Indiana Tribüne, Volume 6, Number 193, Indianapolis, Marion County, 1 April 1883 — Page 4
DaebyS pppdic Ml . CFin SauSwirthschastS.Vegenftand für iuminii '3iIHI(I.l. '
Mtf. c ""'MttCVtKUQJ. Gegen Scharla undtqVhSseieber, üiptiiberle, Spei chelflutz, SalSge schwüre, Pocken, xiafcro an alle ansteckcndenKrank heitcn. Wer Kranke gebrauch!,. elbeZ (?s rrzt Malaria aus. bedient, fcCte e iiblich lebst iil damit edkUt worden, nachdem daS schwarze Erbrechen staltgefunden hatte. FebrlVe ud kranke Skorbut furirt. HTlinrnrnuiai uuv LSS!icscn verhütet durch Baden mit Dar dyS FluidUnreine Lust mschU- ' Uch gemacht u.qereintqt. Seqc schlimmen Aal tn $itxti oiimtu(. nfteSungestsN jerftört. SevnerfroveneFuöe, Krsftbenlen, Hüm . orrhoiden, afge rtebeneHant x. . Skeuat!smuS ge, teilt. WelSr.weikerTclut durch fcen dXdrauch deS ftluib nlsnzt. ScZ,iffbf!eber verhütet. Zum Steinigen deS RtheS und TSu bern verzahne ist eS unübertrnslich. Katarrh geledert ad geteilt. Rose geteilt. Brandwunden auf der Stelle gelindert. Narben verhütet, uhrkürirt. Wunden rasch ebeitt. Ich hatt das Flutz Ehrend ur.srrr jetzizen SchirZacZ'ftebcr Hrimsuchung mit, entsckiedeue??, Sfuten gewendet. CJ ist jürdaS llrankenmrier neläsilich. Wn,. F. Sentford, (rTtic, Äla. Ei Mittel ge.vn thie, rite oder Pstau;eg.fle, Stiche k. Pocken 5 Pocken, Narben verhütet. Ein Mitglied meiner ixamilit bekam die Pocken. Ich wendete daZ gluiC an ; der Patient rerftel nicht in Fieberhitze, be dieU keine Pockennarbe, konnte nach etr?a drei Wochen wieder umker, pcden, vnd die Aaleren im Hause blieben rer-schont.-J. 23. Parkiason, Vbiladxsrbia. Die Aerzte hier ge triuchea DardvS lui? mit große ErZclze bei Diphtherie. A.Stolle werk. Grrensbrrk?, Tla fflechte silrireönet. Lholcra rerhüiet. (Seschwüre ger:inizt mit) geheilt. VeiToSesfäLe sellte der Leichnzui damit te handelt werden ; c3 wird jeden widerliche Veruch verhüten. Der ausgezeichnete Arzt Dr. I. Marion Sims, New Merk. f3t : 3$ bin ftterjentf, daß P:of. Dardys PToxbys laciie Flu.d cia werth vo'lcZ DesinsicirunzZ, Mittel ist." 7y.: 331 T, Schrlcchficöer geheilt. Vascröilt i::i;MrTfitilt, 5!aZl,v!Äe, Tenn.: Ich bescheinige et; dst rortr.ffttchen Eize.:schas!en roa Prof. TsriyZ rc?hvl'.ic laic4 Ais TkölnsicirungZ uai Reinigungsmittel iil es scwchl theoretisch wie xraktik 'rorzuzlicker U andere be kannte Miticl. R. T. L u p t o u, Trcf . der Eheie. . .TarbS Z!uiV wird cmpkolile von : . fycn. Äi?rcr H. Sterbens, corgia; "Mm. lZb '.Z. I. Decms, gremtlirta.3siiir$f, R. i Jos. 5e sscnte, Colaradia, Universitatres., : Re. . I. Battle, Prof. Ä).'errer-Ui:ivers,tt: ' Nev. Leo. F. Pieree, Bischof M. lZpivk -Kirche. TurchauS s!hcn)ig für i?den Haushalt. T!cllkemea r.Zchrl:.h. Zu inn?riichem oder außer, lichem Gebrauch für 2.ieilschen uud Pich. DaS Flu'v ist grZnllich erprobt worden vnd wir baden Beweise vollauf, daß eS alles das bewirkt wa5 iier v?n ihm behauptet wird. Zur rollstniizerea Äuökuust taVi man sich bei seinem Apotheker ei, Ezem?'ar tcr Brojchüre geben oder wende sich deshalb ' aadieClaentümer. I. 'S. ellin & Co.. Fsbricireüce Cleiaifcr, Philadelxhtll. ist tu-, stetes K.l? bittet für V ? r ?t o Z: f ::g. Äeiii andere Aroj'fbcii herrscht Litt yd ?oibc s? 'r?s'pvf'in.q, un keii, t :o icfct -c.'.;.:r;c:. .fKil;:rUtfl ist z'e den; derudni, lfn?Iifcn SiHiu (Uitln Wert) (jlftjcs lOHtmc.j. Süo ric .:a;;r:.clt urt ürrsxl.rrr. rr? ::a-ii:i j!e f;C) cH je.gc, dies: j e it::::t:cl v. l:d sie kHire1!. "nie czslvi-u'??:?- !'i !.,..?!?? sScrz 'icl)e ll-.tcli't tc'.'v oft v.:ü Verstopfung rer ?anfr:. i'üercn ,kf raat (Kitlncy Wort) ' ftdrft Mi; ;.-: cn 7'c.ie und f'.trirt die f:ar5o irr r i.M; Zelosc i-mi Aerzte undMediz:nez, -'i'-i'cr r v:" ;-.oö :oure i. 'i?-r.v 'Sri v----:n'f weiche dieser Krankheit?:: ,!.!'?.: Io.-s;.:;cÄ 2? w ri c- '. '.Hr-jtöcie ni vcnaitKl immmm i i , i.nj-7i. Richt, daS Leb: geht schnell vorüber. $56 er Woche, Ausstattung $b0) unentgeltlich, fern Risiko, Kapital nicht nothwendig. Wir fern Alles. Viele machen in BermSqen. Jzuen sowohl w.e Männer, na, den und Mädchen. 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SnrH'S Eiserne Thor.
Die Donau ist deZ Oesterreichers Liebling, er preist und besingt sie, und wer e niaji cpcnio won finoci wie oen yrln. ozz greisi eine cmpnnouaje oicuc seines Herzens an. In seiner 5eimath hat sie noch nichts von dem selbstbewuß. ten Stolze eines Weltstrome; doch beim historischen Belgrad wird sie ernst und A F CV Os -
iretoi grenzenvlioeno Pollnr. ajcaje- ist sie an einzelnen Stellen noch bedeustatisch zieht sie daher, und ein Geleite tend qröker. In den merkwürdiasten
mächtiger Berge bereitet ,hr abwärts BaziaS .im unvergleichlichen Kazan" ein stolzes, schönes Felsenbett. Ab und zu
reichen die felsigen FüKe der Uferhöhen an Steinblöcken vorüberschössen; gewalweit in.das verengte Bett, und die auf. xige, erschütternde Stöße verkündeten o ie
geregten ÄZaer zäumen m eiligem Laufe darüber. Erst in der walachischen Tiefebene treten die Berge zurück und die Donau zieht lebensmüde dem Ende zu, ohne die heuchelte Liebe erblufllger Freunde zu missen, welche sich in der letzten Stunde um ihr Sterbelager ver sammeln. Die Donauftrecke zwischen BaziaZ und Turn-Severin ist zweifellos eine der großartigsten und zugleich gefährlichsten Strompartien Europas. Sie ist es, die namenully m oer ZFrage oer worum Oft . . fTl I neguilrung zur Teilung lvmmi, oa yier 4m m T ST i ft mV r A A VY v Y irM I bui,j .uiuu uü u,wiuiai aiuu. zur besseren Fahrbarmachung des Stro mes nolhwenvlg weroen. Vrett geoeynte ei,enrie uno anie, weillze oet r.irorl. gemaeruanoe als gröbere zusammen. hängende Maffen oder als einzelneKöpfe uver vem anerpiegel hervorragen, durchziehen an mehreren Stellen quer das Strombett und lassen gerade nur den nothwendigsten Raum für die urqsayrl oer cyisie irei. je grvivgi cy oemcrlenswkllyen Punlie,
auf einen einstigen gewaltsamen Durch- dieser Felsblock eine sehr schöne Ueberbruch des Wassers hinweisen, zeigen stets sicht des Eisernen Thores. Wir waren im hm a w X A 4 nf PsHX n IIMH 1 . .. L
uuuf 5iu uuwui)uiiuf iuinvyiuut uiu eine veocuienoe lrom,qneue, wesyaio man lynen oenicamcn 'onau-naiaralle B beiaeleat bat. 1 ' W Der bedeutendste und bestbekanntc oie,er onau.aillrtte m paa iinc Zyor, stromabwärts oer Äoa. aiey gelegen. c . . r rr cmi 1. . ! . cv . I Dciiioiiciun imu war in oigr oes ungewoyniicy geringen 'anerz andes ein veoeutenoer Tyell der Gestemsma(n am iierneri .yorr oiopgeicgi, so daß man fast das ganze, sonst über fluthete Felsterrain übersehen konnte. Gerne folgte ich der Einladuna eines alten erfahrenen Lo?tsen, an einerBoot fahrt durch das Eiserne Thor theilzu nehmen, umsomehr, da mir dadurch Ge legenheit werdenkonn.te die gewöhnlich unzuaänalichen Felsblöcke zu betreten und von der Stromesmitte einen erfreu lichtn Ueberbllck des seltenen Schau stückes zu g:nießen. Ein kleineres Fahrzeug, aus zwei zu skmmengekoppelten Booten bestehend. nahm uns denn auch, mich und einige Freunde, an dem verabredeten Tage aur, uno wir begannen eine lroyilche iahrl S 9iri geiler. Bald hatten wir Ada-Kaleh Mit sei, neu verfallenden Festungswerken im Rücken, und ein höchst romantisches NaUrbild entfaltete sich unseren Blicken. V,qt vewaioeie crgletten mtt steilen yiuiycu, uic yuii uu uic yciuimc ten, begleiten zu beiden Seiten den Strom. Anfangs bedeutend hoch, durchsetzt von nackten Felsen, werden die ErHebungen allmälig niedriger, von sans teren Formen, und ferne stromabwärts. wo Alles in das satte Tiefblau derFerne versinkt, schließt ein mäßig hoher, gestreckt Rücken, dem östlich drängenden Zuge der Donau folgend, die Landschaft ab. Schon hatten wir zur linken Seite den ruiiijcii uyiiyüj u lumamn 2 j. ii cact-c v..- 2:rjc- I Grenzstation Verclorova; das Brausen der beim Eisernen Thore aufgewühlten Ä)2,iermai,en rouroe immer laurer. pelzen sie, mne erren, oen stlm ulernoen Vlioer,ire.k oor uns, oer, quer . .ff 1 f A C I
üuuq, um ouoBiuc gvgrn. üu üap pseil chnellen Sturze. Endlich gewahrserstache abzugrenzen schemt ? Das ist , mr ha kl,:? gh, hnr h.
v . - i r . . . . rm I oer laziresiex von oen geovoenen ei iui üüuicÖcücji, yiiiuiiuEi i rr i--i.o rc:(.-. c-t im i umiuLica uui cumi uut. um diesen Worten lenkte der Lootse unsere ucignuiji uu um uCiii uiuy:iuwci senden Blicke wieder dem eigentlichen Jteie zu. ...... In dem Waii, als wir uns näherten, wuroe oer Oliver nrelien oreuer : au . . ram . r. w i tfVI maiig uuücic i;uf ci umm uui um über, der mehr und mehr anwuchs und sc. t:(i..i.cj. v..-t. m I endlich immer deutlicher als eine zusammenyangenoe inic vunei,enrlssen yer ......... . . ? . rv.ir i vortrat. t COIa v:. ...kx. : Bis jetzt hatten wir uns ungefähr ,n WO'ttt iS kZ. nm S nfrtlfr Xv I .u w. " "5 " ool,r ging nun ,rlv,l uiiuus üuu. AUlrelitrqrnv Iy Mt. ,rrrm ug nach dem drohenden Felsgeblete das er . a AAiiiMXtMAMAhMiAatM CC am 44 A t Ahl in uuiuiiujiumijiyjuyiiyim uuyi i rauenomal ourqmenewyane. or.Ti . v. fr o . . v o i von naumtn vrn ,ouis gegen uua linke Ufer. . Bald gewahrten wir auf unserem Wege wiederholt heftige Wirbkl, denen wir geschickt uuswichen. m. " w w w Ä )as tel ernc Tyor i ein eyr ausge 01CUCIC9 Vinoermß. ÄZoyl iji oer kl' 'i-i-o vw :r. cvr . t ! n v . i genrncae uaiaraci laurn langer, ai5 zwei T - A A a V V VA - TI jkliomtter,aver owoyl am-als avwarlZ desselben ragen vielfach Felsenriffe nahe an oen anerjpieger uno erzeugen gelayrtlcye iroei. Lmks vor uns gewahrten wir zwei mächtige Wirbel; sie rührten von Felsen yer, metcyr o:e warnen riumn raiKa uno rioran wäre luyren. zm gegen . I 1 Ml.. CV seitigen Abstände von ungefähr 40 Me. tern bilden dieselben in der großen Felsbarrlere eme enge ucle, das elgent llche ti erne Ä,yor. ier veglnnen oeioe durch das Eiserne Thor gebräuchlichen ?TZ. i4ynn su3iwi.yi.. Der Zug deö Wägers war lnbek hef tia geworden, und ehe wir es gewahrten, hüpste unser leichtes Fahrzeug auf und ' . x v... r.v.M crn..M mcoer rnu ucii gicug um -ujugcu oes Eataractes. Die nächsten Eindrucke nahmen uns ... ' m rf , vollkommen gefangen. Eine nicht ganz von Aengstllchkeit freie Spannung be mächtigte sich der Gemüther. Das heftlge Schwanken desBootes,das ununter brochene Klappern der Ruder aus dem . . ' .T T . . ' harten Gestein hätten mehr als beklom men machen können, wenn nicht daS ru hige Wesen unseres Führers, seine be stimmten Befehle und bündigen Aus schlösse jedes Bedenken verscheucht hät 4. 5NZv (AtiH . 1 m ...üli rj 1. Mir schien es, als ergötzten sich
seine Augen mit einer fast vermessenen ikZerinascköKuna an diesem lemuble vnn
ffelS und ickSumenden Maaen. Das Getöse wurde wahrhaft betau. bend, unsere Schnelligkeit enorm. Denkt man sich das Gefalle deS Wassers gleich, mäßig vertheilt, so würde die daraus hervorgehende mittlere Geschwindigkeit im Cstarakte über vier Meter in der Secunde betragen. In Wirklichkeit aber j ' . Windungen rasten wir durch das Felsgebiet. .Nuder'hoch l' commandirteder Lootse wiederbolt. wenn wir vieilickinell Gefahr, in der wir uns jeden Augenblick befanden, meterhohe Wellen warfen unS spielend von Rücken zu Rücken und zisch. n empor durch die Fuaen der Kurve Tmn. Alles durcknässend. Das laut gesprochene Wort deS Nachbars wurde schon auf dem kurzen Wege zu mir von der gewaltig erschüttertenLust vcrschlun gen, nur das entsetzliche Geheul meines geängstigten Hundes konnte sici) neben dem Woaenlärm bebauvten. Es gab Momente ängstlichen Schwei Scn! Aber bald war der kecke Ueberuth wieder da, und wir ermunterten r . r t. & Dtn cot cn, otc geplante anouna an einem der größeren Jelscomplere zu ver. suchen. Er hatte, die Prigrada dazu ausersehen, eine ausgebreitete Felsen ma$t xn der rechtsseitigen Stromhälfte. Aber ein machtiger Wirbel brachte uns von der Richtung ab, und wir mußten unö begnügen, an einem kleineren Fels, dem ,ifuc,k!.Kawkn. ,n landen. An seinem höchsten Punkte, fast zwei Meter aber dem Wasserspiegel, genügend aus oevre et. uns au tuNebmen. bot uns nage oer Tlrommlllc uno geraoe in f0iCr Höhe, um bei guter Uebersicht ckt d&3 r ckt ae Urtbe l für d e 5Sben nt,?s:,? ", rVitrpn V I Vf Mit dem Namen .Eisernes Thor", der jedenfalls aus den Sprachen der hier an fainaen Völker acceptirt wurde, wollte man andeuten, daß für die Schiffe nur ' 1 ' n em enger, von fast unverwüstlichem Ge stein begrenzter Fahiweg bestehe. Der mit den Verhältnissen nicht näher Ver traute wird sich, vom Namen geleitet, gar leicht die Vorstellung einer bedeu tenden Stromenoe bilden. Doch ist die Donau am Beginne des Eisernen Tho res 900, etwas weiter sogar 1200 Meter breit und verengt sich gegen das Ende des Hindernisses aus etwa 600 Meter. Der Felsboden ist anfangs mehr aus die linke Stromhälste beschränkt, zieht sich dann in schräger Richtung gegen das rechte Ufer und füllt die rechtseitige Stromhälfte mit einem Chaos von sicht baren Felsen aus. Die Fahrstraßen der chlsfe halten sich, ihrer ganzen Erstre gung nach, nahe dem linken User, wo sie in mannigfachen Windungen durch das Felsengewirr gezogen sind. Nur beidesonders günstigem Wasserstande können ch größere Schisse hier verkehren, sonst a6cr besorgen eigens gebaute leichte Schiffe mit geringem Tiefgänge den Transport durch das Eiserne Thor und die anderen stromaufwärts gelegenen Ca tarakte Im Interesse der Schifffahrt wurden gute . Lootsenkarten angefertigt, welche das Felsterrain des Strombettes dar stellen. A,n der Hand einer solchen Karte war uns die Orrentlrung von un serem erhöhten Standpunkte gut mög lich. Wir sahen noch einmal den ersten Eatarakt, ein schräge vorliegendes Felswchr, über das die Fluthen niederstürz ten. ?NZr ubersaken den ,w?iten ?:ient lkckkn l?at,zrakt. da auStt,k,,,t,. k. ' ' o ' a ant cke Ste nfe d in der reckten Strom hnU mtcht& wild dnrrfuinnnd, schgbenen Resten zusammengestürzterFel ?. aieAi und wo das Wasser brandet braust, bald in ?-nd n Nrd,rn?n " I w " " " bringenden Wirbeln, bald in jähem ...... . .. dritten und wenigst gefährlichen Theil des Ganzen, wo d e Wooen in rubiae . . - . j - x,,,,? nn?r hie afrflrpiit imh fr lia gden Ausläuser des Felsgebietes da hinstiehkN. Welche großartigen Wandlungen mö aen nck vier vollioaen baben. als da? Wasser naü dem ewioen Keieke der ezmtr, s... imu .,. I t ' I w i" w wüCn großen Sammelbecken der Erde, m.;k,ssns mnrr hier d;, .a i""" ft." mäcktiaen Bindealiedes vor sick. welcke die 5öben büben und drüben vereinte. ? u tw, ? YiiTibt snnno fphnr in cT!?Mfrfi hft vnrtr ."U V, kZ. ,u betreten. Nnck beute seben rnir i r l . ' oas zaner an oem atten, aus grauer Vorzeit ererbten Geschäfte, und Hand in Hanh mit dem weg uchenden Menschen geln die Fluthen selbst die beengten . ' " " Jf. Die Bedürfnisse des Mengen sind mst n. snarnen d?n lR, N k,,nn,n Thaten an und lassen sckneller geschehen, a stillaksckastla dis Natur in lanaen Zeiträumen volldrinat. So wird auck 4J ----- , Neaeluna des Eisernen innres ,-,s.e? I ! r die chon viel aearübelt wurde, m In. treffe aller betheiligten Völker doch end ' . tick naNzagen werden - müssen. Man mi.d im Sinne der beiden besteb'nden Projecte entweder in der Richtung der beutiaen Fahrstraße einen genügend tie f. d an 200 Meter breiten Wea der. rleflcn ober Qber .cincn gstnaf am re ten rner ühltltl Dort, wo noch Spuren I ... . ' . ,;, a ten. aus der RSmerttit stammen den Canals sichtbar sind. Das zweite miect ist weniger vortheilhast und überdies darum schwer auszusühren,weil an den serb eben Geb raen berad führende Torrente bedeutende Sckutz I r .... iC , l . Js. . .. CTN i oaulen noiywenvig mumrn Ivulvr,. Nerwirklickuna des ersten Vroiectes aber n-ben in insickt au? die aukerordcntli Atn Fortschritte der Sprengtechnik kaum I . 1 . .r i--mcr nennenswerloe lerynicye ylnoer isse entaeaen. lWiener N. Fr. Pr.) , ,, t - Die Frauen bet den Arabern. Wenn, in der arabischen Familie ein Sohn geboren wird, so jubelt Alles. Welch' em Segen ! Schuffe werden ab I m . t. w COT n( " Jt . 1. CV..V gefeuert und dre Ausbruche der Freude nehmen kein Ende. Wenn es dagegen eine Tochter , st, so äußert man ohne Rückhalt, eS sei ein Fluch und das arme Kind tritt mit diesem Paß verse hen die Lebenöreise an. Kein Fest ihm
zu Ehren, keine Freudenschüffe ; Alles schweigt. . Welche Vorzeichen sür ein beginnen de Dasein ! Und die Zukunft entspricht denselben leider vollständig. -Das Vorurtheil, welches das Kind in der Wiege fchon empfindlich trifft, verfolgt die Frauen bis zum Ende ihrer Tage und mit seltenen ?lusnahmen nur gilt das Weib des Arabers nicht mehr, als eine Sache, als ein Hansgeräth, ohne die Fähigkeit des Denkens und nur vorhan den, um den Wünschen des Gebieters zu dienen und sür seine Bedürsniffe zu sorgen. Im Allgemeinen wird dem Weibe kaum eine Seele zuerkannt; Alles stirbt in ihr mit ihrem irdischen Theil und einige wenige heilige Deruischa's ausgenommen, denen die Tradition und der Gebrauch die Verehrung des Volkes gesichert haben, öffnet sich ihnen nicht ein mal das Paradies. Durch das ganze Leben wie ein Kind oder wie eine Sklavin behandelt, je nach der socialenStuse, die ihr das Schicksal anwies, bleibt die Moreske, die muselmännische Frau oder die Araberin der Nomadenstämme, versunken in vollständiger Unwisienheit. Ist sie wohlhabend, so verfällt sie der Trägheit, ist sie arm, so ist härteste Ar beit ihr Loos und immer und überall bleibt sie unfähig, felbst über die einfachsten Dinge ein vernünftiges Gespräch zu sühren. Sie beobachtet und staunt, ohne jedoch den Wunsch zu haben, zu lernen und zu begreifen. Sie hat nur einen Gedanken, ein Gemisch von Furcht und Stolz, den Mann ! Für ihn ist sie geschaffen worden, sie spricht es unbefangen aus und die Vermuthung, daß sie auch vielleicht um ihrer selbst willen aus der Welt sein könnte, kommt ihr gar nicht in den Sinn.
Die Frauen, welche so der Gebrauch fast von allen Menschenrechtcn aus schließt, o6schon der Koran keinen Vers enthält, der solche Maßregeln rechtfertigte, werden natürlich in denErbschaftsVerhältnissen nicht bester behandelt, als in den ehelichen. Die Töchter, wie groß deren Zahl auch sei, haben sich zusam men nur in ein Sechstel der väterlichen Hinterlaffenschast zutheilen. Die übri gen fünf Sechstel fallen nach dem Erb rechte den Söhnen zu, selbst dann, wenn auch nur ein Einziger in Frage kommt. Was aber noch ungerechter scheint, ist die Bestimmung, daß einer einzigen Erbtochter nur eine Hälfte des väterlichen Vermögens zukommt, die andere Hälfte aber den männlichen Seitenverwandten. Alles ist gegen diese unglücklichen Ge schöpfe ersonnen; die Moscheen selbst verschließen sich vor ihnen und unter den Vorwänden, welche es versuchen, eine so unerhörte Ausschließung zu rechtfertigen, steht derjenige obenan, daß bie Gegen wart der Frauen Unordnungen veranlasten und Ursache zur Zerstreuung werden könnte. Daher kommt es denn auch, daß die Jüngeren unter den Frauen des Landes, obwohl abergläubig und Ver ehrerinnen der Marabus, sich sehr wenig mit der Religion beschäftigen, und wenn man mit ihnen auf diesen Punkt zu sprechen kommt, so kann man Aeußerungen im Geschmack der folgenden vernehmen : Ich, nein, ich bete nicht, ich bin noch zu jung dazu, meine Mutter aber ist alt und sie bittet häusig Mulana (den Herrn); wenn ich ihre Jahre zählen werde, werde ich thun, wie sie. . Das ist's, was aus den armen Geschöpfen die Eifersucht, der Egoismus und die Willkür der Männer gemacht hat. Aus ihrem oft so dornigen Pfade haben sie nichts, was sie aufrecht hielte. Woraus sollten sie Moral schöpfen, wo raus sich Grundsätze bilden? Sie sind indolent, neugierig, geschwätzig, naschhaft und sehr streitsüchtig, in einem Wort, es sind schlecht erzogene Kinder, deren Fehler aus niedrigen Neigungen entspringend, ohne jeden Rückhalt Alles überwuchern. Was ihre physische Bil dung angeht, so sind sie in der frühen Kindheit reizend lieblich, später werden die Gesichtözüge plumper und sind sie mit ca. 14 oder 15 Jahren Frauen geworden, so verblühen sie zusehends und ihre Schönheit schwindet unverhältnißmäßig frühe. Das Ohr wird bald ent stellt durch das Gewicht der schweren ! Ringe, die man hindurchzieht, derWuchs, dem kerne Sorgsalt mehr zugewendet wird, büßt jeglichen Reiz ein und wird geradezu unförmlich, die starken Augen brauen und Wimpern, welche die verhei rathete Moreske schwarz särbt, geben der Phnnoanomr: eine gewiffe Harte und den fast immer schönen Augen, dem ein zig dauernden Reiz, einen unheimlichen Glanz. Im Anschluß an obige Schilderung, die eine Dame augenscheinlich nicht ohne tiefes Mitgefühl von dem Leben, Eharakter und den Verhältniffen der arabi schen Frauen im .Ausland" entwirft, wird eine Sage mitgetheilt, mit welcher die Araber die Eharakter.Verschiedenheit ihrer Frauen zu illustriren pflegen. NoaV, so sagen sie, habe außer seinen drei Söhnen auch eine sehr schöne, mit allen Tugenden geschmückte Tochter ge habt. Eines Tages traten, durch die Gnade Gottes geführt, drei Jünglinge vor den Patriarchen und verlangten sie zugleich zur Ehe, mit solchem Ungestüm, daß Keiner auch nur die Möglichkeit einer Abweisung begreifen wollte. Noah geriet darüber in große Verlegenheit und wußte nicht, wen er bevorzugen sollte ; in seinen Zweiseln aber blickte er zum Herrn auf und flehte um Erleuch tung. Und siehe, augenblicks ereignete sich ein Wunder.- Eine Katze und eine Hündin, die im Hause des Erzvaters gehalten wurden, verwandelten sich in zwei Jungfrauen, welche der Tochter des frommen Mannes auf ein Haar glichen. Jeder der Jünglinge erhielt nun was er wünschte und die drei jungen Paare zogen von dannen. Bald aber regte sich in Noah der Wunsch, seine echte Tochter wiederzusehen und groß war seine Be stürzung, als er gewahrt, daß er sie nicht mehr von den anderen zu unter , scheiden vermochte. In dieser Noth nun ! . i. . r r . i . r .it. verrraure er ncy wleoer icincni kdduz an und zog dann getrost des Weges zur er sten Tochter. Hier befragte er den Gatten über sein häusliches Glück und Jener erwiderte. daß sein junges Weib über alles Lob erhaben sei und daß nichts zu seiner Zu friedenheit fehle, nur mache es ihn hin und wieder staunen, daß. es manchmal belle wie em Hund. Da ging Noah
weiter, denn er war nun sicher, daß diese ! . r. t ti. v : . ...r. v : i
0er Crtl ÄOUjier oir grivririie uuuiu sei. Und als er darauf zur zweiten kam, vernahm er dieselben Lobsprüche, nur meinte der Gemahl, eö sei gar son derbar, daß seine Frau zu Zeiten die Lust anwandle, zu miauen wie eine Ka tze. Kein Zweifel, Vater Noah stand ?. ... V 'X yler vor oer eyemaugen naZe, uno leisten Herzens schritt er die Straße weiter, denn nun wußie er, welche die echte Tochter sei. Die Menschen alle, erzäh len die Araber, kommen von Noay's Kindern her und so erklärt sich der Frauen verschiedene Gemüthsart. Die öoaik verlangte nun wohl infolge dessen auch, daß der Männer Gemüths '.. . r v . art Spuren hiervon zeige k ocy oie Sage verneint es und wir lasten ihr ihr Recht! Amerikanische Kritik. Der ungarische Geiger Remenyi, welcher zur Zeit Texas und die ihm benachbarten südwestlichen Gebiete bereist und begeigt, hat bei dieser Gelegenheit nicht nur ganz neue Länder, sondern auch eine ganz neue Art Kritik kennen gelernt. Der nachstehende kleine Artikel aus den ihres Witzes halber weit über die Gren zen von TexaS bekannten Texas Sif lings" ist eine bezeichnende Probe davon: .Eduard Remenyi, der größte lebende Gesichtcrschneider aus der Violine, war in dieser Woche in Austin. Er spielte im Opernhause. Wenn er im Jahre des Herrn 64 gelebt hätte, würde er Rom in einem Drittel der Zeit in Asche gesiedelt haben, welche Nero sür dieses löb liche Unternehmen brauchte. Und doch, wenn wir es recht überlegen, würde er es nicht gekonnt haben, denn Remenyi ist absolut außer Stande, überhaupt zu spielen, wenn sich im Publikum auch nur das geringste Geräusch oder die mindeste Störung wahrnehmbar macht. Es ist das eine semer vornehmsten Eigenheiten. Er erklärt sie damit, daß sein alter Straivdarius weder seinem begeisterten Bogenstrich, noch dem eindringlichsten Zureden mit Worten entsprechen will, wenn die Stille umher nicht so intensiv ist, daß man einen Floh kann springen hören. Er eröffnete sein Concert am Mittwoch Abend mit der bisher sür Clavier allein geschriebenen Sonate Pathe tique" von Beethoven. Zuerst ging Alles glatt von Statten, bis er zu jener Crescendo-Stelle der Sonate kam, wo die Geige mit Hilfe aller Faustkraft des am Clavier sitzenden jungen Mannes den Zuhörern die Schilderung einer Heerde von Wölfen geben zu wollen schien, welche einen Mann durch eine Keffelsabrik verfolgen. Hier blickte Remenyi, plötzlich aus dem Takt kommend, über seine Geige hinweg. Kein Zweifel, ir gend etwas ging schief. Wir vermuthe ten, daß eine Saite gerutscht, oder daß das Colophonium auf dem Bogen plöhlich alle geworden war; aber wir sollten uns geirrt baben. Doch auch Signor Remenyi selbst konnte keine Erklärung dafür geben, als die, daß sich irgendwo in seiner unmittelbaren Umgebung etwas Unsympathisches besände. Nicht lange, und er sollte es, nachdem er sein Spiel unterbrochen, und forschend umher ge blickt hatte, entdecken. Eine Art Heu reka-Au-druck flog über seine glattrasirten Züge, und nach einem offenen Ösen-röhren-Loch in der Wand unterhalb der zweiten Gallerie deutend, ersuchte er die Sikanwelser. so freundlich zu iem, die Oeffnuna zuzustopfen, da dieses unbere chenbare Vacuum nothwendiger Weise die acustischen Qualitäten seiner Geige ruinircn und ihrer Fähigkeit, Gesühle auszudrucken, Gemalt anthun mußte. Hieraus nahm die Sonate ihren Fortgang, bis die Violine an jener Passage der Sonate Pathetique- ankam, wo sie das sanftgurgelnde Hinunlergleiten eines ersten Morgen Cocktails meine verstaubte, erquiöungsbedürftige Men schenkehle in Tönen zu malen hat. Alles war so still, daß man einen leeren Mixedpickle Topf hätte seufzen hören können. In diesem Augenblick ließ ein Mann in der obersten Gallerie bei dem Versuch, seinen losgegangenen .Papier kragen wieder sestzustecken, eine Steckna del fallen. Sie fiel, nein, sie stürzte, sie schmetterte in das Parquet hinunter. Sosort ließ auch Signor Remenyi sei nen Geigenbogen sinken, legte die' Geige selbst aus das Klavier, fchlug seine Arme unter einander und erklärte lwdteser Na-voleon'im-Exil-Stellung : daß einesol' che Unterbrechung nicht geduldet werden könne, und duv er sich weigere, auch nur einen weiteren Ton zu spielen, bis ein Polizist den Mann, den Papierkragen. und die Stecknadel aus dem Saal ent fernt haben würde, wobei er gestatten wollte, daß dem Ersteren an der Kaste sein Eintrittsgeld wiedergegeben werde. Merkwürdigerweise entfernte stch . oer Mann nicht nur ohne Widerstand zu leisten, sondern legte sogar eine höchst auffallende Eile dabei an den Tag. Wie sich später herausstellte, war es der Re dakteur einer Landzeitung aus der Nähe von Austin, der auf ein Freibillet her eingekommen war, und sich nun so sehr wie möglich beeilte, seine fünfzig Cents auch wirklich zu bekommen, ehe er von irgend Jemand errannt wurde. Aber auch wir benutzten dieses Mal dielUnterbrechung des Concerts, um uns zu ent fernen, denn wir begannen ernstlich zu surchten, daß das Einvernehmen zwischen dem Signor und seiner Geige das nach ste Mal durch Etwas gestört werden möchte, was wir selbst thun würden. Remenyi ist zweifelsohne em großer Mu sikant, aber wir bezweifeln, daß diesseits des schwarzen und schweigenden Grabes irgend ein Platz ist. es sei denn auf dem Grunde einer verlaffenen Kohlenmine, wo seine kleine Gestalt und sein hoher Genius Raum und Ungestörtheit haben, sich ganz und gar auszutoben. Schon das rohe Geräusch eines hin und her stürmenden Fächers, der brutale Lärm der eingedrückten Peanutschale und der stentorische Skandal eines statt aufgeso genen, mit den Zähnen zerbissenen Bon bonS im Raum eines zweitausend fünf hundert Menschen fassenden Opernhau seS sind den zwanglosen Aeußerungen dieses Genius tödtlich. Er sollte auf etwas Anderem, als einer Violine, oder sür etwas Anderes, als gewöhnliche Menschen geigen ! Vergiß Dein Gedächtniß nicht.
Russisches.
(Wieder et:ra ren der Krönung. rolisbe..'!tiZungen in terBut:ernche.) Die russischen Blätter werde niSit müde, Einzelheiten über das bevorstehende Monstcesest der KrönungsfeZer in Moskau zu bringen : Ver 'aiser bat jetzt, melden sie, den ausdrücklichen Wunsch kundgegeben, es solle dafür sorge getragen werden, daß bei demsel bcn die öffentlichen Vergnügungen nicht den Charakter einer Orgie annehmen. Diese Vorncht erscheint denn auch drmgend geboten, da eine etwa durch Trun kenheit hervorgerusene übermäßige Erregung angesichts des zu erwartenden Andranges von' wenigstens 400.000 Menschen ttcherllch zu großen Unordnun gen führen müßte. Dieser Theil des Programms das große Volksfest wird in folgender Weise geordnet wer den : Die ungeheure Khodynsky-Cbene, auf welcher Baracken, Theaterbuden, Turnhallen, Spielzelte u. s. w. errichtet werden, soll mit einer Reihe von 120 dekorirten und zu Büffets umgestalteten Eisenbahnwaggons besetzt werden, an welchen den Volkmasten Speise und Trank dargereicht werden wird. Dabei werden Bier und Meth den Spaziergän gern zur Versugun stehen und weroen zu diesem Zwecke unentgeltlich emaillirte Kruge aus Thon mit dem kaiserlichen Adler und mit dem Datum der Krönung zur Verkeilung gelangen. Ueberdies wird Jeder, der den Umkreis des Fest Platzes betritt, eine Fleisch- und eine KonsitureN'Pastete, sowie drei Viertel Pfund Zuckerwerk, trockene Früchte,Leb kuchen ii. s. w. erhalten. Dieser Ver theilungsakt bietet den doppelten Vortheil, daß rohe Szenen vermieden blei ben und die Kontrole der verbrauchten Vorräthe erleichtert wird. Starke Getränke sind ganz ausgeschloffen. Aus dem Festplatze werden sich vier proviso rische, sür Volkvorstellungen bestimmte Theater erheben, von denen zwei ausschließlich dramatische Schaustücke aus sühren werden. Eines der hierfür be stimmten Schauspiele wird eine Agego rie darstellen, in welcher die Idee des Triumphes des Frühlings durch symbo lische Anspielungen mit der nationalen Krönungsfeier in Verbindung gebracht wird. Die zwei anderen Theater wer den einzelne Partien aus den russischen Legenden und namentlich aus den alten Erzählungen des st. Wladimir-CylluS zur szenischen Darstellung bringen. Des Weiteren werden zwöls vereinigte Mili tär-Orchester, von zwölf Sängerkorps begleitet, ein Conzert unter freiem Himmel aufführen. Gegenüber demVetrovsln-Palais er den sich Pavillons für das Herrscherpaar und die Mitglieder der kaiserlichen Familie erheben, und von dort ais werden die höchstknHkrrschasten den Vcrgnügungen der wohl auf 400.000 Köpfe zu be ziffernden Menschenmenge zeitweilig solgen und sich an dem imposanten Bilde dieser Masten vergnügen. Auch sur das Publikum werden in der 5?ähe des Festplakes Tribünen errichtet werden. An die Krönungsfeierlichkeiten wird sich ser ner ein Fest anschließen, welches die Mu nizipalität von Moskau zu Ehren der beiden Preobrajensky und Semenows ky-Earderegimentcr veranstalten wird. Die beiden Regimenter feiern nämlich Ende Mal mit größtem Pompe ihren zweihundertjährigen Creirungstag. Der Kaiser wird über die zur Zeit der Krö nungsfeierlichkeiten in Moskau anwesen den vereinigten Truppen, deren Zahl man auf mehr als 60.000 Mann berechnen zu können glaubt, eme Revue ab halten. Das Festmal, welches die Stadt Moskau den Truppen bieten wird, soll auf einem ungeheuren Rasenplatz stattfinden, der beflaggt und mit Schildern geschmückt werden wird. In der Nahe des Platzes wird sich ein Pavillon mit einem Faffungsraum für 3000 Menschen um einen besonderen abgeschlostenen Raum sür das Herrscherpaar und die kaiserliche Familie erheben. Die vor aussichtlichen Kosten des militärischen Festes werden annähernd mit 100,000 Rubel berechnet. Eine nicht uninteressante Schilderung der russtschen Aollssefle m der sog. But terwoche giebt em Petersburger Feuille tonist. Während der Butteruoche schreibt derselbe liegt einem guten Pe tcrsburgcr Dreierlei ob : 1) ein möglichst großes Quantum Blini" zu vertilgen. 2) per Tjchuchna" zu sayren und 3) die Schaubuden zu besuchen. So vertilgten wir denn nicht ohne leis diätetische Gewiffensbiffe, dasür aber mit dem besten Appetit der Welt ein gutesDutzend jener runden, weißen, appetitlichen Din ger, die vor dem frühstück so verlockend sind und nach demselben Einem gestoh len werden könnten; mietheten, der zwei ten Verpflichtung folgend, einen Finne, der sich aber seltsamerweise als Urruste, und zwar als ein hier ansässiger Is woschtschlk entpuppte, und begaben uns, um Nr. 3 zu genügen, zu jenem NiesenRendezvous auf dem Marsfelde, indes sen Character sich der Geist einer jeden Nation so recht-und unmittelbar abspie gelt. Das so oft beschriebene und doch so unbeschreibliche kunterbunte Treiben war im vollsten Gange: in wirren Klangen schmetterten, quietschten, quakten, dröhn ten und paukten uns Bruchstücke aller möglichen und unmöglichen Melodien entgegen; dort wurde von resoluter Hand und orgelbalgartiger Lunge ein ver schnupstes Flageolet bearbeitet, das ein eigenthümliches Gequieke mit der größ ten Unverfrorenheit sür ein nationales Lied ausgab; hier lamentirte ein uralter Leierkasten ein Etwas, d8 wie eine Quadrille klang ; da bemühte sich ein zerlumptes, ziemlich verdächtig aus sehendes Quartett, das aus einer Geige, einem Triangel, einem Kontrabaß und einer türkischen Trommel bestand, irgend ein Compositum zu Stande zu bringen, das wenig menschlich klang. Die Geige war dabei am eifrigsten; der Kontrabaß em phlegmatischer Graukops rn einem lebensmüden Ueberzreher strich gratn i t an) et) ttn Instrument, aoer untrer nur zwei Noten, die eine unten, die andere oben gleichviel, ob es paßte oder nicht, und immer im Zweiviertelakte : toto. tutu, toto, tut; er war offenbar ein Philosoph und, dem Anschein nach, s gar ein Cyniker, sintemalen durch die Lö
cher seines zerriffenen Rockes nicht gerade die Eitelkeit, aber-auch nicht die ogenbar fehlende Wäsche herausguckte Alles
Uebrige wurde aber von den martiali schen Klängen eines Marsches überragt. den eine aus einem Karrussel vostirte Militärkapelle triumphirend erdröhnen ließ. Dazu psiff der Starik jener Schalk oder Polichinell deS Runen, der es an Mutterwitz, scharfem Sarka-mus und erzgrobcn Zoten mit den Berühm testen seines Gelichters aufnimmt auf dem Daumen seines Handschuhs; ein Paar verkommene, geschminkte, elende, arme Wesen, tn Flittern und Bändern, sprangen zum Gaudium der Menge auf den Brettern herum, und einige stämmige, ausgevunsene Gestalten, mit roth an gelaufener Nase und butterigen" Au gen,ließen sich aus den 5)olzpserdchen und in den Kinderwagen d'er Karrumls her umsahren. Wir haben uns immer dar über gcsreut, wenn solch' ein halber Mastochse ein Holzpserdchen besteigt; eö liegt ein tief psychologischer Charakter zug darin, daß jener naive Koloß mit so wenigem vorileo neymcn uno sich uoer solcheinen harmlosen Ritt so recht auS Herzensgrunde freuen kann; jene Frau engestalten freilich, die um ein Stückchen. Brod und ein Glas Schnaps auf dem Karrussel herumspringen, repräsentiren mit ihrer Schminke und ihren Flittern etwas Anderes das Elend, sie sind keine Poffensiguren, sondern die eines sinste ren Dramas, das jeglichen versöhnenden Endes, jeglicher Lösung mit oder ohne poetische Gerechtigkeit entbehrt. Und nie fehlt ein solcher Schlagschatten bei russischen Volks-Lustbarkatcn. Die geborgte WitanaS Eine sehr drollige Reminiscenz an die berühmte Tragödin Rache! wird in sran zösischen Blättern wieder ausgesrischt. Die Künstlerin stand, nicht mit Unrechts in dem Ruse, zuweilen etwas knauserig zu sein. Eines Tages gab die Phödra des Thcstre srancais eines ihrer berühmten Diners, wo sich an ihrer Tafel die Elite der Kunst, der Literatur und der Aristokratie vereinten. Unter den Ge ladenen befanden sich der Herzog San Tcodoro von Neapel. Prinz von Wal derer, mehrere Marquis, Künstler, Scribe, Auber, Herzog von NoailleS, Augier, Ponsard und andere GeifleSno tabilitSten. Am Tage des Diners er schien sie in der Wohnung eines Kriti kers, der cbeusallS zu den Gästen zählte, und sagte : Lieber Freund, Sie müffcn mir bei der Wahl des Deffcrts hilfreiche Hand leisten, mein Wagen fleht vor der Thür, ich entführe Sie." Der Mann des kritischen Ric'ztschwertes mußte sich bequemen und der unge stümen Freundin folgen. Man fuhr ins Palais Royal zu dem weltberühmten Delikateffenwaarenhändler Chevet. Ma demoiselle Rache! wählte die schmackhas testen Früchte, kostbare primerirs zc. aus. Plötzlich prüsentirt ihr Chevet eine herrlich dustende Ananas. wünschen Madame vielleicht eine Ananas als M.ttelstück einer Frucht Pyramide?" Tres bien ! Mas kostet sie?" Siebzig Francs, Madame Man befand sich damals im kJahre 1849, einer Epoche, wo wenig große Diners stattfanden, und die von den Antil len kommenden Ananaffe waren selten. DaS vermochte jedoch in den Augen der Rache! diesen exorbitanten Preis nicht zu rechtfertigen. Siebzig Francs!" rief sie in einer tragischen Pose aber das ist ja unge heuerlich. Ich kause sie nicht, doch halt wie wäre es, wenn Sie mir die Ananas borgten ? ES ist immerhin ein hüb scher Taselschmuck, und nach dem Diner sendeich Ihnen die Frucht unversehrtwieder zurück." Lächelnd ging Chevet auf den origi nellen Vorschlag seiner berühmten Kun din ein.... Der Abend kam und mit ihm das Diner, welches wie immer sü perb war. Man trägt das Deffert auf und inmitten der Fruchtabundantia thront mit königlicher Würde die Che vetsche Ananas. Da die Gastgeberin sich wohlweislich hütete, von dieser kost baren Frucht anzubieten, keiner der Ge ladenen aber so naschhast erscheinen wollte, als Erster die Ananas anzu schneiden, so ging Alles vortresflich und die Rache! war bei rosigster Laune. Doch die Künstlerin hatte ohne den boöhasten KMikus gerechnet. Sich zu seinen Nachbar, dem Herzog von Novilles wen dend, sagte derselbe plötzlich mit halb lauter Stimme : Und die Ananas ? Wäre eö nicht Zeit, ihr ernstlich auf den Leib zu rük ken r Farbleu, Sie haben Recht, mein Freund", ruft der Herzog, welchem schon lange der Mund wafferte, erhebt sich und reicht die Ananas seinem kritischenTisch nachdar, welcher alsbald unter dem bei fälligen Gemurmel der gesammten Ta selrunde die herrliche Frucht kunstgerecht zu zerlegen begann. DleNachel erbleichte, sie warf dem hämischen Kritikus einen vernichtenden Blick zu und hatte Mühe, ihre Wuth unter einem gezwunzeneu Lächeln zu r??bergen. Die Künstlerin hat seit jenem Tage noch manches Diner gegeben, der ananasliebende Kritiker aber befand sich niemals mehr unter den Gästen Zur Beförderung des Flei ßes der Studirenden. Der Collegenbesuch der Studenten in Deutschland leidet bekanntlich am mei sten durch die zahlreichen Mensuren. Auf diesen werden sie verwundet und müssen zur Heilung ihrer Wunden längere oder kürzere Zeit zu Hause bleiben, oder, wie der technische Ausdruck lautet, im Korbe liegen". Dadurch entgehen ihnen na türlich eine Menge Collegien. Diesem Uebelstande wäre leicht abzu helfen durch Einrichtung von Telephon leitungen zwischen den Hörsälen und den Wohnungen oder sogenannten Buden der Herren Studirenden, wodurch eS denselben möglich wäre, auch im Korbe liegend die Collegien zu hören. Käme dazu noch eine Leitung von den Auditorien nach der Kneipe, so ließe sii) nicht nur das Angenehme mit de Nütz, lichen verbinden, sondern eZ väre zu gleich dem Frühschoppen viel von seinen gefährlichen Eigenschypenenommev. a
