Indiana Tribüne, Volume 6, Number 183, Indianapolis, Marion County, 22 March 1883 — Page 2
Indimm Hriöttne.,
FSgNcZe uud SonntsgssusgaS,. Ofssce: U2S. DelawarcStr. Indianapolis, Ind., 22. März 1883. Die Zukunft der artoffel. Schlkyden sagt in feinen Beitragen zu der Physiologie der Pflanzen : Alle Pflanzen haben sich in der Richtung von Ost nach West über die Erde verbreitet, mit Ausnahme nur zweier Culturpflanzen von hoher Bedeutung : der Kartosse! und de Tabaks, und es fragt sich, ob deren Verbreitung ein Segen für die Menschheit gewesen ist." Der große Gelehrte hat, als er diesen Ausspruch that, wohl einerseits zu sehr unter dem Ein flusse des Malthusischen Trugschlusses gestanden, daß die Menschheit aus jede Erweiterung ihres Nahrungsspielraumes mit einer verhaltnißmäßig größeren Vermehrung antworte, und andererseits übersehen, daß Tabak, vernünftig verbraucht, ein absolut unschädlicheiGenuß mittet und daher unmittelbar nach und hinter den absolut nöthigen NahrungsMitteln ein Segen für die Menschheit ift. Vorübergehend hat allerdings die der Bevölkerung vieler Länder unentbehrlich gewordene Kartoffel der Menschheit mti Veranlassung zu banger Sorge für die Zukunft gegeben, als irgend ein anderes Nahrungsmittel, und sie thut dies zur Zeit wieder. Wahrend des lekten FiscaljahreS wurden 8,788,308 Vushel Kartoffeln meist' von Schottland in die Ver. Staaten eingeführt; dieselben hatten in den Ausfubrhäsen einen Werth von 54,656,368. 5)ier waren von dem Büshel 28.31 Cents Einsuhrzoll zu ent richten. ES wird im Allgemeinen hierzulande der Cultur der Kartoffel' noch nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient. Ist Land, welches sich zum Kartoffelbau eignet, auch der Getreideproduction günstig, dann ziehen unsere Farmer die letztere vor, einerseits weil sie in Betreff der Bearbeitung des Bodens, der Saat und der Ernte die Be Nutzung von Maschinen in höherem Grade gestattet, undererseitS weil die Frucht sich leichter versenden und eventuell aufbewahren läßt. Hierzu kommt, daß südlich und westlich von Cincinnati daS Klima theils m warm, theils ?u trocken ist, untvor Allem, daß zur Zeiti wieder dieselbe Krankheit die Kartoffel zu bedrohen scheint,' welche vor 40 Jahren seuchenartig die Länder durchzog. Aus den britischen Inseln wird die Cultur der Kartoffel seit Jahrhunderten mit größtem-Erfolge betrieben. Im Jahre 1881 waren in England, Schottland und Wales 579,334 Acker, im Jahre 1882 nur noch ,641.064. mithin 38,270 Acker-wenlger mit Kartoffeln bestellt. Abgesehen von der, Verminderung der Kartoffelernte in Folge dieser Verkleine rung der bestellten Fläche schätzt der Be richt des britischenAckerbauMinisteriums den Werth der Ernte von 1882 um mmbestens 2.000,000 niedriger als denjenigen der Ernte von 1881, weil in Folge der wieder vielfach austretenden Kartof felkranlheit statt der werthvollen Speisekartoffeln vorwiegend Futterkartoffeln gebaut wurden und ein Theil der ersteren, weil von der Krankheit ergriffen, nur sls Futter verwendet werden konnte. In England haben sowohl die Staatsbehör den, als die landwirthschaftlichcn Vereine die Kartoffelkranlheit von deren' erstem Auftreten an eingehend studirt. Letztere giebt sich bekanntlich durch das Schwarzwerden des Krautes und ansteckende nasse Jäulniß der Knollen zu erkennen. Durch die sorgfältigsten mikroskopi schen Untersuchungen und vergleichende Versuche ist unwiderleglich nachgewiesen, daß die Krankheit lediglich durck einen Schimmelpilz peronospera iiilestans verursacht wird, desjen Keimfäden in die Blätter und Knollen gewaltsam eindringen und dort ein verschieden gesormtes Geflecht von Jadenzellen Pilzlager oder Mycelium bilden. Die Krankheit zeigt sich zuerst in Form kleiner Schimmelbildungen an den Blättern, die Parasiten vermehren sich in unglaublichem Maßstabe, und der Wind vcrbrei tet sie in unglaublich kurzer Zeit über ganze Länder. Der Engländer Jansen hat dem neuesten Auftreten der Krankheit in Schottland und Irland seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt ; er hat einen Sporn von einer der erwähnten Schimmelbildungen aus das Kraut eier gesunden Kartoffelpflanze verpflanzt und unter dem Mikroskope beobachtet, daß die neue Schimmelbildung auf dem g sunden Blatte nach sünf Tagen aus Mil lionen von Sporen bestand. Es wird angenommen, daß dieser Feind der Kartoffel schon uralt ist, daß aber die Pflanze demselben gegenüber so lange genügende Widerstandsfähigkeit besaß, bis sie durch wiederholte Weiterzüchtung innerhalb derselben Species in derselben Weise schwächlich und kränklich wurde, wie wir dies bei den Thieren beobachten, wenn denselben durch Generationen hindurch frisches Blut nicht zugeführt wird. Vor vierzig Jahren begann die Krankheit ihren verheerenden Umzug. Zuerst wurde dieselbe bei Lüttich an der Maas beobachtet, und es ist ein eigenthümliches Zusammentreffen, daß in derselben Gegend der Niederlande die Kartoffel gegen Mitte des 1. Jahrhunderts zuerst in Europa angepflanzt worden ist. Von hier aus wanderte das Verderben nach der Insel Wight, nach dem südlichen England, nach Schottland, überzog das 'Continent und zwei Jahre später begeg nen wir ihr in den Ver. Staaten. Ihre Verheerungen in jenen Jahren und ihr allmäligeS Abnehmen können wir als bekannt- voraussetzen. Schon in den ersten Jahren ihrer Verbreitung glaubte man der Krankheit dadurch Einhalt gebieten zu können, daß man aus Samen Früchte gewann und diese nach und nach zur Aussaat benutzte, während bis dahin bekanntlich die Aussaat nur in dem Pflanzen der Auaen mitunter ach der ganzen Kartoffeln bestanden hatte.
Dieses Verfahren mußle um so mehr gute Rcsula'c versprechen.- als in den Jahren, in denen die Krankheit ihre größte Heftigkeit erreicht hatte, auch die scheinbar gesündesten Knollen doch
ganz kleine Pnzlagcr enthielten. Trotzdem hatten die Jahre hindurch fiirtgesctztenVersuchc nicht den gewünschtcn Erfolg, und gegenwärtig sind die landwirthschaftlichen Vereine in England der Ansicht, . daß man. um wider standsfähige Kartoffeln -b:.i erzielen, daö von den englischen 5kaltoffelAutoritäten Paterson und Nichol empfohlene Verfahren anwenden müsse. Diesen Man nern ist es dadurch gelungen, daß sie ge sunde Kartoff.'lpflanzcn künstlich dcfruchteten und mit dem Samen von anderen Species kreuzten, besonders wiöerstandssähige Kartoffelsorten herzustellen. Paterson's Purple", VUori, Champion" sind derartige Sorten, die sich in England bewährt haben. Im Uebrigen ist noch zu berücksichtigen, daß alle rauh und dickschaligen Kartoffeln bisher der Krankheit weniger untermorsen gewesen sind, als die dünnschaligen Sorten, die auch meist ein feineres und zarteres G:webe des Fleisches haben. Als 5eimath der Kartoffel gilt bekanntlich Südamerika, doch sind auch anderswärts, z. B. kürzlich in Arizona, wild wachsende Kartoffeln gesunden worden. Man hat früher auch derartige wilde Kartoffeln nach Europa verpflanzt, um zu sehen, ob sich aus ihnen widerstandsfähige Kartoffelsorten erziehen ließen, alle diese Versuche haben jedoch keinen günstigen Erfolg gehabt. Schließ lich bemerken wir nock, daß'auf den tin günstigen Ausfall der letzten KartoffelErnten in dem Verein, britischen König reiche auch die Witterung von wesentlichem Einflüsse gewesen ist. Wandertrieb 5e? Gstdsttchc?. Da die Mehrheit der Goldsucher au Abenteurern bes!eht,so ist es vielleicht natürlich, daß sie erst recht keine Ruhe sinden, wenn sie das Ziel ihrer Wünsche erreicht und das gelbe Metall in lohnendem Maßstabe gefunden haben. In je dem Jahre dient ihnen ein Gerücht über merkwürdige Entdeckungen in möglichst weit entlegenen Ländern als Vocwand zu einer Frühlingswanderung. Kein .Lager" entgeht diesem Fieber, rnaq cs auch noch so günstig gelegen sein. Deun je sicherer ver ertrag oer angelegten 'ucinen wird, desto mehr verliert auch die Umgegend den Charakter der Wildheit und QrdnungSlosigkeit, an dem die Abenteurer, solchen' Geschmack finden. Die alten Gesichter werden ihnen zu vertraut, die Verhältnisse zu civilisirt. Sie sehnen sich naäeinem Wechsel und lassen den sicheren Gewinn im Stiche, um dem märchenhaften Glücke nachzujagen. In den sieben Jahren z. B.. in denen der Bergbau in .den Black Hills ordentlich betrieben wird, sind sieben Hauptwanderungen vorgekommen, von den vielen kleineren gar nicht zu reden. Die Be wegungen richteten sich nacheinander nach denWolsMountainS,demBigHorn,Wetmore, Bear Paw, nach Leadville, dem Wood River, Arizona und New Mexico. Viele der Wanderer kehrten enttäuscht und vollständig verarmt zurück, aber des senungeachtet rüsten sie sich bereits für einen neuen Zug aus, wenn sie Geld genug haben, um sich auf den Weg zu machen. Wollte Jemand diesen Leuten von einem großartigen Funde in der Nach barschast erzählen, so würden sie daS mit stoischer Nuhe ausnehmen, aber wenn sie von unglaublich reichen Entdeckungen in weitsbgelegencn Gegenden hören, so raubt ihnen das den Schlaf. Alaska's Gold- und Silberreichthum ist schon seit längerer Zeit in den Lagern der Schwarzen Berge und in anderen Minengegenden des Westens besprochen worden, ohne daß sich irgend welche Erregung bemerklich gemacht hätte. Kaum naht rndeffen der Frühling heran,so wird das Eisland am Stillen Ocean plötzlich das Ziel der Sehnsucht für alle echte? Goldsucher. Warum die Leute dorthin gehen wollen, wissen sie selbst nicht: Sic haben verhältnißmäßig wenig ü!erAlaöka gehört, und was sie gehört haben, klingt keineswegs sehr ermuthigend, aber das unbestimmte Gesühl, daß ungeheure Reichthümer dort zu finden sind, treibt ne aus die Wanderschaft. Dre Bemrttelten machen sich möglichst schnell au? die Neise, die Unbemittelten scheuen keine Anstrengung, um m Besitz des Nersegel des zu gelangen. Eine Anzahl Gold grüber ist bereits aus Deadwood, Dak., nach dem fernen Fabelrerche aufgebrochen, doch die eigentliche Wanderung ist erst im April zu erwarten, da . allgemein oerGlaube vorherrscht, daß Untersuchungen in Alaska nicht vor Juni möglich r? w n st r 4 9 9. .. - . lino. ttine V5iieuicgajr von zu oer ältesten und ersahrensten Miner, ausgerüstet mit Allem, waS zur Goldgräberei ersorderlich ist, geht am 1. April von Dead wood ab. So groß ist das Fieber, daß an einem einzigen Nachmittage $20,000 aufgebracht wurden, um die Kosten dieit Elpedrtion zu bestreiken. Geschäftsleute, Advokaten. Aerzte u. s. w. steuerten reichlich bei, wofür ihnen natürlich ein Antheil an den zu erhoffenden reichen Funden zugesichert wurde. Aehnliche Nachrichten kommen aus Colorado, Ari zona, Californien und Montana, und es ist daher zu erwarten, daß Alaska in diesem Sommer von Goldsuchern förmlich schwärmen wird. Vielleicht führt dieses Fieber zur Erforschung und Ausbeutung eines Landes, über dessen Hilfsquellen so verschiedenartige Berichte im Umlaus sind. Der Goldsucher hat sich schon ost als Pionier für den Ackerbauer erwiesen. Riesige Landspeeulation. Schon vor etwa einem Jahre tauchte das Gerücht auf, daß die Erwerbung ungeheurer Landstrecken in Mexico zum Zwecke der Vieh- und Schafzucht im Werke sei. Dieser Plan scheint jetzt aufgeführt worden zu sein, denn das .Texas Live Stock Journal berichtet, daß vor Kurzem sogenannte Feldnoten über sieben Millionen Acker Landes in Coahuila und . Chihuahua nach der
Hauptstadt Mexico geschickt wurden, um
dort bestätigt zu werden. Es hat sich eine Gescllschast gebildet, die zu ihren Mitgliedern, außer dem Präsidenten der Republik, General Gonzales, und dem Gouverneur des Staates Coahuila fast alle großen Würdenträger unfercs Nachbarreiches zählt. Unter Anderen gehört auch General Trebino dazu, der eine Amerikanerin zur Frau und sein erstes Kind das internationale Baby" aenannt hat. Die Gesellschaft soll über ein Ca pital von $50,000,000 verfügen und kauft die Ländcrcien, die meist den betr. Staaten gehören, zu 7 Cenls für den Acker. Aehnliche Ländereien, die nicht mehr als 00 Meilen davon auf der amerikanischen Seite liegen, sind $1.50 bis $3.00 den Acker werth. Es ist nun ganz selbstverständlich, oder sollte es sein, daß Ninder- und Schafzucht keineswegs das Ziel der großen Generäle und Poliker ist, die sich mit dieser Angelegenheit befaffcn. Der pflügende Eincinnatus ist nicht das Vorbild dieser Herren. Vielmehr handelt es sich le digJich um eine großartige Landspecula tion, die sich auf den zwischen den Ver. Staaten und Mexico schwebenden Han delsvertrag stützt. Wird nämlich statt der jetzigen Grenzsperre ein sogenanntes Gegenscitigkeitsverhältniß geschaffen, so könnten die Mexikaner Fleisch, Fclle, Wolle u.s.w. zollfrei über unsere Grenze bringen. In diesem Falle würden osfenbar die dicht an der Grenze gelegenen Ländereien, die sich für Ackerbau und Viehzucht eignen, nahezu denselben Preis erzielen, loh ähnliche Strecken aus dcr anderen Seite. Mit anderen Worten heißt das, daß die Gesellschast, die etwa $450,000 für das Land gezahlt hat, dasselbe für 10 bis 20 Millio.-.en wieder verlausen könnte. Daß daher der Han delsvertrag aus mcxlcarnscher Seite durchgehen wird, dafür werden fchon die berühmten Patrioten sorgen, aus denen die Gesellschast besteht. Verlieren können sie gar nicht, denn billiger wird das vand entschieden Nicht werden. TU TschZtklschln. Lieutenant Bany ist zur Zeit mit den Vorbereitungen für seine Abreise in das rördliche Eismeer beschäftigt. Er wurde bekanntlich von dem Marine Ministerium beu'firagt, den Eskimb's an der Küste der St. Lawrence Bai, welche der Mannschaft des im Eise verbrannten Nodgcrs" Beistand und Gostfreundschaft grwahrtcn, die für dieselben be stimmten Geschenke zu überbringen. Der Zollkurter Corwm" wurde ibrn zu die sem Zwecke zur Verfügung gestellt. Herr Bann lall sich zur Zeit rn der Bundes Hauptstadt aus und theilte dieser Tage einige interessante Bemerkungen 25er die nördlichen Rassen und ' Völkerstamme mit. Es ist ein weitverbreiteter Irrthum, dan die Neoer und alle Nationen von dunkler Hautfärbung den Breitegraden unter und nächst dem Aequator cnt stammen und sica von hier aus über die Erde verbreitet haben, denn wir wissen, daß die Eingeborenen von Peru voll heller, die Ureinwohner von Mexico von noch lichterer Hautfarbe waren. Dage gen giebt es .'"?!;r den Indianern Ame rika'S Stäm::e. die von braunerer Farbung sind, als andere Indianer unter südlicheren Breitearaden. und die Es limo's an der Bkl,a astrale wiederum sind dunkler gesärdt, als ihre nächsten Nachbarn nach Süden zu, die Kaluschen und andere Jndianer-Stämme. Diese Eskimo's, die Kitaguen und die Tschuktschen, haben ihre Wohnstätten nicht nur seit Jahrtausenden inne, sondern die wenigen Spuren uralter Tradition, die sich bei ihnen vorfinden, deuten an, daß rare Vorväter aus dem Norden rn das Land gekommen sind. Von Zeiten da a j . gegen, in denen ern milderes üiimci rn den Polarrcgionen herrscht?, sagt diese Tradition nichts und den Mittheilungen von todten Mammuth?, die uvter dem Eise vorgefunden wurden, laufchen die jetzigen Bewohner mit ungläubigem Er staunen ; Backenzähne dieser vorweltli chen Riesenthiere, die ich auf WranacllEiland aufgefunden hatte, betrachteten sie mit verwundertem Kopfschütteln. In Hohlen des Landes, das ue elbst be wohnen, sind die Gerippe ausgestor dener Thiergeschlechter ausgefunden wor den, für sie aber gerade so wenig von Interesse gewesen, wie die Abbildungen jolcher Thiere, die ich 'ihnen vorwies. Dagegen versetzten Abbildungen von Eisbären, die ich ihnen zeigte, diese Na turkinder in eine an Ertase grenzende Bewunderung. Das Begriffsvermögen der Leute geht überhaupt über Vorstel lungen, die sie der unmittelbaren An fchauung verdanken, nicht hinaus. Dieselben Leute, welche auf rhren ro hen Eanoes in der Jagd auf Walfische großen Scharssinn entsalten, spuren den Wintervorräthen nach, welche sich eine große Art Ratten und Bergmäuse, ähn lich wie Dachse und Hamster, in Gestal von kleinen Wurzeln in ihren unierirdi schen Bauen ausspeichert. Als ich diese Leute fragte, was aus den Thieren wer den solle, wenn fie dieselben ihrer Nah rung beraubten, starrten sie mir stupid rns Gencht; diese Frage überstieg offen bar ihre Fafsungökraft. Jene Wurzeln bilden suc die Ttchuktschen eine Lieb lingsspeise, und den Magen-Jnhalt der SeeQttern verzehren sie mit demselben Behagen, wie wir den Schnepsendre Während ich alle Unterhaltungen mV unseren Gastsreunden natürlich durch Vermittelung des Dolmetschers führte muß ich anerkennen, daß diefelben Sprachtalent in hohem Grade besitzen Sie lernten fehr schnell englische Worte und deren Bedeutung und wurden in der Aussprache derselben nur dadurch t. m m U. sw r veii'.noert, daß t oen uonionant: y absolut nicht wiedergeben können. Sie lernten sehr schnell das englische Wort sür den Stoff, aus dem unsere Hemden bestanden, waren aber nrcyt rm Stande, dasselbe .Jlannel" Flanell auszusprechen, fondern sagten ähnlich, wie bei uns kleine Kinder : Plannet. In wirkliches Erstaunen bat es mich gesetzt, wie schnell die Leute den Nutzen und den Gebrauch des Eompasses und
des Fernrohres begriffen und den Werth,
den diese Instrumente auch für sie habe ;i, richtig auffaßten. In Betreff des ersteren riefen sie sofort, daß man im Besitze eines solchen Instrumentes auch bei nebeligem Wetter immer wiffe, wo man sich befinde und welchen Weg man einzuschlagen habe, in Betreff des Fcrnrohrcs betonten sie dessen Nutzen für das .Aufspüren von Nobben'Heerden. Unter den Geschenken, die ich den Tschuktschen zu überbringen habe, befinden sich mehrere Compasse 'und Fernröhre, welche dieselben in einen Rausch von Entzücken versetzen werden. EineHöflichkeitsform, die bei Leuten, die noch nie mit der Eivilisation in Berührung gekommen sind. überrascht, ist die Sitte, daß der Bewohner eines Zeltes sich erhebt, sobald ein nicht zur Familie Gehöriger das Zelt betritt, und seinen Sitz nicht eher wieder einnimmt, als b:s der Besucher Platz genommen hat. Tief dagegen in der ganzen Anschauung dieser Naturkinder begründet rst der kommunistische Zuq, welcher die Familien einer Niederlassung, ja selbst die verschiedenen Niederlassun gen alle Lebensmittel mit einander thei en lätzt, bis Alles aufgezehrt rst. Die Ausnahme der Baarzaylttngcn in Italien. Am 1. April d. I. werden in Italien die Baarzahlungen wieder ausgenommen werden. Das große Ereigniß kündigr sich dadurch an, daß die Wechsel auf italienische Plätze heute nur um 3 per Mille rrefer notiren, als die Wechsel aus Paris, daß also daS Goldagio rn Italien nahezu vollständig geschwunden ist. Es ist döchst interessant, mit welcher Ruhe und Präcision die große Operation der ita tlenlschen Valuta-Regulirung durchge ührt wurde. In Italien selbst hat sich die große Umwälzung in dem Geldwesen ohne iede Erschütterung des wlrtblchast lichen Organismus vollzogen, in Europa hat daS Abströmen so bedeutender Goldmengen, wie sie Italien benöthigtc und erhielt, nicht die geringste Störung in der Funktion des internationalen Geld markteS hervorgerufen. Man erinnere sich doch an die Unzlücks-Prophezeiun-gen der Anhänger der Doppelwährung, welche an die italienische ValutaRegullrung die ärgsten Befürchtungen für den curopäifchen Geldmarkt knüpften, da die Decke zu kurz" sei und der vorhan dene Goldvorrath folchem außerordentlichen Ansprüche nicht genügen könne. Die Valüta-Regulirung in Italien ist so gut wie durchgeführt, eine große rtalienische Anleihe ist placirt und der Goldvorrath dieses jüngsten baarzablenden Landes ist beszzafft worden, ohne daß auch nur die geringste Stockung im internationalen Verkehre eingetreten wäre. Der Gemeinderath der Stadt Wien veranstaltet in dlesemJahre aus Anlaß der zweiten Säcularfeier der Befreiung Wiens von der Gefahr einer Erstürmung durch dle Türken eine hlfto rische Ausstellung, in der alle noch crhal tencn, aus diese That Bezug habenden Denkmale aufgenommen werden.- Die Eröffnung dieser Ausstellung findet am 12. September 1883, dem Gedenktage der Enlsatzschlacht. in Verbindung mit dcr felerllchen Schlußstelnleaung des neuen Rathhauses statt. Vom 5lll!Nv5. Eine alte Jungfer ri.n d Hausbesikerin in Boston. Mass., ließ sich vor ein paar Jahren von einem BÜether erbitten, an Stelle rückständigen Haus" zinfes, den der Mann nicht bezahlen konnte, mehrere Aktien der dortigen Te-lephone-omp. in Zahlung zu nehmen. Diefe Aktien hatten damals keinen Marktwerth, sind aber heute $1,000 werth. Oscar L. Buldwin i st einer der Aristokraten im Zuchthause zu Trenton, N. I. Er war seiner Zelt, rn seiner Eigenschast.al? Cassirer dcr Mechanlcs Rational Bank zu Rewark, einer der einflußreichsten Finanzleute desStaatcs und das in ihn gesetzte Vertrauen war ein unbegrenztes. Er stahl Gelder der Bank zum Betrage von nahezu zwei Millionen Dollars, welche er in Wall Street in New Pork verspielte und dadurch den Bankerott des Instituts herbeiführte. Baldwin ist kein Staals-, fondern Bundes - Gefangener, und di? allgemeine Annahme ist, daß er von seinem sünszehnsährigen Strastermin nur fünf Jahre absitzen wird. Die Bundesregierung hat von Zeher sür hochstehende Spitzbuden mehr Milde an den Tag gelegt als StaatZrcgierungen, und wenn man in Betracht zieht, daß Baldwin Angehörige und Freunde hat. welche, wie er früher selbst, der jetzigen Bundesregicrung und vielen Vertretern derselben nahe stehen, so wird es wohl Niemanden in Erstaunen schen, wenn, ehe der jetzige Präsident dcr Ver. Staaten aus dem Amte scheider, die Thüren des GefängNlsscs sich ihm öffnen werden. Baldwin hat sich, den gcstreifren Nnzug nicht mit gerechnet, gar nicht gegen früher verändert. Er ist Schreiber in dem Departement, in welchem Gummi-Artikel angefertigt werden, und er sitzt in seinem kleinen Bureau so behädig, wie ein echter Spießbürger. ; l , k t . r i l I k. w e l cd e r mit dem Tvve Writer" (mit gegossenen Buchstaben gesetzter und gedruckter Schrift) zu Papier gebracht war, ist in New 5auen vom Rachlasienschastsgerichte als aillia anerkannt worden, obaleick das Gesetz von Connecticut sagt. Testamente müßten geschrieben sem. Der Richter sagte, solcher Druck sei Schrist im Sinne des Gesetzes. , . Wäbrend der lekten Ueber schwemmung des Mississippi sind dle an diesem Strome befindlichen indianischen ! . . . .i;jt cu. .AloundS , uver oeren urzprungilc ttimmuna nock beute nichts sicheres be Atm ist tinn vielen .Leuten, die das w WaNer aus ibren Wobnunaen verirre den Hatte, als Zufluchtsstätten benutzt worden. Es liegt der Gedanke nahe, daß jene Bauten auch schon zur Zeit
ihrer Entilelzung nicht blos die Wtl
:"T reste der toM:n, sondern auch di: benden gegen dn3 Wasser ces;t'j;t .. ha ben. P r i n z" M o n t o c, c t n f a r l, i ger Farmer in Monroe Gh., AI., erntete auf seiner kleinen atni in ftolae vortressiicher Lewirtbschaftung 40L Bü hels Mais, 5o0 Büttels W-in. 13 ! Ballen Baumwolle i:nb seinen Bedarf an Kartoffeln. Er hat große Obst Gemüfe und Blumengärten angelegt und besorgt alle Arbeit auf der Farm r . t n v . . -: i 1. ; i r . . ' . i . jciüh .uiiu jüwt uiu yi:jc rl'iev 3g;s I Ochsen, . emes GefpanneZ Maulthlere und eines Pserdes. Daneben hält er Milchkühe und zieht so viele Sckwine, Truthühner und Hühner, cU er für sich und feine zahlreiche Familie braucht. Sing L u.m in San F r a ncisco war wegen Mordes zum Tode verurtheilt, cs'gelang ihm aber, sich kurz vor dem zu feiner Hinrichtung angefetzten Tage in seiner Zelle zu hängen. Der Deputy-Sheriff A. I. Heß. .dem die Bewachung des Lu:n übertragen war, starb, als er seinen Mann todt am Stricke hängen sah, vor Schreck. Die chinesischen Priester sagen nunmehr, Lunr sei unschuldig gewesen und deswegen habe ihn Poo Sot, die chinesische'Gotthcit zu sich -gerufen und da diese: erklärte, er sei von 5)cß stets wohlwollend behandelt worden, habe er auch diesen in das Neich der chinesischen Glückseligkeit ausgenommen. In den Ver. Staaten kamen im vorigen Jahre durchschnittlich zwei Morde täglich nd zwei Hinrichtungen wöchentlich vor. - Die unechten Diamanten werden, um ihren Glan; zu erhöhen, in der Regel aus ZinnFolie gefaßt, während dies bei echten Steinen niemals geschiebt. Die Chicaaoer haben wieder' einmal bewiesen, daß sie an Schlauheit von Niemandem übertreffen werden. Ein dortiger Geschäftsmann hat sich einen echten Diamanten wie einen unechten fassen lassen und durch Wetten' aus die Echtheit des Steines in cincreinzigen Woche über 2,000 verdient. DieZeitungen in San Franci5ca berichten, daß cm gewisser H. L. Benedlck, ein amenkan. Burger, unter falschen Vorspiegelungen zur Eingehung eines Vertrages mit einem Plantagenbcsiher ausHawaii veranlaßt und, alö er sich weigerte, unter den eryaltniZsen, rne er vorfand, an die Arbeit zu gehen, durch Peitschenhiebe ir Arbeit gezwungen worden ist. Wenn si dies als Thatsache erweist, so sollte dcr nächste Congrcß unseren Gegensciiigkeils-Vertrag mit den Sandwich-Jnfetn ohne Weitere lunoioen. nm.i .. cn 1 1 e? ieoenfalls Sacke des Minirs des Auswärtigen, auf eine eingenoe Untersuchung der Angelegenheit zu dringen und eventuell dem amerikanischen Böraer volle Schadloshaltung zu verschaffen. Die Leaistatur dc? Staates ArkansaS hatte srühcr dem bekann!cn Dorscy zu Ehren einem County dessen Namen beigelegt. Dcr Senat bat. soeben einen Gefekvorfchlaa angenommen, nach welchem der Name dieses County in De Soto Co. umgewandelt werden soll. .Zwischen L'ipp' und Kel chesrand Schwebt der finsteren Mächte Hand" dachten Ende voriger Woche vier Besucher der W:rtb,ckait unter dem Cosmopolitan-Thcater" in New Park, zwischen welcke durch die Decke hindurch eme eiserne Säule initten hineinschlug. Gleichzeitig beqann in dem übcr dcr Wirthschaft befindlichen Zuschauerraum des Theater? ein wirres Stampfen und' Schreien. Eine der Säulen, die den Balkon trägt, war durchgebrochen und mit dem kapitale in dc? Decke hänx.-n geblieben. Der Jarsall hatte in dem überfüllten Theater eine vorübergehende Panik zur Folgender Ballon gab jedoch nicht nach und in. dem Gedränge kmen. nur unbedeutende Verlehungen.vor. .Fräulein S a r n I) B r o w n, eine Tochter des "011 John Jrovii", Hat soeben eine Anü?ll'.'.'!a l:: der !ünre m San Francisco Brown, der älteste : '.'al.en. John ohn des .Melden von Harper's Fkrry, wohnt in Put-in Ban am Eric, und lei ihm Übt dqjen jüngerer Bruder Oiren Siow. Iran Ruth Thompson, geb. Brown, lebt in der Näbe aus der ??Jr:n ihres Mannes und Jason Brown ist in Akron. C, ansässig. Die Wittwe Browns lebt in Ea lifornien. Die Ausstellung der G emälde des wohlbekannten Fr!S. Bertha von Hillern in Earle's Gollerie zu Philadelphia zieht große Aufmertsmkeit auf sich, da sich unter den Erzeugnissen ihres Pinsels einige Landschaften von hohem künstlerischem W:r!h fcrfufccn. Cent t;:?:cr.re. 'ic t n r e r t rn t ,t 1 1 z) : n - gesetzte Krönungs-tvvmmizslon ü :ch land, welche unter der Leitung des Mlnisters des kaiserliaen .HfcZ st:ht, ist in unausgesetzter Thäliqkcit örqliffea. Für das kaiserliche Gefolge u'&r.: nach Moskau 30 vergoldete Kutschen und vier offene Equivagen gefchickt, von'de nen der größte Theil , aus dem Anfange des 18.- Jahrhunderts stammt. Durch besondere Pracht zeichnet sich unter iZnen die von Friedrich dem Großen der Kaiserin ElisadethPetrowna geschenkte Karo sie aus. Wenn die Zahl der Pgrade-Zuge annähernd dieselbe ist, wie tei der Krönung im Jahre 1856,-so sind allein 188 Fahrpserde erforderlich. Was die Be theiligung der Geistlichkeit an der Krönung betrifft, fo werden zu diefer zwölf Hierarchen der russischen Kirche in Mas kau anwesend sein: die Metropoliten von Nowgorod und. St. Petersburg Jsidor und Kijew Platon ; die Erzbifchöfe von Eherffon, Eholm und Warschau, Kasan, Rl'asan, Tula. Kischinew und Twer, sowie die Bischöfe von Kostroma, Wladimir, Jarosilaw und Wo logda. . Ueber hundert Ornate für die höhere Geistlichkeit, fowie vollständig neue ParadeUniformen sür die Kirchen sänger. Gliedernder Hofkapelle und sämmtliche Ehore sind bestellt worden.
Nur ein unbedeutende? Theil der Gar dctruppen. wie die Compagnien, Escadrons und Batterien werden nach Mo5 kau abgeordnet. Abgesehen von dem Leidgarde sinnlandischen Schü!enbataillon, welches in seinem ganzen Bestände naäi Moskau geht, werden die übrigen russischen Regimenter nur durch Depu tationen vertreten sein. Sämmtliche Adel-marfchälle. Stadthauptmänner der Gouvernementsstädte, sowie Präsidenten der Gouvernements - Landschasl-ämter werden in Moskau erscheinen, außerdem die Deputaten alle? Städte Finnland, Deputationen der Kalmücken, der Kirgi sen u. s. w. Der Mittelpunkt des Handels mit Menschenhaaren ist Pari, wo nach ofstcicllenÄngadcn ein jährlicher Umsatz von etwa 100.000 Kilogramm Haaren statlsindet. Dieses Haar, daö zum größten Theil in Paris selbst verarbeitet wird, stammt theils aus Frankreich, dessen Frauen sich sehr weicher und seiner Haare rühm?n, theils aus Julien,
welches langes schwarzes Haar liefert, theils aus Norddeutschland, von wo die blonden und überhaupt hellen Schatti rungen bezogen werden. OesterreichUngarn und Nußland tragen nur einen geringen Theil zu dem Haarconsum bei. seit etwa zehn Jahren expartirt China, wo Millionen Menschen mit kahl ge schorenem Kopfe einhergehen. greße Quantitäten Haar, da ii.deß nicht seh? geschätzt wird, weil ihm die Vorzüge des europäischen Haares, die Wcircheit,Jein' heit und Geschmeidigkeit, fehlen. Daß auch Haare von Leichen in den Handel kommen, ist ein ziemlich allgemein ver breiteies, aber irriges Vorurtheil. Vorläufig verarbeitet man Menfchenhaare nu? zu Chignons, Locken, Flechten und anderen Zierrathen für Frauenkopfe, sowie zu ganzen Perrücken. Die Franzosen, welche ihren großen Componisten Hector Ber lioz, der nur in Deutschland vollste Anerkennung fand, bei Lebzeiten vernach lässigt hatten, wollen ihm setzt ein Denkmal errichten. In der Kunst der Instrumentation kam er Wagner gleich, während er sür den Gesang weniger lei stete. Ka me e le alöTransportmittel im deutschen Heere dürsten eine Neuerung sein, welche einen etwaigen Krieg Deutschlands mit Bornu oder Darsur, oder ein Eingreisen des Fürsten Bismarck in die abessinischen Wirren be fürchten lassen dürste. Es wurde aber in der That ein derartiger Versuch im Hagenbeck'schen Thierpark zu Hamburg angestellt, und zwar zu Militär-Sani tätszwecken. Diese Uebungen fanden in Gegenwart mehrerer höherer Ossiciere und Stabsärzte statt. Man halte zu diesem Zweck eine 'Tragbahre aus Holzstangen mit Sackleinen angesertigt, welche durch eine Gurtvorrichtung sowohl über einhöckerige Kameele als auch aus zweihöckerige Dromedare gelegt werden kann, um den Transport von zwei und im Nothsall v9n vier Soldaten zu bewerkstelligen. Wo Mangel an Holz und Leinen vorhanden, wird eine solche Tragbahre für die Wüstcnschiffe" aus Gewehren mit über denselon ausgebrei teten Militärmänteln hergestellt. Die Proben, die unter Assistenz vonLazarethgehilfen stattfanden, sielen fehr günstig aus, ebenso eine andere Art solchen Transports, wo eine Tragbar?, wie sie vorstehend beschrieben, zwischen zwei Kameelen angebracht war. Zu diesen. Ex perimenten hatte Herr Hagenbeck IS Kameele zur Verfügung gestellt. Da daö menschliche Haar eine so haltbare Faser besitzt, wie kaum irgend ein anderes Produkt, so hat man den Versuch gemacht, dasselbe auch an derweitig zu verwenden. Auf einer der letzten Versammlungen der britischen Gesellschaft zur Förderung der Wisien. fchoften legte William Domson in Man chcter den Kongreßmitgliedern einige aus Menschenhaaren verfertigte Artikel ror. zum Beispiel einen tucbartigen Stoff, den er Pilot" nannte. Derselbe Herr berichtete auch, daß seine Schwester bcabsichlige, aus 350') Psund Haaren einen seinen und leichten Stoss, ähnlich dem Alpocca, weben zu lassen. Man bat auch übrigens bereits ei'.iche Shawls fadrizirt. bei denen die Ket'e aus Baum wolle, der Schuß aus Menschenhaaren bestand und die außerordentlich leicht, warm und daucrhaft sein sollen. Wer weiß, ob also in Zukunft die Menschen nichr noch denMerinos und andernWolle tragenden Thieren Concurrenz machen werden ! Eine Eorresvand cnz aus Italien fckildert nach unem Schreiben des AetriaObservalo:c:: Prof. Silveflri die gegenwärtigen Eruptionen des Aetna wie folgt: Das Schauipiel. das der Vulkan von Eatania, der 5küs!enstation am Fuße des Aetna, aus darbietet, ist ia dcr That großartig und überwäln gend. In Intervallen von vier bis fünf JJiinuten brodelt aus dem Kralcr eine gigantische Lava-Trombe bcrvor.um mit ohrbetäubcndem Geknatter a:s den Zialid des Kegels zurl!ckjt:fll:n. Wenn der Wind gut stebk, ncrnimmi man das unheimliche Bombardcnlknl bis nach Eatania. Auüer dichten Damvswolken wirst der Berg auch glühende Mitmal proj ciils und einen leichten Aschregen zon phänomenaler, staubartiger Fein Heitaus. Der Krater gleicht bei Nachteine? Niesensackel, die bei klarem Wetter viele Meilen sichtbar ist. Der Lavafluß ist ziemlich bedeutend. Wie eine seurige Schlange ringelt er sich den Kegel hinab. Was die au?geworsenen Minerale an belangt, so sind sie stark von Salpeter säure ongezrisscn. Dagegen herrschen in derAsche Kaltsulphat- und stark glän zende mikrolithijche Kiystallbildungen vor. . ' Lissa. S. März. Das fünfzehnte Pofener Prcviazial ängerfcst wird am 7. und 8. Juli hier abgehalten werden. Am ersten Tage sindet im Saale des Kaiserhofes ein Concert statt, dem sich eine Liedertafel anfchließt, und am zwei ten Tage Generalversammlung, Festzuz und Sommcrfest im Etablissement Wolssruhm-. '
