Indiana Tribüne, Volume 6, Number 181, Indianapolis, Marion County, 20 March 1883 — Page 2

5.

BttDtsttlß WiöUUS. I - - - FSgNch UUd SöNAtsgsausgaY,. " Qsffce: 355 D. Dclaw.rcSir. Indianapolis, Ind., 20. März 1883. Das ösc Hauö. New Orleans erinnert bekanntlich och in rnebrercn seiner Stadttheile daran. daß dieselben von Franzosen gebaut wurden. Die niedrigen in Ziegel-Rol)-bau ausgeführten Hüuser, deren breit überhangende Dächer auch die um das Haus lausende Veranda überschatten, die platten Dächer, auf denen der Staub sich angesammelt und eine grünende und blühende Vegetation erzeugt hat, machen trotz ihrer theilweisen Bau'fälligkeit einen zierlichen, gefälligen Eindruck. Siolz hebt sich von der Nachbarschaft dieser villcnähnlichen Gebäude ein Rieseilbau ab, der ein ganzes Stranenviertel ein nimmt und dessen' fünf Stockwerke das chracteristifche französische Mansarden dach überragt. Das Gebäude ist aus weißem Sandsteine errichtet,und Sculyturen aus demselben Material schmücken die Einfahrt und jede einzelne Fenster. Vor 55 Jahren gehörte dieser Palast etner hochbetaaten Französin, Madame La Laurel.' Sie wohnte im Somnier auf ihrer ausgedehnten Plantage, auf welcher Hunderte von Sklaven für sie arbeiteten. Im Winter nahm sie zahlreiche Sklaven mit nach der Stadt, und in dem beschriebenen Hause an der Noyal Straße entfaltete sich dann eine Pracht, die an eine Hofhaltung erinnerte und selbst in dem damals so glänzenden New Orleans Aussehen erregte. Diese Dame von ehrwürdigem Aussehen war, wie die Sage geht, ein Teufel in Menschengestatt. Ueber die Behandlung, die sie ihren Sklaven angedeihen ließ, werden haarsträubende Einzelheiten berichtet. Im Hofe befindet sich noch heute ein tiefer Brunnen, der sehr kaltes aber übelriechendes Wasser enthält. Es war eine häusig vollzogene Strase, daß die Farbigen, selbst die Kinder, bis an die Lip pen in das kalte und ekelhafte Wasser gehängt wurden. Starb eines dieser unglücklichen Wesen, so wurde ein Gewicht an seinem Halse befestigt, der Strick, der die Leiche hielt, durchschnitten und der Körper sank in die Tiefe. In dem Keller des Hauses hatte jene Iranzösin ein förmliches Burgverließ erbauen lassen. In diesem Verließe peitschte und marterte das höllische Weib namentlich ihre weiblichen Sklaven; den Boden und die Wände bedecken rch derselben Sage noch heute zahlreiche Blutspuren ; so ost sie schon hinweggewaschen wurden, im mer treten sie, wenn die Steine trocken geworden, wieder zu Tage. Eine an dere Folterkammer war unter dem Dache aus starken Balken hergestellt. Hier hat die La Laurel ost die Farbigen mit Händen und Füßen an den Boden genagelt, ihnen die Nägel von den Fingern und die Zunge aus dem Halse gerissen. Endlich kam eine Nacht, in der ein schwarzer Menschenhausen brüllend und Verwünschungen ausstoßend die Royal straße herauszog. Neugierig blickte die La Lamel aus dem Fenster, aber vor ihrem Hause machte der Menschenflrom Halt und ein bundertstimmiger Fluch drang von der Straße zu dem Satan empor. Es gelang dem entsetzlichen Weibe durch eine Hintcrthüre aus d:m Hause zu entkommen und einen Fischer zu sinden, der cs in einem Canoe nach einem Schisse brachte, das zur Abfahrt nach Frankreich bereit lag. Hier ist das entmenschte Weib kurz darauf gestorben. Seitdem steht das Haus öde und verlassen. 'Die städtische Behörde machte vor einiger Zeit den Versuch, dasselbe in eine öffentliche Schule zu verwandeln, aber die Eltern wollten ihren Kindern den Besuch einer in diesem Haus: besindlichen Schule nicht gestatten. Die (5yi!:cfenffrage im Tttden. Von Aufgang bis Niedergang, haben die schlitzäugigen Söhne des Reiches der Mitte sich nur bei Denjenigen eine gewisie Beliebtheit erworben, welche Menschenwerth und Menschenwürde nur nach der Billigkeit der menschlichen Arbeit abschätzen. Am Pacisic will .man das Vernünftige einer Weltordnung nicht begreifen, die 90 Procent der Menschen zu einer möglichst ordinären Lebensweise verdammt, damit das verbleibende Achtel nm rasfinirtesten Luxus schwelgen kann, und am Atlantic macht wanden armen Chinesen das Halten vonOpiumhöhlen und von Spielhöllen gemeinster Gattung zum Vorwurse. Dem Staate Georgia war es vorbehalten, Chinesen zu Märtyrern unserer abendländischen Cultur zu stempeln. In Wayneöboro ließen sich vor sieben Monaten die Chr nesen Tom Loo Chang und Ah Sing nieder. Sie etablirten ein kleinls Ge schäst, in dem sie Fächer, Nippsachen und sonstigen Plunder verlausten. Obgleich kein Geschäft ähnlicher Art in der Stadt existirte, setzten doch alle übrigen Ge schästsleute sofort einen erbitertenKampf gegen das kleine chinesische Geschäft in Scene. Die Tages - Einnahmen reichten kaum aus, neben dem im Ueberflusse vorhandenen Rattenfleische noch sonstige animalische Nahrung zu beschaffen, und da die Zopstragcr ihren Ncis über New York von China bezogen, so gesellte sich zu der Wuth der Fleischer der Ingrimm der Materialwaaren - Händler und Bäcker. Hatte man das Geschäft unbe irrt zu Grunde gehen lassen, so wäre d!? Firma Loo Thong & Co. vor Ablauf ci nes Jahres aus dem Verzeichnisse der Handelsgesellschasten der neuen' Welt verschwunden. Aber diese naturgemäße Entwickelung der Dinge genügte den heißblütigen Herren Südländern nicht. Vor ein paar Monaten sammelte sich ein auS den maskirten vornehmsten und angesehensten Geschäftsleuten der Siadt bestehender Mob vor dem unscheinbaren chinesischen Handelspalaste, demolirte

den Labert und

zerstörte das gerammte Den Kauf und HanWaarenlager delLherren Chong und Sing gclaiia. es, r,:it dpri trierlfilinft't'ien f ht'ii? her Wonj ren in den Taschen nnä) Atlanta zu en!kommen. Die boii, inAngnsta, Savannah und Macon lebenden Chinesen nahinen sich itcr vertriebenen Landslcute an i'.nd richteten rine Eollectiv-Bcschwerde an den chinesischen Gesandten in 2Jashington. Dieser lenkte die Ausmerlsamkeit der Vundc5rcgierunfl auf die Angele ccntit und der Staatsanwalt des Staates Georgia wurde angewiesen, die Sachs vor die in Savannah tagend: Grand'Jurn zn bringen. Letztere stellte achtzehn der angesehensten Äurger von WayneZboro unter Anllaze, und neben der strafrechtlichen Untersuchung bilden jetzt die Schadenersatzansprüche der Chi" nesen den Gegenstand eines Civilpro cesses in der dortigen Stadt. So sehr man den ganzen Vorgang als eine Schande für unsere glorreiche Civilisation bezeichnen muß, so wirkt es doch ge wifsermaßen versöhnend, daß sich die Chinesen bei L'guidirung ihrerAnsprüche als ganz ordinäre Lumpen entpuppt ha ben. Die Firma fordert als solche ei nen Schadenersatz von $10,00;), mäh rcnd Tom Loo Chang und Ah Sing sich in Betreff ihrer angeblichen persönlichen Verluste mit $40,000 resp. $25,000 begnügen ollen. DicAdvokaten der braven Chinesen werden von dem Ge sandten in- Washington bezahlt. Hof fentlich endet die freche Gaunerei mit ei nem Verdicke der Geschworenen, welches den Klägern eine vernünftige Entschädi gung zuspricht, dieselben aber wegen unverschämte? Zuvielforderung in die mehr als dirEntschadigung betragende Halste der Gerichtskosten verurtheilt. NevZlutivNZi liegen. Was der amerikanische MitbewerZ allein noch nicht zu Stande gebracht hat, die Aenderung der englischen LandverHältnisse nämlich, das scheint der Regen schleunigst herbeiführen zu wollen. Auch im Monat Februar hörte er nicht auf, und die imBoden verfaulte Saat konnte daher nicht rechtzeitig durch neue ersetzt werden. Wo immer das Wasser ein Plätzchen findet, da ist es gewiß anzutreffen, und in den vollständig durchnäßten Boden zieht es nicht mehr hinein. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln haben sich die Krankheiten unter den Rindern und Schafen immer weiter verbreitet, weshalb die Viehzucht in diesem Jahre ebenso wenig lohnen wird als der Landbau. Es dämmert unter solchen Umständen den Eigenthümern des Bodens allmälig auf, daß ihre Pächter beim besten Willen nicht im Stande sein werden, Rente zu bezahlen. Die Landagitation, die frühe? von den englischen Blättern stets auf die irische Händelsucht zurückgeführt wurde, taucht jetzt mit aller Macht auch in England und Schottland auf. Sie wird bereits von den Lords selbst beachtet. Denn daß der Bauer die Pacht nicht zahlen kann, muß, wie gesagt, der hochgeborene Herr zugeben. Geld aber muß Letzterer haben, und als Ganzes kann er sein Gut nicht verlausen. Er ist daher bereit, zu den besteruichbaren Bedingungen das Land an Diejeni gen abzutreten, th es bebauen und sich weiter von ihnen ernähren zu laffen. Wie die Lords die Landsrage verstehen, läust sie einfach darauf hinaus,ob sie sich von freien- Bauern oder von Pächtern füttern lassen sollen. Aus diese Weise ist indeffen die Schwierigkeit nicht beizulegen. Diesenigen, welche die Pacht nicht zahlen können, sind offenbar auch nicht im Stande, das Land zu kaufen und indi rect, in der Form von HypothekenzZnsen, dem Lord Tribut zu leisten. Das begrenen die Einsichtsvolleren unter den Lords sehr wohl, und deshalb geben sie allen Unzufriedenen den weifen Rath, nach Amerika oder den Colonien auszu wandern. In Irland z. B. herrscht be ständige Hungersnoth, weil die Pächter, um den in England lebenden Aristokra ten die Rente zahlen zu können, ihr Vieh und Getreide zum großen Theile exportiren müffen. Nun wird nicht etwa vorgeschlagen, daß Vieh und Getreide Denen verbleiben sollen, welche die Thiere gezüchtet und das Korn angebaut haben, sondern es wird behauptet, daß Alle, die daheim nichts zu effen erhalten, ihr Brot anderswo -suchen müßten. Die Besol gung dieses Rathschlages würde die Lords allerdings eine Zeit lang vor Re volutionen retten, aber auch nicht sehr lange. Wenn sie im alten Style fort leben wollen, so müffen die zurückbleibenden Bauern das Geld dazu ausbringi, und einer geringen Anzahl von Ar beitern fällt das offenbar nicht leichter als einer großen. Der englische Pächter, der jetzt durch den amerikanischen Farmer und den Regen in dieselbe Nothlage versetzt ist, wie der irische, kommt nothge drungen zu dem Schlüsse, daßder Boden nicht ertragreich genug ist, um gleichzeitig ihn und den Grundbesitzer zu ernähren. Er beginnt nachzuforschen, auf welche Art und Weise überhaupt die Aristokratie in den Besitz der ehemaligen Gemeindeländer gelangt ist, und da sindet er denn, daß die ErwerdungsMethode durchgängig im frechsten Raube bestand. Ob er sich unter solchen Um standen vertreiben und die Räuber im Lande sitzen laffen, oder ob er nicht eher das umgekehrte Verfahren wühlen wird, das ist die große Frage, welche nicht nur England's Denker beschäftigt. Erinnern muß man sich dabei, daß das englische Volk zwar sehr konservativ und gedul dig ist, aber auch Alles hartnäckig durch setzt, waö es als richtig erkannt hat. Psychologisches Räthsel. Im Gewahrsam zu New York, ihrem Proceß entgegensehend, sitzt Maggie Kepple. die vor wenigen Monaten aus unerklärlichen Gründen die kleine Lizzie Seldens entführte und Tage lang verbarg. Sie ist nicht nur den Aerzten, sondern auch den Wärtern eln Räthsel. Obwohl eine Commission von Sachver-

ständigen sie sür zurechnungösa!:: erklärt

hat, ist sie anscheinend nicht bti vollem . Verstände. Sie scheint an jener Form des Irrsinns zu leiden, den Dr. Spitzka als chronische Manie mit Gedankenverwirrung" bezeichnet, die ohne Einbildung, Hallucination oder Selbsttän schung cxistirt.- -Zunächst ist sie der Kleptomanie oder Stehlsucht in solchem Grade unterworfen, daß sie kürzlich beim Verlassen eines Zimmers, in dem sie mit Dr. Limbridge gesprochen hatte, sogar die Bibel zu entwenden versuchte, die auf dem Tische lag. Als der Arzt sie darauf aufmerksam wachte, daß das Buch nicht ihr gehöre, erwiderte sie beleidigtem Tone, daß sie gerade so viel Anspruch darauf habe, wie irgend Jemand. Die Wärterin sagt, Maggic Kepple ist so zerstreut, daß sie nie weiß, ob sie bereits ihre Mahlzeiten eingenommen oder si5) gewaschen hat. Obwohl sie sich sauber kleidet und auf Reinlichkeit hält, wäscht sie sich doch mitunter mit dem Waffer aus der Taffe, aus der sie trinkt. Dr. London Carter Grcy ist der Ansicht, daß bei Maggie Kepple die Kleptomanie nicht, wie in vielen anderen Fällen, eine selbstständige Kr.anlb.eit ist, sondern nur eines der vielen Symptome einer noch nicht genügend erforschten Geisteskrankheit. Bis zu welchem Grade ihre Ge spräche aus unbewußten Lügen oder verwirrten Aussagen bestehen, läßt sich niemals feststellen, denn einerseits ist sie unzweifelhaft zum Lügen von Hause aus geneigt, andererseits beweist schon die tölpelhafte Manier, mit der sie ihre Lügen vorbringt, daß 'ihr Gedankengang ein ganz confuser ist. Hinsichtlich des Kinderraubes bleibt sie dabei stehen, daß sie das Mädchen aus Mitleid an sich nahm und gut verpflegte, obwohl thatsachlich die kleine Lizie sehr liebevolle, vermögende Eltern hatte, einer solchen Wärterin also sicher nicht bedürfte. Es ist nicht wahrscheinlich, daß Maggie einer Strafanstalt überwiesen werden wird, sondern höchst wahrscheinlich wird man sie in einem Irrenhause unterbringen. In: Z)l fräsen In rasender Eile näherte sich st Nacht-Expreßzug der virginischen Stadt Richmono. Ein Paffagicr des Pull manschen Schlafwagens konnte in seinem Bette den ersehnten Schlaf nicht sinden, stand auf, brannte sich eine Ci garre an und trat in den vordersten Raum des Wagens. . Da sän der Porter, ein riesiger, pechschwarzer Neger, von einer großen Anzahl Schuhe und Stiefeln umgeben, die er so schwarz, wie sich sich selber, aber viel glänzender zu machen . beschäftigt war. Sie haben da noch ein gut vlück Arbeit vor sich redete ihn der Reisende an Nun ja, es geht, aber die geiziaen I lnkccö haben mir doch wieder drei Paar gestohlen." Was ? hier aus dera Wagen gestohlen. das ist doch kanm möglich !" Nun, nicht aus dem Wagen, sondern vielmehr unter die Kopfkissen, oder in iüre Handkoffer, oder sonst wohin versteckt, wo ich sie nicht finden kann. Die unkces denken. wenn ich ihnen die Stiefeln nicht wichse, so brauchen sie mir auch sein Trinkgeld zu geben." .Abcr woher wissen Sie, daß cc ::ide ?)ankcc? sy . die ihre Stiefln es Jtne'n versteh ? Ganz einfach, weil ein anftändrezis Mensch so etwas nicht thut. Cin Rcisender, der im Süden zu Hause ist, benimmt sich immer anständig nnd nobel, und die Leute, de unsercinen um sein sauerverdientes Geld bringen, kommen alle aus den Ncuengland-Staaten." Aber wenn Sie ihnen die Stiefeln nicht putzen, können Sie doch nickt gut sagen, daß Sie um Ihr sauer verdientes Geld betrogen würden." Aber wir- sind doch auf diesen Verdienst und auf die Trinkgelder angewiesen. Die Compagnie zahlt uns monatlich $25. Davon kann doch ein Christenmensch, der Frau und Kinder hat, nicht leben." Da betragen wohl die Trinkgelder mehr, als der Lohn?" DaS will ich meinen ; ich mache meine $75 bis $100 monatlich. Es ist aber auch eine harte Arbeit, sage ich Ihnen. Heute Abend erst habe ich einem Passagier, der seine 280 Pfund wog, in eines der oberen Betten aehol fen. Das ist härter, als wenn man an der Levee in St. Louis Zuckerfässer einladet. Bei dem Dicken von heute Abend konnte ich aber wenigstens gehörig zu greifen. Mitunter können auch dicke Damen blos obere Betten crhal ten, da soll man denn auch helfen und darf kaum ordentlich anfaffen. yeule geh! es ungewöhnlich ruhig zu, aber in anderen Nächten schreit es bald aus dem einen Bette: Porler, es ist zu heiß," und aus dem anderen Bette: Por!er, es ist unerträglich kalt, legen Sie nach." Da muß man sich denn zu helfen wiffen ; ich' klappere am Ofen herum und rufe in das eine Bett: Ich habe die Osenthüre aufgemacht, meine Gnädige, es wird gleich kühler werden," und in das andere Bett: Ich habe gründlich nachgeheizt." Es sind nämlich immer Damen, die so tribuliren. Gestern hatte ich einen förmlichen Aufruhr in der Car. Da schnarchte ein Passagier so fürchterlich, daß er selbst den W:ggins'schen Sturm übertönt haben würde. Von allen Seiten schrie cs : Porter, Porter, wecken Sie den Herrn, wir können nicht schlafen." Nun wußte aber wahrschem lich der Reisende, daß er so entsetzlich zu schnarchen pflege und hatte mir, als er sich zur Ruhe begab, einen halben Dol lar in die Hand gedrückt, natürlich, da mit ich ihn nicht wecken sollte. Was sollte ich nun machen ? Zum Glück er wachte der edle Mann durch den Larm der übrigen Passagiere." Welche Rei senden geben die besten Trinkgelder?" - Nun, wie gesagt, die Südländer sind immer anständig, nur die Politiker den ken, weil sie auf Freipässe reisen, brau chen sie auch keine Trinkgelder zu bezad len. Alleinreisende Damen sind meist knickerig, nur Schauspielerinnen sind no bei. Geschäftsreisende haben ihren fe sten Satz, aber die liebsten Paffagiere sind mir Leute, die sich auf der Hoch zeitsreise befinden. Leben sie noch in der ersten Woche ihrer jungen Ehe. so

giebt der Mann meist $5,00, in der I

zweiten 'oche $:;.00. Ha vor kürzlich verhcirathctcn Ehcleuten habe ich die größte Achtung, und doch kann man nicht viel sür dieselben thun, denn sie kümmern sich blos um sich selber und haben gar keine Bedürfnisse. Aber ich habe cs beschrieen, da rüst es. Sie sind doch so gut und vergreifen sich während meiner Abwesenheit nicht etwa an meinem Schuhzeuge ! So, da war es wie der einmal Einer zu warm da drinnen." Aber, lieber Porter, wie kamen Sie dazu, mir zu sagen, ich solle mich nicht an Ihren Schuhen und Stiefeln dergreifen ? Ja, sehen Sie, das war eine verwünschte Geschichte. Vor ein paar Wochen erwies mir auch ein Pas sagicr die Ehre, ein halbes Stündchen mit mir zu verplaudern. Ich wurde ebenfalls in den Wagen gerufen und hatte dort längere Zeit zu thun. Während meiner Abwesenheit hatte der Fremde die mit Kreide geschriebenen Zahlen auf den Sohlen der Schuhe und Stiefeln ausgewischt und andere darauf geschrieben. Ich merkte nichts und stellte, wie ich mit Wichsen fertig war, die Fußbekleidungen den Nummern entsprechend vor .die Betten. Das gab einen Heidenspectakel am andern Mor gen, doch lief die Geschichte noch besser ab, als ich anfanglich fürchtete. Vor das Bett einer jungen reizenden Dame aus St. Louis hatte ich die Schuhe einer älteren Dame auJ Chicago gestellt. Die erstere bat mir schön den Marsch ge macht, sie hatte Thränen in den Augen und sagte, das sei der größte Insult, der ihr je vorgekommen, daß man ihr so große Füße zutraue." Abnahme dr inwanderung. Wie die National Steamship & Nailway Gazette" meldet, ist der Absatz von hierzulande ausqcstelltcn Emigrantenticketö in diesem J-ahre sehr gering. Berichte aus allen Theilen .des Westens lassen erkennen, daß die Einwanderung bedeutend abnehmen wird. Hierfür giebt es viele Gründe. Der harte Winter ist namentlich für die neuen Ansiedler sehr kostspielig gewesen, sodaß sie in vielen Fällen ihre Angehörigen nicht nachkammen lassen können. Durch die Schlie ßunz vieler Fabriken sind die Arbeiter cntmutbigt worden, und da im laufenden Jahre 50 Procent weniger Eisenbahnen gebaut werden dürsten als in 1882 und 1881, fo ist das Angebot von Arbeitskräften thatsächlich mehr als hinlänglich. Ferne? sind die UnterhaltZkosten bedeutend gestiegen, die Löhne aber haben eher eine sinkende Tendenz. Um unter diesen entmuthigendcn Verhältnissen die Einwanderung künstlich zu stimuliren, setzten sowohl die englischen Dampferals auch die inländischen EisenbahnLinien die Preise wesentlich herunter, aber der erwartete Ersolg blieb aus. E gilt als ausgemacht, daß die westlichen Bahnen Heuer 40 Procent weniger Eml grantentickets verkaufen werden, als im vorigen Jabre. Nur von Seiten der Deutschen ist eine ncnnenswerthe Nachfrage nach vorausbezahlten Tickets zu verzeichnen. , Skandinavier, rlander und Engländer haben bis jetzt nur sehr wenige gekauft. In einem der lentcn Jahre sind dreizehn Millionen echte" Havan nay-Clgarren mehr auf Cuba exportirk worden, als sich aus dem dort gezogenen Tabak überhaupt herite!lcnlicßin. Bom Zn'anVe. s or y? i r z c m wanderteein innaer Deutscher ans Weslvbalen bier ein und ließ sich in Philadelphia nieder. Es ging ihm gut und er schrieb einen Bries in die alte Heimaih, in dem er Amerika piies und dabei einige Seitenhiebe aus die Verhältnisse in Deutsch land anbrachte. Dieser Tage erhielt derselbe folgenden Bries, der die Naivität mancher Leute in Deutschland erbau lich lennzelchnet : Schalke, den 2. Febr. '83. Lieber Bruder! Dein Schreiben ist bei Ewald Ditt mar angekommen, der es die Polizei hat lesen laffen. Als der Vater aus der Fabrik von der Arbeit kam, klopsten ihm Polizist Ketung und Gensdarm Stägemann auf die Schulter mit den Worten : Faßbender,. erlauben Sie eine Weile. Ihrem Sohne Joskph geht es ja gut in Amerika, Dabei hat er Kaiser und Vaterland verachtet und die Polizei geschändet. Jetzt wollen wir ihn in kurzer Zeit hier sprechen, denn wir haben die Adresse von ihm und wollen (einer Vaterlandsstörung (sie !) ein Ende machen. Lieber Bruder! Sie sind jrtzt hinter Dir, um Dich zu greifen; suche Dir eine andere Hecmath aus u.id sÄre!d an keinen Anderen einen Brief nuhr, als an Deine Eltern, die sich um Dich schwer kümmern und betrüben. .Wir rathen Dir gut, ziehe von bannen ; vor Deiner Abreise aber schreibe uns noch einen Bries; unterstehe Dich nicht noch ein mal, an Andere zu schreiben! Verweile nicht lange, indem Du jetzt in Amerika überrascht werden könntest ; das ist aber Deine eigene Schuld durch Dein Schrei ben an Ändere. Lasse keinen Menschen wissen, wo Du später bist, nur Deine Eltern, denn die Anderen dürfen es nicht merken," "Belle Ion es, 1 Jahre alt, besuchte bis voriae Woche die Hochschule in Flushing. N. I , bis sie am Freitage aus solcher blaß und angegriffen nach Hause kam und ibren Eltern erzählte, daß die Lehrerin, Frl. Mary Johnson, sie gezwungen habe, zur Strafe 140 Mal die Treppedes Schulgebaudes ohne Rast auf und ab zu gehen. Belle Jones foll nämlich beim Herabsteigen der Treppe zu viel Geräusch gemacht haben, und die " ar i w , M L Lehrerin wollte sie auf dle)e zeile oaran gewöhnen, leiser aufzutreten. Die Leh rerin behauptet, die auferlegte Strafe habe nicht aus 140, sondern blos aus 54 Roundtouren treppauf und treppab bestanden. Eines ist sicher, daß Belle in Folge der Anstrengung krank darnieder liegt, daß ihre Eltern eine Klage beim Schulrath eingebracht haben und einen Prozeß gegen die Lehrerin anzustrengen beabsichtigen.

Ein harmloser alter Mann in Sommerville, O., diente seit Wochen den Stammgästen der Wirthschast, die, er allabendlich zu besuchen pflegte, inso fern zur Zielscheibe ihres faden Witzes, daß diese ihm eingeredet hatten, ein ebenfalls harmloser Farbiger des Städt chens habe es auf sein Leben abgesehen. An einem der letzten Abende hatten es die witzigen Burschen so weit getrieben, daß der Alte mehrere jüngere Bekannte ersuchte, ihn auf dem Heimwege zu be gleiten. Unterwegs sprang ein junger Kerl, der sich das Gesicht gefärbt und vorausgefchlichen hatte, aus einer Alley auf den Alten zu und hielt ihm ein Ding unter die Nase, das wie ein Re volver aussah. Der alte Mann stürzte vor Schreck todt zu Boden. Der unter der Anklage deö Mordes in dem.Gesangniffe zu McKeesPort, Pa., internirte Charles Hanse.r erkrankte dieser Tage so heftig, daß die Gefangnißbeamten und seine an sein Bett gerufene Familie fein Ende stünd lich erwarteten. Am nächsten Morgen war er denn auch in der That abgefah ren, aber nicht in eine deffere Welt, son dern in die Freiheit des irdischen Jam merthals, in die er sich durch eine simu lirte Krankheit den Weg gebahnt hatte. Im Jahre 1875 schoß R a mey Thomas in Nashville, Tenn., den Joseph Deal, Clerk im dortigen Max well Hotel nieder, weil dieser scineBraut gröblich insultirt hatte. Thomas wurde zu 21 Jahren Zuchthaus verurtheilt, diese Strafe wurde jedoch von dem Gouverneur Porter auf 10 Jahre ermä ßigt und dieser Tage wurde Thomas wegen seiner vortrefflichen Führung in der Strafanstalt völlig begnadigt. Seine Braut hat ihm die Treue gewahrt und in den nächsten Tagen wird die Hochzeit stattfinden. Eine arme Frau in Boston suchte neulich um öffentliche' Unter stützung nach. Ein Clerk nahm' ihr Gesuch zu Protokoll und legte der Bittstel lerin hierbei die in den Formularen vor geschriebenen Fragen vor. Die Frau gab die erforderliche Auskunst, als aber der Beamte an die Frage nach ihrem Alter kam, äußerte sie erregt : Muß ich auch diese Frage beantworten?" Gewiß, sagte der Beamte das Gesetz schreibt es so vor." Dann verzichte ich lieber auf jede Unterstützung" rief empört die alte Schachtel und verließ das Bureau. In Philadelphia ist ein Mann seit 35 Jahren Tag für Tag als Schuhputzer thätig. Die Tüchtigkeit 'in seinem Geschaste, die er durch lange Erfahrung gewonnen hat, lohnte sich nicht, und die Concurrenz vieler jugendlicher College brachten sein Geschäft zu Falle. Er hatte nichts mehr zu brocken und zu beißen und sprang, nachdem er die letzte Wichse verwichst hatte, in den Dclaware, an dem bekanntlich die Stadt der Bru derliebe wenigstens indirect liegt. Den Kasten mit den Bürsten hatte er auf dem Buckel und an dem Riemen desselben zog ihn ein hartherziger Fischer aus der Fluth. Ich sollte Ihnen grollen sagte der Schuhputzer, aber ich danke Ihnen doch, denn ich hatte bei meinem voreiligen Beginnen nicht daran gedacht, daß cs in der andern Welt gar keine Stieseln zu putzen giebt."

In New B ork ist der bekannte Gen. Stone, bisher ein Osficier in der egyptischen Armee, angekommen. Er weiß viel von seinen Bemühungen, die EgYPter zu guten Soldaten zu machen, zuerzählen, läßt aber den Punkt, weöhalb fie so leicht geschlagen wurden, un erklärt. Gen. Stone ist ein Amerikaner und diente während deö letzten Krieges in der UnionsArmee. DerdemokratischeGa.uverneur Jreland von Texas bat durch die Ernennung eines hervorragenden deutschen Republikaners, des Dr. Hadra in San Antonio, zum Mitglied der Regen tenbehörde der Universität von Texas" das gesammte Deutschthum jenes Staates angenehm überrascht, denn Dr. Ha dra steht als Mann der Wissenschaft auch bei den dortigen deutschen Demokraten in hohem Ansehen. Die Stadt Lincoln, der Hauptort des County Logan, im mittleren Illinois, war auf Grund des heillofen local Option law bis jetzt bald unter der Fuchtel der Temperenzler, bald unter der Regierung vernünftigerer Leute, je nachdem die städtischen Wahlen aussielen. Bis auf Weiteres hat man jetzt dort vor dem ProhibitionistenPacke wieder Ruhe. Die soeben been dete Stadtwah! endete nämlick damit, daß mit großer Mehrheit der MayorsKandidat der Licenzpartei" gewählt ward und drei der vom Volke zu be setzenden vier Stadtrathöstellen ebenfalls mit Anhängern der Licenzpartei besitzt vurden. Unrn ustand. Am 28. Februar verfloß der zweihundertste Geburtstag eines Mannes der Wissenschast, der inDeutsch land zu den populärsten gehört, trotzdem er nicht einmal-ein Deutscher ist : Reaumur, der Eintheile? des nach ihm ge nannten Thermometers. Gerade bei diesem physikalischen Meßinstrument zeigt sich bekanntlich die Vorliebe aller Nationen für das Fremde. Denn die Engländer nahmen die ThermometerEinteilung desDeutschenFahrenheit, die Franzosen die des Schweden Celsius und die Deutschen die des Franzosen Reau mur. Allerdings sind die Skalen Iahrenheits und Reaumurs durch die hun derttheilige Skala, bcsonderS'in der missenschastlichen Welt, fast ganz verdrängt, aber das Publikum schwitzt und sricrt für gewöhnlich nach der acytziggradigen Skala von Reaumur und kennt nur dieses Thermometer. Wo die höhere Bildung noch nicht ganz zum Durchbruch gekommen ist, nennt man den Mann auch germanisirtRaumer. Rene Antoine Ferchault de Reaumur wurde in La Rochelle - geboren, studirte erst die Rechte, später Mathematik und Physik, ging 1703 nach Paris, wo er Mitglied der Akademie wurde, und starb am 17. Oktober 1757 auf seinem Landgute Vermoudiere. Er beschäftigte sich jahrelang

mit Verfuchcn zur Nachahmung des ja

vancsischen Porzellans, welche ihm zwar nicht gelangen, woiicl er aber die nach ihm benannte GlöZart (Rcaumur'fcheL Porzellan) entdeckte. Er sand ferner ein Sviritus'Thermomtter und theilte das Quecksilber Thermometer in die bekannten 80 Grade. Er schrieb eine Anzahl naturwissenschaftlicher Werke, welche in Paris und Amsterdam crschienen.' Das deutsche Reich hat etwa 21 Millionen Mark zum Bau kcr Gotthardbahn beigetragen ; kaum ist die neue V?r'lndung mit Italien dem Äerkehr ülcrgeben, so möchten verschle dcne Jnteiessentengruppen dieBenutzung derselben verhindern. Zunächst fühl ten sich die süd' und mitteldeutschen Gemüsebauer öurch die Einsuhr ita lienischen Blumenkohls benachtheiligt, jetzt .treten die schlesischen Gärtner auf und verlangen Schutz vor den italienischen Blumen. So wollen z. B. die Areslauer Gärtner eine Petition an den Reichskanzler senden, in welcher sie um Einsührung eines Schutzzolles auf die Einfuhr abgeschnittener Blumtn, Zweige und Blätter bitten. Der Görlitzer Gärtner-Verein will alle ausländischen Gartenprodukte besteuert wiffen, um die füc Gemüse und Blumen nach Italien wandernden Millionen (!) im Lande zu behalten. O e st e r r e i ch unterhält 70 landwirthschaftliche Schulen,welche von 2200 Studenten besucht werden, ebenso 17 Abendschulen mit 5500 Schülern, in denen ebenfalls landwirthschaftliche Ge genstände gelehrt werden; Frankreich hat 43 landwirthschaftliche Schulen, mit einer Schülcrzahl von je 3040. Die französische Regierung trägt alle Unter haltungskssten der Schüler und versieht dieselben obendrein noch vrM jährlich 70 Francs für Kleidung. Deutschland be sitzt mehr als 150 Schulen mit aus schließlich landwirtschaftlichen Lehrsä chern, die sich alle einer großen Schülerzahl erfreuen. Die Ankunft des Gene, ral Kaehler aus Konstantinopel wird in Berlin Anfangs d. M. erfolgen. Vor läufig begleiten ihn dahin nur sieben türkische Mulazims (Unterlicutenants), unter denen alle Waffen vertreten sind. Ob eine größere Anzahl nachfolgt, hängt von verschiedenen Bedingungen ab, über welche Kaehler Pascha in Berlin unterhandeln wird. Für die jungen Ossiziere ist ein Ausenthalt in Deutschland von 2 Jahren in Aussicht genommen. Sie sollen im ersten Jahre bei den Truppen Dienst thun und dabei die deutsche Sprache sich zu eigen machen, um im zweiten und dritten Jahre den Vortrugen auf der Kriegs-Akademie folgen zn können. Der Padischah läßt die Entsendung eines seiner Paschas nach Ber lin nicht vorübergehen, ohne dem deutschen Kaiser ein neues Zeichen seiner be sonderen Verehrung zu geben. General Kaehler ist demnach beauftragt, eine Sammlung vorzüglicher Ansichten aller Theile des malerischen Bosporus-Ge-stadcs als Geschenk des Sultans zu überbringen. In der Nähe de s köni g lichen Schlosses Laeken bei Brüssel sand am 26. Februar eine mysteriöse Dyna mit'Explosion statt. Es wurden zwei Männer verhastet, von denen der eine tödtlich verwundet war. In dem Ver höre wurde festgestellt, daß dieselbenCyvat und Metayer heißen, und beide wegen Theilnahme an den Unruhen in Mon ceau-lcsmines verurtheilt worden sind. Dem Eloile belge zufolge hat Metayer Geständnisse gemacht, welche der Affaire eine erhöhte Bedeutung beilegen. Die Geständnisse desselben sollen zur Beschlagnahme compromittirender Schrift stücke nd aus die Spuren eines revolutionären Complottes geführt haben. Weshalb in Belgien Verschwörer mit Dynamitbomben in der Tasche umherlaufen, ist auch nicht recht klar. Ucbri' gens wird auch aus Spanien gemeldet, in Andalusien sei man anarchistischen Gesellschaften mit einer sehr erdeblichen Mitgliederzahl auf die Spur gekommen, ferner feien Waffendevots ausgefundrn worden, man habe gegen 360 Verhaf tungen vorgenommen. Gegen Ende April s o U len jetzt auch die französischen Kronju welen verkauft werd'en. Unter den Ju welen befinden sich viele, welche einen großen Kunftwerth besitzen und von hohem, historischem Interesse sin). Diesel ben werden als ausschUeßliches Natio naleigcntbum aufbewahrt werden. Unter diesen befindet sich de? berühmte Re gent"Diamant, den der Herzog Philipp von Orleans von dem englischen Gou verneur von Madras, William Pitt,um die Summe von 137.500 Pf. St. ge kaust hatte ; das Staatsschwert aus dem Jahre 1824; die Diamanten des Cardi nal Mazarin, welche der große Minister seinem Monarchen, dem König Ludwig XV. schenkte, und die derselbe in seine Krone einsetzen ließ; ferner eine Uhr, das Geschenk des Be') von Algier an Ludwig ÄIV. u. a. m. Dem Journal of Science zufolge befitzt ein Herr Roujon in Cler-mont-Ferrand einen Hund (Setter), der allmälig so weit gebracht worden t, daß er das Wort Manan- ganz deutlich ausspricht. Um ihn zum Sprechen zu bringen, müffe man dem Hunde ein Stück Brod oder Fleisch vorzeigen und dabei das Wort vorsprechen. Sieht der Hund cin, daß er den Leckerbiffen sonst nicht bekommt, so entschließt er sich endlich, die gewünschten Laute von sich zu geben. (??) Bringt sein Herr von der Jagd Wild nach Hause, so läust der 5)und von selbst nach der Küche, holt ein Meffer und bringt es der Hausfrau, in dem er zugleich seinen Wortschatz auö kramt. Derselbe Herr Roujon will mehrere Hunde gekannt haben, die d5 Wort Non" ganz deutlich aussprachen und er glaubt, daß man eö tnü Fleiß und Ausdauer auf diesem Wege zu er staunlichen Resultaten bringen werde.. Ba mberg, 27. Febr. Die mecha' nische Baumwoll'pinnerei und Weberei feiert in diesem Sommer ihr 25jährige3 Bestehen, zugleich auch der Direktor Hummer sein S5jähriges Direktorial itbiläum.