganz anders aus. Er bildet sich in Bezug auf die Angeklagten schon im Voraus eine Meinung und giebt dieser im Laufe deS Verhörs fortwährend Ausdruck. So entspann sich zwischen ihm und dem Angeklagten Peucker folgendes Zwiegespräch: Wieso haben Sie in der Schweiz eine solche Rolle gespielt, . daß Sie als Vertreter zum Weltkongreß entsandt wurden V Man mochte mit Vertrauen schenken, da es mir nicht, wie manchen sogenannten Arbeiterführern; um persönliche Interessen und um Erlangung einer gewissen Popularität zu thun ist. .Wie hat sich die Partei genannt, welche Sie delegirt hat?" Die social-revolutionäre Partei. Nun hätte allerdings der Richter fragen dürfen, welche Ziele diese Partei hatte, aber das hielt er gar nicht für nothwendig. Er wußte Alles selbst und sagte daher : Das ist für Sie nicht gerade sehr günstig. Daß Sie ein Mandat seitens einer social-revolutionären Partei erhielten, d a m i t a l l e i n ist gesagt, daß Sie der Vertreter einer Reihe von Ansichten waren, welche nicht auf gesetzlichem Wege, sondern auf dem Wege der Revolution ihre Ziele (sie !) verfolgen." Man braucht wahrlich kiinRechtskundiger zu sein, um sofort zu erkennen, daß daS kein Verhör mehr ist, sondern eine directe Anschuldigung. AuS einem bloßen Namen folgerte der Richter, daß der Angeklagte zu ungesetzlichen Mitteln seine Zuflucht nehmen wollte, und er sagte das den Geschworenen. Natürlich legten die Vertheidiger Verwahrung gegen diese Methode ein und warsen dem Richte? Ungesetzlichkeit vor. Es kam'zu förmlichen Zusammenstößen zwischen dem rasen Lamezan und den Anwälten der Angeklagten, und jedesmal, wenn der Gerichtspräsident 'gründlich abgeführtwurde, spendeten die Zuhörer aus den Gallerien wüten Beifall. Solange sich du: Herr Gras aus UngerechttgleiteS, geclen arme Arbeiterbe-
schränkte, erfreute er sich verhältnißmäßi ger Sicherheit, aber seine Ersolge aus diesem Gebiete machten ihn so kühn, daß er sich schließlich Unannehmlichkeiten zu zog. Als er den Angeklagten Garns verhörte, fragte er, welcher Arbeitersraction derselbe angehört habe. Gains gab eine ausweichende Antwort. Sie haben die Zukunst" (socialistisches Blatt) gelesen", sagte da der Vorsitzen.de. Wer so prononcirte Parteiblätter liest, der hat eine bestimmte Gennnuna.
(Wie logisch l) Der Eine liest das Vaterland", der hat clcricale Gesinnung; fc Andere liest daS Fremdenblatt", der t)at g a r k e i n e G e f i n n u n g." Da nun das Fremdenblatt hochossiciös" ist, d. b. vorn Ministerpräsidenten Graf Taaffe als Mundstück benutzt wird, so entstand im Saale große Bewegung und theilweise Heiterkeit. Der Präsident wurde nun etwas betroffen und . fate : Ich bitte um Entschuldigung sür diesen schlechten Witz; ich wollt: iaczen : ein politisch Indifferenter liest dieses Blatt Trotz dieser Entschuldigung brachte aber das Fremenblatt" ein: geharnischte Erklärung gegen den Grafen und reichte eine Beschwerde gegen denselben ein. Ob er abgesetzt werden wird ? Dazu ist er doch wohl zu gesinnungstüchtig. Der ganze Proceß hat den von der Polizei erwarteten Ausgang und die von der Regierung gewünschte Wirkung nicht gehabt. Es wurde keine Verbindnng der österreichischen Socialisten mit den russischen Nihilisten, kein Anschlag gegen den Staat nachgewiesen, überHaupt nichts, das den Vorwand zu einer politischen Hetze hätte bieten können. Dagegen ist da Mißtrauen gegen Polizei und Gerichte gestiegen, der Haß der Arbeiter gewachsen und das revolutionäre Gesühl noch verstärkt worden. In einem Lande, wo noch die Censur besteht. die alles Gesährliche" aus den Zeitun gen herausstreicht, wo eine öffentliche Kritik der unleugbaren Mißwirthschaft nicht geduldet wird, da kann es leicht zu einer ärgeren Verschwörung kommen, als der, die jetzt in der Phantasie der Polizei ezistirt. mm - Später Danr, abtr ntdjl der go wüafchle. Wunderbar schön ist im Hochsommer ein Aufenthalt mitten in ccn Felsengebiegen deS Staates Colorado. Rein und kräftigend ist die Lust auf jenen räumlich beschränkten Hochplateaus und Abhängen, klar der Blick auf die nahen nd fernen Bergriesen, saftig das Grün fcer Matten, die an die breiten Vergwiesen in den Alpen der Schweiz erinnern, eigenartig, farbenglänzend und zierlich in der Form die Flora, barzduftend der niedrige Wald, der mit Zwergholz und Buschwerk abwechselt. Dem Eindrucke der vor ihm ausgebreiteten, feierlich erhabenen und in der nächsten Nähe lieblich anmuthenden Scenerie hingegeben, stand unweit der .Silvcr-Qneen-, eine? aufblühenden Mine im südwestlichen Colorado, ein junger Mann, den der Ruf von den Silberjckätzen de? San Juan Bezirks nach Vollendung seiner Rechtsftudien in dieBerge geführt hatte. Steins und Felstrümmer, die an ihm vorüber zu Thale rollten, lenkten feine Aufmerkfamleit von der Betrachtung des unbe schreiblich schönen Bildes ad und ließen ihn auswärts blicken. Ein Pony kam in gestrecktem Laufe den steilen Pfad herab. ein Mädchen von vielleicht 11 oder 12 Jahren klammerte sich schreiend an dem Damensattel fest; das Pferd Hütte, auch wenn es gewollt hätte, den rasenden Lauf nicht hemmen können, ungefähr zwanzig Schritte unterhalb der Stelle, auf welcher H. W. Nolan das ist de? Name des lugendllchen Prospectors stand. wandte sich der enge Pfad in scharfer Biegung um einen vorstehenden Felsen und ln der Richtung, die das Pferd ver folgte, gähnte ein tausend Fuß tiefer Ab gründ. Nolan warf sich dem Pferde in die Zügel, wurde zu Boden gerissen und geschleift, aber nach wenigen Sprüngen vorwärts stürzte das Pferd auf die Knie und die ganze nur noch langsam abwärts rutschende Gruppe kam unmittelbar vor dem drohenden Abgrunde zum Still stände. Von oben her wurden Rufe ge hört, Nolan sprang auf, hob das zit ternde Mädchen aus dem Sattel und legte es einem ältlichen Herrn, der, so schnell es die Steilheit des Weges er laubte, herangekommen war, in die Arme. Nolan wehrte dem überströmen den Danke deS Oheims des von ihm geretteten KmdeS. des Besitzers der vor hin genannten Mine, stattete ihm in sei nem aeräumigen und elegant auSgestat teten Blockhause einen kurzen Besuch ab und setzte dann seine Wanderung .fort. An einem der letzten Abende betrat der Rechteanwalt H. W. Nolan von Chicaao den Foyer des Boyd'OpernhauseS in Omaha. Eme altere stattliche und eme jugendlich reizende Dame gingen an ihm vorüber. .Er i t es, Mama, bei Gott er ist es ; drang eS an Nolan's Ohren ich habe ihn schon heute Mittag im Hotel erkannt, aber, da ich ihn jetzt so in der Nähe sehe, kann ich mich nicht irren". Die ältere Dame trat aus Nolan zu und ersuchte denselben, mit ihr und ihrer Tochter emen Augenblick m daS Conver sationSzimmer zu treten. Niemand war in letzterem anwesend. .Gestatten Sie, das ich Jhuen nochmals meinen ,nmg sten Dank ausspreche" begann die iün aere Dame, dem jungen Manne die Hand entgegenstreckend Sie haben mir vor sieben Jahren m Colorado das Le den aerettet.- DerAnwalt blickte erstaun aus und in der That blickten ihm aus dem reizenden Gesichte vor ihm die Züge des Kindes entgegen, das er vor dem Sturze in den Abgrund bewahrt hatte Da reichte ihm auch die Mutter mi Thränen in den Augen die Hand. .Ein sehnlicher Herzenswunsch geht mir heute In Erfüllung, dem Netter meines Kindes meinen Dank ausjprechen zu können. Halten .Sie mich nicht sür tactlos oder unzart.'wenn ich Sie bitte, diesen Ring als Andenkt-n daran hinzunehmen, daß Sie glücklichenEltern die einzige Tochter am Leben erhalten haben." Dabei suchte die schluchzende Dame Herrn Nolan einen Ring mit einem wundervollen Solitär an den Fing zu stecken. Der junge Mann. ist onst imLeben weder blöde
noch übertrieben schüchtern, "ist er doch nicht nur Advokat sondern sogar ein Chicagoer. Trotzdem wollte ihm lein Wort über die Lippen. Die holde Erscheinung, die da vor ihm stand, die ihn mit leuchtenden Blikken betrachtete, der er als llinb das Leben gerettet, hatte einen so mächtigen Eindruck aus ihn gemacht, daß er nur mechanisch und mit dankender Verbeu-
gung den Ring nahm. O Sie müssen uns besuchen, aber ganz gewiß, wie wird sich mein Mann freuen, Sie kennen zu lernen rief die jüngere Dame. .Ich werde so ftei fein- stammelte Nolan, und verließ wie im Traume das Zimmer. Wie im Traume wohnte er der Vorsiellung bei, es war ihm zu Muthe,-wie Einem der einen flüchtigen Blick in das Paradies gethan hat und sieht, wie dasselbe sich vor ihm schließt. Wäre die Pflicht der Berichterstattung nicht, die . . o .i . . u 1 . - "ff i ri - i t lllii, zioillgl, Ulllcr auen umslanoen oel der Wahrheit zu bleiben, so hätten wir vorstehende ebenso wahre als allerliebste Geschichte zu einem anderen Abschlüsse gebracht; im Leben ist es zwar ost, aber durchaus nicht immer so, daß sie sich schließlich kriegen. französische Tchutdudni. In dem berühmten pariser Collegö Louis - le - Grand gab es am 14. März eine Schülerrevolte, welche einen höchst ernsten Charakter annahm. Die Revolte nahm eine so große Ausdehnung an, daß zu ihrer Unterdrückung 40 Mann Polizei herbeigerufen werden mußten, die fast drei Stunden zu thun hatten, ehe sie über die jugendlichen Aufruhrer Herr wurden. Die Polizei mußte die verbarricadirten und lcbbast vertheidigten Schlassüle nach allen 3'geln der Kunst erstürmen, wobei es auf beiden Seiten leichte Velwundungen abgab. Dreihundert der meuterischen Schüler wurden von der Anstalt ausgewiesen und manche treiben stch noch obdachlos aus den Straßen herum, da ihre Verwandten noch nicht cingetrosfen siüd. Wenn diese Schuieremvörung natürlich auch nicht gebilligt werden kann, so ist doch auch der Direktor keineswegs von Schuld freizusprechen, da er mehrere Schüler wegen einer Kleinigkeit nicht nur sehr har' pudern einige auch noch dazu ungerecht bestrast hat. Angesichts dieses Ilmstandes stebt dt: öffentliche Me:nunq meistens aus Seiten der Schüler und der Direktor Gldel wir von Blätternd verschiedensten Ritrug recht fest a:i;?,fant. Da sich unttv den ausgewiesen Schulern Söhne und Verwandten um Deputirten befinden, so glaubt rann, daß diese ihren Einflnß beim Minjstenum verwenden werden, um ihnen d?n Wiedereintritt in tit Schule nöi!. u schen. I. C. V h i l l i p p s i n Swamps- -.- cott, Mass., ist ein junger Mann, de? seine $000,000 werth ist, aber m seinen Beziehungen zu dem weiblichen Geschlechte eine leichte Fliege zu sein scheint. Ost schon hat er zärtliche Verhältnisse angebändelt und dies hat ihn, da er Nie mit einer Heirath Ernst machen wollte, schon viele Tausende gekostet. Jetzt hat ihn Fräulein Cora Barker so weit gebracht, daß er auch zu ihr von rasender Liebe und vom Heirathen gesprochen hat; trotzdem will John auch ln diesem Falle nicht in den Stan der heiligen he treten und Eora hat ihn ans $20.0 als Ersatz sür ihr gebroch?nes Herz irr kla?!. Vota 5:!?s::de. I n Boston betrat dieser Tage.zu früher Morqenstunde ein Näh maschinen-Azent, Namens BennclC ein alter Junggeselle, ein Reflaurant auf der oseite der Stadt, in drn er als re gelmäßiger Frühstücksgast bekannt war. Er bestellte Kasfee, trat, nachdem der Kcllner sich entfernt hatte, vor einen der großen Spiegel und schnitt sich Mit einem Rasirrnefser den Hals ab. Er hatte die große Schlagader getroffen, lief auf die Straße und fiel dort todt zu Boden. Bennett war ein bekannter und allgemein beliebter Mann, litt aber feit zwei Jahren ab und zu an Ausbrüches religiöser Monomanie. . Auf dem erst Blatte seines Taschenbuchs, daö m setnem coae gezunoen wuroe, liano rn deutlicher und vielfach unterstrichener Schrift : .Begrabt mich nach dem Ritus der unitartfchen Kirche." ' Auffallend ist, dav das Me,ser, welchesBennett benutzte, seither trotz eifrigen Nachsuchens nicht entdeckt werden konnte. . Fraulein Emma Fontaine, eine Kleidermacherin in Montreal, Ean., erhielt neulich Abends, als fe von der Arbeit nach Hause kam, einen Brief, den der Briefträger für sie abgegeben htte. Sie öffnete denselben, fand ein wiederum verschlossenes Eouvert und so noch drei der letzteren, bis ihr ein Bäuschchen parsürmirter Watte in die Hände fiel. Sie roch qn dasselbe und zog e auseinander, um zu sehen, ob es vielleicht einen Scherz enthalte. Nichts zeigte sich, aber in Folge des eingeathmeten Dustes wurde Emma ohnmächtig. Ein Arzt wurde herbeigerufen und fand die junge Dame in heftigen Krämpfen, die nach und nach in Blutandrang nach dem GeHirne übergingen. Dieser Zustand wich den geeigneten Mitteln, ließ aber eine unüberwindliche Mattigkeit und heftiges Kopfweh zurück. Dr. DeSroches hat die Watte chemisch' untersucht, aber keine Spur eines betäubenden oder giftigen Stoffes g?snnden. Eln Buchdruckereibesitzer in Lawrence, Mass., ist im Besitze eines kurzen Briefes von Horace Greeley. Er brachte denselben kürzlich mit in eineGe sellschast und erklärte, daß er mit irgend Jemanden. $25.00 darauf wette, daß Niemand im Stande fcl, den Inhalt des Briefes zu" entziffern. Keiner wollte wetten, aber Viele machten einen Ver such, die Handschrift zu enträthfeln. Ein Kaufmann las: Pfannkuchen inSchmalz gebacken sind schwer verdaulich." Eine Dame las : .Nur Idioten können über die Bestrebungen der Abo!itionis!l lachen;, you bet." Eine andere erklärte sich sür : An SonntazS-Aben den spazieren zu gehen, .iS gesund und
angenehm." Endlich läjte der Besitzer des AutographZ die schwierige Aufgabe;
derselbe war im Jahre 1870 der Vor sitzende einesComiles, dasHoraceGreelcy für eine Vorlesung gewonnen hatte. Der große Journalist war behindert, an dem vereinbarten Tage nach Lawrence zu kommen und hatte dies in einem Briefe folqenden Inhalt mitgetheilt : .Ich bin nicht im Stande, im Laufe dicses Winters dort eine Vorlesung zu halten. Ihr :c. H. Greeley." Als an einem der letzten Abende gegen 8 Uhr der Farmer Henry Porter bei Earpenter's Station, Ala., zwanzigMeilen von Chattanooga,Tenn., i mit feiner Familie und einerFrau Ehuöback aus New Z)ork, die sich als Gast im Porter'schen Hause aushielt, im Familienzimmer saß, sprengten vier maskirte Kerle die Hausthür, drangen m das Zimmer ein und forderten mit vorge hsltenen Revolvern alles im Hause befindliche Geld. Porter versicherte, daß sich keine Eumme von Bedeutung im Haufe befinde und die Räuber entfernten sich unter Fluchen und Drohen. Ahnunoslos gingen die Bewohner des Hauses zur Ruhe, als plötzlich an verschiedenen Stellen Flammen emporschossen und das Haus so rapid in Feuer setzten, daß es den Bewohnern knapp geang, das nackte Leben zu retten. Frau Chübback hatte 51,700 in Banknoten in ihrem Zimmer, die mit verbrannt sind. Potter's Schaden beziffert sich auf über $5000. Auf die Räuber und Brandstister wird Jagd gemacht, doch glaubt Porter, daß dieselben nicht aus dortiger Gegend sind. Das von der !18j ä h ? i g c n Wittwe Doles allein bewohnte, einsam eine Meile von Byer's Station in Obio gelegene Wohnhaus brannte in einer der letzten Nächte ab. Die Leiche der Frau Doles wurde ziemlich unversehrt und mit einem kurzen Stricke um den Hals aufgesunden. Man glaubt, daß Einbrecher die alt: Frau erwürgt und dann, UN di: Spuren chres Verbrechens zu vernichten, das haus in Brand gestickt haben. In der Afche fand man eineQuantität geschmolzenes Gold und Silber, die offenbar von Geldstücken und Schmucksachen herrührt. Der Matrose L. S. W a l ton von San Francisco beging kürzlich auf der Fahrt von San Blas nach Mazat lan Selbstmord. Er saß nachlässig auf der Gallcrie des Schoon'.rs, stieß sich ein Messer in den Nacken, sprang in das Meer und rief noch im Falle mit lauter Stimme: 130 Kearnstr." Dies ist, die Nummer des Hauses in San Francisco, in dem Walton, zuletzt gewohnt hat. Es stellte sich heraus, daß der Selbstmörder ein langes Seil um den Leib geschlungen hatie ; an solchem wurde der Körper aus dem Wasser gezogen und mit ihm zugleich ein riesiger Seetiger, der sich in das Fleisch verbissen hatte. DieBriten selber gestehen es uns, wie sie Capital aus unserem Nationalgilt machen. Eine Londoner Zeitung sagt : Es ist wunderbar, wie viel Procente die mit britischem Capital neuerdings Amerika begründeten Land-Compagnien zahlen. Wir kennen drei, welche in demselben Gebäude in London ihre Geschäftsstuben haben, denen eine ihren Actionären 12, und jede der beiden anderen 15 Procent zahlt. Die jüngste davon besitzt ein ungeheures Stück Land, welches sie erstaunlich wohlseil erworben hat, zum Parcellircn oder Viehzüchten. Der Mann, von dem i? einen Theil davon gekaust hat, begab sich vor wenigcnJahren mit $30,000 dahin. Er verkaufte sein Land an die Compagnie sür 750,000, nachdem er darauf feinen Unterhalt und ein Vermögen mit Viehzüchten erworben hat. Sehr, richtig sagt Herr Schade im Sentinel": Wo Ihr eine dkutsch-amerlkanische Fa?nilie findet, deren Kinder kein Deutsch verstehen, da könnt Ihr gewiß sein, daß die Eltern ungebildete Leute sind, welche von Schulen und Kenntnissen nichts hallen und, während sie noch so viel Geld zusammenkratzen mögen, es vernachlässigen, ihren Kindern eine geeignete Erziehung zu geben." Ein bisher hochgeachteter Farmer in Wisconsin nahm einen zehn jährigen Waisenknaben zu sich und verpflichtete sich, denselben gut zu erziehen. Schon in den ersten Tagen bracht? der barmherzige Pflegevater dem Knaben wegen eines leichten Vergehens mit einer Scheere einen Schnitt in die Zunge bei, und dann folgten täglich Mißhandlungen mit der Peitsche. Stechen mit der Heugabel, ja, der Barbar hing sogar den Knaben wiederholt an den Füßen aus und ließ ihn bis zur Bewußtlosigkeit hängen. Die eigenen -Knechte des Far merS haben diesen zur Anzeige gebracht und die Angelegenheit wild zur Zeit von ':r.fz ?irn,?diz,l,z l'.nteriuckr. V?u, Auslande. Der Pariser Appellhos hat eine interessante Entscheidung zesällt, welche im Auslande vnsertigte Fabrikate", aus .die eine französische Marke gesetzt ist. betrifft. Eire Anzahl pariser Knopsfabrikanten und Händler, welche ihre Knöpfe in Preußen, Sachsen und Böhmen anfertigen und hierauf die Marke: 1'AHIS, Nouveautes de Paris, Paris deruierc Nouveaute setzen ließen, waren vom Staatsanwalt im April v. I. verfolgt worden wegen' Uebertretung der Gesetze welche verbieg ten, auf Fabrikate einen anderen Ort, als den, wo sie fabrizirt, zu vermerken. Die Verfolgung wurde eingeleitet, indem inige Msten mit Knöpfen auf der Douane an der Grenze consiszirt wurden. Die Pariser Handelskammer und eine Reihe pariser Knopffabrikanten stellten zugleich eine Civilklage. Da Gericht erster Instanz verurtheilte den Angeklagten zu 50 Franken Strafe und Consisziruna der Waaren. Aus die Ap pellation entfchied jedoch der Appelhos, daß kein Betrug und Täuschung vor liege und hob das erste Urtheil auf. In
einer gieiqen xrage aar roieocium uet eigner zu machen, woraus ein PhotoAppellhos von Chambery (es handelte zraph mit Leichti..it j?dc? gewünschte sich um an der italienischen Grenze con- ( Zild aus der 5W. ihimt kann DirNszirte Knöpfe) wie das Pariser Gericht zrtige Photographen scllen sehr dauer jast sein.
Erster - Instanz entschieden. Die Frage zist von den Bethei.'.gten vor den ttassa-
tionshof zur Entscheidung in letzter Instanz gebracht worden. Wie man aus Paris meldet, ist eine 118jährige Frar in Luzy, ?!ievre - Departement, entdeckt worden. Man glaubte anfangs, daß ein Irrthum im Spiele sein müsse, der Maire des Ortes hat jedoch die Papiere der Greisin eingesehen und bestätigt, daß dieselbe am am 21. April 17G5 in Tagttiere(Saone. und Loire-Departement) geboren, Marie Pidault heißt und Wittwe ist. Sie wohnt in Luzy bei einer ihrer Urenkelinnen. . Bor einigen Wochen legte sie noch den Weg von Luzy nach Cuzy zurück, wo sie den überlebenden Gatten einer ihrer Enkelinnen besuchte. Das Alier dieses Mannes, über 70 Jahre, ist eine weitere Bestätigung des Alters dcr Wittwe Pidault. Obwohl in einer Weinaeaend zu Hause, hat die Greisin nie Wein getrunken und erinnert sich nur einmal in ihrem Leben krank gewesen zu sein. n demvcachlan derJrau Heinrich Heine's befindet sich, wie eine PariserCorrespondenz meldet, eine ganze Reihe von riefen und Schnsten, die entweder von dem großen deutschen Dichter herrühren, oder an denselben gerichtet wurden. Die rechtlichen Erben der Frau Mathilde Heine sollen Hrn. Henricr Julia, Prafekten a. D., der nach Heine's Tod von Frau Heine beauftragt wurde, die posthumcn Werke ihres Man nes : einen französischen Band im Aerlag von Michael Levy und einen deutschen im Verlag von Campe herauszu geben,, ebensalls beaustragt haben, diese Schriften zu sichten und zu llassisiciren. Wie wir vernehmen, sollen sich unter diesen Papieren, die vor einiger Zeit in deutschen Blättern lebhaft besprochenem Memoiren" nicht befinden; dagegen giebt eS ansehnlicheFascikel von Briefen, welch: bervorragende Perfön!:ch!eit!n, Politiker, Künstler, Gelehrte u. s. w. an Heine gerichtet haben, und deren Verössentlichung von höchstem Inlcttsi: wäre. Die Erben beabsichtigen, die Bi bliothek, die Original-Manuscripte von der Hand des Dichters und das vom berühmten Bildhauer David d'Angerö versertigte Medaillon, welche Gegenstände bis zu ihrem Tode im Besitz der Frau Heine geblieben sind, zu veräußern. N o r d e n Z k j ö l d hat aus den Preis von 25,000 Gulden Anspruch erhoben, den die Niederländischen Ge-. neralstaaten im Jahre 1&)ft aus die Um segelung der Nordküste Asiens au'geskht hatten. Der berühmte Reisende wird wohl nicht, ohne vorher über die Aus sicht eines solchen Schrittes im Klaren zu sein, denselben gethan haben. Daß er wenigstens die Beistimmung des niederländischeu Volkes findet, ergiebt sich aus einem Artikel der angesehenen Rotterdamer Zeitung cieuwe Rottcrdamsche Courant", in welchem eS. heißt : .Sollten wir dem gelehrten' Reisenden und Entdecker nicht mit Vergnügen die vor Jahrhunderten von unseren Vorfahren ausgefehte Belohnung geben ? Alles, was sie wunsü)!en, yal er au-gesuyrl, und cs würde unserer ?!aticn unwürdig sein, Nordcnskjold den Preis unter irgend einem nichtigen Vorwande vorzu' enthalten. Es giebt nur ein deut sches Volk, und eS kann nur ein deutsches Reich geben, und der Kaiser desselden kann nur ein Hohenzoller sein Der Kronprinz Rudolf von Oesterreich wird Euch nicht mehr beherrschen, wird nicht mehr Euer Kaiser sein Bereitet Euch vor, theure Freunde, für die Revolution ergreift die Waffen. . . . laßt Euch von gar nichts abschrecken die deutschen Provinzen und Böhmen gehören zum deutschen Reich und werden bald an Deutschland angeschlossen werden " Das sind einige Stichproben auS den Reden, welche der Abgeordnete Schönerer und der (ymnastalprofessor Polzer aus Horn in Riederösterrcich auf dem Wagner-Commers irnSophiensaale gehalten haben sollen. Ob jene Reden wirklich in de? angegebenen Weise gehalten worden, darüber werden die VerHandlungen vor den Geschworenen, vor welche Schönerer jedenfalls gelangt, näheren Aufschluß bringen. Schönerer selbst ist gutcn Muthes. Er ist glücklicher denn je. er ist der 5)eld des Tages, von ihm spricht alle Welt, er steht im Vordergründe des Interesses, und das ist cs j i eigentlich, was er will. Gehörte er zu Deutschland, er würde ganz be stimmt, wenn auch in anderer Weise wie jetzt, Lärm schlagen, allerlei Allotria treiben, nur um von sich reden zu machen, um eine Noue" zu spielen. D e r e r st e s ch w a r z e Barsch" in Deutschland. Der deutschen Fischerei'Zeitung wird aus Lübbinchen mitgetheilt, daß dort Hr. Georg Eckardt jr. aus Amerika angekommen ist. Derselbe hat auf seiner Herreise sür Herrn v. d. Borne auf Berneuchen eine Anzahl black bass (7 große laichfahige und ungefähr 41 kleine vom letzten Jahre) mit herübergebracht. Er übernahm dieselben in New York von M. Blackford. einem dortigen Fischhändler, und hat sie nach der Methode dcö Herrn Eckardt sen. transportirt. Es gelarg ihm. sie alle lebend und kräftig nach Berneuchen zu bringen. Freilich war ihm alles dazu Nöthige vom Schissspersonal geliefert worden. H a t man auch Photographien bereits auf allen möglichen Gegenständen angebracht, wie aus Visitenkarten, PorceÜantassen u. s. w., fo dürfte es doch nicht allgemein bekannt sein, daß man auch Versuche angestellt hat, sog. unverlöschliche Phothographien aus der menschlichen Haut zu sixiren. Die Haut des menschlichen Körpers ist nämlich in weit höherem Maßstabe empfindlich für Vhotographische Eindrücke, als z. B. das Papier, und braucht man eine Stelle derselben nur mit Salzwasser und später . S y-y . rnii einer lcuwacyen oZung von salpeterj saurem Silber anzuseuchten, um dieselbe zur Aufnahme einer Pholograpüie ge-
