Indiana Tribüne, Volume 6, Number 178, Indianapolis, Marion County, 17 March 1883 — Page 2

nvttne. 9t ?5gttH5- und SsnntagsausgaS'. Office: L S. Dcla:varc?Str. Indianapolis, Ind., 1' Man 1683. o n t n n . .General James S. BriZbin, zur Zeit m Fort Kogh, Meint, ansässig, hat seit länger als 20 Jabren den fernen Westen zum Gegenstande seines Specialstudiums Gemacht und fällt über die in neuerer Zeit sich .vollziehende Entwickelung des selben folgendes Urtheil: .Selbst demjenigen, der Augenzeuge des Ausscksun9?s im fernen Westen war und ist, er scheint derselbe wie ein Traum, wie ein 7 n!.1 nZ; K Zd-L An 'f?ÄaffiSS I Staaten der tfiu, als Oblo, Jlllno,, Jdina und Am un besiedelt wurden , mi .in. m'sni,n Märchen. Aber dasselbe war ja in fru I; hne Bei is in d r Geschichte d ! nM,r cw, L il.n.-f nu??Jtt&l: der ferne Westen zu schneller Blüthe gelangen, geradeso wie der Ausschwung der genannlen Staaten sich schneller vollzogen hat als derjenige von Connecticut, New Hampjhire und Vermont. Vergleichen wir z. V. Montana mit Ohio; das erstere ist fast viermal größer W V UIVIIIV VVVl)VUV)HII die Ausbeu:e an Golö und Silber aus ' 8,000,000, und der Reichthum der Berge' und Hügel des Territoriums ist unerschöpflich. Doch nicht auf den Berg bau allein ist Montana angewiesen. Vo riges Jahr hat es bereits 50.000 Rinder im Werthe von durchschnittlich 50 Pro Stück nach dem Osten gesandt, und in diesem Jahre wird die Anzahl 100,00 üdersleigrn. Im vorigen Jhre haben wir 1,500,000 Pfund Wolle producirt und werden auch dieses Quantum im lausenden Jahre verdopveln. Viel fach ist noch beute der Irrthum verbrei kwf wvuiv v W' ?4 r... .

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und seine ö riaucUcn nnb mindestens ,-.. ""- ..... ... "7'

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noch Sllberminen. Montana bat bisher -w-w.Vu u

über $170.000.000 an edeln Metallen l9n im mmu wuniuta 3u

gefordert, irür dieses Jabr schätze ich 3a W

VUI HUI 4JVUUIUtlU Ul VVit iU.fclVUU ! , . r- 1 Nicht besonders eigene. Demselben, en Prüfung zu untemersen. Erst Irrthum begegnen wir, als der Staat wenn sie dun etnc Proodeetton tenueOhio sich noch in der Kindheit seiner se.n hatten, dak sie auch prakttsche Be a. Entwickelung befand. Die Erträge des b'gung zum Lehramte besaßen, sollten Ackers sind in einzelnen Theilen Monta- ,lC "ne feste Anstellung erhalten. Dana's reicher als irgendwo in den Ver.iurch sollte der vielfach gerügte UebelStaaten, im Durchschnitt bedeutender ! stand beseitlgt werden, daß namentllch als die durckscknittlick- l?rtraassäb;-,k-it . aus den Gymnapen. dlt Lehrer keme

der besseren Agriculturstaaten. . 7' ' iJ I Y ö Zvischen Froze und Death Creek am Jellostone'Jlusse baute im vorigenSom mer ein Farmer auf 90 Ackern 4,000 Bushel Hafer und löste für den Bushel 55 Cents. Ein anderer erntete von 12 Ackern 400 Bushel und ein dritter von 20 Ackern 700 Bushel. In keinem dieser Fälle bedürfte das Land künstlicher Bewässerung. Der Ertrag eines Ackers an Weizen beläust sich in manchen Gegendcn auf 40 bis 00 Bushel jahrlich ; 20 Bushel ist im Allgemeinen der durch schuittliche Ertraq. Für den Capital! sten bezahlt sich Viehzucht, sür den Mann mit einem kleinen Capitale Ackerbau am besten, und derjenige, der nur seine Ar beitskraft besitzt, findet überall gut loh nende Arbeit und kann es bei vernünfti ger Sparsamkeit ebenfalls bald zum selbstftändigen Farmer bringen. Dakota ist sür den Wcizenbau ebenso geeignet, j wie Montana, aber das letztere erfreut ! sich des Vorzugs, den schon sein Name - andeutet. Berge und Hügel ' wechseln j mit breiten, fruchtbaren, von zahlreichen Bächen und Flüssen durchströmten Thä lern ab, und das Land hat in dreser Be ziehung mit Pennsylvanien die außeror dentlichste Aehnlichkeit. Der Strom tor Einwanderung nach dem fernen Westen wird Heuer zuverläßig größer fein als je zuvor." Allerdings wird auch vielfach , anoers uoer ccn yo?:n oroween geur v -. i. . . f. . " 1.-1 besser, als man geglaubt hat. In eine? Lawine. rn X.ifrr ISsif, Ii?n stA ?N,v,n 0 o w v ,vttv Hkyland am lilk Ereek im westlichen , . . . ' ' . aJior.tar.( ei;i Hei gen Gi hen beabzichtige und dan doch Onkel Alex, bevor die Arbeit auf der Farm be ginne, eine Woche in Gerber's Haus verleben wolle. Das Wetter war schlecht zu damaliger Zeit, Regen und Schnee wechselten miteinander ab. Und Alex mußte, um nach Dcer Lodge zu gelan gen, den Hochpaß des Gebirges über fchreiten. Mit seinen 11 Fuß langen norwegischen Schneeschuhen an den Füßen, brach Onkel Alex aus; da wo der Pfad steil gegen 1000 Fuß in die Höhe führt, überwand er kletternd und stei gend alle Schwierigkeiten und langte glücklich auf dem Kamme des Ge5!rges an. Dann ging es wieder auf den Schneeschuhen vorwärts und endlich ge gen 500 Fuß wieder steil in das Thal hinab. Onkel Alex bangte nicht vor der schräg abfallenden Schneefläche, schon ost und ebenfalls zur Winterszeit hatte er den Weg zurückgelegt. Ein paar Züge aus seiner kurzen Pfeife gaben frische l!rast. die Schneeschuhe wurden

incni.uno zeoensauz cnqu oer,eive reme hangig vom anderen handelt und auf -zz. o 4 f f . t." i v k ,". v : i 7 , .. . J. . '

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i;iuuciui -üüiiyuic üiacn, uis juuu j irtUn,Ung oe en oe tteyk, was er

cheren Landestizerle. Immerhin ist er ! scbreibt. so enMebt notbwendia

i n'.eocr und rundete ick dort im njcrocn wouen. zeoer nur i,. " ""4' i Ion V .Lcr Golt uno w'k, v:s rn oie

imwesen, das heute den 7öiähri emigelwaßen vermögende Vater sucht Englander, einem Manne pinren ionlneine Fußzehe." .Mehr"? .Mehr." f' h ' m 9 . . . V - 1 s"i . a.mam ..iAMMMiAAMA.! ' . m .

:eis reichlich nährt. '.Onkel Alez", lernen Ä0yn von der drelMrigen ini wuuuüu- mtfc Mehr." Uno 0 weiter, ' 7 " ' n r i. , rs f Llf:J(..U .k .mi.iiilT.U m " ' .

w:e der Alte rn der ganzen Umgeaend nstzeu zu oesreien, moem er ihn eme len mlnen,n)u,ttien o wumuuicui s Abspannung eintritt. w ... . , . . . l' 3 . tat. o-c ri-fi t: er t.r.. j. sU.f sti.-f? (iaht tnnffh nrtt ptrnfpn ,r . .

enann: wi:o, iji in zcoem ioatzau e v" w" ucmiycii hi! w. D i eter Ta a e izt in der rn bekannt und bringt während des Win , läßt. Zum Schaden eines guten Unter- gebaut, hat W. CllC bvlC bcsnaul) stadt Washinaton eine edle teis däusiz eine Woche in den Nieder ' richts müssen alle die Bürschchen mitge ngkeiten welche der Pawrung dtt,-?. lassungen Deer Lodge oder Beartown schleppt werden, die nur dieses Zwecks Stromschnellen dez Congo entgegen Sie kam mit bei seinen Freunden zu. dann namentlick halber dtt Schule besuchen und wider- standen, zu beseMgen, hat Handels V las, ßU der &&mth

an den Abenden die Ansiedle? um sich willig lernen. Hierdurch werden nicht twnen angelegt und ctgene er tÄnctifo U'.id bald darauf nach versammelnd iinö mit der Erzählung sei. nur die Lehrer gehemmt und die eifrigen sicherung, daß er me einen chuß aus n bcfcn ähe ih? Mann ner unglaublich mannichsachen Erlebnisse Schüler benachtheiligt, sondern eZ bilden .naeborene habe abfeuern lasien außer ,i'Ml!cheret gründete. Nachdem 1861 unterhaltend. Vor einigen Tagen er staz auch Me Schaaren von jungen Leu- nn tfuc dci : höchsten iOth, stnt diitcg Büra rkrie!! auscbrochen, war Iran hielt er von seinem Freunde John Ger ten dle weder wisienschastliche Bildung d.e Thatsache rare voll e Bestätigung . ersten Frauen, welche sich der in Deer Lodge die briefliche Mit besitzen, noch 5andarbett verrichten wol- da er gegenwartig , wieder lt krZ. -Pg der kranken und verwundeten theilunq, daß dieser im Frühjahr mit len. Aus der Nation der Denker wird Schisssladung von Waaren nach St an j 0jtc QnQPieacn sein ließ. In den seiner Familie nach Calilorni n m it. so allgemach die Nation der Halbgebil-!ey Port ausgebrochen ist, die ledig ich

sorflfSltigc? befestigt :md, den Alpensicck

zwischen den Beinen, begann er die schnelle Fahrt bergab. Gleich darauf brach Alex trotz der Schneeschuhe durch den Schnee; das unter demselben den Berg hinablaufende Wasser hatte nur eine dünne, lrügerisch: Schicht stehen lassen und darunter befand sich Wasser uno die bekannte Mischung aus Wasser und Schnee. l'llcs, der bis an den Leib eingesunken war, begann sich auf eine festere Schneefchicht hinauZzuarbeiten, da aber wich der Boden unter ihn: und unter Donner und Krachen glitt die Schneemasse in einer LängenauLdehnung von vielen hundert Fuß zu Tha!e. Nicht einen Augenblick verlor der Alle das Bewußtsein, legte die Fahrt in eine Tiefe von 500 Fuß glücklich zurück, fand sich aber bis an die Arme von einer sestcn Masse umschlossen, die sich vie ein unzerbrechl cher ypsverband um den ganzen Kör l schloß. 3llis, :bei.-!tder mi den frei .blieben Händen K - . ' - cs. d " 5' h weg, Finger und Hände bluIetkN. e idlich tonnte er sem starke; I erweisen und schneller geiang .3 uun, den Schnee zu cntscrnen. Endlich frei, die Schneeschuhe an sei: Füßen waren zersplittert, aber den kräs tigen Knochen war auch nicht der geringste Schaden geschehen. Eine kurze Pause zur Erholung und dann setzte der Alte seinen Weg rüstig fort. Äegen 6 Uhr Abends traf er bei seinem Freunde Gerber ein und saß eine halbe Stunde Höherer Uuterricht. Da vielfach Vergleiche zwischen der anerikanischen und der deutsch? Lehr Methode angestellt werden und erstere fast immer gründlich verdammt wird, so dürste eine Besprechung des sogenannten höheren Unterrichts interessant sein, die am 24. Fcbruar im preußisch: Land tage stattgefunden hat. Die Regierung hatte beantragt, die Candidaten für das höhere Lehramt nach Ablauf des Probeiahres noch ein Jahr kommissarisch die f . . f ncn zu lasien und dann erner abermalrPädagogen sind und das, was sie selbst wissen, ihren Schülern nicht übermitteln können. Jndesien weigerte sich der Land tag, noch eine Prüfung einzuführen. Mit den ewigen Prüfungen, rief ein Abgeordneter aus, kommen wir schließ lich aus das Mandarinenthum. Dessenungeachtet wurden von allen Parteien die Mängel des höheren Unter richts anerkannt. Sie bestehen in einer Ueberbürdung der Schüler mit rein mechanischen Arbeiten und in der voll kommenen Verflachung der Geister. Man sieht also, daß in Deutschland genau dieselben Klagen geführt werden, wie hier. 'Dr. Stern gab einige trif tige Gründe sür diese Erscheinungen an. Zunächst liegt die Schuld an der einsei tigen Ausbildung der Philologen. Da werden Specialstudien getrieben, die wohl für den akademischen Vorleser nothwendig sem mögen, aber nimmer mehr für den Gymnasiallehrer, während andererseits die vielseitige harmonische Ausbildung ganz vernachlässigt wird, Man bildet auf den Universitäten Spe clalisten für Deutsch. Latein. Griechisch. Mathematik und neuere Sprachen her aus. Werden diese Leute Lehrer, so bilden sie sich ein, daß ihr Specialfach den Vorzug vor allen anderen Lehr aeaenständen verdiene. Sie stellen Au? gaben, ohne Rücksicht darauf, daß die Scbüler aucb noü Auderes lernen müs ! en. Da nun immer ein Lehrer unab- .. der vorjene Ueberbürdung mit häuslichen Arbeiten, die den Körper untergräbt und den Geist verflacht. Und ferner sind die Gymna , ... 1 . 1 7 yj t das Vorrecht des einjährigen Dienstes : r . rt "v . v . . deten. Aus Obigem dürste zur Genüge er sichtlich sein, daß die deutsche Unterrichts Methode und die deutschen Schulverhält niste bei Weitem nicht auf jener idealen Höhe stehen, auf die sie hierzulande zu weilen gestellt werden. Und in noch höherem Grade gilt das von den Volks schulen, die meist so furchtbar überfüllt sind, daß es dem Lehrer physisch unmög lich ist, sich mit den .Kindern zu beschäf tigen. Reformen im Schulwesen sind hierzulande allerdings dringend noth wendig, aber das deutsche wird man sich in vielen Stücken nicht zum Muster neh men können. Groöe Männer. Ein Schulknabe im' Staate Illinois behauptete seinem . Lehrer gegenüber, daß der kürzlich erschossene. Rausbold Jim Elliott ein größerer Mann gewesen sei, als der säst zu gleicher Zeit verstor bene Staatsmann Stephens von Geor

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Öl.a - Und obwohl ihm diese Antwort

kein Lob eintrug, war er von ihrer Rich tigkeit unzweifelhaft überzeuzt, denn von dem berühmten Gouverneur hatte er so gut wie gar nichts, von dem elenden Preisboxer und Verbrecher aber sehr viel gehört. Die Biographie der Helden des Ringes" ist, Hierzurande wenigsten?, .besser bekannt, als diejenige großer Er finder. Dichter oder Künstler, sowie man in anderen Ländern den Kricgsruhm uch viel höher schält, als die größten Verdienste um den Fortschritt der Menschheit. Oft genug dort man. daß die Zeitungen hieran schuld sind, aber eL giebt kaum ein Blatt von Bedeutung, das die Gemüthsrohheit nicht verdammt und die populären Helden, als unwissende, gefährliche Bummler bezeichnet. Aber welchen Nutzen haben alle Mah 'nungen? Die Schmutzblätter, welche die berühmtesten" Bxcr'und Verbrecher im Bilde dem Publikum vorführen, finden inen tausendmal höheren Absatz, als etwa die Zeitungsnummern, welche Be richte über ausgezeichnete Vorträte ent halten. Hat irgendwo ein Preiskampf stattgefunden, ist ein besonders scheußli ches Verbrechen oder ein scandal vorgefallen, so verlangt das Puhlicum, daß die Zeitung alle Einzelnhcitcn mittheilt. Es kauft keine Blätter, die solche .Neuigkeiten" nicht enthalten, und ttx streng moralische Zeitungsschreiber, ! der den Volkserzieher spielen will, ist ein " . 7 .. ' Nred er n der ?. a,! rrtf haben seine schönen Artikel, wenn nur Diejenigen sie lesen, die ohnehin schon einer Ansicht sind ? Tbatsacke ist. dan sere ganze wunderbare Civilisation thierischen Jnstincte noch lange nicht uszerottet har. Wären nicht Stierge " - ' P (Die vervoien, o wuroen ne gronen lauf haben. Die Größc" eines Jim Elliott wird von mcür Leuten verstanden und gewürdigt, als die Bedeuiung eines Alexander H. Stephens. Nach dem, vas jener Knabe von Ersterem hörte, mußte er ihn also wirklich für den größeren Mann halten. Verwickelungen in U.,. nie franzor.jche 'epubl:., sagt rtc Mfe. m h A m. m ..:. widerstandsfähige Gegner ungeschoren zu lassen und dagegen ihre Glsire" an solchen Feinden auszufrlschcn, d:e von moderner Kriegführung und Bewaffnung nichts wissen. - Tunis hat sie angegrif fen, MudagaScar bedroht und zur Zeit breitet sie sich factiich vor. d?.-n Forsch?? Stanley im Thale des Eongo entgegen zu treten. De Vrazza. dr u:-.terneh-mende, aber gleichzeitig intriquante Jtalienzr, hat, während er der frlinzösischen Marine als Ossicier angehörte, einen neuen Weci in das Thl des Con.o cntdeckt und mit einem der dort regierenden Zaunkönige einen Vertrag abges.,l?ssen, laut dessen dieser Herrsche? sein Tcrritorium unter Frankreichs Schulz und Obezhoheit gestellt hat. Ec ist z auf der Rückkehr nach Afrika begriffen, wird von Algier ans von nr.er Compagnie eines algi.erischen Regi:nents begleitet werden, und außerdem hat ihm Äer französische Krieo-ministcr ö.000 Chasse potö und 20,000 Cavallericsäbkl und Seitengewehre zur 'ersügung gestellt; diese Waffen soll D: B:a;a zu? Cq'ipirung eine? aus Eingeborenen zu formirenden Armee verwenden. Ganz O.'lZenscheinlich ist dieses Vorgehen Frankreichs gegen dujenigen Untcrneh mungen gerichtet, weiät Stanley im Thale d?s Congo geschaffen bat, um dieses ungeheuere G'biet dem Handel und in dessen G:folge der Clvil:zat:on Lu.erosznen. Schon treten in der sranzosischenPrcsse mannichfache Stimmen hervor, welche Stanley beschuldigen, daß er die Einge borenen am Congo rücksichtslos habe niedermetzeln lassen, ohne durch diePflicht der Selbsterhaltung hierzu gezwungen zu sein. Diese Vorwürfe entbehren jede? Begründung; als Stanley seine, erste Ersorschungsreise unternahm, hat er von den Waffen Gebrauch gemacht, so ost er durch die Feindseligkeit oder den Verrath I der Eingeborenen hierzu gezwungen war. ! Aus seinen späteren Expeditionen hat e? . lediglich den Zweck versolgt, das Thal des Congo dem Handel zu eröffnen, und , r ! r. n... erntn. r . . rtji n Ä. mL a f wollte, hatte höchsten ernem Franzosen, nrnim fflmjcifrtinr einsm zum AUZlauiqe im cge irieolicyen sw r . ; : 5 . . i. ' -v i : HJUNDCISUEUCUIS Viuuiiu uiu. tT V.tfc.ft.C fAA.4t4 ihS Brazza dagegen ist nach dem Congo un terwegs an ver pi$c einer vz-ompagnl? Soldaten und mit den Mittem auSge rüstet, aus den Eingeborenen eine Armee zu organisiren. Wäre DeBrazza mit seiner bcdeutsa men Entdeckung einer neuen Verbindung mit dem oberen Congo zusricden gewe sen, so würde die ganze civilisirte Menschheit diese wichtige Entdeckung übereinstimmend gerühmt haben, durch den erwähnten Vertrag mit einemKonige der Eingeborenen aber und durch seine neueste Expedition hat er sich zu einem abenteuernden Jntriguanten gestempelt. De Brazza hat jenem König eine fcan zösische Ftagge übergeben und dieser ha: sein Land unter Frankreichs Oberhoheit gestellt. Ganz gewiß hat 'man jenem Könige vorgeschwindelt, die Flagge sei ein mächtiger, unwiderstehlicher Fetisch. Jenes Königreich liegt nördlich von

vitro Yorker L,rmcs , hat ryre Staats' das ja mitunter vor. Dre Hochzert ver Vtlfrtt't SM ItCtAVAM s I f 4 Mt il tl 4 ( ! .Xx I t A C . . ? i. V t t f

4iiii in uii Ultimi vuiuti ut ijiuiijUiU, unu um vkN UDllQcIi durch die Taktik bewährt unt bewiesen, ! Glückwünschen verließen die Gäste das

Stanley P2öl; es ist" beinahe unver

meioiicy, oav üstaniey uns oe Brazza aneinander gerathen. Auf Stanley's Seite stehen der Präsident der genann ten internationalen Gesellschaft, der König der Belgier, die von der Gesellschaft vertretenen Interessen der Wissenschaft und des Handels und wenn auch leider nicht in erster Linie Stanley's amerikanisches Bürgerrecht ; auf de Brazza's Seite stehen franzosische Eitel seit und italienisch-französische Jntri gue.. Uebrig:ns ist zur Zeit wenigstens Stanley in der Lage, jenem Könige mit der französischen Flagge größere Vortheile zu bieten als de Vrazza, und Hof fenllich wird dies den Abenteurer am einfachsten aus dem Felde schlagen: Ein verhüngnißvoller Schrz. Vor mehreren Wochen war auf dem Landaute des Maj. Randolph Newsome in Sussex Co., . Va., eine auserlesene und lustige Gesellschaft versammelt. Es galt, die Hochzeit der reizenden Lottie Newsome mit dem jungen und reichen Gutsbesitzer Roberr Crowsen aus. der Nähe von City Point, Va., zu feiern. ,Wa traf em Bote des vteo. Richard Tomplins ein, welcher um Vollziehung der Trauung ersucht worden war, und meldete, der geistliche Herr sei plöklick erkrankt und könne das Bett nicht vers i( , Cr o ra a 1 4 w rtt k. us iiiuipaai uno vie V5ü ie ließen die Lköpfe hangen, die großartigen oroererlung. ,ur oleyocyzerollten Ml tt"ro,zcn inn. noq ottizreunoe i des Braurrgams unterhielten sich leise. u lajiiiicy roanoic sicn einer omelben un0 "leille oie,cm mit, m Sm si n ,4ty .. 4. c . : r . : i. rt . ! . um jiuujyuiiüüüi jci cu dcureiu ClU junger Gcistlkcher angestellt, ein durchaus respcctabler Mann, er wolle denselben in seinem Buggy herbeiholen. Das Brautpaar, die Eltern der Braut, alle Gäste erklärten sich einverstanden. Nack . ein paar Stunden erschien der Freund mit eincmHerrn im geistlichen Gewände, den er als rt?v. Joncs vorstellte. Der-. selbe faßte sich während der Ceremonie außerordentlich kurz, und das war allen Anwesenden gerade recht. Ueber Tische sprach der Reverend den vortrefflichen . meinen cm wenig stark zu, doch kommt . " ' Haus. Das junge Paar zog nach dem Gute Crowscr.'s und lebte wie im sieben ten Himmel. Unter den jungen Leuten i v! c . . r. aoer, oie an oer ö)oa)zeil J.yeli genom men, befanden sich mehrere Männlein und Fräulein, die in stiller Liebe sür einander glühten. Die Herren verriethen den Damen ihrer Herzen, daß der Rev. Jones ga? kein Geistlicher, sondern ein junger Wirthschaftsbesitzer aus dem iachbarconnty sei. Natürlich plauder ten die Damen, die Geschichte kam den jungen Eheleulen zu Ohren, die junge Frau zog sofort in das Haus ihrer El lern zurück und ist dort gefährlich er krankt. Die Grandjury hat die Urheber des Scherzes" unter Anklage gestellt, aber die meisten derstlben haben das Counly verlassen. Sarah Winnemucca, die Prinzessin der Piutes, leitete dieser Tage inBoston cincVorlesung mit derBi:te um Entschuldigung ein,daß sie nicht so üsthetisch gebildet wie Oscar Wilde und nicht so schön wie die .Lilie von Jersey" sei. Vom Antande. 5) a r t f o ? d, C o n n., sind vorige Woche Fred Huczb und William Benton verschwunden.- ohne daß seither eine Spur von denselben ermittelt wer den konnte. Hough ist ein Dreißiger, Beamter der Straßenbahn und sein? Verbältnisse sind durchaus geordnet. William Benton ist ein ältlicher, aber noch rüstiger Herr, Mitglied des Stadtraths und sehr wohlhabend. "In 'Lyons, Ja., ist e r, j n dem benachbarten Clinton ist sie am Tele phonc angestellt. Neulich früh das Quecksilber stand 10 Grad unter Null rief er in den Apparat: List Du im Bureau, mein Ena.el?" .Gewiß, mein Charlcy. was soll sein ?" .Drücke Deine süßen Lippen an das Hörrohr," Fertig, was weiter?" .Das" (er kütt das Mundstück). U, Yimmel, :f-WV ivuw t VJ f f k V ' t Fertiq" .Hast Du es ge. I . . , . ":. i ! R ,, n)nMn T)nMl- C-ife" ini i ic mini iui Jiuwiii . jjiuiti v. C i . r, fr. : cer.m cy.v.M iciuiornaicnc viiiajununu. itui ocüC hatte sie ein freundliches Wort oder eine Erfrisch nq. Die B undesregierun g läßt gegenwärtig die ihr von Dr. Mudd, der vor mehreren Wochen in BryantoVn, Md. verstorben ist, mitgetheilte Schrift über seine Erfahrungen in der BeHand luna des Gelbfiebers veröffentlichen. Mudd war bekanntlich wegen angeblicher Theilnahme an derErmorduna Lincoln'S zu lebenslänglicher Jnternirung auf der Felseninsel Dry Tortugas verurtheilt worden . und hatte rn der Geldsiever Epidemie von 1867 Hunderten von Sol daten und Sträflingen das Leben geret tet, wofür er von Andrew Johnson be anadigt wurde. Der Arzt glaubt ent deckt zu haben, daß die Spaltpilze Bacterien welche Gelbfieber und ähn liche Seuchen verursachen, nicht durch die Luft, sondern nur durch wirkliche Be rührung mit anaesteckten Stoffen sich

verbreiten, sodaß die Absperrung der Kranken völlige Sicherheit gegen dieAn steckung gewähre. Allein in Gloucester. Mass..

wird der durch die Wiggins'sche Prophc i zeiung veranlaßte Ausfall im Fischfang aus 3.000.000 Pfund Fische im Werthe ! von $125,000 veranschlagt. Der Farmer I. N. Hoak hat auf seinem Lande in den Pincy Moun tains reiches Kupfererz gefunden. Wenn sich das Lager als mächtig erweist, so re präsentirt dasselbe wegen seiner ünsti' gen Lage einen sehr bedeutenden Werth. Das Lager ist mit dem nur 5 Meilen entfernter? Luray, Va., durch eine gute Straße verbunden. D er Elevator der Penn sylvaniaEisenbahn in Jersey City ist der größte und am besten eingerichtete im ganzen Lande; er saßt 1.500,000 Bushel Getreide und seine Maschinen ermöglichen es, daß 500 Eisenbahn Waggons in 10 Stunden umgeladen werden können. Der Elevator ift 205 Fuß lang. 175 Fuß hoch und 145 Fuß tief; die Wände sind aus Eisen con ftruiri. LieutenantBarry, derCom Mandant deSNordpolsahrerS .Rodgers", hat den Auftrag erhalten, den Eskimos die Geschenke zu überbringen, welche sür dieselben als Belohnung für ihre den Schiffbrüchigen nach dem Brande des .Rodgers" bewiesene Gastfreundschaft angekauft worden sind. Der Zollkutter .Corwln" wird den Officrer und dre Ge schenke befördern. Der Besitzer eines Couni . n rr . x . . . c .... ! iryliore m yonneciicul qaiie wieoeryotl bemerkt, daß zur Nachzeit die Ladenlasse bestohlen wurde. ES mußte ein Haus dieb sein, denn sämmtliche Thüren und Fenster des Ladens waren, wenn der Besitzer srüh in solchen kam, so verschlos sen, daß Niemand anders, als mittels eines Nachschlüssels durch die mit den Wohnräumen in Verbindung stehendeThüre hatte in den Laden gelangen können. Der Ladenbesitzer ließ sortan nur wenig Geld über Nacht in der Schublade und brachte in dem Fußboden des Ladens eine Fall thüre in der Weise an, daß diese sich, sallS ein Mensch darauf trat, nach unten öffnete, den Eindringling in eine im Keller befindliche sechs Fuß tiefe Grube beförderte und dann automatisch ln ihre frühere Lage zurücksprang. Den Tag über war die Fallthüre so verwahrt. daß sie sich nicht öffnen konnte. Dieser age entdeckte der Ladenbesitzer früh ser nen Clerk und seinen Lehrling in der Falle; er ließ dieselben Stunden lang darin und erst im Verlause des Nach mittags verhaften. Im Restaurant Del.monico in New Vork kommt jetzt eine ganz neue Kochmethode in Anwendung. Ein oe wisier Hardtberg in Lübeck hat die be kannte .EttrPolka" tompornrt. Man bedient sich derselben beim Eicrkochen. Wlll man dle Eier ganz welch, so' sinat man die Polka prästisiimo, wachsweich andante.hart adagio. Bei Schluß der letzten Strophe haben die Eier die ge wünschte Qualität. Der französische Oberkoch des genannten Restaurants, pfeift, wenn er Wachteln, Tauben oder Rebhühner bratet, ein Mendelfhn'fches Quartett, wenn sich Fasanen, Gänse oder Truthuhner in den Pfannen befinden, eine Beethoven'sche Symphonie, bei einer Schöpfenkeule, oder einem Rostbees von 12 bis 20 Pfund, die .Hugenotten" oder die .Asrikanerrn" oder .Jldello." An einem der letzten Abende trat in Toronto, Ont., im Schlafwagen eines nachBoston bestimm ten Zuges ein Engländer in grauem Zwillich Anzüge, ein Vollblu: John Bull, aus ernen Vanlee zu und sagte zu diesem : .Wie mir der Porter mi:theilte, haben Sie sich eines der unteren Betten gesichert, ist dem so?" es, Sir." Sie wurden mich - verpflichten, wenn Sie Ihr Bett meiner Schwester abtreten und. dafür deren über dem Ihrigen be findlicheö Bett einnehmen wollten. Es ist unangenehm sur eine zunge Dame, wenn sie an einem Bette in die Höhe klettern soll, in dessen unterer Schlasstätte em Gentleman liegt Mit größtem Vergnügen, mein Herr, es macht mich glücklich, einer Dame die nen zu können Am nächsten Morgen sah der Amerikaner, wie aus dem unte ren Bette in der , gegenüberliegenden Reihe die in grauen Zwillich gehüllten langen Beme des Engländers her aushingen. Bei der Toilette fragte der Amerttaner: .Sle hatten doch ebenfalls ein unteres Bett für die Nacht ?" .Ja, natürlich .Und Sie baten mich, mein unteres Bett JhrerFräuleinSchwe ster abzutreten ?" .Nun, denken Sie vielleicht, ich würde ihr jemals mein un teres Bett abtreten, so lanae noch ein anderes zu haben ist ?" Vom Nuslanve. 91 ii Ni , ; a wird a e m e l bet. daß ein reicher Engländer vor ein! gen Tagen 225.000 Fr. gewann, way renn eine iunäe schöne Französin ihr ganzes Vermögen verlor. Als sie vvn der Bank eine Unterstützung von 3000 Fr. verlangte, diese ihr aber nur 500 Fr. zur Abreise bot, erschoß sie sich. 1.63 extremes se toacnent ot junge schöne Dame stirbt in der häßlichen Lei denfchast des Spiels, der reiche Englän der langweilt sich sott in seinem Glücke. I n e in e m u n w e i t Wil? na telegenen Dorfe, Namens " Schir wit, hatte ein Feldscherer das 'Gerücht verbreitet, er verstände eine vorüberge hende Blindheit herbeizusühren, die kein Arzt von einer wirklichen unterscheiden könne., ES dauerte auch nicht larrge, so kam zu ihm ein Bauer, der in den näch sten Tagen seiner Wehrpflicht nachkam men müßte, und bat ihn, er möge ihn auf zwei Wochen blind machen. Gegen 100 Rubel vollzog der Feldfcherer die Operation und entließ den glücklichen Baun, jetzt doppelt blind, nach Hause. Für den Militärdienst als untauglich zurückgewiesen, wartete der Bauer nun mit Ungeduld die vierzehn Tage ab, nach deren. Ablauf er sein Augenlicht wiedergewinnen sollte. Allein vierzehn

Tage vergingen und nochmals vi:rzehn Tage, ohne daß er sehend wurde. Als er stch jetzt an einrn Arzt wandte, war

es schon längst zu spät, denn nach der Aussage dieses war die Blindheit nie eme vorübergehende gewesen. Wer ae wisienlose Feldscherer ist, wie dem .Go los- geschrieben wird, zur Verantwor tung gezogen. E L verdient als. bezeich nend erwähnt zu werden, daß Wagner alle Ordensdecoraüonen stets abgelehnt hat. Wenig bekannt dürste es sem. daß im Jahre 1S64 das Cavitel des Maxi miliansordens pcur lo rnerito Ri chard Wagner dem König von Baiern zur Aufnahme vorgeschlagen hatte, von letzterem war auch die Präsentation ge nehmigt. Da jedoch U? seinfühlende Meister Ursache zu der VoranLsetzung hatte, daß die Wahl nur auf den Wunsch seines königlichen Protektors erfolgt wäre, so lehnte er die ihm zugedacht: hohe Auszeichnung dankend ab; d:e noth wendige Folge hiervon war, daß er spä ter auch den von dem König von Italien ihm zugedachten Lazarusorden ablehnen mußte. Der MaximilianSorden steht bekanntlich aus gleicher Stufe mit dem preußischen Orden pour le rnerite. Eine Fülle von Ordensdecoraüonen auch seitens Preußens war ihm gelegentlich der 1870er Nibelungen-Auffüh rung zugedacht worden. Doch bat Wag ner, von jeder derartigen Auszeichnung Abstand zu nehmen, die denn auch unter blieb. Als neulich der Po st wa-gen-nach Slssack rn Kroatien fuhr, blle ben die Pferde an einer Brücke plötzlich stehen Der Postillon und der Beglcits mann stiegen ab, um nach dem Hinder nisse suchen, wurden aber sofort von auflauernden Räubern niedergeschlagen und ermordet. Die Räuber zogen die Uniformen der Ermordeten an und fuh ren den Wagen stundenweit durch meh rere Dörfer; dann plünderten sie ih", nahmen 15,000 Gulden mit sich und ließen Pferde und Wagen stehen. ES waren Bauern, von denen jetzt drei ent deckt und in Haft sind. Der deutsche kolonial verein hat die spanische Insel Fernao do Po, an der Westküste Afrikas, im Busen von Guinea gelegen, zur Begründung einer deutschen Niederlasst auöersehen, in der Hoffnung, später . Insel von Spanien erwerben zu kön , . Fernao do Po, ungefähr sechs Qu'tmeilen groß, vier Meilen breit, vulkui.'sch, ge dirgig, wasserreich, hat gute Ankerplätze, ist aber wegen der Sümpfe und der tro pischen Hitze zum Bewohnen wenig ge eignet. Die Eingeborenen, ungefähr 1700 an der Zahl, sind Neger. Wie der B e r I i n e r .N a t. Ztg." mitgetheilt wird, gewinnt das deutsche Element an der ostafrikanischen Küste, hauptsächlich im Sultanat Zan zibar, immer mehr Boden. Der Sultan hat in letzterer Zeit für seine Flotte, be stehend aus sechs großen Dampfern, durch ein Hamburger Haus ausschlicß lich deutsche Offiziere und Maschinisten engagiren lassen, die Ende November vorigen Jahres mit des Sultans Schiff .Nyanza" von Southampton aus nach Zanzibar befördert wurden. Sogar deutsche Kutscher und Reitknechte befin den sich im Dienste des Sultans, und dürste das deutsche Element, zumal un sere dort angestellten Landsleute sich der größten Zufriedenheit des Sultans er freuen, immer mehr an Zahl und Be deutung zunehmen. Ein sonderbares Ver mächtniß beschäftigt seit Monaten die Academie Frar.aife. Eine reiche Witt we, Mad. Hermance Lesguillon, hat nämlich einen Jahrespreis von 1000 Francs gestiftet, welcher laut testamen tarischer Bestimmung alljährlich dem Verfasser eines Gedichts oder einer schö nen wissenschaftlichen Abhandlung über das Leben und die Thaten ihres verstor benen Gatten, des Herrn Lesguillon, zuerkannt werden soll. Der Schrift stellerverein, sowie die Gesellschaft der dramatischen Autoren, haben dieses Ver mächtniß zurückgewiesen, da sie es unter ihrer Würde halten, sich gegen Geld zur Verherrlichung eines berühmten Unde kannten verpflichten zu lasien. Die Stiftung ist somit an die Akademie zu rückzefallen, welche auf Vorschlag des Herzogs von Aumale ihre Verwaltungs Commission beauftragt hat, Vorschläge wegen Verwendung des Legats zu ma chen. Die Entscheidung wird wahr scheinlich aus Zurückweisung dieses eini nigermaßen compromittirendenGeschenks lauten. D ie Fürsten von B ulg a nen und Montenegro lasien kostbare Krönungsgeschenke aus Silber und Gold ansertigen.großentheils aus siguralischen Gruppen bestehend, welche die'Befreiung (!!) der slavischen Länder durch Rußland (!!) darstellen. Hunderte von Gemeinden haben bereits massive Platten aus Gold und Silber ansertigen lassen,auf welchen nach slavischem Gebrauch dem Kaiser paare Brod und Salz überreicht werden soll. Bei esnem derTriumphbogen wird beim Einzüge d:s Kaisers in Moskau ein Orchester, bestehend aus 1000 Musi. kern und 8000 Sängern, sich befinden. Kürzlich ist in Odessa eine Fabrik sogenannter .heiliger Ge gcnstände vom Berge Athos", die sich im Volke großer Verehrung erfreuen, von der Polizei im Panteleimon'schen Klo sterhof, entdeckt worden. Dies ist ein Absteigequartier sür Wallfahrer nach dem Berge Athos; an der Spitze dieses In stituts steht ein Mönch, welchem die Ver waltung des Ganzen obliegt. Unter dem Schutze dieses Mönchs hatte sich, wie Odksiaer Blätter berichten, hier eine sehr eifrige Fabrikation von Heiligen bildern, heiligem Oel und anderen heili gen Sachen vom Berge Athos entwickelt. Bei der Revision fand die Polizei ver schieden? .wunderthätige Oele", die in kleinen, mit allerlei Inschriften und Stempeln, die den Ursprung des Oe!s vom Berge Athos bezeugen sollten, ver sehene Flaschchen enthalten waren. Auch Gebrauchsanweisungen wurden gefun den ; sie trugen den Namen einer Odes saer Druckerei. Di.e größte Entdeckung aber war die, daß auch der Mönch nicht echt war, sondern nur ein verabschiedeter Soldat. '