Indiana Tribüne, Volume 6, Number 190, Indianapolis, Marion County, 29 March 1883 — Page 2

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uiuu! riBum. ös-rt"5n'. I warSti Indianapolis. Ind. 20 März 1833. Ein unvek'teS Land. Ende voriger W cke ist der veuetnannte Ek'tZndte für Korea, Herr L. H. F.ote, räch r,m Zu seiner Bestim inuna adg'keist. ö erielbe geht über Vo'oama und 2co tut!) Nagasaki,! vrn cort aus tu.:-.-.. )amser der Bun des Marine noch u:::m k einen Fischer dorfe an der Küste vl n Krea, und von dort nach der 18 Meilen landeinwärts gelegenen Hauptstadt Seoul. Footc ist wahrscheinlich der erste Europäer, sicher aber der erste Amerikaner, welcher die von 150.000 Seelen bewohnte Hauptstadt betritt. Commodore Schuseldt, welcher bekanntlich den Handels vertrag zwischen den Ver. Staaten und Korea abgeschlossen hat, durste die Hauptstadt nicht betreten, sondern hat in einer kleinen Ortschaft an der Küste mit den Commissären der koreanischen Regierung verhandelt. Nach Schuseldt's Mittheilungen an den Gesandten kann dieser auf die herzlichste Ausnahme in Korea rechnen. Die Regierungsform ist die einer völlig despotischen Monar chie, der nur zum Scheine ein aus den Häuptern der vornehmsten Patrizier Familien gebildeter Beirath zur Seite steht. Die Koreaner haben sowohl mit den Chinesen, als mit den Japanesen eine gewisse Aehnlichkcit, erheben sich ei nerseits nicht bis zu der Kunstfertigkeit und den seinen Lebensformen dieser Völker, sind aber andererseits energischer und unabhängiger. Die Handelsbeziehungen, welche Ko rea mit China unterhält, beschränken sich auf den Verkehr mit den Küstenplätzen j des letzteren Reiche, sowie daraus, daß den Begleitern der.chinesischen Gesandten ' gestattet wird, koreanische Produkte im Innern des Lande aufzukaufen und zu : exportiren und dafür Erzeugnisse des chinesischen Gewerbfleißes in das Land ' zu bringen. Trotz dieses beschränkten Verkehrs hat sich China einen gewissen Eirfluß, eine Art Oberhoheit über die Regierung von Korea erworben, und der gegenwärtige König, der als ein aufge klärte? und dem Fortschritte huldigender Mann geschildert wlrd, hostt durch einen möglichst innigen Anschluß an die Ver. Staaten sich völlig von der chinesischen Anmaßung emancipiren zu können. Derselbe wird daher nicht nur dem amerikanischenGesandten die beste Aufnahme bereiten, sondern auch den durch den b gescklossenen Vertrag garantirten Handel in jeder Weise fördern. Aehnliche Ver tiäge mit Großbritannien und Deutsch land sind noch nicht ratisicirt, trotzdem bestehen an den Küstenplätzen bereits englische und deutsche Handelsniederlassungen, deren geschäftlicher Verkehr in hoher Blüthe steht. AuZ den Ver. Staaten besuchen bis her nur Geschäftsreisende mit einem be schränkten Vorrathe von Waaren Koreas die Producte der amerikanischen Jndu strie sind beliebt, doch hat der Umstand, daß dieselben nicht stets und stetig zu haben sind, die Vergrößerung des Ge schäfts mit Korea verhindert. Die Gründung permanenter Handelsnieder lasjungen wird unserm Handel zu schnei lern Aufschwünge verhelfen. Korea be darf an amerikanischen Erzeugnissen namentlich: Baumwollstoffe, landwirth schastliche Maschinen, Pumpen, Eisenund Stahlwaaren aller Art, Feuerwaf sen, Möbeln u. dgl. D:m Vorgange Chinas und Japan's entsprechend, wird auch in Korea das Bedürfniß nach Ei senbahnen und Telegraphen schnell her vortreten und die Ver. Staaten sind be rufen, das hierzu erforderliche Material und die technisch gebildeten Arbeitskräfte zu liefern. Korea seinerseits kann unsere Producte mit Gold und Silber bezahlen, dessen Ausbeutung ein Monopol der Re gierung ist, während die Gewinnung der übrigen Metalle dem Volke offen steht. Ncucr Nechtögrunvsat;. Paris ist bekanntlich die. Stadt nicht nur der Sensationsromane, sondern vor allen Dingen der Rührprocesse mit we nig?r juristischem als dramatischem Ausgange. Der betrogene Ehemann, der seine Frau erschießt, ist weder Mörder noch Todtschläger ; die verlassene Ge liebte hat ein Recht, dem Treulosen Vi triol in's Gesicht zu schütten, und die gattenlose Mutter darf unter Umständen ihr üind umbringen. Es richtet sich Alles nach Effecten, und einiger lumpi Qcr RechtögrundW halder läßt man am Strande der Seine nicht einmal den kleinsten Effect verderben. Was liegt an der Logik? Die Logik ist pedantisch, das starre Recht paßt nur zu Perrücken und Talaren, es ist tugendhast aber nicht pikant. Und was wäre das Leben ohne Pikanterie ? Eine interessante" Bereicherung hat die specifisch Pariser Jurisprudenz neu erdingS durch den Proceß Polignac er fahren. Im November vor. I. betrat ein junger Mann von anständigem Aeu ßeren das Palais des Fürsten Polignac in der Rue Miromesmil, tränkte die Möbeln im Besuchszimmer mit Petroleum und entzündete dasselbe, ehe er das Haus verließ. Er wurde verhaftet, leug nete seine That gar nicht und gab an, daß er der natürliche Sohn des Fürsten sei, an dem er sich habe .rächen wollen. Dieselben Angaben wiederholte er im Proceffe, zu dem als Zeugen der Fürst Polignac und Mlle Blanchard de Bre tcche, die Mutter des 25jährigen Brand stifterS, geladen waren. Als der Vor sitzende ihn. darauf, aufmerksam machte, daß er daS Leben gänzlich unschuldiger Personen gefährdet habe, erwiderte er, er hätte gehofft, daS Feuer auf die Zimrner seines Vaters beschränken zu lön nen. Fürst Polignac bestritt eigentlich nicht,

daß der junge Kamille sein tzöokzn in, sondern nurl'daß er sich je gesetzlich mit Frl. de Breteche verheirathet habe. Er gab zu, seit vier Jahren sür semenSohn nicht gesorgt zu haben. Viel weiter ging der Generalanualt. Der behaup tete, Trl. Blanchard habe schon im Jahre 183G. ehe sie noch den Fürsten ge kannt, eine Tochter geboren. Ihre Ver mählurg mit dem Fürsten sei eine Posse gewesen, die von einer Freundin Blan chard'S veranstaltet wurde, und der Abbe Jrucard. der sich zu dieser Posse hergab, sei auS dem Priesterstande ausgestoßen worden. Er beantragte die Bestrasung deS Angeklagten namentlich deshalb, weil derselbe in seinem Rachedurste da? Leben vieler Personen gefährdete, du i;-m nie etwas zu Leide gethan hatten. Eigenthümlich war die Vertheidigung, oie von Herrn Duverdy geführt wurde. Acht Jahre lang, sagte dieser, war der Fürst zärtlich geqen Mutter und Kind. Dann verließ er Beide, und zuletzt sorgte er nicht einmal für seinen Sohn. Was sollte Letzterer thun, um die Auf merksamkeit der Welt auf sei nen Kummer zu lenken? Er zündete seines Vaters Palast an, und sein Zweck war erreicht. Darum sei er auch kein gewöhnlicher Brandstifter. Nach kurzer Berathung schloß sich' die Jury dieser Ausführung an und sprach den Ange klagten frei. Es hat also in Paris fortan Jedermann das Recht, irgend ein Verbrechen zu begehen, um die Aufmcrk ssmkeit der Welt auf seinen Kummer zu lenken. Die Welt muß wiffen, daß er Kummer hat. Allerdings hätte sie das auch durch die Pariser Scandalpresse erfahren können, oder durch eine Eivilklage. aber das wäre nicht pikant gewesen. und darum muß es dem jungen Voliqnäc crlanM iv. Uns::!bige zu ...sädrozn, un lttiitii Vnter dlamircn. Nidrlyolz.WAdci !m Süden. Im südlichen Alabama, in Georgia und Mississippi ist der größte Theil des Landes sandig. Es ist mit hohen Kiefern bestanden, den sogenannten gelben Kie fern oder Piniolen,?deren Holz wegen seiner mit Dauerhaftigkeit verbundenen Leichtigkeit außerordentlich geschätzt wird. Zum Bau von Schlafwagen z. B. wird das yellow pine" neuerdings jedem anderen Holze vorgezogen, und im Schiffsbau sind seine Vorzüge schon längst anerkannt worden. Doch der Boden, aus dem es wächst, ist äußerst dürftig und mager. Die Leute, die un ter dem Schatten der Piniolen wohnen, sind nicht viel reicher als Bettler. Sie quälen sich ab, mittels künstlichen DüngerS dem Sande eine BaumwollErnte zu entlocken, geben sürDungmittel allein $3 aus den Acker auö und erzielen in günstigen Jahren höchstens 200 Pfund. Obwohl die Eigenthümer der Farmen selbst recht fleißig auf dem Felde arbei ten, sind sie stets um so mehr verschuldet, je mehr Land sie angebaut haben. Sie sind ganz und gar von denHändlern und Wucherern abhängig, hoffen von Jahr zu Jahr und kommen immer ueiter zurück. Warum sie nicht auswandern? Theils aus Mangel an baaren Mitteln, theils aus Anhänglichkeit an ihre Heim stätte, die eben Alles ist, was sie auf dieser Erde besitzen oder doch wenigstens dem Namen nach eignen. Doch eine kurze Periode Verhältniß mäßiger Gedeihlichleit scheint auch diesen Sandbauern bevorzustehen. Ueberall in den Piniolenwäldern tauchen Sägemüh len empor. Die Holzv erwüster, welche die Wälder im Norden nahezu zerstört haben, wenden sich jetzt dem Süden zu, wo sie ebenso unbarmherzig mit der Axt wüthen. Da das Piniolenholz, wie ge sagt, ganz ausgezeichnet ist, so steigt die Nachfrage sortloährend,und das Angebot läßt sich ja vermehren, so lange die Wälder reichen. Man kann kaum noch eine Meile durch jene Gegenden fahren, ohne den dumpfen Schlag der Axt oder das surrende Geräusch der Säge zu hö ren. Die neue Industrie lockt die armen Bauern an, die bisher in denselbenWäl dern vergeblich nach einer besseren Exi stenz gerungen haben. Sie verschasst ihnen Lohn, geringeren zwar, als der bescheidenste nördlicheArbeiter annehmen würde, aber doch immerhin mehr, als sie bisher verdient haben. Darum degrü ßen sie die Sägemühlen mit Freuden und strömen ihnen zu. WaS nachher werden wird, wenn alle brauchbaren Stämme in der Nachbarschaft niederge schlagen sind, da? kümmert sie nicht. Einige behaupten, daß gelbe Kiefern nachwachsen werden, Andere, und auf, deren Seite steht die Erfahrung in den nördlichen Waldregionen, bestreiken entschieden, daß auf dem entblößten Bo den, aus dem noch schnell etwas Raub wirthschaft getrieben wird, jemals wieder eine ebenso gute Holzart wachsen werde. Sind dieStämme niedergeschlagen,dann werden die Stumpen und Äeste ange zündet, und die Asche, mit dem Bischen HumuZ gemischt, reicht aus zwei bis drei Jahre hin, um etwas Baumwolle ohne künstlichen Dünger zu erzeugen. Dann ist der Boden vollständig erschöpft und erzeugt im günstigsten Falle die gemeine Feldkiefer, deren Holz kaum sür gewöhn liche Kisten verwendbar ist. Eine ver nünstige Forstwirthschast würde die nie dergefchlagenen Wälder durch wohlge hegte Schonungen ersetzen, aber so weit

ist man noch nicht in den Ver. Staaten. Muth und Geistesgegenwart. Auf der Pennsylvania. Eisenbahn ge rtkty vor Kurzem ein Schlafwagen mtt- : ten in der Nacht in Brand. Die schla senden Passagiere wurden sofort durch .Alarmrufe geweckt,, aber so schnell griff das Feuer um sich, daß sie durch die eingeschlagenen Fenster nur mit Mühe noch in ihren Nachtkleidern entkamen. Auch General Dudley, derPensionscommissär, -befand sich in dem brennenden Wagen. r yatte gerade noch Zeit, sein künstlicheS Bein zu ergreifen, das er am Abend abgeschnallt hatte, und sich nach der Thür zu schleppen. Um dem-erstickenden Rauche zu entgehen, hielt er sein Gesicht mög lichst nahe am Boden, kroch also im buchstäblichsten Sinne des Wortes durch den Wagen. Da erinnerte er sich plötz

lies, daß dcr taube Abgeordnete Acn Wilson von We'Z'Airginia gleichfalls zu den Passagicre zätzlc. Wenn derselbe den Alarm nicht gehört haben sollte und weiter schliese ? Der General schauderte. Aus den Händen und einem Beine mU ter kriechend, fühlte er in jede Lagerstatt hinein. Und richtig, er fand Wilson im tiessten, ahnungklostn Schlummer, in mitten der gierig leckenden Flammen, die schon im nächsten Augenblicke das Bett ergreisen mußten. Ruse wären natürlich bei dem tauben Manne nutzlos gewesen. Schnell entschlossen, richtete sich daher Dudley so hoch auf, als er konnte, schlug da? zunächstlieaende Fenster ein, schüttelte den scklafenden Abaeordneten mi:

Iverzweifklter Krast und weckte denselben gerade noch rechtzeitig auf, Dnfc er :q durch die Bresche in'Z Freie retten konnte. Dznn bückte sich der General abcrmal?. -um der Hitze und dem Rauche zu entflie den, und nach der Plalform krttcheno, fiel er endlich mehr todt als lebendig auf den Boden. Zwei Minuten später war der ganze Wagen ein Raub der Flam men geworden. Den Verlust seines Beines hat Dudley gleichfalls auf Rechnung seines Muthes zu setzen. In der Schlacht von GettySburg sollte er die linke Flanke seines Regimentes zurück ziehen. Der Befehl konnte nur durch Zurückziehen der Fahne verständlich ge macht werden, aber so ost diese versucht wurde, fiel der Fahnenträger. Da er griff Dudley selbst die Standarte, und als er, in das rechte Bein geschesien, nie dersank, nahm er die Fahne in die linke Hand und ließ sich von seinen Leuten cine ganze Strecke rückwärts schleppen, rhne die Fahne loszulassen. D i e U m g e g e n d von S t a nhope, Sussex Co.. N.J , war früher von malarischen Krankheiten außerordentlich heimgesucht. Seit ungcsälzr einem Jahre werden in d?n dortigen Hochöfen schwefslba'.tiqe Erze ai,sgschmtilzen. und seit dies'kAcit r'! lein finz'r Fa'i vaj'Ma laria Doujeliüir.iiut. M'.uencnlvtckullgerl. Äie reichsten und ausgiebigsten Fund gruben edler Metalle in der Welt ver danken dem Zufalle ihre Entdeckung. Lange bevor Californien durch seine sÜ.IVfX-TL. I . o rrri . v. Olaf viuiuujuttc vus i&iiuuncn uct -Ovutc, erregte, hatte sich in dem ehemaligen spa I nischen Königreiche La Plata, der ge ' genwärtigen südimerikanischen Republik Bolivia, eine Silberausbeute entwickelt, die nachher nicht wieder auch nur annahernd erreicht worden ist. Der berühmte Cerro de Potosi, in der Nähe der Stadt gleichen Namens, zeigt heute noch über 5,000 jetzt theils verlassene, theils noch bearbeitete Stollen und Gallerieen, aus denen früher ein aus Quarz und bröckeligem Trachyt bestehendes Silbererz von reichstem Gehalte gewonnen wurde. Seitdem schon im 17. Jahrhundert der Bruch eines Sammelteiches einen großen Theil der Gruben unter Wasser setzte und einen Verlust von über 2,000 Men schenleben verursachte, ist der Minen betrieb in Verfall gerathen, hat aber bis aus den heutigen eine Ausbeute von mindestens .2.000,0(X),000 ergeben, eine Summe, welche den Ertrag der mit den technischen Hilfsmitteln der Neuzeit be triebenen ComstockMine um mehr als das Zwanzigfache übersteigt. Diese Minen bei Potosi wurden von einemJn dianer entdeckt, der in der Verfolgung einer Bergantilope sich an einem Busche anklammerte, um sich vor dem ihm dro henden Sturze in die Tiefe zu retten. Der Busch mit seinen Wurzeln blieb in der Hand des Indianers, hatte demsel den jedoch immerhin so viel Anhalt und Stütze gewährt, daß sein Körper im. Hinabgleiten gehemmt wurde. An den' Wurzeln entdeckte der Indianer eine Un i müsse kleiner Silberkörner. Er grub an ! der Stelle weitet nach und fand einen unerschöpflichen Vorrath von gediegenem Silber. Der Indianer machte Nieman dem Mittheilung von seiner Entdeckung, I C. t. t r n r oas Vlioer zeoocy, weicues er in großen Mengen verkauste, lenkte die Ausmerk keit der Spanier auf ihn, und er wurde durch Anwendung der Folter gezwun gen, sein Geheimniß zu enthüllen. Dcr Reichthum Spaniens an edeln Metallen ist zum größten Theile aus den Minen bei Potosi geflossen. Im Jahre 1858 bemüht sich Comstock, der Entdecker der berühmten, nach ihm benannten Mine, in San Francisco das zur Ausbeutung der von ihm gesunde nen Silberadern erforderliche Capital auszutreiben. Vergeblich wandte er sich an die Handelsfürsten jener Tage, deren Comptoirs sich in der Frontstr. ähnlich dicht neben einander befanden, wie die der New Yorker Geldfürsten in der Wallstr. Die Capitalisten lachten ihn auö und leqten ihm den Namen : D verrückte Comstock- bei. Vollständig ! mittellos mußte er an den Ort seiner -Entdeckungen zurückkehren, und hier ge 'lang eS ihm, durch Unterstützung der da malS schon wohlhabenden,, später reichen -Nichter Walsh, George hearst und Joel Clark die ebenfalls fabelhaften Schätze der Comstock-Mine zu heben. Im Jahre ,1868 führte ein Indianer vom Stamme der Shofhones die Prospectoren John Turner und Applegarth für einen kleinen Vorrath von LebenSmitteln und eine Flasche Whiskey auf den Gipsel deS Treasure Hill in dem White Pine DU stritte und zeigte ihnen das Silberlager, welches unter dem ?!amen der Eberhart Mine" bekannt geworden ist. Der zu Tage ausliegende Quarz war so reich an Silber, daß die glücklichen Entdecker in ganze Blöcke einen eisernen Nagel in derselben Weise treiben konnten, wie in Blei. Eine einzelne, jetzt vollständig abgetriebene Stelle des Minengangs enthielt das reichste Erz in solcher Aus dehnung, daß nach dem Abbau desselben ein runder Raum verblieben ist, inner halb dessen man mit einer sechsspännigen Postkutsche umkehren kann. Ueber $5,000,000 Erz wurden allein aus diesem Theile der Mine gewonnen. Die Indianer spielen überhaupt in der Ent deckung der Metallschätze sowohl in Süd Amerika als in den Ver. Staaten eine bedeutsame Rolle. Der weltberühmte" Senator Tabor von Colorado erwarb

sür $175 die nachmals 'bekannt geworde nen Minen Little PittSburg und Chry-

solite, welche seit dem Jhre 1879 eine Ausbeute von gegen hundert Millionen ergeben haben. In demselben Jahre führte George D. Robinson in Leadville ein kleines Materialwaaren und Klei dergeschäst, dessen gesammtes Waaren lager sich auf ungefähr $5,000 belicf. Eines Tages kaufte er von einem.Prv' fpector für Waaren im Verkaufswerthe von $60 dessen Anspruch auf eine von ihm entdeckte Erzader in dem sogenann ten Ten.Mile-District unweit Leadville. bearbeitete dieselbe und gewann auS d?r später RobinsonMine" genanntenGrube in einem Jahre über $1,000,X)0. In demselben Jahre 18 entdeckte Edward Schiesselin im südöj'lichen Ari zona ein reiches Silbc--erz Zager und wurde durch Ausbeutung desselben ebenfalls zum Millionär. Schiesselin gehört zu den nimmerrastenden Männern die durch den Erfolg nur zu immer größeren Unternehmungen getrieben werden und rüstet gegenwärtig eine Expedition nach Alaska auS, um aus den dortigen Mine ralschätzen neue Millionen zu gewinnen. Wir erwähnten bereits, daß Tausende nur darauf warten, daß Alaska von der eisigen Umarmung des Winters befreit wird, um dort nach den Metallschätzen zu wühlen, welche vereinzelte und unsichere Nachrichten diesem Lande zuschreiben. ES ist möglich, daß Humboldt's großes Wort : Der Norden ist die Erz.Mutter der Welt" schon in diesem Jahre auch in Alaska seine Bestätigung findet, wie ja Sibirien's Bergwerke seit länger als 70 Jahren eine Ausbeute von durchschnitt lich $22.000,000 jährlich ergeben, aber selbst bei Entdeckungen, werthvoller und wunderbarer als dereinst in Süd-Ame-rika, später in Californien, Colorado und den übrigen Staaten und Tcrrito rien des Westens, wird sich die alte Er fahrung wiederholen, daß von Taufen den von Glücksjägern kaum Einem ein großartiger Erfolg zu Theil wird und daß im Allgemeinen der Bergbau, wenn nicht nach wissenschaftlichen Principien betrieben, größere Summen verschlingt als die Erde zurückgiebt. Wie die Mot ten vom Lichte, werden die Goldsucher von dem Beispiele vereinzelter Millio nüre geblendet, welchen derZufall colos sale Schätze in den Schooß geworfen hat, aber alle die Millionen getäuschter Hoff nungen kommen der Menschheit zu Gute: dem Goldsucher folgt der Ackerbauer und die auri sacra sarnes (der verruchte Goldhunqer) eröffnet neue Gebiete der nachfolgenden Cultur. Innerhalb acht Tagen hat ein Gärtner in Bridgeport, Conn., den von einem Kirschbaume frisch abgeschnit tenen Zweig dadurch zum Blühen ge brscht, daß er ihn in ein Glas steckte, das mit Wasser gefüllt war, dem er fünf Gran salpetersaures Kali zugesetzt hatte. Er sügte derFlüssigkeit täglich ein weite res Gran hinzu und hielt daö GlaS stets so am Fenster aufgestellt, daß jederSon nenstrahl den Zweig treffen mußte. Die Knospen begannen schon am zweiten Tage zu schwellen, vergrößerten sich rasch und am siebenten Tage hatten sich zahlreiche, voll entwickelte Blüthen gebildet. Der Mann ist überzeugt, daß es ihm durch Fortsetzung se'nes Verfahrens qe lingkn n?i:. n'ne:h.'. diö dreilJa äVi! n f K::!-!""' ' BomIniande. Aus Linimerick in Irland sind dieser Tage Ü20 junge Mädchen in Washirn, N. angekommen. Dieselben wurden schon in Irland als 'Arbeiterinnen in einer Baumwoll'Spinncrei en gagirt. Dieser Tage waren drei Farbige aus RoUstown, Fla., auf die Jagd gegangen, hatten die Hunde in das Dickicht geschickt und sich vor solchem in weiten Entfernungen von einander auf gestellt. George Briggs hörte, wie die Hunde laut bellten und ein großes Thier durch daS Gebüsch aus ihn zukam. In der Meinung, ein Hirsch werde heraus treten, machte sich BriggS schußfertig, aber statt eines Hirsches brach ein unge heurer Panther us dem Dickicht. In demselben Augenblicke hörte der Jäger das Geräusch eines brechenden Astes in dem Baume, unter welchem er stand. Er blickte nach oben und sah, wie ein anderer Panther sich zum Sprunge auf ihn bückte. Ein glücklicher Schuß tüdtete diesen und der andere Panther wandte sich vor den in demselben Augenblicke aus dem Busche brechenden Hunden zur Flucht. Dieser Umstand rettete den BriggS, der keine Kugel mehr im Laufe hatte. Der getödtetePanther maß von der Schnauze bis zur Schwanzspitze U Fuß. Die 1j ä h r i g e T s ch te ? eines angesehenen deutschen Farmers vonvsh kosh. WiSc., Anna Weiöbrüh, ist mit einem farbigen Farm-Arbeiter durchge brannt.' Der Pole Simon Fimberg kehrte nach mehrjähriger Abwesenheit in Eurova dieser Tage unerwartet nach sei ner Heimath, Syracuse, N. Y., zurück. In seiner Wohnung fand er einen jun gen Polen, Namens Hirsch, der seit län gerer Zeit mit seiner Frau zusammengelebt hat. Fimberg sagte kein böses Wort, ersuchte den Landsmann sehr höf lich, sich für sich und Frau Fimberg eine andere Wohnung, zu miethen und hat Scheidungsklage erhoben. Dr. Monroe in Arizona ist ein sonderbarer Heiliger. In jeder anderen Beziehung völlig geistig gesund, leidet er in. ungewöhnlich hohem Grade am Verfolgungswahne. Seine Hütte liegt, Meilen weit von jeder menfchli chen Wohnung entfernten Rucker Valey. Kürzlich sprach ein Prospector, der sich verirrt hatte, bei ihm vor und bat um Unterkunst und Nahrung. Beides wurde ihm gewährt. Am nächsten Morgen ging der Doctor früh auf die Jagd und sagte seinem Gaste, er solle diesen Tag lieb:r noch bei ihm zubringendes stehe für denNachmittag ein Schneesturm in Aussicht. .Der Fremde sah sichln der öütte um und bemerkte an der Rück

I wand eine Partie alte Dcckcn, die dort

schembar ohne besonderen Grund ausge hängt waren. Indem er eine dersel den lüftete, fand er den Eingang zu einem 120 Fuß in den Felsen ge graben; und gesprengten Tunnel, der in einen runden Äaum endete. In diesem stand ein großes Faß mit Schießpulver und von solchem leitete eine Zündschnur bis unter die Decken in der Hütte. Der Prospektor th.ilte dem Dr., als dieser nach zwei Stunden mit ein Paar Hasen zurückkehrte, scineEntdeckung mit, und dieser belehrte ihn ganz freund schaftlich : Ja, über zehn Jahre habe ich an dein Tunnel gearbeitet, dafür bin ich aber auch jetzt vor meinen Berfolgern sicher; sollten dieselben rn?inen Aufent halt entdecken und bei miz eindringen, so sprenge ich sie mit m:r selber in die Lust." Henry George hat kürzlich in New Z)ork einen Vortrag gehalten, in dem er die zwei alten Parteien kritisirte und zu dem Befund kam, daß die repu dlikanische ganz in die Hände der Volks ausbeute? gelangt sei und die demokra tische gar nichts repräsentire, als das Streben der Politiker, welche draußensind, hinein" zu kommen. DieFabrikation von Hol lenmaschinen scheint zu Philadelphia, im Großen betrieben zu werden. Ein Bür ger der Stadt der Bruderliebe", Herr George Holgate, behauptet, innerhalb der letzten sechs Wochen vier solcher Maschinen angefertigt und an Beste!' ter m ew 'orr verlauft zu haben. Jede Maschine könne in ein Cigarren kistchen gesetzt werden und habe eine Explosionskraft von W0 Pfund Schieß. Pulver. Holgate hat. wie er sagt, in der letzten Zeit zwei Zündmafchinen an gefertigt und verkaust, deren Wirkung auf eine beliebige Stunde gestellt wer den kann und die eine Zündkrast von 100 Gasflammen und einen Hide' grad, wie 1000 Gasflammen erzeugen.' Er fprlcht Nch über Die Bedeutung semer Industrie so aus : Jch weiß nicht, wozu meine Maschinen gebraucht werden. Ich frage den Käufer eben so wenig, ob die Maschine dazu dienen soll, um den Czar in die Lust zu sprengen, oder um einen Palast anzuzünden, als der Büchsenmacher seinen Kunden frägt, ob er einen Mord beabsichtige, oder der Zündhölzchenhändler sich erkundigt, ob fein scunoe Mordbrenner werden wolle. Ich fabrizire dieMaschinen für diejenigen, welche sie benöthigen. Ich bin nicht da sür, daß man die Fürsten mit Bomben tödte, nach halte ich eS für passend, daß man die Staatsmänner mit Messern ermorde ; aber ich möchte das Messer schmiedhandwerk nicht aus dem Grunde verbleien lasien. well schlechte Leute emen ungeeigneten Gebrauch vom Dolche machen. Wenn die Nihilisten es ernst lich meinen, wenn sie nur die Hälfte des Muthes besitzenden man ihnen zuschreibt, so werden sie in ein paar Jahren oben aus kommen. Ich glaube nicht, daß der Czar gekrönt wird." Ehailes Bills von Wyan dotte, Cal., wurde kürzlich, während er nach Orrville ritt, von einem Straßen räuber angefallen und unter Bedrohung mit einem Revolver um Auslieferung feiner Baarschast ersucht. Er schlug die Waffe zur Seite und entkam durch die Schnelligkeit seines PserdeS. Er war kaum eine halbe Stunde geritten, als ihm ein Mann' mit einem Gewehre entgegenkam, dem er seinAbenteuer erzählte. Es ist gut sagte dieser daß dir der Lump dein Geld nicht abgenommen hat, nun wirst du dasselbe mir geben." Bills wollte sein Leben nicht ein zweites Mal aus das Spiel fcfecn und gab dem zwei ten Räuber die .13.00, die er bei sich hatte. In einerBranntweinbren nerei in Owensboro,Ky., kletterte dieser Tage eine Ziege auf ein zum Versandt bereit stehendes Whiskeyfaß und knuSperte von solchem die kurz vorher ausge--klebte Stempelmarke im Werthe von 537.80 ab, dieselbe mit Behagen ver zehrend. Der Brennereibesitzer mußte ein Assidavit, daß die Zkge die Marke gefressen habe, an die BinnensteuerBe Horde nach Washington schicken und erhielt dann ein Duplikat der Marke zuge stellt. EinFarmer bei Milkedgeville, Ga., hat eine 21 Jahre alte, aber noch sehr arbeitsfähige Stute. Dieselbe thut keinem Menschen und keinem Pferde etwas zuleide, ist aber die geschworene Felndm aller Maulthtcre. uzo? emem halben Jahre kam sie' im Stalle los und schlug ein werthvolles Maulthier so, daß dasselbe getödtet werden mußte. In voriger Woche hat sie den Spaß wieder holt und zwei Mautthieren die Aeine ??i!ag?n. V m Auslande. Prof. L e m st r o m von der sinnischen Polarstation in Sodankylä hat eine wichtige Entdeckung gemacht. ES ist ihm geglückt, das Nordlicht nach zuahmen. Auf dem Hügel Oratunturi stellte er eine galvanische Batterie auf, welche mit ihren Leitungsdrahten eine Bodenfläche von 900 Quadratmeter be deckte, eS zeigte sich dann über dem Hügel ein gelblich weißer Ring, welcher eine Nordlichterscheinung schwach, aber deut lich, wiedergab. ES beweist dieses, sagt Pros. Lemström, deutlich den elektrischen Ursprung deS Nordlichts und eröffnet ein neues Feld für daS Studium der physi schen Verhältnisse unseres Erdballes. Der Professor hat später das Experi ment mit demselben Ergebniß wieder holt. Bei einem am 29. December ge machten Versuche zeigte sich ein senlrech ter Nordlichtstrahl über dem galvanischen Apparat, und er vermuthet, daß der elektrische Erdstrom unter dem Nordlicht bogen aufhört, während der atmosvhä rische Strom schnell zunimmt, roenn er auch fortwährend von dem von der gal dänischen -Batterie bedeckten Areal- ab hängig ist: In einen an die parlc mentarische Debatten Gesellschaft in Habden Bridge genchttterScMenat

sich Bright in der folgenden Weise über die Eidesfrage geäußert : ES ist wohl nichts itt neuen Testamente so nachdrück lich verurtheilt und verboten, als das Schwören. Das Beschwören eine? Thctsache schafft zwei Arten der Wahr heit und der Wahrhaftigkeit. Wern der Eid den Nutzen hat, die Wahrheit j.u be starken, so vermindert er dafür in glei Hcm Maße den Werth der gewöhrlichen Aussage und der Wahrjcheinlichfek ihrer Wahrhaftigkeit. Wenn unwissenden Leuten nicht ein Eid abgenommen wird, so glauben sie ungestraft lmicn zu Dürfen und ihre Lügenhaftigkeit scheint cv r v rv

lyi.ca reinen norwurs zu veroienen. glaube, daß das Sckwören und d:e Ei desablegung mehr gethan haben, als .V s L- - a v nn rf- . uijuiu veraas, oie ayryettSlteoe zu er cuttern und den Glauben an daSMan neswort zu untergraben.--Dieser Taae fand inSSefl die Generalversammlung deS 1843 19er n l. cr yonveo-nerems natt, welche, wie das Pester Journal" meldet, durch die An Wesenheit einer Dame in der Hsnved ofsiciersuniform besonderes Interesse er regte. Es ist dies die auS Agram ge bürtige Frau Marie Lepschik, die gele aentlich des reibeitskamvfes sick beim . Husarenregiment anwerben ließ, neun vcylaazlen mitmachte und in Folge ihrer Tapferkeit zum Oberlieutensnt befördut wurde. Frau Lepschik, die in Neu.Pest wohnt, dezieyt eme Pension von 25 Gu! den. Der Kischenewer Uhr macher Salomon Sternberq hat sür das russische Kaiserpaar zur Krönungsfeier ein originelles Geschenk vorbereitet. Dasselbe besteht aus einer großen Pen deluhr, welche mit einem eigenen Mecha niSmuS versehen ist. Um 9, 12 und 5 Uhr öffnet sich die Thür der Uhr, in wel. cher die Moskauer KrönungS'Kathedrale Maria Himmelfahrt' zum Vorschein kommt. In demselben Momente öffnet sich die Thür der Kathedrale und aus derselben treten der Moskauer Metropo lit, .mehrere Bischöse, Geistliche und Diakone in vollen Meßgewändern her auS. Daraus erscheint auS einer Neben thür das Kaistrpaar mit seiner glänzen den Suite und wird von dem Metropo liten empfangen, gesegnet und mitWeih waffer bespritzt. Während dieser Proze dur spielt ein in der Uhr verstecktes Spielwerk die russische Nationalhymne : .Gott beschuhe den Czar". Dann ver schwinden alle Personen in der Käthe drale. Der Uhrmacher hat seit dem Re gierungöantritte Alexander 111. an die fem Werke gearbeitet. Eine schreckliche Panik gab es am 29. v. Mts. im Stadttheater zu Nischni-Nowgorod in Rußland. Es wurde-die Schillerfche Tragödie jh bale und Liebe" aufgeführt, als plötzlich im letzten Alte von der obersten Gallerie die schrecklichen Rufe : .Feuer ! Wir brennen ! Rettet Euch !" ertönten. Es ist unmöglich, den Schreck und Wirrwarr zu schildern, welche durch diese Ruse un Vi dem zahlreichen Publikum im Thea ter verursacht wurden. Das ganze Pu blikum erhob einen ohrenbetäubenden Jammerlärm und stürzte zu den AuS gangen. ES entstand nun ein fürchter licheS Gedränge, in welchem viele Da men besinnungslos wurden. Ein Mäd chen wurde vor Schreck auf der Stelle wahnsinnig. Vielen Frauen und Kin dern wurden die Rippen eingedrückt, in den Corrivoren fielen einige Personen leblos zusammen. . . Das Unglück wäre noch weit größer geworden, wenn die Schauspieler nicht aus die Bühne getre ten wären und das hinausstürmende Publikum beruhigt hätten, daß die Feu erruse falsch wären und im Theater aar lein Feuer ausgebrochen fei. Zum Ün glück ergriff während des allgemeinen Wirrwarrs ein Feuerwehrmann die auf d:r Bühne ausgestellte Sprihe und de gann mit dersetben aus das Publikum im Parterre und in den Logen zu sprit zen. Diese Prozedur erhöhte nur noch die Panik. Erst als viel Unglück ge schehen war, klärte sich die Situation aus: im Theater hatte es gar nic5N ge brannt, und die Ruse wurden nur von einigen Taschendieben erhoben, um im Gedränge stehlen zu können. Gen.Bronsart v. Schel lendorf, der neuernannte deutsc eKriegSministcr, ist am 25,. Januar 332 als Sohn eines hohen Militärs zu Danzig geboren. Sein Vater war zuletzt Gene rallicutenant und Direktor des Militär Oekonomicdcpartements im Kriegsmini sterium. Der General selbst ist aus dem Kadettenhause zu Berlin hervorgegan gen. Er trat in das Kaiser Franz GardeGrenadierRegiment Nr. 2 als Selondelieutenant ein, besuchte später die Kriegsakademie, war als hauptmann und Compagniechks im 2. Regiment zu Stettin, wurde später zum Großen Ge neralstübe versetzt und war gleichzeitig als Lehrer an der KriegSakadmie thä tig. AIS solcher avancirte er zum Major und lenkte überdies durch seine Thatlg keit daS Augenmerk deS Königs auf sich. In dieser Zeit hatte er auch ein 5?om missorium im Kriegsministerium. Wäh rend des FeldzugeS 187071 war Herr v. Bronsart als. Obelfllieutenant und AbtheilungSchef im Großen Generalstabe im Hauptquartier des Kaisers deschäf tigt. Nach dem Feldzuge war er als Oberst Chef des GeneralZstabeS des Gardecorps und wurde später als Gene ralmajor Kommandeur der erstenGarde JnfanterieBrigade und darauf als Ge neral-Lieutenant Kommandeur der zwei itn GardeJnfanterie-Division.-Während der Budget Debatte im Abgeordnetenhaus des Sflerreich'schen Reichsraths forderte der Abg. Ritter v. Schönerer den Ministerpräsidenten auf, er möge unter Hinweis auf die schlimme Lage der Arbeiterklaffe den Kaiser bewegen, auf eine Million der. Civilliste verzichten. (Allgemeine Unruhe.) Diese Summe solle zur Gründung einer ArbeiterAlterversor gungS und Uvfall'Kaffe verwendet wer den. ES würde dies eine, eines von deutschen Ahnen abstammenden Monar then würdige That sein. (Lebhafte Un ruhe.)

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