Indiana Tribüne, Volume 6, Number 184, Indianapolis, Marion County, 23 March 1883 — Page 2

Zndiana Hriölmc.i

Fägliche' und SonntagsausgaS t. Offfce: ttSG. DelawareStr. Indianapolis, Ind., 23. März 1883. Ein hiftorlscheS DUZkl. Der 15. M2rz gehört der Weltgeschichte an. An diesem Tage hätten die dere Jrländer das Parlamentsgebuude in Wesiminster beinahe in die Luft ge sprengt, haben pei Studenten des Go lumbia College in New Z)ork beinahe ein Duell au?gefochten. Die Urheberschaft an dem ersteren Ereignisse hat sich der Erz und Oberflunkerer O'Donovan Rossa bisher noch nicht zugeschrieben, über das zwe'tte aber ist folgendes ermit telt worden : Studiosus Smith gehört dem Corps Alpha Dclta,Phi, Studiosus Mahon der Burschenschast Theta Delta Chi an. Diese Bezeichnung der Ver biudungen mit den Buchstaben des grie chischen Alphabets entspricht den Farben der deutschen Studentenverbindungen, und zwar ist die erstere ungefähr mit Schwarz, Grün, Gelb, die letztere mit Braun, Roth, Grau identisch. Das Corps Alpha, Delta Phi, kneipt blos in Hinterzimmern und beschäftigt sich vor zugSmeise mit der Lectüre von Zehn cent-Novellen. Hierdurch wird ein rii terlicher Corpsgeist in den Saalen ent flammt, der Die Jungen Pardon: die jungen Herren veranlaßt, der Mutter das Küchenmesse? und dem älteren Bru der den Revolver auszuführen, um auf den Prairien als Jndianertödter, oder als See oder Eisenbahnräuber dem noblen Beispiele der deutschländischen Raubritter des Mittelalters zu folgen. Sie werden in der Regel erwischt und von dem strengen Papa mit den verdienten Ohrfeigen regalirt, aber der ritterliche Sinn in der Brust übt immer aus'ö Reue feine Spannkraft. Wefent lich braver und besser benehmen sich die BurschensafterTheta. Delta, Chi deZCo" lumbia-College. Sie beschäftigen sich mit dem Sammeln abgelegter Kleider für die in fernen Ländern bekehrten Hei den. Der Burschenschafter Mahon hatte von dem Corpsbruder Smith auf dem gemeinschaftlichen Spielplätze des Col lege erzählt, derselbe sei neulich von einem Kneipabend sehr spät nach Hause gekommen und deshalb von dem Kindermädchen ohne Abendessen in'S Bett ge schickt worden; er habe sich zwar bei sei ner Mutter über diese Behandlung be schwert, aber diese habe ihm angerochen, daß er Cigaretten geraucht habe und habt daher die Verfügung des Kinder mädchenS bestätigt. Smith wurde dies hinterbracht, und da die Erzählung Ma hon' insofern nicht ganz correct war, als Smitb von d;m Kindermädchen, bevor er zu Bette ging, eine Butterbemme erhalten hatte, so brummte er dem Ma hon einen dummen Jungen- auf, der natürlich nur mit Blut abgevaschen werden konnte. Der Beleidigte beauftragte zwei Mitglieder der LandLmannschast Cuba Mi, Ni, Psi , dasNöthige zu arrangiren und diese verabredeten eine PistoleN'Mensur, bei welcher jedoch dle ungezogenen Mordwaffen nur zum Schein geladen werden sollten. Pau kanten, ecundanten und sonstige Ca valiere wurden polizeilich abgefaßt und unter Bürgschaft gestellt. Der neue New Jorker St?afcod:x erkennt - die Äorjüzruten oeZ Eyrencoocx nicht an,i ;und die Angeklagten werden wahrschein lich wegen .Gebrauchs unmöglicher Mittel zum Versuche gegenseitigenTodt schlagZ- processirt und bestrast werden. Einen Vortheil hat die Affaire für die Herren Studiosen gehabt: Die Kindermädchen derselben wurden angewiesen, in Zukunst auf die Jungen pardon: jungen Herren besser aufzupassen. Dragoner Lieutenant und Millionär. Wir müssen weit ausholen. Bor vie len Jahren ließ sich ein alter schottischer Seebär, Namens Deniar, im Süden nie d:r. Er war früher Capitän eines Sklavenschiffes gewesen, war von einem englischen Kreuzer aufgebracht worden und hat'.e sich mit einem Theile seiner Mannschaft aus einem Aoote zu:ück an die Küste von Guinea gerettet. Noch vor acht Tagen der Besitzer eines schmucken Fahrzeuges, im Momente der Landung aber ein Bettler, begab sich Dewar zu einem Neger Häuptling, mit dem er schon viele Geschäfte in .Eben holz- gemacht hatte und tbeilte diesem mit, sein Schiff habe er seinem ersten Steuermanne übergeben, da ihn die Liebe zu seiner des Häuptlings Toch ler in das Land zurückgetrieben habe. Der alte Häuptling hatte nicht gegen eine Verheiratung einzuwenden. Dewar heirathete und erhielt mit dcr jungen Frau noch eine Mitgist von 400 Neger sklaven. Er heuerte ein Sklavenschiff, brachte sein Weib und seine Neger, sowie eine Partie Elfenbein, um die er den alten Häuptling bestabl, an Bord und fuhr nach Florida. Hier verkaufte er seine Sklaven und richtete am St. John'S Flusse-eine Plantage ein. Aus seiner Ehe gingen zwei Kinder hervor; der Sohn starb jung und die bildschöne Tochter verheirathete sich mit einem Mit gliede der hochangesehenen Familie C. auf Long Island. Herr C. vermehrte das Vermögen seiner Frau durch glück liche Spekulationen ungeheuer. Von seinen drei Kindern starb ein Knabe in früher Jugend. Der zweite Sohn widmete sich dcr diplomatischen Carriere, d. h. er ainq nach Washington, verthat sehr viel Geld -ind that außerdem nichts. Der Diplo mat lernte in der Bundeshauptstadt ei nen Herrn von Kovpel, früheren preußi fchen DragonerOfficier, kennen, und lud diesen zu einem Besuche se:nc? elter lichen Haus's ein. Der schmucke Cx Lieutenant balte Geld mit nach Amerika

georacht, aber oasielve ging reoenrna) zur Neige und Nachschub war nicht zu crwarlen. Er verliebte sich in die rei zende Schwester seines diplomatischen Freundes, heirathete dieselbe, der Alte gründete ihnen eine Heimath in New sl)oxt und bestimmte die Zinsen eines Capitals von $100,000 zu ihrem Unter

hlte, jedoch mir der ausoruallcyen Bestimmung, das; Herrn von'Koppel nicht die geringste Verfügung über das Capi tal zustand. Was Paar lebte ayre lang so ziemlich alückiich. ersrcute sich der Geburt eines Sohne?, schließlich aber führte Koppel'S wiederholt gestelltes und immer abschlaglich beschiedenes Verlan gen nach größeren Geldsummen zu Strei tigkeiten, und Koppel verließ seine Frau. Letztere kehrte mit ihrem Sohne zu dem Vater zurück. Der Diplomat war in Folge seines allzu ausschweifend-diplo malischen Lebens gestorben. Auch der Alte starb und hinterließ sein großartiges Vermögen seiner Tochter; diese folgte ihrem Vater bald, und ihr Sohn überlebte seine Mutter nicht lange. Dieser Tage las ein Geschäftsmann aus Broollyn, der sich zu seiner Erholung in Florida aushielt, den Namen Koppel" in einer Zeitung. Er erin nerte sich eines Herrn von Koppel, den er in New Jork gekannt hatte, und der von dort nach Hartem gezogen war. Nach seiner Rückkehr suchte er den ehe maligen Dragoner-Lieutenant auf. traf denselben in den ärmlichsten Verhältnis sen und setzte ihn davon in Kenntniß, daß er ein Millionär sei. Die erforder lichen gerichtlichen Schritte sind gesche hen, und Herr von Koppel wird dem nächst seinen fürstlichen Besitz antreten. Vielleicht gelingt es ihm noch, ein Vermögen zu verputzen, für welches der Er lös sür 400 Sklaven aus Guinea o:n ersicn Grund gelegt hat. Fanada und die Der. StaaZe?,. Unter dem Titel: Eines Canadiers Ansicht über Annexion- ist in der Nort$ American Review" ein Artikel erschie nen, der von theilweise neuen Gesichts punkten aus die alte Frage behandelt, ob Canada den Anschluß an die Ver. Staaten erstrebt. Der Versaffer ist kühn genug, die Frage zur halb-religiö sen eu machen. Alle Canadier von eng lischer und schottischer Abstammung, die alten Kaufleute, die Geistlichen der bischöflichen Kirche und die Conservati ven im Allgemeinen sind seinen Angaben zufolge äußttst loyal; Unterthanen, der britischen Krone. Dagegen sind die Bürger irischer und französischer Ab stammunn, sowie fast alle Katholiken anderer Nationalität mit den bestehenden Einrichtungen unzufrieden. Ein großer Theil dieser Leute wandert nach den Ver. Staaten aus, eben weil ihnen die heimischen Zustände nicht gefallen. Zu ihnen gesellen sich die Anhänger der Theorie, daß die Wohlfahrt der Gesell schast von der Gesetzgebung abhängt, d; jungen Männer, die nichts zu verlieren und viel zu gewinnen haben. Alle diese l?l-men!e .zusammengenommen bilden nach des Beobachters Behauptung die Mehrheit, und diesem Umstände sei es zuzuschreiben, daß mehrere Provinzen zum Eintritt in die Dominion nur durch das Versprechen örtlicher Verbefferungen bewogen werden konnten. Ferner sei man mit den großen Landschenkungen an eine Eisenbahn, mit den hohen Steuern und dem langsamen ' Fortschritte Canada'S sehr unzufrieden. Kurz, obwohl die Frage augenblicklich nicht .vor dem Volke" sei, so lasse sich doch erkennen, daß die Sehnsucht nach dem Anschlüsse an die Ver. Staaten wächst. Aehnliches ist schon oft behauptet und von Denjenigen, die das Sternenbanner aus dem ganzen' amerikanischen Conti nente wehen lanen möchten, mit großer Begierde aufgegriffen worden, aber des senungeachtet sehnen sich die meisten Canadier augenscheinllch ebensowenig nach den Ver. Staaten, als die meisten Am rlkaner die Erwerbung Canada s für wünschenSwertH erachten. In derDo minion besteht Preß und Redefreihelt. Wäre also wirklich ein Anschlußverlangen in großem Umfange vorhanden.dann würde eS doch in der Preffe, in öffent lichen Versammlungen, lm Parlamente seinen Ausdruck finden. DaS ist nicht der Fall und wird so lange nicht der Fall sein, als dieselben Mißstande in den Ver. Staaten herrschen, über welche die Canadier sich hauptsächlich beschweren. Auf dieser Seite der Grenze ist nicht nur eine Bahn mit Fürstenthümern be schenkt worden, fondern ein ganzes Schock; nicht nur in Canada wandern die alten Ansiedler nach den neuerschlossenen Regionen, sondern in noch viel größerem Maßstabe ist das in den Ver. Staaten Mode. Die Steuern sind hier viel höher als in der Dominion, und vielleicht nir gends unterliegt die Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten einer so scharfen Kritik als gerade bei uns. Auch ist eö nicht wahr, daß die Canadier schläf rig sind. Im Verhältniß zur BevSlke rungszahl giebt es in Canada ebenso viele Eisenbahnen, Canäle, öffentliche Gebäude und Schulen als irgendwo in der Welt. Allerdings entwickelt sich das Nachbarreich nicht so wunderbar als das unsrige, aber daS ist doch sehr erklärlich, wenn man die Unfruchtbarkeit des öst lichen Theils und daS rauhe Klima in den übrigen LandeZtheilen in Erwägung zieht. Es ist nicht einzusehen, was die Ver. Staaten oder Canada durch eine politische Vereinigung gewinnen könn ten. Ein Handelsvertrag würde ent schieden vorzuziehen sein. ffreitag Ein auS dreizehnmal dreizehn Mit gliedern bestehender Club in New Pork, der sich die Aufgabe gestellt hat, den in Verbindung mit der Zahl dreizehn ge hegten Aberglauben zu bekämpfen, hat fein Augenmerk auch auf den fogenann ten Unglückstag gerichtet, als welcher bekanntlich der Freitag gilt. In der Vorrede zu einigen Beschaffen, in welchen der Präsident,stie Gouverneure und die mit Todesurtheilen betrauten Richter

tiuQi wervcn, Einrichtungen man lediglich am Freitag vornehmen zu lassen, sagt dcr Club, .daß der Aberglaube, der sich an den Freitag hestet, durch die Auswahl desselben zumHangetage ernst lich gefördert und begünstigt wird." Hierin hat der Club unbedingt recht, und seinem Gesuche sollte deshalb Be rücksichtigung widerfahren. Denn so sehr wir uns auch mit unserer Civilisa tion brüsten, so ist es doch leider srag IoS, daß selbst sogenannte Gebildete mit unglaublicher Zähigkeit an Unverstände nen Ueberlieferungen aus dem Heiden thume hängen. Namentlich gilt dies hinsichtlich des thörichten Aberglaubens, daß dcr sechste Tag der Woche eine be sonders unglückliche Bedeutung habe. Die Eisenbahnen wissen davon etwas zu erzählen. Ihrer Statistik usolge ver mindert sich die Zahl der Neisendtn an jedem Freitag ganz , erheblich. Viele rechnen genau aus, wie sie es verhüten können, am Freitag ihr Reiseziel zu er reichen, und eine noch größere Anzahl tritt am Freitag keine Reise an. Es nutzt gar nichts, diesen Leuten zu bewei sen, daß ,am Freitag nicht mehr Un glückssalle vorkommen, als an irgend ei nem anderen Tage. Was sie glauben, das läßt sich weder durch Thatsachen, noch selbst durch Zahlen erschüttern. Sagte man ihnen z. B , daß George Washington, vier andere Präsidenten und viele andere berühmte Männer am Freitag geboren wurden, so erwidern sie. daß auch Jesserson Davis an diesem Tage das Licht der Welt erblickte. Zwar können sie sür ihre widersinnige Furcht vor dem Freitag leinen einzigen Ver nunftgrund ansühren, aber das macht sie nicht im Geringsten irre. Es wäre interessant, zu erfahren, wie viele gute Thaten jährlich wegen dieses Aberglau bens unterbleiben. Die Verleauna des

.Hängetages" mag dagegen nicht viel helfen, ist jedoch schon deshalb geboten, weil der Freitag wirklich aus dem erwähnten Aberglaitzden zu!nHinrichtungs tage erkoren wurde. Te?Wlkde Uflatrn". Vor dreizehn Jahren wurde in Pa ducah'Co., Ky., zuerst ein eigenthümli ches Geschöpf entdeckt, das am ganzen Körper dicht behaart war, dem die Kops haare bis aus die Hüsten herabsielen und der dichte Bart bis unter die Brust reichte, während die Augenbrauen, dicht und buschig, weit aus dem Gesichte her vorragten. DaS Geschöpf wohnte da mals in einer verfallenen Bretterhülte, war außerordentlich scheu und alle An prengungen, dasselbe zu sangen, blieben wegen seiner Behendigkeit und Schnellig keit ohne Erfolg. Es lief auf zwei Bei' nen, unn da es Niemandem etwas zu Leide that, dachte Niemand daran, aus dasselbe zu schießen. Die Farmer nannten es : Mum, der Eremit". Nach sünf Jahren schien das Geschöpf aus dcr Ge gend verschwunden zu sein, denn eö wurde während zwei Jahren von Nie mandem gesehen. Vor fast fechs Jah ren sahen drei Farmer, die sich aus der Jagd befanden, Mum p'ötzlich wieder, folgten ihm vorsichtig und bemerkten, wie er in eine Höhle in dem fogenann ten .Lizard Rock- Eidechsenselsen verschwand. Seit dieser Zeit machte man häufig die Wahrnehmung, daß die Spuren von Kalbern und Schasen, die sich verlausen hatten, bis an jene Höhle verfolgt werden konnten und dort ver schwanden. JameS Harvey und Ray mond Boyd, Farmarbeiter in dem genannten Counly, beschlossen, sich Mum'S durch List zu bemächtigen, bauten eine Falle, die sie mit Reisig maslirten und stellten solche auf. Oft lagen sie ver geblich im Hinterhalte. Vor 3 Wochen endlich hatten sie ein großes Stück noch blutiges Fleisch von einer unmittelbar zuvor geschlachteten Kuh in der Falle aufgestellt, die in der Nähe der Höhle befestigt war. Mum schlich heran, ergriff daZ Fleisch, und die Falle schnappte zu. Im Anfange rannte der Gefangene ge gen die massiven Pfosten, gab aber seine Besreiungsversuche bald auf und verzehrte gierig das Fleisch. Als Harvey und Boyd an die Falle traten, verfiel Mum wiederum in einen Wuthausbruch, es gelang jedoch den Männern nach und nach, thn an ihre Gesellschaft zu gewöhnen. Als bestes Zähmungsmittcl be i währte cS sich, daß sie den Wilden hun gern und dursten ließen und lhm erst dann Nahrung und Wasser reichten, wenn er bei ihrer Annäherung nicht un ruhig wurde und spater, wenn er sich von ihnen angreifen ließ. Er genoß nicht? als rohes Fleisch, Früchte, Nüffe und Wasser; Bros, oaS ihm gegeben wurde, warf er unwillig weg, und als man ihm eine kleine Quantität Whiskey darbot und Mum solchen kostete, brüllte er laut auf, als ob ihm daS Getränk Schmerz bereite. Endlich hatte sich Mum so an die Leute gewöhnt, daß diese es wagen konnten, ihn mit in ihre Wohnung zu nehmen. Ende voriger Woche sind die' beiden Männer mit ihrem Gefangenen nach Bridgeport, Conn.. gereist, um den .Wilden Mann- dem sich zur Zeit dort aufhaltenden Barnum zum Kaufe anzu bieten. Natürlich hatte sie. Mum in gewöhn liche 5kleider gesteckt und ließen ihn kei nen Augenblick auS den Augen. , Die Reise wurde in einem gewöhnlichen Rauchwagen zurückgelegt, und der künstige Insasse des .größten Museums der Well" benahm sich sehr manierlich. Er ist nicht im Stande, einen artikulirten Laut hervorzubringen, und die Töne, die er von sich grebt, gleichen bald demBrül len eines Leoparden, bald dem Knurren und Brummen kleinerer Raubthiere. Seine Handflächen sehen aus wie die Sohlen von Bärentatzen und seine über einen Zoll langen und starken Finger nagel wie die Krallen eine Adlers. Un terwegs wuroe er mir sarolnen und Schinken gesüttert, von Brod will er noch jetzt nichts wissen. So ost die Dampf pfeife ertönte, ein Zug unterwegs an dem eigenen Zuge rauchend vorüberlchnaubte, zog sich Mum ängstlich in seinen Sitz zurück und ließ ein unterdrücktes Heulen hören. In der Höhle, welche Mum fv lange bewohnt hat, wurden unzählige

Gerippe von Kälbern, Sckasen, kleineren Thieren, sogenanntem Ungeziefer und die Häute von einigen fünfzig Schlangen aufgefunden; mehrere der letzteren rüh ren von den giftigsten ReptilienSpccies her. Harvey und Boyd haben diese Häute und eine große Anzahl dcr vorge fundenen Gerippe in einer geräumigen Kiste bei sich. Sie- hoffen, ein gutes Geschüst zu machen und fürchten nur das Einschreiten der Polizei, welche Mum für einen unglücklichen Wahnsinnigen halten und in einer Anstalt unterbringen könnte. Sollte Barnum, oder einer der anderen Circusbesitzer auf einen Kauf nicht eingehen, fo wollen die Kentuckier den wilden Mann auf Long Island ver borgen halten und später versuchenden ,elben sür eigene Rechnung und Gefahr zunächst in New tyoxl auszustellen. In Paducah County knüpft sich be reits eine Fabel an die interessante Er scheinnng. Der wilde Mann soll aus dem Süden gebürtig und während des Krieges Mitglied eines consöderirten Scharsschützen. Regimentes gewesen sein. Nach Beendigung des Krieges habe er eine ganze Familie ermordet, seitdem in der Wildniß gelebt und durch sein Leben nicht nur die menschliche Sprache, son dern auch jede Erinnerung an seine frü here Menschlichkeit verloren. Mum er innert einigermaßen an Caspar Hauser. c!t Ausstellung in Boston.

Die Vorbereitungen sür die inter nationale Industrie-, Gewerbe und Kunst'Ausstellung, welche am 1. Sept. d. I. in Boston eröffnet werden wird, haben, wie der Boston Traveller" mel det, bisher zu höchst erfreulichen Resul taten geführt. Großbritannien,Deutsch land, Frankreich, Rußland, Italien und Spanien interessiren sich sür das Project in hohem Grade, und schon die bisher! gen Anmeldungen verbürgen, daß die Ausstellung von den genannten Ländern auS reichlich beschickt werden wird. Von außereuropäischen Ländern haben bis jetzt Japan undPersien ihreBetheiligung ossiciell zugesagt, und die Ausstellung wird voraussichtlich noch ein vollständig geres Bild der Industrie und Kunst im Orient und Occident bitten, als selbst die CentennialAusstellung von 1876. Ein ganz neues und interessantes Bild wird die Sammlung von 15.000 aus wältigen Zeitungen zur Anschauung bringen, in welcher mehr als 100 Natio nen und Sprachen vertreten sind; in Amerika erscheinende Zeitungen besinden sich unter dieser Collectiv nicht. Die Anregung zu dieser Sammlung ist von dem Gen. Nortcn ausgegangen, dem überhaupt die ganze, einst verspottete Idee einer WeltAusstellung in Boston zu verdanken ist. Sämmtliche Eisen bahnen des Landes haben die Vcran staltung vonExtra-Zügen und besonders niedrige BeförderungsRaten zugesichert. Die Ausstellung wird unsere Industrie und Kunst nicht nur unmittelbar zur Nacheiserung anspornen, sondern vor Allem auch Gelegenheit bieten, durch die Begleichung mit ausländischen Erzeug nissen unsere Kenntnisse zu erweitern und unsern Geschmack zu läutern. DieAus steUung wird, daS kann jetzt schon Sicherheit vorausgesagt werden, nicht üur dcr Stadt Boston, dem Staate !'!i'ss.rchnsttts, oder den Neu-England ötaaten, sondsrn den gesammten Ver. taaken zum Bortheile und zur Ehre gewichen. Bom Iatandc. Die 5) a u p t l i n i e der Nord Pocisic-Eijenbahn wird wohl nächsten Herbst vollendet sein. Man erwartet, daß die noch zwischen Boleman in Mon tana und der Reservation der Flathead Indianer besiehende Lücke von 275 Mei len gegen Mitte Juni gesüllt und die Enden der Geleise mit einander verbunden sein werden, und daß am 1. Sep tember die ganze Linie sür den Durchverkehr zwischen St. Paul und der pa cisischen Küste eröffnet sein wird. Die wichtigsten Städte, welche die Nord PacisicBahn in Montana noch zu errei chen hat, sind Helena und Miffoula. Bozeman, wohin die Bahn soeben ge lanat ist. bat seine Einwobnenabl au? zweitausendfünfhundert vermehrt und Yelena hat etwa achtzehnhunder:. tu soula, bis vor Kurzem ein Indianer Handelsvosten, und Billing, welches erst im Mai vorigen Jahres gegründet war de, haben bereits zwölshundert Einwohner. Der jüngste Platz an der Linie ist Livingston am oberen Ende des Thales, wo n Folge der in der Nähe liegenden Kohlenselder und der Gewißheit der Er richtung einer Zweigbahn nach dem Na tionalpark in wenigen Wochen eine leb.' haste Stadt von achthundert Einwoh nern entstanden ist. Eine Lehrerin in Paw tucket konnle nicht herausbekommen, wer von ihren 59 Schülern gepfiffen hatte. &t gab also jedem sünf hiebe macht also zusammen 295 liebe. Die Dame hat entschieden eine zu kräftige Faust, um Erzieherin der Jugend zu sein. Sie sollte Prizestghterin- werden. In Colorado giebt eS vom Staate angestellte. Inspektoren für das Vieh, die von Zeit zu Zeit über den Zu stand der Heerden berichten. Laut ihrem jüngsten Berichte, den sie nach einer über alle Theile des Staates ausgedehnten Jnspectionstour abgesagt, sind die Ver luste an Aieh während dieses Winters sehr gering, weniger als ein halbes Pre cent. In einer Heerde von 40,000 Köpfen gingen z. B. nur etwa fünfzig zu Grunde. Die Heerdenbesitzer sind in Folge davon in zuversichtlicher Stirn mung und erwarten für dieses Jahr ein günstiges Geschüst. Der Bostoner Stad tschrei ber, welchen die ButlerDemokraten ab gesetzt haben, um einen von ihrer Partei einzusetzen, hatte vorwurfsfrei 35 Jahre lang, ebenso lange wie sein Vater, der Stadt gedient. Bei d er durch d a S Aufh ö ren der Gasbeleuchtung herbeigeführten nächtlichen Finsterniß in. den Straßen San Francisco's ging es nicht lange fo gemüthlich zu. wie die dortige .Abend

post" eö beschrieben hattr. Vielmehr'.

mutzte dasselbe Blatt ln erner späteren! Nummer gestehen: Die Ritter der Nacht!" machen sich doch nun allmälig die durch daS Aushören der Gasbeleuch tung geschaffene Lage zu nutze. Bcson de?S gilt dies von den nach'dem Waffer zu gelegenen Straßen, wo unter dem Schutz der Dunkelheit Raub, Einbruch und Gewaltthaten merklich im Zuneh men begriffen sind. Wie viele Opser die nahe Bai schon aufgenommen hat. läßt sich noch nicht einmal sagen. Auch Unfälle, die sich direct auf die Dunkel heit zurückführen lasten, kommen schon vor und die CoconersGeschworenen ha ben sogar bei der Leichenschau über ei nen am Fuße eines Hügels todtgefun denen 45jährigen Mann aus Maine den förmlichen Ausspruch gethan, daß der selbe durch einen zufälligen Sturz von dem Bluff" in Erster und Bryantstraße Verletzungen erlitt, die seinen Tod. her beisührten, und daß dieser höchst wahr scheinlich nicht vorgekommen wäre, wenn die Gaslampen angezündet gewesen wä ren.In Goshen, N. Y., wurde die fer Tage ein Brautpaar getraut, daS über 25 Jahre miteinander verlobt war. Sie haben schon früher oft Anstalten ge macht, sich zu verheirathen, aber es war jedesmal etwaö dazwischen gekommen. Eine Katze inVenice, Cayuga Co., N. V, hat dieser Tage zum zwei ten Male den Kanarienvogel ihrer Her rin, der aus dem Käfige entwischt war. gefangen und ihrer errrn unverletzt überbracht. Zwei Jäger aus San Ber nardina, Cal., haben in den letzten bei den Monaten über 1,700 Wachteln er legt. In einer fidelen Gesell schaft in San Francisco kam kürzlich das Gespräch aus die ungewöhnlich zahlreichen Menschenleben, welche die ersten beiden Monate des Jahres gesor dert haben und wendete sich dem ewig interessanten Stoffe der Todes'Ahnun gen. Prophezeiungen uud Anzeichen zu. Ein junger schwedischer Seemann Na mens Backstrum erzählte von einer ihn betreffenden Wahrsagung, deren Ein treffen er zuversichtlich allerdings erst am 1. Juli 1888 erwartet. Kurz vor meiner Abreise aus meinem Vater lande Schweden las eine alte Zigeuner mutter folgendes aus den Linien meiner Hand : Du gehst in ein fremdes Land und wirst dort ungewöhnliche Schicksale erleben. Oft wirst Du Dich in äußerster Lebensgefahr befinden, aber weder Wind noch Wasser, noch Feuer werden Dir etwas anhaben bis zu Deinem '30. Ge burtstage. An diesem Tage wirst Du in' geheimnißvoller Weise umkommen und Deine Ueberreste werden nie von eines Menschen Auge gesehen werden." Der .erste Theil der Wahrsagung ist bis jetzt buchstäblich eingetroffen und der zweite tvird eintreffen. Ich ging von Schwe den nach Ostlndren und von dort nach Australien; auf der Fahrt dahin fchei terte das Schiff auf den Goodwln Sandbänken und von der Bemannung von 29 Köpfen wurden nur der Koch und ich gerettet. Von Australien ging ich nach Londonwurde hier in einen Streit zwi schen schwedischen und dänischenMatrosen verwickelt, eine Revolverkugel prallte an immer Nasenwurzel ab und tödtete mei nen Nebenmann. Seitdem habe ich sechsmal Schiffbruch gelitten und bin einmal bei einer PulverExplosion in die Lust geflogen; bei jeder dieser Katastro phen war ich der Einzige, der völlig un verletzt aus solchen hervorging. Mein dreißigster Geburtstag fällt auf den 1. Juli 1388, bis dahin werde ich noch viel erleben, am letzteren Tage wird eS aber jedenfalls sehr ungemüthlich werden.DieBrücke über den East River hat über N4.000.000 gekostet; eS mag bei dem Bau zugegangen sein, wie bei fast allen öffentlichen Bauten, aber der Anblick, der sich von der Brücke auS dem Beschauer bietet, ist überwältigend. AIS ich, schreibt Gath, den wlst lichen Thurm vassirt hatte und nach der New Vker Seite zuschritt, erschien mir die Stadt, durch deren Straßen ich so viel hundertmal geschritten, wie eine neue, wunderbare Welt. Die Höhe der Häuser in New Bork erschien mir dop pelt imposant, wenn ich sie mit den Ge bSuden in Broollyn verglich. Ich kam mir vor wie Einer, der auS einem Hohl wege tritt und plötzlich die Wunder der GedirgSwelt vor sich ausgebreitet sieht. Es giebt keinen schöneren Platz, an sri scher, reiner Lust, hellem Sonnenscheine und großartigen, fortwährend wechseln den Scenerien sich zu freuen. 'Der Fluß mit seinen unzähligen vchiffen.dieStadk und di Fernsicht auf das Meer und die User der Bai bieten- ein bezauberndes Bild. Born Auslande. Berthold Au erb ach's l W terarischer Nachlaß wird nach dem Wun sche des Verewigten von Friedrich Spielhagen nnd dem Wiener Zournalisten Bettelbeim geordnet und heraus gegeben. Bettelheim besand sich vor wenigen Tagen in Berlin, um mit Spielhagen weitere Vereindarungen zu treffen. Wie wir hören, erw'ist sich dieser Nachlaß Auerbach'S als so bedeu tend, daß die Herausgeber zehn Bände damit zu füllen hoffen. Wir werden in diesen nachgelassenen Werken auch den Kritiker Auerbach kennen lernen, statte der Dichter ein Stück aeseben. das ihm Interesse einflößte, so suchte er über die Borzüge und. Mängel des Kunst werks in'S Klare zu kommen und schrieb für sich selber eine Abhandlung nieder. Im Lause der Zeit ist die Zahl dieser Abhandlungen eine .sehr große geworden und dieselben werden unter dem Titel .Dramaturgische Skizzen" gesammelt erscheinen. D e r C o u r i e r v o n S e n e gal bringt eine intereffante Neuigkeit. Eine Lokomdttve funktionirte zum ersten Male im Sudan. Am 19.' Dezember fand dies Ereigniß statt, da? die Einge borenen in hohes Erstaunen versetzte. Eine Linie von 2400 in Länge, die den Senegal mit dem Niaer verbinden soll.

ist seit Ansang dcö Monats Dezember trotz sanitärer Hindernisse, die nicht er

lauvtcn, mehr als den dritten Tbeil dervorhandenen Arbeitskräste zu beschäfti gen, herstellt worden. Der Ingenieur Jacquier ließ dcr Lokomotive sieben !llagen anhängen und fuhr damit von Khayes in der Richtung nach Mcdina ad. Ber seiner Rückkunft wurde ihm von den Europäern und den gegenwär tigen Offizieren ein lebhafter Empfang bereitet. Eine Menge an dem Unter. nehmen als Taalöhner beschäftigte? Neger, Marokkaner und Chinesen :c. war bei diesem unter dem heißen Hrmmel des tropischen Afrikas so neuen Schauspiels zugegen. Die Neger schlugen in die Hände, als sie die Maschine unter schril len Pfiffen mit einer langen Rauchwolke sich selbst fortbewegen fahen ; sie fpran gen sodann hinter dem Zuge her, bis ihnen der Athem ausging. ,' Auf ihre Häuptlinge machte die Lokomotive einen tiefen Eindruck; sie fühlen, daß es nun auS fei mit der alten - Zeit und daß sich ihnen jetzt eine neue Welt erschließe. S p anien hat einen U e berfluß an Generalen. Diese Thatsa che kommt in der spanischen Preffe zur Besprechung gelegentlich einer Rede, welche der spanische Kriegsminister Ge neral Martine,; Campos vor dem Senat hielt. Man verhandelte in der belref senden Senatssitzung über den Gehalt der Gererale, den die Opposition im Verhältniß zu dem des bürgerlichen Be amten zu hoch bemeffen fand. Früher bekamen zwei Minister in Spanien einen Gehalt von 652,000 M., während jetzt für 592,000 M. acht Minister arbeiten und nach ihrem Rücktritt als höchsten Ruhegehalt 8000 Mark beziehen, während die Generale immerhin noch bis auf 10,000 Mark gestellt sind. Die militärifcherseits gemachte Forderung, sich zur Disposition stellen zu laffen,d.h. weder aktiv noch passiv zu sein und doch auf einen Gehalt Anspruch machen zu können, wird mit dem Gegengrunde be kämpst, daß' es. so etwas in sonstigen StaalZämtern nicht gebe und man nicht einsehe, weshalb die Militärs berorzuot werden sollten. DaS spanische Heer be steht aus 134,000 Mann, wovon 94.000 Mann auf der Halbinsel, 30,000 Mann in Cuba und Puertv'Rico und 10,000 auf den.Philippinen dienen. Für diese Armee wird ein Generalstab von vier Feldmarschällen, 40 Generalen der In fanterie oder Cavallerie, 00 General Lieutenants und 160 Generalmajoren gefordert. Die vier GeneralJeldmar schalle abgerechnet, bleiben also 2G0 Ge nerale, d. b. für jede 518 Soldaten ein General. Nach Angaben des Generals Jovelar setzt sich die französische Armee . aus 470,000 Mann mit 300 Generalen zusammen, Deutschland 427.000 Mann mit 282 Generalen, Italien 222,000 Mann mit 130 Generalen, England 315.000 Mann mit 179 Generalen und in Spanien ein Heer von 134.742Mann mit 2G0 Generalen. Der derzeitige G a r n i sonstand der deutschen Armee wird von der Allgem. Mil.Ztg." zu 304 Garni sonen angegeben, worunter sich jedoch die Garnisonen der bayrischen Armee nicht mit inbegriffen befinden. '.19 dieser Garnisonen stellen sich über einenBcand von 2000 Mann. Nur z?vci jedoch ragen über den Mannschaftsstand von 10,000 Mann hinaus. Es sind dies Berlin und Metz, wovon die erste Stadt 17,613, die letzte 14 441 Mann Garni son besitzt. Seit 1879 hat für Metz. üaS damals nur 10,793 MannBesatzung enthielt, eineVelstärkung um'3L48Mann stattgefunden. Straßburg hat im Ge gensatz hierzu seit 1880 eine kleine Verringerung der Garnison von 9048 auf 898.Mann erfahren. Mainz besitzt 7712. Köln 7(5, Koblenz C353, Kö nigZberg 7383. Magdeburgs Mann Garnison. Mit den Garnisonen von Potsdam, 6530 Mann und Spandau, 4339Mann. können in Bertin unmittel da? 28.732 Mann concentrirt werden. Ein f r a n z ö s i s ch e r Mech a niker, Namens Perreaur, hat ein wahres Wunderwerk zu Stande gebracht. Es ist dies eine Maschine, welche es ermöglicht, einen Millimeter, d. h. eine Länge, die bei schwachen Augen an sich nur noch wahrnehmbar ist, in 1500 Theile zu tdeilen. Die Maschine ist speciell für Naturforscher und Aerzte bestimmt, welche mikroskopische Gegenstände, wie Infusorien. Blullügelchen und dergki üen zu m.ssen haben. Die Strafe, mir welcher ein Osstcier belegt wurde, dcr am Tage von Gambettas ÄearädniL einen Tanz abend fern von Paris, in berProvinz veranstaltete, giebt nicht nur denonor chlsten, sondern auch vielen kepublika nern Anlaß zu Svott und Tadel. Am witzigsten drückt sich naiürlich Rochesort aus : DerKriegsministZl-. so schreibt er, .hat aus Antrag des Minist'rpk ästdenten einen Ossizier, Hn Lamorelle- zu 3J Tagen Arrest verurtbeilt, welchcr Käme raden zur Unterhaltung einlud, während Spuller in Verzweistul'g war. Man muß gestehen, daß dies etwas stark ist und sehr an das Kaiserreich erinnert. Wenn zufallig Herr Lamorelle am 1. Januar in das Erdgeschoß des Pere La chaise hinabgestiegen wäre, glaubt Ihr, daß Gambetta sich seiner gewohntener gnügungen enthalten halte ? Unwahr scheinlich. Wenn man aber logisch sein will, fo muß nicht allein der Oberst ge straft werden, fondern auch die 5)aupt leute, Lieutenants. Corporale und Sot daten, welche Schinkenbrod bei ihm ge geffen und seine Polka nick-', verschmäh! haben. Was die Walze: anzer betrifft geschwind vor' Kriegsgericht. Der ArmeeCodex ist zwar schon hart genug, aber ich rathe doch, sollenden Artikel hinzuzusügen : Gedenktag d,? Todes von Gambetta. Jed r Angehö rige der Infanterie, Cavallerie ode? da zwischenliegenden Waffengattung, - der Walzer tarizt, wird erschossen." Brüx. 2.'MZrz. Ein Gymnasiast, Namens Kauer, Schüler der obersten Klasse, ist von einem Mitschüler mittels eines Messerstiches getödtet morden. Als Motiv des Verbrechens wird Eifersuch! bezeichnet.