Indiana Tribüne, Volume 6, Number 191, Indianapolis, Marion County, 30 March 1883 — Page 2
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äs ''ii"" Ölttfl ii Vi ttmr-&?r 30 März 1883. Jndlüuapolks. DaS Territor, . Washingistt. r.. 1 tt i. Verr teweu, oz : ouvc:nrur uz nionuui ajy.-iglon, oe? mit in . nen imuyungen in ver VunoeÄizai.pln.Vi .t v. cv a stadt für Erhebung des Territoriums zum Staate bc?7.nn;lich nicht erfolgreich gewesen ist, hat übe: die gegenwärtigen Zustande und Verhä misse in jenemLandestheile Mittheilun, en gemacht, die von um so größerem Jnt. resse sind, als der letztere zu den verhältnismäßig wenig bekannten Theilen der Ver. Staaten gehört". Die Anzahl der Einwohner des Territoriums betrügt zur Zeit 140,. 000, der in neuerer Zeit jedoch stattsin dende Zuzug läßt die Annahme gerecht fertigt erscheinen, daü die Zahl der Be wohner im nächsten Jahre sich auf minbestens 150 000 und in 5 Jahren aus 250.000 belaufen wird. Es umfaßt 70.000 Quadratmeilen oder 45,000,000 Acker. Das Areal wird durch den (5aecadeHSHenzug.in eine östliche und eine westliche' Hälfte' getheilt. Letztere enthält 12,000.000 AcreS Holzbcstände, die namentlich aus Tannen, Fichten, Gebern, SchierlingStannen und verschiedenen Arten harten Holzes bestehen. In demselben Theile besinden sich auch die sich bis an den Puget Sund erstre. i ckenden Lager von Anthracit bitu- ! 1 t. wlnösen und braunkohlenähnlichen Steinkohlen. Mehrere Gruden sind in diesem Bezirke im Betriebe und unter ihnen liefert die Seattle und Tacoma" bis zu 1,000 Tonnen Kohlen täglich. Außerdem birgt der Boden Eisenerze und Maaneteisenstein. und verschiedene Öoäöfni sind bereits im Betriebe, 7.000,000 Acker derselben Halste beste hen aus außerordentlich reizyem Marschlande und in so7che3 erstreckt sich der CttnS s.;,: sr Si.-, schniltlicke Tieke von 30 ffaden bat und Mu IVI M t.VMI V fr V l t VM VM - . - ' . . der Schiffahrt an keinem Theile irgend . I C. " V - : r. tL T k - a. 1t.t. 1 r r ! cm mvkrniß verrilkl. neoer ivv gio ßere und kleinere Wasserläufe münden in den Sund, von denen der Skazit, Snokomish, Black. White, Diramish, NiSqually. Ehihalish und Cawlitz die ' bedeutendsten sind; sämmtliche Flüsse sind außerordritlich fischreich. Qestlich von dem Cascade-Gebirge ..... ' -. . . .. . . vtktet Das Land einen wesentlich verschledenen Anblick. Es besteht auZ Hügeln, Hochebenen, breiten Thälern, Schluch ten, Abhängen und wellenförmigen Prairien, auf denen Weizen, Roggen, Hafer. Gerste, Hopfen, Flachs. Gemüse und Früchte vortrefflich gedeihen. Bei der voriäbriaen Ernte beliek sich der durchschnittliche GetreideErtrag eines ?lckerS auf 7 Bushel, doch haben 1000 Acker im Bezirke Walla Walla 50,000 Bushel ergeben. Die WeizenauSsuhrdes vorigen Jahres belief sich aus 250,000 Tonnen, wird aber in Folge der von Oregon aus in das Territorium Isich erstreckenden Weizencultur schon in den nächsten Jahren wesentlich größere Di mensionen annehmen. Aus den auSge dehnten Weideländereien werden schon jetzt zahlreiche Pferde-, Rinder- und Lchasheerden gezüchtet, obwohl bis jetzt noch nicht einmal die Hälfte des Territoriums vermessen und ein viel' kleinerer Theil desselben besiedelt ist. Die Süß. wasserströme, Flüsse und Bäche nehmen ein Areal von 400,000 Ackern ein und sorgen in einer Weise für die Bewässerung des Landes, daß derselben nur an wenigenPläken, und dann mit unbedeutendem Auswande. künstlich nachgeholfen werden muß. Außerdem sind zahlreiche Seen über daö Land vertheilt, die eben falls ohne Ausnahme außerordentlich fischreich sind. Die schissbaren Wasser läufe haben eine Gesammtlänge von 1.500 Meilen und aus diesem Grunde wird es nicht nöthig sein, den 000 Meilen Eisenbahn, die bereits im Betriebe sind, ausgedehnte Strecken hinzuzufügen, ' . - . Der Wilde von CamaS. . . ' . , 1 die EamaS Prairie fuyrcndcn Postroule angestellt gewejen war, seit einiger Zeit aber Spuren von Geisteskrankheit ge zeigt hatte. Später wurde an verschie denen Punkten der genannten Prairie ed und zu eine eigenthümliche Gestalt gesehen, welche Ähnlichkeit mit einem Menschen zu haben schien, aber stet? so schnell verschwand, daß sie nie in der Nähe beobachtet werden konnte. Die spärlichen. Bewohner jener Prairie und die Postkutscher legten dem räthselhasten Wesen den Namen:, der wilde Mann von CamaS bei. Vorige Woche hatten drei Jäger in den Joot Hills ihr Lager aufgeschlagen, Während zwei derselben mit der Zube reitung des Nachtessens beschäftigt waren, verließ der Dritte, Namens Micklehar.y, das Lager, um zu sehen, ob er ein paar Wild Enten erlegen könne; er hatte sein mit groben Schroten geladerr . r r , nr i e i Nkö 'opptigeweyr oet ucy. ÄZayreno er auf einem erhöhten Punkte Aussicht hielt, sprang plötzlich aus einem benachdarten Busche ein menschenähnliches We sen unter entsetzlichem Brüllen auf ihn zu; der Jäger hatte sein Gewehr schuß fertig zur Hand und feuerte beide Läufe cegen stunt ihm wieder . -T.ini in iri nnnnn nm ihtpi o'-a , : ren. den icyon oulru zuioerlu,! ge schwächten Feind zu Boden zu werfen , t . cv v ... ra v . ... und dort, indem er auf ihn kniete und ihm die mit langen Krallen bewehrten Hände niederdrückte, festzuhalten. Gleichzeitig rief der Jäger nach seinen Gefahrten und schrie diesen zu, sie sollten eine Axt mitbringen. In dem Augenblicke, als die .Gefähr
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-OWfc li unii vijvvu.v -vvii Viiuttu UU9ttilUilUCtCCII UUIC1I, U JCIQCN 0lgCIlUC$ ; INÜ 001 OD City 'im Territorium Utah ein Mann, müssen sie entweder Durchführbares ver- Jahren von Manila nach unsrer gegenwelcher früher als Kutscher an der durch langen, oder ihren Anbana einbüßen, wärtiaen 52eimatb aekommen. leben vom
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indem er sich aus diesen stürzte, traf und tödtete ihn die Axt des einen der Jäger. ' Eine U:ttkrsuchu.:g deS Todten ergab. ' daß derselbe normal ausgebildete menschliebe Glied Kalte : d e o? en siebenden d?r navu Körner non dicktkm. ickwarzem ""r" "." n-"'"" aare überzogen, die Nägel an den Jin flrn urb 3cn mm zj Zoll lang kiauensörmi mig gebogen. Bei dem Kampfe war dem Manne, dessen Alter die Jäcr aus 45 Jahre schätzen, eine Art Mantel entfallen, der, aus Hasenfellen besteht, die durch Sehnen kunstreich mit einander verbunden sind. Nach eifrigem Nackisuchen wurde der Platz entdeckt, wel cher 'zuletzt die Wohnstätte des Todten bildete; in einer sich ein paar Fuß in eincn Felsen erstreckenden Vertiefung befand sich ein aus der weichen Rinde des Salbeibusches und Hasenfellen beOrtnr rissen hfmflfn Irtnni
k Augen waren grob und merkwürdig heN Syeme fehlt. Da wird, nicht selten die und klar, loöig-S, tiesschuzarzc? Haar 9an$- vytraBt umgepflügt und hinterher wallt- bis über die Schultern herab, und etwas gewalzt, woraus sie im Früdjcch? der dunkle Bart hatte ein Lange von 2.V ex H"dst u.,gefah? denselben Zuftattö ftufc. Mit Ausnabme des GesicktZ war weist, wie beiiiU bic berühmt:
uymvm mvjv.j v ..... .- . - Q ' . ' . tödtete der wilde Mann von Camas und mit dem vor 11 Jahren verschwundenen Postkutscher identisch ist Da'die Prai. rie und der Busch Sommer und Winter rtrn ttimmftn in fnttntt der un. glückliche Wahnsinnige, selbst von Allem ntblönt, cöt toobl Sahre lana in feinern Uu icfcen . Europäische Nevolutionäre. Von Zeit zu Zeit stellt irgend eine europäische Regierung, meistens Ruß land, an die anderen Mächte das Ver langen, eine internationaleOrganisation Zur Unterdrückung der in allen Ländern agitirenden Umstürzler zu schaffen. Eurova. beint es dann, ist von Revalutia T r ' ' I 1 . ? V nären unterwühlt, die unter verschiede nem Namen überall dasselbe erstreben ttnK 1 1 & tm tf i!haSii , BvfitnXiiHn -" imu.wu u uvuivuuu stehen. Um ihnen deizukommen. müßten sich also auch dieRegierungen verbünden, eine Polizeigewalt schaffen, die über die politischen Grenzen hinauSreichte, und selbstverständlich an einander die ver schiedenartigen politischen Flüchtlinge ausliefern. . Selbst wenn nun die Vor. ..r.t !... i... uus,esung ricyng wäre, ivnnie oie Pvii Zei schwerlich der Revolution vorbeugen. aber es ist gar nicht einmal wahr, daß eine europäische Verschwörung existirt. Es giebt freilich Brotlravaller in Jta lien, Socialisten in Deutschland, Oester reich und Belgien, Anarchisten und Col lcctivisten in Frankreich. Nihilisten in Rußland, Landliguisten in Irland und - eyrimounoier in Spanien, aver vle Unzufriedenheit dieser unruhigen Köpse entspringt keineswegs denselben Ursa chen. und deshalb unterhalten auch die Umstürzler" keine nachweisbare Verbindung. In einzelnen Fällen fympathisirt der eine Bund mit einem oder mehreren ln fremden Ländern, doch läßt sich dar offenbar noch keine internationale Verschwörung ableiten. DieZweckeund Ziele der Landliga z. B. find von denen der deutschen Socialisten sehr verschieden. und die Bestrebungen der Nihilisten ' Rußland, die eine Verfassung verlangen., unterscheiden sich ganz wesentlich von denen der italienischen Ruhestörer, die nach Brot rufen. Wenn nun den Nihilisten ihr Wunsch erfüllt würde, so are den Jrländern noch lange nicht ge-. lfen, woraus sich der Schluß ziehen läßt, daß die Beruhigung nicht durch internationalePolizeiverordnungen. sondern nur auf örtlichem Wege herbeigefuhrt werden kann. Vom allgemeinen, Standpunkte aus kann man nur den oberen" Classen anrathen, eö nirgends um Aeußersten kommen zu lassen. Im Uebrigen müssen die Regierenden überall den verschiedenartigen Krankheiten gegenüber auch gonz verschiedene Mittel anwenden. Was vor Allem inEuropa nothzuthun scheint, daS ist Preß-und Redefreiheit, Wenn die Unzufriedenen ihre Ziele ft??H& tiil..SM.r.i.. v.T.C.m Ca ' hierzulande hat man diese Erfahrung hundertfältig gemacht, und neuerdings hat sie sich in Frankreich wiederholt. Die auf den 9. und den 18. März angesagten großartigen Kundgebungen. der Pariser Anarchisten kamen nicht zu Stande, und überhaupt ist die Theilnahme an extrem revolutionären Bestrebungen in Frankreich neuerdings so gering geworden, daß Louise Michel und andere Führer sich über die Gleichgiltigkeit der Arbeiter bitter beschweren. Letztere beginnen - einzusehen, daß sie durch allmäligenAuSbau mehr gewinnen, als durch Einreißen, daß sie unter der bestehenden Regierungöform nach und nach dasselbe' erreichen können, wie unter irgend einer anderen, wenn sie nur Ausdauer und Energie genug besitzen. Ohne .Preßund Redefreiheit wäre der Sturz der durch unsähige 'Politiker geschwächten Republik ganz unvermeidlich gewesen, CT . Iti.aV..! J..-. V f.. . ! . .1 ...... . .r unllivluuuttg ver Ilricnc.uunuauizerung wtrv tn anderen anoern ohne Zweifel zu gewaltigen Erschütterungen führen. Landwege. Da die Eisenbahnen in einem großen . . lngen, o es ganz natürlich, dak man ihnen vin,s iih,rfrf H.h. mt : " . vv , .. um;) MW iwniiiiivt XJ l U l U tung einräumt. Der Ansiedler in einem Bedeu neuen- Gebiete will zunächst wissen, ob es von einer Bahn durchschnitten wird. Ist das nicht der Fall, so kann er seine Erzeugnisse nicht auf den Markt bringen. Landstraßen kommen für ihn erst in zweiter Linie in Betracht, denn sind keine da, so kann er allenfalls seine Pro
zwei Ha en, die äugen cheinllch durch uhmh ... c.cm Steinwürfe getötet waren; Hasenkno. Consularbenchte auf die' vorzüglichen chen bildeten einen qroßen Haufen im Chausseen ln lenem kleinen Lande und hintersten Theile der Vertiefung. Sonst deren auLerordentllche Vortheile richtet, fand sich nichts vor, kein Geräth, keine So gut Md don die Strafen da Spur von Feuer, keine Waffe, nicht ein- Frachtwagen mit Vortheil zwischen fiiitma! ein Knüppel. Die Leute in dorti-, und Bru,sel oder Antwerpen verkehn,r toeatnh sind überieuat. Den der e- ren, d. h. 62 bezuglich 72 Meilen, und
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tucje irst Winter an die schleift!'. Daher fornr.it eS, das: die Landwege fast
ball in der denkbar kläglichsten 93er il',1i'jnÖ 'in?- Und ,e!üjt da, wo auf die ööeevnbes,ung c?cl Geld und Zeit v.lwendel :rro, kommt wlg dabei herCU8' idcu cv ganz uno gar an einen Wege im Teutoburger Walde, in deren Kothe Burus mit seinen Legionen Necke?' blieb. Kommt nun noch ein offener Ämtkk hinzu, ;ann ble.bt die Zufuhr a,: die C?.icnDclncr. oft moi ateiana, gu. tit Preise sttig.n, weil keine Vorräthe a sind und Unten gai z uberrafchcnb, nenn endlich Frost uns. 5cfc .ce eintritt und d'e Farmer ur'ure Massen au Me Bchn bringen, darunter leiden Lauern wie Städter, und den Bahnen ist es auch nicht angenehm, wenn sie bald gar nichts zu thun haben, bald nicht Wagen genug stellen können. Der amerikanische Eonsul Tanner in Belgien hat daher ganz Recht wenn er die Aus , r r sl V , . it..r((imllil t 1 1 H H l .. X 3 1. . 4 . . . U . daß d.e Bauern bis aus 15 Meilen im ; Umkreije von Luttich ziemlich große Ladüngen noch auf Hundewage m dlt Stadt fahren können. Je dichter die Ver. Staaten besiedelt werden, umso nothwendiger ist die Verbesserung der troBcn, Die an bic eiienbarjncn fuhren. iTCi A V A CID. A (inV C JJU ult uB' uiuiiia uu, v1Tanner, da ist alles Andere wahrscheinlich auch armselig: Die Pferde, die Farmer, die Kaufleute und die Kirchen. Sicher ist wenlgstenS, daß Millionen jährlich in Folge schlechter Wege ver wüstet werden. St VI alo. Seit Jahren gehen von Zit zu Zeit unklare und und ungenaue Berichte über eine Niederlassung von Malaien durch die Zeitungen, die sich an einer Bucht c . , , r- - . r t n ve Vorgneees im luoucqtn üoui ssana befinden soll. St. Malo wird als Name derselben bezeichnet und erzählt, vor langen, langen Jahren seien Eingebgxene der Insel Manila, bekanntlich einer der Philippinen und nördlich von Java gelegen, in ihren Piroguen, Fahr z-uaen, die ebenfalls aus ausgehöhlten v ' . Bäumen bestehen, aber größer sind, als die Canocö der Indianer, an der Küste von Louisiana gelandet und hätten sich an dem genannten See niedergelassen. Das von 'ihnen geschaffene Gemeinwesen sei auf vöUifle Gütergemeinschaft yegrüN' der, und außerdem sei es das erst? Gebot geweicn, ccb me eine ijcait die Kolonie betreten düise. Diesem Gesetze . habe bald einer der Malaien dadurch zuwldergehandelt, daß er von einem JaadauSfluge eine Indianerin mitgebracht und m seine Hütte ausgenommen habe. Streit und Hader sei in Folge dessen unter den Ansiedlern abgebrochen und dieselben hätten nach einer gemeinsamen Berathung die Indianerin ergriffen, auf einen von Bäumen entblößten Platz ge schleppt, entkleideljund an einen Pfahl ge. bunden, wo dieselbe bald von den in fabelhaften Mengen vorhandenen Mos kitoS gelödtet worden sei. Nach anderen Nachrichten soll die Indianerin in klein? Stücke zerschnitten und diese sollen nacl) allen Himmelsgegenden verstreut worden sein. Nach diesem Vorgange sei der Friede und die Einigkeit zwischen den Ansiedlern nie wieder gestört worden. Die erwähnten Berichte schilderten außerdem die Malaien als so feindseliq gegen Fremde, daß Jahre, hindurch es sich Niemand zur Aufgabe gemacht bat, denselben einen Besuch abzustatten. Vor Kurzem hat dies jedoch ein Correspondent des New Orleans TimeS-Demo-erat" unternommen. Mit einem ge wissen Bataille. der seit Jahren Bootladungen Fische von den Colonisten am See Borgne kaust und daher die Leute, sowie die Sprache derselben einigerma ßen kennt, begab er sich zu Del Carpio, dem dermaliaen Öäuvtlina der malaii. schen Niederlassung,und erfuhr von dem c.ic r - r v . . cm : r: . j a Fischsang, der in dem See außerordent lich ergiebig ist.und vertauschen dieFische, deren wir nicht selber bedürfen,anFischer, die von der Küste des Golfes in jedem Jahre m'hrereMale zu uns kommen und uns mit Mehl, Reis. Decken, Haus und Fischereigeräthschaften, Kleidern, Waffen und Whisky versorgen. Ich selbst bin ein Seemann von Profession und viele der Unsrigen haben ebenfalls früher große Reisen gemacht, doch seit unserer Ankunst hier hat keiner jemals die Ge. gend verlassen. Wir halten uns strenge abgeschlossen und kommen lediglich mit den vorhin erwähnten Schiffern von der Golfküste in Berührung. Es ist richtig. daß wir keine Frau unter uns dulden und daß mit dem Tode des letzten von uns die Colonie auSstirbt; wir wollen uns weder mit den Indianern vermi schen, noch Zuzug aus Manila holen, und auf dieser Insel hat man sicherlich . tut . f. er ri gar leine Aynung von unzerer Cxluenz. Streitigkeiten find unter uns, da Einer für Alle und Alle für Einen arbeiten, kaum möglich; so oft dergleichen vor. gekommen sind, wurden sie durch von den Parteien gewählte Schiedsrichter entschieden. Die einzige Frau, die je vor übergehend unter uns gewohnt hat, war eine Indianerin ; wir .habeN dieselbe.ver trieben,- aber nicht ermy'rdet.. . '. .. .. Der Correspondent war Zeuges wie dieMalaicn einen der Ihrigen, der dctrunken war und stcy unvandig gederdete. n1 . - f , r. n , zur Raison brachten ; sie steckten ihn em fach in einen Fifchkasten. und in solchem wurde der Mann sehr schnell ruhig und nüchtern. .' . . ' , ' ... ' - T Wiesen eultttr. ; Seit Jahren schon beschäftigen sich
unsere Landvirthe, ASerbanschulen und I landwirtdschastlichsn Vereine mit der
zrage, oo es mneryalo oer er. toiaa ten nicht möglich sei. Wiesen anzulegen und aus Jzhre hinaus zu erhalten, wie solche namentlich in England, aber auch in Holland, Deutschland und in ande ren Ländern des eures 3:s.v,cn Conti nentS bestehen und tttt so coßem Vortheile theils für Weideiwcck-, theils zur Heu- und Grunime! jtwi nun: benutzt werden. Unte, iefcn" ver steht man in Europa baue', ide Futtcrflächen, deren Hauptbcstand Gräier und Futterkräuter bilden; sie find entweder natürliche oder künstliche. Die iutüj lichcu Wiesen sind zur fortdauerndenEr zeugung von gras- und kleeartigen Fut terpflanzen, mit entschiidenemVorwatten der ersteren, von d?r Natur geeignet, während die künstlichen mit Futter an gesäte Accker sind, welche Jahre lanz zur Weide oder Mahd liegen bleiben und dann umgebrochen werden und entweder wieder mit Futter besät oder zu andern Zwecken verwandt zu werden. In England giebt es Wiesen der zweiten Kategorie, welche fei: länger als hundert Jahren benutzt werden. Um daher außer gelegentlicher oberflächlicher Düngung, dem Ausbreiten von Ameisen und Maulwurfshausen, eventuell regelmäßiger Bewässerung keine Arbeit erfordern als das Einbringen des Grases, soweit solches nicht für Weidezwecke' benutzt worden ist. Eine oute Wiese ist sonach die bequemste und sicherste Futterquelle; zwar tann der Boden durch dieAnpflanzung vonFutterkrautern, wie Klee, Raygras, Luzerne, Esparsette :c. besser ausgenutzt werden wie als -Wiese, aber einerseits gestattet häufig die Lage des Bodens den Anbau solcher Futterkräu ter nicht, andererseits hat daS Wiesen gras iu Folge der Vielsachen Arten, aus denen eS besteht, einen eigenthümlichen, für die Milcherzeugung namentlich au ßerordentlich hohen Werth. Die vielfachen Versuche, welche hier zulande mit der Anlegung ausdauernder Jutterpläl): gemacht worden sind, sind nur in seltenen Fällen von günstigen Resultaten begleitet gewesen. Im Allgemeinen ist hier daS Klima der Wiesencultur nicht günstig und nur in einigen Mittelstaaten, namentlich aber in Iowa, sind einzelne dieser Versuche gelungen. Die oft anhaltende Trockenheit unserer Sommer und die Strenge unserer Win ter schaden vielen der Grasarten, welche die Wiesen in Europa so wcrthvoll machen. Die Farmer ziehen daher mit Aecht den Anbau von Klee, Timotheuögras und ähnlichen Futterpflanzen der Wiesencultur vor und überlassen denjenigen Boden, der sich, auch bei sorgsamer Bestellung hierzu nicht eignet, den einheimischen Graöanen. Unter günsti gen Verhältnissen hat indeß eine Wischung der folgenden Samen-Arten, von denen die beigefügte Anzahl von Pfunden pro Acker zur Aussaat zu verwenden ist. ertragreiche Wiesen erzeugt Wiesen Fuchsschwanz 2 Pf., Knaulgras 4 Pf., Schwiege!-, Llesch- und Honigqras je 2 Pf., Kammgras Pf.. Junigras 2 Pf., italienischer Roggen 0 Pf.,' FioringraS 8 Pf., T,motheu5gras 3 Pf.. .Waldgras 2 Pf., Ruchgras Z Pf., geller Hafer 1 Pf., perennirender Klee 2 Pf.. Weißklee 5 Pf. Der Boden muh tiefgründig ge ackert, mit der Egge n.ö ,'ichst zerkleinert und räch der Au-s ?! m:t einer schweren Walze skslgedlllckl m??deii. Von Znanse. Die Arbeiten a m W a s h i n gton Monument werden am 1. Avri! wieder aufgenommen werden. 215 Fuß sind noch zu errichten und man hofft, daS Werk inneihslb zweier Jahre vollenden zu können. In Dresden, Ten n,. sollte vor Kurzem eine gerichtliche Urkunde von 10 erwachsenen Personen nicht Farbiaen unterschristlich vollzogen werden, Eine einzige derselben konnte ihren - Na-1 r - v- " e , r men iHreioen, oie vorigen muien lyre Handzeichen unter die Urkunde setzen. Jn.demGrandLake inMaine wurden dieser Tage zwei Lachsforellen gefangen, deren jede 15 Pfund 4 Unzen wog. In einer kürzlich in Bridgeton, Me., abgehaltenen Bürgerverfamm lung waren 8 stimmberechtigte Bürger anwesend, von denen jeder über 30 Jahre zählte. .. E i n T e m p e r e n z p r e d i g e r in New Bork verschwand kürzlich so yeheimnißvoll, daß die Zanze Polizeimacht der Stadt zur Ausklärung des mysteriösen Falles in Requisition gesetzt wurde. Ein Detective sand den Mäßigkeits-Apostel viehisch betrunken inmitten einer Anzahl ebenfalls betrunkener Kumpane und lüderlicher Frauenzimmer. . I n mehreren Straßen Quebe'c'S liegt der Schnee über zehn Fuß hoch. Der neue deutsche GeneralKonsul in New Aork, Herr Feigel, ist ein Bayer von Geburt und bat eine sehr rasche und glänzende konsularische Car riere gemacht. Er gehört zu den jüng sten Beamten dieses Zweiges des deutschen Reichsdienstes. . Zahlreiche Apotheker in New Z)ork haben ans ihrer Mitte ein Comite erwählt und beauftragt. Vor schlüge zu machen, in welcher Weise der Vertrieb von Patentmedlcinen, welche häufig werthlos, ja sogar schädlich find, in den Apotheken im Interesse des Publikums beschränkt werden könne. '..Nachdem daS Comite seinen Bericht' erstattet und eineBerathung über denselben stattgesunden haben wird, fall eine Ver sammlung sämmtlicher Apotheker New VorkZ berufen werden
Alö sich die Fabrik. Jndu-jUiars aue Borfchristen sur sämmtliche strie der Neu England Staaten zu ent! lsenbahnverwaltungen aufstellte. Ihm wickeln begann, wurden, die in den Etab-! lst eZ mithin zum großen Theil zu verlissements erforderlichen Arbeitskräfte , danken, dav der Vormarsch in überaus meist von den Bewohnern dieser Staaten glücklicher, schneller und vor Allem un geliefert, welche sanden. daß sich die Fa gestörter Weise gelungen ist. brik-Arbeit besser bezahle, als die Farm EinMitarbeiterder Lon-
Arbeit.-. In Folge der Ausdehnung deö Eisenbahnnetzes strömten Arbeiter sranzösischer und irischerAbkunst au Canada herbei, und gegenwärtig ist es gebrauch lich ceVorden, daß Fabrikanten Arbeiter
inEngland undJrland weift weiblich: -ngagittn und in , daS Land bringen.
:gen. - Ein New Yorker Erfinder hat sceben eine ..drehbare Bühne" pa tentiren. lassen, aus deren ,iner Seite die Scene gesetzt" werden kann, während auf der anderen gespielt wird. Eine Zeitung in !ew Z)ork schäzt die Anschaffung'osten der von de.r dortigen Schankkelln?n c:etraaenen Diamanten aus 5350,000 und der Kar ! su.iket an den Nasen der 2Iicthscha"tS besitzer auf 5,000.030 Bei M a c o n, Miss., l' findet sich ein iiitercssnter Tai. n. Horst; er umfaßt einen Holzbestand ut-r 10 Ackern, der von den steil absallence-? f-isigenAb-hängen mehrerer Hüel ei? c e. flössen ist. Durch denselben schlänge! :& ein Bach, der an einzelnen Stellen r.iz Tiefe von 5 Fuß erreicht. Dre verschied' artigsten Pflanzen 'bilden ein undurchdringliches Dickicht. Zwischen Sonnen-ttntergang und der .Abenddämmerung fallen die Tauben, die aus allen. Himmelsgegen den zusammenströmen, in so ungeheuern Schwärmen dort ein, daß das hierbei verursachte Geräusch auf eine Strecke von drei Meilen hörbar ist. Louis Stahl, wird vonNew York gemeldet, der im Irrenhause auf Suake Hill. N. I., eingesperrt war, hat von seiner Zelle aus einen Tunnel unter dem Boden gegraben und ist auf diese Weise in's Freie gelangt. Nach R o w e l l '5 soeben erschie nenem Newspaper Directory- beträgt zur Zeit die Zahl der in den Ver. Staaten erscheinenden Zeitungen und Zeit schritten 11,196, bat sonach gegen vorigeö Jahr um 585 zugenommen. Die größte Zunahme hat in den Territorien stattgefunden ; dort ist die Zahl der tüg lichen Zeitungen von 43 auf 63 und der wöchentlichen von 1C9 auf 243 gestiegen. Die Monatsschriften beziffern sich geqenwartig auf 1.034 gegen 970 vor einem Jahre. Eine mit d er I a br ik a t i o n von- Winchester Büchsen beschädigte Compagnie in New Haven, Conn., läßt feit geraumer Zeit in dem Hose ihres Etablissements nach einem artesischen Brunnen bohren. Die Arbeiter haben bis jetzt in einer Tiefe von 1.500 Fuß ncch kein Wasser gefunden, die Compagnie hat aber soeben einen neuen Contract abgeschlossen, nach dem die Arbeiten bis zu einer Tiefe von weiteren 1000 Fuß fortgesetzt werden sollen. Der an die Wasserwerke in New Haven zu entrich tende Zins ist so hoch, daß die Compagnie entschlossen ist, bis zu 50,000 für den Brunnen auszugeben, um nur hin sichtlich ihres Wasserbedarfs nicht von den Wasserwerken abzuhängen. Die Fckmilie Smith zu Allentown, in Pennsnlvanicn, hat kürzlich eines schönen Morgens der Polizei an gezeigt, daß in der Nacht ein Einbrecher in ihre Wohnung gedrungen sei und der 16jährigen Tochter des Hauses ihren prachtvollen Zopf abgpschnitten habe. Mutter und Tochter schliefcn in einem Zimmer, in einem Zimmer daneben Va ter und Sohn. Als am Morgen Frau Smith aufstand, entdeckte sie, daß die Thüren der Wohnung erbrochen worden waren. Als die ganze Familie zusam menberufen war, entdeckte die Tochter zu ihrem Entsetzen, daß ihr drei Fuß lan ger, dicker Zopf, welcher der Stolz des armen Mächens gewesen war, während der Nacht dicht am Kops abgeschnitten und fortgeschleppt worden war. DaS Mädchen und Frau Smith klagten auch über Schwindel und Kopfschmerz, so daß der Verdacht naheliegt, daß sie chlorosormirt' worden sind. Die Familie nimmt an, dak der Dieb fich in dieWoh nung schlich, die beiden Frauen und den Hund betäubte und dann den Zopf mit einem Rasirmesser abschnitt. AusNew Nork wird von einer neuen Erfindung berichtet, die in 'der Herstellung von Hufeisen ouöRinds leder besteht. Das letztere wird vierfach I c . : v - .r . . : l r-1 . -r: übereinander gelegt, mit einer Flüssig keit, deren Zusammensetzung noch Ge heimniß des Erfinders ist. getröntt, kn stählernen Formen gepreßt ud die auS dieser Masse hergestellten Huf-Beklei-düngen wiegen nur ein Viertel der eiser nen und find elastischer, sowie dauerhas ter als solche.' Aus D e n v e r, C o l., w i r d g emeldet, daß Alfred G. Packer, der vor neun Jahren in SüdColorado fünf Kameraden ermordete und verspeiste, und der, wie jüngst bcrichtet, zu Fort Fetter man aufgegriffen wurde, am Donnerstag dorthin und in's Gefängniß gebracht worden ist. Eine große Menschenmenge hatte sich am Bahnhöfe eingefunden, und vielsach erwartete man einen Versuch, Lynchjustiz an Packer zu üben, die Ke leitmannfchaft war ind?ß auf ihrer Hut. B.m Auslande. Heber ben Antheil, d e n der neue Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff an den Erfolgen des Kriegeö'von 1870 71 gehabt, wird dem Berl. Tagbl. geschrieben : Der Major Bronsart ist es gewesen, der fast ganz allein und selbstständig mit eigenerHand den Entwurf für denVormarfch der ganzen deutschen Armee gegen Frankreich angefertigt hat. Zur Beurtheilung der Schwierigkeit dieser Aufgabe mag daran erinnert werden, daß in jene? Zeit erst der norddeutsche Bund geschaffen wor den war, daß mehrere neue Armeekorps formirt wurden, und daß der Einfluß der preußischen Heeresverwaltung, auf die süddeutschen, durch Conventionen verbundenen Staaten nur ein geringer war. Bronsart v. Schellendorf ist es gewesen. ver vle geiammten Marschrouten ent I . ? r .Vft m . mm. ooner TlmeS- meldet diesem Blatte in einer Correspondenz auS-Paris, daß er die seltsame. Hinterlassenschaft Jalob's des Zweiten, dessen Gehirn in eine, bleiernen Kapsel, welche dieser einer
schottischen Stiftung in Paris, dem Scotch College", vermacht halte, ent deckt habe. Die bleierne Kapsel, welche das Ansehen einer LiqueurFla!ch: ohne Hals hat, war i' . ter den Slürmm der großen Revolution abhanden gekorimen; eine Sage behauptete, sie sei l ei der Wiederbeerdigung der übrigen irdischen Reste deS verbannten SchottenttnigS im Jahre 1821 in dem englischen Benedik' ti.ier-Kloster zu St. Germain mitbegra ben worden. Jetzt führten Kinallsa tionSarbeiten in der Kapelle deS schotti schen Seminars dazu, die interessanten Reliquien wieder aufzufinden. Die Arbeiter stießen aus ein Grab und in diesem wurden sowohl das bleierne Gefäß mit dem Gehirn Jakob's wie auch das gleichfalls in einer Bleiumbülluna be
findliche Herz der Herzogin von Perth entdeckt. Gelegentlich der gegenwärtig beim Pester Komitat im Zuge befindlichen Reklamationen gegen dieVer theilung der Bier Konsumsieuer wurde von Seite der Ortschaft Paty der Nach' weis geführt, daß in dieser Gemeinde im Jahre 1881 blos zwei HektoliterBier. im Jahre 1882 aber, wahrscheinlich inFolge der eingeführten Steuer, auch nicht ein einzige? Tropfen dieses Getränk konsu mirt wurde. Durch die ihr vorgelegten Daten sah die Commission fich veran laßt, auf dieser Gemeinde statt der füe Bier repartirten 1)0 fl., blos 2 st., an Bier-Konsumsteuer auszuwerfen. Der Direktor des Communal'ObergymnasiumS in Trieft, Herr Dr. Wilhelm Braun, hat die merkwür dige konfessionell philologische Ent deckung gemacht, daß der römische Dichter Quintus HoraciuS FlaccuS, der Günstling des Kaisers AugustuS und Freund des MScenas, eigentlich ein Jude von Geburt gewesen sei. Diese Hypothese hat dir Herr Direktor in einer in Trieft erschienenen Broschüre des Breiteren auseinandergesetzt und begründet. Er behauptet, der Vater des Ho roz sei ein frommer und 'gelehrter Jude aus Alexandrien gewesen, der den Sohn im Glauben und in der Weisheit der Väter erzogen habe. Deshalb -sei auch die Lebensphilosophie, die Horaz in sei nen Dichtungen auSspricht, dieselbe, welche den Inhalt jener heiliqen Bücher der Juden bildet, die unter dem Namen der .Bücher der Weisheit" zusammengefaßt werden, nämlich die Sprichwörter, die Prediger, die Weisheit und Jesus Si räch. Die? sucht Herr Dr. Braun durch zahlreiche Citate zu beweisen. Ferner 'findet er aber auch in Hcrazens EpicuräismuS und Humor eiren entschieden jüdischen Zug und vergleicht in dieser Beziehung den römischen Dichter mit Heinrich Heine. Sein als geflügelte Wort" bekannte Citat aus einer der Sa tiren : Ocdat ; Judaeus Apella" er klart Dr. Braun dahin, daß Apella nichts Anderes bedeute als Abeles. Dann müßte man aber bemerkt hierzu ein Witzling auch Horatius FlaceuZ übersetzen u.it : Horatius Fleckeles. In Charkow hat sich in der vorigen Woche folgender Prozeß ab gespielt. Zu einer Diebesbande, die jeden Reisenden, der die Eisenbahnsta tion Charkow passirte, auszuplündern suchte, gehörte der Pristaw (Polizeiosfi zier) Philippom und sämmtliche an der Station angestellte Gen'rmen, die eigentlichen ausführenden" Diebe aber waren ungefähr 2 Mann 7ark. Wenn der ankommende Reisende das Coupe verließ, so' umringten ihn einige sehr anständig gekleidete Mitglieder der Ban de und suchten seine Aufmerksamkeit zu 'fesseln, indem andere sich eö Handge 'packeS :c. bemächtigten. Bemerkte ein Reisender den Diebstahl und faßte erden 'Dieb ab, so nahm der genannte Pristaw ein Protokoll auf. verhaftete den Dieb, suchte den Reisenden mit dem Zuge wei'ter zu spediren und ließ den Spitzbuben alsbald wieder laufen. Glückte der Raub, so , wurde derselbe getheilt und zwar erhielt der Pristaw als Löwenantheil 25 pCt. In Folge von Streitigleiten, welche unter der Bande übe? diese Art der Theilung ausgedrochen waren, kam die ganze Geschichte an den Tag. Mit Ausnahme zweier wurden alle An geklagten verurtheilt. Die Frage der LeichenVerbrennung wird dieser Tage nun auch in Paris in einer öffentlichen Konferenz und zwar unter dem Vorsitz des bekann ien Maire's Kcechlin Schwarz erörtert werden. Hierbei werden die verschiede nen Modelle der in Deutschland. Oester reich und Italien fungirenden Verbren -nungsöfen dem Pudliki,m demonstrirt weiden. Herr KoechUn - Schwartz, ein leidenschaftlicher Agitator für die Lei chenderbrennung. hofft bereits in näch.ster Zeit di: Erlaubniß zur Anstellung .praktischer Versuche zu erhalten. Man will extra rnuros die Leichname von in Hospitälern verstorbenen Personen, die von ihren Angehörigen nicht reklamirt worden sind, verbrennen. Bei dieser Gelegenheit sei konstatirt, daß im Ver lause von 10 Jahren der Akademie des Sciences mehr als 40 Projekte zuge gangen sind,. die sämmtlich elne.radika!e Abänderung in der Art der Leichenbe stattung erstreben. Einige dieser Projekte sind recht absonderlicher Natur: Professor M. Menin empfabl der ge lehrten Körperschaft sein Verfahren,. Leichname in eine dicke, farblose Flüssig keit umzuwandeln. Doktor Rousteau reichte ein Projekt ein, dahingehend, die Körper innerhalb drei Stunden voll ständig zu pulverisiren. Den Vogel hat jedoch em Civilingenieur Rolineau au? Versailles abgeschossen, welcher der Aka demie ein Aerfahren unterbreitete, mit telS dessen er die ihm überlieferten Kadaver zu einer für Bauten verwendbaren Steinmasse umwandeln wollte. D i e nationale GesundbeitSgesellschast von London hzt einen Ueberzieher für Aerzte angefertigt, womit sie zu Kranken, welche ansteckende Krankheiten haben, gehen können, ohne vorher und nachher die Kleider wechseln zu müssen. Es ist dieses eine Kutte mit Kapuze, ganz aus glattem MackintofhStoffe verfertigt, welche bequem adge yajchen erden kann.
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