Indiana Tribüne, Volume 6, Number 185, Indianapolis, Marion County, 24 March 1883 — Page 2

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ZSgliche- und SoantögsansgaS Offtce: tt2S. DclawarsStr. Indianapolis, Ind., 24. März 1883. Afrtka's Dorado. Auf Stanley's Karte der westlichen tzälfte des unter und an dem Aequator gelegenen Tkzeiles von Afrika sehen wir vier Nebenflüsse des Congo eingezeichnet, deren Mündungen von Stanley entdeckt worden sind. Zwischen denselben er blicken wir einen großen See,wahrschein lich denjenigen, den Livingstone Lake Lincoln" genannt hat. Westlich von diesern See wohnt jener zwerghafte und auf der niedrigsten Stufe der Cultur stehende Stamm dcr Watna. Laut ihres neuesten Berichts an die .Afrikanische Gesellschaft" haben die deutschenForscher Dr. Pogge und Lieutenant WiBnrnnn das erwähnte PigäenGefchlecht entdeckt und die Lage des in ihrer Nachbar schast befindlichen Sees aus 5 Gr. 45 Min. 25 See. südlicher Breite geographisch festgestellt; der See hat eine 6e deutend geringere Ausdehnung, als von Livingstone und Stanley angenommen wurde und wird von den Eingeborenen Mukambe genannt. An der Westseite des Sees haben die genannten Reisenden einen Negerstamm angetroffen, der sich durch Körperstarke und Schönheit, friedliches Zusammen.'eben, Ackerbau und allerhand Gewerbe fleiß von allen bisher bekannten afrika nischen Völkerstämmen unterscheidet. Das blühende Land, welches dieser Stamm bewohnt, wird von den (Einge borenen selbst Cubuku, d. i. Land der Freundschaft, genannt, während ihm von den Nachbarn der Name Casselange, den Bewohnern aber die Bezeichnung Tusse lange beigelegt wird. Die Nesidenz des Königs derselben, Makonge, besindet stch an dem Zusammenflüsse des Culua und Kassai, welcher letztere sich in den Congo ergießt. Die Tussclange, welche in ver schiedenen Niederlassungen verstreut wohnen, sönnen füglich als Glieder einer großen Familie angesehen werden. Der König nahm die beiden Reisenden nicht blos mit herzlicher Gastlichkeit ausborgte nicht nur auf das beste für alle ihre Be dülfnisse, sondern gab ihnen bei ihrer Abreise auch noch auf eine Strecke von 200 engl. Meilen das Geleit. Zu ihrem Bedauern waren die Reisenden so von den für die wilden Völkerstämme be stilnmten Geschenken entblößt, daß u dem Könige nur eine messingene Kette überreichmklonnten und ihm versprachen," ihm von Tualaba aus weitere Geschenke zugehen -zu lassen. Das Voidringen in jeneL Land der Freundichast ist einerseits durch die Wildniß und die undurchdring lichen Urwalde?,innelhalb deren es liegt, andererseits durch die Feindseligkeit des erwähnten kleinen Pigmäenstammes, endlich aber durch das Benehmen des mächtigen Häuptlings Mwata tyazxo erschwert. Mit dem letzteren haben Pogge und Dr. Max Buchner schon im Ihre 1876 freundschaftlicheBcziehungen angeknüpft, derselbe leistet europäischen Reisenden allen möglichen Vorschub, duldet aber nicht, daß sie durch sein Gebiet in das Innere des Landes vordringen. Der Mann ist schlau genug, zu wissen, daß die Reisenden dortElfenbein und Straußensedern dilliger und leichter erwerben könnten, als in seinem eigenen Reiche und er verlegt den Zuganz zu den &e nachbarten Stämmen, um seinem Volke nicht einen ihm schädlichen Mitbewerb auszuladen. Wißmann und Pogge drangen von einander getrennt am rech ten und linken Ufer des Kassai in da? Innere des Landes vor und der letztere traf am 30. Qct. 1831 den erstenTussel ange, der ihn nach einer Reise von 61 Tagen in die Residenz des Königs Mu enge 6 Gr. 10 Min. südl. Br. führt. Wissmann traf später ein und beide schildern die Tussclange als Leute, deren Landbau und Landwirthschast sich auf einer hohen Culturstufe befindet. Ihr fruchtbares und gut bewässertes Land ist in der Hauptsache noch von Urwäldern bedeckt und mitten in den letzteren befinden sich Oasen, auf denen sich die friedlichen Bewohner ihre freundlicken Häuser errichtet haben. Sie bestellen das Feld mittels einfacher, aber prallt scher Geräthe, bauen Mo'mick die sehr mehlreiche Wurzel des Cassavestrauchcs, Mais, Moorhirscn, Erdnüsse und Bohnen, sowie Hans und Tabak, welche beiden letzteren Artikel sie zum Rauchen benutzen. Das Kiima.ist warm, aber gesund. Außerdem erzeugen sie eine sehr gute Sorte Gummi, den sie durch Vermitte lung der Nachbarstämme an die Skla venhändler verkaufen. Aus den Fasern einer der Jute ähnlichen Pflanze weben sie Kleider, welche ihren ganzen Körper bedecken und um ihre höchst sauber ge halteneu Häuser sind Älumen. und Gemüsegärten angelegt. Mit ihrer durch aus friedfertigen und die gegenseitige Unterstützung als etwas Selbstverständ liches ansehenden Lebensweise steht in ausfallendem Widerspruche, daß sie ihre jungen Mädchen als Sklavinnen ver lausen. Eine ausgewachsene, stattliche Dirne kostet eine alte Muskete und vier Pfund Schikßpulver oder 18 Yards Kat tun. Dr. Pogge hat eine zweite Reise zu dem König Mukenge angetreten, doch ist über solche ein Bericht noch nicht eingetroffen. Lieutenant Wißmann hat sich am 17. Nov. v. I. in Zanzibar nach Suez eingeschifft.. Der Wein" der yetltgen Schrift. Die Anzeichen mehren sich, daß an die Stelle des wüsten und. tollen Fanatis mus im Kampfe für völlige Enthaltsam feil von geistigen Getränken das wohl wollende und berechtigte Streben nach Verbreitung von Mäßigkeit durch Lehre und Ueberzeugung zu treten beginnt. Flcilich darf man ehrliche Ueberzeugung

'.nicht in den Reihen beschränkter oder perfider Legislatoren, noch jener politiI m P

legen Gauner wazen, naa) Deren frivoler Ansicht die Rücksicht auf die Herrschaft der Partei jedes Mittel heiligt, wohl aber befindet sie sich noch in den Reihen der Theologen und tritt neuerdings häu siger zu Tage. Um in ihren Lehren über die Nothwendigkeit fanatischer Tempe renzgesetz: nicht mit den Aussprüchen der heiligen Schrist in Kollision zu gerathen, haben bekanntlich superkluge Geistliche die Behauptung ausgestellt, unter dem Weine, der im neuen Testamente erwähnt wird, sei ungegohrener Traubensost zu verstehen. Angesehene Theclogcn bczeichnen neuerdings jene Behauvlung als absolut irrig. So erklärt Rev. Dr. Herrick Johnson im Christ. Stands : Eingehendes Studium hat mir die Ueberzeugung aufgedrängt, daß, so oft Christus von Wein spricht, nur der ge gohrene Saft der Traube hierunter ver standen werden kann. Die früher von mir vertretene gegentheilige Ansicht muß ich für irrig erklären.- In ähnlicher Weise sagtDr. Green, Professor am theologischen Seminare in Princeton, im .Record" : ,Daß unter dem Weine der heiligen Schrlst nur gegoyrener Trau bensast verstanden werden mu, kann gar keinem Zweifel unterliegen ; die Bibel spricht nirgends davon, ob es gkstat tet oder verboten sei, Wein zu trinken, sondern ste unterscheidet blos zwischen mäßigem und unmäßigem Gebrauche. Rev. S. H. Kellogg, Professor am theo logischen Seminare in Allcghany, sögt dem hinzu : Wenn Geistliche glauben, an den Worten des Herrn deuteln zu dürfen, so ist es an der Zeit, aus die A'ssprüche so bedeutender Theologen hinzuweisen, als welche Johnson und Green anerkannt sind." Nassenyak in Sesterreich. Seitdem das vielsprachige Oesterreich aus dem deutschen Staatenveroande hinausgedrängt und Ungarn selbststän diz geworden ist, hat das deutsche Element in steigendem Grade seinen frühe ren Vorrang eingebüßt. Das Ministe rium Taasfe, das sich angeblich die Aus gäbe gestellt hatte, die verschiedenen VolkLstümme mit einander auszusöhnen, verstand dieselbe in der Weise, daß der deutsche Einfluß zurückgedrängt werden müsse. Hierin wurde es durch die Un einigkeit der Deutschen selbst unterstützt. Das liberale Bürgerthum entfremdete sich die Arbeiter und schwächte sich da durch im Kampfe gegen die Junker und die Elerikalen, die einen Bund mit den Slaven auch den mäßigsten freiheitlichen Einrichtungen auf politischem und lirch lichcm Gebiete vorzogen. Es ist betrübend, aber unbestreitbar wahr, daß der deutsche Adel und die Vertreter der bi gotten deutschen Alpendistricte ihre Son derinteressen dem Stammesgesühl vor anstellten und mit Czechen und Polen zusammen gegen das Deutschthum soch ten. Hieraus allein erklärt sich die Machtstellung, welche die Slaven errun gen haben, und die bereits so überwiegend geworden ist, daß der verzweifelte Rassenkampf selbst in den Hallen des ReichZraths tobt. Gelegentlich der Debatte über das diesjährige Budget wurde der Haß der verschiedenen Aolksstämme entfesselt. Deutsche Abgeordnete behaupteten und bewiesen, daß die Regierung die Grund lagen, aus denen Oesterreich Jahrhun derte hindurch ruhte, zerbrechen und auf den Trümmern einen slavisirten Staat aufbauen wolle. Sie führten an, daß die deutsche Sprache in den slavischen Landestheilen zurückgedrängt, die veutschgesinnte Presse unterdrückt und die deutsche Schule verkrüppelt werde. Sie gingen so west, die Person des Monarchen in die Debatte zu ziehen und den Kaiser daran zu erinnern, daß er ein keutscher Fürst sei. Ja, es sielen sogar Bemerkungen, die darauf schließen lasen, daß es Deutsche in Oesterreich giebt, die nicht abgeneigt sind, den angestammten Herrscher den Slaven zu schenken und sich an das deutsche Reich anzuschließen. Die Liberalen mußten freilich zu geben, daß sie selbst einen großen Thttl der Schuld an den gerügten Zuständen tragen. Sie haben gegen die Erweiterung des Wahlrechts gestimmt, die Ge werdesreiheit ausgegeben und nicht den Muth gihabt, eine Aenderung der mittelalterlichen Preßgesetze zu beantragen. Dadurch entfremdeten sie sich die 'Sympathien der nach Befreiung ringenden Massen. Nicht minder heftig waren die Slaven in ihren Angriffen. Wenn die Fran zosen lm Bunde mtt 40 Millionen Sla ven die Deutschen geschlagen hab'n wer den-, rief ein Abgeordneter aus. Da wurde er zur Ordnung gerusen, aber die Thatsache bleibt bestehen, daß die Slaven seine Hoffnung auf einen Ras senkrieg theilten. Und doch gaben die Verhandlungen im Reichsrathe nur ein schwaches Abbild'der heftigen politischen Bewegungen außerhalb dieser Körper schast. Die maßlosen Kundgebungen der verschiedenen Stämme gegen einan der lassen alles Andere eher erwarten, als daß sie sich mit einander aussöhnen werden. Oesterreichs Zerfall dürfte sich schwerlich lange hinausschieben lassen. Wieder eln Schulresormer. Charles G. Leland, der unter dem Namen Hans Breitmann" durch seine humoristischen Gedichte in deutschem Englisch eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, ist gleich vielen Anderen der Ansicht, daß die Kinder schon in der Schule auf den praktischen Erwerb vor bereitet werden sollten. Doch vertritt er eine ganz andere Theorie, als der kürz lich von uns erwähnte Schulmeister in Iowa, der seine Zöglinge zum gewerb lichen Betriebe außerhalb der Schule an hält und sie durch Anlegung von Bank büchern zur Thätigkeit anspornt. Le land hält vielmehr die Erlernung der jenigen Künste sür geeignet, die Ul der Ausschmückung unserer Wohnungen in Frage kommen. Er will berechnet ha den, daß 60 Procent des Geldes, das auf.d iHSuser , undihren Jnh aUjKj

wende! wird, der Verschönerung dient. Vom praktischen Standpunkt aus hält er demgemäß die Geschicklichkeit in den derschiedenen Ausschmückungs'ünsien sür sehr vortheilhast, und außerdem behauptet er, daß dieselben von Kindern ungemein leicht erlernt werden könnten. Die leitenden Grundsätze lassen sich Zöglingen von 12 bis 14 Jahren in einigen Tagen, ja manchmal sogar in wenigen Stunden einprägen. In seiner Schule zu Philadelphia läßt er das Schnitzen aus Holzplatten lehren, die durchbrochene Arbeit in Metallen, das Einsetzen von Mosaiks, das Einlegen von Hölzern, feinere Lederarbeitcn, Modclliren in Thon, die Anfertigung verschiedener Artikel aus Pappe und einfach: Stickereien. Viele seiner Zöglinge haben Arbeiten angefertigt, die leicht verkäuflich waren. Leland glaubt, daß eine neue Kunstära im Anzüge ist und die Kinder darauf vorbereitet werden sollten, den zu erwartenden höheren Ansprüchen, des guten Geschmacks gerecht zu werden. Außer dem hat er wahrgenommen, daß die nach seiner Methode unterrichteten Kinder eine beffere Beobachtungsgabe hab?n und schneller combinircn, als d?ejeniaen Schüler, deren Geist durch mechanisches Auswendiglernen abgestumpft wird. Gerade in Folge der ihnen gewährten intereffanten Abwechslung nehmen sie erhöhtes Interesse an den eigentlichen Schulfächern. Die Methode wird demnächst auch in New tyoit versucht werden.

I s a a c N. S c l l s in Phila dclphia hat kürzlich eine Viertelmillion Dollars geerbt und hiervon bereits viele Taufende an profeffionelle Spieler verloren. Endlich hat er entdeck!, daß die Gauncr falsch spielten und sich auf un verdächtige Weise Beweismaterial sür diefe Thatsache verschafft. Er hat nun mehr Anklage gegen die Kerle erhoben, nicht um sein Geld -zurückzuerlangcn, sondern lediglich um die Bestrasung der Betrüge? hcrdeizusührcn. tn Postamte an fc:: ermüdende (lMölnalelt des Lebens dir Beamten in einem Postamts bringt mitunter ein komischer Zwischenfall erfrischende Abwechslung. In dem Souterrain eines New Aorker Postamtes waren am Sonntag srüh die Postbeamten mit dem Assortiren der Zeitungen beschäftigt. Diese erden in Wagen von den Bahnhöfen nach dem Postamte bes5rdert und gelangen dukck erne 2t) Fuß lange, schräg gcneia'.e Röhre aus den geräumigen im Sou!errain befind litzcn Tisch. Gleichzeitig mit einer civ zen Jluth von Packetcn rollte ploklich ein dicker Herr auf die Tafcl und blieb wie todt liegen. Eme seine Angströhre hüpste leicht der'gewichtigen Last hinter drein und nahm sebr verständig aus dem Haupte ihres Besikers Platz. Die zahlreichen Beamten glaubten erst. der Ansang zu ancr neuen Sorte Dy namit'Explosion spiele sich vor ihnen ab, beruhigten sich aber bald, als sie sahen, wie der Besinnungslose die Augen auf schlug. Dieser hatte einem ihm bcfreun deten Postbeamten eine dingliche Mit theilung machen wollen, hatte beim Bordeigchün sich in die Röhre hinabgc. beugt, war in demselben Augenblicke von epileptischen Ansällen ergriffen worden und die Röhre hinuntergerutscht, (f.r hatte sich bald völlig erholt. Schlimmer erging es am nächsten Tage Herrn Blümlein, einem mittelalterlichen deutschen Junggesellen in New ork. der von den Zinsen seines bescheidenen Bermögen als dunkler Ehrenmann seine Tage dahin lebt. An Herrn Blümlein war ein eingkichriebener' Briet aus Deutschland aus dem Postamte A. eingetroffen. Der Briefträger traf den Adressaten bei wiederholten Anfragen nicht an und lieferte daher den Brief wieder ab, der an das Generalpostamt zur Verfügung des Weiteren abgegeb wurde. Herr Blümlein hörte von den Nachbarn, daß der Briefträger wiederholt an der Thüre seiner Wohnung gewesen sei, begab sich nach dem Postamte A. und erhielt hier eine Bescheinigung, die ihn zur Empfangnahme des Briefes bei dem General - Postamte legitimirte. Mit diesem Zettel versehen, suchte er das lek !c c-LZ. Wie aber sollte er in dieser Masse von Corndoren und Bureaux das Departement sür registrirte Briefe aus sindig machen ! Endlich sah er eine lange Reihe von Männern, die solche Zettel wie seine Bescheinigung in der Hand hielten und vor einem Zimmer Que bildeten. Alle 5 bis 7 Minuten trat ein Mann mit einem Papiere in derHand aus dem Zimmer und wurde von dem Aachsolginden abgelöst. Herr Blümlein calculirte. daß in ienem Zimmer die re gistrirten Briefe ausgegeben würden und schloß sich der langen Reihe an. Nach zwei Stunden kam an ihn die Reihe, in das Zimmer zu treten. Er sah sich einem Herrn in HemdAermeln gegenüber und reichte diesem seine Be schcinigung. Schon gut, ich weiß schon. Jetzt schnell aber Stieseln und Strümpfe ausgezogen!" Was was ? ich wollte nur asch, wenn c beliebt, ich weiß, was ich zu thun habe. via, wenn es jein muß, so, nun aber " Lassen Sie sehen, so, die Füße sind gut, kräftige Wadenmuskeln noch für Ihr .Alter, Oberschenkel sest. Nun schnell den Rock aus!" Her? Jeses, warum denn, ich wollte ,a nur" Sie sehen doch, daß ich pressirt bin, also rasch !" .Na, Du lieber Gott, wenn eö sein muß Die Brust weite ist normal. Schnell nun die Weste, das Hemd und das Unterhemd aufae knöpft." Ei Du lieber Himmel, alles wegen memes Briefes. Was Hemd ist von hinten zugeknöpft." So müssen Sie es ausziehen, nur rasch." Jetzt,' mein schätzbarstes Herrchen, geht mir ein Seifensieder auf, .Sie halten mich für einen Dieb und wollen mich durchfu chen. So, da liegt das Hemd, sehen Sie her, ich habe nichts an mir verbor gen!" Jetzt paffen Sie auf." Der vermeintliche Postbeamte legt Herrn Blümlein die Hand auf die Schulter und hält ihm das Ohr an die Brust ;idann klopft er ,gn der'' Brust zberum. dann

giebt er ihm einen Stoß 'zwischen die Rippen und sagt : Fühlen Sie innerlich einen gewiffen Schmerz?" Inwendig nicht, aber auswendig so ein ganz klein' üiLchen." Das macht nichts. Jetzt lesen Sie. Können Sie diese Adresse in dieser Entfernung vom Auge lesen V Nein." In dieser?" .Nein." In dieser?" Nein." Das thut mir leid, da können wir Sie nicht ce brauchen." Ja, Du meine Güte. Ich

habe ja aber meine Brille in der Rocktasche und da kann ich meinen Brief schon " Wir können keine Leute gebrauchen, die nicht ohne' Brille lesen können. Hier ist Ihre Bescheinigung, lautet : untauglich"., lbut mir leid, oebt aber nicht anders. Ziehen Sie sich rasch an, es warten noch mehr Leute." Aber Du grundgütiger Himmel, wann kriege jV ! . r r la) oenn enoliq oen rlks von meinem Bruder in Meißen?" Was für einen Brief?" Nun meinen Brief, da auf dem Zettel steht es ja." Hm, das ist was anderes, Herr Afsisten! haben Sie die Güte, den Herrn nach dem Devarte ment für registrirte Briefe zu führen." c i . O' r v i n jenem -tagt iano oie arziilaze UN tersuchung der Körperbeschaffenheit der Bewerber um Briefträgerstellen statt nd Herr Blümlein hatte sich der Reihe diese? Applikanten angeschlossen. Neber das Haus der Lords ällt das bekannte Mitglied des txWU jenen Parlaments H. Labouchere in der Fortnihtly Review" folgendes Urtheil : Dieser Zweig der brinschen Gesetzgebung ist aus erdlichenGroß'Grund besit.ern zusammengesetzt, welche zusam mcn 14 253,527 Acker Land besitzen und deren Jahreseinkommen sich zusammen auf .Ct. 5,000,000 belauft. Seit zehn, Jahren haben diese Männer jeder, auch, der notywendlgzten Nesorm, den zähe stenWiderstand cntgegenaesekt, und zwar nicht nur in Folge ihrer conseroatioen Gesinnung im Allgemeinen, sondern mehr noch aus Rücksicht auf ihre Stan desinteressen. So lange ein conferva' tives Ministerium am uder ist, hat das, Haus der Lords nicht die geringste Be! oeutung, kommt aber ein freisinniges' Cabinet an Vie Herrschast, dann ist seinEinfluß verderblich. Trotz ihres immen, sen Reichthums sind die Lords nicht un-, abhängig. Sie sind Aemtcrjäger, nach! Titeln und Orden begierig und areisen mit frecher Hand in das Schatzamt. An. Gehältern, Pensionen und unter verschieb denen Borwänden vertheilen sie ein-' schließlich der GeHalter sür die Bischöfe alljährlich die Summe von 021,330 unter sich. Kein vernünftiger Mensch kann das Fortbestehen eines Zweiaes der, gesetzgebenden Gewalt billigen, welcher,, aus reichen Männern zusammengesetzt. veit davon entfernt ist. eine unvartei ische Controle zu üben, statt deffen un getzeure Einkommen aus dem Lande zieht, einen groken Theil der öffentlichen Einrünste ohne jede Gegenleistung ab sorbirt und fortwährend im Interesse, seiner stagnirenden Parteipolitik intriguirt. Es ist kaum zu begreifen, wie eine so nichlswürdige legislative Körperschast in einem Lande, das von leid1 lich vernünftigen Menschen bewohnt, wird, so lange destehenkonnte, und in der That würde das Haus der Gemei ncn von dem aesammten Volke nach lIirkiicher Stimmenmehrheit gewählt, so märe die Abschaffuna des Hauses des tf07Ü3 aus,cr aller rage. Vom I.tlsnse. Unglaublich aber wahr. In New Haven, Eonn., winde Louise Slandinger, ein IC, Jahre altes Dienstmäd' chen, wegen Ungehorsam gegen ihren Arbeitsgeber zu fünf JabrenArdeitshaus verurtheilt, welche Strafe sie in der Ar beitsschule zu Middlctomn zu verbüßen hat. Dem Mädchen wurde nichts La sterhasles, nichts Schlechtes zum Bor würfe gemacht oder bewiesen, sondern nur wegen Ungehorsam gegen ihren Arbeitgeber wurde sie derGesellschast entzogen. Bon verschiedenen Seiten zugleich wird berichtet, daß die Stadt ö!ew Orleans einer großen Gefahr aus gesetzt ist, nämlich der eines Verlustes ihres Seehandels. Seit einer Reihe von Jahren hat nämlich der Mississippi von der Stelle an, wo der Red River sich in ihn ergießt und der Flußarm Atcha falaya sich von ihm abzweigt, dasStrom bett des letztgenannten Flusses sich be trächtlich verbreitert und vertiest, weil dies ein geraderer, um etwa 50 Meilen kürzerer Weg zur See ist, also das Was ser da mehr Fall hat. An der khat sache selbst kann kein Zweifel sein, denn die südliche Pacisicdahn, welch? von New Orleans alsläust, hat ihre Brückenbau ten über den Atchasalaya schon zweimal veklänzern und vertiefen müssen, das heißt auf dem Papiere; denn der Ueber gang über den Fluß wird no t; durch eine Fähre bewerkstelligt und am Ende immer bewerkstelligt werden müssen. Wenn bei jedem Hochwaffer der Atchafalaya mehr zum Hauptstromc erweitert und vertieft wird, so muß New Orleans gar bald an einer schwachen Wasserader liegen blei bcn, welche keinen Seeschiffen mehr das Ein und Auslaufen gestaltet, außer bet Hochwaffer. Sein Handel müßte hierdurch zu Grunde gerichtet werden. ES ist wahrhast erstaunlich, daß man davon erst jetzt etwas erfahrt. Herr Eads hätte doch davon wissen sollen, ehe er zu der kostspieligen Verliesung der jetzigenHauptmündung deö Stromes rieth. Das Erste, was er hätte anrathen sollen.wäre die möglichste Verschmälerung der Stelle gewesen, wo derAtchafalaya sich abzweigt, und die Negulirung der Mündung des Red River. Der abgetreteneSchatzm ei ster der Vereinigten Staaten, Gilsillan, wird allgemein gelobt, weil er ein vor züglicher Geschäftsmann gewesen sei. Sein Nachfolger Wyman nimmt dasselbe Lob mit sich beim Antritte des sehr ver antwortlichen Amtes. In dem Prozesse desJohn Lilly, der durch einen Eisenbahn-Unfall beide Beine verloren hat, gegen die .New Norker Centralbahn. Compagnie, von welcher er $55,0u0 verlangte, hat

sich die Jury nicht einigen können. Der!

Anwalt Lllly's behauptet nun, dan sich einer der Geschworenen von der Bahn Compagnie habe beeinflussen lassen. In San Francisco kmen! in dem mit dem 30. Juni 1882 enden den Jahre auf je 1000 Personen 21.34 Todessälle. So niedrig diese Slcrlich kcitsrate sür eine große Stadt ist, so ist sie doch wesentlich höher als vor zehn Jahren. Im Ganzen starben im vorigen Jabre 5008 Personen und unter ihnen 527 Chinesen. In Massachusetts! st soeben ein Wirtb, der einem Trunkenbolde Schnaps verkaust hatte, zu einem Scha denersatz von b7.600 verurtheilt worden, weil er dafür verantwortlich sein soll, daß der Säufer später unter die Räder einer Lokomotive gerieth. Die Direktoren des C o -lumbiaCollegS" wollen jetzt eine befon dere Schule für Electncität gründen gewiß eine sebr zeitgemäße Idee ! Das Wisconsin State Journal" sagt, daß innerhalb eines Iahres nach Einführung des SchulzwangGesetzes im Staate sich der Schulbesuch um mehr als 10,000 Kinder gesteigert habe. Die Ehemänner in der Ortschast Woodhaven auf Long-Jsland haden einen schlauen Plan ausgeheckt, um ihre Frauen in noch größere Abhängig keit von sich zu bringen, als bisher. Sie wollen nämlich keinen Richter mehr in der Ortschaft haben und deshalb für den . sV T m . & ausgeueuten iticnier anoioalen gar nicht stimmen. Die Männer calculiren so : Wenn ein Richter in der Ortschaft ist, so haben es die tfraucn leicht, wenn ihnen von den Männern ein Unrecht zu gefügt wird, sich beim Richter zu dekla gen. Ist aber kein Richter in der Ort schaft, so müssen die Frauen nach Ja maica gehen, falls sie gegen ihre Männer M t... ffc-V klagen wouen, und da dieser Aveg zu weit und mit zu vielen Umstanden verknüpft ist, so werden sie sich von ihren Männern viel mehr gefallen lafftn müssen. Der Eishändler E. M. Bond !n Worcester, Mass., hat im Laufe des Winters us dem sogenannten Patch's Reservoir drei Elsernten erzielt; die Blöcke hatten bei der ersten Ernte eine Dlcke von 13, ber der zweiten von 131 und bei der dritten von 144 Zoll. rfX . V ürl. Ämanoa AZaters, eine bisher verständige und sehr hübsche junge Dame, hört, seitdem sie ein paar Nevi valisten'Versammlungen beigewohnt hat. die Engel im Himmel singen, arbeitet nichts mehr, nimmt nur die dürstigste Nahrung zu sich und magert zusehends ab. Sie war früher selbst ein Engel und ,st jktzt eine comprete Närrin. AusGlasgow, Ky,, würd n vom 1. bis 17. März über eine halbe Million Eier versandt. Eine große Flotte Wal fahre? wird in diesen Tagen von San Francisco nach dem Norden auskaufen. Der bekannte Frank I. Frayne, der das Unglück hatte, seine Braut, Frl. Bertha von Beeren,.auf der Bühne zu erschießen, hat auch in Phila delphia wiederholte Vorstellungen seiner Geschicklichkeit im Schießen gegeben. Vorigen Samstag hatte der 13jahr!ge Thomas Willen eme Gesellschaft von Schulkameraden in die Wohnung seiner Eltern eingeladen. Die Jungen kamen auf den Gedanken, .Frayne zu spielen. Thomas hatte ein kleines Terzerol und lchoß mit solchem nach einem Zrele, das m- i rtrv war Um freund 'jjcorm o. veu an einem Stocke in der Hand hielt. Die Kugel traf Morris über dem rechten Auge, lies am Stirnknochen entlang und'bned ober halb der rechten Schläfe sitzen. Der Knabe siel um, doch versichert der Arzt, der die ganz plattgedruckte Kugel ent fernte, die Wunde sei nicht gefährlich. Thomas lief davon unö wurde gegen Abend in dem Geschaftslokale . seines VaterS, in dem er sich versteckt hatte, in einem Mitleid erregenden.Zustande auf gefunden. v r"v-v Bet Hott erbte, vi. , o e treibt ein junges Mädchenldie Profession eines HusschmiedeS. Sie trägt die ge. wöhnliche Lederschürze, ihre Arme haben Muskeln wie die eines starken Mannes und sie bezwingt das störrischste Pferd. Sie l)at schon viele HeirathSanträge er halten, verdient aber Geld wie Heu und will für jejt noch sür sich bleiben. In Nero Orleans hat der Gesundheitsrath alle?" mögliche versucht, um die Farbigen zu veranlaffen, sich und ihre Kinder impfen zu lassen, jedoch ohne Erfolg. Jetzt hat sich derselbe an die farbigen Geistlichen mit dem Ersuchen gewendet, ihre Gemeinen über den Nutzen und die Nothwenkugkeit de? Im pfung aufzuklären. Vom 'LlUSlandr. Die Fest.ikngsbauten von Straßburg sind mit Ende vorigen Mo nats auch sür den allein noch in der Bau Ausführung begriffenen dritten Abschnitt der eigentlichen Umwallung fertig gestellt worden. Begonnen wurde der Bau der ersten fechs Außenforts im Juni 1872, der der Stadtumwallung 1876. Diefetletztere hat also einen Zeit räum von sieben, und die Neubefestigung den von nahezu elf Jahren in Anfpruch genommen. Die Zahl der Außenforts, deren ursprünglich nur zwölf erbaut werden sollten, ist nachträglich aus vierzehn erweitert worden, wovon elf am linken und drei am rechten Rheinufer gelegen sind. Die Nachricht, daß zu diesen Forts am rechten Rheinler noch ein neues Fort hinzutreten solle, wird auf das Be stimmteste als unbegründet bezeichnet. Eine feierliche B e r a tbung der sranzösifchen Akademie der Wissenschaften hatte unlängst auf einen Bericht von Ferdinand von Leffcps hin formell festgestellt, daß bereits ein Vier tel-Jahrhundert vor den ersten Verfuchen Fulton's die Stadt Baume das erste Dampfboot besaß, welches auf. dem Doubs fuhr, und daß also die großartig ge und so folgenreiche Entdeckung von der Anwendung der Dampfkraft auf die Sckisifabrt einem franzöMckenGelebrten,

ousircy zu verdankn ti. Es hat sich Comite gebildet, um Im . Letzteren in seiner Vaterstadt Besanr?on in Denkmal zu errichten. Ferdinand dl.Leffeps, der Präsident deö Comites, wandte sich mit einem warmen Appcll an alle sranzöttschen Seestädte, schin, bauer, Rheder, Dampsschiffgcsellschasten u. s. w., um von diesem Akt der Rehabi itlrung, der Gerechtigkeit und des Pa triotismus Theil zu nehmen. Es handle sich darum, in Elaude de Joufsroy das Andenken eines verkannten Franzosen, eines Märtyrers der Wissenschast und eines Wohlthäters der Menschheit zu glorisiciren." Herr von Leiieps ist am 11. März von Paris abgegangen und bat nch in Marseille eingeschifft, um in Gesellschaft mehrerer Ingenieure und Unternehmer die Anlegung des afrikani schen Binnenmeers an Ort und Stelle zu studiren und womöglich sogleich 'zu beginnen. Wenn die Forschungen deö Hauptmanns Roudaire in den Schotts sich als auf genauen Thatsachen beru hend herausstellen, o zweifelt Herr v.' Lesseps gar nicht an der Ausführbarkeit des ungeheuren Werks. Er macht sich über die 82 Gelehrten lustig, die klüger sein wollen, als die Leute, welche die Bo denverhältnisse statt aus Folianten, aus eigener Anschauung studut haben, und glaubt fest, auf einer richtigen Fährte zu sn. Abd'el'Zkader schwärmt für das großartige Projekt und hat dem Erbauer des Suezkanals Empfehlungsschreiben für die Marabuts und ScheikhS ge fchickt, damit diese dem fremden Mann, der ihr Besitzthum schützen werde, ihren Beistand angedeihen lassen. Der französische Pro feffor Hcrve Mangon hat die Pariser Akademie der Wissenschaften auf die in Frankreich vielfach gepflegte resp, wild vorkommende Pflanze 1iuUZ glaci alis gelenkt, welche ein treffliches Ge müe abgeben soll. Die Zweige werder abgeschnitten, sobald sie etwa 30 Etm. lang sind, dann abgewaschen und weich gekocht. Darauf werden die faserigen Theile durch einen Griff mit der Hand getrennt und das Fleisch in einer Kasse rolle eine Viertelstunde lang mit Butter, Psesfer und Salz unter häusigem Um rühren gar gekocht. Beim Auftragen wird etwas Milch und Mehl zugesetzt. Aus B re g e nz wird s o l gende seltsame Naturerscheinung berich tet: Aus dem drei Stunden von Bre genz entfernten, südöstlich gelegenen Hirschberg wurden bannen geschlagen und zu Brettern verarbeitet. Einem Arbeiter, der mit dem Schlichten der Bret ter beschüstigt war, fielen zwei von den Holzfasern in den Brettern gebildete Fi guren auf, in welchen er bei näherer Be trachtung das Bildniß Christi und jenes der Mutter Gottes zu erkennen glaubte. Die Brettertheile wurden nun dem hie sigen Dechanate zugeführt, von diesem dem Dominikaner Kloster Tbalbach (in Bregenz) zugesendet, da der Grund,auf welchem die Tannen geschlagen wur den, Eigenthum dieses Klosters ist. Die erwähnten Bildnisse haben eine Länge von circa 30 Centimeter. Die Köpfe und das lange Haar werden durch einen dunklen Ast oder Holzknoten gebildet, an welchen sich sogenannte? krankes Holz von bräunlicher Farbe anschließt, das die Körper in lange Habits einzu hüllen sckeink. Die von den Holzadern gebildeten Gesichtszüge sind überraschend schön ausgeprägt. Nicht allein die Haire, Augen, Nasen, Ohren, derChri? tusbart :c. sind in einer wunderbaren Ausführung vorliegend, eS überrascht auch der fromme Gesichtsausdruck sowie die Haltung des ganzen Körpers. Hun derte von Leuten strömen dem Kloster Thalbach zu, um die Wunderbilder, welche auch schon durch Photographieen vervielfältigt sind, zn betrachten. Man hat es wohl mit eine? seltsamen Grup pirung der Holzfasern zu thun, wobei dann die Phantasie ihr Uebriges thut. . Der bulgarische Justiz minister Grekofs war, wie man auS So fia fchreibt, dieser Tage Gegenstand eines rohen Attentats. Als nämlich der Minister einige im Hotel Bulgarie woh ncnde Dcputirte besuchen wollte, stürzte auf ihn im hore deö Hotels ein robu ster Mann und schrie : Warum greifen Sie mich in der Nztionalversammlung an V Der Minister war durch diese un erwartete Attacke ganz verblüfft, doch bald sammelte er sich und gab zur Antwort : .Wenn Sie mit mir zu sprechen haben, so kommen Sie in meine Kanzlei, ins Ministerium. Der Fremde ließ aber den Minister nich ausreden und schrie : .Ich will aber hier mit Ihnen sprechen und Ihnen sagen, daß man sol che Leute, wie Sie, aus die Schn haut !" Hierbei packte er den Minister an der Brust und holte zu einer Ohr feige aus, der Angefallene hieb aber srü her auf den Attentäter mit feinemCtocke drein und schrie um Hilfe. Die hcrdcl' gceilten Leute befreiten den Minister aus den Händen des Attentäters, welcher aus die Polizei gebracht wurde und sich da selbst als der bekannte Millionär und Unternehmer Belosf, der intimste Freund des Ministers des Innern, entpuppte. Der Attentäter wurde sosort wieder frei gelaffen, woraus der Justizministec Gre koff seine Demission gab.' Eine Bäuerin des' M o s kauscken Gouvernements, die verwitt wete Alexandra Petrowa, kam. wie der Mosk.Teleg? berichtet, vor etwa sünf Jahren nach Petersburg, um hier Arbeit zu suchen. Sie sandArbeit, jedoch solche, die sonst nur von Männern ausgeführt wird. Deshalb kleidete sie sich als Mann, ließ sich die Haare kurz scheeren und nannte sich Alexander Petro. Bald nach ihrer Ankunst in Et..Pctersburg lernte sie das Bauernmädchen Awdotja kennen, aus welcheWeise, darüber schweigt die Fama, kurzum, es folgte ihre Verlobung und gesetzliche Trauung. Bis jetzt lebten Beide mit einander überaus glücke lich und nur dadurch, daß die Petrowa ihren Patz wechseln so5te, kam die ganze Geschichte . an's. Licht. Es erwies sich nämlich, daß im Paß der Name gefälscht war, daß die Petrowa kein Mann sei. Selbstverständlich wird sich das Jincle dieser Geschichte vor dem Gerichte ab spielen. . - t

Claude de