Indiana Tribüne, Volume 6, Number 179, Indianapolis, Marion County, 18 March 1883 — Page 7

.-W'lJl in? Wienerin unker den FellahS. Während einer Fahrt, die ich von Trust nach Miramar machte, erregte eine junge, bildschöne Frau meine besondere Aufmerksamkeit. Sie unterhielt sich mit einem Herrn im schönsten Lerchenselder Dialect. unterbrach jedoch dann und wann die Unterhaltung, um die zu ihrer Rechten sitzende Orientalin, die nach der Art der Fellahweiber ihr großes, schwarzseidenes Kopftuch um Haupt und Schul ter geschlungen hatte, im reinsten Ära biscd auf bit Gegend aui.merli.av! zu machen oder in derselben Sprache einem kleinen zweishrigen Buben, den die Araberin auf ihren Knien wiegte, den lUKC neu tycicityciiiumrn uju lujtcui. i . , , V . F p ..w. er!-l r - r -i . e j .:..f rt .-. n . I &ie moqie wogt meinen irageno auj nc aerichteten Blick verstanden haben, denn, den kleinen vausbockiaen Buben in ihre Arme nehmend, sagte sie: .Schaun'S da an echten Vollblut'Araber. der mit seiner Fatme sie deutele auf die dicht verschleierte Fellachin bei dem Bom dardement vom Alexandria NeigauS ge .AMm.n Cifi Vm Xm.( (llH C . TT Vater in England war, mit den Fellah Buben rum g'haut hat und nun, da AI les glücklich überstanden, die Reis' zur sv. - . . . r orn iiUUluilli, iu; uuiui; utbwu ihm ji i romuller nacy oer lonen ÄZeaner stadt machen tDiül" Unsere unleryaiiung war bald im lebhaften (Lange; es macyie der Zungen Frau, die nun gemadr wurde, wie ihr. da sie ziemlich lebhaft lpraq, l (X..f t! .: KM (1 4km tAlninSlt I oic awjnicri!auucu uii juijuwuiwi war. ein sichtliches Vergnügen, ihre Er lebnisie mittheilen zu können; sie verstand die Ereignisse der letzien Zeit, ihre Flucht aus Airxzildria, ihren Aufenthalt unter den Fellah?, die Gefahren und Strapa. zen, o:e mil ourqgemalqi, o mieic sant zn ichlldern, dan Äcele von uns weoer oas oiaue 2.'leer, oie uiaieriia,'e ' t . . rtn v . i -fi. Küste, noch das uut Weinbergen besetzte Terrassenlanz.nicht einmal das m male- ' t . I rizazer vqonyeil oauegenoe miramar zu sehen schienen. ' m Ich laste in kurzem die krzahlung der , ' r- J . r-. Tl Wl jungen ürau. vle nq UNS LIS ainn oes Ingenieurs ane zu errennengao, ro sen- . . . Vor suns Jahren, kurz nach dem .ode ihres Valc:s. eines in Mariahilf woh enden Greifers, war sie in ein Dienst. vermlttlungs'Aurcau gegangen, um einen Posten zu erlangen. Sie wan dertc von Haus zu yaus, ward, da sie. und ergriff endlich mit Freuden die ihr oargeooiene!ikgenyett,na lsnoria zu gehen, um dort in einem Ease zu sun. - . r. . tut V - i giren. In liisinitcnmi war ste aoer, wie w . . . r sie zu spät einsah, sur emen andern Po sten ausersehen. Sie drohte mit der Anzeige beim Eonsulat, wenn man ihr Nicht augenblicklich die Frelheltlgebe.reich te als resolutes Wiener Mädel in der That einen Bericht ein, daß man sie un ter falschen Vorspiegelungen nach Aler andria gelcckr, und die Folge war, daß ße.noch am lelbizen Tage auS ihrem AHcniiütiyumnis oqicu rauiuc. Damals wahnte sich das kaum 17 jährige Mädchen in der Fremde von iLotl und aller !H5elt verlaste:?; welneuo lies ste siÄ auf eine Bank am Mahmu' die-Eana! nieder; da gewahrte sie urplötzlich, wie ein junger Mann neben ihr Ksi l tl t(..itMA(nMtaff i(tfil) I jiu uuyui, it lyuiiiuyuiuuu uuunuit w ti w M m ä I uno nach oern vsrunoe iyres ummers fragte. Er sprach deutsch ; wie Musik klangen die Laute an ihr Ohr; ihr Un -1 " -t ti. !t... . f.. I giua rnutie iym zum herzen grzangen fern, denn er versprach, sie bei einer deutschen Familie, mit der er befreundet, s U.fc, ! i; M Si CniPt ., hlrt.l.iM ms 2ui;i u Vuusiuu ju lutiii. hiernach kam er öfter, sie zu besuchen, sie . f. X 1 Ti.C.MSk m! ycwuniicii Illl, mycuci.ia iiiuuuu lucuiijc Monate später war die Pepi lkandl des Ingenieurs Lange Gattm. Er führte sie überglücklich in sein rei zend in der Rue Sherif Pascha geleae nc? H.:uS. Nichts schien ihrem Wohl befinden hinderlich. Als gar nach Iah r 4Tr er -. resirlii 5iax Pepi rarem alten ein Cöhnchen, den kleinen, gluthäugigen Poldi, lchenkte, wähnten sich beide Eöe

galten im Vollbesitze irdischen Glückes, mehr; ihrer Ermüdung nicht achtend, war zeit und. Dank einem ganz neuen, sinnES war leider von kurzer Dauer. sie eine Stunde später auf der 'Bahn; reichen Mechanismus, sogar meine sälli

Lange hatte behufs Uebernahme der Schiffe, die für Saypten in England ge baut wurden, häusicl Reifen zu machen: er rcnnie oii wayreno eines ganzen MonatS kaum acht Tage bei seiner Fa i. .ti . - . . I milie bleiben. Gerade zur Zeit, als die und dessen ihr treu' ergebenen Amme Fatme; mit ihr berieth sie. als die un . . heilvoll! tlunde von dem Brande wie ein Lausfeuer die Stadt durcheilte, was !iu thun sei. Fatme rieth zur Flucht ihr . . . ' . Bruder Abu vadan. wohnte in einem &nrU nnw,it -annnim hört , . , Un0'i), V V , MVttb seien sitzsicher gedorgei'. Aber wie dorthin gelangen? Die treue Fellachin wußte Rath, Frau Vepi mußte ihre modischen Kleider mit denen des Fellcihweibes vertauschen; das seidene Kopstuch, der lange Schleier deckte die schneeige Weiße ihres Gesichts, Wie beiden grauen bestiegen zwei Esel, Fatme bielt das Kind in ihren Armen ,md fort ging eS durch die aufgeregten Vollsmasten, die da und dort in die Häuser der Europäer eindrangen, ihre Wohnungen plünderten. rten. Flüche gegen sie . I ausst'.eßen, wehrlose Kinder unbrmher zig tödteten. Die beiden Fellahweiber hielt Nie mand auf; Fatme fluchte, wo sich ihr Gelegenheit bot, tüchlig auf die Euro päer, um jeden Verdacht abzuwenden. Ungehindert kamen sie bis an das egyp tische Lager. Hier verweigerte man ihnen den Durchzug; doch Fatme wußte so dringend zu bitten, ihr Bruder sei gesährlich krank, vielleicht gar schon todt, die sechs kleinen Würmer seien unver sorgt, sie habe HauS und Hof verlosten, um zu ihnen zu eilen, daß man ihr end lich einen Geleitbrief gab. Gar mancherlei Anfechtungen waren die beiden Frauen, als sie das Lager paf sirten, ausgesetzt ; sie wehrten sich indeß wacker gegen alle Zudringlichkeiten. Wahrend FrauPepi doch dann und wann zitterte, erkannt zu werden, erwies sich Fatme immer resolut. Der Ritt durch die Wüste war, da ihnen Waffer und LebenSmittel ausgegangen waren und Frau Pepi, von Sorge, Angst und An strengung überwältigt, sich kaum noch auf ihrem Thiere halten konnte, unendlich

egypii qen unruyen ausoraqen, war er rn airo angelommen, oraqie arme .,e baden ,ym doch " . . , . . , I C Ä. W -. . . I . ... . ,

aus einer Äkize nach England vegrissen. uno oas zcmo in einem yolez unler, sie Arm gepackt uno Die X Frau Prpi war allein mit dem Kinde selbst eilteStraße auf. Strafe ab, forschte nommen

az

beschwer! rlich. Zwei Tage lang waren sie ohne Nahrung, der kleine Poldi bereits schien dem Verschmachten nahe. Da endlich kam man an eine Oase; die Fel lächin, ehe sie noch selbst einen Bissen zu sich genommen,. tränkte und badete daö Kind, sorgte sür ihre zu Tode erschöpfte Herrin, die hier, um wieder zu Kräften zu kommen, einen Tag ruhen mußte, Endlich nach abermals zweltaglgerzan derung war Zagazig erreicht. Fatme'S QQ-..V... .1 ...i.1iL!.. ftX miihVi ütuuti, ein uuiiuuiijiHct uUU wu , ins Vertrauen gezogen und versprach, Alles zu thun, um du junge Krau vor . r m -rv . . f ' tt -1 I Entdeckung zu schürn. Der kleine Pol di spielte mit den ellahbuben; die Pepi, um keinen Verdacht ,u erregen, machte eine itnoaioeu ütt 'uscioci um. . r- . . . ' -v .v . '.l . . cm .:c cm:. I oit mu&u ue I'.cd Vewan anryun, iyre Fassung zu behalten, wenn Nachrichten aus dem eavplischen Lager eintrafen, Diese erzählten selbstverständlich nur von glänzenden Siegen der Aegypter. Bald hieß t3, die ganze englische Flotte sei in die Lust gesprengt worden, die Häuser der Europäer seien sowohl in Alrxandria M!nrniA SrOWrtX.vl Amnf4ll IXAII habe Frauen und Kinder geschlachtet, die Männer lebendig verbrannt, Blut fließe in den Straßen, alle habe der Europäer . . m r TY iwniuuu uiuituuiti uutuy wvuiuuy, utuu i iame zur eriyenung, rein einziger ,ou es t wieder wagen, den uk aus egyp lijcyen Voden zu fexen. Vie junge rau war verzweifelt; das naate Leben hatte ste gereklet, doch sollte ste hier, fern von :C.U X.tl V.sTo. CZ. M'.tt1 ti.l igicui vuueu, u viui ujiuui m vollständig ohne jede Nachricht war, fern von ihrem Vaterlande unter halbrohen, verthierten Menschen, die, ahnten sie.wer sie sei, sie zweifellos malträtiren würden, bleiben? noiicd largienAacyriqien anderer Art ein. Man hörte von Arabi's Ver- , , . I lullen, von oer wiiOeniuszeiner ii.ruppe:i und dem Stege der Engländer, euer Muth belebte die schon vollständig . .ff l . , I verzagte ,5rau. war es zr oenioar, doN lyr Gatte mit den E:?glattdern zulückgekehrt sei. dsn er kommen wurde, sie l TP.. . I zu holen ; ooq nein, llkse nilau,azung dampfte ihr?n kaum rege werdenden Muth, ste hatte tym ja lerne aricyr gelatien, wo sie sei; mukte er sie nicht sür todt beweinen, wenn Niemand ihm AuSkünst über ihren Verbleib geben konnte? ffet fanb n. keine Nube mebr im s!il fen Fcllabdorfe : selbst auf die Gefabr "IV dkr I s-... lckm, keimekkbrt. ,u sargen. '-- i ' ö ' ' " i e beqleitete selbstverständlich ihre Herrin. Die Rückreise war gefährlicher, als sie gedachte, denn dieErbitterung der Eingeborenen gegen die Europaer war aus' yockste gestiegen. Erkannte man sie, so schien ihrLeben unrettbar verloren. Fztmes Schlauheit und Borsicht wa ren bewundernswertd. Wie oit, wenn ihre Herrin durch reichliche Geldspenden, die sie zu geben bereit war, sie hätte ver minrn können inlimte ii? mit ttn nrtrtfS Fkllahweib um jeden Piaster. Sie. die sonst Sckme o ame. ar von uncr ckövf. licher Beredlamkelt. wenn es aalt die ? i i ' Aufmerksamkeit von Frau Pepi ubzu enden. Als sie endlich Alerandria erreicht hatten, fanden sich die beiden Frauen kaum noch in den ihnen sonst sehr wobl f . . i er x l cm .i . I vklannien Viavliueittn gurellil. ÄZeilue . . . krroüstungen hatten hier stattgefunden! Ihr Haus war dem Boden aleichaemacht worden; alle Bekannten waren gflohen ; r r , t. ' r. v vergevlicy sOkschle oie jurge yrau nacy ihrem Gatten. Schon hatte sie jede Hoffnung ihn wiederzufinden, aufgege . s... n. v . u. rr . f . i : . c! oen, oa kluy! sic von uim vitaler, oa dem er stets einzukehren pflegte, daß er, Y . f . O- . (11. nacyoem er iie alyl .age lang oergeoucy oesncht. gestern nach Kairo gegangen sei, um vielleicht dort ihre Spur zu sin. den, sogleich war eS bei ihr befchlosiene Thatsache, noch am seiden Tage nach Kairo zu fahren. Allgemein neth man ihr ab, da sie erst in der Nacht dort ein treffen konnte, und für morgen der Ein zug der englischen Truppen angesagt war. Doch Frau Pepi fand keine Ruhe sie wollte selbst ,n der Nacht suchen, alle dortigen Bekannten ihreS Gatten in Be vegung seken, um ihm, der sicher schon . i r.: ..r. i. v:. t....c:..u ganz crjugi ci muiu, oic i-rrvulgcn de Gewißheit zu bringen, daß sie sich ge rettet. Um 10 Uhr mit dem Counerzug in den HotelS, und bei Bekannten nach dem Gatten. Niemand wußte von sei P i i m 9 , . mm nem AUienlyaile. ntlauiq: reyrte sie ch Mitternacht in ihr Hotel zurück, I m n . m . Beim erittn Morgengrauen eryod sie N?. oyne oav ne em uge ge,chiosten. von ibrem Laaer. Um 8 Ubr sollte die I 7 . ' 7" I " " w Ankunft des Khedive stattsinden. Lange z'ivor waren Fenster uno Baicone dicht mit Menschen beseht. Vielleicht war auch er unter diesen Schaulustigen; sie begann die Fagaden der Hauser zu mustern, spähte ängstlich nach rechts und links, ließ sich unzähligemale von den die Ord nung ausreazi eryaiienoen icheroelisoe. amten zurückdrängen, da Einer ergriff sie gerade bei der Schulter, um sie in die Spalier bildende Menge zurückzuweisen, da horte sie emen gellen Schrei: Pepi, Pepi I" Sie wendete sich nach allen Sei. ... ft w. ..X C . ! m a ra.k... ten um, sah von rechts her eine Bewe v i: x i .n cm.rr. .. : gung in uct mtyi gciuuicn aJiajr, jroci hoch emporgehobeneArme,die sich gewalt sam Bahn brachen, sie dann, ehe sie recht wußte wie. umschlangen. .Pepi, mein Weid !" rief er, aller Umstehenden nicht achtend, .wie habe ich Dich gesucht.schon glaubte ich Dich verloren ! Und wieder umschlang und küßte er sie und schien sich in feiner Aufregung kaum mäßigen zu können. Wie Pepi dann zu Hause gekommen, daS wußte sie heute selbst Nicht mehr, Genug, sie kehrte noch am selbigen Abend mit ihren Lieben nach Alrxanria zurück, überglücklich, endlich den schon sür immer verloren geglaubten Gatten wieder ge funden zu haben. Ihr. HauS war zwar niedergebrannt, doch was lag in solchen Zeiten an Hab und Gut? Ihr Franzi wollte schon wieder ein anderes bauen, und bis eS fertig sollte sie zur Mutter nach Wien reisen, ihr denkleinen Poldi bringen und sich, nachdem sie das Leben im Fellah dorse zwei Monate lang ertragen, einmal wieder im schöne Wien amusireu. Der

Franzi hatte sie bis Trieft begleitet; in zwei Monaten wollte er .sie wieder ab

holen. !i-r. Eine Leichenrsub.Firma Unter den Kuraasten. welche in der milden,reinen Lust des blühendenWälsch tirols ihre leidenden AthmungSorgane über den Winter hinwegtäuscheu wollen, uanh sich auch vor mehreren Jahren n . V n . V cm ucinrticgcr urneruaner, oen uiu ghl als das Prototyp eines geldma chenden NankeeS betrachten konnte. . ... ' . In Bttuq auf Sitten und Umgangs formen ist er ha lehr c:vilinrter Euro vaer. dak er selbst im vornebmsienWest' . tw . n . ... r enoy,UtO VON. liONDON Nlujl DON um . . 7 '. . Umgebung abstechen würde, r sputt weder auf ein ausersebeneS Äiel. noch. iäfct tt die Beine über Tiscklebnen bau meln. noch sekt er stck in 5)emdärmeln ,u Tische. Mit einem Worte: Es ist keines der legendären ArmerikZniSmen an ihm zu bemerken. Nur in einem Punkte ist er Jankee von Scheitel bis - . ff-tl. tl!.t V ..ui..rx!Vii im üUUlC UCUUCOCn UNO UIllCl lOJClUt er sich radikal von seiner europäischen Umgebung: Das sind seine Anschau ungen über den Gelderwerb. Als ihn .j . . . eines TageS Jemand frug, ob er je den Ergeiz gehabt habe, Präsident der Ver einigten Staaten zu werden, da vernein tt cr dies entschieden und fügte nach kur,em Nacbdenken binnu : .Die einnae V t, ' f V . Zttlle, vle icu amvilioniren wuroe, wäre die eineS BotschasterS an einem europäi sch Hose." .Und warum V war die natürlicke ffraae. .Weil man als Bot schafter außerordentliche Leichtigkeit zur Anknüpfuna von Handelsbeziehungen hatM c??nN wr nn nn ein? Nnrkal? die Rde, der die amerikanische Presie wo chenlng auf's Lebhasleste beschäftigt hat nämlich vom Diebstadl der Leiche ' . ' . ' Stewarts. Dieser Stewart war be kenntlich bei Lebzeiten ein hundertfacher Millionär, und so ließen sich es einige ' ' I Spikbuben. angelegen sein, seine sterb lichen Ueberreste cuS der prachtvollen milienqruft zu entwenden, um sie dann in nonnmen Briesen der Xnmt des Gestorbenen gegen ein? außerordentliche Summe zium'Ruckkauf'anmdieten. Di: Familie iente einen boben Areis auf die Enideckuna der eickenräuber. die Äoli. zei machte fabelhafte Anstrenaunaen. , ihrer habhaft zu werden, allein bis zum ' J J ' ?!bank,e des lkktkn ame?ikan,sm?n Ci nn rtxS, mnr mtttZ vnnthtnZ irnh hi a che stand so, daß die scandalisirte Fa milie iedcn Taa einen Brief mit einem anderen Poststempel erhielt,desien Inhalt auf das Ariom hinauslief : .Kein Geld, Teint Leiche Einer von der Gesellschaft bemerkte. daß dieser Leichendubstahl ein sonderba res Ercigniß sei, allein der Jankee er widerte mit Ueberzeugung : ,Sagen Sie vielmehr, ein schönes Ge schüft." Und als die Anwesenden auf diese Aeußerungen große Augen machten, fuhr er fort: 9 .Verstehen Sie mich : Ich billige die Thatsache nicht. Meine Vergangenheit, meine reliaiösen Grundsäke. meineStel. lung bezeugen, daß man mich nicht der Nacktickt mit den Uebeltbätern verback. liaen rann. Allein, was wollen le I.' , eine geschehene Thatsache mutz man accevtiren. All' ?lbr Unwille bilft?ibnen nichts und wird nichts an der Sacklaae I . . .' 9 andern. Ale ganze ZZrage licqt al o darin, ob die Spitzbuben e5 verstehen werden, von ihrer Beute dm richtigen m .t r. ... .,. iIkoraucu zu machen, lieie ene inre ressiren mich, wie der Pick-Pocket, wel . V IX ft f. t. (VI cyem ich lUNgjl im yyoeParr von Z0N' don den Betlust einer vräcktiaen Ta. schenuhr zu verdanken hatte. Ich fühlte seine mit einer Kneipzange bewaffnete Hand aus meiner Brust suchend umher gleitend die goldene Kette abzwicken und den Chronometer auS der Tasche ziehen. Es war ein großer schöner Chronometer, welche? die Stunde, das Monatkdatum. den Wechsel der5labres. gen Verbindlichkeiten zeigte. Während der Gc !auner overirte. bewunderte ick. ohne etwas merken zu lasten, die auker i v.. rj.t x.t r m . oroenlilche Veichillilchlell feiner Vewk gungen. Welche Feinheit in derBerührung ! Welche We'chhtlt lm Griffe !" yonentlich den )t wleoer abge.Ich habe eS wirklich nicht gethan. Der Streich war so geschickt auSgesührt. . . & t w dag er den Einsatz werth war. Doch um auf unseren Geaenstand ,urückiu. I . y w kommen ; sehen Sie, die Diebe des Leichnam? Stewart's haben in diesem wn,nf,irf, in . ,NNK, Ki,s.s. ; I .MIV.M J.V-jJ.l w WfWJ 1(1 Händen. Die Familie hat etwa drei hundert Millionen Mark geerbt. Der Anstand gebietet, daß sie alle möglichen Anstrenaunaen macht, um dem Ver blichenen die schickliche Grabesruhe zu sichern. Ich schätze, daß man ihr minde stenö viermalhunderttausend Dollars ausgehen könnte.eher mehr als weniger. .Wie wäre das anzustellen?.Die Diebe müßten nur wiederholen, was jene verwegenen Gauner gethan haben, die einst in TexaS die Gattin eines reichen Pökelfleisch-Fabrikanten I ..n.tf . . v t. r . gestohlen, eine Stunde, nachdem sie den I 7r, -r. r , , .. ' 1 iJjctll aUsgegeoen yalik. .Und was thaten die Strolche ?" .Sie gründeten eine AktienGesell schast auf die Leiche Wir blickten den Erzähler verwundert an, er aber ließ sich nicht irre machen, sondern fuhr kaltblütig fort: .Sie müssen misten, daß man eines ziemlich bedeutenden Betrieböcapitals bedarf, um in einem solchen Falle sich der Mitwirkung geschickter Helfershelfer zu veriichern, um den cachspurungen der Polizei zu entgehen, um regelrecht Buch zu sühren, um die Annoncen und Circulare zu bestreiken und so weiter. Mit einem Worte, die e geschicktenSpitz buben gaben Aktien im Betrage von hunderttausend Dollars auS. Jeder einzelne Anihezischeln hatte diese Fas sung. Und indem der Amerikaner sprach, zeichnete er mit raschen Zügen auf ein Blatt ein Modell. Er riß, als es fertig war, daS Blatt heraus und reichte es herum. Man laS auf demselben Fol gendeö :

.Commandit'lÄelell chatt mit emem

Capitale von 100.000 Dollars zur AuSbeutung und zum Betriebe des Leich uamS derFrauSimson. Gegründet nach dem Gesetze über Commandttgeselllchas ten unter de,Mitirkung deö öffentlichen Notars Cock, L. L. D.. unter der Geeu,azaslsnrma oy-,o.Alne au? den Träger lautend. No. 10.707. Der -r R . 111 i r wrrx rjr i Präsident des AuSschusieS zur Ueber wachung des Leichnams. Tody." Die Gesell ckast konnte sich nicht ent halten, in ein Gelächter auSzubrechen. Lachen Sle nlcht, meme Herren. Acht Tage nach der Emission der Aktien, v!. -:-tC-x xc :..w. v vi. oic viel lliq uoerzruel wuroen, uno oie Z T V . "'"' der Börse mit bedeutendem Nfaelde n M I A 1r M 1 i9 r A ILI m m, m tm I handelte, acht Tage nach ihrer Emission, sagte ich, war das Aktiencapital vervierC - -i i. V ...ev. r n em . I fA? mx Ä bic eiSfa' ife' die ,ch Ihnen erzählen will. Ein Herr Um kurz nach dem Diebstahle zum .""Äff ?mJh ' ha mWam w mubJhnen äußerst unangenehm fein. Nicht zu wisien, wo der Leichnam emer geliebten all' den deren solch ''''S " J?"S Ä-'L10? : -X. x i. fK'.f i- t vtyuui wuuji uui (iu( vyciuiuyc. vic i SÄÄ!8 ,S? cL-n i Ä ' Erblichen Hülle zu gelangen, .die ic .er eoze en mir ,o inniger leoe umfangen hielten ? . DaSmare das noch m.. k..:r: ue uucwi (uc ucc uilüuiuuuiicii. .rA.to.(. . v iiv.il..i.:i rerschas en. Wenn Ihr Banauur mor gen hunderttausendDollars in dieWem. stube von Peterfen, 6. Avenue, No. 23 bringt, so wird eine Viertelstunde später ein Cab die Todte m Ihrem Hause ab setzen." ,Und der Wittwer ging auf den Öan del ein ?- .Natürlich !" .Hätte er denn nicht bester gethan. statt seines Banquiers mit der Summe eine Abthelluna Volltti'Aaenten um Stelldichein zu schicken ? Bei uns geht man nicht auf solche Die W Vürte Wff n tnfiln fBnn .Sh I S, v' rnÄ n ,,6 ÄiS L Z AÄ? A, A5 s.ur den x. f v ' . t . fi r et i :i:uz"bzt,k x i t r x:?r: ' z :r: : r x ? "'. "VI IZJntZnJZ? ere gnele sth em unerwarleler Zm,,chen i-n cr s (r. r. -r jl:. ii Sr inhnrt mnrh7 nmi X wie es vereinbart worden war, es fuhr ia Snita hs !fmra fi; ' 7" "";vw "7r.r aus oemleiven eme argarilge, woyl ver-w-j. rt:n. ..w acr-.. v:.r. rrv. vuuit dvi uc uuu ui ucic iiicic. Mi Gatte trat heran, wich aber gleich starr vor Ent etzen zurück-statt einer Frau. sah er den Leichnam eines alten, äußerst verwahrlosten Manneö vor sich. Fast gleichzeitig brachte der Briesträger ein Schreiben von der Stadtpost, das folgenden Inhalt hatte: .Verehrter Herr! :!'iJÄh lücuc ue um wie ucgaiiacn haben: Wir haben uns in dem Todten frnriffftt TOir f,5t,n 5, nS ni.nn im:. n. : vergrltten. Wir bitten Sie, uns wegen dieses Irrthums nicht allzusehr zu zur-nen-wir haben in diesem Augenblicke so haben in diesem Augenblickes viel Waare abzuliefern. Ader es ist noch nichts verloren, wenn Sie vernuns tkg mit sich reden lassen. Seit Ihre SCi ZS fiS Gattin unter unseren Händen ist, hat ne uns nur Unannehmlichkeiten verursacht. Die Artikel, welche die Zeitungen über !N iiixicuiimiucii uiijci, uic iuiTnnniiiinin ri n jt c 11 n i 1 r it rn 3 ni 1,1 nnrn p v. rn. (ci 9 v. rr o utupmivjvu vv4 yj mv4 schwanlungen unserer Aktien, all da interessirt unS und fesselt uns mehr und mehr an unsere Schuhbefohlene. Es wurde unö viel kosten, uns von ihr loS zusagen. Allein wenn Sie uns morgen .4, ,.k.5 weitere zweimalhunderttausend. Dollars in Vaar an Mr. Coxon. 8. Avenue, No. 104, auefolgen lasten, so schwören wir bei unserem ewigen Heil, daß Sie diesmal die Freude haben werden, die Un. glückliche definitiv zu bestatten, welche den G genstand unseres Gegenwärtl gen bildet : Der Verwalter des Leich' nams: Todu." Nachlchrist: .Unsere erste Sendung bitten wir zu Ihrer freien Verfügung zu U .C 1 1 -J. , ' km nri Atmn htt heffÄk SS' "ÄÄUiftP,1 9 ff m mr y w v v Hli2 ri , . L. ,aw." UUÖJ'1 lii44" ."'" sich einer Nlcht enthalten auszurufen. sich einer nicht enthalten auszuruf .Nein, das lst nur praktisch .Wie können Sie so sprechen. Ge wiß. wenn ein ähnliches Abenteuer Ihnen begegnet wäre, Sie würden an derö über die Sache denken. fiX irr, i T Zlnn hU ,nM.n. Sie nren sich, denn die gestohlene Todte war meine Frau Guter Rath. A. .Reizend diese Sängerin ! Könn te ich doch ihre Bekanntschaft machen! Durch w.n lnn, ich mich ihr orp.ll.n lasten ? ! B. .Am besten durch Ihren Ban quiert Eine furchtbare Strafe. Ein vornehmer Herr mit einem Kna ben'an der Hand sagt zu einem Bettler, der ebenfalls emen Jungen suyrt : ' m - . .Euer Bursche da hat meinen Sohn mit Kotb aeworsen. ich verlange, daß OV1 y ituiyunw vi4u ;. ...Mt,fA;(A i Bettler. .DöZ wer' ich a thun. Euer Gnaden ich werd' ihn enterben !" Uebergroße Bescheidenheit. ,..????!?- '!n 5?i 'LW1 vz, vf "r;S'V0 ,; , - ,t$t$t'm Ä 3i?na H"? x (hier)? Nehme Sie's halt net übel, dan mtr hahtl" v v w "Xu "7"" " Klinische Ergebnisse. Arzt (mm Auqenlranken). .Nicht . r .n. t risA. r ' roar, s'e jeucn aus vcgeuuunue v im Jlobr und ( ist.als wenn alle Dinge so im Nebel erschienen. Sehen Sie mich l einmal recht genau an, wie komme ich Ihnen den vor v Augenkranker. .Auch so benebelt !

am ,i fühlen dab st. S h Vai di Hufc!.u nimm.r ruh'n. Entweihungen auSaesedt ist. r.. s '.as.r.; .

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des Cyn smus die es Brie es that der ? ' .k n:.4.7. ' Hft ;cm flrS.r. Zu Tisch zu suhren hat die yr: Wittwer, waS man von ihm forderte, uÄ.d'Älnn.. i.

Der HauSvall

.Nur keinen Thee mit Singerei ! Man stirbt vor Langeweil' dabei ; Ganz andern Eindruck macht ein Fest, gnÖ man KZ, siiu tnn iatt ! So dachte auch die Frau vom Haus, und räumte fluaS die Wohnung auS . w Die Schränke weg, die Betten weg. Die Kinder weg !" Es flieht vor Schreck Der Herr Gemahl, und sür die Zeit Die häusliche Gemüthlichkeit. unt sMa Mn?,'Nnn Nunmehr in hellen Hau en an 5 . . . Auch Nron-, Wand'Leuchter und noch . ..s.z.n Ka.t weiö wo -- i - Ufc. Und bald darauf, da sehen hier v: . 'z ' Empfang, ein'Z als Parlour, E kleines Loch zum Spielen nur; - Ein Zimmer, das drei Fenster hat. DaSist der 6ool.-Sapienti sat ! - Si ... Set Busm wallt, -ttlchkppt das Kleid Links hinter ihr steht, wie'gebührt. Der Herr Gemahl ganz resiznirt, - - ein Lichtermeer f gepumpten Leuchterheer, " ' thn 0, ?m i r-' n.(.f :n.- m(..it.. 9 . " f rt w luayic inciucu vyiuiyi u . SÄSSSSK.- ' ' 0 j 3 9wt. . hnnn jiyn uiivb y.4i 4vt Als Spitze uverpunltllch an. Es solat der Unterstützungstrupp. Und daraus schleunigst irupp' aus Vrupp' Bis man in dem Parlour zum Schluß Schon käng'ruhartrg springen mutz, Damit man nicht bei i:dem schritt Au? eine Riesenschlcppe tritt. ES kommt der Thee, hudzch dünn, doch & I r i . .. ,ek,Km,Zb? mt nat a""l?v"GN, dich, iti'm Saal ,chn pt Hie Die vier bekannten Musici : Berbunaert. übeinäcklig und Mmmu m ,u ( 6, - Und t4ted6 tat Ihre Rann Die Volonai e efet verbun,, ! Gleich d'rauf die .blaue Donau' dann, 7.. .',. ,.. u '"" - Da Ucdtiftufe an Herren heut', m: . J, 1..7. n m.-.s..;?.:, liny U""z vu"'. war aleickt der Ball aal um und um -. v,-;:,,-, uuuu umw wuuuvtuui, a.v i . ..-.n.. kZ. " 5 . '- k', ! nd äblt ? g net v vWi v v .fi ;n. nSuf; S.e.ZunerdroNnws.nsie " . . ft--8W.?iÄ Und tanztdüNN fch0N dllS TSchtttleiN, wnu iuuji uuuu w " -v , . . Rx. 1Ä J och i b n sie zu. Auch brauchen sie bei alledem Nur wmig : Mandelmilch und Creme, Und sonstige bill'ge Leckerer'; Indeß mit Caviar. Lachs Uiid Wein . n v:. m,..r. X?)l?2 Z , : i te maVX au Un tlnttl alU tm mmn um omat .. tr-t ym" M,. I lil UV (i wuiv um vuvv i Schaar ; Denn, wenn man solche lange Zeit Dieweil der Ofen Feuer speit, Manchmal auch, wie im Hundestall, ft.. . Mttt(is tf ttfcrifT k'? So lange j?artendreschen mutz, hftfia . . .... Rnn9m. , v ' vw-h . ... R - fftTS vjfv "- 7, fc Und dekorirt mit einem Stern m v ilt f kvvvv vy V v Hier einen heirathsfäh'gen Herrn. Auch hilsi'S dem dicken Herrn ansetzt Nichts, das er sich hier festgesejt, Man holt ihn sast zu reder Tour ! Die vielgeplagte Creatur. Inzwischen ha,. nnOtettilt, D Wirth di. Rll.n läng r,h.i. Die so im Winter wohl total Tiscke wandeln vierna Mal. ,1 S So daß man sie als Frau und Mann Gesellschaftlich betrachten kann.... Bei dem Souper herrscht jederzeit Die unverstelltste Heiterkeit, Denn es schlug Eins, und das Gemüth ... h?. hnnn m wMhf:f y Des Gast'S hat dann meist Appetit Die Räthm Zwiebel klagt zwar sehr. Daß ihr Nicht so recht unwohl wär', Doch schemt's auch nicht der Fall zu sem. Denn sie haut ganz gehörig ein ; I tf'illm g. Ichiurir; Jedoch jetzt fragt sie beim Destert Gar ängstlich ihren Herrn nunmehr: .Ob sie 'ne Mandel essen dürft ?" .Jawohl ! sagt der und denkt : .Mein Schatz : Wo so viel schon hineingegangen. Hat auch noch eine Mandel Platz ; I Du ein Schock ganz ohne Ban l - , Indeß als Obermatador Schwebt mir stets Herrvon Freßsack Sitzt cr bei Tisch auch noch so eng, So daß er knapp daö Handgelenk Zur Tasel nur erheben kann, Das sicht den großen Geist nicht & $ töS tt g'st na J .Vf. .es7 V ' ..v.- i. Gießt er, als sei sein Schlund von Erz ! I r-crn.. . n it: . &zn klugen ii ein uiutuai ; Der setl'ste Lachs bringt ihn nicht um! Er fegt Mit emem kühnen Schwapp Die halbe Bratenschüstel ab, Und macht in den Eompötjern nun I Sich als Hyäne viel zu thun ;

I lltin tnfr tnfitt. mtn er nmimhr

Ob sük. ob sauer, aani eaal.

Er räumt die Schalen iedeSmal. Legt Über Allem kühlend dann Den reinen EiseSgletscher an, Und weilt noch bei dem caseus. Als man sich schon erheben muß. noch gröber ist er, wie Ihr ,&r, Dokt, wo Büffetverpflegung ist: Wort läßt er wie ich oft gesebn Am Ende nur die Tische stehn. Nach dem Souper wird es mit Spiel Uno Tanz gewöhnlich nicht mebr viel. Die Damen möchten war noch gern. Jedoch es mangelt bald an Herren : i5 gurtet sich das Militär Zu essen giebt es ja nicht mehr ! uno auch die Herren vom Civil Zbun zwecklos gleichfalls nicht zu viel. tturz, Alles gebt am Ende nun, I 1TU ...... V. m , . um vvn uem y;ummci auszuruy n. Der diöe Herr zieht aber dann Zu Haufe trock'ne Wäsche an. Hebt feierlich die Hand und spricht : ,Zum zweiten Mal pasnrt mir'S mcht: Auf einen HauZball bringt auf Ehr'! Mich keine Macht der Erde mehr !' Die weuigstenLeute ma chen sich von der Kraft der Sonnen strahlen eine richtige Vorstellung; ge wöhnlich wird die Verdampfungsarbeit denelben meist sehr unterschätzt. Wir wollen deshalb die Haupangaben aus e!nergrößeren Arbeit des französischen Elektrikers Deprez über diezen Gegen stand resp, über die Ausnutzung der Sonnenkrast hier kurz zusammenstellen. Frankreich hat einen Flächeninhalt von etwa 500 000 Quadratkilometern. Da nun die Sonne in einer Stunde etwa 1 Kilogramm Wasser pro Quadratmeter verdampft, fo folgt daraus, daß das Tagcsgefllrn dem Boden Frankreichs an einem schönen Sommertage stündlich 500 Milliarden Zklloqramm Wasser ent lockt. Um dieselbe Wasskrmenge in einem guten Dampfkessel zu verbrennen. mukte man 00 Millionen Tonnen Steinkohle, d. i. ein Fünftel der jährlichen Gesammtförderung der Welt, verdren nen ! Die auf Frankreich herniederfal lenden Sonnenstrahlen können Woss;, genug verdampfen, um achtzig Millionen Lokomotiven mit zusammen vierzig Milliarden Pferdekra t in Thätigkeit zu versetzen. Und dabei bildet Frankreich einen nur kleinen Theil der Erdoberfläche, und fängt die Erde nur einen ver'chwindent geringen Theil der Sonnenstrahlen auf. Man darf sich daher wundern, daß der Mensch diese ungeheure Krast der Sonnenstrahlen noch nirgends direkt ausnutzt, sondern sich bisher nur indi rekt in Gestalt von Steinkohle dienstbar gemacht habe und daß die Sonnenkraft Maschine von Mouchot noch nirgends praktisch zur Anwendung gelangt sei. Wie Unglück zum Glück führen kann. Als es in England noch erlaubt war, Frauen zu verkaufen der große Markt li Hzymarket war be rühmt sah der Herzog von Chandois aus emer Fahrt von London, ein blut junges schönes Weib von 16 Jahren, das von ihrem Manne, einem Postknecht, während der Herzog die Pferde wechseln ließ, unbarmherzig geprügelt wurde. Entrüstet stellte der Reisende den bruta lcn Patron über seine Rohheit zur Rede Der Postknecht ließ von den Mißhand lungen ab, schlmpste aber, er wolle, skln Weib wäre beim Teufet, und wer ihm einen Thaler vierzehn Groschen gäbe, dem wurde er ue gleich verkaufen. D?n Herzog rühriZ der Anblick der unschuldi gen, leidenden Schönheit, er fragte die Frau, ob sie mit ihm wolle, und da ste in ihrer Noth bejahte, hielt er den Post lnecht beim Wort, zahlte das verlangte Geld und fuhr Mit der Befreiten davon Im Gespräch mit ihr fand er, daß sie geistige Anlacen verrieth, denen es bis her nur an Ausbildung gefehlt, erließ sie daher von tüchtigen Lehrern unter richten, und unter dem Einfluß der Er Ziehung entwickelte sich ihr ganzes Wesen , c.p. rr 4L ; k ' r - . 10 qcrriia?, oa$ yanovis jcincn cyug ling nach wenig Jahren zu seiner Ge mahlin erhob. Er hatte es nie zu be reuen ; denn die ehemalige PostknechtS frau ward eine bewunderte Lady und galt für die schönste Zierde am Snigs hose. Für welche Preise übrigens englische Frauen bisweilen verkaust wur den, dafür kann als Beispiel angeführt werden, daß im Jahre 1756 ein Kohlen träger in London sein Weib an einen sei -ner Kameraden für einen Hammelbraten abließ. Durch feindliches Geschoß geheilt. Aus seltsamere Weise ist wohl nie ein Leidender von seinem Uebel befreit worden, als im Jahre 1610 ein Ko saken Offizier vor der jetzt bulgarischen Stadt, damals türkischen Festung Varna, welche die Kosaken Dusepr her an gegriffen und bei deren Einnahme sie dreitausend christliche Sklaven befreiten. Der russische Ossizier hatte seit langer Zeit ein Geschwür auf der Brust, daö ihm große Schmerzen verursachte und nach Anwendung viel Mittel von den Aerzten sür unheilbar erklärt worden war. Bei dem Sturm auf Varna er hielt der Kranke einen Pseilschuß von ei nem tatarischen Bogen gerade in das Geschwür : es floß aus, und nach Kur' zem war der Offizier vollkommen ge nesen. Unter den preußischen Insanterie-Regimentern bcsindet sichauch eins, welches feinen unmittelbaren Ur sprung von Truppentheilen herleitet, die einst ruhmvoll an der Schlacht bei Lützen am 6. 16, Novenber 1032, in welcher der heldenmüthige Schwedenkönig Gustav Adolph seinen Tod fand, mitgefochten haben. Es ist daS hessische Früstlie?' Regiment N. 80 (in Wiesbaden), dcssen älteste Stammtruppe das 1C31 von dem Landgrafen Wilhelm V. von Hessen Kassel errichtete Regiment zu Fuß, das sogenannte weiße Regiment gewesen. Dasselbe gehörte zu dem hessischen Truv penkorpö, we'.cheS der Landgraf Wil Helm, ein treue? Anhänger der evan gelischen Sache, als Verbündeter des Schwedenkönig?, im August 1632. der bei Nürnberg. Wallenstein g-genüber. liegenden fchrrcdischen Hauptarmee als Verstäikung zrsührte. - Der Wille des Menschen ist sein Himmelreich; sein Fegefeuer die Ge duld.

Jeremiaö Federmann üder Ottaug,

vereine und Süttger. Jerem, der du selber Sänger, Harre schweigend nicht noch länger, Sinae. wie es sollte sein In jedem Gesangverein ! Lust und Liebe zu 'nem Dinge Jede Arbeit macht geringe; Dieses ist ein alter Sat), Der bei'm Singen sehr au Pia?. Drum, ihr lieben Sängerbrüder, Wollt ihr singen schöne Lieder, Müßt tdr euch daru vcrsteb'n. In die Singflund' stets zu gch'n ! Schlägt'S acht Uhr so heißt'S sich tuo mein. Keine Zeit mehr zu verbummeln. Wenn auch eben noch so gut Euch em Schoppen munden thut. Trinkt ihn aus, und geht dann Alle Schnell hinaus m eure Halle, Damit euch der Dirigent. Seme fleiß'gen Sanger nennt ! Seht, schon sitzt er am Klaviere! Sind die Stimmen alle viere Gut vertreten V sagt er dann. Und schaut den Verein sich an. Seht, der erste Tenoriste Steht dort bci der Mozartbüfle; Er kann singen in der Näh' Von dem dreigestrich'nen C ! Dieser Sänger thut stets tragen Einen breiten Künstlerlragen, Langes Haar und spitzen Bart !i?ach deö g-ocn Wachlel Art. Drüben '.uf der Kohlenkiste oifci dr; zweite Tenoriste; Diesem Manne sieht man's an. Daß se jr laut er singen kann. Doch ist lang' nicht so brigantisch Er von Aeußerm, und romantisch le der erste Tenorist, Der der Damen Liebling ist. Jener zweite Tenorifle sang sonst auch, (wenn man's NN? wüßte !) Eh er seine .Höh'- verlor Ersten lyrischen Tenor! Jener Herr, der ernst und stille Sitzt, von schwarzer Locken Fülle Schön umrahmt das stolze Haupt, Ist, wie er und Jeder glaubt Ein Stütze deö Vereines, Und ein Kenner guten WeineS, Eine wichtige Person, Erster Baß und Bariton ! In der Ecke sitzt ganz friedlich. Wohlgenährt und slhr gemüthlich, Rund wie ein Salvatorsaß Unser dicke zweite Baß. Nie verschmäht er einen Tropsen Guten Biereö, und Malz und Hopfen Schuf die stattliche Gestalt, Und des Basses Grundgcwalt. Dies sind typische Gestalten, Die da hat (wie's unsern alten Sangern längst bekannt wird sein) Jeglicher Gesangverein. Unterdeß hat in der Stille Abgeputzt sich seine Brille Der gestrenge Dirigent; Giebt jetzt auf dem Instrument ' Den vier Stimmen ihre Töne. Woraus dann sogleich das schöne , Allbekannte Lied erschallt: Wer hat dich, du schöner Wald. Wander-, Trink und Liebeslieder Singen dann die Sängerbrüder, Bis lan's zehn Uhr schlagen hört. Und der Dirigent erklärt. Daß die Singstund' sei zu Ende, Worauf froh sich und behende Die sidele Sängerschaar Concentrieret an der Bar. Durst kriegt man vom vielen Singen, Weshalb dann vor allen Dingen Jeder Sänger wohlgemuth Seinen Schoppen leeren thut. Noch ein Stündchen sitzen bleibt man. Und ganz kreuzsidel auch kneipt man. Dann ist das .Vergnügen aus. Und zu Muttern" geht'6 nach HauS. Daß das Werk den Meister lobe Giebt'S vor'm Scheiden eine Probe Noch, und jeder vom Verein Stimmt in'S Abschiedslied auch ein. DaS ist frohes Sängerleben, Kann es wohl was Schön'reS geben 7 Smqe wer da singen kann ! Wie's auch macht der Federmann. (Erie Sonntagsgast.)

HübfcheVeruandtschaft. Da Sie von hier sind, sagen Sie, wo wollen wir denn zu Mittag speisen T Etwa im rothen Ochsen ?" .Dort nicht, das ist ja mein Vater !' .Oder in der schwarzen Kuh!" .Dort auch nicht, daö ist ja meine Tante!" .Oder im goldenen Kalb !" .Dort am allerwenigsten, daS bin ja ich selbst!" Sogar. .Nun,wie ist da? gestrige Conzert auS gqaflen, meine Damen?" 0, ausgezeichnet, wir haben sogar daS Plaudern vergessen !" Aus de? Volksschule. Lehrer (lesend) : Und sie gingen fär baß fürbaß, wer von euch weiß, waS fürbaß ist? Kannst Du eS sagen,Mä gerl,? Mägerle : OhneStrümpf und Schuh'! Lehrer: Nein, da bist Du an barfuß; daS ist etwas ande:e, nun was heißt fürbaß? Du Hosmann? Hofmann: Mit Sttümps' und Schuh'.