Indiana Tribüne, Volume 6, Number 180, Indianapolis, Marion County, 19 March 1883 — Page 2
Zndiana Hriöi'me.i
ZägttcJe- und HonntaqsausgaL. Ctffte: ttSS DelawareTtr. Indianapolis, Ind., 10. März 18S3. Kragen nnv Manschetten. Eine Correspondenz aus T?oy, deren wesentlichen Inhalt wir seiner Zeit mitgetheilt haben, schilderte die Verhält, nisse der Arbeiterinnen in den dortigen Kragen und Manschetten - Fabriken. Der Verfasser scheint diese Verhältnisse in einem allzu rosigen Lichte dargestellt zu haben, und von genannter Stadt aus wird jetzt vielfach versichert, daß die Lage der Fabrikmädchen in jenen Etablisse ments keineswegs besser, sondern im günstigerist, als in anderen Fabriken. Äiele dieser Mädchen sind von Berichterstattern verschiedener Zeitungen be fragt worden, und die Angaben dersel den lassen sich in der. Auskunst zusammenfassen, welche eine der Arbeiterinnen ertheilt hat : .Zahlreich sind die Mißflände, über welche wir un3 bei langer und .harter Arbeit und-spärlichen Bezahlung vergeblich beklagen; aber deuten Sie mit sei nem Worte an, daß ich unbedeutende Person gegen einen Herrn von der Zei tung geplaudert habe. Ich würde ent lassen werden, würde nur schwer, vielleicht gar nicht in einer anderen Fabrik wieder Arbeit finden und von meinem Verdienste muß ich nicht nur mich, fondern auch meine gute Mutter, eine kränkliche Wittwe, ernähren. In cini gen der hiesigen Fabriken müssen die Mädchen jeden Fetzen, den sie aus dem Leibe tragen, von den Fabrikbesitzern, die gleichzeitig AuZschnittgeschäste betreiben, kaufen und die Stosse wesentlich theurer bezahlen, als wir sie aus anderen Ge schäften der Stadt beziehen könnten. Leider sind eS selbst Arbeiterinnen, wel che die anderen in dieser Beziehung con troliren; die Aujseherinnen haben scharfe Augen und sehen im Augenblicke, ob der Stoff zu einem Kleide, ja selbst zu einer Schürze, aus dem Laden des Arbeitge berS herrührt oder nicht; ist letzteres der Fall, dann kann sich die rebellische Ar beiterin nur aus eine ungünstige Veurtheilung der an die Ausseherin abzuliesernden fertigen Arbeit, auf Zuweisung möglichst schlecht lohnender Arbeit und ! schließlich auf Entlassung gefaßt machen. I Diese Aufseherinnen sind überhaupt meist ältliche, verdiene und egoistische Perso nen, die durch Benachtheiligung der Ardeiterinnen Gunst bei den .Herxtn" und ihren eigenen Vortheil suchen. So wird z. B. die Arbeit in Paque ten zu je zwei Dutzend Kragen oder Manschetten ausgegeben. Wehe dem Mädchen, daS in seinem Dränge, recht schnell an die Arbeit zu kommen und viel zu verdienen, das Nachzählen der ihr ' übergebenen Stücke unterläßt; häufig hat es. 2 oder auch 3 Stücke zu wenig er halten, diese ihm alsdann bei der Ablie ferung der Arbeit fehlenden Stücke werden al3 von ihm verdorben angesehen, ihm mit je 10 Cents berechnet und dieser Betrag wird von dem Lohne abgezogen. Der Zwirn, den wir in der Fabrik selbst kaufen müssen wird uns mit 50 Cents für die Spuhle erster, und 25 Cents für die Spuhle zweiter Qualität berechnet; ein Mädchen verbraucht durchschnittlich in der Woche zwei Spuhlen von jeder Sorte Zwirn; sonach muß jedes Mädchen für Zwirn wöchentlich 30 Cents mehr ausgeben, als wenn es ihn in anderen Geschäften kaufen könnte. Bei 400 Arbeiterinnen entspricht dies für die Fabrik einem Prosit von 5120.00 wöchentlich oder $G,2i0.00 jährlich. Dabei ist noch nicht gerechnet, daß der Profit der Fabrikanten an dem Zwirn noch wesentlich höher ist, denn dieselben kaufen solchen im Großen ein und die übrigen Geschäfte verkaufen den Zwirn doch auch nicht ohne Nutzen. Der Ver dienst an den Kleidern und an dem Zwirn, sowie an den den Arbeiterinnen zu wenig übergebenen Kragen undMan schetten,ist nicht die einzige ungerechte Bereicherung der Fabrikanten und der Ausseher, unter welcher die Mädchen zu leiden haben. Die Arbeitsräume, in denen die Näh-Maschinen stehen, müssen natürlich rein gehalten werden, und gern würden dies die Mädchen nach Schluß der Arbeitszeit besorgen; sie dürfen e3 aber nicht thun, sondern müssen wö chentlich von ihrem Lohne 5 Cents bei steuern, und von dem sich hieraus crge benlen Gesammtbetrage bleibt nach Be zshlung der Person, die das Äeinigen versieht, für den Fabrikanten wieder ein hübscher Nutzen. Für eine Nähmaschine kann wöchentlich für mehr als 2 Cents Oel unter allen Umständen nicht ver braucht werden, die Mädchen haben aber wöchentlich 5 Cents für solches zu bezahlen ; dasselbe gilt von der Seife,die eben falls mit 5 Cents pro Woche veran schlagt wird. Viele Mädchen wohnen weit entfernt . von den Fabriken in Stadttheilen, in denen der Hauszins am billigsten ist ; ihr Verdienst gestattet ihnen auch bei dem schlechtesten Wetter nicht, die Stra ßenbahn zu benutzen, sie müssen sich der Kälte, dem Regen und Schnee aussetzen, aber ihre Arbeitgeber verkümmern Zihnen den spärlichen Lohn um einen Be trag allwöchentlich, für den sie, um nur dies eine anzuführen, täglich auf der Straßenbahn fahren könnten." Auch mehrere Fabrikbesitzer sprachen sich über die ihnen gemachten Vorwürfe aus. Früher hätten die Fabriken den Zwirn unentgeltlich geliefert, da sei aber furchtbar gestohlen worden; als die Fabrikmädchen sich den Zwirn kauften, wo sie wollten, hätten sie die schlechtesten Zwirnsorten gekaust; der Profit, der jetzt am Zwirn gemacht werde, würde von den einzelnen Arbeiterinnen nicht gefühlt; die gleichmäßige Reinigung der Fabrikräume durch eine hierzu angestellte Person sei im Jnteresie der Ordnung nothwendig, die Fabrik müsse darauf se hen, daß für die Maschinen nur daS beste Schmieröl verwendet werde.
Der Dampferverkehr der Zukunft. Als kürzlich die Aunima", die neueste Erwerbung der CunardLinie, am Ckysc von Stapel lief, machte der Erbauer derselben, Herr James R. Thomson, einige Bemerkungen über, die Zukunft der Dämvfsüisfabrt: Nicht die Befol
gung neuer, sondern die rationellere Beobachtung bekannter Grundsätze wird die Dampfschisfahrt umgestalten. Alle für den transatlantischen Verkehr be stimmten Dampfer werden fortan zwei Schrauben, statt einer besitzen. Ihre Geschwindigkeit wird sich von 14 bis 18 auf mindesten? 20 Knoten in der Stunde steigern. Passagier- und Frachtbesörde rung wird in getrennten Schiffen stattfinden. Großen Fährbooten, gleich werden die Passagierdampfer keine Zeit mit dem Ein- und Ausladen von Fracht verlieren, sondern nach kurzem Ausenthalte in den Häfen die neue Reise antreten. Die Pasiagierdampfer der Zukunft werden weder Masten noch Segel führen, sondern an Stelle derselben AushilssMaschinen für den Nothfall im Raume bergen. Zwar.zig' Knoten in der Stunde werden bis zur Erfindung und Einsühcung radicaler Veränderungen im Bau der Schiffe und in der Construction der Maschinerie das Maximum der zu erreichenden Geschwindigkeit bilden. Größere Sicherheit des Schiffsverkehrs muß durch einen internationalen Vertrag erreicht werden, welcher den Signaldienst und die Vorschriften in Betreff der Steuerung bei nebeligem Wettir regelt. Die Reisen über den Ocean sind noch heute viel gefahrvoller, als sie bei Beobachtung aller der Sicherheitsmaßregeln, die uns Wisienschast und Erfahrung an die Hand geben, sein dürften." Gilt grokhtrzigts Monopol. Wenn irgend etwas unbestreitbar ist, so ist es der Satz, daß das Indianer territorium den darauf wohnenden Nationen gehört. Durch unzählige Verträge und Gesetze ist ihnen der Besitz so absolut verbürgt worden, wie nur je einem Ansiedler das Recht auf eine testimmte Fläche Landes. Wiederholt, und bis in die jüngste Zeit hinein, haben die Bundesbehörden anerkannt, daß weder sie selbst, noch einzelne Bürger irgend welche Ansprüche auf den Boden zu erheben berechtigt sind, der jenen In dianern zugesichert worden ist. Eindringlinge wurden von der Regierung mit Waffengewalt vertrieben und als gesetzlose Vagabunden behandelt. An dem Rkchtstitel der Rothhäute ist somit gar nicht zu zweifeln. Doch die Indianer haben vor der Hand mehr Boden, als sie verwerthen können, und da sie im Uebrigen sehr arm sind, so vermiethen sie einen Theil desselben an weiße Heerdenbesitzer. Ihre Forderung ist sehr "bescheiden, denn sür 300.000 weidende Rinder empfangen sie nur $41,000 jährlich oder weniger als 15 Cents auf das Stück. So viel kann und sollte sicherlich Jeder bezahlen, der für seine Rinder gutes Gras und frische Wasser sucht,und in der That haben auch siebenzehn Gesellschaften Miethsverträge mit den Weideöesitzern abgeschlossen. Den Cherokesen und Creeks namentlich werden diese Weideländereien abgepachtet, und diese Nationen können dasGeld sehr gut gebrauchen, da sie eben mit der Errichtung von Schulen beschäftigt sind. Auch die Standard Oil Co., die ihre Millionen in dem von ihr gänzlich beherrschtenGeschäste nicht mehr verwerthen kann, betreibt im Westen btc Viehzucht im großen Maßstabe. Sie hat riesige Heerden, die sie auf guten Weiden un terbringen will, und da die besten im Gebiete der Cherokesen und Creeks gelegen sind, so ist es selbstverständlich, daß die Rinder der Standard Oil Company keine anderen haben dürfen. Aber über die Formalität, die Erlaubniß der Besitzer einzuholen oder denselben gar eine Entschädigung zu zahlen, ist einMonopol natürlich hinaus, dem selbst die Eisenbahnen gehorchen müssen, von Geseh gebern und Richtern ganz zu schweigen. Nachdem sich die Standard Oil Comp. davon überzeugt hatte, daß die Ländereien der Indianer sür ihre Zwecke thatsächlich am besten geeignet seien, belegte sie dieselben einfach mit Beschlag und zogDrahtzäune selbst um solche Strecken, die von anderen Gesellschaften gepachtet worden waren. Eine Gesellschaft, die nach den niedrigsten Schätzungen 60 Millionen Dollars im Vermögen hat und jährlich bis an die 20 Millionen .verdient, stiehlt das Futter für ihre 5kühe von armen Indianern ! Sie thut das, weil sie die Macht dazu zu haben glaubt und sich längst daran gewöhnt hat, die Rechte der weißen Bürger dieses Landes mit Füßen zu treten. Soll sie vielleicht rücksichtsvoller gegen Rothhäute sein ? Ihr Eigenthum muß überall geschützt werden, aber nirgends zahlt sie Steuern. -Was sie braucht oder wünscht, nimmt sie, während nicht einmal die Regierung Eigenthum ohne Weiteres mit Beschlag belegen darf. Für Privatzwecke reißt diese Gesellschaft das Besitzthum Anderer gewaltsam an sich, und doch wird wohl jeder der Millionäre, aus denen sie besteht, ein grimmiger Feind des Theilens" fein. Ihr Motto lautet vermuthlich: Diebstahl ist Eigenthum. Ferry. Wie eö scheint, hatte der letzte MiNisterwechsel in Frankreich wirklich etwas mehr zu bedeuten, als irgend ein frühe rer. Zum ersten Male feit dem Bestehen der dritten Republik giebt es jetzt ein Cabinet, das sich auf eine nach Grundsätzen gebildete Mehrheit stützen kann. Ferry war allerdings schon ein mal (1880 81) in ähnlicher Lage, aber damals hatte noch Gambetta einen so unbezwingbaren Einfluß, daß eine große Rede von ihm genügte, um selbst das beliebtestrMinisterium zu stürzen. Somit war auch Ferry von Gambetta ab.hängig, und als er diesem nicht mehr gesiel, mutzte er gehen. Nachdem sich der große Dictator selbst abgenutzt hatte.
jiDwannc oie ararner nin ru yi, im Gruppen befehdeten ohne recht zu wissen, warum; immer rascher folgten die Cabinetswechsel auseinander, und endlich wurde ein haltloses FerienMinisterium gebildet. Gambetta starb, Duclerc ging, Fallicres scheiterte schon im Beginn seine? Lausbahn an dem Ausnahmegesetze geaen die Thronbewerbet", und die Verwirrung stieg so hoch, daß eine Kammerauslösung die einzige Möglichkeit zur Lösung zu bieten schien. Eine solche wurde um so mehr in Aussicht genommen, als ein Conflict zwischen Deputirtenkammer und Senat ausgebrochen war. Da besann sich erstere, daß die Wähler ihr Versahren schwerlich gutheißen würden. Die autoritärer." Republikaner, di? Gambetta gefolgt waren, verbanden sich mit den liberalen" Republikanern, zu denen Ferry gehörte, und ermöglichten so des Letzteren Berufung. Beide Gruppen zusammen bilden den rechten Flügel der republikanischenPartei und sind stark genug, um sowobl der Linken unter Clemenceau, als auch den Monarchisten ersolgreichen Widerstand zu leisten. So lange Ferry sich in der inneren Politik nicht überstürzt und nach Außen hin keinen Abenteuern nachjagt, ist seine Stel lung verhältnißmäßig 'sicher. Die Republik hat demgemäß zum ersten Male eine dauerhaste Regierung und eine ver nünstige Partei-Gruppirung. Auf die Ordnung der Finanzen wird die Regierung zunächst ibr Augenmerk zu richten haben, denn dies: befinden sich bekanntlich durchaus nicht in wünschens werthem Zustande. Großartige Summen sind für öffentliche Werke ersorder lich, namentlich für Schulbauten u. das Heer verschlingt jährlich größere Summen. Letzteres dürste in Zukunft der Ne-
publik gefährlicher werden, als es bisher die Politiker waren, denn 500.000Mann unter Waffen können gar leicht von einem energischenManne zum Sturze der bestehenden Staatöform verwendet werdes. Wieder einmal das deö Co kwnlrnS". Die Herren Ntkinson und Whiting in Boston haben soeben durch Anwendung eines bekannten Naturgesetzes einem Uebe'.stande und einer Gefahr im Vitriebe der Maschinen Abhilfe gcschass!. die bisher von der Mechanik ersolgios bekämvst worden sind. In Svinnercien entwickelt sich durch die Friction der Treibriemen mit dcn Riemenscheiben, durch welche die verschiedenen Maschinen in Bewegung gesetzt werden, Electricität; letztere theilt sich der ganzen Maschinerie mit, und das hat namentlich aus Baumwolle,, die sich in den ersten Stadien der Bearbeitung befindet, den Einfluß, daß sich solche in kleinen, aber ungeheuer zahlreichen Partikclchen an sämmtlichen Metalltheilen der Maschinen ansetzt, hierdurch den Betrieb stört und durch die häusiz nöthiq werdende Reinigung der Maschinen Aeitversüumniß verur sacht. Man muß sich die Krastäußerung der durch Reibung entstehenden Electricität genau so vorstellen, wie die Anziehungskraft einer gegenWolle oder Baumwolle geriebenen Stange Siegellack, die jz bekanntlich alsdann ebenfalls ZU'wt Stückchen irgend welcher Gewebe anzieht. Bei Druckerpressen, auf denen auf sogenanntes endloses Papier- gedruckt wird, das in ziemlich trockenem Zustande über die Walzen .länst, hat die durch Friction erzeugte und der ganzen Presse sich mittheilende Electricität den Einfluß, daß das einen schlechten Leiter bildende Papier sich wirst, verschiebt, und daß hierdurch ebenfalls wiederholte Unter brechungen der Arbeit vorkommen. In Mahlmühlen sind Explosionen des dieselben anfüllenden MchlstaubeS zur Tageszkit und auch dann vorgekommen, wenn das Feuer unter dem Dampfkessel weit von dem Mahlranm: entfernt und eine Verbindung zwischen Kesselräumen undMahlräumen absolut nicht vorhanden war. Jedenfalls hat in allen solchen Fällen die an Treibriemen und Riemenscheiden entstehende Electricität durch Ueberspringen nach einem guten Leiter einen electrischen Funken, und dieser die Entzündung und damit die Explosion des Mehlstaubes oo;r dunstes veranlsßt. Ist die Beschaffenheit der Atmosphäre der Erzeugung von Electricität durch Reibung günstig, so sammelt sich mitunter in einer Maschine so viel ElectricitSt an, daß dieselbe im Stande ist, einen Menschen zu todten. So wurde vor Kurzem ein Arbeiter in der ArmoryMill in Manchester, N. H , der eine im Gange befindliche Krempelmaschine ein ölte, durch einen gewaltigen, aus ihr überspringenden electrischen Funken gelähmt. Der genannte Whiting erinnerte siü der Thatsache, daß die Electricität die Neigung hat, möglichst rasch in den Erd boden, ihr großes Reservoir, einzudrin gen und daß sie dies auf dem ihr leich testen Wege, also wennmöglich vermit tels eines Körpers thut, der die Eigen schast, ein guter Leiter zu sein, in hohem Grade besitzt. Er befestigte an den Maschinen einer Spinnerei Drähte und setzte solche mit den m die Erde fuhren den Wasserleitungsröhren in Berdin dunq. So schnell sich nunmehr FrictionS Elektricität bildete, so schnell entwich sie durch die Drähte in die Erde, und die Maschinen arbeiteten ununterbrochen weiter, mochten Wolle oder Baumwolle sich auch in einem Stadium der Bearbeitung befinden, in welchem man früher sehr häusig die Arbeit hätte unterbrechen und die Reinigung der Maschinen vornehmen müssen.. Bei diesem Verfahren theilte sich die sich bildende Electricität den Maschinen noch mit, wurde aber sosort und ehe sie sich bis zu einer bestimmten Kraftäußerung ausbilden konnte, entfernt. Whiting wendet daher jetzt folgenden ganz einfachen, aber außerordentlich wirksamen Apparat an. Unmittelbar vor der Riemenscheibe befestigt er eine dünne eiserne Platte, von der aus Messigstiste bis fast an die Scheibe und den Treibriemen hinanrcichen. In diese springt die durch die Friction sich bildende Electricität über und wird von
der eisernen Platte durch einen Draht in die Erde geleitet. Hiermit sind auf die einfachste Art und Weise alle die Störungen und Gefahren beseitigt, welche die Electricität bisher so vielfach im Maschinenbetriebe verursacht hat. Für das geschilderte Verfahren, nach dem jeder Fabrikbesitzer mit ganz unbedeuten den Kosten die entsprechenden Vorrichtungen in seinen Maschinenräumen anbringen lassen kann, wird kein Patent herausgenommen. . '
Mittel gegen EtnbreZier. Die Noth ist nicht nur die Mutter der Erfindungen, sondern auch die Muttee und Säug-Amme der Verbrechen. Nur die Heuchelei unserer Zeit will es nicht zugestehen, daß die meisten Verbrechen gegen das Eigenthum dadurch erzeugt und großgezogen werden, daß wir unseren Besitz zu ängstlich für uns zu sichern und auszubeuten bemüht sind. Gäbe es keine Schlösser, keine sogenannten diebessicheren Geldschränke, so gäbe es auch keine Einbrecher und unsere minder begüterten Brüder und Schwestern könnten die ihnen gebührenden Antheile an den menschlichen Gütern aus unserer hilisterhasten Rechtssphäre entfernen. ohne uns durch Einbrüche, die für die Eingebrochenen immer mit Schreck und Aufregung verbunden sind, unnöthig zu trudeln. Noch manche Gallone Wasser wird jedoch der Vater der Ströme in den Golf von Mexico hinabtragen.bevor sich die Erkenntniß der Allgemeinheit zu dieser Höhe der Anschauung emporschwingt. Bis dahin werden wir unseren Antheil an den Früchten und der Arbeit unseres uns Allen gemeinschastlich gehörigen Planeten uns Huten und wahren, sür uns beanspruchen und vertheidigen, und bis dahin werden Ein breche? zu denjenigen Erscheinungsfor men gehören, deren Spuren, fo neu und frisch dieselben sein mögen, die Polizei in der Regel nicht entdeckt. Bis dahin werden Muth und Revolver auch ungcnügende Schutzmittel gegen Einbrecher sein. Eine viel wirksamere Masse hat dieser Tage die 43jährige Jungfrau Laura Swiß eine Schweizerin in der Stadt der Kirchen" entdeckt und angewendet, wie ein smmeizerischeS Blatt zum Erstannen der Associirten Presse und sämmtlicher Brooklyner Reporter meldet. Sie lebte von dem Ertrage eines kleinen Vermögens und der Bewunderung rchrer calvinistischen Frömmigkeit. In einer der letzten Nächte erwachte sie durch ein Geräusch und sah bei dem Scheine des ewigen Lämpchens, das sie vor Calvins Brustbilde glühen hat, wie ein Einbrecher sich mit der Prüfung des Inhalts des Kastens unter dem Kleiderschranke beschäftigte. Wie eine gereizte Löwin sprang die Jungfrau aus dem Bette, vergrub die Rechte in die braunen Locken des Spitzbuben und preßte diesem den Griff ihrer Nagelbürste gegen die linke Schläfe : .Heirathe.mich oder ich schieße" rief die leichtgeschürzte Heroinc,und da man unter zwei Uebeln immer das kleinere wählen soll, willtute der Einbrecher ein, daß ein calvinistischer Reverend geholt wurde und ihn mit der Eingebrachenen in Rosenses seln schlug. In Alexandrien wird demnächst die erste deutsche Zeitung in Egypten, unter demTitel Deutsche egypttsche Presse" das Licht der Welt erblicken. Vom Jlanse. Ich gehe mit meiner Lalerne und meine Laterne mit mir" dieses schöne LicD bort man jetzt allnächtlich aus den Straßen von San Francisco. Nachdem die Herrscherin am Pacisic bekanntlich das Gas für die städtische Beleuchtung nicht mehr bezahlen konnte, hat die Gasbeleuchtung Gesellschaft die 5,428 Gaslaternen abnehmen lassen und hierbei sind über 6.000 zerbrochen worden. Die abendliche Finsterniß in den Straßen ist vollkommen und die Passanten tragen Laternen in den Händen. ' Einzelne wohlhabende Millionäre tragen sich mit der Idee, sich einen Troß von Laternenträgern anzuschaffen, der die hohen Herren durch die Finsterniß geleitet. De rn Beschlusse des deut schen Bundesrathes, die Einführung von amerikanischem Schweinefleisch betr. gegenüber, hat die Hamburger Anii Schweinefleisch - Verbots - Commission" erklärt, daß es sich bei dem Verbote nicht um eine sanitäre Maßregel handle, son dern daß dasselbe lediglich durch agrarisch: Jntcreffen veranlaßt sei. Wi? issen dieZ schon lange, es iß aber anzuerkennen, daß eine Commission den Muth hat, das Kind öffentlich bei dem richtigen Namen zu nennen. Dieselbe Commission fürchtet, daß das Verbot der Einfuhr von Schmalz nur eine Frage der Zeit sei. Unsere Trade Dollars sind bekanntlich schwerer als die Standard Dollars, obwohl sie im täglichen Verkehr beide für glcichwerth und sür vollwerthig gelten. Die ersteren wurden ursprünglich sür den Verkehr mit China geprägt, wo sie geziogen werden, und für den mit Ostindien. Die schlauen Chinefen machen sich das zu Nutze. Jede Woche schicken sie über den Suezcanal durchschnittlich 50,000 Trade Dollars nach England und von da nach Amerika, wo sie dasür 93 Cents bekommen also, da sie nur .87 Cents ihnen gekostet haben, 11 Cents am Dollar profitiren. Einem New I orker Blatteentnehmen wir die . Mittheilung, daß auf der Westseite der Stadt von 1857 bis 1882 durch die N. Y. Central-" und HudsonRiver.Bahn" 377 Henschen getödtet und verwundet worden sind. 194 wurden aus der Stelle getödtet. Täglich fahren von 7 Uhr früh bis 11 Uhr Abends 53 Züge und außerdem noch 52 Lokomotiven ohne Züge durch die Straßen der Westseite. Man will fetzt besagte Bahnen nöthigen. ihreZüge, wie da schon lange auf der Ostseite geschieht, durch BargeS" zu Waffer, anPatt durch die Straßen zu befördern. Verlorene Fah rzeu.e. Die
Direktion des Bureau Veas" veröffentlicht folgende statistische Zusam-' menirelluna der im Monate .nuar d.
I. verloren gegangenen Fah,.,,ge aller - .1 ' c -mV 11 französische, 13 deutsche, 4 chische, tf isz,. ro ..k , , ls ermißt gemeldete m iff.n. Dampser: 1 ajntaite 8 britische, 1 mißt angemeldete 6'.a."rrenmacher . cago haben 111 Erwägung, daß die Inlndsteueraus Tabak reducirt worden ist, beschaffen, v0n v. ffavrikanten ein Lohnzulage von 1 Dollar pro Tausend zu verlangen, vlrd die Zulaae verweigert, soll em alltzemeiner Strike in'S Werkgesetzt werden. Die Bl.chhgchs.nmaSer in Bammore fordern eme Lohnerböhung, d. b. eigentlich nur dieMiedettinsükiruna derjenigen Löhne, welche vor dem 1. Januar gezavtt worden Und. Zwei Arbeitgeber sind . bereits darauf eingegangen, und die Leute hoffen, dafc auch die übrigen diesem Beispiele in den nächsten Tagen folgen werden. Das noch unvollendete Rathhaus von Woodberry und Hamp. ven, Md., wurde Dieser Tage aus An irag eines Hypothekenglaubigers an den Meistbietenden versteiaert und von Qrn. Jos. Matthews aus Baltimore für $6000 erstanden. ES sind dafür bereits $13,000 verausgabt worden, und die Fertigstellung des Gebäudes dürfte noch weitere $6000 in Anspruch nehmen. , Der bekannte Wetterund Erdbeben-Astronom Falb gehört zu denjenigen, die von dem Canadier Wiggins am meisten dupirt worden sind. Er hatte veröffentlicht, daß in der Zeit vom 9. bis 12. März neben den Aequinoctien noch Die größte Mondnahe und der Neumond sehr bedeutend auf das Wetter einwirken müßten, und daß daher die Prophezeiung des WizginS höchst wahrscheinlich eintreffen werde. Dem berrlichen VegrSb niffe des Klopsfechters Elliott in New York widmet die .N. Y. Zeitung" solgende angemeffene Zeiten : Em Heldenbegrädniß ! Ja, New Z)ork versteht eS, seinen todten Mitbürgern einen großartigen Tribut zu zollen, namentlich wenn sich dieselben durch ihr Sterben ein großes Verdienst um das Gemeinwesen erworben haben. Daß sich der LZlopffechter James Elliott, welcher kürzlich bei einem Besuche in Chicago von inem Collegen erschossen wurde, durch deinen Tod um New Brk, welches er durch seine Anwesenheit in Zukunft nicht mehr unsicher machen kann, in hohem Grade verdient gemacht, wird Niemand bestreiten. Von Gewerbe ein Einbrecher, faßte er nach mehrmaligem Aufenthalt im Zuchthaus den Entschluß, fortab auf eyrllcheWelje tem Brod zuverdienen, demgemäß wurde er Preisfechter und errang sich in dieser Stellung in Kürze einen so hervorragenden Platz, daß er die Freundschaft einer ganzen Anzahl vonPolitikern genoß. In der Blüthe der Jahre wurde er durch Umstände, die sich seiner Controlle entzogen, dahinge gerafft. Chicago konnte ihn wohl erschießen, aber Nework, seine Vaterstadt, forderte seine Leiche. Nach allen Regeln der Kunst einbalsamirt, wurde dieselbe nach New Bork gesandt. Zwei Nächte lang wurde in dem Hause des VerstorbenenTodtenwache abgehalten, wie solche nur wenigen gestorbenen Jrländern zu Tbeil wird. Am Sonntaa fand unter colossaler Betheiligung der Bevölkerung die Beerdigung statt. Den mit Blumen bedeckten Sarg trugen zwölf Bahrtuch träger, welchen 30 Assistenten zur Seite standen. Verschiedene Ex-Aldermen, Colonels und Capitäns waren unter diesen Würdigen. Für denTransport der dem Todten geopferten Blumenspenden benöthigte es eines anderen WagenS, und es erforderte achtzig Kutschen, um nur die intimsten Leidtragenden zu fassen. Vor dem Hause und in den angrenzenden Straßen drängte sich eine zahllose Menschenmenge, welche-ehrer-bietig das Haupt entblößte, als der Sarg des todten Helden in den Wagen gehoben wurde. Langsam setzte sich die Prozession in Bewegung, .eö war ein Leichenzug, Als ob's ein König wäre, den man zu . Grabe trug." So ehrte New tyoxl den großen Todten und Niemand wird etwas dagegen haben, wenn die Stadt bald wieder Geleg,nheit hat,' einigen Genossen des früh Vedlichenen in gleicher Weise zu zeigen, welche hohe Achtung man hier sür die Preisfechter hegt." . Vom Auslande. Aus Moskau wird f 0 lgendes Geschichtchen gemeldet : Ein Caöalier, Lieutenant in der russischen Ar mee.-verfolgte seit Beginn desCarnevals die Tochter eines Färbers, das schönste Mädchen der Stadt, mit seinen Liebesantrügen. Der Vater bekam Wind davon und erkundigte sich, ob der junge Mann die Absicht habe, sein Schwiegersöhn zu werden oder nicht. Er erhielt eine ausweichende 'Antwort Der Färber ermähnte sodann den jungen Grafen dringend, sein Kind sortan in Ruhe zu lassen. Vor einigen Tagen jedoch erschien der Liebhaber auss neue. Der Färber stürzte auf ihn los, packt denselben und tauchte ihn mehrmals in eine große Kufe. Halberstickt flüchtete der Lieutenant nach Hause, allein zu seinem Entsetzen bemerkte er, daß sein Gesicht und seine Hände völlig mit blauer Farbe überzogen waren, die sich nicht wegwaschen ließ. Der Generalgouverneur von Moskau ließ den Färber zu'' sich beschei den, doch dieser erklärte stolz, daß das Blau seine Ersindungund ganz unauSlöschbar sei. und daß eS dem Herrn Gra fen einzig freistehe, sich schwarz färben zu lassen. Der junge Cavalier - ist halb wahnsinnig über seinen Zustand.- ' Ein Scküler, der sich an
Nationalitäten : Segelschiffe "c amerikanische, 3 österreichische, LS 'Mische. 1 chilenisches. 3 dänische. 2
iiutiniiiuji, , Doriu gisische. russische, 1 5 schwedische, zusammen 14v.. .:i,r 15.
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seinem vorgesetzten Lehrer thätlich vergreift, ein Gymnasial-Direktor, welcher diesen ha. iwachsenen Schüler vor die Geschworenen bringt, Geschworene, die den Uebelthäter freisprechen und ein. Publikum, welches dieses Urtheil mit frenetischem Applaus aufnimmt wo kann so ein barockesVorkommniß anders sich ereignet haben, als in Rußland ? Der Minister der Volksausklärung so schreibt man aus St. Petersburg . hat unlängst eine Anordnung getroffen, die viel bZses Blut macht. Es soll nämlich fernerhin der Schulbehörde gestattet
jem. Schuler aus einer höheren Classe in eine niedrigere zurückzuversetzen. Da MZN rn Rußland wenig Be 'ttauen zu der Unparteilichkeit der S Behörde hat, fo sehen die Eltern in tu. . Zagten Maßnahme nur ein Mittel zu tni t.iedenen Ausschreitungen seitens der 'e!.rer. Äon der Ungemüthlichkeit" des h: hältniffes zwischen Lehrern und Schülern zeugt auch folgender Fall, der soeben unter Thennahme von Geschworenen im Luzk'schen Bezirksgerichte zum Abschluß kam. Ein Zögling des Kamenetz-Po-' dolsk'schen Gymnasiums wurde angeklagt, den Director, den höchsten Beamten dieser Anstalt, thätlich beleidigt zu haben. Die Geschworenen waren nicht lange im Zmeisel,waS sie zu thun hätten: nach kurzen Berathungen sprachen sie den jungen Menschen frei und das Publikum nahm das Urtheil mit frenetischem Applaus auf. Der französische Kriegsminister ließ das Decret, welches die Prinzen von Orleans in die Nichtactivität versetzt, noch vor dem Erscheinen desselben im Amtsblatt ausführen, weil er in Rouen, wo das Regiment des herzogS von Chartres steht, Kundgebungen befürchtete. Der Herzog war nicht nur bei seinem Regiment, sondern auch bei den Rouenern beliebt und seine Gemah lin eine Pflegerin der Kranken und Armen. Sie sandte vor ihrer Abreise noch 10,000 Franken an den CardinalErz bischof von Bonnechose sür die Armen der Stadt, denen sie so viel Gutes that. Dem Herzog von Chartrc wurde um 2 Uhr Nachts das Decret vomOberbesehlsHaber des Rouener CorpS mitgetheilt. AlSbald begab sich der Herzog in die Kaserne und dictirte dem wachthabenden Ofsicier einen Tagesbefehl, der sofort in den beiden Kasernen der Brigade angeschlagen wurde. Dieser Tagesbefehl lautet: Ossiciere, Unterofsiciere und Jäger ! Während beinahe fünf Jahren arbeiteten wir zusammen; wir hatten nur zwei Zwecke : Frankreich opferwillige und unterrichtete Soldaten vorzubereiten ; das Regiment auf der Höhe des alten, in so mancher Schlacht erwordenen Rufes zu erhalten. Ich hatte nicht die Ehre, euch in's Feuer zu führen; es wird das Bedauern meines ganzen Lebens fein. Ich war an eurer Seite zu Solferino und in der LoireArmee ; ich werde dort auch wieder das Nächste Mal sein. Unterstützt einstweilen meinen Nachfolger; beweist durch euren Eifer, eure Opfcrwilligkeit, eure Mannszucht und euren vollständigen Gehorsam den Landesgesetzen und den militärischen Reglements gegenüber, daß die euch von mir gegebenen Lehren immer nur von der Ehre und der Vaterlandsliebe beseelt waren. Der berühmte Eisenschiffbauer Thomson von Glasgow spricht sich dahin aus, daß jede weitere Vervollkommnung des Schiffsbaues unmöglich oder unräthlich sei. wenn nicht zweierlei Schiffe, solche welche zurFrachtdesörderung, und solche welche zu? Passagier Beförderung ausschließlich bestimmt und erbaut seien, beliebt würden. Die letzteren könnten dann fo gebaut werden, daß die Geschwindigkeit von 16 bis 18 Knoten die Stunde bis auf 20 und mehr Knoten erhöht, und daß die Sicherheit des Lebens vervollkommnet würde. Die Frachtschiffe würden dann zu langsamer Fahrt und wohlfeilen Frachtansätzen eingerichtet werden lönnen. Beide Zwecke zusammen könnten, nicht in demselben Schiffe erreicht werden. Die Salbung des russi schen Kaiserpaares werden auf Befehl des Czaren folgende drei russische Me tropoliten vornehmen : der Metropolit von Moskau, Joannikij. der von Petersburg, Jsidor, und der Metropolit lon Kiew, Platon. Die drei Kirchenfürsten werden während der ganzen Dauer der Klönungsfeierlichkeiten im Kreml wohnen. Einem Moskauer Blatte zufolge werden Mitte April 16,. 000 Mann Garde nach Moskau verlegt und dort in Privathäufern einquartiert werden. Die Vorbereitungen zu den Krönungsfestlichkeiten werden mit großer Rührigkeit betrieben. Auf dem Krasni Ploschtat in Moskau wird eine Estrade gebaut, auf welcher eine Musik kapelle von 100 , Mann und 8000 Zog. linge der Stadtschulen placirt werden, die den Czaren mit der Hymne heil Dir!" (aus der Oper Das Leben für den Czaren" von Glinka) begrüßen weroen. Den Krönungsmarsch wird Anton Rubinstein componiren. 3 u den Mittheilungen über die Beschlüffe des Bundesraths über das Einfuhrverbot amerikanischen Schweinefleisches ist och hinzuzufügen, daß der Vertreter der Hansastädte die, gänzliche Ungefährlichst der Zulassung des amerikanischen Schweinefleisches zur Verproviantirung der Schiffe damit motivirt babe, dafc auf den Schiffen nur Pökelfleisch und dieses nur in gekochtem Zustande verabreicht werde, so daß die Auswanderer vor Trichinose unter allen Umständen geschützt sind. DieAngabe.der deutsche Colonialverein beabsichtige die Spanien gehörende Insel Fernando Po zu colonisiren, ist falsch, indeffen will der Verein an andern geeigneten Küstenplätzen' Wcstafrikas Niederlassungen errichten, welche sich allmälich in's Innere auö dehnen können. Dem Handelsvorstan de der Stadt .Nürnberg, welche dem Verein einen Jahresbeitrag von 100 M abwirst, stellt sich der Magistrat der Stadt Karlsruhe mit einer Gabe von 300 M. an die Seite. Inzwischen hat die Zahl der Vereinsmitgliede? die Ziftt 1400 erheblich überschritten.
